-
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Herstellung von 1-Chlor-1,2,2-trifluorethylen oder 1,2,2-
Trifluorethylen in hohen Selektivitäten und Ausbeuten, wobei
das Produkt als Rohmaterial zur Herstellung von
Polychlortrifluorethylen und substituierten
Fluorkohlenwasserstoffen verwendbar ist.
-
JP 8454/1968 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von
1,2,2-Trifluorethylen (nachfolgend bezeichnet als "3FH"),
wobei 1,1,2-Trichlor-1,2,2-trifluorethan (nachfolgend
bezeichnet als "R-113") und Wasserstoff bei einer Temperatur
von 200 bis 300ºC in der Gegenwart eines Katalysators zur
Reaktion gebracht werden, welcher Palladium auf aktiviertem
Kohlenstoff (Pd/Kohlenstoff) enthält. Durch dieses Verfahren
wird 1-Chlor-1,2,2-trifluorethylen (nachfolgend bezeichnet
als "3FCL" zusammen mit 3FH erhalten, aber die
Selektivitäten an weiteren Nebenprodukten sind hoch, und
deshalb beträgt die Selektivität an 3FH und 3FCL nur 40 bis
85%.
-
In einem Verfahren zur Herstellung einer Mischung aus 3FH und
3FCL aus R-113 und Wasserstoff in Gegenwart eines
Platingruppen-Metalls auf Alkali-Magnesium-Fluorid als
Katalysator, welches in EP-A-053 657 offenbart ist, werden
3FH und 3FCL in hoher Selektivität von 90% oder höher
erhalten. Die Reaktionstemperatur sollte dabei jedoch in
einer Höhe von 500ºC liegen. Durch eine Reaktion bei einer
niedrigen Temperatur von 200 bis 300ºC in Gegenwart des
obigen, 0,5% Palladium enthaltenden Katalysators ist die
Selektivität allerdings niedrig.
-
Zur Herstellung von 3FCL sind auch noch verschiedene weitere
Verfahren bekannt. Ein Beispiel ist ein nicht-katalytisches
Verfahren unter Dechlorierung von R-113 mit Zink in flüssiger
Phase (JP 45322/1972, 5207/1982 und 5208/1982), und ein
weiteres Beispiel ist ein katalytisches Verfahren unter
Dechlorierung von R-113 mit Wasserstoff in Gas-Phase (JP
26484/1972, JP-OS 185734/1985, 61936/1987 und 29328/1989 und
GB 698 386).
-
Beim nicht-katalytischen Verfahren in flüssiger Phase unter
Verwendung von Zink ist die Ausbeute vergleichsweise hoch,
aber die Aufarbeitung gestaltet sich durch als Nebenprodukt
gebildetes Zinkchlorid aufwendig. Außerdem sollte beim
Verfahren in flüssiger Phase ein wasserfreies organisches
Lösungsmittel eingesetzt werden. Bei der Gasphasen-
Dechlorierung wird eine genügend hohe Selektivität nur unter
vermindertem Druck (z.B. eine Selektivität von 95% unter 41,3
x 10³ Pa (310 Torr) in JP-OS 61936/1987), jedoch bei hoher
Reaktionstemperatur (z.B. eine Selektivität von 82 bis 95%
bei 500ºC in EP-A-0 53 657) erreicht. Die Katalysator-
Lebensdauer ist wegen der ernsten Koks-Vergiftung
eingeschränkt.
-
EP-A-0 355 907 offenbart ein Verfahren zur Hydrierung von
1,1,2-Trichlor-1,2,2-trifluorethan zu Chlortrifluorethylen
und Trifluorethylen in Gegenwart von molekularem Wasserstoff.
Die genannte Hydrierreaktion wird durch eine katalytische
Zusammensetzung katalysiert, die einen porösen Oxid-Träger
oder einen Träger auf Basis von Kohlenstoff sowie ein Metall
der Gruppe VIII des Periodensystems und eine oder mehrere
Verbindungen, ausgewählt aus Alkali- oder Erdalkalisalzen,
enthält.
