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Die
Erfindung betrifft hochfeste bainitische Stahlschienen mit einer
Kopffläche
mit hervorragender Beständigkeit
gegen Ermüdungsschäden durch
Rollkontakt, die für
die auf Hochgeschwindigkeitsstrecken verwendeten Schienen erforderlich
ist, und insbesondere hochfeste Schienen mit einer bainitischen
Struktur, die beständig
sind gegen Ermüdungsrisse,
die in den Innenkanten zwischen dem Kopf und den Seiten der Schienen
auftreten könnten,
und gegen das Oberflächenschälen oder
den dunklen Fleck, der in der oberen Ebene der Schienenkopffläche auftritt,
und Verfahren zur Herstellung solcher Schienen.
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In
jüngster
Zeit sind das Gewicht der transportierten Lasten und die, Reisegeschwindigkeit
erhöht
worden, um die Effizienz des Schienentransports zu erhöhen. Eisenbahnschienen
unterliegen nunmehr also schwereren Betriebsbedingungen und müssen daher
eine höhere
Qualität
haben.
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Konkrete
Probleme sind u. a. eine starke Zunahme des Abriebs der in Kurven
montierten Schienen und das Auftreten von Ermüdungsrissen, die sich aus dem
Inneren der Innenkante entwickeln, die der Hauptkontaktpunkt der
Schienen mit den Rädern
der darüber
rollenden Wagen ist.
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Die
folgenden Lösungen
sind für
die eben beschriebenen Probleme bisher verwendet worden:
- (1) Walzharte Schienen aus legierten Stählen, die
unter Zusatz großer
Mengen Kupfer, Molybdän
und anderer Legierungselemente hergestellt worden sind. (Siehe vorläufige japanische
Patentveröffentlichung JP-A-140
316 von 1975, die US-A-4
008 078 entspricht).
- (2) Wärmebehandelte
Schienen aus unlegierten Stählen,
die hergestellt worden sind, indem der Kopf oder die Gesamtheit
der Schiene einer Schnellabkühlung
(durch Sprühabkühlung) zwischen
700 und 550°C
unterzogen worden ist. (Siehe japanische Patentveröffentlichung
JP-B-55-23 885 von 1980.)
- (3) Wärmebehandelte
Schienen aus niedriglegierten Stählen
mit verbesserter Abrieb- und Ermüdungsrißbeständigkeit
und Fähigkeit,
härtere
Schweißnähte zu bilden,
die unter Zusatz eines geringeren Prozentsatzes von Legierungselementen
hergestellt werden. (Siehe japanische Patentveröffentlichung JP-B-59-19 173 von 1984.)
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Diese
hochfesten Schienen bestehen aus Stählen mit bainitischen, ferritischen
und feinperlitischen Strukturen, um ihre Beständigkeit gegen Abrieb und innere
Ermüdungsdefekte
zu verbessern.
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In
tangentenartigen und leicht gekrümmten
Bahnstrecken, wo nicht viel Widerstand gegen Abrieb und innere Ermüdungsdefekte
erforderlich ist, bewirken wiederholte Kontakte zwischen Rädern und
Schienen Rollkontakt-Ermüdungsschäden auf
der Schienenkopffläche.
Dies führt
zu Rollkontaktermüdungs-
oder quer verlaufenden Defekten, die von der Ausbreitung der in
der oberen Ebene der Schienenkopffläche beginnenden Ermüdungsrisse
in das Innere herrühren.
Die Fehler, die als "Oberflächenschälen" oder "dunkler Fleck" bezeichnet werden
und die hauptsächlich
in den tangentenartigen Strecken von Hochgeschwindigkeitsbahnlinien auftreten,
sind ein typisches Beispiel. Obwohl das Auftreten solcher Fehler
bekannt ist, werden herkömmliche walzharte
Schienen mit Perlitstrukturen in den tangentenartigen und leicht
gekrümmten
Strecken verwendet.
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Nach
einer bestimmten Zeitperiode (oder nachdem eine bestimmte Tonnage über sie
transportiert worden ist), gehen die Fehler, die durch Rollkontaktermüdung bedingt
sind, von der Mitte der Schienenkopffläche aus, die in den tangentenartigen
oder leicht gekrümmten
Bahnstrecken verwendet wird, die hauptsächlich zum Transport von Passagieren
dienen. Untersuchungen der Erfinder haben gezeigt, daß die eben
beschriebenen Fehler auf die Schadenshäufung in der Mitte der Schie nenkopffläche zurückzuführen sind,
die durch den wiederholten Kontakt zwischen Rädern und Schienen bewirkt wird.
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Diese
Fehler können
beseitigt werden, indem die Schienenkopffläche in gegebenen Intervallen
geschliffen wird. Die Kosten des Schleifwagens und -betriebs sind
jedoch hoch, und die Zeit zum Schleifen ist durch den Fahrplan der
Züge begrenzt.
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Eine
andere Lösung
erhöht
die Abriebrate der Schienenkopffläche, so daß der akkumulierte Ermüdungsschaden
abgetragen wird, bevor die Defekte auftreten. Die Abriebrate der
Schienen kann durch Verringerung ihrer Härte erhöht werden, da ihre Abriebbeständigkeit
von der Stahlhärte
abhängt.
Eine einfache Verringerung der Stahlhärte bewirkt jedoch eine bleibende
Verformung auf der Oberfläche
des Schienenkopfes, die wiederum Kopfrisse und andere Schäden bewirkt,
die als Abblättern
bezeichnet werden. Deshalb ist es bisher schwierig gewesen, das
Auftreten des oben beschriebenen Fehlers bei herkömmlichen
Schienen aus Stahl mit Perlitstrukturen effektiv zu verhindern.
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Herkömmliche
Schienen bestehen bisher in erster Linie aus Stahl mit Perlitstrukturen.
Die Perlitstruktur ist eine Kombination aus Weichferrit und Lamellen
aus Hartzementit. Auf der Schienenkopffläche, die mit den Rädern in
Kontakt kommt, wird Weichferrit ausgequetscht, um nur die Lamellen
des Hartzementits zurückzulassen.
Dieser Zementit und die Wirkung der Kaltverfestigung ermöglichen
die für
Schienen erforderliche Abriebbeständigkeit. Gleichzeitig tritt
jedoch ein Schichtstrukturfluß (Metallfluß) von der
oberen Endfläche
der Schiene bis in ihr Inneres auf, und es entwickeln sich Risse
entlang diesem Fluß.
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Die
Bainitstruktur, die stärker
verschleißt
als die Perlitstruktur, besteht aus Carbidpartikeln, die in der gesamten
Matrix der Weichferritstruktur fein verteilt sind. Räder, die über die
Schienen mit Bainitstrukturen rollen, bewirken daher, daß das Carbid
mit der Ferritmatrix leicht abgetragen wird. Durch den derartig
beschleunigten Abrieb wird die ermüdungsbeschädigte Schicht von der Schienenkopffläche des
Schienenkopfes entfernt. Die walzharte Schiene aus niedriglegiertem Stahl
mit einer Bainitstruktur, die in der vorläufigen japanischen Patentveröffentlichung
JP-A-140 316 von 1975 (oder US-A-4 008 078) offenbart ist, hat wegen
der massiven Ferritmatrix und grob verteilter Carbidpartikel eine
geringere Festigkeit. Diese Verringerung der Festigkeit bewirkt
einen kontinuierlichen Strukturfluß (Metallfluß) in einer
Richtung entgegen der Richtung, in der der Zug fährt, auf der Lauffläche direkt
unter den Rädern,
wobei Risse entlang dem Metallfluß auftreten.
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Dieses
Problem kann gelöst
werden, indem Schienen aus Stählen
mit Bainitstrukturen hergestellt werden, die unter Zusatz höherer Prozentsätze von
Chrom oder anderer Legierungselemente gefertigt werden, um die erforderliche
hohe Festigkeit im walzharten Zustand zu erreichen. Erhöhte Legierungszusätze sind
jedoch nicht nur teuer, sondern bilden auch eine harte und spröde Martensitstruktur
in den Schweißnähten zwischen
den Schienen.
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GB-A-1
450 355 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer nichtvergüteten hochfesten
Stahlschiene mit den Schritten: Warmwalzen eines Stahls mit folgenden
Anteilen in Gewichtsprozent: 0,28 bis 3,50 Kohlenstoff, 0,20 bis
1,50 Silicium, 0,50 bis 3,50 Mangan und 1,25 bis 4,00 Chrom mit
der Maßgabe,
daß der
Gesamtanteil an Mangan und Chrom 2,75 bis 4,50 ist, um eine Schiene
auszubilden, Abkühlen
der Schiene aus dem warmgewalzten Zustand in Luft mit der Bildung
einer Bainitstruktur und anschließendes Glühen der Stahlschiene in einem
Temperaturbereich von 450 bis 600°C über eine
Periode von bis zu 1 h.
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DE-A-25
01 175 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung
eines Profilstahlmaterials, wobei ein Stahl, der aus 0,28 bis 0,40%
Kohlenstoff, 0,15 bis 0,45% Silicium, 0,65 bis 1,0% Mangan, höchstens
0,30% Chrom und Nickel sowie Phosphor mit nicht mehr als 0,08% und
Schwefel mit nicht mehr als 0,05% besteht, nach dem Erwärmen in
einem Durchlaufofen bei einer Temperatur von oberhalb des Ac3-Punkts des Eisen-Kohlenstoff-Diagramms
durch ringsherum angeordnete und wassersprühende Düsen abgeschreckt wird, wodurch
die Temperatur sich mit einer hohen Geschwindigkeit bis zu einem gemäßigten Temperaturbereich
verringert und wobei danach die Materialien der Luft ausgesetzt
werden, um einen gemäßigten Wärmeübergang
zu erhalten.
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DE-A-25
43 750 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verbesserung
der Qualität
von Profilstahl, wobei am Austritt des Walzgerüstes nur die Oberfläche einer
Ebene des Profils einem Kühlmittel
ausgesetzt wird und die Kühlbedingungen
so gesteuert werden, daß am
Austritt der Kühlzone
die abgeschreckten Teile der Profile eine Temperatur haben, die
ausreichend hoch ist zur Verbesserung der abgeschreckten Flächenschicht
und zur Umwandlung des Austenits in Ferrit und Carbid in den nichtabgeschreckten
Teilen der Profile.
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Eine
Aufgabe der Erfindung ist deshalb die Bereitstellung hochfester
Schienen aus niedriglegierten Stählen
mit festen Bainitstrukturen mit hervorragender Beständigkeit
gegen Ermüdungsschäden durch
Rollkontakt. Diese Aufgabe wird durch Bereitstellung einer wie in
Anspruch 1 definierten Bainitstahlschiene erzielt.
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Außerdem ist
es eine weitere Aufgabe der Erfindung, hochfeste Schienen mit hervorragender
Beständigkeit
gegen Ermüdungsschäden durch
Rollkontakt bereitzustellen, die Ermüdungsfehler an den Innenkanten zwischen
dem Kopf und den Seiten der Schienen und den Fehler, der als Oberflächenschälen oder
dunkler Fleck bezeichnet wird, nicht aufweisen.
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Insbesondere
ist die Hauptaufgabe der Erfindung die Bereitstellung hochfester
Schienen aus Stahl mit Bainitstrukturen mit hervorragender Beständigkeit
gegen Ermüdungsschäden durch
Rollkontakt, die eine Härte
von Hv 300 bis 400 in der Mitte der Schienenkopffläche und
mindestens Hv 350 in der Innenkante haben, wobei die Härte der
Innenkante um mindestens Hv 30 größer ist als die in der Mitte
der Schienenkopffläche.
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Die
oben beschriebenen und weitere Aufgaben und Merkmale der Erfindung
sind ausführlich
in der nachstehenden Beschreibung beschrieben, die mit Bezug auf
die beigefügten
Zeichnungen zu lesen ist.
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1 zeigt einen Schnitt eines
Schienenkopfes mit Erläuterung.
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2 ist eine schematische
Darstellung einer Nishihara-Abriebprüfmaschine.
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3 ist eine schematische
Darstellung einer Rollkontaktermüdungsprüfmaschine.
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4 ist eine schematische
Darstellung einer Prüfmaschine
zur Bestimmung des Oberflächenschadens
im Kopf von gekrümmten
Schienen.
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Die
oben beschriebenen Aufgaben der Erfindung können mit den im Anspruch definierten
Merkmalen gelöst
werden.
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Die
Stähle
zur Herstellung der erfindungsgemäßen hochfesten bainitischen
Stahlschienen mit hervorragender Beständigkeit gegen Ermüdungsschäden durch
Rollkonkontakt enthalten in Gewichtsprozent 0,15 bis 0,45% Kohlenstoff,
0,15 bis 2,00% Silicium, 0,30 bis 2,00% Mangan, 0,50 bis 3,00% Chrom
und wahlfrei mindestens ein Element, das gewählt ist aus: einer ersten Gruppe,
die aus 0,10 bis 0,60% Molybdän,
0,05 bis 0,50% Kupfer und 0,05 bis 4,00% Nickel besteht, einer zweiten
Gruppe, die aus 0,01 bis 0,05% Titan, 0,03 bis 0,30% Vanadium und
0,01 bis 0,05% Niobium besteht, und einer dritten Gruppe, die aus
0,0005 bis 0,0050% Bor besteht, wobei der Rest aus Eisen und unvermeidlichen
Verunreinigungen besteht.
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Hochfeste
bainitische Stahlschienen mit hervorragender Beständigkeit
gegen Ermüdungsschäden durch
Rollkontakt, die aus Stählen
mit den oben beschriebenen Zusammensetzungen hergestellt sind und
die eine Bainitstruktur haben, können
erhalten werden, indem eine beschleunigte Abkühlung bzw. Schnellabkühlung vom
Austenitbereich bis zu einer Abkühlunterbrechungstemperatur
von 500°C
bis 300°C
mit einer Geschwindigkeit von 1 bis 10°C/s angewendet und dann weiter
nahe Raumtemperatur abgekühlt
wird, wobei die Härte
in der Mitte der Schienenkopffläche
von Hv 300 bis Hv 400 reicht, die der Innenkante nicht kleiner als
Hv 350 ist und die Härte
der Innenkante um mindestens Hv 30 größer ist als die in der Mitte
der Schienenkopffläche.
Hv bedeutet in dieser Beschreibung Vickers-Härte.
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Die
Erfindung wird nachstehend ausführlich
beschrieben.
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Der
Grund für
die Begrenzung der chemischen Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Schienen ist
folgender:
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Kohlenstoff
ist wichtig zur Erreichung einer gegebenen Härte. Während ein Kohlenstoffgehalt
unter 0,15% unzureichend ist zur Erreichung der für Schienen
erforderlichen Abriebfestigkeit, bildet ein Gehalt von über 0,45%
größere Mengen
von Perlitstrukturen, die für
die Oberflächenqualität von Schienen
nachteilig sind, und reduziert die Bainitumwandlungsgeschwindigkeit
so stark, daß die
Vollendung der vollständigen
Bainitumwandlung im Wärmerückgewinnungsprozeß nach der
beschleunigten Abkühlung
bzw. Schnellabkühlung
behindert und die Bildung von Martensitstrukturen bewirkt wird,
die für
die Zähigkeit
der Schienen nachteilig sind. Deshalb ist der Kohlenstoffgehalt
auf zwischen 0,15 und 0,45% begrenzt.
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Silicium
erhöht
die Festigkeit von Stählen
durch Bildung von Mischkristallen in der Ferritmatrix der Bainitstrukturen.
Obwohl keine solche Festigkeitserhöhung bei Siliciumgehalten von
nicht mehr als 0,15% möglich ist,
nimmt das Auftreten von Oberflächendefekten
während
des Walzens zu, Martensit wird in Bainitstrukturen ausgebildet,
und die Zähigkeit
der Schienen verschlechtert sich, wenn der Siliciumgehalt 2,00% überschreitet. Deshalb
liegt der Siliciumgehalt zwischen 0,15 und 2,00%.
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Wie
Kohlenstoff erhöht
Mangan die Härtbarkeit
von Stählen,
bildet feinere Bainitstrukturen und verbessert gleichzeitig die
Festigkeit und die Zähigkeit.
Während
unter 0,30% ein geringer Verbesserungseffekt erreichbar ist, steigt
das Auftreten der Bildung von Perlitstrukturen, die das Auftreten
von Oberflächenfehlern
fördern,
bei über
2,00%. Deshalb ist der Mangangehalt auf zwischen 0,30 und 2,00%
begrenzt.
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Chrom
ist ein wichtiges Element, das eine gegebene Festigkeit ermöglicht,
indem es das Carbid in Bainitstrukturen fein verteilt. Chromgehalte
unter 0,50% vergröbern
das Carbidverteilungsmuster in Bainitstrukturen, wodurch eine bleibende
Verformung des Metalls bewirkt wird und Oberflächendefekte auftreten. Chromgehalte
nicht kleiner als 3,00% bewirken die Vergröberung der Carbide, vermindern
die Geschwindigkeit der Bainitumwandlung so stark, daß die Vollen dung
der Bainitbildung im Wärmerückgewinnungsprozeß nach der Schnellabkühlung behindert
und die Bildung von Martensitstrukturen bewirkt wird, die für die Zähigkeit
von Schienen nachteilig sind. Deshalb ist der Chromgehalt auf zwischen
0,50 und 3,00% begrenzt.
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Ferner
können
ein, zwei oder mehr der unten beschriebenen Elemente den Stählen mit
den oben beschriebenen Zusammensetzungen nach Bedarf zugesetzt werden.
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Eine
erste Gruppe, die aus 0,10 bis 0,60% Molybdän, 0,05 bis 0,50% Kupfer und
0,05 bis 4,00% Nickel besteht, wird prinzipiell zur Festigung der
Bainitstrukturen in Stählen
zugesetzt. Eine zweite Gruppe, die aus 0,01 bis 0,05% Titan, 0,03
bis 0,30% Vanadium und 0,01 bis 0,05% Niob besteht, wird hauptsächlich zur
Verbesserung der Zähigkeit
von Stählen
zugesetzt. Ein Zusatz von 0,0005 bis 0,0050% Bor ermöglicht eine
stabilere Bildung von Bainitstrukturen. Die Gründe, warum der Zusatz der oben
aufgeführten
Elemente begrenzt ist, sind nachstehend aufgeführt.
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Wie
Chrom ist Molybdän
unentbehrlich für
die Festigung und Stabilisierung von Bainitstrukturen sowie zur
Verhinderung der Anlaßsprödigkeit,
die beim Schweißen
entsteht. Während
keine ausreichende Wirkung unter 0,10% erreichbar ist, vermindert
ein Molybdängehalt über 0,60%
die Geschwindigkeit der Bainitumwandlung so stark, daß die Vollendung
der vollständigen
Bainitbildung im Wärmerückgewinnungsprozeß nach der Schnellabkühlung verhindert
und die Bildung von Martensitstrukturen bewirkt wird, die für die Zähigkeit
von Schienen nachteilig sind. Deshalb ist der Molybdängehalt
auf zwischen 0,10 bis 0,60% begrenzt.
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Kupfer
erhöht
die Festigkeit von Stählen,
ohne ihre Zähigkeit
zu beeinträchtigen.
Während
die größte Wirkung
zwischen 0,05 und 0,50% erreichbar ist, bewirkt Kupfer über 0,50%
Warmbrüchigkeit.
Deshalb beträgt der
Kupfergehalt 0,05 bis 0,50%.
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Nickel
stabilisiert Austenitkörner,
senkt die Bainitumwandlungstemperatur, verfeinert Bainitstrukturen und
erhöht
die Festigkeit und die Zähigkeit
von Stählen.
Während
diese Wirkungen unter 0,05% begrenzt sind, erzeugt ein Zusatz von über 4,00%
keine weitere Zunahme der verbessernden Wirkung. Deshalb ist der
Nickelgehalt auf zwischen 0,05 und 4,00% begrenzt. Ein Zusatz von
Titan ist für
die Bildung von feinen Austenitkörnern
während
der Walz- und Erwärmungsprozesse
der Schienen förderlich,
da die ausgeschiedenen Titankohlenstoffnitride sich auch bei hohen
Temperaturen nicht lösen.
Diese Wirkung ist jedoch unter 0,01% begrenzt, während Titanzusatz über 0,05%
wegen der Vergröberung
des Titannitrids nachteilig ist, das die Ursache für. die Ermüdungsrisse
in den Schienen ist. Deshalb ist der Titangehalt auf zwischen 0,01
und 0,05% begrenzt.
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Obwohl
Vanadium Bainitstrukturen durch die Ausscheidung von Vanadiumkohlenstoffnitriden
festigt, ist die festigende Wirkung unzureichend, wenn sein Zusatz
nicht mehr als 0,03% beträgt.
Dagegen bewirkt ein Vanadiumzusatz von über 0,30% Sprödigkeit
infolge der Vergröberung
der Vanadiumkohlenstoffnitride. Deshalb beträgt der Vanadiumgehalt 0,03
bis 0,30%.
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Niob
verfeinert Austenitkörner
und erhöht
die Zähigkeit
und Verformbarkeit von Stählen
für Schienen. Da
eine ausreichende verbessernde Wirkung unter 0,01% nicht erreichbar
ist und eine Zugabe von über
0,05% durch Bildung intermetallischer Verbindungen Versprödung bewirkt,
ist der Niobgehalt auf zwischen 0,01 und 0,05% begrenzt.
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Bor
hat die Wirkung, die Erzeugung von Ferrit an den Korngrenzen zu
unterdrücken,
wodurch die stabile Erzeugung von Bainitstrukturen möglich ist.
Eine ausreichende Wirkung ist jedoch unter 0,0005% nicht erreichbar,
während
eine Zugabe von mehr als 0,0050% die Qualität der Schienen infolge der
Bildung von grobkörnigen
Borverbindungen verschlechtert. Deshalb ist der Borgehalt auf zwischen
0,0005 und 0,0050% begrenzt.
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Stähle mit
den oben beschriebenen Zusammensetzungen werden in Konvertern, elektrischen
oder anderen allgemein verwendeten Schmelzöfen geschmolzen. Die hergestellten
Stähle
werden dann durch eine Kombination aus Blockguß- und Vorwalzverfahren oder
durch Strangguß zu
vorgewalzten Blöcken
gewalzt. Der vorgewalzte Block wird dann zu Schienen mit den gewünschten
Formen warmgewalzt.
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Der
Kopf der derartig hergestellten Schienen wird einer beschleunigten
Abkühlung
bzw. Schnellabkühlung
aus dem Austenitbereich bis zu einer Abkühlunterbrechungstemperatur
von 500 bis 300°C
mit einer Geschwindigkeit von 1 bis 10°C/s unterzogen. Diese Schnellabkühlung erfolgt
bei frischgewalzten Schienen, die noch so viel Wärme enthalten, daß sie im
Austenitbereich sind, oder bei solchen, die bis zum Austenitbereich wiedererwärmt worden
sind.
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Nach
der Schnellabkühlung
wird der Schienenkopf weiter bis in die Nähe von Raumtemperaturen abgekühlt, indem
entweder natürliche
Abkühlung
mit Wärmerückgewinnung
oder Zwangskühlung
mit einer Geschwindigkeit von 1 bis 40°C/min je nach Objekt angewendet
werden kann. Im ersteren Fall wird die Temperaturerhöhung bis
zu 150°C,
die durch die Wärmerückgewinnung
bedingt ist, die im Innern der Schiene auftritt, genutzt. Solche
Schienen werden zunächst
einer Schnellabkühlung
unterzogen, um eine Bainitumwandlung in einem niedrigeren Temperaturbereich
beginnen zu lassen. Dann wird ein stabiles Wachstum feiner Bainitstrukturen
durch Ausnutzung einer Temperaturerhöhung möglich, die durch die Wärmerückgewinnung
bedingt ist. Im letzteren Fall erfolgt die Bainitumwandlung in einem
niedrigeren Temperaturbereich, und die folgende Abkühlung bewirkt
die stabile Bildung feiner und fester Bainitstrukturen.
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Die
Gründe
für die
Festlegung der Geschwindigkeit der Schnellabkühlung und der Bereich der Abkühlunterbrechungstemperatur,
wie oben ausgeführt,
werden nachstehend beschrieben.
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Als
erstes ist der Grund zur Begrenzung der Schnellabkühlgeschwindigkeit
bis zur Abkühlunterbrechungstemperatur
auf zwischen 1 und 10°C/s
folgender: Wenn Stähle
mit den oben beschriebenen Zusammensetzungen mit einer langsameren
Geschwindigkeit als 1°C/s
abgekühlt
werden, beginnt die Bainitumwandlung in einer höheren Temperaturzone mitten
im Abkühlprozeß und zieht
die Bildung grobkörniger
Bainitstrukturen nach sich, die die Festigkeit der Schienen reduzieren
und Oberflächendefekte
bewirken. Dies ist der Grund, warum die untere Grenze auf 1°C/s festgelegt
ist. Wenn die Abkühlung
mit einer Geschwindigkeit erfolgt, die schneller als 10°C/s ist,
werden im Innern der Schienen große Wärmemengen im nachfolgenden Wärmerückgewinnungsprozeß erzeugt,
auf den die Bildung grobkörniger
Bainitstrukturen folgt, die die Festigkeit der Schienen reduzieren
und Oberflächenschäden bewirken,
wie oben beschrieben. Daher ist die obere Grenze auf 10°C/s festgelegt.
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Der
Grund zur Begrenzung des Bereichs der Abkühlunterbrechungstemperatur
zwischen dem Austenitbereich bis zwischen 500 und 300°C ist folgender:
Wenn die Abkühlung
bei einer Temperatur über
500°C unterbrochen
wird, besteht die Tendenz, daß sich
in Abhängigkeit
von den Bedingungen der nachfolgenden Abkühlung grobkörnige Bainitstrukturen, die
die Festigkeit der Schienen verringern und Oberflächendefekte bewirken,
im Wärmerückgewinnungsbereich
bilden. Dies ist ein Grund, warum die obere Grenze auf 500°C festgelegt
ist. Um eine feinere Bainitstruktur zu erreichen, sollte die obere
Grenze vorzugsweise nicht höher als
450°C sein.
Wenn dagegen eine Abkühlung
auf niedrigere Temperaturen als 300°C erfolgt, werden in den Bainitstrukturen
Martensitstrukturen gebildet. In Abhängigkeit von den Bedingungen
der nachfolgenden Abkühlung
findet keine ausreichende Wärmerückgewinnung
im Innern der Schienen statt, wodurch große Mengen von harten Martensitstrukturen
zurückbleiben.
Um die unerwünschte
deutliche Verringerung der Schienenzähigkeit zu vermeiden, ist die
untere Grenze auf nicht weniger als 300°C festgelegt. Um eine stabile
Bainitstruktur zu erreichen, sollte die Schnellabkühlunterbrechungstemperatur
vorzugsweise nicht niedriger als 350°C sein, da die Ms-Temperatur
der Stähle
mit den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
nicht höher als
annähernd
350°C ist.
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Eines
der Abkühlverfahren,
das nach der Unterbrechung der Schnellabkühlung verwendet wird, ist die natürliche (oder
spontane) Abkühlung
mit Wärmerückgewinnung.
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Die
Wärmerückgewinnung
ist auf die natürliche
Rückgewinnung
aus dem Innern der Schiene begrenzt. Es erfolgt keine Zwangserwärmung oder
-abkühlung
von außen.
Ein Experiment wurde durchgeführt, um
den Kopf der Schienen mit den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen einer
Schnellabkühlung
aus dem Austenitbereich mit einer Geschwindigkeit von 1 bis 10°C/s zu unterziehen,
die bei einer Temperatur zwischen 400 und 300°C unterbrochen wurde. Die Temperaturerhöhung aufgrund
der natürlichen
Wärmerückgewinnung
von durchschnittlich 50 bis 100°C
(einige Proben wiesen immerhin eine Temperaturerhöhung von
nahezu 150°C
auf) trat nachweislich im Schienenkopf auf. In den Stählen mit
den oben beschriebenen Zusammensetzungen wandeln sich feinkörnige Bainitstrukturen
im Temperaturbereich von 500 bis 300°C (vorzugsweise nicht unter
350°C) um.
Wenn die oben genannte Schnellabkühlgeschwindigkeit und Unterbrechungstemperatur
gewählt
werden, liegt die Temperatur nach der Wärmerückgewinnung im Bereich von
500 bis 350°C,
der mit dem Temperaturbereich übereinstimmt,
in dem sich hochfeste Bainitstrukturen umwandeln.
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Eine
Temperaturerhöhung
(Wärmerückgewinnung)
von annähernd
100°C in
dem Temperaturbereich, in dem die Schnellabkühlung unterbrochen wird, stellt
die gewünschte
Festigkeit der bainitischen Stähle
sicher. Die gleiche Wärmerückgewinnung
könnte
jedoch einen Teil der Struktur vergröbern, was zu einer Beeinträchtigung
der Zähigkeit
führt.
In einem weiteren Experiment wurde deshalb der Kopf der Schienen
einer Schnellabkühlung
aus dem Austenitbereich mit einer Geschwindigkeit von 1 bis 10°C/s unterzogen.
Nach der Unterbrechung der Schnellabkühlung zwischen 400 und 300°C wurde die
Wärmerückgewinnung
aus dem Innern der Schiene unterdrückt. Es wurde festgestellt,
daß dann
die Vergröberung
der Bainitstrukturen verhindert werden konnte, wenn die Temperaturerhöhung im
Schienenkopf infolge der Wärmerückgewinnung
unter 50°C
gehalten wurde. Dann waren Bainitstrukturen mit hoher Festigkeit
und Zähigkeit
erreichbar.
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Wie
die Ergebnisse dieser Experimente zeigen, ermöglichen die vorstehenden Verfahren
ein stabiles Wachstum der feinkörnigen
Bainitstrukturen, wenn mit der Bainitumwandlung in einer niedrigeren
Temperaturzone begonnen wird, wenn Stähle einer Schnellabkühlung aus
dem Austenitbereich bei einer Geschwindigkeit von 1 bis 10°C unterzogen
werden und die Schnellabkühlung
bei Temperaturen zwischen 500 und 300°C unterbrochen wird und eine
Temperaturerhöhung
auf maximal 150°C
benutzt wird, die durch natürliche
Abkühlung
mit Wärmerückgewinnung
oder Unterdrückung
einer solchen Wärmerückgewinnung
innerhalb bestimmter Grenzen verursacht wird.
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Die
Aufgaben der Erfindung werden gelöst, wenn eine gesteuerte Abkühlung zwischen
1 und 40°C/min
nach der Unterbrechung der Schnellabkühlung angewendet wird. Um die
gewünschte
Festigkeit zu verleihen, wird bevorzugt, die Abkühlung nach der Schnellabkühlung zu
steuern, indem beispielsweise bei Schienen mit größeren Querschnitten
schneller und bei Schienen mit kleineren Querschnitten langsamer
verfahren wird. Durch eine solche gesteuerte Abkühlung wird die Entstehung fester
feinkörniger
Bainitstrukturen sichergestellt. Der Grund, warum die Abkühlungsgeschwindigkeit
begrenzt ist, wie oben ausgeführt,
ist folgender: Eine Abkühlung
mit langsameren Geschwindigkeiten als 1°C/min führt zur Ausscheidung von groben
Carbiden in Bainitstrukturen, die die Festigkeit und Zähigkeit
des Stahlkopfs stark reduzieren. Eine Abkühlung mit höheren Geschwindigkeiten als
40°C/min
verhindert dagegen die Vollendung einer vollständigen Bainitumwandlung in
Abhängigkeit
von der Abkühlunterbrechungstemperatur.
Die Martensitumwandlung, tritt während dieser
Abkühlung
auf und es entsteht hartes Martensit, das für die Zähigkeit der Schienen mit Bainitstrukturen nachteilig
ist.
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In
Abhängigkeit
von der gewählten
Stahlzusammensetzung und der Schnellabkühlgeschwindigkeit kann die
Bainitumwandlung im Laufe der Schnellabkühlung im Temperaturbereich
von 500 bis 300°C
beginnen, wo die Schnellabkühlung
unterbrochen wird, und im nachfolgenden Wärmerückgewinnungsprozeß enden,
oder sie kann im Wärmerückgewinnungsprozeß unmittelbar
nach der Schnellabkühlung
beginnen und enden. Beide im Abkühlunterbrechungstemperaturbereich
gebildeten Bainitstrukturen sind feinkörnig und haben wenig nachteilige
Wirkungen auf die Festigkeit, Zähigkeit
und Oberflächendefektbeständigkeit
der Schienen. Deshalb können
die Bainitstrukturen in den Stählen
für Schienen
sowohl im Verlaufe der Schnellabkühlung im Temperaturbereich
von 500 bis 300°C,
wo die Schnellabkühlung
unterbrochen wird, als auch im Wärmerückgewinnungsprozeß nach der
Schnellabkühlung
gebildet werden.
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Die
Metallstruktur, die nach der Schnellabkühlung erreicht wird, sollte
vorzugsweise bainitisch sein. In Abhängigkeit von der gewählten Schnellabkühlgeschwindigkeit
und Abkühlunterbrechungstemperatur
könnten sich
jedoch extrem feinkörnige
Martensitstrukturen in die Bainitstrukturen mischen, was schließlich als
Martensit verbleiben könnte,
der durch die Wärme
ausgehärtet
wird, die aus dem Innern der Schiene rückgewonnen wird. Da das Vorhandensein
von feinkörnigem
ausgehärteten
Martensit in Bainitstrukturen wenig nachteilige Wirkungen auf die
Festigkeit, Zähigkeit
und Oberflächendefektbeständigkeit
der Schienen hat, können
die bainitischen Stähle
für erfindungsgemäße Schienen
kleine Mengen von ausgehärteten
Martensitstrukturen enthalten.
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Die
Schnellabkühlung
erfolgt durch Luft, Sprühnebel
oder andere luftzerstäubte
Flüssigkeiten
aus Düsen,
die auf beiden Seiten des Schienenkopfes angeordnet sind. Die Schienenköpfe, die
der Schnellabkühlung und
der oben beschriebenen nachfolgenden Abkühlung unterzogen werden, haben
eine Härte
von Hv 300 bis 400 in der Mitte der Schienenkopffläche und
nicht weniger als Hv 350 in der Kante, wobei die Härte der
Innenkante um mindestens 30 Hv größer als die der Mitte der Schienenkopffläche ist
und die Festigkeit nicht kleiner als 1000 Mpa ist. Die Schienenköpfe mit
einer so großen
Härte und
Festigkeit, wie oben beschrieben, sind ausreichend beständig gegen
Laufflächendefekte,
die auf den tangentenartigen Schienen von Bahnstrecken auftreten
könnten,
und Kantenflächenschäden, die
in leicht gekrümmten
Abschnitten auftreten oder auf die Schlingerbewegung von Hochgeschwindigkeitszügen zurückzuführen sind.
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Die
bainitischen Stahlschienen, die nach den oben beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellt sind, haben die Beständigkeit
gegen Oberflächendefekte,
die für
hochfeste Schienen für
Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken erforderlich ist.
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Als
nächstes
werden einige die Erfindung erläuternde
Beispiele aufgeführt.
Beispiel 3 zeigt die Merkmale der vorliegenden Erfindung. 1 zeigt einen Schnitt des
Kopfes der Schienen der Klasse JIS 60 kg/m mit Erläuterung.
Die Bezugszeichen 1 und 2 bezeichnen die Mitte
der Schienenkopffläche
bzw. die Kante, die einen Abschnitt bilden, der als Schienenkopf
bezeichnet wird.
