HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Digitalkopiersystem des Typs, bei
dem ein Dokumentenbild in ein elektrisches Signal umgewandelt und
dieses mit Hilfe einer Bilderzeugungseinrichtung reproduziert wird,
insbesondere betrifft die Erfindung ein Digitalkopiersystem, bei dem mehrere
Anwendungsarten gemeinsamen Gebrauch von Betriebsmitteln machen.
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Grundsätzlich setzt ein Digitalkopierer des genannten Typs ein
Dokumentenbild in ein elektrisches Signal um, führt verschiedene Arten von
Bildverarbeitung mit dem elektrischen Signal oder dem Bildsignal durch, und
veranlaßt dann eine Bilderzeugungseinrichtung, das durch das verarbeitete
Bildsignal repräsentierte Dokumentenbild zu reproduzieren. Diese Art von
Kopierer kann mit verschiedenen Anwendungsarten ausgestattet sein,
beispielsweise für Faksimilebetrieb, Druckbetrieb, Abtastbetrieb
(Scannerbetrieb) und Dateisystem-Betrieb. In diesem Fall benutzen die verschiedenen
Anwendungen in dem Kopierer verfügbare Betriebsmittel gemeinsam, zum
Beispiel eine Bildleseeinrichtung, eine Bilderzeugungseinrichtung, ein
Bedien- und Anzeigefeld, einen Speicher und periphere Einheiten. Die
peripheren Einheiten umfassen eine Dokumentenzufuhr und einen
Sortierer.
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Allerdings besteht bei dem oben beschriebenen Digitalkopierer das
Problem, daß der Kopierer mit einem Einzeltasksystem implementiert ist, bei
dem eine Mehrzahl von Anwendungen oder Betriebsarten die
Betriebsmittel gemeinsam benutzen. Diese Art von System verhindert, daß mehrere
Benutzer die Anwendungen gleichzeitig nutzen. Wenn zum Beispiel eine
Person den Kopierer zum Erstellen von Kopien verwendet, so kann eine
andere Person nicht den Druckerbetrieb verwenden, es sei denn, die Person
wartet, bis der Kopiervorgang abgeschlossen ist oder unterbrochen wird.
Wenn nur der Druckbetrieb abläuft, kann eine Faksimileübertragung mit
Hilfe des Faksimilebetriebs nicht eher erfolgen, als bis die Druckerausgabe
abgeschlossen ist oder unterbrochen wird, ungeachtet der Tatsache, daß der
Faksimilebetrieb im Stande wäre, Faksimiledaten zu verwenden, indem
lediglich von der Bildleseeinrichtung Gebrauch gemacht wird.
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Angesichts dieser Umstände wurde ein Multitask-Digitalkopiersystem
vorgeschlagen, welches es der Kopier-, Drucker-, Faksimile- oder anderen
Anwendung ermöglicht, die Bildleseeinrichtung, die
Bilderzeugungseinrichtung und andere Betriebsmittel gemeinsam und selektiv zu benutzen.
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Allerdings weist das herkömmliche Digitalkopiersystem der oben
beschriebenen Art folgendes Problem auf: angenommen, mehrere
Anwendungen benutzen gemeinsam die Bilderzeugungseinrichtung. Wenn dann
eine Anwendung die Bilderzeugungseinrichtung über eine längere
Zeitspanne belegt, können andere Anwendungen sie nicht benutzen. Dies ist
unerwünscht, was die bequeme Handhabung angeht.
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Die EP-A-0 410 668 offenbart ein Mehrfunktions-Digitalkopiersystem des
oben erläuterten Typs, welches dem Oberbegriff des Anspruchs 1
entspricht. Es wird in einem Warteschlangenmodus für einzelne Vorgänge
betrieben, wobei Fax-, Kopier- und Druckvorgänge nacheinander an den
Drucker gegeben werden. Es besteht die Möglichkeit, daß Fax-Vorgänge
in einer getrennten Warteschlange gehalten werden, um nicht vor ihrer
Freigabe ausgeführt zu werden, woraufhin sie sämtlich nacheinander vor
den Druck- oder Kopiervorgängen ausgeführt werden.
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Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Digitalkopiersystem zu
schaffen, welches sich auch dann für den Gebrauch eignet, wenn mehrere
Anwendungen gemeinsam eine Bilderzeugungseinrichtung benutzen.
