DE69424089T2 - Digitale Kopiersysteme - Google Patents

Digitale Kopiersysteme

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Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Digitalkopiersystem des Typs, bei dem ein Dokumentenbild in ein elektrisches Signal umgewandelt und dieses mit Hilfe einer Bilderzeugungseinrichtung reproduziert wird, insbesondere betrifft die Erfindung ein Digitalkopiersystem, bei dem mehrere Anwendungsarten gemeinsamen Gebrauch von Betriebsmitteln machen.
  • Grundsätzlich setzt ein Digitalkopierer des genannten Typs ein Dokumentenbild in ein elektrisches Signal um, führt verschiedene Arten von Bildverarbeitung mit dem elektrischen Signal oder dem Bildsignal durch, und veranlaßt dann eine Bilderzeugungseinrichtung, das durch das verarbeitete Bildsignal repräsentierte Dokumentenbild zu reproduzieren. Diese Art von Kopierer kann mit verschiedenen Anwendungsarten ausgestattet sein, beispielsweise für Faksimilebetrieb, Druckbetrieb, Abtastbetrieb (Scannerbetrieb) und Dateisystem-Betrieb. In diesem Fall benutzen die verschiedenen Anwendungen in dem Kopierer verfügbare Betriebsmittel gemeinsam, zum Beispiel eine Bildleseeinrichtung, eine Bilderzeugungseinrichtung, ein Bedien- und Anzeigefeld, einen Speicher und periphere Einheiten. Die peripheren Einheiten umfassen eine Dokumentenzufuhr und einen Sortierer.
  • Allerdings besteht bei dem oben beschriebenen Digitalkopierer das Problem, daß der Kopierer mit einem Einzeltasksystem implementiert ist, bei dem eine Mehrzahl von Anwendungen oder Betriebsarten die Betriebsmittel gemeinsam benutzen. Diese Art von System verhindert, daß mehrere Benutzer die Anwendungen gleichzeitig nutzen. Wenn zum Beispiel eine Person den Kopierer zum Erstellen von Kopien verwendet, so kann eine andere Person nicht den Druckerbetrieb verwenden, es sei denn, die Person wartet, bis der Kopiervorgang abgeschlossen ist oder unterbrochen wird. Wenn nur der Druckbetrieb abläuft, kann eine Faksimileübertragung mit Hilfe des Faksimilebetriebs nicht eher erfolgen, als bis die Druckerausgabe abgeschlossen ist oder unterbrochen wird, ungeachtet der Tatsache, daß der Faksimilebetrieb im Stande wäre, Faksimiledaten zu verwenden, indem lediglich von der Bildleseeinrichtung Gebrauch gemacht wird.
  • Angesichts dieser Umstände wurde ein Multitask-Digitalkopiersystem vorgeschlagen, welches es der Kopier-, Drucker-, Faksimile- oder anderen Anwendung ermöglicht, die Bildleseeinrichtung, die Bilderzeugungseinrichtung und andere Betriebsmittel gemeinsam und selektiv zu benutzen.
  • Allerdings weist das herkömmliche Digitalkopiersystem der oben beschriebenen Art folgendes Problem auf: angenommen, mehrere Anwendungen benutzen gemeinsam die Bilderzeugungseinrichtung. Wenn dann eine Anwendung die Bilderzeugungseinrichtung über eine längere Zeitspanne belegt, können andere Anwendungen sie nicht benutzen. Dies ist unerwünscht, was die bequeme Handhabung angeht.
  • Die EP-A-0 410 668 offenbart ein Mehrfunktions-Digitalkopiersystem des oben erläuterten Typs, welches dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entspricht. Es wird in einem Warteschlangenmodus für einzelne Vorgänge betrieben, wobei Fax-, Kopier- und Druckvorgänge nacheinander an den Drucker gegeben werden. Es besteht die Möglichkeit, daß Fax-Vorgänge in einer getrennten Warteschlange gehalten werden, um nicht vor ihrer Freigabe ausgeführt zu werden, woraufhin sie sämtlich nacheinander vor den Druck- oder Kopiervorgängen ausgeführt werden.
  • Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Digitalkopiersystem zu schaffen, welches sich auch dann für den Gebrauch eignet, wenn mehrere Anwendungen gemeinsam eine Bilderzeugungseinrichtung benutzen.
  • Erfindungsgemäß wird ein Digitalkopiersystem geschaffen, welches aufweist:
  • mehrere Anwendungen einschließlich einer Kopieranwendung, einer Druckanwendung und einer Faksimileanwendung, die gemeinsam und selektiv Betriebsmittel benutzen, darunter eine Bilderzeugungseinrichtung, um zu den Anwendungen gehörige Jobs auszuführen, und eine Systemsteuerung zum Steuern des Systems in der Weise, daß, wenn zwei oder mehr der Anwendungen Anforderungen zur Verwendung eines speziellen Betriebsmittels generieren, auf der Grundlage einer vorbestimmten Prioritätsreihenfolge eine Reihenfolge festgelegt wird, in der die beiden oder mehr Anwendungen das spezielle Betriebsmittel benutzen, dadurch gekennzeichnet, daß das System in einem verschachtelten Modus betreibbar ist, in welchem die Ausführung eines Jobs durch das spezielle Betriebsmittel für eine der beiden oder mehr Anwendungen verschachtelt wird mit der Ausführung eines Jobs für eine andere der beiden oder mehr Anwendungen, wobei dann, wenn zwei oder mehr der Anwendungen gleicher Priorität Anforderungen zur Verwendung der Bilderzeugungseinrichtung erzeugen, die Verwendung der Bilderzeugungseinrichtung den beiden Anwendungen abwechselnd und blattweise gestattet wird, und in einem Modus betreibbar ist, in dem die Anwendungen verschiedene Betriebsmittel gleichzeitig benutzen.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung schafft diese ein Digitalkopiersystem, welches aufweist:
  • mehrere Anwendungen einschließlich einer Kopieranwendung, einer Druckanwendung und einer Faksimileanwendung, die gemeinsam und selektiv Betriebsmittel benutzen, darunter eine Bilderzeugungseinrichtung, um zu den Anwendungen gehörige Jobs auszuführen, und eine Systemsteuerung zum Steuern des Systems in der Weise, daß, wenn zwei oder mehr der Anwendungen Anforderungen zur Verwendung eines speziellen Betriebsmittels generieren, auf der Grundlage einer vorbestimmten Prioritätsreihenfolge eine Reihenfolge festgelegt wird, in der die beiden oder mehr Anwendungen das spezielle Betriebsmittel benutzen, dadurch gekennzeichnet, daß das System in einem verschachtelten Modus betreibbar ist, in welchem die Ausführung eines Jobs durch das spezielle Be triebsmittel für eine der zwei oder mehr Anwendungen eingeschoben wird in die Ausführung eines Jobs für eine andere der beiden oder mehr Anwendungen, und in einem Modus betreibbar ist, bei dem die Anwendungen verschiedene Betriebsmittel gleichzeitig benutzen, und daß die vorbestimmte Prioritätsreihenfolge durch den Benutzer wunschgemäß einstellbar ist.
  • Die Erfindung wird anhand eines Beispiels unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
  • Fig. 1 schematisch den allgemeinen Aufbau eines Digitalkopiersystems als Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • Fig. 2 ein Blockdiagramm, welches schematisch die Ausführungsform veranschaulicht;
  • Fig. 3 ein schematisches Blockdiagramm einer spezifischen Hardware- Architektur, die in dem Ausführungsbeispiel enthalten ist;
  • Fig. 4 ein schematisches Blockdiagramm einer weiteren spezifischen Hardware-Architektur;
  • Fig. 5 ein schematisches Blockdiagramm, welches repräsentativ für eine Beziehung zwischen einer Anwendungsebene und einer Systemsteuerebene in der Ausführungsform ist;
  • Fig. 6 ein schematisches Blockdiagramm, welches einen verschachtelten Betrieb veranschaulicht, der von einer Kopieranwendung und einer Druckeranwendung in der Ausführungsform auszuführen sind;
  • Fig. 7 ein schematisches Blockdiagramm zur Veranschaulichung der Paralleloperationen der Druckeranwendung und der Faksimileanwendung, die ebenfalls in der Ausführungsform enthalten sind;
  • Fig. 8 eine spezifische Anordnung eines Bedien- und Anzeigefeldes als Bestandteil der Ausführungsform; und
  • Fig. 9 ein Flußdiagramm, welches einen speziellen Betrieb der Ausführungsform darstellt.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
  • Bezugnehmend auf Fig. 1 der Zeichnungen, ist dort ein Digitalkopiersystem als Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Wie gezeigt, enthält das System eine Dokumentenzufuhr 1 und ein Bedien-(und Anzeige-)Feld 2. Nachdem gewünschte Bedingungen über das Bedienfeld 2 eingegeben wurden, transportiert die Dokumentenzufuhr 1 ein Dokument zu einer vorbestimmten Leseposition an einer Bildleseeinrichtung 3, und nachdem das Dokument gelesen wurde, transportiert sie es von der Leseposition weg. Die Bildleseeinrichtung 3 beleuchtet das in ihre Leseposition gebrachte Dokument. Die sich ergebende Reflexion des Dokuments wird zu einem entsprechenden elektrischen Signal oder Bildsignal mit Hilfe eines Festkörper-Abbildungsgeräts, beispielsweise eines CCD-Bildsensors (ladungsgekoppeltes Bauelement) umgewandelt. Eine Bilderzeugungseinrichtung 4 bildet ein durch das Bildsignal repräsentiertes Bild auf Normalpapier oder wärmeempfindlichem Papier mit Hilfe eines elektrophotographischen, wärmeempfindlichen, Wärmeübertragungs-, Tintenstrahl- oder ähnlichen konventionellen Systems.
  • Wenn Papier aus einer von mehreren Papierkassetten 7 zu der Bilderzeugungseinrichtung 4 transportiert wird, erzeugt die Einrichtung 4 auf einer Papierseite ein Bild. Eine Duplexkopiereinheit 5 ist so aufgebaut, daß sie das das Bild auf seiner einen Seite tragende Papier wendet und erneut der Bilderzeugungseinrichtung 4 zuführt. Als Ergebnis wird auch auf der anderen Papierseite zur Schaffung einer doppelseitigen oder Duplexkopie ein Bild erzeugt. Die Duplexkopiereinheit 5 wurde üblicherweise so ausgebildet, daß sie das Papier sofort zurückführte oder das Papier sequentiell zurückführte, nachdem mehrere Papierbögen gestapelt waren, und zwar von dem unteren bis hin zu dem oberen Papierbogen. Die Papierbögen oder Duplexkopien, die aus der Bilderzeugungseinrichtung 4 ausgetragen werden, werden von einem Sortierer 6 sequentiell sortiert in der Reihenfolge der Seite oder seitenweise.
