DE69007766T2 - Tieffrequenzhydrophon und Sonarantenne mit solchen Hydrophonen. - Google Patents

Tieffrequenzhydrophon und Sonarantenne mit solchen Hydrophonen.

Info

Publication number
DE69007766T2
DE69007766T2 DE69007766T DE69007766T DE69007766T2 DE 69007766 T2 DE69007766 T2 DE 69007766T2 DE 69007766 T DE69007766 T DE 69007766T DE 69007766 T DE69007766 T DE 69007766T DE 69007766 T2 DE69007766 T2 DE 69007766T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ceramic
low frequency
hydrophone
electrodes
vacancy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE69007766T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69007766D1 (de
Inventor
Jean-Pierre Besombes
Claude Gragnolati
Michel Lagier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Thales SA
Original Assignee
Thomson CSF SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Thomson CSF SA filed Critical Thomson CSF SA
Publication of DE69007766D1 publication Critical patent/DE69007766D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE69007766T2 publication Critical patent/DE69007766T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V1/00Seismology; Seismic or acoustic prospecting or detecting
    • G01V1/16Receiving elements for seismic signals; Arrangements or adaptations of receiving elements
    • G01V1/20Arrangements of receiving elements, e.g. geophone pattern
    • G01V1/201Constructional details of seismic cables, e.g. streamers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B06GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS IN GENERAL
    • B06BMETHODS OR APPARATUS FOR GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS OF INFRASONIC, SONIC, OR ULTRASONIC FREQUENCY, e.g. FOR PERFORMING MECHANICAL WORK IN GENERAL
    • B06B1/00Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency
    • B06B1/02Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy
    • B06B1/06Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with piezoelectric effect or with electrostriction
    • B06B1/0644Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with piezoelectric effect or with electrostriction using a single piezoelectric element

