-
HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
-
Gebiet der Erfindung
-
Die vorliegende Erfindung betrifft
die Verwendung einer Verbindung oder aktivierter T-Zellen, die eine hsp60-Autoimmunität herabzuregulieren
vermögen,
für die
Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zum Reduzieren
der Schwere einer host-versus-graft-Reaktion (HVGR) durch Senken der Autoimmunität gegenüber dem
Hitzeschockprotein hsp60. Insbesondere betrifft die Erfindung die
Verwendung eines hsp60 Proteins oder eines hsp60 Epitopepeptides
für die
Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Unterdrückung einer
Transplantatabweisung durch Senken der hsp60-Autoimmunität.
-
Beschreibung des Standes
der Technik
-
Autoimmunstörungen, z. B. insulinabhängige Diabetes
Mellitus (IDDM oder Typ I-Diabetes), Multiple Sklerose, rheumatische
Arthritis oder Thyroiditis sind gekennzeichnet durch eine Reaktion
des Immunsystems auf ein endogenes Antigen mit der Folge der Gewebebeschädigungen.
Diese Immunantwort auf Eigen-Antigene wird durch die dauerhafte
Aktivierung der eigen-reaktiven T-Lymphozyten aufrechterhalten.
-
Das 60 kDa Hitzeschockprotein (hsp60)
ist ein Stressprotein, das in allen Zellen des Körpers exprimiert wird. Nichtsdestoweniger
manifestieren gesunde Individuen eine hohe Häufigkeit von autoimmunen T-Zellen,
die spezifisch sind für
hsp60 Eigenepitope. Es kann gezeigt werden, dass die normale gesunde
Maus und der Mensch T-Zellen haben, die auf ihr eigenes hsp60 Antigene
gerichtet sind (Kaufmann, 1990; Kaufmann et al., 1994; Young, 1989;
Cohen, 1992b). Demnach sind diese autoimmunen T-Zellen auch an von T-Zellen
vermittelten Autoimmunerkrankungen beteilgt: eine hohe Konzentration
von gegen eigene hsp60-Antigene
gerichtete T-Zellen wurden bei Autoimmunläsionen der menschlichen chronischen
Arthritis (Cohen, 1991; Res et al., 1989, van Eden et al., 1989),
der Multiple Sklerose (Selmaj et al., 1991), der experimentellen autoimmunen
Enzephalomyelitis (Selmaj et al., 1991) und der adjuvanten Arthritis
(Hogervorst et al., 1992) gefunden. Es konnte weiterhin gezeigt
werden , dass Anti-hsp60 T-Zellen eine Rolle in der Diabetes Mellitus
im Mäusemodell,
in der Nicht-Obesen Diabetes (NOD) spielen (Elias et al., 1990;
Elias et al., 1991, Elias et al., 1994; Elias et al., 1995; Birk
et al., 1996a; Birk et al., 1993; Cohen, 1991).
-
NOD Mäuse entwickeln spontan eine
Typ I-Diabetes, die durch autoimmune T-Zellen verursacht wird, die
die Insulin erzeugenden ß-Zellen
der Langerhansschen Inseln betreffen. Der autoimmune Angriff ist
verbunden mit einer T-Zellenreaktivität auf eine Vielzahl von Eigenantigenen
einschließlich
einem Peptid des 60 kDa Wärmeschockproteins
(hsp60) und Peptiden der Glutaminsäuredehydrogenase (GAD). So
konnte beispielsweise die spontane Diabetes, die sich in dem NOD/Lt
Stamm der Mäuse
entwickelt mit hsp60 (U.S. Patent 5,114, 844) oder mit antigenen
hsp-Fragmenten, etwa als Peptid, das als P 277 bezeichnet wird,
entsprechend den Positionen 437–460
der humanen hsp60 Sequenz (PCT-Patentveröffentlichung Nr. W?90/ 10449); Varianten
des P 277 Peptids, in dem eine oder beide Cysteine an den Positionen
6 und/oder 11 sitzt ersetzt worden sind durch Valin und/oder der
Thr-Rest an der Position 16 ersetzt wird durch Lys (s. PCT-Veröffentlichung
W?96/19236), oder verschiedene andere Peptide wie solche, die durch
P12 und P32 bezeichnet werden, entsprechend den Positionen 166–185 beziehungsweise
466–485
der menschlichen hsp60 Sequenz (s. PCT-Anmeldung PCT/US96/11375).
Es ist zu beachten, dass das hsp60 Protein früher als hsp65 bezeichnet worden
ist, aber jetzt in Hinblick auf genauere Informationen über das
Molekulargewicht als hsp60 bezeichnet wird, beide Bezeichnungen
bezeichne dasselbe Protein.
-
Von der Immunisierung gegen hsp60
oder des Peptids P277 in einem geeigneten Adjuvant ist es bekannt
IDDM (W?90/10449) zu induzieren, wenn die Immunisation eine TH1
Antwort auslöst.
Eine Impfung mit hsp60 oder Peptid P277 ohne ein wirksames Adjuvant
und vorzugsweise mit einem tolerogenen Träger oder, besonders bevorzugt,
mit einem TH2 induzierenden aktiven Träger, kann eine Resistenz gegenüber dem
autoimmunen Prozess des IDDM erzeugen. Die subkutane Gabe von P277
in einem inkompletten Freundschen Adjuvant (IFA; Mineralöl) führt zur
Begrenzung des Fortschreitens der Krankheit bei jungen NOD Mäusen (Elias
et al., 1991) oder bei 12 – 17
Wochen alten NOD Mäusen
mit fortgeschrittener Insulitis (Elias et al., 1994 und 1995). Sowohl
beim Menschen (Elias et al., 1994 und 1995) als auch bei der Maus
(Birk et al., 1996a) waren Varianten von P277 wirksam. NOD Mäuse, die
transgen für
das Mäuse-hsp60-Gen
auf einer MHC Klasse II Promoters waren, zeigten eine Senkung ihrer
spontanen T-Zellen Proliferations-Antwort auf P277 und ein signifikanter
Anteil der Mäuse
wurde von der Entwicklung von Diabetes verschont (Birk et al., 1996b).
Darüber hinaus
führt die
Gabe von P277 bei C57BL/KsJ Mäusen
zum Abbruch der Entwicklung von autoimmuner Diabetes in Mäusen, die
zuvor eine sehr geringe Dosis von für ß-Zellen-toxisch wirkenden
Streptozotocin (STZ) erhalten hatten; eine Behandlung dieser Mäuse mit
einem Peptid der GAD65-Moleküle
war nicht effektiv (Elias et al., 1996). Bevorzugte TH2-induzierende aktive
Träger
zur Verwendung bei der Gabe derartiger hsp60 Fragmente sind bestimmte
Fettemulsionen wie etwa Intralipid oder Lipofundin (s. PCT/US96/11373).
-
Weiter wurden T-Zellen, die auf hsp60
oder anderen hsp-Molekülen
reaktiv waren, von das Herz betreffenden Eigentransplantaten (Moliterno
et al., 1995) sowie auch von anderen entzündlichen Läsionen (Selmaj et. al., 1991,
Mor et al., 1992) isoliert. Folglich sammeln sich Anti-hsp60 autoimmune
T-Zellen an Entzündungsorten.
Es wird angenommen, dass donorspezifische T-Lymphozyten, die solche
Charakteristiken wie etwa cytolytische Aktivität und Produktion vom Lymphokinen
zeigen, dort eine Tranplantatabstoßung vermitteln, wo hsp-reaktive T-Zellen
vermutlich eine Rolle in der Immunkaskade von entzündlichen
Prozessen bei der Transplantatabstoßung spielen (Moliterno et
al., 1995).
-
Es wurde kürzlich durch die Untersuchungen
der Erfinder der vorliegenden Anmeldung entdeckt, dass die erfolgreiche
Behandlung des autoimmunen Prozesses bei IDDM durch die Gabe des
Peptids P277 in Öl verursacht
wird durch den Effekt dieser Behandlung, in dem die Autoimmunität vom TH1-Typ
gegen mehrere unterschiedliche Antigene gestoppt und stattdessen
eine P277 Autoimmunität
im TH2 Modus aktiviert wird. T-Zellen vom CD4-Helfer Typ wurden
in zwei Gruppen aufgeteilt, TH1 und TH2, aufgrund der kennzeichnenden
Cytokine, die sie nach Aktivierung absondern (Mosman et al., 1989).
Das TH1-Zellen sekretieren IL-2, das die T-Zellen Proliferation
induziert, und Cytokine wie IFN-γ, die eine Gewebsentzündung vermitteln.
TH2-Zellen, dagegen sondern IL-4 und IL-10 ab. IL-4 hilft den T-Zellen
Antikörper
bestimmter IgG Isotypen abzusondern und unterdrückt die Erzeugung von TH1-entzündlichen
Cytokinen (Abas et al., 1994). IL-10 inhibiert indirekt die TH1-Aktivierung
durch Beeinflussen der Antigen-Präsentation und der Erzeugung
entzündlicher
Cytokine durch Makrophagen (Moore et al., 1993). Es sind diese TH1-Zellen,
die zu der Pathogenese organspezifischer Autoimmunerkrangungen beitragen.
Die TH1-Typ Antworten scheinen auch bei anderen von T-Zellen vermittelten
Krankheiten oder Zuständen,
wie einer Kontaktdermatitis (Romagnani, 1994), beteiligt zu sein Deshalb
kann eine Erkrankung mit einem Spektrum von Autoreaktivitäten mit
einem einzelnen Peptid ausgeschaltet werden, das dazu in der Lage
ist, eine T-Zellen Cytokin Umschaltung zu induzieren.
-
Die Transplantation ist gegenwärtig die
Behandlung der Wahl bei Organversagen. Während der achtziger Jahre des
20. Jahrhunderts spielte die Entdeckung des Cyclosporins A eine
Rolle bei der erheblichen Zunahme des Überlebens von Transplantaten.
