DE69323558T2 - Antifungale mundpflege zusammensetzungen - Google Patents

Antifungale mundpflege zusammensetzungen

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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Mundpflegezusammensetzungen und insbesondere auf Mundwässer und Zahnreinigungsmittel, die verbesserte Wirksamkeit gegen pathogene Pilze aufweisen.
  • Pathogene Pilze wie Candida können ebenfalls in der Mundhöhle vorhanden sein und verursachen Krankheitszustände wie Mundsoor, die Behandlung erfordern.
  • Wirkstoffe, die in der Vergangenheit zur Verwendung als orale antibakterielle Wirkstoffe vorgeschlagen worden, schließen kationische Arten wie Chlorhexidin, Alexidin, Hexetidin, und Cetylpyridiniumchlorid ebenso wie nichtkationische Arten wie Triclosan ein. Einige diese antibakteriellen Wirkstoffe sind auch als antifungale Wirkstoffe effektiv.
  • Kürzlich wurde vorgeschlagen, daß das Polypetidantibiotikum Nisin (Merck Index, 11. Auflage, Eintrag 6481) bei der Mundpflege verwendet werden kann. Nisin ist ein Lanthocin, das das atypische Aminosäurelanthionin umfaßt, das natürlich durch verschiedene Stämme des Bacteriums Streptococcus lactis hergestellt wird. Es ist auch ein natürlich erhältliches Konservierungsmittel, das in geringer Konzentration in Milch und Käse gefunden wird. Nisin wurde kürzlich durch die FDA als ein substantiver Lebensmittelbestandteil zugelassen. Eine Zusammenfassung der Eigenschaften des Nisins ist in Advances in Applied Microbiology 27 (1981), 85-123 zu finden. Eine reine Form des Nisins wurde kürzlich von Applied Microbiology Inc. unter dem Handelsnamen Ambicin N verfügbar gemacht.
  • Mundpflegeanwendungen des Nisins werden in WO 93/ 11738 und WO 89/12399 offenbart. Erstere offenbart Formulierungen für Zahnreinigungsmittel, während letztere ein breites Spektrum an Desinfektionsmittelzusammensetzungen bekanntmacht, die in der Form oraler Spülungen vorliegen kann, in denen Nisin mit einem nicht-bakteriellen Wirkstoff wie einem Detergens oder einem Chelatbildner kombiniert wird, um das Wirkungsspektrum der Zusammensetzung zu vergrößern.
  • In vielen Fällen hat ein einfaches Antibiotikum kein ausreichend breites Wirkungsspektrum, um einen weiten Bereich pathogener Mikroorganismen, die in der Mundhöhle vorgefunden werden können, adäquat zu behandeln. Das Kombinieren verschiedener Antibiotika ist nicht immer erfolgreich, da die Anwesenheit des einen der Wirksamkeit des anderen entgegenwirken kann.
  • WO 90/ 09739 offenbart Zusammensetzungen, die Nisin und Lysostaphin als ein breit wirkendes Bakterizid enthalten, in erster Linie zur Verwendung in bezug auf Lebensmittel, die Möglichkeit der Verwendung als orale Spülung wird aber ebenfalls erwähnt.
  • Wir haben überraschenderweise festgestellt, daß Nisin wirksam mit bestimmten anderen Antibiotika bei der Formulierung von Mundpflegezusammensetzungen zur Behandlung oder Prophylaxe von Fungalinfektionen ohne Beeinträchtigung der Wirksamkeit des Nisins oder des Antibiotikums kombiniert werden kann.
  • Dementsprechend stellt die vorliegende Erfindung die Verwendung von Nisin, einem Antibiotikum, das aus Chlorhexidin oder einem Salz davon, Cetylpyridiniumchlorid oder Triclosan ausgewählt wurde, und einem mundverträglichen Vehikel oder Träger bei der Herstellung einer Mundpflegezusammensetzung zur Behandlung oder Prophylaxe einer Mundfungalinfektion zur Verfügung.
  • Die Zusammensetzungen, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht, haben einen breiten Bereich antimikrobieller Wirksamkeit. Beispielsweise besitzt Nisin begrenzte Wirksamkeit gegen Candida-Arten, während Chlorhexidin, Cetylpyridiniumchlorid oder Triclosan Anti-Candida-Wirksamkeit aufweist, die in der Gegenwart von Nisin beibehalten wird.
  • In dem Zusammenhang der vorliegenden Erfindung wird geeigneterweise Nisin in einer reinen Form verwendet, beispielsweise das Erzeugnis, das unter dem Handelsnamen Ambicin N von Applied Microbiology Inc., 170 53rd Street, Brooklyn, New York, NY 11232, USA, verkauft wird.
  • Die Mundpflegezusammensetzung umfaßt geeigneterweise 0,001 bis 5,0%, vorzugsweise 0,005 bis 2%, vorteilhafterweise 0,02 bis 1,0% Nisin in bezug auf das Gewicht der Zusammensetzung. In einer alternativen Weise ist das Niveau des Nisins eines, das eine ausreichende Konzentration in der Mundhöhle erreicht, um die gewünschten Mikroorganismen zu inhibieren. Eine wirksame Nisinkonzentration zur Inhibierung der gewünschten Organismen beträgt ungefähr 0,99 ppm.
  • Typischerweise wird das Chlorhexidin oder Cetylpyridiniumchlorid in dem Bereich von 0,005 bis 10%, vorzugsweise 0,005 bis 5%, besonders bevorzugt 0,005 bis 2,5% in bezug auf das Gewicht der Mundpflegezusammensetzung vorliegen.
  • Typischerweise wird Triclosan, ein wasserunlösliches Antibiotikum in dem Bereich von 0,005 und 2%, vorzugsweise 0,005 bis 1% und insbesondere 0,005 bis 0,3% in bezug auf das Gewicht der Zusammensetzung vorliegen.
  • Antibiotika wie Chlorhexidin, Cetylpyridiniumchlorid und Triclosan sind sowohl gegen Bakterien als auch Pilze wirksam. In vielen Fällen wurde festgestellt, daß die Konzentration des Antibiotikums, die für die antifungale Wirksamkeit erforderlich ist, geringer als die ist, die für antibakterielle Wirksamkeit erforderlich ist. Beispielsweise tötet Cetylpyridiniumchlorid bei einer Konzentration von ungefähr 8,15 ppm alle Organismen ab, die in Beispiel 25, Tabelle 1 gezeigt werden. Eine Konzentration von nur 1,39 ppm Cetylpyridiniumchlorid wird vergleichsweise benötigt um Candida-Organismen zu inhibieren. Ähnliches gilt für Chlorhexidin und Triclosan, wobei die Konzentrationen, die notwendig sind, um die gewünschten oralen Mikroorganismen zu inhibieren, ungefähr 8,46 ppm bzw. 7,65 ppm betragen, während die Konzentrationen zur Candida-Inhibierung 1,71 ppm bzw. 1 ppm sind. Folglich können geringere Konzentrationen eines derartigen Antibiotikums in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, wenn beabsichtigt wird, daß ein derartiges Antibiotikum in erster Linie einbezogen wird, um anti-Candida-Wirksamkeit zu liefern, um die Lücke im Wirksamkeitsspektrum des Nisins zu schließen.
  • Mundhygienezusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können in jeder herkömmlichen Formulierung, die in der Technik verwendet wird, vorliegen; zum Beispiel als Mundwasser, Zahnreinigungsmittel einschließlich Zahnpasta oder Zahnpulver, flüssige Zahnpasta, Gel oder Tablette, Pastille oder Kaugummi. Die Bestandteile für den mundverträglichen Träger oder Vehikel werden gemäß den Prinzipien ausgewählt, die in der Technik der Herstellung solcher Formulierungstypen bekannt sind. Derartige Bestandteile schließen ein Detergens, ein Verdickungsmittel, ein Feuchthaltemittel und ein Schleifmittel soweit geeignet, ebenso wie andere optionale Extras ein, die normalerweise in einer Mundpflegezusammensetzung verwendet werden. Derartige Bestandteile sollten mit Nisin und dem Antibiotikum vereinbar sein. So wurde zuvor festgestellt (WO 93/11738, SmithKline Beecham), daß Polypeptidantibiotika wie Nisin nicht vereinbar mit anionischen Detergenzien wie Natriumlaurylsulfat und Natrium-N-methyl-N-cocyllaurat, die üblicherweise in Mundpflegezusammensetzungen verwendet werden, sind. Derartige anionische Detergenzien sollten vorzugsweise zugunsten nichtionischer, kationischer oder amphoterer Detergenzien oder Gemischen von diesen vermieden werden.
  • Ebenso wurde durch die in der Technik Bewanderten erkannt, daß bei Chlorhexidin und, bei einem geringeren Gehalt, Cetylpyridiniumchlorid Formulierungsprobleme wegen ihrer Unvereinbarkeit mit anionischen Spezies, die normalerweise bei der Formulierung von Mundpflegezusammensetzungen verwendet werden, insbesondere anionische Detergenzien und, wenigstens für Chlorhexidin anionische Verdickungsmittel, auftreten. Diese sollten vorzugsweise vermieden werden. Außerdem wird bei der Auswahl geeigneter Schleifmittel für Zahnreinigungsmittel Sorgfalt benötigt, wie hierin nachstehend beschrieben.
  • Der Ausdruck "vereinbar" wird, wenn er hierin mit Bezug auf die Auswahl eines zusätzlichen Formulierungsbestandteils gebraucht wird, verwendet, um zu zeigen, daß die Wirksamkeit des Antifungalmittels nicht erheblich durch die Anwesenheit des Bestandteils beeinträchtigt wird. Das heißt, daß die Wirksamkeit in der Anwesenheit des Bestandteils nicht geringer als 40%, vorzugsweise nicht geringer als 50% und vorteilhafterweise nicht geringer als 60% der Wirksamkeit betragen sollte, die in der Abwesenheit des Bestandteiles festgestellt wird. Dies kann leicht durch ein Bioassay überprüft werden, beispielsweise einem herkömmlichen Zonendiffusionsassay gegen einen Organismus, der zu diesem Wirkstoff sensitiv ist, zum Beispiel Micrococcus luteus NCTC 8166 (für Triclosan).
  • Geeignete nichtionische Detergenzien schließen beispielsweise Polyethoxylsorbitolester, insbesondere Polyethoxylsorbitolmonoester, zum Beispiel PEG(40)-sorbitandiisostearat und die Erzeugnisse, die unter der eingetragenen Handelsmarke Tween by ICI vertrieben werden; Polykondensate von Ethylenoxid und Propylenoxid (Poloxamere), zum Beispiel die Erzeugnisse, die unter der eingetragenen Handelsmarke Pluronic von BASF-Wyandotte vertrieben werden; Kondensate von Propylenglycol; polyethoxyliertes hydriertes Rizinusöl, zum Beispiel Cremophore; und Sorbitanfettsäureester ein.
  • Geeignete amphothere Detergenzien schließen beispielsweise langkettige Imidazolinderivate wie das Erzeugnis, das unter dem Handelsnamen "Miranol C2M" von Miranol vertrieben wird; langkettige Alkylbetaine wie das Erzeugnis, das unter dem Handelsnamen "Empigen BB" von Albright + Wilson vertrieben wird, und langkettige Alkylamidoalkylbetaine wie Cocamidopropylbetain und Gemische von diesen ein.
  • Geeignete kationische Detergenzien schließen das D,L-2-Pyrrolidon- 5-carbonsäuresalz von Ethyl-N-cocoyl-L-arginat, das unter dem Handelsnamen CAE von Ajinomoto Co. Inc. vertrieben wird, und Cocamidopropyl- PG-dimoniumchloridphosphat und Lauramidopropyl-PG-dimoniumchloridphosphat, das unter dem Handelsnamen Monaquat PTC bzw. Monaquat PTL von Mona Corporation erhältlich ist, ein.
  • Vorteilhafterweise liegt das Detergens in dem Bereich von 0,005 bis 20% vor, vorzugsweise 0,1 bis 10%, besonders bevorzugt 0,1 bis 5% in bezug auf das Gewicht des Zahnreinigungsmittels.
  • Geeignete Verdickungsmittel schließen beispielsweise nichtionische Verdickungsmittel wie zum Beispiel (C&sub1;&submin;&sub6;)-Alkylcelluloseether beispielsweise Methylcellulose; Hydroxy-(C&sub1;&submin;&sub6;)-Alkylcelluloseether beispielsweise Hydroxyethylcellulose und Hydroxypropylcellulose; (C&sub2;&submin;&sub6;)-allcylenoxid-modifizierte (C&sub1;&submin;&sub6;)-Alkylcelluloseether beispielsweise Hydroxypropylmethylcellulose; und Gemische von diesen ein. Andere Verdickungsmittel wie natürliche und synthetische Gummis oder gummiähnliche Materialien wie Irish Moos, Tragantgummi, Natriumcarboxymethylcellulose, Polyvinylpyrolidon, Stärke und Verdickungssiliciumdioxide sind zur Verwendung in vielen der Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung geeignet, obwohl ihre Verwendung in Zusammensetzungen vermieden werden sollte, die Chlorhexidin umfassen. Geeigneterweise hat das Verdickungsmittel eine verminderte Anzahl anionischer Gruppen wie eine Carboxygruppe, obwohl Carboxymethylcellulose verwendet werden kann. Vorzugsweise ist das Verdickungsmittel ein Methylcellulosederivat wie Hydroxyethylcellulose oder Hydroxypropylcellulose.
  • Vorteilhafterweise liegt das Verdickungsmittel in einem Bereich von 0,01 bis 30%, vorzugsweise 0,1 bis 15%, besonders bevorzugt 1 bis 5% in bezug auf das Gewicht der Zusammensetzung vor.
  • Geeignete Feuchthaltemittel zur Verwendung in Zusammensetzungen der Erfindung schließen beispielsweise Glycerin, Sorbitol, Propylenglycol oder Polyethylenglycol oder Gemische von diesen ein, wobei das Feuchthaltemittel in dem Bereich von 5 bis 70%, vorzugsweise 5 bis 30%, besonders bevorzugt 10 bis 30% bezogen auf das Gewicht des Zahnreinigungsmittels vorliegt. Geeigneterweise liegt das Feuchthaltemittel mit bis zu 30% in bezug auf das Gewicht des Zahnreinigungsmittels vor, wenn das nichtionische Verdickungsmittel Hydroxypropylmethylcellulose ist.
  • Geeignete Schleifmittel zur Verwendung in Zahnreinigungsmittelzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung schließen Calciumcarbonat, Calciumphosphat, Calciumpyrophosphat, unlösliches Natriummetaphosphat, Natriumaluminiumsilicat, Aluminiumoxid, Aluminiumhydroxid, Zinkorthophosphat, Kunststoffpartikel und Siliciumdioxid ein, von denen Siliciumdioxid das bevorzugte Abschleifmittel ist.
  • Geeignete Siliciumdioxide schließen natürliches amorphes Siliciumdioxid, wie beispielsweise Diatomeenerde, und synthetisches amorphes Siliciumdioxid, wie Kieselhydrogele und Silicagele einschließlich Xerogele, ein. Geeignete Siliciumdioxidxerogele werden in US 3.538.230 beschrieben. Geeignete Sorten der Kieselhydrogele haben BET-Oberflächen zwischen 20 und 300, vorzugsweise zwischen 20 und 100 m²/g und mittlere Agglomeratgrößen zwischen 2 und 50, vorzugsweise zwischen 5 und 30 um.
  • Geeignete Kieselhydrogele und Siliciumdioxidxerogele sind die, die unter den Handelsnamen Sident und Syloblanc von Degussa bzw. W R Grace Corporation Davison Chemical Division vertrieben werden.
  • Vorteilhafterweise ist das Siliciumdioxid ein "Niedrig-Anion"- Siliciumdioxid. So wie hierin verwendet, bezieht sich der Begriff "Niedrig- Anion"-Silciumdioxide auf die, in denen anionische Verunreinigungen wie Natriumsulfat und Natriumsilikat, die normalerweise während des Verlaufes des Herstellungsverfahrens entstehen, in einem Minimum durch sorgfältige Kontrolle des Herstellungsverfahrens gehalten werden. Geeignete "Niedrig- Anion"-Silciumdioxide haben weniger als 1%, vorzugsweise weniger als 0,5%, vorteilhafterweise weniger als 0,25% in bezug auf das Gewicht der anionischen Verunreinigungen.
  • Geeignete derartige "Niedrig-Anion"-Silciumdioxide werden in EP 0 368130 (Proctor & Gamble), EP 0 315 503 und EP 0 396 459 (Rhone-Poulenc) und WO 90/05113 (J. M. Huber Corp.) beschrieben. Alternativ können Klassen kommerziell erhältlichen Siliciumdioxids durch Waschen derselben mit entionisiertem Wasser geeignet gemacht werden. Leitfähigkeitsmessungen in dem Wasser nach dem Waschen können verwendet werden, um die Wirksamkeit solchen Waschens zu überwachen. Geeigneterweise ist die Leitfähigkeit des Wassers nach dem Waschen auf weniger als 200 u Siemens/cm verringert. Geeignete "Niedrig-Anion"-Silciumdioxide schließen die Klasse RP93, erhältlich von Rhone-Poulenc, ein.
  • Geeigneterweise ist, wenn das zusätzliche Antibiotikum Chlorhexidin ist und das Schleifmittel ein Siliciumdioxidderivat ist, das bevorzugte Siliciumdioxid vom "Niedrig-Anion"-Typ.
  • Geeigneterweise werden die Zusammensetzungen 5 bis 30%, vorzugsweise 10 bis 60% in bezug auf das Gewicht des Schleifmittels haben.
  • Geeignete Zahnreinigungsmittelformulierungen für Chlorhexidin umfassende Zusammensetzungen, die für Nisin und Chlorhexidin umfassende Zusammensetzungen angepaßt werden können, sind in EP 0 364 245-A und EP 0 422 803-A (Beecham Group plc) und EP 0 368130 (Proctor & Gamble) beschrieben. Geeignete Zahnreinigungsmittelformulierungen für Cetylpyridiniumchlorid umfassende Zusammensetzungen, die für Nisin und Cetylpyridiniumchlorid umfassende Zusammensetzungen angepaßt werden können, sind in US 5176 901 (SmithKline Beecham Corporation) beschrieben.
  • In einem bevorzugten Aspekt umfassen Zahnreinigungsmittelzusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung Nisin, vorzugsweise in der Form Ambicin N; ein aus Cetylpyridiniumchlorid, einem Chlorhexidinsalz oder Triclosan, vorzugsweise einem Chlorhexidinsalz oder Triclosan ausgewählten Antibiotikum; ein nichtionisches Detergens wie beispielsweise ein Polykondensat von Ethylenoxid und Propylenoxid; ein nichtionisches Verdickungsmittel wie beispielsweise Hydroxypropylmethylcellulose; ein Feuchthaltemittel wie beispielsweise Glycerin; und ein Schleifmittel wie beispielsweise ein "Niedrig- Anion"-Silciumdioxid oder ein Calciumcarbonat, gegebenenfalls in Kombination mit Dicalciumorthomonophopshat und einschließlich einem Erdalkimetallsalz wie Calciumchlorid.
  • In einem weiteren bevorzugten Aspekt umfaßt eine Zahnreinigungsmittelformulierung, die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde, Nisin, ein aus Cetylpyridiniumchlorid oder Triclosan ausgewähltes Antibiotikum, ein nichtionisches Detergens wie beispielsweise ein Polykondensat von Ethylenoxid und Propylenoxid; ein Verdickungsmittel, das Natriumcarboxymethylcellulose ist, der gegebenenfalls ein Verdickungssiliciumdioxid beigemischt ist; ein Feuchthaltemittel wie Sorbitol, dem gegebenenfalls Glycerin beigemischt ist; und ein Schleifmittel, das ein "Niedrig-Anion"-Siliciumdioxid ist.
  • Geeignete Mundwasserformulierungen werden eine wässerige Basis haben, die Wasser oder wässeriges Ethanol und gegebenenfalls eine weitere Flüssigkeit wie Glycerin oder Propylenglycol umfaßt. Ein Detergens kann ebenfalls enthalten sein, um die sensorischen Eigenschaften der Zusammensetzung zu verbessern. Mundwasserzusammensetzungen können in einer gebrauchsfertigen Form bereitgestellt werden, als konzentrierte Lösung, zur Verdünnung durch den Anwender unmittelbar vor dem Gebrauch oder in fester Form als Tablette oder in einem Päckchen zur Auflösung durch den Anwender unmittelbar vor dem Gebrauch. Tabletten können geeigneterweise unter Verwendung von Xylitol und/oder Sorbitol als Hauptbestandteil hergestellt werden. Die Päckchen und Tabletten können formuliert werden, um, nach Verdünnen, ein stilles Mundwasser oder, durch die Beigabe eines geeigneten sprudelnden Paares wie beispielsweise Natriumcarbonat/bicarbonat und Zitronensäure, ein sprudelndes Mundwasser zu erhalten.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte Zusammensetzungen können nutzbringenderweise Fluoridionenquellen umfassen, um eine Antikarieswirksamkeit zu erhalten. Ein Fluoridionenquelle wird gefunden, die mit Nisin vereinbar ist. Die geeignete Fluoridquelle zur Kombination des Nisins und des Antibiotikums wird von dem gewählten Antibiotikum abhängen. Die Vereinbarkeiten und Unvereinbarkeiten sind bekannt und in der Technik für jedes geeignete Antibiotikum dokumentiert. Wo anwendbar, schließen deshalb geeignete Fluoridionenquellen Metallfluoridsalze, zum Beispiel Alkalimetallflu oridsalze wie Natriumfluorid, Aminfluoridsalze, Alkalimetallfluoridsalze wie Natriummonofluorphosphate und Aminmonofluorphosphatsalze ein. Geeigneterweise würde die Fluoridionenquelle, wenn vorhanden, einbezogen werden, um 50 bis 3500 ppm, vorzugsweise 100 bis 2500 ppm Fluoridionen zu liefern.
  • Zusätzlich zu einem Feuchthaltemittel können gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte Zusammensetzungen ebenso weiterhin eine Flüssigkeit wie beispielsweise Wasser, vorzugsweise deionisiertes Wasser enthalten.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte Zusammensetzungen können nutzbringenderweise einen mundverträglichen Chelatbildner wie EDTA oder Zitronensäure oder ein Alkalimetallsalz davon, beispielsweise Dinatriumhydrogencitrat, in Übereinstimmung mit der Offenbarung von WO 89/12399 (Public Health Research Institut of City of New York) umfassen. Geeigneterweise liegt Nisin in einer Konzentration von 0,1 bis 300 ug/ml und der Chelatbildner in einer Konzentration von 0,1 bis 20 mM vor.
  • Nisin umfaßt das atypische Aminosäurelanthionin, das günstigerweise als zwei an ein gemeinsames Schwefelatom gebundene Alanineinheiten betrachtet werden kann, um eine Thioetherbindung zu bilden. Diese Bindung kann proteolyse-anfällig sein, was zur Deaktivierung führt. Man nimmt an, daß dies durch freie Radikale verursacht wird, die durch bestimmte Komponenten der Mundhygienezusammensetzung, insbesondere Verunreinigungen erzeugt werden können, die in bestimmten Zusammensetzungen vorliegen können.
  • Wir haben herausgefunden, daß einige der Klassen der nichtionischen Detergenzien wie den Tweens und einige Klassen einiger Feuchthaltemittel solch ein Problem verursachen können. Die Verwendung gereinigter Klassen von Formulierungsbestandteilen ist deshalb bevorzugt. Außerdem oder als Alternative kann ein konkurrierendes Substrat, um als Radikalfänger zu agieren, nutzbringenderweise in die Zusammensetzung eingeschlossen sein, beispielsweise Methionin.
  • Das mundverträgliche Vehikel oder Träger kann ebenso weiterhin optionale Bestandteile wie Geschmacksstoffe, Süßstoffe, beispielsweise Natriumsac charin, Farbstoffe, Weißtrübungsmittel, beispielsweise Titandioxid, Konservierungsmittel, Antisensibilitätsmittel wie Strontium- und Kaliumsalze und Anticalculusmittel wie Tetralalkali- und Dialkalimetallpyrophosphatsalze umfassen. Man wird Verständnis dafür haben, daß in jedem Fall ein optionaler Bestandteil, wenn er einbezogen wird, mit Nisin und dem Antibiotikum verträglich werden wird. Man muß sich weiterhin bewußt sein, daß die Kombination der zusätzlichen Bestandteile wie Strontium mit anderen Bestandteilen wie einer Fluoridionenquelle gleichermaßen vereinbar sein wird.
  • Gemäß der Erfindung hergestellte Zusammensetzungen werden einen pH-Wert haben, der mundverträglich ist und innerhalb dessen die antibakterielle Wirksamkeit des Nisins nicht wesentlich beeinträchtigt. Geeigneterweise ist der pH-Wert zwischen 4 und 9,5, vorzugsweise zwischen 4 und 6,5, besonders bevorzugt zwischen 4 und 5,5 und am bevorzugtesten zwischen 5 bis 5,5.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte Zusammensetzungen können durch herkömmliche Verfahren hergestellt werden, die das Beimengen der Bestandteile in den geeigneten relativen Mengen in jeder Reihenfolge, die zweckmäßig ist, und schließlich und wenn nötig Einstellen des pH auf den gewünschten Wert umfaßt.
  • Die Erfindung wird nun unter bezug auf die folgenden Beispiele veranschaulicht.
  • Beispiel 1 - Zahnpasta
  • Ambicin N 0,50%
  • Triclosan 0,2
  • Glycerin 22,00
  • Hydroxypropylmethylcellulose 3,40
  • Titandioxid 1,00
  • Natriumsaccharin 0,25
  • Poloxamer (Pluronic F108) 2,00
  • Geschmacksstoff 1,00
  • Siliciumdioxid (RP93) 16,00
  • deionisiertes Wasser qs
  • Weitere Beispiele können unter Verwendung von 0,1 oder 0,3% Triclosan hergestellt werden.
  • Beispiel 2 - Zahnpasta
  • Ambicin N 0,50%
  • Chlorhexidindigluconat 0,5
  • Glycerin 22,00
  • Hydroxypropylmethylcellulose 3,40
  • Titandioxid 1,00
  • Natriumsaccharin 0,10
  • Poloxamer (Pluronic F108) 2,00
  • Geschmacksstoff 1,00
  • Talin 0,02
  • Siliciumdioxid (RP93) 16,00
  • deionisiertes Wasser qs
  • Weitere Beispiele können unter Verwendung von 0,05 oder 1,0% Chlorhexidindigluconat hergestellt werden.
  • Beispiel 3 - Zahnpasta
  • Ambicin N 0,50%
  • Cetylpyridiniumchlorid 0,5
  • Glycerin 22,00
  • Hydroxypropylmethylcellulose 3,40
  • Titandioxid 1,00
  • Natriumsaccharin 0,10
  • Poloxamer (Pluronic F108) 2,00
  • Geschmacksstoff 1,00
  • Talin 0,02
  • Siliciumdioxid (RP93) 16,00
  • deionisiertes Wasser qs
  • Weitere Beispiele können unter Verwendung von 0,05 und 1,0% Cetylpyridiniumchlorid hergestellt werden.
  • Beispiel 4 - Zahnpasta
  • Ambicin N 0,05%
  • Triclosan 0,3
  • Sorbitol (70% soln) 20,00
  • Glycerin 15,00
  • Natriumcarboxymethylcellulose 1,20
  • Natriumfluorid 0,23
  • Siliciumdioxid (RP93) 16,00
  • Verdickungssiliciumdioxid (Sident 22) 5,00
  • Natriumsaccharin 0,30
  • Poloxamer (Pluronic F108) 2,00
  • deionisiertes Wasser qs
  • Weitere Beispiele können unter Verwendung von 0,1 oder 0,2% Triclosan hergestellt werden.
  • Beispiel 5 - Zahnpasta
  • Ambicin N 0,05%
  • Cetylpyridiniumchlorid 1,0
  • Sorbitol (70% soln) 20,00
  • Glycerin 15,00
  • Natriumcarboxymethylcellulose 1,20
  • Natriumfluorid 0,23
  • Siliciumdioxid (RP93) 16,00
  • Verdickungssiliciumdioxid (Sident 22) 5,00
  • Natriumsaccharin 0,30
  • Poloxamer (Pluronic F108) 2,00
  • deionisiertes Wasser qs
  • Weitere Beispiele können unter Verwendung von 0,05 oder 0,5% Cetylpyridiniumchlorid hergestellt werden.
  • Beispiel 6 - Zahnpasta
  • Ambicin N 0,05%
  • Triclosan 0,2
  • Glycerin 22,00
  • Methocel K15 Premium 0,20
  • Methocel K100 Premium 3,20
  • Titandioxid 1,00
  • Natriumsaccharin 0,33
  • Poloxamer (20% Pluronic F108 soln) 10,00
  • Natriumfluorid 0,221
  • Geschmacksstoff 1,00
  • Siliciumdioxid (RP93) 16,00
  • deionisiertes Wasser qs
  • Ein weiteres Beispiel kann durch Ersetzen des Methocel K15 und Methocel K100 durch Natriumcarboxymethylcellulose (1,20%) hergestellt werden. Außerdem kann das Triclosanniveau unter Verwendung von 0,1% oder 0,3% variiert werden.
  • Beispiel 7 - Zahnpasta
  • Ambicin N 0,05%
  • Chlorhexidindigluconat 1,0
  • Glycerin 22,00
  • Methocel K15 Premium 0,20
  • Methocel K100 Premium 3,20
  • Titandioxid 1,00
  • Natriumsaccharin (30% soln) 0,33
  • Poloxamer (20% Pluronic F108 soln) 10,00
  • Natriumfluorid 0,22
  • Geschmacksstoff 1,00
  • Talin (5% soln) 0,40
  • Siliciumdioxid (RP93) 16,00
  • deionisiertes Wasser qs
  • Ein weiteres Beispiel kann durch Ersetzen des Methocel K15 und Methocel K100 durch Natriumcarboxymethylcellulose (1,20%) hergestellt werden. Außerdem kann das Chlorhexidindigluconatniveau unter Verwendung von 1,0% oder 0,05% variiert werden.
  • Beispiel 8 - Zahnpasta
  • Ambicin N 0,05%
  • Cetylpyridiniumchlorid 1,0
  • Glycerin 22,00
  • Methocel K15 Premium 0,20
  • Methocel K100 Premium 3,20
  • Titandioxid 1,00
  • Natriumsaccharin (30% soln) 0,33
  • Poloxamer (20% Pluronic F108 soln) 10,00
  • Natriumfluorid 0,221
  • Geschmacksstoff 1,00
  • Talin (5% soln) 0,40
  • Siliciumdioxid (RP93) 16,00
  • deionisiertes Wasser qs
  • Ein weiteres Beispiel kann durch Ersetzen des Methocel K15 und Methocel K100 durch Natriumcarboxymethylcellulose (1,20%) hergestellt werden. Außerdem kann das Cetylpyridiniumchloridniveau unter Verwendung von 0,05% oder 0,5% variiert werden.
  • Beispiel 9 - Mundwasser
  • Ambicin N 0,030%
  • Triclosan 0,020
  • Glycerin 5,000
  • Geschmacksstoff 0,075
  • Ethanol (96%) 15,00
  • lösliches Saccharin 0,010
  • Natriumfluorid 0,023
  • Farbstoff 0,100
  • Propylenglycol 15,00
  • deionisiertes Wasser qs
  • Weitere Beispiele können unter Verwendung von Triclosan bei 0,01 oder 0,03% hergestellt werden.
  • Beispiel 10 - Mundwasser
  • Ambicin N 0,030%
  • Triclosan 0,03
  • Glycerin 30,000
  • Geschmacksstoff 0,075
  • Ethanol (96%) 15,00
  • Cremophor RH60 0,60
  • lösliches Saccharin 0,005
  • Natriumfluorid 0,023
  • Farbstoff 0,10
  • deionisiertes Wasser qs
  • In einer alternativen Formulierung kann Cremophor RH60 durch Propylenglycol ersetzt werden. Weiterhin kann das Triclosanniveau ebenso unter Verwendung von 0,005, 0,01% oder 0,02% variiert werden.
  • Beispiel 11- Mundwasser
  • Ambicin N 0,030%
  • Chlorhexidindigluconat 0,01
  • Glycerin 5,000
  • Geschmacksstoff 0,075
  • Ethanol (96%) 5,00
  • lösliches Saccharin 0,010
  • Natriumfluorid 0,023
  • Farbstoff 0,100
  • Cremophor RH60 0,1
  • deionisiertes Wasser qs
  • Ein weiteres Beispiel kann unter Verwendung von Cremophor 14-160 bei 0,2% hergestellt werden. Außerdem kann das Chlorhexidindigluconatniveau unter Verwendung von 0,05%, 0,1% oder 0,2% variiert werden.
  • Beispiel 12 - Mundwasser
  • Ambicin N 0,030%
  • Cetylpyridiniumchlorid 0,01%
  • Glycerin 5,000
  • Geschmacksstoff 0,075
  • Ethanol (96%) 5,00
  • lösliches Saccharin 0,0001
  • Natriumfluorid 0,023
  • Farbstoff 0,001
  • Cremophor RH60 0,1
  • EDTA 0,004
  • deionisiertes Wasser qs
  • Ein weiteres Beispiel kann unter Verwendung von Cremophor RH60 bei 0,2% hergestellt werden. Außerdem kann Cremophor RH60 weggelassen werden oder ersetzt werden durch ein nichtionisches Detergens wie Tween 20 oder Triton X100 (0,2%). Andere Beispiele können unter Verwendung von 0,05, 0,1 oder 0,2% Cetylpyridiniumchlorid hergestellt werden.
  • Beispiel 13 - Mundwasser
  • Ambicin N 0,030%
  • Triclosan 0,005
  • Dinatriumhydrogencitrat 0,263
  • Ethanol (96%) 15,00
  • Propylenglycol 15,00
  • Glycerin 30,000
  • deionisiertes Wasser qs
  • Weitere Beispiele können hergestellt werden, bei denen das Triclosanniveau 0,01%, 0,02% oder 0,03% ist.
  • Beispiel 14 - Mundwasser
  • Ambicin N 0,030%
  • Chlorhexidindigluconat 0,005
  • Dinatriumhydrogencitrat 0,263
  • deionisiertes Wasser qs
  • Weitere Beispiele können unter Verwendung von Chlorhexidindigluconat bei 0,05%-, 0,1%- oder 0,2%-Niveaus hergestellt werden.
  • Beispiel 15 - Mundwasser
  • Ambicin N 0,030%
  • Cetylpyridiniumchlorid 0,01
  • Dinatriumhydrogencitrat 0,263
  • deionisiertes Wasser qs
  • Weitere Beispiele können unter Verwendung von 0,05, 0,1 oder 0,2% Cetylpyridiniumchlorid hergestellt werden.
  • Beispiel 16 - Mundwasser (konzentrierte Formulierung)
  • Ambicin N 1,0%
  • Cetylpyridiniumchlorid 0,75
  • Propylenglycol 73,00
  • Ethanol (96%) 15,00
  • Geschmacksstoff 2,91
  • Natriumsaccharin 0,11
  • Tween 20 0,5
  • deionisiertes Wasser 6,48
  • Das konzentrierte Mundwasser wird durch Verdünnen von ein paar Tropfen (etwa 1 ml) in einem halbgefüllten Glas Wasser (annähernd 100 ml), das durch den Anwender gegurgelt wird, angewendet.
  • Beispiel 17 - Mundwasser (konzentrierte Formulierung)
  • Unter Verwendung der Formulierung von Beispiel 16, aber mit Cetylpyridiniumchlorid bei 0,075 bis 1,5%.
  • Beispiel 18 - Mundwasser (konzentrierte Formulierung)
  • Unter Verwendung der Formulierung von Beispiel 16, aber mit Chlorhexidindigluconat bei 0,075 bis 1,5%, beispielsweise 0,75%.
  • Beispiel 19 - Mundwassertablette
  • Ambicin N 0,9%
  • Triclosan 0,9
  • Natriumfluorid 1,5
  • Magnesiumstearat 1,0
  • Geschmacksstoff (sprühgetrocknet) 1,5
  • Farbstoff 0,05
  • Zitronensäure (wasserfrei) 15
  • Natriumbicarbonat 11
  • Natriumcarbonat 10
  • Xylitol qs
  • Weitere Beispiele können durch Ersetzen des Xylitols durch Sorbitol oder einem Gemisch aus Xylitol und Sorbitol hergestellt werden. Die Bestandteile werden vermischt und in 500 mg Tabletten gepreßt. Die Zitronensäure, Natriumbicarbonat und Natriumcarbonat werden bevorzugt zuerst mit dem Xylitol oder Sorbitol vermischt. Weitere Beispiele können unter Verwendung von 0,1% Triclosan hergestellt werden. Bei der Anwendung wird die Tablette in etwa 100 ml Wasser gelöst, um eine sprudelnde Mundwasserlösung zu bilden, die der Anwender dann gurgelt.
  • Beispiel 20 - Mundwassertablette
  • Unter Verwendung der Formulierung von Beispiel 19, aber Ersetzen des Triclosans durch Chlorhexidinacetat bei 0,9 oder 0,075%.
  • Beispiel 21 - Mundwassertablette
  • Unter Verwendung der Formulierung von Beispiel 19, aber Ersetzen des Triclosans durch Cetylpyridiniumchlorid bei 1,5 oder 0,075%.
  • Beispiel 22 - Päckchen - sprudelndes Mundwasser
  • Ambicin N 0,225%
  • Triclosan 0,225
  • Natriumfluorid 0,375
  • Menthol 0,5
  • Zitronensäure (wasserfrei) 15,0
  • Natriumbicarbonat 11,0
  • Natriumcarbonat 10,0
  • Xylitol qs bis 100
  • Xylitol kann durch Sorbitol oder ein Sorbitol/Xylitol-Gemisch ersetzt werden. Die Bestandteile werden vermischt und in 2 g-Päckchen eingebracht. Das Natriumbicarbonat und Natriumcarbonat werden vorzugsweise zuerst mit dem Xylitol oder Sorbitol separat vermischt. Das Niveau des sprudelnden Paars kann mit Zitronensäure (22,5%), Natriumbicarbonat (16,5%) und Natriumcarbonat (15%) erhöht werden. Weitere Beispiele können hergestellt werden, in denen das Triclosanniveau 0,0225% ist.
  • Beispiel 23 - Päckchen - sprudelndes Mundwasser
  • Unter Verwendung der Formulierungen von Beispiel 22, aber Ersetzen des Triclosans durch Cetylpyridiniumchlorid bei 0,025 bis 0,225%.
  • Beispiel 24 - Päckchen - sprudelndes Mundwasser
  • Unter Verwendung der Formulierungen von Beispiel 22, aber Ersetzen des Triclosans durch Chlorhexidinacetat bei 0,025 bis 0,225%.
  • Beispiel 25 - antibakterielles und antifungales Sektrum der aktiven Bestandteile
  • Das antibakterielle Spektrum der Wirksamkeit von Ambicin N (Amb) wurde durch Testen der Verbindung gegen einen Bereich mundwichtiger Gram negativ- und Gram positiv-Bakterien in einem herkömmlichen Versuch zur Nominalinhibierungskonzentration (NIC) bestimmt und mit der von Cetylpyridiniumchlorid (CPC), Chlorhexidin (CHX) und Triclosan verglichen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben. In den meisten Fällen hat Ambicin N ausge zeichnete Wirksamkeit, aber es kann ebenso bemerkt werden, daß Ambicin N effektive Inhibierungswirksamkeit gegen Candida-Spezies fehlt. Im Vergleich sind CPC, CHX und TCN alle gegen Candida wirksam. Tabelle 1- NIC-Daten
  • Beispiel 26 - antibakterielles und antifungales Spektrum der aktiven Bestandteile
  • Die antibakterielle Wirksamkeit einer Lösung, die Ambicin N (Amb) (500 ppm) in Anwesenheit oder Abwesenheit einer der Verbindungen Cetylpyridiniumchlorid (CPC), Chlorhexidin (CHX) oder Triclosan (TCN) (500 ppm) umfaßt, wurde in einem herkömmlichen Zonendiffusionsversuch gegen die wichtigsten oralen Mikroorganismen S sanguis, S mutans, A actionmyces, W recta, F nuclearum, C albicans, C kefyr und C tropicalis untersucht. Der Versuch wurde jeweils einzeln für Cetylpyridiniumchlorid, Chlorhexidin oder Triclosan wiederholt. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 2 und 3 angegeben. Obwohl es keinen Anhaltspunkt für einen Grad der Synergie zwischen Ambicin N und einer der Verbindungen Cetylpyridiniumchlorid, Chlorhexidin oder Triclosan gibt, zeigen die Daten ebenso, daß es keine Verringerung in der Wirksamkeit jedes Mittels in Anwesenheit des anderen gibt, das heißt, sie sind wechselseitig vereinbar. Tabelle 2 - Zonendiffusionsversuch - Hauptzonen, die gegen verschiedene orale Bakterien (mm) erhalten wurden Tabelle 3 - Zonendiffusionsversuch - Hauptzonen, die gegen verschiedene Candida sp (mm) erhalten wurden

Claims (10)

1. Die Verwendung von Nisin, einem Antibiotikum, das aus Chlorhexidin oder einem Salz davon, Cetylpyridinchlorid oder Triclosan ausgewählt wurde, und einem mundverträglichen Vehikel oder Träger bei der Herstellung einer Mundpflegezusammensetzung zur Behandlung oder Prophylaxe einer Mundfungalinfektion.
2. Die Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Nisin in gereinigter Form verwendet wird.
3. Die Verwendung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mundverträgliche Träger oder Vehikel ein Detergens umfaßt, das ein nichtionisches, kationisches oder amphoteres Detergens oder ein Gemisch davon ist.
4. Die Verwendung gemäß jedem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mundverträgliche Träger oder Vehikel ein nichtionisches Verdickungsmittel oder einen natürlichen oder synthetischen Gummi oder ein gummiähnliches Material umfaßt.
5. Die Verwendung gemäß jedem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung ein Zahnreinigungsmittel ist und daß das Schleifmittel ein Siliciumdioxidschleifmittel ist.
6. Die Verwendung gemäß jedem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung ein Zahnreinigungsmittel ist, das Nisin, ein Antibiotikum, das aus Cetylpyridinchlorid, einem Chlorhexidinsalz oder Triclosan ausgewählt wurde, ein nichtionisches Detergens, ein nichtionisches Verdickungsmittel, ein Feuchthaltemittel und ein Schleifmittel umfaßt, das ein "Niedrig-Anion"-siliciumdioxid oder Calciumcarbonat gegebenenfalls in Kombination mit Dicalcium-orthomonophosphat ist und ein Erdalkalimetallsalz wie Calciumchlorid einschließt.
7. Die Verwendung gemäß jedem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung ein Zahnreinigungsmittel ist, das Nisin, ein Antibiotikum, das aus Cetylpyridinchlorid oder Triclosan ausgewählt wurde, ein nichtionisches Detergens, ein Verdickungsmittel, das Natriumcarboxymethylcellulose ist, der gegebenenfalls ein Verdickungssiliciumdioxid beigemischt ist, ein Feuchthaltemittel und ein Schleifmittel umfaßt, das ein "Niedrig-Anion"-siliciumdioxid ist.
8. Die Verwendung gemäß jedem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung ein Mundwasser ist.
9. Die Verwendung gemäß jedem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung weiterhin einen mundverträglichen Chelatbildner umfaßt.
10. Die Verwendung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der mundverträgliche Chelatbildner EDTA, Zitronensäure oder ein Alkalimetallsalz davon ist.
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