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Geophysics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transducers For Ultrasonic Waves (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf Niederfrequenz-Hydrophone, die in linearen Schleppantennen verwendet werden sollen, und auf mit solchen Hydrophonen versehene Sonarantennen.
  • Die linearen Schleppantennen werden aufgrund ihrer großen Länge bei sehr niedrigen Frequenzen verwendet, typisch zwischen 500 Hz und 2000 Hz. Sie bestehen aus einer großen Anzahl von Hydrophonen, die eine hohe Empfindlichkeit, ein geringes Eigenrauschen, eine Druckfestigkeit bis jenseits von 150 Bar, geringe Herstellungskosten wegen der großen Anzahl und einen geringen Raumaufwand aufweisen sollen, d.h. Abmessungen unterhalb von 50 mm.
  • In dem Frequenzband zwischen 50 und 2000 Hz ist die Dynamik der Rauschsignale erheblich. Beispielsweise verringert sich das Meeresrauschen zwischen 50 Hz und 1000 Hz um 30 dB. Daher ist einem Hydrophon stets ein Hochpaßfilter nachgeschaltet, das das Rauschen bei sehr niedrigen Frequenzen blockiert, und ein Filter, das das Meeresrauschen nivelliert und auch Nivellierfilter genannt wird. Die vom Hydrophon aufgefangenen Signale werden jedoch eingangsseitig in einem Vorverstärker verstärkt, der vor den Filtern liegt. Da die Dynamik der Signale erheblich ist, gelangt dieser Vorverstärker im allgemeinen in die Sättigung, so daß die Filteroperationen nicht wirksam sind.
  • Es ist bekannt, daß die Sättigung des Vorverstärkers durch ein vorgeschaltetes Filter in Höhe des Hydrophons beseitigt werden kann, wodurch die Dynamik der Signale am Eingang des Vorverstärkers verringert werden kann.
  • Figur 1 zeigt ein Kapillar-Hydrophon nach dem Stand der Technik. Dieses Hydrophon enthält ein hohles Rohr 1 aus piezoelektrischer Keramik wie z.B. PZT, das an seinen beiden Enden durch zwei starre Stopfen 2 verschlossen ist, welche so einen Hohlraum 1 begrenzen. Dieses Hydrophon wird druckmäßig mit einem Kapillarrohr 4 äquilibriert, das in einem der Stopfen befestigt ist und den inneren Hohlraum 3 mit der Außenumgebung des Hydrophons in Verbindung bringt, um die langsamen Druckveränderungen auszugleichen. Dieses Kapillarrohr 4 dient auch als mechanisches Filter und ermöglicht die Verringerung der Dynamik der Signale am Eingang des Vorverstärkers.
  • Ein Kapillar-Hydrophon bereitet aber Herstellungsschwierigkeiten, ist teuer und zu raumaufwendig, um in geschleppten linearen Antennen untergebracht zu werden.
  • Es ist auch bekannt, sehr einfache Hydrophone mit trockenen Leerstellen-Keramikmaterialien herzustellen, die sehr wirkungsvoll sind. Ein solches Hydrophon ist aus der Druckschrift WO-A-86 05 350 bekannt.
  • Ein Leerstellen-Keramikmaterial ist ein Verbundmaterial, dessen eine Phase piezoelektrisch ist (hohe Dichte, große Dielektrizitätskonstante und großer Young-Modul) und dessen andere Phase gasförmig ist (Luft). Diese Keramikmaterialien, die mit dem Begriff "trockene Leerstellen-Keramik" versehen werden, sind porös, und die Porosität bildet den gasförmigen Volumenanteil. Gemäß einem bekannten Herstellungsverfahren ist es auch möglich, ein Material mit offener Porosität zu erhalten.
  • Diese Keramiken sind durch eine verbesserte hydrostatische Empfindlichkeit gegenüber einer kompakten Keramik ausgezeichnet und besitzen eine geringere Dichte als die klassischen Keramiken, beispielsweise hat die Keramik PZT eine Dichte in der Größenordnung von 7,3 und eine hydrostatische Empfindlichkeit in der Größenordnung von 47 pC/N, während eine trockene Leerstellen-Keramik einer Dichte von etwa 4 eine Empfindlichkeit in der Größenordnung von 186 pC/N besitzt.
  • Zur Herstellung eines Hydrophons muß man nur auf eine trockene Leerstellen-Keramik Elektroden aufbringen, die Elektroden anschließen und eine Umhüllung herstellen, die die Öffnungen der Poren verschließt. Ein Schwachpunkt dieses Materials ist aber seine Zerbrechlichkeit, die die Anwendung derartiger Hydrophone bei großem hydrostatischem Druck und sehr niedriger Frequenz unmöglich macht.
  • Die Erfindung betrifft ein druckmäßig äquilibriertes Niederfrequenz-Hydrophon, das sich wie ein mechanisches Filter bei den niedrigen Frequenzen verhält und nicht die Nachteile der Kapillar-Hydrophone aufweist, d.h. daß es einfach und billig hergestellt werden kann und Abmessungen besitzt, die an die linearen Schleppantennen angepaßt werden können, indem eine gesättigte Leerstellen-Keramik verwendet wird, die widerstandsfähig gegenüber großen hydrostatischen Drücken ist.
  • Das Niederfrequenz-Hydrophon gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine Leerstellen- Keramik mit offener Porosität besitzt, die mit einem viskosen Fluid gesättigt ist und auf die Elektroden aufgebracht sind.
  • Die Erfindung betrifft auch eine Sonarantenne mit derartigen Hydrophonen.
  • Andere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung gehen klarer aus der nachfolgenden Beschreibung eines nicht beschränkend zu verstehenden Ausführungsbeispiels mit Hilfe der beiliegenden Zeichnungen hervor.
  • Figur 1 wurde bereits erläutert und zeigt ein Kapillar-Hydrophon nach dem Stand der Technik.
