DE69413355T2 - Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Substrat mit einer eingesetzten Pflanze - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Substrat mit einer eingesetzten PflanzeInfo
- Publication number
- DE69413355T2 DE69413355T2 DE69413355T DE69413355T DE69413355T2 DE 69413355 T2 DE69413355 T2 DE 69413355T2 DE 69413355 T DE69413355 T DE 69413355T DE 69413355 T DE69413355 T DE 69413355T DE 69413355 T2 DE69413355 T2 DE 69413355T2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bale
- needles
- plant
- tray
- holder
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 29
- 239000000758 substrate Substances 0.000 title claims description 7
- 239000002689 soil Substances 0.000 claims description 13
- 238000012546 transfer Methods 0.000 claims description 12
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 claims description 2
- 241000196324 Embryophyta Species 0.000 description 41
- 241001070944 Mimosa Species 0.000 description 2
- 235000016462 Mimosa pudica Nutrition 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000000151 deposition Methods 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 239000011490 mineral wool Substances 0.000 description 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G9/00—Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
- A01G9/02—Receptacles, e.g. flower-pots or boxes; Glasses for cultivating flowers
- A01G9/029—Receptacles for seedlings
- A01G9/0299—Handling or transporting of soil blocks or seedlings
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G9/00—Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
- A01G9/08—Devices for filling-up flower-pots or pots for seedlings; Devices for setting plants or seeds in pots
- A01G9/086—Devices for repotting
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S47/00—Plant husbandry
- Y10S47/901—Plant container with flats, filling, planting, or conveying
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)
- Sheets, Magazines, And Separation Thereof (AREA)
- Sowing (AREA)
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufnahme und Umsetzung eines Ballens eines Substrats, in dem eine Pflanze eingeschlossen ist, wobei der Ballen wenigstens von der Oberseite mittels einer Anzahl Nadeln ergriffen und von einem Tablett oder einer ähnlichen Einrichtung durch mindestens eine vertikale Bewegung aufgenommen wird, und der Ballen durch Bewegung der Nadeln aus dem Ballen heraus abgesetzt werden kann. Ein solches Verfahren ist aus der holländischen Patentbeschreibung EP-A-0 197 976 bekannt.
- Während des Umsetzens von Pflanzen, insbesondere während des Verziehens, werden Setzlinge, die eng beabstandet in einem sich fortbewegenden Tablett sind, zusammen mit dem Substratballen, indem sie eingeschlossen sind, wie z.B. einen Ballen aus Erdreich oder einem Büschel aus Mineralwolle oder Oasis von dem sich forwärtsbewegenden Tablett genommen und in größere Töpfe umgesetzt, z.B. Erdreichblöcke oder unterschiedliche Tabletts, wobei die Pflanze weiter beabstandet werden, so daß sie sich richtig zu erwachsenen Pflanzen entwickeln können. Ein gut bekanntes Problem, das bei diesem Verziehen enthalten ist, ist das zuverlässige Ergreifen dieser empfindlichen Setzlinge, ohne die Pflanzen zu beschädigen, während eine ausreichend große Umsetzrate aus wirtschaftlichen Gründen nichtsdestotrotz erreicht werden soll.
- Bei dem bekannten Verfahren werden die Setzlinge, beispielsweise in Tabletts, in eine Vorrichtung eingeführt, wo von der Oberseite her wenigstens zwei dünne Nadeln schräg unter den Setzling von dem Rand eines Ballen einstechen. Nachfolgend werden die Nadeln, die an einem bewegbaren Rahmen befestigt sind, gleichzeitig vertikal aufwärts bewegt, so daß der Ballen zusammen mit dem Setzling, der darin eingeschlossen ist, von dem Tablett entfernt wird und umgesetzt werden kann.
- Die Nadeln sind dünn und werden schräg in den Ballen eingestochen, was verhindert, daß die Nadeln den Setzling beschädigen. Weil die Setzlinge in relativ kleinen Vertiefungen aufgenommen werden und daher kleine, eng beabstandete Ballen in einem Tablett sind, erstrecken sich die Nadeln und insbesondere die Nadelhalter bei dem bekannten Verfahren zumindest hauptsächlich oberhalb der Ballen nahe den zu ergreifenden Ballen, insbesondere wenn die Ballen gleichzeitig von mehr als zwei symmetrisch angeordneten Nadeln ergriffen werden. Des weiteren sollte die Position der Nadeln in jedem Fall eingestellt werden, wenn Tabletts unterschiedlicher Größe verwendet werden, um eine richtige Greifrichtung und Einführtiefe zu erhalten.
- Aufgrund der Tatsache, daß die Setzlinge in einem Tablett eng beabstandet sind, reichen die Blätter der Setzlinge im allgemeinen zumindest teilweise über den Rand benachbarter Ballen hinaus. Als eine Folge davon stechen bei dem bekannten Verfahren die Nadeln, wenn sie in den zu ergreifenden Ballen eingestochen werden, im allgemeinen durch die Blätter der Setzlinge hindurch, die in benachbarten Ballen aufgenommen sind. Dies ergibt zumindest, daß diese Setzlinge beschädigt werden, hindert aber des weiteren beträchtlich das Aufnehmen des Ballens, und zusätzlich besteht eine Gefahr, daß der ergriffene Ballen um die Nadeln kippt oder entlang einer oder mehrerer der Nadeln zerreißt.
- Daher ist die Zielsetzung der Erfindung, ein Verfahren der Art zu schaffen, das in dem Anfangsabsatz beschrieben ist, wobei die erwähnten Nachteile vermieden werden, während die Vorteile davon beibehalten werden. Hierfür ist das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln in den Ballen im wesentlichen senkrecht so eingestochen werden, daß der Ballen dadurch ergriffen werden kann, woraufhin die Nadeln aufwärts relativ zu dem Tablett, während sie den Ballen von dem Tablett mitnehmen, auf eine solche Weise bewegt werden, daß sich die Nadeln im wesentlichen parallel zueinander in bezug auf den Ballen bewegen.