  • Allgemein mit 8 bezeichnete Anwendungen benutzen gemeinsam die Dokumentenzufuhr 1, das Bedienfeld 2, die Bildleseeinrichtung 3, die Bilderzeugungseinrichtung 4, die Duplexeinheit 5, den Sortierer 6 und Papierkassetten 7, bei denen es sich um die in das Kopiersystem eingebauten Betriebsmittel (Resourcen) handelt. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, umfassen die Anwendungen insbesondere eine Kopieranwendung 81, eine Druckanwendung 82, eine Faksimile-(Fax-)Anwendung 83 und weitere Anwendungen 84.
  • Im Zuge der nachfolgenden Beschreibung soll das elektrische Signal oder Bildsignal, welches von der Bildleseeinrichtung 3 ausgegeben wird, ein Bildsignal, welches in die Bilderzeugungseinrichtung 4 eingegeben wird, und ein zu den Bildsignalen gehöriges Synchronisationssignal kollektiv als Videosignal bezeichnet werden. Signale, die die Leseeinrichtung 3, die Bilderzeugungseinrichtung 4 und Anwendungen 81-84 veranlassen, das Videosignal auszutauschen, werden als Steuersignale oder Befehle bezeichnet. Außerdem soll das Wort "System" in der Weise verstanden werden, daß der Digitalkopierer mit einer Mehrzahl von Anwendungen 81-84 in der oben angegebenen Weise ausgestattet ist. Eine Steuerung zum Steuern des Systems wird als Systemsteuerung bezeichnet.
  • Das Bedienfeld 2 ist in zahlreichen Fällen mit einer äußerst beschränkten Kapazität ausgestattet, auch wenn das System mit einer Mehrzahl von Anwendungen 81-84 ausgestattet ist. In diesem Fall muß das Bedienfeld 2 für eine gewünschte Anwendung ausgestaltet werden. In diesem Sinn werden Bilder, die jeweils zu einer speziellen Anwendung gehören, als virtuelle Bilder bezeichnet. Wenngleich mehrere virtuelle Bilder existieren, erscheint nur eines von ihnen zu einem gegebenen Zeitpunkt auf dem Feld 2.
  • Die Anwendung, die das Bedienfeld 2 belegen darf, wird als Vordergrundanwendung bezeichnet. Im wesentlichen sämtliche Tasteneingaben aus dem System werden der Vordergrundanwendung gemeldet, während lediglich das virtuelle Bild der Vordergrundanwendung auf dem Feld 2 erscheint. Die anderen, nicht das Feld 2 belegenden Anwendungen seien als Hintergrundanwendungen bezeichnet. Obschon die Hintergrundanwendungen das Feld 2 nicht belegen können, stellen sie ihren Betrieb nicht ein. Lediglich eine begrenzte Anzahl von Tasteneingaben werden ihnen seitens einer Systemsteuerung 101 gemeldet. Daraus folgt, daß während des Ruhezustands der Bilderzeugungseinrichtung 4 beispielsweise die Druckanwendung 82 auf die Bilderzeugungseinrichtung 4 zugreifen kann, wenn von einem Host-Personal-Computer, der nicht dargestellt ist, Druckdaten zugeführt werden, auch wenn es sich bei dieser Anwendung um eine Hintergrundanwendung handelt.
  • Die Systemsteuerung 101 überwacht jedes der Betriebsmittel 1-7 dahingehend, ob es sich in einem Ruhe- oder nicht belegten Zustand befindet. Die Anwendung, der von der Systemsteuerung 101 als erstes die Verwendung des Bedien- und Anzeigefeldes 2 nach Netzeinschaltung des Systems gestattet wird, wird als Hochfahranwendung bezeichnet.
  • Es werden die Wörter "eingeschobene Ausgabe" oder "verschachtelt" beschrieben, die hauptsächlich in Verbindung mit der Ausgab eines Bildes verwendet werden. Eine herkömmliche Einzeltask-Bildausgabe erfolgt durch keine andere Operation als eine gerade ablaufende Operation, das heißt, nicht eher, als bis eine Folge von Zyklen mit dem gleichen Zweck, das heißt ein einzelner Vorgang, abgeschlossen ist. Beispielsweise besitzen hochentwickelte Digitalkopierer Multiplexfunktionen, das heißt Kopierfunktion und Faksimilefunktion oder Druckerfunktion sowie weitere Funktionen. Die meisten von ihnen führen eine Ausgabe auf der Grundlage einer Funktion (Vorgang (Job)) durch, so daß sich zum Beispiel an die Kopierfunktion eine Druckerausgabe anschließt, wenn erstere abgeschlossen ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hingegen wird das Einfügen oder Einschieben einer Vorgangs-Ausgabe in eine andere Vorgangs- Ausgabe als "verschachtelt" bezeichnet. Beispielsweise implementiert die Ausführungsform eine Druckerausgabe im Verlauf einer Kopierausgabe ohne Anhalten der Maschine.
  • Das Wort "Modus" bezeichnet einen Zustand, in welchem eine gegebene Anwendung Anspruch auf die Anzeige hat. Wenn zum Beispiel die Druckanwendung 82 Recht auf die Anzeige hat, so wird der Digitalkopierer als Kopierer im Druckermodus beschrieben. Der Übergang von einem Modus zu einem anderen wird von der Systemsteuerung 101 gesteuert.
  • Wenn das System kompliziert wird, müssen sich die Anwendungen an jeden Benutzer anpassen. Allerdings ist es nicht praktikabel, sämtlichen benutzerseitigen Bedürfnissen zur Zeit des Versands zu entsprechen. Die einzige verbleibende Maßnahme ist die Behandlung der Anwendungen, nachdem das System auf den Markt gebracht wurde. Im Hinblick darauf beinhaltet die Ausführungsform einen nicht-flüchtigen RAM (Schreib- /Lese-Speicher) und besitzt eine benutzerorientierte Systemeinstellfunktion. Diese Funktion soll im folgenden als Benutzereinstellung angesprochen werden.
  • Wenn die Bilderzeugungseinrichtung 4 durch einen elektrophotographischen Prozeß mittels Laserstrahlbündel implementiert wird, so ist die Schreibdichte in einem gewissen Bereich wählbar. Diese Funktion wird im folgenden als veränderliche Auflösung (VA) oder Mehrfachauflösung (MA) bezeichnet. Außerdem ist bei diesem Kopierertyp die Anzahl der Möglichkeiten zu groß, als daß sämtliche Personen den Kopierer unbeschränkt benutzen könnten. Die Beschränkung der Anzahl von Personen, die den Kopierer benutzen können, wird als Benutzerbeschränkung bezeichnet. Um die Benutzer zu spezifizieren, zu beschränken und zu überwachen, wird von einem Münzgerät, einem Schlüsselzähler, einer Schlüsselkarte, einem privaten Code oder einer ähnlichen Implementierung Gebrauch gemacht.
  • In einer Mehrfachtask-Systemarchitektur, in der die Anwendungen 81 die Betriebsmittel 1-7 gemeinsam benutzen, wird das System von einer Systemsteuerebene 100 gemäß Fig. 2 gesteuert. Die Systemsteuerebene 100 besitzt zusätzlich zu der Systemsteuerung 101 eine Bedienfeldssteuerung 21, eine Bildleseeinrichtungs-Steuerung 31, eine Bilderzeugungseinrichtungs-Steuerung 41 und eine Sortierersteuerung 61. Eine Gerätesteuerebene 110 setzt Befehle, Steuersignale und andere logische Befehle von der Systemsteuerebene 100 in entsprechende Signale zum Treiben und Eingeben mechanischer Eingangs- und Ausgangsgrößen um, die die Einrichtungen tatsächlich betreiben, beispielsweise Kupplungen, Sensoren und Motoren. Die Anwendungen 81-84 bestehen gemeinsam nebeneinander in einer Anwendungsebene 80 aufgrund der durch die Systemsteuerebene 100 geschaffenen Funktion.
  • Fig. 3 zeigt eine spezifische Hardware-Architektur zum Implementieren des Systems. Wie gezeigt, sind den Anwendungen 81, 82 und 93 CPUs (zentrale Verarbeitungseinheiten) 81a, 82a bzw. 83a zugeordnet. Eine einzelne CPU 10 ist der Bildleseeinrichtung 3 und der Bilderzeugungseinrichtung 4 zugeordnet. Deshalb kann die einzelne CPU 10 sowohl die Systemsteuerebene 100 als auch die Gerätesteuerebene 110 steuern. Die Druckanwendung 82 und die Faksimileanwendung 83 sind beide mit Seitenspeichern 82b bzw. 83b ausgestattet. In Fig. 3 sind ebenso wie in den anschließenden Fig. 4-7 die übrigen Anwendungen 84 nicht dargestellt.
  • Fig. 4 zeigt eine alternative Hardware-Architektur. Wie dargestellt, sind CPUs 81 a-83a, 101a, 21a, 31a und 41a in der Systemsteuerung 101 und den Betriebsmitteln 2-4 enthalten. Befehle von der CPU 101a der Systemsteuerung 101 werden über zugehörige Steuersignalleitungen an die betreffenden CPUs 81a-83a und 21a-41a übertragen. Auf diese Weise ist das dargestellte Ausführungsbeispiel mit verschiedenen Arten von Hardwareanordnungen ausführbar.
  • Es wird auf Fig. 5-7 Bezug genommen, um virtuelle Betriebsmittel zu beschreiben, die für die Ausführungsform besondere Betriebsmittel sind.
  • Die Systemsteuerebene 100 implementiert eine Funktion, die aus der Sicht der Anwendungsebene 80 so in Erscheinung tritt, als ob virtuelle Betriebsmittel sämtlichen Anwendungen 81-84 zugeordnet wären, wie in Fig. 5 durch gestrichelte Blocks angedeutet ist. Als Ergebnis ist es nicht notwendig, daß die Anwendungsschicht 80 Systembedingungen überwacht, das heißt die Systemsteuerebene 100 kann sämtliche Anwendungen unter gleichen Bedingungen überwachen. Insbesondere dann, wenn eine der Anwendungen 81-84 ein gewisses Betriebsmittel zu belegen wünscht, sendet es eine Anforderung an die Systemsteuerebene 100. Ansprechend darauf reicht die Systemsteuerebene 100 an die Anwendung ein Entscheidungsergebnis über den Status des interessierenden Betriebsmittels zurück. Dann sieht die Anwendung, ob sie das Betriebsmittel verwenden kann oder nicht, und sie verwendet das Betriebsmittel, falls möglich. Grundsätzlich behandelt die Systemsteuerebene 100 die Ausführungsrechte der Anwendungen 81-84 mit derselben Prozedur.
  • Die aktuellen Betriebsmittel 2-4 sind jeweils in einfacher Ausführung vorhanden, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Wenn also Anforderungen zur Benutzung der virtuellen Betriebsmittel einen Konflikt verursachen, so muß die Systemsteuerebene 100 eine exklusive Steuerung oder eine zeitlich geteilte Zuordnung ausführen, um das jeweils aktuelle Recht zur Benutzung der Betriebsmittel 2-4 zu transferieren. Ob die ausschließliche Steuerung oder die zeitlich unterteilte Zuweisung ausgeführt wird, hängt ab von der Art des Betriebsmittels und der zuvor erwähnten Benutzereinstellung.
  • In den Fig. 6 und 7 zeigen die durch gestrichelte Linien angedeuteten virtuellen Betriebsmittel, daß die zugehörige Anwendung nicht das Recht zur ihrer Ausführung besitzt, während die durch ausgezogene Linien angedeuteten virtuellen Betriebsmittel bedeuten, daß sie das Recht zu ihrer Benutzung hat. Fig. 6 veranschaulicht eine spezifische Operation, bei der die Kopieranwendung 81 und die Druckanwendung 82 im verschachtelten Modus arbeiten, das heißt daß eine Vorgangs-Ausgabe in eine andere Vorgangs-Ausgabe eingeschoben ist, wie früher bereits erwähnt wurde. In dem in Fig. 6 gezeigten Zustand hat die Kopieranwendung 81 das Recht, sämtliche Betriebsmittel der Leseeinrichtung 3 und der Bilderzeugungseinrichtung 4 zu belegen und tut dies auch. Wenn die Druckanwendung 82 eine Anforderung zum Benutzen der Bilderzeugungseinrichtung 4 absendet, und wenn durch die benutzerseitige Einstellung der verschachtelte Modus eingestellt ist, weist die Systemsteuerebene 100 die Bilderzeugungseinrichtung 4 auf einer Timesharing-Basis den Anwendungen 81 und 82 zu.
  • Die oben angesprochene zeitlich geteilte Zuweisung macht es möglich, das Betriebsmittel-Benutzungsrecht dynamisch von einer Anwendung zu einer anderen Anwendung zu transferieren. Im Ergebnis werden Ausgaben der Anwendungen 81 und 82 mit Hilfe der Bilderzeugungseinrichtung 4 ohne Anhalten des Betriebs der Einrichtung 4 erzeugt. Dies dient der Minimierung der Wartezeiten für die Anwendungen 81 und 82.
  • Fig. 7 veranschaulicht eine weitere spezifische Operation, bei der die Druckanwendung 82 und die Faksimileanwendung 83 parallel arbeiten. Im Fall des Sendevorgangs verwendet die Faksimileanwendung 83 nur das Bedienfeld 2 und die Bildleseeinrichtung 3, während die Druckanwendung 82 nur die Bilderzeugungseinrichtung 4 benötigt. Deshalb wird ungeachtet der Tatsache, daß die beiden Anwendungen 82 und 83 Betriebsmittel- Anforderungen gleichzeitig absenden, keine Konfliktsituation bei den Betriebsmitteln hervorgerufen. In diesem Zustand können die Anforderungen von den Anwendungen 82 und 83 akzeptiert werden, ohne daß eine exklusive Steuerung oder eine zeitlich geteilte Zuweisung erfolgt, indem gleichzeitig ein Faksimile-Sendevorgang und eine Druckerausgabe stattfinden.
  • Die Bilderzeugungseinrichtung oder der Plotter 4 wird folgendermaßen betrieben: die vorliegende Erfindung sieht eine Soll-Prioritätsreihenfolge für die Anwendungen 81-84 bei der Verwendung der Bilderzeugungseinrichtung 4 vor. Speziell dann, wenn Tasten auf dem Bedienfeld 2 in einer vorbestimmten Kombination betätigt werden, beginnt ein benutzerorientierter Programmodus, der dem Benutzer die Möglichkeit gibt, eine gewünschte Prioritätsreihenfolge einzurichten. Die Prioritätsreihenfolge wird über die Ziffern "1" bis "9" eingegeben. Wenn zwei oder mehr Anwendungen 81-84 Plotter-Anforderungen zur gleichen Zeit generieren, so wird der Plotter 4 der Anwendung mit der höchsten Priorität zugeordnet. Die andere Anwendung mit der niedrigeren Priorität wartet, bis der Zeitpunkt des nächsten Papiervorschubs erreicht ist.
  • Es sei zum Beispiel angenommen, die Faksimileanwendung 83 habe Priorität gegenüber den anderen Anwendungen 81, 82 und 84 erhalten. Dann wird selbst dann, wenn das System sich im Kopierbetrieb befindet, eine Ausgabe von seitens einer entfernten Station empfangenen Faksimiledaten mittels verschachteltem Betrieb vorgenommen, sobald die Ausgabe zugelassen wird, anschließend wird wieder der Kopierbetrieb beim nächsten Zeitpunkt des Papiervorschubs aufgenommen.
  • Andererseits sei angenommen, zwei oder mehr der Anwendungen 81-84 besäßen gleiche Priorität wenn in diesem Fall die Anwendungen mit gleicher Prioriät gleichzeitig Anforderungen erzeugen, so erhalten sie alternierend das Ausgaberecht, das heißt nach Art einer "Round-Robin". Insbesondere sei angenommen, die Kopieranwendung 81 und die Druckanwendung 82 besäßen gleiche Priorität, und es werde kontinuierlich von den Anwendungen 81 und 82 auf die Bilderzeugungseinrichtung 4 zugegriffen, das heißt die nächste Ausgabe erfolge nach einem einzelnen Papiervorschub zu dem Zeitpunkt, wenn ein Papierbogen zugeführt werden kann. Dann treten die Ausgaben seitens der Anwendungen 81 und 82 alternierend auf, das heißt Kopierausgabe, Druckausgabe, Kopierausgabe, Druckausgabe und so fort. In diesem Fall kann der Sortierer 6 die resultierenden Aufzeichnungen in die entsprechenden Fächer auf der Anwendungs- Grundlage sortieren, um die Benutzer der Anwendungen vor Verwirrung zu bewahren.
  • Wie oben angegeben, erhalten mehrere Benutzer bei gemeinsamer Verwendung eines einzelnen Kopiergeräts das Recht, den Kopierer gleichermaßen zu benutzen. Natürlich kann drei oder mehr Anwendungen ein gewisses Maß von Priorität verliehen werden. Wenn zwei oder mehr der Anwendungen keine Anforderung gleichzeitig erzeugen, wird derjenigen Anwendung von der Systemsteuerung 101 Vorrang eingeräumt, die zuerst angefordert hat. Insbesondere dann, wenn ein einzelner Benutzer eine einzelne Anwendung benutzt, wird eine bei einem Kopierer oder eine Anwendung übliche Prozedur ausgeführt.
  • Wenn die Bilderzeugungseinrichtung 4 durch einen elektrophotographischen Prozeß mittels Laserstrahlbündel implementiert wird, kann die Drehzahl eines Polygonspiegels geändert werden, um die Schreibdichte in mehreren Schritten (MA) zu ändern. Andererseits unterscheidet sich die optimale Schreibgeschwindigkeit in einigen Fällen von Anwendung zu Anwendung. Deshalb muß die Drehzahl des Polygonspiegels jedesmal geändert werden, wenn eine der drei oder noch mehr Anwendungen gleicher Priorität eine Ausgabe nach Art des "Round-Robin" machen. Da allerdings etwa drei Sekunden benötigt werden, damit der Polygonspiegel sich bei der Nenn-Drehzahl stabilisiert, nachdem die Drehzahl geändert wurde, werden etwa drei Sekunden jedesmal dann verschwendet, wenn von einer Anwendung auf eine andere Anwendung gewechselt wird, was den Durchsatz des Gesamtsystems verringert. Um dieses Problem zu beseitigen, gibt die Ausführungsform zunächst, wenn zwei oder mehr Anwendungen eine Ausgabeanforderung erzeugen, derjenigen Anwendung Priorität, deren Schreibdichte am häufigsten erwünscht ist, oder gibt, wenn diese Anwendungen gleiche Priorität haben, derjenigen Anwendung Priorität, deren Schreibdichte äquivalent zu derjenigen Anwendung ist, bei der zuletzt ein Papiervorschub erfolgt ist. Selbst unter der MA-Bedingung ist eine verschachtelte Ausgabe erzielbar, wobei nur geringstmögliche Zeit verschwendet wird.
  • Wenn die Tasten auf dem Bedienfeld 2 in einer vorbestimmten Kombination betätigt werden, beginnt ein benutzerorientierter Programmodus, der es dem Benutzer ermöglicht, Verschachtelung zuzulassen oder zu sperren. Verschachtelung bezieht sich hier auf das Einschieben der Druckausgabe in eine andere Anwendung, während eine gewisse Anwendung einen Druckvorgang ausführt. Was die Zulässigkeit der Verschachtelung angeht, so ist auch der in Verbindung mit der Einstellung der Prioritätsreihenfolge beschriebene Vorteil erzielbar. Wenn allerdings der Sortierer 6 fehlt, werden aus zwei oder mehr Anwendungen stammende Papierbögen in einem einzelnen Fach vermischt, was den Benutzer verwirrt. Im Hinblick darauf sperrt die Ausführungsform im Prinzip die Ausgabe einer Hintergrundanwendung, die kein Anzeigerecht besitzt und veranlaßt, daß der Benutzer beabsichtigt einen gewünschten Anwendungsmodus auf der Bedientafel 2 auswählt. Alternativ ersetzt die Ausführungsform nur dann, wenn die Vordergrundanwendung in Ruhe ist, automatisch die Vordergrundanwendung durch die Hintergrundanwendung.
  • Weiterhin ist die Ausführungsform derart aufgebaut, daß eine Anwendung mit der zuvor erwähnten Benutzerbeschränkung an eine Ausgabe aus einer Hintergrundanwendung gehindert wird, das heißt, sie kann nur eine Ausgabe machen, nachdem der Benutzer gezielt die Vordergrundanwendung ausgewählt hat. Dies dient dem Zweck, eine Situation zu vermeiden, bei der der erste Benutzer die Vordergrundanwendung unter Verwendung eines Münzapparats, einer Schlüsselkarte, eines Schlüsselzählers oder einer ähnlichen privaten Implementierung verwendet, und der zweite Benutzer eine Hintergrundanwendung benutzt; ansonsten würden die von dem zweiten Benutzer erzeugten Ausdrucke dem ersten Benutzer belastet. Die Benutzerbeschränkung kann anwendungsweise eingerichtet werden.
  • Wenn eine Hintergrundanwendung mit der Ausgabe beginnt, während die Vordergrundanwendung in Benutzung ist, informiert die Ausführungsform den Benutzer der Vordergrundanwendung über den Start der Hintergrundanwendung. Fig. 8 zeigt eine spezifische Ausgestaltung des Bedienfelds 2. Wie dargestellt, sind LEDs (Leuchtdioden) 81c, 82c, 83c und 84c an dem Bedienfeld 2 angeordnet, welche den Anordnungen 81, 82, 83 bzw. 84 zugeordnet sind. In dem in Fig. 8 gezeigten Zustand glimmt das Faksimile- oder Vordergrund-LED 83c, während die Drucker- oder Hintergrund-LED 82c blinkt, um zu signalisieren, daß die Druckeranwendung in Betrieb ist. Die LED 82c blinkt kontinuierlich von Beginn des Papiervorschubs für den Hintergrund bis hin zu dessen Ende. Die für die Benutzung des Hintergrunds vorgesehene LED kann durch eine Anweisungsnachricht ersetzt werden, beispielsweise "FAX erhält Priorität", die auf eine LCD (Flüssigkristallanzeige) 2a des Bedienfelds 2 erscheint. Dies ermöglicht es einer Person, die die Vordergrundanwendung benutzt, Papierbögen aus der Hintergrundanwendung zu unterscheiden von Papierbögen, die aus der Vordergrundanwendung stammen.
  • Darüber hinaus ist die Ausführungsform im Stande, einem Unterbrechungs-Kopiermodus mit Dringlichkeit Priorität einzuräumen. Dies fördert den praktischen Gebrauch des Systems.
  • Bezugnehmend auf Fig. 9, soll die Ausgabeprozedur beschrieben werden. Wie dargestellt, wartet bei Netzeinschaltung des Systems dieses solange, bis ein Bereitschaftszustand für die Zufuhr eines Papierbogens erreicht ist, beispielsweise ein Zustand, in welchem eine Fixiereinheit auf eine vorbestimmte Temperatur aufgeheizt ist und kein Papierstau vorliegt (Schritt S1). Nachdem die Anwendungen Ausgabe-Anforderungen generiert haben, wird ein Sortiervorgang ausgeführt, der zu der Anwendung mit der höchsten Priorität gehört (Schritt S2). Anschließend wird ermittelt, ob der Anwendung erlaubt ist, aus dem Hintergrund eine Ausgabe zu machen oder nicht (Schritt S3). Wenn die Antwort im Schritt S3 positiv ist (Ja), geht das Programm zum Schritt S4, anderenfalls geht es zum Schritt S12. Im Schritt S12 beginnt, wenn die interessierende Anwendung dem Vordergrund entspricht, die Ausgabe (Schritt S9), der Papiervorschub wird gesperrt (Schritt S10), und die anderen akzeptierten Ausgabe-Anforderungen werden zum Warten veranlaßt (Schritt S11), und anschließend geht der Vorgang zurück zum Schritt S1. Wenn die Anwendung keine Vordergrundanwendung ist (Nein im Schritt S12), geht das Programm zu einem Schritt S13, um auf Ausführung zu warten. Wenn sämtliche akzeptierten Anforderungen behandelt sind (Schritt S15), kehrt das Programm zum Schritt S1 zurück, ansonsten kehrt es zum Schritt S3 zurück.
  • Wenn der Anwendung die Ausgabe aus dem Hintergrund gestattet ist (Ja im Schritt S3), wird ermittelt, ob eine Benutzerbeschränkung mit der An wendung verbunden ist oder nicht. Ist die Antwort im Schritt S4 negativ (Nein), wird ermittelt, ob die Vordergrundanwendung einen Sortiermodus oder einen Stapelmodus ausgewählt hat oder nicht, und ob sie in Ruhe ist oder nicht (Schritt S6). Ist die Antwort im Schritt S6 positiv, geht das Programm weiter zum Schritt S12, ansonsten geht es zum Schritt S7. Im Schritt S7 wird ermittelt, ob eine Anforderung mit gleicher Schreibdichte wie die Anwendung gleicher Priorität und bei dem unmittelbar zuvor erfolgten Papiervorschub vorhanden ist oder nicht. Falls die Antwort im Schritt S7 negativ ist, wird ermittelt, ob die Anforderung hinsichtlich der Schreibdichte identisch mit der unmittelbar vorausgehenden Anforderung ist oder nicht (Schritt S8). Wenn die Antwort im Schritt S8 negativ ist, wird der Schritt S9 wiederholt, ansonsten geht das Programm weiter zu einem Schritt S14, um auf die Ausführung zu warten, dann folgt Schritt S15.
  • Zusammengefaßt: man sieht, daß die vorliegende Erfindung ein Digitalkopiersystem schafft, welches die Möglichkeit bietet, dann, wenn zwei oder mehr Anwendungen Anforderungen zur Verwendung einer Bilderzeugungseinrichtung generieren, die Anwendungen die Möglichkeit zum Benutzen der Einrichtung in einer speziellen Reihenfolge erhalten, die mit einer vorbestimmten Prioritätsfolge übereinstimmt. Folglich wird nur dann, wenn der Benutzer eine gewünschte Prioritätsreihenfolge vorab den Anwendungen zuweist, das System in passender Weise genutzt werden können, auch wenn mehrere Anwendungen die Bilderzeugungseinrichtung gemeinsam benutzen. Wenn außerdem zwei oder mehr Anwendungen eine derartige Anforderung generieren, wird ihnen das Recht zum Benutzen der Bilderzeugungseinrichtung abwechselnd zugesprochen. Wenn also mehrere Benutzer gemeinsam einen einzelnen Kopierer verwenden, wird das Recht sämtlichen Benutzern gleichermaßen zugesprochen, was auch den angemessenen Einsatz des Systems fördert. Außerdem gibt das System ansprechend auf die von zwei oder mehr Anwendungen kommenden Anforderungen derjenigen Anwendung Priorität, deren Schreibdichte am häufigsten erwünscht ist. Dies verringert in erfolgreicher Weise die zur Änderung der Schreibgeschwindigkeit benötigte Zeitspanne und steigert damit den Durchsatz des gesamten Systems.
  • Verschiedene Modifizierungen sind dem Fachmann nach Studium der vorliegenden Offenbarung ohne Abweichung vom Schutzumfang der Erfindung möglich.

Claims (5)

1. Digitalkopiersystem, umfassend:
mehrere Anwendungen (8) einschließlich einer Kopieranwendung (81), einer Druckanwendung (82) und einer Faksimileanwendung (83), die gemeinsam und selektiv Betriebsmittel benutzen; darunter eine Bilderzeugungseinrichtung (4), um zu den Anwendungen gehörige Jobs auszuführen, und eine Systemsteuerung (101) zum Steuern des Systems in der Weise, daß, wenn zwei oder mehr der Anwendungen Anforderungen zur Verwendung eines speziellen Betriebsmittels generieren, auf der Grundlage einer vorbestimmten Prioritätsreihenfolge eine Reihenfolge festgelegt wird, in der die beiden oder mehr Anwendungen das spezielle Betriebsmittel benutzen, dadurch gekennzeichnet, daß das System in einem verschachtelten Modus betreibbar ist, in welchem die Ausführung eines Jobs durch das spezielle Betriebsmittel für eine der beiden oder mehr Anwendungen (8) verschachtelt wird mit der Ausführung eines Jobs für eine andere der beiden oder mehr Anwendungen, wobei dann, wenn zwei oder mehr der Anwendungen (8) gleicher Priorität Anforderungen zur Verwendung der Bilderzeugungseinrichtung (4) erzeugen, die Verwendung der Bilderzeugungseinrichtung den beiden Anwendungen abwechselnd und blattweise gestattet wird, und in einem Modus betreibbar ist, in dem die Anwendungen verschiedene Betriebsmittel gleichzeitig benutzen.
2. Digitalkopiersystem, umfassend:
mehrere Anwendungen (8) einschließlich einer Kopieranwendung (81), einer Druckanwendung (82) und einer Faksimileanwendung (83), die gemeinsam und selektiv Betriebsmittel benutzen, darunter eine Bilder zeugungseinrichtung (4), um zu den Anwendungen gehörige Jobs auszuführen, und eine Systemsteuerung (101) zum Steuern des Systems in der Weise, daß, wenn zwei oder mehr der Anwendungen Anforderungen zur Verwendung eines speziellen Betriebsmittels generieren, auf der Grundlage einer vorbestimmten Prioritätsreihenfolge eine Reihenfolge festgelegt wird, in der die beiden oder mehr Anwendungen das spezielle Betriebsmittel benutzen, dadurch gekennzeichnet, daß das System in einem verschachtelten Modus betreibbar ist, in welchem die Ausführung eines Jobs durch das spezielle Betriebsmittel für eine der zwei oder mehr Anwendungen (8) eingeschoben wird in die Ausführung eines Jobs für eine andere der beiden oder mehr Anwendungen, und in einem Modus betreibbar ist, bei dem die Anwendungen verschiedene Betriebsmittel gleichzeitig benutzen, und daß die vorbestimmte Prioritätsreihenfolge durch den Benutzer wunschgemäß einstellbar ist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die mehreren Anwendungen (8) jeweils in der Lage sind, eine spezielle Schreibdichte auszuwählen, die für die Bilderzeugungseinrichtung (4) zur Verfügung steht, wobei das System dann, wenn zwei oder mehr der Anwendungen (8) die Anforderungen erzeugen, einer solchen Anwendung Priorität gibt, deren Schreibgeschwindigkeit am häufigsten gewünscht wird.
4. System nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Betriebsmittel aufweisen:
eine Bildleseeinrichtung (3) zum Lesen eines Bildes, welches von der Bilderzeugungseinrichtung (4) gedruckt werden soll.
5. System nach Anspruch 4, bei dem die Betriebsmittel weiterhin aufweisen:
ein Bedienfeld (2) zum Anzeigen eines Status einer Anwendung, die gerade das Bedienfeld (2) benutzt, und zum selektiven Anzeigen des zu der Anwendung gehörigen Bildes.
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