DE69100497T2 - Fass mit Ausbuchtungen. - Google Patents

Fass mit Ausbuchtungen.

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DE69100497T2 DE1991600497 DE69100497T DE69100497T2 DE 69100497 T2 DE69100497 T2 DE 69100497T2 DE 1991600497 DE1991600497 DE 1991600497 DE 69100497 T DE69100497 T DE 69100497T DE 69100497 T2 DE69100497 T2 DE 69100497T2
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D7/00Containers having bodies formed by interconnecting or uniting two or more rigid, or substantially rigid, components made wholly or mainly of metal
    • B65D7/02Containers having bodies formed by interconnecting or uniting two or more rigid, or substantially rigid, components made wholly or mainly of metal characterised by shape
    • B65D7/04Containers having bodies formed by interconnecting or uniting two or more rigid, or substantially rigid, components made wholly or mainly of metal characterised by shape of curved cross-section, e.g. cans of circular or elliptical cross-section
    • B65D7/045Casks, barrels, or drums in their entirety, e.g. beer barrels, i.e. presenting most of the following features like rolling beads, double walls, reinforcing and supporting beads for end walls

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rigid Containers With Two Or More Constituent Elements (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Faß, das vorzugsweise zum Transport von flüssigen, viskosen oder pulverförmigen Materialien bestimmt ist, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Fasses. Das erfindungsgemäße Faß ist insbesondere für die Warmabfüllung angepaßt, eine Methode, die im steigenden Maße auf dem Verpackungssektor angewandt wird; das erfindungsgemäße Faß entspricht auch den Normen der verschärften Sicherheitsbedingungen, des Umweltschutzes und des Raumbedarfs.
  • Das erfindungsgemäße Faß wird überall dort verwendet, wo eine erhühte Beständigkeit gegenüber mechanischen Beanspruchungen gefordert ist, insbesondere dann, wenn das Faß einen inneren Unterdruck aushalten muß. Aufgrund neuer Produktionsmethoden wurde aus den Bereichen der Verpackung von Bulkladung und des Transports immer strengere Auflagen an die Faßhersteller in Bezug auf Material und Qualität gestellt.
  • Eine immer alltäglicher werdende Methode ist die Warmabfüllung, entweder um die Arbeitstakte herauf- und den Zeitverlust herabzusetzen oder um eine genügende Fließzahl wie zum Beispiel die von Öl eines zu verpackenden viskoses Produktes zu erhalten. Im heimetisch abgeschlossenen Faß entsteht, während der Abkühlung seines Inhalts, im inneren ein Unterdruck, der das Faß eindrückt. Da aber die Vielzahl der heute verwendeten Fässer für einen Innendruck ausgelegt ist, halten sie einen Unterdruck, der bei anormalen Beanspruchungen auf ihre Wandung entsteht, eher schlecht aus.
  • Zu der Auswirkung des Unterdrucks kommt noch die Auswirkung der Übereinanderstapelung hinzu, die eine Instabilität und sogar den Zusammenbruch der in den Lagerhäusern gestapelten Fässer bewirkt.
  • Ein weiterer Schwachpunkt der Fässer ist ihr Boden. Während des Transports über größere Entfernungen auf dem Schienen- oder Straßenweg bewirken die durch die Verkehrsmittel erzeugten Vibrationen Beanspruchungen des Bodens in vertikaler (axialer) Richtung mit dem Effekt, daß sich die Ladung bewegt. Als Folge davon können Brüche am Rand des Bodens auftreten.
  • Um dieses zu vermeiden, muß man offensichtlich die Dicke des verwendeten Bleches verstärken, aber dadurch wird auch der Selbstkostenpreis ebensosehr erhöht, und man riskiert so den Verlust von Marktanteilen. Unter dem Umweltsgesichtspunkt haben die herkömmlichen Fässer, deren Oberteil nach außen hin ausgewölbt ist, den Fehler, daß sie nicht vollständig entleert werden können, wenn man sie senkrecht mit geöffneten Faßspund nach unten stellt. In diesem Fall kann in dem ausgewölbten Bereich eine bedeutende Menge einer für den Menschen und/oder die Umwelt gefährlichen Flüssigkeit zurückbleiben. Diese Flüssigkeit, ganz gleich welcher Art, verbleibt im Faß und wird zum unbekannten Ziel mitgenommen, wie zum Beispiel zur Müllkippe, zum Schrottplatz usw., wo sie irreparable Schäden anrichten kann.
  • Die Faßhersteller sind durch die Beachtung der Raumbedarfquoten und der standardisierten Fassungsvermögen bei der Entwicklung von Fässern eingeschränkt; vor allem müssen die Fässer einen maximalen Durchmesser des Raumbedarfs haben, der mit der Breite der durch die ISO standardisierten Schiffahrtscontainer übereinstimmen, so daß man eine ganze Zahl von Fässern der Breite des Containers nach stapeln kann.
  • Mehrere bekannte Lösungen erlauben eine Steitfigkeitsverstärkung der Fässer. In der Patentanmeldung DE-A-2 738 946 wird ein Herstellungsverfahren durch Rollbiegen von Rippen und Wülsten aus der Wandung eines Fasses heraus beschrieben. Die Rippen verstärken das so hergestellte Faß in radialer Richtung. Jedoch existieren zylindrische Bereiche auf den Faßseitenwänden, die einen Unterdruck in diesen Fässern schlecht aushalten. Die Druckschrift DE-C-611 440 beschreibt ein Herstellungsverfahren von Metallfässern aus einem zylindrischen Rohling, der auf einen Expansionsdorn aufgezogen wird; der Metallrohling wird ohne Nachwalzen in Formgebracht, der Gewinn an Durchmesser erstreckt sich auf die gesamte Länge des Rohlings. Die bauchige Form der so erhaltenen kleinen Tonne hat einen bedeutenden Platzverlust zur Folge. Dieses Schriftstück dient zur Einleitung zum Anspruch 13.
  • Die Patentschrift FR-1 349 042 beschreibt ein Faß, dessen Wandung vollständig gerippt ist und das folglich eine erhöhte Beständigkeit in bezug auf radiale Beanspruchungen hat. Es tritt aber indessen ein Kennzeichnungsproblem für die Benutzer der Fässer nach FR-1 349 042 auf, weil diese Fässer keine ganz glatte Seitenfläche haben, die es erlaubt, zweckmäßige Hinweisschilder in bezug auf den Inhalt, seine Herkunft, usw. anzubringen. Ein solches Faß besitzt auch eine geringere Steifigkeit in der axialen Richtung.
  • Die Patentschrift FR-A-1 568 019, die mit der Einleitung von Anspruch 1 übereinstimmt, beschreibt ein Faß, dessen zylindrischer Körper zwei Gruppen von Rippen und zwei zylindrische Endstücke als Enden besitzt. Das in dem Patent FR-A-1 568 019 beschriebene Faß ist nicht dafür ausgelegt, einem inneren Unterdruck standzuhalten; es enthält einen einschiebbaren konischen Deckel. Die Erfindung hat zum Ziel, dem Benutzer ein Faß zur Vorfügung zu stellen, das dem inneren Unterdruck standhält, ohne daß die Herstellungskosten beträchtlich ansteigen. Die Erfindung hat gleichermaßen zum Ziel, Fässer auf den Markt zu bringen, die für eine Warmabfüllung geeignet sind, und die Belastungen, die durch erhöhte Produktionsarbeitstakte und Vertikalbelastungen aufgrund von Stapelung entstehen, aushalten. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, einen glatten Bereich (sozusagen einen Kennzeichnungsbereich) vorzusehen, ohne die Beständigkeit des Fasses zu verschlechten. Ein weiteres Erfindungsziel ist es, insbesondere ein 216 1 Faß produzieren zu können, das für die Container der ISO-Transportvorschrift angepaßt ist, und daß man die Fässer vorzugsweise in Vierer-Reihen der Breite eines Containers nach wie eine viereckige Fläche ohne Platzverlust ausrichten kann.
  • Die Erfindung hat ein Faß für den Transport von Flüssigkeiten und pulverförmigen Materialien nach der Einleitung des Anspruchs 1 zum Ziel, das ringförmige Bereiche aufweist, die als bauchige Tönnchen ausgebildet sind, die genannten ringförmigen Bereiche und die Wülste werden aus kaltverfestigtem Stahl durch Aufweitung ihres Umfangs so ausgebildet, daß das Faß eine erhöhte Beständigkeit gegen einen inneren Unterdruck besitzt. Ein oder sogar zwei Enden der zylindrischen Endstücke der Wandung sind vorzugsweise aus kaltverfestigtem Stahl durch Aufweitung des Umfangs hergestellt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Deckel des Fasses ein Spundlochdeckel, der mit der Wandung gebördelt ist; bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist der Deckel ein völlig zu öffnender Deckel, der mit einem Ring befestigt wird. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Deckelinnendurchmesser größer als der Bodenaußendurchmessor, so daß gleiche Fässer mit Ineinanderfügung aufeinander stapelbar sind.
  • Vorzugsweise ist der Faßboden mit der Wandung gebördelt. Vorzugsweise enthält der Boden gleichermaßen einen kreisförmigen mittleren Bereich, der mittels eines kegelstumpfförmigen Kranzes an einen mit der Wandung verbundenen ringförmigen Teil angeschlossen ist, wobei am Umfang des Kranzes eine kreisförmige Nut ausgebildet ist, und wobei sich der kreisförmige mittlere Bereich im wesentlichen in der gleichen Ebene erstreckt wie das Ende der Umbördelung der Wandung.
  • Das Faß weist vorzugsweise drei Abschnitte und zwei Wülste auf; es weist in einer bevorzugten Ausführungsform einen Deckel auf, der eine die völlige Entleerung des Inhaltes begünstigende Form hat, wenn das Faß mit dem Deckel nach unten umgedreht ist. In einer bevorzugten Ausführungsform hat die Faßwandung ein seitliches Band zur Aufnahme eines dekorativen Anstrichs. In einer anderen Ausführungsform haben die Wülste einen kleineren oder gleichen Durchmesser wie die ausgewölbten Bereiche der Tönnchen. Die Erfindung hat gleichermaßen ein Herstellungsverfahren eines Metallfasses nach der Einleitung des Anspruchs 13 zum Ziel, nachdem dieses Faß eine erhöhte Beständigkeit gegen einen inneren Unterdruck aufweist. In dem Verfahren ist das Metall der Wandung in den gedehnten Bereichen kaltverfestigt und so geformt, daß sich die gesamte Wandung aus Abschnitten in Form von bauchigen Tönnchen zusammensetzt, die durch dazwischen befindliche, nach außen gewölbte Ringe aufeinanderfolgend aneinander anschließen, deren größter Durchmesser kleiner oder gleich wie der größte Durchmesser der Tönnchen ist, die unteren und oberen Bereiche der Wandung bilden jeweils ein zylindrisches Endstück, und daß man den Deckel und den Boden auf den Enden der Wandung befestigen kann.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform führt man eine Kaltaufweitung eines der zylindrischen Endstücke so durch, daß es aus kaltverfestigtem Stahl gebildet wird. In einer weiteren Ausführungsform führt man eine Kaltaufweitung beider zylindrischer Endstücke so durch, daß sie gleichermaßen aus kaltverfestigtem Stahl gebildet sind. In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform weist die Aufweitung der Wandung folgende Arbeitsschritte auf:
  • - Einbringen eines mit radial nach außen bewegbaren Segmenten versehenen Aufweitlocheisen in den zylindrischen Mantel,
  • - radiale Verschiebung der Segmente des Aufweitlocheisens, so daß eine Aufweitung des Mantels bewirkt wird, bis dieser Mantel die gewünschte Form erreicht hat.
  • Man kann unter den Vorteilen der Erfindung besonders auf die Tatsache hinweisen, daß man auf der Basis einer anfänglichen Reduzierung des Durchmessers den zur Umbördelung bestimmten Rand im Verhältnis zum Wandungsende vertieft lassen kann, wodurch das Risiko eines Stoßes auf diesen sensiblen Bereich des Fasses reduziert wird. Ein weiterer Vorteil ist der, daß die Formgebung schnell durchgeführt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist der, daß die Metallverwindung in dem Dekorationsbereich relativ begrenzt ist, so daß man auf dem Metallband einen Vordruck durchführen kann, das fertige Druckmuster ist kaum gebunden durch die Formgebung der Wandung oder noch an eine Verzierung mittels Druckschablone nach der Formgebung, die Druckschablone kann sich durch ihre eigene Flexibilität an leichte Biegungen des Metalls anpassen.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Faß selbsttragend ist, ohne daß Stoßempfindliche Wülste vorstehen. Weitere besondere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung gehen aus einer folgenden Beschreibung einer besonderen Ausführungsform anhand eines Beispiels hervor, die Bezugnahme erfolgt anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen:
  • - Fig.1 eine schematische, perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Fasses ist;
  • - Fig.2 eine Teilansicht eines Schnitts durch die Schnittfläche II-II der Seitenwand eines erfindungsgemäßen Fasses nach Fig.1 ist;
  • - Fig.3 eine Teilansicht im Schnitt durch die Schnittfläche III-III der unteren Ecke des Fasses der Fig.1 ist, und
  • - Fig.4 eine schematische Ansicht eines Fasses im axialen Schnitt ist.
  • Fig.1 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Faß im Ganzen. Die Wandung 1 des Fasses ist in drei Abschnitte unterteilt, jeder dieser Abschnitt 2 wird von einem Wulst 3 vom angrenzenden Abschnitt 2 abgetrennt. Diese Wülste 3 stehen nicht über der Tangential-Ebene der Wandung hervor, und dienen im wesentlichen als Verstärkungsrippen und nicht als Rollringe. Jeder der Bereiche 2 ist als Tönnchen ausgebildet Diese Tönnchenform bewirkt, daß die Fässer sowohl axiale als auch radiale Belastung ohne erkennbare Deformation aushalten. Ein besonders erstrebenswerter Vorteil ist, daß diese Form auch den radialen Belastungen standhält, die sowohl Überdruck als auch auf den während der Vorwendung entstehenden Unterdruck des Fasses zurückzuführen sind. Das gesamte Faß enthält keine vorstehenden Bereiche und erlaubt beispielsweise eine Ausführung eines 216 1 Fasses unter Beachtung eines Platzbedarfs in der Breite von maximal 585 mm; man kann vier 216 1 Fässer entsprechend dem 150-Standard der Breite eines 150-standardisierten Schiffcontainers nach nebeneinander aufstellen, daß eine erhebliche Platzersparnis im Vergleich zu anderen herkömmlichen Fässern mit sich bringt.
  • Fig.2 zeigt schematisch eine Schnittansicht aus einem Seitenbereich. Die Strichpunktlinie 4 zeigt die anfängliche Position der Wand des Rohlings vor der Formgebung durch Aufweitung. Wie anhand Fig.2 ersichtlich, überschneidet die Seitenwand im mittleren Bereich des Fasses keinen Punkt der gestrichelten Achse 4; die Rohlingwandung ist also in dem hier gezeigten Bereich insgesamt gestreckt worden, so daß die Wandung 1 auf fast ihrer gesamten Länge nach der Formgebung aus kaltverfestigtem Metall besteht, das beständiger und elastischer ist, als das Ausgangsmaterial. Diese mechanische Formgebung trägt dazu bei, den bereits genannten Vorteil durch die Tönnchenform jeder der Sektionen 2 zu verstärken. Die in Fig.2 gezeigte Tönnchenform ist zum besseren Verständnis hervorgehoben. Denn in der Praxis sollte der Unterschied der Länge vom Radius eines Tönnchens zwischen seinem mittleren Bereichs (dem größten) und seinen Endbereichen 2% nicht übersteigen (das macht ungefähr 5 mm aus), was mit bloßem Auge schwer feststellbar ist. Dieser bauchigere mittlere Bereich 5 verlängert sich auf beiden Seite durch eine Übergangskurve 6 und schließt sich an einen Wulst 3 an, der durch den Übergang mit den angrenzenden Bereichen gebildet ist und das Faß in radialer Richtung verstärkt. Die Tönnchen 5 der beide Bereiche 2, die beiderseits am mittleren Bereich 2 angrenzen, haben eine Form, die im wesentlichen mit der der Tönnchen 5 des mittleren Bereichs 2 identisch ist, diese Tönnchen 5 werden durch eine Übergangskurve 6 einerseits mit dem Wulst 3, andererseits mit dem zylindrischen Ende der Wandung verbunden. Aufgrund der doppelten Krümmung der Tönnchenform 5, ihrer Bereiche 2 und sogar der des mittleren Bereichs 2, der normalerweise der am meisten beanspruchte ist, kann diese optimale Form sowohl vertikalen und radialen mechanischen Beanspruchungen standhalten, als auch einen Unter- oder Überdruck aushalten. Die Durchmessererweiterung des Rohlings bewirkt eine Verringerung der Dicke des verwendeten Metalls. Diese Verringerung der Dicke wird größtenteils durch den vorteilhaften mechanischen Effekt aufgrund der Metallverfestigung und der Form der Wandung ausgeglichen. Wie man in Fig.3 sehen kann, schließt sich die Tönnchenform des Bereichs 2 im unteren Ende des Fasses an einen Teil des zylindrischen Endstückes 7 an, dessen Durchmesser gleich oder geringfügig größer ist, als der des ursprünglichen Rohlings. Der Durchmesser dieses Bereichs des zylindrischen Endstück 7 bleibt indessen kleiner als mehrere Blechdicken mit dem maximalen Durchmesser der Tönnchen dergestalt, als ob man die Wandung 1 mit dem Boden 8 durch Umbördelung verbindet, der Außendurchmesser des Bördelwulsts 9 bleibt kleiner oder gleich als der maximale Faßdurchmesser insgesamt.
  • Ein Vorteil dieser Maßnahme ist der, daß der Bördelwulst 9 während der Handhabung der Fässer vor Stößen geschützt ist. Wie bereits oben angeführt, ist der aus dem Boden 8 und seinem Rand gebildete Winkel 10 ein dem Fachmann bereits bekannter Schwachpunkt, der während des Transports aufgrund der Vibrationen des Bodens 8 beträchtliche Materialermüdung erfährt. Dieser Nachteil wird größtenteils durch das erfindungsgemäße Faß behoben, in dem ein sogenannter "antivibratorischer" Boden eingearbeitet wird, der aus einer umlaufenden, flexiblen Nut 11, die die Vibrationen abschwächt, und einem konischen Kranz 12 besteht, der den Boden 8 in der gleichen Ebene 13 wie den Bördelwulst 9 hält, so daß sich das Faß tatsächlich auf seinen Boden 8 stüzt, während es befüllt und senkrecht angeordnet wird.
  • Der Bereich des Winkels 10 wird also praktisch nicht mehr von einer Erschütterung während des Transports beeinflußt. Die Art der Faßherstellung durch Aufweitung eignet sich sowohl gut für Spundfässer, wie aus Fig.1 ersichtlich, als auch für Fässer mit völlig zu öffnendem Deckel, wie schematisch in Fig.4 dargestellt. Um ein aufgeweitetes erfindungsgemäßes Faß herzustellen, geht man von einem zylindrisch geformten Metallrohling aus, dessen Durchmesser geringfügig kleiner ist als der Nominaldurchmesser des Fasses. Man bringt diesen Rohling auf ein mit radial nach aussen bewegbaren Segmenten versehnenen Aufweitlocheisen und erhält zugleich eine Formgebung und eine Dornziehung des Metallrohlings. Während der Rohling an die Wandungsabmessungen angepaßt wurde, ist das Metall verfestigt, was seine mechanischen Eigenschaften verbessert. Gemäß der Eigenschaften des Fasses ist diese Aufweitung des Rohlings über seine ganze Länge nicht notwendig. Bestimmte Bereiche, wie die Enden oder eines der Enden, können in ihren ursprünglichen Durchmesser gelassen werden. Der Expansionsdorn ermöglicht, der Wandung in einem einzigen Arbeitsgang eine komplexe Form zu geben. Erfindungsgemäß kann man verschiedenen Bereichen eine Tönnchenform geben, wodurch hervorragende mechanische Eigenschaften des Fasses erhalten werden. Dieses, zusammen mit den verbesserten Eigenschaften des Stahls der Wandung, führt zu einem Faß hoher Qualität. Fig.4 veranschaulicht die dimensionsgerechten Verhältnisse zwischen den verschiedenen Bereichen des Fasses 1. Die Enden haben die Durchmesser R1 und R2 nahe dem des Rohlings beibehalten und sind praktisch nicht kaltverfestigt. Wenn man die Fässer ineinander stapeln möchte, wählt man R3 (Außendurchmesser des Fasses) kleiner oder gleich R2 (Innendurchmesser des Deckels 14). Außerdem sind R5 (maximaler Radius der Wülste) und R6 (maximaler Radius der Tönnchen) ungefähr gleich dergestalt, daß das Faß keine hervorspringenden Nähte besitzt. Entsprechend den Belastungen die während der Verwendung oder der Handhabung entstehen, kann man dennoch mit Leichtigkeit, und ohne aus dem Rahmen der Erfindung zu fallen, ein Faß herstellen, in dem R5 größer ist als R6 oder umgekehrt. Es ist offensichtlich, daß die Form des hier gezeigten Fasses keineswegs begrenzt ist, und daß das Faß den Festigkeitsanforderungen entsprechend eine Anzahl von mehr oder weniger erhöhten Bereichen 2 und mehr oder weniger herraustretenden Wülsten 3 in verschieden Formen aufweisen kann. Das hier als eine Ausführungsform beschriebene 216 1 Faß ist schließlich nur ein Beispiel; das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren kann gleichermaßen auch für zum Transport bestimmte Behälter aller Abmessungen angewendet werden.

Claims (16)

1. Faß für den Transport von Flüssigkeiten und pulverförmigen Materialien, mit einem Deckel (14), einem Boden (8) und einer Wandung (1) aus ringförmigen Abschnitten (2) mit zwischen diesen ausgebildeten ringförmigen Wülsten (3) und mit zwei zylindrischen Endstücken (7), dadurch gekennzeichnet, daß die Abschnitte (2) als bauchige Tönnchen ausgebildet sind und die Abschnitte (2) und die Wülste (3) aus kaltverfestigtem Stahl durch Erweiterung ihres Umfangs gebildet sind, derart, daß das Faß gegen eine Zusammendrückung nach innen einen erhöhten Widerstand bietet.
2. Faß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eines der zylindrischen Endstücke (7) der Wandung (1) ebenfalls aus kaltverfestigtem Stahl durch Erweiterung seines Umfangs gebildet ist.
3. Faß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei zylindrischen Endstücke (7) der Wandung (1) aus kaltverfestigtem Stahl durch Erweiterung ihres Umfangs gebildet sind.
4. Faß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (14) als Spundlochdeckel ausgebildet und mit der Wandung (1) umgebördelt ist.
5. Faß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (14) als völlig zu öffnender Deckel ausgebildet und mittels eines Rings an seinem Platz gehalten ist.
6. Faß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser des Deckels (14) größer ist als der Außendurchmesser des Bodens (8), so daß gleiche Fässer mit Ineinanderfügung aufeinander stapelbar sind.
7. Faß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (8) mit der Wandung (1) umgebördelt ist.
8. Faß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden einen kreisförmigen mittleren Bereich (8) aufweist, der mittels eines kegelstumpfförmigen Kranzes (12) an einen mit der Wandung (1) verbundenen ringförmigen Teil angeschlossen ist, wobei am Umfang des Kranzes (12) eine kreisförmige Nut (11) ausgebildet ist, und wobei sich der kreisförmige mittlere Bereich (8) im wesentlichen in der gleichen Ebene erstreckt wie das Ende der Umbördelung (9) der Wandung (1).
9. Faß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es drei Abschnitte (2) und zwei Wülste (3) aufweist.
10. Faß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (14) eine die völlige Entleerung des Inhaltes begünstigende Form hat, wenn das Faß mit dem Deckel (14) nach unten umgedreht ist.
11. Faß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung (1) ein seitliches Band für die Aufnahme eines dekorativen Anstrichs aufweist.
12. Faß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wülste (3) einen kleineren oder gleichen Durchmesser aufweisen wie die ausgewölbten Bereiche (5) der Tönnchen.
13. Verfahren für die Herstellung eines metallischen Fasses mit einer Wandung (1), sowie mit einem Deckel (14) und einem Boden (8), befestigt an den obersten bzw. untersten Enden der Wandung (1), wobei man einen zylindrischen Mantel herstellt, dessen Durchmesser kleiner oder gleich ist wie der Durchmesser der Wandung des fertiggestellten Fasses in ihrem am meisten eingeschnürten Bereich, und wobei man die Kaltausdehnung dieses zylindrischen Mantels auf einer Aufweitvorrichtung durchführt, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall der Wandung in den gedehnten Bereichen kaltverfestigt und so geformt wird, daß die gesamte Wandung sich aus Abschnitten (2) in Form von bauchigen Tönnchen (5) zusammensetzt, die durch dazwischenbefindliche nach außen gewölbte Hinge (3) aufeinanderfolgend aneinander anschließen, deren größter Durchmesser kleiner oder gleich ist wie der größte Durchmesser der Tönnchen (5), und daß die Enden der Wandung je von einem Zylinderstumpf gebildet sind, der einen größeren oder gleichen Durchmesser wie der Durchmesser des Umrisses aufweist, und daß man den Deckel und den Boden auf den Enden der Wandung befestigt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kaltaufweitung eines der zylinderstumpfförmigen äußersten Enden (7) der Wandung (1) so durchführt, daß sie aus kaltverfestigtem Stahl gebildet ist.
15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kaltaufweitung beider zylinderstumpfförmiger äußerster Enden (7) der Wandung (1) so durchführt, daß sie gleichermaßen aus kaltverfestigtem Stahl gebildet sind.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufweitung der Wandung (1) die folgenden Arbeitsgänge aufweist:
- Einbringen eines mit radial nach außen bewegbaren Segmenten versehenen Aufweitlocheisens in den zylindrischen Mantel,
- radiale Verschiebung der Segmente des Aufweitlocheisens, so daß das Ausweiten des Mantels bewirkt wird, bis dieser Mantel die gewünschte Form erreicht hat.
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