DE69220856T2 - Bekleidung für ringförmige Biege-/Härtformen - Google Patents

Bekleidung für ringförmige Biege-/Härtformen

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Description

  • Die Erfindung betrifft Biege-Vorspann-Verfahren für Glasscheiben und insbesondere den Überzug von Ringformen, welche in diesen Verfahren eingesetzt werden.
  • In den als horizontal bezeichneten Biege-Vorspann-Verfahren findet im allgemeinen eine erste Biegestufe statt, in welcher die zuvor in einem Ofen auf über ihre Erweichungstemperatur erhitzte Glasscheibe beispielsweise mittels pneumatischer Mittel wenigstens ein Mal an ein oberes Element angelegt wird, das aus einer Platte aus Blech oder hitzebeständiger Keramik besteht. Dabei bildet dieses Element in manchen Fällen nur ein Tragmittel. In anderen Fällen bildet es für die Glasscheibe ein Formgebungs- oder Vorformgebungsmittel, wobei es dann eine Biegung aufweisen kann, die derjenigen, welche der Glasscheibe verliehen werden soll, mehr oder weniger nahekommt.
  • Unabhängig von seiner Form und Funktion wird es jedoch im folgenden mit dem Ausdruck oberes Vollelement bezeichnet.
  • So kann die Glasscheibe wie in der Patentanmeldung EP-A-3 391 beschrieben angesaugt und/oder von einem aufsteigenden Heißgasstrom zu dieser Biegeform angehoben werden, wie es in der Patentanmeldung FR-A-2 567 508 beschrieben ist. Auch kann sie von mechanischen Mitteln wie Vorsprüngen oder einer Unterform, die, wie im Patent FR-B-2 009 278 beschrieben, eine unterschiedliche Gestalt aufweisen kann, angehoben werden.
  • Nachdem die Glasscheibe so mehr oder weniger vorverformt ist, kann sie anschließend auf eine ebenfalls bekannte Weise auf einer in ihrer Mitte offenen Form mit kurvenförmigem Profil abgelegt werden, die abgekürzt als Ringform bezeichnet wird, bevor sie auf dieser Ringform zur thermischen Vorspannzone gebracht wird. Dieser Vorspannvorgang besteht darin, daß aus zwei Kästen, die unterhalb und oberhalb der Glasscheibe angeordnet sind, auf beide Seiten der Glasscheibe Kühlgasströme etwa senkrecht gerichtet werden.
  • Dieser Typ Ringform ist üblicherweise mit einem Überzug ausgestattet, der speziell an diesen Vorspanntyp und dessen Erfordernisse angepaßt ist. Dieser Überzug muß, außer Temperaturen zwischen 650 und 800 ºC zu ertragen und keine Abdrücke auf dem Glas zu hinterlassen, derart besonders luftdurchlässig sein, daß die Zirkulation der Kühldruckluft, die auf beide Seiten der Glasscheibe kommt, nicht behindert wird. Die Luft, die von dem Abschreckkasten geblasen wird, der sich unter der Ringform befindet, welche die Glasscheibe trägt, muß auch tangential derart entlang der Kontaktfläche zwischen der Form und der Glascheibe strömen können, daß der Glasscheibenumf ang ebenfalls ordnungsgemäß vorgespannt wird, was einen genügend durchlässigen Formüberzug erfordert, welcher diesen Strömungsvorgang erlaubt.
  • Aus dem Stand der Technik sind verschiedene für diese Vorspannrahmen vorgesehene Überzüge bekannt.
  • Üblicherweise wird ein Maschennetz aus hitzebeständigen Fasern mit relativ großen Maschen von etwa wenigstens einem Millimeter Seitenlänge vorgeschlagen, wobei gegebenenfalls, wie es das Patent US-A-4 906 271 vorschlägt, die Maschen an den Kreuzungspunkten mittels Knoten derart befestigt werden, daß die Verteilung dieser Kreuzungspunkte, welche im wesentlichen die Kontaktpunkte zwischen dem Formüberzug und der Glasscheibe bilden, gut vergleichmäßigt wird.
  • In anderen Verfahrenstypen wird, um den Biegevorgang durch Anlegen an eine Vollform und anschließendes Ablegen auf eine Vorspannf orm zu vervollständigen oder zu ersetzen, mit einem echten Pressen der Glasscheibe gearbeitet, die zwischen der Vollform über und einer ringförmigen Biegeform unter ihr aufgenommen ist. In dem Maße, in welchem der Preßvorgang beträchtliche und recht heftige mechanische Kräfte erfordert, die auf den Umfang der Glasscheibe ausgeübt werden, welcher von der Ringform abgestützt wird, muß der Überzug dieser Ringform spezielle Eigenschaften besitzen, von denen verschieden, die für den Überzug einer Vorspannform notwendig sind.
  • Tatsächlich muß er eine gewisse Nachgiebigkeit derart aufweisen, daß der Kontakt mit der Glasscheibe möglichst weich ist und mögliche kleine Fehler der Formgestalt kaschiert werden. Außerdem muß er relativ verformbar und dehnbar sein, um ihn leicht befestigen zu können, indem er beispielsweise mit Klemmen oder Haken auf die Form gespannt wird. Weiterhin muß er, indem er eine gewisse Porosität aufweist, die Staubteilchen absorbieren können, die sich auf der Grenzfläche Form/Glasscheibe befinden könnten, damit diese Staubteilchen auf der Oberfläche des erweichten Glases keine Spuren hinterlassen.
  • Auch darf er selbstverständlich nicht selbst durch seine eigene Oberflächentextur auf dem Glas Abdrücke erzeugen. Seine Textur muß daher genügend dicht und eng sein, eine Textur, wie sie insbesondere die in der Patentanmeldung FR-A-2 644 156 beschriebenen Maschendrähte mit engen Maschen aufweisen, welche eine Kontaktfläche mit der Glasscheibe erlaubt, die so glatt und einheitlich wie möglich ist. Dadurch wird beim relativen Gleiten von Glasscheibe und Ringform die Gefahr von Abdrücken auf der Glasscheibe, insbesondere in Form von Kratzern, vermieden. Auch während des eigentlichen Preßvorgangs zwischen Voll- und Ringform wird ebenfalls eine solche Gefahr vermieden, indem ein sanfter, stoßfreier Kontakt zwischen Glas und Ringform sichergestellt wird.
  • Dieser Überzugstyp ist aber dann, gerade auf Grund dieser dichten Textur für eine Verwendung als Beschichtung einer Vorspannform ungeeignet, da er, wie weiter oben erläutert, kein wirksames Abschrecken des Glasscheibenumfangs erlaubt, weil er die Tangentialströmung der Kühlluft behindert.
  • In diesem Fall ist es notwendig, für das Vorspannen und das Pressen zwei Ringformen mit unterschiedlichen Überzügen einzusetzen.
  • Das erfordert jedoch einen zusätzlichen Arbeitsgang für einen Formwechsel mit all den Problemen der Synchronisierung und Verlängerung der Dauer des Produktionszyklus, die sich dabei stellen.
  • Die Erfinder haben deshalb versucht, eine Ringform zu entwickeln, deren Kontaktfläche mit der Glasscheibe gleichzeitig für den Biegevorgang, insbesondere durch Pressen, und das thermische Vorspannen mit Luft geeignet ist.
  • So könnte man vorsehen, den Preßvorgang für die Glasscheibe mit dem Rahmen durchzuführen, der für den thermischen Vorspannvorgang konstruiert und beschichtet ist; das bleibt jedoch ein Kompromiß, der unter dem Gesichtspunkt der optischen Qualität der hergestellten Verglasungen nur dann tolerierbar ist, wenn das Abdrücke erzeugende relative Gleiten Glas/Ringform sehr begrenzt, d.h. die der Glasscheibe zu verleihende Biegung in der Praxis nur eine mäßige ist.
  • Ein Typ einer "bifunktionellen" Ringform, der, ohne Abdrücke auf den Glasscheiben zu hinterlassen, für relativ ausgeprägte Biegungen geeignet sein kann, ist im Patent EP-A-373 992 beschrieben. In diesem Fall handelt es sich um eine Ringform, die einen in bezug auf den Tragrahmen der Form festen Teil und einen in bezug auf diesen festen Teil gelenkigen Flügel enthält, welcher es ermöglicht, indem er während des Preßvorgangs an die obere Vollform klappt, lokal stark gebogene Glasscheiben herzustellen. Dabei ist der feste Teil mit einem Netz aus genügend großen Maschen überzogen, welches das Vorspannen erlaubt, während der gelenkige Flügel mit einem an den Preßvorgang angepaßten dichten Filz beschichtet ist. Beim Vorspannen wird dieselbe Ringform eingesetzt, wobei sich dann jedoch der Flügel derart in heruntergeklappter Position befindet, daß der Vorspannvorgang in Höhe des stark gebogenen Randes der Glasscheibe nicht gestört wird. Das bedeutet somit, daß diese Randzone während des Vorspannvorgangs ohne Unterstützung gelassen wird. Durch diesen Zustand können nach dem Pressen parasitäre Verformungen entstehen; und es ist notwendig, ihn beispielsweise bei der Krümmung der Ringform und/oder der Größe dieser Preßverformung durch den gelenkigen Flügel zu berücksichtigen, um das Fertigerzeugnis mit der gewünschten Biegung zu erhalten.