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Beispiel 1
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Tabelle
1 zeigt die chemischen Zusammensetzungen und Abkühlbedingungen der Schienen
gemäß dem Wärmerückgewinnungsprozeß und der
zum Vergleich geprüften
Schienen. Tabelle 2 zeigt ihre Härte,
Abriebmengen, die nach 500000maligen Aufbringen von Lasten unter
trockenen Bedingungen mit einer Nishihara-Abriebprüfmaschine
bestimmt worden sind, und die Anzahl der Belastungen, die aufgebracht
wurden, bevor in der Rollkontaktermüdungsprüfung mit Wasserschmierung Oberflächendefekte
an Schienen und scheibenförmigen
Probestücken
auftraten, die hergestellt wurden, indem die Konfiguration der Räder auf
einen Maßstab
von 1 : 4 verkleinert wurde. 2 ist
eine schematische Darstellung einer Nishihara-Abriebprüfmaschine, wobei
das Bezugszeichen 3 ein Schienenprobestück, 4 ein Radprobestück, 5 ein
Paar Zahnräder
und 6 einen Motor bezeichnet. 3 ist eine schematische Darstellung einer
Rollkontaktermüdungsprüfmaschine,
bei der das Bezugszeichen 7 ein Schienenprobestück, 8 ein
Radprobestück, 9 einen
Motor und 10 einen Lagerkörper bezeichnet.
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Einzelheiten
zu den geprüften
Schienen und zu den Prüfungsabläufen sind
unten aufgeführt.
- – Schienen,
die die Erfindung erläutern
(10 Stück)
- A bis J: Schienen mit Bainitstrukturen, die durch natürliche Abkühlung des
Schienenkopfes nach Schnellabkühlung
hergestellt worden sind.
- – Zum
Vergleich geprüfte
Schienen (3 Stück)
- K: Schiene mit Bainitstruktur, die durch natürliche Abkühlung des Schienenkopfes nach
Schnellabkühlung hergestellt
worden ist.
- L: Schiene mit Bainitstruktur, die durch natürliche Abkühlung nach dem Walzen hergestellt
worden ist.
- M: Schiene mit Perlitstruktur, die durch natürliche Abkühlung nach dem Walzen hergestellt
worden ist.
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Die
Prüfbedingungen
waren folgende:
- – Abriebversuch (bei allen
geprüften
Schienen gleich)
Prüfmaschine:
Nishihara-Abriebprüfmaschine
Probestückkonfiguration:
scheibenförmig
(Außendurchmesser
= 30 mm, Innendurchmesser = 16 mm, Dicke = 8 mm)
Prüflast: 490
N
Schlupf: 9%
Radprobe: vergüteter Martensitstahl (Hv 350)
Atmosphäre:
in der Atmosphäre
Häufigkeit
der Belastung: 500 000 Umdrehungen
- – Rollkontaktermüdungsprüfung
Prüfmaschine:
Rollkontaktermüdungsprüfmaschine
Probestückkonfiguration:
scheibenförmig
(Außendurchmesser
= 200 mm, Querschnitt des Schienenprobestücks = 1/4 der Schienen der
Klasse 60 kg/m)
Prüflast:
1,5 t (Radiallast)
Atmosphäre:
trocken + Wasserschmierung (60 cm3/min)
Rotationsgeschwindigkeit:
trocken = 100 U/min, wassergeschmiert = 300 U/min
Häufigkeit
der Belastung: 0 bis 5000 Umdrehungen unter trockenen Bedingungen
und darüber
hinaus unter wassergeschmierten Bedingungen, bis ein Schaden auftrat.
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Tabelle
2 zeigt die Härte
der verarbeiteten Schienen und der zum Vergleich geprüften Schienen,
die Abriebmengen, die nach Aufbringen von Lasten mit 500 000 Umdrehungen
unter trockenen Bedingungen unter Verwendung der Nishimara-Abriebprüfmaschine
bestimmt worden sind, und die Anzahl der Belastungen, die aufgebracht
worden sind, bevor in der Rollkontaktermüdungsprüfung mit Wasserschmierung Oberflächendefekte
an Schienen und scheibenähnlichen
Probestücken
auftraten, die hergestellt wurden, indem die Konfiguration der Räder auf
einen Maßstab
von 1 : 4 verkleinert wurde.
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Wie
aus Tabelle 2 hervorgeht, nutzten sich die Schienen A bis J mehr
ab als die herkömmliche
Schiene M mit einer Perlitstruktur und wiesen dabei eine deutlich
verbesserte Beständigkeit
gegen Rollkontaktermüdung
auf. Die Rollkontakt ermüdungsbeständigkeit
der erfindungsgemäßen Schienen
war viel größer als
die der walzharten Schiene L mit einer Bainitstruktur und der Schiene
K mit einer Bainitstruktur, die mit natürlicher Abkühlung des Schienenkopfes nach
Schnellabkühlung
hergestellt worden ist.
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Beispiel 2
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Tabelle
3 zeigt die chemischen Zusammensetzungen und Abkühlbedingungen der durch weiteres
kontrolliertes Abkühlen
verarbeiteten Schienen und der zum Vergleich geprüften Schienen.
Tabelle 4 zeigt ihre Härte,
Abriebmengen, die nach dem Aufbringen von Lasten mit 500 000 Umdrehungen
unter trockenen Bedingungen mit einer Nishihara-Abriebprüfmachine
bestimmt worden sind und die Anzahl der Belastungen, die aufgebracht
worden sind, bevor bei der Rollkontaktermüdungsprüfung mit Wasserschmierung Oberflächendefekte
an Schienen und scheibenähnlichen
Probestücken
auftraten, die hergestellt wurden, indem die Konfiguration der Räder auf
einen Maßstab
von 1 : 4 verkleinert wurde.
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Die
chemischen Zusammensetzungen und Abkühlbedingungen der Schienen
A bis M waren die gleichen wie die in Beispiel 1. Wie aus Tabelle
4 hervorgeht, nutzten sich die Schienen A bis J mehr ab als die herkömmlichen
Schienen M mit einer Perlitstruktur und wiesen dabei eine deutlich
verbesserte Beständigkeit gegen
Rollkontaktermüdung
auf. Die Rollkontakt ermüdungsbeständigkeit
der erfindungsgemäßen Schienen war
viel größer als
die der walzharten Schiene K mit einer Bainitstruktur und der Schiene
L mit einer Perlitstruktur, die durch natürliche Kühlung des Schienenkopfes nach
Schnellabkühlung
hergestellt worden ist.
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Beispiel 3
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Tabelle
5 zeigt die chemischen Zusammensetzungen und Abkühlbedingungen von erfindungsgemäßen Schienen
und zum Vergleich geprüften
Schienen. 4 ist eine
schematische Darstellung einer Prüfmaschine zur Bestimmung der
Oberflächendefekte
in Schienenköpfen
(japanisches Patent 1 183 162 bzw. JP-A-5300/074). Die in Tabelle
5 gezeigten erfindungsgemäßen und
zum Vergleich geprüften
Schienen bestanden alle aus Stahl mit Bainitstrukturen, mit Ausnahme
der Nr. 1 und 6. Die Prüfung
erfolgte, indem man Räder 12 über den
Kopf einer gekrümmten
Schiene 11 laufen ließ.
Die Tabelle 6 zeigt die Anzahl der Belastungen, die aufgebracht
wurden, bevor die Oberflächenschäden in der
oben simulierten Prüfung
auftraten. Die Prüfung
erfolgte unter zwei Bedingungen; die eine, die den Kontakt zwischen
den Rädern
und Schienen auf der gekrümmten
Bahnstrecke simulierte, und die andere, die den Kontakt in der tangentenartigen
Strecke simulierte. In 4 bezeichnen
die Bezugszeichen 11 und 12 eine gekrümmte Schiene
und auf ihr laufende Räder.
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Die
Prüfung
erfolgte unter Verwendung einer Schiene, die bis zu einem bestimmten
Grad wärmebehandelt
war und mit einem Krümmungsdurchmesser
von 6 m gekrümmt
war, wobei der Kopf auf der Innenseite des entstandenen Kreises
angeordnet war und die Räder
des Zuges auf der Shinkansen-Strecke verwendet wurden. Bei der Prüfung, die
die Bedingung auf der gekrümmten
Strecke simuliert, wurde ein seitlicher Druck auf die Räder aufgebracht,
um den Radkranz gegen den Rand des Schienenkopfs zu pressen, und
die resultierende Beschädigung
in der Oberfläche
der Kante bestimmt. Bei der Prüfung,
die die Bedingung der tangentenartigen Strecke simuliert, wurde
die obere Endfläche
der Schiene in Kontakt mit der Mitte des Rades gebracht und der
resultierende Schaden in der oberen Endfläche des Schienenkopfes bestimmt.
Die Lebensdauer der Schiene bis zum Auftreten von Oberflächendefekten
ist als kumulative Tonnage angegeben, wie sie bei richtigen Bahnstrecken
verwendet wird.
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Wenn
die Härte
der Schienenkopf kante über
Hv 400 gehalten wird, entsteht offenkundig eine deutlich höhere Beständigkeit
gegen Oberflächendefekte
als bei den zum Vergleich geprüften
Schienen, aber wenn die Härte
so gesteuert wird, daß sie
in der Mitte der Schienenkopffläche
zwischen Hv 300 und 400 liegt, wird das Auftreten von Oberflächendefekten
dort verhindert.
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Beispiel 4
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Tabelle
7 zeigt die chemischen Zusammensetzungen und Abkühlbedingungen der verarbeiteten Schienen
und der zum Vergleich geprüften
Schienen. Tabelle 8 zeigt ihre Härte,
Abriebmengen, die nach dem Aufbringen von Lasten mit 500000 Umdrehungen
unter trockenen Bedingungen mit einer Nishihara-Abrieb prüfmaschine
bestimmt wurden, und die Anzahl der Belastungen, die aufgebracht
wurden, bevor in der Rollkontaktermüdungsprüfung mit Wasserschmierung Oberflächendefekte
an Schienen und scheibenförmigen Probestücken auftraten,
die hergestellt wurden, indem die Konfiguration der Räder auf
einen Maßstab
von 1 : 4 reduziert wurde. Tabelle 9 zeigt die Ergebnisse einer
Fallgewichtsprüfung
der erfindungsgemäßen und
der zum Vergleich geprüften
Schienen. Tabelle 8 zeigt die Ergebnisse einer Kerbschlagzähigkeitsprüfung (absorbierte
Energie), die an Probestücken
durchgeführt
worden ist, die den Schienenköpfen
entnommen wurden.
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Die
chemischen Zusammensetzungen und Abkühlbedingungen der Schienen
A bis J und der zum Vergleich geprüften Schienen K bis M waren
die gleichen wie die im Beispiel 1.
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Kerbschlagzähigkeitsprüfbedingungen
(bei allen Probestücken
gleich)
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- Probestückschnittstelle:
Schienenkopf
- Probestücktyp:
JIS Nr. 3, Probestück
mit 2 mm tiefer Charpy-U-Kerbe
- Prüftemperatur:
Raumtemperatur (annähernd
20°C)
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Wie
aus Tabelle 8 hervorgeht, nutzten sich die erfindungsgemäßen Schienen
A bis J mehr ab als die herkömmliche
Schiene M mit einer Perlitstruktur, wobei eine deutlich verbesserte
Beständigkeit
gegen Rollkontaktermüdung
vorhanden ist. Die Rollkontaktermüdungsbeständigkeit der erfindungsgemäßen Schienen
war viel größer als
die der walzharten Schiene K mit einer Bainitstruktur und der Schiene
L mit einer Bainitstruktur, die durch natürliche Abkühlung des Schienenkopfs nach
Schnellabkühlung
unter Bedingungen außerhalb
des Schutzbereichs der Erfindung hergestellt worden sind.
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Tabelle
9 zeigt die Ergebnisse einer Fallgewichtsprüfung der Schienen und der zum
Vergleich geprüften
Schienen zusammen mit den verwendeten Prüfbedingungen, nämlich die
Anzahl der gebrochenen von den vier Probestücken jedes Stahltyps. Während alle
vier Probestücke
der zum Vergleich geprüften
Schienen bei Temperaturen zwischen –30 und –50°C brachen, brach keine der Schienen,
bis die Temperatur auf –90°C fiel.