  • Figur 2 zeigt im Schnitt eine erfindungsgemäße Leerstellen-Keramik, auf die Elektroden aufgebracht worden sind.
  • Figur 3 zeigt die Veränderung der Empfindlichkeit einer gesättigten Leerstellen-Keramik abhängig von der Frequenz.
  • Figur 4 zeigt ein plattenförmiges Hydrophon gemäß der Erfindung.
  • Figur 5 zeigt ein symmetrisches Scheibenhydrophon gemäß der Erfindung mit niedriger Grenzfrequenz.
  • Figur 6 zeigt ein symmetrisches Hydrophon gemäß der Erfindung mit hoher Grenzfrequenz.
  • Figur 2 zeigt im Schnitt eine Leerstellen-Keramik mit offener Porosität, auf die Elektroden aufgebracht worden sind. Die Leerstellen-Keramik 10 mit ihrer offenen Porosität besitzt die Form einer Scheibe oder Platte, die in Richtung einer sogenannten "Achse 3" polarisiert ist. Die Richtung der Polarisation an der Keramik ist durch einen Pfeil 11 angedeutet. Während der Herstellung der Keramik wurde eine poröse Silberschicht 12 auf die beiden zur Achse 3 senkrechten Oberflächen der Keramik aufgebracht, um später leichter die beiden Metallelektroden 13 aufbringen zu können. Diese Elektroden 13 verschließen einen Teil der Poren der Keramik. Unter der Wirkung einer äußeren Kraft, wie z.B. eines Drucks, die senkrecht zur Ebene der Elektroden angewandt wird, ergibt sich eine Potentialdifferenz VS zwischen den beiden Elektroden 13 aufgrund des Auftretens von piezoelektrisch bedingten Ladungen.
  • Diese Leerstellen-Keramiken mit offener Porosität sind recht druckfest, da die offene Porosität einen hydrostatischen Druckausgleich des Materials ergibt und die Akkumulierung von statischen Kräften verhindert, die im allgemeinen zu einer Depolarisation des Materials führen.
  • Figur 3 zeigt die Abhängigkeit der Empfindlichkeit einer gesättigten Leerstellen-Keramik gemäß der Erfindung von der Frequenz. Die hydrostatische Empfindlichkeit dh einer Keramik ist ein piezoelektrischer Koeffizient, der die Ladung auf den Elektroden für eine hydrostatische Belastung von 1 N mißt. Sättigt man die Leerstellen-Keramik mit offener Porosität durch ein viskoses Fluid, dann nimmt die hydrostatische Empfindlichkeit dh der Keramik mit der Frequenz zu, so daß sich intrinsisch ein aus einer solchen Keramik bestehendes Hydrophon wie ein Hochpaßfilter verhält, da das Material eine dreidimensionale kapillare Struktur mit zahlreichen Verbindungen darstellt, die von den Poren in einem Skelett gebildet werden, das von dem piezoelektrischen Teil der Keramik gebildet wird und eine gewisse Elastizität besitzt. Die Grenzfrequenz f&sub1; des Filters hängt von der dynamischen Viskosität η des Fluids, dem Elastizitätsmodul s des Skelettes, dem wirksamen Querschnitt c der dreidimensionalen Kapillarstruktur und der effektiven Länge Le der dreidimensionalen Kapillarstruktur ab. Im Fall einer parallelepipedischen Keramik mit den Abmessungen L1, L2, L3 gilt: Le&supmin;² = L1&supmin;² + L2&supmin;² + L3&supmin;².
  • Der Absolutwert der Empfindlichkeit dh einer gesättigten Leerstellen-Keramik ergibt sich aus folgender Beziehung:
  • dh = dh0(1+f²/f²&sub1;)½x(1+f²/f²&sub2;)-½
  • Hierbei gilt: f&sub2; = f&sub1;.dhM/dh&sup0; und dh&sup0; ist die hydrostatische Empfindlichkeit der Keramik bei niederer Frequenz, während dhM die hydrostatische Empfindlichkeit der Keramik bei hoher Frequenz ist.
  • Bei niedrigen Frequenzen, d.h. f< f&sub1;, bilden die Poren der Leerstellen-Keramik eine niedrige akustische Impedanz, und der dynamische Druck aufgrund einer ankommenden akustischen Welle dringt in alle Poren ein und breitet sich ohne Phasenverschiebung im Volumen des Materials aus. Es ergibt sich so ein Gleichgewicht der Drücke zwischen außerhalb und innerhalb der Keramik; die Empfindlichkeit der Keramik ist gering und besitzt den Wert dh&sup0;.
  • Bei hohen Frequenzen, d.h. f> f&sub2;, bieten die Poren der Leerstellen-Keramik eine große akustische Impedanz, das Skelett der Keramik wird komprimiert und die Empfindlichkeit der gesättigten Leerstellen-Keramik ist hoch und beträgt dhM.
  • Für mittlere Frequenzen f&sub1;< f< f&sub2; ergeben sich die obigen Erscheinungen gleichzeitig, und es gibt einen Antagonismus zwischen dem dynamischen Druck, der die Tendenz hat, sich auszugleichen, und dem Skelett, das komprimiert wird. Die Empfindlichkeit dh der gesättigten Leerstellen-Keramik nimmt linear zwischen dh&sup0; und dhM mit einer Steigung von etwa -3dB/ Oktave zu.
  • Die Grenzfrequenz f&sub1; kann eingestellt werden, indem die Oberfläche der Keramik mehr oder weniger verschlossen wird, um so die mit dem viskosen Fluid in Kontakt stehende Oberfläche zu verringern, insbesondere indem die Oberfläche der Elektroden vergrößert oder verkleinert wird. So ist es für eine gegebene Geometrie möglich, die Grenzfrequenz f&sub1; abzusenken, ohne die Viskosität durch Vergrößerung der Oberfläche der Elektroden zu variieren, da f&sub1; proportional ist zu c/Le². Im Fall einer linearen Schleppantenne mit einer äußeren dichten Hülle und einem viskosen Fluid im Inneren wird dieses innere Füllfluid als viskoses Fluid für die Sättigung der Leerstellen-Keramik verwendet. Die Herstellungskosten eines solchen Hydrophons sind also sehr gering.
  • Es sei nun ein Zahlenbeispiel angegeben: Ein Hydrophon mit einer Leerstellen-Keramik wurde in Form einer Scheibe eines Durchmessers von 36 mm und einer Höhe von 10 mm hergestellt, die mit einem Öl einer dynamischen Viskosität von 0,03 Pas gesättigt wurde. Die Dichte der Leerstellen-Keramik hat den Wert 4 und die Porosität den Wert 0,46. Die Grenzfrequenz f&sub1; ist gleich 600 Hz, die Dynamik dhM/dh&sup0;, die nur vom Basismaterial und der Porosität abhängt, hat etwa den Wert von 10 (20 dB).
  • Figur 4 zeigt ein unsymmetrisches plattenförmiges Hydrophon 40, das in einer linearen zylindrischen Antenne mit einer äußeren dichten Hülle 41 aus beispielsweise Polyurethan untergebracht ist, wobei diese Antenne mit einem viskosen Fluid 42 gefüllt ist.
  • Das Hydrophon 40 besteht aus einer Leerstellen-Keramik 48 in Form einer Platte, die mit dem viskosen Füllfluid 42 der Antenne gesättigt ist. Auf den beiden zur Längsachse der Antenne parallelen Oberseiten der Keramik wurden zwei Elektroden 43 aufgebracht. Die Polarisationsachse 44 der Keramik oder "Achse 3" verläuft senkrecht zur Längsachse der Antenne, um das Hydrophon 40 gegenüber Querbeschleunigungen der Antenne unempfindlich zu machen. Dieses Hydrophon 40 wird mit zwei Befestigungs- und Entkopplungselementen 45 gehalten, die ihrerseits auf zwei entlang der Hülle 41 parallel zur Antennenachse verlaufenden Trägerseilen 46 befestigt sind. Dieses Hydrophon ist an einen an die Elektroden 43 angeschlossenen Vorverstärker 47 angeschlossen.
  • Figur 5 zeigt im Schnitt ein symmetrisches Hydrophon 50, das in einer mit einem viskosen Fluid 52 gefüllten linearen zylindrischen Antenne 51 untergebracht ist. Dieses Hydrophon 50 wird von einer zentralen Metallscheibe 53 gebildet, die eine Elektrode darstellt und auf deren beiden Seiten zwei Scheiben 54 aus Leerstellen-Keramik mit offener Porosität befestigt sind. Diese Keramik ist mit dem Füllfluid der Antenne gesättigt, derart, daß die auf den Oberflächen der Scheiben 53 und 54 senkrecht stehende Achse parallel zur Längsachse der Antenne verläuft. Das Hydrophon 50 ist in der Antenne mit zwei mechanischen Zentrier- und Entkopplungselementen 55 zentriert, die auf zwei parallel zur Längsachse der Antenne und symmetrisch bezüglich dieser Achse verlaufenden Trägerseilen 56 befestigt sind. Die Außenseite jeder der beiden Scheiben 54 aus Leerstellen-Keramik ist völlig mit einer Elektrode 57 bedeckt, so daß die Grenzfrequenz f&sub1; niedrig ist. Die Keramikscheiben 54 sind in einer Richtung parallel zur Achse der Linearantenne polarisiert, wobei die Polarisationsrichtung von den äußeren Elektroden 57 zur zentralen Metallscheibe 53 hin gerichtet ist. Das Ausgangssignal des Hydrophons 50 wird in einem Vorverstärker 58 verstärkt.
  • Figur 6 zeigt im Schnitt ein symmetrisches Hydrophon, das in einer linearen zylindrischen und mit einem viskosen Fluid 67 gefüllten Antenne angeordnet ist. Dieses Hydrophon enthält zwei getrennte Scheiben 61 aus Leerstellen-Keramik mit offener Porosität, die mit dem Füllfluid der Antenne gesättigt sind, wobei zwei Elektroden 62 geringer Länge auf jede der Oberseiten dieser Scheiben 61 aufgebracht sind. Diese Scheiben 61 sind so angeordnet, daß die auf ihren Oberflächen senkrecht stehende Achse parallel zur Längsachse der Antenne verläuft, und sie werden in einer Richtung parallel zur Achse der Antennen polarisiert, wobei die Polarisationsrichtungen einander entgegengerichtet sind. Die vier Elektroden 62 sind an einen Vorverstärker 63 angeschlossen, der von einem einen Faraday- Käfig bildenden Metallgitter 64 bedeckt ist und zwischen den beiden Scheiben 61 aus Leerstellen-Keramik angeordnet ist.
  • Zwei mechanische Zentrier- und Entkopplungselemente 65 halten die Keramikscheiben 61 und den Vorverstärker 63 in der Antenne an ihrem Platz. In diesem Hydrophon ist die mit dem viskosen Fluid in Berührung stehende Oberfläche der Leerstellen-Keramiken optimal und die Elektroden 62 haben eine möglichst geringe Oberfläche, so daß die Grenzfrequenz f&sub1; hoch ist.
  • In anderen Anwendungsfällen können insbesondere Hydrophone mit rohrförmiger Geometrie und radialer Polarisation in Betracht gezogen werden.
  • Wenn die Grenzfrequenz auf einen hohen Wert eingestellt wird, d.h. wenn die Elektroden eine kleine Oberfläche besitzen, dann wird das Hydrophon gegen Unterwasserexplosionen widerstandsfähig.
  • Die Erfindung ist nicht auf die im einzelnen beschriebenen Ausführungsformen beschränkt. Insbesondere kann ein Hydrophon mit einer Leerstellen-Keramik hergestellt werden, die mit dem viskosen Füllfluid der linearen Antenne gesättigt ist, wodurch sich ein Hydrophon mit geringen Kosten und besonders einfach herstellen läßt, aber jedes andere sich vom Füllfluid unterscheidende Viskosefluid kann zum Sättigen der Leer-Stellen-Keramik verwendet werden.
  • Andere Anwendungsfälle können ebenfalls in Betracht gezogen werden: in passiven Sonarantennen, für die das Lauschfrequenzband Probleme der Sättigung und des Nivellierens des Meeresrauschens bringt, können die oben beschriebenen Hydrophone verwendet werden.

Claims (7)

1. Niederfrequenz-Hydrophon für eine Sonarantenne mit mindestens einer Leerstellen-Keramik (10), die eine offene Porosität besitzt, mit einem viskosen Fluid gesättigt ist und auf die metallische Elektroden (13) aufgebracht sind.
2. Niederfrequenz-Hydrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leerstellen-Keramik (10) senkrecht zur Ebene der Elektroden (13) polarisiert ist.
3. Niederfrequenz-Hydrophon nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Hochpaßfilter bildet, dessen untere Grenzfrequenz (f&sub1;) durch Verschließen von größeren oder kleineren Teilen der Oberfläche der Keramik eingestellt wird.
4. Niederfrequenz-Hydrophon nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß eines mehr oder weniger großen Teils der Oberfläche der Keramik durch Veränderung der Oberfläche der Elektroden (13) erreicht wird.
5. Niederfrequenz-Hydrophon nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es eine zentrale Metallscheibe enthält, die eine Elektrode bildet und zu deren beiden Seiten je eine Scheibe (54) aus Leerstellen-Keramik mit einer durch ein viskoses Fluid gesättigten offenen Porosität befestigt ist, wobei die äußere Oberfläche jeder Scheibe (54) vollständig mit einer Elektrode bedeckt ist, so daß die Grenzfrequenz (f&sub1;) niedrig ist.
6. Niederfrequenz-Hydrophon nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es zwei getrennte Scheiben (61) aus Leerstellen-Keramik mit offener Porosität besitzt, die durch ein viskoses Fluid gesättigt ist, wobei auf den beiden Seiten jeder dieser Scheiben (61) Elektroden (62) geringer Länge aufgebracht sind, so daß die Grenzfrequenz (f&sub1;) hoch ist.
7. Lineare Antenne mit Niederfrequenz-Hydrophonen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die im Inneren einer dichten und mit einem viskosen Fluid gefüllten Hülle angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Sättigen der Leerstellen- Keramiken (10) der Hydrophone verwendete viskose Fluid das Füllfluid der Antenne ist.
DE69007766T 1990-01-05 1990-12-21 Tieffrequenzhydrophon und Sonarantenne mit solchen Hydrophonen. Expired - Fee Related DE69007766T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR9000077A FR2656971B1 (fr) 1990-01-05 1990-01-05 Hydrophone basse frequence et antenne sonar comportant de tels hydrophones.

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69007766D1 DE69007766D1 (de) 1994-05-05
DE69007766T2 true DE69007766T2 (de) 1994-07-28

Family

ID=9392536

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE69007766T Expired - Fee Related DE69007766T2 (de) 1990-01-05 1990-12-21 Tieffrequenzhydrophon und Sonarantenne mit solchen Hydrophonen.

Country Status (4)

Country Link
US (1) US5144597A (de)
EP (1) EP0436431B1 (de)
DE (1) DE69007766T2 (de)
FR (1) FR2656971B1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102018222736A1 (de) * 2018-12-21 2020-06-25 Atlas Elektronik Gmbh Unterwasserantenne umfassend einen mit einem Fluid gefüllten Zwischenraum und einen Unterwasser-Schallempfänger

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4309971A1 (de) * 1993-03-26 1994-09-29 Bayer Ag Imprägnierungsemulsion für mineralische Baustoffe
US5646470A (en) * 1994-04-01 1997-07-08 Benthos, Inc. Acoustic transducer
DE19538678C2 (de) * 1995-10-17 1998-12-10 Endress Hauser Gmbh Co Anordnung zur Überwachung eines vorbestimmten Füllstands einer Flüssigkeit in einem Behälter
FR2776161B1 (fr) 1998-03-10 2000-05-26 Thomson Marconi Sonar Sas Antenne d'emission acoustique annulaire demontable
US6438070B1 (en) 1999-10-04 2002-08-20 Halliburton Energy Services, Inc. Hydrophone for use in a downhole tool
FR2800229B1 (fr) 1999-10-22 2002-04-05 Thomson Marconi Sonar Sas Transducteur acoustique sous-marin a large bande
FR2809580B1 (fr) 2000-05-26 2002-08-30 Thomson Marconi Sonar Sas Transducteur electrodynamique pour acoustique sous-marine
US7206258B1 (en) 2005-04-13 2007-04-17 United States Of America As Represented By The Secretary Of The Navy Dual response acoustical sensor system

Family Cites Families (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE757591A (fr) * 1969-11-25 1971-03-16 Thomson Csf Perfectionnements aux domes de systemes sonars et procede de leur fabrication
US5003285A (en) * 1972-09-08 1991-03-26 The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Navy Transducer array
FR2290812A1 (fr) * 1974-11-08 1976-06-04 Thomson Csf Transducteur electroacoustique pour immersion profonde
FR2589248B1 (fr) * 1978-02-17 1988-01-22 Thomson Csf Amelioration des systemes d'autoguidage acoustique de vehicules sous-marins
FR2540325A1 (fr) * 1983-01-28 1984-08-03 Thomson Csf Hydrophone de vitesse
DE3430186A1 (de) * 1984-08-16 1986-02-27 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Verfahren zur herstellung eines poroesen piezoelektrischen materials und nach diesem verfahren hergestelltes material
US4683161A (en) * 1985-02-28 1987-07-28 Piezo Electric Products, Inc. Ceramic body with ordered pores
FR2615682B1 (fr) * 1987-05-19 1989-07-13 Thomson Csf Geophone comportant un element sensible en polymere piezoelectrique
US4868447A (en) * 1987-09-11 1989-09-19 Cornell Research Foundation, Inc. Piezoelectric polymer laminates for torsional and bending modal control
US4876675A (en) * 1987-09-12 1989-10-24 Ngk Spark Plug Co., Ltd. Towed piezoelectric cable
FR2622333B1 (fr) * 1987-10-27 1990-01-26 Thomson Csf Revetement anechoique pour ondes acoustiques

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102018222736A1 (de) * 2018-12-21 2020-06-25 Atlas Elektronik Gmbh Unterwasserantenne umfassend einen mit einem Fluid gefüllten Zwischenraum und einen Unterwasser-Schallempfänger

Also Published As

Publication number Publication date
FR2656971A1 (fr) 1991-07-12
DE69007766D1 (de) 1994-05-05
EP0436431B1 (de) 1994-03-30
EP0436431A3 (en) 1991-11-06
US5144597A (en) 1992-09-01
EP0436431A2 (de) 1991-07-10
FR2656971B1 (fr) 1992-09-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60005382T2 (de) Breitbandiger unterwasser-schallwandler
DE3241810C2 (de)
DE2913957C3 (de) Piezoelektrischer Lautsprecher
DE2235169C3 (de) Richtmikrophon
DE2550124C2 (de) Elektroakustischer Wandler für große Eintauchtiefe
DE68902311T2 (de) Fuer statische druckvariationen unempfindlicher signalempfaenger.
DE69007766T2 (de) Tieffrequenzhydrophon und Sonarantenne mit solchen Hydrophonen.
DE4102805A1 (de) Kapazitiver beschleunigungssensor
DE1236839B (de) Beschleunigungsmesser
DE3700594A1 (de) Druckgradientenempfaenger
DE2430068C2 (de) Kondensatormikrophon
DE69512155T2 (de) Piezoelektrischer Vibrator mit verbesserter Trägerstruktur
DE2202254C2 (de) Elektroakustischer Wandler, insbesondere Mikrophon für Fernsprechanlagen
DE3107293A1 (de) Anordnung zur frequenzgangverbesserung fuer elektroakustische wandler
DE3634742A1 (de) Druckmessdose
DE1001326B (de) Membranzentrierung
DE69706329T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur daempfung von bewegungen einer wand
DE2104092A1 (de) Pendelsystem
AT388071B (de) Tonabnehmer zur anbringung an musikinstrumenten
DE19742294A1 (de) Schallerzeuger und/oder Schallempfänger und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2617702A1 (de) Verfahren und piezoelektrischer wandler zum senden oder empfangen von schallwellen
DE4115221C2 (de) Elektroakustischer Wandler nach dem elektrostatischen Prinzip
DE3341349A1 (de) Hydrophon zur messung der schwingungsschnelle
DE2539087B2 (de) Schallabsorbierende Raumauskleidung
DE2813487C2 (de)

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee