DE69601403T2 - Extrudierbarer Silikon-Elastomer mit verbesserter Formtrennung - Google Patents

Extrudierbarer Silikon-Elastomer mit verbesserter Formtrennung

Info

Publication number
DE69601403T2
DE69601403T2 DE69601403T DE69601403T DE69601403T2 DE 69601403 T2 DE69601403 T2 DE 69601403T2 DE 69601403 T DE69601403 T DE 69601403T DE 69601403 T DE69601403 T DE 69601403T DE 69601403 T2 DE69601403 T2 DE 69601403T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
molecular weight
weight
silica
range
present
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69601403T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69601403D1 (de
Inventor
Diane Marie Kosal
Melanie Jayne Van Der Veen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Silicones Corp
Original Assignee
Dow Corning Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dow Corning Corp filed Critical Dow Corning Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE69601403D1 publication Critical patent/DE69601403D1/de
Publication of DE69601403T2 publication Critical patent/DE69601403T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L83/00Compositions of macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon only; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L83/04Polysiloxanes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K9/00Use of pretreated ingredients
    • C08K9/04Ingredients treated with organic substances
    • C08K9/06Ingredients treated with organic substances with silicon-containing compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf eine elastomere Siliconzusammensetzung, die extrudierbar ist, eine verbesserte Lagerbeständigkeit besitzt, zu hoher Festigkeit aushärtet und auf ein Siliconelastomer hoher Härte, das eine verbesserte Pressformtrennung besitzt.
  • Siliconelastomere werden aus vielen verschiedenen Polyorganosiloxanen mit verschiedenen Härtungsmechanismen und Füllstoffen hergestellt. Diese Elastomere wurden aus steifen Gummipolymeren genauso wie aus dünnflüssigen Fluiden hergestellt. Die Härtungsmechanismen reichten von organischen Peroxiden zu Feuchtigkeits empfindlichen Mitteln bis hin zur Bestrahlung. Eine Vielfalt von Füllstoffen wurde ebenfalls verwendet, wie beispielsweise verstärkende Siliciumdioxidfüllstoffe und streckende Füllstoffe. Eine gleichmäßige elastomere Siliconzusammensetzung wird aus Polydiorganosiloxan das Vinyl enthält, einem Organohydrogensilicium- Vernetzungsmittel, einem Platinkatalysator und gegebenenfalls Füllstoffen hergestellt. Diese Zusammensetzungen sind aus vielen Gründen einschließlich Härten ohne austretende Gruppen, Härten entweder bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur, Stabilität bei Lagerung bei Raumtemperatur durch Verwendung eines Platinkatalysatorinhibitors und die Fähigkeit zur Herstellung von Polymeren entweder von hoher Viskosität oder geringer Viskosität fähig, wünschenswert.
  • Die vorliegende Erfindung bietet eine Verfeinerung solcher elastomeren Siliconzusammensetzungen an durch Bereitstellen einer Zusammensetzung, die leicht bei geringem Druck extrudierbar und formbar ist, die in ihrer Lagerbeständigkeit verbessert ist, die zu Elastomeren mit hoher Festigkeit und hoher Härte in relativ kurzen Zeiträumen härtbar ist und die eine verbesserte Pressformtrennung aufweist.
  • Das US Patent 3, 671, 480 beschreibt eine durch Wärme härtbare elastomere Siliconzusammensetzung, die eine Mischung von zwei Polydiorganosiloxanen, jedes davon enthält Vinyl-Ungesättigkeit, einen Siliciumdi oxidfüllstoff, ein Polyorganohydrogensiloxan und eine Platinverbindung enthält. Dennoch sind diese Zusammensetzungen nicht einfach extrudierbar und erfordern vor dem Härten Formpressen unter beträchtlichem Druck.
  • Das US Patent 3,697,473 beschreibt eine Zusammensetzung, die ein Fluid ist und im wesentlichen aus einem Polydiorganosiloxan mit zwei Vinylresten pro Molekül und endständigen Triorganosiloxygruppen, einer Mischung aus Siliconverbindungen, enthaltend an Silicium gebundene Wasserstoffatome, einer Verbindung enthaltend zwei an Silicium gebundene Wasserstoffatome pro Molekül und einer weiteren Verbindung enthaltend drei bis 10 an Silicium gebundene Wasserstoffatome und gegebenenfalls einem verstärkenden Siliciumdioxid besteht und mit einem Platinkatalysator härtet. Die gehärteten Elastomere dieser Zusammensetzung besitzen einen geringen Modul und geringe Härte bei hohen Zugfestigkeiten und Dehnungen. Solche Zusammensetzungen können für einige Anwendungen nützlich sein, sind jedoch in anderen Anwendungen nicht zufriedenstellend.
  • Das US Patent 3,884,866 stellt eine Organopolysiloxanzusammensetzung für das Spritzgußverfahren bei geringem Druck bereit, die hohe Zugfestigkeit, gute Dehnung und hohe Reißfestigkeit besitzt. Diese Zusammensetzungen enthalten 20 bis 90 Teile eines Organopolysiloxans hoher Viskosität, das Vinyl enthält mit einer Viskosität von 5 Pas bis 1.000 Pas, 5 bis 40 Teilen eines Organopolysiloxans geringer Viskosität, das Vinyl enthält mit einer Viskosität von 50 mPas bis 5 Pas, 5 bis 70 Teilen eines Füllstoffes und 0,1 bis 50 Teilen pro eine Million eines Platinkatalysators. Diese Zusammensetzung wird durch Mischen von 100 Teilen davon mit 1 bis 100 Teilen einer Wasserstoffsiliconzusammensetzung gehärtet.
  • Das US Patent 4,162,243 beansprucht eine zu einem Siliconelastomer härtbare Zusammensetzung. Sie wird durch Mischen eines Polydimethylsiloxanfluids mit endständigen Triorganosiloxygruppen, worin das Triorganosiloxy, Dimethylvinylsiloxy oder Methylphenylvinylsiloxy ist, eines verstärkenden Siliciumdioxids mit einer Oberfläche, die mit Organosiloxangruppen, die 0,05 bis 0,32 Gew.-% Vinyl enthalten, behandelt wurde, eines fluiden Organohydrogensiloxans, eines Platinkatalysators und gegebenenfalls eines Platinkatalysatorinhibitors, hergestellt. Das Polydimethylsiloxanfluid besitzt ein Hauptpeak-Molekulargewicht von 68.000 bis 135.000. einen Dispersitätsindex größer als 3,8, wobei Spezies mit dem niedrigsten Molekulargewicht ein Molekulargewicht zwischen 854 und 3146 und Spezies mit dem höchsten Molekulargewicht ein Molekulargewicht zwischen 174.000 und 370.000 aufweisen. Die Zusammensetzungen sind leicht unter geringem Druck extrudierbar und härten zu Elastomeren hoher Festigkeit, mit einer hohen Härte. Dennoch sind die Lagerbeständigkeit und Formtrennungseigenschaften dieser Zusammensetzung nicht so gut wie für bestimmte Anwendungen erwünscht. Wir haben überraschenderweise gefunden, daß durch Hinzufügen bestimmter Polydimethylsiloxane mit endständigen Hydroxygruppen innerhalb eines definierten Konzentrationsbereiches zu den Zusammensetzungen dieses Patentes, die Lagerbeständigkeit der resultierenden Zusammensetzung genauso wie die Formtrennung der gehärteten Zusammensetzung wesentlich verbessert sind.
  • Die elastomeren Siliconzusammensetzungen dieser Erfindung behalten ihre guten Extrudiereigenschaften über eine synergistische Reaktion zwischen einem bestimmten Polydimethylsiloxanfluid mit endständigen Triorganosiloxygruppen (das Vinyl in den Triorganosiloxyeinheiten enthält) und einem bestimmten verstärkenden amorphen Siliciumdioxids mit Vinyl enthaltenden Organosiloxangruppen, die an dessen Oberfläche gebunden sind und nachfolgend zu Elastomeren mit hohen Zugfestigkeiten, hoher Härte und hohen Reißfestigkeiten härten. Die Molekulargewichtsverteilung des Fluids zusammen mit einem bestimmten Siliciumdioxid, das Vinylreste auf seiner Oberfläche enthält, stellt Elastomere hoher Zugfestigkeiten, hoher Reißfestigkeiten und hoher Härte bereit, ohne die Viskosität der Zusammensetzung auf einen Punkt, der sie unpraktisch in der Verwendung in Spritzgußverfahren bei geringem Druck macht, zu erhöhen. Des weiteren enthält die Zusammensetzung dieser Erfindung ein Polydimethylsiloxanfluid geringen Molekulargewichts mit endständigen Hydroxygruppen, das überraschenderweise der Zusammensetzung eine verbesserte Lagerbeständig keit verleiht und die Formtrennbarkeit der gehärteten Zusammensetzung erhöht.
  • Zusammensetzungen dieser Erfindung werden durch einfaches Mischen des Polydimethylsiloxanfluids mit endständigen Triorganosiloxygruppen, des verstärkenden amorphen Siliciumdioxids, des Polydimethylsiloxanfluids geringen Molekulargewichts mit endständigen Hydroxygruppen, des Organohydrogensiloxans, des Platinkatalysators und gegebenenfalls eines Platinkatalysatorinhibitors erhalten.
  • Diese Erfindung führt eine elastomere Siliconzusammensetzung ein, enthaltend ein Produkt erhalten durch Mischen von (A) 100 Gewichtsteilen eines Polydimethylsiloxanfluids mit endständigen Triorganosiloxygruppen, in dem die Triorganosiloxyeinheiten ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Dimethylsiloxy oder Methylphenylvinylsiloxy, wobei das Fluid eine Mischung polymerer Spezies mit unterschiedlichem Molekulargewicht ist, wobei jede Spezies in einer Menge vorhanden ist, die ausreicht, um zusammen eine Molekulargewichtsverteilung bereitzustellen, so daß wenigstens eine polymere Spezies (1) in einer Konzentration vorhanden ist, die größer ist als die Konzentrationen benachbarter polymerer Spezies mit niedrigerem und höherem Molekulargewicht, wobei die polymere Spezies (1) durch ein Peak-Molekulargewicht bestimmt durch Gelpermeationschromatographieanalyse identifiziert wird und ein Peak-Molekulargewicht von polymeren Spezies im Bereich von 68.000 bis 135.000 bei einer Hauptkonzentration auftritt und in diesem Fluid das Molekulargewicht der polymeren Spezies mit dem niedrigsten Molekulargewicht im Bereich von 854 bis 3.146 liegt und das Molekulargewicht der polymeren Spezies mit dem höchsten Molekulargewicht im Bereich von 174.000 bis 370.000 liegt und die Mischung der polymeren Spezies eine solche Molekulargewichtsverteilung aufweist, daß der Dispersitätsindex einen Wert größer 3,8 annimmt, (B) 20 bis 60 Gewichtsteilen eines verstärkenden amorphen Siliciumdioxids mit einer Oberfläche von mehr als 100 m²/g, wobei die Oberfläche des Siliciumdioxids Siliciumatome aufweist, an die Organosiloxangruppen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
  • (a) Me&sub3;SiO-,
  • (b) ViMe&sub2;SiO(Me&sub2;SiO)X-,
  • (c) ViMePhSiO(Me&sub2;SiO)x-, und
  • (d) -O(MeVi)Si-(OSiMe&sub2;)y-O-,
  • gebunden sind, wobei Me Methyl ist, Vi Vinyl ist, Ph Phenyl ist, x eine ganze Zahl von 0 bis 20 ist und y eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist, die Organosiloxygruppen in einer Menge vorhanden sind, so daß 0,05 bis 0,32 Gew.-% Vinyl, bezogen auf das Gewicht des Siliciumdioxids, vorhanden sind und die Organosiloxangruppen in einem Molverhältnis vorhanden sind, so daß 7 bis 50 Mole (a) auf jedes Mol von (b), (c), (d) oder Mischungen davon vorhanden sind,
  • (C) 0,3 bis 1,8 Gew.-% eines Polydimethylsiloxans mit endständigen Hydroxygruppen und einer Viskosität bei 25ºC im Bereich von 20 bis 60 mPas,
  • (D) einer Menge eines fluiden Organohydrogensiloxans, die ausreicht, um 1 bis 3 an Silicium gebundene Wasserstoffatome pro Vinylrest in (A) und (B) zusammen bereitzustellen, wobei das Organohydrogensiloxan im Mittel wenigstens drei an Silicium gebundene Wasserstoffatome pro Molekül aufweist und im wesentlichen aus Einheiten besteht, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Methylhydrogensiloxan, Dimethylsiloxan, Dimethylhydrogensiloxy, Trimethylsiloxy und SiO&sub2;-Einheiten, und
  • (E) einer Menge an Platinkatalysator, die ausreicht, um wenigstens ein Gewichtsteil Platin pro eine Million Gewichtsteile (A) bereitzustellen, wobei dieser Platinkatalysator in (A) löslich ist, die elastomere Siliconzusammensetzung eine Viskosität besitzt, so daß wenigstens 30 g pro Minute der Zusammensetzung durch eine 3,2 mm enge Öffnung unter einem Druck von 620 kPa extrudiert werden kann.
  • Das Polydimethylsiloxanfluid (A) mit endständigen Triorganosiloxygruppen ist ein Typ Polydiorganosiloxan, der der Fachwelt gut bekannt ist. Für den Zweck dieser Erfindung sind die Triorganosiloxyeinheiten, Dimethylvinylsiloxy oder Methylphenylvinylsiloxy. Obwohl das Fluid als Polydimethylsiloxan beschrieben wird, wird angenommen, daß kleine Mengen anderer Diorganosiloxaneinheiten oder Monoorganosiloxaneinheiten ohne im wesentlichen den Charakter des Fluids zu beeinflussen, verwendet werden können. Aus Zweckmäßigkeit wird das Polydimethylsiloxan mit endständigen Triorganosiloxygruppen hier als "Fluid (A)" bezeichnet.
  • Fluid (A) ist eine Mischung polymerer Spezies mit unterschiedlichem Molekulargewicht. Jede polymere Spezies eines bestimmten Molekulargewichts ist in einer bestimmten Konzentration vorhanden und trägt zu dem endgültigen Charakter des Fluids (A) bei. Zusammengefaßt stellt die Gesamtzahl an Spezies eine Molekulargewichtsverteilung bereit, die Fluid (A) ist. Die Verteilung polymerer Spezies ist entsprechend der Konzentration jeder polymeren Spezies eines bestimmten Molekulargewichts. In Fluid (A) ist wenigstens eine polymere Spezies (1) mit einer Konzentration größer der Konzentration von benachbarten polymeren Spezies mit niedrigerem und höherem Molekulargewicht vorhanden. Polymere Spezies (1) können durch ein Peak-Molekulargewicht PM, bestimmt durch Gelpermeationschromatographieanalyse identifiziert werden. Fluid (A) besitzt ein PM bei einer Hauptkonzentration, im Bereich von 68.000 bis 135.000.
  • Jedoch sind nicht alle Polydimethylsiloxane mit endständigen Triorganosiloxygruppen als Fluid (A) dieser Erfindung geeignet. Fluid (A) benötigt ebenfalls einen Dispersitätsindex DI größer als 3,8. Der DI ist ein Indikator bezüglich der Konzentrationen aller Spezies und ist das gewichtsmittlere Molekulargewicht geteilt durch das zahlenmittlere Molekulargewicht. In Fluid (A) liegt das niedrigste Molekulargewicht polymerer Spezies in einem Bereich von 854 bis 3146 und das höchste Molekulargewicht polymerer Spezies in einem Bereich von 174.000 bis 370.000. Fluid (A) kann mehr als ein PM, beispielsweise zwei oder drei besitzen, solange der DI und die anderen Parameter innerhalb der oben definierten Grenzen bleiben.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform ist eine Zusammensetzung, die aus Fluid (A) hergestellt wird, in der zwei PM, ein Haupt-PM in dem Bereich von 68.000 bis 135.000 und ein Neben-PM in dem Bereich von 4.000 bis 24.100 vorhanden sind. Das Haupt-PM bezieht sich auf das PM mit der größten Konzentration und das Neben-PM bezieht sich auf eine geringere Konzentration. Das bevorzugte Fluid (A) ist eins mit einem PM bei einer Hauptkonzentration in dem Bereich von 80.000 bis 120.000 und einem DI in dem Bereich von 6 bis 12. Ein weiteres bevorzugtes Fluid (A) ist eins mit zwei PM, einem Haupt-PM in dem Bereich von 80.000 bis 120.000, einem Neben-PM in dem Bereich von 7.000 bis 15.000 und einem DI in dem Bereich von 6 bis 12.
  • Üblicherweise stellen Polymerisationsverfahren zur Herstellung von Polydimethylsiloxanen nicht automatisch Fluid (A) bereit. Fluid (A) wird durch Mischen verschiedener fluider Polydimethylsiloxane erhalten, um den passenden DI, PM und Molekulargewichtsgrenzen zu erhalten. Zum Beispiel können zwei Fluide mit unterschiedlichem PM, aber jedes mit einem DI von weniger als 3, 8 vermischt werden, um ein PM innerhalb der definierten Grenzen für Fluid (A) und einen DI größer als 3,8 bereitzustellen.
  • Ein weiteres Verfahren zur Herstellung von Fluid (A) wird im U. S. Patent 3,445,426 beschrieben, das ein Verfahren zur Herstellung geeigneter Polydimethylsiloxane zeigt. In Kürze, stellt das Verfahren ein monodisperses Polydimethylsiloxan mit endständigen Hydroxygruppen her, das mit einem Hexaorganodisilazan, Triorganochlorsilan oder Triorgano(N- methylacetamido)silan umgesetzt werden kann. Solche monodispersen Polydimethylsiloxane können vermischt werden, um Fluid (A) herzustellen. In dem oben erwähnten Patent ist ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung eines Fluids mit zwei PM offenbart. In diesem Verfahren wird die Polymerisation gestartet und für eine bestimmte Zeit fortgesetzt, anschließend werden mehr Inhaltsstoffe hinzugefügt und die Polymerisation fortgesetzt, wobei ein Fluid (A) mit einem Haupt-PM und einem Neben-PM hergestellt wird.
  • Das verstärkende amorphe Siliciumdioxid von (B) bezieht sich auf die gut bekannten Siliciumdioxide, die kommerziell erhältlich sind und die eine Oberfläche von wenigstens 100 Quadratmeter pro Gramm (100 m²/g), vorzugsweise 120 bis 600 m²/g besitzen. Die verstärkenden amorphen Sili ciumdioxide besitzen Oberflächen, die Siliciumatome aufweisen an die Organosiloxangruppen gebunden sind. Die an die Siliciumdioxidoberflächen gebundenen Organosiloxangruppen dieser Erfindung werden durch die Formeln
  • (a) Me&sub3;SiO-,
  • (b) ViMe&sub2;SiO(Me&sub2;SiO)x-,
  • (c) ViMePhSiO(Me&sub2;SiO)x-, und
  • (d) -O(MeUi)Si - (OsiMe&sub2;)y-O-,
  • beschrieben, worin Me Methyl ist, Vi Vinyl ist, Ph Phenyl ist, x eine ganze Zahl von 0 bis 20 ist und y eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist. Die Organosiloxygruppen sind auf dem Siliciumdioxid in einer Menge vorhanden, die ausreicht, um 0,05 bis 0,32 Gew.-% Vinylreste, bezogen auf das Gewicht des Siliciumdioxids bereitzustellen und sind in einem Molverhältnis vorhanden, so daß 7 bis 50 Mole Organosiloxangruppe (a) auf jedes Mol Organosiloxangruppe (b), (c), (d) oder Mischungen davon vorhanden sind. Die auf dem Siliciumdioxid vorhandenen Organosiloxangruppen sind vorzugsweise eine Kombination von (a) und (b), worin · 0 bis 5 ist oder eine Zusammenstellung aus (a) und (d). Bevorzugt ist ein Siliciumdioxid mit an die Oberfläche gebundenen Trimethylsiloxygruppen und Dimethylvinylsiloxygruppen in einem Molverhältnis von 20 bzw. 1. Ebenfalls wird ein Siliciumdioxid bevorzugt, das Trimethylsiloxygruppen (a) und (b) in einem Molverhältnis von 10 bzw. 1 an seine Oberfläche gebunden hat. Das verstärkende amorphe Siliciumdioxid mit gebundenen Organosiloxangruppen an seiner Oberfläche ist in einer Menge von 20 bis 60 Gewichtsteile bezogen auf 100 Gewichtsteile Fluid (A), vorzugsweise 35 bis 45 Gewichtsteile auf der selben Basis, vorhanden. Das verstärkende amorphe Siliciumdioxid umfaßt pyrogenes Siliciumdioxid und gefälltes Siliciumdioxid.
  • Die Siliciumdioxide von (B) werden durch Behandlung des Siliciumdioxids mit Organosiloxanverbindungen und anschließendem Mischen des behandelten Siliciumdioxids mit weiteren Inhaltsstoffen hergestellt, oder die Siliciumdioxide von (B) werden in Gegenwart von Fluid (A) in einem in situ-Verfahren hergestellt. Solche Verfahren zur Behandlung von Siliciumdioxid sind der Fachwelt weitreichend bekannt und sind in dieser Erfindung, um die behandelten Siliciumdioxide herzustellen, falls die hier definierten passenden Organosiloxangruppen verwendet werden, anwendbar. Die Behandlungsmittel umfassen Hexamethyldisilazan für (a) Organosiloxangruppen, symmetrisches Tetramethyldivinyldisilazan und (CH&sub2;=CH(CH&sub3;)&sub2;SiO{ (CH&sub3;)&sub2;SiO}&sub3;)&sub2;NH für (b) Organosiloxangruppen, symmetrisches Dimethyldiphenyldivinyldisilazan für (c) Organosiloxangruppen und Polydiorganosiloxan mit endständigen Hydroxylgruppen mit einer Methylvinylsiloxaneinheit und ein bis fünf Dimethylsiloxaneinheiten für (d) Organosiloxangruppen.
  • Weitere Behandlungsmittel und Verfahren zur Behandlung von Siliciumdioxid sind im U. S. Patent 4,173,560 offenbart. Ein weiteres Verfahren zur Behandlung von Siliciumdioxid, das Bis(polyorganosiloxanyl)amine verwendet wird im U. S. Patent 4,152,315 offenbart.
  • Das Polydimethylsiloxanfluid (C) mit endständigen Hydroxygruppen wird durch die Formel HO(Me&sub2;SiO)nH beschrieben, worin Me Methyl ist und n einen Wert besitzt, so daß die Viskosität des Fluids bei 25ºC innerhalb eines Bereiches von 20 bis 60 mPas liegt. Bevorzugt ist eine Viskosität bei 25ºC innerhalb eines Bereiches von 35 bis 45 mPas. 0,3 bis 1,8 Gew.- % Komponente (C) werden der vorliegenden Zusammensetzung, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, hinzugefügt. Größere Mengen an Komponente (C) können hinzugefügt werden, können jedoch die Verschmutzung von Gießformen verursachen. Bevorzugt ist es wenn 0,5 bis 1,5 Gew.- 24 Komponente (C) der vorliegenden Zusammensetzung hinzugefügt werden. Die fluiden Organohydrogensiloxane von (D) sind der Fachwelt gut bekannt und werden zum Beispiel durch die U. S. Patente 3,697,473 und 3,989,668 beschrieben. Die in der vorliegenden Erfindung verwendbaren Organohydrogensiloxane können jedes beliebige der Methylsiloxane mit im Mittel von wenigstens drei an Silicium gebundenen Wasserstoffatomen pro Molekül sein und im Mittel von nicht mehr als ein an Silicium gebundenes Wasserstoffatom pro Siliciumatom sein. Die verbleibenden Valenzen der Siliciumatome werden durch zweiwertige Sauerstoffatome gesättigt. Die Organohydrogensiloxane können Homopolymere, Copolymere und Mischungen davon, die Dimethylsiloxaneinheiten, Methylhydrogensiloxaneinheiten, Dimethylhydrogensiloxyeinheiten, Trimethylsiloxyeinheiten und SiO&sub2;- Einheiten enthalten, sein. Spezifische Beispiele von Organohydrogensiloxanen umfassen Polymethylhydrogensiloxanringe, Copolymere von Trimethylsiloxy- und Methylhydrogensiloxaneinheiten, Copolymere von Dimethylhydrogensiloxy- und Methylhydrogensiloxaneinheiten, Copolymere von Trimethylsiloxy-, Dimethylsiloxan- und Methylhydrogensiloxaneinheiten und Copolymere von Dimethylhydrogensiloxy-, Dimethylsiloxan- und Methylhydrogensiloxaneinheiten. Vorzugsweise besitzen die Organohydrogensiloxane im Mittel wenigstens vier an Silicium gebundene Wasserstoffatome pro Molekül. Die Menge an Organohydrogensiloxan (D) ist in einer Menge vorhanden, die ausreicht, um ein Verhältnis von ein bis drei an Silicium gebundene Wasserstoffatome pro Vinylrest in (A) und (B) zusammen, bereitzustellen.
  • Die elastomere Siliconzusammensetzung wird durch Mischen der Inhaltsstoffe (A), (B), (C), (D) und (E) einem Platinkatalysator hergestellt. Der Platinkatalysator kann jeder der Platin enthaltenden Katalysatoren sein, der bekannt dafür ist die Umsetzung von an Silicium gebundenen Wasserstoffatomen mit an Silicium gebundenen Vinylgruppen zu katalysieren und die in Fluid (A) löslich sind. Platin enthaltende Katalysatoren die nicht in der Fluidmischung löslich sind, sind nicht ausreichend wirksam, um die Zusammensetzungen zufriedenstellend zu härten. Eine Gruppe Platin enthaltender Katalysatoren, die besonders für die Anwendung in diesen Zusammensetzungen geeignet ist, sind Komplexe, die aus Chlorplatinsäure, wie im U. S. Patent 3,419,593 beschrieben, hergestellt werden. Ein bevorzugter Katalysator ist ein Platin enthaltender Komplex, der das neutralisierte Reaktionsprodukt der Chlorplatinsäure und sym- Divinyltetramethyldisiloxan ist.
  • Der Platinkatalysator (E) ist in einer Menge vorhanden, die ausreicht, um wenigstens ein Gewichtsteil Platin pro eine Million Gewichtsteile Fluid (A) bereitzustellen. Es wird bevorzugt, genügend Katalysator (E) zu verwenden, so daß 5 bis 50 Gewichtsteile Platin pro eine Million Gewichtsteile Fluid (A) vorhanden sind. Es wird darauf hingewiesen, daß Platinmengen größer als 50 Teile pro eine Million auch wirksam, aber nicht notwendig sind, besonders wenn der bevorzugte Katalysator verwendet wird.
  • Eine Mischung aus (A), (B). (C), (D) und (E) kann sofort beim Mischen bei Raumtemperatur beginnen zu härten. Deshalb ist es wünschenswert die Aktion des Katalysators (E) bei Raumtemperatur mit einem Platinkatalysatorinhibitor, falls die Zusammensetzung gelagert wird, zu inhibieren. Platinkatalysatorinhibitoren werden verwendet, um die katalytische Aktivität des Platins bei Raumtemperatur zu verlangsamen, die aber erlauben die Reaktion zwischen (A) und (D) bei erhöhten Temperaturen zu katalysieren.
  • Ein geeigneter Typ von Platinkatalysatorinhibitor sind die im U. S. Patent 3,445,420 beschriebenen acetylenischen Inhibitoren. Eine bevorzugte Gruppe von acetylenischen Inhibitoren sind die acetylenischen Alkohole, insbesondere 3,5-Dimethyl-hexin-3-ol.
  • Eine zweite Gruppe Platinkatalysatorinhibitor sind die olefinischen Siloxane, die im U. S. Patent 3,989,667 beschrieben werden. Eine dritte Gruppe Platinkatalysatorinhibitor ist ein Polymethylvinylcyclosiloxan mit drei bis sechs Methylvinylsiloxaneinheiten pro Molekül.
  • Die benötigte Menge an Platinkatalysatorinhibitor ist die Menge, die notwendig ist, um die gewünschte Lagerbeständigkeit bereitzustellen ohne die Härtungszeit der elastomeren Siliconzusammensetzungen bis zu einem unpraktischen Grad auszudehnen. Die wird weitreichend variieren und wird von dem einzelnen verwendeten Inhibitor, der Natur und Konzentration des Platin enthaltenden Katalysators (E) und der Natur des Organohydrogensiloxans (D) abhängen.
  • Inhibitor, der in Mengen so klein wie 1 Mol Inhibitor pro Mol Platin hinzugefügt wurde, wird in einigen Fällen eine Inhibition des Katalysators (E) verursachen und gewährt eine ausreichende Lagerbeständig keit. In anderen Fällen, kann erheblich mehr Inhibitor wie beispielsweise 10, 50, 100, 500 oder mehr Mol Inhibitor pro Mol Platin benötigt werden, um die gewünschte Kombination von Lagerbeständigkeit und Härtezeit zu erreichen. Die genaue Menge jedes einzelnen verwendeten Inhibitors kann durch einfache Untersuchung bestimmt werden. Die Wirkung eines Platinkatalysatorinhibitors wird durch Erwärmen der inhibierten Zusammensetzungen auf eine Temperatur von 70ºC oder höher aufgehoben werden.
  • Die elastomeren Zusammensetzungen dieser Erfindung können auch weitere Inhaltsstoffe wie beispielsweise Farbstoffe, streckende Füllstoffe und Zusatzstoffe zur Erhöhung der Thermostabilität enthalten. Zusammensetzungen der beanspruchten Erfindung werden in einem Flüssiginjektions-Spritzgußverfahren verwendet, in dem die Zusammensetzung unter geringen Drücken, wie beispielsweise einem Cylinderdruck von 600 kPa, in Leichtgewichtsformen injiziert werden. Solche Zusammensetzungen werden in einer heißen Form sehr schnell gehärtet und ohne Abkühlung der Form entnommen. Die Art des Pressform-, Extrudier- oder Härtungsverfahrens ist nicht kritisch und umfaßt die der Fachwelt allgemein bekannten. Vorteile der Zusammensetzungen dieser Erfindung umfassen Extrudierbarkeit, die sie für Spritzgußverfahren wie beispielsweise das Flüssiginjektionsformen bei geringen Drücken geeignet machen, verbesserte Lagerbeständigkeit und verbesserte Formtrennbarkeit. Die hergestellten Zusammensetzungen besitzen eine Viskosität, so daß wenigstens 30 Gramm pro Minute durch eine 3,2 Millimeteröffnung (mm) bei einem Druck von 620 kPa extrudiert werden. Vorzugsweise ist die Viskosität so, daß wenigstens 40 Gramm pro Minute extrudiert werden können.
  • Unsere elastomeren Siliconzusammensetzungen werden, aufgrund ihrer fluiden Natur, leicht in herkömmlichen Mischungsapparaturen hergestellt. Die Mischreihenfolge ist nicht kritisch, wenn die Zusammensetzung sofort verwendet wird. Jedoch wird bevorzugt (A), (B), (C) und (E) zu vereinigen und anschließend (D) hinzuzufügen. Dies erlaubt, daß die Mischung, enthaltend (A), (B), (C) und (E) vor der Initiation jedweder Härtungsreaktion gut gemischt wird.
  • Eine geeignete Zweikomponentenzusammensetzung wird durch die oben beschriebenen Verfahren hergestellt. Zum Beispiel wird eine geeignete Zweikomponentenzusammensetzung durch Mischen eines Teils (A), (B) und dem Gesamten von (E) in einer Packung und das verbliebene von (A) und (B) und dem Gesamten von (C) und (D) in einer zweiten Packung hergestellt, so daß gleiche Gewichtsmengen der Packung eins und Packung zwei nachfolgend vermischt werden, um die Zusammensetzungen dieser Erfindung herzustellen. Einkomponentenzusammensetzungen werden durch Mischen von (A), (B), (C), (D) und (E) und einem Platinkatalysatorinhibitor hergestellt. Diese inhibierten Zusammensetzungen können für ausgedehnte Zeiträume ohne Härten gelagert werden, jedoch werden die Zusammensetzungen weiter härten, wenn sie oberhalb 70ºC erwärmt werden, vorzugsweise wenn sie oberhalb 100ºC erwärmt werden, um die Härtezeit zu verkürzen.
  • Die vorliegenden elastomeren Siliconzusammensetzungen sind leicht extrudierbar, besitzen verbesserte Lagerbeständigkeit, härten zu hoher Festigkeit, zu Siliconelastomeren hoher Härte und besitzen gute Formtrennbarkeit.
  • Die Auswirkungen eines Polydimethylsiloxans mit endständigen Hydroxygruppen mit einer Viskosität bei 25ºC von 41 mPa.s auf physikalische Eigenschaften, Lagerbeständigkeit und Formtrennung einer Silicongummibasiszusammensetzung, wie in Tabelle 1 beschrieben, wurde bewertet. Alle Viskositäten wurden bei 25ºC bestimmt. Tabelle 1 Silicongummibasiszusammensetzung
  • Die Bewertung wurde nach Mischen gleicher Anteile Teil (A) und (B) der Zusammensetzung und verschiedenen Konzentrationen des Polydimethylsiloxans mit endständigen Hydroxygruppen (Komponente C) wie unten beschrieben, durchgeführt. Proben der Silicongummizusammensetzungen wurden 5 Minuten lang bei 170ºC gehärtet und durch Standardverfahren auf physikalische Eigenschaften getestet. Die Testverfahren und Ergebnisse sind in Tabelle 2 beschrieben. Tabelle 2 Physikalische Eigenschaften
  • Um die Formtrennbarkeit dieser Zusammensetzungen zu testen, wurden die hergestellten Zusammensetzungen auf Stahltestplatten aufgetragen und 5 Minuten lang bei 170ºC gehärtet. Ein Ablöseversuch wurde unter Verwendung eines InstronTM-Testers bei einer Geschwindigkeit von 500 mm pro Minute durchgeführt. Die zum Abziehen des gehärteten Silicongummis von der Stahlplatte benötigte Spitzenkraft (kN/M) wird zusammen mit den Gewichtsprozent an Polydimethylsiloxan mit endständigen Hydroxygruppen (Komponente C) in Tabelle 3 dargestellt. Tabelle 3 Formtrennung der Siliconzusammensetzungen
  • Die Lagerbeständigkeit jeder gewünschten Siliconzusammensetzung wurde durch Treiben der Zusammensetzung durch eine 3,2 mm Öffnung eines Stutzens bei 620 kPa.s getestet. Die Lagerbeständigkeit ist in Tabelle 4 dargestellt als die Zeit, bei der die Extrusionsgeschwindigkeit der Zusammensetzung die Hälfte der Anfangsextrusionsgeschwindigkeit erreicht hat. Tabelle 4 Lagerbeständigkeit von Siliconzusammensetzungen

Claims (9)

1. Elastomere Siliconzusammensetzung enthaltend;
(A) 100 Gewichtsteile eines Polydimethylsiloxanfluids mit endständigen Triorganosiloxygruppen, in der die Triorganosiloxyeinheiten ausgewählt sind aus Dimethylvinylsiloxy oder Methylphenylvinylsiloxy, wobei die Flüssigkeit eine Mischung polymerer Spezies mit unterschiedlichem Molekulargewicht ist, wobei jede Spezies in einer Menge vorhanden ist, die ausreicht, um zusammen eine Molekulargewichtsverteilung bereitzustellen, so daß wenigstens eine polymere Spezies (1) in einer Konzentration vorhanden ist, die größer ist als die Konzentrationen benachbarter polymerer Spezies mit niedrigerem und höherem Molekulargewicht, wobei die polymere Spezies (1) durch ein Peak-Molekulargewicht bestimmt durch Gelpermeationschromatografieanalyse identifiziert wird und ein Peak-Molekulargewicht von polymeren Spezies im Bereich von 68.000 bis 135.000 bei einer Hauptkonzentration auftritt und in dem Fluid das Molekulargewicht der polymeren Spezies mit dem niedrigsten Molekulargewicht im Bereich von 854 bis 3. 146 liegt und das Molekulargewicht der polymeren Spezies mit dem höchsten Molekulargewicht im Bereich von 174.000 bis 370.000 liegt und die Mischung der polymeren Spezies eine solche Molekulargewichtsverteilung aufweist, daß der Dispersitätsindex einen Wert größer 3, 8 annimmt,
(B) 20 bis 60 Gewichtsteile, bezogen auf (A), eines verstärkenden amorphen Siliciumdioxids mit einer Oberfläche von mehr als 100 m²/g, wobei die Oberfläche des Siliciumdioxids Siliciumatome aufweist, an die Organosiloxangruppen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
(a) Me&sub3;SiO-,
(b) ViMe&sub2;SiO(Me&sub2;SiO)x-,
(c) ViMePhSiO(Me&sub2;SiO)X- und
(d) -O(MeVi)Si-(OSiMe2)y-O-,
gebunden sind, wobei Me Methyl ist, Vi Vinyl ist, Ph Phenyl ist, x eine ganze Zahl von 0 bis 20 ist und y eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist und die Organosiloxangruppen in einer Menge vorhanden sind, so daß 0,05 bis 0,32 Gew.-% Vinyl, bezogen auf das Gewicht des Siliciumdioxids, vorhanden sind und die Organosiloxangruppen in einem Molverhältnis vorhanden sind, so daß 7 bis 50 Mole (a) auf jedes Mol von (b), (c), (d) oder Mischungen davon vorhanden sind,
(C) 0,3 bis 1,8 Gew. 4, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, von Polydimethylsiloxan mit endständigen Hydroxygruppen und einer Viskosität bei 25ºC im Bereich von 20 bis 60 mPa.s,
(D) eine Menge eines fluiden Organohydrogensiloxans, die ausreicht, um 1 bis 3 an Silicium gebundene Wasserstoffatome pro Vinylrest in (A) und (B) zusammen bereitzustellen, wobei das Organohydrogensiloxan im Mittel wenigstens drei an Silicium gebundene Wasserstoffatome pro Molekül aufweist und im wesentlichen aus Einheiten besteht, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Methylhydrogensiloxan, Dimethylsiloxan, Dimethylhydrogensiloxy, Trimethylsiloxy und SiO&sub2;-Einheiten, und
(E) eine Menge an Platinkatalysator, die ausreicht, um wenigstens ein Gewichtsteil Platin pro eine Million Gewichtsteile (A) bereitzustellen.
2. Elastomere Siliconzusammensetzung nach Anspruch 1, in der das Polydimethylsiloxanfluid mit endständigen Triorganosiloxygruppen von (A) ein Peak-Molekulargewicht im Bereich von 80.000 bis 120.000 bei einer Hauptkonzentration und einen Dispersitätsindex im Bereich von 6 bis 12 aufweist.
3. Elastomere Siliconzusammensetzung nach Anspruch 1, in der das Polydimethylsiloxanfluid mit endständigen Triorganosiloxygruppen von (A) zwei Peak-Molekulargewichte aufweist, wobei das Peak- Molekulargewicht im Bereich von 68.000 bis 135.000 bei einer Hauptkonzentration vorliegt und ein weiteres Peak-Molekulargewicht im Bereich von 4.000 bis 24.100 bei einer Nebenkonzentration vorliegt.
4. Elastomere Siliconzusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, in der die Triorganosiloxyeinheit der Komponente (A) Dimethylvinylsiloxy ist und das Siliciumdioxid von (B) eine Oberfläche von 120 bis 600 m²/g aufweist und die Organosiloxangruppen (a) und (b) sind, wobei x einen Wert von 0 bis 5 aufweist, und die Kieselsäure in einer Menge von 35 bis 45 Gewichtsteilen vorliegt.
5. Elastomere Siliconzusammensetzung nach Anspruch 1, in der die Triorganosiloxyeinheit der Komponente (A) Dimethylvinylsiloxy ist und das Siliciumdioxid von (B) eine Oberfläche von 120 bis 600 m²/g aufweist und die Organosiloxangruppen (a) und (d) sind, wobei y einen Wert von 1 bis 5 aufweist, und das Siliciumdioxid in einer Menge von 35 bis 45 Gewichtsteilen vorliegt.
6. Elastomere Siliconzusammensetzung nach Anspruch 3, in der die Triorganosiloxyeinheit der Komponente (A) Dimethylvinylsiloxy ist und das Siliciumdioxid von (B) eine Oberfläche von 120 bis 600 m²/g aufweist und die Organosiloxangruppen (a) und (b) sind, wobei x einen Wert von 0 bis 5 einschließlich aufweist, und das Siliciumdioxid in einer Menge von 35 bis 45 Gewichtsteilen vorliegt.
7. Elastomere Siliconzusammensetzung nach Anspruch 3, in der die Triorganosiloxyeinheit der Komponente (A) Dimethylvinylsiloxy ist und das Siliciumdioxid von (B) eine Oberfläche von 120 bis 600 m²/g aufweist und die Organosiloxangruppen (a) und (d) sind, wobei y einen Wert von 1 bis 5 einschließlich aufweist, und das Siliciumdioxid in einer Menge von 35 bis 45 Gewichtsteilen vorliegt.
8. Elastomere Siliconzusammensetzung nach Anspruch 6 oder 7, in der das Peak-Molekulargewicht bei der Hauptkonzentration im Bereich von 80.000 bis 120.000 liegt und das Peak-Molekulargewicht bei der Nebenkonzentration im Bereich von 7.000 bis 15.000 liegt.
9. Elastomere Siliconzusammensetzung nach Anspruch 1, in der zusätzlich eine Menge eines Platinkatalysatorinhibitors vorhanden ist, die ausreicht, um die Lagerstabilität bei Raumtemperatur zu verlängern.
DE69601403T 1995-10-16 1996-10-04 Extrudierbarer Silikon-Elastomer mit verbesserter Formtrennung Expired - Lifetime DE69601403T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US08/543,430 US5563211A (en) 1995-10-16 1995-10-16 Extrudable silicone elastomer with improved mold release

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69601403D1 DE69601403D1 (de) 1999-03-04
DE69601403T2 true DE69601403T2 (de) 1999-09-02

Family

ID=24168023

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE69601403T Expired - Lifetime DE69601403T2 (de) 1995-10-16 1996-10-04 Extrudierbarer Silikon-Elastomer mit verbesserter Formtrennung

Country Status (5)

Country Link
US (1) US5563211A (de)
EP (1) EP0768341B1 (de)
JP (1) JPH09124945A (de)
KR (1) KR100439611B1 (de)
DE (1) DE69601403T2 (de)

Families Citing this family (12)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP3201940B2 (ja) * 1995-09-12 2001-08-27 信越化学工業株式会社 硬化性シリコーンエラストマー組成物及びその製造方法
US5929164A (en) * 1997-11-05 1999-07-27 Dow Corning Corporation Quenching post cure
JP3846571B2 (ja) 2002-04-12 2006-11-15 信越化学工業株式会社 オルガノポリシロキサン組成物
KR100519952B1 (ko) * 2002-10-25 2005-10-10 도레이새한 주식회사 실리콘 수성 에멀전 이형액을 이용한 이형필름의제조방법
JP4684860B2 (ja) * 2005-11-11 2011-05-18 信越化学工業株式会社 射出成形用付加硬化型液状シリコーンゴム組成物及び該組成物の流動性調整方法並びにシリコーンゴム組成物の射出成形方法
JP2013516520A (ja) * 2009-12-30 2013-05-13 ダウ コーニング コーポレーション エアバッグ用シリコーンコーティング組成物
WO2011082136A1 (en) 2009-12-30 2011-07-07 Dow Corning Corporation Silicone coatings on air bags
WO2016205468A1 (en) * 2015-06-18 2016-12-22 Nusil Technology Llc High strength silicone elastomers and compositions therefor
WO2017104811A1 (ja) * 2015-12-17 2017-06-22 モメンティブ・パフォーマンス・マテリアルズ・ジャパン合同会社 シリコーンゴム組成物、その製造方法およびシリコーンゴム押出し成形品
GB201603107D0 (en) 2016-02-23 2016-04-06 Dow Corning Low temperature cure silicone elastomer
JP6658295B2 (ja) * 2016-05-19 2020-03-04 株式会社オートネットワーク技術研究所 止水用シリコーンゴム組成物、止水用シリコーンゴム成形体およびワイヤーハーネス
KR20250012723A (ko) 2018-07-25 2025-01-24 이스타블리쉬먼트 렙스 에스.에이. 대칭 형상을 갖는 임플란트

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1963104B2 (de) * 1968-12-23 1978-08-03 Shinetsu Chemical Co., Tokio Heißvulkanisierbare Organopolysiloxanformmasse
US3697473A (en) * 1971-01-04 1972-10-10 Dow Corning Composition curable through si-h and si-ch equals ch2 with improved properties
US3884886A (en) * 1973-01-15 1975-05-20 Dow Corning Cationic unsaturated amine-functional silane coupling agents
US4162243A (en) * 1978-05-08 1979-07-24 Dow Corning Corporation High strength, extrudable silicone elastomer compositions
CA2098634A1 (en) * 1992-06-30 1993-12-31 James E. Doin Addition cured platinum catalyzed elastomer compositions with precipitated silica

Also Published As

Publication number Publication date
US5563211A (en) 1996-10-08
EP0768341B1 (de) 1999-01-20
EP0768341A1 (de) 1997-04-16
JPH09124945A (ja) 1997-05-13
KR970021211A (ko) 1997-05-28
KR100439611B1 (ko) 2004-10-08
DE69601403D1 (de) 1999-03-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2953252C2 (de) Lagerfähige Polysiloxanformmassen
DE3851395T2 (de) Härtbare Polysiloxanzusammensetzung.
DE69419108T2 (de) Niedrigviskose vernetzbare Organosiloxanzusammensetzungen
DE69913202T2 (de) Hydrophil modifizierte vernetzbare silikon-abformmasse
DE2645614C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus einer härtenden Organopolysiloxanmasse
DE2809588C2 (de) Verwendung eines Gemischs aus einem Polysiloxan und einem Silan als Haftvermittler in einer Siliconelastomermasse
DE3888048T4 (de) Verfahren zur Herstellung von durchsichtigen Polysiloxanelastomeren.
DE69211606T2 (de) Fluorierte und nicht-fluorierte Polyorganosiloxane enthaltende Organosiloxanzusammensetzungen mit hoher Viskosität
DE68921455T2 (de) Organopolysiloxanzusammensetzungen.
DE2232886C2 (de) Organopolysiloxan-Gel
DE69822057T2 (de) Hochkonsistentes Elastomer zur Handhabung von Flüssigkeiten
DE68924117T2 (de) Polysiloxanelastomerzusammensetzungen mit hoher Konsistenz und ihre Härtung durch eine mit Platin katalysierte Hydrosilylierungsreaktion.
DE69601403T2 (de) Extrudierbarer Silikon-Elastomer mit verbesserter Formtrennung
DE69316815T2 (de) Fluorosilikon-Kautschuk-Zusammensetzungen
CH630942A5 (de) Verfahren zur herstellung einer zu einem feuerhemmenden elastomer haertbaren silicon enthaltenden zusammensetzung.
DE69800172T2 (de) Mit Organohydrogensiloxan-Vernetzen härtbare Organosiloxan-Zusammensetzunt mit verbesserten Hysterese-Eigenschaften
DE69119249T2 (de) Schnell vulkanisierbare extrudierbare Organosiloxanmassen
DE3927362A1 (de) Verfahren zur herstellung einer polyorganosiloxanmasse
DE2702057C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Polysiloxanelastomeren
DE2836058A1 (de) Verfahren zur herstellung von platinhaltigen organopolysiloxangelen
DE2905356A1 (de) Homogene, thermoplastische mischungen aus propylen-ethylen/copolymerisaten und fluessigen, gesaettigten diorganopolysiloxanen eines bestimmten viskositaetsbereiches
DE2953680C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer elastomeren Siliconzusammensetzung
DE2711383C3 (de) Polysiloxangele und deren Verwendung
DE69125106T2 (de) Extrudierbare, härtbare Organosiloxanzusammensetzungen mit reduziertem Druckverformungsrest
DE3789195T2 (de) Silicon-Ausgangsmasse zum Extrudieren.

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition