DE69533596T2 - Reibungsdrehmomentvorrichtung mit automatischer Nachstellvorrichtung - Google Patents

Reibungsdrehmomentvorrichtung mit automatischer Nachstellvorrichtung Download PDF

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Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Diese Erfindung betrifft ganz allgemein eine reibschlüssige Drehmomentübertragungseinrichtung und insbesondere eine reibschlüssige Drehmomentübertragungseinrichtung, die sich automatisch nachjustiert, um einen an einer Reibfläche der Vorrichtung aufgetretenen Verschleiß zu kompensieren.
  • HINTERGRUND ZU DER ERFINDUNG
  • Eine Reibungskupplung oder Reibungsbremse enthält ein Eingriffselement mit einer Reibfläche, die sich über die Lebensdauer der Vorrichtung hinweg abnützt. Für ein dauerhaftes ordnungsgemäßes Funktionieren der reibschlüssigen Drehmomentübertragungseinrichtung ist ein Justieren oder ein Nachjustieren der relativen Position der Eingriffselemente erforderlich, um einen an der Reibfläche aufgetretenen Verschleiß zu kompensieren.
  • Bei einer Reibungskupplung wird insbesondere ein Drehmoment von einem Antriebsglied auf ein angetriebenes Glied übertragen, wobei jedes der Elemente um eine Achse rotiert. Das angetriebene Glied ist zwischen dem Antriebsglied und einer Druckplatte angeordnet. Im normalen Betrieb wirkt eine Ausrückvorrichtung mit der Druckplatte zusammen, um die Druckplatte auf Wunsch axial gegen das angetriebene Glied zu bewegen, um die Kupplung in den Eingriff zu bringen bzw. aus dem Eingriff zu nehmen. In dem Maße, wie Verschleiß auf einer Reibfläche des angetriebenen Glieds auftritt, muss die Druckplatte um ein zusätzliches axiales Inkrement bewegt werden, um das angetriebene Glied mit dem Antriebsglied in Eingriff zu bringen. Daher ist es erforderlich, die relative Stellung der Druckplatte hinsichtlich dieses Inkrements eines zusätzlich zurückzulegenden Weges intern auszugleichen.
  • Bei den meisten Schwerlastreibungskupplungen wird die Nachjustierung eines Ausrücklagers und einer Federanordnung manuell durchgeführt, um den Verschleiß der Reibfläche des angetriebenen Glieds zu kompensieren. Eine manuelle Nachjustierung erfordert allerdings eine ständige Überwachung, um eine eventuell notwendige Anpassung zu erfassen, sowie Einsatz von Arbeit für die Durchführung dieser Anpassung. Falls die Anpassung nicht rechtzeitig erfolgt, kommt es zu einem Nachlassen der Reibsclusses der Kupplung.
  • Aus dem Stand der Technik ist auch eine Kupplung bekannt, die mit einer automatischen Einstellvorrichtung ausgestattet ist. Zwar sind eine Reihe derartiger Vorrichtungen in der Lage den Verschleiß zu kompensieren, jedoch sind für die Erzielung des gewünschten Ergebnisses typischerweise zahlreiche Teile erforderlich. Darüber hinaus sind die funktionalen Teile häufig außerhalb der Kupplungsglocke angeordnet, wodurch die Teile der Gefahr einer Beschädigung ausgesetzt sind und die Wahrscheinlichkeit eines Versagens erhöht wird. Schwerwiegender noch ist, dass herkömmliche automatische Einstellvorrichtungen häufig den Verschleiß der Reibfläche nicht vollkommen oder nicht rechtzeitig kompensieren. Dies liegt zum Teil an einer unvollständigen Anpassung oder daran, dass ein Anpassung zu spät erfolgt, nachdem die Reibfläche bereits verschlissen ist.
  • DE 43 22 506 A1 zeigt eine reibschlüssige Drehmoment übertragungseinrichtung mit einem Schwungrad, das ein Antriebsglied bildet, an dem ein Deckel befestigt ist. In dem Raum zwischen dem Gehäuse und dem Schwungrad ist eine Druckplatte angeordnet, wobei die Druckplatte drehfest mit dem Gehäuse verbunden ist. Eine axial sich erstreckende angetriebene Welle trägt eine Kupplungsscheibe, die ein angetriebenes Glied und zwei Reibflächen bildet. Eine Membranfeder spannt die Druckplatte gegen das Schwungrad vor, um die Kupplungsscheibe reibschlüssig an das Schwungrad und das Gehäuse zu kuppeln.
  • Eine Ausrückanordnung ist vorgesehen, um die Reibungskupplung auszurücken, wobei die Ausrückanordnung um die angetriebene Welle herum angeordnet ist.
  • In dem Raum zwischen der Druckplatte und der Membranfeder ist eine Einstellvorrichtung funktionsmäßig angeordnet, die zwei kreisförmige Ringe aufweist, die relativ zueinander zueinander rotieren können. Beide Ringe sind mit kreisbogenförmigen Rampen ausgestattet, die sich in axialer Richtung erstrecken. Einer der Ringe weist einen sich radial erstreckenden Flansch auf, der mit einer Kopfschraube zusammenwirkt, die in eine Buchse eingeführt ist, die in einer entsprechenden Öffnung der Druckplatte reibschlüssig befestigt ist. Die Buchse und die Kopfschrauben wirken zusammen als Sensoren für den Verschleiß der Kupplung sowie als Abstandslemente, um einen Raum zwischen der Druckplatte und dem äußersten Ring des Einstellmittels zu definieren.
  • Es ist daher eine Aufgabe dieser Erfindung eine reibschlüssige Drehmomentübertragungseinrichtung mit einer automatischen Einstellvorrichtung zu schaffen, die einen einfachen Aufbau mit einer minimalen Anzahl von miteinander verbundenen Teilen aufweist, wobei die Teile innerhalb eines Gehäuses oder eines Deckels der Vorrichtung angeordnet sind. Ferner ist es eine Aufgabe der Erfindung eine automatische Einstellvorrichtung zu schaffen, die geeignet ist, die reibschlüssige Drehmomentübertragungseinrichtung unmittelbar und effizient während des normalen Betriebes nachzujustieren.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Eine reibschlüssige Drehmomentübertragungseinrichtung enthält eine Einstellvorrichtung, die dazu dient, die relative Stellung eines Ausrücklagers und einer Federanordnung in Abhängigkeit des Verschleißes einer Reibfläche eines angetriebenen Glieds anzupassen. Die reibschlüssige Drehmomentübertragungseinrichtung überträgt ein Drehmoment von einem Antriebsglied auf das angetriebene Glied, das an eine axial sich erstreckende angetriebene Welle angekuppelt ist. An dem Antriebsglied ist ein Deckel drehfest angebracht. Die Druckplatte und das angetriebene Glied sind zwischen dem Antriebsglied und dem Deckel eingefügt. Um den Umfang der angetriebenen Welle herum ist eine Ausrückvorrichtung angeordnet.
  • Die Einstellvorrichtung enthält einen ersten ringförmigen Nockenring und einen zweiten ringförmigen Nockenring, der neben dem ersten ringförmigen Nockenring angeordnet ist. Einander gegenüberliegende axiale Stirnseiten der Nockenringe weisen sich entsprechende ringförmige, als Nocken wirkende Rampenflächen auf. Die Nockenringe sind gegeneinander drehbar, um eine axiale Verschiebung der Nockenringe hervorzurufen. Bei jedem vollkommenen Ausrücken der Kupp lung erfolgt automatisch eine Nachjustierung der Kupplung. Die Nachjustierung ist direkt proportional zu dem aufgrund des Verschleißes der Reibflächen angewachsenen Weg der Druckplatte und wird durch einen Zapfen oder eine Zapfenanordnung ausgelöst, die mit der Druckplatte zusammenwirkt. Der inkrementell zunehmende Verschleiß der Reibflächen des angetriebenen Glieds wird unmittelbar in einen Spalt zwischen den ringförmigen Nockenringen umgesetzt. Die Nockenringe kämmen gegeneinander, um diesen Spalt zu verstellen, wenn die Kupplung vollkommen ausgerückt ist.
  • Die Einstellvorrichtung ist an dem Deckel angebracht. Ein sich radial erstreckender Hebel ist zwischen der Ausrückvorrichtung und der Einstellvorrichtung angeordnet, in der der Hebel um ein axiales Ende der Einstellvorrichtung drehgelenkig gelagert ist. Der Hebel wirkt mit dem axialen Ende der Einstellvorrichtung und der Ausrückvorrichtung zusammen, um die Druckplatte zu bewegen und dadurch die Reibungsvorrichtung in Eingriff zu bringen und aus den Eingriff zu nehmen. Vor dem Verschleiß der Reibfläche befindet sich das axiale Ende der Einstellvorrichtung bezüglich des Deckels in einer ersten Stellung. Der Hebel übt eine Zugkraft auf das axiale Ende der Einstellvorrichtung aus, um das axiale Ende der Einstellvorrichtung nach einem Auftreten von Verschleiß an der Reibfläche bezüglich des Deckels in eine zweite Stellung zu bewegen. Zu dieser Bewegung kommt es, wenn die Kupplung vollkommen ausgerückt wird, Das erste Ausführungsbeispiel weist zur Befestigung der Druckplatte an dem Deckel eine Zapfenanordnung auf, die es der Druckplatte erlaubt, sich bezüglich des Deckels innerhalb eines beschränkten Bereichs in axialer Richtung ungehindert zu bewegen. Die Zapfenanordnung ist mittels Presspassung an dem Deckel befestigt, und zwar in der Art, dass eine die Presspassung übersteigende Kraft in der Lage ist, die Zapfenanordnung bezüglich des Deckels zu bewegen. Um eine Vorspannkraft auf die Einstellvorrichtung auszuüben, ist die Druckplatte ferner mittels eines ersten Satzes von Bügeln an dem Deckel befestigt und ein zweiter Satz von Bügeln dient der Befestigung der Einstellvorrichtung an der Druckplatte. Die Bügel erlauben eine geringe axiale Bewegung der Elemente, auf denen die Bügel angebracht sind, verhindern jedoch eine relative Drehbewegung der Elemente. Die Bügel dienen ferner dazu, den Hebel gegen die Druckplatte vorzuspannen.
  • Diese und sonstige Merkmale der vorliegenden Erfindung werden nach dem Lesen der nachfolgenden Beschreibung und anhand der Zeichnungen verständlich, die im folgenden kurz beschrieben sind.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 zeigt eine die Einbauumgebung einbeziehende Ansicht einer sich automatisch nachstellenden Kupplung, die in einem Schwerlastfahrzeug montiert ist.
  • 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der sich automatisch nachstellenden Kupplung.
  • 3 zeigt eine Schnittansicht der sich automatisch nachstellenden Kupplung.
  • 4 zeigt eine perspektivische Explosionszeichnung einer Einstellvorrichtung innerhalb der Kupplung.
  • 5 zeigt eine fragmentarische ebene Ansicht der Einstellvorrichtung.
  • 6 zeigt eine fragmentarische perspektivische Ansicht der sich automatisch nachstellenden Kupplung.
  • 7 zeigt einen Ausschnitt einer radialen Schnittansicht der sich automatisch nachstellenden Kupplung, die eine Zapfenverbindungsanordnung aufweist.
  • 8 stellt in einer vergrößerten Teilansicht, im Schnitt, einen Abschnitt der sich automatisch nachstellenden Kupplung dar.
  • 9A zeigt im Ausschnitt eine radiale Schnittansicht der Kupplung in einer Einrückstellung.
  • 9B zeigt im Ausschnitt eine radiale Schnittansicht der Kupplung in einer mittleren Ausrückstellung vor der Nachjustierung.
  • 9C zeigt im Ausschnitt eine radiale Schnittansicht der Kupplung in einer vollkommen ausgerückten Stellung nach der Nachjustierung.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
  • In 1 ist eine Reibschlüssige Drehmomentübertragungseinrichtung in Form einer Schwerlastkupplung 20 dar gestellt, die wahlweise ein Drehmoment von einem Motorschwungrad 22 auf eine angetriebene Welle 24 eines Fahrzeuggetriebes 26 überträgt. Das Schwungrad 22 ist das Antriebsglied, das ein wahlweise an das Getriebe zu übertragendes Drehmoment zur Verfügung stellt. Eine standardmäßige Kupplungsausrückvorrichtung 28 dient dazu, um ein Ausrücken der Kupplung von dem Schwungrad 22 zu ermöglichen. Eine diesbezügliche Bewegung der Ausrückvorrichtung 28 wird durch Treten eines Kupplungspedals 30 in einer Fahrzeugkabine erreicht. Das Kupplungspedal 30 steht mechanisch mit der Ausrückvorrichtung 28 in Verbindung. Bei einem Durchtreten des Pedals 30 wird die Kupplung 20 vollkommen ausgerückt, indem die Ausrückvorrichtung 28 in eine äußerste rechte Stellung bewegt wird.
  • In 2 und 3 ist das mit einem Deckel 32 drehfest gekuppelte Schwungrad 22 dargestellt. Der Deckel 32 nimmt gegenüber dem Schwungrad 22 eine feste Stellung ein und weist eine sich radial erstreckende Wand 33 auf, die von dem Schwungrad 22 in festem Abstand entfernt ist. Eine Druckplatte 34 und ein angetriebenes Glied 36 sind zwischen dem Schwungrad 22 und dem Deckel 32 drehbar um eine Antriebsachse A-A eingebettet. Das angetriebene Glied 36 ist drehfest an der axial sich erstreckenden angetriebenen Welle 24 befestigt. Wie für den Fachmann ersichtlich, lässt sich die Druckplatte 34 wahlweise nach links bewegen, um die Druckplatte 34, das angetriebene Glied 36 und das Schwungrad 22 reibschlüssig miteinander in Eingriff zu bringen, um eine Übertragung eines Drehmoments von dem Schwungrad 22 auf die angetriebene Welle 24 zu ermöglichen. Das angetriebene Glied 36 weist auf jeder seiner axialen Seiten einen Reibbelag 38 auf. In 2 ist die relative Dicke des Reibbelags 38 vergrößert dargestellt, um die Wir kung des im Laufe der Lebensdauer der Kupplung 20 an einer Reibfläche 40 des Reibbelags 38 auftretenden Verschleißes hervorzuheben:
  • Aufgrund des Verschleißes der Reibfläche 40 ist es erforderlich, das angetriebene Glied 36 um eine zusätzliche axiale Entfernung nach links zu bewegen, um einen Eingriff mit dem Schwungrad 22 zu erreichen. Bei Betätigung der Kupplung, und zwar dann, wenn diese vollkommen ausgerückt wird, wird die Kupplung durch eine Einstellvorrichtung 42 automatisch nachgestellt, um diesen Verschleiß auszugleichen.
  • Die Einstellvorrichtung 42 ist ringförmig gestaltet und enthält einen Einstellring 44, einen starr an dem Einstellring 44 befestigten linken Nockenring 46 und einen neben dem linken Nockenring angeordneten rechten Nockenring 48. Der Einstellring 44, der linke Nockenring 46 und der rechte Nockenring 48 umgeben die Achse A-A. Die Einstellvorrichtung 42 ist drehfest mit dem Deckel 32 befestigt, lässt sich jedoch axial innerhalb eines beschränkten Bereichs bewegen. Wie im folgenden erläutert, ist der rechte Nockenring 48 in Bezug auf den Einstellring 44, den linken Nockenring 46 und den Deckel 32 im Sinne einer begrenzten Drehbewegung gelagert.
  • Die Ausrückvorrichtung 28 enthält eine um den Umfang der angetriebenen Welle 24 herum angeordnete Muffe 50. Die Muffe 50 trägt eine an einem Ende der Muffe befestigte Zuganordnung 52. An dem entgegengesetzten Ende der Muffe 50 ist ein den Umfang der Muffe 50 umgebender Haltering 54 befestigt. Wie in 3 gezeigt, berührt die Ausrückvorrichtung 28 nach einer Bewegung in eine äußerste rechte Stellung ein Getriebegehäuse 55. Das Getriebegehäuse 55 bildet einen Anschlag für die Ausrückvorrichtung 28 und definiert die vollkommen ausgerückte Stellung der Kupplung 20. Das Getriebegehäuse 55 steht axial in einem festen Abstand gegenüber dem Schwungrad 22 und ermöglicht ein Zurücksetzen der Ausrückvorrichtung 28 in eine Kontrollposition, um eine Anpassung der Kupplung 20 zu ermöglichen. Eine andere Ausführung eines Anschlags könnte aus dem Deckel 32 ragen, um der Ausrückvorrichtung 28 in axialer Richtung eine Kontrollposition für die Bewegung vorzugeben, wobei der Anschlag eine äußerste rechte Stellung für die Ausrückvorrichtung festlegt.
  • Zwischen dem Deckel 32 und dem Haltering 54 sind Schraubenfedern 56 angeordnet, die eine Federanordnung bilden. Wie hinlänglich aus dem Stand der Technik bekannt, drücken die Schraubenfedern 56 den Haltering 54 in die linke, d. h, eingerückte Stellung. Um die Kupplung ein- bzw. auszurücken sind in radialer Richtung zwischen dem Haltering 54 und der Einstellvorrichtung 42 mehrere Hebel 58 eingefügt. Wie deutlicher in 8 zu sehen, wird ein radial weiter innen liegender Abschnitt 60 eines jeden Hebels 58 in einer in dem Haltering 54 ausgebildeten peripheren Nut 62 aufgenommen. Ein radial weiter außen liegender Abschnitt 64 eines jeden Hebels 58 weist eine Öffnung 66 auf, die eine an einer linken Stirnseite des Einstellrings 44 ausgebildete, nach links herausragende Drehgelenkverlängerung 68 aufnimmt.
  • Eine nach links sich erstreckende Auskragung 72 des Hebels 58 befindet sich zwischen dem radial innenliegenden Abschnitt 60 und dem radial weiter außen angeordneten Abschnitt 64 eines jeden Hebels. Die Auskragung 72 steht schwenkbar und unter Vorspannung mit einer auf der rechten Seite der Druckplatte 34 ausgebildeten ringförmigen Schulter 74 in Berührung. Dementsprechend führt eine Bewegung der Halteringanordnung 28 nach links dazu, dass der Hebel 58 eine nach links gerichtete Kraft auf die Druckplatte ausübt, um die Kupplungselemente in Eingriff zu bringen.
  • In 4 und 5 ist eine axiale Stirnseite 75 des linken Nockenrings 46 zu sehen, die mehrere Stifte 76 aufweist, die jeweils in entsprechende, in dem Einstellring 44 ausgebildete Öffnungen 78 ragen, um den linken Nockenring 46 an dem Einstellring starr zu befestigen. Der Einstellring 44 und der linke Nockenring 48 sind drehfest an dem Deckel 32 befestigt, lassen sich jedoch beschränkt in axialer Richtung bewegen. Dem rechten Nockenring 48 ist andererseits eine begrenzte Drehbewegung gegenüber dem Deckel 32 möglich.
  • Eine axiale Stirnseite 79 des gegenüber dem Einstellring 44 angeordneten linken Nockenrings 46 weist mehrere ringförmige Rampen 80 auf. Die Rampen 80 erweitern die Umfangsabmessung des linke Nockenrings 46. Jede der Rampen 80 erstreckt sich von einer ersten axialen Höhe 82 hin zu einer zweiten axialen Höhe 84 und definiert eine axial sich zwischen den Rampen erstreckende Leiste 86.
  • Eine axiale Stirnseite 87 des rechten Nockenrings 48 weist mehrere ringförmige Rampen 88 auf. Die entgegengesetzte axiale Stirnseite 89 des rechten Nockenrings 48 berührt den Deckel 32. Die Rampen 88 des rechten Nockenrings 48 berühren die Rampen 80 des linken Nockenrings 46 und sind geeignet dimensioniert und gestaltet, um mit den Rampen 80 zu kämmen. Ferner weisen die Berührungsflächen der Rampen 80 und 88 Kerbverzahnungen 90 auf. Die Kerbverzahnungen 90 unterstützen ein Verblocken der Berührungsflächen, indem sie den Reibungswiderstand zwischen dem linken Nockenring 46 und dem rechten Nockenring 48 erhöhen. Mit den Kerbverzahnungen ist folglich eine größere Kraft erforderlich, um den rechten Nockenrings 48 gegen den linken Nockenring 46 zu drehen als ohne Kerbverzahnungen. Die Kerbverzahnungen 90 sind nicht unbedingt in jeder Bauart von Kupplungen gewünscht.
  • Der rechte Nockenring 48 ist durch eine Federanordnung 91 vorgespannt, um sich bezüglich des Deckels 32 zu drehen. Die Federanordnung 91 enthält eine Klammer 92 und eine Feder 94. Die Klammer 92 ist mittels Nieten 95 an dem Deckel 32 befestigt. Die Klammer 92 weist an einem in Umfangsrichtung angeordneten Ende einen Federsitz 96 und an dem in Umfangsrichtung angeordneten anderen Ende einen Arm 98 auf. Die Feder 94 wird in radialer Richtung innerhalb des rechten Nockenrings 48 aufgenommen und erstreckt sich zwischen dem Sitz 96 der Klammer 92 und einer in dem rechten Nockenring 48 ausgebildeten Aussparung 100. Die Klammer 92 sichert ein Ende der Feder 94 und trägt dazu bei, dass die Feder 94 eine gekrümmten Lage beibehält, wodurch ein innerer radialer Spielraum geschaffen wird. Durch diese Vorgehensweise lässt sich die Feder 94 ohne eine Beeinträchtigung sonstiger Elemente der Kupplung vorspannen. Vorzugsweise ist die Feder 94 aus einer kontinuierlichen Wicklung hergestellt, bei der die Enden der Feder 94 in der Weise nach Außen gebogen sind, dass sie eine Mitnehmerscheibe an jedem Ende der Feder definieren. Eines der Enden der Feder 94 bildet eine erste Mitnehmerscheibe 102, die in dem Sitz 96 der Klammer 92 aufgenommen wird, und das andere Ende der Feder 94 bildet eine zweite Mitnehmerscheibe 104, die in der Aussparung 100 aufgenommen wird. Eine Anzeigekontaktnase 106 ragt aus dem rechten Nockenring 48 durch einen sich in Umfangsrichtung erstreckenden Schlitz 108 in dem Deckel 32.
  • Die Anzeigekontaktnase 106 lässt erkennen, wie weit sich der rechte Nockenring 48 bezüglich des Deckels 32 gedreht hat, und zeigt damit den Grad einer stattgefundenen Nachjustierung der Kupplung 20 an. Ferner lässt sich die Anzeigekontaktnase 106 dafür einsetzen, um die Einstellvorrichtung 42 nach Austausch der Reibbeläge 38 in den Ausgangszustand zu versetzen.
  • Wie in Phantomdarstellung in 5 gezeigt, übt eine Drehung des rechten Nockenrings 48 gegen den Uhrzeigersinn eine Kraft auf die Feder 94 aus. Gespannt übt die Feder 94 eine Vorspannkraft auf den rechten Nockenring 48 aus, so dass es unter den für eine Nachjustierung erforderlichen Voraussetzungen zu einer Drehung des rechten Nockenrings gegenüber dem linken Nockenring kommt. Während sich der rechte Nockenring 48 im Uhrzeigersinn dreht, kämmen die Rampen 80 und 88 gegeneinander, bewegen den Einstellring 44 aus einer ersten axialen Stellung in eine zweite axiale Stellung, wobei die zweite axiale Stellung in axialer Richtung weiter von der Wand 33 des Deckels 32 beabstandet ist als die erste axiale Stellung. Das Kämmen erhöht dabei eine axiale Verschiebung des linken Nockenrings und des rechten Nockenrings. Die Vorrichtung 42 ist so ausgelegt, das keine Nachjustierung mehr erfolgt, wenn die Kupplung vollkommen abgenutzt ist. Wenn die Reibflächen 40 vollkommen abgenutzt sind, berührt die Nase 106 ein Ende des Schlitzes 108 und verhindert damit eine weitere Drehung des rechten Nockenrings 48.
  • Wie in 3 und 6 zu sehen, ist die Druckplatte 34 mittels eines Bügels 110 und einer Zapfenverbindungsanordnung 112 an dem Deckel 32 befestigt. Obwohl eine Vielzahl von Bügeln 110 und Zapfenverbindungsanordnungen 112 rund um den Deckel 32 beabstandet angeordnet sind, wird im folgenden zur Vereinfachung lediglich ein einzelner Satz erläutert. Jeder der Bügel 110 erstreckt sich bezüglich des Deckels 32 in einer im Wesentlichen entlang dem Umfang verlaufenden Richtung. Das eine Ende 114 des Bügels 110 ist an dem Deckel 32 befestigt, während das andere Ende 116 an einer von dem Ende 114 beabstandeten Stelle an der Druckplatte 34 befestigt ist. Der Bügel 110 ist ausreichend elastisch, um eine Bewegung der Druckplatte bezüglich des Deckels 32 in axialer Richtung zu ermöglichen, ist jedoch im übrigen ausreichend starr, um eine Drehung der Druckplatte bezüglich des Deckels 32 zu verhindern.
  • Wie in 3 und 7 deutlicher zu sehen, enthält die Zapfenverbindungsanordnung 112 einen Zapfen 118 und ein Zapfengehäuse 120. Der Zapfen 118 ist mittels Gewinde in einem radial weiter außen liegenden Abschnitt der Druckplatte 34 befestigt. Ein entgegengesetztes Ende des Zapfens 118 weist einen verbreiterten Kopf 122 auf. Das Zapfengehäuse 120 erstreckt sich um den Umfang des Zapfens 118 herum zwischen der Druckplatte 34 und dem Kopf 122.
  • Zwischen dem Zapfengehäuse 120 und dem Kopf 122 des Zapfens 118 ist ein geringes Spiel 124 vorgesehen, das der Druckplatte 34 eine geringe relative Bewegung erlaubt. Hierdurch lässt sich die Druckplatte 34 über eine durch das Spiel 124 definierte axiale Distanz frei verschieben. Während des normalen Betriebes erlaubt das Spiel 124 eine ausreichende axiale Bewegung der Druckplatte gegenüber dem Deckel 32, um die Kupplung ein- und auszurücken. Das Zapfengehäuse 120 sitzt in einer als Presspassung zwischen der äußeren Abmessung des Zapfengehäuses 120 und der Öffnung 126 ausgelegten Öffnung 126 des Deckels 32. Unter der Voraussetzung, dass die Kraft ausreichend groß ist, um die Presspassung zwischen dem Zapfengehäuse 120 und dem Deckel 32 zu überwinden, lässt sich die Druckplatte 34 um eine durch die axiale Abmessung des Zapfengehäuses 120 definierte, zusätzliche axiale Distanz verschieben.
  • 7 veranschaulicht eine radiale Schnittansicht der Zapfenverbindungsanordnung 120 und des Bügels 110. Die Kupplung 20 ist in der ausgerückten Stellung dargestellt, so dass ein Spiel 124 zwischen dem Kopf 122 des Zapfens 118 und dem Zapfengehäuse 120 besteht.
  • Es wird wiederum auf die 3 und 6 Bezug genommen und angenommen, dass die Einstellvorrichtung 42 in einer in dem Deckel 32 ausgebildeten ringförmigen Ausnehmung 128 gelagert ist und mittels eines Bügels 130 an dem Deckel 32 befestigt ist. Obwohl eine Vielzahl von Bügeln 130 rund um den Deckel 32 beabstandet angeordnet sind, wird zur Vereinfachung nur einer der Bügel beschrieben. Jeder der Bügel 130 erstreckt sich bezüglich des Deckels 32 im Wesentlichen in Umfangsrichtung. Ein Ende 132 des Bügels 130 ist mittels des Zapfens 118 an der Druckplatte 34 befestigt, während das andere Ende 134 an der axialen Stirnseite 136 des Einstellrings 44 an einer von den Ende 132 beabstandeten Stelle befestigt ist. Ferner ist das Ende 134 des Bügels 130 radial weiter innen angeordnet als das Ende 132. Der Bügel 130 ist ausreichend elastisch, um dem Einstellring 44 eine axiale Bewegung bezüglich des Deckels 32 und der Druckplatte 34 zu ermöglichen, ist jedoch ansonsten ausreichend starr, um eine Drehung des Einstellrings 44 bezüglich des Deckels 32 zu verhindern. Der nicht unmittelbar an dem Einstellring 44 oder dem linken Nockenring 46 befestigte rechte Nockenring 48 ist zwischen dem Deckel 32 und dem linken Nockenring 44 eingebettet.
  • Der Bügel 130 dient zusätzlich dazu, den Einstellring 44 gegen den Hebel 58 oder nach links vorzuspannen, wie in 3 gezeigt. Dementsprechend übt die axiale Stirnseite 136 des Einstellrings 44 auf den Hebel 58 eine nach links gerichtete Kraft aus. Diese Kraft sorgt für eine Aufrechterhaltung der Berührung des Hebels 58 mit der Druckplatte 34. Bei einer Bewegung der Ausrückvorrichtung 28 in eine äußerste rechte Stellung gegenüber dem Hebel 58 und der Druckplatte 34, kommt es daher zur Bildung eines Spaltes zwischen dem linken Nockenring 46 und dem rechten Nockenring 48. Die Bedeutung dieser Tatsache wird nach Erläuterung des Zusammenwirkens des Hebels mit dem Ring der Einstellvorrichtung 42 offenkundig.
  • Die Kupplung 20 wird durch eine nach rechts gerichtete Bewegung der Ausrückvorrichtung 28 und insbesondere durch eine nach rechts ausgeführte Bewegung des Halterings 54 ausgerückt. Eine vollkommen ausgerückte Stellung der Kupplung 20 ist als diejenige Stellung definiert, in der die Ausrückvorrichtung 28 einen Anschlag, nämlich das Getriebegehäuse 55, berührt. In einem ursprünglichen Zustand der Kupplung 20, in dem noch kein Verschleiß der Reibfläche 40 des angetriebenen Glieds 36 eingetreten ist, bewegt sich der Haltering 54 um eine konstante Strecke aus der Einrückstellung in die vollkommen ausgerückte Stellung der Kupplung 20. In ähnlicher Weise bewegt sich die Druckplatte 34 um eine konstante Strecke aus einer Einrückstellung in eine ausgerückte Stellung. Vor einem Verschleiß der Reibfläche 40 beträgt. dieser zurückzulegende Weg der Druckplatte ca. 1,02 mm (0,040 Zoll). Aufgrund des Spiels 124 erlaubt die Zapfenanordnung 112 der Druckplatte eine freie Bewegung über diese Distanz.
  • Nach einem an der Reibfläche 40 aufgetretenen Verschleiß ist es erforderlich, die Druckplatte um eine zusätzliche axiale Distanz zu bewegen, um die Kupplung in Eingriff zu bringen. Dieses zusätzliche Weginkrement ist mit "d" bezeichnet und mit dem Bezugszeichen 138 bezeichnet. In diesem Zwischenzustand der Kupplung 20 ist die axiale Bewegung der Druckplatte weiter als das durch die Zapfenanordnung 112 vorgesehene Spiel 124. Um zu erreichen, dass sich die Druckplatte 34 um die zusätzliche Strecke "d" weiter bewegt, wird daher das Zapfengehäuse 120 bezüglich des Deckels um eine axiale Entfernung "d" bewegt. Wie in 3 zu sehen, übt der Kopf 122 des Zapfens 118 eine Kraft auf ein rechtes Ende des Zapfengehäuses 120 aus. Da die Kraft der Schraubenfedern 56 größer ist als die Kraft der Presspassung zwischen dem Zapfengehäuse 120 und dem Deckel 32, wird das Zapfengehäuse 120 anschließend bezüglich des Deckels 32 axial nach links bewegt. Die Kupplung 20 wird in dieser Stellung weiter ihre Funktion erfüllen und unjustiert bleiben bis die Ausrückvorrichtung in eine vollkommen ausgerückte Stellung bewegt wird.
  • Wie in 7 zu sehen, ist die Druckplatte 34 nun von einem Ende des Deckels 32 aufgrund der Zapfenanordnung 112 um eine zusätzliche Entfernung "d" weiter beabstandet. Die zuvor eingestellte Stellung des Deckels 32 bezüglich der Druckplatte 34 ist in Phantomdarstellung gezeigt. Die Kraft der Presspassung zwischen dem Zapfengehäuse 120 und dem Deckel 32 ist ausreichend bemessen, um eine axiale Bewegung des Zapfengehäuses 120 bezüglich des Deckels 32 nach rechts zu verhindern. Dies ist darauf zurückzuführen, dass für die Bewegung der Druckplatte nach rechts eine verhältnismäßig geringe Kraft ausgeübt wird. Demgegenüber ist die durch die Schraubenfedern 56 nach links ausgeübte Kraft erheblich größer.
  • Während der Anpassung berührt die Druckplatte 34 ein linkes Ende 140 des Zapfengehäuses 120, wenn die Ausrückvorrichtung 28 in die vollkommen ausgerückte Stellung bewegt wird. Das Zapfengehäuse 120 verhindert eine weitere Bewegung der Druckplatte nach rechts. Der Bügel 130 übt eine nach links gerichtete Vorspannkraft auf den Einstellring 44 gegen die Druckplatte 34 aus. Diese Vorspannkraft bewegt den Einstellring 44 und den linken Nockenring 46 nach links, wodurch der Spalt "d" entsteht. Der Spalt "d" wird zwischen dem linken Nockenring 46 und dem rechten Nockenring 48 gebildet.
  • Aufgrund des Spaltes "d" dreht sich der rechte Nockenring 48 gegenüber dem linken Nockenring 46 und ruft ein Kämmen zwischen den Rampen 80 und 88 hervor. Dieser Vorgang des Kämmens verriegelt den Einstellring 44 in der durch den Hebel 58 vorgegebenen Stellung. Hierdurch wird ein äußerstes linkes axiales Ende der Einstellvorrichtung aus einer ersten Stellung in eine zweite Stellung bewegt, wobei die zweite Stellung um eine größere axiale Distanz von dem Deckel 32 beabstandet ist als die erste Stellung.
  • In 9A9C ist der Vorgang des Kämmens der Einstellvorrichtung 42 aus einer anderen Querschnittsansicht veranschaulicht. Die radialen Querschnitte zeigen die rela tive Stellung der Kupplungsglieder vor bzw. nach der Anpassung. In 9A ist die Kupplung in einer Einrückstellung gezeigt, nach einem eingetretenen Verschleiß der Reibfläche 40 des angetriebenen Glieds 36. Aufgrund des Verschleißes der Reibfläche 40 hat sich die Druckplatte um eine zusätzliche axiale Distanz bewegt, um das angetriebene Glied 36 mit dem Schwungrad 22 in Eingriff zu bringen.
  • In 9B ist die Kupplung in einer Zwischenstellung des Ausrückens gezeigt. In dieser Zwischenstellung ist die Einstellvorrichtung 42 noch nicht für eine Einstellung der Kupplung 20 in Abhängigkeit des Verschleißes der Reibfläche 40 aktiviert. Der Betrieb der Kupplung erfolgt daher bis zu ihrem vollkommenen Ausrücken unjustiert.
  • In 9C ist die Kupplung 20 in der vollkommen ausgerückten Stellung nach der Anpassung gezeigt. Wenn die Kupplung 20 vollkommen ausgerückt ist, berührt die Zuganordnung 52 der Ausrückvorrichtung 28 das Getriebegehäuse 55, das die äußerste rechte Stellung der Ausrückvorrichtung 28 definiert, wie in 3 gezeigt. Der radial weiter außen liegende Abschnitt 64 des Hebels 58 bewegt den Einstellring mit Hebelkraft weg von dem Deckel 32 und erzeugt einen Spalt zwischen dem linken Nockenring 46 und dem rechten Nockenring 48. Die durch die Feder 94 auf den rechten Nockenring 48 ausgeübte Vorspannkraft erzwingt die Drehung des rechten Nockenrings 48. Diese wiederum hat ein Längskämmen der Rampen 80 und 88 zur Folge, um die axiale Verschiebung der Einstellvorrichtung 42 zu vergrößern und den Spalt zu schließen.
  • Diese Vorgang wiederholt sich nach jedem weiteren Verschleiß der Reibfläche 40, wenn die Kupplung 20 vollkommen ausgerückt wird. Ferner erfolgt dieser Vorgang der Nachjustierung automatisch während der normalen Betätigung der Kupplung.
  • Durch die Verwendung einer mit der beschriebenen erfindungsgemäßen automatischen Einstellvorrichtung ausgestatteten Kupplung werden zahlreiche Vorteile erzielt. Die Nachjustierung der Kupplung erfolgt automatisch jedesmal, wenn die Kupplung vollkommen ausgerückt wird. Die Anpassung erfolgt in unmittelbarer Abhängigkeit einer aufgrund eines Verschleißes der Reibflächen aufgetretenen Erweiterung des Weges der Druckplatte und wird durch einen Zapfen oder eine Zapfenanordnung ausgelöst, die mit der Druckplatte zusammenwirkt. Das Inkrement des Verschleißes der Reibfläche des angetriebenen Glieds wird unmittelbar in einen Spalt zwischen den ringförmigen Nockenringen umgesetzt, die jeweils mit einander berührenden Nockenflächen ausgebildet sind. Die ringförmigen Nockenringe kämmen gegeneinander, wenn die Kupplung vollkommen ausgerückt wird, und verstellen dabei den Spalt. Folglich stellt sich die Kupplung über ihre Lebensdauer hinweg automatisch nach und arbeitet mit größter Effizienz. Die Einstellvorrichtung ist im Innern der Kupplung untergebracht und daher vor externen Umgebungseinflüssen, die zu einer Beschädigung von Komponenten führen könnten, geschützt.
  • Die erfindungsgemäße Kupplung gleicht den Verschleiß des mechanischen Gestänges zwischen dem Kupplungspedal 30 und der Ausrückvorrichtung 28 automatisch aus. Darüber hinaus stellt die Kupplung automatisch eine Kupplungsbremsendruckkraft ein und kompensiert über die Lebensdauer der Kupplung hinweg den Verschleiß der Kupplungsbremse.
  • Das Ausführungsbeispiel nach 19 weist die Kontaktnase für die Anzeige des Verschleißes auf, so dass ein Fahrer den Grad der Nachjustierung feststellen und die verbleibende Lebensdauer der Kupplung abschätzen kann. Diese visuelle Anzeige befindet sich außerhalb der Kupplung und ist ohne Zerlegen der Kupplung zugänglich. Darüber hinaus gleicht die Einstellvorrichtung Herstellertoleranzen der Deckelanordnung aus, indem eine Initialisierung der Kupplung bei einem ersten vollständigen Ausrücken ermöglicht ist.
  • Ferner sorgt der Satz von Bügeln, die die Druckplatte an der Einstellvorrichtung befestigen, außerdem für ein dauerhaftes Anliegen des Hebels an der Druckplatte. Dadurch wird eine Geräuschentwicklung verringert oder eliminiert, zu der es ansonsten aufgrund von zwischen der Druckplatte und dem Hebel auftretenden Schwingungen kommen kann. Außerdem verringert die Dämpfung der Schwingung des Hebels 58 den Verschleiß der Schulter der Druckplatte 74.

Claims (2)

  1. Reibschlüssige Drehmomentübertragungseinrichtung (20) mit einem Antriebsglied (22); mit einem Deckel (32), der mit dem Antriebsglied (22) drehfest gekuppelt ist; mit einer Druckplatte (34), die mit dem Deckel (32) drehfest gekuppelt ist; mit einer axial sich erstreckenden angetriebenen Welle (24); mit einer Andruckfeder (26), die funktionsmäßig zwischen dem Deckel (32) und der Druckplatte (34) angeordnet ist, um die Druckplatte (34) in Richtung auf das Antriebsglied (22) vorzuspannen; mit einem angetriebenen Glied (36), das eine Reibfläche (40) aufweist und mit der angetriebenen Welle (24) drehfest gekuppelt ist, wobei die Reibfläche (40) zwischen dem Antriebsglied (22) und der Druckplatte (34) angeordnet ist und eine axiale Kraft der Druckplatte (34) das angetriebene Glied (36) funktionsmäßig zwischen der Druckplatte (34) und dem Antriebsglied (22) drehfest einklemmt; mit einer Ausrückanordnung (28), die um die angetriebene Welle (24) herum angeordnet ist und mit der Druckfeder (56) zusammenwirkt, wobei eine axiale Bewegung der Ausrückanordnung (28) in eine erste Richtung die axiale Kraft der Druckfeder (56), die gegen die Druckplatte (34) wirkt, aufhebt; mit einem Einstellmechanismus (42), der funktionsmäßig zwischen dem Deckel (32) und der Druckplatte (34) angeordnet ist und den Abstand dazwischen kontrolliert, wobei ein Teil (46) des Einstellmechanismus (42) drehfest mit dem Deckel (32) gekuppelt ist; mit einem axial sich erstreckenden Zapfen (118), der an einer ersten Stirnfläche der Druckplatte (34) befestigt ist und ein zweites Ende mit einem vergrößerten Kopf (122) aufweist, der sich auf jener Seite des Deckels (32) befindet, die der Druckplatte (34) gegenüber liegt; und mit einem Zapfengehäuse (120), das den Zapfen (118) umgebend zwischen der Druckplatte (34) und dem Kopf (122) mit einem Spielraum angeordnet ist, der zwischen dem Zapfengehäuse (120) und der Druckplatte (34) liegt, wenn die Kupplung (20) eingerückt ist, wobei es der Spielraum dem Zapfen (118) ermöglicht, sich in axialer Richtung gegenüber dem Zapfengehäuse (120) zu bewegen, das Zapfengehäuse (120) in einer ersten Öffnung (126) des Deckels (32) enthalten ist und ein Haftsitz zwischen dem Zapfengehäuse (120) und dem Deckel (32) besteht, wobei die Druckplatte (34) aus der eingerückten Stellung in eine ausgerückte Stellung längs einer axialen Strecke frei bewegbar ist, die durch den Spielraum festgelegt ist und die außerdem aus der ausgerückten Stellung in die eingerückte Stellung längs einer Strecke bewegbar ist, wenn das Zapfengehäuse (120) einer Kraft ausgesetzt ist, die durch die Druckfeder (56) ausgeübt wird und die ausreicht, um den Haftsitz zwischen dem Zapfengehäuse (120) und dem Deckel (32) zu überwinden.
  2. Reibschlüssige Drehmomentübertragungseinrichtung (20) nach Anspruch 1, bei der der axial sich erstreckende Zapfen (118) an seinem ersten Ende Gewindegänge trägt, die mit einer Gewindeöffnung in der Druckplatte (34) in Verbindung stehen.
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