  • Wegen ihrer Konstruktion selbst, ist diese Form nur verwendbar, wenn der gewünschte stark gebogene Bereich eine geringe Ausdehnung besitzt und auf eine einzige Seite der Glasscheibe begrenzt ist. Die Glasscheibe muß beim Vorspannen, um ihr Absinken zu vermeiden, durch einen genügend großen festen Teil abgestützt werden, der außerdem wenig gekrümmt und mit einem Vorspanngewirk überzogen sein muß, wobei der Preßvorgang im wesentlichen durch den gelenkigen Flügel bewirkt wird. Diese Form ist deshalb nicht für Verglasungen mit komplexer Form geeignet, die beispielsweise Biegungen entlang verschiedener Richtungen in der Nähe von zwei ihrer gegenüberliegenden oder benachbarten Ränder aufweisen.
  • Weiterhin ist aus dem Patent US-A-3 741 743 ein Überzug einer Ringform für den Biege- und den Vorspannvorgang bekannt, der zwei Typen übereinandergelegter Gewirke enthält, wobei das erste mit dicker Textur das zweite mit feinerer Textur verstärkt, das jenes bedeckt und sich mit dem Umfang der Glasscheiben im Kontakt befindet.
  • Bei gründlicher Untersuchung, wie der Biegevorgang einer Glasscheibe durch Pressen vor sich geht, sind von den Erfindern die folgenden Phänomene festgestellt worden, die mit der Relativbewegung zwischen Glasscheibe und Ringform beim Preßvorgang zusammenhängen.
  • Vor dem Beginn des Preßvorgangs ist die Glasscheibe flach oder gegebenenfalls bereits nach einer vorangegangenen Vorverformung durch Anlegen der Glasscheibe an eine gebogene obere Vollform teilweise gebogen. In dem einen wie dem anderen Fall ist sie jedoch, radial gesehen, weniger gebogen als der Rand der unteren Ringform, der sich vollkommen an die Biegung der oberen Vollform anschmiegt. Der Umfang der Glasscheibe ragt deshalb über die Ringform hinaus. Der erste Kontakt zwischen der Glasscheibe und der Ringform findet so zwischen dem Außenumfang der Form und einem sehr lokalisierten Teil der Glasscheibe statt, der nicht deren äußerstem Umfang entspricht.
  • Anschließend wird die Glasscheibe durch die relative Annäherung zwischen unterer Ringform und oberer Form fortschreitend gepreßt. Sie wölbt sich somit immer mehr. Die sich im Kontakt mit der Ringform befindende Oberfläche der Glasscheibe dehnt sich einerseits fortschreitend aus, andererseits wandert sie zum äußersten Umfang der Glasscheibe. Die Kontaktfläche der Ringform mit der Glasscheibe dehnt sich ihrerseits symmetrisch aus und wandert zum innersten Umfang der Form. Im allgemeinen erfolgt so ein relatives radiales Gleiten des Umfangs der Glasscheibe in bezug auf die Breite des Randes der Ringform.
  • Am Ende des Preßvorgangs schmiegt sich die Glasscheibe vollständig an die radiale Krümmung des Randes der Ringform an. Sie befindet sich dann einerseits über ihre gesamte Oberseite mit der Vollform und andererseits über den Außenumfang ihrer Unterseite mit dem Innenumfang der Ringform im Kontakt.
  • Diese Beobachtungen wurden von den Erfindern ausgewertet, wodurch sie in die Lage versetzt worden sind, eine Ringform vorzuschlagen, die sowohl für das Pressen der Glasscheiben als auch ihr Vorspannen mit Luft geeignet ist.
  • Von ihnen ist erkannt worden, daß beim relativen Gleiten, das sich im Preßvorgang vollzieht, die Gefahr einer Spurenbildung auf der Glasscheibe im wesentlichen groß ist, während sich die Glasscheibe im Kontakt mit dem Außenumfang der Ringform befindet, was erst recht ganz zu Beginn des Kontakts von Glas und Form zutrifft, wenn der Teil der Glasscheibe, der mit der Form in Kontakt tritt, eine sehr kleine Oberfläche hat und deshalb lokalisierte mechanische Druckkräfte ertragen muß.
  • Die Erfinder haben vorgeschlagen, während des Vorspannvorgangs den Innenumfang der Ringform als Tragfläche für die Glasscheibe zu verwenden, indem dann nur ihr Außenumfang an den Preßvorgang bzw. genauer an den zuvor erläuterten relativen Gleitvorgang, welcher der abschließenden Pressung vorausgeht, oder an jeden anderen Biegevorgang, insbesondere einfach durch das Eigengewicht, der diesen Typ einer Relativbewegung Glas/Ringform in Gang setzt, angepaßt ist.
  • In der folgenden Beschreibung der Erfindung wird aus Gründen der Vereinfachung der Ausdruck "Preßvorgang" auch verwendet, um diese erste Phase des relativen Gleitens der Ringform in bezug auf das Glas zu bezeichnen.
  • Die Erfindung besteht daher in einer Biege-Vorspann-Vorrichtung für auf Erweichungstemperatur gebrachte Glasscheiben, um sie zu biegen und vorzuspannen, umfassend obere Biegemittel, insbesondere ein oberes volles Element, und eine untere Ringform, auf welcher sich die Glasscheiben verformen und in bezug auf welche sich der Rand dieser Glasscheiben auf Grund der Verformung, insbesondere durch einen horizontalen Preßvorgang zwischen den oberen Biegemitteln und der unteren Form, bewegt. Diese Ringform ist derart konstruiert, daß sich die Kontaktfläche ihres Überzugs mit den Glasscheiben zu Beginn deren Verformung auf der Form auf dem Außenumfang dieser Form befindet, für eine Bewegung ohne Spuren des Glases auf der Form angepaßt ist, derart, daß sich im Gegenteil diese Kontaktfläche am Ende der Bewegung, insbesondere am Ende des Preßvorgangs, auf dem Innenumfang dieser Form befindet und an den Vorspannvorgang angepaßt ist.
  • Die Erfindung hat auch den Überzug dieser Ringform selbst mit einer angepaßten Kontaktfläche mit den Glasscheiben, wie zuvor beschrieben, zum Gegenstand, d.h. der zwei nebeneinander liegende Flächen besitzt, von denen sich eine auf dem Außenumfang der Form befindet und das Gleiten ohne Spuren der Ränder der Glasscheiben auf ihr auf Grund der Verformung der Glasscheiben, insbesondere durch einen Preßvorgang, ermöglicht und sich die andere auf dem Innenumfang dieser Form befindet und das thermische Vorspannen der gebogenen Glasscheiben mit Luft auf der Form mit dem Überzug als Zwischenschicht ermöglicht.
  • Auf diese Weise wird vorteilhafterweise der größte Teil der Gefahr einer Spurenbildung beseitigt, da die Glasscheiben auf eine Kontaktfläche treffen, die angepaßt, d.h. ordnungsgemäß glatt und einheitlich ist, wenn sie dem Biegebeginn durch Gleiten ausgesetzt sind. Darüber hinaus erhält man außerdem am Umfang der Glasscheibe einen zufriedenstellenden Vorspanngrad, da sich die Glasscheibe am Ende ihrer Bewegung in bezug auf die Form, insbesondere durch einen Preßvorgang, bis zum Ende des Vorspannarbeitsgangs im Kontakt mit einer Oberfläche befindet, die dort angepaßt und genügend luftdurchlässig ist. Man benötigt deshalb nur noch eine einzige Ringform, insbesondere eine herkömmlicherweise für den Vorspannvorgang verwendete Form, da diese üblicherweise eine nennenswerte Randbreite aufweist, auf welcher die beiden obengenannten Kontaktflächen leicht unterschiedlich angeordnet werden können.
  • Dadurch wird bei Qualitätsendprodukten eine deutliche Senkung der Taktzeit und somit Kostenersparnis möglich. Die Verwendung einer solchen Ringform erlaubt insbesondere die Verkürzung der Regelungszeiten. Der Einsatz einer Ringform erfordert lästige manuelle Einstellungen, zunächst einmal, um sicherzustellen, daß die Kontaktfläche der Form mit dem Glas in bezug auf die Vollform konzentrisch ist, und außerdem, daß die Positionierung dieser Kontaktfläche in der horizontalen Ebene sichergestellt ist, d.h. das, was üblicherweise als Einstellung des "Sitzes" der Form bezeichnet wird. Erfindungsgemäß wird an Stelle zweier Ringformen, die eine zum Biegen, insbesondere Pressen, und die andere zum Vorspannen, nur eine einzige verwendet, die diese beiden Funktionen erfüllt, was zur Folge hat, daß alle damit zusammenhängenden Einstellzeiten wenigstens halbiert, was selbstverständlich nicht unbedeutend ist, und daß sie vereinfacht werden.
  • Die Erfindung ist auch auf eine Ringform gerichtet, die eine ununterbrochene Schiene oder eine Segmentschiene enthält, die beispielsweise wenigstens einen Teil aufweist, der in bezug auf die übrige Schiene gelenkig ist.
  • An diesem Punkt zeigt sich ein wesentlicher erfindungsgemäßer Vorteil: Es ist bekannt, daß ab einem bestimmten Biegungsgrad, der einer Glasscheibe lokal verliehen werden soll, es notwendig wird, mit einem Preßvorgang mit einer gelenkigen Ringzu arbeiten. Auf diese Weise wird durch Drehung um eine Achse des gelenkigen Flügels in bezug auf die übrige feste Form die Glasscheibe ausgeprägt gebogen, wobei die radiale Gleitbewegung Form/Glas vermieden wird, welche die Gefahr einer Spurenbildung hervorruft. Dieses Gelenksystem funktioniert aber selbstverständlich deutlich komplexer als das einer festen Form, und sei es nur, daß es zusätzliche Relativbewegungen ausführt, die es zu koordinieren gilt. In dem Moment jedoch, wenn eine ungelenkige Ringform erfindungsgemäß derart vorgeschlagen wird, daß die Relativbewegung Form/Glas auf Grund einer entwickelten Kontaktfläche keine Spuren mehr hinterläßt, kann dann die Grenze des Biegungsgrades viel weiter hinausgeschoben werden, ab welcher eine komplexe gelenkige Ringform eingesetzt werden muß.
  • Außerdem können ab dieser neuen Grenze, indem eine gelenkige Ringform mit dem erfindungsgemäßen Überzug ausgerüstet wird, Biegungen durchgeführt werden, die gegebenenfalls viel komplexer und/oder ausgeprägter als die üblicherweise mit einer gelenkigen Form erhaltenen sind, wobei die Gefahr einer Spurenbildung auf dem Glas entlang der gesamten Form, insbesondere, wenn der Flügel in bezug auf die übrige Form relativ lang ist, stark verringert wird.
  • Weiterhin ist festzustellen, daß man, wenn es besonders vorteilhaft ist, die Erfindung auf eine Form anzuwenden, die für einen echten Preßvorgang zwischen einer oberen Form und einer unteren Ringform vorgesehen ist, sie erst recht mit demselben Erfolg auf Ringformen anwenden kann, die insbesondere für einen Biegevorgang unter der einfachen Wirkung der Schwerkraft vorgesehen sind.
  • Überragt beim ersten Kontakt zwischen der Ringform und der Glasscheibe örtlich ein Teil von dieser die Form deutlich, kann vorgesehen werden, an dieser Stelle an der Form eine Leiteinrichtung anzubringen, welche die Form ihrer Krümmung folgend nach außen verlängert. Selbstverständlich wird dann diese Leiteinrichtung mit einer glatten Kontaktfläche versehen, wie insbesondere der zuvor unter der Bezeichnung "an den Preßvorgang angepaßte Oberfläche" beschriebenen Oberfläche, die das Gleiten des Glases erlaubt.
  • Die Kontaktflächen der Ringform werden durch Nebeneinanderanordnung, insbesondere durch Vernähen, von zwei Arten von Überzügen erhalten, wovon einer an die Relativbewegung der Glasscheiben in bezug auf die Ringform, insbesondere durch einen Preßvorgang, und der andere an den Vorspannvorgang angepaßt ist, wobei wesentlich ist, daß die gesamte Kontaktfläche zwischen den Glasscheiben und der Ringform eine Niveaukontinuität aufweist, um die Gefahr einer Spurenbildung auf der Glasscheibe zu vermeiden, wenn sie von einem Überzug zum anderen gleitet. Zusätzlich kann einer der beiden Überzüge den anderen vollständig oder teilweise bedecken, wenn die Niveaukontinuität ordnungsgemäß gewährt bleibt.
  • Die Erfindung hat auch ein Material zum Gegenstand, das für den Überzug einer Ringform vorgesehen ist, die während des Biegens und Vorspannens als Träger für Glasscheiben dient, wobei dieses Material wenigstens zwei Bereiche mit unterschiedlicher Struktur, insbesondere zwei verschiedene Gestrick- oder Gewirkstrukturen, besitzt, die derart nebeneinander angeordnet sind oder sich teilweise bedecken, daß die Kontaktfläche mit den Glasscheiben einen dichten Bereich, der für einen von Unebenheiten freien Kontakt ein glattes Aussehen hat, einen belüfteten anderen Bereich und Niveaukontinuität aufweist.
  • Dieses Material ist vorzugsweise derart ausgeführt, daß sein dichter Teil eine Luftdurchlässigkeit von etwa 1500 bis 15000 und vorzugsweise etwa 4000 bis 10000 und der andere Teil mit belüfteter Struktur eine Luftdurchlässigkeit von über etwa 15000 besitzt. Die Luftdurchlässigkeit ist erfindungsgemäß als die Anzahl der Liter Luft definiert, die in einer Stunde 10 cm² des betreffenden Materials passieren, wenn sie unter einem Druck von 100 Pa darauf geblasen wird.
  • Das Material hat insbesondere hitzebeständige Metallfäden oder -fasern, vorzugsweise aus rostfreiem Stahl oder einer Chromnickellegierung, als Grundlage. Es kann auch nichtmetallische Fäden oder Fasern, insbesondere aus Keramikmaterial wie Siliciumdioxid, umfassen.
  • Vorteilhafterweise kann es durch Abänderung der Gewirk- oder Gestrickstruktur erhalten werden, d.h. indem die verschiedenen Teile des Materials, der eine dicht, der andere belüftet, in einer einzigen Stufe hergestellt werden, indem man während der Gewirk- oder Gestrickfabrikation seine Textur und/oder Dichte modifiziert.
  • Es ist festzustellen, daß die Oberfläche des Überzugs, der das relative Gleiten der Glasscheiben ohne Spuren auf der Ringform, insbesondere durch einen Preßvorgang, ermöglicht, vorzugsweise auf die Form geklebt ist.
  • Weitere vorteilhafte erfindungsgemäße Einzelheiten und Merkmale werden an Hand der folgenden speziellen Beschreibung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Entsprechend der bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform besteht der Überzug aus zwei miteinander vernähten parallelen Bändern, wobei das Ganze insbesondere mit Klemmen mechanisch auf der Ringform befestigt ist.
  • Um eine Größenordnung der relativen Breiten dieser beiden Bänder zu vermitteln, kann folgendes Beispiel dienen. Möchte man eine Ringform mit einer Randbreite von 60 mm überziehen, kann man ein 52 mm breites Band, das an die Relativbewegung Glas-Form, insbesondere durch einen Preßvorgang, angepaßt ist, und ein 8 mm breites Band für den Vorspannvorgang verbinden.
  • Tatsächlich werden diese relativen Breiten entsprechend der betreffenden Ringform und der Art und Weise ermittelt, in welcher die Glasscheibe während des Vorspannens auf der Form ruht. Unabhängig von der radialen Breite der Kontaktfläche der Ringform mit dem Glas ist es vorzugsweise erforderlich, daß die an den Vorspannvorgang angepaßte Oberfläche der Form so weit wie möglich der Oberfläche des Glases entspricht, das während des Vorspannvorgangs von der Form getragen wird. Vorteilhafterweise wählt man sie nicht breiter, denn dies würde bedeuten, daß sich ein Teil der Gleitbewegung des Glases auf der Form auf einer an den Vorspannvorgang angepaßten Oberfläche vollzieht, was zu einer erhöhten Gefahr der Spurenbildung führen würde.
  • Je nachdem jeder herkömmlicherweise für den Preßvorgang verwendete und, allgemeiner, an die Relativbewegung der Glasscheiben in bezug auf die Ringform beim Biegen angepaßte Überzug so erfindungsgemäß mit jedem herkömmlicherweise für das Vorspannen eingesetzten Überzug kombiniert werden kann, werden zunächst die Eigenschaften des an die Relativbewegung ohne Spuren angepaßten Teils der Überzüge angegeben.
  • Es ist festzustellen, daß in den folgenden Tabellen die Dehnung in Prozent ausgedrückt und entsprechend der Norm DIN 53 857 bei 20 ºC an einem mit einer Geschwindigkeit von 50 mm/min gezogenen 200 x 50 mm Probekörper gemessen ist. Die Reißfestigkeit ist entsprechend derselben Norm und unter denselben Bedingungen, jedoch bei verschiedenen Temperaturen gemessen worden, ihre Maßeinheit ist N/5 cm. Die Luftdurchlässigkeit wurde entsprechend der Norm DIN ISO 4022 bei 200 Pa gemessen und 1 dm&supmin;² min&supmin;¹ in ausgedrückt. Die Reißdehnung ist ebenfalls in Prozent ausgedrückt.
  • Es wird ein Überzug auf der Grundlage gestrickter hitzebeständiger Metallfasern verwendet. So sind die unter der Bezeichnung Bekitherm KN/C1/INC 601 und KN/C1/316L, Bekitherm KN/C2/316L und Bekitherm KN/C4/316L von der Gesellschaft Bekaert Fibre Technologies vertriebenen Gestricke geeignet.
  • Sie haben folgende Eigenschaften:
  • - KN/C1/INC 601: Chromnickellegierung,
  • - KN/C1/316L: Legierung aus rostfreiem Stahl, ihre Verwendung ist dann interessant, wenn die Ringform selbst aus einer Legierung 316 L besteht, da dadurch die Gefahr einer Oxidation durch die Bildung eines galvanischen Elements zwischen dem Metall der Form und dem des Gstricks beseitigt wird.
  • Beide Gestricke haben eine Dicke von 1 mm und ein Flächengewicht von 700 g/m².
  • - Bekitherm KN/C2/316L ist aus rostfreiem Stahl hergestellt. Es hat eine Dicke von 0,88 mm, ein Flächengewicht von 650 g/m² eine Reißdehnung in den beiden Richtungen von über
  • - Bekitherm KN/C4/316L besteht aus einer Chromnickellegierung. Es hat eine Dicke von 1 mm, ein Flächengewicht von 875 g/m² und eine Reißdehnung analog der von Bekitherm KN/C2/316L.
  • Vorteilhafterweise können auch die als Bekitherm NP 250-316L und Bekitherm NP 250 INC-601 bezeichneten Überzüge auf der Grundlage derselben Legierungen dieser Gesellschaft verwendet werden. Dabei handelt es sich um eine gewirkte Struktur, die auf beiden Seiten von einer als Bekinox bezeichneten Filzschicht auf der Grundlage von rostfreiem Stahl umgeben ist. Sie besitzen, aus INC-601 oder 316L bestehend, ein Flächengewicht von etwa 1500 g/m². Sie haben folgende physikalische Eigenschaften.
  • Außerdem kann jeder an den Vorspannvorgang angepaßte Überzug gleichzeitig verwendet werden. So wird vorteilhafterweise eine Netztextur aus hitzebeständigen Metallfasern verwendet, wie sie im Patent FR 2 621 906 vorgeschlagen wird. Dabei werden vorzugsweise rostfreie Stahlfasern aus 316L gewählt. Die bevorzugte Struktur des Gewirkes besteht aus parallel zueinander angeordneten Kettenstichen, die jeweils zu zweit quer durch Fäden verbunden sind. Diese Kettenstiche werden aus drei Fäden erzeugt, von denen jeder durch Verbinden von etwa zehn einzelnen Fasern hergestellt ist. Jede so erhaltene Gewirkmasche hat in Breitenrichtung des verwendeten Bandes eine Seitenlänge von 2 bis 8 mm und hier vorzugsweise von unter 3 mm.
  • Entsprechend einer anderen Ausführungsform bilden die beiden Bänder nur eines, wenn es sich um ein Gestrick handelt, dessen Maschen sich derart entwickeln, daß es an der an den Preßvorgang angepaßten Oberfläche dichter und an der an den Vorspannvorgang angepaßten Oberfläche weiter wird. Man verwendet entweder Fasern auf der Grundlage von rostfreiem Stahl 316L oder von INC 601, zu Fäden vereinigt, die verstrickt werden. Dadurch kann vorteilhafterweise der Näharbeitsgang zwischen den beiden Überzugstypen entfallen.
  • Die Erfindung ist in keiner Weise auf diese Ausführungsformen beschränkt. So kann man erfindungsgemäß jeden üblicherweise speziell für den Vorspannvorgang verwendeten Überzug mit jedem Überzug kombinieren, welcher speziell für einen Biegevorgang, der eine Relativbewegung Glas-Form erfordert, und insbesondere für das Biegen durch einen Preßvorgang verwendet wird.
  • Der größte erfindungsgemäße Vorteil besteht darin, daß, ohne daß man bezüglich der Qualität des Biegens, insbesondere durch einen Preßvorgang, und/oder des Vorspannens einen Kompromiß eingehen muß, nur eine einzige Ringform verwendet wird, deren gewissermaßen "gemischter" Überzug vollständig an die Arbeitsgänge angepaßt ist, denen die Glasscheibe durch sie abgestützt unterworfen wird.
  • Diese Beispiele dienen daher nur zur Erläuterung und liefern die gewünschten Ergebnisse, d.h., daß auf den mit den so überzogenen Formen gebogenen und vorgespannten Glasscheiben keinerlei Spuren festgestellt werden und der Vorspanngrad am Umfang der Glasscheiben zufriedenstellend ist.

Claims (24)

1. Biege-Vorspann-Vorrichtung für auf Erweichungstemperatur gebrachte Glasscheiben, um sie zu biegen und vorzuspannen, umfassend obere Biegemittel, insbesondere ein oberes volles Element, und eine mit einem überzug versehene untere Ringform, auf welcher die gebogenen Glasscheiben mittels Luft thermisch vorgespannt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfläche des Überzugs der Ringform mit den Glasscheiben zu Beginn deren Verformung auf dieser Form, die sich auf dem Außenumfang der Form befinden, für eine Bewegung ohne Spuren des Glases auf der Form und insbesondere auf den Preßvorgang angepaßt ist und daß die Kontaktfläche des Überzugs der Ringform mit den Glasscheiben am Ende der Bewegung und insbesondere am Ende des Preßvorgangs, die sich auf dem Innenumfang dieser Form befinden auf den Vorspannvorgang angepaßt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringform eine ununterbrochene Schiene oder eine Segmentschiene enthält, die wenigstens einen Teil aufweist, der in bezug auf die übrige Schiene gelenkig ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktflächen des Überzugs der Ringform, von denen eine für die Relativbewegung Glas-Form, insbesondere einen Preßvorgang, und die andere für den Vorspannvorgang geeignet ist, durch wenigstens zwei Überzugsarten, die entweder nebeneinander angeordnet sind oder von denen eine die andere teilweise bedeckt, derart erhalten werden, daß die gesamte Kontaktfläche der Ringform mit den Glasscheiben eine Niveaukontinuität besitzt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktflächen des Überzugs der Ringform, von denen eine für die Relativbewegung Glas-Form, insbesondere einen Preßvorgang, und die andere für den Vorspannvorgang geeignet ist, durch einen einzigen Überzug, insbesondere ein Gestrick, erhalten werden, dessen Netzwerk in Höhe der für die Relativbewegung Glas-Form geeigneten Kontaktfläche gespannt und in Höhe der für das thermische Vorspannen geeigneten Kontaktfläche belüftet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Fall einer Nebeneinanderanordnung der zwei Arten von Überzügen sie durch Vernähen der einen mit der anderen hergestellt wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der für den Vorspannvorgang geeigneten Kontaktfläche etwa dieselbe wie die der Glasscheibe ist, welche während des Vorspannvorgangs von der Ringform getragen wird.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzugsaufbau der Ringform durch mechanische Mittel auf dieser gespannt wird.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Überzüge hitzebeständige Metallfasern, vorzugsweise aus rostfreiem Stahl oder einer Ohromnickellegierung, als Grundlage hat.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Relativbewegung Glas-Form, insbesondere einen Preßvorgang, geeignete Kontaktfläche durch einen glatten Überzug, insbesondere in Form eines Gestricks mit gespannten Maschen oder eines mit Filz verbundenen Gewebes, erhalten wird.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die für den Vorspannvorgang geeignete Kontaktfläche durch einen sehr luftdurchlässigen Überzug, insbesondere in Form eines Gestricks oder Netzes, beide mit weiten Maschen, erhalten wird.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringform außerdem wenigstens eine Leiteinrichtung enthält, die sie örtlich nach außen ihrer Krümmung folgend verlängert, wobei die Kontaktfläche dieser Leiteinrichtung mit den Glasscheiben für die Relativbewegung Glas-Form, speziell einen Preßvorgang, geeignet ist und insbesondere durch einen glatten Überzug erhalten wird, der mit dem der für die Relativbewegung Glas-Form geeigneten Kontaktfläche identisch ist.
12. Material, das zum Überziehen von Formen vorgesehen ist, die während des Biegens und Vorspannens als Träger für Glasscheiben dienen, dadurch gekennzeichnet, daß es wenigstens zwei Bereiche mit unterschiedlicher Struktur besitzt, die derart nebeneinander angeordnet sind oder sich teilweise bedecken, daß die gesamte für die Glasscheiben vorgesehene Kontaktfläche mit den Bereichen mit dichter Struktur, die für einen von Unebenheiten freien Kontakt glatt sind, und mit den Bereichen mit belüfteter Struktur eine ununterbrochene Höhe aufweist.
13. Material nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß es durch Stricken und/oder Weben hergestellt ist.
14. Material nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß es hitzebeständige Metallfasern, vorzugsweise aus rostfreiem Stahl oder einer Ohromnickellegierung, als Grundlage hat.
15. Material nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß es nichtmetallische Fäden oder Fasern, insbesondere aus Keramikmaterial wie Siliciumdioxid, enthält.
16. Material nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß es durch eine Abänderung der Gestrick- oder Gewebestruktur hergestellt ist.
17. Material nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Bereiche mit dichter Struktur eine Luftdurchlässigkeit von etwa 1500 bis 15000 und vorzugsweise etwa 4000 bis 10000 und die Bereiche mit belüfteter Struktur eine Luftdurchlässigkeit von über etwa 15000 besitzen.
18. Überzug für eine Ringform, die während des Biegens und Vorspannens als Träger für Glasscheiben dient, dadurch gekennzeichnet, daß er für den Kontakt mit den Glasscheiben zwei nebeneinander angeordnete Flächen aufweist, von denen eine auf dem Außenumfang der Form angeordnet ist und es ermöglicht, daß die Glasscheibenränder auf ihr gleiten ohne Spuren zu bekommen, die von der Verformung der Glasscheiben, insbesondere durch einen Preßvorgang, verursacht werden, und die andere auf dem Innenumfang der Form angeordnet ist und das thermische Vorspannen der gebogenen Glasscheiben durch Luft ermöglicht, die auf der Form über dem dazwischen befindlichen Überzug aufliegen.
19. Überzug nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß diejenige seiner beiden Flächen, welche das relative Gleiten, insbesondere durch einen Preßvorgang, des Glases auf ihr ohne Spuren zu hinterlassen ermöglicht, auf die Form geklebt ist.
20. Überzug für eine Ringform nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß er durch Abänderung der Struktur des Gestricks und/oder Gewebes hergestellt ist.
21. Überzug für eine Ringform nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die nebeneinander angeordneten Flächen durch eine Modifikation der Struktur des Gestricks oder des Gewebes hergestellt sind.
22. Überzug für eine Ringform nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß er auf hitzebeständigen Metallfasern, vorzugsweise aus rostfreiem Stahl oder einer Chromnickellegierung basiert.
23. Überzug für eine Ringform nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß er nichtmetallische Fäden oder Fasern, insbesondere aus Keramikmaterial wie Siliziumdioxid enthält.
24. Überzug für eine Ringform nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche ein Gleiten ohne Spuren zuläßt und durch eine Zone mit einer dichten Luftdurchlässigkeitsstruktur zwischen etwa 1.500 bis 15.000, vorzugsweise etwa 4.000 bis 10.000 erzielt wird und dadurch, daß die Fläche, welche eine thermische Vorspannung durch Luft ermöglicht, durch eine Zone mit einer belüfteten Struktur mit einer Luftdurchlässigkeit von mehr als etwa 15.000 erzielt wird.
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