-
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kathodenmaterial,
welches in Lithiumbatterien verwendet wird, in denen
Kohlenstoffmaterialien als Anodenmaterial verwendet werden und
Verfahren zur Herstellung desselben.
-
Verschiedene Sulfide und Oxide wurden bisher als
Kathodenmaterial von Lithiumbatterien vorgeschlagen.
Oxidverbindungen und amorphe Verbindungen wurden ebenfalls
vorgeschlagen. Zum Beispiel offenbart die ungeprüfte
japanische Patentveröffentlichung Nr. 59-134561/1984 ein
aktives Kathodenmaterial, bestehend aus einer festen Lösung,
welche durch Zugabe von Phosphorpentoxid zu Vanadiumpentoxid
und Brennen des resultierenden Gemisches, gefolgt von
schnellem Quenchen hergestellt wurde. Die ungeprüfte
japanische Patentveröffentlichung Nr. 2-33868/1990 offenbart
eine aus einem amorphen Pulver gebildete Kathode, welches
durch Schmelzen und schnelles Quenchen eines Gemisches von
Vanadiumpentoxid und 30 Mol-% oder weniger Phosphorpentoxid
hergestellt wurde. Selbst wenn diese Kathodenmaterialien
verwendet werden, kann jedoch das Problem nicht gelöst werden,
daß die Wiederholung von Laden und und Entladen eine
Verringerung der Kapazität bewirkt. Entsprechend wurde bisher
kein Kathodenmaterial erhalten, welches eine
zufriedenstellende Zyklenstabilität aufweist. Zudem ist es
erforderlich, daß leitfähige Mittel den Kathodenmaterialien
aufgrund ihrer geringen Leitfähigkeit zugegeben werden. Trotz
der Zugabe der leitfähigen Mittel verursacht ein großer
Stromfluß eine große Polarisierungä was in verringerter
Energiedichte resultiert. Weiterhin war es hinsichtlich der
amorphen Verbindungen wünschenswert, die stabilen Verbindungen
einfach zu erhalten.
-
Um diese Probleme zu lösen haben die Erfinder bereits ein
Kathodenmaterial für eine Lithiumbatterie vorgeschlagen,
welches eine amorphe feste Lösung umfaßt, umfassend
Vanadiumpentoxid, Diphosphorpentoxid und ein
Erdalkalimetalloxid in einem bestimmten Verhältnis und ein
Verfahren zur Herstellung desselben (ungeprüfte japanische
Patentveröffentlichung Nr. 5-299088/1993) und ein
Kathodenmaterial für eine Lithiumbatterie, welches eine
amorphe feste Lösung umfaßt, umfassend Vanadiumpentoxid,
Diphosphorpentoxid, ein Erdalkalimetalloxid und Kobaltoxid und
ein Verfahren zur Herstellung desselben (ungeprüfte japanische
Patentveröffentlichung Nr. 5-225981).
-
Diese Vanadiumpentoxid-Kathodenmaterialien sind
zufriedenstellend in der Ladungs-Entladungs-Zyklenstabilität
stabil und amorph und durch diese Verfahren können stabile,
amorphe Kathodenmaterialien hergestellt werden. Wenn diese
Kathodenmaterialien jedoch in Kombination mit
Kohlenstoffanoden verwendet werden, tritt das Problem auf, daß
die Ladungskapazität gering zu der Entladungskapazität in den
Kathoden bei den anfänglichen Zyklen ist. Es verbleibt nämlich
etwas Lithium in den Kathoden und wird nicht entdotiert.
Hinsichtlich des Batteriesystems nimmt deshalb die Menge an
Lithium in den Kohlenstoffanoden ab, was eine Verringerung der
Kapazität bewirkt.
-
Es ist deshalb eine primäre Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ein Vanadiumpentoxid-Kathodenmaterial bereitzustellen, welches
eine Lithiumbatterie ergeben kann, welche eine
zufriedenstellende Ladungs-Entladungs-Effizienz aufweist, bei
der eine Verringerung der Kapazität einer Kohlenstoffanode
verhindert wird und welche eine hervorragende Langzeit
Zyklenstabilität von den anfänglichen Zyklen an aufweist.
-
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es
Verfahren zur einfachen Herstellung dieses Kathodenmaterials
bereitzustellen.
-
Erfindungsgemäß wird ein Kathodenmaterial für eine
Lithiumbatterie bereitgestellt, umfassend eine feste Lösung,
umfassend V&sub2;O&sub5;, CoO&sub2;, P&sub2;O&sub5;, MO (worin M ein
Erdalkalimetallelement darstellt) und mindestens eine
Lithiumverbindung, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus
Lithium-Sauerstoffverbindungen, Lithiumhalogeniden und
Lithiumsauerstoffsäuresalzen.
-
Weiterhin stellt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
eines Kathodenmaterials für eine Lithiumbatterie bereit,
welches umfaßt Schmelzen eines Gemisches von V&sub2;O&sub5;, CoO&sub2;, P&sub2;O&sub5;,
MO (worin M ein Erdalkalimetallelement darstellt) und
mindestens einer Lithiumverbindung, ausgewählt aus der Gruppe,
bestehend aus Lithium-Sauerstoffverbindungen,
Lithiumhalogeniden und Lithiumsauerstoffsäuresalzen, um eine
Schmelze zu bilden und dann Einbringen der Schmelze in Wasser,
um sie zu pulverisieren.
-
Darüber hinaus stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung eines Kathodenmaterials für eine
Lithiumbatterie bereit, welches umfaßt Schmelzen eines
Gemisches aus V&sub2;O&sub5;, CoO&sub2;, P&sub2;O&sub5;, MO (worin M ein
Erdalkalimetallelement darstellt) und mindestens einer
Lithiumverbindung, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus
Lithium-Sauerstoffverbindungen, Lithiumhalogeniden und
Lithiumsauerstoffsäuresalzen um eine Schmelze zu bilden und
dann Pressen der Schmelze mit Metallplatten, um sie zu
pulverisieren.
-
Für die Kathodenmaterialien der vorliegenden Erfindung werden
die resultierenden festen Lösungen bevorzugt bei einer
Temperatur von 100 bis 500 ºC wärmebehandelt, nachdem die
Schmelze in das Wasser eingebracht wurde oder nach dem Pressen
mit den Metallplatten und vor oder nach der Pulverisierung.
Durch die Wärmebehandlung wird die Leitfähigkeit verbessert um
Kathodenmaterialien zu erhalten, welche eine hervorragende
Zyklusstabilität aufweisen, welche eine geringe Polarisierung
aufweisen und welche eine verringerte
Energiedichteverringerung aufweisen.
-
Diese und andere Ziele und Vorteile dieser Erfindung werden
deutlicher und leichter erkennbar aus der folgenden genauen
Beschreibung der gegenwartig bevorzugten beispielhaften
Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung mit den
beigefügten Zeichnungen von denen:
-
Figur 1 ein Graph ist, der die Beziehung zwischen der
zugegebenen Lithiummenge und der anfänglichen Ladungs-
Entladungs-Effizienz in den Beispielen 1 bis 5 und dem
Vergleichsbeispiel 1 zeigt;
-
Figur 2 ein Graph ist, der die Beziehung zwischen der
Zyklenzahl und der Entladungskapazität in den Beispielen 1 bis
5 und dem Vergleichsbeispiel 1 zeigt;
-
Figur 3 ein Graph ist, der die Beziehung zwischen der
Zyklenzahl und dem Entladungsendpotential in den Beispielen 1
bis 5 und dem Vergleichsbeispiel 1 zeigt;
-
Figur 4 ein Graph ist, der die Beziehung zwischen den
Wärmebehandlungsbedingungen und dem spezifischen Widerstand in
den Beispielen 6 bis 10 und dem Vergleichsbeispiel 2 zeigt;
-
Figur 5 ein Graph ist, der die Beziehung zwischen den
Wärmebehandlungsbedingungen und der Potentialveränderung beim
Anhalten der Entladung in den Beispielen 6 bis 10 und dem
Vergleichsbeispiel 2 zeigt;
-
Figur 6 ein Graph ist, der die Beziehung zwischen der
Zyklenzahl und dem Entladungsendpotential in den Beispielen 6
bis 10 und dem Vergleichsbeispiel 2 zeigt;
-
Figur 7 ein Graph ist, der die Beziehung zwischen der
Ladungs-Entladungs-Kapazität und dem Potential in den
Beispielen 6 bis 10 und dem Vergleichsbeispiel 2 zeigt;
-
Figur 8 Röntgendiffraktionsmuster von
Kathodenmaterialpulvern zeigt, die in den Beispielen 6 bis 9
und dem Vergleichsbeispiel 2 erhalten wurden;
-
Figur 9 eine schematische Ansicht ist, die die Struktur
einer Kathodenhalbzelle für die Beurteilung der Elektroden
zeigt; und
-
Figur 10 eine Frontansicht ist, die teilweise einen
Querschnitt enthält, welche eine Lithiumsekundärbatterie
zeigt, die ein erfindungsgemäßes Kathodenmaterial für eine
Lithiumbatterie verwendet.
-
Das Kathodenmaterial der vorliegenden Erfindung umfaßt eine
feste Lösung umfassend V&sub2;O&sub5;, CoO&sub2;, P&sub2;O&sub5;, MO (worin M ein
Erdalkalimetallelement darstellt) und eine Lithiumverbindung.
Das Erdalkalimetalloxid (MO) ist bevorzugt MgO oder CaO.
-
Die Lithiumverbindung ist mindestens eine Verbindung,
ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Lithium-
Sauerstoffverbindungen, Lithiumhalogeniden und
Lithiumsauerstoffsäuresalzen, wie etwa Li&sub2;O, LiOH x H&sub2;O, Li&sub2;CO&sub3;,
LiF, LiCl, LiBr und LiI.
-
Das Verhältnis der jeweiligen Bestandteile, die in der festen
Lösung enthalten sind, ist wie folgt:
-
V&sub2;O&sub5;: 64 bis 92 Mol-%, bevorzugt 65 bis 80 Mol-%
-
CoO&sub2;: 10 Mol-% oder weniger, bezogen auf V&sub2;O&sub5;, bevorzugt 1
bis 6 Mol-%
-
P&sub2;C&sub5;: 1 bis 24 Mol-%, bevorzugt 2 bis 15 Mol-%
-
MC: 2 bis 25 Mol-%, bevorzugt 2 bis 15 Mol-%
(worin V&sub2;O&sub5; + P&sub2;O&sub5; + CoO&sub2; + MO = 100 Mol-%)
-
Weniger als 64 Mol-% V&sub2;O&sub5; verringern die Entladungskapazität
wohingegen mehr als 92 Mol-% V&sub2;O&sub5; Schwierigkeiten beim
Amorphmachen der festen Lösung verursachen, was hinsichtlich
des Kathodenmaterials zu einem unbefriedigenden Ergebnis
führt.
-
Wenn der Gehalt an CoO&sub2; weniger als 1 Mol-%, bezogen auf V&sub2;O&sub5;
beträgt, wird der durch die Zugabe von CoC&sub2; bewirkte Effekt
(nämlich eine weitere Verbesserung der Zyklenstabilität) in
einigen Fällen nicht erhalten. Auf der anderen Seite, wenn der
Gehalt an CoC&sub2; 10 Mol-% übersteigt, wird sowohl die anfängliche
Kapazität als auch die Zyklenstabilität verringert. Weiterhin
bringt weniger als 1 Mol-% P&sub2;O&sub5; die Schwierigkeit mit sich, die
feste Lösung amorph zu machen, was hinsichtlich des
Kathodenmaterials zu einem unbefriedigenden Ergebnis führt,
wohingegen mehr als 24 Mol-% P&sub2;O&sub5; die Entladungskapazität
verringern. Weiterhin bringen weniger als 2 Mol-% MO die
Schwierigkeit mit sich, die feste Lösung amorph zu machen, was
hinsichtlich des Kathodenmaterials zu einem unbefriedigenden
Ergbenis führt, wohingegen mehr als 25 Mol-% MO die
Entladungskapazität verringern.
-
Das Kathodenmaterial, welches die amorphe feste Lösung
enthält, welche die oben erwähnten Bestandteile in solchen
molaren Verhältnisbereichen umfaßt, ist hinsichtlich der
Zyklenstabilität zufriedenstellend. In der vorliegenden
Erfindung werden jedoch die Li-Verbindungen zusätzlich dazu
gegeben, um zuvor Lithium zwischen die Schichten von V&sub2;O&sub5; zu
dotieren. Irreversibles Lithium, welches während der
anfänglichen Zyklen nicht entdotiert wird, wird bei der
Synthese zugegeben, wodurch die Ladung und Entladung bei einer
Ladungs-Entladungs-Effizienz von 100 % vom ersten Zyklus an
durchgeführt werden kann.
-
Die Menge einer solchen Li-Verbindung wird eingestellt, um in
der Lage zu sein, reversibel zu der vorgegebenen Menge der
Ladungs-Entladungs-Zykluskapazität des Kathodenmaterials von
den anfänglichen Zyklen an im Kreislauf zu gelangen. Dies
bedeutet, daß die Menge der Lithiumverbindung bevorzugt 2,0
Mol oder weniger pro Mol V&sub2;O&sub5; beträgt. Mehr als 2,0 Mol der Li-
Verbindung bewirken ungunstigerweise Schwierigkeiten beim
Amorphmachen der festen Lösung. Die Menge davon beträgt
bevorzugt 0,1 bis 2,0 Mol, mehr bevorzugt 0,25 bis 1,65 Mol
und am meisten bevorzugt 0,30 bis 1,0 Mol
-
Das Kathodenmaterial der vorliegenden Erfindung umfaßt die
feste Lösung, umfassend V&sub2;O&sub5;, CoO&sub2;, P&sub2;O&sub5;, MO und die oben
beschrieben Li-Verbindung und zeigt eine amorphe Struktur,
z.B. bei der Röntgendiffraktion. Durch eine Wärmebehandlung
davon wird jedoch die Leitfähigkeit verbessert, was in dem
mehr bevorzugten Kathodematerial resultiert, welches
hervorragend in der Zyklenstabilität, klein in der
Polarisation und verringert in einer Energiedichteverringerung
selbst bei einem großen Stromfluß ist. Es wird vermutet, daß
der Grund dafür ist, daß elektrochemisch das Potential linear
variiert ohne einen flachen Abschnitt aufzuweisen, ähnlich mit
dem amorphen Material, wodurch die Zyklenstabilität verbessert
wird und aus der Röntgenstrahldiffraktion das Verhältnis von
amorphen Anteilen verringert ist, um die Struktureinheit zu
vergrößeren, wodurch die Leitfähigkeit verbessert und die
Polarisierung verringert wird.
-
Verfahren zur Herstellung der Kathodenmaterialien der
vorliegenden Erfindung werden im folgenden beschrieben.
-
Bei den erfindungsgemäßen Verfahren werden V&sub2;O&sub5;, CoO&sub2;, P&sub2;O&sub5;, MO
(worin M ein Erdalkalimetallelement darstellt) und die oben
beschriebene Li-Verbindung gemischt und geschmolzen, um eine
Schmelze zu bilden und die Schmelze wird dann in Wasser
eingebracht oder mit Metallplatten gepresst. Beim Schmelzen
ist es bevorzugt, daß das Gemisch bei 200 bis 500 ºC für 30
Minuten bis 6 Stunden und weiter bei 560 bis 740 ºC für 5
Minuten bis 1 Stunde gehalten wird.
-
Die so erhaltene feste Lösung ist amorph.
-
Um amorphe feste Lösungen zu erhalten, ist üblicherweise ein
schnelles Quenchen erforderlich. Im allgemeinen werden die
Schmelzen schnell auf Raumtemperatur mit einer
Quenchgeschwindigkeit von etwa 106 ºC/sec unter Verwendung von
Zwillingskupferwalzen gequencht. In der vorliegenden Erfindung
werden V&sub2;O&sub5;, CoO&sub2;, P&sub2;O&sub5;, MO und die Li-Verbindung gemischt,
wobei die amorphe feste Lösung selbst durch das
Wasserquenchverfahren (schnelle Quenchgeschwindigkeit: 10² bis
10³ ºC/sec) oder durch das Metallplatten-Preßverfahren
(schnelle Quenchgeschwindigkeit: 10 bis 10&sup4; ºC/sec), welches
eine geringe schnelle Quenchgeschwindigkeit aufweist, erhalten
werden kann. Die amorphe feste Lösung kann deshalb leicht
erhalten werden, ohne eine große Vorrichtung zum schnellen
Quenchen zu verwenden. Die resultierende amorphe feste Lösung
ist sehr stabil und das hervorragende Kathodenmaterial kann
durch mechanisches Pulverisieren der amorphen festen Lösung
erhalten werden.
-
Weiterhin werden erfindungsgemäß die so erhaltenen amorphen
festen Lösungen bevorzugt bei einer Temperatur von 100 bis 500
ºC, mehr bevorzugt von 150 bis 400 ºC und am meisten bevorzugt
von 200 bis 300 ºC wärmebehandelt, nachdem die Schmelze in das
Wasser eingebracht wurde oder mit den Metallplatten gepreßt
wurde und vor oder nach der Pulverisierung. Die
wärmebehandlung kann entweder in Luft oder in einem
Wasserstoffstrom durchgeführt werden. Die Atmosphäre, in der
die Wärmebehandlung ausgeführt wird, ist nicht besonders
begrenzt. Bei der Wärmebehandlung verändern sich die festen
Lösungen von einer homogenen isotropen amorphen Struktur zu
einer kristallinen Struktur, was die Leitfähigkeit verbessert,
wodurch Kathodenmaterialien erhalten werden, die hevorragend
in der Zyklenstabilität, gering in der Polarisation und
verringert in der Energiedichteverringerung selbst bei einem
großen Stromfluß sind. Eine Wärmebehandlungstemperatur von
weniger als 100 ºC erfordert eine lange Behandlungszeitdauer,
was in geringer Effiziez resultiert, wohingegen eine
Temperatur von über 500 ºC Sintern und weiterhin eine
Temperatur von über 600 ºC Schmelzen bewirkt.
-
Die Wärmebehandlungszeit kann verlängert werden, wenn die
Behandlungstemperatur gering ist und verkürzt, wenn die
Temperatur hoch ist, wodurch die Behandlungszeit gesteuert
wird. Wenn eine größere Menge des Materials behandelt ist,
wird eine längere Zeitdauer benötigt aufgrund der Wärmeleitung
und wenn eine geringere Menge des Materials behandelt wird,
kann sich die Behandlungswirkung bei einer kürzeren Zeitdauer
zeigen. Diese Wärmebehandlungszeit beträgt üblicherweise 30
Minuten bis 20 Stunden und wenn etwa 50 g einer Probe in einem
Tiegel, wie in den unten gezeigten Beispielen beschrieben,
wärmebehandelt werden, beträgt die Zeit etwa 1 bis 5 Stunden.
-
Wenn die Kathodenmaterialien verwendet werden, um Kathoden
herzustellen ist die Korngröße der Kathodenmaterialien nicht
notwendigerweise begrenzt. Die Verwendung der
Kathodenmaterialien mit einer Korngröße von 5 µm oder weniger
kann jedoch hoch wirksame Kathoden liefern. In diesem Fall
können leitfähige Mittel wie etwa Acetylenschwarz und
Bindemittel wie etwa pulverformige Fluorharze dem
Kathodenmaterial zugegeben werden, gemischt im trockenen
Zustand um Gemische zu bilden. Die Gemische werden dann durch
Walzen gewalzt, gefolgt von Trocknen um die Kathoden
herzustellen. Die Menge der zugegebenen leitfähigen Mittel
kann 5 bis 50 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteilen des
Kathodenmaterials und bevorzugt 7 bis 10 Gewichtsteile
betragen. In der vorliegenden Erfindung ist das
Kathodenmaterial hinsichtlich der Leitfähigkeit
zufriedenstellend, so daß die verwendete Menge der leitfähigen
Mittel verringert werden kann. Die Bindemittel werden
bevorzugt in einer Menge von 5 bis 10 Gewichtsteile pro 100
Gewichtsteile des Kathodenmaterials eingemischt.
-
Beliebige nicht wäßrige Elektrolyte werden in Batterien
verwendet, die die Kathodenmaterialien der vorliegenden
Erfindung verwenden, solange sie gegenüber den
Kathodenmaterialien und Anodenmaterialien chemisch stabil sind
und Lithiumionen hindurch transportiert werden können, um mit
dem Kathodenmaterial elektrochemisch zu reagieren.
Insbesondere werden Verbindungen, welche durch Kombinationen
von Kationen und Anionen gebildet werden, bevorzugt verwendet.
Beispiele solcher Kationen umfassen, sind aber nicht
beschränkt auf Li&spplus; und Beispiele solcher Anionen umfassen, sind
aber nicht beschränkt auf Halogenidanionen der Gruppe Va
Elemente wie etwa PF&sub6;&supmin;, AsF&sub6;&supmin; und SbF&sub6;&supmin;, Halogenanionen wie etwa
I&supmin; (I&sub3;&supmin;), Br und Cl&supmin;, Perchloratanionen wie etwa ClO&sub4;&supmin; und
Anionen wie ewta HF&sub2;&supmin;, CF&sub3;SO&sub3;&supmin; und SCN&supmin;. Beispiele der
Elektrolyte mit solchen Kationen und Anionen umfassen LiPF&sub6;,
LiAsF&sub6;, LiSbF&sub6;, LiBF&sub4;, LiClC&sub4;, LiI, LiBr, LiCl, LiAlCl&sub4;, LiHF&sub2;,
LiSCN und LiSO&sub3;CF&sub3;. Von diesen Verbindungen sind LIPF&sub6;, LiAsF&sub6;,
LiBF&sub4;, LiClO&sub4;, LiSbF&sub6; und LiSO&sub3;CF&sub3; besonders bevorzugt.
-
Die nicht wäßrigen Elektrolyte werden im allgemeinen in einem
Zustand verwendet, in dem die Elektrolyte in Lösungsmitteln
gelöst wurden. In diesem Fall gibt es keine bestimmte
Einschränkung hinsichtlich der Lösungsmittel. Lösungsmittel
einer relativ hohen Polarität werden jedoch bevorzugt
verwendet. Beispiele solcher Lösungsmittel umfassen
Propylencarbonat, Ethylencarbonat, Butylencarbonat,
Diethylcarbonat, Dimethylcarbonat, Tetrahydrofuran, 2-
Methyltetrahydrofuran, Dioxolan, Dioxan, Dimethoxyethan,
Glykolether wie etwa Diethylenglykoldimethylether, Lactone wie
etwa γ-Butyrolacton, Phosphate wie etwa Triethylphosphat,
Borate wie etwa Triethylborat, Schwefelverbindungen wie etwa
Sulfolan und Dimethylsulfoxid, Nitrile wie etwa Acetonitril,
Amide wie etwa Dimethylformamid und Dimethylacetamid,
Dimethylsulfat, Nitromethan, Nitrobenzol und Dichlorethan.
Diese Lösungsmittel können allein oder in Kombination
verwendet werden. Von diesen Lösungsmitteln sind eines
ausgewählt aus Ethylencarbonat, Propylencarbonat,
Butylencarbonat, Tetrahydrofuran, 2-Methyltetrahydrofuran,
Dimethoxyethan, Dioxolan, γ-Butyrolacton, Diethylcarbonat und
Dimethylcarbonat oder Gemische davon besonders geeignet.
-
Die nicht wäßrigen Elektrolyte umfassen auch organische
Festelektrolyte, bestehend aus Polymeren wie etwa
Polyethylenoxid, Polypropylenoxid, Polyethylenoxid
quervernetzt mit Isocyanaten und Phosphazenpolymere mit
Ethylenoxidoligomeren als Seitenketten, welche mit den oben
erwähnten nicht wäßrigen Elektrolyten imprägniert sind; und
anorganische Festelektrolyte, wie etwa anorganische
lonenderivate (z.B. Li&sub3;N und LiBCl&sub4;) und Lithiumgläser (z.B.
Li&sub4;SiC&sub4; und Li&sub3;BO&sub3;).
-
Eine Lithiumsekundärbatterie, welche das erfindungsgemäße
Kathodenmaterial verwendet, wird genauer unter Bezugnahme auf
Figur 10 beschrieben.
-
Bezugnehmend auf Figur 10 umfaßt die Lithiumsekundärbatterie,
welche das erfindungsgemäße Kathodenmaterial verwendet, einen
knopfförmigen Kathodenbehälter 10 mit einer Öffnung 10a, eine
Anodenkappe 20, welche die Öffnung 10a verschließt, einen
Separator 30 mit feinen Perforationen, welcher den Innenraum
des Kathodenbehälters 10 in zwei Räume teilt, eine Kathode 50,
welche in dem Raum auf der Kathodenseite angebracht ist und
einen Kathodenkollektor 40 auf der Seite des Kathodenbehälters
10 angeordnet aufweist und eine Anode 70, welche in dem Raum
auf der Anodenseite angeordnet ist und einen Anodenkollektor
60 auf der Seite der Anodenkappe 20 angeordnet aufweist.
-
Anodenmaterialien, welche als die oben beschriebene Anode 70
verwendet werden, umfassen z.B. die in der internationalen
PCT-Veröffentlichung Nr. WO 93/10566, in der ungeprüften
japanischen Patentveröffentlichung Nr. 3-176963/1991 und in
der ungeprüften japanischen Patentveröffentlichung Nr. 4-
79170/1992 beschriebenen Anodenmaterialien. In diesem Fall
werden die in der internationalen PCT-Veröffentlichung Nr. WO
93/10566 beschriebenen Anodenmaterialien bevorzugt verwendet,
da die Kathode einen großen Stromfluß aufnehmen kann.
-
Für den oben beschriebenen Separator 30 können Fließstoffe,
gewebte und gestrickte Stoffe, hergestellt aus synthetischen
Harzen, wie etwa Polytetrafluorethylen, Polypropylen und
Polyethylen verwendet werden. Die Stoffe sind porös und die
Elektrolyten können hindurchgeleitet werden und darin
enthalten sein.
-
Die Bezugsnummer 80 bezeichnet eine isolierende
Polyethylenfüllung, welche entlang der inneren Wand des
Kathodenbehälters 10 angeordnet ist, um die Anodenkappe 20 in
einem isolierten Zustand zu tragen.
-
In der vorliegenden Erfindung werden die Li-Verbindungen
zusätzlich zu den als Kathodenmaterialien hervorragenden V&sub2;O&sub5;-
CoO&sub2;-P&sub2;O&sub5;-MO-Materialien zugegeben, um die amorphen festen
Lösungen herzustellen. Li wird deshalb zuvor zwischen die
Schichten von V&sub2;O&sub5; dotiert, um irreversibles Lithium
einzuführen, welches bei den anfänglichen Zyklen nicht in das
Kathodenmaterial entdotiert wird, wobei das Laden und Entladen
bei einer Ladungs-Entladungs-Effizienz von 100 % vom ersten
Zyklus an ausgeführt werden kann.
-
Wenn die oben erwähnten amorphen festen Lösungen zudem
wärmebehandelt werden, wird die Leitfähigkeit verbessert, was
in mehr bevorzugten Kathodenmaterialien resultiert, welche
hervorragend in der Zyklenstabilität, gering in der
Polarisation und verringert in einer Energiedichteverringerung
selbst bei einem großen Stromfluß sind. Es wird vermutet, daß
der Grund dafür ist, daß elektrochemisch das Potential linear
variiert ohne einen flachen Abschnitt aufzuweisen, ähnlich mit
den amorphen Materialien, wodurch die Zyklenstabilität
verbessert wird und aus der Röntgenbeugung, das Verhältnis der
amorphen Anteile verringert ist, was die Struktureinheit
vergrößert, wodurch die Leitfähigkeit verbessert und die
Polarisation verringert wird.
-
Erfindungsgemäß können die amorphen festen Lösungen der
stabilen V&sub2;O&sub5;-CoO&sub2;-P&sub2;O&sub5;-MO-Li-Verbindungen einfach erhalten
werden. Wenn die amorphen festen Lösungen zudem wärmebehandelt
werden, kann die Leitfähigkeit verbessert werden, wobei die
homogene isotrope Struktur der amorphen Materialien
beibehalten wird, wodurch die Kathodenmaterialien erhalten
werden, welche hervorragend in der Zyklenstabilität, gering in
der Polarisation und verringert in einer
Energiedichteverringerung selbst bei einem großen Stromfluß
sind.
-
Weiterhin kann die Verwendung dieser so erhaltenen festen
Lösungen als Kathodenmaterial Kathoden bereitstellen, die eine
zufriedenstellende Ladungs-Entladungs-Effizienz vom ersten
Zyklus an aufweisen und die Verwendung der resultierenden
Kathoden kann verhindern, daß die Kapazität von
Kohlenstoffanoden verringert wird und kann Lithiumbatterien
ergeben, welche herausragend in der Langzeit-Zyklenstabilität
sind.
-
Die folgenden Beispiele sind angegeben, um die vorliegende
Erfindung zu veranschaulichen und sollen keine Begrenzungen
hinsichtlich des Umfangs der Erfindung sein.
BEISPIEL 1
-
V&sub2;O&sub5;, CoO&sub2;, P&sub2;O&sub5; und CaO wurden gewogen und gemischt um ein
molares Verhältnis von 76:4:10:10 zu ergeben. LiOH x H&sub2;O wurde
zudem gewogen und damit in einer Menge von 0,33 Mol pro Mol
V&sub2;O&sub5; gemischt. Dann wurde das Gemisch bei 750 ºC für 30 Minuten
gehalten, um das oben erwähnte Gemisch zu schmelzen. Das
geschmolzene Gemisch wurde schnell gekühlt, indem es zwischen
zwei Metallplatten gelegt wurde, um eine amorphe feste Lösung
zu erhalten.
-
Nach Pulverisieren der so erhaltenen festen Lösung wurden 10
Gewichtsprozent Ketjenschwarz und Polytetrafluorethylen (PTFE)
(das Gewichtsverhältnis von Ketjenschwarz zu PTFE = 1/1)
zugegeben und gemischt, gefolgt von Pressen, um eine Kathode
zu bilden.
-
Eine zuvor mit Lithium dotierte Graphitelektrode wurde als
Anode verwendet, Cellguard 2502 (Daicel Chemical Industries,
Ltd.) wurde als Separator verwendet und eine 1 Mol/l Lösung
von LiClO&sub4; in einem Lösungsmittel aus Propylencarbonat (PC) und
Dimethoxyethan (DME) (Gewichtsverhältnis 1:1) wurde als
Elektrolyt verwendet, um einen Ladungs-Entladungs-Zyklentest
durchzuführen.
-
Der Test wurde bei einer Ladungs-Entladungs-Stromdichte von
1,6 mA/cm², bei einem Ladungsendpotential von 3,8 V und einem
Entladungsendpotential von 2,0 V oder 150 Ah/kg durchgeführt.
Die Beziehung zwischen der zugegebenen Lithiummenge und der
anfänglichen Ladungs-Entladungs-Effizienz ist in Figur 1
gezeigt, die Beziehung zwischen der Zyklenzahl und der
Entladungskapazität ist in Figur 2 gezeigt und die Beziehung
zwischen der Zyklenzahl und dem Entladungsendpotential ist in
Figur 3 gezeigt.
VERGLEICHSBEISPIEL 1
-
Ein Kathodenmaterial wurde in der gleichen Weise hergestellt
und untersucht wie in Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß LiOH x
H&sub2;O nicht zugegeben wurde. Die Ergebnisse sind in den Figuren 1
bis 3 gezeigt.
BEISPIEL 2
-
Ein Kathodenmaterial wurde in der gleichen Weise wie in
Beispiel 1 hergestellt und untersucht mit der Ausnahme, daß
LiOH x H&sub2;O in einer Menge von 0,66 Mol pro Mol V&sub2;O&sub5; zugegeben
wurde. Die Ergebnisse sind in den Figuren 1 bis 3 gezeigt.
BEISPIEL 3
-
Ein Kathodenmaterial wurde in der gleichen Weise wie in
Beispiel 1 hergestellt und untersucht mit der Ausnahme, daß
LiOH x H&sub2;O in einer Menge von 1,0 Mol pro Mol V&sub2;O&sub5; zugegeben
wurde. Die Ergebnisse sind in den Figuren 1 bis 3 gezeigt.
BEISPIEL 4
-
Ein Kathodenmaterial wurde in der gleichen Weise wie in
Beispiel 1 hergestellt und untersucht, mit der Ausnahme, daß
LiOH x H&sub2;O in einer Menge von 1,33 Mol pro Mol V&sub2;O&sub5; zugegeben
wurde. Die Ergebnisse sind in den Figuren 1 bis 3 gezeigt.
BEISPIEL 5
-
Ein Kathodenmaterial wurde in der gleichen Weise wie in
Beispiel 1 hergestellt und untersucht, mit der Ausnahme, daß
LiOH x H&sub2;O in einer Menge von 1,66 Mol pro Mol V&sub2;O&sub5; zugegeben
wurde. Die Ergebnisse sind in den Figuren 1 bis 3 gezeigt.
-
Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, können die Ladungs-
Entladungszyklen bis zu einer zugegebenen Li-Menge von 0 bis
0,75 Mol pro Mol V&sub2;O&sub5; bei 150 Ah/kg stabil durchgeführt werden.
Wenn jedoch, wie in Figur 1 gezeigt, keine Li-Verbindung
zugegeben wird (Vergleichsbeispiel 1), werden 60 % des
dotierten Li bei einer Effizienz des ersten Zyklus von 250 %
nicht entdotiert, was keinen Beitrag zu den späteren Ladungs-
Entladungs-Zyklen bewirkt, was in einer Verringerung der
Kapazität resultiert. Im Gegensatz dazu erreicht die Effizienz
des ersten Zyklus 100 %, wenn die Li-Verbindung zugegeben
wird. In den Beispielen 3 und 4 wird eine 100 % vollständige
Reversibilität vom ersten Zyklus an beobachtet.
-
Weiterhin, wie aus Figur 3 ersichtlich, zeigt eine kleinere
Menge der Li-Verbindung ein höheres Entladungsendpotential des
ersten Zyklus. Wenn jedoch keine Li-Verbindung zugegeben wird
(Vergleichsbeispiel 1), ist das in den Zyklen stabile
Entladungsendpotential geringer als das in den Beispielen 1
bis 3. Die Zugabe der Li-Verbindung verbessert deshalb die
Reversibilität der anfänglichen Zyklen.
BEISPIEL 6
-
V&sub2;O&sub5;, CoCO&sub3; und Ca(H&sub2;PO&sub4;)&sub2; x H&sub2;O wurden gewogen, um ein molares
Verhältnis von V&sub2;O&sub5;/CoO&sub2;/P&sub2;O&sub5;/CaO von 87:5:4:4 zu ergeben und
LiOH x H&sub2;O wurde weiterhin gewogen, um ein molares Verhältnis
von Li/V&sub2;O von 0,6 zu ergeben. Dann wurden sie in einer
Kugelmühle gemischt und in einen Tiegel eingebracht. Das
Gemisch wurde unter Luft in einem elektrischen Ofen erwärmt
und bei 400 ºC für 30 Minuten gehalten. Weiterhin wurde das
Gemisch erwärmt und bei 740 ºC für 30 Minuten gehalten. Das
resultierende geschmolzene Material wurde auf eine
Kupferplatte gelegt und mit einem weiteren Kupfermetall von
oben gepreßt, wodurch es schnell gekühlt wurde, um eine
amorphe feste Lösung zu erhalten.
-
Die so erhaltene feste Lösung wurde mit einer
Planetenkugelmühle pulverisiert und nachfolgend mit einer
Strahlmühle und klassiert, um ein Kathodenmaterialpulver mit
einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2 µm zu erhalten.
Dieses Pulver wurde bei 150 ºC für 2 Stunden wärmebehandelt
und 10 Gew.-% eines Polytetrafluorethylenpulvers (Teflon 7-J)
wurden dazu gegeben. Nach dem Mischen wurde eine Scheibe mit
einem Durchmesser von 10 mm und einer Dicke 1 mm durch
Pulverkompressionsformen gebildet. Elektroden von SUS 304
wurden in beide Enden davon gedrückt und ihr spezifischer
Widerstand wurde mit einem Impedanzanalysator bei 1 kHz
gemessen.
-
Die Polarisation und der Ladungs-Entladungs-Zyklentest wurden
in der folgenden Weise ausgeführt. Zuerst wurde ein
leitfähiges Mittel (Ketjen Black EC 600JD) und ein Bindemittel
[das oben erwähnte Polytetrafluorethylenpulver (Teflon 7-J)]
jeweils in einer Menge von 7,5 Gew.-% zu dem so erhaltenen
Kathodenmaterialpulver zugegeben und gemischt, gefolgt von
Pulverpressen und Walzen, um eine 40 mm breite, 400 µm dicke
Platte zu erhalten. Dann wurden unter Verwendung einer in
Figur 9 gezeigten Halbzelle, welche eine Gegenelektrode [eine
40 mm breite, 400 µm dicke Kathode (vorläufig entladen auf 2,7
V gegen Li)], eine Referenzelektrode (Li), einen Elektrolyten
[eine 1 Mol/l Lösung von LiPF&sub6; in einem Lösungsmittel aus
Propylencarbonat (PC) und Dimethoxyethan (DME)
(Volumenverhältnis: 1:1)] und einen Separator (eine Glasmatte)
umfaßte, die Endpunkte von Ladung und Entladung 30 Minuten bei
einer Ladungs-Entladungs-Stromdichte von 1,6 mA/cm² zyklisch
durchgeführt, wobei das Entladen bei einem Endwert von 150
Ah/kg und das Laden bei einer konstanten Spannung von + 3,8 V
(gegen Li) durchgeführt wurde.
-
Bezugnehmend auf Figur 9 ist das Bezugszeichen 1 die
Referenzelektrode (Li), das Bezugszeichen 2 ist der
Elektrolyt, das Bezugszeichen 3 ist die Gegenelektrode, das
Bezugszeichen 4 ist ein Separator, das Bezugszeichen 5 ist
eine Testelektrode, das Bezugszeichen 6 ist ein Kollektor (Al)
und das Bezugszeichen 7 ist ein O-Ring.
-
Die Beziehung zwischen den Wärmebehandlungsbedingungen und dem
spezifischen Widerstand ist in Figur 4 gezeigt, die Beziehung
zwischen den Wärmebehandlungsbedingungen und der
Potentialveränderung am Endpunkt der Entladung ist in Figur 5
gezeigt, die Beziehung zwischen der Zyklenzahl und dem
Entladungsendpotential ist in Figur 6 gezeigt, die Beziehung
zwischen der Ladungs-Entladungskapazität und dem Potential ist
in Figur 7 gezeigt und Röntgenstrahldiffraktionsmuster der
resultierenden Kathodenmaterialpulver sind in Figur 8 gezeigt.
BEISPIELE 7 BIS 10
-
Verschiedene Untersuchungen wurden in der gleichen Weise wie
in Beispiel 1 ausgeführt, mit der Ausnahme, daß das in
Beispiel 6 erhaltene Kathodenmaterialpulver bei 200 ºC
(Beispiel 7) , bei 300 ºC (Beispiel 8) , bei 400 ºC (Beispiel 9)
in Luft oder bei 200 ºC in einem Wasserstoffstrom (Beispiel
10) wärmebehandelt wurde. Die Ergebnisse sind in den Figuren 4
bis 8 gezeigt.
VERGLEICHSBEISPIEL 2
-
Verschiedene Untersuchungen wurden in der gleichen Weise wie
in Beispiel 6 ausgeführt, mit der Ausnahme, daß das in
Beispiel 6 erhaltene Kathodenmaterialpulver nicht
wärmebehandelt wurde. Die Ergebnisse sind in den Figuren 4 bis
8 gezeigt.
-
Figur 4 zeigt, daß das bei 200 ºC oder mehr wärmebehandelte
Kathodenmaterial in seinem spezifischen Widerstand deutlich
verringert ist. Figur 5 zeigt, daß die elektrochemische
Polarisation ebenfalls mit einer Abnahme des spezifischen
Widerstandes, wie in Figur 4 gezeigt, verringert wird, worin
die Veränderung des Potentials am Endpunkt der Entladung in
Figur 5 die Potentialdifferenz zwischen dem Anfang und dem
Ende des Anhaltens der Entladung bedeutet. Je kleiner die
Differenz, desto kleiner die Polarisation. Figur 6 zeigt an,
daß alle wärmebehandelten Materialien (Beispiele 6 bis 10) ein
höheres Entladungsendpotential aufweisen als das nicht
wärmebehandelte Material und deshalb hervorragend in der
Energiedichte sind und daß insbesondere die bei einer
Temperatur von 200 bis 300 ºC wärmebehandelten Materialien
ihre Leistung extrem verbessern können. Figur 7 zeigt, daß die
linearen Potentialkurven ohne flache Abschnitte, welche die
Amorphheit kennzeichnen, bei einer Wärmebehandlungstemperatur
von 300 ºC oder weniger erhalten werden. Figur 8 ergibt, daß
eine höhere Wärmebehandlungstemperatur höhere Peaks liefert,
was in größeren kristallinen Struktureinheiten resultiert.