DE69701801T2 - Verbrennungsmotoren - Google Patents

Verbrennungsmotoren

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DE69701801T2
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Brennkraftmaschinen, die mit Hubkolben ausgestattet sind, Insbesondere, wenn auch nicht ausschließlich, mit solchen Maschinen einer allgemeinen Bauart, wie sie in der EP-A-0591153 geoffenbart Ist.
  • Das ältere Dokument beschreibt eine Maschine in der ein bzw. jeder Kolben zumindest über einen Abschnitt seines Arbeitsspiels so bewegt wird, daß das Zelt/Weg-Diagramm seiner Bewegung von der Sinusform abweicht, die an sich schon in konventionellen Maschinen erzeugt wird, in denen jeder Kolben mit einer zugehörigen Kurbel einer Kurbelwelle durch ein zugehöriges Pleuel verbunden ist. Während man in einer konventionellen Maschine versucht, die Verbrennung des Treibstoff-Luft Gemisches der Bewegung des Kolbens anzupassen, liegt dem älteren Dokument der Gedanke zugrunde, einen optimalen Verbrennungsablauf zu ermöglichen, wobei der Kolben so angetrieben wird, daß er der Verbrennung "folgt" und auf die Natur und den Verlauf der Verbrennung ausgerichtet wird.
  • Genauer dargelegt, offenbart das ältere Dokument eine Maschine, in der die Kolbenbewegung verzögert wird und sich somit an jener Stelle bzw. Im Bereich jener Stelle des Arbeitsspiels verlangsamt, wo in einer konventionellen Maschine die Zündung des Treibstoff-Luft Gemisches stattfindet und hernach sich wieder bis vor Erreichen des oberen Totpunktes (OT) beschleunigt. Dies beruht auf der Erkenntnis, daß sich in einer konventionellen Maschine, der Kolben im Zündpunkt im wesentlichen mit Höchstgeschwindigkeit bewegt und das Verdichtungsverhältnis sich im wesentlichen am stärksten verändert, wodurch die Geschwindigkeit der Ausbreitung der Flammenfront durch das Treibstoff-Luft Gemisch hindurch erschwert und die Art und Weise sowie die Vollkommenheit des Verbrennungsprozesses verschlechtert wird. Wird jedoch der Kolben im Bereich des Zündpunktes verlangsamt, bedeutet dies, daß der Druckanstieg des Treibstoff-Luft Gemisches bei Beginn der Ausbreitung der Flammenfront wesentlich geringer als üblich Ist, was dazu führt, daß sich die Flammenfront durch das Treibstoff-Luft Gemisch hindurch um vieles schneller als üblich ausbreitet.
  • Das ältere Dokument offenbart weiters, daß der Kolben so angetrieben wird, daß er seine maximale Beschleunigung und maximale Geschwindigkeit zwischen 0 und 40º nach dem OT erreicht, statt bei 90º nach dem OT, wie es bei einer konventionellen Maschine der Fall ist um sich dadurch langsamer als bei einer konventionellen Maschine im fetzten Teil seines Arbeitstaktes zu bewegen, ehe er den unteren Totpunkt (UT) erreicht. Das führt zu einer niedrigeren Temperatur der Abgase und somit zu geringeren NOx-Emissionen und geringerer Erosion der Auslaßöffnungen und der Auslaßventile.
  • Umfassende Tests wurden an Maschinen durchgeführt, die nach der EP-A- 0591153 konstruiert wurden und diese Tests haben ergeben, daß die Maschine verglichen mit konventionellen Maschinen, eine wesentlich erhöhte Leistungsfähigkeit sowie drastisch verringerte Emissionen unverbrannter Kohlenwasserstoffe Co und NOx aufweist. Tatsächlich haben diese Tests gezeigt, daß der Verbrennungsablauf in den nach dem älteren Dokument konstruierten Maschinen sich grundlegend vom Verbrennungsablauf in konventionellen Maschinen unterscheidet, was durch die Tatsache bewiesen wird, daß beispielsweise während der Verbrennung der Druckanstieg im Zylinder bei ca. 8,5 bar pro Grad der Drehung der Abtriebswelle liegt, verglichen mit etwa 2,5 bar in einer konventIonellen Maschine und daß die Verbrennung innerhalb von ungefähr 22º Drehwinkel der Abtriebswelle nach dem OT vollständig Ist, statt erst bei ungefähr 80º wie bei einer konventionellen Maschine.
  • Obwohl die Maschine, die in dem älteren Dokument beschrieben wird, mit Profilnocken ausgestattet ist, die mit den Kolben zusammenwirken und nicht mit einer konventionellen Kurbelwelle, und solche Nocken durchaus funktionell und technisch befriedigend sind, ist es vorzuziehen, die Maschine mit einer konventionellen Kurbelwelle auszustatten, da man Kurbelwellen bereits in Massenproduktion herstellen kann und die Technologie zur Erzeugung von Maschinen mit Kurbelwelle geläufiger, erprobt und mehr getestet ist als jene für Maschinen mit Nocken.
  • Die US-A-2508088 beschreibt eine Maschine deren Pleuel schwenkbar mit einem Ende eines langgestreckten Verbindungsteils verbunden Ist, der schwenkbar mit einer zugehörigen Kurbel an einer Stelle zwischen seinen Enden verbunden ist und dessen anderes Ende schwenkbar mit einem Ende eines Arms verbunden Ist, dessen anderes Ende so gelagert Ist, daß es um eine Achse rotieren kann, die sich parallel zur Kurbelwellenachse erstreckt. Ist die Maschine in Betrieb, wird das freie Ende des langgestreckten Verbindungsteils somit gezwungen sich um die Achse des Arms zu drehen mit einer Geschwindigkeit, die gleich der Kurbelwellengeschwindigkeit ist.
  • Die EP-A-0248ß55 offenbart eine Maschine mit einem Pleuel, dessen eines Ende mit einem langgestreckten Verbindungsteil verbunden Ist, der schwenkbar mit einer zugehörigen Kurbel an einer Stelle zwischen seinen Enden verbunden ist und dessen anderes Ende von einer Halterung gehalten wird, so daß er um eine Schwenkechse parallel zur Achse der Kurbelwelle schwenken kann. Die Halterung ist mit einem beweglichen Halteteil ausgestattet, der verbunden Ist, um sich um eine Achse, die sich parallel zur Kurbelwellenachse erstreckt zu drehen. Die Verbindung zwischen dem beweglichen Halteteil und dem langgestreckten Verbindungsteil läßt eine relative Gleitbewegung nur in einer Richtung parallel zur Längserstreckung des anderen Endes des langgestreckten Verbindungsteils zu.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Herstellung einer Brennkraftmaschine mit Hubkolben, in der das Zeit/Weg Diagramm der Bewegung des oder der Kolben von der Sinusform konventioneller Maschinen mit Kurbelwellenantrieb abweicht, beispielsweise ähnlich wie bei einer Maschine nach EP- A-0591153, wobei das Diagramm auch verändert werden kann, wenn die Maschine in Betrieb ist, auch wenn sie mit einer konventionellen Kurbelwelle ausgestattet ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Brennkraftmaschine vorgesehen, die einen oder mehrere Kolben enthält, von denen jeder in einem zugehörigen Zylinder hin und her bewegbar ist und schwenkbar mit einem Pleuel verbunden Ist, das mit einer zugehörigen Kurbel an einer Kurbelwelle verbunden Ist, wobei das Pleuel schwenkbar mit einem der Enden eines langgestreckten Verbindungsteils verbunden ist, welcher schwenkbar mit einer zugehörigen Kurbel an einer Stelle zwischen seinen Enden verbunden ist und dessen anderes Ende eine Stange bildet, die von einer Halterung gehalten ist, so daß der Verbindungsteil um eine parallel zur Achse der Kurbelwelle angeordnete Schwenkachse schwenken kann, wobei die Halterung einen ersten beweglichen Halteteil aufweist, der mit einem feststehenden Halteteil verbunden ist, und die Halterung weitere einen zweiten beweglichen Halteteil aufweist, wobei der erste bewegliche Halteteil mit einer Stange über eine Verbindung verbunden ist, die nur eine relative Gleitbewegung in Richtung der Stange zuläßt, und der erste bewegliche Halteteil so gelagert ist, daß er bezüglich des feststehenden Halteteils um die Schwenkachse schwenkbar ist, wobei die Brennkraftmaschine dadurch gekennzeichnet ist, daß der zweite bewegliche Halteteil so geführt ist, daß er bezüglich des feststehenden Halteteils linear in Richtung quer zur Längserstreckung der Stange bewegbar Ist, daß Betätigungseinrichtungen vorgesehen sind, die mit dem zweiten beweglichen Halteteil zusammenarbeiten und diesen Halteteil linear bewegen, und daß der erste bewegliche Halteteil mit dem zweiten beweglichen Halteteil verbunden ist, um bezüglich dieses Halteteils um die Schwenkechse zu schwenken.
  • In der Maschine gemäß der vorliegenden Erfindung. Ist das Pleuel somit nicht direkt schwenkbar mit der zugehörigen Kurbel verbunden sondern indirekt mittels eines der Enden eines Verbindungsteils, der sowohl mit der Kurbel als auch mit dem Pleuel schwenkbar verbunden ist. Das andere Ende des Verbindungsteils ist um eine dritte Schwenkachse, die parallel zu den beiden anderen Schwenkachsen verläuft schwenkbar, und parallel zu seiner Längserstreckung linear beweglich. Die Bewegung des Kolbens wird somit keine Sinunsform annahmen und kann nach Belieben verändert werden, indem man den Abstand und die Relativlage der drei Schwenkachsen des Verbindungsteils verändert, die im allgemeinen nicht in einer Ebene liegen. Die drei Schwenkachsen sollten jedoch so angeordnet werden, daß der Kolben annähernd die gleiche Bewegung ausführt wie in dar Maschine nach EP-A-0591153, Insbesonders, daß der Kolben so angetrieben wird, daß er sich am Zündpunkt deutlich langsamer bewegt als in einer konventionellen Maschine.
  • Der erste und der zweite bewegliche Halteteil können unterschledllche Formen haben und die relative Längsmobilität der relativen Gleitbarkeit des ersten beweglichen Halteteils und der Stange können durch den beweglichen Halteteil erzielt werden, der entweder eine Öffnung aufweist in der der Verbindungsteil in Längsrichtung gleitbar ist, oder Indem der bewegliche Halteteil mit einem Zapfen ausgestattet Ist, der in der Öffnung des Verbindungsteiles gleiten kann.
  • Die Erfindung ist sowohl für Zweitakt- als auch für Viertaktmaschinen des Otto oder Dieseltyps geeignet. Die Konstruktion gemäß der Erfindung erlaubt auch dann eine Änderung der Kolbenbewegung, z. B. zwischen Hoch- und Niederlast, wenn die Maschine in Betrieb ist.
  • Die Betätigungseinrichtungen können gegenläufige Hydraulikzylinder oder pneumatische Zylinder oder einen oder mehrere Nocken oder einen Exzenterzapfen aufweisen, der mit dem zweiten beweglichen Halteteil zusammenwirkt. Werden Nocken verwendet, empfiehlt es sich, zwei Identische Nocken zu verwenden, die gegenläufig mit dem zweiten beweglichen Halteteil zusammenwirken, wobei die beiden Nocken gekoppelt sind, um sich synchron zu drehen, beisplelsweise mittels eines Zahnriemens, der in Zahnriemenscheiben eingreift, die auf den gleichen Wellen sitzen, auf welchen auch die Nocken sitzen. Die Betätigungseinrichtungen können durch das Steuersystem der Maschine gesteuert werden und somit so angetrieben werden, daß sie den zweiten beweglichen Halteteil und somit die dritte Schwenkachse extrem schnell bewegen.
  • Handelt es sich um eine Viertaktmaschine, kann angestrebt werden, daß die Kolbenbewegung des Verdichtungshubes von Jener des Auspuffhubes abweicht, eventuell sogar auch zwischen Ansaughub und Arbeitshub. Das kann auf unterschiedliche Weisen erzielt werden, wobei in einer bevorzugten Ausführungsform, die Betetigungseinrichtung so mit der Kurbelwelle gekoppelt Ist, daß der zweite bewegliche Halteteil sich ständig linear hin und herbewegt, wenn die Maschine in Betrieb ist. Diese Hin und Herbewegung wird in Phase mit der Bewegung des zugehörigen Kolbens erfolgen, wodurch die Kolbenbewegung in jedem Verdichtungshub die gleiche ist, jedoch von der Kolbenbewegung im Auspuffhub abweicht.
  • Die Betätigungseinrichtungen können nicht nur dazu verwendet werden, die Art und Weise in der sich die Kolbenbewegung von der Sinusform unterscheidet zu variieren, sondern zumindest teilweise auch dazu diese Veränderung hervorzurufen und können somit während eines Kolbenhubs betätigt werden, beispielsweise am oder im Bereich des Zündpunktes um die erwünschte Verlangsamung des Kolbens an dieser Stelle zu bewirken.
  • Die Schwenkachse um welche der erste bewegliche Halteteil bezüglich des zweiten beweglichen Halteteils schwenkt, sollte wenn sich die Achse in der zentralen Position ihrer linearen Hin- und Herbewegung befindet, mit der Rotationsachse der Kurbelwelle in einer Ebene liegen, die sich im wesentlichen vertikal zur Achse des Zylinders erstreckt.
  • Der langgestreckte Verbindungsteil und die Halterung sollten bevorzugt so dimensioniert und angeordnet sein, daß bei laufender Maschine die Schwenkachse, um die das Pleuel bezüglich des Langgestreckten Verbindungsteils schwenkt, eine im wesentlichen ovale bzw. elliptische Bahn beschreibt, wobei die Hauptachse der Ellipse sich im wesentlichen parallel zur Achse des Zylinders erstreckt.
  • Während die beiden Abschnitte des Verbindungsteils an gegenüberliegenden Seiten der Kurbel mit welcher der Verbindungsteil schwenkbar verbunden ist, co-linear sein können, wurde herausgefunden, daß sie vorzugsweise etwas gegeneinander geneigt sein sollten beispielsweise zwischen 5 bis 45 gegeneinander.
  • Weitere Merkmale und Details der Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung von vier verschiedenen Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, in der die Fig. 1 bis 4 Jeweils schematisch, teilweise geschnitten, Ausschnitts von Teilen von vier Mehrzylinder- Viertaktmaschinen zeigen, wobei jeweils nur ein Zylinder und der zugehörige Kolben sowie dessen Verbindungskonstruktion dargestellt sind.
  • In eilen vier Ausführungen ist die Maschine mit vier Zylindern ausgestattet, obgleich sie auch mehr oder weniger oder sogar nur einen einzigen Zylinder aufweisen kann, dargestellt wird jedoch nur ein einziger Zylinder 2. Im Zylinder ist ein Kolben 4 hin- und her bewegbar gelagert. Der Kolben Ist, wie üblich, mit einem Pleuel 8 um eine Achse 5 schwenkbar verbunden. Unter dem bzw. jedem Zylinder 2 befindet sich eine Kurbelwelle 7, die in Fig. 1 nur schematisch und aus Gründen der Klarheit, in den Fig. 2 und 3 jedoch überhaupt nicht dargestellt wird, und die um eine Achse 8 drehbar gelagert Ist. Die Kurbelwelle trägt eine zugehörige Kurbel bzw. Kröpfung 10 für jeden Kolben. Das Pleuel 6 ist jedoch nicht direkt mit der zugehörigen Kurbel 10 verbunden, sondern statt dessen um eine Achse 12 schwenkbar mit einem Ende 11 eines zugehörigen langgestreckten Verbindungsteils 14. Dieser Verbindungsteil ist wiederum an einer Stelle zwischen seinen Enden schwenkbar um eine Achse 1B mit der zugehörigen Kurbel 10, über ein zwischenliegendes Lager 15 verbunden. Das andere Ende 18 des Verbindungsteils 14, der die Form einer hohlen oder massiven Stange aufweist, ist längsgleitbar in einer Halterung gehalten, deren Bauweise in allen Ausführungsbeispielen unterschiedlich Ist.
  • In der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 1 weist die Halterung einen beweglichen Halteteil 20 auf, der aus einer Buchse besteht, die durch eine diametrische Öffnung 22 In einen feststehenden Halteteil hindurchgeht, der aus einem hohlen Rohr oder einer Buchse 24 besteht, die auf die übliche Art und Weise mit dem Kurbelgahäuse (nicht dargestellt) verbunden Ist, und weiters durch eine Öffnung 23 in einen ansonsten massiven beweglichen zweiten Halteteil 28 hineingeht, der dem Inneren des feststehenden Haltetelis 24 angepaßt und dort geführt wird. Von der Außenseite der Buchse 20, an einer Stelle zwischen ihren Enden, stehen zwei einander gegenüberliegende Lagerzapfen 25 ab, die drehbar in zugehörige, einander gegenüberliegende Bohrungen 27 eingreifen, die in der Seitenwand des zweiten beweglichen Halteteils 26 ausgebildet sind, der im Inneren des feststehenden Halteteils 24 in Längsrichtung gleitbar Ist, um um eine weitere Schwenkachse 21 zu schwenken, wodurch die Buchse 20, in beschränktem Ausmaß, um die Zapfen 25 bezüglich des Halteteils 24 schwenken oder sich drehen kann, und sich auch in beschränktem Ausmaß in Richtung der Längserstreckung des Halteteils 24 geradlinig bewegen kann.
  • Der bewegliche Halteteil 28 liegt einander gegenüberliegenden Bereichen der Außenseite der Buchse 20 gegenüber. Der bewegliche Halteteil 28 kann durch Aufbringen hydraulischen oder pneumatischen Drucks auf seine Hinterseiten über Durchgangsöffnungen 28, die an jedem Ende des Halteteils 24 ausgebildet sind, innerhalb des Halteteils 24 längsbewegt werden. Als Alternative kann der Halteteil 26 auch indirekt durch Aufbringen einer Betätigungskraft an seine Hinterseiten, mittels zugehöriger hydraulischer oder pneumatischer Kolben bewegt werden.
  • Ist die Maschine in Betrieb, bleibt die Schwenkachse 21 für gewöhnlich feststehend und, da die Kurbelwelle 10 sich dreht und der Kolben 4 sich innerhalb des Zylinders 2 hin und her bewegt, beschreibt die Achse 16 der Kurbel 10 eine kreisförmige Bahn 29 und die Stange 18 gleitet in die Buchse 20 hinein und aus ihr heraus, die wiederum über ihre Lagerzapfen 25 vor und zurück schaukelt. Die Buchse 20 hindert die Stange 18 daran, sich linear schräg zu Ihrer Längserstreckung zu bewegen. Dia Schwenkachse 12 bewegt sich durch die Kinematik des Systems bedingt entlang einer etwas unregelmäßigen Bahn 30, die in Fig. 1 gezeigt ist und eins etwas verformt ovale oder im wesentlichen elliptische Gestalt hat. Vier spezielle Positionen der Schwenkachse 12 während einer Umdrehung der Kurbelwelle werden Jeweils mit 12, 12', 12", 12''' bezeichnet und die zugehörigen Positionen der Achse 5 werden jeweils mit 5, 5', 5", 5''' bezeichnet. Der Mechanismus führt zu einem Weg/Zeitdiagramm des Kolbens, das nicht die konventionelle Sinusform aufweist, wie es sich jedoch genau davon unterscheidet wird von der relativen Position der Achsen 12, 1ß und 21 abhängen. Diese sind dazu bestimmt, den erforderlichen Bewegungsablauf des Kolbens zu produzieren, beispielsweise einen solchen der der Maschine nach EP-A-0591 153 nahekommt.
  • Der Bewegungsablauf des Kolbens kann abgeändert werden, indem die Position der Schwenkachse 21 verändert wird. Das kann durchgeführt werden, indem der bewegliche Halteteil 26 und somit die Buchse 20 in Richtung der Längserstreckung des feststehenden Halteteils 24 bewegt wird. Die Veränderung der Position der Achse 21 kann am Ende eines oder von mehreren Kolbenhüben während jedes Arbeitsspiels durchgeführt werden, um unterschledllche Bewegungsabläufe zu erzielen, z. b. während der Verdichtungs- und Auspuffhübe. Der Positionswechsel kann alternativ auch durchgeführt werden um die Verbrennung optimal an unterschiedliche Belastungszustände anzupassen. Als weitere Alternative kann die Achse 21 während einem oder mehreren der Kolbenhübe bewegt werden, um einen nicht sinusförmigen Bewegungsablauf des Kolbens zu erzielen. In jedem Fall, sollte die Bewegung der Buchse 20 mittels des beweglichen Halteteiles 26 extrem schnell erfolgen, beispielsweise mittels Steuerung durch das Maschinensteuerungssystem, weiches bereits in den meisten modernen Fahrzeugmotoren vorgesehen ist.
  • In der zweiten in Fig. 2 veranschaulichten Ausführung, ist das zweite Ende des Verbindungsteils 14, das von einer Stange 18 gebildet ist, zwecks Gewichtseinsparung, hohl und durchsetzt eine Öffnung in dem ersten beweglichen Halteteil 20, der die Form einer Kugel oder eines Zylinders besitzt, wobei die Stange gleitbar in der Öffnung geführt ist. Der bewegliche Halteteil 20 ist in einer Öffnung, die sich durch einen zweiten beweglichen Halteteil 28 hindurch erstreckt dadurch gehalten, daß seine im Schnitt kreisförmige Außenfläche zwischen einander gegenüberliegenden komplementär gestalteten Oberflächen, die der Halteteil 28 besitzt, eingreift. Somit kann Sich der Halteteil 20 bezüglich des Haltetelis 28 um die Achse 21 drehen, sich bezüglich dieses Halteteils jedoch nicht linear bewegen. Gegenüber dem Halteteil 28 kann die Stange 18 somit nur eine Rotationsbewegung ausführen und sich linear, parallel zu ihrer Längserstreckung bewegen.
  • Der Halteteil 26 hat zwei einander gegenüberliegende bogenförmige Enden 30, welche mit zwei identen Nocken 31 zusammenwirken, die unter einem Winkel von 180º gegeneinander versetzt sind. Die Nocken 31 sind an zwei zugeordneten Wellen 32 angeordnet, die ebenfalls zugeordnete Zahnriemenscheiben 33 tragen. Ein Zahnriemen 34 läuft über die beiden Zahnriemenscheiben 33, wodurch diese Zahnriemenscheiben und somit die Nocken 31 sich synchron in gleicher Richtung drehen. Eine oder beide der Wellen 32 ist mit einem Betätiger (nicht abgebildet) verbunden, welcher beispielsweise vom Maschinensteuerungssystem des Fahrzeugs gesteuert wird, um intermilttierend oder kontinuierlich in Drehung versetzt zu werden, um den gewünschten Verlauf der Kolbenbewegung zu erzielen.
  • Der bewegliche Halteteil 26 ist so geführt, daß er sich linear, parallel zu seiner Längserstreckung bewegt, zu welchem Zweck der Halteteil mit zwei langgestreckten Schlitzen 35 versehen ist, durch die zugehörige Führungszapfen 36 hindurchtreten. Die Zapfen 38 sind mit dem feststehenden Halteteil verbunden, der aus Gründen der Klarheit nicht abgebildet ist, auf übliche Art und Weise jedoch mit dem Kurbelgehäuse verbunden ist oder einen Teil des Kurbelgehäuses bildet.
  • Die in Fig. 3 dargestellte Ausführung ist jener in Fig. 2 sehr ähnlich, in Fig. 3 trägt jedoch eine der Weilen 32 eine weitere Zahnriemenscheibe 37 und die Kurbelwelle 7 trägt ebenfalls eine Zahnriemenscheibe 38 bzw. ist ein Teil ihres Umfanges und bildet solcherart eine Riemenscheibe. Ein Zahnriemen 39 läuft über die beiden Riemenscheiben 37, 38 und verbindet diese auf Drehung. Die Größe der Riemenscheiben 37, 38 ist so bemessen, daß eine Umdrehung der Kurbelwelle 7 eine halbe Umdrehung der Riemenscheibe 37 bewirkt. Somit findet die lineare Hin- und Herbewegung des zweiten beweglichen Halteteils 28 phasengleich mit dem Arbeitszyklus der Maschine statt. Die Kolbenbewegung wird beispielsweise bei jedem Verdichtungshub gleich sein, jedoch von der Bewegung bei jedem Auspuffhub abweichen. Der bewegliche Halteteil 28 wird am OT gezeigt, das heißt in seiner dem Kolben nächstgelegenen Stellung, der Kolben wird am UT, zu Beginn des Verdichtungshubes gezeigt. Festgestellt wurde, daß dies zu einer ausgeprägteren Verzögerung des Kolbens im Bereich des Zündpunktes führt und somit auch zu einer Kolbenbewegung, die sich enger an die Kolbenbewegung nach EP-A-0591153 angleicht.
  • Die Ausführungsform gemäß Fig. 4 ist Jener der Fig. 3 sehr ähnlich, in Fig. 4 jedoch wird der Nockenantrieb, der die Hin- und Herbewegung der Halteteile 20, 28 erzeugt durch einen Exzentertrieb ersetzt. Somit werden die Nocken 31 sowie eine der Riemenscheiben 33 und der Zahnriemen 34 weggelassen. Die verbleibende Riemenscheibe 33 ist mit einem Exzenterzapfen 40 versehen, der schwenkbar einer Öffnung 41 gleichen Durchmessers angepaßt Ist, die in einem Ende eines langgestreckten Verbindungsteils 42 ausgebildet ist. Das andere Ende des Verbindungsteils 42 ist mit einer Öffnung versehen durch welche ein weiterer Schwenkzapfen 43 hindurchgeht, der auch eine mit der vorgenannten Öffnung korrespondierende Öffnung in dem zugeordneten Ende des beweglichen Haltetelis 26 durchsetzt. Dadurch führt die Drehung der Kurbelwelle 7 zu einer Drehung des Zapfens 40 um die Achse der Riemenscheibe 33, was wiederum zu einer Hin- und Herbewegung des beweglichen Halteteils 26, parallel zu seiner Längserstreckung mit einer Amplitude, die durch die Exzentrigität des Zapfens bestimmt ist führt.
  • In allen vorerwähnten Ausführungsformen ahmt die Kolbenbewegung, die Kolbenbewegung der Maschine nach EP. A-0591153 nach. Somit verlangsamt sich der Kolben im Bereich Jener Stelle, an der die Zündung erfolgt wesentlich, um sich denn wieder zu beschleunigen, ehe der OT erreicht wird.
  • Der Kolben erreicht somit seine maximale Beschleunigung und maximale Geschwindigkeit zwischen ungefähr 0º und 40º nach dem OT, anstatt um etwa 94º nach dem OT, wie in konventionellen Maschinen und bewegt sich hernach etwas langsamer als in einer konventionellen Maschine im letzten Teil seines Arbeitstaktes vor Erreichen des UT. Verglichen mit konventionellen Maschinen wird die Verweilzeit im UT ebenfalls verlängert. Für den Fell, daß eine weitere Verzögerung der Verwallzeit im UT erreicht werden soll, kann das relative Timing von beweglichem Halteteil 26 und Kolben in den Ausführungsformen der Fig. 3 und 4 geändert werden, was zu einer Erhöhung des volumetrischen Wirkungsgrads führt.

Claims (7)

1. Brennkraftmaschine mit einem oder mehreren Kolben (4), von denen jeder in einem zugehörigen Zylinder (2) hin und her bewegbar ist und schwenkbar mit einem Pleuel (6) verbunden ist, das mit einer zugehörigen Kurbel (10) an einer Kurbelwelle (7) verbunden ist, wobei das Pleuel (6) schwenkbar mit einem der Enden (11) eines langgestreckten Verbindungsteils (14) verbunden ist, welcher schwenkbar mit der zugehörigen Kurbel (10) an einer Stelle zwischen seinen Enden verbunden ist und dessen anderes Ende eine Stange (18) bildet, die durch eine Halterung (20.26.24) gehalten ist, so daß der Verbindungsteil um eine parallel zur Achse (8) der Kurbelwelle (7) angeordnete Schwenkachse (21) schwenken kann, wobei die Halterung einen ersten beweglichen Halteteil (20) aufweist, dar mit einem feststehenden Halteteil (24) verbunden ist, und die Halterung weiters einen zweiten beweglichen Halteteil (26) aufweist, wobei der erste bewegliche Halteteil (20) mit der Stange (18) über eine Verbindung verbunden ist, die nur eine relative Gleitbewegung in Richtung der Stange (18) zuläßt, und der erste bewegliche Halteteil (20) so gelagert ist, daß er bezüglich des feststehenden Halteteils um die Schwenkachse (21) schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite bewegliche Halteteil (26) so geführt ist, daß er bezüglich des feststehenden Halteteils (24) linear in Richtung quer zur Längserstreckung der Stange (18) bewegbar ist, daß Betätigungseinrichtungen (31; 40) vorgesehen sind, die mit dem zweiten beweglichen Halteteil (26) zusammenarbeiten und diesen Halteteil (26) linear bewegen, und daß der erste bewegliche Halteteil (20) mit dem zweiten beweglichen Halteteil (26) verbunden ist, um bezüglich dieses Halteteils um die Schwenkachse (21) zu schwenken.
2. Maschine nach Anspruch 1, in dar die Betätigungseinrichtung mit mindestens einem Nocken (31) ausgestattet ist, der mit dem zweiten beweglichen Halteteil (26) zusammenarbeitet.
3. Maschine nach Anspruch 2, in der die Betätigungseinrichtung mit zwei identischen Nocken (31) ausgestattet ist, die gegenläufig mit dem zweiten beweglichen Halteteil (26) zusammenarbeiten, wobei die beiden Nocken (31) gekoppelt sind um synchron zu rotieren.
4. Maschine nach Anspruch 1, in der die Betätigungseinrichtung mit einem Exzenterzapfen (40) ausgestattet ist, der mit dem zweiten beweglichen Halteteil (26) zusammenarbeitet.
5. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Betätigungseinrichtung (31; 40) mit der Kurbelwelle (4) gekoppelt ist, so daß der zweite bewegliche Halteteil (26) sich ständig linear hin und her bewegt, wenn die Maschine in Betrieb ist.
6. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Schwenkachse (21), wenn sie sich in zentraler Position ihrer Linearbewegung befindet, und die Rotationsachse (8) dar Kurbelwelle (7) in einer Ebene liegen, die sich im wesentlichen vertikal zur Achse des Zylinders (2) erstreckt.
7. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in der das Pleuel (6) mit dem langgestreckten Verbindungsteil (14) verbunden ist, um um die Schwenkachse (12) zu schwenken, wobei der langgestreckte Verbindungsteil (14) und die Halterung (20,26, 24) so dimensioniert und angeordnet sind, daß die Schwenkachse (12) einem im wesentlichen elliptischen Weg (30) folgt, wenn die Maschine in Betrieb ist, wobei die Hauptachse der Ellipse sich im wesentlichen parallel zur Achse des Zylinders (2) erstreckt.
DE69701801T 1996-05-13 1997-05-12 Verbrennungsmotoren Expired - Lifetime DE69701801T2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

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GBGB9609931.2A GB9609931D0 (en) 1996-05-13 1996-05-13 Internal combustion engines
PCT/GB1997/001291 WO1997043529A1 (en) 1996-05-13 1997-05-12 Internal combustion engines

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