- Da die Nadeln in den Ballen zumindest praktisch parallel zueinander und im wesentlichen vertikal eingestochen werden, wird die Möglichkeit, daß die Nadeln durch Blätter benachbarter Setzlinge hindurchstechen, beträchtlich verringert. Des weiteren erstrekken sich vor und während des Ergreifens des Ballens die Nadeln nur innerhalb eines Bereiches, der sich oberhalb des Ballens befindet, wobei eine große Anzahl aneinander angrenzender Ballen gleichzeitig unabhängig von der Größe des Ballens und der Anzahl der verwendeten Nadeln ergriffen werden kann, ohne daß die Nadeln oder die Nadelhalter durch benachbarte Nadeln oder Nadelhalter gehindert werden. Zusätzlich weist das Verfahren gemäß der Erfindung den Vorteil auf, daß wegen der vertikalen Anordnung der Nadeln in dem Fall, wo vertikal aufwärts- oder abwärts gerichtete Kräfte auf den Ballen ausgeübt werden, der Ballen nicht entlang den Nadeln zerrissen wird, wie es häufig der Fall bei den bekannten Verfahren ist.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung werden zumindest drei oder vorzugsweise vier Nadeln in den Ballen nahe einem Stengel einer Pflanze, die in dem Ballen eingeschlossen ist, in einem relativ kleinen gegenseitigen Abstand in bezug auf den horizontalen Querschnitt des Ballens eingestochen.
- Indem drei oder vier Nadeln in den Ballen gestochen werden, wird ein stabiler und lagemäßig fester Griff an dem Ballen in einfacher Weise erhalten, ohne daß dies irgendwelche weiteren Maßnahmen verlangt. Da die Nadeln nahe dem Stengel der Pflanze eingestochen werden, die in dem Ballen aufgenommen ist, wird die Möglichkeit, daß die Nadeln durch Blätter benachbarter Pflanzen hindurchstechen, weiter verringert, und zusätzlich wird der Vorteil erreicht, daß die gleiche Ausgestaltung der Nadeln für Ballen unterschiedlicher Abmessungen verwendet werden kann, so daß, wenn die Art und die Abmessungen der Tabletts, die verwendet werden, geändert werden, die Anzahl der verlangten Einstellvorgänge beträchtlich verringert ist.
- Insbesondere besteht in dem Fall von Pflanzen, die ein weites Blattwerk in bezug auf die Größe des Ballen haben, trotz der Verwendung der Nadeln, die vertikal bewegbar gemäß der Erfindung angeordnet sind, weiterhin eine Möglichkeit, obgleich gering, daß eine der Nadeln durch ein Blatt der Pflanze oder einer benachbarten Pflanze hindurchgestochen wird. Aus diesem Grund werden gemäß einer weiteren Ausbildung des Verfahrens gemäß der Erfindung Pflanzenteile, die über den Ballen hinaus stehen, praktisch horizontal in Richtung einer Seite des Tabletts bewegt, bevor die Nadeln in den Ballen gestochen werden, so daß diese Teile im wesentlichen außerhalb der Reichweite der Nadeln gebracht werden.
- Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens, wobei eine Anzahl Ballen, die nebeneinander in einer Reihe angeordnet sind, gleichzeitig ergriffen und aufgenommen werden, wird gemäß der Erfindung nachfolgend der gegenseitige Abstand zwischen den Ballen vergrößert und die Ballen über eine Aufnahmeeinrichtung bewegt werden, wie bspw. eine Reihe von Erdblöcken, und in das Wachstumsmedium gedrückt werden, das darin vorhanden ist, woraufhin schließlich die Nadeln aus den Ballen herausbewegt werden, während die Ballen in der Aufnahmeeinrichtung zurückgelassen werden.
- Die Erfindung betrifft des weiteren eine Pflanzenumsetzvorrichtung, die mit Zuführvorrichtungen für Ballen aus Substrat und mit einer Aufnahmevorrichtung versehen ist, um von der Oberseite her einen Ballen, in dem ein Pflanze enthalten ist, von z.B. einem Tablett oder Ähnlichem zu ergreifen und zumindest in vertikaler Richtung zu bewegen, wobei die Aufnahmevorrichtung eine Anzahl Nadeln umfaßt, deren spitze Enden nach unten weisen, wobei die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln im wesentlichen vertikal angeordnet sind.
- Bei einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung sind Pflanzenabflachungsmittel vorgesehen, die vor den Nadeln bei Betrachtung in Bewegungsrichtung der Zuführvorrichtung angeordnet sind, wobei die Pflanzenabflachungsmittel vorzugsweise von einem Schieberstreifen gebildet sind, der mindestens in der vertikalen Richtung bewegbar ist, wobei dessen Unterseite in eine Position gebracht werden kann, die ungefähr mit der Oberseite eines jeden Ballens plan ist, der mittels der Zuführvorrichtung zugeführt wird. Wenn ein Tablett mit darin aufgenommenen Pflanzen durch die Zuführvorrichtung zugeführt wird, werden Pflanzenteile, die über den Ballen hinausstehen, wie z.B. Blätter, selbsttätig in eine entgegengesetzte Richtung flach gegen den Ballen durch den Schieberstreifen gedrückt, so daß der größere Teil der Oberseite des Ballens unter den Nadeln von einer Überdeckung frei ist, und die Nadeln daher in den Ballen bewegt werden können, ohne die Pflanzen zu beschädigen. Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der Schieberstreifen eine Bürste, so daß die Beschädigung von Setzlingen auf einfache Weise verhindert wird.
- Die Pflanzentransportvorrichtung gemäß der Erfindung ist vorzugsweise mit einem Ballenhalter versehen, der entlang den Nadeln bewegbar ist und an seiner Unterseite eine Anstoßseite aufweist, die sich im wesentlichen horizontal erstreckt, wobei der genannte Ballenhalter zwischen einer oberen Position, in der sich die Nadeln im wesentlichen unter dem Ballenhalter erstrecken, und einer unteren Position bewegbar ist, in der sich die Anstoßseite nahe den spitzen Enden der Nadeln befindet. Wenn die Nadeln aus dem Ballen herausbewegt werden, wird der Ballen in dem Topf oder ähnlichem durch den Ballenhalter an seinem Ort gehalten, wobei der Ballenhalter den zusätzlichen Vorteil aufweist, daß der Ballen dadurch in das Wachstumsmedium gedrückt werden kann, so daß der Ballen darin ohne vorherige Vorsorge einer vorgeformten Vertiefung in dem Wachstumsmedium in dem Topf mittels einer speziellen Vorrichtung vorgesehen werden kann.
- Bei einer weiteren Ausführungsform der Pflanzenumsetzvorrichtung gemäß der Erfindung werden die Nadeln fest in einem im wesentlichen rohrförmigen Nadelhalter aufgenommen sind, wobei der Ballenhalter an einem Schaft befestigt ist, der sich durch den Nadelhalter erstreckt und in bezug darauf unter Reibung bewegbar ist, wobei die An stoßseite zwei Teile umfaßt, die einen Winkel einschließen, und sich mit einem Abstand von der Mittellinie H des Nadelhalters erstrecken.
- Auf diese Weise kann die Konstruktion der Vorrichtung kompakt und einfach sein, wobei die besondere Form und Anordnung des Ballenhalters des weiteren verhindert, daß er auf die Pflanze drückt, wenn der Ballen gehalten wird.
- Um die Erfindung zu erläutern, ist eine beispielhafte Ausführungsform des Verfahrens und der Vorrichtung unten unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. In diesen Zeichnungen:
- Fig. 1 zeigt eine Aufnahmevorrichtung gemäß der Erfindung in einer Seitenschnittansicht mit dem verbundenen Schieberstreifen und dem Ausstoßelement und einem Tablett mit Pflanzen, das zugeführt wird;
- Fig. 2 ist eine Draufsicht auf einen Ballenhalter gemäß Fig. 1, wobei die Nadelpositionen angegeben sind;
- Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine alternative Ausführungsform eines Ballenhalters gemäß der Erfindung, wobei die Nadelpositionen angegeben sind;
- Fig. 4 zeigt vier aufeinanderfolgende Schritte des Aufnahmevorgangs eines Ballens gemäß einem Verfahren gemäß der Erfindung in Seitenansicht, und
- Fig. 5 zeigt vier aufeinanderfolgende Schritte des Absetzens eines Ballens gemäß einem Verfahren gemäß der Erfindung in Seitenansicht.
- Die Aufnahmevorrichtung 1, die in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, umfaßt einen rohrförmigen Nadelhalter 2, der so angeordnet ist, daß er im wesentlichen vertikal bewegbar ist und an seiner Unterseite 3 vier Nadeln 4 umfaßt, die sich parallel zu dir Mittellinie H des Nadelhalters 2 erstrecken und symmetrisch relativ dazu verteilt sind. Die Nadeln sind mit einem relativ kleinen Abstand von der Mittellinie H vorgesehen. Durch den Nadelhalter 2 erstreckt sich ein Schaft 5, der an seinem unteren Ende eine Anstoßseite 6 aufweist und in Längsrichtung in bezug auf den Nadelhalter 2 und die Nadeln 4 bewegbar ist. An der oberen Seite des Nadelhalters 2 ist eine Klemme 7 vorgesehen, mit der eine Reibungskraft auf den Schaft 5 übertragen werden kann, so daß sich der Schaft 5 nur bewegt werden kann, während er durch den Nadelhalter 2 gesteuert wird. Des weiteren ist der Schaft an dem oberen Ende mit einem Klemmring 8 versehen, der die vertikale Bewegung des Schaft 5 nach unten begrenzt.
- Die Anstoßseite 6 ist mit dem Schaft 5 durch ein Teil 9 verbunden, das so gebogen ist, daß, wenn sich der Schaft 5 nach oben bewegt, das gebogene Teil 9 gegen die Unterseite 3 des Nadelhalters 2 stößt. Auf diese Weise wird die vertikale Bewegung des Schafts 5 nach oben begrenzt, während der Raum zwischen den Nadeln 4 von der Unterseite über eine beträchtliche Höhe frei bleibt. Diese Strecke, die derart durch den Klemmring 8 und das gebogene Teil 9 begrenzt ist, über die sich der Schaft 5 und demgemäß die Anstoßseite 6 in vertikaler Richtung bewegen können, entspricht ungefähr der Strecke, über die die Nadeln 4 während der Verwendung in das Substrat in vertikaler Richtung bewegt werden können.
- Wie es in Fig. 2 gezeigt ist, ist die Anstoßseite 6 winkelförmige mit zwei Schenkelteilen 6a und 6d, von denen sich jeder entlang einer Seite des Quadrats erstreckt, das durch die vier Nadeln 4 entlang der Außenseite der Nadeln 4 definiert ist. Das abgebogene Teil 9 ist an einem der zwei Schenkelteile 6a oder 6b befestigt und erstreckt sich zumindest teilweise zwischen zwei nebeneinanderliegenden Nadeln 4. In Fig. 3 ist eine vergleichbare Aufnahmevorrichtung 1' in Unteransicht in der Anordnung mit nur 3 Nadeln 4' gezeigt, und die Schenkelteile 6c und 6d der Anstoßseite 6' erstrecken sich entlang zweier Seiten des Dreiecks, das durch die drei Nadeln 4' festgelegt ist. Man beachte weiter, daß in vergleichbarer Weise eine größere Anzahl Nadeln und unterschiedlich geformte Anstoßseiten ebenfalls innerhalb des Bereiches der Erfindung verwendet werden können.
- Der Schaft 5, das abgebogene Teil 9 und die Anstoßseite 6, 6' bilden zusammen einen Ballenhalter 10.
- In einem gewissen Abstand unterhalb der Aufnahmevorrichtung 1 ist ein Ausstoßstift 11 vorgesehen, dessen Mittellinie mit der Mittellinie H des Nadelhalters 2 zusammenfällt. Der Ausstoßstift 11 kann sich vertikal über ungefähr die gleiche Strecke bewegen, über die sich der Nadelhalter 2 bewegen kann, und die Bewegungen des Nadelhalters 2 und des Ausstoßstifts 11 können synchronisiert werden. Der Abstand zwischen einem Nadelhalter 2, der in eine obere Endposition bewegt ist, und einem Ausstoßstift 11, der in eine untere Endposition bewegt ist, ist derart, daß ein Tablett 12 mit einem Ballen 20, der von dem Tablett 12 kommt und oberhalb von ihm gehalten wird, zwischen ihnen bewegt werden kann. Tatsächlich kann dieser Abstand in einer offensichtlichen Weise eingestellt werden, die in der Zeichnung nicht gezeigt ist.
- In Zuführrichtung V des Tabletts 12 mit der Pflanze 13 (in Fig. 1 und 4 von links nach rechts) betrachtet ist ein Schieberstreifen 15 in einem gewissen Abstand stromaufwärts der Mittellinie H des Nadelhalters 2 angeordnet, und zwar so, daß er aus einer Arbeitsposition fort nach oben und entgegengesetzt zu der Zuführrichtung V des Tabletts 12 verschwenkt werden kann. In der Arbeitsposition ist die Unterseite 16 des Schieberstreifens 15 nahezu plan mit oder etwas niedriger als die Oberseite 24 des Tabletts 12 und kann etwas zur Seite zumindest in der Zuführrichtung V des Tabletts 12 gedrückt werden. Vorzugsweise ist der Schieberstreifen 15 als eine Bürste konstruiert.
- In Zuführrichtung V des Tabletts 12 (in Fig. 1 und 4 von links nach rechts) betrachtet ist ein Tabletthalter 14 in einem gewissen Abstand stromabwärts der Mittellinie H des Nadelhalters 2 vorgesehen, der zumindest eine vertikale Bewegung des Tabletts 12 verhindert. Dieser Tabletthalter 14 kann beispielsweise als eine Führungsschiene oder ein Winkelabschnitt konstruiert sein, der oberhalb der Oberseite 24 des Tabletts 12 vorgesehen ist.
- Unter Bezugnahme auf den ersten bis vierten Schritt, die in Fig. 4 gezeigt sind, und den fünften bis achten Schritt, die in Fig. 5 gezeigt sind, eines Verfahrens gemäß der Erfindung, wird nun die Verwendung einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, insbesondere einer solchen, wie sie oben beschrieben worden ist, weiter erläutert.
- Beim ersten Schritt (die am weitesten linke Position in Fig. 4) wird der Nadelhalter 2 in eine obere Endposition bewegt, und der Ballenhalter 10 wird in eine untere Endposition in bezug auf den Nadelhalter 2 gebracht, so daß die Unterseite 17 der Anstoßseite 6 ungefähr plan zu den Spitzen 18 einer jeden Nadel 4 ist. Der Ausstoßstift 11 wird in seine untere Endposition bewegt, wobei als Ergebnis davon der Raum zwischen den Spitzen 18 der Nadeln 4 und der Oberseite 19 des Ausstoßstifts 11 am größten ist.
- Ein Tablett 12, das die Pflanzen 13 enthält, die in den Ballen 20 aufgenommen sind, wird in der Zuführrichtung V zwischen den Nadeln 4 und dem Ausstoßstift 11 bewegt. Während der Zuführung wird der Schieberstreifen 15 über das Tablett 12 und die Pflanzen 13 bewegt, wodurch die Teile 21 der Pflanzen 13, die oberhalb des Ballens 20 hervorstehen, wie die Blätter 22 und ein Stengel 23, in der zu der Zuführrichtung V entgegengesetzten Richtung flach gelegt werden, so daß die Blätter 22 gegen die Oberseite des Ballen 20 im wesentlichen auf der von der Aufnahmevorrichtung 1 fernliegenden Seite stoßen. Da dis vorstehenden Pflanzenteile 21 flach an dem Ballen 20 auf der Rückseite anliegen, wenn in Zuführrichtung V des Tabletts 12 betrachtet wird, ist die Oberfläche des Ballens 20 um den Stengel 23 herum im wesentlichen von einer Überdeckung zumindest an der vorderen und den seitlichen Seiten frei. Das Tablett 12 weit genug zugeführt, daß der Stengel vertikal gerade und mittig unter der Ebene angeordnet wird, die von den Nadeln 4 eingeschlossen ist, und das Tablett 12 gegen den Tabletthalter 14 stößt, ohne daß es über den Ballen 20 hervorsteht, der ergriffen werden soll.
- Bei dem zweiten Schritt wird der Nadelhalter 2 zusammen mit dem Ballenhalter 10 nach unten bewegt, um die untere Endposition zu erreichen, wobei der Ausstoßstift 11 in der unteren Endposition gehalten ist und die Nadeln 4 in den Ballen 20 mit einem maximalen Hub eingeführt werden. Der Ballenhalter 10 wird gegen die freie obere Seite des Ballens 20 bewegt, wobei einer der Schenkelteile 6a-6d auf der Vorderseite der Nadeln 4 angeordnet ist, während der Schaft 5 und demgemäß der gesamte Ballenhalter 10 aufwärts relativ zu dem Nadelhalter 2 entgegen der Reibungskraft bewegt wird, die durch die Klemme 7 ausgeübt wird, damit die obere Endposition erreicht wird. Vorzugsweise sind die Spitzen 18 der Nadeln 4 gerade innerhalb des Ballens 20 und die Anstoßseite 6 bleibt mit dem Ballen 20 in Berührung. Da sich einer der Schenkelteile 6a-6d an der Vorderseite der Nadeln befindet, ist die Rückseite der Ebene, die von den Nadeln 4 eingeschlossen ist, frei, soweit die anstoßende Seite betroffen ist, was die Anstoßseite 6 daran hindert, auf die Pflanze 21 zu drücken, die gerade zu dieser Seite zur Seite gedrückt worden ist, und insbesondere die Blätter 22 und der Stengel 23, so daß verhindert wird, daß die empfindliche Pflanze durch den Ballenhalter 10 oder sonstwie beschädigt wird.
- Da der Schieberstreifen 15 in der Arbeitsposition während dieses zweiten Schritts gehalten wird, werden die Nadeln 4 daran gehindert, durch die vorstehenden Teile 21 der Pflanze 13 hindurchzustechen, wenn der Nadelhalter 2 abwärts bewegt wird, wobei es gleichgültig ist, ob diese Pflanze in dem Ballen 20, der von den Nadeln 4 ergriffen werden soll, oder in einem benachbarten Ballen aufgenommen ist.
- Beim dritten Schritt wird der Schieberstreifen 15 aus der Arbeitsposition in die Position R zur Seite verschwenkt. In dieser zur Seite verschwenkten Position R ist der Schieberstreifen außerhalb des vertikalen Bereiches der Aufnahmevorrichtung 1 und des Ballens 20.
- Nachfolgend wird beim vierten Schritt der Nadelhalter 2 gleichzeitig und synchron mit dem Ausstoßstift 11 in die obere Endposition aufwärts bewegt, und der Ballen 20 und daher auch die Pflanze 21 werden aus dem Tablett 12 in eine Position angehoben, wo der Ballen 20 vollständig frei oberhalb der Oberseite 24 des Tablett 12 und anderer Hindernisse ist, wenn es überhaupt solche gibt, so daß der Ballen 20, der von der Nadel 4 gehalten ist, von oberhalb des Tabletts in horizontaler Richtung fortbewegt werden kann, wie es in Fig. 4 durch den Pfeil W angegeben ist. Da der Schieberstreifen 15 vorhergehend zur Seite verschwenkt worden ist (Schritt 3), wird verhindert, daß die hervorstehenden Pflanzenteile 21 noch durch den Schieberstreifen beschädigt werden.
- Zusätzlich zu dem vierten und letzten Aufnahmeschritt wird die Aufnahmevorrichtung 1 zusammen mit dem hängenden Ballen 20 in einem fünften Schritt (der erste Umsetzungsschritt) in eine andere Position innerhalb der Vorrichtung bewegt, was einschließt, daß der Ballen 20 oberhalb eines Erdbereichblocks 26 bewegt wird, der mit einem Wachstumsmedium gefüllt ist, wie zum Beispiel Fertigerde. Die Inhalte der Erdblöcke 26 können oder auch nicht mit einer vorgeformten Vertiefung für den Ballen 20 versehen werden.
- Bei dem sechsten Schritt wird der Nadelhalter 2 zusammen mit dem Ballenhalter 10 und dem Ballen 20, der an den Nadeln 4 hängt, in eine untere Endposition bewegt, wobei der Ballen 20 in das Wachstumsmedium in dem Erdblock 26 gedrückt wird. Da der Ballenhalter 10 gegen den Teil der Oberfläche des Ballens 20 stößt, der von der Pflanze frei gelegt ist, wird der Ballen daran gehindert, weiter auf den Nadeln 4 verschoben zu werden, weil das gebogene Teil 9 gegen die Unterseite des Nadelhalters 2 stößt und daher in der oberen Endposition ist, und infolgedessen kann Druck auf den Ballen 20 ausreichend ausgeübt werden, um den Ballen 20 in den Erdblock in einer ausreichend festen Weise einzusetzen, ohne die empfindliche Pflanze 13 zu beschädigen.
- Weil die Nadeln 4 im wesentlichen vertikal während der Aufnahmeschritte in den Ballen bewegt werden, ohne die Pflanze 13 zu durchdringen, wird verhindert, daß die Pflanze in dem ergriffenen Ballen 20 oder in anderen Ballen beschädigt wird, wenn der Ballen 20 von dem Tablett 12 fortbewegt wird und die benachbarten Ballen 20 darin vorhanden wird. Da drei oder vier Nadeln in den Ballen 20 gestochen werden müssen, kann der Ballen 20 ohne weiteres von dem Tablett 12 entfernt und in den Erdblock 26 gedrückt werden, ohne daß die Möglichkeit eingeschlossen ist, daß der Ballen 20 die Position in bezug auf die Nadeln 4 ändert oder über die Nadeln 4 aufgrund der auf ihn wirkenden äußeren Kräfte zerrissen wird, wie zum Beispiel Zugkräfte an den Blättern 22.
- Beim siebten Schritt wird ein Anschlag 25 gegen die Oberseite des Schafts 5 angeordnet, nachdem der Nadelhalter 2 aufwärts bewegt worden ist. Da der Anschlag 25 gegen den Schaft 5 stößt, kann der Ballenhalter 10 nicht zusammen mit dem Nadelhalter 2 nach oben bewegt werden, mit der Folge daß die Anstoßseite 6 an der Oberseite des Ballens 20 anstoßend bleibt und die Nadeln 4 aus dem Ballen 20 bewegt werden, während der Ballen 20 ordentlich in den Erdblock 26 eingesetzt bleibt. Somit wird der Ballen 20 und die darin enthaltene Pflanze 13 tatsächlich ohne irgendeine Beschädigung und in einer eindeutigen und wirtschaftlichen Weise von einem Tablett 12 in einen Erdblock 26 umgesetzt.
- Anschließend wird in dem achten Schritt der Nadelhalter 2 zusammen mit dem Ballenhalter 10 weiter nach oben bewegt, um die obere Endposition zu erreichen, so daß die Aufnahmevorrichtung 1 vollständig wieder von dem Ballen 20 freigegeben ist und sich zurück in die erste Position innerhalb der Vorrichtung bewegen kann, wo der erste Schritt erneut begonnen werden kann, während der Erdblock 26 mit der unbeschädigten empfindlichen Pflanze, die darin aufgenommen ist, aus der Vorrichtung ausgebracht werden kann.
- Das Verfahren ist auf der Grundlage der Umsetzung eines Ballens 20 beschrieben worden. Es versteht sich, daß eine Pflanzenumsetzvorrichtung gemäß der Erfindung vorteilhafter Weise eine große Anzahl Aufnahmevorrichtungen umfassen kann, die nebeneinander in einer Reihe angeordnet sind und sich synchron bewegen. Da in einer horizontalen Projektion der Nadelhalter 2 und demgemäß die Nadeln 4 und der Ballenhalter 10 nicht nach außerhalb der Kontur des Ballens 20 hervorstehen, können die Aufnahmevorrichtungen eng beabstandet werden, ohne daß die Bewegungen der Aufnahmevorrichtungen durch benachbarte Aufnahmevorrichtungen oder daran gehaltene Ballen gehindert werden.
- Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung, die in der Zeichnung nicht gezeigt ist, sind Aufnahmevorrichtungen einer Reihe (z.B. 32) nebeneinanderliegender Aufnahmevorrichtungen abwechselnd an einem ersten und zweiten Rahmenteil befestigt, wobei die Rahmenteile unabhängig voneinander bewegt werden können. Jeder Rahmenteil ist so konstruiert, daß die daran befestigte Aufnahmevorrichtung in Richtung zu dem anderen und von ihm weg bewegt werden kann, wodurch der Zwischenabstand zwischen den Ballen, die an den Aufnahmevorrichtungen hängen, für die Tabletts eingestellt werden kann, die verwendet werden. Mit dieser Vorrichtung kann eine Reihe eng beabstandeter Ballen ohne weiteres über einem Tablett mit Vertiefungen verteilt werden, die weiter beabstandet sind. Beispielsweise kann eine Reihe von 32 nebeneinanderliegenden Ballen über zwei hintereinander angeordneten Reihen von 16 Vertiefungen verteilt werden, die einen Zwischenabstand aufweisen, der ungefähr zwei mal so groß ist.
- Die Erfindung ist in keiner Weise auf die beispielhaften Ausführungsformen eines Verfahrens und von Vorrichtungen gemäß der Erfindung begrenzt, wie sie in der Zeichnung und in der Beschreibung gezeigt sind. So kann insbesondere in dem Fall gering verzweigter Pflanzen, die gerade aufwärts wachsen, die Pflanzenabflachungseinrichtung weggelassen werden, weil in diesem Fall die Nadeln direkt in den Boden nahe dem Stengel eingestochen werden können. Des weiteren kann die Anstoßseite in einer großen Anzahl unterschiedlicher Ausführungsformen konstruiert werden, ob sie an eine bestimmte Anzahl verwendeter Nadeln angepaßt ist oder nicht, während es wichtig ist, daß sich die Anstoßseite im wesentlichen auf der Außenseite der Nadeln erstreckt, wobei im wesentlichen mindestens der Raum zwischen den Nadeln, die sich auf der Rückseite befinden, und der Raum zwischen den Nadeln freigelassen wird.
- Des weiteren können bei einer Reihe von nebeneinander angeordneten Aufnahmevorrichtungen die Bewegungen einer jeden Aufnahmevorrichtung so gesteuert werden, daß sie mit den Bewegungen der benachbarten Aufnahmevorrichtungen gekoppelt sind, sowie daß sie davon unabhängig sind.
Claims (19)
1. Ein Verfahren zur Aufnahme und Umsetzung eines Ballens (20) eines Substrats,
in dem eine Pflanze eingeschlossen ist, wobei der Ballen (20) wenigstens von
der Oberseite mittels einer Anzahl Nadeln (4) ergriffen und von einem Tablett
(12) oder einer ähnlichen Einrichtung durch mindestens eine vertikale Bewegung
aufgenommen wird, und der Ballen durch Bewegung der Nadeln (4) aus dem
Ballen (20) heraus abgesetzt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nadeln (4) in den Ballen (20) im wesentlichen senkrecht so eingestochen
werden, daß der Ballen (20) dadurch ergriffen werden kann, woraufhin die Nadeln
(4) aufwärts relativ zu dem Tablett (12), während sie den Ballen (20) von dem
Tablett (12) mitnehmen, auf eine solche Weise bewegt werden, daß sich die
Nadeln (4) im wesentlichen parallel zueinander in bezug auf den Ballen (20)
bewegen.
2. Ein Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
drei und vorzugsweise vier Nadeln (4) in den Ballen (20) nahe einem Stengel
einer Pflanze, die in dem Ballen (20) enthalten ist, in einem relativ kleinen
gegenseitigen Abstand in bezug auf den horizontalen Schnitt des Ballens (20)
eingestochen werden.
3. Ein Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß, bevor
die Nadeln (4) in den Ballen (20) eingestochen werden, Pflanzenteile, die
oberhalb des Ballens (20) hervorstehen, praktisch horizontal in Richtung einer Seite
des Tabletts (12) bewegt werden, so daß die genannten Teile im wesentlichen
außerhalb der Reichweite der Nadeln (4) gebracht werden.
4. Ein Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballen
(20) in dem Behälter (12) im wesentlichen in der horizontalen Richtung (V) unter
den Nadeln (4) bewegt wird, die im wesentlichen in vertikaler Richtung
angeordnet sind, wobei die Pflanzenteile gegen eine Pflanzenabflachungseinrichtung (15)
bewegt werden, die vor den Nadeln (4) angeordnet ist, wenn in
Bewegungsrichtung (V) des Tabletts (12) betrachtet wird.
5. Ein Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß, bevor die Nadeln (4) aufwärtsbewegt werden, ein
Tabletthalter (14) gegen das Tablett (12) angeordnet wird, der zumindest eine vertikale
Bewegung des Tabletts (12) während der Aufwärtsbewegung der Nadeln (4)
blockiert.
6. Ein Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß während der Aufwärtsbewegung der Nadeln (4) und des
Ballens (20) der Ballen (20) gleichzeitig aus dem Tablett (12) von der Unterseite
her herausgestoßen wird.
7. Ein Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß, bevor die Nadeln (4) aus dem Ballen (20) herausbewegt
werden, ein Ballenhalter (10) gegen die Oberseite des Ballens (20) angeordnet
wird, wobei die Nadeln (4) entlang dem Ballenhalter (10) bewegbar sind, bis sich
ihre freien Enden nahe der Unterseite des Ballenhalters (10) befinden.
8. Ein Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine
Anzahl Ballen (20), die nebeneinander in einer Reihe angeordnet sind,
gleichzeitig ergriffen und aufgenommen werden, dadurch gekennzeichnet, daß
nachfolgend der gegenseitige Abstand zwischen den Ballen (20) vergrößert und die
Ballen (20) über eine Aufnahmeeinrichtung bewegt werden, wie bspw. eine Reihe
von Erdblöcken (26), und in das Wachstumsmedium gedrückt werden, das darin
vorhanden ist, woraufhin schließlich die Nadeln (4) aus den Ballen (20)
herausbewegt werden, während die Ballen (20) in der Aufnahmeeinrichtung
zurückgelassen werden.
9. Eine Pflanzenumsetzvorrichtung zur Verwendung mit einem Verfahren gemäß
irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, die mit Zuführvorrichtungen für
Ballen (20) aus Substrat und mit einer Aufnahmevorrichtung (1) versehen ist, um
von der Oberseite her einen Ballen, in dem ein Pflanze enthalten ist, von z.B.
einem Tablett (12) oder Ähnlichem zu ergreifen und zumindest in vertikaler
Richtung zu bewegen, wobei die Aufnahmevorrichtung (1) eine Anzahl Nadeln (4)
umfaßt, deren spitze Enden nach unten weisen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nadeln (4) im wesentlichen vertikal angeordnet sind.
10. Eine Planzenumsetzvorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuführvorrichtungen die Ballen (20) im wesentlichen horizontal bewegen
können, die Nadeln (4) relativ zu einem Ballen (20) zwischen zwei Endpositionen
im wesentlichen vertikal und gleichzeitig bewegbar sind, so daß sich die Nadeln
(4) in der ersten Endposition vollständig oberhalb eines Ballens (20), der auf der
Zuführvorrichtung angeordnet ist, und in einen von ihr aufgenommenen Ballen
(20) erstrecken können, der zumindest teilweise von den Nadeln (4) gehalten ist,
so daß der Ballen (20) in einer im wesentlichen horizontalen Richtung oberhalb
der Zuführvorrichtung entfernt werden kann, und sich in der zweiten Endposition
die Nadeln (4) im wesentlichen in einen Ballen (20) erstrecken können, der auf
der Zuführvorrichtung angeordnet ist.
11. Eine Pflanzenumsetzvorrichtung gemäß Anspruch 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorrichtung Pflanzenabflachungsvorrichtungen (15) umfaßt,
die stromaufwärts der Nadeln (4) angeordnet ist.
12. Eine Planzenumsetzvorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pflanzenabflachungsvorrichtungen von einem Schieberstreifen (15)
gebildet sind, der mindestens in der vertikalen Richtung bewegbar ist, wobei dessen
Unterseite in eine Position gebracht werden kann, die ungefähr mit der Oberseite
eines jeden Ballens (20) plan ist, der mittels der Zuführvorrichtung zugeführt wird.
13. Eine Planzenumsetzvorrichtung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieberstreifen (15) eine Bürste ist.
14. Eine Planzenumsetzvorrichtung gemäß irgendeinem der Ansprüche 9-13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung einen Ballenhalter (10) umfaßt, der
entlang den Nadeln (4) bewegbar ist und an seiner Unterseite eine Anstoßseite
(6) aufweist, die sich im wesentlichen horizontal erstreckt, wobei der genannte
Ballenhalter (10) zwischen einer oberen Position, in der sich die Nadeln (4) im
wesentlichen unter dem Ballenhalter (10) erstrecken, und einer unteren Position
bewegbar ist, in der sich die Anstoßseite (6) nahe den spitzen Enden der Nadeln
(4) befindet.
15. Eine Planzenumsetzvorrichtung gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nadeln (4) fest in einem im wesentlichen rohrförmigen Nadelhalter (2)
aufgenommen sind, wobei der Ballenhalter (10) an einem Schaft (5) befestigt ist,
der sich durch den Nadelhalter (2) erstreckt und in bezug darauf unter Reibung
bewegbar ist.
16. Eine Planzenumsetzvorrichtung gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anstoßseite (6) zwei Teile (6a, 6b) umfaßt, die einen Winkel
einschließen, und sich mit einem Abstand von der Mittellinie H des Nadelhalters (2)
erstrecken.
17. Eine Planzenumsetzvorrichtung gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Nadelhalter (2) drei oder vier Nadeln (4) umfaßt, die symmetrisch in
bezug auf und im wesentlichen parallel zu der Mittellinie (H) des Nadelhalters (2)
angeordnet sind, wobei sich die Anstoßseite (6) auf der Außenseite entlang
zweier Seiten des Dreiecks erstreckt, das durch die drei Nadeln (4) definiert ist, oder
des Quadrats, das durch die vier Nadeln (4) definiert ist.
18. Eine Planzenumsetzvorrichtung gemäß irgendeinem der Ansprüche 9-17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtung (1) einen Austoßstift (11)
umfaßt, der im wesentlichen parallel zu den Nadeln (4) angeordnet ist und
gleichzeitig eine Ausstoßkraft auf die Unterseite des Ballens (20) über im wesentlichen
den gesamten vertikalen Weg ausüben kann, der von dem Ballen (20)
zurückgelegt wird, wenn die Nadeln (4) während der Verwendung aufwärtsbewegt werden.
19. Eine Planzenumsetzvorrichtung gemäß irgendeinem der Ansprüche 9-18,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihe Aufnahmevorrichtungen (1)
nebeneinander angeordnet sind, wobei die Bewegungen der Aufnahmevorrichtungen (1)
synchronisiert sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL9302172A NL9302172A (nl) | 1993-12-13 | 1993-12-13 | Werkwijze en inrichting voor het manipuleren van substraat met daarin opgenomen gewas. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69413355D1 DE69413355D1 (de) | 1998-10-22 |
| DE69413355T2 true DE69413355T2 (de) | 1999-05-06 |
Family
ID=19863262
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE69413355T Expired - Fee Related DE69413355T2 (de) | 1993-12-13 | 1994-12-12 | Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Substrat mit einer eingesetzten Pflanze |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5536281A (de) |
| EP (1) | EP0657094B1 (de) |
| DE (1) | DE69413355T2 (de) |
| ES (1) | ES2124365T3 (de) |
| NL (1) | NL9302172A (de) |
Families Citing this family (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1001461C2 (nl) * | 1995-10-20 | 1996-08-23 | William Van Der Burg | Inrichting voor het uit een verzameltray verwijderen van daarin aanwezige plantjes om deze over te brengen in potjes. |
| FR2773943B1 (fr) | 1998-01-27 | 2000-04-07 | Gerplant Automation | Procede et installation de transplantation de plants en mottes |
| EP0948886A1 (de) | 1998-04-09 | 1999-10-13 | Gerplant Automation | Verfahren um Pflanzen in Erdballen zu transferieren und Greiferkopf um dieses Verfahren auszuführen |
| US6374537B1 (en) | 2000-03-23 | 2002-04-23 | Cherry Creek Systems | System for conveying plant trays in a greenhouse |
| CN101569257B (zh) * | 2009-06-10 | 2010-12-29 | 南京农业大学 | 旱地穴盘苗移栽机末端执行器 |
| CN102934556B (zh) * | 2012-11-22 | 2015-02-18 | 江苏大学 | 一种穴盘苗自动移栽取放苗方法 |
| CN103583124B (zh) * | 2013-11-14 | 2016-05-11 | 江苏大学 | 一种穴盘苗自动移栽挠弯取苗方法和装置 |
| JP6285801B2 (ja) * | 2014-05-27 | 2018-02-28 | 株式会社椿本チエイン | 植物引込装置および植物株移植システム |
| CN108077196B (zh) * | 2018-02-01 | 2023-11-28 | 重庆京渝瑞基测控仪器仪表制造有限公司 | 智能养蚕全生命周期自动加桑叶机 |
| CN113993369B (zh) * | 2019-05-13 | 2023-10-27 | Mjnn有限责任公司 | 用于自动受控生长环境的移栽机系统 |
| BE1033243B1 (nl) * | 2024-12-23 | 2026-08-11 | Agriplant Nv | Inrichting voor het oppakken en verplaatsen van zaailingen uit een zaailingen opslagcontainer |
Family Cites Families (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL7900943A (nl) * | 1979-02-06 | 1980-08-08 | Stichting Inst Mech | Plantenstekoverzetinrichting. |
| FR2571208B1 (fr) * | 1984-10-05 | 1987-10-09 | Germaine Michel | Procede de prehension et de transfert de produits fragiles ou de produits accessibles uniquement par le haut |
| FR2614499B1 (fr) * | 1987-04-28 | 1989-08-18 | Gerplant Automation | Dispositif de prehension et de transfert de plants en mottes |
| NL8800040A (nl) * | 1988-01-08 | 1989-08-01 | Visser S Gravendeel Holding | Inrichting voor het aangrijpen van van een plant voorziene kluiten. |
| DE3828094A1 (de) * | 1988-08-18 | 1990-02-22 | Dornier Gmbh Lindauer | Breithalter fuer schlauchware |
| ATE120333T1 (de) * | 1989-09-11 | 1995-04-15 | Synbra B V | Vorrichtung zum aufziehen von pflanzen. |
| FI904767A7 (fi) * | 1990-09-27 | 1992-03-28 | Laennen Tehtaat Oy | Anordning foer oeverfoering av en planta. |
| US5247761A (en) * | 1991-01-03 | 1993-09-28 | Robotic Solutions, Inc. | Computer controlled seedling transfer apparatus |
| US5215550A (en) * | 1991-07-10 | 1993-06-01 | Sylvester M. Tesch, Jr. | Seedling array transplanter |
| FR2685852B1 (fr) * | 1992-01-07 | 1999-02-19 | Gerplant Automation | Dispositif de prehension et de transfert de plants en mottes. |
| US5320649A (en) * | 1992-08-18 | 1994-06-14 | Holland James J | Plant transplant system |
-
1993
- 1993-12-13 NL NL9302172A patent/NL9302172A/nl not_active Application Discontinuation
-
1994
- 1994-12-12 ES ES94203603T patent/ES2124365T3/es not_active Expired - Lifetime
- 1994-12-12 DE DE69413355T patent/DE69413355T2/de not_active Expired - Fee Related
- 1994-12-12 EP EP94203603A patent/EP0657094B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1994-12-13 US US08/355,052 patent/US5536281A/en not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0657094A1 (de) | 1995-06-14 |
| NL9302172A (nl) | 1995-07-03 |
| US5536281A (en) | 1996-07-16 |
| EP0657094B1 (de) | 1998-09-16 |
| ES2124365T3 (es) | 1999-02-01 |
| DE69413355D1 (de) | 1998-10-22 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3884175T2 (de) | Behälter für Pflanzen. | |
| CH676534A5 (de) | ||
| EP0287039A2 (de) | Spannbarer Faden, Behälter für diesen Faden und Halter zur Zahnpflege,insbesondere zur Reinigung von Zahnzwischenräumen | |
| DE2211457A1 (de) | Pflanzwerkzeug für Sämlinge | |
| DE2826658A1 (de) | Saemaschine fuer getreide und andere saatgutarten | |
| DE60030011T2 (de) | Versetzroboter für Pflanzen | |
| DE3115006A1 (de) | Pflanzmaschine | |
| DE69300457T2 (de) | Vorrichtung zum Greifen und Umsetzen von Pflanzenballen. | |
| CH652896A5 (de) | Apparat zur schaffung einer kupplungselementfreien laengszone an einem paar von endlosen reissverschlussstreifen. | |
| DE69010747T2 (de) | Bodenverbesserung für Baumanpflanzungen. | |
| DE2709110A1 (de) | Zusammenhaengende papierzylinderanordnung und verwendung derselben in einer auspflanzvorrichtung | |
| DE3048312A1 (de) | Geraet zur ueberfuehrung von pflanzen an vorgegebene stellen | |
| DE2330600A1 (de) | Verpflanzungsmaschine fuer saemlinge | |
| DE2528126C3 (de) | Einrichtung zur gruppenweisen Abgabe gestapelter Behälter | |
| DE60302997T2 (de) | Mehrfach-Umtopf-Vorrichtung | |
| EP4209122B1 (de) | Pflanzmaschine sowie verfahren zum setzen einer pflanze | |
| DE3812273C2 (de) | ||
| DE468367C (de) | Pflanzensetzmaschine | |
| DE744038C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Einsetzen von Jungpflanzen in Erdballen | |
| DE941160C (de) | Anzucht-Geraet fuer Pflanzensetzlinge | |
| DE69602004T2 (de) | Verfahren, vorrichtung und behältersatz, um eine erd-scholle aus einem behälter zu ziehen | |
| EP1179290B1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Ausrichten von Gemüse- und Salatpflanzen. | |
| DE4001336C2 (de) | ||
| DE8509996U1 (de) | Behälter zur Aufnahme eines Wurzelballens einer Pflanze | |
| DE2227018C3 (de) | Pflanzvorrichtung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |