DE69306807T2 - Abzweigverbindung - Google Patents

Abzweigverbindung

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    • F16L41/00Branching pipes; Joining pipes to walls
    • F16L41/08Joining pipes to walls or pipes, the joined pipe axis being perpendicular to the plane of a wall or to the axis of another pipe
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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein Anschlußstück und ein Verfahren zur Herstellung einer Abzweigverbindung und insbesondere auf ein Anschlußstück und ein Verfahren zum Einbau einer Abzweigverbindung in ein Fluid-Verteilrohr.
  • Gas-Verteilrohre bestehen normalerweise aus einem Gußeisengasrohr, das im Erdboden verlegt ist. Um einen Kunden mittels einer Anschlußleitung an die Hauptleitung anzuschließen, mußte bisher eine T-Verbindung hergestellt werden, bei der ein mit einem äußeren Gewinde versehenes metallisches T-Stück in eine mit einem Schraubengewinde versehene und in der Wandung der Hauptgasleitung geformete Bohrung eingesetzt wird. Das T-Stück weist eine ringförmige und mit einem Schraubengewinde versehene Bohrung auf, die mit einer Deckelkappe und einem Gewindepfropfen versehen ist, der nach Entfernung der Deckelkappe zugänglich ist. Ein Nebenrohr zum Anschluß an die Anschlußleitung des Kunden ist an einer Stelle zwischen seinen Enden an der Bohrung angeschlossen.
  • Das Auswechseln eines T-Stücks ist ein schwieriges und kostenintensives Vorhaben. Zunächst muß ein Loch in den Erdboden gegraben und das T-Stück und Gas-Fluid-Verteilrohr müssen freigelegt werden. Dann wird die Kappe des T- Stückes entfernt und der Pfropfen wird heruntergedreht bis er unterhalb der Ebene der Nebenleitung ist. Die Anschlußleitungsverbindung zu dem Verbraucher wird dann abgesägt. Anschließend wird eine Glocke, die zwei mittels eines Absperrschiebers verbundene Abteilungen aufweist, über das T-Stück gesetzt und in gasdichterweise mit um die Hauptleitung herumlaufenden Ketten gesichert. Bei geöffnetem Absperrschieber wird das T-Stück abgeschraubt und in die Hauptkammer der Glocke gehoben. Danach wird der Absperrschieber geschlossen und die Hauptkammer der Glocke evakuiert, so daß das T-Stück entfernt werden kann. Ein neues T-Stück, daß aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein kann, daß aber wenigstens die Möglichkeit eines Anschlusses zu einem aus Kunststoff hergestellten Verbraucheranschlußrohr bietet, wird dann in die Glocke eingesetzt. Bei dem neuen T-Stück ist der Pfropfen heruntergedreht, so daß, wenn der Absperrschieber geöffnet ist und das T-Stück in das Fluid- Verteilrohr eingeschraubt ist, der Pfropfen das Gas wirksam vor dem Entweichen hindert. Schließlich wird die Verbraucheranschlußleitung an das Nebenrohr angeschlossen, der Druck im System geprüft und dann der Pfropfen heraufgedreht, damit Gas durch die Verbraucheranschlußleitung fließen kann. Die Deckelkappe wird dann wieder auf das T-Stück aufgesetzt um damit dessen Gasdichtheit zu gewährleisten.
  • Aus dem vorstehenden kann entnommen werden, daß dieser Auswechsel- Vorgang schwierig und zeitaufwendig ist. Außerdem ist das gußgespritzte T- Stück ein teueres Teil.
  • In der GB 2,151,737 wird ein Anschlußteil zur Herstellung einer Verbindung zwischen einer Druckluftleitung und einer daran anzuschließenden Leitung beschrieben, daß eine Anschlußbüchse umfaßt, hergestellt aus elastischem Material, und die in einem Durchlaß in der Wand der Hauptleitung eingesetzt ist. Die Anschlußbüchse umfaßt elastische Lippen die aufeinanderliegen und den Durchlaß abschließen und, wenn eine Druckluftleitung in eine Öffnung in der Anschlußbüchse eingesetzt wird, werden die elastischen Lippen auswärts gespreitzt, um so der Luft zu gestatten in die Leitung hineinzufließen.
