DE69730204T2 - Fern-überprüfung einer schnurlosen teilnehmerverbindung - Google Patents

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DE69730204T2
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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft ein Testen einer Teilnehmerverbindung in einem System, das eine drahtlose Teilnehmerverbindung verwirklicht und Basisstationen sowie drahtlose Endgeräte umfasst, mit denen eine Teilnehmerendgerätevorrichtung verbunden ist, wobei ein Teil der Teilnehmerverbindung durch eine Funkverbindung zwischen der Endgerätevorrichtung und der Basisstation gebildet wird.
  • Hintergrund der Erfindung
  • In Telefonfestnetzen wird das Teilnehmerleitungsnetzwerk derart gebildet, dass Doppelkabel von mehreren Teilnehmerendgerätevorrichtungen in einer Kreuzungsvermittlungsstelle bzw. Crossbar-Einheit aufgenommen werden, Kabel von mehreren Crossbar-Einheiten in einer anderen Crossbar-Einheit kombiniert bzw. verknüpft werden und ein Kabel hiervon in einer Vermittlungsstelle aufgenommen wird. Eine Signalisierungsschnittstelle, die den Teilnehmerleitungen der Vermittlungsstelle gegenüberliegt, ist standardisiert und entweder eine Verbindung von analogen Zwei-Leitungs-Teilnehmerleitungen, eine Multiplexer-Schnittstelle entsprechend der CCITT-V2-Empfehlung oder eine auf Nachrichten basierende Multiplexer-Schnittstelle entsprechend der ETSI-V5.1-Empfehlung.
  • Teilnehmerleitungen verursachen sowohl im Aufbau des Netzwerks als auch bei seiner Wartung hohe Kosten. Der Zustand von Teilnehmerleitungen muss konstant überwacht werden, indem automatische Schleifenmessungen ausgeführt werden. In allen Vermittlungsstellen, sei es, dass die Vermittlungsstelle eine Ortsvermittlungsstelle oder PBX-Vermittlungsstelle ist, ist jede Teilnehmerleitung mit der Vermittlungsstelle mittels einer SLIC (Subscriber Line Interface Circuit bzw. Teilnehmerleitungsschnittstellenschaltung) verbunden. Die SLIC-Schaltung führt die sogenannten BORSHT-Funktionen aus, die eine Batteriezufuhr bzw. Battery Feed, einen Überspannungsschutz bzw. Overvoltage Protection, ein Läuten bzw. Ringing, eine Überwachung bzw. Supervision, Hybrid und Test umfassen. Es gibt eine gute kommerzielle Versorgung integrierter SLIC-Schaltungen. In der Europäischen Patentanmeldung EP 0 543 161 ist die Verwendung einer SLIC-Schaltung in einem verdrahtetem Telefonnetzwerk offenbart.
  • In 1 ist eine bekannte Anordnung zum Testen des Zustands einer Teilnehmerleitung veranschaulicht. Das typische Telefon in einem Festnetzwerk kann durch einen Abschlusswiderstand R1 zum Zwecke von Schleifenmessungen und durch eine Läutschaltung bzw. Ringing-Schaltung, die durch eine Kapazität C und einen Widerstand R gebildet wird, dargestellt werden.
  • Bei einer Impedanzmessung, die mit einer Gleichspannung ausgeführt wird, nimmt die Vermittlungsstelle das Telefon bei einem aufgelegten Zustand als eine sehr hohe Impedanz wahr. Dies ist in der Läutschaltungskapazität begründet. Wenn die Gabel ausgehakt ist, übt die Läutschaltung keinen Einfluss aus, wodurch das Telefon als ein niedriger Widerstand wahrgenommen wird. In der SLIC- Schaltung gibt es eine Schleifenidentifikation, die auf einem Vergleich des Stromverbrauchs der Teilnehmerleitung mit einem Grenzwert beruht. Diese Funktion findet den eingehängten oder ausgehakten Zustand heraus.
  • Für Messungen bei einer Audio- oder Tonfrequenz sind die Impedanz des Leitungstelefons und die SLIC-Impedanz in den Standards eindeutig definiert. In den meisten Ländern ist 600 W als die Endgeräteimpedanz für den Tonbereich des Telefons in dem ausgehakten Zustand definiert, auch wenn zwischen den Ländern Unterschiede bestehen. In Abhängigkeit von der Frequenz ist die Tonbereichsimpedanz in dem eingehängten Zustand in der Größenordnung von 1,5 kOhm. Somit ist gemäß 1 der Endgerätewiderstand R1 in Abhängigkeit von der Situation eine Gleichspannungsimpedanz oder eine Wechselspannungsimpedanz mit ausgehakter Gabel.
  • Das Telefon ist mit der Vermittlungsstelle mit einer Teilnehmerleitung verbunden, die üblicherweise ein Doppelkabel AB ist. Über ein spezielles Relais 10 geleitet wird die Teilnehmerleitung AB vor der SLIC-Schaltung in der Vermittlungsstelle zu einer Messeinrichtung 12 verzweigt, die den Teilnehmerschleifenwiderstand und die Teilnehmerschleifenkapazität misst. Von der SLIC-Schaltung ist lediglich die Empfängerschaltung gezeigt. Durch Trennen der Teilnehmerleitung von dem SLIC-Eingangsanschluss mit einem Relais ist die Messeinrichtung in der Lage, den Teilnehmerschleifenwiderstand unter Verwendung einer Gleichspannung zu messen, wodurch ein möglicher Kurzschluss erfasst wird, und die Kapazität unter Verwendung einer Wechselspannung zu messen, wobei somit der Zustand der Läutschaltung des Telefons herausgefunden wird. Oftmals wird ebenso der Widerstand der Schleife zur Erdung gemessen, um mögliche Erdungsfehler herauszufinden. Es ist anzumerken, dass es durch Verwenden lediglich einer Messeinrichtung in der Vermittlungsstelle möglich ist, Schleifenmessungen einer großen Anzahl von Teilnehmerverbindungen auszuführen.
  • Beim Aufbau eines Telefonnetzwerks ist die Installation von Teilnehmerleitungen zwischen der Vermittlungsstelle und den Teilnehmerendgerätevorrichtungen sowohl ein beträchtlicher Kostenpunkt als auch eine zeitintensive Arbeit. Insbesondere in einer Region mit spärlicher Bevölkerung können die Kosten für die einzelne Verbindung groß werden. Eine Lösung, um die Kosten zu senken, besteht darin, die Festnetzteilnehmerschleife zwischen einer Vermittlungsstelle und einer Teilnehmerendgerätevorrichtung durch eine Funkverbindungsstrecke zu ersetzen. Hierdurch ist die Teilnehmerendgerätevorrichtung in dem Festnetzwerk mit einer Endgeräteeinheit verbunden, die eine Funksende-/Empfangseinrichtung beinhaltet und das Tonfrequenzsignal der Teilnehmerendgerätevorrichtung in ein Funkfrequenzsignal umwandelt und es mittels Funk zu der Basisstation zu überträgt sowie entsprechend das empfangene Funkfrequenzsignal in ein Tonfrequenzsignal umwandelt, welches die Teilnehmerendgerätevorrichtung versteht.
  • In einer Lösung dieser Art kann das Funksystem ein reines analoges oder digitales zellulares System sein, wobei die Endgeräteeinheiten mit der Basisstation kommunizieren, oder es kann ein modifiziertes zellulares System sein, von dem einige Netzwerkelemente entfernt worden sind und einige Funktionen vereinfacht worden sind. In der vorliegenden Anmeldung wird diese Lösung ein WLL- oder drahtloses Ortsschleifensystem (Wireless Local Loop) genannt.
  • Das WLL-System kann auf eine derartige Weise aufgebaut sein, dass strukturelle Teile einiger vorhandener zellularer Systeme angewendet werden. Ein Mobiltelefonsystem kann bspw. ein analoges NMT- oder TACS-System oder ein digitales GSM-System sein. Hierdurch entspricht die Signalisierung des WLL-Systems dem fraglichen System, Basisstationen sind Standard-Basisstationen des fraglichen Systems und die Funkeinheit des Endgeräts ist ähnlich zu der Funkeinheit einer Mobilstation oder das Endgerät kann die Mobilstation in einem Mobiltelefonsystem sein. Das wichtige Bauelement des WLL-Systems ist das Teilnehmernetzwerkelement, das Teilnehmer mit der Ortsvermittlungsstelle, die die Standards erfüllt, verbindet. In einem reinen zellularen System ist dies eine Mobilvermittlungsstelle Oder Mobile Switching Center und in einem angewendeten System ist dies ein Netzwerkelement, das nachstehend beschrieben wird. Das Teilnehmernetzwerkelement verändert die Signalisierung des WLL-Netzwerks, bspw. eine NMT- oder GSM-Signalisierung, in eine Signalisierung, die für das Festnetzwerk (bspw. PSTN) geeignet ist, und passt dementsprechend die Signalisierung des Festnetzwerks an die WLL-Netzwerkschnittstelle an.
  • In 2 ist ein Prinzip des WLL-Systems gezeigt. Ein drahtloses Festnetzendgerät T umfasst eine Funkeinheit mit einer Antenne und einer Telefonadaptereinheit 4, die eine Standard-Teilnehmerendgerätevorrichtung 5 mit dem Endgerät verbindet. Die Teilnehmerendgerätevorrichtung kann ein übliches Telefon, ein Telefax oder ein Modem sein. Sie ist mit dem Endgerät verbunden, indem ein Standard-Verbindungsstecker in die Adaptereinheit- Verbindung des Endgeräts gesteckt wird. Der Benutzer verwendet die Teilnehmerendgerätevorrichtung 5 wie in einem üblichen Festnetzwerk, obwohl der Hauptteil der Teilnehmerleitungsverbindung durch die Funkverbindung zwischen dem Endgerät T und einer Basisstation 2 oder 3 gebildet wird. Die Teilnehmerendgerätevorrichtung und das Endgerät können kombiniert werden, um eine einzelne physikalische Vorrichtung 6 zu bilden, wie bspw. eine Mobilstation, die in demjenigen System verwendet wird, auf dem das WLL-System basiert. Jede Basisstation kann mehreren Teilnehmerendgerätevorrichtungen dienen. Die Basisstationen sind mit einem speziellen Teilnehmernetzwerkelement 1 verbunden, welches für seinen Teil mit einer Standard-Telefonvermittlungsstelle verbunden ist.
  • Das Endgerät empfängt seine Leistungszufuhr bzw. Stromzufuhr entweder direkt von einem Leistungszufuhrhauptnetz oder Stromzufuhrhauptnetz, wenn eines bei dem Ort des Endgeräts verfügbar ist, oder von einer Batterie. In dem erstgenannten Fall wird ebenso eine Bereitschaftsbatterie verwendet, wobei dann eine Aufladeeinrichtung die Bereitschaftsbatterie geladen hält. Im Falle einer Stromfehlfunktion erhält das Endgerät seine Stromzufuhr von der Batterie und ist somit in der Lage, seinen Betrieb fortzusetzen.
  • Das Netzwerkelement 1 ist mit einer Ortsvermittlungsstelle mit einer Multiplexerverbindung verbunden, die ein offenes 2-Mbit/s-PCM-System des V2- oder V5.1-Typs verwendet. Wenn die Ortsvermittlungsstelle nur eine 2-Leitungs-Verbindung unterstützt, ist das Netzwerkelement mit der Vermittlungsstelle verbunden, indem die V2-Signalisierung in eine analoge 2-Leitungs-Teilnehmerverbindungsschnittstelle umgewandelt wird. Eine Signalisierung zwischen dem Netzwerkelement und den Basisstationen, die mit ihm verbunden sind, ist die Signalisierung des angewendeten Mobiltelefonnetzwerks, wobei sie jedoch auf eine derartige Weise modifiziert ist, dass für das zellulare Netzwerk typische Funktionen, wie bspw. eine Zellen-Verbindungsübergabe und ein Roaming, ausgelassen sind. Somit muss der Teilnehmer in dem Abdeckbereich seiner genannten Basisstation bleiben. Ein Weiterleiten von eingehenden und ausgehenden Anrufen beruht auf der Teilnehmerdatei des Netzwerkelements. Der Betrieb des Netzwerkelements ist ähnlich zu dem Betrieb einer Konzentratoreinheit oder Zentralumschaltereinheit: ein Anruf wird von der Teilnehmerverbindung zu der Vermittlungsstelle weitergeleitet, während eine Analyse von Zahlen, eine Berechnung und andere Funktionen in der Vermittlungsstelle ausgeführt werden.
  • Gemäß dem vorstehend Beschriebenen kann ein WLL-Netzwerk auf dem bekannten GSM-System beruhen. GSM ist ein digitales zellulares System, das auf einem Zeitmultiplex beruht, wobei ein Verkehrskanal TCH immer zusammen mit einem mit ihm verbundenen SACCH (Slow Associated Control Channel bzw. langsamer zugeordneter Steuerungskanal) zugeordnet ist. Die Mobilstation muss die Leistung des empfangenen Signals, eine Signalstärke von BOCH-Trägern benachbarter Basisstationen messen und sie muss ein Bitfehlerverhältnis berechnen, das die Qualität des empfangenen Signals beschreibt. Sie muss Messergebnisse entsprechend der GSM-Empfehlung nicht weniger als einmal pro Sekunde auf dem vorstehend genannten SACCH (Slow Associated Control Channel) berichten. Wenn der SACCH-Kanal nur zum Zwecke des Berichtens verwendet wird, kann die Mobilstation Messergebnisse zweimal pro Sekunde berichten. Bei einer WLL-Anwendung kann das Endgerät die gleichen Messungen wie die Mobilstation ausführen, obwohl Messungen, die eine Verbindungsübergabe betreffen, unnötig sind.
  • Es ist richtig, dass das WLL-System in der Lage ist, aus den durch das Endgerät übertragenen Messergebnissen in gewissem Grade schließen kann, ob Fehler in dem Betrieb des Endgeräts vorhanden sind. Wenn keine Ergebnisse empfangen werden, ist es natürlich ersichtlich, dass das Endgerät nicht in Betrieb ist. Das System weiß aber nicht, ob Störungen beim Läuten, bei dem Durchgang von DTMF-Signalen, in Reaktionen auf Aushak- und Auflegesignalen der Teilnehmerendgerätevorrichtung usw. vorliegen. Zusätzlich ist das System nicht in der Lage herauszufinden, ob Fehler in dem Betrieb der Teilnehmerendgerätevorrichtung vorliegen. Die Teilnehmerendgerätevorrichtung, die ein herkömmliches Festnetzwerktelefon sein kann, kann kurzgeschlossen sein, ihre Gabel kann ausgehakt gelassen sein, der Stecker ist nicht mit dem Endgerät verbunden usw. Ebenso weist das System keine Einrichtungen zum Herausfinden auf, ob die Bereitschaftsbatterie des Endgeräts in Ordnung ist und ob die Batterieaufladeeinrichtung arbeitet, wie sie sollte. In einigen Fällen kann der Teilnehmer, ohne dass es die Bedienungsperson bzw. der Operator weiß, Batterien eines falschen Typs verwenden, die Störungen bei dem Betrieb des Endgeräts verursachen können. Der Teilnehmer macht einen Fehlerbericht an die Bedienungsperson, die dann die Ursache der Schwierigkeit herausfinden muss, die so einfach wie die vorstehend beschriebene ist.
  • In der Internationalen Patentanmeldung WO9509512 ist ein Verfahren zur Ausführung von Signalpegel- und Signalqualitätstests zwischen einem Endgerät und einer Basisstation in einem WLL-System sowie eine Messung des Aufladepegels einer Batterie-Reserveeinheit einer Stromquelle und des Zustands der Stromversorgung offenbart.
  • In der Internationalen Patentanmeldung WO94/22255, deren Anmelder Telular International, Inc. ist, ist eine für ein System des WLL-Typs geeignete Testvorrichtung beschrieben, welche automatisch programmierte Tests bei dem Endgerät ausführt. Wenn sie physikalisch mit dem Endgerät verbunden ist, überwacht die Testvorrichtung den Betrieb des Endgeräts und der Funkeinheit, einer Adaptereinheit und einer Stromversorgung und überprüft, ob deren Betrieb korrekt ist. Wenn sie mit der Adaptereinheit verbunden ist, simuliert sie Funktionen, der Teilnehmerendgerätevorrichtung (Telefon, Modem, Fax), wobei sie aus Reaktionen der Adaptereinheit schließt, ob die Adaptereinheit arbeitet, wie sie sollte. Hinsichtlich der Simulation ist anzumerken, dass die Testvorrichtung ein Aushaksignal für die Adaptereinheit erzeugt und überprüft, ob die Adaptereinheit mit einem Amtszeichen reagiert. Sie leitet den Läutton, der durch die Adaptereinheit erzeugt wird, zu dem Endgerät, erzeugt dann ein Aushaksignal und überprüft, ob die Adaptereinheit den Läutton in Reaktion auf das Aushaksignal ausschaltet. Die Testvorrichtung kann mit einer Sende-/Empfangseinrichtung verbunden sein und dieser befehlen, einen ausgehenden Anruf an ihre eigene Nummer zu erzeugen, anders ausgedrückt, sich selbst über das Netzwerk anzurufen, wodurch die Vorrichtung überprüft, ob die Sende-/Empfangseinrichtung einen Besetztton in Reaktion auf den Anruf erzeugt.
  • Die Testvorrichtung gemäß dem Stand der Technik weist einige Schwierigkeiten auf. Erstens kann die Netzwerkbedienungsperson eine Testsequenz nicht durch eine Fernsteuerung starten oder Testergebnisse, die den Betrieb des Endgeräts betreffen, nicht empfangen, wobei aber der Test lokal entweder automatisch oder durch den Benutzer gestartet stattfindet. Sie zeigt der Partei, die die Verbindung anordnet, die Testergebnisse bspw. durch Anzeigelichter an. Zweitens führt die Testvorrichtung keinerlei Test hinsichtlich des Betriebs des Endgeräts oder der Teilnehmerleitung, die diese mit der Teilnehmerendgerätevorrichtung verbindet, aus, noch tut sie dies hinsichtlich des Betriebs der Teilnehmerendgerätevorrichtung, so dass, wenn ein Fehler in der Teilnehmerleitung oder in der Teilnehmerendgerätevorrichtung auftritt, der Benutzer eine Kundendienstperson rufen muss. Dies ist bspw. nicht erforderlich, wenn der Telefonstecker nicht richtig in die Adaptereinheit gesteckt ist. Drittens ist es möglich, dass die Bedienungsperson Schleifenmessungen auf der Teilnehmerleitung ausführen muss, wie es ebenso bei dem Festnetzwerk der Fall ist, wobei aber dies in dem WLL-System nicht möglich ist, da ein Teil der Teilnehmerleitung eine Funkverbindung ist. Sollte das in 1 gezeigte, bekannte Verfahren angewendet werden, würde dies bedeuten, das jedes WLL-Endgerät seine eigene Widerstands-/Kapazitätsmesseinrichtung aufweisen sollte. Diese würde ökonomisch teuer sein, wobei dennoch keine Einrichtungen zum Leiten von Messdaten zu der Bedienungsperson vorhanden sind. Viertens ist es mit der Testvorrichtung nicht möglich, den Zustand der Bereitschaftsbatterie des Endgeräts zu testen.
  • Somit ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Testen des Betriebs sowohl des Endgeräts als auch einer zugehörigen Bereitschaftsbatterie sowie des Zustands der Teilnehmerleitung und einer Teilnehmerendgerätevorrichtung bereitzustellen, wobei der Test mittels Funk von dem Netzwerk gestartet werden kann und die Testergebnisse mittels Funk zu dem Netzwerk weitergegeben werden können. Eine Verbindung, die das Verfahren implementiert, ist eine weitere Aufgabe.
  • Die gestellten Aufgaben werden durch Lösungen erreicht, die in den unabhängigen Patentansprüchen definiert sind.
  • Kurzzusammenfassung der Erfindung
  • Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist ein Verfahren bereitgestellt zum Fern-Testen einer drahtlosen Teilnehmerverbindung in einem System, in dem eine Teilnehmerendgerätevorrichtung durch eine Verbindungsleitung mit einer Adaptereinheit eines Endgeräts verbunden ist, und in dem ein Teil der Teilnehmerverbindung durch eine Funkverbindung zwischen einer Funkeinheit des Endgeräts und einer Basisstation gebildet ist, wobei das Endgerät erste Testfunktionen zum Messen des Zustands einer Bereitschafts-Batterie und zum Senden von Testergebnissen durch die Funkeinheit zur Basisstation umfasst, wobei die Verbindung zwischen der Teilnehmerendgerätevorrichtung und der Adaptereinheit durch einen in der Adaptereinheit enthaltenen Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltkreis (SLIC) implementiert ist, wobei eine separate Teilnehmerendgerätevorrichtung eingerichtet ist, mit dem Endgerät unter Verwendung einer Verbindungsleitung verbunden zu werden, das Endgerät eingerichtet ist, zweite Testfunktionen durchzuführen, wobei die zweiten Testfunktionen ein Testen des Endgeräts, der Teilnehmerendgerätevorrichtung und der Verbindung zwischen diesen umfassen, wobei das Verfahren einen Schritt umfasst, in dem eine die gewünschten Testfunktionen startende Nachricht durch die Funkverbindung zum Endgerät gesendet wird, und die Testfunktionen, auf die sich die Nachricht bezieht, ansprechend auf die Nachricht durchgeführt werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist ein Endgerät in einem Funksystem einer drahtlosen Teilnehmerverbindung bereitgestellt, wobei das Endgerät eine Adaptereinheit, eine Funkeinheit und erste Testfunktionen umfasst, wobei die Adaptereinheit eingerichtet ist, das Endgerät mit einer Teilnehmerendgerätevorrichtung mittels einer Verbindungsleitung zu verbinden, die ersten Testfunktionen zur Messung des Zustands einer Bereitschaftsbatterie verwendet werden, die Funkeinheit verwendet wird, einen Teil einer Teilnehmerverbindung durch eine Funkverbindung zwischen der Funkeinheit und der Basisstation zu bilden und Testergebnisse zu der Basisstation zu senden, wobei das Endgerät des Weiteren zweite Testfunktionen umfasst, wobei die zweiten Testfunktionen den Zustand des Endgeräts, einer Verbindungsleitung und einer Teilnehmerendgerätevorrichtung betreffende Tests umfassen, und das Endgerät des Weiteren eine Funktionseinrichtung beinhaltet, die in Reaktion auf eine Nachricht, die über die Funkverbindung empfangen wird, die Testfunktionen startet und die gewünschten Testfunktionen ausführt, wobei die Funktionseinrichtung eine Teilnehmerleitungsschnittstellenschaltung (SLIC) umfasst, die zur Verbindung der Teilnehmerendgerätevorrichtung mit dem Endgerät verwendet wird.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist ein System bereitgestellt zur Implementierung einer drahtlosen Teilnehmerverbindung, das Basisstationen und Endgeräte umfasst, wobei die Endgeräte eine Funkeinheit und eine Adaptereinheit umfassen, wobei eine Teilnehmerendgerätevorrichtung durch eine Verbindungsleitung mit der Adaptereinheit von einem der Endgeräte verbunden ist, wodurch eine Funkverbindung einen Teil der Teilnehmerverbindung bildet, wobei das System aufweist: ein Netzwerkelement, das dazu angepasst ist, eine die Testfunktionen im einen Endgerät startende Nachricht zu bilden, einen durch die Adaptereinheit umfassten Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltkreis (SLIC), wodurch eine separate Teilnehmerendgerätevorrichtung dazu angepasst ist, durch Verwendung einer Verbindungsleitung mit der Teilnehmerleitungs-Schnittstelleneinheit (SLIC) verbunden zu sein, eine Testeinrichtung im Endgerät, die dazu angepasst ist, die in der empfangenen, die Testfunktionen startenden Nachricht angegebenen Testfunktionen durchzuführen, eine Einrichtung im Endgerät zum Senden der Testergebnisse zur Funkverbindung, und ein Übertragungsprotokoll zum Weiterreichen der Nachrichten durch das Datenübertragungsnetzwerk.
  • Erfindungsgemäß ist eine Verbindungsanordnung in einem WLL-Endgerät beinhaltet, um von dem Netzwerk eine Testnachricht zu empfangen, die zu ihm unter Verwendung eines geeigneten Protokolls übertragen wird, Diagnosefunktionen auszuführen, die in der Nachricht angegeben sind, und die Ergebnisse zu dem Netzwerk unter Verwendung eines geeigneten Protokolls zu übertragen.
  • Diagnosefunktionen umfassen einen Endgerätetest, der Tests des gleichen Typs wie diejenigen beinhalten kann, die in einer Anordnung gemäß dem Stand der Technik ausgeführt werden, wie bspw. Auflege-/Aushak-Messungen und Signalpegelmessungen. Die Diagnosefunktionen umfassen insbesondere Schleifenmessungen der Teilnehmerschleife und eine Funktionsüberprüfung des Zustands der Bereitschaftsbatterie des Endgeräts.
  • Zur Ausführung einer Schleifenmessung beinhaltet die Verbindungsanordnung eine SLIC-Schaltung, die verwendet wird, um eine Teilnehmerverbindung auszuführen, d. h., das Doppelkabel von der Teilnehmerendgerätevorrichtung wird zu dieser Schaltung gebracht. Parallel zu dem 2-Leitungs-Eingangsanschluss der SLIC-Schaltung und zu der Teilnehmerleitung befindet sich eine Reihenschaltung, die eine Signalerzeugungseinrichtung bzw. einen Signalgenerator und einen Widerstand umfasst. Der Widerstandswert ist näherungsweise der gleiche wie die Eingangsimpedanz der SLIC-Schaltung. Der Signalgenerator legt eine Wechselspannung an die Teilnehmerleitung an, die in Abhängigkeit von dem Zweck der Messung entweder eine niedrige Frequenz oder eine hohe Frequenz aufweist. Der Zustand der Teilnehmerschleife bestimmt die Wirkung des angelegten Signals in dem SLIC-Eingangsanschluss und dementsprechend in dem zugehörigen Ausgangsanschluss. Ergebnisse von Niedrig- und Hochfrequenzmessungen werden miteinander verglichen und es ist einfach, von diesen Ergebnissen herauszufinden, ob ein Kurzschluss in der Teilnehmerleitung vorliegt, ob die Leitung unterbrochen ist, ob das Telefon ausgehakt ist und ob die Läutschaltung des Telefons fehlerhaft ist.
  • Die SLIC-Schaltung selbst beinhaltet eine Schleifenidentifikation, die auf einem Vergleich des Stromverbrauchs der Teilnehmerleitung mit einem Grenzwert beruht. Diese Funktion findet heraus, ob die Gabel ausgehakt oder eingehängt ist. Digitale Endgeräte verwenden bereits einen Signalprozessor, mit dem ein A/D-Wandler, üblicherweise eine PCM-Codier-/Decodiereinrichtung bzw. Codec-Einrichtung verbunden ist, der für seinen Teil mit dem SLIC-Ausgangsanschluss verbunden ist. Dem Signalprozessor kann die Aufgabe zugewiesen sein, notwendige Berechnungen auszuführen. Eine separate Berechnungsschaltung kann bei analogen Endgeräten verwendet werden.
  • Zum Herausfinden des Zustands der Bereitschaftsbatterie wird eine derartige Logikeinheit dem Endgerät oder einer zugehörigen Leistungszufuhreinheit bzw. Stromzufuhreinheit hinzugefügt, die einen Batteriezustandstest in Reaktion auf eine Nachricht von dem Netzwerk ausführt, die den Test startet. Der Test umfasst zumindest einen Batterieladungstest. Das Endgerät erzeugt dann eine Nachricht, in der Informationen über den Batteriezustand zu dem Netzwerk übertragen werden.
  • Zum Senden von den Test startenden Nachrichten von dem Netzwerk zu dem Endgerät und entsprechend zum Senden von Berichten von dem Endgerät zu dem Netzwerk wird ein vorhandenes Protokoll des zellularen Netzwerks verwendet, wenn es möglich ist. Ein analoges NMT-Netzwerk verwendet bestimmte Rahmen, die in den Spezifikationen definiert sind. Ein digitales Netzwerk verwendet ein SMS-Protokoll (Kurznachrichtendienst bzw. Sport Message Service) oder irgendein Übertragungsprotokoll, das auf einer SMS-Basis entwickelt wird. Der Test kann durch ein Netzwerkelement, wie bspw. ein Fernbetriebszentrum oder ein Teilnehmernetzwerkelement gestartet werden, wobei aber die Basisstation ebenso den Test starten kann und die Ergebnisse analysieren kann. Ein anderes Anwendungsprotokoll, das in einem digitalen zellularen Netzwerk verwendet wird, wird Unstructured Supplementary Service Data (USSD) genannt. Dieses Protokoll ist durch das European Telecommunication Standards Institute (ETSI) in der Spezifikation ETS 300 625, Januar 1995, vorgeschlagen worden. Sowohl eine Mobilstation als auch das Netzwerk sind in der Lage, unstrukturierte Stränge (strings) zu erzeugen, zu senden und zu empfangen. Nachdem die Mobilstation den Strang empfangen hat, verwirklicht es Operationen, die durch das Netzwerk angewiesen werden, erzeugt einen neuen Strang, der Ergebnisse beinhaltet, und überträgt den Strang zu dem Netzwerk.
  • Nachdem das Endgerät die Testnachricht empfangen hat, sucht es diejenige Funktionsspezifikation von einer gespeicherten Tabelle, auf die in der Nachricht Bezug genommen wird, und führt die in der Spezifikation definierten Aufgaben aus. Nach Abschluss der Aufgabe und einer Berechnung der Ergebnisse erzeugt das Endgerät eine Nachricht, die dem Protokoll entspricht, und überträgt diese zu dem Netzwerk.
  • Testfunktionen des Endgeräts können gestartet werden, wie es erforderlich ist, entweder mit einer regulären Wiederholung, lediglich zu einer bestimmten Zeit, wie bspw. nachts, sowie lediglich einige Endgeräte betreffend oder alle Endgeräte betreffend. Eine Testanweisung kann eine einzelne Messung oder eine ganze Reihe von Messungen betreffen.
  • Liste der Figuren
  • Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten schematischen Figuren ausführlicher beschrieben. Es zeigen:
  • 1 das bekannte Prinzip einer Schleifenmessung,
  • 2 ein WLL-System,
  • 3 eine vereinfachte Darstellung einer erfindungsgemäßen Verbindung,
  • 4 ein praktisches Ausführungsbeispiel der Verbindung,
  • 5 eine erfindungsgemäße Verbindung in einem digitalen Endgerät,
  • 6 eine erste Anordnung zum Testen einer Bereitschaftsbatterie eines Endgeräts,
  • 7 eine weitere Anordnung zum Testen einer Bereitschaftsbatterie eines Endgeräts,
  • 8 ein Flussdiagramm von Funktionen, die durch ein Endgerät ausgeführt werden,
  • 9A und 9B Rahmen, die für eine Nachrichtenübertragung in einem analogen zellularen Netzwerk geeignet sind, und
  • 10 ein digitales zellulares Netzwerk, das mit erfindungsgemäßen Elementen ergänzt ist.
  • Ausführliche Beschreibung der Erfindung
  • In 3 ist eine Verbindungsanordnung in einem WLL-Endgerät gezeigt, die Schleifenmessungen ermöglicht. Die Markierungen in der Figur entsprechen den Markierungen gemäß 1 in anwendbaren Teilen. Ein wesentlicher Unterschied bezüglich der Teilnehmerleitung besteht darin, dass die Teilnehmerleitung gemäß 1, die von dem Telefon zu der Vermittlungsstelle verläuft, lang ist, sogar mehrere Kilometer, wohingegen in dem WLL-Fall gemäß der Figur die Länge der Teilnehmerleitung, d. h. der Leitung, die von der Teilnehmerendgerätevorrichtung zu dem Endgerät verläuft, kurz ist, typischerweise lediglich wenige Meter, und das die Teilnehmerverbindung danach eine Funkverbindung ist.
  • Es sind lediglich für die Erfindung wesentliche Schaltungen bzw. Schaltkreise in dem WLL-Endgerät gezeigt, das durch eine gestrichelte Linie abgegrenzt ist. Sie umfassen eine herkömmliche SLIC-Schaltung, die für Telefonvermittlungsstellen vorgesehen ist und von mehreren Zulieferern verfügbar ist, sowie einen Wechselspannungsgenerator 31, einen Schalter 32 und einen Widerstand 33. Der SLIC-Eingangsanschluss wird durch Leitungen bzw. Drähten A und B eines Doppelkabels gebildet, welches die Teilnehmerleitung ist. Eine Reihenschaltung des Wechselspannungsgenerators 31, des gesteuerten Schalters 32 und des Widerstands 33 ist zwischen die Eingangspole der Schaltung geschaltet. Der Widerstandswert des Widerstands 33 ist gleich demjenigen der SLIC-Eingangsimpedanz R1, die für ihren Teil ungefähr gleich der Endgeräteimpedanz des Tonbereichs der Teilnehmerendgerätevorrichtung ist, d. h. der Impedanz, die bei niedrigen Frequenzen (auch Bezugszeichen R1) in einem ausgehakten Zustand gemessen wird. Wenn der Stecker der Teilnehmerleitung in eine Adaptereinheitsbuxe des Endgeräts gesteckt ist, sind sowohl die Teilnehmerschleife, der Wechselspannungsgenerator als auch die SLIC-Schaltung parallel geschaltet und eingepasst, wie es von dem Verbindungspunkt gesehen wird.
  • Es ist in Verbindung mit der Beschreibung des Standes der Technik angemerkt worden, dass herkömmliche SLIC-Schaltungen, die bspw. eine Schleifenidentifikation auf der Grundlage eines Vergleichs des Stromverbrauchs der Teilnehmerleitung mit einem Grenzwert beinhalten, eingesetzt werden können. Diese Funktion ermöglicht eine Identifikation des Gabelzustands des Telefons, d. h., ob sie eingehängt bzw. aufgelegt oder ausgehakt bzw. abgenommen ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht ebenso eine Trennung der Zustände
    a) ausgehaktes Telefon (d. h., ein Anruf findet statt, der Hörer ist auf dem Tisch vergessen worden oder ungenügend platziert worden) und b) ein Kurzschluss in der Teilnehmerleitung
    und der Zustände c) eine Teilnehmerleitung ist ausgeschaltet (d. h., die Leitung ist wirklich ausgeschaltet oder unterbrochen, oder die Läutschaltung des Telefons ist fehlerhaft oder unterbrochen) und d) der Hörer ist eingehängt und die Läutschaltung kann gesehen werden (d. h., alles ist in Ordnung) voneinander.
  • Diese Zustände können identifiziert werden, indem lediglich Wechselspannungen unterschiedliche Frequenzen an die Teilnehmerleitung von einem getrennten Signalgenerator angelegt werden. Auf die Zustände kann gefolgert werden, indem Signalpegel, die von dem Ausgangsanschluss eines SLIC-Verstärkers erhalten werden, bei unterschiedlichen Sequenzen miteinander verglichen werden. Das Folgern kann auf unterschiedliche Weise ausgeführt werden, wobei hiervon eine vorteilhafte Art nachstehend dargestellt ist.
  • Wenn keine Schleifenmessungen ausgeführt werden, ist der Schalter 32 offen und die SLIC-Schaltung ist in einem passiven Zustand. Wenn das Endgerät von dem Netzwerk eine Nachricht empfängt, die eine Schleifenmessung veranlasst, wird der Schalter 32 geschlossen und der Wechselspannungsgenerator 32 wird aktiviert.
  • Mehrere unterschiedliche Frequenzen können mit dem Generator gebildet werden, wobei ihre Wirkung nachstehend mit Hilfe einer Tabelle 1 dargestellt ist.
  • Figure 00200001
    Tabelle 1
  • Wenn der Generator eine beliebige Frequenz A(f) zuführt, wobei A die Amplitude und f die Frequenz ist, und der SLIC-Ausgangssignalpegel 0 ist, ist bekannt, dass die Teilnehmerleitung kurzgeschlossen ist. Der Grund hierfür liegt darin, dass, von dem Endgerät betrachtet, der Widerstand zwischen Leitungen A und B Null oder wenige Ohm beträgt, so dass die Generatorabzweigung kurzgeschlossen ist, wobei aus diesem Grund kein Signal von dem SLIC-Empfängerausgangsanschluss empfangen wird. Dies ist der Fall, sei es, dass die Gabel ausgehakt oder eingehängt ist.
  • Wenn der Generator eine beliebige Frequenz A(f) zuführt und der SLIC-Ausgangspegel 1/2A ist, ist bekannt, dass die Teilnehmerleitung ausgeschaltet oder unverbunden ist. Der Grund hierfür liegt darin, dass, da die Impedanz zu der Teilnehmerleitung unendlich ist, die durch den Generator angelegte Spannung gleichmäßig zwischen dem Generatorwiderstand 33 und dem SLIC-Eingangswiderstand R1 aufgeteilt wird (die Widerstände sind gleich groß). Somit wird von dem SLIC-Ausgangsanschluss eine derartige Spannung empfangen, deren Amplitude exakt eine Hälfte der Amplitude A der Spannung des Generators 31 ist. Dies ist der Fall, sei es, dass die Kabel ausgehakt oder eingehängt ist. Die durch den Generator gegebene Frequenz weist in diesem Fall ebenso keine Bedeutung auf.
  • Die Frequenz ist von Bedeutung, wenn die Teilnehmerleitung in Ordnung ist und wenn der Betrieb der Läutschaltung des Telefons, der Gleichspannungswiderstand des Telefons und Tonbereichsimpedanzen untersucht werden. Die Abschaltfrequenz der Läutschaltung des Telefons, die als eine RC-Reihenschaltung in 3 gezeigt ist, liegt in dem Bereich von 0,5 ... 1 kHz. Wenn die Frequenz der durch den Generator 31 angelegten Wechselspannung darüber hinaus vergrößert wird, d. h., A(f) > Ausschaltfrequenz der Läutschaltung, und A(f) bspw. eine Wechselspannung von 4 kHz ist, stellt der Kondensator C der Läutschaltung lediglich einen niedrigen Widerstand dar, so dass die Teilnehmerleitungsimpedanz verringert ist, was zu einer Verringerung der SLIC-Eingangsspannung und somit ebenso der Ausgangsspannung führt. Daraus kann gefolgert werden, dass die Läutschaltung in Ordnung ist. Der eingehängte Zustand ist bekannt.
  • Wenn in der vorstehend beschriebenen Messung, in der A(f) > Abschaltfrequenz der Läutschaltung ist, der SLIC-Ausgangspegel nicht verändert wird, wird gefolgert, dass die Läutschaltung fehlerhaft ist.
  • Wenn die Generatorfrequenz unter die Abschaltfrequenz der Läutschaltung verringert wird, d. h. A(f) < Abschaltfrequenz der Läutschaltung, und A(f) bspw. eine Wechselspannung von 50 Hz ist, ist es möglich, auf Gleichstromimpedanzen, die dem Gabelzustand entsprechen, zu schließen. Wenn die Gabel eingehängt ist, sieht der SLIC-Eingangsanschluss die Teilnehmerleitungs-Gleichstromimpedanz als hoch, und wenn die Gabel ausgehakt ist, wodurch die Läutschaltung keine Wirkung hat, sieht die SLIC-Schaltung den Wert der Telefonendgeräteimpedanz R1.
  • Indem die Generatorzufuhr die Frequenz A(f) > Abschaltfrequenz der Läutschaltung aufweist, wird herausgefunden, ob die Tonbereichsimpedanzen so sind, wie sie sein sollten.
  • Wenn die SLIC-Schaltung mit einer PCM-Codier-/Decodiereinrichtung (PCM-Codec-Einrichtung) verbunden ist, könnte gedacht werden, dass ein Signalgenerator der Codier-/Decodiereinrichtung verwendet wird, dessen Signal außerhalb der Schaltung über einen internen Zufuhrverstärker der SLIC verfügbar ist. Er kann jedoch nicht als ein Signalgenerator 31 entsprechend der Erfindung verwendet werden, da die Hybridfunktion der SLIC-Schaltung verhindert, dass das Signal der Codier-/Decodiereinrichtung in der Empfängerverzweigung empfangen wird, wenn keine Phasendifferenz zwischen dem gesendeten Signal und dem empfangenen Signal bewirkt wird. Eine Phasendifferenz kann sich natürlich ergeben, wenn die SLIC-Schaltung auf die herkömmliche Weise in der Telefonvermittlungsstelle eines Festnetzwerks verwendet wird, wodurch die Teilnehmerleitung oftmals lang genug ist und das gesendete Signal von dem Teilnehmergerätevorrichtungsende zurückreflektiert wird. In dem WLL-Fall ist die Teilnehmerleitung viel zu kurz für die Erzeugung irgendeiner Phasendifferenz.
  • Die Schleifenmessungsverbindung gemäß 3 ist vorzugsweise gemäß 4 implementiert. Gemäß 4 wird ein Messsignal mittels eines Schalters 46, eines Kondensators 42, der sich um die Gleichstromdifferenz kümmert, und eines Widerstands 41 zu einer Leitung A des Doppelkabels gebracht. Während die Messung stattfindet, ist die andere Kabelverzweigung mit einem Schalter 45 mit der Erdung der Schaltung vom Standpunkt einer Wechselspannung über einen Kondensator 44, der sich um die Gleichstromdifferenz kümmert, und über einen Widerstand 43 verbunden. Die Kondensatoren werden benötigt, um den Arbeitspunkt des SLIC-Eingangsverstärkers in einem linearen Bereich zu halten und sie müssen derart dimensioniert sein, dass sie das Messergebnis nicht negativ beeinflussen, wenn niedrigere Messfrequenzen verwendet werden. Ein Rechteckwellensignal mit einem Spannungsbereich von 0 V–5 V, das von dem PWM-Gatter eines Mikroprozessors (47), der sich in dem Endgerät befindet, verfügbar ist, wird als ein Signalgenerator verwendet. Da das Signal ebenso hohe Frequenzen neben einer niedrigen Grundfrequenz umfasst, müssen diese Frequenzen durch ein Tiefpassfilter gefiltert werden. Eine Filtrierung kann auf einfache Weise ausgeführt werden, wenn die Messalgorithmen mit einem Signalprozessor, der auch andernfalls in dem Endgerät beinhaltet ist, implementiert werden.
  • Die Schalter 45 und 46 können durch BJT-Transistoren oder FET implementiert werden. Wie es ersichtlich ist, erfordert eine Implementierung der Messfunktion lediglich ein paar Widerstände und Kondensatoren sowie einige Schalttransistoren, aber da die Schalter in der Messschaltung sind und sie von der Teilnehmerleitung gleichstromgetrennt sind, ist die Implementierung preiswert und einfach.
  • In 5 ist eine prinzipielle Darstellung eines digitalen WLL-Endgeräts gezeigt, wobei Blöcke, die für die Erfindung wesentlich sind, neben der bereits beschriebenen SLIC-Schaltung und der Verbindung 31, 32, 33, die eine Wechselspannung bei der Teilnehmerschleife erzeugt, gezeigt sind. Der Adapterteil des Endgeräts weist bereits eine PCM-Codier-/Decodiereinrichtung 41 auf, die das PCM-Sprachsignal von dem Netzwerk in ein analoges Signal und entsprechend das analoge Signal von der Teilnehmerendgerätevorrichtung in ein PCM-codiertes Signal für eine weitere Übertragung auf dem Funkwege umwandelt. Der PCM-Block beinhaltet hier sowohl A/D- als auch D/A-Wandler. Eine Basisbandsignalverarbeitung wird in einem Signalprozessor DSP, 42, ausgeführt, der Übertragungsrahmen von einem Bitstrom bildet, der durch den PCM-Block aus einem Analogsignal erzeugt wird, das von der Teilnehmerendgerätevorrichtung ankommt. Die Übertragungsrahmen sind kanalkodiert und eine RF- bzw. HF-Einheit 44 überträgt Übertragungsrahmen zu der Basisstation. Die Funktion ist ähnlich zu der, wenn die Übertragungsrahmen durch die Basisstation gesendet werden und durch das Endgerät empfangen werden.
  • Operationen werden durch eine MCU (Main Controller Unit bzw. Hauptsteuerungseinheit) 43 des Endgeräts gesteuert, die einen Mikroprozessor und die erforderliche Software beinhaltet. Dies alles ist für einen Fachmann ersichtlich.
  • Erfindungsgemäß überträgt die Bedienungsperson derartige Nachrichten zu dem Endgerät, die eine Anzeige beinhalten, eine bestimmte Messfunktion auszuführen. In der Figur ist dies durch einen "Messungsnachricht"-Kasten veranschaulicht. Dementsprechend sendet das Endgerät, nachdem die Messungen ausgeführt worden sind, eine Messberichtsnachricht zu der Bedienungsperson, was in der Figur durch eine "Ergebnis"-Nachricht veranschaulicht ist. In Abhängigkeit von dem WLL-Anwendungsnetzwerk wird immer die Standardnachricht des Netzwerks oder ein anderer geeigneter Kommunikationsmechanismus verwendet, wenn es möglich ist.
  • Über das Netzwerk ankommende Nachrichten können ebenso eine Anweisung beinhalten, einen Test des Zustands von Bereitschaftsbatterien auszuführen.
  • Bereitschaftsbatterien werden verwendet, um die elektrische Leistungs- bzw. Stromzufuhr für das Endgerät im Falle einer Fehlfunktion in der versorgenden elektrischen Stromhauptleitung sicherzustellen. Wenn keine elektrische Stromhauptleitung vorhanden ist, fungieren die Batterien als die primäre Stromquelle. Der Vorteil, der durch Bereitschaftsbatterien gegeben wird, wird jedoch nicht erreicht, wenn die Bereitschaftsbatterien aus irgendeinem Grund zu langsam aufgeladen werden. Durch Hinzufügen eines Batteriezustandstests zu den Ferntestfunktionen kann die Bedienungsperson den Teilnehmer rechtzeitig über unzureichend geladene Batterien informieren und der Teilnehmer kann dann die erforderlichen Schritte rechtzeitig unternehmen.
  • In 6 und 7 ist eine Anordnung zum Testen von Batterien gezeigt. Für den Test ist eine Logikeinheit 63 erforderlich, die durch das Endgerät gesteuert die Funktion ausführt, welche durch die Messungsnachricht spezifiziert ist, d. h. den Batterietest. Die Logikeinheit kann sich in der Bereitschaftsbatterieeinheit (62) befinden, wie es in 6 gezeigt ist, oder sie kann als ein Teil des WLL-Endgeräts (61) platziert sein, wie es in 7 gezeigt ist. Die nachstehend beschriebenen Aufgaben sind der Logikeinheit zugewiesen:
    Einschalten und Ausschalten des Aufladestroms der Aufladeeinrichtung zu der Batterie,
    Verbinden einer Testlast mit der Batteriespannung,
    Lesen der Batteriespannung und
    möglicherweise Untersuchen der Batteriegröße und des Herstellers.
  • Wenn die Messungsnachricht eine Nachricht beinhaltet, einen Bereitschaftsbatteriezustandstest auszuführen, wird ein Batterieladungstest ausgeführt. Die Hauptsteuerungseinheit steuert das MCU-Logikbauelement 63, um den Versorgungsstrom einer Aufladeeinrichtung 64 von den Batterien auszuschalten. Die Batteriespannung wird dann über die Steuerungsleitung gelesen. Da die Batteriespannung eine analoge Größe ist, muss eine der A/D-Leitungen der MCU für diese Aufgabe verwendet werden. Nach dem Lesen der Batteriespannung schaltet die Logikeinheit eine Testlast zwischen die Batteriepole, entlädt die Batterien bei der Testlast für eine vorbestimmt Zeit und ließt wieder die Batteriespannung, nachdem diese Zeit vergangen ist. Somit sind Informationen über die Anfangs-Batteriespannung, einen Entladestrom und eine Spannung nach der Entladezeit empfangen worden. Diese Informationen werden in die Ergebnisnachricht eingegeben und in dem Netzwerk übertragen. Vor der Übertragung kann das Endgerät eine Anfangsverarbeitung der Ergebnisse ausführen. Durch Analysieren der Ergebnisse erzeugt das Netzwerk eine Warnungs- oder Alarmnachricht, wie es erforderlich ist, die zu dem Endgerät weitergeleitet wird.
  • Die Batteriegröße und der Hersteller können ebenso untersucht werden. Dies wird ausgeführt, indem irgendein bekanntes Verfahren, wie bspw. ein Untersuchen desjenigen Widerstands, der sich in der Batterie befindet und der die Batteriegröße und den Hersteller anzeigt, ausgeführt wird. Die A/D-Leitung der MCU wird ebenso für diese Aufgabe verwendet.
  • Es ist ebenso möglich, den Batteriezustand ohne Verwenden einer getrennten Logikeinheit zu untersuchen, wodurch die Überprüfung lediglich ausgeführt wird, wenn die Aufladeeinrichtung den zugehörigen Versorgungsstrom verliert. Wenn das Endgerät herausfindet, dass die Aufladeeinrichtung keinen Strom abgibt, wodurch das Endgerät von der Stromzufuhr von der Batterie abhängig ist, misst es für eine bestimmte Zeit den Spannungsabfall der Batterie über diese Zeit. Es überträgt die Ergebnisse zu dem Netzwerk entweder nach einer vorausgehenden Verarbeitung oder ohne eine vorausgehende Verarbeitung.
  • Dieses Verfahren weist den Vorteil auf, das keine getrennte Logikeinheit erforderlich ist, um die Aufladeeinrichtung von der Batterie zu trennen und sie damit wieder zu verbinden oder um eine getrennte Testlast an die Batteriepole anzuschließen.
  • In 8 ist ein Flussdiagramm der Schritte gezeigt, die durch das Endgerät unternommen werden, nachdem es eine Messungsnachricht empfangen hat. Die Funktionen starten, nachdem das Endgerät eine Nachricht über Funk empfangen hat, die eine Anzeige zur Ausführung einer Messung sowie Informationen darüber, welche Messfunktionen es ausführen muss, beinhaltet. Das Endgerät sucht dann eine Messfunktionsspezifikation aus einer Tabelle, die in dem Speicher gespeichert ist, 5. Jede Spezifikation ist ein bestimmter Anweisungssatz, der unter einer Prozessorsteuerung ausgeführt wird. Die Messungen können Schleifenmessungen sowie Messungen sein, die die Endgeräteadaptereinheit und/oder den Betrieb der Funkeinheit betreffen. Nachdem die Messungen ausgeführt worden sind und die Messwerte erhalten worden sind, bildet das Endgerät eine Nachricht entsprechend dem System, die Messwerte und, wenn es erforderlich ist, ebenso Informationen darüber beinhaltet, wo die Messungen ausgeführt worden sind. Die Informationen können ein Bezug auf ein Identifikationselement in der empfangenen Messungsnachricht sein. Das Endgerät nimmt dann einen zugehörigen Leerlaufzustand an. Messungsnachrichten können empfangen werden und Ergebnisnachrichten können gesendet werden, auch wenn der Benutzer eine Verkehrsverbindung mit dem Netzwerk hat, d. h. während eines Anrufs, während des Sendens eine Faxes usw.
  • Wenn das System ein zellulares NMT-900-System ist, kann die Nachricht, die die Messfunktion startet, mit dem Rahmen 1a, der in Punkt 4.3.2.1 der NMT-Spezifikation NMT DOC 900-1 vom Januar 1995 (Anrufkanalanzeige allgemein) definiert ist, 1a' (Anrufkanalanzeige für eine MS-Gruppe A), 1a'' (Anrufkanalanzeige für eine MS-Gruppe B) oder 1b (kombinierte Anrufs- und Verkehrskanalanzeige) gesendet werden.
  • In 9A ist die allgemeine Form der Felder von Rahmen, die in einer Abwärtsstrecken-Richtung bzw. Downlink-Richtung zu senden sind, gezeigt. Nach den Feldern für eine Kanalzahl, ein Präfix, eine Verkehrsbereichszahl und ein Telefonidentifikationselement gibt es ein Feld, das für Daten von 3 Stellen bzw. Digits (hexadezimale Zeichen), d. h. von 12 Bits reserviert ist. In Rahmen 1a und 1b bilden das Informationsfeld und das Telefonidentifikationselementfeld gemeinsam ein Feld, das für zusätzliche Informationen reserviert ist, wodurch ein Feld für 10 Zahlen (Stellen) erhalten wird. Unter bestimmten Bedingungen kann das Telefonidentifikationselementfeld ebenso in Rahmen 1a' und 1a'' für zusätzliche Informationen verwendet werden. In diesen Standardrahmen können zumindest die Bits des Informationsfelds zur Definition der Messungsaufgabe verwendet werden. Mit 12 Bits können insgesamt 212 unterschiedliche Aufgaben definiert werden, was ausreichend ist. Eine Zahl ist ausreichend, um anzugeben, dass die Aufgabe eine Messungsaufgabe ist, die durch das Endgerät auszuführen ist, wodurch weiterhin 28 = 256 Alternativen zur Definition der Aufgaben verbleiben.
  • Wenn es die Nachricht empfangen hat, sucht das Endgerät die Tabelle in dem zugehörigen Speicher nach der Definition einer Funktion ab, die dem Bitmuster entspricht, führt die Funktion aus, und überträgt die Ergebnisse zu dem Netzwerk. Sie können standardmäßig entsprechend 9B in einer Rahmenstruktur der Aufwärtsstreckenrichtung bzw. Uplink-Richtung insbesondere in den Rahmen gesendet werden, die in Punkten 10a (Anrufbestätigung von MS auf Anrufskanal und Zugriffe auf Zugriffskanal, verkürzter Rahmen) und 10d (Anrufsbestätigung von MS bei dem Alternativ-Anruftyp auf kombinierten CC/TC, verkürzter Rahmen) der Spezifikation definiert sind. Ihr 5-Stellen-Informationsfeld (20 Bits) ist ausreichend, um alle möglichen Messergebnisse und Messungsaufgaben zu identifizieren. Es ist eine derartige Prozedur möglich, bei der in der Nachricht 1 Stelle die ausgeführte Messungsaufgabe identifiziert und die verbleibenden vier Stellen verwendet werden, um die Messergebnisse anzuzeigen. Vier Stellen bedeuten 16 Bits, was eine ausreichende Zahl zur Angabe der Ergebnisse ist.
  • Die vorstehende Beschreibung darüber, wie Rahmen verwendet werden, dient lediglich zur Anregung und zur Veranschaulichung, dass eine Rahmenstruktur entsprechend dem NMT-900-Standard als solche eine Weiterleitung von Messungsaufgabennachrichten und Messberichtnachrichten in einem zellularen Analognetzwerk ermöglicht.
  • In einem WLL-System, das auf einem digitalen zellularen System beruht, ist es von Vorteil, einen SMS (Short Message Service bzw. Kurznachrichtendienst) des Systems oder ein Protokoll, das auf SMS aufbaut, zum Senden der Nachricht zu verwenden, die die Messfunktion startet. Der Kurznachrichtendienst des zellularen GSM-Systems ist bspw. in dem Standard ETS 300 502 definiert.
  • Eine Kurznachricht kann von einem Punkt-Zu-Punkt-Typ sein, wodurch es möglich ist, zwischen SMS-MT/PP (Mobile Terminating Short Message Service, Point-to-Point bzw. bei Mobilstation endender Kurznachrichtendienst, Punkt-Zu-Punkt) und SMS-MO/PP (Mobile Originating Short Message, Point-to-Point bzw. von Mobilstation stammender Kurznachrichtendienst, Punkt-Zu-Punkt) zu unterscheiden. Zusätzlich kann das Netzwerk Kurznachrichten des Rundfunk- bzw. Rundsendetyps, SMS-CB (Cell Broadcast Short Message Service bzw. Zellenrundfunk-Kurznachrichtendienst), senden. Die maximale Länge einer Kurznachricht ist 140 Bytes oder 160 ASCII-Zeichen von jeweils 7 Bit. Das zellulare Netzwerk weist ein spezielles SMSC (Short Message Service Center bzw. Kurznachrichtendienstzentrum) auf, das speichert, puffert und Nachrichten weiterleitet. In der Praxis ist das SMSC eine Arbeitsstation. Wenn eine Kurznachricht entweder von einem PSTN-Netzwerk oder von einer Mobilstation gesendet wird, wird sie immer zu einem Dienstzentrum gesendet, welches sie dann weitersendet. Somit gehen alle Kurznachrichten durch das SMSC. Wenn eine Kurznachricht bei einer Mobilstation endet, erlaubt der GSM-Standard ebenso die Antwort/Bestätigung der Empfangseinrichtung in der Kurznachricht, wobei diese Antwort durch das SMSC zu der Sendeeinrichtung weitergeleitet wird.
  • In 10 ist ein WLL-System, das auf einem zellularen GSM/DCS-System beruht, gezeigt. Es sind diejenigen Elemente in dem zellularen System gezeigt, die bei einer Übertragung von Messungsnachrichten und Messergebnisnachrichten gemäß der Erfindung verwendet werden. Es ist anzumerken, das beinahe alle Elemente in den vorhandenen zellularen Netzwerken bereits vorhanden sind. Elemente, die das vorliegende zellulare System betreffen, befinden sich innerhalb der gestrichelten Linie. Diese Element sind die Mobilvermittlungsstelle 81, über die das zellulare Netzwerk mit dem PSTN/ISDN-Netzwerk verbunden ist, ein OMC (Operation & Maintenance Center bzw. Betriebs- und Wartungszentrum) (85) des zellularen Netzwerks, das bspw. eine Arbeitsstation ist, welche unter einer Verwaltungssoftware des Netzwerks läuft. Eine Ausdruckeinheit 86 ist mit der Arbeitsstation verbunden. Zusätzlich beinhaltet das Netzwerk ein SMSC (Short Message Service Center) 87, das in der Praxis eine Arbeitsstation mit Software ist, und Basisstationssteuerungsvorrichtungen 82 sowie Basisstationen 83, 84.
  • Neben den vorhandenen Elementen erfordert die erfindungsgemäße Anordnung ein Netzwerkelement, das durch Bezugszeichen 88 angezeigt ist, d. h. ein ROC (Remote Operation Center bzw. Fernbetriebszentrum), das eine Arbeitsstation oder, in kleinen WLL-Netzwerken, ein üblicher PC sein kann, der bei einer allgemeinen Verwendung die Verwaltungssoftware für die WLL-Endgeräte ablaufen lässt. Es ist mit einer Ausdruckeinheit 89 zum Ausdrucken von Berichten auf Papier verbunden. Es ist möglich, das ROC mit dem OMC zu integrieren, oder sie können getrennt sein, wie es in der Figur gezeigt ist.
  • Das ROC 88 bildet Messungsaufgabennachrichten, die Aufgabendefinitionen und die Adresse des WLL-Endgeräts oder der WLL-Endgeräte beinhalten, die der Gegenstand sind, wobei die Kurznachricht zu dem Dienstzentrum 87 gesendet wird, die auf bekannte Weise die Kurznachrichten zu ihrem Ziel weiterleitet. Das ROC bildet bspw. eine Nachricht, die eine Messungsaufgabe für ein WLL-Endgerät 810 betrifft. Die Nachricht startet von dem ROC mit einem Standard-SMS-Protokoll und geht zu dem Kurznachrichtendienstzentrum 87, das sie zu der Mobilvermittlungsstelle 81 und mittels einer Basisstationssteuerungsvorrichtung 82 zu der Basisstation 84 in dem Ortsbereich, in dem sich das Endgerät 810 befindet, weiterleitet. Die Basisstation sendet die Kurznachricht weiter zu dem WLL-Endgerät 810, das das Ziel ist und das die Nachricht empfängt und dann arbeitet, wie es in Verbindung mit den 5 und 6 beschrieben ist. Nach den Messungen bildet das Endgerät eine Kurznachricht, die sie an das Fernbetriebszentrum ROC 88 richtet. Entsprechend dem üblichen Kurznachrichtenprotokoll schreitet die Kurznachricht, die Messergebnisse beinhaltet, zu dem Kurznachrichtenzentrum 87 voran, welches sie weiter zu dem ROC 88 leitet.
  • Die vorstehende Beschreibung ist eine Darstellung eines Verfahrens zum Senden von Messungsnachrichten unter Verwendung eines Kurznachrichtendienstes. Eine derartige Anordnung erfordert keine Änderungen in dem Netzwerk oder in den darin verwendeten Protokollen. Der Schutzbereich der Patentansprüche erlaubt ebenso viele andere unterschiedliche Wege zur Implementierung der Erfindung. Unterschiedliche Hersteller können ebenso andere verbesserte Mechanismen zum Aufrufen der Funktionen in dem Endgerät von einem Fernbetriebszentrum verwenden. Diese Mechanismen sind Datenübertragungsprotokolle, die mit SMS als eine Grundlage entwickelt sind. Ein derartiges ist das Radio-Local-Net-(RLN-)Übertragungsprotokoll, das durch den Anmelder entwickelt ist, welches zum Senden derartiger Anrufe über das Übertragungsnetzwerk verwendet werden kann, die gewünschte Funktionen in einem Fern-Endgerät starten.

Claims (24)

  1. Verfahren zum Fern-Testen einer drahtlosen Teilnehmerverbindung in einem System, in dem eine Teilnehmerendgerätevorrichtung (5) durch eine Verbindungsleitung mit einer Adaptereinheit (4) eines Endgeräts verbunden ist, und in dem ein Teil der Teilnehmerverbindung durch eine Funkverbindung zwischen einer Funkeinheit des Endgeräts (4) und einer Basisstation (2) gebildet ist, wobei das Endgerät erste Testfunktionen zum Messen des Zustands einer Bereitschafts-Batterie und zum Senden von Testergebnissen durch die Funkeinheit zur Basisstation umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen der Teilnehmerendgerätevorrichtung und der Adaptereinheit durch einen in der Adaptereinheit enthaltenen Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltkreis (SLIC) implementiert ist, das Endgerät zweite Testfunktionen durchführt, wobei die zweiten Testfunktionen ein Testen des Endgeräts, der Teilnehmerendgerätevorrichtung und der Verbindung zwischen diesen umfassen, eine die gewünschten Testfunktionen startende Nachricht durch die Funkverbindung zum Endgerät gesendet wird, und die Testfunktionen, auf die sich die Nachricht bezieht, ansprechend auf die Nachricht durchgeführt werden.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Testfunktionen Schleifenmessungen umfassen.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Signalgenerator (31) mit dem Eingang des Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltkreises (SLIC) parallel verbunden ist und eine änderbare Frequenz zuführt, wobei der Zustand der Verbindungsleitung und der Teilnehmerendgerätevorrichtung anhand der Ausgabe des Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltkreises (SLIC) bestimmt wird.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Teilnehmerendgerätevorrichtung ein Telefon ist, eine vorbestimmte Frequenz ausgewählt wird, mit der Impedanzmessungen durchgeführt werden.
  5. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Teilnehmerendgerätevorrichtung ein Telefon ist, eine Frequenz ausgewählt wird, die niedriger als die Eckfrequenz des Klingelschaltkreises ist, wobei ein Widerstand entsprechend einer Gleichspannungs-Situation gemessen wird.
  6. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Teilnehmerendgerätevorrichtung ein Telefon ist, eine Frequenz ausgewählt wird, die höher als die Eckfrequenz des Klingelschaltkreises ist, wobei der Zustand des Klingelschaltkreises bestimmt wird.
  7. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangsimpedanz des Teilnehmerverbindungsschaltkreises und die Impedanz des parallel geschalteten Signalgeneratorschaltkreises angepasst sind, wobei die Testfunktionen bestimmen, dass die Verbindungsleitung unterbrochen oder lose ist, wenn die Ausgangsspannungsamplitude des Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltkreises (SLIC) die Hälfte der Amplitude der durch den Generator zugeführten Spannung beträgt.
  8. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Testfunktionen startende Nachricht und die Testergebnisse mit einem in einem Funksystem verwendeten Protokoll übertragen werden.
  9. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkschnittstelle der NMT-900-Spezifikation entspricht, und sowohl die Testfunktionen startenden Nachrichten als auch die Testergebnisse in Signalisierungsrahmen gemäß der NMT-900-Spezifikation übertragen werden.
  10. Endgerät in einem Funksystem einer drahtlosen Teilnehmerverbindung, wobei das Endgerät aufweist: eine Adaptereinheit, die dazu angepasst ist, das Endgerät durch eine Verbindungsleitung mit einer Teilnehmerendgerätevorrichtung zu verbinden, eine Funkeinheit, die dazu angepasst ist, einen Teil einer Teilnehmerverbindung durch eine Funkverbindung zwischen der Funkeinheit und der Basisstation zu bilden und Testergebnisse zur Basisstation zu senden, und erste Testfunktionen zur Messung des Zustands einer Bereitschafts-Batterie, dadurch gekennzeichnet, dass das Endgerät des Weiteren zweite Testfunktionen, die den Zustand des Endgeräts betreffende Tests umfassen, eine Verbindungsleitung und eine Teilnehmerendgerätevorrichtung aufweist, und das Endgerät des Weiteren eine Funktionseinrichtung aufweist, die dazu angepasst ist, die Testfunktionen zu starten und die gewünschten Testfunktionen ansprechend auf eine über die Funkverbindung empfangene Nachricht auszuführen, wobei die Funktionseinrichtung einen Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltkreis (SLIC) umfasst, der die Teilnehmerendgerätevorrichtung mit dem Endgerät verbindet.
  11. Endgerät gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinrichtung des Weiteren eine Einrichtung zum Erzeugen einer Wechselspannung umfasst, die mit dem Eingang des Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltkreises (SLIC) und der Verbindungsleitung parallel verbunden sein kann.
  12. Endgerät gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Endgerät eine im Speicher gespeicherte Tabelle umfasst, wobei die Tabelle Testfunktionsspezifikationen aufweist, und das Endgerät dazu angepasst ist, die Tabelle nach der Testfunktionsspezifikation zu durchsuchen und die Testfunktionen gemäß der Spezifikation ansprechend auf die die Testfunktionen startende Nachricht durchzuführen.
  13. Endgerät gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinrichtung eine Schalteinrichtung zum Anlegen einer Wechselspannung an die Teilnehmerschleife zum Durchführen einer Schleifenmessungsaufgabe umfasst.
  14. Endgerät gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Signalprozessor (42) funktionell mit dem Ausgang des Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltkreises (SLIC) verbunden ist, um bei den Tests notwendige Berechnungsoperationen durchzuführen.
  15. Endgerät gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung einer Wechselspannung durch ein von einem Mikroprozessor (43) verfügbares Wechselspannungssignal gebildet wird.
  16. Endgerät gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Endgerät mit einer Logikeinheit (63) verbunden ist, wobei die Logikeinheit dazu angepasst ist, ansprechend auf eine Bereitschafts-Batterie-Testnachricht eine Aufladeeinrichtung für die Bereitschafts-Batterie von der Stromversorgung zu trennen und für eine vorbestimmte Zeitperiode einen Testverbraucher an Batteriepole zu schalten, wobei während dieser Zeit die Änderung der Polspannung gemessen wird, und die Bereitschafts-Batterie-Aufladeeinrichtung an die Stromversorgung anzuschließen, wenn der Test vollendet ist.
  17. Endgerät gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Logikeinheit im Endgerät angeordnet ist.
  18. Endgerät gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Logikeinheit in Verbindung mit der Bereitschafts-Batterie angeordnet ist.
  19. Endgerät gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Einrichtung zur Bildung einer Nachricht gemäß einem Protokoll zur Verwendung in der Übertragungsverbindung umfasst, wobei die Nachricht die Testergebnisse enthält.
  20. System zur Implementierung einer drahtlosen Teilnehmerverbindung, das Basisstationen und Endgeräte umfasst, wobei die Endgeräte eine Funkeinheit und eine Adaptereinheit umfassen, wobei eine Teilnehmerendgerätevorrichtung durch eine Verbindungsleitung mit der Adaptereinheit von einem der Endgeräte verbunden ist, wodurch eine Funkverbindung einen Teil der Teilnehmerverbindung bildet, dadurch gekennzeichnet, dass das System aufweist: ein Netzwerkelement, das dazu angepasst ist, eine die Testfunktionen im einen Endgerät startende Nachricht zu bilden, einen durch die Adaptereinheit umfassten Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltkreis (SLIC), wodurch eine separate Teilnehmerendgerätevorrichtung dazu angepasst ist, durch Verwendung einer Verbindungsleitung mit der Teilnehmerleitungs-Schnittstelleneinheit (SLIC) verbunden zu sein, eine Testeinrichtung im Endgerät, die dazu angepasst ist, die in der empfangenen, die Testfunktionen startenden Nachricht angegebenen Testfunktionen durchzuführen, eine Einrichtung im Endgerät zum Senden der Testergebnisse zur Funkverbindung, und ein Übertragungsprotokoll zum Weiterreichen der Nachrichten durch das Datenübertragungsnetzwerk.
  21. System gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass es auf einem digitalen Zellular-Netzwerk basiert und dass das Übertragungsprotokoll ein im Kurznachrichtensystem des Netzwerks verwendetes Protokoll ist.
  22. System gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass es auf einem digitalen Zellular-Netzwerk basiert, und dass das Übertragungsprotokoll ein Protokoll ist, das anhand des Kurznachrichtensystem-Protokolls des Zellular-Netzwerks gebildet ist.
  23. System gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass es auf einem digitalen Zellular-Netzwerk basiert und dass das Übertragungsprotokoll ein Protokoll gemäß dem Europäischen Telekommunikationsstandard ETS 300625 ist.
  24. System gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Netzwerkelement gebildete Nachricht Daten enthält, die Teilnehmerleitungs-Schleifenmessungen im Endgerät starten.
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