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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
für das sog.
Spray-forming, wobei eine zerstäubte
Metall- oder Legierungsschmelze auf einem Kollektor niedergeschlagen
wird, um einen Sprühniederschlag
mit verminderter Porosität
und verbesserter Mikrostruktur zu bilden.
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Ein Spray-forming-Verfahren ist in
US-Patent Nr. 3 826 0301 beschrieben, welches beinhaltet, eine Metall-
oder Legierungsschmelze zu zerstäuben
und den zerstäubten
Sprühstrahl
auf eine in einer Sprühkammer
angeordnete Kollektoroberfläche
zu richten, um einen Artikel zu bilden. Die Sprühkammer wird typisch auf dem
Niveau des Atmosphärendrucks
des in ihr enthaltenen Argons oder anderen nichtreaktiven Gases
gehalten, während
der Schmelzesprühstrahl auf
den Kollektor gerichtet ist.
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Das US-Patent Nr. 3 826 921, jetzt
Reissue Nr. 31 767, beschreibt die Kontrolle der Temperatur des
Sprühniederschlags
unabhängig
von der Temperatur einer Form, wobei ein zerstäubter Sprühstrahl so gerichtet wird,
dass die Struktur des Sprühniederschlags
gesteuert wird. Zu diesem Zweck konzentriert sich das Patent auf
die Bedingungen der Gaszerstäubung
der Metall- oder Legierungsschmelze und nicht auf die Bedingungen
in der Sprühkammer.
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Die WO 87/03012 offenbart ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1. Nach dieser Schrift wird ein Niederschlag gebildet
durch Richten eines Sprühstrahls
von gaszerstäubter
Metall- oder Metalllegierungsschmelze auf ein Substrat, welches von
einem rotierenden Kollektor gebildet ist. Während der Bildung des Niederschlags
wird der Sprühstrahl
von Metallteilchen relativ zu dem Substrat oszillieren gelassen,
bevorzugt entlang der Drehachse des Kollektors; zu diesem Zweck
wird ein Zerstäuber durch
Mittel, welche eine Kurvenscheibe und einen Kurvenstößel umfassen,
oszillieren gelassen. Die den Niederschlag aufnehmende Kollektoroberfläche kann
konisch sein; als Alternative kann die Drehachse eines zylinderförmigen Kollektors
relativ zur mittleren Achse des oszillierenden Sprühstrahls
geneigt sein. Die Zeichnungen der WO 87/03012 zeigen Niederschläge mit zwei
Randbereichen, jeweils mit einer Außenfläche, die in einem spitzen Winkel
relativ zu einer senkrecht zu der mittleren Achse des oszillierenden
Sprühstrahls
verlaufenden Achse steht; in Einklang mit der Offenbarung dieses
Dokuments (siehe den letzten vollständigen Satz auf Seite 2) ist der
keilförmige
Querschnitt der Randbereiche der Niederschläge ein Resultat dessen, dass
der Sprühstrahl
eine konische Gestalt aufweist, mit einer hohen Dichte an Teilchen
im Zentrum und einer niedrigen Dichte an seiner Peripherie.
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Die US-A-4 905 899 offenbart Details
eines Zerstäubers,
der Anwendung finden kann zur Gaszerstäubung eines Stroms von geschmolzenem
Metall und zum Oszillierenlassen des Sprühstrahls von zerstäubtem Metall,
wie von der WO 87/03012 gefordert. Der Zerstäuber weist eine im Wesentlichen
ringförmige
Gestalt mit einer zentralen Öffnung
auf, durch die der Strom von geschmolzenem Metall passieren soll.
Der ringförmige
Zerstäuber
umfasst eine ringförmige
Gasplenumkammer und eine Mehrzahl von Gasdüsen, welche auf einem den Strom
von geschmolzenem Metall umschreibenden Kreis angeordnet sind. Wie
bei der Vorrichtung nach WO 87/03012 ist der Zerstäuber neigbar,
so dass mit Neigung des Zerstäubers
das aus den Düsen
austretende Gas dem Sprühstrahl
eine seitliche Bewegung vermittelt, wobei zum Neigen des Zerstäubers in
oszillierender Weise eine Kurvenscheibe und ein Kurvenstößel vorgesehen
sind. Als Alternative zu einem rotierenden Kollektor offenbart die
US-A-4 905 899 ein Endlosband.
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Die bekannten Spray-forming-Verfahren
zur Herstellung von metallischen Artikeln sind noch immer mit den
Nachteilen behaftet, dass derartige Artikel spaltartige Hohlräume an einem
inneren Bereich des Niederschlags auf dem Kollektor aufweisen, dass
der Sprühniederschlag
Argon- oder andere Gaseinschlüsse
aufweist, wodurch die Porosität
des Niederschlags erhöht
wird und dass die Ausbeuten von akzeptablen Spray-forming-Artikeln
aus der Sicht der kommerziellen Fertigung unbefriedigend niedrig
sind. Ferner zeigt sich grobkörnige
Zeilenbildung beim Spray-forming von gewissen Nickelbasis-Superlegierungen,
z. B. IN 718.
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Die Aufgabe der Erfindung liegt in
der Bereitstellung eines Spray-forming-Verfahrens, welches wirksam
ist, spaltartige Erscheinungen an einem inneren Bereich des Niederschlags
auf dem Kollektor zu vermindern; diese Aufgabe wird durch das Verfahren
nach Anspruch 1 gelöst.
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Weitere Verbesserungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind in den Ansprüchen
2 bis 12 definiert.
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Die Erfindung ermöglicht es, einige oder alle Nachteile
der im Vorstehenden beschriebenen herkömmlichen Verfahren mindestens
zu reduzieren, indem – neben
den Verfahrensmerkmalen von Anspruch 1 – gewisse Sprühparameter
wie Kollektoroberflächenorientierung,
Kollektorbeheizung und Sprühkammerdruckkontrolle
verwendet werden, was zu einer besseren thermischen Kontrolle eines
zerstäubten
Sprühstrahles
im Fluge in der Sprühkammer
und des auf dem Kollektor in der Sprühkammer niedergeschlagenen
Sprühmaterials
führt.
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Die Erfindung sieht in einer Ausführungsform vor,
den Kollektor in situ in der Nähe
der Vorderkante des Niederschlags aufzuheizen, um die Qualität des Sprühniederschlags
durch Verminderung von spaltartigen Hohlräumen an einem inneren Bereich
des Niederschlags auf dem Kollektor zu verbessern. In einer weiteren
Ausführungsform
der Erfindung ist der Kollektor thermisch isoliert und in der Lage,
eine thermische Dehnung der Kollektoroberfläche aufzunehmen. Ferner sind
in einer weiteren Ausführungsform Abtastrate
und Abstand eines Abtast-Zerstäubers der
Drehzahl des Kollektors in der Weise untergeordnet, dass die tatsächliche
Zerstäuberverweilzeit (Sprühzeit) mit
wach senden Kollektor-Drehzahl geringer wird. Weiter vorteilhaft
ist ein Verteiler mit einer darin angeordneten Filteranordnung vorgesehen,
um einem Zerstäuber
eine beruhigte, gefilterte Schmelze zuzuführen.
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In einer besonderen Ausführungsform
umfasst die Erfindung bevorzugt die Verwendung einer Druckkontrolltechnik,
welche In-situ-Evakuierung der Sprühkammer während des Sprühniederschlags des/der
zerstäubten
Metalls bzw. Legierung auf dem Kollektor beinhaltet, so dass ein
Partialdruck eines inerten oder nichtreaktiven Gases von nicht mehr
als ca. 533,2 hPa (400 Torr) in der Sprühkammer, bevorzugt ein Gaspartialdruck
von ca. 13,33 (10) bis weniger als ca. 533,2 hPa (400 Torr) gehalten
wird. Mit einem solchen niedrigen Gaspartialdruck in der Sprühkammer
erhalten der zerstäubte
Sprühstrahl
im Fluge in der Sprühkammer
und das auf dem Kollektor in der Sprühkammer niedergeschlagene Sprühmaterial höhere Temperaturen.