  • In der GB 1,363,471 wird ein Eisenband und eine Dichtungsanordnung zum Einbringen in eine Fluid-Pipline beschrieben, in welcher ein Loch geformt ist und in welches das Eisenband und die Dichtung hineingepreßt werden. Die Dichtung ist topf-förmig ausgebildet und aus einem elastischen verformbaren Material hergestellt. Von dem Eisenband gegen den Boden der Dichtung ausgeübter Druck veranlaßt sie zu brechen, wodurch Fluid in den Eisenband eindringen kann.
  • In der WO 83/02990 wird eine Rohrgewindeschneidevorrichtung beschrieben, umfassend einen Befestigungsteil mit einem vorstehenden Auslaßgehäuse und einer abnehmbaren Anschlußvorrichtung, abgestützt durch das Befestigungsteil in dichtender Verbindung mit dem Rohr. Dichtung wird erreicht durch eine Dichtungsvorrichtung, die eine Mehrzahl flexibler Abschnittslamellen umfaßt, die in ihrer geschlossenen Position dicht gegeneinander anliegen und so eine Dichtung formen, die jedoch voneinander getrennt werden können, um einen Bohrer oder einem ähnlichen Werkzeug zu ermzöglichen, durch sie hindurch zu dringen, um eine Öffnung in die Rohrleitung zu bohren.
  • In der FR-A 701 957 wird eine T-Verbindung offenbart, die eine innere Bohrung aufweist, die mit einer Deckel-Kappe und Blockiermitteln versehen ist, die unterhalb der Ebene einer Nebenanschlußleitung angeordnet ist, wobei die Blockiermittel entfernt oder weggeschnitten werden können durch Mittel, die durch die innere Bohrung nach Entfernen der Deckel-Kappe eingebracht werden konnten.
  • Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein neuartiges Anschlußstück und Verfahren zum Anschließen oder Auswechseln einer Abzweigverbindung in einem Fluid-Verteilrohr vorzuschlagen, der weniger, preiswertere und zuverlässigerere Komponeten und weniger Verfahrensschritte erfordert.
  • Unter einem ersten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Anschlußstück zum Anschließen oder Auswechseln einer Abzweigverbindung in einem Fluid- Verteilrohr zur Verfügung, das dazu vorbereitet ist, in einem Loch in einer Wand eines Fluid-Verteilrohres eingesetzt zu werden, wobei das Anschlußstück folgende Teile umfaßt:
  • einen festen Körper mit einer inneren Öffnung, die innere Öffnung ist zur Aufnahme einer Anschlußleitung ausgebildet und weist eine innere ringförmige Dichtung auf, die so ausgebildet ist, daß sie eine gasdichte Dichtung mit der Anschlußleitung bildet, und ein Sperrmittel, das so angeordnet ist, daß es die innere Öffnung verschließt, wobei das Sperrmittel von der Anschlußleitung entfernbar ist, so daß die innere Öffnung geöffnet wird, der feste Körper weist einen Abschnitt mit einem Außengewinde und eine äußere ringförmige Dichtung auf, die so ausgebildet ist, daß sie eine gasdichte Dichtung mit der Wand des Fluid-Verteilrohres bildet.
  • Unter einem anderen Aspekt stellt die Erfindung ein Verfahren zum Anschließen oder Auswechseln einer Abzweigverbindung in einem Fluid-Verteilrohr zur Verfügung, das umfaßt:
  • Einsetzen eines Anschlußstückes in ein Loch in einer Wand des Verteilrohres, wobei das Anschlußstück einen festen Körper mit einer darin vorgesehenen inneren Öffnung umfaßt, die innere Öffnung mit einem entfernbaren Sperrmittel versehen ist, und Einsetzen einer Anschlußleitung in die innere Öffnung des Anschlußstückes, so daß das Sperrmittel entfernt und die innere Öffnung des Anschlußstückes geöffnet wird.
  • Damit die Anschlußleitung mit dem Fluid-Verteilrohr in gasdichterweise verbunden ist, sind gewöhnlicherweise zwischen dem Fluid-Verteilrohr und dem Anschlußstück einerseits sowie zwischen dem Anschlußstück und dem Anschlußrohr andererseits Dichtungen vorgesehen, so daß die Anschlußleitung, wenn sie in das Anschlußstück eingesetzt wird, mit dem Fluid-Verteilrohr in gasdichterweise verbunden ist.
  • Das Anschlußstück weist einen äußeren, mit einem Gewinde versehenen Abschnitt auf, der mit einem ein Gewinde aufweisendes Loch in dem Fluid- Verteilrohr zusammenwirkt. Eine äußere ringförmige Dichtung ist ebenfalls an dem Anschlußstück vorgesehen, die beispielsweise einen O-Ring umfassen kann, der in einer in einem ringförmigen Flansch vorgesehener Nut sitzt.
  • Die innere Öffnung des Anschlußstücks muß nicht mit einem Gewinde versehen sein, wodurch Herstellungskosten gespart werden können, ist jedoch mit einer inneren ringförmigen Dichtung versehen, um die Öffnung gegen die äußere Wand der Anschlußleitung abzudichten. Die innere ringförmige Dichtung kann beispielsweise ringförmige Gas-Dichtungen und axial belastete Ringe umfassen.
  • Die entfernbaren Sperrmittel umfassen gewöhnlicherweise eine starre Platte oder Membrane, die die innere Öffnung des Anschlußstückes vollständig abschließen und zwar in einer solchen Weise, das Gas oder Luft in keiner Richtung hindurchfließen kann. Die entfernbaren Sperrmittel können beispielsweise eine zerbrechbare oder zerreißbare Platte oder Membrane umfassen, bestehen aber vorzugsweise aus einem Auswerfstopfen, der beispielsweise an dem zum Fluid- Verteilrohr gerichteten Ende der inneren Öffnung des Anschlußstücks positioniert ist und in einer am Ende der inneren Bohrung vorgesehenen Nut gelagert sein kann.
  • Mit einer Anschlußleitung ist in dieser Beschreibung eine Leitung gemeint, die von dem Fluid-Verteilrohr zu anderen Grundstücken führt, gewöhnlicherweise zu Abnehmern oder eine Gruppe von Abnehmern. Die Anschlußleitung kann selbstverständlich von jeder Länge sein und Abzweiger und Verbindungen über ihre Länge aufweisen. An ihrem Ende benachbart zu dem Anschlußstück kann die Anschlußleitung ein gerades Rohr sein, vorzugsweise ist sie aber ein Knie und besonders vorzugsweise ein 90º Knie. Die Anschlußleitung kann beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sein, beispielsweise Polyethylen oder Olefinpolymer oder Copolymer.
  • Die Anschlußleitung kann im wesentlichen unbearbeitet, d.h., die Leitung und das Ende der Leitung können glattwandig und ohne Vorsprünge oder sonstiges Relief sein. Jedoch können unter bestimmten Umständen zahlreiche Modifikationen an der Anschlußleitung und dem Ende der Leitung wünschenswert sein. Bei manchen Ausführungsformen ist z.B. die Wand der Anschlußleitung, die in das Anschlußstück einsteckbar ist, vorzugsweise mit einem inneren metallischen Einsatz verstärkt. Der Einsatz kann in seinem Querschnitt rohrförmig sein und eine Länge zwischen 2 und 4 cm aufweisen. In einer bevorzugten Ausbildungsform ist das verstärkte Ende der Anschlußleitung so konfiguriert, daß es den Einsatz dicht umgibt und an diesem anliegt.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform, anstelle oder in Ergänzung zu der inneren ringförmigen Dichtung der Öffnung des Anschlußstückes, kann die Anschlußleitung mit äußeren umlaufenden Vorsprüngen oder Einbuchtungen versehen sein, die selbst eine Dichtung bilden oder mit der inneren ringförmigen Dichtung zusammenwirken zur Verbesserung der Gasdichtheit der Verbindung.
  • Der Vorgang des Hineinstossens der Anschlußleitung in die ringförmige Öffnung ist normalerweise ausreichend um die Sperrmittel zu entfernen, jedoch falls gewünscht können die Leitung oder der metallische Einsatz mit gezahnten oder durchbrochenen Schenkeln oder Zähnen versehen sein um Öffnungen oder Leckstrecken vorzusehen, durch welche Gas hindurchziehen kann, um den Gasdruck auf beiden Seiten der entfernbaren Sperrmittel auszugleichen und um die Möglichkeit zu vermeiden, daß die Sperrmittel von unterschiedlichen Gasdrücken am Ende der Anschlußleitung zurückgehalten werden. Bei bestimmten Ausführungsformen können die Schenkel oder Zähne auch dazu verwendet werden, durch die entfernbaren Sperrmittel hindurch zu schneiden.
  • Der feste Körper des Anschlußstücks kann gespritzt oder gegossen sein, wie gewünscht. Vorzugsweise ist der Körper des Anschlußstückes aus einem Kunststoffmaterial geformt, beispielsweise aus Delrin (Warenzeichen), und ist im Spritzgußverfahren hergestellt.
  • In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung ist das Anschlußstück mit einem Sicherungsmittel ausgestattet, das, wenn es eingebaut ist, die Anschlußleitung in Position relativ zum Anschlußstück hält oder als Haltemittel wirkt, um zu verhindern, daß die Anschlußleitung weiter in die ringförmige Öffnung gestoßen oder getrieben wird. Beispielsweise kann das Sicherungsmittel die Anschlußleitung, bevor sie an dem Fluid-Verteilrohr angeschlossen wird, davor bewahren, vorzeitig und soweit in die ringförmige Öffnung hineingestoßen oder getrieben zu werden, daß das Sperrmittel entfernt wird. Das Sicherungsmittel kann beispielsweise einen C-förmigen Kragen umfassen, der um die Anschlußleitung gelegt werden kann und dabei beispielsweise mit auf der Anschlußleitung vorgesehenen ringförmigen Bund, einem Anschlag, einem Absatz, einem Rand oder einem Kragen zusammenwirkt und das es dabei auf einem Rand oder einem anderen Teil des Körpers des Anschlußstückes ruht und auf diese Weise die Anschlußleitung daran hindert, weiterhin in das Anschlußstück hineingestoßen oder getrieben zu werden. Nach einem bevorzugten Verfahren der Erfindung wird das Sicherungsmittel entfernt, damit die Anschlußleitung in das Anschlußstück hineingestoßen oder getrieben werden kann, um so die Sperrmittel zu entfernen, worauf hin dann die Leitung ausreichend weit zurückgezogen wird, damit das Sicherungsmittel wieder eingesetzt werden kann. Auf diese Weise verhindert das Sicherungsmittel, daß sich die Anschlußleitung zufällig im Gebrauchszustand bewegt, wodurch die innere ringförmige Dichtung entfernt werden könnte.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird durchgeführt unter Verwendung eines Anschlußstückes wie hier vorstehend beschrieben.
  • Beispiele eines Anschlußstückes und ein Verfahren nach der Erfindung werden anschließend beschrieben mit Bezug auf und wie in den begleitenden Zeichnungen dargestellt, in denen:
  • Figur 1 zeigt ein erstes Anschlußstück nach der Erfindung sowie eine Knie- Anschlußleitung in seitlicher Schnittdarstellung;
  • Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf das Anschlußstück gemäß Figur 1;
  • Figur 3 zeigt eine Anschlußleitung zur Verwendung im Rahmen der Erfindung;
  • Figur 4 zeigt in seitlicher Schnittdarstellung ein vormontiertes zweites Anschlußstück und Knie-Anschlußleitung gemäß der Erfindung; und
  • Figur 5 zeigt eine Draufsicht auf den Sicherungsclip gemäß Figur 4.
  • Bezugnehmend auf die Figuren 1 bis 3 der Zeichnungen, umfaßt das Anschlußstück, allgemein bezeichnet mit (1), ein festes Körperteil (2), das eine ringförmige innere Öffnung (3) aufweist. Der Körper weist einen oberen äußeren polygonalen Abschnitt und einen unteren äußeren Schraubabschnitt (4) auf, der dazu geeignet ist, mit einem ein inneres Gewinde aufweisenden Loch in einem Fluid-Verteilrohr zusammemzuwirken. Äußere ringförmige Dichtungsmittel (5), angeordnet zwischen dem oberen polygonalen Abschnitt und dem unteren mit einem Gewinde versehenen Abschnitt, umfassen einen ringförmigen Flansch (6) mit einer Stirnseite (7), in welcher eine Nut (8) vorgesehen ist. Innerhalb der Nut ist ein O-Ring aus elastischem polymerischen Material angeordnet.
  • Die innere Öffnung (3) des Anschlußstückes ist mit einem Auswerfstopfen (10) versehen, der in einer Ausnehmung (11) in dem zum Fluid-Verteilrohr gelegenen Ende der inneren Öffnung (3) gelegen ist. Weitere ringförmige Ausnehmungen (12, 13) in dem oberen Teil der inneren Öffnung (3) nehmen Paare von Gasdichtungen beziehungsweise axial belastete Ringe (14, 15) auf.
  • Die Anschlußleitung (16), geformt aus einem geeigneten und eine hohe Dichtigkeit aufweisenden Polyethylen, weist ein Knie (17) und einen verstärkten Abschnitt (18) auf. Der Abschnitt (18) ist durch einen rohrförmigen metallischen Einsatz (19) verstärkt.
  • Beim Einbau oder Austausch der Abzweigverbindung wird das alte T-Stück abgeschraubt und durch die Glocke entfernt, wie oben beschrieben, oder ein neues mit einem Gewinde versehenes Loch wird in das Fluid-Verteilrohr gebohrt, je nach Eignung. Das Anschlußstück (1) wird dann in die Glocke eingebracht und in seine Position eingeschraubt bis der O-Ring (9) fest gegen die Wand des Fluid- Verteilrohrs gedrückt ist. Die Glocke wird dann entfernt und das Anschlußstück bleibt dann gasdicht zurück, da die innere Öffnung (3) durch den Auswerfstopfen (10) abgedichtet ist. Nach Druckprüfung des Systems des Verbrauchers wird der verstärkte Abschnitt (18) der Anschlußleitung (16) in die ringförmige Öffnung (3) eingesetzt und soweit nach unten gestoßen, bis es den Auswerfstopfen (10) berührt. Die Platte (10) wird durch das Hinuntergleiten des Endes der Anschlußleitung entfernt und fällt in das Fluid-Verteilrohr, wodurch Gas zu dem angeschlossenen Verbraucher fließen kann. Unter bestimmten Umständen kann von der Verwendung einer Glocke abgesehen werden und das Loch in dem Fluid- Verteilrohr kann mit der Hand unter Verwendung eines Lappens zugestopft werden, während die Umstellung des Anschlußstücks für das Abzweigstück durchgeführt wird.
  • Bei einer alternativen Ausführungsform kann der verstärkende metallische Einsatz (19) verlängert werden, wie bei (20) gezeigt, und mit gezahnten oder durchbrochenen Schenkeln oder Zähnen (21) versehen werden, um einen Gasweg hinter dem Auswerfstopfen zu schaffen oder den Auswerfstopfen (10) zu durchstechen oder aufzutrennen.
  • In einer weiteren alternativen Ausführungsform, wie in Figur 3 gezeigt, kann der verstärkte Abschnitt (18) der Anschlußleitung (16) mit ringförmigen Nasen (22), die die innere Öffnung des Anschlußstückes abdichten, oder aber auch mit ringförmigen Vertiefungen (23), die mit den Gasdichtungen und den axial belasteten Ringen (15) zusammenwirken, damit die Leitung fest in der inneren Öffnung (3) sitzt.
  • In den Figuren 4 und 5 der Zeichnungen ist eine weitere Ausführungsform des Anschlußstückes gezeigt, allgemein mit (30) bezeichnet, daß einen festen Körperabschnitt (31) mit einer inneren ringförmigen Öffnung (32) umfaßt. Der Körper weist einen oberen äußeren polygonalen Abschnitt (33) und einen unteren äußeren mit einem Schraubgewinde versehenen Abschnitt (34) auf, der zum Zusammenwirken mit einem Innengewinde eines Loches in einem Fluid- Verteilrohr vorbereitet ist. Ein äußeres ringförmiges Dichtungsmittel (35), angeordnet zwischen dem oberen polygonalen Abschnitt (33) und dem unteren mit einem Gewinde versehenen Abschnitt (34), umfaßt einen ringförmigen Flansch (36), der eine ringförmige Nut (37) aufweist, in der ein O-Ring (38) von im wesentlichen rechteckigen Querschnitt eingesetzt ist und der aus elastischem polymerischen Material hergestellt ist.
  • Die innere Öffnung (32) des Anschlußstückes ist mit einem Auswerfstopfen (39) versehen, der in die Öffnung (32) eingesetzt ist. Ein zweiter O-Ring (40) ist in einem ringförmigen Einschnitt in der inneren Öffnung (32) benachbart zu einer Schulter (41) eingesetzt.
  • Die Anschlußleitung (42), geformt aus einem eine geeignete Dichtigkeit aufweisenden Polyethylen, umfaßt ein Knie (43) und einen verstärkten Endabschnitt (44). Der Endabschnitt ist durch einen rohrförmigen metallischen Einsatz (45) verstärkt und weist eine Schulter (46) auf, die mit der Schulter (41) in der inneren Öffnung und dem O-Ring (40) zusammenwirkt, um eine gasdichte Dichtung zu bilden.
  • Ein Sicherheitsclip (47) weist im wesentlichen C-förmige Backen (48) auf, die so um die Anschlußleitung (42) herum angeordnet sind, daß der Clip zwischen einer ringförmigen Schulter (49) an der Anschlußleitung und dem Rand (50) des Anschlußstücks (31) anliegt.
  • Die Anschlußleitung (42) ist in dem Anschlußstück (31) drehbar angeordnet, so daß der Auslaß des Knies frei in jede gewünschte Position gedreht werden kann. Dadurch kann das Anschlußstück so an der Hauptleitung festgeschraubt werden, daß eine dichte Verbindung geschaffen wird, ohne das die Notwendigkeit besteht, die gesamte Vorrichtung in der Schraub-Bohrung zu drehen, um den Auslaß der Anschlußleitung in die richtige Position zu bringen.
  • Zum Einbau oder Austausch der Abzweigverbindung wird das alte Abzweigstück entfernt oder ein neues ein Gewinde aufweisendes Loch wird in das Fluid- Verteilrohr gebohrt, wie vorstehend beschrieben. Das Anschlußstück wird dann in die Bohrung der Hauptleitung eingeschraubt und die Anschlußleitung zum Verbraucher angeschlossen. Die gesamte Verbraucheranschlußleitung wird dann druckgetestet gegen den Auswerfstopfen. Der Auswerfstopfen (39) ist in der Öffnung (32) elastisch eingeklemmt oder auf andere Weise durch Rückhaltemittel gehalten, die ausreichen, den Stopfen bei einem Drucktest der Anschlußleitung (42) festzuhalten, jedoch nur so stark, daß die Platte entfernt werden kann durch Anwendung eines dazu geeigneten Druckes auf den oberen Teil des Knies (43).
  • Um Gas von dem Fluid-Verteilrohr in die Verbraucheranschlußleitung einzuleiten, muß zunächst der Sicherheitsclip entfernt und die Anschlußleitung heruntergedrückt werden, um dem Auswerfstopfen in die Hauptleitung hinein zu befördern, so daß dann Gas in die Verbraucherleitung einfließen kann. Um einen guten Sitz für die von dem O-Ring (14) gebildete ringförmige Dichtung zu schaffen, wird die Anschlußleitung danach zurückgezogen, bis die Schultern (41, 46) in unmittelbare Nähe zueinanderkommen und dann wird der Clip wieder eingesetzt, um die Anschlußleitung in der Position zu halten.
  • Obwohl die Erfindung mit Bezug auf den Anschluß einer Anschlußleitung an ein Gas-Verteilrohr beschrieben wurde, ist sie nicht darauf beschränkt und es ist offensichtlich, daß die Erfindung auch bei anderen Rohranschlüssen Anwendung finden kann und insbesondere bei dem Anschluß von solchen Rohren, die Wasser, Abwässer oder andere Flüssigkeiten führen.

Claims (13)

1. Anschlußstück (1) (30) zum Anschließen oder Auswechseln einer Abzweigverbindung in einem Fluid-Verteilrohr und das so ausgebildet ist, daß es in einem Loch in der Wand des Fluid-Verteilrohrs aufgenommen werden kann, umfassend:
einen festen Körper (2) (31) mit einer inneren Öffnung (3) (32),
die innere Öffnung ist zur Aufnahme einer Anschlußleitung (16) (42) ausgebildet und weist eine innere ringförmige Dichtung (14) (15) (40) auf, die so ausgebildet ist, daß sie eine gasdichte Dichtung mit der Anschlußleitung bildet, und
ein Sperrmittel (10) (39), das so angeordnet ist, daß es die innere Öffnung (3) (32) verschließt, wobei das Sperrmittel so in der inneren Öffnung angeordnet ist, daß es bei weiterer Bewegung der Anschlußleitung nach innen entfernt wird, um die innere Öffnung zu öffnen,
der feste Körper weist einen Abschnitt (4) (34) mit einem Außengewinde und eine äußere ringförmige Dichtung (5) (35) auf, die so ausgebildet ist, daß sie eine gasdichte Dichtung mit der Wand des Fluid-Verteilrohrs bildet.
2. Anschlußstück nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eines oder mehrere der nachstehenden Merkmale:
(i) die innere ringförmige Dichtung umfaßt ringförmige Gas-Dichtungen (14) und axial belastete Ringe (15);
(ii) die äußere ringförmige Dichtung umfaßt einen O-Ring (9) (38), der in einer Nut (8) (37) in einem ringförmigen Flansch (6) sitzt;
(iii) das entfernbare Sperrmittel umfaßt eine steife Wand oder Membrane (10) (39) die die innere Bohrung des Anschlußstückes in einer solchen Weise verschließt, daß Gas oder Luft in keiner Richtung entweichen kann; oder
(iv) das entfernbare Sperrmittel umfaßt einen Auswerfstopfen (10) (39).
3. Anschlußstück nach Anspruch 2, in welchem der Auswerfstopfen in einer Nut (11) sitzt, die an dem dem Verteilrohr zugewandten Ende des Anschlußstückes vorgesehen ist.
4. Anschlußstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das mit einem Sicherungsmittel (47) versehen ist, das, wenn es eingebaut ist, die Anschlußleitung in Position relativ zum Anschlußstück hält oder als Haltemittel wirkt um zu verhindern, daß die Anschlußleitung weiter in die ringförmige Öffnung gestoßen oder getrieben wird.
5. Anschlußstück nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eines oder mehrere der folgenden Merkmale:
(i) das Sicherungsmittel, wenn eingebaut, bewahrt die Anschlußleitung davor soweit in die ringförmige Öffnung hinein gestoßen oder getrieben zu werden, daß es das Sperrmittel entfernt; oder
(ii) das Sicherungsmittel weist einen Kragen auf, der um die Anschlußleitung gelegt werden kann in der Weise, daß es an einer Wulst oder einem anderen Teil (49) (50) des Körpers des Anschlußstückes zur Anlage kommt und dabei die Anschlußleitung davor bewahrt, weiter in das Anschlußstück hineingestoßen oder getrieben zu werden.
6. Teilesatz umfassend ein Anschlußstück (1) (30) nach den Ansprüchen 1 bis 5 und ein Anschlußrohr (16) (32).
7. Teilesatz nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eines oder mehrere der nachfolgenden Merkmale:
(i) das Anschlußrohr ist ein Winkelstück;
(ii) die Wand der Anschlußleitung, die in das Anschlußstück einführbar ist, ist mit einem inneren metallischen Einsatz (9) (45) verstärkt;
(iii) anstelle oder in Ergänzung zu der inneren ringförmigen Dichtung der Öffnung des Anschlußstückes ist die Anschlußleitung mit äußeren Umfangsnasen (22) oder Vertiefungen (23) versehen, die ihrerseits eine Dichtung bilden oder mit der inneren ringförmigen Dichtung zusammenwirken zur Verbesserung der Gasdichtigkeit der Verbindung; oder
(iv) das Anschlußrohr und/oder der metallische Einsatz ist mit gezahnten oder durchbrochenen Schenkeln oder Zähnen (21) versehen um Öffnungen oder Leckstrecken vorzusehen durch welche Gas hindurchziehen kann.
8. Anschlußeinrichtung, die ein Anschlußstück nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einer Anschlußleitung (16) (42) umfaßt, wobei die Anschlußleitung in der Öffnung des Anschlußstückes eingesteckt ist.
9. Anschlußeinrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eines oder mehrere der folgenden Merkmale:
(i) die Anschlußleitung ist in dem Körper des Anschlußstücks drehbar;
(ii) die Anschlußeinrichtung umfaßt einen zusammengesetzen Satz von Teilen gemäß Anspruch 6 oder 7.
10. Verfahren zum Anschließen oder Auswechseln einer Abzweigverbindung in einem Fluid-Verteilrohr, umfassend folgende Schritte:
Einsetzen eines Anschlußstückes (1), (30) in ein Loch in einer Wand des Verteilrohrs, wobei das Anschlußstück einen festen Körper (2) (31) mit einer darin vorgesehenen inneren Öffnung (3) (32) umfaßt und die innere Öffnung mit einem entfernbaren Sperrmittel (10), (39) verschlossen wird und
Einstecken einer Anschlußleitung (16), (42) in die innere Öffnung des Anschlußstückes, so daß das Sperrmittel entfernt und die innere Öffnung des Anschlußstückes geöffnet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eines oder mehrere der nachstehenden Merkmale:
(i) zwischen dem Verteilrohr und dem Anschlußstück sowie zwischen dem Anschlußstück und der Anschlußleitung sind Dichtungsmittel (5) (14) (15) (35) (40) vorgesehen, so daß, wenn die Anschlußleitung in das Anschlußstück eingesteckt wird, die Anschlußleitung gasdicht mit dem Verteilrohr verbunden ist; oder
(ii) das Anschlußstück ist mit einem Sicherungsmittel (47) versehen, daß als Haltemittel wirkt, um die Anschlußleitung davor zu bewahren, vorzeitig soweit in die innere Öffnung gestoßen oder getrieben zu werden, daß das Sperrmittel entfernt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eines oder mehrere der nachstehenden Merkmale:
(i) das Sicherungsmittel weist einen Kragen auf, der um die Anschlußleitung gelegt ist, so daß es an einer Wulst oder einem anderen Teil (49) (50) des Körpers des Anschlußstückes zur Anlage kommt, wodurch die Anschlußleitung davor bewahrt wird, weiter in das Anschlußstück hinein gestoßen oder getrieben zu werden; oder
(ii) das Sicherungsmittel wird entfernt, damit die Anschlußleitung in das Anschlußstück gestoßen oder getrieben werden kann, um das Sperrmittel zu entfernen, und danach ausreichend weit zurückgezogen, damit das Sicherungsmittel wieder eingebaut werden kann.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12 bei dem ein Anschlußstück nach den Ansprüchen 1 bis 5 oder ein Teilesatz nach den Ansprüchen 6 oder 7 verwendet wird.
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