DE69524637T2 - Sattelkupplung - Google Patents

Sattelkupplung

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    • B62D53/04Tractor-trailer combinations; Road trains comprising a vehicle carrying an essential part of the other vehicle's load by having supporting means for the front or rear part of the other vehicle
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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf eine Kupplungsanordnung mit Schmierteilen und insbesondere auf eine Sattelkupplung.
  • Eine herkömmliche Kupplung für lange Anhänger ist die bekannte Sattelkupplung mit einer großen gegabelten Lagerplatte, die einen Zugsattelzapfen aufnimmt und mit einer oder mehreren Klauen festhält. Der Zugsattelzapfen ist an einem Anhänger montiert, der ebenfalls eine Lagerplatte besitzt, die auf der oberen Oberfläche der Kupplung liegt und sich darauf dreht, so dass eine Gelenkverbindung zwischen dem Anhänger und der Zugmaschine möglich ist. Diese Drehbewegung wird typischerweise von einer Schmierfettschicht auf der Kupplungsoberfläche unterstützt. Dieses Schmierfett ist nicht nur schmutzig, sondern neigt auch dazu, Schmutz und Staub festzuhalten, die Reibung verursachen, und ist deshalb unerwünscht.
  • Verschiedene Versuche wurden in der Vergangenheit unternommen, eine Schmieroberflächenschicht für die Kupplung ohne die üblicherweise notwendigen übermäßigen Mengen an Schmierfett zu gewährleisten. Diese Versuche werden ausführlich dargelegt in den US-Patenten 5,263,856 von Huehn et al., 3,174,812 von Widmer, 3,704,924 von Lowry, 3,275,390 von Franks, 5,066,035 von Athans et al., 3,924,909 von Kent et al., 4,121,853 von McKay, 4,457,531 von Hunger, 4,169,912 von St. Louis, 4,752,081 von Reeners et al. und 4,805,926 von Mamery. Viele davon würden eine vollständige Neukonstruktion der Kupplung notwendig machen. Andere haben Befestigungsvorrichtungen, die sich unerwünschterweise bis oberhalb des Schmiermaterials erstrecken. Bei manchen ist die Schmierschicht praktisch dauernd an der Kupplung angebracht, so dass der Austausch eines verschlissenen Teils sehr schwierig und teuer ist. Konstruktionen wie in Patent 3,174,812 erfordern besondere Hohlräume in der Sattelkupplung und bieten nur eine kleine Lagerfläche, die als unzureichend angesehen wird. Als Konsequenz dieser und ähnlicher Mängel, weisen die in Verwendung befindlichen Sattelkupplungen im Grunde immer noch die bekannte schmierfettbeschichtete Metallplatte auf.
  • US-Patent 5,165,714 diskutiert eine Zugkupplung mit einer Lagerplattenschmierfütterung und einer Kupplungslagerplatte, die eine einfache Verschleißfütterung aufnimmt. Die Verschleißfütterung wird mit einer Senkschraube an der Lagerplatte befestigt.
  • Gemäß der Erfindung wird eine Sattelkupplung bereitgestellt, wie im unabhängigen Anspruch 1 beschrieben,. Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen dargestellt.
  • In einer Ausführungsform stellt die Erfindung eine Sattelkupplung bereit, mit besonders angeordneten, zueinander passend ausgebildeten Schmierpolstern, die auf der Kupplungsplatte angebracht sind und im wesentlichen die gesamte Lagerfläche bedecken, die dennoch so angeordnet sind, dass jedes Polster sich zu einem Grad unabhängig bewegen kann, der eine lokale "Ruckgleit"-Bewegung zwischen dem Schmierpolster und der darüberliegenden Zuglagerplatte ermöglicht. Schmierpolymerschichtsegmente, die austauschbare Segmentpolster bilden, sind mit ähnlich ausgeformten Segmentstahlverstärkungsplatten verbunden. Gewindebolzen sind mit den Verstärkungsplatten verschweißt, erstrecken sich nur von ihrem Boden aus, die Bolzen erstrecken sich nach unten durch Öffnungen in der Kupplungsplatte zur Sicherung an der Kupplungsplatte durch Muttern. Die zueinander passend ausgebildeten Segmentpolster sind in Gruppen zu drei oder sechs, mit seitlichen Polstern in spiegelbildlicher Anordnung zueinander und einem gemeinsamen, überlappenden, vorderen Polster oder einem Paar spiegelbildlicher vorderer Polster, wobei letztere einen Schaftbereich haben, der sich zwischen die seitlichen Polster erstreckt, und die einen vorderen Querbereich haben, der die seitlichen Polster überlappt.
  • Gemäß dieser Ausführungsform der Erfindung ist die einander angepasste Gruppe von Einzelpolstern in einem umlaufenden aufrechten Rand gehalten und ragen darüber hinaus. Jedes Polster kann eine Torsionslast auf das benachbarte Polster und dann auf den umlaufenden Rand übertragen, zur gemeinsamen gegenseitigen Stützung, wobei eine unabhängige Oberfläche-auf-Oberfläche-Bewegung zwischen jedem Polsters und der Anhängerlagerplatte möglich ist. Im Fall einer Kipplast stellt der umlaufende Rand eine Stützstruktur zur Stützung der Punktlast und signifikante Beschädigung der Schmierpolsterelemente verhindernd dar.
  • Im Ergebnis ist die obere Oberfläche der neuen Konstruktion frei von hervorstehenden Befestigungselementen, die Schmutzansammlung, Korrosion, Minderung der Polsterfestigkeit und Reduzierung des maximal nutzbaren Lageroberflächenbereichs verursachen könnten.
  • Die Polster können einzeln entfernt und ersetzt werden. Zudem ist nur ein Minimum an Gußformen zur Formung der Polymerpolsterelemente erforderlich.
  • Nachfolgend werden exemplarisch und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsformen der Erfindung beschrieben, wobei
  • Fig. 1 eine Aufsicht auf eine Kupplung gemäß der Erfindung mit einer Anordnung von drei Polster zeigt;
  • Fig. 2 eine Aufsicht auf die Kupplung aus Fig. 1 vor Anbringen der Schmierpolsteranordnung zeigt;
  • Fig. 3 eine Seitenansicht der Konstruktion aus Fig. 2 zeigt;
  • Fig. 4 einen vergrößerten Querschnittsteilaufriss der Kupplung aus Fig. 2 und Fig. 3 zeigt;
  • Fig. 5 einen vergrößerten Querschnittsteilaufriss ähnlich wie Fig. 4 zeigt, aber mit darauf angebrachter Schmierpolsteranordnung;
  • Fig. 6 eine Aufsicht auf eine der seitlichen Stahlunterplatten mit den Stellen für die angeschweißten Befestigungsbolzen zeigt;
  • Fig. 7 eine Setenkantenansicht der Konstruktion aus Fig. 6 zeigt;
  • Fig. 8 eine Aufsicht auf die vordere Stahlunterplatte der vorderen Polsteranordnung mit den Stellen für die angeschweißten Befestigungsbolzen zeigt,;
  • Fig. 9 eine Seitenansicht der Unterplatte aus Fig. 8 zeigt; und
  • Fig. 10 eine Aufsicht auf die Sattelkupplung der Fig. 1 zeigt, aber unter Verwendung einer Anordnung mit sechs Polstern statt der mit drei Polstern.
  • Die Sattelkupplung (10), die in Fig. 1 bis 9 dargestellt ist, weist eine Sattelkupplungsplatte (12) auf mit einem gegabelten hinteren Bereich, der seitlich beabstandete Abschrägungen (14) beidseitig einer Aufnahme (16) für einen Zugsattelzapfen und eines Maules (18) bildet. In der dargestellten Sattelkupplung sind ein Paar Klauen, wie die in US-Patent 4,428,595, in bekannter Weise auf Drehbolzen (20) angebracht, um darauf zu drehen und einen herkömmlichen herabhängenden Zugsattelzapfen (nicht dargestellt) eines Anhängers in Maul (18) festzuhalten, bis dieser absichtlich gelöst wird. Diese Kupplung hat einen umlaufenden aufrechten Rand (12'), der um beide Seiten und um das vordere Ende der Kupplung verläuft, und so eine Vertiefung (12") oben in der Kupplungsplatte bildet (Fig. 4). Ein unterer Verstärkungsquerbalken (20a) ragt in konventioneller Weise durch die Aufnahme (16) unter das Niveau des eintretenden Zugsattelzapfens heraus. Die gegenüberliegenden Seiten der Platte (12) sind auf Lagerzapfen (22) in herkömmlicher Weise angebracht, so dass sie sich vorwärts und rückwärts auf einer Querdrehachse drehen. Die Kupplungsplatte (12) weist auf der gesamten Fläche eine Anordnung aus Öffnungen (24) auf (Fig. 2), die sich durch die Dicke der Platte erstrecken.
  • In Fig. 1 sind speziell angeordnete, zueinander passend ausgebildete und zusammenwirkende Schmierpolsterunteranordnungen gezeigt, die auf die Kupplungsplatte (12) zu montieren sind, wobei ein Paar (30) davon auf gegenüberliegenden lateralen Seiten der Aufnahme und des Mauls der Platte angeordnet ist, und das dritte (32) davon eine vordere, im wesentlichen T-förmige Unteranordnung von Schmierpolstern ist. Die beiden Polster (30) stehen im wesentlichen in spiegelbildlicher Beziehung zueinander und haben die gleiche bogenförmige, krummlinige Konfiguration, deren Bögen um Aufnahme- und Maulbereich herumgehen und radial zum äußeren Ende der Vertiefung (12") verlaufen, d. h. heraus zum Rand (12'). Die T-förmige Polsterunteranordnung (32) weist seitliche Teile auf, welche die Polsterunteranordnungen (30) überlappen und das Querglied des T bilden, und einen zweiten Teil, der sich nach hinten zwischen die beiden erstreckt und das lange Teil des T bildet, in einer im wesentlichen T-förmigen Anordnung.
  • Die Vertiefung, und auch die drei Polsterunteranordnungen bedecken im wesentlichen die gesamte Sattelkupplungsplatte:
  • Jede der dargestellten (Fig. 5) Polsterunteranordnungen (30) weist eine Stahlunterplatte (40) mit einer oberen und unteren Oberfläche auf. Mit der oberen Oberfläche der Stahlplatte (40) ist die Schmierauflage (42) verbunden, deren untere Oberfläche unterhalb des Niveaus des umlaufenden Randes (12') ist. Die Stahlplatte (40) besteht vorzugsweise aus Walzblech mit einer Dicke von ungefähr 0,762 mm bis 3,18 mm (0,030 bis 0,125 inch). Mehrere Gewindebolzen (44) sind mit ihren oberen Enden an die untere Oberfläche der Platte (40) geschweißt. Diese Bolzen sind lichtbogengeschweißt in einer Anordnung auf den einzelnen Polstern positioniert, die zu Teilbereichen einer Gesamtanordnung von Öffnungen (24) -in Platte (12) korrespondiert, um den Bolzen zu erlauben, nach unten durch die Kupplungsplatte zu verlaufen zur Sicherung durch eine Unterlegscheibe (46) und eine Mutter (48) auf jedem Bolzen.
  • Die Schmierauflage (42) ist ausreichend dick, um über den umlaufenden Rand (12') herauszuragen, d. h. ihre obere Lageroberfläche befindet sich über dem Rand. Ihre obere Oberfläche ist undurchbrochen. Die Aufläge kann aus einem beliebigen der verschiedenen Schmierwerkstoffe bestehen, die typischerweise ein Polymermaterial enthalten oder daraus bestehen, bevorzugt mit Glasfasern verstärktes Nylon oder Polytetrafluoroethylen eingebettet in einer Sintermatrix. Die Schmierauflage kann auf die Unterplatte aufgeformt sein und in situ verbunden werden, oder als vorgefertigte Auflage aufgebracht und mit der Unterlage z. B. mit einem Klebstoff verbunden werden. Die Schmierauflagen erfordern nur zwei Gußformkonfigurationen zur Herstellung, da die Auflagen für die seitlichen Polster (30) nur jeweils zueinander invertierte Formen sind.
  • In Bezug auf Fig. 6 zeigt die dort dargestellte Bolzenanordnung entweder die Unterseite der linken Unterplatte, oder die bei Betrachtung der Oberseite der rechten Unterplatte mit gestrichelter Linie darzustellenden Positionen der Bolzenanordnung. Fig. 8. stellt die Bolzenanordnung bei Sicht von der Unterseite der Unterplatte dar, oder die bei Betrachtung der Oberseite der Unterplatte mit gestrichelter Linie darzustellenden Positionen.
  • In Fig. 10. ist eine alternative Ausführungsform dargestellt, die sechs Polsterunteranordnungen statt wie in den oben beschriebenen Ausführungen drei verwendet. In dieser Konstruktion ist die Kupplungsplatte (12) die gleiche wie die oben bei der Ausführung in Fig. 1 beschriebene. Die Polster sind in der gleichen Gesamtanordnung angeordnet wie oben gezeigt und beschrieben, die Bolzenanordnung ist vorzugsweise vergleichbar und die Öffnungsanordnung in der Kupplungsplatte (12) ist die gleiche wie in der ersten Ausführungsform. Hier gibt es aber anstelle der einzelnen Polsterunteranordnungen (30 und 32) drei Paare von spiegelbildlichen Doppelpolstern (130a und 130b, 131a, 131b, sowie 132a und 132b). Wiederum sind nur zwei Grundgußformen für alle einzelnen Schmierauflagen erforderlich, da die Konfiguration der Polster 130a und 131b gleich ist, nur um 180º in der gleichen Ebene gedreht, und 130a und 130b sind ebenso wie 131a und 131b Spiegelbilder voneinander, d. h. invertiert, wie auch die Polster 132a und 132b Spiegelbilder voneinander sind, d. h. invertiert.
  • Daher müssen nur zwei Gußformen zur Herstellung der Polster verwendet werden, eine für 130a, 130b, 131ä und 131b und die zweite für 132a und 132b. Es ist denkbar, die beiden vorderen Polster 132a und 132b durch das eine vordere Polster 32 der ersten Ausführungsform zu ersetzen.
  • Bei Verwendung einer der Ausführungsformen ist die Montage der zueinander passend ausgebildeten Polsterunteranordnungen einfach, nämlich das Positionieren der beiden Auflagepolster mit den Bolzen, die sich nach unten durch die Öffnungen erstrecken, und das Befestigen der Muttern in Position zum Halten der Polster auf der Kupplungsplatte. Austausch der Polster, sei es einzeln oder zusammen, ist ebenfalls, einfach zu bewerkstelligen, indem man die Muttern (48) von den. Bolzen (44) entfernt, die verschlissenen Polsterunteranordnungen von der Kupplungsplatte abhebt und sie durch neue ersetzt.
  • Die passende Ausbildung der Polster zueinander und mit dem umlaufenden Rand ermöglicht es den Polstern und dem Rand gemeinsam und im Zusammenwirken den überschüssigen Scherlasten und/oder Torsionslasten stanzuhalten, zugleich ist jedes Polster in der Lage unabhängig zu wirken in Oberfläche-auf-Oberfläche- Beziehung mit der aufliegenden Anhängerlagerplatte bis zu einem bestimmten Grad, was lokalisierte "Ruck-Gleit"-Bewegungscharakteristik des Reibungskontaktes zwischen dem Polymer der Polsteroberfläche und dem Metall der aufliegenden Anhängerlagerplatte ermöglicht.

Claims (3)

  1. Sattelkupplung (10) mit einer Sattelkupplungsplatte (12), die einen gegabelten hinteren Bereich aufweist, der eine Aufnahme (16) für einen Zugsattelzapfen, Maul (18) und Raste bildet, und die eine obere Oberfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schmierpolster (30, 32) auf der oberen Oberfläche der Sattelkupplungsplatte angeordnet sind, die eine Lagerfläche auf der Sattelkupplungsplatte bilden, wobei jedes Polster eine Unterlageplatte (40) mit einer unteren Oberfläche auf der Sattelkupplungsplatte und einer oberen Oberfläche und eine Schmierauflage (42) aufweist, die mit der oberen Oberfläche der Unterlageplatte verbunden ist, wobei die Schmierauflagen der Polster die Lagerfläche bilden; und daß mehrere die Unterlageplatte und die Sattelkupplungsplatte verbindende Befestigungselemente (46, 48) angeordnet sind, die als Gewindebolzen mit an der unteren Oberfläche der Unterlageplatte verschweißten oberen Enden ausgebildet sind.
  2. 2. Sattelkupplung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmierauflage (42) der Polster unperforiert ist.
  3. 3. Sattelkupplung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlageplatte (40) aus Stahl besteht; wobei die Sattelkupplungsplatte (12) eine, Anordnung von mehreren durch sie hindurchgehender, vertikaler, die Befestigungselemente aufnehmender Öffnungen aufweist; wobei die oberen Enden der Bolzen (44) sich nach unten von der unteren Oberfläche der stählernen Unterlage erstrecken, korrespondierend zu der Anordnung der Öffnungen in der Sattelkupplungsplatte angeordnet sind und untere, sich durch die Öffnungen abwärts erstreckende Enden aufweisen; und wobei mehrere Befestigungselemente (46, 48) an den unteren Enden der Bolzen für die Befestigung der Polster an der Sattelkupplungsplatte vorgesehen sind; wobei die Befestigungselemente Gewindemuttern (48) sind.
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