-
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
zur Herstellung von 3FH oder 3FCL bei vergleichsweise
niedriger Temperatur unter Atmosphärendruck zur Verfügung zu
stellen.
-
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein
Verfahren zur Herstellung von 3FH und 3FCL anzugeben, wobei
das Verhältnis von hergestellten 3FH und 3FCL gesteuert
werden kann.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur
Herstellung von 3FCL und 3FH angegeben, wobei man R-113 und
Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators umsetzt, welcher
mindestens ein Metall, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Palladium, Rhodium und Ruthenium, und mindestens ein
Metall, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Quecksilber,
Blei, Cadmium, Zinn, Indium, Kupfer, Wismut, Thallium und
Silber, sowie einen Träger, ausgewählt aus der Gruppe,
bestehend aus Al&sub2;O&sub3;, SiO&sub2; und aktiviertem Kohlenstoff,
enthält.
-
Die im Verfahren der vorliegenden Erfindung ablaufenden
Reaktionen sind die folgenden:
-
CCl&sub2;FCF&sub2;Cl + H&sub2; T CClF=CF&sub2; + 2HCl
-
CCl&sub2;FCF&sub2;Cl + 2H&sub2; T CFH=CF&sub2; + 3HCl
-
In der vorliegenden Erfindung umfaßt der Katalysator
mindestens ein Metall, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Palladium, Rhodium und Ruthenium (Basis-Metalle), und
mindestens ein Metall, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Quecksilber, Blei, Cadmium, Zinn, Indium, Kupfer, Wismut,
Thallium und Silber (Additiv-Metalle), sowie einen Träger,
ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Al&sub2;O&sub3;, SiO&sub2; und
aktiviertem Kohlenstoff.
-
Ein Mengenbereich des auf den Träger aufzubringenden
Basis-Metalls beträgt 0,1 bis 10 Gew.%, vorzugsweise 0,5 bis 5
Gew.%.
-
Das Metall kann auf den Träger durch ein an sich bekanntes
herkömmliches Verfahren abgeschieden werden. Beispielsweise
wird das Trägermaterial in eine Lösung eines Salzes oder
einer Metallverbindung des Metalls getaucht, wie in ein
Nitrat, Carbonat, Sulfat, Halogenid (z.B. ein Chlorid,
Fluorid), in ein Hydroxid, Phosphat, Perchlorat, eine
organische Metallverbindung oder ein Salz mit einer
organischen Säure (z.B. Acetate, Acetylacetonate,
Carbonylverbindungen) . Dann werden das Lösungsmittel entfernt
und der Rückstand kalziniert und mit Wasserstoff bei 27 bis
500ºC (300 bis 773 K) reduziert.
-
Zwei Arten von Metallen werden gleichzeitig auf dem Träger
abgeschieden, allerdings können sie auch nacheinander auf dem
Träger abgeschieden werden.
-
Das molare Verhältnis des Additiv-Metalls zum Basis-Metall
kann in Abhängigkeit von z.B. den Arten der beiden Metalle
und der angestrebten Selektivitäten von 3FCL und 3FH
schwanken. Das molare Verhältnis des Additiv-Metalls zum
Basis-Metall beträgt im allgemeinen 0,01:1 bis 10:1,
vorzugsweise 0,2:1 bis 4:1.
-
Im Falle von Wismut beträgt das molare Verhältnis mindestens
0,05: 1, vorzugsweise mindestens 0,2:1, und im Falle der von
Wismut verschiedenen Metalle beträgt das molare Verhältnis
mindestens 0,2:1, vorzugsweise mindestens 0,5:1. Ist das
molare Verhältnis zu groß, sinkt der Umsatz ab. Deshalb
beträgt das maximale molare Verhältnis vorzugsweise 4:1.
-
Beträgt z.B. das Hg/Pd-Verhältnis weniger als 0,5, sinkt die
Selektivität an 3FH stark ab, so daß die Gesamt-Selektivität
der Olefine herabgesetzt ist. Beträgt das Tl/Pd-Verhältnis 4,
wird 3FCL in einer Selektivität von 96% oder höher erhalten.
Beträgt das Tl/Pd-Verhältnis 0,5, wird hauptsächlich 3FH
erzeugt.
-
Erfindungsgemäß kann durch die Auswahl des Additiv-Metalls
das molare Verhältnis von 3FCL zu 3FH im Produkt verändert
werden. Werden beispielsweise Quecksilber, Blei und Kupfer
als Additiv-Metall verwendet, beträgt das molare Verhältnis
von 3FCL zu 3FH 0,11, 0,58 bzw. 5,8.
-
Ein molares Verhältnis von Wasserstoff zu R-113 beträgt
vorzugsweise 0,5 bis 4,0, noch bevorzugter 0,5 bis 3,5. Ist
dieses Verhältnis groß, werden hydrierte Paraffinverbindungen
kaum erzeugt und die hohe Selektivität an 3FCL und 3FH
beibehalten. Allerdings ist ein molares Verhältnis von mehr
als 4,0 unwirtschaftlich. Ist das molare Verhältins kleiner
als 0,5, sinkt der Umsatz ab.
-
Ein W/F-Verhältnis, entsprechend einer Kontaktzeit, worin W
eine Menge (g) des Katalysators und F eine
Gesamtdurchflußgeschwindigkeit (ml/s) unter dem Normalzustand
darstellen, liegt in einem Bereich von 0,6 bis 5,8. In diesem
Bereich wird die Selektivität nicht wesentlich beeinflußt,
allerdings läßt sich der Umsatz dadurch beeinflussen. Ist
dieses Verhältnis kleiner als 0,6 fällt der Umsatz
unannehmbar klein aus.
-
Die Reaktionstemperatur beträgt 150 bis 400ºC, vorzugsweise
200 bis 350ºC. Im Temperaturbereich von 200 bis 350ºC werden
3FCL und 3FH in hoher Selektivität von 87 bis 100%
produziert.
-
Die vorliegende Erfindung wird nun durch die folgenden
Beispiele noch weiter erläutert.
-
Allgemeine Verfahrensweisen zur Aufbringung eines Additiv-
Metalls auf einen Träger (I)
-
Eine geeignete Menge eines aufzubringenden Salzes eines
Additiv-Metalls wurde in Wasser (30 ml) gelöst. In diese
Lösung wurden dann Formalin (0,2 g) und ein Pellet aus
Palladium-Katalysator von 3,2 mm Durchmesser und 3,2 mm Höhe,
enthaltend 0,5% Palladium auf Al2O&sub3; (5 g) (Katalysator A),
ein Katalysator, hergestellt durch Pulverisierung des
genannten Palladium-Katalysators in Pellet-Form auf 60 Mesh
oder weniger (4 g) (Katalysator B), ein pulverförmiger
Katalysator, enthaltend 2% Palladium, auf aktiviertem
Kohlenstoff (1,5 g) (Katalysator C) oder ein pulverförmiger
Katalysator, enthaltend 5% eines Basis-Metalls auf Al&sub2;O&sub3; (4
g) (Katalysator D), gegeben. Alle der Katalysatoren sind im
Handel von N.E. CHEMICAL CATALYST erhältlich. Dann wurde die
Mischung bei 50ºC 2 bis 3 h lang gealtert. Es wurde eine
bestimmte Menge des Additiv-Metalls eingestellt, um das
angestrebte molare Verhältnis des Additiv-Metalls zum Basis-
Metall zu erhalten.
-
Dann wurden Wasser durch einen Rotationsverdampfer entfernt
und der Rückstand an Luft bei 100ºC 12 h lang getrocknet.
-
Jeder der hergestellten Katalysatoren A, B und C wurde in
einem Wasserstoffstrom bei einer Temperatur von 300 bis 400ºC
2 h lang vorbehandelt. Bei Verwendung von Wismut wurde der
Katalysator in einem Sauerstoffstrom bei 300ºC 2 h lang
vorbehandelt.
Beispiel 1
-
HgCl&sub2; wurde als Additiv-Metall-Salz in einer solchen Menge
eingesetzt, daß das molare Verhältnis von Hg zu Pd im
Katalysator 4:1 betrug.
-
In einen Rohreaktor aus Hastelloy C mit einem
Innendurchmesser von 20 mm wurde der wie oben mit HgCl&sub2;
modifizierte Katalysator A (4 g) gegeben, dann wurde durch
den Rohrreaktor eine Mischung aus R-113 und Wasserstoff in
einem molaren Verhältnis von 1:2 bei einer
Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 21 ml/Min. bei 200ºC
hindurchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 17,2%, und die Selektivitäten an 3FCL und
3FH betrugen 24,6% bzw. 75,4%.
Beispiel 2
-
In derselben Weise wie in Beispiel 1, jedoch unter Verwendung
von Pb(NO&sub3;)&sub2; als das Additiv-Metall-Salz, unter Einstellung
des molaren Verhältnisses von Pb/Pd auf 4:1 und
Aufrechterhaltung der Reaktionstemperatur bei 280ºC, wurde
die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 46,8%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH,
R-123a (CHClFCClF&sub2;), R-141a (CHCl&sub2;CH&sub2;F), R-160 (CH&sub2;ClCH&sub3;) und
R-142 (CHF&sub2;CH&sub2;Cl) betrugen 23,4%, 71,0%, 2,7%, 1,1%, 0,6%
bzw. 0,3%.
Beispiel 3
-
In derselben Weise wie in Beispiel 1, jedoch unter Verwendung
von CdCl&sub2; als das Additiv-Metall-Salz, unter Einstellung des
molaren Verhältnisses von Cd/Pd auf 4:1 und Aufrechterhaltung
der Reaktionstemperatur bei 280ºC, wurde die Reaktion
durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 21,6%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH,
R-160, R-123a, R-142 und R-141a betrugen 33,4%, 58,8%, 2,0%,
1,9%, 1,6% bzw. 1,5%.
Beispiel 4
-
In derselben Weise wie in Beispiel 1, jedoch unter Verwendung
von SnCl&sub2; als das Additiv-Metall-Salz unter Einstellung des
molaren Verhältnisses von Sn/Pd auf 4:1 und Aufrechterhaltung
der Reaktionstemperatur bei 250ºC, wurde die Reaktion
durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 15,9%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH
und R-142 betrugen 79,3%, 15,3% bzw. 2,5%.
Beispiel 5
-
In derselben Weise wie in Beispiel 1, jedoch unter Verwendung
von InCl&sub3; als das Additiv-Metall-Salz, unter Einstellung des
molaren Verhältnisses von In/Pd auf 4:1 und Aufrechterhaltung
der Reaktionstemperatur bei 250ºC, wurde die Reaktion
durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 10,4%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH,
R-142, R-160, R-123a und R-141a betrugen 71,9%, 16,1%, 4,6%,
2,9%, 2,3% und 1,3%.
Beispiel 6
-
In derselben Weise wie in Beispiel 1, jedoch unter Verwendung
von CuCl&sub2; als das Additiv-Metall-Salz, unter Einstellung des
molaren Verhältnisses von Cu/Pd auf 4:1 und Aufrechterhaltung
der Reaktionstemperatur bei 250ºC, wurde die Reaktion
durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 18,7%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH
und R-142 betrugen 79,5%, 17,2% bzw. 1,9%.
Beispiel 7
-
AgNO&sub3; wurde als das Additiv-Metall-Salz in einer solchen
Menge eingesetzt, daß das molare Verhältnis von Ag zu Pd im
Katalysator 4:1 betrug.
-
In einen Rohrreaktor aus rostfreiem Stahl mit einem
Innendurchmesser von 7,2 mm wurde der wie oben mit AgNO&sub3;
modifizierte Katalysator B (1,3 g) gegeben, dann wurde durch
den Rohrreaktor eine Mischung aus R-113 und Wasserstoff in
einem molaren Verhältnis von 1:2 mit einer
Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 27 ml/Min. bei 250ºC
hindurchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 32,2%, und die Selektivitäten an 3FH, 3FCL,
R-142, R-123a, R-160 und R-141a betrugen 29,3%, 67,0%, 1,2%,
0,9%, 0,5% bzw. 0,3%.
Beispiel 8
-
In derselben Weise wie in Beispiel 7, jedoch unter Verwendung
von HgCl&sub2; als das Additiv-Metall-Salz und Hindurchführen
einer Mischung aus Wasserstoff und R-113 mit einer
Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 60 ml/Min., wurde die
Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 54,7%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH,
R-152a (CF&sub2;HCH&sub3;), R-123a und R-142 betrugen 9,3%, 87,4%,
2,2%, 0,7% bzw. 0,4%.
Beispiel 9
-
In derselben Weise wie in Beispiel 8, jedoch unter
Hindurchführen der Mischung aus Wasserstoff und R-113 mit
einer Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 27 ml/Min., wurde
die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 45,2%, und die Selektivitäten von 3FH,
3FCL, R-123a, R-152a, R-142 und R-160 betrugen 82,7%, 7,6%,
4,8%, 1,5%, 0,6% bzw. 0,5%.
Beispiel 10
-
In derselben Weise wie in Beispiel 8, jedoch unter
Hindurchführen der Mischung aus R-113 und Wasserstoff in
einem molaren Verhältnis von 1:4, wurde die Reaktion
durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 40,0%, und die Selektivitäten an 3FH,
3FCL, R-123a, R-141a, R-152a, R-142 und R-160 betrugen 76,9%,
12,0%, 5,8%, 2,1%, 1,7%, 0,7 bzw. 0,5%.
Beispiel 11
-
In derselben Weise wie in Beispiel 7, jedoch unter Verwendung
von Pb(NO&sub3;)&sub2; als das Additiv-Metall-Salz, unter Einstellung
des molaren Verhältnisses von Pb/Pd auf 4:1 und
Hindurchleiten der Mischung aus R-113 und Wasserstoff in
einem molaren Verhältnis von 1:1 mit einer
Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 18 ml/Min., wurde die
Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 11,2%, und die Selektivitäten an 3FH, 3FCL,
R-123a, R-152a und R-142 betrugen 60,4%, 35,1%, 2,1%, 1,0%
bzw. 0,9%.
Beipsiel 12
-
In derselben Weise wie in Beipsiel 11, jedoch unter
Verwendung der Mischung aus R-113 und Wasserstoff in einem
molaren Verhältnis von 1:4, wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 12,0%, und die Selektivitäten an 3FH und
3FCL betrugen 56,3% bzw. 43,7%.
Beispiel 13
-
In derselben Weise wie in Beispiel 12, jedoch unter
Aufrechterhalten der Reaktionstemperatur bei 300ºC, wurde die
Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 22,9%, und die Selektivitäten an 3FH, 3FCL,
R-123a, R-142 und R-152a betrugen 44,3%, 49,4%, 1,9%, 1,4%
bzw. 1,4%.
Beispiel 14
-
In derselben Weise wie in Beipsiel 9, jeodch unter Einsatz
von Katalysator D (1,3 g), umfassend Palladium als das Basis-
Metall und modifziert mig HgCl&sub2; im Hg/Pd-Molverhältnis von
1:1, wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 60,8%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH,
R-123a, R-134a (CF&sub3;CFH&sub2;), R-141a, R-142 und R-160 betrugen
79,0%, 12,1%, 3,6%, 2,4%, 1,5%, 0,6% bzw. 0,5%.
Beispiel 15
-
In derselben Weise wie in Beispiel 8, jedoch unter Einsatz
des Katalysators C (0,6 g), modifiziert mit der genannten
Menge an HgCl&sub2;, und bei einer Reaktionstemperatur von 280ºC,
wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 63,9%, und die Selektivitäten an 3FH, 3FCL
und R-123a betrugen 16,0%, 62,2% bzw. 21,9%.
Beispiel 16
-
In derselben Weise wie in Beispiel 1, jedoch unter Einsatz
von Katalysator C (0,6 g), modifiziert mit Pb(NO&sub3;)&sub2; als
Additiv-Metall-Salz im Pb/Pd-Molverhältnis von 4:1, und bei
einer Reaktionstemperatur von 280ºC, wurde die Reaktion
durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 28,5%, und die Selektivität von 3FH, 3FCL
und R-123a betrugen 6,0%, 69,2% bzw. 24,8%.
Vergleichsbeispiel 1
-
In derselben Weise wie in Beispiel 8, wobei jedoch kein
weiteres, von Palladium verschiedenes Metall verwendet wurde,
wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 64,3%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH,
R-143, R-141a, R-123a, R-142, R-160 und R-152a betrugen 0%,
23,0%, 40,2%, 18,7%, 7,0%, 6,0%, 4,6% bzw. 0,7%.
Vergleichsbeispiel 2
-
In derselben Weise wie in Beispielen 1 bis 7, wobei jedoch
kein weiteres, von Palladium verschiedenes Metall verwendet
und die Reaktionstemperatur bei 150ºC gehalten wurden, wurde
die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 24,7%, und die Selektivitäten an 3FH, R-
143, R-141a, R-160, R-142 und R-123a betrugen 1,5%, 44,2%,
41,2%, 1,0%, 3,7% bzw. 8,5%.
Beispiel 17
-
Als Additiv-Metall-Salz wurde BiCl&sub3; in einer solchen Menge
eingesetzt, daß das molare Verhältnis von Bi zu Pd im
Katalysator 0,4:1 betrug.
-
In einen Rohrreaktor aus Glas mit einem Innendurchmesser von
10 mm wurde der Katalysator D, enthaltend Palladium als
Basis-Metall, wie oben modifiziert mit BiCl&sub3;, gegeben, dann
wurde durch den Rohrreaktor die Mischung aus R-113 und
Wasserstoff in einem molaren Verhältnis von 1:3 mit der
Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 31 ml/Min. bei 250ºC
hindurchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 96,4%, und die Selektivitäten an 3FH, 3FCL,
R-152a und R-123a betrugen 81,3%, 8,9%, 6,1% bzw. 1,3%.
Beispiel 18
-
In einen Rohrreaktor aus Glas mit einem Innendurchmesser von
10 mm wurde der Katalysator D (1 g), enthaltend Ruthenium als
Basis-Metall und modifiziert mit TlNO&sub3; im molaren Verhältnis
von Tl/Ru von 2:1, gegeben, dann wurde durch den Rohrreaktor
die Mischung aus R-113 und Wasserstoff in einem molaren
Verhältnis von 3:4 mit einer Gesamtdurchflußgeschwindigkeit
von 35 ml/Min. bei 230ºC hindurchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 4,5%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH,
R-143a und R-123a betrugen 71,8%, 19,3%, 2,6% bzw. 2,3%.
Vergleichsbeispiel 3
-
In derselben Weise wie in Beispiel 18, jedoch ohne die
Verwendung von Thallium, wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 12,5%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH,
R-143, R-141a , R-123a und Ethan betrugen 26,7%, 3,7%, 22,0%,
21,8%, 9,0% bzw. 6,6%.
Beispiel 19
-
In einen Rohrreaktor aus Glas mit einem Innendurchmesser von
10 mm wurde der Katalysator D (1 g), enthaltend Ruthenium als
Basis-Metall und modifiziert mit HgCl&sub2; in einem molaren
Verhältnis von 1:1 (1 g), gegeben, dann wurde durch den
Rohrreaktor die Mischung aus R-113 und Wasserstoff in einem
molaren Verhältnis von 1:2 mit einer
Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 30 ml/Min. bei 200ºC
hindurchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 18,7%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH
und R-1132a (CF&sub2;CH&sub2;) betrugen 81,5%, 12,4% bzw. 1,2%.
-
Allgemeine Verfahrensweisen zur Aufbringung eines Additiv-
Metalls auf einen Träger (II)
-
In Wasser (30 ml) wurde TlNO&sub3; aufgelöst. In diese Lösung
wurden dann Formalin (0,2 g) und ein Palladium-Katalysator in
Pellet-Form mit 3,2 mm Durchmesser und 3,2 mm Höhe,
enthaltend 0,5% Palladium auf Al&sub2;O&sub3; (5 g) (Katalysator A'),
ein Katalysator, hergestellt durch Pulverisieren des
genannten Palladium-Katalysators in Pelletform auf 60 Mesh
oder darunter (4 g) (Katalysator B'), ein pulverförmiger
Katalysator, enthaltend 2% Palladium auf aktiviertem
Kohlenstoff (1,5 g) (Katalysator C'), oder ein pulverförmiger
Katalysator, enthaltend 5% Palladium oder Ruthenium auf Al&sub2;O&sub3;
(4 g) (Katalysator D'), gegeben. Alle Katalysatoren sind im
Handel von N.E. Chemical Catalyst erhältlich. Dann wurde die
Mischung bei 50ºC 2 bis 3 h lang gealtert. Die Menge an TlNO&sub3;
wurde eingestellt, um das angestrebte molare Verhältnis von
Tl zum Basis-Metall zu erhalten.
-
Dann wurden Wasser durch einen Rotationsverdampfer entfernt
und der Rückstand an Luft bei 100ºC 12 h lang getrocknet.
-
Jeder aus den Katalysatoren A', B', C' und D' hergestellte
Katalysator wurde in einem Wasserstoffstrom bei einer
Temperatur von 300 bis 400ºC 2 h lang vorbehandelt.
Beispiel 20
-
Das Tl/Pd-Molverhältnis betrug 4:1.
-
In einen Rohrreaktor aus Hastelloy C mit einem
Innendurchmesser von 20 mm wurde der Katalysator A' (4 g),
wie oben mit TlNO&sub3; modifiziert, gegeben, dann wurde durch den
Rohrreaktor die Mischung aus R-113 und Wasserstoff in einem
Molverhältnis von 1:2 mit einer
Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 21 ml/Min. bei 200ºC
hindurchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 7,3%, und die Selektivitäten an 3FCL und R-
123a betrugen 97,2% bzw. 2,8%.
Beispiel 21
-
In derselben Weise wie in Beispiel 20, jedoch bei einer
Reaktionstemperatur von 250ºC, wurde die Reaktion
durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 8,5%, und die Selektivitäten an 3FCL und R-
123a betrugen 98,2% bzw. 1,8%.
Beispiel 22
-
In derselben Weise wie in Beispiel 20, jedoch bei einer
Reaktionstemperatur von 280ºC, wurde die Reaktion
durchgeführt.
-
Nach einer Reaktionsdauer von 1 Stunde betrug der Umsatz
19,5%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH und R-123a
betrugen 96,1%, 2,2% bzw. 1,7%. Nach einer Reaktionsdauer von
5 Stunden betrug der Umsatz 19,6%, und die Selektivitäten an
3FCL, 3FH und R-123a betrugen 96,7%, 1,9% bzw. 1,4%.
Beispiel 23
-
Das Tl/Pd-Molverhältnis betrug 4:1.
-
In einen Rohrreaktor aus rostfreiem Stahl mit einem
Innendurchmesser von 7,2 mm wurde der Katalysator B (1,3 g)
wie oben mit TlNO&sub3; modifiziert, gegeben, dann wurde durch den
Rohrreaktor die Mischung aus R-113 und Wasserstoff in einem
Molverhältnis von 1:2 mit einer
Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 60 ml/Min. bei 250ºC
hindurchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 13,7% und die Selektivitäten an 3FCL und
3FH betrugen 96,4% bzw. 3,6%.
Beispiel 24
-
In derselben Weise wie in Beispiel 23, jedoch unter
Hindurchleiten der Mischung aus R-113 und Wasserstoff mit
einer Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 27 ml/Min., wurde
die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 14,2%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH
und R-123a betrugen 95,9%, 3,5% bzw. 0,6%.
Beispiel 25
-
In derselben Weise wie in Beispiel 24, jedoch unter
Verwendung des Katalysators D', modifiziert mit TlNO&sub3; im
Tl/Pd-Molverhältnis von 1:1 (1,3 g), wurde die Reaktion
durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 29,9%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH
und R-123a betrugen 98,2%, 1,3% bzw. 1,3%.
