HINTERGRUND DER ERFINDUNG
1. Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft ein wirksames antimikrobielles Mittel
gegen Bakterien der Gattung Staphylococcus (nachstehend wird
darauf als Staphylococcus Bezug genommen), das für Menschen,
domestizierte oder Wildtiere und Haustiere Pathogenität
aufweist. Das antimikrobielle Mittel der Erfindung ist bei
verschiedenen Infektionen und Entzündungen von Mensch und Tier
wirksam&sub1; die von Staphylococcus verursacht werden, wie
pyogene Dermatitis, Konjunktivitis, Sinusitis, Otitis, Cystitis,
Pneumonie, Myelitis, Arthritis, viszeraler Abszeß. Das Mittel
ist auch für den gegen Methicillin resistenten Staphylococcus
aureus (nachstehend wird darauf als MRSA Bezug genommen)
wirksam, der als Krankheiterreger für Nosokomialinfektionen
ein ernstes Problem darstellt.
2. Beschreibung des in Beziehung stehenden Stands der
Technik.
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Staphylococcus, insbesondere Staphylococcus aureus, sind
wichtige pathogene Bakterien für Infektionen, Entzündungen
und Eiterungen bei Mensch und Tier. Sie produzieren auch ein
Enterotoxin, das als Krankheitserreger bei
Lebensmittelvergiftungen in Erscheinung tritt. In letzter Zeit warf ein
MRSA, der Resistenz gegenüber vielen Arten von Antibiotika
zeigt, im Falle der Nosokomialinfektionen oder einer schweren
Enteritis, verursacht durch eine mikrobielle Selektion und
Substitution, ernste Probleme auf. Da MRSA Resistenz
gegenüber beinahe allen praktisch verwendeten Antibiotika, wie
Penicillin und Methicillin, zeigt, infiziert er zum Beispiel
Patienten, die eine Operation hinter sich haben und eine
verringerte Widerstandskraft aufweisen, und verursacht schwer
in den Griff zu bekommende Eiterungen und Entzündungen.
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Seit kurzem ist die Verwendung von Ganoderma lucidum in
verschiedenen physiologisch aktiven Mitteln bekannt.
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So offenbart die Patentschrift FR-A-2 368 958 Extrakte des
Fruchtkörpers, Myzels oder Sporen von Ganoderma lucidum und
sie enthaltende pharmazeutische Zusammensetzungen.
Insbesondere über seine Wirksamkeit als Medikament mit
Antihepatitis-, Antikrebs- und Antientzündungsaktivität wird in
diesem Dokument berichtet. Es ist jedoch nicht in der Lage
eine Zusammensetzung mit einer Aktivität gegen
Staphylococcusstämme zur Verfügung zu stellen.
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Desweiteren berichtet Allonia, Bd. 30 (0): 61-64, 1990-1991
über die antimikrobielle Aktivität verschiedener Stämme von
Basidiomycetes. Insbesondere wird erwähnt, daß das Wachstum
bzw. die Vermehrung von B. subtilis durch Gonaderma lucidum
gehemmt wurde. Die Verwendung von Gonaderma lucidum als
antimikrobielles Mittel mit antimikrobieller Aktivität gegen die
Vermehrung von Staphylococcus-Stämmen wird in D2 jedoch
nirgendwo erwähnt.
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Deshalb wird seit langem nach zu entwickelnden wirksamen
antimikrobiellen Mitteln gesucht, um die schädlichen
Wirkungen des Staphylococcus, insbesondere von MRSA, zu
eliminieren, wobei bis jetzt kein bemerkenswertes Mittel für eine
geeignete Anwendung gefunden wurde.
Zusammenfassung der Erfindung
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Dementsprechend ist es eine Aufgabe der Erfindung ein
wirksames antimikrobielles Mittel, das einen Extrakt des Pileus
(pileus) von Gonaderma lucidum enthält, für die Herstellung
eines Medikaments zur Behandlung oder Verhinderung von
Staphylococcus-Infektionen zur verfügung zu stellen. Eine
andere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung
eines wirksamen antimikrobiellen Mittels, das einen Extrakt
des Pileus von Ganoderma lucidum enthält, für die Herstellung
eines Medikaments zur Behandlung oder Verhinderung von
Infektionen zur Verfügung zu stellen, die von Staphylococcus
aureus, insbesondere MRSA, ausgelöst werden.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Die Erfinder führten verschiedene Untersuchungen durch, um
ein wirksames antimikrobielles Mittel gegen Staphylococcus,
insbesondere Staphylococcus aureus und MRSA, zu finden, mit
dem Ergebnis, daß sie entdeckten, daß ein Extrakt des Pileus
des Fruchtkörpers von Ganoderma lucidum eine ausgezeichnete
Hemmwirkung auf die Vermehrung von Staphylococcus,
insbesondere MRSA, aufweist.
