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Diese
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verwenden von Stickoxid-Addukten, um Blutplättchenablagerung
und Thrombusbildung auf künstlichen
Oberflächen,
die mit Blut in Kontakt kommen, zu vermeiden. Die Erfindung bezieht
sich zusätzlich
auf die Verwendung von Stickoxid-Addukten zur Herstellung eines
pharmazeutischen Präparats
zur Anwendung direkt auf einer beschädigten Gefäßoberfläche in einem Tier, um eine
Blutplättchenablagerung
oder Thrombusbildung auf der beschädigten Oberfläche zu vermeiden.
Typische Stickoxid-Addukte umfassen Nitroglycerin, Natriumnitroprussid,
S-Nitrosoproteine, S-Nitrosothiole, langkettige lipophile S-Nitrosothiole,
S-Nitroso-dithiole, Eisennitrosylverbindungen, Thionitrate, Thionitrite, Sydnonimine,
Furoxane, organische Nitrate, und nitrosierte Aminosäuren. Die
Erfindung bezieht sich ferner auf eine künstliche Oberfläche, die
mit einem Stickoxid-Addukt überzogen
ist.
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Während der
vergangenen zwei Jahrzehnte wurde viel Forschungsaufwand auf die
Entwicklung von medizinischen Vorrichtungen und Maschinen, die in
einer großen
Vielzahl im klinischen Betrieb verwendet werden, gerichtet, um die
vitalen physiologischen Funktionen eines Patienten aufrecht zu erhalten.
Beispielsweise werden Vorrichtungen wie Katheter, prosthetische
Herzklappen, arteriovenöse
Shunts, Hämodialyse-Membranen
und Herz-Lungen-Bypass-Maschinen
umfangreich bei der Behandlung von Herzkrankheiten und anderen Krankheiten
verwendet.
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Allerdings
beschränkt
die Blutplättchenablagerung
auf künstliche
Oberflächen
ernstlich die klinische Brauchbarkeit solcher Vorrichtungen. Forbes,
C.D., et al., Brit. Med. Bull. 34(2): 201–207 (1978); Sheppeck, R.A.,
et al., Blood 78(3): 673- 680
(1991). Beispielsweise führt
Kontakt von Blut mit einer künstlichen
Oberfläche
bei Patienten mit künstlichen
Herzklappen, synthetischen Transplantaten oder anderen prosthetischen Vorrichtungen
und bei Patienten, die sich einem externen Blutkreislauf, inklusive
Herz-Lungen-Bypass und Hämodialyse
unterziehen, häufig
zu ernsten thromboembolischen Komplikationen. Salzman, E.W., Phil.
Trans. R. Soc. Lond. B294: 389–398
(1981).
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Das
normale Endothel, das Blutgefäße auskleidet,
ist eindeutig und gänzlich
mit Blut kompatibel. Endothelzellen lösen metabolische Prozesse,
wie die Sekretion von Prostacyclin und „endothelium-derived relaxing
factor" (EDRF),
die aktiv die Blutplättchenablagerung
und Thrombusbildung in der Zellwand beeinträchtigen, aus. Es wurde kein
Stoff entwickelt, der zu der Blut-kompatiblen Oberfläche des
Endothels passt. Tatsächlich
sind künstliche
Oberflächen
in der Gegenwart von Blut und Plasmaproteinen eine ideale Umgebung
zur Blutplättchenablagerung
(Salzman et al.). Der Kontakt von Blut mit einer künstlichen
Oberfläche
löst Reaktionen,
die zum Gerinnen oder zu einer Blutplättchenadhäsion oder Aggregation führen, aus.
Innerhalb von Sekunden von Blutkontakt wird die künstliche
Oberfläche
mit einer Schicht von Plasmaproteinen, die als neue Oberfläche, an
die Blutplättchen
leicht anhaften, dient, die aktiviert werden und die Thrombusbildung
stark beschleunigen, überzogen
(Forbes et al.).
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Dies
erzeugt Probleme bei der Verwendung von künstlichen Materialien auf der
Mikrogefäß-Ebene, wo
das Verhältnis
von Gefäßoberfläche zu Blutvolumen
hoch ist (Sheppeck, R.A., Blood 78(3):673–680 (1991)). Beispielsweise
ist Thromboembolie immer noch die ernsthafteste Komplikation nach
einer prosthetischen Herzklappenimplantation, trotz Änderungen
bei der Ausführung
und verwendeten Materialien. Tatsächlich kann die Inzidenz von
erkennbarer Thromboembolie bis zu 50% sein, abhängig von der Ausführung und Bauart der
Klappe (Forbes et al.). Ferner sind Herz-Lungen-Unterstützungssysteme,
die während
einer Herzoperation verwendet werden, für viele unerwünschte hämostatische
Folgen von solchen Operationen verantwortlich (Bick, R.L., Semin.
Thromb. Hemos. 3:59–82
(1976)). Thrombosen sind auch ein beträchtliches Problem bei der Verwendung
von prosthetischen Blutgefäßen, arteriovenösen Shunts
und intravenösen
oder intraarteriellen Katheter.
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Herkömmliche
Verfahren zum Vermeiden von Thrombusbildung auf künstlichen
Oberflächen
haben eine beschränkte
Wirkung auf die Wechselwirkung zwischen Blut und künstlichen
Oberflächen.
Beispielsweise hat Heparin beim Herz-Lungen-Bypass und Hämodialyse wenig Einfluss, und
die einzigen Blutplättchenreaktionen,
die durch Antigerinnungsmittel gehemmt werden, sind jene, die durch
Thrombin induziert werden. Tatsächlich
scheint, dass Heparin sogar die Aggregation der Blutplättchen verstärkt (Salzman,
E.W., et al., J. Clin. Invest. 65:64 (1980)). Als weiterer komplizierter
Umstand kann Heparin, wenn es systemisch verabreicht wird, Blutungen
beschleunigen, was bereits eine häufige Komplikation bei der
Herzoperation ist.
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Versuche,
die Blutplättchenablagerungen
auf künstlichen
Oberflächen
zu hemmen, beinhalten systemische Verabreichung von Aspirin, Dipyridamol
und Sulfinpyrazon. Obwohl diese eine gewisse Wirkung beim Vermeiden
der Thromboembolie besitzen, wenn sie mit oralen Antigerinnungsmitteln
gegeben werden, können sich
ernsthafte ungünstige
Folgen ergeben. Ein Blutverlust ist nach einer Aspirinverabreichung
bei Bypass- oder Hämodialysepatienten
signifikant erhöht
(Torosian, M., et al., Ann. Intern. Med. 89:325–328 (1978)). Zusätzlich ist
die Wirkung des Aspirins und ähnlich
wirkenden Wirkstoffen nicht schnell reversibel, was während eines
Herz-Lungen-Bypass grundlegend ist. Letztlich können Wirkstoffe wie z.B. Aspirin,
welche die Blutplättchenfunktion
durch Hem men von Cyclooxygenase mindern, die Blutplättchenaggregation
blockieren, aber sie verhindern nicht die Adhäsion der Blutplättchen auf
künstlichen
Oberflächen
(Salzman et al. (1981)).
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Trotz
beträchtlicher
Anstrengungen, nicht-thrombogene Materialien zu entwickeln wurden
keine synthetischen Materialien geschaffen, die von dieser Wirkung
frei sind. Zusätzlich
ist die Verwendung von gerinnungshemmenden und Blutplättchen-hemmenden
Wirkstoffen weniger als befriedigend beim Vermeiden negativer Folgen,
die sich aus der Wechselwirkung zwischen Blut und künstlichen
Oberflächen
ergeben. Als Folge gibt es einen beträchtlichen Bedarf zur Entwicklung
von zusätzlichen
Verfahren zum Vermeiden der Blutplättchenablagerung und Thrombusbildung
auf künstlichen
Oberflächen.