Beispiel 26
-
In derselben Weise wie in Beispiel 25, jedoch unter
Einstellung des Tl/Pd-Molverhältnisses auf 2:1, wurde die
Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 22,4%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH
und R-123a betrugen 97,7%, 1,7% bzw. 0,6%.
Beispiel 27
-
In derselben Weise wie in Beispiel 26, jedoch bei einer
Reaktionstemperatur von 340ºC, wurde die Reaktion
durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 46,5%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH
und R-123a betrugen 95,7%, 3,9% bzw. 0,5%.
Beispiel 28
-
In derselben Weise wie in Beispiel 25, jedoch unter
Verwendung des Katalysators C' (5 g), modifiziert mit
derselben Menge an TlNO&sub3;, wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 93,9%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH
und R-123a betrugen 95,8%, 4,0% bzw. 0,1%.
Beispiel 29
-
In derselben Weise wie in Beispiel 25, jedoch unter Einsatz
der Mischung aus R-113 und Wasserstoff in einem Molverhältnis
von 2:1, wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 19,9%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH
und R-123a betrugen 97,8%, 1,3% bzw. 0,9%.
Beispiel 30
-
In derselben Weise wie in Beispiel 25, jedoch unter Einsatz
der Mischung aus R-113 und Wasserstoff in einem Molverhältnis
von 1:2,9, wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 34,2%, und die Selektivitäten an 3FCL, 3FH
und R-123a betrugen 97,8%, 1,3% bzw. 0,6%.
Beispiel 31
-
In derselben Weise wie in Beispiel 23, jedoch unter
Verwendung des Katalysators C' (0,6 g), modifiziert mit der
genannten Menge an TlNO&sub3;, wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 17,1%, und die Selektivitäten an 3FCL und
3FH betrugen 92,8% bzw. 7,2%.
Beispiel 32
-
In derselben Weise wie in Beipsiel 25, jedoch unter
Einstellung des Tl/Pd-Verhältnisses auf 0,5:1, wurde die
Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 57,2%, und die Selektivitäten an 3FH, 3FCL,
R-123a, R-134a, R-141a, R-160 und R-142 betrugen 86,7%, 5,9%,
3,4%, 1,3%, 1,2%, 0,5% bzw. 0,5%.
Vergleichsbeispiel 4
-
In derselben Weise wie in Beispiel 23, jedoch ohne
Modifikation durch Thallium, wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 64,3%, und die Selektivitäten an R-143, R-
141a, 3FH, R-123a, R-142 und R-160 betrugen 40,2%, 18,7%,
23,0%, 7.0%, 6,0% bzw. 4,6%.
Vergleichsbeispiel 5
-
In derselben Weise wie in Beispiel 31, jedoch ohne die
Modifikation durch Thallium, wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 66,6%,und die Selektivitäten an R-143, 3FH,
R-123a, R-141a, R-152a, R-160 und R-142 betrugen 40,2%,
25,9%, 13,2%, 10,2%, 6,0%, 2,6% bzw. 1,7%.
Beispiel 33
-
Das Tl/Ru-Molverhältnis betrug 2:1.
-
In einen Rohrreaktor aus Glas mit einem Innendurchmesser von
10 mm wurde der Katalysator D' (1 g), enthaltend Ruthenium
als das Basis-Metall und wie oben modifiziert mit TlNO&sub3;,
gegeben, dann wurde durch den R6hrreaktor die Mischung aus R-
113 und Wasserstoff in einem Molverhältnis von 3:4 mit einer
Gesamtdurchflußgeschwindigkeit von 35 ml/Min. bei 200ºC
hindurchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 10,4%, und die Selektivitäten an 3FCL und
R-123a betrugen 98,8% bzw. 1,2%.
Vergleichsbeispiel 6
-
In derselben Weise wie in Beispiel 33, jedoch ohne
Modifikation durch Thallium, wurde die Reaktion durchgeführt.
-
Der Umsatz betrug 64%, und die Selektivitäten an 3FCL, R-
123a, 3FH und R-1132a betrugen 66,7%, 28,6%, 4,2% bzw. 1,8%.