DE692700C - Schutzeinrichtung fuer ueberspannungsgefaehrdete Teile von dreiphasigen Drehstromanlagen - Google Patents

Schutzeinrichtung fuer ueberspannungsgefaehrdete Teile von dreiphasigen Drehstromanlagen

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DE692700C
DE692700C DE1938L0096316 DEL0096316D DE692700C DE 692700 C DE692700 C DE 692700C DE 1938L0096316 DE1938L0096316 DE 1938L0096316 DE L0096316 D DEL0096316 D DE L0096316D DE 692700 C DE692700 C DE 692700C
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DE
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overvoltage
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vessels
phase
voltage
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DE1938L0096316
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Dipl-Ing Karl Hessenberg
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AEG AG
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AEG AG
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    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/16—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for capacitors
    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H9/00—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
    • H02H9/04—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection responsive to excess voltage

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Schutzeinrichtung für überspannungsgefährdete Teile von dreiphasigen Drehstromanlagen Es ist bekannt, Reihenkondensatoren oder andere im Zuge einer Wechselstromleitung angeordnete Anlageteile mittels zweier antiparallel geschalteter Entladungsgefäße mit Initialzündung zu schützen. Abb. r zeigt eine derartige Anordnung. Zur Zündung der Gefäße, d. h. zur Einleitung einer Entladung zwischen den ibeiden Hauptelektroden (Anode A und Kathode I(), dient ein besonderer Steuerstromkreis, der entweder für jedes der beiden Gefäße oder für beide Gefäße gemeinsam vorgesehen ist und zweckentsprechende Steuerglieder S (z. B. Glimmstrecken, Stromventile) enthält. Der Steuerstromkreis eines jeden Gefäßes ist dem Anodenstromkreis parallel geschaltet. Beim Auftreten einer Überspannung zwischen den Klemmen a, b des zu schützenden Gerätes, beispielsweise des Reihenkondensators C, spricht der Steuerstromkreis mindestens des einen Gefäßes an und treibt einen Strom über die Zündelektrode Z nach der Kathode K. Dieser Zündstrom leitet bei ausreichendem positivem Potential der Anode A gegenüber der Kathode K die Entladung zwischen den beiden Hauptelektroden A und K ein.
  • Sind in einem Drehstromnetz die zu schützenden Anlageteile, z. B. Reihenkondensatoren, dreiphasig angeordnet, so ist in allen drei Phasen eine entsprechende Schutzeinrichtung erforderlich. Abb. a zeigt beispielsweise in bekannter Art die dreiphasige Anordnung von Reihenkondensatoren in einer Drehstromleitung. Die Kondensatoren C kompensieren den Blindwiderstand der Leitungsinduktivität L. Bei einem Kurzschluß an den Klemmen des Verbrauchers V bilden Kondensatoren und Leitungsinduktivität einen Spannungsresonanzkreis, der, falls nicht geeignete Schutzmaßnahmen vorgesehen sind, an den Kondensatoren hohe Überspannungen hervorruft.
  • Als Überspannungs- und Überlastungsschutz sind parallel zu jedem Kondensator C Entladungsgefäße I, II vorgesehen, die durch geeignete nicht dargestellte Steuereinrichtungen zur Entladung gebracht werden, sobald die Spannung an den Klemmen des betreffenden Kondensators- einen bestimmten z.ulässigen Wert überschreitet. Mit Rücksicht auf die wechselnde Polarität der Überspannungen sind an jedem Kondensator Entladungsgefäße für beide Stromrichtungen erforderlich. Da die für diesen Zweck hauptsächlich in Betracht kommenden Entladungsgefäße nur in einer Richtung zur Stromleitung verwendbar sind, werden für jede Phase zwei Gefäße, insgesamt also zum Schutz der drei Kondensatoren sechs Gefäße benötigt.
  • Ein derartiger Nachteil wird erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß drei Entladungsgefäße gleichsinnig in einem Dreieck zusammengeschaltet werden, die entweder unmittelbar oder über Umspanner, gegebenenfalls unter Vorschaltung von Widerständen, an die zu schützenden Anlageteile angeschlossen sind.: Die Wirkungsweise derartiger Schutzeinrichtungen ist an den folgenden Ausführungsbeispielen erläutert.
  • Abb. 3: zeigt eine einfache Ausführungsart der Erfindung. A sei der gegen Überspannungen zu schützende Teil einer Drehstromanlage. Drei Entladungsgefäße, beispielsweise Quecksilberdampfgefäße Q1, Q2, Qa, mit Zündelektroden Z sind gemäß der Erfindung gleichsinnig im Dreieck zusammengeschaltet und an die Klemmen u, v, w des zu schützenden Anlageteils angeschlossen. Durch Vorschaltung ` von Widerständen R", R," R", wird der Entladungsstrom in den Gefäßen begrenzt, und zugleich ein völliges Zusammenbrechen der Spannung zwischen den Klemmen u, v, w ver- hindert. Geeignete Steuereinrichtungen S, die in der Abbildung nur andeutungsweise gezeigt sind, dienen zur Zündung der Gefäße. Tritt beispielsweise zwischen den Klemmen u und v eine Überspannung auf, so kommen je nach der Polarität der Überspannung zwei Entladungswege in Frage: in der einen Richtung über das Gefäß Q1, in der anderen Richtung über die Reihenschaltung der beiden Gefäße Q2 und Q3. Die Steuereinrichtungen S können beispielsweise so geschaltet und bemessen sein, daß jedem Gefäß ein besonderer Steuerstromkreis zugeordnet ist, der die Klemmenspannung an dem betreffenden Gefäß überwacht und bei Überschreitung eines bestimmten Spannungswertes in der Stromdurchlaßrichtung des Gefäßes einen Stromstoß durch die Zündelektrode Z leitet, wodurch die Entladung zwischen den beiden Hauptelektroden eingeleitet wird.
  • Zur Zündung eines jeden Gefäßes ist es notwendig, daß an dessen Klemmen eine Überspannung von geeigneter Polarität und einer bestimmten Mindesthöhe Uk auftritt, die natürlich höher sein muß als der Scheitelwert der höchsten im normalen Betrieb vorkommenden Klemmenspannung U" des zu schützenden Anlageteils; die zum Ansprechen der Gefäße erforderliche Spannung sei beispiels-,ieise Uh = 1,5 - U". Eine Überspannung dieser Größe zwischen den Klemmen as und v (Abb. 3) würde also bei geeigneter Polarität durch die Entladung des Gefäßes Q1 überbrückt. Hat jedoch die Überspannung zwischen -az und v die entgegengesetzte Richtung, so wird jedes der Gefäße Q2 und Q3 erst dann zünden, wenn die Spannung an den Klemmendes betreffenden Gefäßes den Anspfechwert UI, erreicht: Im ungünstigsten Fall kann es dann vorkommen, daß in jedem der beiden Gefäße Q, und Q3 die Ansprechspannüng Uk nahezu, jedoch nicht vollkommen erreicht wird und daß itlfölgedessen zwischen den Klemmen zs und v nahezu die doppelte Ansprechspannung, also unter der obigen Annahme ungefähr das 3fache des im normalen Betrieb vorkommenden Spannungshöchstwertes auftritt; ahne daß eine Entladung erfolgt.
  • Ein solches ungleichmäßiges, in hohem Maße polaritätsabhängiges Ansprechen des Entladungskreises ist im allgemeinen unerwünscht: Wenn auch oft die zu schützenden Apparate, beispielsweise Kondensatoren, kurzzeitige Überspannungen von der Größenordnung des drei- und noch mehrfachen normalen Spannungshöchstwertes ohne Schaden vertragen können, so wäre es immerhin notwendig, bei der Bemessung der Entladungsgefäße und deren Steuereinrichtungen die Möglichkeit des Auftretens verhältnismäßig. hoher Überspannungen zu berücksichtigen. Ein gleichmäßigeres Ansprechen der Entladungsgefäße kann man erreichen, indem man die Steuerstromkreise der drei Gefäße in geeigneter Weise miteinander verkettet.
  • Abb. 4 zeigt eine derartige Anordnung. Die drei zu schützenden Kondensatoren Cl, C2 und C3 seien ähnlich wie in Abb, 2, jedoch über Umspanner W1, W2 und Ws in eine DrehstromleitungD eingeschaltet und dienen zur Kompensation des induktiven Blindwiderstandes der Leitung.
  • Als. Überspannungsschutz sind drei im Dreieck zusammengeschaltete Zündstiftgefäße Q1, Q2, Q3 über die Widerstände R", R,, und R" an die zu schützenden Kondensatoren angeschlossen. Die Zündung der Gefäße wird durch einen im wesentlichen aus Glimmstrekken S1, S2, S3, G1, G2; G3 und richtungsabhängigen Widerständen, beispielsweise TrokkengleichTichtern Tu, Ty und T",, bestehenden Steuerstromkreis eingeleitet; zur Begrenzung des Zündstromes können ferner noch Ohmsehe Widerstände R,1, R" und R, vorgesehen werden. In der Anordnung gemäß Abb. q. sind die den drei Entladungsgefäßen Q f, Q2 und Q3 als Steuerorgane zugeordneten Glimmstrecken Si, S2 und S3 unter Vorschaltung der Widerstände R,1, R12 und R,3 ifn'n Dreieck zusammengeschlossen und über Trockengleichrichter T1, T2 und T3 mit den Hauptelektroden der Gefäße Q1, _Q2 und Q3 verbunden.
  • Die Schutzeinrichtung wirkt in folgender Weise. Bei einer Überspannung beispielsweise zwischen den Klemmen u, v des Kondensators Cl liegt an der Glimmstrecke S, zu-- nächst die volle Spannung. Denn in den Ohmschen Widerständen R", R,, und Rs1 tritt, solange kein Strom fließt, kein Spannungsabfall ,auf. Die Trockengleichrichter Tu, T,, sind ebenfalls als. Ohmsche Widerstände zu betrachten, und zwar hat ' j e nach der Polarität der Spannung der in der Durchlaßrichtung liegende Gleichrichter einen sehr niedrigen, der in der Sperrichtung liegende dagegen einen sehr hohen Widerstandswert, .der allerdings bei raschen Stromänderungen durch die hohe Eigenkapazität des Trockengleichrichters überbrückt ist.
  • Beim Ansprechen der Glimmstrecke S, wird eine Überspannung von tt über Ru, T,l, Rsl, S1, T," R" nach der Klemme v bzw. in der entgegengesetzten Richtung von v nach u geleitet. Bei einer von v nach u gerichteten Überspannung liegt der Trockengleichrichter TU in Sperrichtung. Nach einem kurzen, durch die Eigenkapazität von Tu bedingten Ausgleichvorgang liegt an Tu nahezu die volle Überspannung, während alle übrigen Spannungsabfälle in deri Steuerstromkreis zwischen u und v vernachlässigt werden können. Die Schutzglimmstrecke Glwird daher ansprechen, leitet infolgedessen einen beträchtlichen Strom über den Zündstift Z1, und da in diesem Augenblick die Anode ein hohes positives Potential gegenüber der Kathode besitzt, wird die Anodenentladung eingeleitet und hierdurch der gesamte Steuerstromkreis überbrückt.
  • Ist dagegen die Überspannung von u nach v gerichtet, so erfolgt das Ansprechen der Glimrnstrecke S, genau in der gleichen Weise, nur mit dem Unterschied; daß jetzt der Trokkengleichrichter T" in der Durchlaßrichtung, dagegen T,, in der Sperrichtung wirkt. Die an T,, auftretende hohe Spannung bewirkt ein Ansprechen der Glimmstrecke G2 und einen Stromstoß .durch den Zündstift Z2 des Gefäßes Q2. Falls nun die Anode dieses Gefäßes gegenüber der Kathode ein ausreichendes positives Potential besitzt, so wird die Anodenentladung eingeleitet und hierdurch die Spannung zwischen den Klemmen v und w auf einen geringen Betrag herabgesetzt. Falls nun gleichzeitig noch eineüberspannung positiver Polarität von ü gegen zu auftritt, so wird die Glimmstrecke S3 und folglich auch die Glimmstrecke G3 und das Entladungsgefäß Q3 ansprechen. Da sich zu der Spannung u, w noch der Spannungsabfall in dem Widerstand R, addiert, braucht die Spannung u-W nicht einmal den vollen Ansprechwert der Glimmstrecke S3 zu erreichen. Die zwischen u und v verbleibende Spannung übersteigt daher keinesfalls die Ansprechspannung der Glimmstrecke S3, vermehrt üm die Restspannung an dem durch die Röhre Q2 überbrückten Kondensator C2.