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In
der gleichen Weise wie künstliche
Oberflächen
sind beschädigte
arterielle Oberflächen
innerhalb des Gefäßsystems
stark anfällig
gegenüber
Thrombusbildung. Das normale, unbeschädigte Endothel vermeidet die
Thrombusbildung durch Ausschüttung
einer Anzahl von schützenden
Substanzen, wie zum Beispiel "endothelium-
derived relaxing factor" (EDRF),
was die Blutgerinnung primär
durch Hemmen der Blutplättchenaktivität vermeidet.
Krankhafte Zustände
wie z.B. Arteriosklerose oder Hyperhomocysteinämie bewirken Schaden an der
endothelen Auskleidung, was zu Gefäßverschluss und einer Verringerung
der Substanzen, die die Blutgerinnung hemmen, führt. Demnach ereignet sich
abnormale Blutplättchenablagerung,
die zur Thrombose führt,
wahrscheinlicher in Gefäßen, bei
denen endothele Beschädigungen
aufgetreten sind. Während
systemische Wirkstoffe verwendet wurden, um Gerinnung und Hemmung
der Blutplättchenfunktion
zu vermeiden, gibt es einen Bedarf an Mitteln, die ein beschädigtes Gefäß direkt
behandeln können,
um eine Thrombusbildung zu verhindern.
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Deshalb
bezieht sich die Erfindung in einem Aspekt auf Verfahren zum Vermeiden
von Blutplättchenablagerung
und zum Vermeiden der Thrombusbildung auf einer künstlichen
Oberfläche
durch Inkontaktbringen oder Überziehen
der künstlichen
Oberfläche
mit einem Stickoxid-Addukt, wie in Anspruch 1 spezifiziert. Typische
künstliche
Oberflächen
umfassen Katheter, prosthetische Herzklappen, künstliche Herz-Lungen-Unterstützungsapparate,
synthetische Gefäßtransplantate,
Hämodialyse-Membranen,
blutleitende Schläuche,
Blutaufbewahrungsbeutel, arteriovenöse Shunts oder künstliche
Herzen.
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Typische
Stickoxid-Addukte umfassen Nitroglycerin, Natriumnitroprussid, S-Nitroso-proteine,
S-Nitrosothiole, langkettige lipophile S-Nitrosothiole, S-Nitrosodithiole,
Eisennitrosylverbindungen, Thionitrate, Thionitrite, Sydnonimine,
Furoxane, organische Nitrate, und nitrosierte Aminosäuren.
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Besonders
bevorzugt ist die Verwendung von S-Nitroso-proteinen, um thrombogene
Oberflächen
zu überziehen.
Die Verwendung von solchen S-Nitroso-proteinen vermeiden den Bedarf von einem
Polymer oder anderem Material, um den spezifischen NO-Donor mit
der Oberfläche,
wie z.B. eine Katheterwand, zu verknüpfen. Vielmehr kann der Katheter
eingetaucht werden oder auf andere Weise direkt mit der Lösung des
derivatisierten Proteins überzogen
werden. Zusätzlich
besitzen Vorrichtungen, die unter Verwenden von S-Nitroso-protein überzogen
wurden, die einzigartige Eigenschaft, dass sie getrocknet und aufbewahrt
werden können.
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Ein
zusätzlicher
besonderer einzigartiger Aspekt der Erfindung ist, dass dies ein "Wiederaufladen" des Überzugs,
der auf eine Vorrichtung wie z.B. einen Katheter oder Schlauch wie
oben erwähnt
aufgebracht wurde, durch Einbringen eines Stickoxid-Donors auf eine
vormals beschichtete Oberfläche
in Erwägung
ziehen lässt.
Beispielsweise wird ein S-Nitrosoprotein, wie z.B. ein S-Nitrosoalbumin,
seine Wirksamkeit in vivo verlieren, da die NO-Gruppe metabolisiert
wird, was das underivatisierte Albumin hinterlässt. Jedoch wurde durch die
Erfinder erkannt, dass der Oberflächenüberzug durch Einbringen eines
NO-Donors wie zum
Beispiel Nitroprussid "wieder
aufgeladen" werden
kann. Dieses Prinzip wird durch Experimente aufgezeigt, die in Beispiel 2
gegeben sind, in denen Nitroprussid mit Albumin gemischt wird, das
nachfolgend Schutz gegen Blutplättchenablagerung
erzeugt.
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Die
Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Vermeiden der
Ablagerung von Blutplättchen auf
einer künstlichen
Oberfläche,
das das Überziehen
der künstlichen
Oberfläche
mit einem Stickoxid-Addukt in Kombination mit einem oder mehreren
anti-thrombogenen Wirkstoffen umfasst. Solche Wirkstoffe umfassen Heparin,
Warfarin, Hirudin und deren Analoga, Aspirin, Indomethacin, Dipyridamol,
Prostacyclin, Prostaglandin E1, Sulfinpyrazon,
Phenothiazine (wie z.B. Chlorpromazin, Trifluperazin), RGD (Arginin-Glycin-Asparaginsäure)-Peptid
oder RGD-Peptid-Mimetika, (siehe Nicholson et al., Thromb. Res.,
62: 567–578,
1991), Wirkstoffe, die die Blutplättchenglycoprotein-IIb-IIIa-Rezeptoren
blockieren (wie z.B. C-7E3), Ticlopidin oder das Thienopyridin,
das als Clopidogrel bekannt ist.
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Die
Erfindung bezieht sich ferner auf eine künstliche Oberfläche, die
mit einem Stickoxid-Addukt gemäß Anspruch
23 überzogen
ist.
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Die
Erfindung bezieht sich ferner auf die Verwendung eines Stickoxid-Addukts
zur Herstellung eines pharmazeutischen Präparats gemäß einem der Ansprüche 11 bis
13, zum Vermeiden von Thrombusbildung auf einer beschädigten Gefäßoberfläche in einem
Tier. Das Überziehen
einer beschädigten
Gefäßwand, um sie
nicht-thrombogen zu machen, sollte als eine Weise zum Schutz und/oder
Behandlung von Endothelgewebe als getrennt und deutlich unterschieden
von dem Überziehen
einer künstlichen
Oberfläche,
wie z.B. einem synthetischen Polymer, mit einem NO-Donor betrachtet
werden.
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Ungeachtet
dessen basiert das gesamte Konzept der Erfindung, das hier offenbart
ist, auf der Entdeckung der Erfinder, dass die Verwendung von Stickoxid-Addukten die Blutplättchenablagerung
und Thrombusbildung sowohl auf künstlichen
Oberflächen
als auch auf beschädigten
natürlichen
Gefäßoberflächen hemmt.
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Deshalb
umfasst ein hauptsächlicher
Aspekt der Erfindung ein Verfahren zum Vermeiden von Blutplättchenablagerung
oder Thrombusbildung auf einer künstlichen
Oberfläche
durch Behandeln der künstlichen Oberfläche mit
einem Stickoxid-Addukt. Der Begriff "künstliche
Oberfläche" bezieht sich auf
jedes synthetische Material, das in einer Vorrichtung oder einem
Gerät,
die bzw. das mit Blut oder Blutprodukten in Kontakt ist, enthalten
ist. Künstliche
Oberflächen
können
sowohl für
ex vivo- als auch in vivo-Zwecke verwendet werden. Beispielsweise
gibt es künstliche
Oberflächen
in intravenösen
oder intraarteriellen Kathetern, prosthetischen Herzklappen, synthetischen
Blutgefäßtransplantaten,
blutleitenden Schläuchen
oder künstlichen
Herzen. Künstliche
Oberflächen
sind auch in Vorrichtungen, die zum extrakorporalen Kreislauf für Patienten
bereitgestellt sind, wie z.B. Herz-Lungen-Bypassmaschinen und Kohle
oder Ionenaustauscherharze oder Membranen, die in der Hämodialyse
verwendet werden, enthalten.
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Durch
das Hemmen der Blutplättchenablagerung
auf der künstlichen
Oberfläche
verhindert die Behandlung mit einem Stickoxid-Addukt auch die Thrombusbildung.
Ein Thrombus ist ein pathologisches Blutgerinnsel, das in vivo im
Herz oder einem Blutgefäß gebildet
wird. Ein Thrombus kann auch ex vivo unter Bedingungen erhöhter Blutplättchenanhaftung
und -aktivierung, wie z. B. in Schläuchen oder Blutaufbewahrungsbeutel,
gebildet werden. Thromboembolie tritt ein, wenn ein freigesetzter
Thrombus oder Teil eines Thrombus teilweise oder vollständig ein
Blutgefäß verschließen, und
der Sauerstofftransport zu den betroffenen Geweben verhindert wird,
was letztlich zum Gewebetod führt.
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Der
Begriff "Stickoxid-Addukt" bezieht sich auf
jede Verbindung, die die Fähigkeit
hat, eine reaktive Stickoxid-Spezies, wie z.B. NO– (Nitroxyl),
NO+ (Nitrosonium) und NO• (ungeladenes
NO-Radikal), freizusetzen. Beispielsweise umfassen Stickoxid-Addukte
S-Nitrosothiole von niederem Molekulargewicht, wie z.B. S-Nitroso-N-acetylcystein,
S-Nitrosocaptopril, S-Nitrosohomocystein, S-Nitrosocystein, S-Nitrosoglutathion und
S-Nitrosopenicillamin. S-Nitrosothiole und deren Herstellungsverfahren
sind in der U.S. Patentanmeldung Nr. 07/943,834, Einreichungsdatum
14. September 1992, Oae et al., Org. Prep. Proc. Int., 15(3): 165–198 (1983);
Loscalzo et al., J. Pharmacol. Exp. Ther., 249(3): 726–729 (1989)
und Kowaluk et al., J. Pharmacol. Exp. Ther., 256: 1256–1264 (1990)
beschrieben, wobei diese Referenzen hier alle unter Bezugnahme in
ihrer Gesamtheit aufgenommen sind.
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Andere
geeignete Stickoxid-Addukte umfassen S-Nitroso-Angiotensin-konvertierende
Enzyminhibitoren (hier im weiteren als S-Nitroso-ACE-Inhibitoren
genannt), die von Loscalzo, U.S. Patent Nr. 5,002,964 (1991) und
Loscalzo et al., U.S. Patent Nr. 5,025,001 (1991) beschrieben sind,
die beide hier durch Bezugnahme in ihrer Gesamtheit aufgenommen
sind. Beispiele von solchen S- solchen
S-Nitroso-ACE-Inhibitoren umfassen Verbindungen, die die folgende
Formel haben:
wobei
R für Hydroxy,
NH
2, NHR
4, NR
4R
5, oder C
1-C
7-Alkoxy steht,
wobei R
4 und R
5 für C
1-C
4-Alkyl oder Phenyl
oder durch Phenyl substituiertes C
1-C
4-Alkyl steht;
R
1 für Wasserstoff,
C
1-C
7 Alkyl oder
durch Phenyl substituiertes C
1-C
7-Alkyl,
Amino, Guanidino, NHR
6, NR
6R
7 steht, wobei R
6 und
R
7 für
Methyl oder C
1-C
4-Alkanoyl
steht;
R
2 für Wasserstoff, Hydroxy, C
1-C
4-Alkoxy, Phenoxy,
oder C
1-C
7-Alkyl
steht;
R
3 für Wasserstoff, C
1-C
4 oder durch Phenyl substituiertes C
1-C
7-Alkyl steht;
m
1 bis 3 ist; und
n 0 bis 2 ist.
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Andere
geeignete S-Nitroso-ACE-Inhibitoren umfassen:
N-Acetyl-S-Nitroso-D-Cysteinyl-L-Prolin,
N-Acetyl-S-Nitroso-D,L-Cysteinyl-L-Prolin, 1-(4-Amino-2-(S-Nitroso)-Mercaptomethylbutanoyl)-L-Prolin,
1-(2-Hexanoyl)-L-Prolin,
1-(5-Guanidino-2-(S-Nitroso)-Mercaptomethyl-Pentanoyl)-L-Prolin, 1-(5-Amino-2-(S-Nitroso)-Mercaptomethyl-Pentanoyl)-4-Hydroxy-L-Prolin, 1-(5-Guanidino-2-(S-Nitroso)-Mercaptomethyl-Pentanoyl)-4-Hydroxy-L-Prolin, 1-(2-Aminomethyl-3-(S-Nitroso)-Mercpatomethyl-Pentanoyl-L-Prolin
und S-Nitroso-L-Cysteinyl-L-Prolin.
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Weitere
geeignete S-Nitroso-ACE-Inhibitoren umfassen solche, die folgende
Formeln haben:
wobei
X
für Sauerstoff
oder Schwefel steht;
-A
1, -A
2- für
CH-NH oder -C=N- steht;
R aus Wasserstoff, niedrigem
(C
1-C
4)-Alkyl, Benzyl,
Benzhydryl und salzbildenden Ionen ausgewählt wird;
R
1 und
R
2 unabhängig
aus Wasserstoff, Halogen, Niederalkyl, Niederalkoxy, halogensubstituiertem
Niederalkyl, Nitro, und SO
2NH
2 ausgewählt werden;
R
3 für Wasserstoff,
Niederalkyl, halogensubstituiertes Niederalkyl, Phenyl, Benzyl,
Phenethyl, oder Cycloalkyl steht; und
R
4 für Wasserstoff,
Niederalkyl, halogensubstituiertes Niederalkyl, hydroxy-substituiertes
Niederalkyl, -(CH
2)
q-N
(Niederalkyl)
2 oder -(CH
2)
q-NH
2, steht, wobei
q eins, zwei, drei oder vier ist.
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Die
S-Nitroso-ACE-Inhibitoren können
durch verschiedene Syntheseverfahren hergestellt werden. Allgemein
wird zuerst der Thiol-Vorläufer
hergestellt, dann in das S-Nitrosothiol-Derivat durch Nitrosierung
der Thiolgruppe mit NaNO2 bei sauren Bedingungen
(pH=1 bis 5) umgewandelt, was das S-Nitrosoderivat ergibt. Säuren, die
für diesen
Zweck verwendet werden können,
umfassen wässrige
Schwefel-, Essig- und Salzsäuren.
Thiol-Vorläufer
werden wie in den Folgenden beschrieben, hergestellt: U.S. Pat.
Nr. 4,046,889 (1977); 4,052,511; 4,053,651; 4,113,751, 4,154,840,
4129,571 (1978) und 4,154,960 (1979) von Ondetti et al.; U.S. Pat.
Nr. 4,626,545 (1986) von Taub; und U.S. Pat. Nr. 4,692,458 (1987)
und 4,692,459 (1987) von Ryan et al., Quadro, U.S. Pat. Nr. 4,447,419
(1984); Haugwitz et al.; U.S. Pat. Nr. 4,681,886 (1987), Bush et
al., U.S. Pat. Nr. 4,568,675 (1986), Bennion et al., U.S. Pat. Nr.
4,748,160 (1988), Portlock, U.S. Pat. Nr. 4,461,896 (1984), Hoefle
et al., European Patent Application Publication Nr. 0 088 341 (1983,
Huange et al., U.S. Pat. Nr. 4,585,758 (1986), Europäische Patentanmeldung
Publikations-Nr. 0 237 239, Europäische Patentanmeldung Publikations-Nr.
0 174 162, 1986 veröffentlicht,
Europäische
Patentanmeldung Publikations-Nr. 0 257 485, 1988 veröffentlicht,
welche alle hiermit unter Bezugnahme aufgenommen sind.
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Andere
geeignete Stickoxid-Addukte umfassen die folgenden S-Nitrosothiole:
lipophile S-Nitrosothiole mit langen Kohlenstoffketten, dargestellt
durch die allgemeine Formel
CH3(CH2)xSNO, wobei x gleich
2 bis 20;
S-Nitroso-Dithiole, dargestellt durch die allgemeine
Formel:
HS (CH2)xSNO,
wobei x gleich 2 bis 20; und
S-Nitrosothiole, die andere funktionelle
Gruppen zusätzlich
zu dem Thiol besitzen und durch die allgemeine Formel ONS(CH2)xY dargestellt
werden, wobei x gleich 2 bis 20, und Y aus der Gruppe ausgewählt wird,
die aus Fluor, C1-C6-Alkoxy, Cyano,
Carboxamido, C3-C6-Cycloalkyl,
Aralkoxy, C3-C6-Alkylsulfinyl, Arylthio, C1-C6-Alkylamino,
C2-C15-Dialkylamino,
Hydroxy, Carbamoyl, C1-C6-N-Alkylcarbamoyl,
C2-C15-N,N-Dialkylcarbamoyl,
Amino, Hydroxyl, Carboxyl, Wasserstoff, Nitro und Aryl besteht;
wobei Aryl Benzyl, Naphthyl und Anthracenylgruppen umfasst. Diese
S-Nitrosothiole und ihre Herstellungsverfahren sind in der U.S.
Patentanmeldung Nr. 07/943,834 beschrieben, eingereicht am 14. September
1992, die hiermit unter Bezugnahme aufgenommen sind.
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Besonders
bevorzugte Stickoxid-Addukte umfassen S-Nitroso-proteine, wie z.B.
S-Nitrosoalbumin, S-Nitroso-gewebetypischer Plasminogenaktivator,
S-Nitrosohämoglobin,
S-Nitrosolipoprotein von niedriger Dichte, S-Nitroso immunoglobulin
und S-Nitrosocathepsin ein. Abgeleitete Stickoxid-Addukte, die ebenfalls
geeignet sind, umfassen Aminosäuren
wie z.B. Tyrosin, Phenylalanin, Tryptophan, Serin und Threonin,
die an die Sauerstoff-, Kohlenstoff- oder Stickstoffstellen, die
in der Aminosäure
vorhanden sind, nitrosiert sind. S-Nitrosoproteine und nitrosierte Aminosäuren und
die Verfahren zu deren Herstellung sind in der U.S. Patentanmeldung
Nr. 07/943,835, die am 14. September 1992 eingereicht wurde, und
Stamler et al., Proc. Natl. Acad. Sci., USA 89:444–448 (1992)
offenbart, wobei beide hiermit unter Bezugnahme aufgenommen sind.
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Andere
geeignete Stickoxid-Addukte sind Eisen-Nitrosylverbindungen, die
durch die allgemeine Formel YxFey(NO)2 dargestellt
werden, wobei Y eine anionische Spezies ist, wie z.B. Thiolat, Phosphat,
Ascorbat, Proteine oder Glycoaminoglycane, wie z.B. Heparin-Sulfat,
und x und y jeweils unabhängig
voneinander 1–20 sind.
Diese Verbindungen können
durch Routineverfahren, die dem Fachmann allgemein zugänglich sind,
hergestellt werden, so wie die, die in Vanin et al., Studia Biophysics,
93:63–68
(1983) beschrieben sind.
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Zusätzlich geeignete
Stickoxid-Addukte umfassen Thionitrate, Thionitrite sowie Sydnonimine,
Furoxane, Natriumnitroprussid und organische Nitrate, wie z.B. Nitroglycerin,
die von allgemein zugänglichen,
im Handel erhältlichen,
pharmazeutischen Quellen erhalten werden können.
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Behandlung
der künstlichen
Oberfläche
mit dem Stickoxid-Addukt umfasst das Inkontaktbringen der künstlichen
Oberfläche
mit dem Addukt, um die künstliche
Oberfläche
dazu zu bringen mit dem speziellen Addukt überzogen zu werden. Überziehen
der künstlichen
Oberfläche
kann unter Verwenden der Verfahren wie in Beispiel 1 (siehe unten)
beschrieben oder anderen Standardverfahren, die dem Fachmann bekannt
sind, bewerkstelligt werden. Beispielsweise kann das Überziehen
einer Oberfläche
mit Stickoxid-Addukten durch Baden der künstlichen Oberfläche entweder
von selbst oder mit einer Vorrichtung in einer Lösung, die Stickoxid-Addukt
enthält,
erreicht werden. Zusätzlich
können
synthetische Stickoxid-Addukte auf einer künstlichen Oberfläche durch
eine Vielzahl von chemischen Verfahren, die dem Fachmann bekannt
sind, überzogen
werden. Solche Verfahren umfassen ein Anhängen des Addukts über das
freie Thiol an ein nukleophiles Zentrum, Metall, Epoxid, Lacton,
eine Δ-
oder E-ungesättigte Kohlenstoffkette,
Alkylhalogenid, Carbonylgruppe oder Schiffsche Base.
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Um
die Überziehungsverfahren
weiter zu optimieren, können
Standardverfahren zur Bestimmung der Menge der Blutplättchenablagerung
auf einer Probe der behandelten künstlichen Oberfläche verwendet
werden. Solche Verfahren umfassen die Verwendung von 51Cr-markierten
Blutplättchen
oder Indium111-markierten Blutplättchen. Andere allgemein bekannte
Verfahren zum Abschätzen
der Blutplättchenablagerung
auf künstlichen
Oberflächen
sind in Forbes et al. (1978) und Salzman et al. (1981) beschrieben.
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Man
hat auch in Betracht gezogen, dass künstliche Oberflächen in
Abhängigkeit
von der Beschaffenheit der Oberfläche und solchen Eigenschaften
wie Kontur, Kristallinität,
Hydrophobizität,
Hydrophilizität,
Kapazität
zur Wasserstoffbrückenbindung
und Flexibilität
des molekularen Rückgrats
und Polymeren variieren. Deshalb wird ein Fachmann unter Verwenden
von Routineverfahren in der Lage sein, die Überziehungsverfahren durch
solche Parameter wie Adduktmenge, Behandlungsdauer, Temperatur,
Verdünnungsmittel
und Lagerbedingungen anzupassen, um das optimale Überziehen
jedes speziellen Typs der Oberfläche
bereitzustellen.
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Nachdem
die Vorrichtung oder das künstliche
Material mit dem Stickoxid-Addukt überzogen
ist wird es zu deren bestimmungsgemäßen Anwendung, wie z. B. Implantation
als eine Herzklappe, Einführung
als Katheter oder zur Herz-Lungen-Sauerstoffzufuhr
oder Hämodialyse,
geeignet sein. Die überzogene
Vorrichtung oder künstliche
Oberfläche
wird zur Verwendung in Verbindung mit einem Tier, vorzugsweise Säugetiere,
einschließlich
Menschen, geeignet sein.
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Das
Verfahren der Erfindung stellt deutliche Vorteile gegenüber gegenwärtigen Versuchen
zur Verringerung der Blutplättchenablagerung
auf künstlichen
Oberflächen
bereit. Wie von den Erfindern gezeigt wurde kann eine künstliche
Oberfläche
mit Stickoxid-Addukten unter Verwenden einfacher, wirksamer Verfahren überzogen
werden. Die überzogenen
Oberflächen
können
sofort benutzt werden oder aufbewahrt und zu einem späteren Zeitpunkt
benutzt werden. Zusätzlich
beseitigt dieses Verfahren durch das Überziehen der Oberfläche selbst
das Erfordernis einer systemischen Verabreichung von antithrombogenen
Wirkstoffen, die oft unwirksam sind, ernste Nebenwirkungen besitzen
oder für
die Anwendung bei bestimmten Patienten ungeeignet sind. Ausserdem
ist die Hemmung der Blutplättchenablagerung,
die durch die Erfindung bereitgestellt wird, vollständig und
unverzüglich
reversibel, ein Erfordernis, das besonders wichtig für Patienten
mit Herz- oder Gefäßkrankheiten
ist.
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Durch
Vermeiden der Blutplättchenablagerung
oder Thrombusbildung auf künstlichen
Oberflächen
ist die Erfindung auch für
das Vermeiden ernster Gefäßkomplikationen,
die mit der Verwendung von künstlichen Oberflächen assoziiert
sind, geeignet. Diese Komplikationen treten als eine Folge bei erhöhter Blutplättchenablagerung,
Aktivierung und Thrombusbildung oder Verbrauch von Blutplättchen und
Gerinnungsproteinen auf. Solche Komplikationen sind den Medizinern
wohl bekannt und umfassen Herzinfarkt, Lungenembolie, Hirnembolie,
Thrombophlebitis, Thrombocytopenie, Blutungsstörungen und jede zusätzliche
Komplikation, die entweder direkt oder indirekt als Folge der vorhergehenden
Störungen
eintritt.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Vermeiden der Ablagerung
von Blutplättchen
auf einer künstlichen
Oberfläche,
das das Inkontaktbringen der künstlichen Oberfläche mit
einem Stickoxid-Addukt in Kombination mit wenigstens einem zusätzlichen
antithrombogenen Wirkstoff umfasst. Der Begriff "anti-thrombogener Wirkstoff" bezieht sich auf
jede Verbindung, die die Blutplättchenfunktion
verändert
oder bei anderen Mechanismen eingreift, die bei der Blutgerinnung,
wie z.B. Fibrinbildung, beteiligt ist. Beispiele solcher Verbindungen
umfassen, sind aber nicht darauf beschränkt, Heparin, Warfarin, Aspirin,
Indomethacin, Dipyridamol, Prostacyclin, Prostaglandin-E1 oder Sulfinpyrazon.
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Dieses
Verfahren zum Überziehen
einer künstlichen
Oberfläche
mit einem Stickoxid-Addukt in Kombination mit einem anderen anti-thrombogenen
Wirkstoff wird unter Verwenden der vorher beschriebenen Verfahren
zum Überziehen
einer künstlichen
Oberfläche
mit einem Stickoxid-Addukt allein ausgeführt und sind für jede und
alle Arten von künstlichen
Oberflächen
geeignet. Die geeignete Überziehungskonzentration
der anderen anti-thrombogenen Verbindung wird unter Verwenden von
Routineverfahren ähnlich
der vorher beschriebenen bestimmt. Die überzogenen künstlichen
Oberflächen
können
in der gleichen Weise wie für
die künstlichen
Oberflächen,
die mit Stickoxid-Addukt allein beschichtet wurden, beschrieben
wurde, verwendet werden.
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Durch Überziehen
einer künstlichen
Oberfläche
mit einem Stickoxid-Addukt in Kombination mit wenigstens einem anderen
anti-thrombogenen Wirkstoff, wird man in der Lage sein, nicht nur
die Blutplättchenablagerung
zu vermeiden, was das Erstereignis bei der Thrombusbildung ist,
sondern auch die Fibrinbildung direkt durch Inhibitionsfaktor VIII
(inhibiting factor VIII) und die Blutplättchen-Granulatabsonderung, und indirekt durch
Hemmen der Plasminogenaktivatorinhibitor (PAI-1)-Freisetzung von
den Blutplättchen
zu beschränken.
Somit stellt die Erfindung durch Überziehen einer künstlichen
Oberfläche
mit Wirkstoffen, die sowohl die Blutplättchenablagerung vermeiden
als auch bei anderen Blutplättchenfunktionen,
die zur Gerinnung beitragen, eingreifen, ein weiteres Mittel zum
Vermeiden der Thrombusbildung auf einer künstlichen Oberfläche bereit.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung eines Stickoxid-Addukts
zur Herstellung einer pharmazeutischen Präparation zum Vermeiden von
Thrombusbildung auf einer beschädigten
Gefäßoberfläche in einem
Tier, das die Anwendung eines Stickoxid-Addukts direkt auf die beschädigte Oberfläche umfasst.
Der Begriff "beschädigte Gefäßoberfläche" bezieht sich auf
jeden Anteil der Innenfläche
eines Blutgefäßes an dem
Schaden am Endothel, eine Verengung oder Stenose des Gefäßes oder
arteriosklerotische Plaqueansammlung aufgetreten ist. Die Erfindung
ist insbesondere zur Verwendung in Koronararterien geeignet, ist
aber in anderen beschädigten
Arterien und auch in Venen von Vorteil, einschließlich insbesondere
in denen, die für
arteriellen oder venösen
Bypass-Ersatz verwendet werden, wo sie durch die typischerweise
höheren
arteriellen Drücken,
an die sie nicht gewöhnt
sind, zur Beschädigung
anfällig sind.
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Das
Stickoxid-Addukt wird direkt an der beschädigten Gefäßoberfläche unter Verwenden eines intraarteriellen
oder intravenösen
Katheters, der zur Abgabe des Addukts am gewünschten Ort geeignet ist, aufgebracht.
Der Ort der beschädigten
arteriellen Oberfläche
wird durch herkömmliche
diagnostische Verfahren, wie z.B. Röntgen-Angiographie, die unter
Verwendung von Routine- und in der Medizin allgemein bekannten Verfahren
durchgeführt
werden, bestimmt. Zusätzlich
wird die Verabreichung des Stickoxid-Addukts unter Verwenden eines
intraarteriellen oder intravenösen
Katheters unter Verwenden von Routineverfahren, die dem Fachmann
bekannt sind, durchgeführt.
Typischerweise wird das Präparat
an den Ort der Angioplastie durch den gleichen Katheter bereitgestellt,
der bei dem ersten Vorgang verwendet wurde, der normalerweise durch die
Halsschlagader oder Koronararterie zur Zeit der Angioplastie-Ballondilatation
eingeführt
wird.
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Die
Verbindungen dieser Erfindung können
in Kombination mit herkömmlichen
Arzneimittelträger,
wie zum Beispiel pharmazeutisch-passable organische oder anorganische
Trägersubstanzen
zur parenteralen Anwendung, die nicht mit der wirksamen Verbindung
schädlich
reagieren, eingesetzt werden. Geeignete pharmazeutisch-passable
Träger
umfassen, sind aber nicht dadurch beschränkt, Wasser, Salzlösungen,
Alkohol, Pflanzenöle,
Polyethylenglykole, Gelatine, Lactose, Amylose, Magnesiumstearat,
Talk, Kieselsäure,
viskoses Paraffin, Parfümöl, Fettsäuremonoglyceride
und -diglyceride, petroetherische Fettsäureester, Hydroxymethylcellulose,
Polyvinylpyrrolidon etc. Die pharmazeutischen Präparate können sterilisiert werden und
falls erwünscht
mit Hilfsstoffen, wie z.B. Gleitmittel, Konservierungsmittel, Stabilisatoren,
Netzmittel, Emulgatoren, Salzen zum Beeinflussen des osmotischen
Drucks, Puffer, Farbstoffe, Geschmacks- und/oder Aromastoffe und
dergleichen, welche nicht schädlich
mit den Wirkstoffen reagieren, gemischt werden. Besonders geeignete
Träger
zur parenteralen Anwendung bestehen aus Lösungen, vorzugsweise ölige oder
wässrige
Lösungen, sowie
Suspensionen, Emulsionen oder Implantaten. Wäss rige Lösungen könnten Substanzen, die die Viskosität der Suspension
erhöhen,
enthalten, und z. B. Natriumcarboxymethylcellulose, Sorbitol und/oder
Dextran umfassen. Wahlweise kann die Suspension auch Stabilisatoren
enthalten.
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Der
Begriff "therapeutisch-wirksame
Menge" bezieht sich
für die
Zwecke der Erfindung auf die Menge des Stickoxid-Addukts, die wirksam
ist, um dessen beabsichtigten Zweck zu erlangen. Da der individueller
Bedarf variiert, ist die Bestimmung der optimalen Bereiche der wirksamen
Mengen für
jedes Stickoxid-Addukt dem Fachmann überlassen. Allgemein wird die
Dosis, die erforderliche ist, um eine wirksame Menge der Zusammensetzung
bereitzustellen und die durch den Fachmann angepasst werden kann,
abhängig
von Alter, Gesundheitszustand, Geschlecht, Gewicht, Ausmaß der Krankheit
des Empfängers,
Häufigkeit
der Behandlung und Beschaffenheit und Umfang der gewünschten
Wirkung variieren. Die Präparate,
die zur Behandlung von künstlichen
Oberflächen
und Endothel geeignet sind, werden in Konzentrationen von etwa 500–700 mM Addukt
durch Tropfinfusion steril in einer physiologischen Lösung in
Perioden von 2–3
Minuten in einer Menge von 2–3
ml pro 25 kg Körpergewicht
verabreicht.
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Wie
durch die Erfinder gezeigt, überzieht
die direkte Anwendung eines Stickoxid-Addukts auf einer beschädigten Gefäßoberfläche die
Oberfläche,
wobei die Thrombogenität
der Oberfläche
erniedrigt wird. Wie ferner durch die Erfinder gezeigt wurde, kann
eine lokale Anwendung des Stickoxid-Addukts auf die beschädigte Gefäßoberfläche mit
viel geringeren Dosen als die, die für eine systemische Wirkung
benötigt
werden, erreicht werden. So stellt dieses Verfahren einen beträchtlichen
und unerwarteten Vorteil gegenüber
der Verwendung von systemischen anti-thrombogenen Wirkstoffen zur
Vermeidung von Thrombusbildung in beschädigten Gefäßen bereit.
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Beispiel 1
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NO-Addukte
machen künstliche
Oberflächen
weniger thrombogen
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Einer
der besten Wege zu zeigen, dass eine künstliche Oberfläche die
gegenüber
Blut ausgesetzt ist, weniger thrombogen gemacht wurde, ist, die
Anzahl der Blutplättchen,
die sich auf der Oberfläche
ansammeln, zu messen oder zu quantifizieren. Dieses Verfahren erfordert
das Entfernen von Blutplättchen
aus einem Tier oder einem Menschen. Die Blutplättchen werden mit einem radioaktiven
Material wie z.B. Indium111, das Gammastrahlen
aussendet, die mit einem Gammazähler,
der 3 bis 6 Zoll entfernt von der Quelle der radioaktiven Blutplättchen angeordnet
ist, detektierbar sind, markiert. Die markierten Blutplättchen werden
entweder in das Tier oder den Menschen in vivo zurückinjiziert
oder mit der künstlichen
Oberfläche
in vivo in Kontakt gebracht. Die Blutplättchen werden an die künstlichen
Oberflächen
oder akut beschädigten
arteriellen Oberflächen
anhaften. So ist die Anzahl der normalen und radioaktiven Blutplättchen,
die an der Oberfläche
kleben, ein Zeichen der Thrombogenität der Oberfläche.
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Die
Erfinder haben diese Methodik in Experimenten verwendet, um zu zeigen,
dass Stickoxid-Addukte die Thrombogenität einer künstlichen Oberfläche oder
einer beschädigten
natürlichen
Oberfläche
erniedrigen. Die folgenden Experimente zeigen, dass ein Überziehen
von künstlichen
Oberflächen,
wie z.B. synthetisches Gefäßtransplantatmaterial,mit
einem Stickoxid-Addukt die Blutplättchenablagerung verringert
und die Oberfläche
beträchtlich
weniger thrombogen als vormals verwendete Wirkstoffe, wie z.B. Albumin
allein, macht. Zusätzlich
zeigen die Experimente, dass ein Polyvinyl (PVC)-Schlauch, der häufig in künstlichen
Nieren und Herz-Lungen-Maschinen verwendet wird, mit einem Stickoxid-Addukt
wie z.B. mit S-Nitrosoalbumin, überzogen
werden kann, um ihn weniger thrombogen zu machen.
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Schutz von
synthetischen Gefäßimplantaten
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Zuerst überzogen
die Erfinder Dacron-Transplantate und Herzkatheter mit S-Nitroso-Rinderserumalbumin
(BSA bovine serum albumin). In drei getrennten Experimenten wurden
ein identisches Paar von 6 mm (Innendurchmesser) gestrickten Dacron-Transplantaten
mit 5 cm Länge
als chirurgische Einlage in die durchgeschnittenen Halsschlagadern
von drei betäubten
Hunden vorbereitet. Es wurde kein Heparin verabreicht. Ein Transplantat
wurde in 5% BSA getränkt
und das andere Transplantat in 5% BSA zusammen mit 0,5 mM Stickoxid
(was S-Nitroso-BSA bildet) eine Stunde vor der Einsetzung getränkt und
anschließend
in Kochsalzlösung
gespült.
Die Transplantate wurden dann am Ort mit einer durchgängigen Naht
(Prolin, 6-0 Fadenstärke) genäht.
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Indium-markierte
Blutplättchen
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Indium111-markierte Blutplättchen sind für den Nachweis
von Blutplättchenansammlungen
auf Gefäßtransplantaten
sehr nützlich.
Deshalb wurden Indium111-markierte Blutplättchen gemäß Standardverfahren, die in
Heyns AP "Method
for Labeling Platelets with In111-oxine.
In: Platelet Kinetics and Imaging Vol. II Editors A. P. Heyns, P.
N. Bodenhorst, M. G. Lotter CRC Press, 1985; and Sheffel V., et
al., J. Nucl. Med., 20: 524–531, 1979,
beschrieben sind, hergestellt und vor der Einsetzung der Transplantate
injiziert. Nach erfolgter Transplantation wurden die Hunde während zwei
Stunden beobachtet, dann wurden beide Transplantate entfernt, gespült und gewogen.
Die Transplantate wurden dann in einem Natriumjodid-Gammazähler mit
Bohrloch angeordnet und über
vier Minuten gezählt.
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Die
drei Transplantate, die nur mit BSA überzogen waren, hatten einen
Durchschnitt von 654.000 ρ 89.000
Zählimpulse/4
Minuten. Im Gegensatz dazu hatten die drei Transplantate, die mit
S-Nitroso-BSA überzogen
waren, einen Durchschnitt von 278.000 ρ 57.000 Zählimpulse/4 Minuten (P < 0,005). Der durchschnittliche
prozentuale Anstieg an Gewicht der drei Transplantate aufgrund der
Thrombusbildung auf der luminalen Oberfläche für BSA allein betrug 410% +/– 97%, während der
prozentuale Anstieg an Gewicht für
die drei Transplantate, die mit Nitroso-BSA inkubiert waren, betrug
196% ρ 71%
(P < 0,005).
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Diese
Daten zeigen, dass während
des Kontakts des Transplantats mit zirkulierendem Blut über einen Zeitraum
von zwei Stunden deutlich weniger Blutplättchenablagerung und Gerinnung
auf den synthetischen Transplantaten, die mit S-Nitroso-BSA behandelt
waren, stattfand. Somit zeigen die Ergebnisse, dass das Überziehen
mit S-Nitroso-BSA synthetischen Gefäßtransplantaten Schutz gegen
vorzeitige Blutplättchenablagerung
bereitstellt.
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Zusätzlich wurden
drei Paar 5 FR USC1-Katheter untersucht. Ein Katheter wurde in 5%
BSA getränkt, während der
andere Katheter in einer Mischung von S-Nitroso-BSA für eine Stunde getränkt wurde.
Die Katheter wurden mit Kochsalzlösung gespült und jeweils einer wurde
in die rechte oder linke Oberschenkelarterie der Hunde wie oben
beschrieben eingesetzt und für
zwei Stunden belassen. Jeder Katheter wurde jede halbe Stunde mit
normaler Kochsalzlösung
durchgespült,
aber kein Heparin verabreicht. Die Katheter wurden dann entfernt
und mit Kochsalzlösung
gespült.
Die Katheter wurden vom distalen En de aus in gleiche Längen geschnitten
und jeder in einen Natriumjodid-Gammazähler angeordnet
und die Radioaktivität über vier
Minuten gezählt.
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Die
Zählimpulse
der drei Katheter, die nur mit BSA überzogen waren, hatten eine
durchschnittliche Zählung
von 9.000 ρ 1.100.
Im Gegensatz dazu hatten die drei Katheter, die mit 5% BSA + 0,5
mM Stickoxid überzogen
waren, nur 2.850 ρ 800
Zählimpulse.
Demnach waren deutlich weniger Blutplättchen auf den Kathetern, die
mit S-Nitroso-BSA überzogen
waren als auf denen, die nur mit BSA allein überzogen waren, abgelagert.
Diese Experimente zeigen, dass synthetische Gefäßtransplantate, die mit S-Nitroso-BSA überzogen und
unmittelbar implantiert sind, beträchtlich weniger thrombogen
sind als Transplantate, die nur mit BSA überzogen sind.
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Die
Erfinder führten
ein zusätzliches
Experiment durch, um zu untersuchen, ob S-Nitroso-BSA verwendet
werden kann, um eine Oberfläche,
wie z. B. Polyvinylchlorid (PVC) zu überziehen, und zusätzlich,
ob solche Oberflächen
zu einem Zeitpunkt behandelt werden können und zu einem späteren Zeitpunkt
verwendet werden können.
Bei diesem Experiment wurden drei Stücke PVC mit 3 mm Innendurchmesser
und 2 cm Länge in
BSA über
vier Stunden getränkt,
trocknen gelassen und an einen dunklen Ort gelagert. Drei identische
Teile des PVC-Schlauches wurden über
vier Stunden mit S-Nitroso-BSA-Lösung
getränkt,
getrocknet und ebenso ins Dunkle gelagert. Die PVC-Schlauchstücke wurden
im Dunkeln gehalten, um eine mögliche
Inaktivierung der Stickoxid-spendenden
Verbindungen, die durch Lichtexponierung erzeugt wird, zu minimieren.
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Drei
Tage nach dem Überziehen
wurde ein Paar der PVC-Schlauchstücke, eines mit BSA überzogen und
das andere mit S-Nitroso-BSA überzogen
als Shunt in jede der beiden Oberschenkelarterien eines Hundes eingepflanzt.
Dem Hund wurden dann Indium111-markierte
Blutplättchen,
wie vorher beschrieben, injiziert. Zwei Stunden nachdem die PVC-Shunts
in den Kreislauf mit radioaktiven Blutplättchen eingelegt waren, wurden
sie entfernt und in einen Natriumjodid-Gammazähler gegeben.
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Die
Zählimpulse
des BSA-überzogenen
Shunts betrugen 200.870/4 Minuten, während auf dem mit S-Nitroso-BSA-überzogenen
Transplantat die Zählimpulse
nur 97.510/4 Minuten betrugen. Demnach haben die Shunts, die mit
S-Nitroso-BSA überzogen
sind, beträchtlich
weniger Blutplättchen
auf ihrer Innenfläche
abgelegt, als die, die nur mit BSA überzogen sind.
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Beispiel 2
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Natriumnitroprussid-überzogene
beschädigte
Arterienoberflächen
sind weniger thrombogen
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Die
folgenden Experimente zeigen, dass Stickoxid-spendende Verbindungen,
wie zum Beispiel Natriumnitroprussid und S-Nitroso-BSA direkt auf
beschädigte
arterielle oder venöse
Oberflächen
(Blutgefäße) gegeben
werden können,
um eine Blutplättchenablagerung
oder Thrombusbildung zu hemmen.
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Die
Erfinder entwickelten ein Tiermodell, das ihnen ermöglicht,
einen Patienten mit Verengung von Koronar- oder anderen Arterien
und arteriellen Beschädigungen,
die durch Arteriosklerose oder nach Angioplastie, Atherektomie oder
einem anderen Verfahren verursacht wurden, nachzuahmen. Das Modell
verwendet betäubte
Hunde mit offener Brust und freigelegtem Herz. Kurz, es wurde eine
elektromagnetische Strömungssonde
auf die Herzarterie gelegt, um fortlaufend den Blutfluss durch die
Arterie zu messen. Dann wurde die Arterienwand durch mehrmaliges
Klemmen der Arterie mit einer chirurgischen Klemme beschädigt (Gefäßinnenwand
und mittlere Wandschicht). Im Bereich der Arterienbeschädigung wurde
ein umschließender
Plastikzylinder um die Außenseite
der Herzarterie gelegt, um einen um 70%-ige Verengung oder Verringerung
des Lumendurchmessers zu erzeugen. Dies ahmt arteriosklerotische
Verengung von Arterien bei Patienten nach. Blutplättchen-vermittelte
Thromben bilden sich regelmäßig im verengten
Lumen und schneiden allmählich
den koronaren Blutfluss ab. Dann embolisieren die Thromben distal,
und der Blutfluss ist wieder hergestellt. Dieser Prozess, der regelmäßig auftritt,
erzeugt eine zyklische Verringerung des Flusses, hier im weiteren "cyclische Flussreduktion" (CFRs) genannt.
Wenn keine Maßnahmen
unternommen wird, die Blutplättchenwechselwirkung
mit der beschädigten
Arterienwand zu unterbinden, werden diese CFRs für viele Stunden auftreten.
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Die
Erfinder haben bestimmt, dass CFRs eine Wechselwirkung zwischen
Blutplättchen
und dem Gerinnungssystem mit den beschädigten Endothelzellen in verengten
oder stenösen
Arterienwänden
darstellt. Zusätzlich
treten CFRs in menschlichen Arterien, die durch Arteriosklerose
verengt sind, auf und die resultierende periodische Gerinnselbildung
kann Brustschmerzen oder Beinschmerzen bei Patienten mit arteriosklerotischer
Verengung von Koronar- oder Beinarterien erzeugen. Schließlich können die
CFRs infolge Blutplättchen-vermittelter Gerinnung
durch weitere Beschädigung
der Arterienwände
verschlimmert werden.
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Im
Verlauf dieser Untersuchung wurde beobachtet, dass sich, wenn die
Arterienwand anfangs durch Quetschen mit einer chirurgischen Klemme
beschädigt
wurde, Blutplättchenthromben
bilden und die CFRs erzeugt werden. Als Folge dieser Beobachtung
wurden folgende Experimente durchgeführt, um zu bestimmen, ob die
direkte Infusion eines NO-Donors, wie z.B. Natriumnitroprussid,
eine beschädigte
Arterienwand weniger thrombogen machen kann.
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Die
folgenden Experimente zeigen, dass Stickoxid-spendende Verbindungen,
wie z.B. Natriumnitroprussid und S-Nitroso-BSA, direkt auf die beschädigten arteriellen
Oberflächen
(Blutgefäße) gegeben
werden können,
um die Blutplättchenablagerung
und Thrombusbildung zu hemmen.
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Bei
fünf betäubten Hunden
wurden beide Halsschlagadern freigelegt. Zwei 3 FR USC1-Katheter
wurden zur arteriellen Implantation vorbereitet. Ein Katheter wurde
für 12
Stunden in einer 5%-igen BSA-Lösung getränkt, während der
andere in einer 5%-igen BSA-Lösung,
die zudem 1 mg/ml Natriumnitroprussid enthielt, getränkt wurde.
Je einer der beiden überzogenen
Katheter wurde nach Zufall in die rechte oder linke Halsschlagader
des Hundes durch einen kleinen Schnitt implantiert, der mit einer
Naht (Prolin, 6-0 Fadenstärke) verschlossen
wurde. Die Katheter waren 5 cm in das arterielle Lumen eingeschoben.
Den Hunden wurde kein Heparin verabreicht. Die Katheter wurden 6
bis 8 Stunden später
entfernt und auf Gerinnung an der Katheterwand und an der Stelle,
as der der Katheter in die Halsschlagaderwand eingedrungen war,
untersucht. Es gab beträchtlich
mehr Gerinnung auf den BSA-überzogenen
Kathetern im Vergleich zu den Kathetern, die mit BSA plus Natriumnitroprussid überzogen
waren.
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Bei
fünf betäubten Hunden
mit offener Brust wurden die Herzkranzarterien freigelegt und zum
Messen der CFRs, wie oben beschrieben, eingerichtet. Die Erfinder
beobachteten, dass die intravenöse
Infusion von Natriumnitroprussid direkt in die Arterien (bei einer
Dosis zwischen 4 und 10 μg/kg/Minuten
für bis
zu 30 Minuten) eine Erniedrigung der in vivo-Blutplättchenaktivität ergibt
und CFRs beseitigt werden. Zusätzlich
zeigte sich, dass das zirkulierende Nitroprussid die beschädigten Arterienwände überzieht,
um sie so weniger thrombogen zu machen. Es wurde beobachtet, dass
die CFRs bis 15 Minuten nach der Infusion von Natriumnitroprussid
weiterbestehen. Dann verschwanden die CFRs, was vermuten lässt, dass
die Blutplättchen
nicht länger
an die Arterienwand anhafteten. Die intravenöse Natriumnitroprussid-Infusion
wurde dann beendet. Die direkte in vivo-Hemmung der zirkulierenden
Blutplättchen
endet normalerweise innerhalb 10 bis 15 Minuten. Jedoch nachdem
die in vivo-Hemmung der Blutplättchen
durch die Gegenwart des zirkulierenden Natriumprussids vorbei war,
kamen keine CFRs mehr zurück.
Dies zeigt, dass vormaliges zirkulierendes Natriumnitroprussid einen
schützenden Überzug auf
die vormals beschädigten
Arterienoberflächen
hinterlässt.
Die Erfinder haben dieses schützende Überzugsverfahren "Passivierung" genannt.
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Die
Erfinder zeigten dann, dass die CFRs sofort zurückkommen, wenn man die Arterie
vorsichtig zwischen den Fingern rollt. Das lässt vermuten, dass der schützende Überzug durch
Natriumnitroprussid von der Innenoberfläche der vormals beschädigten Arterie
entfernt wurde, und so den Blutplättchen ermöglicht wird, die Wechselwirkung
mit der ungeschützten
Arterienwand wieder aufzunehmen und CFRs zu erzeugen. Um zu zeigen,
dass dies ein lokales Phänomen
war, das die beschädigten
Arterien beeinflusst, und nicht eine systemische Wirkung, die alle
zirkulierenden Blutplättchen
hemmt, wurden die folgenden Experimente durchgeführt.
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Es
wurden betäubte
Hunde mit geöffneter
Brust untersucht. Im Hund und auch im Menschen werden die beiden
Hauptzweige der linken Hauptkoronararterie, die ungefähr gleich
groß sind,
links Circumflexus (Circ)- und rechts Anterior descendens (LAD)-Koronararterien
genannt. Bei den Experimenten wurden beide Zweige mit einer Strömungsmessvorrichtung
versehen, es werden gleiche Arterienwandbeschädigungen zugefügt (endothele
und Mittelwand-Beschädigungen)
und um sie um schließende
Plastikzylinder angelegt, um gleiche Grade an Verengungen und Stenosen
zu erzeugen.
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Im
Anschluss an das Herbeiführen
der Beschädigung
in beiden Koronararterienzweigen wurden die CFRs sowohl im LAD-Zweig,
als auch im Circumflexuszweig der linken Koronararterie beobachtet,
was zeigte, dass sich die zirkulierenden Blutplättchen an den verengte Stellen
sowohl der beschädigten
Circumflexusarterie als auch der beschädigten LAD-Arterie anhafteten.
Natriumnitroprussid (10 mg/kg) wurde dann direkt in die Circumflexuskoronararterie
während
30 Sekunden injiziert. Im Anschluss an die Infusion verschwanden
die CFRs im Circ, während
sie in den LAD-Koronararterien fortdauerten. Dies zeigt, dass das
Natriumnitroprussid eine lokale Schutzwirkung auf die beschädigte Circ
hatte und dass die Dosis des Natriumnitroprussides nicht hoch genug
war, um die zirkulierenden Blutplättchen zu beeinflussen, oder
um die beschädigte
LAD-Wand nach einer Verdünnung
durch Zirkulation zu schützen.
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Als
Folge von Blutplättchenanhaftung
und -ansammlung an die beschädigten
Arterienwänden
wurde die CFRs in beiden Arterien unabhängig voneinander beobachtet.
Folglich waren die Erfinder in der Lage, die Arterie durch Injizieren
des Natriumnitroprussids in den Circumflexuszweig direkt zu überziehen.
Zusätzlich zeigte
sich, dass die zirkulierende Konzentration des Natriumnitroprussid,
das nach der lokalen Infusion zurückblieb, zu niedrig ist, um
eine systemische Wirkung auf die Blutplättchen zu haben. So zeigten
die Erfinder, dass die Schutzwirkung, die durch örtlich begrenzte Anwendung
von Natriumnitroprussid ausgeübt
wird, eine lokale Wirkung aufweist, und direkt angewendet werden
kann, um besondere Abschnitte von einer beschädigten Arterie zu schützen.
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Experimente,
die mit den oben beschriebenen identisch sind, wurden unter Verwendung
eines Stickoxid-Rinderserumalbumin-Adduktes (BSA-NO) (mit ungefähr 0,5 mM
NO-Konzentration), das gezielt in die Circumflexuskoronararterie
gegeben wurde, wiederholt. Die Erfinder zeigten, dass die Verwendung
von BSA-NO als das NO-Addukt eine bessere Passivierung bereitstellt
und die Wirkung länger
anhält.
Wenn der schützende BSA-NO-Überzug 4–5 Stunden
auf den beschädigten
Arterienwänden
war, kann das BSA mit neuen NO-Molekülen intravenös durch
Infusion von Natriumnitroprussid (5 bis 10 μg/kg für 20 Minuten) oder direkt in
die Koronararterie (10 mg/kg für
30 Sekunden) "wieder
aufgeladen" werden.