Die Verwendung von Transplantaten ist jedoch immer noch begrenzt
wegen des Phänomens
der akuten Immunabstoßung
(host-versus-graft-Abstoßung
oder HVGR), das das transplantierte Gewebe innerhalb von Tagen oder
Monaten nach dem chirurgischen Eingriff zerstören kann. Die Steuerung oder
Regulation von HVGR ist entscheidend für die Entwicklung besserer
Transplantationsverfahren.
-
Die nichtspezifische immununterdrückende Therapie
bei einem erwachsenen Patienten erfolgt gewöhnlich durch Cyclosporin, beginnend
mit einer intravenösen
Gabe zum Zeitpunkt der Tranplantation und oral verabreicht, nachdem
die Nahrungsaufnahme toleriert wird. Typischerweise wird zum Zeitpunkt
der Transplantation auch Methylprednison gegeben, sodann auf eine
Beibehaltungsdosis reduziert. Auch Azathioprin wird oft in Verbindung
mit Prednison gegeben, um eine adäquate Immunsuppression zu erreichen.
Während
das Ziel der Immunsuppression darin besteht, das Transplantat zu
schützen,
kann die allgemeine oder übermäßige Immunsuppression
zu unerwünschten
Komplikationen führen,
z. B. zu opportunistischen Infektionen und potentiellen Malignitäten. Die
Toxitität
der immunsuppressiven Wirkstoffe ist dosisabhängig.
-
Mittel zum Verringern oder Vermeiden
von HVGR wurden seit langem gesucht. Ein Verfahren, das imstande
ist, die Heftigkeit des Abstoßungsvorgangs
und zum die Dosen von immunsuppressiven Wirkstoffen zu reduzieren,
die erforderlich sind, um das Transplantat zu erhalten, wären ein
erheblicher Fortschritt.
-
Das Zitieren von Dokumenten dient
hier nicht zur Anerkennung, dass diese Dokumente zum Stand der Technik
gehören
oder betrachtetes Material betrifft nicht die Patentierbarkeit irgendwelcher
Ansprüche
der vorliegenden Anmeldung. Jede Aussage bezüglich des Inhalts oder des
Datums jedes Dokuments basiert auf der Information, die dem Anmelder
zum Zeitpunkt der Einreichung verfügbar ist und bildet keine Behauptung
bezüglich
der Richtigkeit einer solchen Aussage.
-
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, die Verwendung einer Verbindung oder aktivierter T-Zellen
bereit zu stellen, die dazu in der Lage sind, eine hsp60 Autoimmunität herunterzuregeln,
für die
Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zum Verhindern
einer Transplantatzurückweisung
eines Spenderorgans oder von Gewebe bei einem Transplantatempfänger.
-
Die Erfindung betrifft die Erkenntnis,
dass dann, wenn das Hitzeschockprotein hsp60 oder Peptide oder Analoga
von diesem in einem Empfängersubjekt
vor der Transplantation eines Organs oder Gewebes gegeben wird,
die Autoimmunität
gegenüber
hsp60 heruntergeregelt wird, was zu der Verhinderung oder Unterdrückung der
Transplantatabstoßung
des transplantierten Organs oder Gewebes führt.
-
In Experimenten bezüglich der
Frage, ob in einer Autoimmunkrankheit beobachtete hsp60 Autoimmunität bei der
Abstoßung
von Transplantaten beteiligt war, zeigten die Untersuchungen der
Anmelder der vorliegenden Erfindung, dass die Expression von hsp60
in der Spenderhaut während
der Abstoßung
hochreguliert wurde. Das Abstoßen
von fremden Hauttransplantaten in Mäusen wurde weiter untersucht
und es wurde beobachtet, dass transgene Hautgewebetransplantate,
die Eigen-hsp60 überexprimieren,
bei normalen Mäusen einer
beschleunigten Abstoßung
unterlagen, wenn die Transplantate auch größere oder kleinere fremde-Histokompatibilitäts-Antigene
trugen. Wenn dagegen die Empfängermaus
kostitutiv Eigen-hsp60 überexprimierten,
zeigten sie nicht nur eine herabgesetzte hsp60-Autoimmunität, sondern
zeigten auch eine verlangsamte Abstoßung von Fremdhauttransplantaten.
Die Transplantatempfänger
konnten gegenüber
Fremdtransplantaten tolerant gemacht werden, wenn ihre hsp60-Autoimmunität durch
vorherige Gabe von hsp60 oder hsp60-Peptiden und analogen Peptiden
reduziert wurde. Die Erfinder der vorliegenden Anmeldung haben die überraschende
Entdeckung gemacht, dass Autoimmunität Fremdimmunität regeln
kann. Wenn die hsp60-Autoimmunität gesteigert
wird, wird auch die Fremdimmunität
und die Transplantatabstoßung
verstärkt,
wenn die hsp60-Autoimmunität
reduziert oder herabgeregelt wird, wird die Fremdimmunität und die
Transplantatimmunität
unterdrückt
oder verhindert.
-
Die vorliegende Erfindung betrifft
somit die Verwendung einer Verbindung oder aktivierter T-Zellen,
die dazu in der Lage sind, eine hsp60-Autoimmunität herabzuregeln,
für die
Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Unterdrückung und
Verhinderung einer Transplantatabstoßung. Durch Behandeln eines
Transplantatempfängers
mit einer solchen Zusammensetzung wird eine Herabregelung der hsp60-Autoimmunität in dem
Transplantatempfänger
verursacht entweder vor, gleichzeitig mit oder kurz nach Transplantation
eines Organs oder Gewebes, vorzugsweise unmittelbar davor.
-
Die hsp60-Autoimmunität kann in
jeder bekannten Weise und vorzugsweise durch Mittel, die bereits bekannt
sind für
die Herabregelung der hsp60-Autoimmunität bei der Behandlung von IDDM,
herabgeregelt werden. Die Herabregulation kann erreicht werden durch
Gabe einer pharmazeutischen Zusammensetzung, die eine Verbindung
aufweist, die dazu in der Lage ist, die hsp60-Autoimmunität herabzuregeln,
etwa hsp60 oder ein Peptidfragment von hsp60 oder ein analoges Salz
oder ein funktionales Derivat davon. Beispiele solcher Verbindungen
sind humanes hsp60 (SEQ ID NO: 1) und die folgenden Aminosäuren-Residuen
von SEQ ID NR: 1: Residuen 31–50,
Residuen 136–155,
Residuen 151–170,
Residuen 166–185,
Residuen 195–214, Residuen
255–274,
Residuen 286–305,
Residuen 346–365,
Residuen 466–485,
Residuen 511–530,
Residuen 343–366
und Residuen 458–474.
Beispiele von Analoga, die verwendet werden können, schließen die
Peptide von SEP ID NR: 2, SEQ ID NR: 3, SEQ ID NR: 4, SEQ ID NR:
5, SEQ ID NR: 6, SEQ ID NR: 7 und SEQ ID NR: 8 ein. Die Verbindung
wird vorzugsweise in einem tolerogenen Träger, etwa dem inkompletten Freund'schen
Adjuvant oder einem biologisch aktiven Träger gegeben, der die Induzierung
einer TH1 → TH2-Verschiebung unterstützt, etwa
einer Fettemulsion, die 10%–20%
Triglyceride pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, 1,2%–2,4% Phospholipiden
pflanzlichen und/oder tierischen Ursprungs, 2,25%–4,5% eines
Osmoregulators, 0%–0,5
% eines Antioxidants und steriles Wasser enthält.
-
Die vorliegende Erfindung betrifft
weiter ein Verfahren zum Auswählen
eines optimalen hsp-Peptids oder
eines Annalogs zum Herabregeln der hsp60-Autoimmunität in dem
bestimmten zu behandelnden Individuum. Antigen-präsentierende
Zellen pheripherer Blutlymphocyten, die aus dem Blut des Individuums
isoliert worden sind, können
mit einem Panel individueller Peptide kontaktiert werden. Die Peptide,
die als Ergebnis dieses Screenings einen optimalen Effekt auf die
hsp60-Immunität
haben, würden
als das optimale Antigen für das
zu verwen dende Vaccine selektiert werden, das für das bestimmte Individuum
zum Verhindern einer Transplantatabstoßung zu verwenden ist.
-
Hsp60, hsp60-Peptide und Analoga,
Salze und funktionale Derivate davon können für die Präparation einer pharmazeutischen
Zusammensetzung zum Herabregeln der hsp60-Autoimmunität in einem
Wirt und zum Herabregeln der Schwere der host-versus-graft-Reaktion
bei Organtransplantationen verwendet werden.
-
KURZE ERLÄUTERUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
1 zeigt
die Expression von hsp60 in Mäusehaut.
Die Bahnen 1–4
zeigen jeweils die hsp60-Expression während der Abstoßung von
BALB/c (H-2d)-Haut, die 10 Tage nach der
Transplantation bei allogenischen NOD (H-27)-Mäusen entfernt
wurde. Die Bahnen 5–8
zeigen die Expression von hsp60 in BALB/c-Haut, die 10 Tage früher auf
syngenetische BALB/c-Mäuse
transplantiert worden war. Bahn 9 zeigt die spontane Expression
von hsp60 in nicht-transplantierter E?-hsp60 transgener NOD-Haut.
Bahn 10 zeigt die Expression von hsp60 in nicht-transplantierter
Wild-Typ NOD-Haut.
-
Die 2A-F zeigen,
dass die Expression von hsp60 die allogene Hautabstoßung betrifft,
gemessen als Transplantatüberleben über die
Zeit. Die statistische Analyse des Hauttransplantatüberlebens
erfolgte unter Verwendung des Wildcoxon-Tests. 2A zeigt,
dass E?-hsp60 transgene Haut nicht abgestoßen wurde, wenn sie auf eine
NOD-Wild-Typ Maus transplantiert wurde und 2B zeigt,
dass Eα-hsp60 transgene Mäuse-Wild-Typ-Haut nicht abstößt. 2C zeigt die beschleunigte Abstoßung (p < 0,0001) von E?-hsp60
transgener NOD-Maus (Rauten) verglichen zu Wild-Typ NOD-Haut transplantiert
auf BALB/c-Mäuse
(Quadrate). 2D zeigt die beschleunigte
Abstoßung
(p < 0,038) von
Eα-hsp60 transgener, männlicher
NOD-Haut transplantiert auf HY inkompatible, weibliche NOD-Wild-Typ
Mäusen. 2E zeigt die Verzögerung bei der Abstoßung (p = 0,004) durch allogene C57BL/6 (H-2b)-Haut durch Eα-hsp60 transgene
NOD-Mäuse
(H-27). 2F zeigt
Verzögerung
der Abstoßung
(p = 0,001) von BALB/k CH-2k-Haut durch Eα-hsp60 transgene
Mäusen. Jede
Gruppe beinhaltete 10–12
Mäuse.
-
Die 3A–B zeigen,
dass die Behandlung mit hsp60 oder hsp60-Peptiden eine verzögerte Abstoßung von
Hautallotransplantaten gemessen anhand des Transplantatüberleben über die
Zeit. 3A und 3B zeigen
die Effekte der Behandlung von C57BL6 (H-2b)-Mäusen (3A) oder NOD (H-2g7)
Wild-Typ Mäusen (3B) mit hsp60 (50 μg in inkompletten Freundschem
Adjuvant, Sigma), subkutan in den Rücken zwei Wochen vor der Transplantation
von BALB/c (H-2d)-Haut gegeben (Elias et
al., 1994; Elias et al., 1995). Rekombinates humanes hsp60 wurde
wie beschrieben präpariert
(Elias et al., 1990). Die Kontrollgruppen von Mäusen wurden nicht behandelt
(offene Quadrate) oder mit inkomplettem Freundschen Adjuvant, das
50 μg rekombinante
Glutationtransferase enthielt, behandelt (offene Rauten). Die Unterschiede
in der Abstoßung
zwischen der Behandlung mit hsp60 (geschlossene Quadrate) und der
Kontrollgruppe, bestimmt unter Verwendung des Wilcoxon-Tests, waren
signifikant (p < 0,05
für 3A und p < 0,001 für 3B).
-
4 zeigt,
dass die Behandlung mit hsp60 Peptiden eine verzögerte Abstoßung von Hautallotransplantaten
induziert. Wild-Typ-NOD (H-2g7)-Mäuse wurden
mit verschiedenen hsp60 Peptiden in inkomplettem Freundschen Adjuvant
behandelt. Peptide der Maus hsp60-Sequenz wurden synthetisiert und
wie beschrieben gereinigt (Elias et al 1991). Die Sequenz des Peptids
p11 ist Val-Ile-Ala-Glu-Leu-Lys-Lys-Gln-Ser-Lys-Pro-Val-Thr-Thr-Pro-Glu-Glu-Ile-Ala-Gln (SEQ ID NR:
9). Peptid p277 ist das V-substituierte humane p277 Peptid Val-Leu-Gly-Gly-Gly-Val-Ala-Leu-Leu-Arg-Val-Ile-Pro-Ala-Leu-Asp-Ser-Leu-Thr-Pro-Ala-Asn-Glu-Asp (SEQ ID NR:
7) wie früher
beschrieben (Elias et al 1991) und als kreuzreaktiv mit dem Mäuse-p22-Homolog
nachgewiesen (Birk et al., 1996a). Die Kontrollmäuse wurden nicht behandelt
(offene Quadrate) oder wurden mit inkomplettem Freundschen Adjuvant
mit 50 μg
Peptid p11, einem nicht-immunogenen hsp60 Kontroll-Peptid (geschlossene
Rauten) behandelt. Die Unterschiede in der Abstoßung zwischen der Behandlung
mit p12 (geschlossene Quadrate) oder p277 (offene Dreiecke) und
die Kontrollen waren signifikant (p < 0,001). Jede Gruppe beinhaltete 10–12 Mäuse.
-
EINGEHENDE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
-
Die vorliegende Erfindung basiert
auf der Entdeckung, dass die hsp60-Autoimmunität als ein Beschleuniger für Fremdimmunität wirkt
und auf der weiteren Entdeckung, dass die Herab-Regulierung der hsp60-Autoimmunität die Transplantatabstoßungsreaktion
unterdrückt
oder verhindert. Dementsprechend reduziert die Verwendung einer
Verbindung oder aktivierter T-Zellen
in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung die Intensität der host-versus graft-Reaktion
(HVGR) und erlaubt eine Reduktion der Dosierung immunosuppressiver
Wirkstoffe, wie Cyclosporin und Prednison, die erforderlich sind,
um das Transplantat zu erhalten. Die Verwendung einer Verbindung
oder aktivierter T-Zellen nach der vorliegenden Erfindung wird vorzugsweise
gemeinsam mit der immunosuppressiven Wirkstoffbehandlung durchgeführt, die
Dosen der Wirkstoffe werden jedoch geringer sein und weniger Nebeneffekte
bewirken.
-
Die Herab-Regulierung der hsp60-Autoimmunität ist bereits
für andere
Indikationen bekannt, etwa zur Prevention oder zur Behandlung der
IDDM oder des Anfangsstadiums der IDDM. Solche Verfahren sind bekannt,
sie schließen
die Gabe von hsp60, Peptiden des hsp60-Moleküls oder Varianten von diesen
mit einem tolerogenen Träger
ein, um eine Toleranz gegenüber
hsp60 zu erzeugen und damit die hsp60-Autoimmunattacke herab zu
regeln oder mit einem biologisch aktiven Träger, der eine TH1 → TH2-Verschiebung
vermittelt. Es ist bekannt, dass die hsp60-Autoimmunität immer
dann herab geregelt werden kann, wenn eine Verschiebung von hsp60
T-Zellen, die überwiegend
vom TH1-Typ sind, auf hsp60 T-Zellen, die vorwiegend vom TH2-Typ
sind, verursacht wird. Die Verwendung eines biologisch aktiven Trägers in
einem solchen Vaccin, der eine solche TH1 → TH2-Verschiebung bewirkt,
wird zur Erreichung einer solchen hsp60-Autoimmunitätsherabregelung
bevorzugt.
-
Ein anderes Vorgehen, das in dem
Stand der Technik zum Herabregeln der hsp60-Autoimmunität bekannt
ist, schließt
die Aktivierung autologer T-Zellen ex vivo gegenüber hsp60 oder Peptiden oder
Varianten davon und deren Rückgabe
an den Wirt ein, um so eine Immunantwort zu verursachen, die gegen
T-Zellen gerichtet ist, um so autoimmune Anti-hsp60 T-Zellen zu unterdrücken und
damit die hsp60-Autoimmunität
herab zu regeln. Siehe dazu das erteilte US Patent Nr. 5,578,303,
dessen gesamter Inhalt hier durch Bezugnahme einbezogen wird.
-
Es sind so viele Wege zur Herabregulierung
der hsp60-Autoimmunität
bereits bekannt und die vorliegende Erfindung ist nicht per se auf
solche Verfahren zum Herabregeln der hsp60-Autoimmunität gerichtet. Die vorliegende
Erfindung ist darauf gerichtet, dass ein solches Herabregulieren
bei Gabe an Transplantatempfänger
die Transplantatabstoßung
verhindern oder unterdrücken
wird. Entsprechend soll die Verwendung einer Verbindung oder aktivierter
T-Zellen, die in der Lage sind, die hsp60-Autoimmunität herab
zu regulieren, für
die Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung bei einer
Verwendung für
Transplantatemp fänger, entweder
direkt vor, gleichzeitig oder kurz nach der Transplantation durch
die vorliegende Erfindung erfasst sein.
-
Ein bevorzugtes Verfahren, das ein
Herabregulieren der hsp60-Autoimmunität bewirkt, ist die Gabe von
hsp60-Protein oder hsp60-Peptiden oder Varianten als ein immunologischer
Wirkstoff mit einem tolerogenen oder biologisch aktiven Träger. Die
humane hsp60-Proteinsequenz
ist SEQ ID NR: 1 und Tabelle 1 listet Peptide und Peptidanaloga
von hsp60 auf, die eine hsp60-Autoimmunität herabregeln. Diese Peptide
und Analoga haben sich als nützlich
bei der Verhinderung oder Behandlung des autoimmunen Vorgangs von
insulinabhängiger
Diabetes Mellitus (IDDM) erwiesen (siehe PT/US96/11375). Der Fachmann
erkennt, dass das hspt60-Protein und die hsp60-Peptide, die in Tabelle
1 identifiziert sind, nicht beschränkende Beispiele immunologischer
Wirkstoffe sind, die als ein Teil einer pharmazeutischen Zusammensetzung
zum Herabregeln der hsp60-Autoimmunität und der Transplantatabstoßung gegeben
werden können.
Die Selektion des Proteins oder des Peptids als immunologischer
Wirkstoff, der fast immer optimal für einen bestimmten Transplantatempfänger verwendet
werden kann, wird später
in diesem Abschnitt diskutiert werden.
-
TABELLE
1
| Peptide | SEQ
ID NO: (Residuen) |
| p3 | 1
(31–50) |
| p 10 | 1
(136–155) |
| p11 | 1
(151–170) |
| p12 | 1
(166–185) |
| p14 | 1
(195–214) |
| p18 | 1
(255–274) |
| p20 | 1
(286–305) |
| p24 | 1
(346–365) |
| p29 | 1
(421–440) |
| p30 | 1
(436–455) |
| 32 | 1
(466–485) |
| p35 | 1
(511–530) |
| p39 | 1
(343–366) |
| p278 | 1
(458–474) |
| p277 | 1
(437–460) |
| p277
(Lys19) | 2 |
| p277
(Val6) | 3 |
| p277
(Val6-Lys19) | 4 |
| p277
(Val11) | 5 |
| p277
(Val11-Lys19) | 6 |
| p277
(Val6-Val11) | 7 |
| p277
(Val6,11-Lys19) | 8 |
| Mäuse p12 | 9 |
| Mäuse p38 | 10 |
-
Wenn hier nicht anders spezifiziert,
ist die humane Sequenz gemeint. Die Maus-p 12-Peptide und die Maus-p38-Peptide
sind von den Maus-hsp60-Protein und entsprechend den Residuen 168–188 bzw.
556–573 vom
Maus-hsp60 abgeleitet.
-
Das hsp60-Protein oder die hsp60-Peptide,
die als immunologischer Wirkstoff in der pharmazeutischen Zusammensetzung
verwendet und zum Verhindern oder Unterdrücken der Transplantatabstoßung gegeben
werden, sollen Salze und funktionelle Derivate von diesen umfassen,
aber auch hsp60-Peptidanaloge, etwa solche, wie sie für Peptid
p277 in Tabelle 1 beispielhaft angegeben sind, solange die biologische
Aktivität des
Proteins oder Peptids bezüglich
der Herabregelung von hsp60-Autoimmunität beibehalten wird.
-
Varianten des hsp60 Peptids p277,
hier als „Peptidanaloga"
bezeichnet, bei denen der einzige Threoninrest durch einen Lysinrest
und/oder ein oder beide der Cysteinreste durch ein oder mehrere
Valinresr ersetzt worden war, wurde vorher bei den Untersuchungen
der Erfindern der vorliegenden Anmeldung als ebenso aktiv wie p277
bei der Herabregulierung der hsp60-Autoimmunität erkannt, wie eine Behandlung
gegen IDDM. Es wird erwartet, dass , dieselben Peptideanaloga die
hsp60-Autoimmunität
herabregeln, wenn sie zur Verhinderung oder Unterdrückung der
Transplantatabstoßung
einer Organ- oder einer Gewebetransplantation folgend gegeben werden.
-
„Salze" von hsp60-Peptiden
nach der Erfindung, die von der Erfindung beachtet werden, sind
physiologisch akzeptable organische und anorganische Salze.
-
„Funktionale Derivate" der
hsp60-Peptide, wie sie hier verwendet werden, decken die Derivate
ab, die von den funktionellen Gruppen präpariert werden können, die
als Seitenketten an den Residuen oder den N- oder C-terminalen Gruppen
auftreten, durch Mittel, die in dem Stand der Technik bekannt sind.
Sie werden von der Erfindung eingeschlossen, solange sie pharmazeutisch
akzeptabel bleiben, d. h. sie die Aktivitäten der Peptiden nicht zerstören, sie
schließen
jedoch toxische Eigenschaften auf Zusammensetzungen nicht ein und beeinflussen
deren antigenische Eigenschaften nicht nachteilig.
-
Diese Derivate können, beispielsweise, aliphatische
Ester der Carboxylgruppen, Amide der Carboxylgruppen, erzeugt durch
Reaktion mit Ammoniak oder primären
oder sekundären
Aminen, N-Acylderivate der freien Aminogruppen der Aminosäurenresiduen
gebildet durch Reaktionen mit Alkylgruppen (beispielsweise Alkanoyl
oder carbocyclischen Aroylgruppen) oder O-Acylderivaten freier Hydroxylgruppen
(beispielsweise denen von Seryl oder Threonylresiduen) gebildet
durch Reaktion mit Alcylgruppen aufweisen.
-
Die Behandlung zur Herunterregelung
der hsp60-Autoimmunitäts
erfolgt vorzugsweise unmittelbar vor der Transplantation. Der Ausdruck „unmittelbar"
soll eine Zeitperiode einschließen,
während
der die Herabregulierung der hsp60-Autoimmunität durch eine solche Behandlung
ausgeführt
wird, noch in dem Wirt vorhanden bleibt, vorzugsweise zu einem Zeitpunkt
derart, dass die optimale Herabregulation mit dem Zeitpunkt der Transplantation
zusammenfällt.
Die Behandlung zur Herabregelung der hsp60-Autoimmunität kann auch gleichzeitig
mit der Transplantation oder kurz danach ausgeführt werden. Der Ausdruck „kurz danach"
soll eine Zeitdauer einschließen,
bei der die hsp60-Autoimmunitätherabregelung
vor dem Auftreten einer erheblichen Transplantatabstoßung eintritt.
-
Bei der vorliegenden Erfindung kann
die Gabe der pharmazeutischen Zusammensetzung, die hsp60, die hsp60-Peptide
oder Analoga davon, als immunologisch aktive Wirkstoffe zur Herabregelung
der hsp60-Autoimmunität
in einem Empfänger
auf verschiedenen, bekannten Wegen erfolgen, etwa oral, intranasal,
intravenös,
intramuskulär
oder subkutan. Bevorzugte Arten der Gabe sind intravenös, was als
Induzieren einer Toleranz bekannt ist oder oral oder intranasal,
was bekannt ist, eine TH1 → TH2-Verschiebung
zu induzieren. Siehe Wraith et al., 1995; Metzler et al., 1996;
Metzler et al., 1995; Tian et al., 1996; Daniel et al., 1996; Weiner
et al., 1994. Die bevorzugte Dosierung des hsp60-Proteins oder der
Peptide oder Analoga davon, liegt in dem Bereich von etwa 100 μg bis 25–30 mg vor
der Transplantation des Organs oder des Gewebes. Eine optimale Dosierung
oder Verabreichung kann durch den Fachmann durch Messen einer Verschiebung
von einer TH1-Cytokinantwort auf eine TH2-Cytokinantwort bestimmt werden.
-
Während
es bevorzugt ist, die hsp60-immunologischen Wirkstoffe vor der Transplantation
in Abhängigkeit
von dem Ausmaß der
Herabregelung der hsp60-Autoimmunität zu geben, können weitere
Gaben von hsp60-Protein der Peptiden oder Analoga davon nach der
Transplantation gegeben werden, um das Ausmaß der hsp60-Autoimmunität weiter
zur reduzieren oder herab zu regeln. Ebenso kann eine Impfung mit
T-Zellen, die spezifisch auf die hsp60-autoimmunologischen Wirkstoffe
sind und in vitro durch einen Kontakt mit dem hsp60-immunologischen Wirkstoffen
aktiviert worden sind, kann weiter die hsp60-Autoimmunität herab
regeln und eine Transplantatabstoßung nach der Transplantation
unterdrücken.
-
Die Gabe von hsp60-immunologischen
Wirkstoffen erfolgt vorzugsweise die Gabe einer konventionellen
immunsuppressiven Therapie begleitend, obwohl die Reduktion der
Schwere der HVGR eine Reduktion der Dosierung der üblichen
imunsuppressiven Wirkstoffe, etwa Cyclosporin oder Prednison erlaubt.
-
Eine Transplantationabstoßung erwies
sich als durch hsp60-Autoimmunität
reguliert und die Unterdrückung
oder Verhinderung von hsp60-Autoimmunität, die der Organ- oder Gewebstransplantation
folgte, wird nicht von einer T-Zellentoleranz oder Anergie begleitet,
sondern eher mit einer Verschiebung in den Cytokinen, die von den
autoimmunen T-Zellen, die auf hsp60 oder hsp60-Peptide reaktiv sind,
von einem TH1-artigem Profil (unter Erzeugung von IL-2, IFNγ zu
einem TH2-artigen Profil (IL-4, IL-10) begleitet. Das Einhergehen
der hsp60-Proteingabe
oder hsp60-Peptidgabe mit einem Umschalten in der Reaktivität auf solche
immunologischen Stoffe von einer T-Zellen-Proliferation auf Antikörper weit
darauf hin, dass der protektive Effekt sich aus einer Verschiebung
in den predominanten Cytokinen ergibt, die durch die autoimmunen
T-Zellen in der behandelten Person erzeugt werden. TH1-Zellen sekretieren
IL-2, das eine T-Zellen Proliferation und Cytokine wie IFN-? induziert,
die eine Gewebsentzündung
vermitteln, wodurch sie zu der entzündlichen Antwort gegen transplantierte
Organe oder Gewebe beitragen; TH2-Zellen dagegen sekretieren IL-4
und IL-10. IL-4 hilft B-Zellen, Antikörper bestimmter IgG-Isotypen
zu sekretieren und unterdrückt
die Erzeugung von TH1-Entzündungscytokine.
IL-10 verhindert indirekt eine TH1-Aktivation durch Beeinflussen
der Antigenpräsentation
und der entzündlichen
Cytokinproduktion durch Macrophagen. TH2-Zellen unterdrücken so
die TH1-Aktivität
(siehe Liblau et al., 1995). Die Verschiebung von einem TH1-artigem
zu einem TH2-artigen Verhalten wurde durch die Analyse der Isotypen
der Antikörper
festgestellt, die vor oder nach einer Peptid p277-Therape in seiner Verwendung
bei der Behandlung von IDDM erzeugt wurden. Jede gleichzeitige Behandlung,
die diese TH1 → TH2-Verschiebung
unterstützt,
kann in Verbindung mit der beiliegenden Erfindung benutzt werden.
-
Es wird erwartet, dass verschiedene
Epitope des hsp60-Proteins für
die hsp60-Autoimmunität
bei unterschiedlichen Individuen wichtiger sein können. Es
ist beispielsweise bekannt, dass Individuen verschiedener humaner
Leukozytenantigen (HLA)-Typen verschiedene HLA-Moleküle haben. Diese verschiedenen
Arten von HLA-Molekülen
haben ihre individuellen Peptidbindungsmotive. Bei einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung können
daher die autologen peripheren Blutlymphozyten des beabsichtigten Empfängers gegen
eine Gruppe von hsp60-Peptiden geprüft werden, um zu sehen, welches
Peptid den optimalen Effekt auf die hsp60-Autoimmunität hat. Es
ist in dem Stand der Technik anerkannt, dass Klasse II-MHC-Moleküle an 12–15 Aminosäurenresiduen
lange Peptide binden, mit einer minimalen Länge, die vielleicht lediglich
9 Aminosäurenresiduen
besitzt und das Klasse I-MHC-Moleküle Peptide von 7–9 Aminosäurenresiduen-Länge binden.
Die Peptide von hsp60, wie sie in Tabelle 1 angegeben sind, können geeignet
geprüft werden,
um eines oder mehrere optimale Peptide zu bestimmen, die einem bestimmten
individuellen Empfänger
gegeben werden können
oder einem Empfänger
eines bestimmten HLA-Typs, um eine TH2 Cytokin Antwort zu verschieben
und dadurch ihre/seine eigene hsp60-Autoimmunität herabzuregeln. Das optimale
Peptid sollte für
verschiedene Individuen vom selben HLA-Typ gleich sein.
-
Irgendwann wird eine größere Kenntnis über die
Peptid-Bindungsstruktur von HLA-Molekülen eine Vorhersage erlauben,
welche Peptide am besten an die Bindungsstelle passen und angeboten
werden. Bis dahin können
Prüftechniken,
wie sie im folgenden dargestellt werden, verwendet werden.
-
Periphäre Blutlymphozyten (PBL) eines
individuellen humanen Empfängers
können
von Blut durch eine Ficoll-Hypaque Dichtegradientenzentrifugation,
wie sie in dem Stand der Technik bekannt ist, isoliert werden. Diese
Probe der Lymphozyten des Empfängers
kann auf Bindung der zu prüfenden
Peptide in Übereinstimmung
mit dem Verfahren, das in Mozes et al., U. S. Patent 5,356,779 offenbart
ist, getestet werden, oder kann auf in vitro T-Zellen-Proliferation
und anschließender
T-Zellen Cytokin Antwort zur Analyse zum Bestimmen einer optimalen
oder nahezu optimalen hsp60-Peptids für einen spezifischen individuellen
Empfänger
geprüft werden.
Mozes et al., U.S. Patent 5,356,779, das hier durch Bezugnahme einbezogen
wird, offenbart die direkte Bindung von Peptiden, die T-Zellen Epitope
sind, an humane Antigen-präsentierende
Zellen (APC) in periphären
Blutlymphozyten, die aus Vollblut durch Ficoll-Hypaque Dichtegradientenzentrifugation
isoliert worden sind. Die Detektion der gebundenen T-Zellen Epitope
wird durch Beobachten beispielsweise einer Fluoreszenzprobe, etwa
Phycoerythrin oder seiner Analoga, das kovalent an die Peptidepitope
konjugiert ist, erreicht. Eine Gruppe von überlappenden Peptiden von sieben
bis fünfzehn
Aminosäurenresiduen-Länge kann also
von der Gesamtlänge
des hsp60-Proteins präpariert
und auf eine Bindung mit APC des Empfängers geprüft werden. Diejenigen, die
optimal binden, sind diejenigen, die zur Verwendung für den bestimmten
Empfänger
bei der Herabregelung der hsp60-Autoimmunität bevorzugt sind.
-
Ein anderer Weg zum Prüfen dieser
Gruppe von Peptiden ist das Testen der Lymphozyten des Empfängers auf
eine in vitro Proliferation im Vorhandensein eines jeden Peptids
der Gruppe oder das Testen auf eine TH1-TH2 Verschiebung, die durch
solche Peptide verursacht wird. Die Überstände der mit Testpeptiden mit
einer Konzentration von 5–50 μg/ml kultivierten
T-Zellen können zu
verschieden Zeitpunkten gesammelt werden und auf die Aktivität verschiedener
Cytokine geprüft
werden, etwa IFN? und IL-4, die in das Kulturmedium abgegeben worden
sind, was durch ELISA unter Verwendung von standardmäßigen ELISA
Protokollen oder das Vorhandensein von Antikörpern bestimmter Klassen quantifiziert
werden kann.
-
Es ist beispielsweise bekannt, dass
in Mäusen
T-Zellen vom TH1-Typ die Produktion von Antikörpern der IgG2a-Klasse induzieren,
während
Antikörper
vom TH2-Typ die Produktion von Antikörpern der IgG1-Klasse induzieren.
Während
die humanen Äquivalente
bisher nicht gut definiert sind, kann, wenn der Unterschied begründet ist,
eine Prüfung
auf den Isotyp der Antikörper
zu dem hsp60 immunologischen Wirkstoff verwendet werden, um die
Verschiebung von einer TH1-T-Zellen Antwort auf eine TH2-T-Zellen
Antwort zu beobachten. Es ist beispielsweise bekannt, dass im Menschen
der IgE Isotyp durch TH2-Zellen induziert wird.
-
Entsprechend ist es bekannt, dass
TH1-Zellen Cytokine sekretieren, die eine T-Zellen-Proliferation und
Cytokine wie IFNγ induzieren, die eine Gewebeentzündung vermitteln.
Auf der anderen Seite sekretieren. TH2-Zellen IL-4, das β-Zellen
hilft, Antikörper
der IgG und IgE Klasse zu sekretieren und die Produktion von TH1
entzündlichen
Cytokinen unterdrücken,
als auch von IL-10, was indirekt eine TH1-Aktivierung durch Beeinflussung
einer Antigen-Prä sentation
und Produktion von entzündlichen
Cytokinen von Makrophagen verhindert. Entsprechend wird eine Messung
der Cytokin-Profile der in vitro gewachsenen T-Zellen auch ein Anzeichen
einer Verschiebung von einer TH1 T-Zellen Antwort auf eine TH2 Z-Zellen
Antwort sein. Die TH1 → TH2 Verschiebung
kann daher als ein Marker zum Beobachten der in vitro Antwort von
T Lymphozyten eines Empfängers
auf verschiedene Testpeptide bei dem Bestimmen von optimalen oder
nahezu optimalen Peptiden dienen.
-
Besondere Verfahren zur Prüfung der
Isotypen von Antikörpern
und zur Überprüfung des
Vorhandenseins von verschiedenen Cytokinen bilden an sich keinen
neuen Teil der vorliegenden Erfindung. Sie sind dem Fachmann in
verschiedener Art und Weise zur Prüfung auf Antikörper-Isotype
oder für
die verschiedenen Cytokine, die von TH1- und den TH2-Zellen erzeugt
werden, bekannt. Solche Verfahren können für die Zwecke der vorliegenden
Erfindung zum Erkennen einer TH1 zu TH2 Verschiebung verwendet werden.
Die hier gezeigten Beispiele offenbaren illustrative Verfahren,
um dies zu tun, sie sollen jedoch die vorliegende Erfindung nicht
darauf beschränken.
-
Wenn das Verfahren, das zur Herabregelung
der hsp60-Autoimmunität
ausgewählt
worden ist, die Gabe von hsp60 oder eines Peptids oder einer Variante
davon ist, muss der Träger
oder das gewählte
Adjuvant einer sein, der eine Toleranz zu dem gegebenen Peptid erzeugt
oder der aktiv eine TH1 → TH2
Verschiebung induziert. Ansonsten könnte die Autoimmun-Antwort sogar verstärkt werden.
Beispiele solcher bekannter tolerogener Trägerstoffe schließen Mineralölträger wie
das inkomplette Freudsche Adjuvant (IFA) ein. IFA ist eine Emulsion
von mineralischem Öl.
IFA ist jedoch nicht für
die menschliche Verwendung zugelassen, da mineralisches Öl nicht
metabolisierbar ist und von dem Körper nicht abgebaut werden
kann.
-
Biologisch aktive Träger, die
die TH1 → TH2
Verschiebung verstärken,
sind besondere bevorzugt in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung. Es hat sich kürzlich gezeigt, dass bestimmte
Fettemulsionen, die seit vielen Jahren für die intravenöse Ernährung von
menschlichen Patienten verwendet werden kann, auch als biologisch
aktive Vehikel für
eine Peptidtherapie, die die Peptide der vorliegenden Erfindung
verwendet, wirken können.
Zwei Beispiele derartiger Emulsionen sind die käuflich erhältliche Fettemulsionen, die
als „Intralipid"
und Lipofundin bekannt sind. „Intralipid"
ist eine eingetragene Marke von Kabi Pharmacia, Schweden, für eine Fettemulsion
zur intravenösen
Ernährung,
beschrieben in dem US Patent Nr. 3,169,094. „Lipofundin" ist eine eingetragene
Marke von B. Braun, Melsungen, Deutschland. Beide beinhalten Sojabohnenöl als Fett
(100 oder 200 g in 1.000 ml destilliertem Wasser: 10% bzw. 20%).
Eidotterphosphorlipide werden als Emulgatoren in Intralipid (12
g/l destilliertem Wasser) verwendet und Eidotterlecithin in Lipofundin
(12 g/l destilliertem Wasser). Die Isotonizität ergibt sich aus der Zugabe
von Glycerol (25 g/l) sowohl in Intralipid als auch in Lipofundin.
Diese Fettemulsionen sind recht stabil und wurden für die intravenöse Ernährung von
Patienten, die an gastrointestinalen oder neurologischen Störungen leiden,
verwendet, es vermeidet eine orale Ernährung, sie können so
die Kalorien erhalten, die sie zum Erhalt des Lebens benötigen. Gewöhnliche
tägliche
Dosen für
eine intravenöse
Ernährung
kann bis zu einem Liter täglich
betragen.
-
Obgleich Intralipid und Lipofundin
bevorzugte Beispiele biologisch aktiver Träger für das als Behandlung zur Unterdrückung oder
Verhinderung einer Transplantatabstoßung gegebenes Protein oder
peptidimmunologischer Wirkstoff sind, kann jeder pharmazeutisch
akzeptabler Träger,
insbesondere Lipidträger,
die eine Verschiebung von einer TH1 Antwort zu einer TH2 Antwort
verursachen, in der pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung verwendet werden. Vorzugsweise umfasst ein solcher biologisch
aktiver Lipidträger
eine Fettemulsion, die 10–20%
Triglyceride pflanzlichen und/oder tierischen Ursprungs , 1,2– 2,4% Phospholipide
pflanzlichen und/oder tierischen Ursprungs, 2,25–4,5% Osmoregulator, 0–0,05% Antioxidans und
steriles Wasser auf 100% auf. Intralipid und Lipofundin sind die
am meisten bevorzugten Beispiele dieser bevorzugten Fettemulsionen.
Die Triglyceride und Phospholipide pflanzlichen oder tierischen
Ursprungs können
von jedem geeigneten pflanzlichen Öl, etwa Sojabohnenöl, Baumwollsamenöl, Kokosnussöl oder Olivenöl oder von
Eidotter oder Rinderserum gewonnen werden. Vorzugsweise ist das
Gewichtsverhältnis
zwischen Triglyceriden und Phospholipiden etwa 8 : 1.
-
Jeder geeignet Osmo-Regulator kann
zu der Fettemulsion, vorzugsweise Glycerol, Xylitol oder Sorbitol
zugegeben werden. Die Fettemulsion kann optional ein Oxidans, beispielsweise
0,05% Tocopherol aufweisen.
-
Ein bevorzugter biologisch aktiver
Träger,
der bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, ist eine
Fettemulsion, die 10% Sojabohnenöl,
1,2% Eidotter-Phosholipide, 2,5% Glycerol und steriles Wasser auf
100 ml (Intralipid 10%) aufweist. In einem anderen Ausführungsbeispiel
ist die Trägersubstanz
eine Fettemulsion, die 20% Sojabohnenöl, 2% Eidotter-Phospholipide,
2,5% Glycerol und steriles Liter auf 100 ml aufweist.
-
Bei einem anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die Trägersubstanz
eine Fettemulsion, die 5% Sojabohnenöl und weitere 5% Triglyceride
tierischen Ursprungs, beispielsweise 5% Kettentriglyceride von Butter,
1,2% Eidotterlecithin, 2,5% Glycerol und destilliertes Wasser auf
100 ml (Lipofundin 10%) aufweist. In einem anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel
des biologisch aktiven Lipidträgers
wird die Fettemulsion, wie sie oben definiert ist, durch Zentrifugation
verarbeitet, beispielsweise bei 10.000 g oder mehr, so dass eine
kleine, triglycerid-reiche (etwa 90% Triglyceride) Schicht auf der
Oberfläche
der phospholipidangereicherten wässrigen
Dispersion, die ungefähr
1 : 1 Triglyceride : Phospholipide enthält, und diese letztgenannte
wässrige Dispersion
wird als lipide Trägersubstanz
in der pharmazeutischen Zusammensetzung der Erfindung benutzt.
-
Die Fettemulsionen, die bei der vorliegenden
Erfindung genutzt werden können,
werden vorzugsweise frisch aufbereitet oder nach der Speicherung
in einem Behälter,
der gegenüber
der Atmosphäre
nicht offen ist, benutzt. Eine längere
Lagerung von Intralipid, beispielsweise bei dem Vorhandensein atmosphärischer
Luft, verursacht eine Abnahme des pH Wertes und eine entsprechende
Abnahme der biologischen Aktivität.
-
Die Wirksamkeit der Herabregelung
der hsp60-Autoimmunität
kann in dem Wirt durch Beobachten der TH1 → TH2 Verschiebung in diesem
beobachtet werden. Dies kann in der Art und Weise erreicht werden,
wie es in der PCT/US96/11374 mit der Veröffentlichungsnummer WO 97/02052
beschrieben ist.
-
Nachdem die Erfindung jetzt allgemein
beschrieben worden ist, wird diese unter Bezugnahme auf das nachfolgende
Beispiel, das zur Erläuterung
dient, besser verständlich.
Dieses Beispiel dient nicht dazu, die vorliegende Erfindung einzuschränken. Das
hier beschriebene Beispiel zeigt die Effektivität der vorliegenden Erfindung
in einem wissenschaftlich akzeptierten Mäusemodell für das Überleben einer Hauttransplantation.
-
BEISPIEL 1:
-
Um festzustellen, ob die natürliche Autoimmunität gegenüber hsp60
nur mit der Gesundheit verträglich ist,
oder aber ob die natürliche
hsp60-Autoimmunität
tatsächlich
zur Funktion des Immunsystems beiträgt, haben die Arbeiten der
Erfinder der vorliegenden Anmeldung eine hsp60-transgene NOD-Maus
entwickelt, die Mäuse-hsp60
unter der Einwirkung des Promoters für den Haupt-Histokompatibilitätskomplex
(MHC) Klasse II Eα Moleküle (Birk et al., 1996b) überexpremiert.
Diese Mäuse
exprimieren hohe Mengen von hsp60 im Thymus und in antigen-präsentierenden
Zellen (APC) im gesamten Körper,
was zu einem relativen Verlust ihrer ansonsten spontanten hsp60-Autoimmunität führt. Untersuchungen
zur spontanen autoimmunen Diabetes in diesen transgenen NOD-Mäusen haben
gezeigt, dass hsp60-Autoimmunität
kritisch für
die Zerstörung
der Selbst-Beta-Zellen ist (Birk et al., 1996b). Wie unten gezeigt,
werden die Eα-hsp60-transgenen Mäuse entweder als Spender von
Haut, die mit Selbst-hsp60 Expression angereichert ist oder als
Empfänger
von Fremdhaut genutzt.
-
Die Erfinder der vorliegenden Anmeldung
haben erkannt, dass hsp60 in abgestoßenen Transplantaten überexprimiert
wird und dass in den Eα.-hsp60 transgenen Mäusen eine
solche Überexpression
als von funktionaler TH1 vermittelter Bedeutung bei der Transplantatabstoßung nachgewiesen
wurde. Die Transplantatabstoßung
kann weiter durch eine therapeutische Modulation von hsp60-Atuoimmunität verzögert und
sogar verhindert werden. Die Ergebnisse dieser Experimente werden
unten beschrieben.
-
1 zeigt
die Expression von Maus-hsp60 in der Haut von Wildtyp-Mäusen, das
einem allogenen Wirt transplantiert worden ist und einer Abstoßung unterliegt
(Bahnen 1–4)
oder auf syngenetischen Wirte transplantiert worden ist und toleriert
wird (Bahnen 5–8).
Rasierte Haut wurde chirurgisch entfernt und in TENN-Puffer (50
mlM Tris, pH 8,0, 5 mM EDTA, 0,5% NP-40, 150 mM NaCl) lysiert. Gleiche Mengen
von Protein (50 μg,
bestimmt unter Verwendung des Bradford-Reagents, Biorad) wurden
auf 10% SDS-PAGE fraktioniert und auf Nitrocellulosepapiet für eine Western
Blotanalyse transferriert (Towbin et al., 1979) unter Verwendung
von LK1, einem monoklonalen Antikörper, der für hsp60 spezifisch ist (Boog
et al., 1992), in einer 1 : 500 Verdünnung, und einem ECL-Detektionssystem
(Amersham, UK). Es kann durch Vergleichen der Bahnen 1–4 bis 5–8 erkannt
werden, dass dieser Prozess der Abstoßung die Expression von hsp60
in Wildtyp-Haut steigert. Die erhöhte Expression von hsp60 in
dem Gebiet des Abstoßungsvorgangs
scheint es der hsp60-Autoimmunität
zu erlauben, eine Rolle in dem Vorgang der Transplantationsabstoßung zu
spielen.
-
Um dieser Frage nachzugehen, verwendeten
die Anmelder der vorliegenden Erfindung transgene Mäuse. 1 zeigt weiter, dass die
Expression von hsp60 konstitutiv in E?-hsp60 transgener NOD Haut
(Spur 9) verstärkt
ist verglichen mit Wildtyp-NOD-Haut (Spur 10), wahrscheinlich aufgrund
der Aktivierung des MHC Klasse III Promotors in den dendritischen
Zellen der Haut (Kampgen et al., 1991). Die Konsequenzen dieser konstitutiven Überexpression
sind in 2 gezeigt, in der 1 cm2 Hautabschnitt von dem Rücken getöteter Spendermäuse geschnitten
und in Salzlösung
gewaschen wurde. Stücke
von dorsaler Haut in der Größe von einem
cm2 wurden von der mit Nembutal 6 mg/ml,
025 ml pro Maus behandelt anästhesierten
Empfängermaus entfernt,
und durch die Spenderhauttransplantate ersetzt. Histoacryl (B. Braun
Mesungen AG, D-34209 Melsungen, Deutschland) wurde um die Transplantate
herum aufgebracht und Nobecutan (ASTR, Astra Tech, POB 13, Glos
G15, UK) wurde über
diese gesprüht.
-
Die 2A und 2B zeigen, dass die Eα-hsp60 NOD
transgene Haut nicht abgestoßen
wird, wenn sie auf eine nicht-transgene NOD-Empfängermaus übertragen wird. Die hsp60-transgene Haut hat
also nicht ein fremdes Histokompatibilitäts-Antigen während des
Einfügens
des Maus-hsp60-Transgens angenommen; E?-hsp60 transgene Haut ist
noch eigen. Nichtsdestoweniger zeigen die 2C und 2D, dass das überexpremierten Eα-hsp60-Transgen die Allotransplantatabstoßung in
zwei unterschiedlichen Abstoßungssystemen erheblich
verstärken
kann. 2C zeigt die Beschleunigung
der Hautabstoßung über die
MHC-Grenze (NOD H2g7 Haut transplantiert auf allogene BALB/c
H-2d Mäuse),
der mittlere Abstoßungstag
wurde von 20 auf 12 Tage reduziert (p < 0,0001), während 2D die
Beschleunigung der Abstoßung
durch weibliche NOD-Empfänger
von männlicher
Eα-hsp60 transgener NOD-Haut verglichen mit der Abstoßung von
männlicher
Wildtyp-Haut wird der mittlere Abstoßungstag von 55 auf 30 Tage
reduziert (p < 0,038).
Die Abstoßung
männlicher Haut
durch syngene weibliche Mäuse
wird durch ein kleines Histokompatibilitäts-Antigen verursacht, das
durch das männliche
Y-Chromosom (Scott et al., 1995) codiert ist. Die konstitutive Überexpression
von Selbst-hsp60 in transgener Spenderhaut verstärkt den Abstoßungsvorgang,
der auf die Fremdtransplantations-Antigene gerichtet ist, entweder
größer und
kleiner.
-
2E und 2F zeigen das umgekehrte Experiment, wobei
die Empfänger
NOD-Mäuse
Träger
der Eα-hsp60 Transgene sind und daher eine herabgesetzte
hsp60-Autoimmunität
haben (Birk et al., 1996b). Verglichen mit der Wildtyp NOD-Maus
zeigten die E?-hsp60 transgenen Mäuse einen verzögerten mittleren
Tag der Abstoßung
von allogenen C57BL/6 (H-2b) Hauttransplantaten
(2E) von 20 Tagen (p = 0,004) und
von BALB/k (H-2k) Hauttransplantaten (2F) von 10 Tagen (p = 0,0001). Die Abstoßung von
BALB/k (H-2d) und BALB/b (H-2b)
Haut war signifikant verzögert
(p = 0,001 bzw. p = 0,015) nicht gezeigt. Mäuse mit unterdrückter Anti-hsp60-Autoimmunität zeigen
eine herabgesetzte Allotransplantatsabstoßungsreaktion.
-
Die Arbeiten der Erfinder der vorliegenden
Anmeldung haben kürzlich
entdeckt, dass die hsp60-Autoimmunität in Wildtyp-NOD-Mäusen (Elias
et al., 1990; Elias et al., 1991; Elias et al., 1994; Elias et al.,
1995) und in anderen Stämmen
(Elias et al., 1996) durch therapeutisches Impfen der Mäuse subkutan
mit ganzen hsp60 oder hsp60 Peptiden emulgiert in mineralischem Öl (incompletten
Freund'schen Adjuvans; IFA) moduliert werden kann. Der Mechanismus
der Modulation (Elias et al., 1996) scheint eine Verschiebung im
Phänotyp der
T-Zellenantwort
auf hsp60 vom entzündungsfreundlichem
TH1-Typ zu einem entzündungsfeindlichen TH2-Typ
der Antwort einzuschließen
(Finkelman et al., 1990).
-
Die 3A–3B zeigen,
dass eine solche Impfung einer Wildtyp-NOD (H-2g7)
Empfängermaus
oder einer C57BL/6 (H-2b) Maus zwei Wochen
vor der Transplantation von BALB/C (H-2d)
Haut eine Verzögerung
in der Hautallotransplantatabstoßung verursachte. Es ist aus 3A ersichtlich, dass C57BL/6 Mäuse, ein Stamm
der nicht dafür
bekannt ist, an einer spontanen Autoimmunerkrankung zu leiden, eine
signifikant verlängerte Überlebenszeit
von BALB/c Hauttransplantaten nach der Impfung mit hsp60 (p < 0,01) zeigten. C57BL/6
Mäuse,
die nur mit IFA geimpft worden waren oder mit dem rekombinanten
Kontrollantigen Glutationtransferase, zeigten keine verlängerte Überlebenszeit
der BALB/c Haut. Es ist aus 3B erkennbar,
dass NOD Mäuse
auch eine verzögerte
Abstoßung
der BALB/c allogenen Haut nach einer hsp60 Impfung hatten verglichen
mit einer Impfung mit dem rekombinanten Kontrollantigen (p < 0,0001). 4 zeigt, dass ein Impfen der
NOD Maus mit hsp60 Peptiden auch die Überlebenszeit der allogenen
BALB/c Haut verlängerte
(p < 0,001). Es
ist erkennbar, dass die hsp60 Peptide p12 und p277 effektiv waren
verglichen mit der unbehandelten Maus. Dagegen verlängerte Peptid
p11, das in NOD Mäusen
nicht immunogen ist, die Überlebenszeit
des Hautallotransplantats nicht. Die Behandlung der NOD Maus mit
einem immunogenen Peptid von mycobacteriellem hsp60, das nicht mit
Eigen-hsp60 kreuzreaktiv ist, verlängerte die Überlebenszeit des Allotransplantats auch
nicht (nicht gezeigt). Die Impfung mit hsp60 oder verschiedenen
hsp60 Peptiden, die wie gezeigt die spontane hsp60 Autoimmunität beeinflussen
kann (Elias et al., 1990: Elias et al., 1991, Elias et al., 1994;
Elias et al., 1995; Elias et al., 1996), kann daher die Abstoßung von
Fremdhaut signifikant hemmen.
-
In 1 ist
gezeigt, dass die Belastung der Transplantationsreaktion die hsp60
Expression auch in der nicht-transgenen Wildtyp-Haut heraufregulieren
kann. T-Zellen, die auf hsp60 und andere hsp-Moleküle reaktiv
sind, wurden von Herz-Allotransplantaten (Moliterno et al., 1995),
aber auch von anderen entzündlichen Läsionen (Selmaj
et al., 1991; Mor et al., 1992) isoliert. Die anti-hsp60 autoimmunen
T-Zellen akkumulieren sich daher an Orten der Entzündung. Es
wird angenommen, dass die konstitutive Überexpression von hsp60 in
der Spender-Eα-hsp60-Haut
die Aktivierung von anti-hsp60 autoimmunen T-Zellen an dem Ort verstärken und
die lokale Immunantwort durch Hinzufügen von entzündungsfördernden
(TH1-Typ) Cytokinen wie INFγ (Finkelman et al., 1990) bei
der Allotransplantationsreaktion vergrößern, wodurch andere T-Zellen,
angeregt und begründigt
werden, die auf die Fremdantigene antworten. Umgekehrt sollten hsp60
autoimmune T-Zellen, die zum Erzeugen von antientzündlichen
Cytokinen vom TH2-Typ aktiviert wurden, wie IL-10, zum Absenken der
Effektor-Immun-Reaktion
durch eine Form von Hilfsunterdrückung
dienen (Weiner et al., 1994). Um zu prüfen, ob die Behandlung mit
hsp60 Peptiden, die Cytokin-Antwort modifiziert, wurden NOD- oder
C57BL- Mäuse mit
hsp60 oder mit hsp60 Peptid p12 behandelt. Die Kontrollmäuse wurden
gar nicht oder mit einer Salzlösung, die
in IFA emulgiert war, behandelt. Die Mäuse wurden mit BALB/c Hauttransplantaten
transplantiert und zwanzig Tage später, gerade bei Beginn der
Transplantatabstoßung
in den Kontrollmäusen,
wurden Gruppen von fünf
bis zehn Mäusen
getötet
und ihre Milzzellen individuell in einer standardisierten gemischten
Lymphozytenreaktion (MLR) mit bestrahlten BALB/c Milzzellen als
Stimulator (Lohse et al., 1990) geprüft. Die MLR Kulturen wurden
auf eine T-Zellen Proliferation durch Thymidin-Inkorporation geprüft (Lohse et al., 1990). Es
ergab sich kein signifikanter Unterschied zwischen den behandelten
und den Kontrollgruppen. Dennoch wurden auch die MLR-Medien auf
das Vorhandensein von TH1 Cytokin IFNγ und von TH2 Cytokin
geprüft.
Es hat sich ergeben, dass die T-Zellen der Kontrollmäuse 9,25 ± 1,7 ng/ml
IFNγ produzierten, währen
die T-Zellen der
mit hsp60 und p12 behandelten Mäuse
nur 3,13 ± 1,4
ng/ml IFNγ (p = 0,002) erzeugten. Im Gegensatz zu der Abnahme
von IFNγ zeigten die behandelten Mäuse eine erhöhte Produktion
von IL-10; 8 ± 1,4
ng/ml verglichen mit 3,5 ± 0,6
ng/ml in den Kontrollmäusen
(p = 0,004). Die Verlängerung
der Überlebensdauer
der Hauttransplantate, die durch Impfung mit hsp60 oder hsp60-Peptiden
induziert war, war begleitet worden von weniger IFN? und mehr IL-10,
das während
der MLR in vitro sekretiert worden war. Es hat sich weiter gezeigt,
dass die Eα-hsp60 transgenen NOD-Mäuse eine besondere Abnahme
in ihrer IFN? (TH1) Antwort auf hsp60 ausbilden. Diese Ergebnisse
legen nahe, dass die Modulation der Allotransplantat-Reaktion durch
hsp60 Autoimmunität durch
unterschiedliche Cytokinprodukti on vermittelt wird. Unabhängig von
diesem Mechanismus zeigen die vorliegenden Ergebnisse, dass eine
hsp60 Autoimmunität
kritisch in der Antwort auf Fremdantigene sein kann, starke oder
schwache. Die natürliche
Autoimmunität
gegen hsp60 und möglicherweise
andere natürliche
Eigenantigene, die in dem immunologischen Homunculus erkannt worden
sind (Cohen 1992a; Cohen 1992), haben eine regulative Bedeutung.
-
Über
diese theoretische Spekulation hinaus kann die Manipulation der
hsp60 Autoimmunität
praktischen Nutzen haben. Die Arbeit der Erfinder der vorliegenden
Erfindung hat gezeigt, dass die natürliche hsp60 Autoimmunität benutzt
werden kann, zum Induzieren von T-Zellen zur Unterstützung für eine Antwort
auf schwach immunogene bakterielle Antigene durch die Verwendung
von hsp60 Peptid-bakteriellen Zuckerkonjugaten (Konen-Waisman et
al, 1995). Daher kann das Hochregulieren der Autoimmunität gegen
hsp60 kann helfen, eine Infektion zu bekämpfen. Die vorliegende Erfindung
zeigt, dass die Herabregulierung der natürlichen hsp60 Autoimmunität bei der
Vermeidung einer Transplantatabstoßung nützlich ist.
-
Nach der vollständigen Beschreibung dieser
Erfindung ergibt es sich für
die Fachwelt, dass diese innerhalb eines großen Bereichs äquivalenter
Parameter, Konzentrationen oder Bedingungen verwirklicht werden
kann, ohne sich von dem Gedanken und Schutzbereich der Erfindung
zu entfernen und ohne weitere Experimente.
-
Obgleich die Erfindung in Verbindung
mit bestimmten Ausführungsbeispielen
beschrieben worden ist, versteht es sich, dass weitere Abwandlungen
möglich
sind. Diese Anmeldung soll verschiedene Variationen, Verwendungen
oder Adaptionen der nachfolgenden Erfindungen im Allgemeinen beinhalten,
die Prinzipien der Erfindung schließt solche Abweichungen von
der vorliegenden Erfindung ein, wie sie allgemein bekannt sind oder
allgemeine Praxis sind in dem Stand der Technik, auf den sich die
Erfindung bezieht und wesentliche Merkmale, die im Folgenden beschrieben
sind und die sich aus dem Schutzbereich der beiliegenden Erfindung ergeben.
-
Eine Bezugnahme auf bekannte Verfahrensschritte, übliche Verfahrensschritte,
bekannte Verfahren oder übliche
Verfahren ist in keiner Weise ein Zugeständnis, das irgendeinen Aspekt,
eine Beschreibung oder ein Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung in dem relevanten Stand der Technik offenbart,
gelehrt oder vorgeschlagen wird.
-
Die vorangehende Beschreibung der
besonderen Ausführungsbeispiele
wird so vollständig
durch die allgemeine Natur der Erfindung erfasst, dass andere durch
Anwendung der Kenntnisse innerhalb des Standes der Technik (einschließlich des
Inhalts der hier zitierten Druckschriften) die Erfindung modifizieren
und/oder für verschiedene
Anwendungen adaptieren können.
Für bestimmte
Anwendungen in solchen Ausführungsbeispielen
ohne erhebliche Versuche, ohne sich von dem allgemeinen Konzept
der vorliegenden Erfindung zu lösen.
Solche Adaptionen und Modifikationen sollen innerhalb der Bedeutung
und des Bereiches der Äquivalente
der offenbarten Ausführungsbeispiele,
basierend auf der Lehre und der Anleitung, die hier präsentiert
ist, sein. Es versteht sich, dass die Phrasen oder die Terminologie
hier nur zur Erläuterung
und nicht zur Einschränkung
dient, so dass die Terminologie oder Ausdrucksweise der vorliegenden
Beschreibung durch den Fachmann im Lichte der Lehre und der Führung, die
hier präsentiert
worden ist, in Kombination mit der Kenntnis des Fachmanns zu interpretieren
ist.
-
Literaturverzeichnis:
-
Abas, A. K. et al., eds., "Cellular
and Molecular Immunology", 2nd ed. W. B. Saunders
Co., pp.
239–260
(1994).
Birk et al. Opin. Immunol. 5: 903–909 (1993).
Birk et al.
J. Autoimm. 9: 159–166
(1996a).
Birk et al. Proc. Natl. Acad. Sci. (USA) 93: 1032–1037 (1996b).
Boog,
C. J. et al. J. Exp. Med. 175: 1805–1810 (1992).
Cohen, I.
R. Annu. Rev. Immunol. 9: 576–589
(1991).
Cohen, I. R. Immunol. Today 13: 441–444 (1992a).
Cohen, I.
R. Immunol. Today 13: 490–494
(1992b).
Daniel, D. et al. Proc. Natl Acad Sci (USA) 93: 956–960 (1996).
Elias,
D. et al. Proc. Natl Acad Sci (USA) 87: 1576–80 (1990).
Elias, D.
et al. Proc. Natl Acad Sci (USA) 88: 3088–3091 (1991).
Elias, D.
et al. Lancet 343: 704–706
(1994).
Elias, D. et al. Diabetes 44: 1132–1138 (995).
Elias, D.
et al. Diabetes 45: 1168–1172
(996).
Finkelman, F. D. et al. Annu. Rev. Immunol. 8: 303–333 (1990).
Hogervorst,
E. J. M. et al. Intern. Immunol. 4: 719 (1992).
Kampgen, E.
et al. Proc. Natl. Acad. Sc. (USA) 88: 3014–3018 (1991).
Kaufmann,
S. H. E. Immunol. Today 11 129–36
(1990).
Kaufmann, S. H. E. The Biology of Heat Shock Proteins
and Molecular Chaperones (1994).
Konen-Waisman, S. et al. J.
Immunol. 5977–5985
(1995).
Kristiansen, T. et al. J. Biosci. 5 (suppl. 1): 149–155 (1983).
Lohse,
A. W. et al. Eur. J. Immunol. 20 2521–2524 (1990)
Liblau, R.
S. et al. Immunology Today: 6: 34–38 (1995).
Metzler, B.
et al. Adv. Exp. Med. Biol. 871B: 1243–1244 (1995).
Metzler,
B. et al. Ann. N.Y. Acad. Sci. '78: 228–242 (1996).
Moliterno,
R. et al. Transplantation 59: 594 (1995).
Moore, K. V. et al.
Ann. Rev. Immunol 11: 165–190
(1993).
Mor, F. et al. J. Clin. Invest. 90: 2447–2455 (1992).
Mosmann,
T. R. et al. Ann. Rev. Immunol. 7: 145–173 (1989).
Res et al.
Lancet 2: 478–480
(1989).
Romagnani, S., Ann. Rev. Immunol. 12 227–257 (1994).
Scott,
D. M. et al. Nature 376: 695–698
(1995).
Selmaj, K. et al. Proc. Natl. Acad. Sci. 1 USA) 88:
6452–6456
(1991).
Tian, J. et al. J. Exp. Med. 183: 1561–1567 (1996).
Towbin,
H. et al. Proc. Natl. Acad. Sci. (USA) 7: 4350–4354 (1979).
van Eden,
W. et al. Br. J. Rheumatol. 28 Suppl: l–3 (1989).
Weiner, H.
L. et al. Annu. Rev. Immunol. 12: 809–37 (1994).
Wraith, D.
C. et al. Ther. Immunol. 2: 53–58
(1995).
Young, R. A. et al. Cell 59: 5–8 (1989).
-
SEQUENCE LISTING
-
- – (1)
ALLGEMEINE INFORMATION:
- – (i)
Anmelder:
- (A) NAME : YEDA RESEARCH AND DEVELOPMENT CO. LTD.
- (B) ANSCHRIFT : Postfach 95
- (C) STADT : Rehovot
- (E) LAND: Israel
- (F) POSTLEITZAHL (ZIP): 76100
- (G) TELEFON: 011-972-8-470617
- (H) TELEFAX: 011-972-8-40739
- (A) NAME: Irun R. COHEN
- (B) STRASSE: 11 Hankin Street
- (C) STADT: Rehovot
- (E) LAND: Israel
- (F) POSTLEITZAHL (ZIP) 76354
- (A) NAME: Ohad Birk
- (B) STRASSE: 1631 East Jefferson Street
- (C) STADT: Rockville
- (D) BUNDESSTAAT: Maryland
- (E) LAND: USA
- (F) POSTLEITZAHL (ZIP) 20852
- – (ii)
Titel der Erfindung : Senkung der Heftigkeit einer Host-versus-Graft-Reaktion
durch Unterdrückung
der HSP60 Autoimmunität
- – (iii)
ANZAHL DER SEQUENZEN: 11
- – (iv)
Korrespondenzadresse:
- (A) ADRESSAT: Browdy and Neimark, PLLC.
- (B) ANSCHRIFT: 419 Seventh Street, NW, Suite 300
- (C) STADT: Washington
- (D) Bundesstaat: DC
- (E) LAND: USA
- (F) POSTLEITZAHL (ZIP): 20004
- – (v)
Computerlesbare Datei:
- (A) MEDIUM: FLOPPY
- (B) Computer: PC
- (C) Betriebssystem: PC/MS-DOS
- (D) Software: PatentEPO Release. 1.0, Vers. 1.30
- - (vi) Anmeldungsdaten:
- (A) ANMELDENUMMER: PCT/US 97/15294
- (B) ANMELDEDATUM: 02. Sept. 1997
- - (vii) Prioritätsanmeldungsdaten:
- (A) ANMELDENUMMER: US 08/706,209
- (B) ANMELDEDATUM: 30. Aug. 1996
- – (viii)
Anwaltsinformation:
- (A) NAME: Browdy, Roger L.
- (B) Reg. Nr.: 25,618
- (C) Ref. Nr.: COHEN = 32PCT
- – (ix)
Telekommikationsinformation:
- (A) Tel: 202-628-5197
- (B) Fax: 202-737-3528
- (2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 1:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
573 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäuren
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Protein
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 1:
- (2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 2:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
24 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäure
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Peptid
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 2:
- (2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 3:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
24 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäure
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Peptid
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 3
- (2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 4:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
24 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäure
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Peptid
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 4:
- (2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 5:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
24 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäure
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Peptid
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 5:
- (2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 6:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
24 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäure
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Peptid
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 6:
- (2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 7:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
24 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäure
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Peptid
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 7:
- (2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 8:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
24 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäure
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Peptid
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 8:
- 2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 9:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
20 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäure
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Peptid
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 9:
- (2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 10:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
18 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäure
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Peptid
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 10:
- (2) INFORMATION FÜR
SEQ ID NO: 11:
- (i) SEQUENZEIGENSCHAFTEN:
- (A) LÄNGE:
20 Aminosäuren
- (B) TYP: Aminosäure
- (C) STRANDEDNESS: einzel
- (D) TOPOLOGY: linear
- (ii) MOLECULE TYPE: Peptid
- (xi) SEQUENZBESCHREIBUNG: SEQ ID NO: 11: