DE69701358T2 - Rettungsfloss - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rettungsfloß und insbesondere ein umkehrbares Rettungsfloß, d. h. eines, das unabhängig davon, wie es schwimmt, zufriedenstellend benutzt werden kann.
- Es gibt drei Kategorieren bereits bekannter Rettungsflöße.
- Zunächst gibt es die sogenannten offenen umkehrbaren bzw. Plattform-Rettungsflöße, die meist auf Schiffen auf Küstenrouten eingesetzt werden. Diese Rettungsflöße umfassen entweder eine oder mehrere Schwimmröhren, die in einem Vieleck, d. h. mit 8, 10 oder 12 Seiten, angeordnet sind, und eine einzelne Lage aus wasserdichtem Gewebe umschließen, die einen Boden bildet. Derartige Rettungsflöße sind mit keinerlei Schutzeinrichtung, wie beispielsweise einer Überdachung, versehen, die den Insassen gegenüber Witterungseinflüssen, beispielsweise Wind und Regen, schützt, obwohl einige von ihnen mit Wärmeschutzhilfen versehen sind.
- Zweitens gibt es die umkehrbaren Rettungsflöße, die entweder eine einzelne oder mehrere Schwimmröhren umfassen, die wiederum in einem Vieleck angeordnet sind und eine Lage aus wasserdichtem Gewebe umschließen, die den Boden bildet. Zu diesen Rettungsflößen gehören Einrichtungen zum Anbringen eines separat verstauten, von Hand aufzustellenden Bogen-und-Überdachungs-Systems. Die Insassen müssen aktiv werden, um das Bogensystem aufzurichten und es zum Aufblasen zu bringen. Dieser Typ umkehrbares Rettungsfloß ist normalerweise in Verkehrsflugzeugen untergebracht.
- Die dritte Kategorie umfaßt umkehrbare Rettungsflöße, die eine einzelne vieleckige Schwimmröhre umfassen und Bogenröhren aufweisen, die beim Aussetzen des Rettungsfloßes festgehalten werden. Die Insassen müssen die Bogenröhren lösen und die Überdachung aufrichten. Rettungsflöße dieses Typs sind normalerweise an Bord von Hubschraubern vorhanden.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein umkehrbares Rettungsfloß mit einer Überdachung zu schaffen, die sich automatisch entfaltet, und zwar unabhängig davon, wie das Rettungsfloß schwimmt, ohne daß der/die Insassen beim Aufrichten aktiv werden muß/müssen.
- Gemäß der Erfindung umfaßt ein Rettungsfloß eine Lage aus wasserdichtem Gewebe, die wenigstens eine Person trägt, wenigstens eine aufblasbare Schwimmröhre, die am Umfang der Lage befestigt ist und sie umschließt, eine Öffnung, die in der Lage ausgebildet ist, eine aufblasbare Röhre aus Gewebe mit einem Mittelteil und zwei äußeren Enden, einer Hülle aus wasserdichtem Gewebe mit zwei Enden, wobei die Hülle an einem Ende mit dem Rand der Öffnung in der Lage verbunden ist, und am anderen Ende mit der Außenfläche der Säule an bzw. in der Nähe des Mittelteils derselben, sowie zwei Überdachungen, die jeweils eine Lage aus Gewebe umfassen, die sich von einem äußeren Ende der Säule zu der wenigstens einen aufblasbaren Röhre erstreckt, wobei sich die andere von dem anderen äußeren Ende der Säule zu der wenigstens einen aufblasbaren Röhre erstreckt.
- Vorzugsweise sind zwei aufblasbare Schwimmröhren vorhanden, d. h. eine über der an- · deren, und die Lage, die wenigstens eine Person trägt, ist mit wenigstens einer der Röhren an der Verbindungslinie zwischen den beiden Röhren verbunden.
- Vorzugsweise ist die Röhre einwandig und ist im Horizontalschnitt kreisförmig, wenn sie aufgeblasen ist, und sie kann im allgemeinen die Form von zwei Teilkegeln mit einem in der Mitte angeordneten schmalen Mittelteil und breiteren äußeren Enden haben. Als Alternative dazu kann die Säule doppelwandig sein, d. h. zwei röhrenförmige Wände umfassen, wobei eine innerhalb der anderen liegt und Teile der beiden Wände beispielsweise durch Schweißen miteinander verbunden sind, so daß eine Vielzahl von aufrechtstehenden Rinnen entsteht, die die Gesamtsteifigkeit der Säulen verbessern, wenn sie aufgeblasen sind. Die breiteren äußeren Enden haben vorzugsweise jeweils eine erheblich größere Querschnittsfläche als der Mittelteil, vorzugsweise im Verhältnis ungefähr 10 : 1. Die Röhre kann über eine einzelne Zufuhr aufgeblasen werden, die mit der bzw. einer der Schwimmröhre/n verbunden ist, oder über mehrere Zufuhrröhren, die mit der einen Schwimmröhre oder beiden bzw. allen der Schwimmröhren (wenn eine Vielzahl vorhanden ist) verbunden sind. Als Alternative dazu kann ein separates Gasaufblassystem, so beispielsweise ein Gaszylinder (gas cylinder), vorhanden sein.
- Die Hülle kann kreisförmigen Querschnitt und die Form eines Teilkegels haben, wenn das Rettungsfloß aufgeblasen ist, wobei ein Kegelwinkel dem Kegelwinkel der beiden Kegelteile der Säule entspricht.
- Es können eine oder mehrere Wasserkammern vorhanden sein, um Stabilität beim Schwimmen des Rettungsfloßes zu gewährleisten.
- Die Überdachungen können mit einer Formeinrichtung versehen sein, die bewirkt, daß ein Teil der Überdachung, der an der Unterseite des Floßes liegt, wenn es auf dem Wasser schwimmt, nach unten in das Wasser vorsteht und eine Stabilisierungseinrichtung für das Rettungsfloß bildet. Die Formeinrichtung kann mit beiden Überdachungen verbunden sein, so daß, unabhängig davon, welche der beiden Überdachungen an der Unterseite des Rettungsfloßes liegt, diese, wie beschrieben, nach unten vorsteht. Die Formeinrichtung kann beispielsweise eine Vielzahl elastischer Seile und Gewichte umfassen.
- Die Stabilisierungseinrichtung, die entsteht, wenn der Teil jeder Überdachung mit der Formeinrichtung geformt wird, kann wenigstens eine Wasserkammer umfassen. Die oder jede Kammer kann mit wenigstens einem Loch versehen sein, das beim Aussetzen des Rettungsfloßes den Eintritt von Wasser und/oder den Austritt von Luft ermöglicht, und sie kann des weiteren mit einer Quertrennwand versehen sein, um die Bewegung des Wassers zu verringern.
- Zwei Ausführungen der Erfindung werden im folgenden lediglich als Beispiel unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei:
- Fig. 1 eine perspektivische Draufsicht auf ein aufgeblasenes umkehrbares Rettungsfloß gemäß der ersten Ausführung der Erfindung zeigt;
- Fig. 2 einen vertikalen Schnitt durch das in Fig. 1 dargestellte Rettungsfloß zeigt;
- Fig. 3 einen horizontalen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 4 zeigt;
- Fig. 4 einen Teilvertikalschnitt einer abgewandelten Form der Säule des in Fig. 1 und 2 dargestellten Rettungsfloßes zeigt;
- Fig. 5 eine perspektivische Draufsicht auf ein aufgeblasenes umkehrbares Rettungsfloß gemäß einer zweiten Ausführung der Erfindung zeigt;
- Fig. 6 einen Vertikalschnitt durch das in Fig. 5 dargestellte Rettungsfloß zeigt;
- Fig. 7 eine Vergrößerung eines Teils von Fig. 6 zeigt; und
- Fig. 8 eine Vergrößerung eines weiteren Teils von Fig. 6 zeigt:
- Das Rettungsfloß gemäß der ersten Ausführung der Erfindung umfaßt, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, zwei ringförmige Schwimmröhren 1, die beide aus wasserdichtem Gewebe bestehen, und, im aufgeblasenen Zustand übereinander angeordnet sind. Die Röhren sind entlang einer kreisförmigen Kontaktlinie 8 miteinander verbunden. (Die Schwimmröhren können als Alternative dazu vieleckig sein und beispielsweise acht, zehn oder zwölf gerade Abschnitte umfassen).
- Mit den Röhren 1 ist an der Kontaktlinie 8 eine Lage 2 aus wasserdichtem Gewebe verbunden, die einen Boden für einen Insassen des Rettungsfloßes bildet. Automatische Abflüsse (nicht dargestellt) sind im Boden vorhanden.
- In der Mitte der Lage 2 befindet sich eine kreisförmige Öffnung 7, wobei eine teilkegelförmige Hülle 9 um ihr breiteres kreisförmiges Ende 10 herum am Rand der Öffnung angebracht ist. Das andere, schmalere Ende 11 der Hülle 9 ist an dem Mittelteil 12 einer einwandigen aufblasbaren Röhre 13 angebracht, die aus dem gleichen Gewebe wie die Röhren und der Boden besteht und die im aufgeblasenen Zustand im Horizontalschnitt Kreisform hat und in Form von zwei Teilkegeln ausgebildet ist, wie dies in Fig. 2 zu sehen ist. Die schmalen Enden der Teilkegel befinden sich im Mittelteil 12 der Säule, und die breiten Enden 3a und 3b befinden sich jeweils am oberen bzw. unteren/äußeren Ende, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Um Stabilität zu gewährleisten, weisen die breiten Enden 3a und 3b jeweils erheblich größere Querschnittsflächen als der Mittelteil 12 auf, und zwar vorzugsweise im Verhältnis von ungefähr 10 : 1. Daher kann bei einer Säule mit rundem Querschnitt der Durchmesser der Enden ungefähr 1000 mm bis 2000 mm betragen, und der Durchmesser des Mittelteils ungefähr 300 mm bis 700 mm, d. h. das Verhältnis der Durchmesser zueinander beträgt ungefähr 3 : 1.
- Kleine Löcher (nicht dargestellt) sind in der Hülle 9 an das schmalere Ende 11 angrenzend ausgebildet, um zu verhindern, daß eine Teilvakuum zwischen der Unterseite der Bodenbahn 2 und der Wasseroberfläche entsteht.
- Es sind zwei Überdachungen 4a und 4b vorhanden, die jeweils Einstiege 14 aufweisen, über die eine Person aus dem Wasser über die obere Schwimmröhre in das Rettungsfloß hineinklettern kann. Eine Überdachung 4a erstreckt sich von der oberen Schwimmröhre 1a über die Oberseite des oberen äußeren Endes 3a der Säule 13 hinweg. Die andere Überdachung 4b befindet sich in einer ähnlichen Position unter dem Rettungsfloß und erstreckt sich von der unteren Röhre 16 unter dem unteren Ende 3b der Säule 13. Da das Rettungsfloß in Fig. 2 im aufgeblasenen Zustand auf dem Wasser schwimmend dargestellt ist, wird die Säule 13 aufgrund der Schwimmkräfte nach oben gedrückt und nimmt aufgrund der Haltekraft, die die Hülle 9 und die obere Überdachung 4a ausüben, die dargestellte Position ein. Die untere Überdachung 4b bleibt lose. Eine lösbare Halterung (nicht dargestellt) ist vorhanden, um die untere Überdachung 4b dicht an der Unterseite des Bodens, d. h. an der Gewebelage 2, zu halten. Des weiteren ist eine lösbare Halterung (nicht dargestellt) für die obere Überdachung vorhanden, die sich in der Position der unteren Überdachung befindet, wenn das Rettungsfloß mit der anderen Seite nach oben schwimmt.
- Die Säule 13 ist über eine flexible Zufuhrröhre 3, wie dargestellt, mit einer (1a) der Schwimmröhren verbunden. Die Säule 13 und die Schwimmröhre 1a werden somit von der gleichen Quelle aus (nicht dargestellt) automatisch aufgeblasen, wenn das Rettungsfloß im Wasser ausgesetzt wird. Ein automatisches Ventilsystem (nicht dargestellt) gewährleistet, daß die Röhren 1a und 1b vor der Säule 13 aufgeblasen werden. Des weiteren sind Wasserkammern 5 an beiden Schwimmröhren vorhanden, um Stabilität unabhängig davon zu gewährleisten, wie das Rettungsfloß schwimmt.
- Die Form der Säule verleiht daher aufgrund ihrer breiten äußeren Enden 3a und 3b der Bodenlage 2 an die Hülle 9 angrenzend verbesserte Schwimmfähigkeit. Es ist daher unwahrscheinlich, daß das Gewicht der Insassen in der Nähe der Säule ausreicht, um den Boden zu verformen und ihn mit der Wasseroberfläche in Kontakt zu bringen, oder die Säulen soweit einzutauchen, daß das obere Ende der Säule abgesenkt wird und damit die obere Überdachung ganz oder teilweise auf die Insassen fällt. Des weiteren werden beim Aufblasen die Kräfte aufgrund der Schwimmfähigkeit, die auf das untere Ende der Säule wirken gleichmäßig verteilt, so daß die Säule vertikal aufgerichtet ist, d. h. mit anderen Worten besteht kaum die Wahrscheinlichkeit, daß die Säule gegenüber der vertikalen Position verschoben wird.
- Bei einer Abwandlung der ersten Ausführung des Rettungsfloßes entspricht dieses dem in Fig. 1 und 2 dargestellten, die Säule 33 hat jedoch die Form von zwei Teilkegeln und Röhrenform und umfaßt eine innere sowie eine äußere Gewebewand 34 bzw. 35. Diese werden durch Schweißen oder mit einem geeigneten Klebstoff an vier nahezu vertikalen Linien 36 miteinander verbunden, die sich von dem schmalen Mittelteil 37 über einen Teil der Gesamthöhe der Säule 35 nach oben und nach unten erstrecken, und so einen Teil der Säule in vier Kammern 38 unterteilen, wie dies in Fig. 3 zu sehen ist. Durch diese Konstruktion erhält die Außenfläche der Säule vier gewölbte Rinnen, und in Funktion wird zusätzliche Steifigkeit gewährleistet.
- Das Rettungsfloß gemäß der zweiten Ausführung der Erfindung umfaßt, wie in Fig. 5 bis 8 dargestellt, zwei ringförmige Schwimmröhren 50, 51, die beide aus luftdichtem und wasserdichtem Gewebe bestehen, und in aufgeblasenen Zustand übereinander angeordnet sind. Die Röhren sind an einer kreisförmigen Kontaktlinie 58 miteinander verbunden. (Die Schwimmröhren können als Alternative dazu auch vieleckig sein und beispielsweise acht, zehn oder zwölf gerade Abschnitte umfassen).
- Mit den Röhren 50, 51 ist an der Kontaktlinie 58 beispielsweise durch Kleben oder Schweißen eine Lage 52 aus wasserdichtem Gewebe verbunden, die einen Boden des Rettungsfloßes bildet.
- In der Mitte der Lage 52 befindet sich eine kreisförmige Öffnung 57, wobei eine teilkegelförmige Hülle 59 um ihr breiteres kreisförmiges Ende 62 herum am Umfang der Öffnung 57 angebracht ist. Das andere schmale Ende 64 der Hülle ist am Mittelteil 65 einer aufblasbaren Säule 63 angebracht, die im aufgeblasenen Zustand im Horizontalschnitt Kreisform hat und in Form von zwei Teilkegeln ausgebildet ist, wie dies in Fig. 6 zu sehen ist. Die schmalen Enden der Teilkegel liegen im Mittelteil 65 der Säule, und die breiten Enden 63a und 63b liegen am oberen bzw. unteren äußeren Ende.
- Zwei Überdachungen 54a und 54b, die jeweils eine Lage aus wasserdichtem Gewebe umfassen, sind vorhanden. Um die Überdachungen herum beabstandet und an ihnen angebracht sind eine Vielzahl beabstandete Gewichte 67 sowie eine Vielzahl beabstandete elastische Seile 66 (mitunter als "Bungee-Seile" bezeichnet). (In Fig. 1 sind lediglich einige der Gewichte und Seile dargestellt). Die elastischen Seile erstrecken sich von den Positionen 70 aus, an denen Überdachung 54a mit Röhre 50 zusammentrifft und Überdachung 54b mit Röhre 51 zusammentrifft, weg, und an ihrem anderen Ende sind sie jeweils an den entsprechenden Überdachungsanbringungen 69 von der entsprechenden Röhre 50 bzw. 51 beabstandet befestigt. Die Gewichte 67 sind ungefähr in der Mitte der Länge der elastischen Seile angeordnet. (Obwohl die Gewichte in Fig. 6, 7 und 8 in der gleichen Ebene wie die elastischen Seile zu sehen sind, müssen sie nicht so angeordnet sein und können so angeordnet sein, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist). Mehrere beabstandete Löcher 68 sind in der Überdachung vorhanden. Einige von ihnen sind an die Röhre 50 bzw. 51 angrenzend angeordnet, und andere sind weiter entfernt von der entsprechenden Röhre 50 bzw. 51 angeordnet als die Gewichte 67.
- Eine zweite Schicht 72 aus dem gleichen Gewebe wie das der Überdachungen liegt zwischen der entsprechenden Überdachung 54a und 54b sowie den elastischen Seilen 66.
- Wie insbesondere in Fig. 6 zu sehen ist, erstreckt sich eine Überdachung 54a, wenn das Rettungsfloß aufgeblasen ist und auf dem Wasser schwimmt, von der oberen Schwimmröhre 50 über das obere äußere Ende 63a der Säule 63. Die andere Überdachung 54b befindet sich unter dem Rettungsfloß und erstreckt sich von der unteren Röhre 61 aus unter dem unteren äußeren Ende 63b der Säule 63. Da das Rettungsfloß auf dem Wasser schwimmt, wird die Säule 63 aufgrund der Schwimmkräfte nach oben gedrückt und nimmt aufgrund der durch die Hülle 59 und die obere Überdachung 54a ausgeübten Haltekraft die dargestellte Position ein. Wie insbesondere in Fig. 7 zu sehen ist, werden die zu der oberen Überdachung 54a gehörenden elastischen Seile 66 durch die Wirkung der Säule auf die Überdachung 54a gedehnt. Da das untere äußere Ende 63b der Säule 63 nicht auf die untere Überdachung 54b wirkt, sind die elastischen Seile 66 ungespannt, d. h. sie verkürzen sich und ziehen am Material der Überdachung an den Verbindungen 19 sowie den Positionen 70, an denen die Überdachung 54b an der unteren Röhre 51 angebracht ist. Der Teil der Überdachung 54 an die elastischen Seile 66 angrenzend steht aufgrund der durch die Gewichte 67 ausgeübten Kraft nach unten vor, so daß er, wie in Fig. 6 und 8 zu sehen, im wesentlichen dreieckigen Querschnitt hat. Die Löcher 68 in der unteren Überdachung 54b ermöglichen das Eintreten von Wasser in den so entstehenden im wesentlichen ringförmigen Raum mit dreieckigen Querschnitt sowie das Austreten von Luft aus diesem. Eine Vielzahl von Gewebetrennwänden (nicht dargestellt) kann vorhanden sein, um den Raum in eine Vielzahl von in Umfangsrichtung separaten Kammern aufzuteilen. Dies hat insgesamt die Auswirkung, daß dem Rettungsfloß Stabilität verliehen wird. Die weitere Gewebelage 72 an der Unterseite des Rettungsfloßes legt sich in Falten und verhindert, daß zuviel Wasser aus dem Raum mit dreieckigem Querschnitt (vorzugsweise in Kammern unterteilt) in das Rettungsfloß strömt.
- Die Säule 63 ist, wie in Fig. 6 dargestellt, über eine flexible Zufuhrröhre 56 mit einer (50) der beiden Schwimmröhren verbunden. Die Säule 63 und die Schwimmröhre 50 werden so beide automatisch über die gleiche Quelle (nicht dargestellt) aufgeblasen, wenn das Rettungsfloß im Wasser ausgesetzt wird, wobei eine automatisches Ventilsystem (nicht dargestellt) gewährleistet, daß die Röhren 50 und 51 vor der Säule 53 aufgeblasen werden.
- Jede Überdachung 54a und 54b ist mit Einstiegen 74 versehen, über die ein Insasse aus dem Wasser über die Schwimmröhren 50, 51 in das Rettungsfloß klettern kann. Beobachtungsöffnungen bzw. -fenster (nicht dargestellt) können ebenfalls vorhanden sein.
- Wenn das Rettungsfloß ausgesetzt wird (wie in den Zeichnungen dargestellt), bleibt die Oberseite der oberen Überdachung im wesentlichen glatt, die Kammern, die entstehen würden, wenn sich die obere Überdachung an der Unterseite befände, ziehen sich zusammen, so daß Flattern oder im Extremfall Schlagen aufgrund des Windes verhindert wird. Des weiteren entstehen keine Hindernisse, und es gibt keine Stellen, an denen unerwünschtes Wasser aufgrund von Regen oder Wellenbewegung sich ansammeln kann. Der Gesamtaufbau ermöglicht den sparsamen Einsatz von Gewebe.
Claims (17)
1. Rettungsfloß, das eine Lage (2; 52) aus wasserdichtem Gewebe, die wenigstens
eine Person trägt, wenigstens eine aufblasbare Röhre (1a, 1b; 50, 51), die am
Umfang der Lage (2; 52) befestigt ist und sie umschließt, eine Öffnung (7; 57), die
in der Lage (2; 52) ausgebildet ist, eine aufblasbare Röhre (113; 33; 63) aus
Gewebe mit einem Mittelteil (12; 37; 64) und zwei äußeren Enden (3a, 3b; 63a, 63b),
eine Hülle (9; 59) aus wasserdichtem Gewebe mit zwei Enden (10, 11; 62, 65)
umfaßt, wobei die Hülle (9; 59) an einem Ende (10; 62) mit dem Rand der Öffnung
(7; 57) in der Lage (2; 52) verbunden ist, und am anderen Ende (11; 65) mit der
Außenfläche der Säule (13; 33; 63) an bzw. in der Nähe des Mittelteils (12; 37; 64)
derselben, sowie zwei Überdachungen (4a, 4b; 54a, 54b), die jeweils eine Lage
aus Gewebe umfassen, die sich von einem äußeren Ende (3a; 63a) der Säule (13;
33; 63) zu der wenigstens einen aufblasbaren Röhre (1a; 50) erstreckt, wobei sich
die andere von dem anderen äußeren Ende (3b; 63b) der Säule (13; 33; 63) zu
der wenigstens einen aufblasbaren Röhre (10; 51) erstreckt.
2. Rettungsfloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es zwei
aufblasbare Röhren (1a, 1b; 50, 51) übereinander umfaßt, und die Lage (2; 52), die
wenigstens eine Person trägt, mit wenigstens einer der Röhren (1a, 1b; 50, 51) an der
Linie (8; 58) der Verbindung zwischen den beiden Röhren (1a, 1b; 50, 51)
verbunden ist.
3. Rettungsfloß nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Säule (13; 33; 63), wenn sie aufgeblasen ist, im Horizontalschnitt Kreisform
hat.
4. Rettungsfloß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Säule (13; 63) einen schmalen Mittelteil (12; 37; 64) und breitere
äußere Enden (3a, 3b; 63a, 63b) hat.
5. Rettungsfloß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die breiteren
äußeren Enden (3a, 3b; 63a, 63b) jeweils eine erheblich größere Querschnittsfläche
haben als der Mittelteil (13; 37; 64), vorzugsweise im Verhältnis von ungefähr 10 : 1.
6. Rettungsfloß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Säule (33) zwei Wände (34, 35) umfaßt und Teile der beiden Wände
miteinander verbunden sind, so daß eine Vielzahl von Rinnen entsteht, wenn die
Säule (33) aufgeblasen ist.
7. Rettungsfloß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hülle (9; 54) kreisförmigen Querschnitt hat.
8. Rettungsfloß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (9; 59)
Teilkegelform hat, wenn das Rettungsfloß aufgeblasen ist.
9. Rettungsfloß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Säule (13; 33; 63) über eine Zufuhröhre (6; 56) aufgeblasen werden
kann, die mit der Schwimmröhre (1a; 50) verbunden ist.
10. Rettungsfloß nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß es
ein Gasaufblassystem für die Säule (13; 33; 63) umfaßt.
11. Rettungsfloß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eine Wasserkammer (5) vorhanden ist, die Stabilität
gewährleistet, wenn das Rettungsfloß schwimmt.
12. Rettungsfloß nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Überdachungen (54a, 54b) mit einer Formeinrichtung (66, 67) versehen sind, die
bewirkt, daß der Teil der Überdachung (54a, 54b), der sich an der Unterseite des
Rettungsfloßes befindet, wenn es auf dem Wasser schwimmt, nach unten in das
Wasser vorsteht und eine Stabilisierungseinrichtung für das Rettungsfloß bildet.
13. Rettungsfloß nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Formeinrichtung (66, 67) mit beiden Überdachungen (54a, 54b) verbunden ist, so daß,
unabhängig davon, welche der beiden Überdachung (54a, 54b) sich an der Unterseite
des Rettungsfloßes befindet, diese nach unten vorsteht.
14. Rettungsfloß nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Formeinrichtung eine Vielzahl elastischer Seile (66) und Gewichte (67)
umfasst.
15. Rettungsfloß nach einem der Ansprüche 12-14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stabilisierungseinrichtung, die entsteht, wenn der Teil jeder Überdachung (54a,
54b) durch die Formeinrichtung (66, 67) geformt wird, wenigstens eine
Wasserkammer umfasst.
16. Rettungsfloß nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wasserkammer mit wenigstens einem Loch (68) versehen ist.
17. Rettungsfloß nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wasserkammer mit wenigstens einer Quertrennwand versehen ist.
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