DE69100556T2 - Verfahren zur Erzeugung von Transformatoröl aus hydrogekracktem Material. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Transformatoröl aus hydrogekracktem Material.

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Description

  • Formulierte Transformatorenöle werden aus hydrierend gecracktem Grundmaterial nach dem Verfahren hergestellt, bei dem ein hydrierend gecrackter paraffinischer Erdölkohlenwasserstoff fraktioniert wird und ein Destillat gewannen wird, das im Transformatorenölbereich siedet, die Fraktion lösungsmittelentparaffiniert wird, gegebenenfalls die Fraktion wasserstoffendbehandelt (wasserstoffveredelt) wird und zu der Fraktion eine wirksame Menge Antioxidans- und/oder Stockpunktsenkeradditive gegeben werden. Das nach diesem Verfahren hergestellte formulierte Transformatorenöl hat Eigenschaften, die denen des formulierten naphthenischen Transformatorenöls gleichwertig sind.
  • Transformatorenöle werden formuliert, so daß sie bestimmte spezifische Leistungskriterien erfüllen oder übertreffen können, für die die Erfordernisse nach ASTM D3487 und CSA C-50 Beispiele geben. Diese Kriterien schließen einen minimalen Stockpunkt, eine maximale kinematische Viskosität und aufgezählte Grenzwerte der Grenzflächenspannung, Gasbildungstendenz und Gehalte an Säurezahl und produziertem Schlamm nach 24 und 164 Stunden im ASTM D2440 Oxidationstest ein. In der Vergangenheit erfüllten oder übertrafen nur Transfonnatorenöle, die aus extrahierten und wasserstoffendbehandelten naphthenischen Destillaten hergestellt waren, die gefragten Leistungskriterien.
  • Es sind Versuche unternommen worden, Transformatorenöle aus anderen Einsatzmaterialien als naphthenischen Ölen herzustellen.
  • US-A-4 124 489 lehrt ein Verfahren zur Herstellung von Transformatorenöl durch doppelte Lösungsmittelextraktion einer rohen, nicht behandelten, leichten Destillatfraktion aus einem wachsartigen Rohöl, um ein zweites, Paraffin enthaltendes Extraktöl herzustellen. Dieses zweite Öl wird wasserstoffbehandelt, um es unter milden Bedingungen zu cracken, den Schwefelgehalt zu verringern und die Viskosität, Oxidations- und Farbstabilität zu verbessern. Dieses wasserstoffbehandelte Öl wird dann destilliert, um ein Transformatorenöl mit relativ niedrigem Paraffingehalt als Herzschnittfraktion mit einem Siedebereich von 5 bis 95 Prozent des Flüssigvolumens zwischen etwa 312ºC und 398ºC (etwa 595 bis 750ºF) zu ergeben. Das Transformatorenöleinsatzmaterial kann dann unter Verwendung von jedem bekannten Verfahren wie Lösungsmittelentparaffinieren oder katalytischem Entparaffinieren entparaffiniert werden, um ein Transformatorenöl mit niedrigem Stockpunkt zu erhalten.
  • US-A-4 018 666 lehrt ein Verfahren zur Herstellung eines Transforinatorenöls mit sehr niedrigem Stockpunkt durch ein Verfahren, bei dem ein enger Destillatschnitt eines paraffinischen Rohöls aus konventionellen atmosphärischen oder Vakuum-Destilliertürmen für Rohöl erst lösungsmittelextrahiert wird, um aromatische und polare Komponenten zu entfernen, gefolgt von nicht mischbarem Lösungsmittelentparaffinieren, wodurch zwei flüssige Phasen und eine feste Phase eine paraffinhaltige Suspension bilden, die filtriert wird, so daß ein Paraffinkuchen, der Öl mit hohem Viskositätsindex enthält, und ein Filtrat, das Transformatorenöl mit sehr niedrigem Stockpunkt enthält, hergestellt wird.
  • US-A-4 062 791 lehrt ein Elektroisolationsöl mit hervorragender Oxidationsbeständigkeit, Wärmebeständigkeit, Koronaentladungsbeständigkeit, Korrosionsbeständigkeit und niedrigem Stockpunkt. Dieses Öl besteht im wesentlichen aus einer Mischung aus einem lösungsmittelextrahierten, wasserstoffendbehandelten und entparaffiniertem Öl, das aus einem Rohöl auf Paraffinbasis oder gemischter Basis stammt, einem mit festem Adsorbens behandeltem Öl, das aus einer Schmierölfraktion eines Mineralöls hergestellt ist, mindestens einem Arylalkan wie Alkylbenzol und, falls gewünscht, einem im wesentlichen amorphen Ethylen-Propylen-Copolymer. Das Öl hat einen Schwefelgehalt von nicht mehr als 0,35 Gew.%.
  • US-A-4 069 165 lehrt ein Elektroisolationsöl, das im wesentlichen aus einem Mineralöl, das nicht mehr als 0,35 Gew.% Schwefel enthält und durch Lösungsmittelextraktion, Wasserstoffendbehandlung und Entparaffinierung eines Destillats hergestellt worden ist, das mindestens 80 Gew.% einer Fraktion enthält, die bei 230 bis 430 ºC bei atmosphärischem Druck siedet, wobei das Destillat durch die Destillation von Paraffinen oder Rohölen auf gemischter Basis erhalten wurde, mindestens einem Arylalkan und falls gewünscht einem von einem Kohlenwasserstoff abgeleitetem Stockpunktsenker besteht.
  • US-A-4 664 775 lehrt ein Verfahren zur Herstellung von Erdölprodukten mit niedrigem Stockpunkt aus Paraffingrundölen unter Verwendung von Zeolith für die katalytische Entparaffinierungsstufe.
  • US -A-3 684 695 lehrt ein Verfahren zum Hydrocracken eines Öls, um Schmieröle mit hohem Viskositätsindex herzustellen. Ein hochsiedendes Kohlenwasserstofföl wie ein entasphaltiertes Rückstandsöl wird über einem Katalysator hydrierend gecrackt, wobei ein flüssiges Produkt, das im Bereich von 350 bis 550ºC siedet, gewonnen und entparaffiniert wird.
  • US-A-3 365 390 lehrt ein Verfahren zur Herstellung von Schmierölen. Das Schmieröl wird durch hydrierendes Cracken eines schweren Öleinsatzmaterials, Abtrennen des hydrierend gecrackten Paraffins, Hydroisomerisieren des hydrierend gecrackten Paraffins und Entparaffinieren des Isomerisats allein oder zusammen mit dem hydrierend gecrackten Schmierölanteil hergestellt. Eine zusätzliche Hydrierstufe kann der Paraffinisomerisierungsstufe vorangehen und/oder folgen.
  • GB 1 440 230 lehrt ein Verfahren zur Herstellung von Schmierölen. Das Verfahren beinhaltet das katalytische hydrierende Cracken einer hochsiedenden Mineralölfraktion (z. B. einem Vakuumdestillat, das zwischen 350 und 500ºC siedet oder einem entasphaltierten Rückstandsöl). Nach dem hydrierenden Cracken werden die Kohlenwasserstoffe, die unterhalb des Bereiches zwischen 350 und 400ºC sieden, destillativ entfernt und der höher siedende Rückstand wird entparaffiniert und ergibt ein Schmieröl mit hohem VI. Das Paraffin wird hydroisomerisiert, um die Ausbeute zu erhöhen und den VI des schließlich vorhandenen Ölprodukts zu verbessern.
  • GB 1 493 928 lehrt ein Verfahren zur Umwandlung von Kohlenwasserstoffen. Schmieröle werden durch das katalytische Hydrierende Cracken von schweren Kohlenwasserstoffen hergestellt, wobei die schweren Kohlenwasserstoffe mindestens teilweise aus einem oder mehreren Schwitzölen und gegebenenfalls aus anderen schweren Fraktionen ausgewählt aus wachsartigen Schmierölfraktionen, die während der unter verringertem Druck erfolgenden Destillation von Rückständen aus der bei atmosphärischem Druck erfolgenden Destillation wachsartiger Rohöle erhalten wurden, Rohparaf finen, die aus den genannten wachsartigen Schmierölen abgetrennt worden sind oder Rohparaffinen bestehen, die aus durch hydrierendes Cracken erhaltenen wachsartigen Schmierölen abgetrennt worden sind.
  • Die vorliegende Erfindung
  • Es ist gefunden worden, daß das hervorragende formulierte Transformatorenöl aus paraffinischen Ölquellen hergestellt werden kann, indem das paraffinische Öl hydrierend gecrackt wird, das hydrierend gecrackte Erdölkohlenwasserstofföl fraktioniert wird, um ein Destillat zu gewinnen, das im Transformatorenölbereich siedet, diese Fraktion lösungsmittelentparaf finiert wird, gegebenenfalls die entparaffinierte Fraktion wasserstoffendbehandelt wird und eine wirksame Menge eines Antioxidans- und/oder Stockpunktsenkeradditivs zugesetzt wird. Das nach diesem Verfahren hergestellte formulierte Transformatorenöl besitzt Eigenschaften, die im allgemeinen denen von formuliertem naphthenischem Transformatorenöl äquivalent sind und die von der Industrie für Transformatorenöl aufgestellten Anforderungen erfüllen.
  • Es ist überraschend, daß Transformatorenöle aus paraffinischen Ölquellen durch hydrierendes Cracken hergestellt werden können, weil hydrierendes Cracken im allgemeinen als Betriebsweise für Brennstoffe angesehen wird oder eine, die verwendet werden kann, um Schmieröle mit hohem Viskositätsindex herzustellen. Die für gute Transformatorenöle geforderten Eigenschaften sind nicht notwendigerweise die gleichen, die Brennstoffe oder sogar Schmieröle besitzen. Es ist gänzlich unerwartet, daß ein hydrierend gecracktes Paraffinöl fraktioniert, entparaffiniert, gegebenenfalls wasserstoffendbehandelt und mit Antioxidans- und/oder Stockpunktsenkeradditiv kombiniert werden kann, um ein akzeptables Transformatorenöl zu ergeben, weil eine Betrachtung der hydrierend gecrackten Paraffinfraktion zeigt, das sie einen extrem niedrigen Schwefelgehalt und niedrigen Aromatengehalt besitzt. Trotzdem zeigte das Öl, wenn es formuliert war, eine außerordentliche Oxidationsbeständigkeit und akzeptable Gasbildungstendenzen. Außerdem zeigte die hydrierend gecrackte Paraffinöl-Transformatorölfraktion, obwohl bei einer Filtertemperatur von -21ºC entparaffiniert, einen Stockpunkt von -33ºC im nicht formulierten Zustand, und ihr Stockpunkt sank, so daß sich eine hervorragende Fließfähigkeit bei -40ºC ergab.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann das Einsatzmateria1 für den Hydrocracker jede Kombination aus Raffinerieströmen mit einem bedeutsamen Anteil (z. B. 20 % des Flüssigvolumens oder mehr), der höher als 350ºC siedet, sein. Dies ist so, weil der normale Mittelsiedepunkt von Transformatorenölen im Bereich von 320 bis 350ºC liegt.
  • Die Zusammensetzung des Einsatzmaterials ist nicht kritisch und kann jede Kombination aus atmosphärischem Erstdestillaten oder Vakuumdestillaten, Destillaten aus Umwandleranlagen wie Kokern oder Visbreakern (Viskositätsbrechern), Schmierstoffextrakten, Paraffinströmen oder sogar Mischungen daraus sein. In hohem Maße paraffinische Strome sind völlig geeignet. Typisch für brauchbare Rohölquellen ist westkanadisches Rohöl.
  • Das Einsatzmaterial wird unter mäßigen Standard-Hydrocrackbedingungen hydrierend gecrackt. Diese Bedingungen werden charakterisiert nach der Schärfe der Betriebsweise, um Einsatzmaterial in Materialien, die unter 350ºC sieden, umzuwandeln. Diese Bedingungen sind in Tabelle 1 unten wiedergegeben. Tabelle 1 breiter Bersich bevorzugt Flüssigkeitsdurchsatz pro Stunde (LHSV) V/V/H Druck, 10&sup6; Pa Druck, psig Reiiiheit des Wasserstoffs, % Flüssigkeitsvolumen Wasserstoffbehandlungsrate (Liter/Liter) Wasserstoffbehanllungsrate (SCF/b) Umwandlung zu 350ºC-
  • Der im Hydrocracker verwendete Katalysator kann jeder normalerweise in der Wasserstoffbearbeitung von Erdöl verwendeten Katalysatoren sein. Sie können die typischen Katalysatoren auf amorpher Basis, z. B. Ni/Co, Co/Mo, Ni/Co/Mo und Ni/W auf Aluminiumoxid oder Siliciumdioxid/Aluminiumoxid sowie die mit Gruppe VIII Metall beladenen Zeolithe wie Faujasit, Zeolith X, Zeolith Y oder eine Kombination der genannten Katalysatoren auf amorpher Basis und auf Zeolithbasis sein.
  • Das hydrierend gecrackte Material wird dann fraktioniert, um den Anteil zu gewinnen, der im Siedebereich von Transformatorenöl siedet, d. h. 270 bis 375ºC, vorzugsweise 300 bis 375ºC (GCD Siedepunkte von 5 bis 95 % des Flüssigkeitsvolumens).
  • Diese Destillatfraktionen werden dann durch Abkühlen auf etwa -24ºC und Filtrieren bei einer Filtertemperatur von etwa -21ºC unter Verwendung eines beliebigen der typischen Lösungsmittelentparaffinierungsverfahren unter Verwendung eines beliebigen der üblichen Entparaffinierungslösungsmittel lösungsmittelentparaffiniert. Beispiele für solche Lösungsmittelentparaffinierungsverfahren sind das DILCHILL Entparaffinierungsverfahren aus US-A-3 773 650, US-A-3 644 195 und US-A-3 642 609; das DILCHILL-Entparaffinierungs- plus Kratzkühlerverfahren aus US-A-3 775 288 sowie zahlreiche Variationen des DILCHILL-Verfahrens, die von den folgenden Patenten abgedeckt werden: US-A- 3 681 230, US-A-3 779 894, US-A-3 850 740, US-A-4 146 461, US-A- 4 013 542, US-A-4 111 790 und US-A-3 871 991. Selbstkühlende Entparaffinierungsverfahren, die verflüssigte, normalerweise gasförmige Kohlenwasserstoffe verwenden, sind auch in das vorliegende Verfahren eingeschlossen. Solche selbstkühlenden Verfahren schließen solche ein, die Propan, Propylen, Butan, Butylen, etc. und Mischungen daraus verwenden.
  • Die entparaffinierte Fraktion des hydrierend gecrackten Materials, die im Transformatorenölbereich siedet, kann gegebenenfalls wasserstoffendbehandelt werden. Diese Wasserstoffendbehandlungsstufe sollte über Katalysatoren auf amorpher Basis wie Co/No oder Ni/Mo auf Aluminiumoxid bei einem Druck im Bereich von 200 bis 500 psig, einer Temperatur im Bereich von 200 bis 350ºC, einer Gasrate (reiner Wasserstoff) im Bereich von 35,6 Liter/Liter) (200 bis 2 000 SCF/bbl) und einem Volumendurchsatz pro Stunde im Bereich von 0,2 bis 3,0 V/V/h durchgeführt werden.
  • Die Wasserstoffbehandlung wird durchgeführt, wenn bestimmt worden ist, daß es notwendig ist, Verfahrensartefakte (wie Entparaffinierungslösungsmittelrückstände) und andere Verunreinigungen zu entfernen, die Schlüsseleigenschaften beeinträchtigen können, insbesondere Wasser, obwohl Wasser auch mit einem Vakuumtrockner entfernt werden kann.
  • Nach der Entparaffinierungsstufe und jeder gegebenenfalls erfolgenden Wasserstoffendbehandlungsstufe wird das hydrierend gecrackte Material, das im Transformatorenölbereich siedet, mit einer wirksamen Menge an üblicherweise in Transformatorenölen verwendetem Antioxidans- und/oder Stockpunktsenkeradditiv kombiniert. Ein Beispiel für ein typisches Antioxidans ist 2,6-Di-t-butylparacresol. Allerdings ist der Nutzen von solchen Antioxidantien begrenzt. ASTM D3487 beschreibt Typ I Öle als auf ein Maximum von 0,08 Gew.% Oxidationsschutzmittel begrenzt, während Typ II Öle auf ein Maximum von 0,3 Gew.% Oxidationsschutzmittel begrenzt sind. Ein Beispiel für ein Stockpunktsenkungsmittel ist Pearsall OA 100A, hergestellt von Pearsall, ein alkyliertes Polystyrol. Solche Stockpunktsenker werden in einer Menge im Bereich von 0,01 bis 2,0 Gew.%, vorzugsweise 0,1 bis 1,0 Gew.% verwendet.
  • Antioxidantien müssen Abfänger für freie Radikale sein, um als Unterbrecher von freiradikalischen Reaktionsketten zu wirken. Phenolische Substanzen werden im allgemeinen verwendet, aber Amine und Stickstoffheterocyclen-Metall-Desaktivatoren werden unter speziellen Bedingungen verwendet.
  • Stockpunktsenker sollten unpolar sein, um zu vermeiden, daß sie die elektrischen Eigenschaften von Transformatorenöl beeinträchtigen. Alle fallen unter die allgemeine Beschreibung von alkylierten aromatischen Polymeren.
  • Beispiele
  • Die folgenden Beispiele werden nur als Illustrationen der vorliegenden Erfindung und zu Vergleichszwecken, aber nicht als Einschränkungen der vorliegenden Erfindung gegeben.
  • Eine Fraktion aus westkanadischem paraf finischen Rohöl mit den in Tabelle 2 gezeigten Eigenschaften wurde als Einsatzmaterial für einen Hydrocracker verwendet. Tabelle 2 Eigenschaften des Einsatzmaterials für den Hydrocracker Brechungsindex bei 75ºC Dichte bei 15ºC, kg/l Stickstoff, Gew.-ppm Schwefel, Gew.% Gaschromatographiedestillation (GCD) verdampft, ºC
  • Der Hydrocracker war eine industrielle Zweireaktoranlage mit Rückführung, die annähernd mit den in Tabelle 3 wiedergegebenen Bedingungen betrieben wurde. Tabelle 3 Betriebsbedingungen des Hydrocrackers Frischeinsatzmaterialrate kB/d Liter/d x 10&sup6; Rücklührungsrate Druck psig Wasserstoffbehandlungsrate Liter/Liter Temperatur ºC
  • Aus einem Nebenstrom aus der Rückführung wurden Proben genommen und fraktioniert, um Destillate zu ergeben, die in den Bereichen von 276 bis 373ºC und 299 bis 375ºC siedeten (GCD Punkte von 5/95 % des Flüssigkeitsvolumens). Diese Destillate wurden unter Verwendung von 2 Volumina einer 50/50-Mischung (Vol/Vol) Methylethylketon und Methylisobutylketon entparaffiniert, auf -24ºC abgekühlt und filtriert, um das Paraffin abzutrennen.
  • Die Eigenschaften der entparaffinierten Öle sind in Tabelle 4 zusammengefaßt, wo sie mit gewerblich hergestellten naphthenischen Transformatorengrundölen, hergestellt aus venezuelanischen Rohölen durch Fraktionierung, Lösungsmittelextraktion und milde Wasserstoffbehandlung, und mit einem extrahierten-entparaffinierten westkanadischen paraffinischen Destillat verglichen werden.
  • Diese hydrierend gecrackten Grundmaterialien wurden nicht wasserstoffendbehandelt. In einer gewerblichen Betriebsweise könnte dies wünschenswert sein, um eine vollständige Entfernung von Entparaffinierungslösungsmittelrückständen oder anderen Spuren von Verunreinigungen sicherzustellen, die die elektrischen Eigenschaften beeinträchtigen könnten. Tabelle 4 Eigenschaften von Transformatorölgrundstoffen hydrierend gecracktes entparaffiniertes westkanadisches paraffinisches Destillat extrahiertes-wasserstoffendbehandeltes venezuelanisches naphthenisches Destillat extrahiertes-entparaffiniertes westkanadisches paraffinisches Destillat Siedebereich, ºC Viskosität bei 100ºC, cSt Viskosität bei 40ºC, cSt Stockpunkt, ºC Trübungspunkt, ºC COC Flammpunkt, ºC Schwefel, Gew.% % aromatischer Kohlenstoff gemäß Infrarot
  • Diese Grundöle wurden mit 0,08 Gew.% 2,6-Di-t-butylparacresol als Antioxidans und 0,2 Gew.% Pearsall OA 100A Stockpunktsenker, einem alkylierten Polystyrol, behandelt.
  • Die Leistung dieser formulierten Öle in verschiedenen Standardtests der Industrie sowie ASTM und Canadian Standards Association C-50 Standards für Transformatorenöle sind in Tabelle 5 wiedergegeben.
  • Die hydrierend gecrackten Grundmaterialformulierungen hatten bei -40ºC höhere Viskositäten als die naphthenische Grundformulierung, erfüllten aber leicht die Anforderung der CSA C50. Im 164 Stunden ASTM D2440 Oxidationstest waren die hydrierend gecrackten Grundmaterialformulierungen besser, während sie im 24 Stunden-Test schlechter waren, obwohl sie wiederum leicht die Anforderungen von CSA C50 erfüllten.
  • Die hydrierend gecrackten Grundmaterialformulierungen erfüllten die ASTM- und CSA-Anforderungen für Transformatorenöle, während ein extrahiertes-entparaffiniertes Destillat aus einem westkanadischen paraffinischen Rohöl die Anforderungen an die kinematische Viskosität nicht erfüllte, was seine mangelnde Eignung als Transformatorenöl anzeigt. Dies letztere Grundöl wurde aus westkanadischem paraffinischen Rohöl hergestellt, das ähnlich der ursprünglichen Quelle der Materialien war, die unter Herstellung des Grundmaterials hydrierend gecrackt wurden, das zu einem Transformatorenöl formuliert wurde, welches die Industriestandards erfüllte. So ist ersichtlich, daß Hydrocracken als ein Weg verwendet werden kann, um ein akzeptables Transformatorenöl aus einem Grundmaterial herzustellen, welches normalerweise als zur Verwendung als Transformatorenöl-Grundmaterial ungeeignet betrachtet wird. Tabelle 5 Leistung von Transformatorenölen * hydrierend gecracktesentparaffiniertes westkanadisches paraffinisches Destillat extrahiertes-wasserstoffendbehandeltes venezuelanisches naphthenisches Destillat extrahiertesentparaffiniertes westkanadisches paraffinisches Destillat ASTM D 3487 und CSA C-50 Anforderungen Viskosimetrie Stockpunkt, ºC kinematische Viskosität, cSt bei -40ºC Max Oxidationsbeständigkeit ASTM D2440 (24 Stunden) sichtbarer Schlamm Säurezahl Grenzflächenspannung dyn/cm ASTM D2440 (164 Stunden) Schlamm, Gew.% Säurezahl Gasbildungstendenz ASTM (D2300B) L/Min keiner * formuliert mit 0,08 Gew.% Di-tert.-butylparacresol und 0,2 Gew.% Pearsall OA 100A Stockpunktsenker (alkyliertes Polystyrol)
  • Es ist überraschend, daß das ungeeignete paraffinische Material durch Hydrocracken in ein akzeptables Transformatorenöl umgewandelt werden kann, weil der extrem niedrige Schwefelgehalt des hydrierend gecrackten Materials dazu führt, daß man eine Abwesenheit von natürlichen Oxidationsschutzmitteln und damit verbunden ein nicht akzeptables Oxidationsverhalten erwartet.

Claims (9)

1. Verfahren zur Herstellung von formuliertem Transformatorenöl, bei dem ein paraffinischer Erdölkohlenwasserstoff hydrierend gecrackt wird, der hydrierend gecrackte paraffinische Erdölkohlenwasserstoff fraktioniert wird, um ein Destillat zu gewinnen, das im Transformatorenölbereich siedet, das im Transformatorenölbereich siedende Destillat lösungsmittelentparaffiniert wird und dem entparaffinierten Öl eine wirksame Menge eines Additivs ausgewählt aus Antioxidantien, Stockpunktsenkungsmitteln und Mischungen davon zugesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das entparaffinierte Öl vor Zugabe der Additive wasserstoffendbehandelt (einem Hydrofinishing-Verfahren unterworfen) wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der paraffinische Erdölkohlenwasserstoff, der hydrierend gecrackt wird, ausgewählt ist aus atmosphärischen Erstdestillaten, Vakuum-Erstdestillaten, aus Kokern und Visbreakern (Viskositätsbrechern) erhaltenen Destillaten, Schmierstoffextrakten, Paraffinströmen und einer Mischung aus zwei oder mehreren der zuvor genannten.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der hydrierend gecrackte Paraffinerdölkohlenwasserstoff in ein Destillat fraktioniert wird, das im Bereich von 270 bis 375ºC siedet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das Lösungsmittelentparaffinieren auf eine Filtertemperatur von etwa -21ºC erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem das Antioxidans ausgewählt ist aus phenolischen Verbindungen, Aminen und Stickstoff-heterocyclischen Metalldesaktivatoren.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem das Stockpunktsenkungsmittel ausgewählt ist aus alkylierten aromatischen Polymeren.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem das Antioxidans in einer Menge im Bereich von 0,005 bis 0,3 Gew.% verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem das Stockpunktsenkungsmittel in einer Menge im Bereich von 0,01 bis 2,0 Gew.% verwendet wird.
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