  • Es kann natürlich auch vorkommen, daß der Zündstift Z2 in der oben geschilderten Weise einen Stromstoß erhält, wenn die Anode gegenüber .der Kathode des Gefäßes Q2 negatives Potential aufweist. Das ist aber nur dann möglich, wenn die Spannungen von u nach v und von v nach w .gleiches Vorzeichen haben. Dann muß aber die Überspannung von u nach w noch größer sein als diejenige von u nach v, und die Glimmstrecke S3 wird ebenfalls ansprechen und die Entladung des Gefäßes Q3 herbeiführen.
  • Als Nachteil der Schaltung gemäß Abb. q. könnte man den Umstand betrachten, daß bei Überspannungen zwischen den Klemmen u und v, jedoch sehr geringem Spannungsunterschied zwischen den Klemmen v und zu, unter Umständen die Glimmstrecke S, ansprechen und einen Strom über den Zündstift Z2 leiten wird, daß jedoch in keinem der drei Gefäße Q1, Q2, Qs eine Anodenentladung erfolgt. In diesem Falle wird der Zündstift Z2, der im allgemeinen nur -zur Aufnahme sehr kurzzeitiger Stromstöße bemessen zu werden braucht, nahezu während einer vollen Halbwelle belastet, und dieser Vorgang kann sich, solange die Überspannung andauert, in jeder Periode wiederholen. In besonders ungÜnstigen Fällen kann auf diese Weise, besonders bei sehr langer Dauer der Überspannungen, eine beträchtliche Erwärmung des betreffenden Zündstiftes eintreten. Die Gefahr, daß durch derartige Überlastung der Zündstift Schaden leidet, ist jedoch im allgemeinen gering.
  • Abb.5 zeigt eine andere Ausführungsart der Erfindung. Gegenüber der Schaltung gemäß Abb. q. sind folgende Änderungen getroffen. Zur Begrenzung der Anodenströme sind statt der Widerstände R", R," RK, die den einzelnen Anoden vorgeschalteten - Widerstände R,, R2, R3 vorgesehen. Hierdurch wird u. a. erreicht, daß die Steuereinrichtungen für die drei Gefäße unmittelbar an den Klemmen v, v, v, w der zu schützenden Apparate angeschlossen sind. Das läßt sich allerdings auch durch eine Schaltung ähnlich Abb. q, erreichen, indem man die drei Trockengleichrichter -T, T,,, T" unmittelbar an die Klemmen u, v, w anschließt. Der wichtigste Unterschied der Abb: 5 gegenüber Abb. q. besteht darin; daß die Steuerglimmstrecken S", S,; und S", nicht wie dort im Dreieck, sondern in Stern geschaltet sind. Bei dieser Anordnung müssen, wenn zwischen zwei Klemmen, z. B. u und v, eine Überspannung auftritt,, immer zwei in Reihe geschaltete Glimmstrecken gleichzeitig ansprechen.
  • Eine gleichmäßige Potentialverteilung auf die beiden Glimmstrecken kann man durch parallel geschaltete hochohmige Widerstände oder durch kleine Kondensatoren erreichen. Die Strombegrenzungswiderstände R,1, R,2 und Rss für den Steuerstromkreis sind in Abb.: 5 unmittelbar den einzelnen Zündstiften vorgeschaltet.
  • Die Anordnung gemäß Abb. 5 wirkt in fol-Bender Weise: Bei einer Überspannung zwischen den Klemmen u und v sprechen die beiden Glimmstrecken S" und S,, an. Genau' wie in Abb, 4. wird bei der Stromrichtung von v nach ii die Glimmstrecke G1 zünden und durch einen überZündstift Z1 geleiteten Stromstoß die Entladung des .Gefäßes Q1 herbeiführen. Bei einer von u nach v gerichteten Überspannung spricht die Glimmstrecke G2 an und leitet einen durch -den Widerstand R" begrenztenStrom durch denZündstiftZ2. Hat nun die Anode des Gefäßes Q2 gegenüber der Kathode ein zur Zündung ausreichendes positives Potential, so zündet das Gefäß Q2. Die Spannung zwischen u und v sinkt auf einen geringen Wert. Falls die Überspannung zwischen ii und v in diesem Augenblick noch nicht verschwindet, so muß ein erheblicher Teil dieser Spannung zwischen den Klemmen u und w bestehen, während nur ein kleiner Teil auf den Entladungskreis des gezündeten Gefäßes Q2 und dessen Anodenvorwiderstand R2 entfällt. -DieKlemmenspannung zwischen uundw liegt aber nun fast in voller Höhe an der Glimmstrecke S,D Diese wird daher ebenfalls ansprechen und durch einen Zündstrom über die Glimmstrecke G3 die Zündung des Gefäßes Q3 einleiten. Hat dagegen die Anode des Gefäßes Q2 gegenüber der Kathode beim Auftreten des Zündstromes nur ein geringes, zur Entladung nicht ausreichendes positives oder ein negatives Potential, so ist die Spannung zwischen den Klemmen u und w von vornherein nur um einen geringen Betrag kleiner oder sogar größer als die Überspannung zwischen u und v. Nachdem die Glimmstrecke S" bereits gezündet hat, wird die Zündung der Glimmstrecke Su, und damit die Entladung des Gefäßes Q3 auf jeden Fall erfolgen.
  • Die Abb. 6 und 7 zeigen Ausführungsformen des Anschlusses der Schutzeinrichtung an die zu schützenden Anlageteile. Da die als Schutzeinrichtung dienenden Entladungsgefäße Q1, Q2, Q, erfindungsgemäß im Dreieck zusammengeschaltet sind, ist ein unmittelbarer dreipoliger Anschluß an die zu schützenden Teile nur dann möglich, wenn auch diese dreipolig im Stern oder Dreieck zusammengeschaltet sind. Bei Reihenkondensatoren C1, C2 und C3, die gemäß Abb. 6 unmittelbar in die Drehstromleitung eingeschaltet sind; kann die Schutzeinrichtung über Umspanner angeschlossen werden. Dabei muß die Streuinduktivität dieser Umspanner äußerst gering gehalten werden, weil jede Reiheninduktivität im Entladungskreis das Ansprechen und den Stromanstieg in den Entladungsgefäßen verzögert und hierdurch die Schutzwirkung beeinträchtigt.
  • Wenn dagegen, wie in Abb. 7 dargestellt, die Kondensatoren in bekannter Weise selbst über Umspanner in die Drehstromleitung eingereiht werden, so ist es ohne weiteres möglich, die Kondensatoren im Stern öder Dreieck zusammenzuschalten. Es können Einzelumspanner für die drei Phasen oder auch Drei- oder Mehrschenkelumspanner verwendet werden. Da im allgemeinen mit der Möglichkeit eines einpoligen Erd- oder Kurzschlusses öder Doppelerdschlusses gerechnet werden muß; ist es in jedem Fälle zweckmäßig, die Umspannersekundärwicklungen im Dreieck zu schalten oder eine im Dreieck geschaltete Tertiärwicklung vorzusehen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schutzeinrichtungfürüberspannungsgefährdete Teile von dreiphasigen Drehstromanlagen, insbesondere für Reihenkondensatoren, unter Verwendung von-EntladungsgefäßenJie nur. in einer Richtung zur Stromleitung geeignet sind, dadurch gekennzeichnet, daß drei gleichsinnig in einem Dreieck zusammengeschaltete Entladungsgefäße verwendet werden, die entweder unmittelbar oder über Umspanner, gegebenenfalls unter Vorschaltung von Widerständen, an die zu schützenden Anlageteile angeschlossen sind.
  2. 2. Schutzeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Steuerorgane, beispielsweise Glimmstrecken, vorgesehen sind, die bei Überschreitung gewisser zulässiger Spannungen an den zu schützenden Anlageteilen ansprechen und mindestens in einem der drei Entladungsgefäße eine Entladung herbeiführen.
  3. 3. Schutzeinrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstromkreise für die drei Gefäße miteinander verkettet sind. q..
  4. Schutzeinrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Ansprechen eines und desselben Steuerorgans je nach der Polarität der Überspannung verschiedene Gefäße zur Entladung gebracht werden.
  5. 5. Schutzeinrichtung nach Anspruch r bis q., gekennzeichnet durch eine solche Schaltung und Bemessung der Steuerorgane, daß die Wirksamkeit der Schutzeinrichtung, insbesondere die Höhe der für das Ansprechen der Entladungsgefäße erforderlichen Überspannung, von der Polarität der Überspannung nahezu unabhängig ist.
  6. 6. Schutzeinrichtung nach Anspruch r bis 5, gekennzeichnet durch die Verwendung von Entladungsgefäßen mit Initialzündung.
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