Ferner wird das Ausmaß an Gaseinschlüssen in
dem Niederschlag vermindert im Vergleich zu den Gaseinschlüssen, welche
in einem Niederschlag vorhanden sind, der bei einem Druck nahe Atmosphärendruck
gesprüht
wird. Der zerstäubte
Sprühstrahl
von Metall- oder Legierungsschmelze wird erzeugt durch Zufuhr einer
Schmelze zu einer Zerstäubungsvorrichtung
unter Verwendung eines Zerstäubungsgases,
bei dem es sich z. B. um Argon oder ein anderes Gas handeln kann,
welches gegenüber
der Schmelze inert oder nichtreaktiv ist, um die Schmelze zu zerstäuben und
sie als ein Sprühstrahl
von Schmelzetröpfchen
in die Sprühkammer
zu richten, welche einen anfänglichen
(verfüllten)
Partialdruck des inerten oder nichtreaktiven Gases von ca. 533,2
hPa (400 Toll) oder weniger aufweist. Während des Sprühniederschlags
des zerstäubten
Sprühstrahls
auf dem Kollektor wird dann der Gaspartialdruck in der Sprühkammer
durch In-situ-Evakuierung der Sprühkammer zum Entfernen des aus
dem zerstäubten
Sprühstrahl
in die Sprühkammer
eingeführten
Zerstäubergases
bei ca. 533,2 hPa (400 Torr) oder weniger gehalten. Für Spray-forming-Artikel
wie ring- und rohrförmige
Körper,
die rotationssymmetrische Geometrien haben, kann der Kollektor relativ
zu der Zerstäubungsvorrichtung
in einem Arbeitsgang gedreht und bewegt werden, um einen Sprühniederschlag
aufzubauen.
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Das erfindungsgemäße Spray-forming-Verfahren
sorgt für
höhere
Temperaturen des zerstäubten
Sprühstrahls
und des niedergeschlagenen Materials und vermindert eingeschlossene
Hohlräume
in dem niedergeschlagenen Material, reduziert innere spaltartige
Hohlräume
in der Nähe
der Kollektoroberfläche
während
des Sprühniederschlags
und sorgt für
eine gleichmäßige Korngröße über die
Dicke des rohrförmigen
Sprühniederschlags
als Ergebnis der Erzielung verbesserter thermischer Gleichgewichtsbedingungen
in dem Niederschlag während
des Sprühniederschlags.
Eine Folge davon ist, dass die Ausbeuten von akzeptablen Spray-forming-Komponenten
verbessert werden können.
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Diese und weitere Aufgaben und Vorteile
der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung
in Verbindung mit den nachfolgenden Figuren.
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BESCHREIBUNG DER FIGUREN
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1 ist
eine schematische perspektivische Darstellung einer Vorrichtung
in Einklang mit einer Ausführungsform
der Endung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Niedriggaspartialdruck-Kontrollverfahrens.
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Die 2 und 2A sind Querschnitte eines Zerstäubers und
eines Verteilers zur Durchführung der
Erfindung.
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3 ist
eine querschnittliche Darstellung eines Kollektors für die versprühte Schmelze.
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4A1 und 4B1 sind Fotografien eines
Nickelbasis-Superlegierungsmaterials vom Typ IN718 im gesprühten Zustand,
gesprüht
bei 533,2 hPa (400 Torr) bzw. 973,09 hPa (730 Torr) auf einen Dorn
mit einem Durchmesser von ca. 50,8 cm (20 Inch). Die 4A2 und 4B2 sind mikroskopische Aufnahmen des
bei 533,2 hPa (400 Torr) bzw. 973,09 hPa (730 Torr) gesprühte IN718-Nickelbasis-Superlegierungsmaterials
im gesprühten
Zustand und zeigen die Korngröße und Porosität. Die in
den 4A1 und 4B1 gezeigten Preforms oder
Vorformen wurden in einem Winkel von 0 Grad (siehe Winkel AA von 1; d. h. mit der Längsachse
des Kollektors horizontal) hergestellt.
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Die 5A und 5B sind Mikrofotografien
von elektronenstrahlschweißwärmebeeinflussten
Zonen von heißisostatisch
gepresstem Spray-forming-Waspaloy-Nickelbasis-Superlegierungsmaterial,
gesprüht
bei 533,2 hPa (400 Torr) bzw. 973,09 hPa (730 Torr), aus denen eine
höhere
Porosität
in der Schweißwärmeeinflusszone
für die
bei 973,09 hPa (730 Torr) gesprühte
Probe hervorgeht, 5B.
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6A ist
eine Seitenansicht eines DC-(Gleichstrom-)Plasmaaufheizbrenners,
welcher bei der Umsetzung einer Ausführungsform der Erfindung zur
Anwendung kommen kann. 6B ist
eine Draufsicht auf den Vorheizbrenner vor 6A. 6C ist
eine Endansicht des Aufheizbrenners von 6A.
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Die 7A und 7B sind Fotografien von IN718-Nickelbasis-Superlegierungsmaterial
im gesprühten
Zustand, gesprüht
bei 973,09 hPa (730 Torr) auf eine verjüngte Kollektoroberfläche mit
ca. 50,8 cm (20 Inch) Durchmesser in einem Winkel von 45 Grad, 7B (siehe Winkel AA von 1), gegenüber 25 Grad, 7A, wobei die zentralen
Bereiche der Niederschläge
jeweils in Winkeln von 45 und 25 Grad für die 7A und 7B lagen.
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8A und 8B sind Fotografien von IN718-Nickelbasis-Superlegierungsmaterial
im gesprühten
Zustand, gesprüht
bei 533,2 hPa (400 Torr) auf eine verjüngte Kollektoroberfläche mit
ca. 50,8 cm (20 Inch) Durchmesser in einem Winkel von 25 Grad (siehe
Winkel AA von 1), wobei
die zentralen Bereiche der Niederschläge in Winkeln von 25 Grad für die 8A, 8B lagen. Die Sprühniederschläge der 4B, 7 und 8 sind im nach dem Sprühen in zwei
Teile geschnittenen Zustand gezeigt.
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9A zeigt
die Kollektoraußenfläche mit
einem darauf abgeschiedenen Spray-forming-Niederschlag und den Oszillationszyklus,
welcher inkrementelle Sprühwinkel
der Zerstäuberdüse umfasst. 9B zeigt die überlappende
auf der Kollektoraußenfläche anfallende
Sprühverteilung
als Ergebnis des Oszillationssprühzyklus.
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DETAILBESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Es wird nun auf 1 Bezug genommen, welche eine schematische
Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung des Spray-forming-Verfahrens
unter Verwendung der Druckkontrolltechnik in Einklang mit einer
Ausführungsform
der Erfindung zeigt. Die Vorrichtung umfasst eine Vakuumschmelzkammer
A und eine Sprühkammer
B in einer von Wänden
umgebenen Kammer C. In der Schmelzkammer A ist ein feuerfester Tiegel 10 angeordnet,
in dem eine Metall- oder Legierungscharge durch induktives Schmelzen
mit Hilfe einer um den Tiegel herum angeordneten Induktionsspule 12 geschmolzen wird.
Wie gezeigt, ist der Tiegel 10 um einen Tiegelzapfen T
schrägstellbar,
um die Metall- oder
Legierungsschmelze bei einer geeigneten Überhitzungstemperatur in einen
feuerfesten Tundish oder Verteiler 14 zu gießen. Wie
in den 1 und 2 gezeigt, umfasst der Verteiler 14 eine
Schmelzeaufnahmekammer 14b und einen feuerfesten Schmelzeausguss 14c,
welcher eine Schmelzeausflussöffnung 14d
definiert (typischer Durchmesser 6,35 bis 7,62 mm (0,250 bis 0,300
Inch), z. B. 7,42 mm (0,292 Inch) für eine Schmelze des Typs IN718).
Die Schmelze wird über
die Öffnung
14d einem darunterliegenden Zerstäubermittel 18 zugeführt, das
unterhalb der Zwischenwand 19 angeordnet ist, welche die
Schmelzkammer A und die Sprühkammer
B voneinander trennt. Der Verteiler hat die Funktion, das Metall
zu filtern und seine Strömungsrate
zu kontrollieren.
