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TECHNISCHES
GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur Herstellung
von Sphingolipiden oder Sphingolipidderivaten, welche in den Gebieten
der Medizin, Kohlenhydrattechnik, Zelltechnik und ähnlichen
Gebieten nützlich
sind, und auf Sphingolipide oder Sphingolipidderivate, die mittels
eines solchen Herstellungsverfahrens erhalten werden.
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STAND DER TECHNIK
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"Sphingolipid" ist ein generischer
Name für
Lipide, die ein Sphingoid mit langkettigem Gerüst aufweisen, wie beispsielsweise
Glykosphingolipide, Sphingophospholipide und Ceramide, und sie sind
von niederen Tieren bis zu höheren
Tieren weit verbreitet. Kürzlich
wurde klargestellt, dass diese Sphingolipide in biologischen Aktivitäten der
Zellproliferation, Induktion der Differenzierung, Apoptose und ähnlichen
Prozessen, wichtige Rollen einnehmen. Es wurden außerdem Versuche
unternommen, diese Sphingolipide in Kosmetika und ähnlichen
Produkten zu verwenden, da sie Bestandteile der Zelloberflächenschicht
sind.
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Als
gemeinsame Struktur weisen Sphingolipide eine Ceramidstruktur auf,
in der eine langkettige Fettsäure
mit nicht-einheitlicher Kettenlänge über eine
Säureamidbindung
an die Aminogruppe des Sphingoids gebunden ist. Bezogen auf das
Verfahren zur Herstellung von Sphingolipiden oder Sphingolipidderivaten
durch Modifikation oder Substituieren der langkettigen Fettsäure von
Sphingolipiden sind Verfahren bekannt, bei denen sie chemisch oder
enzymatisch synthetisiert werden, und zwar unter Verwendung eines
Lysosphingolipids als Ausgangsmaterial, dem die Fettsäure, die
in dem Sphingolipid durch die Säureamidbindung
an die Aminogruppe des Sphingoids gebunden ist, fehlt.
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Als
chemisches Verfahren gibt es Verfahren, in welchen eine Fettsäure oder
ein Fettsäurederivat
mittels der folgenden Techniken mit der Lyso-Form-Aminogruppe kondensiert
wird. Z.B. sind bekannt ein Verfahren, bei welchem ein aktiver Fettsäureester
(z.B. ein N-Hydroxysuccinimid-Ester einer Fetttsäure) verwendet wird, ein Verfahren,
bei welchem eine Fettsäure
und ein Verbindungsmittel (z.B. Carbonyldiimidazol, Dicyclohexylcarbodiimid
oder ähnliche)
verwendet werden, ein Verfahren, bei welchem ein Fettsäureanhydrid
verwendet wird, ein Verfahren, bei welchem ein Fettsäurechlorid
verwendet wird, und ähnliche.
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Über Verfahren,
in welchen ein Lysogangliosid in der Lyso-Form eines sauren Glykolipids verwendet wird,
wird in Methods in Enzymology, 138: 319–341 (1987), in dem europäischen Patent
373039 B1 (1994) und in dem europäischen Patent 765883 A1 (1997)
berichtet. Es ist auch ein Verfahren, bei welchem ein Sphingosylphosphorylcholin
(Lysosphingomyelin) in der Lyso-Form eines Sphingophospholipids
verwendet wird, in Journal of Lipid Research, 28: 710–718 (1987),
beschrieben.
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Entsprechend
dieser Verfahren finden in einigen Fällen Nebenreaktionen statt
(z.B. O-Acylierung und ähnliche),
so dass es notwendig ist, komplexe Schritte zur Verwendung von Schutzgruppen,
Reinigung und ähnlichem,
zu benutzen um selektiv ein N-acyliertes Produkt zu erhalten. Auch
wenn es erforderlich ist, nur die Aminogruppe des Sphingoids in
einem Sphingolipid selektiv zu acylieren, welches eine andere Aminogruppe als
die Aminogruppe des Sphingoids aufweist, wie beispielsweise bei
de-N-Acetyllysogangliosid, welches durch chemisches Deacylieren
eines Ceramidciliatins erhalten wird, welches eines von Sphingophosphonolipiden
oder eines Glykosphingolipids, der einen Aminozucker enthält, ist,
auch dann sind komplexe Schritte erforderlich, wie beispielsweise
ein Schritt zur Einführung
von Schutzgruppen, partielle Acylierung, partielle Deacylierung
nach der Acylierung, und ein Schritt der selektiven N-Acylierung
nach Einbau von de-N-Acetyllysogangliosid in Liposomen, und daher
ist es schwierig, die selektive Acylierung durchzuführen.
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Andererseits
ist ein enzymatisches Syntheseverfahren in der internationalen Veröffentlichung
Nr. WO 94/26919 beschrieben. Bei diesem Verfahren wird eine Kondensationsreaktion
durch eine Lipase in einem organischen Lösungsmittel durchgeführt, so
dass ein im wesentlichen wasserfreies organisches Lösungsmittel erforderlich
ist und das Substrat, abhängig
von seiner Löslichkeit,
limitiert ist. Die internationale Veröffentlichung Nr. WO 94/26919
offenbart ein enzymatisches Syntheseverfahren für ein Ceramid und ein Hybridceramid,
aber die Reaktion ist nicht spezifisch, so dass man auch die Bildung
von O-acylierten Produkten findet. Außerdem ist es schwierig, die
spezifische Reaktion nur mit der Aminogruppe des Sphingoids durchzuführen, wenn
das Substrat eine Vielzahl von Aminogruppen aufweist, ganz ähnlich zu
dem Fall der chemischen Syntheseverfahren.
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Wie
oben beschrieben, werden in den vorstehenden Verfahren zur Synthese
von Sphingolipiden oder Sphingolipidderivaten durch chemisches oder
enzymatisches Modifizieren oder Substituieren der langkettigen Fettsäure im Sphingolipid
unerwünschte
Nebenprodukte gebildet, und das Substrat ist begrenzt. Zusätzlich wird
in den vorstehenden Verfahren das Lysosphingolipid, welchem eine
Fettsäure,
welche durch eine Säureamidbindung
an die 2-Position des Sphingoids im Sphingolipid gebunden ist, fehlt,
als Ausgangsmaterial verwendet. wenn daher die beabsichtigten Sphingolipide
oder Sphingolipidderivate synthetisiert werden, ist es erforderlich,
vor der Synthese ein Lysosphingolipid herzustellen.
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Dementsprechend
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Herstellungsverfahren
zum spezifischen Synthetisieren von Sphingolipiden oder Sphingolipidderivaten
mit einer modifizierten oder substituierten langkettigen Fettsäure, die
an das Sphingoid gebunden ist, nicht nur ausgehend von einem Lysosphingolipid,
sondern auch von einem Sphingolipid, zur Verfügung zu stellen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es auch, Sphingolipide
oder Sphingolipidderivate bereitzustellen, die durch das Herstellungsverfahren
erhalten wurden.
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OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
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Wenn
die vorliegenden Erfindungen zusammengefasst werden, ist die erste
Erfindung der vorliegenden Erfindungen ein Verfahren zur Herstellung
eines Sphingolipids oder eines Sphingolipidderivates, welches das
enzymatische Umsetzen eines Sphingolipids mit einer aliphatischen
Carbonsäure,
die wahlweise eine Markersubstanz umfasst, unter Verwendung einer
Sphingolipid-Ceramid-Deacylase umfasst, um ein anderes Sphingolipid
oder Sphingolipidderivat mit einer anderen Fettsäurekette zu erhalten.
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Die
zweite Erfindung der vorliegenden Erfindungen ist ein Verfahren
zur Herstellung eines Sphingolipids oder eines Sphingolipidderivats,
welches das enzymatische Umsetzen eines Lysosphingolipids mit einer aliphatischen
Carbonsäure,
die wahlweise eine Markersubstanz umfasst, unter Verwendung einer
Sphingolipid-Ceramid-Deacylase umfasst, um ein Sphingolipid oder
Sphingolipidderivat zu erhalten.
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Die
dritte Erfindung der vorliegenden Erfindungen ist ein Verfahren
zur Herstellung eines Sphingolipids oder eines Sphingolipidderivats,
welches das enzymatische Umsetzen von mindestens zwei unterschiedlichen Sphingolipiden
oder Sphingolipidderivaten unter Verwendung einer Sphingolipid-Ceramid-Deacylase
umfasst, um andere Sphingolipide oder Sphingolipidderivate mit einer
ausgetauschten Fettsäurekette
zu erhalten.
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Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines
Sphingolipids oder eines Sphingolipidderivates, welches die Verwendung
eines Mikroorganismus umfasst, welcher in der Lage ist, das Enzym
herzustellen, anstelle des Enzyms der obigen ersten bis zur dritten
Erfindung der vorliegenden Erfindungen, und dass es außerdem umfasst,
diesen mit dem Ausgangsmaterial in Kontakt zu bringen um ein Zielmaterial
zu erhalten.
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Die
Erfinder haben Untersuchungen über
das Syntheseverfahren eines Sphingolipids oder eines Sphingolipidderivats
durchgeführt.
Sie haben als Ergebnis herausgefunden, dass die Rekombination einer Fettsäure an der
Aminogruppe des Sphingoids eines Lysosphingolipids oder die Substitution
einer Fettsäure, die über eine
Säureamidbindung
an das Sphingoid in einem Sphingolipid gebunden ist, mit einer anderen
Fettsäure
ein Sphingolipid oder Sphingolipidderivat hervorbringt, und zwar
unter Verwendung der Sphingoid-Ceramid-Deacylase,
und die es in ein Lysosphingolipid und eine Fettsäure hydrolysiert.
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Zuvor
musste eine Rückreaktion
oder Transferreaktion eines Enzyms durch Zugabe eines Donors in einer
großen Überschussmenge
für einen
Akzeptor in einem organischen Lösungsmittelsystem
durchgeführt werden
um eine gleichzeitig ablaufende Hydrolysereaktion zu verhindern.
Die Erfinder haben jedoch herausgefunden, dass ein Sphingolipid
oder Sphingolipidderivat unter milden Bedingungen in einer wässrigen
Lösung synthetisiert
werden kann ohne Zugabe eines Donors in einer großen Überschussmenge
für einen
Akzeptor, indem eine Sphingoid-Ceramid-Deacylase verwendet wird,
und haben dadurch die vorliegende Erfindung vervollständigt.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER FIGUREN
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1 ist ein Diagramm, welches
die Spezifität
der Rückreaktion
einer SCDase für
verschiedene Fettsäuremolekültypen zeigt.
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2 ist ein Diagramm, welches
den Optimum-pH-Wert der Rückreaktion
einer SCDase zeigt.
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3 ist ein Diagramm, welches
die Reaktionsverhältnisse
einer Hydrolysereaktion, einer Rückreaktion
und einer Fettsäure-Austauschreaktion
durch eine SCDase zeigt.
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4 ist ein Diagramm, welches
Ceramidase-Aktivitäten
in B16-Zellen vergleicht.
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BESTE ART DER
AUSFÜHRUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wird im Detail unten beschrieben.
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Der
Ausdruck "Sphingolipid", wie er hier verwendet
wird, meint natürliche
und synthetische Substanzen, die ein Sphingoid mit langkettigem
Gerüst
aufweisen und Gemische daraus, und umfasst Glykosphingolipide, Sphingophospholipide
und Ceramide. Der Ausdruck "Lysosphingolipid", wie er hier verwendet
wird, meint die N-deacylierte Form eines Sphingolipids, bei der
die Fettsäure,
die über
eine Säureamidbindung
an die Aminogruppe des Sphingoids gebunden ist, eliminiert wurde.
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Die "aliphatische Carbonsäure" umfasst, wie hier
verwendet, Carbonsäuren
mit aliphatischen Eigenschaften, wie beispielsweise Säuren, bei
denen eine Kohlenwasserstoff kette in einer Fettsäure mit Halogen oder einer
funktionellen Gruppe (z.B. einer substituierten oder unsubstituierten
Aminogruppe, einer Oxogruppe, einer Hydroxylgruppe oder ähnlichen)
substituiert ist, Säuren
mit Sauerstoff, Schwefel oder einer Aminogruppe in der Kohlenwasserstoffkette,
sowie gesättigte
Fettsäuren
und ungesättigte
Fettsäuren.
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Der
Ausdruck "Sphingolipid-Ceramid-Deacylase" meint, wie er hier
verwendet wird, ein Enzym, welches auf die Amidbindung des Sphingoids
in einem Sphingolipid einwirkt, und spezifisch das Sphingolipid
in ein Lysosphingolipid und eine Fettsäure hydrolysiert, nämlich ein
Enzym, welches spezifisch die Säureamidbindung
zwischen einem Sphingoid und einer Fettsäure in einem Sphingolipid hydrolysiert.
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Beispiele
davon umfassen Sphingolipid-Ceramid-Deacylasen, die von einem Mikroorganismus
hergestellt werden, der zur Gattung Pseudomonas gehört, wie
Enzyme, welche breit auf ein Sphingolipid einwirken, einschließlich eines
Glykosphingolipids (Gangliosid, neutrales Glykolipid) und eines
Sphingophospholipids (Sphingomyelin) [SCDase, Journal of Biological
Chemistry, 270: 24370–24374
(1995), europäisches
Patent 707063 A1 (1996)], Gangliosidceramidasen, die von einem Mikroorganismus
hergestellt werden, der zur Gattung Nocardia gehört, wie Enzyme, die nur auf
Ganglioside einwirken [Journal of Biochemistry, 103: 1–4 (1988),
US-Patent 4 997
760, US-Patent 5 143 841], Enzyme, welche von einem Mikroorganismus
hergestellt werden, der zur Gattung Rhodococcus gehört, und
die ausschließlich
auf neutrales Glykolipid unter Herstellung der Lyso-Form einwirken
(JP-A-6-78782),
Glykosphingolipid-Ceramid-Deacylasen, die von einem Mikroorganismus
hergestellt werden, der zur Gattung Streptomyces gehört, wie
ein Enzym, welches auf ein Glykosphingolipid einwirkt [Bioscience,
Biotechnology, and Biochemistry, 59: 2028–2032 (1995), JP-A-7-107988], und
Ceramidasen, welche auf ein Ceramid einwirken (Acylsphin gosin-Deacylase,
EC 3.5.1.23) [Journal of Biological Chemistry, 241: 3731–3737 (1966),
Biochemistry, 8: 1692–1698
(1969), Biochimica Biophysica Acta, 176: 339–347 (1969), Science, 178:
1100–1102
(1972)]. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt.
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Zusätzlich sind
rekombinante Enzyme, die unter Verwendung von Genen, welche diese
Enzyme codieren, erhalten wurden, und rekombinante Enzyme, welche
unter Verwendung von Genen erhalten wurden, welche diese Enzyme
codieren und durch Deletion, Addition, Insertion oder Substitution
modifiziert worden sind, ebenfalls von den Sphingolipid-Ceramid-Deacylasen der vorliegenden
Erfindung umfasst, vorausgesetzt, dass diese Enzyme sind, welche
spezifisch eine Säureamidbindung
zwischen einem Sphingoid und einer Fettsäure in einem Sphingolipid hydrolysieren
können.
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Bei
der Verwendung des Enzyms kann ein gereinigtes Produkt des Enzyms
oder eine Kulturnährlösung oder
ein Rohextrakt, die/das das Enzym enthält, verwendet werden.
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Zusätzlich,
wie oben beschrieben, kann ein Mikroorganismus, der in der Lage
ist, das Enzym herzustellen, anstelle des Enzyms verwendet werden.
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Der "Mikroorganismus,
der in der Lage ist, eine Sphingoid-Ceramid-Deacylase herzustellen", wie hier verwendet,
ist nicht eingeschränkt,
solange der Mikroorganismus in der Lage ist, eine Sphingolipid-Ceramid-Deacylase
herzustellen. Sie umfassen Mikroorganismen, wie Bakterien, Hefen,
Actinomyceten, Hyphomyceten, Basidiomycotina und ähnliche,
und Zellen, die von Pflanzen, Insekten, Tieren und ähnlichen
stammen.
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Die
Sphingoid-Ceramid-Deacylase oder Mikroorganismen, die in der Lage
sind, das Enzym herzustellen, können
auf einem wohlbekannten, festen Trägerstoff immobilisiert sein
oder in Liposomen oder umgekehrten Micellen eingebettet sein. Ein
Enzym, das mit einer hochmolekularen Substanz modifiziert ist, kann
ebenfalls verwendet werden.
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Die
erfindungsgemäße Reaktion
findet in einer Pufferlösung
statt, die das zu verwendende Sphingolipid oder Lysosphingolipid
als Material, eine aliphatische Carbonsäure mit oder ohne Marker und
ein gereinigtes Enzym, ein Rohextrakt oder eine Kulturnährlösung und
einen Mikroorganismus enthält.
Im Falle eines Mikroorganismus kann das zu verwendende Sphingolipid
oder Lysosphingolipid als Material und die aliphatische Carbonsäure zu einer
Kulturnährlösung des
Mikroorganismus hinzugefügt
werden. Die Menge dieser zu verwendenden Materialien ist nicht besonders
beschränkt,
und sie können
bis zu ihrer Sättigungsmenge
verwendet werden. Im Allgemeinen ist es bevorzugt, dass die aliphatische
Carbonsäure
im Überschuss
vorliegt; entsprechend der vorliegenden Erfindung findet die Reaktion
des Sphingolipids oder Lysosphingolipids mit der aliphatischen Carbonsäure jedoch
sogar bei einem molaren Verhältnis
von 1:1 statt, und das Sphingolipid oder Lysosphingolipid kann sogar
im Überschuss
vorliegen.
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Ebenso
ist die Menge eines Enzyms oder eines Mikroorganismus, welcher das
Enzym produziert, nicht besonders beschränkt und kann je nach Wunsch
innerhalb eines breiten Bereichs ausgewählt werden. Es kann z.B. in
einer geeigneten Menge von 0,1 mE oder mehr verwendet werden, bevorzugt
von 3 mE bis 10 E, pro 1 ml der Startlösung. Als Pufferlösung kann
jede geeignete Pufferlösung
mit einem pH-Wert von 5 bis 9 verwendet werden, aber es ist bevorzugt,
die Reaktion in einer Pufferlösung
mit einem pH-Wert von ungefähr 6
bis 7 durchzuführen.
Außerdem
ist es bevorzugt, ein oberflächenaktives
Mittel zu der Pufferlösung
hinzuzugeben um das Enzym zu aktivieren oder das Substrat zu solubilisieren.
Als oberflächenaktives
Mittel kann ein oberflächenaktives
Gallensäuremittel,
ein nicht-ionisches ober flächenaktives
Mittel oder ähnliches,
verwendet werden. Obwohl die Menge des oberflächenaktiven Mittels, das hinzuzugeben
ist, nicht besonders beschränkt ist,
kann es in solch einer Menge verwendet werden, dass seine Enzymaktivierende
und Substrat-solubilisierende Wirkung erhalten wird oder das Produkt
effizient erhalten wird, so dass es bevorzugt ist, das Mittel bevorzugt
innerhalb des Bereichs von 0,01% bis 2% hinzuzugeben. Ebenso kann
ein organisches Lösungsmittel zur
Reaktionslösung
hinzugegeben werden, und wenn solch ein organisches Lösungsmittel
verwendet wird, kann die Reaktion unter Verwendung eines wasserlöslichen
organischen Lösungsmittels
oder seines zweiphasigen Systems mit einem unlöslichen organischen Lösungsmittel
durchgeführt
werden. Die Menge des zuzugebenden organischen Lösungsmittels ist nicht besonders
beschränkt,
mit der Maßgabe,
dass es solch eine Menge ist, dass das Enzym nicht inaktiviert wird
und das Produkt effizient erhalten werden kann.
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Das
so erhaltene Sphingolipid oder Sphingolipidderivat kann mittels
Dünnschichtchromatographie
bestätigt
werden.
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Das
erfindungsgemäß erhaltene
Sphingolipid kann isoliert werden und durch für organische Verbindungen konventionelle
Chromatographie gereinigt werden.
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BEISPIELE
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Die
vorliegende Erfindung wird mittels der folgenden Beispiele im Detail
beschrieben. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt.
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BEISPIEL 1
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Ein
50 μl-Teil
eines 50 mM Acetatpuffers (pH 6,0), enthaltend 5 nmol Galactosylsphingosin
(hergestellt von Sigma), 5 nmol [1-14C]-Stearinsäure (hergestellt
von Amersham), 0,8% Triton X-100 und 150 μU SCDase, abgeleitet von der
Gattung Pseudomonas [Journal of Biological Chemistry, 270: 24370–24374 (1995),
europäisches
Patent 707063 A1 (1996)] ließ man über Nacht
bei 37°C
reagieren.
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Die
Reaktionslösung
wurde mittels Dünnschichtchromatographie
entwickelt (Entwicklungslösungsmittel:
Chloroform/Methanol/0,25% wässrige
Magnesiumchloridlösung
= 65/25/4) und einer bildgebenden Platte ausgesetzt um mittels des
BAS 1000 Imaging Analyzers (hergestellt von Fuji Photo Film) ein
Chromatogramm zu erhalten. In diesem Fall wurden nur Banden von
[1-14C]-Stearinsäure und einem neu gebildeten
Galactosyl-Ceramid detektiert.
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Der
Teil, der dem Galactosyl-Ceramid entsprach, wurde von der Dünnschichtplatte
abgenommen und mit Chloroform/Methanol (2/1 Volumen/Volumen) extrahiert.
Das Extrakt wurde bis zur Trocknung abgedampft und in 10 μl eines 50
mM Acetatpuffers (pH 6,0), enthaltend 16 mE (β-Galactosidase (abgeleitet von Jackbohnen)
und 0,4% Taurodesoxycholinsäure,
gelöst
um einen Enzymverdau über
Nacht bei 37°C
durchzuführen. Die
Reaktionslösung
wurde wieder mit einer Dünnschichtchromatographie
entwickelt (Entwicklerlösungsmittel: Chloroform/Methanol/flüssiger Ammoniak
= 90/10/1) und mittels des BAS 1000 Imaging Analyzer (hergestellt von
Fuji Photo Film) analysiert, wobei eine Bande identifiziert wurde,
die denselben Rf-Wert wie Ceramid besaß. Auch wenn dieselbe Reaktion,
Dünnschichtchromatographie
und Extraktionsschritte unter Verwendung von unmarkierter Stearinsäure durchgeführt wurden
und das so erhaltene Produkt mittels Massenspektrometrie mit schnellem
Atombeschuss (FAB-Massenspektroskopie = "fast atom bombardment mass spectrometry", FAB-MS) analysiert
wurde, wurde ein Peak mit m/z = 462 detektiert, welcher mit dem
Ursprungsion von Galactosyl-Ceramid übereinstimmte, und ein Fragment-Ion-Peak
mit m/z = 548 detektiert, welcher mit dem molekularen Ionenpeak
von Ceramid übereinstimmte.
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Auf
der Grundlage dieser Ergebnisse wurde dargelegt, dass die Fettsäure zur
Aminogruppe mittels einer umgekehrten Reaktion auf die Sphingosingruppierung übertragen
worden war.
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BEISPIEL 2
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Ein
50 μl-Teil
eines 50 mM Acetatpuffers (pH 6,0), enthaltend 50 nmol Sphingosylphosphorylcholin
(Lysosphingomyelin, hergestellt von Sigma), 5 nmol [1-14C]-Stearinsäure, 0,8%
Triton X-100 und 150 μE
SCDase, die von der Gattung Pseudomonas stammte, ließ man über Nacht
bei 37°C
reagieren.
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Die
Reaktionslösung
wurde mittels Dünnschichtchromatographie
entwickelt (Entwicklungslösungsmittel:
Chloroform/Methanol/0,02% wässrige
Calciumchloridlösung
= 5/4/1) und mittels eines BAS 1000 Imaging Analyzer (hergestellt
von Fuji Photo Film) analysiert. In diesem Fall wurden nur Banden
von [1-14C]-Stearinsäure und ein neu gebildetes
Sphingomyelin detektiert.
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Der
Teil, der dem Sphingomyelin entsprach, wurde von der Dünnschichtplatte
abgenommen, extrahiert und dann bis zur Trocknung abgedampft um
ein Produkt der Rückreaktion
zu erhalten. Das Produkt wurde in 20 μl 25 mM Phosphatpuffer (pH 7,5),
enthaltend 35,7 μE
Sphingomyelinase, die von Staphylococcus aureus (hergestellt von
Sigma) stammte, gelöst
um über
Nacht einen Enzymverdau bei 37°C
durchzuführen.
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Die
Reaktionslösung
wurde wieder mittels Dünnschichtchromatographie
entwickelt (Entwicklerlösungsmittel:
Chloroform/Methanol/flüssiger
Ammoniak = 90/10/1) und mittels eines BAS 1000 Imaging Analyzers
analysiert, wobei eine Bande gefunden wurde, die denselben Rf-Wert
wie Ceramid aufwies. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurde aufge deckt,
dass die Fettsäure
mittels einer Rückreaktion
auf die Aminogruppe der Sphingosingruppierung übertragen worden war.
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BEISPIEL 3
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Rückreaktion bei verschiedenen
Akzeptoren mittels SCDase –1
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Ein
10 μl-Teil
50 mM Acetatpuffer (pH 6,0), enthaltend 1 nmol [1-14C]-Stearinsäure, 1 nmol
Lysosphingolipid, 0,8% Triton X-100 und 30 μE SCDase, die von der Gattung
Pseudomonas stammte, wurden über Nacht
einer Reaktion bei 37°C
unterzogen. Die so erhaltene Reaktionslösung wurde auf Dünnschichtchromatographie
entwickelt und einer bildgebenden Platte ausgesetzt um das Reaktionsprodukt
mittels eines BAS 1000 Imaging Analyzers (hergestellt von Fuji Photo
Film) zu bestimmen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
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Wie
in Tabelle 1 gezeigt, kann das Enzym nicht nur breit auf verschiedene
Mitglieder von Lysoglykosphingolipiden wirken, sondern auch auf
Lysosphingophospholipid und Sphingosin, wobei diese als Akzeptoren
verwendet werden.
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BEISPIEL 4
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Rückreaktion mit verschiedenen
Akzeptoren mittels SCDase – 2
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Ein
41,6 μl-Teil
25 mM Glycin-Natriumhydroxid-Puffer (pH 11), enthaltend 66,6 nmol
N-Trifluor-acetylierte Aminododecansäure, 33,3 nmol Lysosphingolipid,
0,3% Triton X-100 und 148 μE
SCDase, die von der Gattung Pseudomonas stammte, wurde 48 Stunden
der Reaktion bei 37°C
ausgesetzt.
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Die
so erhaltene Reaktionslösung
wurde mittels Dünnschichtchromatographie
entwickelt, ein Glykosphingolipid wurde mit Orcinol-Schwefelsäure gefärbt und
andere Sphingolipide mit Coomassie Brilliant Blue, und dann wurde
die Bestimmung des Reaktionsproduktes mittels eines bildgebenden
Densitometers (hergestellt von Bio-Rad) durchgeführt. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 2 gezeigt.
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Wie
in Tabelle 2 gezeigt, ähnlich
zu Beispiel 3, kann das Enzym nicht nur auf verschiedene Mitglieder der
Lysosphingolipide breit wirken, sondern auch auf Sphingosin, indem
es dieses als Rezeptor verwendet.
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BEISPIEL 5
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Spezifität der SCDase-Rückreaktion
für Fettsäuremolekültypen
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Ein
50 μl-Teil
50 mM Acetatpuffer (pH 6,0), enthaltend 5 nmol Galactosylsphingosin
(hergestellt von Sigma), 5 nmol verschiedene, nicht-markierte Fettsäuren, 0,8%
Triton X-100 und
150 μE SCDase,
die von der Gattung Pseudomonas stammte, ließ man über Nacht bei 37°C reagieren.
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Die
so erhaltene Reaktionslösung
wurde mittels Dünnschichtchromatographie
entwickelt, und die Reaktionsprodukte wurden mittels des Orcinol-Schwefelsäure-Verfahrens
gefärbt
und unter Verwendung eines Chromatoscanner CS 9000 (hergestellt
von Shimadzu Corporation) bestimmt. Die Ergebnisse sind in 1 gezeigt. D.h., 1 ist ein Diagramm, welches
die Spezifität
der SCDase-Rückreaktion
für Fettsäuremolekültypen zeigt,
bei denen die Fettsäure
auf der Ordinate und der Ertrag (%) auf der Abszisse aufgetragen
ist.
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BEISPIEL 6
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Optimums-pH-Wert der Rückreaktion
von SCDase
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Ein
10 μl-Teil
von jeder der verschiedenen Pufferlösungen, von denen jede 1 nmol
Galactosylsphingosin, 1 nmol [1-
14C]-Stearinsäure, 0,8%
Triton X-100 und 30 μE
SCDase, die von der Gattung Pseudomonas stammte, ließ man über 3 Stunden
bei 37°C
reagieren. Die Ergebnisse sind in
2 gezeigt.
D.h.,
2 ist ein Diagramm,
welches den Optimums-pH-Wert
der Rückreaktion
zeigt, in welchem die Abbaurate (%) auf der Ordinate und der pH-Wert
auf der Abszisse aufgetragen ist. In
3 steht ☐ für Acetatpuffer,
für Phosphatpuffer
und ⦁ steht für
Glycin-NaOH-Puffer.
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BEISPIEL 7
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Fettsäure-Austauschreaktion bei verschiedenen
Akzeptoren mittels SCDase
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Ein
10 μl-Teil
50 mM Acetatpuffer (pH 6,0), enthaltend 1 nmol [1-14C]-Stearinsäure, 1 nmol
Sphingolipid, 0,8% Triton X-100 und 30 μE SCDase, die von der Gattung
Pseudomonas stammte, ließ man über Nacht bei
37°C reagieren.
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Die
so erhaltene Reaktionslösung
wurde mittels Dünnschichtchromatographie
entwickelt und einer bildgebenden Platte ausgesetzt um die Bestimmung
des Reaktionsproduktes mittels eines BAS 1000 Imaging Analyzers
(hergestellt von Fuji Photo Film) durchzuführen. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 3 gezeigt.
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Wie
in Tabelle 3 gezeigt, kann das Enzym eine breite Fettsäure-Austauschreaktion
bei Sphingolipiden durchführen.
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BEISPIEL 8
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Untersuchung der Reaktionsbedingungen
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Um
Bedingungen für
die Hydrolysereaktion zu untersuchen, wurden die Rückreaktion
und die Fettsäure-Austauschreaktion
unter den folgenden Bedingungen (A) und (B) durchgeführt.
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Reaktionsbedingungen (A)
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Ein
200 μl-Teil
25 mM Phosphatpuffer (pH 6,0), enthaltend 120 μE SCDase, die von der Gattung
Pseudomonas stammte, und 0,8% Triton X-100 als Substrat wird mit
100 μM 14C-Galactosyl-Ceramid
zum Zeitpunkt der Hydrolysereaktion, 100 μM [1-14C]-Stearinsäure und
100 μM Galactosylsphingosin
zum Zeitpunkt der Rückreaktion
oder 100 μM
[1-14C]-Stearinsäure und
100 μM Galactosyl-Ceramid
zum Zeitpunkt der Fettsäure-Austauschreaktion
ergänzt.
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Reaktionsbedingungen (B)
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Ein
200 μl-Teil
25 mM Phosphatpuffer (pH 7,0), enthaltend 120 μE SCDase, die von der Gattung
Pseudomonas stammte, und 0,1% Triton X-100 als Substrat wird mit
100 μM 14C-Galactosyl-Ceramid,
zum Zeitpunkt der Hydrolysereaktion, 100 μM [1-14C]-Stearinsäure und
100 μM Galactosylsphingosin
zum Zeitpunkt der Rückreaktion
oder 100 μM
[1-14C]-Stearinsäure und
100 μM Galactosyl-Ceramid
zum Zeitpunkt der Fettsäure-Austauschreaktion
ergänzt.
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Unter
den obigen Bedingungen wurde jede Reaktion bei 37°C durchgeführt, und
ein 20 μl-Teil
der Probe wurde von jeder Reaktionslösung nach 0,25, 0,5, 1, 3,
7 oder 21 Stunden der Reaktion entnommen und für 5 Minuten auf 100°C erhitzt
um die Reaktion abzustoppen.
-
Jede
der so erhaltenen Reaktionslösungen
wurde mittels Dünnschichtchromatographie
(Entwicklerlösungsmittel:
Chloroform/Methanol/0,02% wässrige
Calciumchloridlösung
= 5/4/1) entwickelt, und das Reaktionsprodukt und die nichtreagierte
Substanz wurden mittels eines BAS 1000 Imaging Analyzers (hergestellt
von Fuji Photo Film) bestimmt um die Reaktionseffizienz zu errechnen.
Die Ergebnisse sind in
3 gezeigt.
D.h.,
3 ist ein Diagramm,
welches die Reaktionseffizienzen der Hydrolysereaktion, der Rückreaktion
und der Fettsäure-Austauschreaktion
von SCDase unter den oben beschriebenen Reaktionsbedingungen (A)
und (B) zeigt, wobei das Reaktionsverhältnis (%) auf der Ordinate
und die Reaktionszeit (h) auf der Abszisse aufgetragen sind. In
3 steht
für die Hydrolysereaktion, ☐ steht
für die
Rückreaktion
und ∆ steht
für die
Fettsäure-Austauschreaktion,
jeweils als Reaktionsverhältnis.
-
Als
Ergebnisse wurde entdeckt, dass die Hydrolysereaktion der SCDase
bevorzugt stattfindet, wenn die Reaktionslösung einen sauren pH besitzt
und ein oberflächenaktives
Mittel in einer hohen Konzentration enthält, und die Rückreaktion
und die Fettsäure-Austauschreaktion
der SCDase jeweils bevorzugt abläuft, wenn
die Reaktionslösung
neutral ist und wenn die Konzentration des oberflächenaktiven
Mittels vermindert ist.
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BEISPIEL 9
-
Synthese von 14C-Ceramid
-
Ein
100 nmol (5,0 μCi)
-Teil von [1-14C] -Palmitinsäure (hergestellt
von Amersham) und 200 nmol Sphingosin, das in Ethanol gelöst war,
wurden in ein Reaktionsgefäß gegeben
und mit Stickstoffgas vollständig getrocknet.
Ein 0,5 ml-Teil
50 mM Phosphatpuffer (pH 7,0), enthaltend 0,6% Triton X-100, wurde
in das Reaktionsgefäß gegeben,
gründlich
gerührt
und dann durch Ultraschallbehandlung homogenisiert.
-
Die
so erhaltene homogenisierte Lösung
wurde mit 0,5 ml SCDase, die von der Gattung Pseudomonas (1 mE/ml)
stammte, vermischt, und man lieft sie bei 37°C für 20 Stunden umsetzen.
-
Nach
Vollendung der Reaktion wurde die so erhaltene Reaktionslösung unter
Verwendung eines Zentrifugationsevaporators getrocknet, das so getrocknete
Reaktionsprodukt wurde in 1 ml Hexan/Ether/Essigsäure (50/50/1
Volumen/Volumen/ Volumen) gelöst
und auf eine Sep-Pak®-Silicasäule aufgebracht,
welche mit derselben Lösung äquilibriert
worden war, nicht-umgesetzte [1-14C]-Palmitinsäure wurde
mit 10 ml derselben Lösung
herausgewaschen, und dann wurde 14C-Ceramid mit 10 ml
Chloroform/Methanol (2/1 Volumen/Volumen) eluiert.
-
Das
Eluat wurde mit Stickstoffgas getrocknet, in destilliertem Wasser
suspendiert und dann mittels Ultraschallbehandlung homogenisiert.
Die so homogenisierte Lösung
wurde auf eine Sep-Pak® C18-Patrone aufgebracht.
Die Patrone wurde mit 20 ml destilliertem Wasser gewaschen und 14C-Ceramid wurde mit 3 ml Methanol und 10
ml Chloroform/Methanol (2/1, Volumen/Volumen) eluiert.
-
Als
nächstes
wurde das so erhaltene Eluat mit Stickstoffgas getrocknet, in Chloroform/Methanol/destilliertem
Wasser (90/10/1, Volumen/Volumen/Volumen) gelöst und dann auf eine Sep-Pak® CM-Patrone
aufgebracht, welche mit derselben Lösung wie die für das Absorbieren
der nicht-umgesetzten Sphingosine äquilibriert worden war. In
diesem Fall wurde die durchgelassene Fraktion mit Stickstoffgas
getrocknet, unter Erhalt von 66 nmol (3,3 μCi) gereinigtem 14C-Ceramid,
das Fettsäuren
und Sphingosine zu 1% oder weniger enthielt.
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BEISPIEL 10
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Synthese
von Amino-Ceramid und seinem fluoreszierenden Derivat.
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Ein
41,6 ml-Teil 25 mM Glycin-Natriumhydroxid-Puffer (pH 11), enthaltend
66,6 μmol
N-Trifluor-acetylierte Aminododecansäure, 33,3 μmol Sphingosin (hergestellt
von Sigma), 0,3% Triton x-100 und 148 mE Pseudomonas-SCDase ließ man bei
37°C für 48 Stunden
reagieren.
-
Nach
Vollendung der Reaktion wurde die Reaktionslösung auf eine C18-Umkehrphasen-Silicagelsäule aufgebracht,
die Säule
wurde mit Wasser zum Entsalzen gewaschen, und dann wurde N-Trifluor-acetyliertes Amino-Ceramid
mit Chloroform/Methanol (2/1, Volumen/Volumen) eluiert. Nach Abdampfen
des Lösungsmittels
wurde der daraus hervorgehende Rest in Chloroform/Methanol/Wasser
(90/10/1, Volumen/Volumen/ Volumen) gelöst und auf eine Sep-Pak® CM-Patrone
(hergestellt von Waters) zum Adsorbieren von nicht-umgesetzten Sphingosinen
aufgebracht um eine nicht-adsorbierte Fraktion, die N-Trifluor-acetyliertes
Amino-Ceramid enthielt, zu erhalten. Die nicht-adsorbierte Fraktion
wurde auf eine Sep-Pak® QMA-Patrone (hergestellt von
Waters) zum Adsorbieren von nicht-umgesetzter N-Trifluor-acetylierter
Aminododecansäure
aufgebracht um eine nicht-adsorbierte Fraktion, die N-Trifluor-acetyliertes
Amino-Ceramid enthielt, zu erhalten.
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Ein
20 ml-Teil Chloroform/Methanol (2/1, Volumen/Volumen), der das so
erhaltene N-Trifluor-acetylierte Amino-Ceramid enthielt, und 1%
Natriummethoxid ließ man über Nacht
bei Raumtemperatur reagieren. Nach Vollendung der Reaktion wurde
das Lösungsmittel
abgedampft, der dabei hervorgehende Rest wurde in Wasser suspendiert
und auf eine Sep-Pak® C18-Patrone (hergestellt
von Waters) aufgebracht, die Säule
wurde mit Wasser gewaschen um ein Entsalzen zu bewir ken, und dann
wurde Amino-Ceramid mit Chloroform/Methanol (2/1, Volumen/Volumen)
eluiert. Nach Abdampfen des Lösungsmittels
wurde der daraus hervorgehende Rest in Chloroform/Methanol/Wasser
(60/30/5) gelöst,
auf eine Sep-Pak® CM-Patrone aufgebracht
und mit Chloroform/Methanol/1 N HCl (60/30/5) eluiert, und dann
wurde das Eluat unter Erhalt von 5,6 μmol gereinigtem Amino-Ceramid
getrocknet.
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Ein
70 μl-Teil
100 nmol Amino-Ceramid, gelöst
in Methanol, 20 μl
50 mM NBD-Fluorid (hergestellt von Sigma) in ethanolischer Lösung und
10 μl Triethylamin
ließ man
1 Stunde bei 60°C
reagieren. Nach Vollendung der Reaktion wurde das Lösungsmittel
abgedampft, der daraus hervorgehende Rest wurde in Hexan/Ether/Essigsäure (50/50/1)
gelöst
und auf Sep-Pak® Silicapatronen
(hergestellt von Waters) aufgebracht und mit Chloroform/Methanol
(2/1, Volumen/Volumen) eluiert. Dann wurde das Eluat getrocknet
unter Erhalt von 30 nmol gereinigtem NBD-Ceramid.
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BEISPIEL 11
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Limulus
polyphemus-Ceramidase-Durchmustern unter Verwendung des fluoreszierenden
Sphingolipidderivates NBD-Ceramid:
10 μl Serum,
erhalten durch Zentrifugation von Limulus polyphemus-Blut, ließ man bei
37°C 18
Stunden mit 10 μl
50 mM Acetatpuffer (pH 5,0), enthaltend 1 nmol NBD-Ceramid, hergestellt
in Beispiel 10, und 0,5% Triton X-100 reagieren. Nach Vollendung
der Reaktion wurde die Reaktionslösung mittels Dünnschichtchromatographie
entwickelt (Entwicklerlösungsmittel:
Chloroform/Methanol/25% flüssiger Ammoniak
= 90/20/0,5) und unter einer Lampe mit ultravioletter Strahlung
detektiert. In diesem Fall wurde eine neu gebildete NBD-Aminododecansäure detektiert,
so dass eine Ceramidase-Aktivität
im Limulus polyphemus-Serum detektiert wurde.
-
Um
zu bestätigen,
dass die Ceramidase-Aktivität,
die in dem Limulus polyphemus-Serum gefunden wurde, wirklich eine
Ceramidase-abgeleitete Aktivität
ist, wurde die Ceramidase gereinigt, wobei herausgefunden wurde,
dass es sich um eine saure Ceramidase mit einem Optimums-pH-Wert
von 4,5 und einem Molekulargewicht von ungefähr 205 kDa, gemessen durch
ein Gel-Filtrations-Verfahen, handelte. Man fand außerdem heraus,
dass diese Limulus polyphemus-Ceramidase N-Stearoylsphingosin (C18:0, d18:1) äußerst effizient
hydrolysiert, und auch eine Aktivität auf ein Ceramid besitzt,
welches Sphinganin oder Phytosphingosin als langkettiges Gerüst enthält.
-
Somit
wurde das Vorhandensein einer Invertebraten-Ceramidase, welche nicht bekannt war,
zum ersten Mal durch Verwendung des fluoreszierenden Sphingolipidderivats
NBD-Ceramid, welches
durch das Herstellungsverfahren der vorliegenden Erfindung erhalten
wurde, aufgedeckt, und es wurde bestätigt, dass das fluoreszierende
Sphingolipidderivat NBD-Ceramid als Substrat zur Verwendung bei
der Messung von Ceramidase-Aktivität nützlich ist.
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BEISPIEL 12
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Messung
von Ceramidase-Aktivität
in B16-Zellen unter Verwendung von radioaktiv markiertem 14C-Ceramid (C12-14C-Cer)
und fluoreszierendem Sphingolipidderivat NBD-Ceramid (C12-NBD-Cer) als Substrat:
-
Es
wurde durch Suspendieren von 6 × 106 B16-Zellen in 200 μl 10 mM Phosphatpuffer eine
Zellsuspension hergestellt. Die Menge des Proteins wurde unter Verwendung
von Micro-BCATM Protein-Assay-Reagens (hergestellt von
Pierce) bestimmt.
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Reaktionsbedingungen 1
-
Unter
sauren Bedingungen in 10 μl
50 mM Acetatpuffer (pH 4,0), enthaltend 10 μl der Zellsuspension (verdünnt auf
einen Proteingehalt von 50 μg),
200 pmol C12-NBD-Cer, erhalten in Beispiel 10, oder 100 pmol C12-14C-Cer, erhalten unter Verwendung von Laurylsäure anstelle
von Palmitinsäure,
die in Beispiel 9 verwendet wurde, als Substrat, und 0,5% Triton
X-100.
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Reaktionsbedingungen 2
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Unter
neutralen Bedingungen in 10 μl
50 mM Phosphatpuffer (pH 7,0), enthaltend 10 μl der Zellsuspension (verdünnt auf
einen Proteingehalt von 50 μl,
200 pmol C12-NBD-Cer oder 100 pmol C12-14C-Cer,
als Substrat, und 0,5% Triton X-100.
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Reaktionsbedingungen 3
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Unter
basischen Bedingungen in 10 μl
50 mM Tris-HCl-Puffer (pH 8,5), enthaltend 10 μl der Zellsuspension (verdünnt auf
einen Proteingehalt von 50 μl),
200 pmol C12-NBD-Cer oder 100 pmol C12-14C-Cer,
als Substrat, und 0,5% Triton X-100.
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Unter
jeder der obigen Bedingungen wurde die Reaktion bei 37°C für 3 oder
6 Stunden durchgeführt. Danach
wurde die Reaktion durch Zugabe von 100 μl Chloroform/Methanol (2/1)
zur Reaktionslösung
abgestoppt. Die so erhaltene Reaktionslösung wurde getrocknet und dann
in Chloroform/Methanol (2/1) gelöst
um als Probe verwendet zu werden.
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Jede
der Proben wurde mittels Dünnschichtchromatographie
(Entwicklerlösungsmittel:
Chloroform/Methanol/25% flüssiger
Ammoniak = 90/20/0,5) entwickelt, und die freigesetzte 14C-Fettsäure wurde
unter Verwendung eines BAS 1000 Imaging Analyzers (hergestellt von
Fuji Photo Film) bestimmt um das Reaktionsverhältnis zu errechnen. Ebenso
wurde die freigesetzte NBD-Fettsäure
unter Verwendung eines Chromatoscanners CS 9000 (hergestellt von
Shimadzu Corporation) bestimmt, und das Reaktionsverhältnis wurde
errechnet. Die Ergebnisse sind in 4 gezeigt.
D.h., 4 ist ein Diagramm,
welches einen Vergleich der Messungen der Ceramidase-Aktivitäten in B16-Zellen
zeigt, indem die Reaktionen über
3 Stunden (3 Std.) und 6 Stunden (6 Std.) unter Verwendung von C12-NBD-Cer
als Substrat und Reaktionen über
3 Stunden und 6 Stunden unter Verwendung von C12-14C-Cer als Substrat
in absteigender Reihenfolge auf der Ordinate und die Abbauverhältnisse
(%) auf der Abszisse aufgetragen sind.
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Auf
Grundlage dieser Ergebnisse wird angenommen, dass es eine alkalische
Ceramidase gibt, welche gut bei C12-NBD-Cer arbeitet, aber kaum bei C12-14C-Cer, und eine saure Ceramidase, welche
gut bei C12-14C-Cer arbeitet, aber kaum
bei C12-NBD-Cer.
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INDUSTRIELLE
ANWENDBARKEIT
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung von Sphingolipidderivaten
zur Verfügung,
was durch Modifizieren oder Substituieren von einer langkettigen
Fettsäure
der Ceramidgruppierung als gemeinsamer Teil eines Sphingolipids
bewirkt wird. Die Verwendung des Herstellungsverfahrens macht auch die
industriell vorteilhafte Herstellung von beliebigen Sphingolipiden
oder Sphingolipidderivaten möglich.
Da natürlich
vorkommende Sphingolipide im Allgemeinen eine Diversität aufweisen
in Bezug auf Kettenlänge
der langkettigen Fettsäure,
war es schwierig, Sphingolipide zu erhalten, die eine gleichförmige Kettenlänge der langkettigen
Fettsäure
aufweisen. Mit der Substitution der langkettigen Fettsäure gemäß der vorliegenden
Erfindung können
jedoch Sphingolipide erhalten wer den, deren langkettige Fettsäure gleichförmig ist.
Da es auch möglich
ist, markierte Sphingolipide herzustellen, indem eine Chromophor-bildende
Substanz, eine fluoreszierende Substanz, Biotin, ein radioaktives
Isotop oder ähnliches,
in die Fettsäuregruppierung
eines Sphingolipids eingeführt
wird, kann das markierte Sphingolipid verwendet werden zur Klärung eines
intrazellulären
Metabolismus, eines Transportweges von Sphingolipiden oder ähnlichem.
Zusätzlich
können
durch die Umwandlung der Ceramidgruppierung im Sphingolipid, z.B.
durch Einführung
von funktionellen hoch-ungesättigten
Fettsäuren,
wie Eicosapentaensäure
(EPA), Docosahexaensäure
(DHA) oder ähnlichen,
neue Sphingolipidderivate mit modifizierter Zellpermeabilität, modifiziertem
Zellmetabolismus oder modifizierter biologischer Aktivität gebildet
werden, welche für
Medikamente, Kosmetika, Zelltechnologie und ähnliches, verwendet werden
können.
-
Das
Herstellungsverfahren der vorliegenden Erfindung hat die effiziente
und kostengünstige
Herstellung von beliebigen Sphingolipiden oder Sphingolipidderivaten,
welche für
Medikamente, für
die Zuckertechnologie, die Zelltechnologie und ähnliches, nützlich sind, möglich gemacht.