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Erfindungsgemäß wird ein Digitalkopiersystem geschaffen, welches
aufweist:
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mehrere Anwendungen einschließlich einer Kopieranwendung, einer
Druckanwendung und einer Faksimileanwendung, die gemeinsam und
selektiv Betriebsmittel benutzen, darunter eine Bilderzeugungseinrichtung,
um zu den Anwendungen gehörige Jobs auszuführen, und eine
Systemsteuerung zum Steuern des Systems in der Weise, daß, wenn zwei
oder mehr der Anwendungen Anforderungen zur Verwendung eines
speziellen Betriebsmittels generieren, auf der Grundlage einer vorbestimmten
Prioritätsreihenfolge eine Reihenfolge festgelegt wird, in der die beiden
oder mehr Anwendungen das spezielle Betriebsmittel benutzen, dadurch
gekennzeichnet, daß das System in einem verschachtelten Modus
betreibbar ist, in welchem die Ausführung eines Jobs durch das spezielle
Betriebsmittel für eine der beiden oder mehr Anwendungen verschachtelt
wird mit der Ausführung eines Jobs für eine andere der beiden oder mehr
Anwendungen, wobei dann, wenn zwei oder mehr der Anwendungen
gleicher Priorität Anforderungen zur Verwendung der
Bilderzeugungseinrichtung erzeugen, die Verwendung der Bilderzeugungseinrichtung den beiden
Anwendungen abwechselnd und blattweise gestattet wird, und in einem
Modus betreibbar ist, in dem die Anwendungen verschiedene
Betriebsmittel gleichzeitig benutzen.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung schafft diese ein
Digitalkopiersystem, welches aufweist:
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mehrere Anwendungen einschließlich einer Kopieranwendung, einer
Druckanwendung und einer Faksimileanwendung, die gemeinsam und
selektiv Betriebsmittel benutzen, darunter eine Bilderzeugungseinrichtung,
um zu den Anwendungen gehörige Jobs auszuführen, und eine
Systemsteuerung zum Steuern des Systems in der Weise, daß, wenn zwei
oder mehr der Anwendungen Anforderungen zur Verwendung eines
speziellen Betriebsmittels generieren, auf der Grundlage einer vorbestimmten
Prioritätsreihenfolge eine Reihenfolge festgelegt wird, in der die beiden
oder mehr Anwendungen das spezielle Betriebsmittel benutzen, dadurch
gekennzeichnet, daß das System in einem verschachtelten Modus
betreibbar ist, in welchem die Ausführung eines Jobs durch das spezielle
Be
triebsmittel für eine der zwei oder mehr Anwendungen eingeschoben wird
in die Ausführung eines Jobs für eine andere der beiden oder mehr
Anwendungen, und in einem Modus betreibbar ist, bei dem die Anwendungen
verschiedene Betriebsmittel gleichzeitig benutzen, und daß die
vorbestimmte Prioritätsreihenfolge durch den Benutzer wunschgemäß einstellbar
ist.
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Die Erfindung wird anhand eines Beispiels unter Bezugnahme auf die
begleitenden Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
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Fig. 1 schematisch den allgemeinen Aufbau eines Digitalkopiersystems
als Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
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Fig. 2 ein Blockdiagramm, welches schematisch die Ausführungsform
veranschaulicht;
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Fig. 3 ein schematisches Blockdiagramm einer spezifischen Hardware-
Architektur, die in dem Ausführungsbeispiel enthalten ist;
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Fig. 4 ein schematisches Blockdiagramm einer weiteren spezifischen
Hardware-Architektur;
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Fig. 5 ein schematisches Blockdiagramm, welches repräsentativ für eine
Beziehung zwischen einer Anwendungsebene und einer
Systemsteuerebene in der Ausführungsform ist;
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Fig. 6 ein schematisches Blockdiagramm, welches einen verschachtelten
Betrieb veranschaulicht, der von einer Kopieranwendung und einer
Druckeranwendung in der Ausführungsform auszuführen sind;
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Fig. 7 ein schematisches Blockdiagramm zur Veranschaulichung der
Paralleloperationen der Druckeranwendung und der Faksimileanwendung, die
ebenfalls in der Ausführungsform enthalten sind;
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Fig. 8 eine spezifische Anordnung eines Bedien- und Anzeigefeldes als
Bestandteil der Ausführungsform; und
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Fig. 9 ein Flußdiagramm, welches einen speziellen Betrieb der
Ausführungsform darstellt.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Bezugnehmend auf Fig. 1 der Zeichnungen, ist dort ein
Digitalkopiersystem als Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Wie gezeigt, enthält
das System eine Dokumentenzufuhr 1 und ein Bedien-(und Anzeige-)Feld
2. Nachdem gewünschte Bedingungen über das Bedienfeld 2 eingegeben
wurden, transportiert die Dokumentenzufuhr 1 ein Dokument zu einer
vorbestimmten Leseposition an einer Bildleseeinrichtung 3, und nachdem das
Dokument gelesen wurde, transportiert sie es von der Leseposition weg.
Die Bildleseeinrichtung 3 beleuchtet das in ihre Leseposition gebrachte
Dokument. Die sich ergebende Reflexion des Dokuments wird zu einem
entsprechenden elektrischen Signal oder Bildsignal mit Hilfe eines
Festkörper-Abbildungsgeräts, beispielsweise eines CCD-Bildsensors
(ladungsgekoppeltes Bauelement) umgewandelt. Eine Bilderzeugungseinrichtung 4
bildet ein durch das Bildsignal repräsentiertes Bild auf Normalpapier oder
wärmeempfindlichem Papier mit Hilfe eines elektrophotographischen,
wärmeempfindlichen, Wärmeübertragungs-, Tintenstrahl- oder ähnlichen
konventionellen Systems.
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Wenn Papier aus einer von mehreren Papierkassetten 7 zu der
Bilderzeugungseinrichtung 4 transportiert wird, erzeugt die Einrichtung 4 auf einer
Papierseite ein Bild. Eine Duplexkopiereinheit 5 ist so aufgebaut, daß sie
das das Bild auf seiner einen Seite tragende Papier wendet und erneut der
Bilderzeugungseinrichtung 4 zuführt. Als Ergebnis wird auch auf der
anderen Papierseite zur Schaffung einer doppelseitigen oder Duplexkopie ein
Bild erzeugt. Die Duplexkopiereinheit 5 wurde üblicherweise so
ausgebildet, daß sie das Papier sofort zurückführte oder das Papier sequentiell
zurückführte, nachdem mehrere Papierbögen gestapelt waren, und zwar von
dem unteren bis hin zu dem oberen Papierbogen. Die Papierbögen oder
Duplexkopien, die aus der Bilderzeugungseinrichtung 4 ausgetragen
werden, werden von einem Sortierer 6 sequentiell sortiert in der Reihenfolge
der Seite oder seitenweise.
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Allgemein mit 8 bezeichnete Anwendungen benutzen gemeinsam die
Dokumentenzufuhr 1, das Bedienfeld 2, die Bildleseeinrichtung 3, die
Bilderzeugungseinrichtung 4, die Duplexeinheit 5, den Sortierer 6 und
Papierkassetten 7, bei denen es sich um die in das Kopiersystem eingebauten
Betriebsmittel (Resourcen) handelt. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, umfassen die
Anwendungen insbesondere eine Kopieranwendung 81, eine
Druckanwendung 82, eine Faksimile-(Fax-)Anwendung 83 und weitere Anwendungen
84.
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Im Zuge der nachfolgenden Beschreibung soll das elektrische Signal oder
Bildsignal, welches von der Bildleseeinrichtung 3 ausgegeben wird, ein
Bildsignal, welches in die Bilderzeugungseinrichtung 4 eingegeben wird,
und ein zu den Bildsignalen gehöriges Synchronisationssignal kollektiv als
Videosignal bezeichnet werden. Signale, die die Leseeinrichtung 3, die
Bilderzeugungseinrichtung 4 und Anwendungen 81-84 veranlassen, das
Videosignal auszutauschen, werden als Steuersignale oder Befehle
bezeichnet. Außerdem soll das Wort "System" in der Weise verstanden
werden, daß der Digitalkopierer mit einer Mehrzahl von Anwendungen 81-84
in der oben angegebenen Weise ausgestattet ist. Eine Steuerung zum
Steuern des Systems wird als Systemsteuerung bezeichnet.
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Das Bedienfeld 2 ist in zahlreichen Fällen mit einer äußerst beschränkten
Kapazität ausgestattet, auch wenn das System mit einer Mehrzahl von
Anwendungen 81-84 ausgestattet ist. In diesem Fall muß das Bedienfeld 2 für
eine gewünschte Anwendung ausgestaltet werden. In diesem Sinn werden
Bilder, die jeweils zu einer speziellen Anwendung gehören, als virtuelle
Bilder bezeichnet. Wenngleich mehrere virtuelle Bilder existieren,
erscheint nur eines von ihnen zu einem gegebenen Zeitpunkt auf dem Feld 2.
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Die Anwendung, die das Bedienfeld 2 belegen darf, wird als
Vordergrundanwendung bezeichnet. Im wesentlichen sämtliche Tasteneingaben aus
dem System werden der Vordergrundanwendung gemeldet, während
lediglich das virtuelle Bild der Vordergrundanwendung auf dem Feld 2
erscheint. Die anderen, nicht das Feld 2 belegenden Anwendungen seien als
Hintergrundanwendungen bezeichnet. Obschon die
Hintergrundanwendungen das Feld 2 nicht belegen können, stellen sie ihren Betrieb nicht ein.
Lediglich eine begrenzte Anzahl von Tasteneingaben werden ihnen seitens
einer Systemsteuerung 101 gemeldet. Daraus folgt, daß während des
Ruhezustands der Bilderzeugungseinrichtung 4 beispielsweise die
Druckanwendung 82 auf die Bilderzeugungseinrichtung 4 zugreifen kann, wenn
von einem Host-Personal-Computer, der nicht dargestellt ist, Druckdaten
zugeführt werden, auch wenn es sich bei dieser Anwendung um eine
Hintergrundanwendung handelt.
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Die Systemsteuerung 101 überwacht jedes der Betriebsmittel 1-7
dahingehend, ob es sich in einem Ruhe- oder nicht belegten Zustand befindet. Die
Anwendung, der von der Systemsteuerung 101 als erstes die Verwendung
des Bedien- und Anzeigefeldes 2 nach Netzeinschaltung des Systems
gestattet wird, wird als Hochfahranwendung bezeichnet.
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Es werden die Wörter "eingeschobene Ausgabe" oder "verschachtelt"
beschrieben, die hauptsächlich in Verbindung mit der Ausgab eines Bildes
verwendet werden. Eine herkömmliche Einzeltask-Bildausgabe erfolgt
durch keine andere Operation als eine gerade ablaufende Operation, das
heißt, nicht eher, als bis eine Folge von Zyklen mit dem gleichen Zweck,
das heißt ein einzelner Vorgang, abgeschlossen ist. Beispielsweise besitzen
hochentwickelte Digitalkopierer Multiplexfunktionen, das heißt
Kopierfunktion und Faksimilefunktion oder Druckerfunktion sowie weitere
Funktionen. Die meisten von ihnen führen eine Ausgabe auf der Grundlage
einer Funktion (Vorgang (Job)) durch, so daß sich zum Beispiel an die
Kopierfunktion eine Druckerausgabe anschließt, wenn erstere abgeschlossen
ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hingegen wird das Einfügen
oder Einschieben einer Vorgangs-Ausgabe in eine andere Vorgangs-
Ausgabe als "verschachtelt" bezeichnet. Beispielsweise implementiert die
Ausführungsform eine Druckerausgabe im Verlauf einer Kopierausgabe
ohne Anhalten der Maschine.
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Das Wort "Modus" bezeichnet einen Zustand, in welchem eine gegebene
Anwendung Anspruch auf die Anzeige hat. Wenn zum Beispiel die
Druckanwendung 82 Recht auf die Anzeige hat, so wird der Digitalkopierer als
Kopierer im Druckermodus beschrieben. Der Übergang von einem Modus
zu einem anderen wird von der Systemsteuerung 101 gesteuert.
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Wenn das System kompliziert wird, müssen sich die Anwendungen an
jeden Benutzer anpassen. Allerdings ist es nicht praktikabel, sämtlichen
benutzerseitigen Bedürfnissen zur Zeit des Versands zu entsprechen. Die
einzige verbleibende Maßnahme ist die Behandlung der Anwendungen,
nachdem das System auf den Markt gebracht wurde. Im Hinblick darauf
beinhaltet die Ausführungsform einen nicht-flüchtigen RAM (Schreib-
/Lese-Speicher) und besitzt eine benutzerorientierte
Systemeinstellfunktion. Diese Funktion soll im folgenden als Benutzereinstellung
angesprochen werden.
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Wenn die Bilderzeugungseinrichtung 4 durch einen
elektrophotographischen Prozeß mittels Laserstrahlbündel implementiert wird, so ist die
Schreibdichte in einem gewissen Bereich wählbar. Diese Funktion wird im
folgenden als veränderliche Auflösung (VA) oder Mehrfachauflösung
(MA) bezeichnet. Außerdem ist bei diesem Kopierertyp die Anzahl der
Möglichkeiten zu groß, als daß sämtliche Personen den Kopierer
unbeschränkt benutzen könnten. Die Beschränkung der Anzahl von Personen,
die den Kopierer benutzen können, wird als Benutzerbeschränkung
bezeichnet. Um die Benutzer zu spezifizieren, zu beschränken und zu
überwachen, wird von einem Münzgerät, einem Schlüsselzähler, einer
Schlüsselkarte, einem privaten Code oder einer ähnlichen Implementierung
Gebrauch gemacht.
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In einer Mehrfachtask-Systemarchitektur, in der die Anwendungen 81 die
Betriebsmittel 1-7 gemeinsam benutzen, wird das System von einer
Systemsteuerebene 100 gemäß Fig. 2 gesteuert. Die Systemsteuerebene 100
besitzt zusätzlich zu der Systemsteuerung 101 eine Bedienfeldssteuerung
21, eine Bildleseeinrichtungs-Steuerung 31, eine
Bilderzeugungseinrichtungs-Steuerung 41 und eine Sortierersteuerung 61. Eine
Gerätesteuerebene 110 setzt Befehle, Steuersignale und andere logische Befehle von der
Systemsteuerebene 100 in entsprechende Signale zum Treiben und
Eingeben mechanischer Eingangs- und Ausgangsgrößen um, die die
Einrichtungen tatsächlich betreiben, beispielsweise Kupplungen, Sensoren und
Motoren. Die Anwendungen 81-84 bestehen gemeinsam nebeneinander in einer
Anwendungsebene 80 aufgrund der durch die Systemsteuerebene 100
geschaffenen Funktion.
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Fig. 3 zeigt eine spezifische Hardware-Architektur zum Implementieren
des Systems. Wie gezeigt, sind den Anwendungen 81, 82 und 93 CPUs
(zentrale Verarbeitungseinheiten) 81a, 82a bzw. 83a zugeordnet. Eine
einzelne CPU 10 ist der Bildleseeinrichtung 3 und der
Bilderzeugungseinrichtung 4 zugeordnet. Deshalb kann die einzelne CPU 10 sowohl die
Systemsteuerebene 100 als auch die Gerätesteuerebene 110 steuern. Die
Druckanwendung 82 und die Faksimileanwendung 83 sind beide mit
Seitenspeichern 82b bzw. 83b ausgestattet. In Fig. 3 sind ebenso wie in den
anschließenden Fig. 4-7 die übrigen Anwendungen 84 nicht dargestellt.
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Fig. 4 zeigt eine alternative Hardware-Architektur. Wie dargestellt, sind
CPUs 81 a-83a, 101a, 21a, 31a und 41a in der Systemsteuerung 101 und
den Betriebsmitteln 2-4 enthalten. Befehle von der CPU 101a der
Systemsteuerung 101 werden über zugehörige Steuersignalleitungen an die
betreffenden CPUs 81a-83a und 21a-41a übertragen. Auf diese Weise ist
das dargestellte Ausführungsbeispiel mit verschiedenen Arten von
Hardwareanordnungen ausführbar.
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Es wird auf Fig. 5-7 Bezug genommen, um virtuelle Betriebsmittel zu
beschreiben, die für die Ausführungsform besondere Betriebsmittel sind.
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Die Systemsteuerebene 100 implementiert eine Funktion, die aus der Sicht
der Anwendungsebene 80 so in Erscheinung tritt, als ob virtuelle
Betriebsmittel sämtlichen Anwendungen 81-84 zugeordnet wären, wie in
Fig. 5 durch gestrichelte Blocks angedeutet ist. Als Ergebnis ist es nicht
notwendig, daß die Anwendungsschicht 80 Systembedingungen
überwacht, das heißt die Systemsteuerebene 100 kann sämtliche Anwendungen
unter gleichen Bedingungen überwachen. Insbesondere dann, wenn eine
der Anwendungen 81-84 ein gewisses Betriebsmittel zu belegen wünscht,
sendet es eine Anforderung an die Systemsteuerebene 100. Ansprechend
darauf reicht die Systemsteuerebene 100 an die Anwendung ein
Entscheidungsergebnis über den Status des interessierenden Betriebsmittels zurück.
Dann sieht die Anwendung, ob sie das Betriebsmittel verwenden kann oder
nicht, und sie verwendet das Betriebsmittel, falls möglich. Grundsätzlich
behandelt die Systemsteuerebene 100 die Ausführungsrechte der
Anwendungen 81-84 mit derselben Prozedur.
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Die aktuellen Betriebsmittel 2-4 sind jeweils in einfacher Ausführung
vorhanden, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Wenn also Anforderungen zur
Benutzung der virtuellen Betriebsmittel einen Konflikt verursachen, so muß die
Systemsteuerebene 100 eine exklusive Steuerung oder eine zeitlich geteilte
Zuordnung ausführen, um das jeweils aktuelle Recht zur Benutzung der
Betriebsmittel 2-4 zu transferieren. Ob die ausschließliche Steuerung oder
die zeitlich unterteilte Zuweisung ausgeführt wird, hängt ab von der Art
des Betriebsmittels und der zuvor erwähnten Benutzereinstellung.
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In den Fig. 6 und 7 zeigen die durch gestrichelte Linien angedeuteten
virtuellen Betriebsmittel, daß die zugehörige Anwendung nicht das Recht
zur ihrer Ausführung besitzt, während die durch ausgezogene Linien
angedeuteten virtuellen Betriebsmittel bedeuten, daß sie das Recht zu ihrer
Benutzung hat. Fig. 6 veranschaulicht eine spezifische Operation, bei der
die Kopieranwendung 81 und die Druckanwendung 82 im verschachtelten
Modus arbeiten, das heißt daß eine Vorgangs-Ausgabe in eine andere
Vorgangs-Ausgabe eingeschoben ist, wie früher bereits erwähnt wurde. In dem
in Fig. 6 gezeigten Zustand hat die Kopieranwendung 81 das Recht,
sämtliche Betriebsmittel der Leseeinrichtung 3 und der
Bilderzeugungseinrichtung 4 zu belegen und tut dies auch. Wenn die Druckanwendung 82
eine Anforderung zum Benutzen der Bilderzeugungseinrichtung 4
absendet, und wenn durch die benutzerseitige Einstellung der verschachtelte
Modus eingestellt ist, weist die Systemsteuerebene 100 die
Bilderzeugungseinrichtung 4 auf einer Timesharing-Basis den Anwendungen 81 und
82 zu.
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Die oben angesprochene zeitlich geteilte Zuweisung macht es möglich, das
Betriebsmittel-Benutzungsrecht dynamisch von einer Anwendung zu einer
anderen Anwendung zu transferieren. Im Ergebnis werden Ausgaben der
Anwendungen 81 und 82 mit Hilfe der Bilderzeugungseinrichtung 4 ohne
Anhalten des Betriebs der Einrichtung 4 erzeugt. Dies dient der
Minimierung der Wartezeiten für die Anwendungen 81 und 82.
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Fig. 7 veranschaulicht eine weitere spezifische Operation, bei der die
Druckanwendung 82 und die Faksimileanwendung 83 parallel arbeiten. Im
Fall des Sendevorgangs verwendet die Faksimileanwendung 83 nur das
Bedienfeld 2 und die Bildleseeinrichtung 3, während die Druckanwendung
82 nur die Bilderzeugungseinrichtung 4 benötigt. Deshalb wird ungeachtet
der Tatsache, daß die beiden Anwendungen 82 und 83 Betriebsmittel-
Anforderungen gleichzeitig absenden, keine Konfliktsituation bei den
Betriebsmitteln hervorgerufen. In diesem Zustand können die Anforderungen
von den Anwendungen 82 und 83 akzeptiert werden, ohne daß eine
exklusive Steuerung oder eine zeitlich geteilte Zuweisung erfolgt, indem
gleichzeitig ein Faksimile-Sendevorgang und eine Druckerausgabe stattfinden.
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Die Bilderzeugungseinrichtung oder der Plotter 4 wird folgendermaßen
betrieben: die vorliegende Erfindung sieht eine Soll-Prioritätsreihenfolge
für die Anwendungen 81-84 bei der Verwendung der
Bilderzeugungseinrichtung 4 vor. Speziell dann, wenn Tasten auf dem Bedienfeld 2 in einer
vorbestimmten Kombination betätigt werden, beginnt ein
benutzerorientierter Programmodus, der dem Benutzer die Möglichkeit gibt, eine
gewünschte Prioritätsreihenfolge einzurichten. Die Prioritätsreihenfolge wird
über die Ziffern "1" bis "9" eingegeben. Wenn zwei oder mehr
Anwendungen 81-84 Plotter-Anforderungen zur gleichen Zeit generieren, so wird
der Plotter 4 der Anwendung mit der höchsten Priorität zugeordnet. Die
andere Anwendung mit der niedrigeren Priorität wartet, bis der Zeitpunkt
des nächsten Papiervorschubs erreicht ist.
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Es sei zum Beispiel angenommen, die Faksimileanwendung 83 habe
Priorität gegenüber den anderen Anwendungen 81, 82 und 84 erhalten. Dann
wird selbst dann, wenn das System sich im Kopierbetrieb befindet, eine
Ausgabe von seitens einer entfernten Station empfangenen Faksimiledaten
mittels verschachteltem Betrieb vorgenommen, sobald die Ausgabe
zugelassen wird, anschließend wird wieder der Kopierbetrieb beim nächsten
Zeitpunkt des Papiervorschubs aufgenommen.
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Andererseits sei angenommen, zwei oder mehr der Anwendungen 81-84
besäßen gleiche Priorität wenn in diesem Fall die Anwendungen mit
gleicher Prioriät gleichzeitig Anforderungen erzeugen, so erhalten sie
alternierend das Ausgaberecht, das heißt nach Art einer "Round-Robin".
Insbesondere sei angenommen, die Kopieranwendung 81 und die
Druckanwendung 82 besäßen gleiche Priorität, und es werde kontinuierlich von den
Anwendungen 81 und 82 auf die Bilderzeugungseinrichtung 4 zugegriffen,
das heißt die nächste Ausgabe erfolge nach einem einzelnen
Papiervorschub zu dem Zeitpunkt, wenn ein Papierbogen zugeführt werden kann.
Dann treten die Ausgaben seitens der Anwendungen 81 und 82
alternierend auf, das heißt Kopierausgabe, Druckausgabe, Kopierausgabe,
Druckausgabe und so fort. In diesem Fall kann der Sortierer 6 die resultierenden
Aufzeichnungen in die entsprechenden Fächer auf der Anwendungs-
Grundlage sortieren, um die Benutzer der Anwendungen vor Verwirrung
zu bewahren.
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Wie oben angegeben, erhalten mehrere Benutzer bei gemeinsamer
Verwendung eines einzelnen Kopiergeräts das Recht, den Kopierer
gleichermaßen zu benutzen. Natürlich kann drei oder mehr Anwendungen ein
gewisses Maß von Priorität verliehen werden. Wenn zwei oder mehr der
Anwendungen keine Anforderung gleichzeitig erzeugen, wird derjenigen
Anwendung von der Systemsteuerung 101 Vorrang eingeräumt, die zuerst
angefordert hat. Insbesondere dann, wenn ein einzelner Benutzer eine
einzelne Anwendung benutzt, wird eine bei einem Kopierer oder eine
Anwendung übliche Prozedur ausgeführt.
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Wenn die Bilderzeugungseinrichtung 4 durch einen
elektrophotographischen Prozeß mittels Laserstrahlbündel implementiert wird, kann die
Drehzahl eines Polygonspiegels geändert werden, um die Schreibdichte in
mehreren Schritten (MA) zu ändern. Andererseits unterscheidet sich die
optimale Schreibgeschwindigkeit in einigen Fällen von Anwendung zu
Anwendung. Deshalb muß die Drehzahl des Polygonspiegels jedesmal
geändert werden, wenn eine der drei oder noch mehr Anwendungen
gleicher Priorität eine Ausgabe nach Art des "Round-Robin" machen. Da
allerdings etwa drei Sekunden benötigt werden, damit der Polygonspiegel
sich bei der Nenn-Drehzahl stabilisiert, nachdem die Drehzahl geändert
wurde, werden etwa drei Sekunden jedesmal dann verschwendet, wenn
von einer Anwendung auf eine andere Anwendung gewechselt wird, was
den Durchsatz des Gesamtsystems verringert. Um dieses Problem zu
beseitigen, gibt die Ausführungsform zunächst, wenn zwei oder mehr
Anwendungen eine Ausgabeanforderung erzeugen, derjenigen Anwendung
Priorität, deren Schreibdichte am häufigsten erwünscht ist, oder gibt, wenn
diese Anwendungen gleiche Priorität haben, derjenigen Anwendung
Priorität, deren Schreibdichte äquivalent zu derjenigen Anwendung ist, bei der
zuletzt ein Papiervorschub erfolgt ist. Selbst unter der MA-Bedingung ist
eine verschachtelte Ausgabe erzielbar, wobei nur geringstmögliche Zeit
verschwendet wird.
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Wenn die Tasten auf dem Bedienfeld 2 in einer vorbestimmten
Kombination betätigt werden, beginnt ein benutzerorientierter Programmodus, der
es dem Benutzer ermöglicht, Verschachtelung zuzulassen oder zu sperren.
Verschachtelung bezieht sich hier auf das Einschieben der Druckausgabe
in eine andere Anwendung, während eine gewisse Anwendung einen
Druckvorgang ausführt. Was die Zulässigkeit der Verschachtelung angeht,
so ist auch der in Verbindung mit der Einstellung der Prioritätsreihenfolge
beschriebene Vorteil erzielbar. Wenn allerdings der Sortierer 6 fehlt,
werden aus zwei oder mehr Anwendungen stammende Papierbögen in einem
einzelnen Fach vermischt, was den Benutzer verwirrt. Im Hinblick darauf
sperrt die Ausführungsform im Prinzip die Ausgabe einer
Hintergrundanwendung, die kein Anzeigerecht besitzt und veranlaßt, daß der Benutzer
beabsichtigt einen gewünschten Anwendungsmodus auf der Bedientafel 2
auswählt. Alternativ ersetzt die Ausführungsform nur dann, wenn die
Vordergrundanwendung in Ruhe ist, automatisch die Vordergrundanwendung
durch die Hintergrundanwendung.
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Weiterhin ist die Ausführungsform derart aufgebaut, daß eine Anwendung
mit der zuvor erwähnten Benutzerbeschränkung an eine Ausgabe aus einer
Hintergrundanwendung gehindert wird, das heißt, sie kann nur eine
Ausgabe machen, nachdem der Benutzer gezielt die Vordergrundanwendung
ausgewählt hat. Dies dient dem Zweck, eine Situation zu vermeiden, bei
der der erste Benutzer die Vordergrundanwendung unter Verwendung
eines Münzapparats, einer Schlüsselkarte, eines Schlüsselzählers oder einer
ähnlichen privaten Implementierung verwendet, und der zweite Benutzer
eine Hintergrundanwendung benutzt; ansonsten würden die von dem
zweiten Benutzer erzeugten Ausdrucke dem ersten Benutzer belastet. Die
Benutzerbeschränkung kann anwendungsweise eingerichtet werden.
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Wenn eine Hintergrundanwendung mit der Ausgabe beginnt, während die
Vordergrundanwendung in Benutzung ist, informiert die Ausführungsform
den Benutzer der Vordergrundanwendung über den Start der
Hintergrundanwendung. Fig. 8 zeigt eine spezifische Ausgestaltung des Bedienfelds
2. Wie dargestellt, sind LEDs (Leuchtdioden) 81c, 82c, 83c und 84c an
dem Bedienfeld 2 angeordnet, welche den Anordnungen 81, 82, 83 bzw.
84 zugeordnet sind. In dem in Fig. 8 gezeigten Zustand glimmt das
Faksimile- oder Vordergrund-LED 83c, während die Drucker- oder
Hintergrund-LED 82c blinkt, um zu signalisieren, daß die Druckeranwendung in
Betrieb ist. Die LED 82c blinkt kontinuierlich von Beginn des
Papiervorschubs für den Hintergrund bis hin zu dessen Ende. Die für die Benutzung
des Hintergrunds vorgesehene LED kann durch eine Anweisungsnachricht
ersetzt werden, beispielsweise "FAX erhält Priorität", die auf eine LCD
(Flüssigkristallanzeige) 2a des Bedienfelds 2 erscheint. Dies ermöglicht es
einer Person, die die Vordergrundanwendung benutzt, Papierbögen aus der
Hintergrundanwendung zu unterscheiden von Papierbögen, die aus der
Vordergrundanwendung stammen.
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Darüber hinaus ist die Ausführungsform im Stande, einem
Unterbrechungs-Kopiermodus mit Dringlichkeit Priorität einzuräumen. Dies fördert
den praktischen Gebrauch des Systems.
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Bezugnehmend auf Fig. 9, soll die Ausgabeprozedur beschrieben werden.
Wie dargestellt, wartet bei Netzeinschaltung des Systems dieses solange,
bis ein Bereitschaftszustand für die Zufuhr eines Papierbogens erreicht ist,
beispielsweise ein Zustand, in welchem eine Fixiereinheit auf eine
vorbestimmte Temperatur aufgeheizt ist und kein Papierstau vorliegt (Schritt
S1). Nachdem die Anwendungen Ausgabe-Anforderungen generiert haben,
wird ein Sortiervorgang ausgeführt, der zu der Anwendung mit der
höchsten Priorität gehört (Schritt S2). Anschließend wird ermittelt, ob der
Anwendung erlaubt ist, aus dem Hintergrund eine Ausgabe zu machen oder
nicht (Schritt S3). Wenn die Antwort im Schritt S3 positiv ist (Ja), geht
das Programm zum Schritt S4, anderenfalls geht es zum Schritt S12. Im
Schritt S12 beginnt, wenn die interessierende Anwendung dem
Vordergrund entspricht, die Ausgabe (Schritt S9), der Papiervorschub wird
gesperrt (Schritt S10), und die anderen akzeptierten Ausgabe-Anforderungen
werden zum Warten veranlaßt (Schritt S11), und anschließend geht der
Vorgang zurück zum Schritt S1. Wenn die Anwendung keine
Vordergrundanwendung ist (Nein im Schritt S12), geht das Programm zu einem
Schritt S13, um auf Ausführung zu warten. Wenn sämtliche akzeptierten
Anforderungen behandelt sind (Schritt S15), kehrt das Programm zum
Schritt S1 zurück, ansonsten kehrt es zum Schritt S3 zurück.
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Wenn der Anwendung die Ausgabe aus dem Hintergrund gestattet ist (Ja
im Schritt S3), wird ermittelt, ob eine Benutzerbeschränkung mit der
An
wendung verbunden ist oder nicht. Ist die Antwort im Schritt S4 negativ
(Nein), wird ermittelt, ob die Vordergrundanwendung einen Sortiermodus
oder einen Stapelmodus ausgewählt hat oder nicht, und ob sie in Ruhe ist
oder nicht (Schritt S6). Ist die Antwort im Schritt S6 positiv, geht das
Programm weiter zum Schritt S12, ansonsten geht es zum Schritt S7. Im
Schritt S7 wird ermittelt, ob eine Anforderung mit gleicher Schreibdichte
wie die Anwendung gleicher Priorität und bei dem unmittelbar zuvor
erfolgten Papiervorschub vorhanden ist oder nicht. Falls die Antwort im
Schritt S7 negativ ist, wird ermittelt, ob die Anforderung hinsichtlich der
Schreibdichte identisch mit der unmittelbar vorausgehenden Anforderung
ist oder nicht (Schritt S8). Wenn die Antwort im Schritt S8 negativ ist,
wird der Schritt S9 wiederholt, ansonsten geht das Programm weiter zu
einem Schritt S14, um auf die Ausführung zu warten, dann folgt Schritt
S15.
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Zusammengefaßt: man sieht, daß die vorliegende Erfindung ein
Digitalkopiersystem schafft, welches die Möglichkeit bietet, dann, wenn zwei oder
mehr Anwendungen Anforderungen zur Verwendung einer
Bilderzeugungseinrichtung generieren, die Anwendungen die Möglichkeit zum
Benutzen der Einrichtung in einer speziellen Reihenfolge erhalten, die mit
einer vorbestimmten Prioritätsfolge übereinstimmt. Folglich wird nur
dann, wenn der Benutzer eine gewünschte Prioritätsreihenfolge vorab den
Anwendungen zuweist, das System in passender Weise genutzt werden
können, auch wenn mehrere Anwendungen die Bilderzeugungseinrichtung
gemeinsam benutzen. Wenn außerdem zwei oder mehr Anwendungen eine
derartige Anforderung generieren, wird ihnen das Recht zum Benutzen der
Bilderzeugungseinrichtung abwechselnd zugesprochen. Wenn also
mehrere Benutzer gemeinsam einen einzelnen Kopierer verwenden, wird das
Recht sämtlichen Benutzern gleichermaßen zugesprochen, was auch den
angemessenen Einsatz des Systems fördert. Außerdem gibt das System
ansprechend auf die von zwei oder mehr Anwendungen kommenden
Anforderungen derjenigen Anwendung Priorität, deren Schreibdichte am
häufigsten erwünscht ist. Dies verringert in erfolgreicher Weise die zur
Änderung der Schreibgeschwindigkeit benötigte Zeitspanne und steigert
damit den Durchsatz des gesamten Systems.
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Verschiedene Modifizierungen sind dem Fachmann nach Studium der
vorliegenden Offenbarung ohne Abweichung vom Schutzumfang der
Erfindung möglich.