DE69103285T2 - Zusammensetzung und verfahren zur chromatierung von metallischen oberflächen. - Google Patents

Zusammensetzung und verfahren zur chromatierung von metallischen oberflächen.

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Description

    Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Chromat-Behandlungs-Zusammensetzung und auf ein Verfahren, das dieselbe verwendet. Die Zusammensetzung ist besonders gut zur Bildung einer Basis- oder Grundbeschichtung für eine klare (im wesentlichen transparente) nachfolgende Deckschicht, im wesentlichen auf organischer Basis, auf irgendeine Metalloberfläche, vor allem aus Aluminium oder rostfreien Stählen, geeignet.
  • Stand der Technik
  • Zahlreiche Beispiele sind in den letzten Jahren zur Durchführung klarer Beschichtungen auf Metalle (typischerweise aus Aluminium oder rostfreiem Stahl) bekannt geworden, mit der Absicht einen Film herzustellen, der gegenüber Fingerabdrükken, Korrosion und Witterungseinflüssen resistent ist, und der das glänzende Aussehen des Metallsubstrats nutzbar macht. Eine klare Beschichtung erforderte in solchen Fällen eine Art von Grundbeschichtungs- oder Grundier-Behandlung, die von der verschieden ist, die für das Grundbeschichten typischer Farblacke optimiert worden war.
  • Farblacke enthalten im allgemeinen genügend Pigment, um das Hervortreten irgendeiner Grundierung oder Grundbeschichtung, die unterhalb von ihnen verwendet wird, zu verhindern, so daß der ästhetisch-negative Einfluß der Substrat-Farbe, die durch die Grundbeschichtungs-Behandlung gebildet wird, unbedeutend ist. Im Fall klarer Beschichtungen beeinflußt jedoch die Farbe der Grundbeschichtungs-Behandlung direkt das Aussehen der Nachlackierung. Zusätzlich ist es im Fall klarer Beschichtungen höchst wünschenswert, die Metall-Textur des beschichteten Metalls auf vorteilhafte Weise hervortreten zu lassen. Demgemäß sollte die Grundbeschichtungs-Behandlung normalerweise farblos oder nur schwach gefärbt sein. Darüber hinaus sind klaren Beschichtungen und klaren Farb-Beschichtungen Begrenzungen bezüglich der Additive (Pigmente u.dgl.) auferlegt und es werden bei ihnen im Gegensatz zu Farblacken spezielle Harze (z.B. Fluor enthaltende Harze) verwendet, und als Ergebnis können die bekannten Grundbeschichtungs-Behandlungen in einigen Fällen nicht eine befriedigende Haftung, Korrosionsbeständigkeit und Witterungsbeständigkeit bereitstellen.
  • Phosphatierungs-Behandlungen und Chromat-Behandlungen wurden bisher als Grundbeschichtungs-Behandlungen für zu lackierende Metalle verwendet.
  • Phosphatierungs-Behandlungen sind mit den folgenden zwei Problemen verbunden: Einschränkung der behandelbaren Metalle und Verminderung des Metallglanzes aufgrund der Bildung eines Umwandlungsfilms auf der Metalloberfläche.
  • Chromat-Behandlungen werden typischerweise in die folgenden 3 Kategorien unterteilt: Chromat-Behandlungen vom Reaktionstyp, elektrolytische Chromat-Behandlungen oder Chromat-Behandlungen vom Anwendungs- oder Beschichtungstyp. Chromat- Behandlungen vom Reaktionstyp leiden unter Einschränkungen der behandelbaren Metalle und der allgemeinen Unfähigkeit das Färbungsproblem zu vermeiden. So werden, wenn die damit verbundene Färbung durch Verminderung des Filmgewichts reduziert wird, die Korrosionsbeständigkeit und Lackhaftung unbefriedigend, da das Filmgewicht dann nicht mehr für diese Zwecke angemessen ist.
  • Einschränkungen der anwendbaren Metalle liegen im Fall der elektrolytischen Chromat-Behandlungen nicht vor, jedoch stellte dieser Behandlungstyp im allgemeinen keine befriedigende Korrosionsbeständigkeit bereit. Chromat-Behandlungen vom Anwendungstyp sind bezüglich der anwendbaren Metalle nicht eingeschränkt und stellen ein relativ gutes Nachlackierungsverhalten mit typischen Farblacken bereit. Jedoch können gebräuchliche Chromat-Behandlungen vom Anwendungstyp nicht das Färbungsproblem vermeiden und gebräuchliche Chromat-Behandlungen vom Anwendungstyp ergeben oft eine unbefriedigende Lackhaftung mit Lacken vom Fluor-Typ für heutige klare Beschichtungen. Dies führte zu einer Untersuchung der Chromat- Behandlungen vom Anwendungstyp, die in der Patent-Literatur offenbart worden sind.
  • In dieser sind z. B. eingeschlossen: die Behandlungen, die in der offengelegten japanischen Patentanmeldung [Kokai oder ungeprüft] Nr. 62-270781 [270 781/87] und der offengelegten japanischen Patentanmeldung, Nr. 63-270480 [270 480/88) vorgeschlagen werden. Die offengelegte japanische Patentanmeldung, Nr. 62-270781 [270 781/87] ergibt keine befriedigende Basis für die Technik der klaren Beschichtung; Färbung ist immer noch ein Problem, da sie ein Gewichtsverhältnis von (dreiwertigem Chrom)/(sechswertigem Chrom) im Bereich von 0,2 bis 1,0 verwendet. Weiterhin bleibt ihre Lackhaftung ungenügend. Während andererseits die offengelegte japanische Patentanmeldung, Nr. 63-270480 nichts über die klaren Beschichtungen aussagt, stellt sie nichtsdestoweniger eine Verbesserung bezüglich des Nachbehandlungs-Aussehens und des Nachlackierungsverhaltens bereit. Jedoch liegt der Schwerpunkt dieses Verfahrens darin, eine transparente Weiße für das Nachbehandlungs-Aussehen zu erhalten, für den Fall, daß keine nachfolgende Lackierung erfolgt, und es ist die Zugabe einer anorganischen kolloidalen Verbindung (Siliciumdioxid-Sol oder Aluminiumoxid-Sol) erforderlich. Als Ergebnis verbleiben weiterhin Probleme bezüglich der Lackhaftung und der Langzeit-Haltbarkeit nach dem Lackieren.
  • Zusätzlich zu diesen Verfahren umfassen andere Verfahrensweisen die Anwendung eines Lacks nach nur einer Entfettungsstufe und die Anwendung eines Silan-Kupplungs-Reagenz in der Grundbeschichtungs-Behandlung (ein Beispiel der letzteren ist die japanische Patentveröffentlichung, Nr. 63-35712 [35 712/88]). Es tritt kein Färbungsproblem bei beiden Annäherungen auf, die erstere Annäherung leidet aber unter einer unbefriedigenden Lackhaftung, Korrosionsbeständigkeit und Witterungsbeständigkeit, während die letztere Annäherung an einer unbefriedigenden Korrosionsbeständigkeit und Witterungsbeständigkeit leidet, obwohl dies keine Auswirkung auf die Lackhaftung hat.
  • FR-A-25 50 551 offenbart ein Verfahren zur Behandlung von Al- Metall-Oberflächen mit der Zusammensetzung umfassend 1 bis 20 g/l dreiwertiges und sechswertiges Cr in Form von CrO&sub3; mit 0,05 bis 2 g/l Cr&spplus;&sup6;, 1 bis 20 g/l Acrylsäure als dem Polymer, 0,1 bis 5 g/l Fluorid und 1 bis 100 g/l Siliciuindioxid und wahlweise 0,1 bis 100 g/l Phosphat.
  • Beschreibung der Erfindung Durch die Erfindung gelöste Probleme
  • Die vorliegende Erfindung sieht es als ihre Hauptaufgabe an, eine Chromat-Behandlungs-Zusammensetzung (der Kürze wegen auch "Bad" genannt) bereitzustellen, die eine Umwandlungs- Beschichtung bildet, die nicht nur fast farblos ist, sondern auch eine ausgezeichnete Lackhaftung, Korrosionsbeständigkeit und Witterungsbeständigkeit aufweist.
  • Kurzbeschreibung der Erfindung
  • Es wurde gefunden, daß eine ausgezeichnete Lackhaftung erhalten werden konnte durch die Zugabe von Trocken-Prozeß-Siliciumdioxid und wasserlöslichem, Carboxyl enthaltendem Polymer zu einer Zusammensetzung enthaltend sowohl sechswertiges Chrom als auch dreiwertiges Chrom, und durch Beschränkung der Gewichtsverhältnisse von Siliciumdioxid und Polymer zu Gesamtchrom (Summe aus dreiwertigen Chromionen und Chromgehalt an sechswertigen Chromionen) auf spezifische, geeignete Bereiche. Die Zugabe von nur Siliciumdioxid oder nur wasserlöslichem, Carboxyl-enthaltendem Polymer beeinflußt die Lackhaftung bis zu einem gewissen Grad, jedoch stellt die Zugabe von beiden eine merkliche Verbesserung der Lackhaftung bereit.
  • Das auf dem Vorhergehenden basierende, erhaltene Chromat- Behandlungsbad umfaßt, besteht bevorzugterweise im wesentlichen aus oder am meisten bevorzugt aus Wasser und 1 bis 60 g/l Gesamtchrom (Gesamtgehalt als Chromatome der sechswertigen Chromionen und dreiwertigen Chromionen), Phosphationen, trockenem Prozeß-Siliciumdioxid und wasserlöslichem, Carboxyl enthaltendem Polymer mit den folgenden Grenzen der Verhältnisse der verschiedenen Bestandteile:
  • ein (dreiwertiges Chromatom/ (sechswertiges Chromatom)- Gewichtsverhältnis im Bereich von 0,6 bis 2,5,
  • ein (Phosphation/Gesamt-Chromatome in sechswertigen Chromionen und dreiwertigen Chromionen) -Gewichtsverhältnis im Bereich von 0,5 bis 4,5,
  • ein (Trocken-Prozeß-Siliciumdioxid/ (Gesamt-Chromatome in sechswertigen Chromionen und dreiwertigen Chromionen)- Gewichtsverhältnis im Bereich von 0,1 bis 5,0, und
  • eine (wasserlösliches, Carboxyl-enthaltendes Polymer/ Gesamt-Chromatome in sechswertigen Chromionen und dreiwertigen Chromionen)-Gewichtsverhältnis im Bereich von 0,01 bis 1,0.
  • Details über bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
  • Das zu in Frage kommende Behandlungsbad kann wie folgt hergestellt werden: Chromsäureanhydrid und Phosphorsäure werden in Wasser gelöst, ein Teil der sechswertigen Chromionen werden dann zu den dreiwertigen Chromionen unter Verwendung eines Reduktionsmittels reduziert, und das Trocken-Prozeß-Siliciumdioxid wird anschließend in dem Bad dispergiert und das wasserlösliche, Carboxyl-enthaltende Polymer wird in dem Bad gelöst. Die spezifische Technik zur Herstellung des Behandlungsbads sollte als geeignet ausgewählt werden. Das Chromsäureanhydrid kann durch Dichromat, Chromat oder jede andere wasserlösliches, sechswertiges Chrom enthaltende Substanz ersetzt werden. Die Phosphorsäure kann durch andere Phosphationen enthaltende Verbindungen ersetzt werden, wie Polyphosphorsäuren, Ammoniumphosphat, usw. (das stöchiometrische Äquivalent als Phosphationen eines jeden Typs von Phosphor enthaltenden, vorliegenden Anionen oder Säuren, wird als das Gesamtphosphat zum Zweck der Berechnung der oben spezifizierten Verhältnisse angesehen). Das Reduktionsmittel kann als geeignet aus Verbindungen ausgewählt werden, die eine reduzierende Wirkung ausüben wie Wasserstoffperoxid, Alkohole wie Methanol u. dgl., Polyvinylalkohol, Stärke, Gerbsäure, Hydrazin, usw..
  • Geeignete Formen von Siliciumdioxid umfassen Trocken-Prozeß- Siliciumdioxide mit einem durchschnittlichen primären Teilchendurchmesser von 7 bis 100 nm. Die Verwendung von Naß- Prozeß-Siliciumdioxid (Silica-Sol) als Siliciumdioxid führt zur Bildung von Blasen beim Nachlackier-Wasserbeständigkeitstest, obwohl das Aussehen nach der Lackierung normalerweise klar sein wird.
  • Das wasserlösliche, Carboxyl-enthaltende Polymer ist aus den Polymeren und Copolymeren der Acrylsäure und Methacrylsäure ausgewählt. Geeignete Polymere dieses Typs sind im Handel erhältlich.
  • Die Grundlagen für die Beschränkungen, die der Zusammensetzung des Chromat-Behandlungsbads der vorliegenden Erfindung auferlegt werden, werden nachstehend erläutert.
  • Bei einer Gesamtchrom-Konzentration von weniger als 1 g/l kann kein angemessenes Filmgewicht gebildet werden und demgemäß werden die Korrosionsbeständigkeit, Haftung und Witterungsbeständigkeit schlechter sein. Bei mehr als 60 g/l wird das Filmgewicht zu groß und die Färbung macht sich bemerkbar. Wenn das (dreiwertiges Chromatom/ (sechswertiges Chromatom)- Gewichtsverhältnis unter 0,6 abfällt, nimmt der erhaltene Film eine merkliche Färbung an, da zu viel sechswertiges Chrom vorliegt. Wenn dieses Verhältnis einen Wert von 2,5 übersteigt, wird die Korrosionsbeständigkeit schlechter, da zu wenig sechswertiges Chrom vorliegt. Wenn das (Phosphation/Gesamt-Chromatome)-Gewichtsverhältnis geringer als 0,5 ist, nimmt der Film eine merkliche Färbung an. Andererseits werden die sekundäre Haftung und die Witterungsbeständigkeit gering sein, wenn dieses Verhältnis einen Wert von mehr als 4,5 annimmt.
  • Wenn das (Siliciumdioxid)/(Gesamt-Chrom)-Verhältnis geringer als 0,1 ist, wird die primäre und sekundäre Haftung des Films schlechter, da eine angemessene Siliciumdioxid-Haftung nicht erhalten wird. Wenn dieses Verhältnis Werte von mehr als 5,0 annimmt, werden die primäre und sekundäre Haftung aufgrund des Vorliegens von zu viel Siliciumdioxid schlechter sein.
  • Bezüglich des (wasserlösliches, Carboxyl-enthaltendes Polymer)/(Gesamt-Chrom)-Verhältnisses ergeben Werte von weniger als 0,01 eine unbefriedigende primäre und sekundäre Haftung, während Werte von über 1,0 eine schlechtere sekundäre Haftung und Witterungsbeständigkeit ergeben.
  • Es wird nun die Filmbildung unter Verwendung des Behandlungsbades gemäß der vorliegenden Erfindung untersucht. Dieses Behandlungsbad wird vorzugsweise derartig aufgebracht oder beschichtet, daß auf der sauberen Metalloberfläche eine Umwandlungs-Beschichtung gebildet wird, die 5 bis 60 mg Chrom pro Quadratmeter (nachstehend als "mg/m²" abgekürzt) der behandelten Oberfläche enthält, darauf folgt Trocknen ohne ein Wasserspülen und dann bevorzugt das Aufbringen der besonders klaren, erwünschten Beschichtung. Das Aufbringungsverfahren wird geeigneterweise aus solchen Verfahren ausgewählt wie Walzenbeschichten, Tauchbeschichten und Quetschwalzenbeschichten.
  • Das untersuchte Behandlungsbad ist für die Verwendung innerhalb des Bereichs der klaren Beschichtung äußerst geeignet, es kann jedoch natürlich auch als eine Grundbeschichtung für gewöhnliche pigmentierte Lacke verwendet werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun nachstehend ausführlicher durch illustrative, nicht-einschränkende Beispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben.
  • Beispiele und Vergleichsbeispiele (1) Herstellung der Chromat-Behandlungs-Bäder Beispiel 1
  • 50 Gramm ("g") Chromsäureanhydrid und 41 g Phosphorsäure (75% ige wäßrige Lösung) werden in 500 g Wasser gelöst. Diese wäßrige Lösung wurde mit Stärke zu einem (dreiwertiges Chromatom/(sechswertiges Chromatom)-Gewichtsverhältnis von 1:1 reduziert. 50 g Trocken-Prozeß-Siliciumdioxid (AEROSIL 200 von Nippon Aerosil Kabushiki Kaisha) wurden dann in das Bad eindispergiert, anschließend wurden in der so erhaltenen Dispersion 25 g Polyacrylsäure [JULYMER-AC10H (20 % Feststoff) von Nippon Junyaku Kabushiki Kaisha] gelöst. Das Behandlungsbad wurde anschließend auf eine Gesamtmenge von 1 Liter ("l") durch Zugabe von Wasser gebracht.
  • Beispiel 2
  • Es wurde ein Behandlungsbad wie in Beispiel 1 hergestellt, in diesem Fall wurde jedoch anstelle von der Polyacrylsäure Polymethacrylsäure [JULYMER-AC-10H (20 % Feststoff) von Nippon Junyaku Kabushiki Kaisha] verwendet.
  • Beispiele 3 bis 12
  • Es wurden Behandlungsbäder wie in Beispiel 1 hergestellt, jedoch wurden die entsprechenden Komponenten-Mengen verwendet, die in Tabelle 1 angegeben sind.
  • Vergleichsbeispiele 1 bis 9
  • Es wurden Behandlungsbäder wie in Beispiel 1 hergestellt, jedoch wurden die Komponenten-Mengen verwendet, die in Tabelle 1 aufgeführt sind.
  • Vergleichsbeispiel 10
  • Es wurde ein Behandlungsbad wie in Beispiel 1 hergestellt, in diesem Fall wurde jedoch das Trocken-Prozeß-Siliciumdioxid durch ein Naß-Prozeß-Siliciumdioxid [SNOWTEX O (20 % Feststoff) von Nissan Chemical Industries, Ltd.] ersetzt.
  • (2) Verarbeiten der Testproben
  • Die vorstehend hergestellten Chromat-Behandlungsbäder werden alle jeweils mittels Walzenbeschichtung auf die Oberfläche von Aluminium (Typ A3005)-Blech und rostfreiem Stahlblech (Typ SUS304) unter Verwendung der nachstehend aufgeführten Verfahrensreihenfolge aufgebracht:
  • Alkalisches Entfetten -> Wasserspülen Quetschwalzen -> Trocknen -> Chromat-Behandlung -> Quetschwalzen -> Trocknen (ohne Spülen) -> Lackieren -> Brennen. Tabelle 1: Zusammensetzung der Behandlungsbäder Beispiel Gesamtchrom g/l sechswertiges Chrom g/l dreiwertiges Chrom g/l Phosphation g/l Siliciumdioxid g/l Trockenverfahren (Fortsetzung der Tabelle 1 auf der nächsten Seite) Tabelle 1: Zusammensetzung der Behandlungsbäder (Fortsetzung der vorhergehenden Seite) Beispiel wasserlösliches Polymer (g/l) Phosphation zu Gesamt-Cr Trocken-Prozeß-Siliciumdioxid zu Gesamtchrom wasserlösliches Polymer zu Gesamt-Cr PAA = Polyacrylsäure PMA = Polymethacrylsäure (Tabelle 1 wird auf der folgenden Seite fortgesetzt) Tabelle 1: Zusammensetzung der Behandlungbäder (Fortsetzung der vorhergehenden Seite) Vergleichsbeispiel Gesamtchrom g/l sechswertiges Chrom dreiwertiges Chrom g/l Phosphation g/l Siliciumdioxid g/l Trockenverfahren Naßverfahren 50 (Fortsetzung der Tabelle 1 auf der nächsten Seite) Tabelle 1: Zusammensetzung der Behandlungsbäder (Fortsetzung der vorhergehenden Seite) Vergleichsbeispiel wasserlösliches Polymer g/l Phosphation zu Gesamt-Cr Trocken-Prozeß-Siliciumdioxid zu Gesamtchrom wasserlösliches Polymer zu Gesamt-Cr PAA = Polyacrylsäure
  • Für das rostfreie Stahlblech bestand das alkalische Entfetten in der obigen Verfahrensreihenfolge aus dem Eintauchen während 1 Minute in eine 2 %ige wäßrige Lösung aus FINECLEANER 4360 (von Nihon Parkerizing Company, Limited) bei 60 ºC. Für das Aluminuium bestand das Entfetten aus dem Tauchen während 1 Minute in eine 2 %ige wäßrige Lösung aus FINECLEANER 315 (von Nihon Parkerizing Company, Limited) bei 60 ºC. Für das Aluminuium bestand das Lackieren in der obigen Verfahrensreihenfolge aus dem Auftragen einer 10 um dicken Polyester- Klar-Beschichtung; für rostfreien Stahl war es eine 10 um dicke Beschichtung vom Fluor-Typ.
  • (3 Eigenschafts-Beurteilungs-Tests (a) Beurteilung des Aussehens
  • Die Farbe wurde visuell nach dem Klar-Beschichten bestimmt und wird gemäß der folgenden Skala klassifiziert:
  • ++ keine Färbung
  • + leichte Färbung
  • x Färbung
  • xx beträchtliche Färbung
  • (b) Lackhaftung Primäre Haftung
  • Das lackierte Blech wurde OT-gefaltet, mit Cellophan-Klebeband abgeschält und det verbleibende Film wurde dann visuell untersucht.
  • Sekundäre Haftung
  • Das lackierte Blech wurde während 2 Stunden in kochendes Wasser getaucht und dann wie bei der primären Haftung untersucht. Beurteilung sowohl der primären als auch der sekundären Haftung wird gemäß der folgenden Skala aufgeführt:
  • ++ kein Abschälen des Films
  • + geringes Abschälen über einen Teil der Oberfläche
  • x Abschälen über einen Teil der Oberfläche
  • xx beträchtliches Abschälen
  • (c) Korrosionsbeständigkeit
  • Es wurde ein Schnitt durch den lackierten Film zu dem Basismetall eingeritzt. Darauf folgte Salzsprüh-Testen während 2000 Stunden (Aluminium) oder während 5000 Stunden (rostfreier Stahl). Die Rostentwicklung an sowohl dem Schnitt als auch über der gesamten Oberfläche wurde visuell bestimmt und gemäß der folgenden Skala aufgetragen:
  • ++ kein Rosten
  • + geringes Rosten über einen Teil der Oberfläche
  • x Rosten über einen Teil der Oberfläche
  • xx beträchtliches Rosten
  • (d) Witterungsbeständigkeit
  • Der lackierte Film wurde mittels Durchschneidens zum Basismetall eingeritzt, darauf folgte die Aussetzung während 500 Stunden (Aluminium) oder während 2000 Stunden (rostfreier Stahl) an ein Sunshine Weather-O-Meter. Filmabblätterung an sowohl dem Schnitt als auch über die gesamte Oberfläche wurde dann visuell bestimmt und gemäß der folgenden Skala aufgetragen:
  • ++ keine Filmabblätterung
  • + geringe Filmabblätterung über einen Teil der Oberfläche
  • x Filmabblätterung über einen Teil der Oberfläche
  • xx beträchtliche Abblätterung
  • Die Testergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt. Sie bestätigen, daß die Chromat-Bäder gemäß der vorliegenden Erfindung ausgezeichnete Eigenschaften für eine Anwendung zur Herstellung von Klar-Beschichtungen aufweisen. Tabelle 2: Testergebnisse Material Rostfreier Stahl Beispiel zugefügtes Cr mg/m² Aussehen der Beschichtung 1. Haftung 2. Haftung Korrosionsbeständigkeit Witterungsbeständigkeit Fortsetzung von Tabelle 2: Testergebnisse Material Aluminium Beispiel zugefügtes Cr mg/m² Aussehen der Beschichtung 1. Haftung 2. Haftung Korrosionsbeständigkeit Witterungsbeständigkeit
  • (Fortsetzung von Tabelle 2 auf der nächsten Seite) Tabelle 2: Testergebnisse (Fortsetzung der vorhergehenden Seite) Material Rostfreier Stahl Vergleichsbeispiel zugefügtes Cr mg/m² Aussehen der Beschichtung 1. Haftung 2. Haftung Korrosionsbeständigkeit Witterungsbeständigkeit Fortsetzung von Tabelle 2: Testergebnisse Material Aluminium Vergleichsbeispiel zugefügtes Cr mg/m² Aussehen der Beschichtung 1. Haftung 2. Haftung Korrosionsbeständigkeit Witterungsbeständigkeit

Claims (6)

1. Flüssige Material-Zusammensetzung, im wesentlichen bestehend aus Wasser, einer Quelle, die gelöste, sechswertige Chromatome enthaltende, Anionen bereitstellt, und einer Quelle, die gelöste dreiwertige Chromkationen bereitstellt und einer Quelle aus gelösten Phosphat-Ionen, und ggf. einem Reduktionsmittel für sechswertiges Chrom, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung auch Trocken-Prozeß-Siliciumdioxid und wasserlösliches Polymer enthält, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polymeren und Copolymeren der Acrylsäure und Methacrylsäure, und in der
(A) die Konzentration aller sechswertigen und dreiwertigen Chromatome im Bereich von 1 bis 60 g/l liegt,
(B) das (dreiwertiges Chromatom/(sechswertiges Chromatom)-Gewichtsverhältnis im Bereich yon 0,6 bis 2,5 liegt,
(C) das (Phosphation/Gesamt-Chromatome in sechswertigen Chromionen und dreiwertigen Chromionen)-Gewichtsverhältnis im Bereich von 0,5 bis 4,5 liegt,
(D) das (Trocken-Prozeß-Siliciumdioxid/(Gesamt-Chromatome in sechswertigen Chromionen und dreiwertigen Chromionen)- Gewichtsverhältnis im Bereich von 0,1 bis 5,0 liegt und
(E) das Verhältnis des Gewichts des spezifizierten, wasserlöslichen Polymers in der Zusammensetzung zum Gewicht der Chromatome in der Gesamtheit der sechswertigen Chromionen und dreiwertigen Chromionen in der Zusammensetzung im Bereich von 0,01 bis 1,0 ist.
2. Verfahren zur Behandlung einer Metalloberfläche, umfassend das In-Kontakt-Bringen der Metalloberfläche mit einer flüssigen Material-Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 und anschließendes Trocknen der so in Kontakt gebrachten Oberfläche, ohne irgendein dazwischenliegendes Spülen zwischen dem In-Kontakt-Bringen und Trocknen.
3. Verfahren gemäß Anspruch 2, worin das behandelte Metall Aluminium oder rostfreier Stahl ist.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3, worin das In-Kontakt-Bringen während einer Zeitspanne erfolgt, die ausreicht, um eine Beschichtung abzuscheiden, die 5 bis 60 mg Chrom pro m² der behandelten Metalloberfläche enthält.
5. Verfahren gemäß Anspruch 2, worin das In-Kontakt-Bringen während einer Zeitspanne erfolgt, die ausreicht, um eine Beschichtung abzuscheiden, die 5 bis 60 mg Chrom pro m² der behandelten Metalloberfläche enthält.
6. Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 2-5, umfassend eine zusätzliche Stufe des Beschichtens der in Kontakt gebrachten und getrockneten Oberfläche mit einer klaren Schutzschicht auf organischer Basis.
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