DE69300081T2 - Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte unter Verwendung des Silbersalz-Diffusion-Übertragungsverfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte unter Verwendung des Silbersalz-Diffusion-Übertragungsverfahrens.

Info

Publication number
DE69300081T2
DE69300081T2 DE1993600081 DE69300081T DE69300081T2 DE 69300081 T2 DE69300081 T2 DE 69300081T2 DE 1993600081 DE1993600081 DE 1993600081 DE 69300081 T DE69300081 T DE 69300081T DE 69300081 T2 DE69300081 T2 DE 69300081T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
developer
photographic material
image
plate
tank
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE1993600081
Other languages
English (en)
Other versions
DE69300081D1 (de
Inventor
Lode Deprez
Paul Gestels
Jos Vaes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa Gevaert NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa Gevaert NV filed Critical Agfa Gevaert NV
Application granted granted Critical
Publication of DE69300081D1 publication Critical patent/DE69300081D1/de
Publication of DE69300081T2 publication Critical patent/DE69300081T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/06Silver salts
    • G03F7/07Silver salts used for diffusion transfer

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Photographic Developing Apparatuses (AREA)

Description

    1. Bereich der Erfindung.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Herstellungsverfahren für eine lithographische Druckplatte nach dem Silberkomplexdiffusionsübertragungsverfahren.
  • 2. Hintergrund der Erfindung.
  • Die Prinzipien des Silberkomplex-Diffusionsübertragungs- Umkehrverfahren, nachstehend DTR-Verfahren genannt, werden z.B. in US-P 2 352 014 und im Buch "Photographic Silver Halide Diffusion Processes" von Andre Rott und Edith Weyde - The Focal Press - London und New York, (1972), beschrieben.
  • Beim DTR-Verfahren wird nicht-entwickeltes Silberhalogenid eines bildmäßig belichteten fotografischen Silberhalogenidemulsionsschichtinaterials mittels eines sogenannten Silberhalogenidlösungsmittels in lösliche Silberkomplexverbindungen umgewandelt, die in ein Bildeinpfangseleinent diffundieren können und darin mit einem Entwickler reduziert werden, im allgemeinen in der Gegenwart von physikalischen Entwicklungskeimen, um ein Silberbild zu jerzeugen, das im Vergleich zum in den belichteten Bereichen des fotografischen Materials erhaltenen schwarzen Silberbild die Densitätswerte eines Umkehrbildes ("DTR-Bild") aufweist.
  • Ein DTR-Bildtragendes Material kann als eine Flachdruckplatte, in der die DTR-Silberbildbereiche die hydrophobe farbanziehende Bereiche auf einem hydrophilen farbabstoßenden Hintergrund bilden, benutzt werden. Ein besonders interessanter Typ eines fotografischen Materials zur Erzeugung einer DTR-Verfahren-Druckplatte umfaßt auf einem Träger der angegeben Reihe nach eine Silberhalogenidemulsionsschicht und eine physikalische Entwicklungskeime enthaltende Schicht als Oberflächenschicht. Ein derartiger Typ von fotografischem Material wird von Agfa- Gevaert NV unter dem Handelsnamen SUPERMASTER und von Mitsubishi Paper Mills unter dem Handelsnamen SILVERMASTER vertrieben.
  • Diese handelsüblichen Druckplatten werden im allgemeinen mittels eines plattenautomats, der eine Belichtungseinheit und eine Entwicklungseinheit umfaßt, verarbeitet. In den meisten Plattenautomaten erfolgt das Entwickeln des fotografischen Materials dadurch, daß das fotografische Material in einem Entwicklungstank mit Entwicklerflüssigkeit und danach in einem Fixiertank mit einer Neutralisierflüssigkeit eingetaucht wird. Diese Tanks sind Großvolumentanks die typisch etwa 5 Liter Behandlungsflüssigkeit enthalten.
  • Derartige Großvolumentanks haben den wichtigen Nachteil, daß sich die Behandlungsflüssigkeiten wegen der Oxidation und der Behandlung von fotografischem Material vermindern. Dieser Nachteil macht ein häufiges Ersetzen der Behandlungsflüssigkeit notwendig, was unpraktisch und zeitraubend ist.
  • Die Patentschrift EP-A-482479 beschreibt eine Entwicklungseinheit in der das Tankvolumen auf etwa 0,5 Liter eingeschränkt worden ist. Die Möglichkeit einer ungleichen Entwicklung des fotografischen Materials in der Entwicklungseinheit gemäß EP-A-482479 wird dadurch vermieden, daß frische Entwicklerflüssigkeit von einer Walze zugeführt wird, die ununterbrochen mit frischer Entwicklerflüssigkeit benetzt wird und teilweise in der Entwicklerflüssigkeit eingetaucht ist.
  • In einer wie in EP-A-482479 beschriebenen Entwicklungseinheit wird der Zeitraum zwischen dem Eintritt des fotografischen Materials in die Entwicklerflüssigkeit und dem Austritt des fotografischen Materials aus der Entwicklerflüssigkeit im Vergleich zu den üblichen Entwicklungseinheiten wesentlich eingeschränkt. Im allgeineinen verbleibt das fotografische Material weniger als 15 s und möglicherweise sogar weniger als 10 s in der Entwicklerflussigkeit in einer wie in EP-A-482479 beschriebenen Entwicklungseinheit, indem die Verbleibszeit in einer üblichen Entwicklungseinheit etwa 25 s oder mehr beträgt. Wir haben nun festgestellt, daß die automatische Verarbeitung nach dem DTR-Verfabren eines fotografischen Materials, insbesondere der obengenannten handelsüblichen Materialien, in einem Plattenautomat, der eine wie in EP-A- 482479 beschriebene Entwicklungseinrichtung umfaßt, Druckplatten niedriger Qualität erbringt. Insbesondere kann das Drucken der erhaltenen Platten nicht für jeden Typ der üblichsten Farben garantiert werden. Weiterhin kann die Druckqualität je nachdem der Anzahl der verarbeiteten Platten noch weiter abnehmen, insbesondere falls die Eintauchzeit in der Entwicklerflüssigkeit abnimmt.
  • Diese Probleme können teilweise dadurch gelöst werden, daß man die verarbeiteten Platten mit einer Hydrophobierflüssigkeit bestreicht, bevor man sie auf einer Offsetpresse befestigt. Diese Methode ist aber umständlich und unpraktisch.
  • 3. Zusammenfassung der Erfindung.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, ein Herstellungsverfahren für eine Druckplatte nach dem Silberkomplexdiffusionsübertragungsverfahren zu bieten, wobei ein Plattenautomat benutzt wird und die Platte die vorstehenden Nachteile nicht aufweist.
  • Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, ein Herstellungsverfahren fiir eine Druckplatte nach dem Silberkomplexdiffusionsübertragungsverfahren zu bieten, wobei die Eintauchzeiten in der Entwicklerflüssigkeit eingeschränkt worden sind.
  • Weitere Gegenstände der vorliegenden Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung ersichtlich.
  • Die vorliegende Erfindung bietet ein Herstellungsverfahren für eine lithographische Druckplatte nach dem Silberkomplexdiffusionsübertragungsverfahren unter Verwendung eines fotografischen Materials, das auf einem Träger der angegeben Reihe nach eine Silberhalogenidemulsionsschicht und eine physikalische Entwicklungskeime enthaltende Schicht umfaßt, das die folgende Schritte umfaßt
  • - das bildgemäße Belichten des fotografischen Materials, und
  • - das Entwickeln eines so erhaltenen bildgemäß belichteten fotografischen Materials, indem es durch eine in einem Entwicklungstank aufbewahrte alkalische Behandlungsflüssigkeit geführt wird, wobei der Entwicklungstank ein Streichsystem enthält, mit dem an der Einführseite des bildgemäß belichteten fotografischen Materials frische alkalische Behandlungsflüssigkeit zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die alkalische Behandlungsflüssigkeit ein Alkanolamin und eine mesoionische Verbindung enthält.
  • Die vorliegende Erfindung bietet ein Herstellungsverfahren für eine lithographische Druckplatte nach dem Silberkomplexdiffusionsübertragungsverfahren unter Verwendung eines fotografischen Materials, das auf einem Träger der angegeben Reihe nach eine Silberhalogenidemulsionsschicht und eine physikalische Entwicklungskeime enthaltende Schicht umfaßt, das die folgende Schritte umfaßt:
  • - das bildgemäße Belichten des fotografischen Materials, und
  • - das Entwickeln eines so erhaltenen bildgemäß belichteten fotografischen Materials, indem es innerhalb 15 s oder minder durch eine in einem Entwicklungstank aufbewahrte alkalische Behandlungsflüssigkeit geführt wird,
  • dadurch gekennzeichnet, daß die alkalische Behandlungsflüssigkeit ein Alkanolamin und eine mesoionische Verbindung enthält.
  • 4. Detaillierte Beschreibung.
  • Wir haben erfindungsgemäß festgestellt, daß die Probleme in bezug auf die Druckqualität einer Druckplatte - sogar wenn keine Hydrophobierlösung benutzt wird - die gemäß dem DTR- Verfahren unter Verwendung eines kleinen Entwicklungstanks und/oder reduzierter Eintauchzeiten erhalten wird, dadurch vermieden werden können, daß die alkalische zur Entwicklung der Druckplatte benutzte Behandlungsflüssigkeit angepaßt wird. Die alkalische Behandlungsflüssigkeit enthält also erfindungsgemäß ein Alkanolamin und eine mesoionische Verbindung.
  • Mesoionische Verbindungen sind in der silberhalogenidphotographie gut bekannt und ihr Gebrauch dient z.B. zum Erweitern des Temperaturspielraums wie in JP-A-60- 117240 beschrieben, zum Einschränken der Schleierbildung wie in US-P-4 615 970 beschrieben, zum Herstellen von Silberhalogenidemulsionen wie in US-P-4 631 253 beschrieben, in Ätz-Bleichbädern wie in EP-A-321839 beschrieben, zum Vorbeugen von Druckflecken wie in US-P-4 624 913 usw.. Die Patentschrift EP-A-535678 beschreibt die Verwendung von mesoionischen Verbindungen als Silberhalogenidlösungsmittel für den Gebrauch in einem Silberkomplexdiffusionsübertragungsverfahren. Obwohl die Patentschrift EP-A-535678 die Möglichkeit der Verwendung einer meso ionischen Verbindung in Kombination mit anderen Silberhalogenidlösungsmitteln beschreibt, bezieht sich diese Beschreibung hauptsächlich auf den Gebrauch einer mesoionischen Verbindung als das einzige Silberhalogenidlösungsmittel und erwähnt sie nicht einen möglichen Gebrauch einer mesoionischen Verbindung in Kombination mit einem Alkanolamin. In der EP-A- 535678 wußte man weiterhin nicht, daß die Probleme mit wie in EP-A-482479 beschriebenen Plattenautomaten gelöst werden können.
  • Erfindungsgemäße mesoionische Verbindungen gehören zu einer Gruppe von Verbindungen die von W. Baker und W.D. Ollis als fünf- oder sechsgliedrige heterocyclische Verbindungen beschrieben werden, die nicht in ausreichendem Maß durch irgendwelche Kovalenz- oder Polarstruktur dargestellt werden können und in Verbindung mit den den Ring enthaltenden Atomen sechs π-Elektronen umfassen. Wie in Quart. Rev., Vol. 11, p. 15 (1957) und Advances in Heterocyclic Chemistry, Vol. 19, p. 4 (1976) beschrieben, trägt der Ring eine fraktionnelle Positivladung und eine ausgleichende übereinstimmende Negativladung die sich auf einem kovalent verbundenen Atom oder auf einer kovalent verbundenen Atomgruppe befindet.
  • Bevorzugte mesoionische Verbindungen entsprechen der Formel (I) :
  • in der bedeuten
  • M einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring, der aus mindestens einem Glied der folgenden Gruppe besteht : ein Kohlenstoffatom, ein Stickstoffatom, ein Sauerstoffatom, ein Schwefelatom, und ein Selenatom; und
  • A -O&supmin;, -S&supmin; oder -N&supmin;-R, in der R eine Alkylgruppe (die vorzugsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthält), eine Cycloalkylgruppe (die vorzugsweise 3 bis 6 Kohlenstoffatome enthält), eine Alkenylgruppe (die vorzugsweise 2 bis 6 Kohlenstoffatome enthält), eine Alkynylgruppe (die vorzugsweise 2 bis 6 Kohlenstoffatome enthält), eine Aralkylgruppe, eine Arylgruppe (die vorzugsweise 6 bis 12 Kohlenstoffatome enthält), oder eine heterocyclische Gruppe (die vorzugsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthält) bedeutet.
  • In der Formel (I) umfassen Beispiele des fünfgliedrigen durch M dargestellten heterocyclischen Ringes, einen Imidazoliumring, einen Pyrazoliumring, einen Oxazoliumring, einen Isoxazoliumring, einen Thiazoliumring, einen Isothiazoliumring, einen 1,3-Dithiolring, einen 1,3,4- oder 1,2,3-Oxadiazoliumring, einen 1,3,2-Oxathiazoliumring, einen 1,2,3-Triazoliumring, einen 1,3,4-Triazoliumring, einen 1,3,4-, 1,2,3- oder 1,2,4-Thiadiazoliumring, einen 1,2,3,4- Oxatriazoliumring, einen 1,2,3,4-Tetrazoliumring und einen 1,2,3,4-Thiatriazoliumring.
  • Bevorzugte mesoionische Verbindungen für den erfindungsgemäßen Gebrauch sind Triazoliumthiolate, vorzugsweise 1,2,4-Triazolium-3-thiolate, noch besser wäre die Triazoliumthiolate die der folgenden Formel entsprechen :
  • in der bedeuten
  • R&sup7; und R&sup8; voneinander unabhängig je eine substituierte oder unsubstituierte Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Arylgruppe oder heterocyclische Gruppe,
  • A eine substituierte oder unsubstituierte Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Arylgruppe, heterocyclische Gruppe oder -NR&sup9;R¹&sup0;, in der R&sup9; und R¹&sup0; voneinander unabhängig je Wasserstoff, eine Alkyl- oder Arylgruppe bedeuten; oder R&sup7; und R&sup8; oder R&sup8; und A oder R&sup9; und R¹&sup0; die zur Bildung eines fünf- oder sechsgliedrigen Ringes erforderlichen Atome bedeuten.
  • Spezifische Beispiele von für den erfindungsgemäßen Gebrauch geeigneten 1,2,4-Triazolium-3-thiolaten werden in der Tabelle 1 aufgelistet. Tabelle 1
  • Die Menge der mesoionischen Verbindung in der alkalischen ehandlungsflüssigkeit liegt vorzugsweise zwischen 0,1 Mmol/l und 50 Mmol/l, noch besser wäre 0,1 Mmol/l und 25 Mmol/l und am besten wäre 0,5 Mmol/l und 10 Mmol/l.
  • Für den erfindungsgemäßen Gebrauch geeignete Alkanolamine können des tertiären, des sekundären oder des primären Typs sein. Beispiele von Alkanolaminen, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung benutzt werden können, entsprechen der folgenden Formel
  • in der bedeuten
  • X und X' voneinander unabhängig Wasserstoff, eine Hydroxylgruppe oder eine Aminogruppe,
  • l und m 0 oder ganze Zahlen von 1 oder mehr, und
  • n eine ganze Zahl von 1 oder mehr.
  • Bevorzugte Alkanolamine sind z.B. N-(2-Aminoethyl)ethanolamin, Diethanolamin, N-Methylethanolamin, Triethanolamin, N- Ethyldiethanolamin, Diisopropanolamin, Ethanolamin, 4- Aminobutanol, N,N-Dimethylethanolamin, 3-Aminopropanol, N,N- Ethyl-2,2'-iminodiethanol oder Mischungen davon.
  • Die Alkanolamine werden in einem Verhältnis zwischen 0,05 Gew.-% und 10 Gew.-,% und vorzugsweise in einem Verhä.ltnis zwischen 0,05 Gew.-% und 7 Gew.-% benutzt.
  • Außer der mesoionischen Verbindung und dem Alkanolamin kann die alkalische Behandlungsflüssigkeit noch andere Silberhalogenidlösungsmittel enthalten. Weitere erfindungsgemäße Silberhalogenidlösungsmittel sind z .B. 2- Mercaptobenzoesäure, cyclische Imide, Oxazolidone, Thiocyanate, Thioether und Thiosulfate.
  • Bevorzugte Thioether entsprechen der folgenden allgemeinen Formel :
  • Z-(R¹-S)t-R²-S-R³-Y
  • in der bedeuten
  • Z und Y voneinander unabhängig je Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Aminogruppe, eine Ammoniumgruppe, eine Hydroxylgruppe, eine Sulfogruppe, eine Carboxylgruppe, eine Aminocarbonylgruppe oder eine Aminosulfonylgruppe,
  • R¹, R² und R³, voneinander unabhängig je einen Alkylen der substituiert sein kann und wahlweise eine Sauerstoffbrücke enthalten kann, und
  • t eine ganze Zahl von 0 bis 10.
  • Beispiele von Thioetherverbindungen, die der obigen Formel entsprechen, werden z.B. in US-P-4 960 683 beschrieben und spezifische Beispiele werden in der Tabelle 2 aufgelistet. Tabelle 2
  • Vorzugsweise wird das Silberhalogenidlösungsmittel in einer Menge zwischen 0,05 Gew.-% und 10 Gew.-% benutzt, noch besser wäre zwischen 0,05 Gew.-% und 7 Gew.-%.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung enthält die alkalische Behandlungsflüssigkeit vorzugsweise ebenfalls Hydrophobiermittel zum yerbessern der Hydrophobie des in der Bildempfangsschicht erhaltenen Silberbildes. Die erfindungsgemäßen Hydrophobiermittel sind Verbindungen die mit Silber oder Silberionen reagieren können und hydrophob d.h. wasserunlöslich oder nur kaum wasserlöslich sein. Im allgemeinen enthalten diese Verbindungen eine Mercaptogruppe oder eine Thiolatgruppe und einen oder mehrere hydrophobe Substituenten z.B. eine mindestens 3 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylgruppe. Beispiele von Hydrophobiermitteln für den erfindungsgemäßen Gebrauch werden z.B. in US-P 3 776 728 und US-P 4 563 410 beschrieben. Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Hydrophobiermittel sind alkyl-substituierte langkettige (mindestens 5 Kohlenstoffatome) Mercaptotetrazole, insbesondere diejenige die der folgenden Formel (III) entsprechen :
  • in der bedeuten :
  • Z eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe, eine Aralkylgruppe, eine Alkylarylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Alkynylgruppe oder ein heterocyclischer Ring.
  • Spezifische Beispiele von Hydrophobiermitteln gemäß der Formel (III) sind in der Tabelle 3 aufgelistet. Tabelle 3 Verbindung Nr. Z in der Formel (III)
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung können die Hydrophobiermittel in einer Menge von mindestens 0,1 g/l, vorzugsweise mindestens 0,2 g/l und noch besser wäre mindestens 0,3 g/l in der alkalischen Behandlungsflüssigkeit enthalten sein. Die Maximalmenge von Hydrophobiermitteln wird durch den Typ des Hydrophobiermittels, den Typ und die Menge der Silberhalogenidlösungsmittel usw. bestimmt. Das Verhältnis des Hydrophobiermittels ist vorzugsweise nicht höher als 1,5 g/l, noch besser wäre nicht höher als 1 g/l.
  • Die erfindungsgemäße alkalische Behandlungsflüssigkeit hat vorzugsweise einen pH-Wert zwischen 9 und 14, noch besser wäre zwischen 10 und 13. Dieser pH-Wert kann durch eine organische oder anorganische alkalische Substanz oder eine Kombination davon erzielt werden. Geeignete anorganische alkalische Substanzen sind z.B. Kalium- oder Natriumhydroxid, Karbonat, Phosphat usw.. Geeignete organische alkalische Substanzen sind z.B. Alkanolamine. Im letzten Fall wird der pH-Wert durch die als Silberhalogenidkomplexiermittel arbeitenden Alkanolamine verschafft oder gehandhabt.
  • Die alkalische Behandlungsflüssigkeit kann ebenfalls das (die) bei der vorliegenden Erfindung benutzte(n) Entwicklermittel enthalten. In diesem Fall wird die alkalische Behandlungsflüssigkeit Entwickler genannt. Andererseits kann ein Entwickler oder können alle Entwickler in einer oder mehreren Schichten des fotografischen Materials oder bilderzeugenden Elements enthalten sein Falls alle Entwickler im bilderzeugenden Element enthalten sein, wird die alkalische Behandlungsflüssigkeit Aktivator oder Aktivatorflüssigkeit genannt.
  • Silberhalogenidentwickler für den erfindungsgemäßen Gebrauch sind vorzugsweise des p-Dihydroxybenzoltyps, z.B. Hydrochinon, Methylhydrochinon oder Chlorhydrochinon, vorzugsweise in Kombination mit einem Hilfsentwickler der ein Entwickler des 1-Phenyl-3-pyrazolidinontyps und/oder ein p- Monomethylaminophenol ist. Besonders nutzbare Hilfsentwickler sind des Phenidontyps z.B. 1-Phenyl-3-pyrazolidinon, 1-Phenyl-4-monomethyl-3-pyrazolidinon, und 1-Phenyl-4,4-dimethyl-3- pyrazolidinon. Bevorzugte Entwickler des Phenidontyps, insbesondere falls sie im fotografischen Material eingearbeitet sind, sind Phenidone deren Wasserlöslichkeit unter der Verwendung eines hydrophilen Substituenten wie z.B. eine Hydroxygruppe, eine Aminogruppe, eine Carbonsäuregruppe, eine Sulfonsäuregruppe usw., erhöht wird. Beispiele von mit einer oder mehreren hydrophilen Gruppen substituierten Phenidonen sind z.B. 1-Phenyl-4,4-dimethyl-2-hydroxy-3-pyrazolidinon, 1- (4-Carboxyphenyl)-4,4-dimethyl-3-pyrazolidinon usw.. Andere Entwickler können trotzdem ebenfalls benutzt werden.
  • Mindestens die Hilfsentwickler werden vorzugsweise im fotografischen Material eingearbeitet. Der Rilfsentwickler wird vorzugsweise im fotografischem Material eingearbeitet, vorzugsweise in der Silberhalogenidemulsionsschicht des fotografischen Materials, in einer Menge von weniger als 150 mg/g als AgNO&sub3; ausgedrücktes Silberhalogenid, noch besser wäre in-einer Menge von weniger als 100 mg/g als AgNO&sub3; ausgedrücktes Silberhalogenid.
  • Die alkalische Behandlungsflüssigkeit enthält vorzugsweise ebenfalls ein Antioxidations-Konservierungsmittel, z.B. durch Natrium- oder Kaliumsulfit verschaffte Sulfitionen. Die wäßrige alkalische Lösung enthält zum Beispiel Natriumsulfit in einer Menge zwischen 0,15 und 1,0 Mol/l. Weiterhin kann die alkalische Behandlungsflüssigkeit ebenfalls ein Verdickungsmittel, z.B. Hydroxyethylcellullose und Carboxymethylcellullose, Antischleiermittel, z.B. Kaliumbromid, Kaliumjodid und ein Benzotriazol, das wie bekannt die Druckdauerhaftigkeit verbessert, Calciumkomplexierende Verbindungen, Silberschlammschutzmittel, und Härtungsmittel einschließlich latente Härtungsmittel enthalten. Gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt man weiterhin den Gebrauch eines Spreitungsmittels oder eines oberflächenaktiven Mittels in der alkalischen Behandlungsflüssigkeit, um eine gleichmäßige Spreitung der alkalischen Behandlungsflüssigkeit über die Oberfläche des fotografischen Materials zu sichern. Ein derartiges oberflächenaktives Mittel sollte beim pH-Wert der alkalischen Behandlungsflüssigkeit stabil sein und eine schnelle Gesamtbenetzung der Oberfläche des fotografischen Materials sichern. Ein zu diesem Zweck geeignetes oberflächenaktives Mittel ist z.B. ein fluorhaltiges oberflächenaktives Mittel wie z.B. C&sub7;F&sub1;&sub5;CO0NH&sub4;.
  • Die Entwicklungsbeschleunigung kann mittels verschiedener Verbindungen für die alkalische Behandlungsflüssigkeit und/oder einer oder mehrerer Schichten des fotografischen Elements erfolgen, vorzugsweise Polyalkylenderivate mit einem Molekulargewicht von wenigstens 400 wie diejenige die z.B. in US-P 3 038 805 - 4 038 075 - 4 292 400 - 4 975 354 beschrieben werden.
  • Zwei Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Entwicklungseinheiten werden nachstehend beschrieben, wobei auf die Zeichnungen 1 bis 5 verwiesen wird, ohne aber die Erfindung hierauf beschränken zu wollen.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Abb. 1 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Entwicklungstank 96 zeigt.
  • Abb. 2 ist eine perspektivische Ansicht, die eine Zufuhrwalze 98 und einen zeitweiligen Behälter 100 zeigt.
  • Abb. 3 ist eine Querschnittansicht, die die Anordnung der Zufuhrwalze 98 und des zeitweiligen Behälters 100 mit dem Behandlungstank 96 zeigt.
  • Abb. 4 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Entwicklungstank 196 zeigt.
  • Abb. 5 ist eine Querschnittansicht, die die Anordnung der Zufuhrwalze 98 und des zeitweiligen Behälters 100 mit dem Behandlungstank 396 zeigt.
  • Wie in Abbildung 1 gezeigt, umfaßt ein für den Gebrauch in der vorliegenden Erfindung bevorzugter Entwicklungstank vorzugsweise ein Streichsystem, das eine Zufuhrwalze 98 und einen zeitweiligen Behälter 100, der der Zufuhrwalze 98 frischen Entwickler zuführt, umfaßt.
  • Der in Abbildung 1 gezeigte U-Entwicklungstank 96 ist ein bißchen breiter als das fotoempfindliche Material. Der in Abb. 1 gezeigte Entwicklungstank 96 umfaßt eine schräge Platte und gewölbte Seitenplatten 122 (die linke Seitenplatte wird nicht in Abb. l gezeigt) die mit den beiden Enden der gebogenen Platte 120 verbunden und daran befestigt sind. Ein Durchgangsloch 126 wird nahe der Mitte der gebogen Platte 120 an der Seite der Führungsplatte 110 gebildet. Vom Entwicklungstank zugeführter Entwickler fließt aus dem Durchgangsloch 126, denn das Entwicklerniveau wird auf die Höhe des Durchgangslochs 126 gehalten. Der Entwickler, der aus dem Durchgangsloch 126 und entlang der Führungsplatte 110 fließt, wird in einer (nicht gezeigten) Abfallschale unter dem Entwicklungstank aufgefangen.
  • Der Entwicklungstank 96 hat eine Entwicklerzufuhrwalze 98, die der Breite des Tanks 96 entlang angebracht ist. Die Entwicklerzufuhrwalze 98 wird in einem bestimmten Abstand von der Unterseite des Entwicklungstanks 96 befestigt und die Unterseite davon wird in einem Behälter enthaltenem Entwickler eingetaucht.
  • Die Oberfläche der Entwicklerzufuhrwalze 98 besteht vorzugsweise aus Schwamm, der zahlreiche separate Poren aufweist. Wie in Abb. 2 gezeigt, umfaßt die Entwicklerzufuhrwalze 98 einen zeitweiligen Behälter 100 zum zeitweiligen Aufbewahren von nach unten abgetropftem Entwickler.
  • Der in Abb. 2 und 3 gezeigte zeitweilige Behälter 100 umfaßt zwei Seitenplatten 134 die mit den beiden Seiten der Entwicklerzufuhrwalze 98 in Kontakt stehen, um das Drehen der Walze 98 zu ermöglichen; und eine Trägerplatte 136 in Form der Ziffer "7", die die Seitenplatten 134 mit den Seitenenden der Platte 136 verbindet. Ein Loch 138, durch das der Entwickler fließt, wird an einer Stelle angebracht, die dem Ende der Entwicklerdüse 82 auf der Mitte einer Oberplatte 136a der Trägerplatte 136 entspricht. Eine rostfreie Stahlblattfeder 140, die auf einer Hinterplatte 136b der Trägerplatte 136 befestigt ist, wird gegen die Entwicklerzufuhrwalze 98 gedrückt, um den Kontakt mit dem Umfang der Walze 98 zu erhalten.
  • Eine direkt unter dem Loch 138 angebrachte Entwicklersauciere 142 erstreckt sich von der Vordermitte der Oberplatte 136a bis zur Blattfeder 140. Es gibt einen kleinen Raum zwischen dem Ende der Entwicklersauciere 142 und der Blattfeder 140. Ein Becken 143, das durch die rechtsdrehende Entwicklerzufuhrwalze 98, die Seitenplatten 134, und die gegen den Umfang der Walze 98 gedrückte Blattfeder 140 gebildet wird, kann zeitweilig von der Entwicklerdüse 82 abgetropften Entwickler aufbewahren.
  • Die Entwicklersauciere 142 sichert eine effiziente Spreitung des Entwicklers entlang der Achse der Entwicklerzufuhrwalze 98. Dank dem zeitweiligen Aufbewahren des Entwicklers im Becken 143, wird sich sogar ohne die Entwicklersauciere 142 Entwickler entlang der Achse der Entwicklerzufuhrwalze 98 spreiten.
  • Von der Entwicklerdüse 82 abgetropfter Entwickler fließt durch das Loch 138 zur Entwicklersauciere 142 und fließt von den Seiten der Entwicklersauciere 142 und durch den Raum zwischen der Sauciere 142 und der Blattfeder 140 weiter, wie es in Abb. 2 und 3 gezeigt wird. Der Entwickler wird folglich entlang der Achse der Entwicklerzufuhrwalze 98 gespreitet und zeitweilig im Becken 143 aufbewahrt. Ein Teil des im Becken 143 aufbewahrten Entwicklers wird in einer mit dem Pfeil Y in Abb. 3 gezeigten Richtung in den separaten Poren auf der Oberfläche der Entwicklerzufuhrwalze 98 aufbewahrt. Da sich die Poren gleichmäßig entlang der Achse auf der Oberfläche der Entwicklerzufuhrwalze 98 befinden, wird der Entwickler gleichmäßig auf der Walze 98 gehalten.
  • Da der untere Bereich der Entwicklerzufuhrwalze 98 in im Entwicklungstank 96 aufbewahrten Entwickler eingetaucht wird, wird frischer durch das Drehen der Entwicklerzufuhrwalze 98 zugeführter Entwickler zum im Behälter 95 aufbewahrten Entwickler hinzugefügt. Frisch zugeführter Entwickler diffundiert gleichmäßig in der Nähe der Einführseite des fotoempfindlichen Materials PM im Entwicklungstank 96. Indem der frisch zugeführte Entwickler das Entwicklerniveau im Behälter 95 steigern läßt, wird eine bestimmte Menge erschöpften Entwicklers im Behälter 95 durch das Durchgangsloch 126 der gebogenen Platte 120 abgeleitet. Die Menge des abgeleiteten Entwicklers wird dadurch bestimmt, daß man ein während der Beförderung des fotoempfindlichen Materials PM verloren gegangenes Teil von der Menge frisch zugeführten Entwicklers abzieht. Das Entwicklerniveau im Behälter 95 wird folglich konstant gehalten.
  • Wie in Abb. 1 und 3 gezeigt, wird entlang der Breite des Entwicklungstanks 96 eine Bodenreservekammer 101 gebildet. Entwickler fließt in und aus den vielfältigen Öffnungen 102 im unteren Bereich des Entwicklungstanks 96. Die Bodenreservekammer 101 hat zwei Heizstäbe 103 zum Erhitzen des Entwicklers. Ein Entwicklerablaßrohr 108 unter der Mitte der Bodenreservekammer 101 ist mittels eines das Ablaßrohr 108 öffnenden und schließenden elektromagnetischen Ablaßventils mit der Bodenreservekammer 101 verbunden und leitet erschöpften Entwickler in eine Abfallschale ab.
  • In die Bodenreservekammer 101 geflossener Entwickler wird mit den zwei Heizstäben 103 erhitzt und durch die Öffnungen 102 zum Behälter 95 geführt. Der Elektrizitätsfluß zu den Heizstäben wird auf Basis von Feedbackdaten bezüglich der durch einen Temperaturdetektoren gemessenen Entwicklertemperatur gesteuert. Entwickler im Entwicklungstank 96 wird folglich innerhalb kurzer Zeiträume erhitzt und auf einer im voraus bestimmten Temperatur gehalten.
  • Falls das fotoempfindliche Material PM durch den Entwickler im Behälter 95 des Entwicklungstanks 96 geführt wird, bildet sich im Entwickler Silberschlamm. Der Silberschlamm wird vom Behälter 95 zur Bodenreservekammer 101 abgeleitet und zusammen mit dem erschöpften Entwickler durch das Ablaßrohr 108 in die Abfallschale abgeführt, indem sich ein elektromagnetisches Ventil öffnet.
  • Die Beförderung des fotoempfindlichen Materials PM wird in Einzelheiten beschrieben. Das belichtete durch das Zufuhrwalzenpaar 92 zugeführte fotoempfindliche Material PM wird entlang der freidrehenden Walze 94 in den Behälter 95 geführt und fließt durch den Entwickler entlang der Innenoberfläche der gebogenen Platte 120 des Entwicklungstanks 96. Das fotoempfindliche Material PM reagiert mit im Behälter 95 der Entwicklerzufuhrwalze 98 enthaltenen Entwickler, was die Entwicklung des fotoempfindlichen Materials PM wesentlich fördert. Nachdem das fotoempfindliche Material PM zwischen der Entwicklerzufuhrwalze 98 und der gebogenen Platte 120 im Behälter 95 passiert ist, wird es entlang der Oberseite der Führungsplatte 110 zum Wringwalzenpaar 109 geführt. Die Lufttemperatur über der Führungsplatte 110 wird durch das Heiden mittels des mit einer Temperatursteuerfunktion versehenen Flächenheizungsapparats 112 in der Nähe eines im voraus bestimmten Werts gesteuert. Die Entwicklung des fotoempfindlichen Materials PM erfolgt mit Entwickler, in dem die Oberfläche des fotoempfindlichen Materials PM eingetaucht wird, indem es entlang der Führungsplatte 110 geführt wird.
  • Entwickler in dem die Oberfläche des fotoempfindlichen Materials PM eingetaucht wird, wird ausgewrungen und durch das Wringwalzenpaar 109 entfernt. Die Entwicklung des fotoempfindlichen Materials PM wird demgemäß beendet.
  • Eine andere Ausführungsform eines Entwicklungstanks, der im Rahmen der vorliegenden Erfindung benutzt werden kann, wird mit den Abbildungen 4 und 5 beschrieben. Die Abb. 4 und 5 sind beziehungsweise eine perspektivische Ansicht und eine Querschnittansicht eines Entwicklungstanks 396. Die Nummern und Symbole von Elementen die den Elementen der vorstehenden Ausführungsform gleich sind, sind nicht geändert worden.
  • Fotoempfindliches Material PM wird durch ein Zufuhrwalzenpaar 92 in den Entwicklungstank 396 geführt. Dieser Entwicklungstank 396 ist, wie in Abb. 4 gezeigt, ein plattenartiger Tank mit einer schrägen Unterseite, ebenso breit wie das fotoempfindliche Material und er umfaßt einen Behälter 395 zum Aufbewahren von Entwickler. Ein Platten 97 wird, wie in Abb. 4 und 5 gezeigt, durch Beine 97a unterstützt und parallel zur Unterseite des Behälters 395 im Entwicklungstank 396 befestigt. Der Platten 97 verteilt den Behälter 395 in eine Oberreservekammer 395a und eine Bodenreservekammer 395b, die durch vielfältige im Platten 97 gebildete Öffnungen 97b mit einander verbunden sind. Die Stirnseite des Plattens 97 bildet eine Führungsseitenwand 97c, die nach oben zum Zufuhrwalzenpaar 92 gebogen ist und einer freidrehenden Walze 94 gegenüberliegt.
  • Ein Entwicklerzufuhrwalze 98 die sich zur Breite des Entwicklungstanks 396 erstreckt, wird in einem kurzen Abstand vom Platten 97 befestigt. Wenn Entwickler im Behälter 395 des Entwicklungstanks 396 aufbewahrt wird, wird der Platten 97 im Entwickler und die Unterseite der Entwicklerzufuhrwalze 98 im Entwickler in der Oberreservekammer 395a eingetaucht.
  • Die Struktur der Entwicklerzufuhrwalze 98 und des Umfangs sind dieselbe wie bei der vorstehenden Ausführungsform.
  • Eine sich zur Breite des Entwicklungstanks 396 erstreckende Hilfswalze 130 wird in einem kurzen Abstand vom Platten 97 auf der gegenüberliegenden Seite des Entwicklungstanks 396 befestigt. Um das Befördern des fotoempfindlichen Materials PM zu ermöglichen, dreht die Hilfswalze 130 synchron und in derselben Richtung wie die Entwicklerzufuhrwalze 98. Wenn Entwickler im Behälter 395 des Entwicklungstanks 396 aufbewahrt wird, wird ein Teil des unteren Bereichs der Hilfswalze 130 ebenfalls in den Entwickler in der Oberreservekammer 395a eingetaucht. Eine sich zur Breite des Entwicklungstanks 396 erstreckende, trapezförmige Wellendissipationsplatte 132 wird zwischen der Entwicklerzufuhrwalze 98 und der Hilfswalze 130 befestigt. Die Wellendissipationsplatte 132 wird in einem kurzen Abstand vom Platten 97 befestigt und teilweise im Entwickler in der Oberreservekammer 395a eingetaucht.
  • Auf der Unterseite des Entwicklungstanks 396 wird eine Bodenreservekammer 101 gebildet, die durch vielfältige unter auf dem Entwicklungstank 396 versehene Öffnungen mit dem Tank verbunden ist. Vier Heizstäbe 103 zum Erhitzen von Entwickler werden innerhalb der Bodenreservekammer 395b befestigt und durch den Platten 97 getrennt. Ein Ablaßrohr 108 unter der Mitte der Bodenreservekammer 101 ist mittels eines das Ablaßrohr 108 öffnenden und schließenden elektromagnetischen (nicht gezeigten) Ventils mit der Bodenreservekammer 101 verbunden und leitet erschöpften Entwickler in eine Abfallschale ab.
  • Eine schräge Führungsplatte 110 ist an der Abführseite des fotoempfindlichen Materials PM im Entwicklungstank 396 befestigt, und führt das entwickelte fotoempfindliche Material PM zu einem Wringwalzenpaar 109. Die gewellte Struktur der Führungsplatte 110 verringert den Kontaktwiderstand zum fotoempfindlichen Material PM (siehe Abb. 4).
  • Der Entwicklungstank 396 umfaßt : eine Bodenplatte 121, eine Einführendplatte 123, und eine Abführendplatte 124, die integral aus einer rostfreien Stahlplatte hergestellt sind; und Seitenplatten 122 (die linke Seitenplatte wird nicht in Abb. 4 gezeigt), die mit den Platten 121, 123 und 124 verbunden und daran befestigt sind. Die Bodenplatte 121 neigt sich von der Krümmung der Einführendplatte 123 zur Krümmung der Abführendplatte 124. Auf der Neigung zwischen der Bodenplatte 121 und der Abführendplatte 124 befinden sich vielfältige Öffnungen 102. Nahe an der Mitte der Abführendplatte 124 befindet sich ein gekerbtes Fenster 125.
  • Im Entwicklungstank 396 ist die Abführendplatte 124 in einem Vorderansichtswinkel gebogen. Die Krümmung zwischen der Bodenplatte 121 und der Abführendplatte 124 und dabei die Öffnungen 102 befinden sich auf dem untersten Teil des Entwicklungstanks 396.
  • Da der untere Bereich der Entwicklerzufuhrwalze 98 in im Entwicklungstank 396 aufbewahrtem Entwickler eingetaucht wird, wird frischer von der Zufuhrwalze 98 zugeführter Entwickler zum im Behälter 395 aufbewahrten Entwickler hinzugefügt. Frisch zugeführter Entwickler diffundiert gleichmäßig in der Nähe der Einführseite des fotoempfindlichen Materials PM im Entwicklungstank 396. Indem der frisch zugeführte Entwickler das Entwicklerniveau im Behälter 395 steigern läßt, wird eine bestimmte Menge erschöpften Entwicklers vom gewellten Fenster 125 der Abführendplatte 124 abgeführt. Die Menge des abgeleiteten Entwicklers wird dadurch bestimmt, daß man ein während der Beförderung des fotoempfindlichen Materials PM verloren gegangenes Teil von der Menge frisch zugeführten Entwicklers abzieht. Das Entwicklerniveau im Entwicklungstank 396 wird tolglich konstant gehalten. Das gewellte Fenster 125 und die Führungsplatte 110 sind so befestigt, daß es kein Entwickler auf die Führungsplatte 110 abtropfen kann.
  • In der Bodenreservekammer 395b aufbewahrter Entwickler wird durch die vier darin befestigten Heizstäbe 103 erhitzt. Der erhitzte Entwickler wird durch die Öffnungen 97b des Plattens 97 von der Bodenreservekammer 395b zur Oberreservekammer 395a geführt. Die Elektrizitätsversorgung zu den Heizstäben 103 wird auf Basis von Feedbackdaten bezüglich der Entwicklertemperatur gesteuert. Entwickler im Entwicklungstank 396 wird folglich innerhalb eines kurzen Zeitraums erhitzt und innerhalb eines im voraus bestimmten Temperaturbereichs gehalten.
  • Schlamm, der durch die Öffnungen 102 der Bodenplatte 121 im Entwicklungstank 396 in die Bodenreservekammer 101 fließt, läßt man zusammen mit in der Bodenreservekammer 101 aufbewahrtem erschöpftem Entwickler via das Ablaßrohr 108 in eine Abfallschale abfließen, indem sich ein elektromagnetisches Ventil öffnet.
  • Die Beförderung des fotoempfindlichen Materials PM erfolgt wie nachstehend beschrieben. Das belichtete durch das Zufuhrwalzenpaar 92 zugeführte fotoempfindliche Material PM wird entlang der freidrehenden Walze 94 in den Behälter 395 geführt und fließt durch Entwickler in der Bodenreservekammer 395b entlang der Innenseite des Plattens 97. Die Entwicklung des fotoempfindlichen Materials PM wird vollendet, indem das Material PM durch die Oberreservekammer 395a fließt. Die Reaktion mit Entwickler oder die Entwicklung fängt an, wenn das fotoempfindliche Material PM zwischen dem Platten 97 und der Wellendissipationsplatte 132 und danach zwischen dem Platten 97 und der Hilfswalze 130 fließt, und endet, wenn das fotoempfindliche Material entlang der Innenseite der schrägen Abführendplatte 124 und der Führungsplatte 110 zum Wringwalzenpaar 109 der Fixationseinheit geführt wird. Überschüssiger Entwickler in dem die Oberfläche des fotoempfindlichen Materials PM eingetaucht wird, wird effizient ausgewrungen und durch das Wringwalzenpaar 109 entfernt.
  • Oben haben wir zwei mdgliche Ausführungsformen eines Entwicklungstanks für den erfindungsgemäßen Gebrauch beschrieben. Nach der Entwicklung in einem erfindungsgemäßen Entwicklungstank wird die erhaltene Druckplatte vorzugsweise durch eine in einem Fixiertank aufbewahrte Neutralisierflüssigkeit geführt, um die alkalische Oberfläche der Platte zu neutralisieren. Dieser Tank ist vorzugsweise derselbe wie der erfindungsgemäße Entwicklungstank.
  • Eine Neutralisierflüssigkeit weist im allgemeinen einen pH-Wert zwischen 5 und 7 auf. Die Neutralisierflüssigkeit enthält vorzugsweise einen Puffer z.B. einen Phosphatpuffer, einen Zitratpuffer oder eine Mischung davon. Wie in EP 0 150 517 beschrieben kann die Neutralisierlösung weiterhin Bakterizide, z.B. Phenol, Thymol oder 5-Brom-5-nitro-1,3- dioxan, enthalten. Die Flüssigkeit kann weiterhin Substanzen, z.B. Kieselerde, enthalten, die das nach der Verarbeitung des DTR-Elements erhaltene Hydrophob-hydrophil-Gleichgewicht der Druckplatte beeinflussen. Die Neutralisierlösung kann weiterhin Netzmittel, vorzugsweise perfluorierte Alkylgruppen enthaltende Verbindungen, einschließen.
  • Die bildmäßige erfindungsgemäße Belichtung erfolgt vorzugsweise in einem Plattenautomat, der ebenfalls eine erfindungsgemäße Entwicklungsstation und vorzugsweise ebenfalls eine Fixierstation umfaßt. Nähere Einzelheiten bezüglich eines besonderen geeigneten erfindungsgemäßen Plattenautomats können in EP-A-482479 gefunden werden.
  • Das fotografische Material für den erfindungsgemäßen Gebrauch kann lichtdicht oder transparant, z.B. ein Papierträger oder ein Harzträger, sein. Falls ein Papierträger benutzt wird, bevorzugt man einen einseitig oder doppelseitig mit einem α-Olefin-Polymer beschichteten Papierträger, z.B. eine Polyethylenschicht die wahlweise einen Lichthofschutzfarbstoff oder ein Lichthofschutzpigment enthält. Es ist ebenfalls möglich einen organischen Harzträger zu benutzen, z.B. einen Cellulosenitratfilm, einen Celluloseacetatfilm, einen Poly(vinylacetal) film, einen Polystyrolfilm, einen Poly(ethylenterephthalatfilm), einen Polycarbonatfilm, einen Polyvinylchloridfilm oder Poly-α-olefinfilme wie einen Polyethylenfilm oder einen Polypropylenfilm. Die Stärke eines derartigen organischen Harzfilms liegt vorzugsweise zwischen 0,07 und 0,35 min. Auf diese organischen Harzträger wird vorzugsweise eine hydrophile Haftschicht, die wasserunlösliche Teilchen wie Kieselerde oder Titandioxid enthalten kann, aufgetragen. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können ebenfalls Metallträger z.B. Aluminium benutzt werden.
  • Die physikalische Entwicklungskeime enthaltende Bildempfangsschicht enthält vorzugsweise kein hydrophiles Bindemittel, sondern kann zum Verbessern der Hydrophobie der Oberfläche kleine Mengen bis 30 Gew.-% des Gesamtgewichts dieser Schicht hydrophiles Kolloid, z.B. Polyvinylalkohol, enthalten. Bevorzugte Entwicklungskeime für den erfindungsgemäßen Gebrauch sind Sulfide von Schwermetallen, z.B. Sulfide von Antimon, Bismut, Cadmium, Kobalt, Blei, Nickel, Palladium, Platin, Silber, und Zink. Besonders geeignete erfindungsgemäße Entwicklungskeime sind Palladiumsulfidkeime. Andere geeignete Entwicklungskeime sind Salze wie z.B. Selenide, Polyselenide, Polysulfide, Merkaptane, und Zinn(II)halogenide. Schwermetalle, vorzugsweise Silber, Gold, Platin, Palladium und Quecksilber können in kolloidaler Form benutzt werden.
  • Die erfindungsgemäß benutzte(n) fotografische(n) Silberhalogenidemulsion(en) kann (können) nach verschiedenen Verfahren wie z.B. von P. Glafkides in "Chimie et Physique Photographigue", Paul Montel, Paris (1967), von G.F. Duffin in "Photographic Emulsion Chemistry", The Focal Press, London (1966), und von V.L. Zelikman et al in "Making and Coating Photographic Emulsion", The Focal Press, London (1966) beschrieben, aus löslichen Silbersalzen und löslichen Halogeniden hergestellt werden.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung enthält (enthalten) die Emulsion(en) hauptsächlich Silberchlorid und möglicherweise eine Fraktion - zwischen 1 Mol% und 40 Mol% - Silberbromid. Die Menge Bromid wird vorzugsweise unter 5 Mol% gehalten. Die Emulsionen können weiterhin Silberiodid in einer Menge bis 5 Mol% und vorzugsweise bis 2 Mol% enthalten.
  • Außer der obenbeschriebenen Emulsionsschicht und Bildempfangsschicht können ebenfalls andere hydrophile Kolloidschichten in wasserdurchlässigem Verhältnis mit diesen Schichten enthalten sein. Es ist zum Beispiel besonders vorteilhaft, zwischen dem Träger und der fotoempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht eine Basisschicht einzufügen. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dient diese Basisschicht als Lichthofschutzschicht. Diese Schicht kann folglich dieselben lichtabsorbierenden Farbstoffe wie oben für die Emulsionsschicht beschrieben enthalten. Zum Erzielen der Lichthofschutzwirkung kann wie in US-P 2 327 828 beschrieben als Alternative fein verteilter Gasruß benutzt werden. Andererseits können zum Verbessern der Empfindlichkeit lichtreflektierende Pigmente, z.B. Titandioxid, enthalten sein.
  • Diese Schicht kann weiterhin Härtungsmittel, Mattierungsmittel, z.B. Kieselerdeteilchen, und Netzmittel enthalten. Mindestens ein Teil dieser Mattierungsmittel und/oder lichtreflektierender Pigmente kann ebenfalls in der Silberhalogenidemulsionsschicht anwesend sein. Der größte Teil wird aber vorzugsweise in der Basisschicht enthalten sein. Als eine weitere Alternative können die lichtreflektierenden Pigmente in einer separaten zwischen der Lichthofschutzschicht und der fotoempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht eingefügten Schicht enthalten sein.
  • Die hydrophile Schichten enthalten normalerweise Gelatine als hydrophiles Bindemittel. Zum Anpassen der rheologischen Eigenschaften der Schicht können Mischungen aus verschiedenen Gelatinen mit verschiedenen Viskositätswerten benutzt werden. Wie im Fall der Emulsionsschicht erfolgt die Beschichtung der anderen hydrophilen Schichten vorzugsweise bei einem pH-Wert unter dem isoelektrischen Punkt von Gelatine. Statt oder zusammen mit Gelatine kann man aber ein oder mehrere natürliche und/oder synthetische hydrophile Kolloide benutzen, z.B. Albumin, Kasein, Zein, Polyvinylalkohol, Alginsäuren oder Salze davon, Cellulosederivate wie Carboxymethylcellulose, modifizierte Gelatine, z.B. Phthaloylgelatine usw..
  • Die Härtung der hydrophilen Schichten des fotografischen Elements - insbesondere falls das benutzte Bindemittel Gelatine ist - kann mit geeigneten Härtungsmitteln der folgenden Gruppe erfolgen : Härtungsmittel des Epoxidtyps, des Ethylenimintyps, des Vinylsulfontyps z.B. 1,3-Vinylsulfonyl-2-propanol, Methylenbis(sulfonylethylen), Chromsalze z.B. Chromacetat und Chromalaun, Aldehyde z.B. Formaldehyd, Glyoxal, und Glutaraldehyd, N-Methylolverbindungen z.B. Dimethylharnstoff und Methyloldimethylhydantoin, Dioxanderivate z.B. 2,3- Dihydroxydioxan, aktive Vinylverbindungen z.B. 1,3,5- Triacryloyl-hexahydro-s-triazin, aktive Halogenverbindungen z.B. 2,4-Dichlor-6-hydroxy-s-triazin, und Mucohalogensäure, z.B. Mucochlorsäure und Mucophenoxychlorsäure usw.. Diese Härtungsmittel können separat oder kombiniert benutzt werden. Die Bindemittel können ebenfalls mit schnell reagierenden Härtungsmitteln wie Carbamoylpyridinsalzen des in US 4 063 952 beschriebenen Typs gehärtet werden.
  • Bevorzugte Härtungsmittel sind des Aldehydtyps. Die Härtungsmittel können in einem weiten Verhältnisbereich benutzt werden, werden vorzugsweise aber in einer Menge von 4% bis 7% des hydrophilen Kolloids verwandt. In den verschiedenen Schichten des bilderzeugenden Elements können verschiedene Mengen Härtungsmittel benutzt werden oder die Härtung einer Schicht kann durch die Diffusion eines Härtungsmittels von einer anderen Schicht angepaßt werden.
  • Das folgende Beispiel erläutert die vorliegende Erfindung, ohne sie aber hierauf zu beschränken. Alle Teile sind in Gewicht ausgedrückt, wenn nichts anders vermerkt ist.
  • BEISPIEL Herstellung der Silberhalogenidemulsions-Gießlösung
  • Eine Silberchlorbromidemulsion aus 98,2 Mol% Chlorid und 1,8 Mol% Bromid wird mittels des Doppeleinlaufverfahrens hergestellt. Das Silberhalogenid hat eine Durchschnittskorngröße von 0,4 µm Rhodiumionen als Innendotierstoff. Die Emulsion wird mit 1-Phenyl-5-mercaptotetrazol orthochromatisch sensibilisiert und stabilisiert.
  • Für die Basisschicht wird eine Gießlösung mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt :
  • Gelatine 5,5%
  • Gasruß 0,76%
  • Kieselerdeteilchen (5 µm) 1,6%
  • Herstellung des bilderzeugenden Elements
  • Die Emulsionsgießlösung und die Gießlösung für die Basisschicht werden mittels des Kaskadenauftragverfahrens gleichzeitig auf einen Polyethylenterephthalatträger aufgetragen, der ein Paket von zwei Rückschichten enthält, das es ermöglicht, den Basisschichtguß direkt auf jene Seite des Trägers auf zutragen, die der Rückschichten enthaltenden Seite gegenüberliegt. Die Emulsionsschicht wird mit einem Auftrag von als AgNO&sub3; ausgedrücktem Silberhalogenid von 1,5 g/m² und einem Gelatinegehalt von 1,5 g/m² beschichtet. Die Emulsionsschicht enthält weiterhin 0,15 g/m² 1-Phenyl-4,4'-dimethyl-3- pyrazolidinon und 0,25 g/m² Hydrochinon. Das Gelatine- Verhältnis auf der beschichteten Basisschicht ist 3 g/m².
  • Die Schicht die in nächster Nähe des Trägers des Rückschichtpakets liegt, enthält 0,3 g/m² Gelatine und 0,5 g/m² des Antistatikmittels Co(tetraallyloxyethan/methacrylat/acrylsäure-K-salz)-Polymer. Die zweite Rückschicht enthält 4 g/m² Gelatine, 0,15 g/m² eines Mattierungsmittels das gemäß EP 0080225 transparante sphärische Polymerperlen mit einem Durschnittsdiameter von 3 µm enthält, 0,05 g/m² des Härtungsmittels Triacrylformal und 0,021 g/m² des Netzmittels F&sub1;&sub5;C&sub7;-COONH&sub4;.
  • Das so erhaltene Element wird getrocknet und 5 Tage lang einer Temperatur von 40ºC unterzogen. Danach überzieht man die Emulsionsschicht mit einer Schicht, die PdS als physikalischen Entwicklungskeim, Hydrochinon in einem Verhältnis von 0,4 g/m&sub2; und Formaldehyd in einem Verhältnis von 100 mg/m² enthält.
  • Die nachstehenden Behandlungslösungen werden hergestellt :
  • Übertragungsentwickler A
  • Natriumhydroxid (g) 30
  • Anh. von Natriumsulfit (g) 33
  • Kaliumthiocyanat (g) 20
  • 2-Mercapto-5-n.heptyl-oxa-3,4-diazol (mg) 150
  • Wasser bis zum Auffüllen auf 1 Liter
  • Übertragungsentwickler B
  • Natriumhydroxid (g) 30
  • Anh. von Natriumsulfit (g) 35
  • Verbindung 3 der Tabelle 1 (g) 1,1
  • 2-Aminoethylaminoethanol (ml) 30 2-Mercapto-5-n.heptyl-oxa-3,4-diazol (mg) 150
  • EDTA (g) 1
  • Wasser bis zum Auffüllen auf 1 Liter
  • EDTA = Ethylendiamintetra-essigsäure-tetranatrium-Salz
  • Übertragungsentwickler C
  • Dieser Entwickler ist derselbe wie der Entwickler A mit dem Unterschied, daß 3,9 g/l der Verbindung 1 der Tabelle 1 hinzugegeben wird und die Menge 2-Mercapto-5-n.heptyl-oxa-3,4- diazol zu 400 mg/l erhöht wird.
  • Übertragungsentwickler D
  • Dieser Entwickler ist derselbe wie der Entwickler C mit dem Unterschied, daß 30 ml/l 2-Aminoethylaminoethanol hinzugegeben werden.
  • Neutralisierlösung
  • Zitronensäure 10 g
  • Natriumzitrat 35 g
  • Anh. von Natriumsulfit 5g
  • Phenol 50 mg
  • Wasser bis zum Auffüllen auf 1 l
  • 4 gemäß dem obenbeschriebenen Verfahren hergestellte bilderzeugende Elemente werden mittels einer Kamera bildmäßig belichtet und danach mittels einer der Ausführungsform der Abbildung 1 entsprechenden Entwicklungseinheit entwickelt. Der Entwicklungstank wird mit einem der 4 obenbeschriebenen Übertragungsentwickler gefüllt und auf 31ºC gehalten. Danach werden die Platten mit der obenbeschriebenen Neutralisierflüssigkeit neutralisiert. Die Eintauchzeiten der bilderzeugenden Elemente in den Übertragungsentwicklern ist 3 s oder 9 s (siehe nachstehende Tabelle).
  • Jede der 4 erhaltenen Druckplatten wird dann auf eine Offsetpresse (AB Dick 9850) montiert und zum Drucken benutzt. Die benutzte Farbe ist AB Dick 3-1020 und die benutzte Feuchtlösung ist 5% des von Agfa-Gevaert NV vertriebenen G671c und 10% Isopropanol.
  • Die Druckergebnisse der Platten werden bei der 25. Kopie evaluiert und sind in der nachstehenden Tabelle aufgelistet. Übertragungsentwickler Eintauchzeit Qualität der 25. Kopie sehr schlimm sehr gut schlimm

Claims (6)

1. Ein Herstellungsverfahren für eine lithographische Druckplatte nach dem Silberkomplexdiffusionsübertragungsverfahren unter Verwendung eines fotografischen Materials, das auf einem Träger der angegeben Reihe nach eine Silberhalogenidemulsionsschicht und eine physikalische Entwicklungskeime enthaltende Schicht umfaßt, das die folgende Schritte umfaßt :
- das bildgemäße Belichten des fotografischen Materials, und
- das Entwickeln eines so erhaltenen bildgemäß belichteten fotografischen Materials, indem es durch eine in einem Entwicklungstank aufbewahrte alkalische Behandlungsflüssigkeit geführt wird, wobei der Entwicklungstank ein Streichsystem enthält, mit dem an der Einführseite des bildgemäß belichteten fotografischen Materials frische alkalische Behandlungsflüssigkeit zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die alkalische Behandlungsflüssigkeit ein Alkanolamin und eine mesoionische Verbindung enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Streichsystem eine Zufuhrwalze 98 und einen zeitweiligen Behälter 100, der der Zufuhrwalze 98 frischen Entwickler zuführt, umfaßt.
3. Ein Herstellungsverfahren für eine lithographische Druckplatte nach dem Silberkomplexdiffusionsübertragungsverfahren unter Verwendung eines fotografischen Materials, das auf einem Träger der angegeben Reihe nach eine Silberhalogenidemulsionsschicht und eine physikalische Entwicklungskeime enthaltende Schicht umfaßt, das die folgende Schritte umfaßt :
- das bildgemäße Belichten des fotografischen Materials, und
- das Entwickeln eines so erhaltenen bildgemäß belichteten fotografischen Materials, indem es innerhalb 15 s oder minder durch eine in einem Entwicklungstank aufbewahrte alkalische Behandlungsflüssigkeit geführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die alkalische Behandlungsflüssigkeit ein Alkanolamin und eine mesoionische Verbindung enthält.
4. Verfahren nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mesoionische Verbindung ein Triazoliumthiolat ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Triazoliumthiolat der nachstenden Formel entspricht :
in der bedeuten
R&sup7; und R&sup8; voneinander unabhängig je eine substituierte oder unsubstituierte Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Arylgruppe oder heterocyclische Gruppe, A eine substituierte oder unsubstituierte Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Arylgruppe, heterocyclische Gruppe oder -NR&sup9;R¹&sup0;, in der R&sup9; und R¹&sup0; voneinander unabhängig je Wasserstoff, eine Alkyl- oder Arylgruppe bedeuten, oder R&sup7; und R&sup8; oder R&sup8; und A oder R&sup9; und R¹&sup0; die zur Bildung eines fünf oder sechsgliedrigen Ringes erforderlichen Atome bedeuten.
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das bildmäßig belichtete fotografische Material innerhalb 10 s oder minder durch die alkalische Behandlungsflüssigkeit geführt wird.
DE1993600081 1993-06-09 1993-06-09 Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte unter Verwendung des Silbersalz-Diffusion-Übertragungsverfahrens. Expired - Fee Related DE69300081T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
EP19930201648 EP0628877B1 (de) 1993-06-09 1993-06-09 Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte unter Verwendung des Silbersalz-Diffusion-Übertragungsverfahrens

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69300081D1 DE69300081D1 (de) 1995-04-13
DE69300081T2 true DE69300081T2 (de) 1995-08-10

Family

ID=8213882

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1993600081 Expired - Fee Related DE69300081T2 (de) 1993-06-09 1993-06-09 Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte unter Verwendung des Silbersalz-Diffusion-Übertragungsverfahrens.

Country Status (3)

Country Link
EP (1) EP0628877B1 (de)
JP (1) JPH0713334A (de)
DE (1) DE69300081T2 (de)

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0723203B1 (de) * 1994-12-28 1998-06-24 Agfa-Gevaert N.V. Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckplatte
EP0735427B1 (de) * 1995-03-27 1999-06-16 Agfa-Gevaert N.V. Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckplatte nach dem Silbersalz-Diffusionübertragungsverfahren
EP0779555B1 (de) * 1995-12-11 2001-10-17 Agfa-Gevaert N.V. Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckform nach dem Verfahren der Silbersalz-Diffusionsübertragung
DE69609304T2 (de) * 1996-03-09 2001-01-25 Agfa-Gevaert N.V., Mortsel Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte nach dem Silbersalz-Diffusionübertragungsverfahren
FR2747806B1 (fr) * 1996-04-19 1998-07-03 Kodak Pathe Nouveau procede de developpement d'un produit photographique a developpateur incorpore
JPH10282675A (ja) * 1997-04-08 1998-10-23 Mitsubishi Paper Mills Ltd 平版印刷版

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4003910A (en) * 1975-08-18 1977-01-18 Polaroid Corporation Meso-ionic se- and s-containing tetrazoles
EP0410500B1 (de) * 1989-07-25 1995-10-25 Agfa-Gevaert N.V. Nach dem DTR-Verfahren hergestellte lithographische Aluminium-Offset-Druckform
DE69129095T2 (de) * 1990-10-23 1998-10-15 Dainippon Screen Mfg Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von fotoempfindlichen Materialien
JPH0594019A (ja) * 1991-10-02 1993-04-16 Fuji Photo Film Co Ltd 平版印刷版の製版方法およびこれに用いる拡散転写処理液

Also Published As

Publication number Publication date
DE69300081D1 (de) 1995-04-13
EP0628877B1 (de) 1995-03-08
EP0628877A1 (de) 1994-12-14
JPH0713334A (ja) 1995-01-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69300081T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte unter Verwendung des Silbersalz-Diffusion-Übertragungsverfahrens.
DE69300166T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte unter Verwendung des Silbersalz-Diffusion-Übertragungsverfahrens.
DE69327522T2 (de) Aufzeichnungsmaterial und Verfahren zur Herstellung lithographischer Druckplatten unter Verwendung des Silbersalz-Diffusion-Übertragungsverfahrens
DE69204266T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckplatte unter Verwendung des Silbersalz-Diffusionübertragungsverfahrens.
DE69300565T2 (de) Lithographische Druckform nach dem Verfahren der Silbersalz-Diffusionübertragung.
DE69400690T2 (de) Bildelement und Verfahren zur Herstellung lithographischer Druckplatten nach dem Silbersalz-Diffusionübertragungsverfahren
EP0658809B1 (de) Eine abgedichtete Packung mit bebilderbaren Elementen zur Herstellung von lithographischen Druckplatten durch das Silbersalz-diffusionübertragungsverfahren
US5445914A (en) Method for making a lithographic offset plate by the silver salt diffusion transfer process
DE69206618T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckform nach dem Verfahren der Silbersalz-Diffusionübertragung.
DE69300204T2 (de) Lithographische Druckform nach dem Silbersalz-Diffusionübertragungsverfahren.
DE69400691T2 (de) Verfahren zur Herstellung lithographischen Druckplatten nach dem Silbersalz-Diffusionübertragungsverfahren
DE69508387T2 (de) Feuchtwasserkonzentrat mit verbesserter Lagerfähigkeit für den Lithodruck mit nach dem Silberdiffusiontransferverfahren hergestellten Druckplatten
EP0637777A1 (de) Bildelement und Verfahren zur Herstellung lithographischer Druckplatten nach dem Silbersalz-Diffusionübertragungsverfahren
DE69204652T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckplatte mit dem Silbersalzübertragungsverfahren.
DE69302376T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte unter Verwendung des Silbersalz-Diffusion-Übertragungsverfahrens
DE69400701T2 (de) Verfahren zur Herstellung lithographischer Druckformen nach dem Verfahren der Silbersalz-Diffusionsübertragung
DE69402795T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckplatte
DE69202947T2 (de) Flachdruckplatte vom Silbersalzdiffusionübertragungstyp.
DE69502993T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckplatte
DE69510323T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer lithographischen Druckplatte nach dem Silbersalz-Diffusionübertragungsverfahren
DE69317783T2 (de) Bildelement zur Herstellung einer lithographischen Druckplatte durch das Silbersalzdiffusion-Übertragungsverfahren
DE69519793T2 (de) Bildelement zur Herstellung einer lithographischen Druckplatte
DE69405398T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte unter Verwendung des Silbersalz-Diffusions-Übertragungsverfahrens
EP0658808B1 (de) Bildelement und Verfahren zur Herstellung lithographischen Druckplatten durch das Silbersalz-Diffusionübertragungsverfahren
DE69602228T2 (de) Verbesserung der Lagerfähigkeit von einem Bildelement zur Herstellung einer Druckplatte nach dem Silbersalz-Diffusionsübertragungsverfahren

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8320 Willingness to grant licences declared (paragraph 23)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee