DE69724409T2 - Verfahren zur versorgung eines elektronisch kommutierten reluktanzmotors und schaltkreis zur durchführung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zur versorgung eines elektronisch kommutierten reluktanzmotors und schaltkreis zur durchführung des verfahrens Download PDF

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Versorgung eines elektronisch kommutierten Reluktanzmotors mit variabler Reluktanz besonders mit Hilfe eines Umformers vom Typ C-Dump. Sie betrifft auch einen Schaltkreis zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • Aus dem Artikel „Development of a unipolar converter for variable reluctance motor drives" von M. EHSANI et al., IEEE Transactions on Industry Applications, Vol. IA-23, Nr. 3, Mai/Juni 1987 ist bereits ein Verfahren und ein Schaltkreis zur Versorgung eines elektronisch kommutierten Reluktanzmotors bekannt, das einen Umformer vom Typ C-Dump verwendet. Dieses Verfahren zur Versorgung umfaßt ausgehend von einer einphasigen Wechselspannungsquelle:
    • – eine Gleichrichtung der von der einphasigen Wechselstromquelle gelieferten Spannung in einer Gleichrichterstufe, um eine gleichgerichtete Spannung zu liefern,
    • – nacheinander, für jede der Phasen dieses Motors:
    • – eine Sequenz der Magnetisierung der Phase, welche eine Energieübertragung von der Gleichrichterstufe zu der Phase umfaßt, auf die man die gleichgerichtete Spannung durch Schließen der zu dieser Phase gehörenden Kommutierungsvorrichtung anlegt,
    • – eine Sequenz der Entmagnetisierung dieser Phase, welche eine Energieübertragung von der Phase zu einem der Gesamtheit der Phasen gemeinsamen Speicherkondensator beim Öffnen der Kommutierungsvorrichtung umfaßt, und
    • – Sequenzen der Rückführung der im Kondensator gespeicherten Energie zur Umformerstufe durch Steuerung einer mit dem Speicherkondensator in Reihe liegenden Zerhackervorrichtung.
  • Zur Durchführung dieses Verfahrens benutzt der in diesem Artikel beschriebene Schaltkreis:
    • – eine Gleichrichterstufe, um ausgehend von einer einphasigen Wechselspannungsquelle eine gleichgerichtete Spannung zu liefern,
    • – eine Umformerstufe, um jede der Phasen des Motors zu versorgen, wobei diese Umformerstufe für jede Phase eine Phasenkommutierungsvorrichtung aufweist, die gesteuert ist, um in einem bestimmten Zeitfenster diese Phase durch Anlegen der gleichgerichteten Spannung zu magnetisieren, wobei diese Phasenkommutierungsvorrichtung außerdem gesteuert ist, um die Phase durch Übertragung der in der Phase gespeicherten magnetischen Energie zu einem für die Gesamtheit der Phasen des Motors gemeinsamen Speicherkondensator zu entmagnetisieren,
    • – eine Vorrichtung zum Rückführen der im Speicherkondensator gespeicherten Energie in die Gleichrichterstufe, wobei die Vorrichtung eine Zerhackervorrichtung umfaßt, und
    • – eine Vorrichtung zur Steuerung der Phasenkommutierungsvorrichtung und der Zerhackervorrichtung in Abhängigkeit von Einstellwerten des Betriebs und elektrischer Meßwerte, besonders des gleichgerichteten Versorgungsstroms und der Spannung an den Klemmen des Speicherkondensators.
  • Man stellt jedoch fest, daß in einem solchen bekannten Verfahren zur Versorgung eines elektronisch kommutierten Motors der von der Gleichrichterstufe gelieferte gleichgerichtete Strom Störungen bei Frequenzen unterliegt, welche Vielfache der Netzfrequenz sind. Diese Störungen können zu einem Überschreiten der Werte der Harmonischen des Stroms führen, welche durch die europäische Norm CEI 555-2 zugelassen sind. Gegenwärtig löst man dieses Problem durch Filtern des von der Gleichrichtstufe gelieferten Stroms, um ihn von höheren Harmonischen des Stroms als die Netzfrequenz zu befreien. Man setzt beispielsweise ein passives Filter (auf der Basis von Filtern L, C) oder aktives Filter (vom Typ PFC: „Power Factor Correction" – Korrektur des Leistungsfaktors) zwischen die Gleichrichterstufe und die Umformerstufe ein, wie beispielsweise der Artikel „Effect of Power Factor Correction Circuit on Switched Reluctance Motor Drives for Appliances" von R. KRISHNAN und S. LEE, APEC 94, Vol. 1, Orlando, 13. bis 17. Februar 1994 zeigt.
  • Die Erfindung schlägt nun ein Verfahren vor, um einen elektronisch kommutierten Reluktanzmotor mit variabler Reluktanz zu versorgen, das gleichzeitig die Bedingungen geringer Kosten und die Beachtung der von der erwähnten europäischen Norm vorgegebenen Grenzniveaus der Harmonischen erfüllen kann.
  • Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur Versorgung des oben beschriebenen Typs besonders dadurch gekennzeichnet, daß es eine Steuerung der zur Gleichrichterstufe zurückgeleiteten Energie umfaßt, um die Störungen des gleichgerichteten Versorgungsstroms zu korrigieren.
  • Es wird so möglich, die Störungen des Versorgungsstroms zu korrigieren und die gegenwärtigen Anforderungen hinsichtlich der elektromagnetischen Kompatiblität zu erfüllen, ohne daß man systematisch eine passive oder aktive Filterung vor der Konvertierungsstufe vorsehen muß und indem man rationell die normalerweise im Kondensator eines Umformers vom Typ C-Dump vorhandenen Energiequellen benutzt. Daraus folgt ein erheblicher wirtschaftlicher Gewinn im Vergleich mit den bisherigen Lösungen.
  • Man versteht allgemeiner unter Stromstörungen jede Verformung der Stromwellenform bezüglich einer Referenz-Stromwellenform, wobei diese Verformung durch jedes identifizierte oder nicht identifizierte physikalische Phänomen eingeführt werden kann, das seinen Ursprung innerhalb oder außerhalb des betreffenden Antriebssystems hat.
  • Die Störungen des gleichgerichteten Versorgungsstroms können beispielsweise korrigiert werden durch Bezug auf eine Referenz-Stromwelle. In einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfaßt die Kontrolle der rückgeführten Energie eine Modulation des zyklischen Zerhackertastverhältnisses. Man kann beispielsweise vorsehen, daß diese zyklische Verhältnis um einen im wesentlichen konstanten Mittelwert moduliert wird. Der Mittelwert des zyklischen Zerhackertastverhältnisses ist dann vorzugsweise in der Nähe von ½ gewählt, um einen Mittelwert der Spannung an den Klemmen des Speicherkondensators nahe bei dem zweifachen der gleichgerichteten Versorgungsspannung aufrechtzuerhalten, um eine korrekte Entmagnetisierung der Phasen des Motors zu gewährleisten.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt dieses Verfahren außerdem eine Messung des gleichgerichteten Versorgungsstroms und einen Vergleich dieses gemessenen Stroms mit der Referenz-Stromwelle, um die zu korrigierenden Störungen zu bestimmen.
  • In einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird während der Sequenz der Energierückführung eine Induktivität, die die Funktion eines magnetischen Puffers hat, zwischen dem Speicherkondensator und der Umformerstufe eingeschaltet.
  • In einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird während der Sequenz der Energierückführung die im Kondensator gespeicherte Energie direkt zur Umformerstufe übertragen und das Verfahren umfaßt dabei eine Filterung des gleichgerichteten Versorgungsstroms.
  • Im übrigen kann das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhafterweise außerdem eine Korrektur des Leistungsfaktors der Gesamtheit Motor/Umformerstufe in Abhängigkeit besonders von der Messung der gleichgerichteten Versorgungsspannung und des gleichgerichteten Versorgungsstroms umfassen.
  • Die Erfindung sieht auch einen Schaltkreis zur Durchführung des obigen Verfahrens vor.
  • Zu diesem Zweck ist ein Schaltkreis des oben beschriebenen Typs besonders dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung so ausgebildet ist, daß sie die Zerhackervorrichtung entsprechend einem variablen zyklischen Verhältnis so steuert, daß die am gleichgerichteten Versorgungsstrom beobachteten Störungen korrigiert werden.
  • In einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schaltkreises weist dieser außerdem eine Induktivität auf, die zwischen der Zerhackervorrichtung und der Umformerstufe angeordnet ist und als magnetischer Puffer wirkt.
  • In einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schaltkreises weist dieser außerdem eine Filterstufe auf, die zwischen der Gleichrichterstufe und der Umformerstufe angeordnet ist.
  • Die Erfindung wird mit weiteren Einzelheiten und Vorteilen erläutert durch die folgende Beschreibung mit Bezug auf die nur als Beispiel und nicht begrenzend beigefügten Zeichnungen:
  • 1 ist ein synoptisches Schema eines Systems zur Motorisierung mit variabler Reluktanz, das das Verfahren und den Schaltkreis gemäß der Erfindung zur Versorgung benutzt;
  • 2 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schaltkreises;
  • A, 3B und 3C zeigen schematisch die Energieübertragung in dem in 2 dargestellten Schaltkreis jeweils in den Sequenzen Magnetisierung, Entmagnetisierung und Energierückführung;
  • 4 zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schaltkreises;
  • 5A, 5B und 5C zeigen schematisch die Energieübertragung in dem in 4 gezeigten Schaltkreis jeweils in den Sequenzen Magnetisierung, Entmagnetisierung und Energierückführung; und
  • 6 ist eine Variante des in 4 gezeigten Schaltkreises.
  • Im folgenden werden mit Bezug auf die erwähnten Figuren die allgemeine Struktur eines erfindungsgemäßen Schaltkreises und zwei Ausführungsbeispielen sowie das in diesen Schaltkreisen ablaufende Verfahren zur Versorgung beschrieben.
  • Ein Antriebssystem mit variabler Geschwindigkeit 1, welches das erfindungsgemäße Verfahren benutzt, umfaßt mit Bezug auf 1: eine Gleichrichterstufe 15, die mit einer Einphasen-Wechselspannungsquelle 17, beispielsweise dem Netz, verbunden ist, eine Umformerstufe 3, welche die drei Phasen eines variablen Reluktanzmotors mit elektronischer Kommutierung 100 versorgt, eine Energierückführungsstufe 4 und eine Steuervorrichtung 23, deren Eingang Einstellwerte, Informationen der Winkelstellung 25 des Rotors des Motors und Meßwerte 24, 26 von zum System gehörenden physikalischen Größen empfängt und Steuerbefehle 28, 27 für elektronische Schalter der Umformerstufe 3 und einen Zerhackerschalter TH der Energierückführstufe 4 erzeugt.
  • In einer ersten Ausführungsform des Versorgungsschaltkreises 2, die in 2 gezeigt ist, ist die Umformerstufe 3 direkt ohne Einfügung eines Filters mit dem Ausgang der Gleichrichterstufe 15 verbunden und eine Induktivität L ist zwischen dem oberen gemeinsamen Punkt der Umformerstufe 3 und der Energierückführungsstufe 4 angeordnet. Die Gleichrichterstufe 15 kann die klassische Struktur einer Brücke mit vier Dioden aufweisen. Die Umformerstufe 3 ist vom Typ C-Dump. Sie umfaßt eine obere Leitung 21 und eine untere Leitung 22, die jeweils mit den Ausgangsklemmen der Gleichrichterstufe 15 verbunden sind, und drei parallel verbundene Zweige, welche jeder einen Leistungsschalter T1, T2, T3, beispielsweise einen Transistor IGBT aufweisen, der einerseits mit einer Klemme einer Phase des Motors 100 und andererseits mit der unteren Leitung 22 verbunden ist. Die drei Phasen Lph1, Lph2, Lph3 sind in Sternschaltung verbunden und ihr gemeinsamer Punkt ist mit der oberen Leitung der Umformerstufe 3 verbunden. Im übrigen ist in klassischer Weise eine Freilaufdiode 18 zwischen der oberen und unteren Leitung 21, 22 vorgesehen, um eine Kontinuität des von der Umformerstufe 3 zufließenden Stroms zu gewährleisten und so Überspannungen zu vermeiden. Mit jedem Verbindungspunkt eines Schalters T1, T2, T3 und der zu ihm gehörenden Phase Lph1, Lph2, Lph3 ist die Anode einer Entmagnetisierungsdiode D1, D2, D3 verbunden. Die Energierückführungsstufe 4 weist in Reihe einen Speicherkondensator C, einen Zerhackerschalter TH und eine Diode 16 auf. Die Kathoden der drei Entmagnetisierungsdioden D1, D2, D3 sind mit dem Verbindungspunkt zwischen dem Speicherkondensator C und dem Zerhackerschalter TH verbunden, der beispielsweise ein Transistor IGBT sein kann. Eine Steuervorrichtung 23 des Systems 1 weist ein Steuermodul 10 des Zerhackerschalters TH und ein Steuermodul 35 der drei Phasenschalter T1, T2, T3 auf. Das Zerhacker-Steuermodul 10 empfängt einen Meßwert 11 der gleichgerichteten Versorgungsspannung, einen Meßwert 12 der Spannung an den Klemmen des Speicherkondensators C, einen Meßwert 13 des gleichgerichteten Versorgungsstroms Ia, der an die Klemmen eines Shuntwiderstands 29 geliefert wird, und erzeugt daraus Steuerbefehle des Zerhackerschalters TH und Kontrollbefehle 14 des Phasensteuermoduls 35. Dieser empfängt auch Informationen der Stellung des Rotors des Motors, die beispielsweise von einem Winkelpositionsfühler geliefert werden, und Funktionseinstellwerte, beispielsweise einen Einstellwert der Geschwindigkeit, und erzeugt daraus Steuerbefehle für die Phasenschalter T1, T2, T3.
  • Es werden nun die Arbeitsweise dieses erfindungsgemäßen Schaltkreises sowie die im Verlauf der verschiedenen Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens realisierten Energieübertragungen mit Bezug auf die 2 und 3A bis 3C beschrieben. Es sei bemerkt, daß aus Gründen der Vereinfachung die Energieflüsse in den 3A bis 3C nur für eine einzige Phase dargestellt sind.
  • Die Gleichrichterstufe 15 liefert eine gleichgerichtete Spannung in der Form von Vollwellen. Der von dieser Gleichrichterstufe gelieferte gleichgerichtete Versorgungsstrom Ia ist eine Funktion der verschiedenen Phasenkommutierungen, die mit variabler Frequenz bewirkt werden. Das Ziel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es, zu einem gleichgerichteten Versor gungsstrom zu tendieren, der eine homothetische Wellenform zu der der gleichgerichteten Spannung zeigt. Jede Phase Lph1, Lph2, Lph3 des Motors 100 ist im Rhythmus der Phasenkommutierungen aufeinander folgenden Stufen der Magnetisierung (M) und Entmagnetisierung (D) unterworfen.
  • Es sei bemerkt, daß entsprechend den angewandten Steuermoden gleichzeitig ein Magnetisierungsschritt an einer Phase und ein Entmagnetisierungsschritt an einer anderen Phase ablaufen können. Allgemeiner gesagt kann das erfindungsgemäße Verfahren der Versorgung unabhängig vom Niveau der Überlagerung zwischen jeweiligen Magnetisierungs- und Entmagnetisierungsschritten, welche die verschiedenen Phasen des Motors betreffen, benutzt werden.
  • Im Verlauf eines Magnetisierungsschritts (M) einer bestimmten Phase des Motors wird elektrische Energie von der Quelle 17 über die Gleichrichterstufe 15 und einen Zweig der Umformerstufe 3 zu einer Phase des Motors übertragen, wo ein Teil derselben in mechanische Energie umgewandelt und ein anderer Teil in Form von magnetischer Energie im Motor gespeichert wird (3A). Der Versorgungsstrom Ia ist dann gleich der Summe der Ströme in den drei Phasen des Motors. Wenn der entsprechende Phasenschalter erneut gesperrt wird, beginnt dann ein Entmagnetisierungsschritt (D) in dessen Verlauf die im Motor 100 gespeicherte magnetische Energie über die Entmagnetisierungsdiode in Form von elektrostatischer Energie in den Speicherkondensator übertragen wird (3B). Im Verlauf des Entmagnetisierungsschritts (D) liefert die Gleichrichterstufe 4 weiterhin dem System elektrische Energie. Diese Entmagnetisierung wird dadurch ermöglicht, daß die Spannung an den Klemmen des Speicherkondensators bei einer mittleren Spannung in der Nähe des Doppelten der gleichgerichteten Versorgungsspannung gehalten wird. Die Zerhackerstufe 4 wird in den leitenden Modus gesteuert einerseits, wenn die Spannung an den Klemmen des Speicherkondensators einen Sicherheits-Grenzwert übersteigt, und andererseits, wenn der gemessene Versorgungsstrom größer wird als ein an eine Referenz-Stromwelle gebundener Einstellwert. Das Zerhakken wird so mit einer Zerhackerfrequenz und einem zyklischen Verhältnis realisiert, die variabel sind. Im Verlauf eines Energierückführungsschritts (R) wird ein Teil der im Speicherkondensator C gespeicherten Energie über die Induktivität L zur Gleichrichterstufe 15 übertragen, während der Phasenschalter sich dann im leitenden Modus befindet. Der Versorgungsstrom Ia ist dann gleich der Differenz zwischen der Summe ΣIph der Ströme in den Phasen des Motors und dem Strom Ic, der vom Speicherkondensator C geliefert wird. Wenn der gemessene Versorgungsstrom kleiner wird als der Strom der Referenzwelle wird der Zerhacker schalter in den Blockierungsmodus umgeschaltet und der Energierückführungsschritt wird beendet. Man kann auch vorsehen, daß die Steuerung des Zerhackerschalters TH nur wirksam ist, wenn die an den Klemmen des Speicherkondensators C gemessene Spannung höher ist als die gemessene gleichgerichtete Versorgungsspannung.
  • Ein wesentlicher Unterschied des erfindungsgemäßen Verfahrens der Versorgung zu den klassischen Verfahren liegt darin, daß man die Störungen des Versorgungsstroms ohne Zufügung von zusätzlichen Leistungsbauteilen korrigiert, indem ein variables zyklisches Verhältnis an den Zerhackerschalter der C-Dump-Schaltung angelegt wird.
  • Im folgenden werden mit Bezug auf 4 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens und ein Ausführungsbeispiel eines entsprechenden Versorgungsstromkreises beschrieben. In den 4 und 5A bis 5C sind Bauteile und Module, die identisch sind mit denen, die bereits mit Bezug auf die 2 und 3A bis 3C beschrieben wurden, mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Es sei bemerkt, daß zur Vereinfachung die Energieflüsse in den 5A bis 5C nur für eine einzige Phase dargestellt sind.
  • Der erfindungsgemäße Versorgungs-Schaltkreis 6 weist eine Gleichrichterstufe 15, eine Filterstufe F, eine Umformerstufe 3, die mit den drei Phasen eines elektronisch kommutierten Motors mit variabler Reluktanz 100 verbunden ist, und eine Energierückführungsstufe 4 auf. Die Filterstufe F umfaßt beispielsweise ein passives Filter mit klassischerweise einer Induktivität L1 und einem Kondensator C1 und einer Diode D', um einerseits die Filterstufe und andererseits die Umformerstufe im Verlauf des Rückführungsschritts zu isolieren. Die Energierückführungsstufe 4 ist in dieser besonderen Ausführungsform direkt mit der Umformerstufe 3 ohne Zufügung einer Induktivität noch einer Freilaufdiode parallel zur Zerhackerstufe verbunden.
  • Im folgenden werden die Arbeitsweise dieses erfindungsgemäßen Versorgungs-Schaltkreises sowie die im Verlauf der verschiedenen erfindungsgemäßen Verfahrensschritte realisierten Energieübertragungen mit Bezug auf die 4 und 5A bis 5C beschrieben. Die Magnetisierungs- und Entmagnetisierungsschritte (5A und 5B) sind ähnlich den für die erste Ausführungsform beschriebenen, abgesehen von der Tatsache, daß die Filterstufe F zu ihnen beiträgt. In den Energierückführungsschritten (R), wenn der Zerhackerschalter TH in seinen leitenden Modus gesteuert ist, wird die Spannung an den Klemmen des Speicherkondensators C direkt an die obere Leitung 21 gelegt. Da diese Spannung nun notwendigerweise höher als die gleichgerichtete Versorgungsspannung ist, sperrt die Diode D' und der Versorgungsstrom Ia nimmt nun ab. Sobald der Zerhackerschalter TH einen Sperrbefehl erhält, wird die Diode D' wieder leitend und der gleichgerichtete Versorgungsstrom nimmt nun zu. Man kann zeigen, daß ein maßvoll dimensioniertes Filter ausreicht. Im Verlauf des Energierückführungsschritts ist der Versorgungsstrom Ia gleich dem vom Filterkondensator C1 aufgenommene Strom Ic1, während der vom Kondensator C gelieferte Strom gleich dem in einer oder mehreren Phasen zirkulierenden Magnetisierungsstrom ist.
  • Die Zerhacker-Steuermodule 10, 20 enthalten vorzugsweise einen Schaltkreis zur Korrektur des Leistungsfaktors (PFC), der ein Signal liefert, das den schwachen oder stärkeren Charakter des Versorgungsstroms anzeigt, ausgehend von der Information des Referenzstroms (die in der Praxis ausgehend von der Messung der gleichgerichteten Versorgungsspannung erhalten wird) und der Information des tatsächlich gemessenen Versorgungsstroms.
  • 6 zeigt eine Variante des Versorgungs-Schaltkreises der 4, worin die gleichen Bezugszeichen Bauteile und Module bezeichnen, die identisch mit den bereits mit Bezug auf 4 beschriebenen sind. Diese Variante unterscheidet sich von dem in 4 dargestellten Schaltkreis nur dadurch, daß die Filterstufe F außer der in der oberen Leitung 21 des Schaltkreises angeordneten Induktivität L1 eine zwischen der oberen Leitung 21 und unteren Leitung 22 des Schaltkreises angeordneten Diode D'' enthält, wobei die Anode dieser Diode mit der unteren Leitung 22 verbunden ist. So zeigt diese Filterstufe F den Vorteil, daß sie erheblich vereinfacht und daher billiger zu realisieren ist. Die Arbeitsweise dieser Variante des Schaltkreises sowie die im Verlauf der verschiedenen Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens realisierten Energieübertragungen sind ähnlich denen die mit Bezug auf die 5A bis 5C beschrieben wurden.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebenen Beispiele beschränkt und zahlreiche Ausgestaltungen können an diesen Beispielen vorgenommen werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So kann die Anzahl der Phasen des Motors beliebig sein. Die Phasen- und Zerhackerschalter können Transistoren beliebiger Technologie sein, beispielsweise bipolare Transistoren, MOSFET oder IGBT. Die Steuermodule können in verdrahteter oder programmierter Logik realisiert sein und einen Mikrosteuerbaustein umfassen.
  • Im übrigen können die erfindungsgemäßen Schaltkreise in Form von ASIC-Schaltkreisen integriert oder auch auf der Basis von diskreten Bauelementen realisiert werden.

Claims (14)

  1. Verfahren zur Versorgung eines elektronisch kommutierten Reluktanzmotors (100) mit variabler Reluktanz von einer Einphasen-Wechselstromquelle (17) mit – einer Gleichrichtung der von der Einphasen-Wechselstromquelle (17) gelieferten Spannung in einer Gleichrichterstufe (15), um eine gleichgerichtete Spannung zu liefern, – nacheinander, für jede der Phasen (Lph1, Lph2, Lph3) dieses Motors (100): – einem Magnetisierungsschritt (M) der Phase (Lph1, Lph2, Lph3) mit einer Energieübertragung von der Gleichrichterstufe (15) zu dieser Phase (Lph1, Lph2, Lph3), an die man die gleichgerichtete Spannung anlegt durch Schließen der Kommutierungsvorrichtung (T1, T2, T3), die zu dieser Phase (Lph1, Lph2, Lph3) gehört, – einem Entmagnetisierungsschritt (D) dieser Phase (Lph1, Lph2, Lph3) mit einer Energieübertragung von dieser Phase (Lph1, Lph2, Lph3) zu einem für die Gesamtheit der Phasen (Lph1, Lph2, Lph3) gemeinsamen Speicherkondensator (C) beim Öffnen der Kommutierungsvorrichtungen (T1, T2, T3) und – Rückführungsschritten (R) der im Speicherkondensator (C) gespeicherten Energie zur Gleichrichterstufe (15) durch Steuerung von in Reihe mit dem Speicherkondensator (C) liegenden Zerhackervorrichtung (TH), dadurch gekennzeichnet, daß es eine Steuerung der zur Gleichrichterstufe (15) zurückgeführten Energie umfaßt, um die Störungen des gleichgerichteten Versorgungsstroms (Ia) zu korrigieren.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Störungen des gleichgerichteten Versorgungsstroms (Ia) bezüglich einer Referenz-Stromwelle korrigiert.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der zurückgeführten Energie eine Modulation des zyklischen Zerhakkertastverhältnisses umfaßt.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zyklische Zerhackertastverhältnis um einen im wesentlichen konstanten Mittelwert herum moduliert wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelwert des zyklischen Zerhackertastverhältnisses in der Nähe von ½ liegt.
  6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem eine Messung des gleichgerichteten Versorgungsstroms (Ia) und einen Vergleich dieses gemessenen Stroms mit der Wellenform des Referenzstroms umfaßt, um die zu korrigierenden Störungen zu bestimmen.
  7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß während des Energierückführungsschritts (R) eine Induktivität (L) die als magnetischer Puffer wirkt, zwischen den Speicherkondensator (C) und die Gleichrichterstufe (15) eingeschaltet ist.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß während des Schritts der Energierückführung (R) die im Speicherkondensator (C) gespeicherte Energie direkt zur Gleichrichterstufe (15) übertragen wird und daß das Verfahren außerdem eine Filterstufe des gleichgerichteten Versorgungsstroms (Ia) umfaßt.
  9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem eine Korrektur des Leistungsfaktors der Gesamtheit Motor/Umformer in Abhängigkeit insbesondere von der Messung der gleichgerichteten Versorgungsspannung und des gleichgerichteten Versorgungsstroms umfaßt.
  10. Schaltkreis zur Versorgung eines elektronisch kommutierten Reluktanzmotors (100) mit variabler Reluktanz mit – einer Gleichrichterstufe (15), die ausgehend von einer Einphasen-Wechselspannungsquelle (17) eine gleichgerichtete Spannung liefert, – einer Umformerstufe (3), die jede der Phasen (Lph1, Lph2, Lph3) des Motors (100) versorgt, wobei diese Umformerstufe (3) für jede Phase (Lph1, Lph2, Lph3) Phasen-Kommutierungsvorrichtungen (T1, T2, T3) aufweist, die so ge steuert sind, daß sie in einem bestimmten Zeitfenster die Phase (Lph1, Lph2, Lph3) durch Anlegen der gleichgerichteten Spannung magnetisieren, wobei diese Phasen-Kommutierungsvorrichtungen (T1, T2, T3) außerdem so gesteuert sind, daß sie die Phase (Lph1, Lph2, Lph3) durch Übertragung der in dieser Phase (Lph1, Lph2, Lph3) gespeicherten magnetischen Energie zu einem für die Gesamtheit der Phasen des Motors (100) gemeinsamen Speicherkondensator (C) entmagnetisieren, – einer Vorrichtung (4), welche die im Speicherkondensator (C) gespeicherte Energie zur Gleichrichterstufe (15) zurückführr, wobei diese Vorrichtung eine Zerhackervorrichtung (TH) umfaßt, und – Vorrichtungen (23, 10, 20, 35), welche die Phasen-Kommutierungsvorrichtungen (T1, T2, T3) und die Zerhackervorrichtung (TH) in Abhängigkeit von Betriebseinstellwerten und Meßwerten elektrischer Größen besonders des gleichgerichteten Versorgungsstroms und der Spannung an den Klemmen des Speicherkondensators steuern; dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtungen (23, 10, 20, 35) so ausgebildet sind, daß sie die Zerhackervorrichtung (TH) gemäß einem variablen zyklischen Verhältnis so steuern, daß die am gleichgerichteten Versorgungsstrom (Ia) beobachteten Störungen korrigiert werden.
  11. Schaltkreis nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß er außerdem eine Induktivität (L) umfaßt, die zwischen der Zerhackervorrichtung (4) und der Umformerstufe (3) angeordnet ist und als magnetischer Puffer wirkt.
  12. Schaltkreis nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerhackervorrichtung (4) direkt mit der Umformerstufe (3) verbunden ist und daß der Schaltkreis außerdem eine Filterstufe (F) aufweist, die zwischen der Gleichrichterstufe (15) und der Konvertierungsstufe (3) angeordnet ist.
  13. Schaltkreis nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterstufe (F) eine Induktivität (L1) umfaßt, die in der oberen Leitung (21) der Gleichrichterstufe (15) angeordnet ist, und eine Diode (D'') umfaßt, die zwischen der oberen Leitung (21) und unteren Leitung (22) der Gleichrichterstufe angeordnet ist, wobei die Anode der Diode (D'') mit der unteren Leitung (22) verbunden ist.
  14. Schaltkreis nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (23) eine Vorrichtung umfaßt, die den Leistungsfaktor der Gesamtheit Motor/Umformer korrigiert.
DE69724409T 1996-01-22 1997-01-20 Verfahren zur versorgung eines elektronisch kommutierten reluktanzmotors und schaltkreis zur durchführung des verfahrens Expired - Lifetime DE69724409T2 (de)

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