DE69725780T2 - Verfahren zum Abgraben einer Fläche mit einem gewünschten Kontur - Google Patents

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    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02FDREDGING; SOIL-SHIFTING
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    • E02F3/04Dredgers; Soil-shifting machines mechanically-driven
    • E02F3/28Dredgers; Soil-shifting machines mechanically-driven with digging tools mounted on a dipper- or bucket-arm, i.e. there is either one arm or a pair of arms, e.g. dippers, buckets
    • E02F3/36Component parts
    • E02F3/42Drives for dippers, buckets, dipper-arms or bucket-arms
    • E02F3/43Control of dipper or bucket position; Control of sequence of drive operations
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    • E02F3/437Control of dipper or bucket position; Control of sequence of drive operations for dipper-arms, backhoes or the like providing automatic sequences of movements, e.g. linear excavation, keeping dipper angle constant
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • Diese Erfindung betrifft im Allgemeinen Maschinensteuersysteme für Bagger und betrifft spezieller ein Verfahren zur automatischen Steuerung von Tiefe und Winkelorientierung einer Baggerschaufel.
  • Beschreibung des Standes der Technik
  • Bagger sind Aushubmaschinen, die typischerweise auf Raupenketten gelagert sind. Ein Bagger besitzt eine am Ende eines zweigliedrigen Verbindungsgestänges befestigte Schaufel. Eines der Gelenke, Ausleger genannt, sitzt drehbar auf einem Maschinenfundament des Baggers und erstreckt sich nach außen in Richtung nach oben. Das andere Gelenk, Stange genannt, sitzt drehbar an einem Ende zum äußeren Ende des Auslegers und erstreckt sich von dem Drehgelenk des Auslegers nach unten. Die Schaufel ist am äußeren Ende der Stange drehbar befestigt. Drei Hydraulikzylinder be wegen den Ausleger, die Stange und die Schaufel unabhängig voneinander durch die Steuerung einer Bedienperson oder eines Maschinensteuersystems. Ein weiterer Hydraulikantrieb dreht das Maschinenfundament relativ zu der Raupenkette, um das erneute Positionieren der Schaufel für Arbeitsgänge wie Auskippen zu ermöglichen.
  • Einen Bagger wirtschaftlich zu betreiben, erfordert eine erfahrene Bedienperson. Jede der Verbindungen zwischen Maschinenfundament, Ausleger, Stange und Schaufel sind Drehgelenke, so dass das Ausfahren oder Zusammenziehen eines beliebigen einzelnen Hydraulikzylinders oder Antriebselementes bewirkt, dass sich die Schürfkante der Schaufel in einem Kreisbogen bewegt. Jedoch umfassen die meisten Aushubprojekte die Schaffung fertig bearbeiteter Flächen, die eben sind, entweder waagerecht oder geneigt. So müssen mehrere Zylinder gleichzeitig gesteuert werden, um mit der Schaufel ebene Flächen abzugraben. Von der Bedienperson werden typischerweise zwei Steuerknüppel genutzt, wobei jeder Steuerknüppel nach links und rechts bewegbar ist, um das Ausfahren und Einziehen eines Zylinders zu steuern, und vorwärts und rückwärts bewegbar ist, um das Ausfahren und Einziehen eines anderen Zylinders zu steuern.
  • Ein Problem, dem man bei einem Bagger begegnet ist, wie der Bedienperson die Tiefe angezeigt werden soll, auf die die Schürfkante der Schaufel gräbt, so dass durch den Aushubvorgang die genaue Hebung oder Böschung erreicht werden. Ein damit im Zusammenhang stehendes Problem ist, dass die Schürfkante der Schaufel nicht im Blick der Bedienperson sein kann. Eine bekannte Möglichkeit zur Anzeige der Tiefe besteht darin, Winkelsensoren zu nutzen, welche die re lativen Winkel zwischen Maschinenfundament, Ausleger, Stange und Schaufel messen, und die Tiefe der Schaufel mittels Prinzipien der Geometrie zu berechnen, indem die gemessenen Winkel und die Längen der Gelenke vorgegeben werden. Die berechnete Tiefe wird anschließend der Bedienperson angezeigt wie es zum Beispiel im US-Patent 4 129 224 offenbart ist.
  • Eine Erweiterung für dieses Konzept ist die Nutzung der gemessenen Informationen für Tiefen- und/oder Böschung, um die Bewegung der Baggerschaufel automatisch zu steuern. Zum Beispiel wird im US-Patent 4 129 224 durch die Bedienperson der die Stange bewegende Hydraulikzylinder gesteuert, und das Maschinensteuersystem steuert den Auslegerzylinder und den Schaufelzylinder automatisch, damit sich eine lineare Bewegung der Schaufel ergibt.
  • In der Druckschrift EP-A-0 512 584 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung der Arbeitsmaschine eines Löffelbaggers offenbart. Das Verfahren umfasst den Schritt der Einstellung einer Aushubstelle im Augenblick eines automatischen Aushubes. In der Vorrichtung ist zusätzlich zu zwei Funktionshebeln zur Erzeugung von Kommandos zum Drehen und Schwenken eines Auslegers, eines Armes und einer Schaufel ein Betätigungspedal zur Anweisung eines automatischen Aushubmodus vorgesehen. Der automatische Aushub entlang eines Kreisbogens wird durch Betätigung des Betätigungspedals durchgeführt. Zuerst bewegt eine Bedienperson die Vorderkante der Schaufel in eine gewünschte Position, um den Aushub zu beginnen, indem sie die Funktionshebel betätigt und wählt anschließend den automatischen Aushubmodus und legt die Position fest, um den Aushub zu beginnen, indem sie auf das Betätigungspedal tritt.
  • Ein erheblicher Nachteil von solchen automatischen Maschinensteuersystemen nach dem Stand der Technik ist, dass sie die Bedienperson aus dem Regelkreis herauslassen, wenn die automatische Steuerung eingeschaltet wurde. Wenn das automatische Maschinensteuersystem die Abtragstiefe automatisch steuert, jedoch vor dem Erreichen einer gewünschten Böschung eine große Menge Material zu entfernen ist, dann kann das Maschinensteuersystem einen zu großen Einschnitt vornehmen, was den Bagger überlasten kann und zu ungenauen Einschnitten und zum Bruch des Gerätes führt.
  • Abriss der Erfindung
  • Gemäß dem veranschaulichten bevorzugten Ausführungsbeispiel stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Steuern von Schürftiefe und Winkel einer Baggerschaufel bereit, um eine Fläche in eine gewünschte Kontur wie Tiefe oder Böschung abzugraben. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung arbeitet in Verbindung mit einem Maschinensteuersystem, das die Position der Baggerschaufel bestimmt sowie die Position und die Bewegung der Schaufel während des Aushubs automatisch steuert.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung umfasst die Schritte:
    (1) Eingeben von Daten in das Maschinensteuersystem zum Festlegen der gewünschten Kontur (Tiefe oder Böschung) einer abzugrabenden Fläche; (2) Positionieren der Baggerschaufel in der Nähe der gewünschten Kontur; (3) Ermöglichen einer automatischen Steuerung; und (4) automatisches Steuern einer Bewegung der Baggerschaufel nur dann, wenn sich die Position der Bag gerschaufel innerhalb eines vorgegebenen Abstandes oder Winkels der gewünschten Kontur befindet.
  • Das Maschinensteuersystem ist in der Lage, in mindestens zwei Betriebsarten zu arbeiten: Eine Betriebsart zur Steuerung der Tiefe, die das Abgraben bis zu einer gewünschten Tiefe beinhaltet, und eine Betriebsart zur Steuerung der Böschung, die das Abgraben bis zu einer gewünschten Böschung beinhaltet. Eine Betriebsart zur Lasersteuerung beinhaltet das Abgraben bis zu einer gewünschten Tiefe und/oder Böschung mittels eines Laserhöhenbezuges. Die vorliegende Erfindung arbeitet mit diesen Betriebsarten des Maschinensteuersystems, um die Tiefe oder Winkelorientierung der Schaufel zu steuern.
  • Wenn das Maschinensteuersystem in der Betriebsart Tiefensteuerung arbeitet, wird mit der vorliegenden Erfindung eine automatische Tiefensteuerung nur dann eingeschaltet, wenn die Schneidkante der Baggerschaufel innerhalb eines kleinen Abstandes oberhalb oder unterhalb der gewünschten Tiefe liegt. Die automatische Tiefensteuerung der vorliegenden Erfindung wird während eines Aushubs eingeschaltet, wenn (1) sie durch die Bedienperson ermöglicht wird und (2) die Schneidkante sich innerhalb des vorgegebenen kleinen Abstandes oder "Anzeigefensters für Arbeitstiefe" der gewünschten Tiefe befindet. Wenn die Baggerschaufel in Bezug auf die gewünschte Tiefe außerhalb des Anzeigefensters für Arbeitstiefe positioniert ist, dann schaltet sich die automatische Tiefensteuerung nach der vorliegenden Erfindung nicht ein. Diese Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, eine automatische Steuerung der Schneidtiefe, arbeitet mit der Betriebsart Tiefensteuerung jedoch nicht mit der Betriebsart Böschungssteuerung des Maschinensteuersys tems, weil die Betriebsart Böschungssteuerung die Böschung und nicht die Tiefe des Einschnittes steuert.
  • Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung soll die Winkelorientierung der Schaufel während eines Aushubs automatisch beibehalten, jedoch nur, wenn sich die Neigung des Schaufelbodens innerhalb eines vorgegebenen kleinen Winkels einer gewünschten Böschung befindet. Die gewünschte Böschung ist entweder ein geneigter Winkel, der in der Betriebsart Böschungssteuerung des Maschinensteuersystems eingestellt wird, oder ist waagerecht in der Betriebsart Tiefensteuerung des Maschinensteuersystems. Die automatische Steuerung des Schaufelwinkels der vorliegenden Erfindung wird sich während eines Aushubs einschalten, wenn sie (1) durch die Bedienperson ermöglicht wird und (2) die Neigung der unteren Fläche der Schaufel innerhalb eines kleinen Winkels oder "Anzeigefensters für Arbeitswinkel" der gewünschten Böschung liegt. Wenn der Winkel der Baggerschaufel in Bezug auf die gewünschte Böschung außerhalb des Anzeigefensters für Arbeitswinkel liegt, dann schaltet sich die automatische Steuerung des Schaufelwinkels nicht ein. Diese Ausführungsform der Erfindung arbeitet sowohl mit der Betriebsart Tiefensteuerung als auch der Betriebsart Böschungssteuerung des Maschinensteuersystems. Bei einer Böschungssteuerung befindet sich das Anzeigefenster für Arbeitswinkel in einem Winkelbereich oberhalb und unterhalb der gewünschten Böschung. Bei einer Tiefensteuerung ist die gewünschte Böschung Null, so dass sich das Anzeigefenster für Arbeitswinkel in einem Winkelbereich oberhalb oder unterhalb von waagerecht befindet.
  • Sowohl die Tiefe des Einschnittes als auch der Winkel der Schaufel können durch die vorliegende Erfindung automatisch gesteuert werden, wenn in der Betriebsart Tiefensteuerung des Maschinensteuersystems gearbeitet wird. Dies tritt auf, wenn (1) die Bedienperson eine automatische Steuerung ermöglicht; (2) die Schneidkante der Schaufel innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitstiefe der gewünschten Tiefe liegt; und (3) die Winkelorientierung der Schaufel innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitswinkel der Waagerechten liegt. Wenn diese drei Bedingungen erfüllt sind, dann wird die Schaufelbewegung automatisch gesteuert, so dass die Schneidkante entlang der gewünschten Tiefe schneidet und die Ausrichtung der Schaufel während des Aushubarbeitsganges unverändert bleibt.
  • Im bevorzugten Ausführungsbeispiel befindet sich das Anzeigefenster für Arbeitstiefe zur Steuerung der Schaufeltiefe 152,4 mm (6 Zoll [0,5 Fuß oder 0,15 Meter]) oberhalb und unterhalb des gewünschten Niveaus der ausgehobenen Fläche. Somit kann die automatische Steuerung der Abtragstiefe eingeschaltet werden, wenn sich die Schneidkante der Baggerschaufel um 152,4 mm (sechs Zoll) oder weniger oberhalb oder unterhalb des gewünschten Niveaus befindet. Wenn die Schaufel entweder mehr als 152,4 mm (sechs Zoll) unterhalb des Niveaus oder mehr als 152,4 mm (sechs Zoll) oberhalb des Niveaus liegt, dann wird sich die automatische Tiefensteuerung nicht einschalten. Die vorliegende Erfindung gewährleistet, dass der letzte Planierarbeitsgang mittels automatischer Steuerung einen kleinen Einschnitt von 152,4 mm (sechs Zoll) oder weniger vornimmt, der den Bagger nicht überlasten wird.
  • Im bevorzugten Ausführungsbeispiel befindet sich auch das Anzeigefenster für Arbeitswinkel zur Steuerung des Schaufelwinkels auf plus oder minus 10% Neigung (5,7 Grad) in Bezug auf die gewünschte Böschung der ausgehobenen Fläche. Wenn sich die untere Fläche der Baggerschaufel innerhalb einer Neigung von 10% der gewünschten Böschung befindet, dann kann die automatische Steuerung des Schaufelwinkels durch die Bedienperson eingeschaltet und die Winkelorientierung der Schaufel im Aushubarbeitsgang durchweg beibehalten werden. Umgekehrt wird sich die automatische Steuerung für den Schaufelwinkel nicht einschalten, wenn die untere Fläche der Schaufel mehr als 10% Neigung von der gewünschten Böschung der abgegrabenen Fläche entfernt liegt. Die vorliegende Erfindung erlaubt der Bedienperson, einen Schaufelwinkel innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitswinkel auszuwählen, der zu den Abtragbedingungen passt, wobei dieser Schaufelwinkel durch das automatische Maschinensteuersystem während eines Aushubarbeitsganges konstant gehalten wird.
  • Wenn die Schaufeltiefe oder der Schaufelwinkel außerhalb der entsprechenden Anzeigefenster liegen, wird, wenn die Bedienperson eine automatische Steuerung ermöglicht, die automatische Steuerung der Schürftiefe oder des Schaufelwinkels nicht einschalten, bis sich die Schaufel während eines Aushubarbeitsganges in ein Anzeigefenster für Arbeit bewegt.
  • Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ihre Anwendbarkeit auf das Planieren mehrfacher Schichten. Diese Eigenschaft ist nützlich beim Zurückfüllen mehrerer Lagen von Material in einen Graben. Die vorliegende Erfindung erlaubt es, dass die verschiedenen Tiefen und Schichtdicken für die gesamte Aushubaufgabe von mehreren Schichten einmal festgelegt werden, und schaltet die automatische Steuerung der Tiefe immer dann ein, wenn sich die Schaufel innerhalb des Anzeigefensters für Arbeits tiefe von einem der gewünschten Niveaus befindet. In dieser Betriebsart kann eine Bedienperson den Graben bis zu einer gewünschten Tiefe abgraben und anschließend den Graben auf eine ausgewählte Dicke der Bettungsschicht mit Bettungsmaterial anfüllen. Die automatische Tiefensteuerung wird eingeschaltet, wenn sich die Schaufel innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitstiefe der gewünschten oberen Fläche der Bettungsschicht befindet, was das automatische Planieren der oberen Fläche der Bettungsschicht erlaubt. Anschließend würde normalerweise im Graben auf der Oberseite der Bettungsschicht ein Rohr oder eine Leitung verlegt werden, wonach der Baggerführer ebenfalls bis zu einer gewählten Dicke mit Bedeckungsmaterial anfüllen kann. Wiederum wird die automatische Steuerung für Arbeitstiefe eingeschaltet, wenn sich die Schaufel innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitstiefe der oberen Fläche der Deckschicht befindet. Anschließend kann eine obere Lage Anfüllmaterial auf eine gewünschte Dicke planiert werden, um die Aushubaufgabe zu vollenden.
  • Die in der Beschreibung beschriebenen Merkmale und Vorteile schließen nicht alles ein, wobei insbesondere viele zusätzliche Merkmale und Vorteile dem gewöhnlichen Fachmann hinsichtlich der Zeichnungen, Beschreibung und Ansprüche hiervon deutlich werden. Außerdem soll angemerkt werden, dass die in der Beschreibung verwendete Sprache prinzipiell zur Lesbarkeit und für Instruktionszwecke ausgewählt worden ist und nicht ausgewählt werden konnte, um den erfinderischen Gegenstand zu skizzieren oder zu umschreiben, als Hilfsmittel für die Ansprüche, die notwendig sind, um einen solchen erfinderischen Gegenstand festzulegen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Es zeigen
  • 1 die Seitenansicht eines Baggers, der gemäß der vorliegenden Erfindung eine ausgehobene Fläche auf eine gewünschte Tiefe planiert;
  • 2 das Blockdiagramm eines Maschinensteuersystems, das in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung genutzt wird;
  • 3A, 3B und 3C, hier manchmal zusammenhängend als 3 angegeben, Diagramme, die die Position einer Baggerschaufel in Bezug auf eine gewünschte Tiefe der ausgehobenen Fläche anzeigen;
  • 4 die Seitenansicht eines Baggers, der eine Anzahl von Schichten auf gewünschte Tiefen gemäß der vorliegenden Erfindung planiert;
  • 5 die Seitenansicht eines Baggers, der eine ausgehobene Fläche auf eine gewünschte Böschung gemäß der Erfindung planiert;
  • 6A, 6B und 6C, hier manchmal zusammenhängend als 6 angegeben, Diagramme, die die Winkelorientierung einer Baggerschaufel in Bezug auf eine gewünschte Böschung der ausgehobenen Fläche anzeigen;
  • 7 die Seitenansicht eines Baggers, der in einem Lasermodus gemäß der vorliegenden Erfindung arbeitet.
  • Ausführliche Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
  • Die 1 bis 7 der Zeichnungen stellen verschiedene bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung nur zum Zweck der Veranschaulichung dar. Der Fachmann wird aus der folgenden Erörterung ohne weiteres erkennen, dass alternative Ausführungsbeispiele der hier dargestellten Strukturen und Verfahren genutzt werden können, ohne von den Prinzipien der hier beschriebenen Erfindung abzuweichen.
  • Das bevorzugte Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Steuerung eines Baggers, indem die Tiefe und/oder die Winkelorientierung der Baggerschaufel automatisch gesteuert werden, wenn sich ihre aktuelle Position innerhalb eines vorgegebenen Abstandes befindet oder einer Winkelmessung der gewünschten Neigung.
  • Die vorliegende Erfindung wird an einem Bagger realisiert. Gemäß 1 besitzt der Bagger 10 ein Maschinenfundament 12, das auf Gleisketten 14 drehbar gelagert ist. Mit dem Maschinenfundament 12 ist ein Ausleger 16 an einem Drehgelenk 17 drehbar befestigt und erstreckt sich nach außen. Ein Hydraulikzylinder 18, der durch eine in einer Kabine 20 sitzenden Bedienperson oder durch ein Maschinensteuersystem gesteuert wird, bewegt den Ausleger während des Aushubvorgangs relativ zum Maschinenfundament. Mit dem äußeren Ende des Auslegers 16 ist eine Stange 22 drehbar an dem Drehgelenk 23 verbunden. Ebenso bewegt ein Hydraulikzylinder 24 beim Aushub die Stange relativ zu dem Ausleger. Eine Schaufel 26 ist an einem Drehgelenk 27 mit dem äußeren Ende der Stange 22 drehbar befestigt.
  • Ein Hydraulikzylinder 28 bewegt die Schaufel beim Aushub relativ zu der Stange.
  • Der Bagger 10 ist in 1 als eine feststehende Tiefe 30 unterhalb der Oberfläche grabend dargestellt. Die Schaufel 26 besitzt eine untere Fläche 32 und eine Schneidkante 34 an der Vorderkante der Schaufel, die sich beim Aushub in die Erde gräbt. Das Merkmal der automatischen Tiefensteuerung der vorliegenden Erfindung wird eingeschaltet, wenn sich die Schneidkante 34 der Schaufel 26 im Anzeigefenster 33 für Arbeitstiefe des gewünschten Niveaus 35 befindet. Dieses Anzeigefenster für Arbeitstiefe liegt 152,4 mm (6 Zoll, 0,5 Fuß) oberhalb und unterhalb des gewünschten Niveaus, wenn im Tiefensteuermodus gearbeitet wird. Wenn die Schneidkante 34 der Schaufel 26 außerhalb des Anzeigefensters 33 für Arbeitstiefe entweder mehr als 152,4 mm (sechs Zoll) unter dem gewünschten Niveau 35 oder mehr als 152,4 mm (sechs Zoll) oberhalb des gewünschten Niveaus positioniert ist, dann wird sich das Merkmal der automatischen Tiefensteuerung nicht einschalten. Dies ermöglicht es der Bedienperson, den Bagger per Hand zu steuern, bis sich die Schneidkante der Schaufel innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitstiefe befindet, und anschließend durch automatische Steuerung einen letzten Einschnitt vorzunehmen, um die gewünschte fertig bearbeitete Fläche zu erzielen.
  • 2 ist das Blockbild eines Maschinensteuersystems 36, das in Verbindung mit dem Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet wird. Das Maschinensteuersystem 36 umfasst drei Winkelsensoren 38, 40 und 42, die einem Systemregler 44 jeweils Daten über Winkelpositionen des Auslegers 16, der Stange 22 und der Schaufel 26 zur Verfügung stellen. Die Sensoren sind am Bagger jeweils in der Nähe der Drehgelenke 17, 23 und 27 des Auslegers, der Stange und der Schaufel angebracht. Der Systemregler 44 ist ein programmierter Prozessor, der die augenblickliche Position der Schaufel während eines Aushubes bestimmt, indem man die Winkel, die durch die Winkelsensoren gemessen werden und die Geometrien des Auslegers 16, der Stange 22 und der Schaufel 26 kennt. Der Betrieb des Systemreglers 44 ist in dieser Hinsicht an sich bekannt und wird hier nicht weiter offenbart. Der Systemregler 44 ist mit einem Bedienungsfeld 46 und einem Triggerschalter 48 gekoppelt, die nachstehend ausführlicher erörtert werden. Der Systemregler 44 sendet Steuersignale an einen Hydraulikventilregler 50, der die Bewegung des Auslegerzylinders 18 und des Schaufelzylinders 28 steuert. Ein Laserempfänger 51 ist in das Maschinensteuersystem einbezogen. Der Laserempfänger 51 detektiert die Höhe, bei der ein Bezugslaserstrahl einen am Bagger montierten Antennenmast überstreicht, womit ein Höhenbezug bewirkt wird.
  • Das Blockbild von 2 zeigt auch zwei Steuerhebel 49, die manuelle Steuereingaben in den Hydraulikventilregler 50 bewirken. Die Bedienperson bewegt die Steuerhebel, um die Zylinder von Schaufel, Stange und Ausleger zu steuern, wenn mit manueller Steuerung gearbeitet wird. Bei automatischer Steuerung steuert im bevorzugten Ausführungsbeispiel die Bedienperson nur den Stangenzylinder 24, wobei der Systemregler 44 den Auslegerzylinder 18 und den Schaufelzylinder 28 automatisch steuert, um auf die gewünschte Böschung oder Tiefe abzugraben.
  • Das Bedienungsfeld 46 stellt der Bedienperson ein Mittel zum Eingeben von Daten in den Systemregler 44 bereit, um die Betriebsparameter des Maschinensteuer systems 36 zu bestimmen. Das Bedienungsfeld 46 stellt der Bedienperson außerdem eine Anzeige von Informationen bereit, um den Aushubvorgang entweder durch die Bedienperson manuell gesteuert oder durch das Maschinensteuersystem 36 automatisch gesteuert zu überwachen. Eine vollständige Beschreibung der Funktion des Bedienungsfeldes und der verschiedenen dadurch genutzten Bildschirme sind in der Druckschrift US-A-5 854 988 enthalten, die am gleichen Tag wie die vorliegende Anmeldung eingereicht wurde und mit der Bezeichnung "Verfahren zur Steuerung eines Baggers" versehen ist.
  • Das Bedienungsfeld 46 besitzt eine flache Anzeige, die berührungsempfindlich ist. Das Bedienungsfeld zeigt während des Aushubvorgangs verschiedene Bildschirme an, und der berührungsempfindliche Bildschirm bewirkt ein Mittel für die Bedienperson, um Informationen an den Systemregler 44 einzugeben, indem ein entsprechender Bereich des Schirmes berührt wird, der typischerweise durch ein gekennzeichnetes Kästchen bestimmt ist. Grundsätzlich kann der Systemregler in mehreren Betriebsarten einschließlich Tiefensteuermodus, Mehrschichtmodus, Böschungssteuermodus und Lasermodus betrieben werden. Jede Betriebsart umfasst einen Einstellschirm, der es der Bedienperson erlaubt, Daten zum Bestimmen der gewünschten Tiefe oder Böschung einzugeben und einen Anzeigeschirm, der ein Icon der Schaufel und deren Position in Bezug auf das gewünschte Niveau anzeigt.
  • Die Bedienperson wählt den Tiefensteuermodus des Arbeitsgangs aus und gibt Daten ein, die eine gewünschte Tiefe festlegen, indem die entsprechenden Befehle auf dem Bedienungsfeld 46 eingegeben werden. Sobald der Wert der gewünschten Tiefe eingegeben worden ist, ist der Bagger bereit, abzugraben, um eine mit Neigung versehene Fläche zu erzeugen, die diese Tiefe aufweist. Die Bedienperson positioniert die Schaufel 26 manuell und stellt mittels der Steuerhebel 49 den Schaufelwinkel durch Steuern des Schaufelzylinders 28, des Stangenzylinders 24 und/oder des Auslegerzylinders 18 durch den Hydraulikventilregler 50 ein. Um eine automatische Steuerung zu starten, drückt die Bedienperson auf den an den Steuerhebeln 49 der Zylindersteuerung befestigten Triggerschalter 48. Das Betätigen des Triggerschalters 48 löst die Funktion der automatischen Tiefensteuerung aus, wobei jedoch eine automatische Tiefensteuerung nur dann ermöglicht wird, wenn sich die Schneidkante 34 der Schaufel 26 innerhalb des Anzeigefensters 33 für Arbeitstiefe der gewünschten Tiefe 35 (1) befindet.
  • 3 zeigt die Schaufel 26 in Bezug auf das gewünschte Niveau 35 und das Anzeigefenster 33 für Arbeitstiefe. 3A zeigt die Schaufel mit ihrer Schneidkante 34, die auf dem gewünschten Niveau 35 innerhalb des Anzeigefensters 33 für Arbeitstiefe positioniert ist, was es ermöglicht, dass sich die automatische Tiefensteuerungsfunktion einschaltet und die Bewegung der Schaufel gesteuert wird, so dass die Schneidkante bei einem Aushubarbeitsgang dem gewünschten Niveau folgt. 3B zeigt die Schaufel, die außerhalb des Anzeigefensters 33 für Arbeitstiefe positioniert ist. Die Funktion der automatischen Tiefensteuerung wird sich nicht einschalten, weil die Schaufel zu hoch ist. Die Bedienperson wird tiefer graben müssen, bis das Anzeigefenster für Arbeitstiefe erreicht ist, um die automatische Tiefensteuerung einzuschalten. 3C zeigt die innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitstiefe jedoch unterhalb des gewünschten Niveaus 35 angeordnete Schaufel. Wenn die Schaufel innerhalb des Anzeigefensters positioniert ist und die Bedienperson auf den Triggerschalter 48 drückt, wird die automatische Tiefensteuerung die Schaufel auf das gewünschte Niveau 35, in diesem Fall nach oben, bewegen.
  • In der Betriebsart Tiefensteuerung gibt es gemäß der vorliegenden Erfindung zwei Typen von automatischer Steuerung, die von der Winkelorientierung der Schaufel abhängig sind: Tiefe und Schaufelwinkel oder nur Tiefe. Wenn die untere Fläche der Schaufel waagerecht ist oder in einem Winkel innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitswinkel der Horizontalen geneigt ist, dann bewirkt der Systemregler 44, dass die Schaufel die gleiche Winkelorientierung im gesamten Aushubarbeitsgang nach einem ersten Typ einer automatischen Tiefensteuerung beibehält. Bei dem ersten Typ einer automatischen Tiefensteuerung werden sowohl die Tiefe als auch der Schaufelwinkel automatisch gesteuert. Die Schaufel verschiebt sich in einer festgelegten Winkelorientierung durch den Aushubvorgang, wobei die Schneidkante 34 der gewünschten Tiefe 35 folgt und dies durch den Systemregler 44 erreicht wird, der sowohl den Schaufelzylinder 28 als auch den Auslegerzylinder 18 steuert.
  • Der zweite Typ einer automatischen Tiefensteuerung (nur Tiefe) wird eingestellt, wenn die untere Fläche der Schaufel in einem Winkel außerhalb des Anzeigefensters für Arbeitswinkel geneigt ist, wobei der Systemregler 44 in diesem Fall den Auslegerzylinder 18 steuert, jedoch nicht den Schaufelzylinder 28. Im zweiten Falle verändert sich die Winkelorientierung der Schaufel, wenn sich die Stange 22 während des Aushubarbeitsganges bewegt. Beide Fälle werden nur dann eingeschaltet, wenn sich die Schneidkante der Schaufel im Anzeigefenster 33 für Arbeitstiefe befindet und die Bedienperson auf den Triggerschalter 48 drückt, um eine automatische Regelung zu ermöglichen.
  • Der erste Typ einer automatischen Tiefensteuerung (Tiefe und Schaufelwinkel) wird durch den Systemregler 44 erreicht, der sowohl den Auslegerzylinder 18 als auch den Schaufelzylinder 28 während des Aushubvorgangs steuert. Der zweite Typ einer automatischen Tiefensteuerung (nur Tiefe) wird erreicht, indem nur der Auslegerzylinder 18 automatisch gesteuert wird. In beiden Fällen steuert die Bedienperson den Stangenzylinder 24 per Hand durch einen Steuerhebel 49, welcher der Bedienperson die Kontrolle darüber gibt, wie schnell der Aushubvorgang fortschreiten wird. Wenn die Schaufel 26 genügend nahe der gewünschten Tiefe 35 ist, dann schränkt der Systemregler 44, wenn der Triggerschalter (innerhalb des Anzeigefensters 33 für Arbeitstiefe) aktiviert wird, die Bewegung der Schaufel automatisch ein, so dass die Schneidkante 34 der Schaufel 26 auf die gewünschte Tiefe planiert. Bei einer automatischen Steuerung überwacht der Systemregler 44 die Eingangssignale von den Winkelsensoren 38, 40 und 42 und weist den Ventilregler 50 an, den Auslegerzylinder 28 und den Schaufelzylinder 28 aus- oder einzufahren, um die Schneidkante 34 der Schaufel 26 entlang der gewünschten Tiefe 35 zu bewegen.
  • Wenn der Aushubarbeitsgang beendet ist, muss die Bedienperson die Last in der Schaufel abkippen. Der Triggerschalter 48 wird freigegeben, wobei der Bagger aus der automatischen Steuerung herausgenommen und die Schaufel durch die Bedienperson manuell gesteuert wird, um sie abzukippen. Danach kann die Bedienperson zusätzliche Aushubarbeitsgänge vornehmen oder den Bagger neu positionieren, wenn es angebracht ist.
  • Das Merkmal einer automatischen Tiefensteuerung nach der vorliegenden Erfindung kann genutzt werden, um mehrere Materialschichten zu planieren. Gemäß 4 kann Baggerungsarbeit das Ausheben eines Grabens nach unten bis zu einer bestimmten Tiefe 60 und anschließend das Wiederauffüllen mit Bettungsmaterial 62 bis zu einer anderen Tiefe 64, das anschließende Verlegen eines Rohres 66 auf dem Bettungsmaterial und das Abdecken des Rohres mit Abdeckungsmaterial 68 auf eine weitere Tiefe 70 sowie das anschließende Wiederauffüllen mit noch mehr Material 72 auf eine noch andere Tiefe 74 erforderlich machen.
  • Die Bedienperson gibt Daten durch das Bedienungsfeld 46 ein, um die zahlreichen Tiefen festzulegen. Beim ersten Aushub des Grabens auf die gewünschte Tiefe 60 wird die automatische Tiefensteuerung eingeschaltet, wenn sich die Schneidkante der Schaufel innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitstiefe auf dem Boden des Grabens in der Tiefe 60 befindet. Anschließend wird das Bettungsmaterial 62 in den Graben abgekippt und durch den Bagger mittels der automatischen Tiefensteuerung, die auf die Bettungstiefe 64 eingestellt ist, ausgeglichen. Alles, was die Bedienperson tun muss, um die automatische Tiefensteuerung auf die Tiefe 64 einzustellen, ist die Schneidkante der Schaufel innerhalb von 152,4 mm (6 Zoll) von dieser Tiefe zu positionieren, und anschließend den Triggerschalter 48 zu betätigen. Nachdem das Rohr 66 eingelegt und das Abdeckungsmaterial 68 darauf abgekippt ist, breitet der Bagger das Abdeckungsmaterial aus und gleicht es durch eine automatische Tiefensteuerung auf die Tiefe 70 aus. Schließlich wird die Schicht aus Material 72 zum Wiederauffüllen verbreitet und automatisch auf die zweckmäßige Tiefe 74 planiert.
  • In der Mehrschichten-Betriebsart ist kein erneutes Programmieren zum Schalten zwischen automatischem Planieren der verschiedenen Schichten erforderlich, wobei die Daten zu Beginn der Aufgabe eingegeben werden. Der Systemregler 44 weiß, welche Tiefe durch die die Schaufel platzierende Bedienperson innerhalb eines der vier Anzeigefenster für Arbeitstiefe zu steuern ist. So ermöglicht es die vorliegende Erfindung, verschiedene Tiefen und Schichtdicken für die gesamte Mehrschicht-Aushubaufgabe einmal festzulegen und die automatische Tiefensteuerung immer dann einzuschalten, wenn sich die Schaufel im Anzeigefenster für Arbeitstiefe von einem der gewünschten Niveaus befindet.
  • In 5 ist der Bagger 10 dargestellt, wie er ein Niveau auf eine gewünschte Böschung 80 abträgt. In der Betriebsart Böschungssteuerung gibt es zwei Aspekte der automatischen Steuerung. Ein Aspekt ist besteht darin, die Bewegung der Schaufel 26 automatisch zu steuern, so dass die Schneidkante 34 der Schaufel im gewünschten Winkel der Böschung 80 einschneidet. Dieser Aspekt der automatischen Böschungssteuerung hängt nicht vom Positionieren der Schaufel in einem Anzeigefenster ab wie es bei der automatischen Tiefensteuerung ist. Der zweite Aspekt der automatischen Steuerung in der Betriebsart Böschungssteuerung besteht darin, die Winkelausrichtung der Schaufel automatisch zu steuern. Nach der vorliegenden Erfindung wird der Schaufelwinkel automatisch in der Betriebsart Böschungssteuerung gesteuert, wenn sich die unte re Fläche der Schaufel in einem Anzeigefenster für Arbeitswinkel der gewünschten Böschung befindet.
  • Eine automatische Steuerung des Schaufelwinkels wird eingeschaltet, wenn die Neigung der unteren Fläche 32 der Schaufel 26 innerhalb eines Anzeigefensters 84 für Arbeitswinkel der gewünschten Böschung 80 liegt. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel liegt dieses Anzeigefenster für Arbeitswinkel bei 10% Neigung (5,7 Grad) oberhalb oder unterhalb der gewünschten Böschung. Wenn die Schaufel 26 außerhalb des Anzeigefensters 84 für Arbeitswinkel positioniert wird, so dass die Neigung ihrer unteren Fläche 32 einen Unterschied in der Böschung von mehr als 10% zur gewünschten Böschung aufweist, dann wird das Merkmal der automatischen Steuerung des Schaufelwinkels nicht einschalten. Wenn die Schaufel parallel zu der gewünschten Böschung positioniert ist, befindet sie sich innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitswinkel, und die automatische Steuerung des Schaufelwinkels kann durch die Bedienperson eingeschaltet werden kann, indem der Triggerschalter während eines Aushubarbeitsganges aktiviert wird.
  • 6 zeigt die Schaufel 26 in mehreren Positionen in Bezug auf die gewünschte Böschung 80. In 6A befindet sich die untere Fläche 32 der Schaufel parallel zu der gewünschten Böschung 80, genau wie in 5. Die automatische Steuerung des Schaufelwinkels kann eingeschaltet werden, weil sich die Schaufel innerhalb des Anzeigefensters 84 für Arbeitswinkel befindet, was es erlaubt, die automatische Steuerung des Schaufelwinkels einzuschalten. In 6 ist die Schaufel jedoch so stark geneigt, dass die Neigung 86 der unteren Fläche nicht innerhalb des Anzeigefensters für Arbeitswinkel liegt, wobei es in die sem Fall nicht möglich ist, die automatische Steuerung des Schaufelwinkels einzuschalten.
  • Um in der Betriebsart Böschungssteuerung zu arbeiten, legt die Bedienperson die gewünschte Böschung 80 durch Eingeben von Daten in das Bedienungsfeld 46 fest. Sobald die gewünschten Böschungsdaten eingegeben wurden, ist der Bagger zum Abgraben auf diese Böschung bereit. Die Bedienperson positioniert die Schaufel per Hand mittels der Steuerhebel 49 auf eine gewünschte Schürftiefe und stellt den Schaufelwinkel durch Steuerung des Schaufelzylinders 28, des Stangenzylinders 24 und/oder des Auslegerzylinders 18 durch den Hydraulikventilregler 50 ein. Um eine automatische Steuerung zu starten, drückt die Bedienperson auf den Triggerschalter 48, der an oder nahe der Steuerhebel 49 für die Zylindersteuerung angebracht ist. Die Aktivierung des Triggerschalters 48 bewirkt, dass der Systemregler eine automatische Steuerung beginnt, um die Schneidkante 34 der Schaufel 26 zu einer Bewegung parallel zu der gewünschten Böschung 80 (5) zu zwingen. Wenn sich die Neigung der unteren Fläche der Schaufel innerhalb des Anzeigefensters 84 für Arbeitswinkel in Bezug auf die gewünschte Böschung befindet, dann steuert das Maschinensteuersystem 36 die Ausleger- und Schaufelzylinder automatisch, um die Schaufel längs der gewünschten Böschung zu bewegen und den aktuellen Schaufelwinkel beizubehalten. Wenn sich der Schaufelwinkel nicht im Anzeigefenster 84 für Arbeitswinkel befindet, dann steuert das Maschinensteuersystem nur den Auslegerzylinder, um die Schneidkante der Schaufel entlang der gewünschten Böschung zu bewegen.
  • Zusätzlich zu den Betriebsarten Tiefensteuerung und Böschungssteuerung kann das Maschinensteuersystem 36 in einem Lasermodus arbeiten, indem ein Laserstrahl als Höhenbezug verwendet wird. Gemäß 7 erfordert der Lasermodus zwei zusätzliche Ausrüstungsteile. Das eine ist ein Lasersender 90, der einen Laserbezugsstrahl 92, typischerweise einen rotierenden oder fächerförmig überstreichenden Strahl erzeugt. Der Laserbezugsstrahl 92 ist vorzugsweise auf die gleiche Neigung wie der Boden der abgegrabenen Fläche, entweder waagerecht oder in einem Winkel, eingestellt. Das zweite zusätzliche Ausrüstungsteil ist ein Laserempfänger 94, der an dem Bagger 10 montiert ist. Der Laserempfänger besitzt einen Antennenmast 96 und einen Bewegungssensor 98, der den Antennenmast nach oben oder unten bewegt, bis er den Laserbezugsstrahl 92 abtastet. Der Laserempfänger speist die Höhe des Laserbezugsstrahls angebende Daten in den Systemregler 44 ein, der diese Daten für seinen Tiefenbezug nutzt.
  • Im Lasermodus gibt die Bedienperson eine gewünschte Tiefe der abzugrabenden Fläche in Bezug auf den Laserbezugsstrahl 92 ein und gibt außerdem eine gewünschte Neigung ein. Wenn die Neigung Null ist, dann ist der festgelegte Schnitt in der gewünschten Tiefe waagerecht. Wenn die Neigung nicht Null ist, dann wird der Schnitt durch die Linie bestimmt, die auf der gewünschten Neigung durch einen Punkt verläuft, der durch die gewünschte Tiefe an einem Punkt in vertikaler Ausrichtung mit dem Drehpunkt 17 des Auslegers bestimmt ist. Nachdem die Parameter eingegeben wurden, ist der Betrieb im Lasermodus ähnlich dem im Tiefenmodus. Die Tiefe der Schaufel wird automatisch gesteuert, wenn sich die Schaufel im Anzeigefenster für Arbeitstiefe der gewünschten Tiefe befindet, und der Schaufelwinkel wird automatisch gesteuert, wenn die Neigung der Schaufel innerhalb des Anzeigefens ters für Arbeitswinkel der gewünschten Böschung liegt.
  • Aus der obigen Beschreibung wird deutlich, dass die hier offenbarte Erfindung ein neuartiges und vorteilhaftes Verfahren zur Steuerung der Tiefe und des Winkels einer Baggerschaufel bereitstellt, um eine Fläche auf eine gewünschte Kontur abzugraben. Die vorhergehende Erörterung offenbart und beschreibt lediglich beispielhafte Verfahren und Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung. Wie dem Fachmann verständlich werden wird, kann die Erfindung in anderen spezifischen Formen ausgebildet sein. Folglich ist beabsichtigt, dass die Offenbarung der vorliegenden Erfindung den Umfang der Erfindung, der in den folgenden Patentansprüchen erläutert wird, veranschaulicht jedoch nicht einschränkt.

Claims (12)

  1. Verfahren zum Steuern eines Baggers (10), um eine Fläche in eine gewünschte Kontur abzugraben, wobei der Bagger (10) eine Baggerschaufel (26) aufweist, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst: Vorsehen eines mit dem Bagger (10) verbundenen Maschinensteuersystems (36), wobei das Maschinensteuersystem (36) Mittel zum Bestimmen der Position der Baggerschaufel (26) umfasst und weiterhin Mittel zum automatischen Steuern der Bewegung der Baggerschaufel (26) einschließt; Eingeben von Daten in das Maschinensteuersystem (36), um eine gewünschte Kontur einer abzugrabenden Fläche zu bestimmen; Positionieren der Baggerschaufel (26) relativ zu der Fläche; Auslösen der automatischen Steuerung; und automatisches Steuern der Bewegung der Baggerschaufel (26), dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Eingebens von Daten, zusätzlich zu dem Eingeben der gewünschten Kontur, das Eingeben eines vorgegebenen Arbeitsparameterbereichs relativ zu der gewünschten Kontur einschließt, wobei der Schritt der automatischen Steuerung nur ausgelöst wird, wenn die Position der Baggerschaufel (26) innerhalb des vorgegeben Arbeitsparameterbereichs ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die gewünschte Kontur eine Tiefe der abgegrabenen Fläche ist und bei dem der Schritt des Eingebens von Daten eine gewünschte Tiefe der auszugrabenden Fläche definiert.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem Schritt des automatischen Steuerns ausgelöst wird, wenn eine Schneidkante (34) der Baggerschaufel (26) in einem vorbestimmten Abstand zu der gewünschten Tiefe der ausgegrabenen Fläche ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem der gewünschte Abstand ein Abstand über und unter der gewünschten Tiefe der abzugrabenden Fläche ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 2, das zum Abgraben einer Mehrzahl von Flächen (60, 64, 70, 74) bei unterschiedlichen Tiefen angewandt wird, bei dem der Schritt des Angebens von Daten eine gewünschte Tiefe von jeder der Vielzahl von Flächen definiert.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem der Schritt des automatischen Steuerns ausgelöst wird, wenn die Schneidkante (34) der Baggerschaufel (26) innerhalb eines vorbestimmten Abstandes einer gewünschten Tiefe einer der Mehrzahl von Flächen (60, 64, 70, 74) ist.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die gewünschte Kontur eine Böschung der abzugrabenden Fläche ist und wobei der Schritt des Eingebens von Daten eine gewünschte Böschung (80) der abzugrabenden Fläche definiert.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem der Schritt des automatischen Steuerns ausgelöst wird, wenn die Neigung einer Bodenfläche (32) der Baggerschaufel (26) in einem vorbestimmten Winkel (84) der gewünschten Böschung (80) der abzugrabenden Fläche ist.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Schritt des Initiierens der automatischen Steuerung das Aktivieren eines Triggerschalters einschließt.
  10. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Verfahren weiterhin die folgenden Schritte umfasst: Eingeben von Daten in das Maschinensteuersystem (36), eine gewünschte Tiefe der abzugrabenden Fläche zu definieren; und automatisches Steuern der Bewegung der Baggerschaufel (26), um eine gewünschte Grabungstiefe aufrecht zu erhalten, wenn die Baggerschaufel (26) sich in einem vorbestimmten Abstand zur gewünschten Tiefe der abzugrabenden Fläche befindet.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, weiterhin den Schritt des automatischen Steuerns der Bewegung der Baggerschaufel (26) umfassend, um eine konstante winkelmäßige Orientierung aufrecht zu erhalten, wenn die Neigung der Bodenfläche (32) der Baggerschaufel (26) sich innerhalb eines vorbestimmten Winkels zu der Horizontalen befindet.
  12. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem das Maschinensteuersystem (36) Mittel zum Bestimmen der Position und der winkelmäßigen Orientierung der Baggerschaufel (26) einschließt, wobei die Bewegung der Baggerschaufel (26) automatisch entlang der gewünschten Böschung gesteuert wird; und wobei die Bewegung der Baggerschaufel (26) automa tisch gesteuert wird, um eine konstante winkelmäßige Orientierung aufrecht zu erhalten, wenn die Neigung einer Bodenfläche (32) der Baggerschaufel (26) sich innerhalb eines vorbestimmten Winkels der gewünschten Böschung der abzugrabenden Fläche befindet.
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