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Es ist bekannt, daß Ganoderma lucidum zuerst in China
gefunden wurde und als Pflanzenmedizin (herb medicine) während
der letzten 2000 Jahre verwendet wurde. In den letzten Jahren
wurden verschiedene Studien über die Pflanze (herb)
durchgeführt, die die klinischen Wirkungen, die chemische Analyse
der Bestandteile und die pharmakologische Wirkung betrafen,
und die Pflanze wird für Krankheiten, wie Angina pectoris,
Hyperlipämie, akute virale Hepatitis oder Leukopenie
eingesetzt.
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Angesichts der vorstehend geschilderten Situation versuchten
die Erfinder unter Verwendung von Ganoderma lucidum ein
wirksames antimikrobielles Mittel gegen Staphylococcus zu
entwickeln, was bislang noch nicht genau untersucht worden war.
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Das erfindungsgemäße antmikrobielle Mittel gegen
Staphybcoccus weist das Merkmal auf, daß es einen Extrakt des Pileus
von Ganoderma lucidum umfaßt. Bevorzugter ist der Extrakt ein
Extrakt des reifen Pileus mit vielen Sporen. Was den
Fruchtkörper des Ganoderma lucidum angeht, so weist der Pileus eine
bessere Hemmwirkung als andere Teile auf.
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Für das Verfahren zur Herstellung des Extrakts gibt es in der
Erfindung keine Einschränkung und es können verschiedene
bekannte Verfahren angewandt werden. Zum Beispiel kann das
antimikrobielle Mittel der Erfindung durch eine mehrstündige
Extraktion des zerstoßenen Pileus von Ganoderma lucidum mit
heißem Wasser, um eine maximale Konzentration zu erhalten,
und Sprühtrocknung hergestellt werden. Auf diese Weise wird
ein Pulver des Extrakts erhalten. Das Pulver wird zum
Beispiel als Pulverarznei oder in einem wäßrigen Lösungsmittel
gelöst als pharmazeutische Lösung verwendet.
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Das antimikrobielle Mittel der Erfindung kann auf breiter
Basis für Bakterien der Gattung Staphylococcus, wie
Staphylococcus epidermidis, Staphylococcus saprophyticus,
Staphylococcus aureus, einschließlich von MRSA, und ähnliches,
verwendet werden.
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Für die Form der Verabreichung gibt es keine besondere
Einschränkung. Die Formulierungen für eine orale Verabreichung
schließen veranschaulichend Tabletten, Pillen, Granalien,
harte und weiche Kapseln, Dispersionen, feine Granalien,
Pulver, Emulsionen, Suspensionen, Sirupe, Elixiere und
ähnliches ein. Die Formulierungen für eine parenterale
Verabreichung schließen zum Beispiel Salben, Lotionen, Tonika,
Sprays, Suspensionen, Öle, Emulsionen, Suppositorien, und
ähnliches ein. Für die Formulierung des wirksamen
Bestandteils der Erfindung sollte Routineverfahren gefolgt werden,
die geeignete grenzflächenaktive Mittel, Bindemittel,
Färbemittel, Aromastoffe, Süßstoffe, Konservierungsmittel,
Stabilisatoren, Puffer, Suspendiermittel, isotonische Mittel,
Vitamin K, Vitamin C, Vitamin E, Folsäure und andere
üblicherweise verwendete Substanzen verwenden.
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Der Gehalt an dem Extrakt des Pileus von Ganoderma lucidum
sollte in Abhängigkeit vom Zustand des Patienten, der
Verabreichungsform, dem Alter und ähnlichem in geeigneter Weise
eingestellt werden. Die empfohlene Dosis für externe
Zubereitungen für die Haut liegt innerhalb eines Bereichs von 5 bis
15 Gewichtsprozent als die Menge des wirksamen Bestandteils
(gepulverter Extrakt) , bevorzugter beträgt sie 7,5 bis
12,5 Gewichtsprozent und eine geeignete Menge davon sollte
mehrmals auf die Wunden aufgetragen werden. Im allgemeinen
liegt die Dosis innerhalb eines Bereichs von 5 bis 35 mg/kg
pro Tag als der Menge des wirksamen Bestandteils pro
Erwachsenem für orale und enterale Verabreichungen Zwei oder
drei Verabreichungen pro Tag werden empfohlen.
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Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die nachstehenden
Beispiele erläutert. Diese Beispiele sollen die Erfindung
aber nur illustrieren und den Geltungsbereich der Erfindung
nicht einschränken.
Beispiel 1 (Lösung)
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Zerschnittener Pileus von Ganoderma lucidum wurde zerhackt
und in gereinigtes Wasser eingetaucht und dann ungefähr
9 Stunden lang gekocht. So wurde ein Extrakt des Pileus von
Ganoderma lucidum erhalten und er wurde sprühgetrocknet, um
ein Pulver des Extrakts zu erhalten, dessen Wassergehalt un
gefähr 3 bis 4 Gewichtsprozent betrug (nachstehend wird
darauf als "reines Pulver" Bezug genommen). Das reine Pulver
wurde wie in Tabelle 1 gezeigt in gereinigtem Wasser gelöst
und die resultierenden Lösungen wurden für das nachstehende
Experiment verwendet.
Experiment
(1) Versuchsstamm
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Die nachstehenden Stämme wurden für das Experiment verwendet.
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* Staphylococcus epidermidis
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* Staphylococcus saprophyticus
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* Staphylococcus aureus
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* Methicillinresistenter Staphylococcus aureus
(MRSA)
(2) Verfahren
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Die vorstehend erwähnten 4 Stämme wurden in eine
Herzinfusionsnährboullion zur Prolieferationskultivierung gegeben
und die Arzneiempfindlichkeit eines jeden wurde gemäß dem
Halo-Test gemessen, d.h. dem
Agarscheiben-Diffusionskapazitätstest.
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Fünf Agarnährmedien und fünf "Staphylococcus Nr. 110-Medien"
(hergestellt von Nissui & Co., eingetragenes Warenzeichen)
wurden verwendet. Jedes Plattenmedium wurde mit jeder der
gezüchteten Stammesproliferation bestrichen. Aus Filterpapier
wurden Scheiben mit einem Durchmesser von 9 mm ausgeschnitten
("Nr. 1 Filterpapier", hergestellt von Toyo Filter Paper
Mfg.) und nach einer Sterilisation wurden sie in die Lösungen
des Extrakts, die in Tabelle 1 gezeigt sind, getaucht. Drei
Stapel aus 5 Scheiben mit der gleichen Konzentration wurden
auf jedem Medium an drei Positionen in Form eines Dreiecks
angeordnet, und dann wurden die Plattenmedien in einem
Brutschrank bei 37 ºC 48 Stunden lang inkubiert.
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Die Breite der Zone mit Vermehrungs- bzw. Wachstumshemmung
(klare Zone) wurde unter Verwendung einer Mikrometerschraube
gemessen und aus der Breite von 10 Plattenmedien (fünf
Nährmedien und fünf "Staphylococcus Nr. 110-Medien") wurde der
Durchschnittswert gebildet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1
gezeigt.
Tabelle 1 Breite der Zone mit Wachstumshemmung (mm)
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Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, zeigt das antimikrobielle
Mittel der Erfindung eine bemerkenswerte wachstumshemmende
Wirkung, d.h. eine antimikrobielle Wirkung, selbst bei einer
Konzentration der Lösung des gepulverten Extrakts von
0,1 Gewichts-%. Ferner zeigt es eine bemerkenswerte Wirkung
gegenüber MRSA, der Resistenz gegenüber den meisten der
herkömmlichen Antibiotika und antimikrobiellen Mittel zeigt. Die
wachstumshemmende Wirkung des Mittels der Erfindung nimmt mit
der Zunahme der Konzentration des gepulverten Extrakts zu,
und es wurde eine auffallende Wirkung erhalten, wenn eine
Lösung mit über 5 Gewichtsprozent eingesetzt wurde.
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Wie vorstehend gezeigt wurde, weist das antimikrobielle
Mittel der Erfindung eine ausgezeichnete wachstumshemmende
Wirkung für Staphylococcus auf. Das antimikrobielle Mittel
der Erfindung ist bei der Therapie und der Verhinderung
verschiedener Infektionen, Eiterungen, Entzündungen und
Lebensmittelvergiftungen, die durch Staphylococcus hervorgerufen
werden, wirksam.
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Ferner weist das Mittel der Erfindung auch eine
bemerkenswerte antimikrobielle Wirkung gegen MRSA auf, für den in der
Vergangenheit nur wenige brauchbare Arzneien bekannt waren.
Somit können durch die Verwendung des antirnikrobiellen
Mittels der Erfindung durch MRSA verursachte
Nosokomialinfektionen behandelt und verhindert werden.
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Ein antimikrobielles Mittel gegen Staphylococcus, das einen
Extrakt des Pileus von Ganoderma lucidum enthält, und die
Behandlung und Verhinderung verschiedener Infektionen und
Entzündungen, die durch Staphylococcus, einschließlich von
methicillin-resistentem Staphylococcus aureus, verursacht
werden, durch dieses Mittel.