DE689630C - Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut, insbesondere laufender Gewebebahnen - Google Patents
Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut, insbesondere laufender GewebebahnenInfo
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- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
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-
- D—TEXTILES; PAPER
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- D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
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Description
- Vorrichtung zum Naßbehandeln von Textilgut, insbesondere laufender Gewebebahnen Es sind Vorrichtungen, zum Behandeln vors Faserstoffen mit Flüssigkeiten bekannt, bei denen entweder dem Flüssigkeitsbehälter oder den das Gewebe führenden Apparateteilen oder auch der Flüssigkeit gegenüber :dem Gewebe eine Bewegung erteilt wird. Die Bewegung, die das zu behandelnde Gut oder die Flüssigkeit bei den bekannten Vorrichtungen erhält, ist in vielen Fällen verhältnismäßig langsam und unzureichend. -Auch wird von der angewandten Energie nur -ein geringer Teil ausgenutzt.
- Es wurde nun gefunden, daß man @dxe Naßbehandlung, wie Waschen, Imprägnieren, Walken, Färben usw., von Textilgut aller Art, z. B. von losem Fasergut, Garnmoder Geweben, vorzugsweise aber von bandförmigem Fasergut, mit Vorteil in einer Vorrichtung ausführt, die ,aus einem mit der .B.ehandlun,gsflotte gefüllten Behälter, einer in die Flotte eintauchenden Führungstrommel von. im Verhältnis zur in der Flotte befindlichen Bahnlänge des Fasergutes großem Durchmesser, über die -das Fasergut ;geführt wird; und Mitteln bestellt, die die Führungstrommel in rasche mechanische Schwingungen von einigen hundert bis einigen tausend Perioden in der Minute und einigen Millimetern Ausschlagweite versetzen. Zweckmäßig ist die Vorrichtung so einzuordnen, daß die Führungstrommel kreisförmige oder ähnliche Schwingungen in einer Ebene senkrecht zu ihrer Längsachse beschreibt. Für die Behandlung des. Faser-;gutes ist es ferner vorteilhaft, wenn besonders weiche Schwingungen angewandt werden. Solche Schwingungen werden zweckmäßig nicht durch Zwanglaufantriebe, wie z. B. Exzenterantriebe, sondern durch Nichtzwanglaufantriebe, z. B. Freischwingererreger oder Koppelerreger, hervorgerufen.
- Um die Einwirkung der Behandlungsflotte auf dasFasergutbesonders kräftig zu machen, empfiehlt es sich ferner, daß die Führungstrommel gelocht ist.
- Es ist zwar schon die Anwendung von Führungsmitteln für das Textilgut vorgeschlagen worden, auf denen das zu behandelnde Gut schwingende Bewegungen ausführt, jedoch hat es sich hierbei immer nur um die Anwendung verhältnismäßig langsamer 'hin und her gehender Bewegungen gehandelt. Vorrichtungen dieser Art waren meist so ausgebildet, daß z. B. Stoffbahnen im Zickzack über eine Anzahl Rollen von kleinem Durchmesser durch die .Flüssigkeit hin und her geführt wurden, wobei diese Rollen in hin und her gehende Bewegung versetzt wurden. Abgesehen davon, daß es sich hierbei nicht um rasche mechanische Schwingungen, sonder: um ziemlich langsame hin und her, gehende Schwenkbewegungen handelte, wird hierbei der Stoffbahn auch eine Bewegung immer nur in nächster Nähe der Rollen erteilt, während die Hauptlänge_ der Bahnen infolge der starken Dämpfung in der Flüssigkeit nicht mehr in nennenswertem Maße beeinflußt wird.
- Demgegenüber kommt es gemäß vorliegender Erfindung darauf an; daß die Bahnen o: dgl: aus dem zu behandelnden Fasergut auf eine möglichst lange Strecke während des Eintauchers oder Durchganges in der Behandlungsflüssigkeit zwangsläufig durch eine möglichst große Auflagefläche in Schwingungen angewandt werden. Dies wird erreicht durch Verwendung -einer Führungstrommel von möglichst großem Durchmesser, die auf einem ;großen Teil ihres Umfanges von der Textilbahn umschlungen wird.
- Die Anwendung rascher mechanischer Schwingungen für die Behandlung von Textilgut ist zwar schon auf dem Gebiet der Wäscherei bekanntgeworden; jedoch wird,das Gut bei den bekanntgewordenen Vorrichtungen dieser Art überhaupt nicht während der Naßbehandlung geführt, sondern es schwingt einfach ein Behälter mitsamt der Waschflüssigkeit und der Wäsche. Dadurch wird natürlich auch nicht die besonders günstige Wirkung erreicht wie nach vorliegender Erfindang -durch die dem Fasergut aufgezwungenen Relativbewegungen. Das Schwingerlassen eines ganzen Waschgefäßes mit Inhalt berührt deshalb das neue Verfahren ebensowenig wie ,etwa das auch schon bekanntgewordene Rütteln von Papiermasse in Drehknotenfängern oder auf Langsieben von Papiermaschinen, denn in allen diesen Fällen fehlt die zwangsweise Führung des Fasergutes, durch die erst in Verbindung mit der besonderen Art der Schwingungen eine besonders günstige Wirkung erreicht wird..
- Die Vorrichtung nach der Erfindung hat ferner gegenüber den bekannten Vorrichtungen mit langsam hin und her bewegten gelochten Behältern den allgemeinen Vorzug, daß nur kleine Antriebe erforderlich sind. Aus den nach Größe und Richtung rasch wechselnden. Schwingungen ergeben sich Beschleunigungen, die mit den bekannten Vorrichtungen nicht erreicht werden können. Beispielsweise wirken auf jedes mit 3ooo Umdrehungen in .der Minute und 4 mm Ausschlagweite schwingende Teilchen Beschleunigungen ein, die das zwanzigfache der Erdbeschleunigung ausmachen. Man erreicht auf diese Weise, däß sich einerseits die einzelnen Fasern öder Fäden dauernd rasch gegeneinanderbewegen und der Flüssigkeit Gelegenheit zum Eindringen auch an Kreuzungsstellen geben und daß anderseits die Flüssigkeit dauernd intensiv gegen und durch das Gewebe geschlagen wird. Erst durch dieses besonders kräftige Durchpeitschen der Flüssigkeit unter größtmöglicher zwangsläufiger Führung der Bahnen wird das Optimum der Behandlung des Textilgutes erreicht.
- Man kann mit dieser Vorrichtung z. B. auch das Färben, Klotzen und Seifen von gespulten Garnen durchführen, indem man die Spulen in der Flotte raschen Schwingungen der oben angegebenen Art aussetzt.
- Eine Ausführung einer derartigen Vorrichtung ist auf beiliegender Zeichnung schematisch dargestellt. -E ist der mit der Behandlungsflotte gefüllte Behälter. An der Schwingplatte F ist die Führungstrommel C, die massiv oder gelocht ausgeführt sein kann, befestigt. Die Schwingplatte ,F ist mixt den Federn Gri und C'r2 mit den Wänden des Behälters verbunden. Auf der Schwingplatte ist mittels Lagerböcken IKein Freischwinger H befestigt. Dieser besteht aus einer anzutreibenden Welle, an der sicli unbalante Massen befinden, so daß beim Antrieb des Freischwingers die Schwingplatte F mit der Trommel C in Schwingungen versetzt wird. Man hat es in der Hand, durch entsprechende Bemessung der Unbalanz, der Veränderung,der gegenseitigen Läge des Systemschwerpunktes und der Achse des Freischwingers, schließlich auch der Federn, Form und Größe der Schwingungen zu ändern. Das zu behandelnde Gut, z. B. ein gewebtes Band A, läuft über den Haspel B in das Behandlungsbad, dann auf die Trommel C, verläßt das Behandlungsbad und wird über den Haspel D fortgeführt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zum Naßbeh.andeln von Textilgut, insbesondere laufender Gewebebahnen, bei der das in der Flotte liegende Gutsführüngsmittel schwingende Bewegungen ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gutsführungsmittel als Führungstrommel von im Verhältnis zur in der Flotte befindlichen Bahnlänge des Gutes großen Durchmesser ausgebildet ist, die in rasche mechanische Sch-,vingungen von einigen hundert bis einigen tausend Perioden in der Minute und einigen Millimetern Ausschlagweite versetzt ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel kreisförmige oder ähnliche Schwingungen in einer Ebene senkrecht zu ihrer Längsachse ausführt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und: 2, dadurch ;gekennzeichnet, daß. zur Schwingungserregung Nichtzwanglaufantriebe, z. B. Freischwingererreger, benutzt werden können. -q.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch :gekennzeichnet, daß die Trommel gelocht ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936I0059490 DE689630C (de) | 1936-04-25 | 1936-04-25 | Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut, insbesondere laufender Gewebebahnen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936I0059490 DE689630C (de) | 1936-04-25 | 1936-04-25 | Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut, insbesondere laufender Gewebebahnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE689630C true DE689630C (de) | 1940-03-29 |
Family
ID=7195024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1936I0059490 Expired DE689630C (de) | 1936-04-25 | 1936-04-25 | Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut, insbesondere laufender Gewebebahnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE689630C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE912447C (de) * | 1951-08-15 | 1954-05-31 | Berliner Maschb Actien Ges Vor | Vorrichtung zum Breitnassbehandeln von Geweben |
| DE919348C (de) * | 1949-09-17 | 1954-10-21 | Claes Arne Kindstrand | Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Textilgeweben, Strickwaren od. dgl. auf einer flachen Unterlage, um Spannungen in der Ware zu beseitigen oder das Auftreten von Spannungen zu verhindern |
| DE922794C (de) * | 1948-03-02 | 1955-01-24 | L S Adams Engineering | Verfahren zum Verfilzen der Fasern von Textilware und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens |
| DE963054C (de) * | 1953-01-21 | 1957-05-02 | Benninger Ag Maschf | Einrichtung zum Behandeln von durch ein Behandlungsmittel hindurchzuleitenden Faserstoffgebilden |
-
1936
- 1936-04-25 DE DE1936I0059490 patent/DE689630C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE922794C (de) * | 1948-03-02 | 1955-01-24 | L S Adams Engineering | Verfahren zum Verfilzen der Fasern von Textilware und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens |
| DE919348C (de) * | 1949-09-17 | 1954-10-21 | Claes Arne Kindstrand | Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Textilgeweben, Strickwaren od. dgl. auf einer flachen Unterlage, um Spannungen in der Ware zu beseitigen oder das Auftreten von Spannungen zu verhindern |
| DE912447C (de) * | 1951-08-15 | 1954-05-31 | Berliner Maschb Actien Ges Vor | Vorrichtung zum Breitnassbehandeln von Geweben |
| DE963054C (de) * | 1953-01-21 | 1957-05-02 | Benninger Ag Maschf | Einrichtung zum Behandeln von durch ein Behandlungsmittel hindurchzuleitenden Faserstoffgebilden |
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