DE69515280T2 - Vorrichtung zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen - Google Patents

Vorrichtung zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen

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    • B29D30/06Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
    • B29D30/08Building tyres
    • B29D30/20Building tyres by the flat-tyre method, i.e. building on cylindrical drums
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen, bei der drei Aufbautrommeln, d. h., eine Gürteltrommel, eine Bandtrommel und eine Formgebungstrommel, linear mit Bezugnahme zueinander angeordnet sind. Genau gesagt, die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen, die bei der Herstellung von großen und mittleren Stahlradialreifen für Lastkraftwagen, Busse oder leichte Lieferwagen und kleinen Radialreifen für Personenkraftwagen eingesetzt werden kann.
  • Eine Vorrichtung zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen wird in der offengelegten Veröffentlichung der Japanischen Patentanmeldung Nr. 2-107432 offenbart, bei der eine Gürteltrommel, eine Bandtrommel und eine Formgebungstrommel linear mit Bezugnahme zueinander angeordnet sind. Eine derartige Vorrichtung zum Aufbauen von Luftreifen wird eingesetzt, um einen Reifenrohling herzustellen, der anschließend vulkanisiert werden soll, um einen Reifen herzustellen. In diesem Fall werden verschiedene Elemente von außen auf die Gürteltrommel und die Bandtrommel über entsprechende Zuführvorrichtungen zugeführt, so daß ein Gürtel-Laufflächen-Band auf der Gürteltrommel und ein Karkaßband auf der Bandtrommel gebildet werden. Außerdem werden das Gürtel-Laufflächen-Band von der Gürteltrommel und das Karkaßband von der Bandtrommel automatisch zur Formgebungstrommel übertragen, wo sie automatisch miteinander konfektioniert werden.
  • Alle vorangehend erwähnten Arbeitsgänge in Verbindung mit der Formgebungstrommel werden automatisch durchgeführt, ohne daß ein manueller Arbeitsgang von den Arbeitern durchzuführen ist. Dennoch müssen die Arbeiter jedoch verschiedene manuelle Arbeitsgänge ausführen, während sie sich häufig zwischen den restlichen zwei Trommeln hin- und herbewegen, d. h., der Gürteltrommel und der Bandtrommel. Derartige manuelle Arbeitsgänge umfassen unter anderem das Führen der vorderen Enden der verschiedenen Elemente von den entsprechenden Zuführvorrichtungen zu vorgegebenen Positionen auf der Gürteltrommel und der Bandtrommel, das Schneiden der Elemente, während sie um die entsprechenden Trommeln gewickelt wurden, und das anschließende Zusammenfügen der vorderen und hinteren Enden der gewickelten Elemente.
  • Wie es speziell in Fig. 3 der beigefügten Zeichnungen gezeigt wird, sind eine Gürteltrommel 01 und eine Bandtrommel 02 separat auf beiden Seiten einer Formgebungstrommel 03 angeordnet. Daher muß sich der Arbeiter über eine wesentliche Entfernung zwischen der Gürteltrommel 01 und der Bandtrommel 02 bewegen, wann auch immer die Elemente verbunden und zusammengefügt werden. Im Fall einer Vorrichtung zum Aufbauen großer Reifen kann beispielsweise die Entfernung zwischen den zwei Trommeln bis zu annähernd 4 m betragen. Andererseits führte die jüngste Entwicklung auf dem Gebiet der Technologie der Herstellung von Reifenrohlingen zu einem verkürzten Arbeitszyklus, der für die Herstellung eines Reifenrohlinges erforderlich ist. Daher hat sich die gesamte Entfernung, über die sich ein Arbeiter zwischen den zwei Trommeln pro Arbeitstag bewegen muß, bedeutend vergrößert. Es ist sehr wünschenswert, die manuelle Arbeitsbelastung für die Arbeiter zu minimieren.
  • Da die Gürteltrommel 01 und die Bandtrommel 02 auf beiden Seiten der Formgebungstrommel 03 voneinander getrennt sind, ist es außerdem erforderlich, zwei Übertragungsanlagen bereitzustellen, d. h., eine Gürtelübertragungsanlage 04 und eine Bandübertragungsanlage 05. Eine derartige Anordnung ist im Aufbau kompliziert, relativ kostspielig und in ihrer Funktion weniger zuverlässig.
  • Daher ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die vorangehend erwähnten Probleme zu eliminieren und eine verbesserte Vorrichtung zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen bereitzustellen, die es ermöglicht, die manuelle Arbeitsbelastung der Arbeiter zu minimieren, und die einen einfachen Aufbau zeigt, weniger kostspielig ist und deren Funktion sehr zuverlässig ist.
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen bereit, die umfaßt: eine Gürteltrommel; eine Bandtrommel; und eine Formgebungstrommel, die linear in Reihenfolge auf einer Basis von deren einem Ende zu deren anderem Ende angeordnet sind. Die Vorrichtung entsprechend der Erfindung weist außerdem auf:
  • - eine erste Antriebseinrichtung, die an einem Ende der Basis angeordnet ist, um koaxial die Gürteltrommel und die Bandtrommel zu tragen und anzutreiben;
  • - eine Gürtelzuführvorrichtung und eine Bandzuführvorrichtung, die gegenüberliegend der Gürteltrommel und bzw. der Bandtrommel angeordnet sind;
  • - eine zweite Antriebseinrichtung, die am anderen Ende der Basis angeordnet ist, um die Formgebungstrommel zu tragen und anzutreiben;
  • - eine Übertragungseinrichtung, die zwischen der Gürteltrommel, Bandtrommel und Formgebungstrommel beweglich ist, um ein Gürtel-Laufflächen-Band auf der Gürteltrommel und ein Karkaßband auf der Bandtrommel zur Formgebungstrommel zu übertragen;
  • - eine Andrückeinrichtung, die gegenüberliegend der Formgebungstrommel angeordnet ist; und
  • - eine Entnahmevorrichtung für einen Reifenrohling für das Entnehmen eines Reifenrohlinges von der Formgebungstrommel, auf der er aufgebaut wurde.
  • Bei der vorangehend erwähnten Anordnung der Vorrichtung zum Aufbauen von Luftreifen entsprechend der vorliegenden Erfindung ist es, weil die Gürteltrommel und die Bandtrommel an einem Ende der Basis angrenzend aneinander angeordnet sind, möglich, die gesamte Entfernung zu minimieren, über die sich ein Arbeiter zwischen den zwei Trommeln pro Arbeitstag bewegen muß, und daher die manuelle Arbeitsbelastung der Arbeiter. Weil die Formgebungstrommel am anderen Ende der Basis angeordnet ist, ist es außerdem möglich, das Gürtel-Laufflächen-Band und das Karkaßband von der Gürteltrommel und bzw. der Bandtrommel zur Formgebungstrommel mittels nur einer einzelnen Übertragungsanlage zu übertragen. Das dient dazu, den Aufbau zu vereinfachen und die Kosten der Vorrichtung zu senken sowie die Zuverlässigkeit der Vorrichtung beim Betrieb zu verbessern.
  • Vorzugsweise ist die Übertragungseinrichtung um einen Winkel von 180º drehbar, während sie sich zwischen der Gürteltrommel, Bandtrommel und Formgebungstrommel bewegt.
  • Die Erfindung wird weiter mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die zeigen:
  • Fig. 1 eine Draufsicht einer Vorrichtung zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen entsprechend einer Ausführung der vorliegenden Erfindung;
  • Fig. 2 eine Veranschaulichung, die den Formgebungsvorgang und die Verfahrensweise zeigt, die von der Vorrichtung aus Fig. 1 durchgeführt wird; und
  • Fig. 3 eine Draufsicht, die die Anordnung einer Vorrichtung nach dem bisherigen Stand der Technik zeigt.
  • Eine bevorzugte Ausführung der vorliegenden Erfindung wird jetzt nachfolgend mit Bezugnahme auf Fig. 1 und 2 erklärt.
  • Die Vorrichtung zum Aufbauen von Luftreifen entsprechend der veranschaulichten Ausführung umfaßt drei Aufbautrommeln, d. h., eine Gürteltrommel 1, eine Bandtrommel 2 und eine Formgebungstrommel 3, die linear in Reihenfolge auf einer Basis 9 von einem Ende zum anderen Ende der Basis 9 längs einer gemeinsamen Längsachse L angeordnet sind. Genau gesagt, die Gürteltrommel 1 und die Bandtrommel 2 sind an einem Ende der Basis 9 angeordnet, während die Formgebungstrommel 3 am anderen Ende der Basis 9 angeordnet ist.
  • Die Bandtrommel 2 ist radial aufweitbar oder zusammenziehbar und wird durch eine Antriebseinheit 5 mittels einer Welle 4 gehalten. Gleichermaßen ist die Gürteltrommel 1 radial aufweitbar oder zusammenziehbar und wird durch die gleiche Antriebseinheit 5 mittels einer Welle 6 gehalten, die zur Welle 4 koaxial ist. Dazu kann die Welle 6 für die Gürteltrommel 1 eine hohle Welle sein, durch die sich die Welle 4 für die Bandtrommel 2 erstreckt. Die Antriebseinheit 5 für die Gürteltrommel 1 und die Bandtrommel 2 ist an einem Ende der Basis 9 angeordnet. Die Antriebseinheit 5 hält koaxial die Gürteltrommel 1 und die Bandtrommel 2 und treibt die Gürteltrommel 1 und die Bandtrommel 2 unabhängig voneinander mittels der entsprechenden Wellen 4, 6 an.
  • Die Formgebungstrommel 3 weist linke und rechte halbe Trommeln 3a und 3b auf und wird durch eine weitere Antriebseinheit 8 mittels einer Welle 7 gehalten und angetrieben. Die Antriebseinheit 8 für die Formgebungstrommel 3 ist am anderen Ende der Basis 9 angeordnet.
  • Eine Übertragungsanlage 10 ist vorhanden, die nach links oder rechts zwischen der Gürteltrommel 1, der Bandtrommel 2 und der Formgebungstrommel 3 auf der Basis 9 längs der Längsachse L beweglich ist, wie durch den Pfeil X gezeigt wird, während sie sich um 180º um eine vertikale Mittelachse 11 dreht. Die Übertragungsanlage 10 weist einen Halter H für das Halten eines Gürtel-Laufflächen-Bandes, das mittels der Gürteltrommel I vom äußeren Umfang aus aufgebaut wurde, und einen Halter K für das Halten eines Karkaßbandes auf, das mittels der Bandtrommel 2 vom äußeren Umfang aus aufgebaut wurde. Die Entfernung M zwischen der Mitte 17 der Gürteltrommel 1 und der Mitte 18 der Bandtrommel 2 ist gleich dem Abstand N zwischen der Mitte 19 des Halters H und der Mitte 20 des Halters K.
  • Für das Entnehmen eines Reifenrohlinges, der auf der Formgebungstrommel 3 aufgebaut wurde, ist eine Entnahmeanlage 12 für einen Reifenrohling vorhanden, die auf der Basis 9 nach links oder rechts beweglich ist, wie durch den Pfeil Y gezeigt wird, um einen Reifenrohling von der Formgebungstrommel 3 zu entnehmen.
  • Für das Zuführen verschiedener Elemente, wie beispielsweise Gürtel, Laufflächen und dergleichen, zur Gürteltrommel 1, die als Elemente auf die Gürteltrommel 1 gewickelt werden, ist eine Gürtelzuführvorrichtung 13 vorhanden, die angrenzend an die Gürteltrommel 1 angeordnet ist und sich in einer Richtung senkrecht zur Längsachse L erstreckt. Gleichermaßen ist für das Zuführen verschiedener Elemente, wie beispielsweise Seitenwände, Innenauskleidungen, Karkaßlage und dergleichen, zur Bandtrommel 2, die als Elemente auf die Bandtrommel 2 gewickelt werden, eine Bandzuführvorrichtung 14 vorhanden, die angrenzend an die Bandtrommel 2 angeordnet ist und sich parallel zur Gürtelzuführvorrichtung 13 erstreckt, d. h., in einer Richtung senkrecht zur Längsachse L.
  • Eine Andrückeinrichtung 15 ist angrenzend an die Formgebungstrommel 3 angeordnet und dient dazu, die äußeren Umfänge des Karkaßbandes und des Gürtel-Laufflächen-Bandes zu treiben, während diese Bänder auf der Formgebungstrommel 3 konfektioniert und mit der Formgebungstrommel 3 gedreht werden. Außerdem ist ein Paar rechte und linke Wulstsetzeinrichtungen 16 angrenzend an die Bandtrommel 2 angeordnet, um ein Paar rechte und linke Wülste an vorgegebene Positionen des Karkaßbandes zu setzen, das durch die Bandtrommel 2 aufgebaut wurde.
  • Die vorangehend beschriebenen Baugruppen bilden als Ganzes eine Vorrichtung 50 zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen entsprechend der vorliegenden Erfindung.
  • Die Funktionsweise der Vorrichtung 50 zum Aufbauen von Luftreifen entsprechend der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend beschrieben.
  • Im allgemeinen weisen große Reifen vier oder mehr Gürtel auf, während kleine Reifen zwei Gürtel aufweisen. Als Beispiel wird die Funktionsweise mit Bezugnahme auf den Aufbau eines Reifens erklärt, der zwei Gürtet aufweist. Während mehr als zehn Elemente, die verschiedene kleine Elemente umfassen, verwendet werden, um einen Reifen aufzubauen, werden ebenfalls nur Hauptelemente nachfolgend beschrieben, um das richtige Verständnis zu erleichtern. Es wird außerdem angenommen, daß sich die Übertragungsanlage 10 in einer Warteposition zwischen der Bandtrommel 2 und der Formgebungstrommel 3 befindet, während ein Gürtel-Laufflächen-Band und ein Karkaßband gehalten werden, die in einem vorhergehenden Zyklus aufgebaut wurden.
  • Zuallererst wird, wie in Fig. 2 gezeigt wird, der Gürtelaufbauvorgang A in der Reihenfolge abgewickelt, wie durch die Schritte A1, A2, A3 und A4 gezeigt wird. So wird jedes Element der Gürteltrommel 1 von der Gürtelzuführvorrichtung 13 zugeführt (Fig. 1); und ein erster Gürtel 27, ein zweiter Gürtel 28 und eine Lauffläche 29 werden auf der Gürteltrommel 1 zum Haften gebracht und durch die Andrückeinrichtung 15 (Fig. 1) unter der Gürteltrommel 1 angedrückt, um ein Gürtel-Laufflächen-Band 25 zu konfektionieren (Schritt A4).
  • Der Bandaufbauvorgang B wird in der Reihenfolge abgewickelt, wie durch die Schritte B1, B2, B3 und B4 gezeigt wird, die im wesentlichen gleichzeitig wie die Schritte A1, A2, A3 und A4 des Gürtelaufbauvorganges A durchgeführt werden. So werden ein Paar rechte und linke Wülste 30 der rechten und bzw. linken Wulstsetzeinrichtung 16 zugeführt, und danach wird jedes Element von der Bandzuführvorrichtung 14 (Fig. 1) für das Andrücken eines Paares rechter und linker Seitenwände, einer Innenauskleidung 32 und einer Karkaßlage 33 in Reihenfolge zugeführt. Anschließend werden die rechte und linke Wulstsetzeinrichtung 16 in Richtung zueinander bewegt, und die rechte und linke Wulst 30 werden in vorgegebenen Positionen oben auf dem äußeren Umfang der Karkaßlage 33 gehalten, um ein Karkaßband 26 zu konfektionieren.
  • Der Formgebungsvorgang C wird in der Reihenfolge abgewickelt, wie durch die Schritte C1, C2, C3, C4 und C5 gezeigt wird. So wird bei einem ersten Schritt C1 die Übertragungsanlage 10 aus einer Warteposition D zur Formgebungstrommel 3 bewegt, sobald wie der Schritt A1 im Gürtelaufbauvorgang A beginnt. Die Anlage 10 wird in einer Position zum Stillstand gebracht, wo die Mitte 20 des Halters K, der das Karkaßband 26 hält, mit der Mitte 34 der Formgebungstrommel 3 übereinstimmt, um das Karkaßband 26 auf die Formgebungstrommel 3 zu übertragen. Danach wird die Übertragungsanlage 10 zur Warteposition D zurückbewegt, während sie sich um 180º um die vertikale Achse 11 dreht (Schritt D2). In einem folgenden Schritt C2 des Formgebungsvorganges C dreht die Übertragungsanlage 10 die beiden Enden des Karkaßbandes 26 um die Wulst 30 herum nach oben. Die Übertragungsanlage 10 wird danach aus der Warteposition D in Richtung der Formgebungstrommel 3 bewegt und in einer Position zum Stillstand gebracht, in der die Mitte 19 des Halters H, der das Gürtel-Laufflächen-Band 25 hält, mit der Mitte 34 der Formgebungstrommel 3 übereinstimmt. Die Übertragungsanlage 10 pumpt das Karkaßband 26 auf, indem ein Innendruck auf das Band 26 angewandt wird, und wird danach in die Warteposition D zurückbewegt, wenn der äußere Umfang des Karkaßbandes 26 den inneren Umfang des Gürtel-Laufflächen-Bandes 25 berührt (Schritt D4). In einem folgenden Schritt C4 des Formgebungsvorganges C wird das Karkaßband 26 geformt und mittels der Andrückeinrichtung 15 angedrückt. (Fig. 1) und danach mit dem Gürtel-Laufflächen-Band 25 konfektioniert, so daß die Bänder 26 und 25 fest und zusammenhängend miteinander verbunden und schließlich als Reifenrohling 35 fertiggestellt werden.
  • Der Reifenrohling 35 wird danach mittels der Entnahmeanlage 12 für einen Reifenrohling gehalten und von der Formgebungstrommel 3 entnommen. Eine Übertragungsanlage für einen Reifenrohling (nicht gezeigt) überträgt automatisch den Reifenrohling 35 von der Entnahmeanlage 12 für einen Reifenrohling zum nächsten Vorgang. In einem folgenden Schritt D5 wird die Übertragungsanlage 10 um 180º in der Warteposition D gedreht und zur Gürteltrommel 1 und der Bandtrommel 2 bewegt und in einer Position zum Stillstand gebracht, wo die Mitte 19 des Halters H und die Mitte 20 des Halters K mit der Mitte 17 der Gürteltrommel 1 und bzw. der Mitte 18 der Bandtrommel 2 übereinstimmen. Die Übertragungsanlage 10 hält das Gürtel-Laufflächen-Band 25 und das Karkaßband 26 und wird danach in die Warteposition D zurückbewegt.
  • Die vorangehend erwähnte Reihe von Schritten bildet einen Zyklus des Aufbaus eines Reifenrohlinges, und ein derartiger Zyklus wird wiederholt.
  • Weitere Einzelheiten der Baugruppen, die die Vorrichtung zum Aufbauen von Luftreifen bilden, werden nachfolgend beschrieben.
  • Die Gürteltrommel 1 weist eine radial aufweitbare und zusammenziehbare zylindrische Trommel auf und zeigt eine äußere Umfangslänge, die im wesentlichen die gleiche ist wie die innere Umfangslänge des Gürtels, der zylindrisch konfektioniert werden soll, wenn die Trommel aufgeweitet ist, so daß sie einen vergrößerten Durchmesser zeigt, und die kleiner ist als die innere Umfangslänge des konfektionierten Gürtel-Laufflächen-Bandes 25, wenn die Trommel zusammengezogen ist, so daß sie einen verringerten Durchmesser zeigt.
  • Gleichermaßen weist die Bandtrommel 2 eine radial aufweitbare und zusammenziehbare zylindrische Trommel auf, die einen Aufbau zeigt, bei dem die äußere Umfangslänge in drei Positionen verändert ist, d. h., einer Position mit vergrößertem Durchmesser, einer Position mit einem Zwischendurchmesser und einer Position mit einem verringerten Durchmesser, oder in zwei Positionen verändert ist, d. h., einer Position mit vergrößertem Durchmesser und einer Position mit verringertem Durchmesser. Die äußere Umfangslänge der Bandtrommel 2 ist im wesentlichen die gleiche wie die innere Umfangslänge des Karkaßbandes 26, das in der Position mit einem Zwischendurchmesser oder in der Position mit vergrößertem Durchmesser zylindrisch konfektioniert werden soll. Außerdem ist die äußere Umfangslänge der Bandtrommel 2 kleiner als die innere Umfangslänge des konfektionierten Karkaßbandes 26, wenn der Durchmesser der Trommel verringert ist.
  • Die Formgebungstrommel 3 weist radial aufweitbare und zusammenziehbare halbe Trommeln 3a und 3b mit einem Seitenbladder für das Sichern der Wulst des Karkaßbandes 26, das auf der Bandtrommel 2 konfektioniert wird, und danach das Drehen der beiden Enden des Karkaßbandes 26 um die Wulst 30 nach oben, und für das weitere Konfektionieren des Gürtel-Laufflächen-Bandes 25 auf, das auf der Gürteltrommel 1 aufgebaut und auf das Karkaßband 26 übertragen wurde, entsprechend den vorgegebenen Verfahrensweisen für das Aufbauen des Reifenrohlinges 35.
  • Der Halter H der Übertragungsanlage 10 umfaßt radial nach innen zurückziehbare Segmente für das Einschließen des Gürtel-Laufflächen-Bandes 25, das auf der Gürteltrommel 1 aufgebaut wurde, von der radial äußeren Seite aus, und das lokale oder vollständige Halten der äußeren Fläche des Bandes 25. Gleichermaßen umfaßt der Halter K der Übertragungsanlage 10 radial nach innen zurückziehbare Segmente für das Haltert des Karkaßbandes 26, das auf der Bandtrommel 2 aufgebaut wurde, vom äußeren Umfang aus, indem Vakuumauflagen oder Magnete eingesetzt werden, und er umfaßt außerdem radial nach innen zurückziehbare Segmente für das Halten der rechten und linken Wulst 30 vom äußeren Umfang oder der äußeren Fläche aus.
  • Die Übertragungsanlage 10 kann so aufgebaut sein, daß sie gleichzeitig das Gürtel-Laufflächen-Band 25 und das Karkaßband 26 von der Gürteltrommel 1 und bzw. der Bandtrommel 2 entnimmt und sie gleichzeitig überträgt. Alternativ kann die Übertragungsanlage 10 so aufgebaut sein, daß beide Bänder 25 und 26 unabhängig entnommen werden.
  • Die Übertragungsanlage 10 kann auf einem Wagen montiert sein, der auf der Basis 9 entlang der Längsachse L beweglich ist. Der Wagen kann mittels eines Druckluft- oder Hydraulikzylinders oder mittels eines Elektromotors angetrieben werden, so daß er zwischen der Gürteltrommel 1, der Bandtrommel 2 und der Formgebungstrommel 3 bewegt wird, während sich die Übertragungsanlage 10 um 180º dreht.
  • Alternativ ist es möglich, das Karkaßband 26 und das Gürtel-Laufflächen-Band 25 zur Formgebungstrommel 3 zu übertragen, indem die Übertragungsanlage 10 zur Formgebungstrommel 3 bewegt wird, indem die Ausrichtung der Anlage 10 so eingehalten wird, wie sie ist, ohne daß die Anlage 10 gedreht wird. Das heißt, wenn die Übertragungsanlage 10 nicht gedreht wird, können beide Bänder 26 und 25 zur Formgebungstrommel 3 übertragen werden, indem die Länge der Welle 7 zwischen der Antriebseinheit 8 und der halben Trommel 3b vergrößert und das Gürtel-Laufflächen-Band 25 zur Formgebungstrommel 3 übertragen und danach das Band angedrückt wird, während es geformt wird, wobei sich die gesamte Übertragungsanlage zeitweilig in einer Warteposition im Bereich der Welle 7 der Antriebseinheit 8 befindet.
  • Die Andrückeinrichtung 15 umfaßt eine Vielzahl von Rollen und Rädern, die gegen den Reifenrohling unter Drehung durch die Antriebseinrichtung getrieben werden, um Luft zwischen den Gummielementen zu entfernen, und um dadurch die Gummielemente fest miteinander zu verbinden.
  • Die Antriebseinheit 5 umfaßt ein Basiselement, das in der Lage ist, die koaxialen Wellen 6 und 4 für die Gürteltrommel 1 und bzw. die Bandtrommel 2 drehbar zu halten ebenso wie einen Motor für das einzelne Drehen der Wellen 6 und 4. Weil die Gürteltrommel 1 und die Bandtrommel 2 koaxial durch die Antriebseinheit 5 gehalten und angetrieben werden, kann die Entfernung zwischen der Mitte der Gürteltrommel 1 und der der Bandtrommel 2 auf annähernd 1 m verringert werden, selbst für große Reifen. Das bedeutet, daß die gesamte Entfernung, über die sich der Arbeiter zwischen der Gürteltrommel 1 und der Bandtrommel 2 pro Arbeitstag bewegen muß, bedeutend verringert werden kann.
  • Die Antriebseinheit 8 umfaßt ein Basiselement, das die Welle 7 für die Formgebungstrommel 3 drehbar halten kann, die die halben Trommeln 3a und 3b aufweist, ebenso wie einen Motor für das Drehen der Welle 7. Die Antriebseinheit dient ebenfalls dazu, die halben Trommeln 3a und 3b zueinander hin und voneinander weg zu bewegen.
  • Die Wulstsetzeinrichtung 16 umfaßt ein Paar rechte und linke zurückziehbare Segmente für das Halten eines Paares von rechten und linken Wülsten 30 von der Seite des Innendurchmessers oder der inneren Fläche, die von einem Arbeiter am Anfang eines Aufbauzyklusses für einen Luftreifen eingestellt wurden, ebenso wie eine Antriebseinheit für das Antreiben der Segmente zueinander hin und voneinander weg.
  • Die Gürtelzuführvorrichtung 13 ist in der Lage, einen Gürtel, eine Lauffläche und eine spiralförmige Lage zuzuführen, die spiralförmig ein Streifenelement wickelt, das erhalten wird, indem organische Faserkorde oder dergleichen in Gummi eingebettet wurden, da Gummielemente für das Konfektionieren des Gürtel-Laufflächen-Bandes 25 auf der Gürteltrommel 1 erforderlich sind. Die Gürtelzuführvorrichtung 13 weist vier Zuführeinheiten für das Zuführen von vier Gürteln als die Gürtelelemente auf, und diese Zuführeinheiten können in Übereinstimmung mit der erforderlichen Anzahl von Gürteln eingesetzt werden.
  • Die Bandzuführvorrichtung 14 ist in der Lage, Seitenwände, Innenauskleidungen, eine Karkaßlage, Wulstschutzstreifen und Gummipolster zuzuführen, da Gummielemente für das Konfektionieren des Karkaßbandes 26 auf der Bandtrommel 2 erforderlich sind.
  • Die Entnahmeanlage 12 für einen Reifenrohling ist so angeordnet, daß die untere Hälfte der Formgebungstrommel 3 bedeckt wird, um so auf der Basis 9 von der Formgebungstrommel 3 in Richtung der entgegengesetzten Seite der Antriebseinheit 8 beweglich zu sein, während drei Umfangspunkte des Reifenrohlinges 35 gehalten werden, d. h., ein unterer Punkt und zwei Seitenpunkte, die annähernd 80º auf der linken und rechten Seite vom unteren Punkt aus angeordnet sind. Die Entnahmeanlage 12 weist zwei Seitenhalteabschnitte für die zwei Seitenpunkte des Reifenrohlinges 35 auf, und diese Halteabschnitte können in Abhängigkeit von der Größe der aufzubauenden Reifen zueinander hin und voneinander weg bewegt werden.
  • Es wird aus der vorhergehenden Beschreibung erkannt, daß die Vorrichtung zum Aufbauen von Luftreifen entsprechend der vorliegenden Erfindung eine Anordnung aufweist, bei der die Gürteltrommel und die Bandtrommel an einem Ende der Basis aneinander angrenzend angeordnet sind. Es ist daher möglich, die gesamte Entfernung, über die sich ein Arbeiter zwischen den zwei Trommeln pro Arbeitstag bewegen muß, zu minimieren und daher die manuelle Arbeitsbelastung der Arbeiter. Außerdem ist die Formgebungstrommel am anderen Ende der Basis angeordnet, so daß es möglich ist, das Gürtel-Laufflächen-Band und das Karkaßband von der Gürteltrommel und bzw. der Bandtrommel zur Formgebungstrommel mittels nur einer einzelnen Übertragungsanlage zu übertragen. Das dient dazu, den Aufbau zu vereinfachen und die Kosten der Vorrichtung zu senken sowie die Zuverlässigkeit der Vorrichtung beim Betrieb zu verbessern.

Claims (2)

1. Vorrichtung (50) zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen, die umfaßt: eine Gürteltrommel (1);
eine Bandtrommel (2); und eine Formgebungstrommel (3), die linear in Reihenfolge auf einer Basis (9) von deren einem Ende zu deren anderem Ende angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung außerdem aufweist:
eine erste Antriebseinrichtung (5), die an einem Ende der Basis (9) angeordnet ist, um koaxial die Gürteltrommel (1) und die Bandtrommel (2) zu tragen und anzutreiben;
eine Gürtelzuführvorrichtung (13) und eine Bandzuführvorrichtung (14), die gegenüberliegend der Gürteltrommel und bzw. der Bandtrommel angeordnet sind;
eine zweite Antriebseinrichtung (8), die am anderen Ende der Basis (9) angeordnet ist, um die Formgebungstrommel (3) zu tragen und anzutreiben;
eine Übertragungseinrichtung (10), die zwischen der Gürteltrommel, Bandtrommel und Formgebungstrommel beweglich ist, um ein Gürtel-Laufflächen-Band (25) auf der Gürteltrommel (1) und ein Karkaßband (26) auf der Bandtrommel (2) zur Formgebungstrommel (3) zu übertragen;
eine Andrückeinrichtung (15), die gegenüberliegend der Formgebungstrommel (3) angeordnet ist; und
eine Entnahmevorrichtung (12) für einen Reifenrohling für das Entnehmen eines Reifenrohlinges (35) von der Formgebungstrommel, auf der er aufgebaut wurde.
2. Vorrichtung zum einstufigen Aufbauen von Luftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungseinrichtung (10) um einen Winkel von 180º drehbar ist, während sie sich zwischen der Gürteltrommel (1), Bandtrommel (2) und Formgebungstrommel (3) bewegt.
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