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Die Schmelzkammer A ist über eine
Leitung C1 mit einer herkömmlichen
Vakuumpumpe 20 verbunden, welche in der Lage ist, die Schmelzkammer A
auf sehr tiefe Vakuumwerte, zum Beispiel auf Werte von weniger oder
gleich 0,13 Pa (10 μm
Hg) zu evakuieren, bevor die Charge in dem Tiegel 10 induktiv
geschmolzen wird. Auf diese Weise werden Sauerstoff, Stickstoff
und andere Gase, welche die Schmelze kontaminieren und/oder mit
der Schmelze in Reaktion treten könnten, vor und während des Schmelzvorgangs
aus der Kammer A entfernt.
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Als Beispiel, ohne die Erfindung
begrenzen zu wollen, beginne das Sprayforming einer bekannten Nickelbasis-Superlegierung
IN 718 damit, dass der Tiegel 10 mit Stangenmaterial der
IN 718-Superlegierung in der geeigneten benötigten Menge beschickt wird.
Der Tiegel 10 umfasst einen mit Aluminium oxid ausgekleideten
Tiegel, der mit der geschmolzenen IN 718-Superlegierung im Wesentlichen
nicht reaktionsfähig
ist. Die feste Charge der IN718-Superlegierung wird in dem Tiegel 10 induktiv geschmolzen,
indem die Induktionsspulen 12 betrieben werden. Die IN
718-Schmelze wird auf eine geeignete Überhitzungstemperatur oberhalb
des Schmelzpunktes der Legierung (z. B. plus 93,3 bis 149°C (200 bis
300°F),
so etwa plus 149°C
(300°F) für die IN
718-Superlegierungsschmelze) gebracht, bevor sie vergossen wird.
Die Schmelzetemperatur wird durch Infrarotstrahlungs-(IR-)Pyrometer
gemessen. Sobald sich die Schmelze bei der Überhitzungstemperatur stabilisiert
hat, werden sowohl die Schmelzkammer A als auch die Sprühkammer
B mit einem inerten oder nichtreaktiven Gas auf einen Partialdruck
von weniger oder gleich ca. 533,2 hPa (400 Torr) verfüllt, und
zwar via Gas, welches von dem Zerstäuber 18 abgegeben
wird, wie noch zu beschreiben, oder von Gasquellen S1 und/oder S2,
bei denen es sich um mit einem Inertgas (z. B. Argon) oder einem
nichtreaktiven Gas gefüllte
Hochdruckzylinder oder Flaschen handeln kann, via Ventile V1, V2.
Die Quellen S1, S2 können
zu diesem Zweck zu einer einzigen Gasquelle zusammengefasst werden, um
die Kammern A, B mit Gas zu versorgen. Die überhitzte Schmelze wird dann
in den vorgewärmten Verteiler 14 eingegossen.
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Der Verteiler 14 umfasst
ein aufrechtstehendes retikuliertes Keramik-(Zirkonia-)Filter 17 mit
zum Beispiel 10 bis 20 Poren pro 25,4 mm (1 Inch),
welches die Schmelzeaufnahmekammer 14b des Verteilers in
eine Eingusskammer 14g, welche die Schmelze von dem Tiegel 10 aufnimmt,
und eine Beruhigungskammer 14h, welche oberhalb des Schmelzeausgusses 14c angeordnet
ist, um diesem eine beruhigte Schmelze zuzuführen, aufteilt. Das Filter 17 übernimmt
die Aufgabe, die Legierungsschmelze bei ihrer Bewegung von der Eingusskammer 14g zur
Beruhigungskammer 14h, wo die Schmelze in den Schmelzeausguss 14c eintritt,
zu filtern und Turbulenzen von der Eingusskammer zur Beruhigungskammer
zu zerstreuen. Eine Thermoelement-Anordnung 15 im Verteiler
zeichnet die Verteilermetalltemperatur während eines Sprühlaufs auf.
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Wie gezeigt ist das Filter 17 in
dem Verteiler seitlich lagefixiert, indem die Filterbreitenausdehnung
in einem eingegossenen komplementären Schlitz in dem Verteiler
aufgenommen ist, während es
in der Vertikalen durch einen Zirkoniastein 17b niedergehalten
wird. Das Filter 17 weist einen oberen Überlauf kanal 17a und
einen V-förmigen
Boden auf, der sich in einer Richtung normal zur Zeichnungsebene
erstreckt, wobei der Scheitelpunkt des Körpers abgeschnitten ist, um
die Drainage des Filters zwischen Eingüssen von Metallschmelze in
den Verteiler zu fördern
und die Drainage auf diesen örtlichen
Filterbereich zu konzentrieren.
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Die aus dem Tiegel 10 in
den vorgewärmten Verteiler 14 gegossene
Schmelz wird über
den Schmelzeausguss 14c abgegeben, um den eine Ausgussheizeinrichtung 14j angeordnet
ist. Die Fließrate
der Schmelze aus der Schmelzeausflussöffnung 14d wird durch
Aufrechterhaltung einer geeigneten Druckhöhe des Metalls im Verteiler
gesteuert. Eine typische Fließrate
für eine
Superlegierungsschmelze des Typs IN 718 kann in einem Bereich von 34
bis 43,1 kg (75 bis 95 Ibs) pro Minute angesiedelt sein. Die über die
Schmelzeausflussöffnung 14d des Verteilers
abgegebene Schmelze fließt
dem Zerstäubermittel 18 zu.
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Das in den 2 und 2A gezeigte
Zerstäubermittel 18 zum
Zerstäuben
der Schmelze ist von der Art, wie sie in den US-Patenten Nr. 4 779
802 und Nr. 4 905 899 beschrieben ist. Das Zerstäubermittel 18 umfasst
eine statische Primärgasdüse 18a,
welche um den Schmelzeausguss 14c angeordnet ist. Die Primärgasdüse 18a benutzt
ein Primärgas,
beispielsweise ein Inertgas (z. B. Argon) unter einem Druck im Bereich
von 2,11 bis 4,22 kg/cm2 (30 bis 60 psig),
welches von einem Verteiler 19a zugeführt wird, um ein Zurücksprüzen der
aus der Öffnung 14d abgegebenen
Schmelze zu verhindern, wobei ein besonderer Primärgas-(Argon-)Druck
für eine
IN 718-Schmelze zur Verhinderung des Zurückspritzens bei 2,46 kg/cm2 (35 psig) liegt. Der Verteiler 19a der statischen
Gasdüse 18a empfängt Gas
von einer Gasquelle 22, welche außerhalb der Sprühkammer
B angeordnet ist. Die Gasquelle kann herkömmliche Hochdruckzylinder oder
Flaschen mit einem Inertgas, bei dem es sich z. B. um hochreines
Argon handeln kann, oder einem anderen Gas, welches im Wesentlichen
nichtreaktionsfähig
mit der Schmelze ist, umfassen.
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Das Zerstäubermittel 18 umfasst
auch einen Abtast-Gaszerstäuber 18d,
der die zerstäubte Schmelze
von der Primärdüse 18a empfängt und
ein Zerstäubungsgas,
zum Beispiel ein Inertgas (z. B. Argon) unter einem Zerstäubungsgasdruck
im Bereich von 4,92 bis 9,84 kg/cm2 (70
bis 140 psig) verwendet, welches von einem Gasverteiler 21 zum
Zerstäuben der
Schmelze bereitgestellt wird, wobei ein besonderer Sekundärzerstäubungsgasdruck
für eine
Superlegierungsschmelze vom Typ IN 718 bei 7,73 kg/cm2 (110
psig) liegt. Der Abtast-Zerstäuber 18d wird
als Abtast-Zerstäuber
bezeichnet, weil er in wiederholten Zyklen oszilliert, wobei jeder
Oszillationszyklus eine Oszillation bei progressiv größer werdenden
Sprühwinkeln
(bezogen auf seine vertikale Achse) umfasst, während der Kollektor 30 bei
kontrollierten Raten relativ zu dem Zerstäuber 18d axial bewegt
und gedreht wird.
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Als Beispiel und ohne hierauf beschränkt zu sein,
sei angeführt,
dass der Zerstäuber 18d so
betrieben werden kann, dass wiederholte Zyklen durchlaufen werden,
wobei jeder Zyklus eine Oszillation bei einem Winkel von ca. 1,
7 und 13 Grad während jeweils
einer Umdrehung des Kollektors, ausgehend von der vertikalen Achse
des Zerstäubers,
umfasst, 9A. Das heißt, der
Zerstäuber 18d wird
durch einen 1,06-Grad-Bereich relativ zu der vertikalen Achse während einer
Umdrehung des Kollektors 30 oszillieren, dann durch einen
7,41-Grad-Bereich während
einer Umdrehung des Kollektors oszillieren und dann durch einen
13,58-Grad-Bereich während
einer Umdrehung des Kollektors 30 oszillieren. Dieser Zyklus
wiederholt sich, während
der Kollektor 30 in Axialrichtung von einer Start-Niederschlagsposition
zu einer End-Niederschlagsposition in einem Arbeitsdurchgang bewegt
wird, um den gewünschten Sprühniederschlag
als eine Vorform auf dem Kollektor zu bilden. Der Abtastzyklus des
Zerstäubers 18d, welcher
größer werdende
Oszillationswinkel übejeweils
eine Umdrehung des Kollektors verwirklicht, dient zum Überlappen
des Sprühniederschlags
nach einem in schematischer Form in 9B dargestellten
Muster in gleichmäßiger Verteilung über nur durch
die Länge
des Kollektors 30 limitierten Kollektorlängen in
einer Niederschlagsoperation in einem Arbeitsgang, d. h. wobei der
Kollektor 30 eine Axialbewegung von rechts nach links,
bezogen auf die 1 und 6, relativ zu dem Zerstäuber 18d in
eine m Arbeitsgang ausführt,
um die Spray-forming-Vorform auf der Kollektoroberfläche 104a zu
bilden. In 9B sind sogenannte "sweet spots" des Sprühniederschlags
im Wesentlichen gleichabständig
voneinander im Abstand R auf der Kollektoroberfläche angeordnet, um einen im
Wesentlichen gleichmäßigen Sprühniederschlag
zu bilden, dessen Vorderkantenbereich eine Ausrichtung innerhalb
von 10 bis 20 Grad (z. B. 15 Grad wie gezeigt) zur Horizontalen (oder
zu einer zu der Sprühachse
der Zerstäubungsdüse 18d senkrechten
Achse in dem Fall, dass eine nichthorizontale Düse/Kollektor-Ausrichtung verwendet
wird) zeigt.
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Die Drehzahl des Kollektors 30 kann
in Abhängigkeit
vom Außendurchmesseder
Kollektoroberfläche 104a variiert
werden, um die Zentrifugalbelastung des Spray-forming-Niederschlags
auf ein Minimum zu reduzieren; z. B. so, dass 1,41 kg/cm2 (20 psi) nicht überschritten werden. Die Oszillation
des Zerstäubers 18d ist
der Drehzahl des Kollektors 30 in der Weise untergeordnet,
dass die Oszillationssequenzen bei annähernd 1, 7 und 13 Grad über eine Umdrehung
des Kollektors stets auftreten, unabhängig von der Kollektor-Drehzahl,
und dann wiederholt werden, bis der gewünschte Niederschlag gebildet ist.
Die Verweilzeit (Sprühzeit)
jeder Oszillation des Zyklus wird dabei mit wachsender Kollektor-Drehzahl (U/min)
geringer.
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Der Verteiler 21 des Abtast-Zerstäubermittels 18d empfängt Zerstäubungsgas
von einer Gasquelle 23, die außerhalb der Sprühkammer
B angeordnet ist. Die Gasquelle kann herkömmliche Hochdruckzylinder oder
Flaschen mit einem Inertgas, bei dem es sich z. B. um hochreines
Argon handeln kann, oder mit einem anderen Gas, welches im Wesentlichen
nicht reaktionsfähig
mit der Schmelze ist, umfassen.
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Die statische Gasdüse 18a umfasst
eine Mehrzahl (12) von Gasaustrittsöffnungen 18f (mit 1,40
mm (0,055 Inch) Durchmesser), die in Umfangsrichtung im Abstand
voneinander um die Schmelzeausflussöffnung 14d angeordnet
sind, wie in 2A gezeigt.
Der Abtast-Gaszerstäuber 18d umfasst
eine Mehrzahl (24) von Gasaustrittsöffnungen 18i (mit 3,99
mm (0,1570 Inch) Durchmesser), die in Umfangsrichtung um die Zerstäubersprühöffnung 18j angeordnet
sind, wie in 2 gezeigt.
Die Öffnung 18j und
die Gasaustrittsöffnungen 18i des
Zerstäubermittels 18 sind
in einer relativen Anordnung vorgesehen, die wirksam ist, die Metall-
oder Legierungsschmelze zu einem Sprühstrahl von feinen Schmelzetröpfchen zu
zerstäuben;
ein Zerstäuber,
welcher Anwendung finden kann, ist in den US-Patenten Nr. 4 779
802 und Nr. 4 905 899 beschrieben. Der Sprühstrahl S von zerstäubtem Metall
oder zerstäubter
Legierung wird auf ein unten liegendes Weichstahlsubstrat 104 des
Kollektors 30 gerichtet, welcher in der Sprühkammer
B im Pfad des Sprühstrahls 5 angeordnet
ist, wie in den 1 gezeigt.
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Der Kollektor 30 ist auf
einem Doppelkoaxialwellenmechanismus, 3,
angeordnet, der den Kollektor dreht und den Kollektor auch in Axialrichtung
von einer axialen Start-Niederschlagsposition zu einer axialen End-Niederschlagsposition
relativ zu dem Zerstäuber 18d bewegt.
Die innere Welle 31 rotiert über die zwischen den Wellen 31, 33 des
Kollektors gezeigte Lageranordnung, während die äußere Welle 33 den
Kollektor 30 axial bewegbar relativ zu dem Zerstäuber 18d hält. Zu diesem
Zweck sind eine gezeigte Vakuumabdichtungsanordnung 31b und eine
gezeigte Lageranordnung an der Kammerdoppelwandung vorgesehen. Die
Drehwelle 31 wird mit Hilfe eines AC-(Wechselstrom-)Servomotors 34 zu einer
Drehbewegung angetrieben. Der AC-Servomotor 34 und ein
AC-Servomotor 32 sind auf einem gemeinsamen Schlitten oder
Wagen (nicht gezeigt) angeordnet. Der AC-Servomotor 32 treibt über eine konventionelle
Kugel/Spindel-Antriebsanordnung (nicht gezeigt) den gemeinsamen
Schlitten oder Wagen, auf dem die Motoren 32, 34 gemeinsam
gleitverschieblich angeordnet sind, um der Welle 33 eine Axialbewegung
zu verleihen, während
die Welle 31 rotiert.
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Der Kollektor 30 umfasst
eine äußere Kollektorsubstratoberfläche 104a,
die so geformt ist, dass das/die auf dem Kollektor abgeschiedene
Spray-forming-Metall
bzw. -Legierung eine gewünschte
Form erhält.
Eine typische Standoff-Entfernung
zwischen Kollektoraußenfläche 104a und
Zerstäuber 18d beträgt von 58,4
bis 73,7 cm (23 bis 29 Inch), so etwa 66 cm (26 Inch) zum Sprühen von
Superlegierungsschmelze vom Typ IN 718.
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Der Kollektor 30 kann eine
zylinderförmige äußere Kollektoroberfläche 104a zum
Bilden eines ring- oder rohrförmigen
Niederschlags D mit einer inneren und äußeren zylinderförmigen Kollektoroberfläche 104a,
wie dies für
einen ring- oder rohrförmigen
Körper
notwendig ist, aufweisen. Alternativ kann die Kollektoroberfläche 104a als
ein verjüngter
Kegel, 6, oder mit einer
beliebigen anderen Gestalt ausgebildet sein, um darauf den gewünschten
Sprayforming-Niederschlag zu bilden.
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In einer Ausführungsform der Erfindung kann der
Kollektor 30 typisch vorgeheizt werden, bevor das Versprühen der
Schmelze eingeleitet wird, und zwar unter Verwendung einer statischen
Induktionsspule (in 1 nicht
gezeigt). Leistung und Dauer der Kollektorvorwärmung variieren in Abhängigkeit von Substratgröße und -geometrie,
wobei die finale Vorheiztemperatur des Substrats für eine IN
718-Nickelbasis-Legierung typisch im Bereich von 927 bis 982°C (1700°F bis 1800°F) liegt.
Alternativ kann an die Stelle einer derartigen Induktionsvorwärmung der im
Folgenden beschriebene DC-Plasmalichtbogenbrenner treten. Für das Spray-forming
einer Superlegierung des Typs IN 718 kann der Kollektor Weichstahl
umfassen, wobei jedoch auch andere Materialien für den Kollektor verwendet werden
können
in Abhängigkeit
von dem Metall oder der Legierung, welche/s in dem Spray-forming-Verfahren
verwendet werden soll.
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Typische Abmessungen für eine verwendete zylinderförmige Kollektoraußenfläche 104a können einen
Außendurchmesser
im Bereich von ca. 8,9 bis 152,4 cm (3,5 Inch bis 60 Inch) umfassen,
und eine Länge
von 152,4 cm (60 Inch) mit einer nutzbaren Sprühlänge von ca. 142,2 cm (56 Inch).
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Eine detailliertere Darstellung des
Kollektors 30 zeigt 3,
wobei der Kollektor eine hohle, rohrförmige Struktur aufweist, die
eine einfache, kostengünstige
Konstruktion umfasst, Schnellwechsel-Fertigungsoperationen untere
stützt,
eine Isolierung des Kollektorinnendurchmessers erlaubt und thermische Dehnung
des Kollektors aufnimmt. Der Kollektor 30 umfasst endliche
axiale Substratstützplatten 100a, 100b und
einen starken Rücken 102 aus
Edelstahl zum Tragen des Gewichts der anderen Kollektorkomponenten
sowie zur konzentrischen Positionierung des Endplatten 100a, 100b und
des Weichstahlkollektorsubstrats 104 und dessen Kollektoroberfläche 104a relativ
zur Kollektorlängsachse.
Der starke Rücken 102 ist
an seinem axialen Ende 102a mit einer Nabe 112 verschweißt. Ein
Spannring 106 und Schrauben und Muttern 108 bzw. 109,
welche an der rechten Endplatte 100b, bezogen auf 3, angreifen, halten das
Weichstahlkollektorsubstrat 104 fest in 360-Grad-Ringnuten,
welche zwischen den axialen Endplatten 100a, 100b gezeigt
sind. Der Spannring 106 ist mit dem starken Rücken durch
einen Spannringbefestigungsstift 106a, der sich durch geeignete
diametrale Löcher
(nicht gezeigt) in dem Spannring und starken Rücken 102 erstreckt,
und durch Halteklammern 106, welche die Befestigungsstifte
an ihren Enden lagefixieren, verbunden. Die linke endliche Stützplatte 100a ist
mit der Nabe 112 mittels Schrauben 114 verbunden.
Die Nabe 112 selbst ist mit einer Endnabe 31a der
Drehweile über
eine gezeigte Keil-und-Schraubenverbindung drehbar verbunden. Eine
Vakuum-O-Ring-Packungsanordnung 31b sorgt
für Abdichtung
an der Welle 33.
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Die Durchmesser der Endplatten 100a, 100b können verschieden
sein, um ein verjüngtes
Kollektoraußenflächenprofil
bereitzustellen, 6,
wobei der Außendurchmesser
des Substrates 104 von einem Ende zum anderen abnimmt oder
umgekehrt.
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Zwischen den Muttern 109 der
Spannringschraube 108 und der benachbarten, nach außen weisenden
Oberfläche
der Endplatte 100b sind entsprechende (zusammendrückbare)
Graphitfilzscheiben 110 angeordnet, die dazu dienen, dem
Kollektorsubstrat eine Längendehnung
zu erlauben, während es
vorgeheizt wird und während
es den heißen
Metallsprühniederschlag
aufnimmt. Dieser Wärmedehnungsaufnahmemechanismus
bewahrt die maßliche Integrität des Kollektors.
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Ein Ringraum 120 zwischen
dem Außendurchmesser
des starken Rückens 102 und
dem Innendurchmesser des Kollektorsubstrats 104 ist mit einer
(teilweise gezeigten) Wärmeisolierung 122,
bei der es sich z. B. um eine Kaowool-Isolierung handeln kann, gefüllt, was
hilfreich ist, um die Temperatur des Substrates 104 auf
einem ausreichenden Wert zu halten, so dass spaltartige Hohlräume in den
an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen während des Sprühprozesses
reduziert oder eliminiert werden; vgl. z. B. die obere Vorform von 8A ohne Isolierung mit der
unteren Vorform von 8B mit Isolierung.
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Der Kollektor 30 wird während des
Niederschlags des Sprühstrahls 5 auf
dem Kollektor durch den Antriebsmotor und die den Motor und den
Kollektor 30 verbindende Welle 31 relativ zu dem
Zerstäuber 18 gedreht.
Der Sprühstrahl
S kann dadurch um die ganze Peripherie oder den ganzen Umfang der Kollektoraußenfläche 104a niedergeschlagen
werden. Die Drehgeschwindigkeit des Kollektors 30 liegt typisch
im Bereich von 100 bis 200 U/min für eine Schmelze vom Typ IN
718 bei einer Fließrate
von 34,0 bis 43,1 kg (75 bis 95 Ibs) pro Minute. Die Kollektordrehzahl
wird von der zulässigen
Zentrifugalbelastung des Niederschlags bestimmt; z. B. so, dass die
Zentrifugalbelastung ca. 1,41 kg/cm2 (20
psi) nicht überschreitet.
Wie im Vorstehenden erwähnt, oszil liert
der Zerstäuber 18d durch
wiederholte Zyklen, von denen jeder eine Oszillation bei ca. 1,
7 und 13 Grad über
jeweils eine Umdrehung des Kollektors 30 umfasst, während der
Kollektor gedreht und axial bewegt wird, bis der Niederschlag über die
gewünschte
Länge des
Kollektors aufgebaut ist.
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Der Kollektor umfasst bevorzugt einen
abgewinkelten peripheren "Start"-Oberflächenbereich 104b,
der typisch in der Nähe
der Kollektorendplatte 100a angeordnet ist und wo mit dem
Sprühen
des zerstäubten
Metalls oder der zerstäubten
Legierung begonnen wird. Der abgewinkelte Oberflächenbereich 104b unterstützt das
Auffangen von Sprühmaterial
und die Bildung eines "schnellen" Materialaufbaus
in dem Bereich 104a (siehe 4 und 9A und "Start" in den 7 und 8) und Materialeinsparungen in
der Teilhüllregion.
Das heißt,
ohne den Kollektorbereich 104b würde das niedergeschlagene Material abfallen
oder schräg
abfallen in einer Art und Weise, die der Bildung der Komponente
nicht nutzen und damit zu nutzlos auf dem Kollektor niedergeschlagenem
Material führen
würde.
Der Oberflächenbereich 104b kann
auch angeordnet sein, um die Kollektorendplatte 100a vor
dem Metallschmelzesprühstrahl zu
schützen.
Ein ähnlicher
abgewinkelter Oberflächenbereich
(nicht gezeigt) kann in der Nähe
einer gegenüberliegenden
Endplatte 100b oder in einem anderen Bereich des Kollektors 30 vorgesehen
sein, wie er zum Beispiel zur Ausbildung der Endbereichsmerkmale
der in den 7 und 8 gezeigten Niederschläge eingesetzt
wurde.
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Bei der Umsetzung der Erfindung wird
die Sprühkammer
B über
eine gegenüber
dem Zerstäuber 18d angeordnete
Leitung C2 mit einem Vakuumpumpsystem verbunden, welches in der
Lage ist, die Sprühkammer
B mit einer Rate zu evakuieren, die hoch genug ist, um einen gewählten niedrigen
Gaspartialdruck (z. B. einen Argongaspartialdruck, wenn es sich
bei dem von dem statischen Zerstäuber 18a und
Abtast-Zerstäuber 18d abgegebenen
Gas um Argon handelt) in der Sprühkammer
B während
des Spray-forming des Sprühstrahls
S auf dem Kollektor 30 aufrechtzuerhalten. Das heißt, das
Vakuumsystem muss in der Lage sein, das Argongas aus der Sprühkammer
B mit einer Rate abzuziehen, die hoch genug ist, um den gewählten niedrigen
Gaspartialdruck in der Sprühkammer
aufrechtzuerhalten, während
der Sprühstrahl
S auf den Kollektor 30 gerichtet und auf ihm niedergeschlagen
wird. Bevorzugt wird der Gaspartialdruck in der Sprühkammer
B bei ca. 533,2 hPa (400 Torr) und darunter, bis hinab zu ca. 13,33
hPa (10 Torr) gehalten. Zum Spray-forming von Superlegierungsschmelzen,
z. B. einer Superlegierungsschmelze des Typs IN 718, wird der Gaspartialdruck
in der Kammer B in einem Bereich von ca. 333,25 hPa (250 Torr) bis
weniger als 533,2 hPa (400 Torr) gehalten unter Verwendung des im
Folgenden beschriebenen Vakuumsystems.
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Ein geeignetes Vakuumsystem zur Erzielung derartiger
Gaspartialdruckniveaus in der Sprühkammer B umfasst einen Verdichter
(Pumpe) erster Stufe und zweiter Stufe B1, B2, welche in Reihe mit
einem zwischen die Verdichter geschalteten Zwischenkühler B3
zur Erniedrigung der Kompressionswärme angeordnet sind. Der Verdichter
B1 der ersten Stufe ist ein kommerziell erhältlicher Verdichter vom Typ Stokes
HPB 622, während
der Verdichter B2 der zweiten Stufe ein kommerziell erhältlicher
Verdichter des Typs Hibbon SIAV 25 ist. Wenn miteinander verbunden,
stellen die Verdichter B1, B2 der ersten und zweiten Stufe ausreichend
Vakuum bereit, um den Zerstäubungsgasfluss
bei 7,73 kg/cm2 (110 psi) (d. h. ca. 25,47
m3 (900 cu.ft.) pro Minute) in der Sprühkammer
B während
des Sprühniederschlags
zu überwinden
und die Sprühkammer
B bei einem Vakuum von typisch 266,6 hPa (200 Torr) bis weniger
als 533,2 hPa (400 Torr) während
des Sprühniederschlags
zu halten. Die Höhe
des Vakuums in der Sprühkammer
B wird in einem Regler CC mit Proportional-Integral-Differential-Verhalten
(z. B. einem Regler UDC 3000 von Honeywell Inc.) voreingestellt, der
ein Modulationsventil VV zwischen den Verdichtern B1, B2 und der
Sprühkammer
B selbsttätig
regelt.
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Bevor der zerstäubte Sprühstrahl 5 in die Sprühkammer,
auf den Kollektor 30 gerichtet wird, wird die Sprühkammer
B auf weniger als 0,0133 Pa (1 μm)
anfangsevakuiert im Zusammenwirken mit der Evakuierung der Schmelzkammer
A durch das Vakuumpumpsystem 20 zur Entfernung von Sauerstoff, Stickstoff
und anderen unerwünschten
Gasen. Nach erfolgtem Schmelzen der Legierung in dem Tiegel 10 im
Hochvakuum werden die Kammern A, B mit einem Inertgas (z. B. hochreinem
Argon) oder einem nichtreaktiven Gas auf einen Gaspartialdruck im
Bereich von weniger oder gleich ca. 533,2 hPa (400 Torr) aufgefüllt oder
verfüllt.
Das Gas zum Auffüllen
wird bereitgestellt über
den Zerstäuber 18 oder
die Gasquellen S1 und/oder S2, bei denen es sich um Hochdruckzylinder
oder Flaschen mit einem hochreinen Inert- oder nichtreaktiven Gas
handeln kann, via Ventile V1 und/oder V2. Zum gleichen Zweck kann
eine einzige gemeinsame Gasquelle (nicht gezeigt) für die Kammern
A, B über
ein gemeinsames Ventil (nicht gezeigt) bereitgestellt werden. Nach
erfolgter Verfüllung
der Sprühkammer
B mit dem inerten oder nichtreaktiven Gas auf einen Gaspartialdruck
im Bereich von weniger oder gleich ca. 533,2 hPa (400 Torr) wird die
Schmelze durch den Verteiler 14 zu dem Zerstäuber 18 befördert oder
geführt,
und der zerstäubte Sprühstrahl 5 wird
auf den vorgeheizten Kollektor 30 gerichtet, um darauf
als Spray-forming-Niederschlag mit typischen Niederschlagsdicken
im Bereich von 1,27 bis 10,16 cm (0,5 bis 4,0 Inch) abgeschieden
zu werden. Der Kollektor 30 wird in einem Arbeitsgang relativ
zu dem Zerstäuber 18d gedreht
und axial bewegt, um das Sprühmaterial
unter Bildung der gewünschten
Vorformgestalt auf der Kollektoroberfläche 104a niederzuschlagen.
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Ein typisches Verhältnis von
Zerstäubungsgas-zu-Metall-Strömungsrate,
welches bei der Umsetzung der Erfindung Verwendung findet, speziell für das Spray-forming
von Nickelbasis-Superlegierungen wie IN 718, liegt bei ungefähr 1,2 zu
1; die Erfindung ist jedoch diesbezüglich nicht begrenzt. Ein Vorteil
der Erfindung ist, dass die Qualität des Sprühniederschlags nicht so kritisch
mit dem Gas/Metallverhältnis
verbunden zu sein scheint, wie dies der Fall ist, wenn der Sprühdruck in
der Sprühkammer
B in der Nähe
des Atmosphärendrucks
liegt.
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Wie im Vorstehenden erwähnt, wird
der Kollektor 30 gedreht, während der Sprühstrahl
5 am Kollektor 30 von dem Abtast-Zerstäuber 18d in wiederholten
Zyklen abgetastet wird, von denen jeder eine Oszillation bei etwa
1, 7 und 13 Grad umfasst. Während
der Sprühstrahl
S auf den Kollektor 30 gerichtet und dort niedergeschlagen
wird, sind die Vakuumpumpen B1, B2 betätigbar, um den Gaspartialdruck (z.
B. den Argonpartialdruck, wenn das Zerstäubungsgas Argon ist) auf einem
niedrigen Wert zu halten, bevorzugt von ca. 13,33 hPa (10 Torr)
bis nicht mehr als ca. 533,2 hPa (400 Torr).
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird
der Kollektor 30 während
des Sprühvorgangs mittels
eines DC-Plasmabrenners oder einer DC-Plasmapistole 130 vorgewärmt, 6A, 6B und 6C.
Im Einzelnen ist ein/e Niederdruck-DC-Plasmalichtbogen-Vorheizbrenner
bzw. -pistole gezeigt zum aktiven Aufheizen der Kollektoroberfläche 104 gerade
vor der Vorderkante LE des Nie derschlags während dessen Bildung; d. h.
zur Bereitstellung einer aktiven Insitu-Substratbeheizung während des
Niederschlags. Der Brenner oder die Pistole 130 erwärmt das
Substrat 104 gerade vor dem Niederschlag, um 1) die Bindung
zwischen Niederschlag und Substrat 104 zu erhöhen, 2)
spaltartige Hohlräume
in den an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen zu reduzieren
durch Aufrechterhaltung eines Niederschlag/Grenzflächen-Wärmeprofils
von 927 bis 982°C
(1700 bis 1800°F)
und 3) den Schwerpunkt der thermischen Energie an die Vorderkante
des Niederschlags legen zu können,
wo die thermische Energie zu diesen Zwecken benötigt wird. Die In-situ-Vorheizung
des Kollektorsubstrats 104 durch den Brenner 130 in
Kombination mit der verwendeten Kollektorkonstruktion, welche die
thermische Isolierung 122 aufweist, führen zu einem konstanten Wärmeprofil
in den an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen und damit
einhergehend zur Eliminierung von spaltartigen Hohlräumen in
dem Niederschlag in den an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen.
Der/die DC-Plasmalichtbogenbrenner bzw. -pistole 130 umfasst typisch
eine konventionelle Argon-Helium-Plasmapistole, wie sie typisch
in Vakuum-Plasmaspritz-Anwendungen verwendet wird. Der Brenner oder
die Pistole wird über
geeignete mit der Pistole 130 verbundene, gezeigte Wasserleitungen 150 wassergekühlt und
empfängt
ein geeignetes Plasmagas über
geeignete mit der Pistole verbundene (nicht gezeigte) Gasleitungen.
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Alternativ kann die im Vorstehenden
erwähnte
Induktionsvorheiztechnik verwendet werden, um den Kollektor zu erwärmen; die
Induktionsvorwärmung
kann jedoch nur eingesetzt werden, um den Kollektor vor Sprühbeginn
vorzuwärmen,
während die
mit einer DC-Plasmaquelle arbeitende Technik vor und während des
Sprühprozesses
eingesetzt werden kann.
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Der Brenner oder die Pistole 130 ist
an einem in den 6a, 6B und 6C gezeigten Gleitmechanismus montiert,
welcher in der Sprühkammer
B untere gebracht ist. Der Gleitmechanismus trägt einen Ausleger 142,
der Teil der Brenneranordnung ist. Der Ausleger 142 wird
von einem Schlitten 144 getragen, welcher durch einen Servomotor 145 und
einen Kugel/Spindel-Mechanismus 146 in einer Richtung parallel
zum Durchmesser des Kollektors 30 beweglich ist, um es
zu ermöglichen,
die Brennerfahne P in der radialen Dimension an das Profil des auf
der Substratoberfläche 104 während des
Sprühprozesses aufzubauenden
Sprühniederschlags
anzupassen, siehe z. B. 6C.
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Der Brenner 130 und der
Kollektor 30 werden anfänglich
an die Start-Niederschlagsposition an dem Kollektor 30 durch
Axialbewegung des Doppelwellenmechnismus positioniert. Der Brenner 130 kann
so eingestellt werden, dass die Plasmafahne normal zur Kollektorsubstratoberfläche 104a oder – bei Verwendung
einer verjüngten
Kollektoroberfläche wie
bereits beschrieben – in
einem Winkel dazu gerichtet ist. Bei der Axialbewegung (von rechts
nach links bezogen auf 6B)
des Kollektors 30 während des
Niederschlags ist die Plasmafahne zu dem im Vorstehenden beschriebenen
Zweck auf den Bereich gerade vor der Vorderkante LE des Niederschlags gerichtet.
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Bei dem Spray-forming sieht die vorliegende Erfindung
vor, den Winkel einer Außenfläche des Vorderkantenbereichs
LE des Sprühniederschlags, 9A, als spitzen Winkel zu
einer senkrecht zur Sprühachse
der Zerstäuberdüse 18d stehenden Achse
zu wählen,
um spaltartige Hohlräume
in den an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen zu vermindern,
unabhängig
vom Druck in der Sprühkammer.
Dies kann erzielt werden durch richtige Einstellung der Oszillationswinkel
der Zerstäuberdüse 18d.
Alternativ oder zusätzlich
kann die Kollektoraußenfläche 104a (oder
alternativ der Winkel der Längsachse
des Kollektors 30) zu diesem Zweck so ausgerichtet sein,
dass sie außerhalb
der Horizontalen liegt. So kann zum Beispiel der Winkel AA, 1, der Kollektoroberfläche 104a so
gewählt
sein, dass er bei 10 bis 30 Grad, z. B. 25 Grad, relativ zur Horizontalen
(oder bei einem anderen spitzen Winkel zur Horizontalen) liegt,
um die Qualität
des Sprühniederschlags
durch Verminderung spaltartiger Hohlräume in den an den Innendurchmesser
angrenzenden Bereichen zu verbessern. Wenn der Winkel AA der Kollektoroberfläche 104a 45 Grad
oder 0 Grad relativ zur Horizontalen beträgt, können Spray-forming-IN 718-Niederschläge auf dem
Kollektor 30 erzeugt werden, die bezüglich ihrer Porosität in den
an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen nicht ganz optimal
sind; vgl. z. B. die 4A, 4B (0-Grad-Winkel AA) und 7B (45-Grad-Winkel AA der
verjüngten
Kollektoroberfläche 104a)
gegenüber 7A und 8A, 8B (25-Grad-Winkel
AA der verjüngten
Kollektoroberfläche 104a)
hinsichtlich der in dem Niederschlag vorhandenen spaltartigen Hohlräume in den
an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen.
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Die Einstellung des Winkels AA der
Kollektoroberfläche 104a relativ
zur Horizontalen kann durch die Verwendung eines verjüngten Kollektorsubstrates 104 geschehen,
wie in 6 gezeigt. Alternativ
kann die Einstellung des Winkels AA erreicht werden durch Anordnung
des bzw. der im Vorstehenden erwähnten
Doppelwellenmechanismus und AC-Servomotoren für die koaxialen Wellen 31, 33 in der
Weise, dass zu eben diesem Zweck der Winkel der Wellen relativ zur
Horizontalen variiert wird.
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Nach dem Spray-forming wird der abgeschiedene
ring- oder rohrförmige
Körper,
typisch mit einer Dicke von 1,27 bis 10,16 cm (0,5 bis 4,0 Inch) in
der Sprühkammer
B unter einem relativen Vakuum abgekühlt. Der mit dem Sprayforming-Verfahren
hergestellte ring- oder rohrförmige
Körper
wird von dem Kollektor 30 bei Umgebungstemperatur entfernt
und kann dann heißisostatisch
gepresst werden, um den abgeschiedenen ring- oder rohrförmigen Körper zu verdichten.
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Durch Aufrechterhalten des niedrigen
Gaspartialdruckes in der Sprühkammer
B in Einklang mit der Erfindung wird eine verbesserte Kontrolle
der Temperatur der zerstäubten
Sprühtröpfchen im
Fluge in der Sprühkammer
B und des/der auf dem Kollektor 30 niedergeschlagenen zerstäubten Metalls
bzw. Legierung sowie Verminderung der Porosität im gesprühten Zustand erhalten; siehe
z. B. 4B2 mit 2,1 Vol.-%
Porosität
bei einem Sprühdruck
von 973 hPa (730 Torr) im Vergleich zu 4A2 mit 0,9 Vol.-% Porosität bei einem
Sprühdruck
von 533,2 hPa (400 Torr). Tatsächlich
erhalten durch die Sprühkammerdruckkontrolltechnik
die zerstäubten
Sprühtröpfchen im
Fluge in der Sprühkammer
B und im Niederschlag auf dem Kollektor höhere Temperaturen, weil der
Wärmeverlust
infolge thermischer Konvektion der Tröpfchen, der andernfalls bei
höheren Sprühkammerdrücken auftreten
kann, vermindert wird und weil sich die thermischen Gleichgewichtsbedingungen
in dem/der niedergeschlagenen Metall bzw. Legierung auf dem Kollektor 30 rascher
einstellen können.
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4 illustriert
den Unterschied zwischen einem Spray-forming-IN 718-Ring, hergestellt
bei dem niedrigen Druck (z. B. 533,2 hPa (400 Torr)) in der Sprühkammer
B in Einklang mit der Erfindung, 4A1, und
einem Spray-forming-IN
718-Ring, hergestellt bei einem viel höheren Druck (z. B. 973 hPa (730 Torr))
in der Sprühkammer
B, 4B1. Im Besonderen
sind sowohl die spaltartigen Hohlräume in den an den Innendurchmesser
angrenzenden Bereichen (Innendurchmesser des Rings in der Nähe des Kollektors 30)
wie auch eingeschlossene Gasporositäten innerhalb des niedergeschlagenen
ringförmigen
Körpers
wesentlich reduziert unter Aufrechterhaltung der gleichen gleichmäßigen Korngröße (z. B. ASTM-Korngröße 6 bis
6,5) in jeder Ringmikrostruktur ohne Kornzeilen- oder Kornschichtenbildung.
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4A2 und 4B2 zeigen Mikrostrukturen
der gesprühten
Ringe von 4A1 bzw. 4B1. Argoneinschlüsse in dem
Sprühniederschlag
in Einklang mit der Erfindung sind wesentlich vermindert (z. B.
0,9 Vol.-% Porosität)
im Vergleich zu den Argoneinschlüssen
in dem unter der höheren
Sprühatmosphäre bei 973
hPa (730 Torr) erzeugten Sprühniederschlag
(z. B. 2,1 Vol.-% Porosität).
Als weiteres Beispiel sei genannt, dass Argoneinschlüsse in Sprayforming-Waspaloy-Ringen
in Einklang mit der Erfindung 0,5 Gew.-ppm Ar aufweisen im Vergleich
zu den Argoneinschlüssen
in Höhe
von 1,5 Gew.-ppm Ar für Spray-forming-Waspaloy-Ringe,
die bei Drücken nahe
Atmosphärendruck
in der Sprühkammer
B hergestellt werden.
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Ferner zeigt 5 eine geringere Porenbildung beim Elektronenstrahlschweißen für einen Spray-forming-Waspaloy-Ring,
der bei dem niedrigen Druck (z. B. 400 Torr) in der Sprühkammer
B in Einklang mit der Erfindung hergestellt wird, 5A, gegenüber der Porenbildung beim Elektronenstrahlschweißen für einen
Spray-forming-Waspaloy-Ring, der bei einem viel höheren Druck
(z. B. 973 hPa (730 Torr)) in der Sprühkammer B hergestellt wird, 5B.
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Die Sprühkammerdruckkontrolltechnik
reduziert Zerstäubungsgaseinschlüsse (als
Porosität)
in dem/der auf dem Kollektor 30 niedergeschlagenen Metall
bzw. Legierung, vermindert spaltartige Hohlräume an der Innenoberfläche des
Niederschlags in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Kollektoraußenoberfläche 30a und
liefert eine im Wesentlichen gleichmäßige Korngröße über die Dicke des Niederschlags auf
dem Kollektor 30 als Folge der verbesserten thermischen
Gleichgewichtsbedingungen, die sich in dem Niederschlag während des
Sprühniederschlags einstellen.
Weiter können
auf dem Kollektor 30 ring- oder rohrförmige Niederschläge größeren Durchmessers
aufgebaut werden; so können
zum Beispiel Niederschläge
mit einem Durchmesser größer als ca. 30
Inch bei gleichzeitiger Vermeidung von Kornschichten- oder -zeilenbildung
in dem Niederschlag erzielt werden.
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Die Durchführung des Spray-forming-Verfahrens
bei 533,2 hPa (400 Torr) oder weniger in Einklang mit der Erfindung
gegenüber
den bislang verwendeten 730 Torr erlaubt auch das Skalieren des Verfahrens
und der Vorrichtung, um die Herstellung von Vorformen (Niederschlägen) größeren Durchmessers
zu ermöglichen,
weil die konvektive Abkühlung
vermindert wird, was mit einem Temperaturzuwachs für den Sprühstrahl
und den Niederschlag einhergeht. Die höheren Temperaturen des Sprühstrahls/Niederschlags
erlauben das Sprühen
von Vorformen mit größeren Durchmessern
bei kleineren Drehzahlen (d. h. verminderten Zentrifugalbelastungen)
unter Aufrechterhaltung von akzeptablen Wärmeprofilen auch bei den größeren Durchmessern, welche
wirksam sind, spaltartige Hohlräume
in den an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen zu vermindern
und das Verarbeitungsfenster zu erweitern.
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Die Durchführung des Spray-forming-Verfahrens
bei 533,2 hPa (400 Torr) oder weniger in Einklang mit der Erfindung
vermindert spaltartige Hohlräume
in den an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen, vermindert
Gaseinschlüsse
in dem Niederschlag und erweitert das Verarbeitungsfenster, so dass
Komponenten vielfältiger
Gestalt und Größe mit gleichmäßiger Mikrostruktur
des Niederschlags hergestellt werden können. Ferner erlaubt auch die Kontrolle
des Substratwinkels in Einklang mit einer Ausführungsform der Erfindung, spaltartige
Hohlräume
in den an den Innendurchmesser angrenzender Bereichen zu vermindern
und das Verarbeitungsfenster zu erweitern, so dass Komponenten in
vielfältiger
Gestalt und Größe mit gleichmäßiger Mikrostruktur
des Niederschlags hergestellt werden können. Die Verwendung des oben
beschriebenen Abtastzerstäuberzyklus,
des thermisch isolierten Kollektors und DC-Plasmalichtbogenbrenners
gemäß weiteren
Ausführungsformen
der Erfindung führt
ebenfalls zu einer Verminderung spaltartiger Hohlräume in den
an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen und erweitert das
Verarbeitungsfenster, so dass Komponenten in vielfältiger Gestalt
und Größe mit gleichförmiger Mikrostruktur
des Niederschlags hergestellt werden können.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der
Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines Artikels vorgeschlagen,
wobei das Verfahren die Schritte umfasst Richten eines Sprühstrahls
von zerstäubtem Metall
oder zerstäubter
Legierung auf einen in einer Sprühkammer
angeordneten Kollektor, Erwärmen des
Kollektors in der Nähe
eines Vorderkantenbereichs des Niederschlags während der Bildung des Niederschlags
und Auffangen des Sprühstrahls
auf dem Kollektor zwecks Bildung eines Niederschlags mit einer Vorderkante.
Bevorzugt wird der Kollektor erwärmt
durch Richten einer DC-Plasmalichtbogenbrennerfahne auf den Kollektor
in der Nähe
der Vorderkante des Niederschlags.
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Wie im Vorstehenden aufgezeigt, ermöglicht die
Erfindung eine Verbesserung der Qualität eines Spray-forming-Artikels
durch Abtasten eines Zerstäubers,
der einen Sprühstrahl
von zerstäubte/m/r Metall
bzw. Legierung relativ zu einem in einer Sprühkammer angeordneten rotierenden
und in Axialrichtung bewegten Kollektor bildet, Drehen des Kollektors
und Bewegen des Kollektors in Axialrichtung, Oszillierenlassen des
Zerstäubers
in einem Zyklus, welcher eine Mehrzahl von aufeinanderfolgenden Oszillationen
umfasst, welche gegenüber
der vorausgehenden Oszillation größer werdende Oszillationswinkel
aufweisen, und Wiederholen des Zyklus während der Kollektor gedreht
und axial bewegt wird, um den Sprühstrahl auf dem Kollektor aufzufangen,
um einen Niederschlag aufzubauen, welcher den Artikel bildet.
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Die Erfindung betrifft auch Mittel
zum Herstellen eines Spray-forming-Artikels.
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Die vorliegende Erfindung ermöglicht demnach
die Herstellung von Sprayforming-Ringen und -Rohren mit gegenüber dem
Spray-forming bei höheren
Drücken
(z. B. 973 hPa (730 Torr)) verminderten spaltartigen Hohlräumen in
den an den Innendurchmesser angrenzenden Bereichen und verminderter Porosität unter
Wahrung einer gleichmäßigen Korngröße über die
Dicke des Sprühniederschlags
ohne Kornzeilenbildung.
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Die Erfindung wurde unter Bezugnahme
auf bestimmte Ausführungsformen
im Detail aufgezeigt und beschrieben; es versteht sich jedoch, dass
Variationen und Modifikationen möglich
sind, ohne den Bereich der Erfindung, wie er in den beigefügten Ansprüchen dargelegt
ist, zu verlassen.