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Die
vorliegende Übersetzung
betrifft neue Mittel zur Herstellung von Pflanzen, die Speicherproteine exprimieren,
die an Aminosäuren
angereichert sind, welche in den normalen Speicherproteinen nur
in ungenügenden
Mengen vorkommen, insbesondere an Lysin angereicherte Speicherproteine.
Außerdem
betrifft die Erfindung die so modifizierten Speicherproteine sowie
Pflanzen, die diese modifizierten Speicherproteine exprimieren.
Unter diesen Speicherproteinen betrifft die Erfindung Speicherproteine
aus der Familie der Zeine.
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Zahlreiche
Pflanzen, gegebenenfalls nach Transformation mittels chemisch-physikalischer
Schritte, sind ökonomisch
sehr wichtig für
die menschliche oder tierische Ernährung, und das Problem der
Verbesserung ihrer ernährungsphysiologischen
Eigenschaft hat bereits zu Forschung verschiedener Art geführt. Insbesondere
hat man, um dem Problem des Mangels an gewissen Aminosäuren in
den Speicherproteinen der Pflanzen zu begegnen, ausgewählte Sorten
produziert, die eine verbesserte ernährungsphysiologische Eigenschaft
aufweisen, bzw. wurden unterschiedliche Modifikationen vorgeschlagen,
bei denen gentechnische Methoden verwendet werden, um die Produktion
von insbesondere gewissen Aminosäuren,
die in ungenügenden Mengen
vorkommen, jedoch für
die ernährungsphysiologischen
Eigenschaften der Pflanze wichtig sind, zu begünstigen oder zu erhöhen. Bei
diesen Aminosäuren,
die in ungenügenden
Mengen vorkommen, handelt es sich zum Beispiel um Lysin oder Methionin.
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Im
Rahmen der vorliegenden Anmeldung haben die Erfinder vorgeschlagen,
dem Problem der züchterischen
Verbesserung von Pflanzen, insbesondere der züchterischen Verbesserung ihrer
ernährungsphysiologischen
Eigenschaften, mit einer neuen Lösung
zu begegnen, wobei man sich auf eine ökonomisch htige Pflanze, nämlich den
Mais, konzentriert hat. Genauer gesagt hat man sich für die Speicherproteine
des Endosperms der Maissamen interessiert, also für Proteine,
die insbesondere Zeine, ganz besonders γ-Zein, umfassen.
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Während der
Entwicklung der Maissamen synthetisieren die Endospermzellen Speicherproteine
in großen
Mengen, insbesondere α-, β- und γ-Zeine. Diese
Zeine werden in den vom endoplasmatischen Reticulum (ER) stammenden
Proteinkörpern
angereichert.
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Allgemein
stellen die Zeine eine komplexe Gruppe von Proteinen dar, die in
mehrere Gruppen, nämlich die α-, β- und γ-Zeine eingeteilt
werden (Larkins et al., 1989) und von einer Multigen-Familie codiert
werden (Hagen und Rubenstein, 1980, Gene 13, 239–249). Obwohl ihre Struktur
variiert, sind diesen Proteinen gewisse Merkmale gemeinsam, nämlich das
Vorliegen von in Tandemanordnung wiederholten Sequenzen, die reich an
prolinartigen Aminosäureresten
sind, in ihrer Primärstruktur,
das Vorhandensein von zahlreichen hydrophoben Resten, die die Unlöslichkeit
dieser Proteine in wäßrigen Medien
vermitteln, und das Fehlen von Lysinresten, die essentielle Aminosäuren für den Menschen
und Monogastrier sind. Das Fehlen von Lysin in allen Hauptproteinen
(die in hohen Mengen im Endosperm nachgewiesen werden), die natürlich von
der Familie der Zeine gebildet werden, führt zu einer sehr unausgewogenen
Aminosäurezusammensetzung
in Maissamen.
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Unter
diesen Proteinen ist das Mais-γ-Zein
ein Protein mit einem Molekulargewicht von 28 kDa, dessen Codiersequenz
in Form der cDNA von Prat et al. (Nucleic Acids Research, Bd. 13,
Nr. 5, 1985, S. 1494–1504)
beschrieben wurde. Die vollständige
Sequenz des Gens, das für
das γ-Zein
codiert, inklusive der nichtcodierenden Sequenzen stromaufwärts und
stromabwärts
mit den Expressionsregulationselementen wurde von Reina, M. et al.
(Nucleic Acids Research, Bd. 18, Nr. 21, 1990, S. 6426) beschrieben.
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Für die Erhöhung des
Lysingehalts von Proteinen der Zein-Familie hat man bis jetzt verschiedene
Ansätze
ins Auge gefaßt.
Es wurden genetische und molekulare Ansätze verwendet. So wurden zum
Beispiel Mutanten, mit denen lysinreicher Mais erhalten werden kann,
wie die Mutante Opaque-2 (o2) und die Mutante floury-2 (fl-2) (Mertz
et al., 1964, Science 145, 279–280,
Nelson et al., 1965, Science 150, 1469–1470) vorgeschlagen und es
wurden erste Versuche unternommen, um den negativen Auswirkungen
des Fehlens von gewissen Zeinklassen, insbesondere der α-Zeine, auf
die phenotypischen Eigenschaften entgegenzuwirken, und zwar durch
Selektion von Mais, der o2-modifizierende Gene enthält (Paez
et al., 1969, Plant Sci. 9, 251–252, Geetha
et al., 1991, Plant Cell 3, 1207–1219).
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Ein
anderer Ansatz besteht darin, daß man direkt auf die Produktion
von freiem Lysin einwirkt, insbesondere bei zweikeimblättrigen
Pflanzen. Diese Technik wurde so bewerkstelligt, daß man auf
die Deregulation von Schlüsselenzymen
(DHTPS und AK), die über
die Asparaginsäure
am Lysin-Biosynthesezyklus beteiligt sind, eingewirkt hat. Bei Versuchen
zur Transformation von Tabakplanzen mit E. coli-Bakterien, die die
dapA-Gene enthalten,
sowie E. coli-Bakterien, die das lysC-Gen enthalten, wurde ein beträchtlicher
Anstieg des Gehalts an freiem Lysin in den Blättern, jedoch nicht in den
Samen, erzielt (Shaul und Galili, 1992, Plant J. 2, 203–209 und
1993, Plant Mol. Biol. 23, 759–768;
Perl, A., Schaul O., Galili, G., 1992, Plant Molecular Biology, 19,
S. 815–823).
In jüngster
Zeit wurden dieselben Gene, dapA von Corynebacterium sowie lysC
von E. coli, verwendet und unter der Kontrolle eines samenspezifischen
Promotors in Sojapflanzen exprimiert. Die Expression dieser beiden
Enzyme in Soja hat zu einer fünffachen
Erhöhung
des Lysingehalts in den Samen geführt (Falco et al., 1995, BIO-Technology
13, 577–582).
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Andere
Autoren (Wallace et al., 1988, Science 240, 662–664) haben versucht, den Lysingehalt
von α-Zein
(19 kDa) von Maissamen dadurch zu erhöhen, daß sie punktuell Lysinreste
in unterschiedlichen Positionen in das α-Zein-Molekül eingeführt haben. Die Expression dieser
Konstrukte in Xenopus-Oocyten hat zu einer korrekten Assemblierung
von lysinreichen Zeinen in den Vesikeln, die den Proteinkörpern entsprechen, geführt. Bei
ihrer Exprimierung in Tabaksamen wurden jedoch das normale α-Zein sowie
die modifizierte, lysinangereicherte Form abgebaut (Othani et al.,
1991, Plant Mol. Biol. 16:117).
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Es
war also damals noch nichts über
Mittel bekannt, mit denen die Expression eines mit Lysin angereicherten
Zeins in den Zein auf natürliche
Weise produzierenden Zellen in Mais, also in den Endospermzellen, ermöglicht werden
könnte;
ganz zu schweigen von der Expression von mit Lysin angereicherten
Zeinen in anderen Pflanzenzellen.
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Eines
der Ziele der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung
von Mitteln, mit denen ein an Lysin angereichertes Zein, insbesondere
ein an Lysin angereichertes Mais-γ-Zein,
erhalten werden kann, wobei dieses Protein insbesondere in Mais-Samenzellen
und ganz besonders in den Endospermzellen exprimiert wird und wobei
das modifizierte Protein weiterhin so exprimiert wird, daß seine
Eigenschaften bezüglich
der Lokalisation und Akkumulation beim endoplasmatischen Reticulum
und davon stammenden Proteinkörpern
erhalten bleiben.
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Im
Zusammenhang mit der vorliegenden Anmeldung bedeutet der Ausdruck "an Lysin angereichert" daß das Protein
eine im Vergleich zu dem natürlichen
Protein, von dem es abstammt, eine erhöhte Anzahl Lysinreste aufweist,
zum Beispiel aufgrund einer Modifikation der Nukleotidsequenz, die
es exprimiert.
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Außerdem werden
in der Erfindung Mittel zur Erzielung der Expression von Proteinen,
vorzugsweise von an Lysin angereicherten γ-Zeinen, in Pflanzenzellen von
verschiedenen Geweben, zum Beispiel von Blattgeweben oder Wurzelgeweben,
sowie gegebenenfalls in Pflanzenzellen von Pflanzen, die das Protein,
insbesondere das γ-Zein,
nach dessen Produktion man trachtet, nicht auf natürliche Weise
exprimieren, vorgeschlagen.
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Gemäß einer
besonderen Ausführungsform
der Erfindung können
außerdem
andere Speicherproteine auf analoge Art und Weise mit Lysin angereichert
werden, ganz besonders Speicherproteine der Familie der Zeine.
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Zur
Durchführung
der Erfindung haben die Erfinder erstens vorgeschlagen, Sequenzen,
die für
an Lysin angereicherte Polypeptide codieren, in das Gen, das für das γ-Zein oder
für andere
Speicherproteine von Mais oder anderen Pflanzen codiert, bzw. in
die Sequenz, die dieses Gen codiert, einzuführen, um zur Produktion von
an Lysin angereicherten γ-Zeinen
oder anderen Proteinen und damit zu an Lysin angereicherten Samen
zu gelangen. Für
die Herstellung von so modifizierten Nukleotidsequenzen wurden unterschiedliche
Stellen der Sequenz, die für
das γ-Zein-Gen
codiert, als permissive Stellen (auch "neutrale Stellen" genannt) identifiziert.
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In
der vorliegenden Anmeldung werden daher Mittel für die Transformation des Gens,
das für
das Mais-γ-Zein
codiert, oder für
die Transformation jeglicher Nukleotidsequenz, die für das γ-Zein codiert
und von diesem Gen abgeleitet ist, vorgeschlagen, um ausgehend von
der Expression des modifizierten Gens oder allgemeiner ausgedruckt
der modifizierten Nukleotidsequenz zu einem an Lysin angereicherten
Protein zu gelangen; zu diesen Mitteln zählen insbesondere synthetische
Oligonukleotide, die für
eine Sequenz von Aminosäuren
mit Lysinresten codieren.
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Die
Erfindung betrifft auch rekombinante Nukleotidsequenzen oder chimäre Sequenzen,
die für
ein an Lysin angereichertes γ-Zein
codieren können.
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Ebenfalls
vom Rahmen der Erfindung umfaßt
sind Wirtszellen, die mit solchen Sequenzen transformiert sind,
insbesondere Pflanzenzellen, zum Beispiel Zellen, aus denen Pflanzen
regeneriert werden können, sowie
Pflanzen oder Pflanzenteile (Gewebe, Organe usw.), die solche Zellen
enthalten und die auf stabile Art und Weise modifizierte Speicherproteine,
insbesondere an Lysin angereicherte γ-Zeine, produzieren.
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Die
Erfindung betrifft weiterhin solche modifizierten Proteine, zum
Beispiel an Lysin angereicherte Proteine, sowie Antikörper gegen
diese Proteine, ganz besonders an Lysin angereicherte Speicherproteine
der Familie der Zeine.
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Ein
geeignetes Oligonukleotid für
die Durchführung
der Erfindung, das für
die Herstellung von rekombinanten Nukleotidsequenzen verwendet werden
kann, ist dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine Verknüpfung umfaßt, die
für ein
Polypeptid der Formel (P – K)n, in der:
- – n eine
ganze Zahl 2 oder darüber
bedeutet,
- – P
einen Prolin-Aminosäurerest
darstellt,
- – K
einen Lysin-Aminosäurerest
darstellt,
das Zeichen „–" eine Bindung zwischen den beiden Aminosäureresten,
insbesondere eine peptidartige Bindung, symbolisiert, wobei die
n Einheiten (P – K)
untereinander ebenfalls durch solche Bindungen, zum Beispiel peptidartige
Bindungen, gebunden sind, codiert.
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Ein
erfindungsgemäßes Oligonukleotid
ist daher in einer ersten Ausführungsform
dadurch gekennzeichnet, daß es
eine Sequenz umfaßt,
die für
eine Abfolge von Motivwiederholungen, die zwei Aminosäuren umfassen,
codiert.
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Die
Oligonukleotid-Codons können
für alle
Prolinreste und/oder für
alle Lysinreste identisch sein. Sie können entsprechend dem degenerierten
genetischen Code auch für
ein- und denselben Aminosäurerest
verschieden sein.
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Vorzugsweise
wird dieses Oligonukleotid von einer Sequenz gebildet, die für mehr als
zwei Einheiten (P – K)
codiert. Vorzugsweise ist n 30 oder darunter, insbesondere unter
20, und vorteilhafterweise gleich 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 oder
15.
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Die
erfindungsgemäßen "Oligonukleotide" können chemisch
auf jede verfügbare
Art und Weise synthetisiert werden.
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Der
Ausdruck "Polypeptid", der sich auf die
Verknüpfung
(P – K)n bezieht, bezeichnet im Zusammenhang mit
der vorliegenden Anmeldung eine Aminosäuresequenz mit mehr als 2 Aminosäureresten,
die bis zu 60 Aminosäurereste
umfassen kann.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung umfaßt
das Oligonukleotid mehrere Verkettungen, die für ein Polypeptid der Formel
(P – K)n codieren, die gleich oder verschieden sind
und die in Tandemordnung angeordnet sind.
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Bei
diesen Oligonukleotiden handelt es sich entweder um Wiederholungen
von ein- und derselben Verknüpfung
oder um Assoziationen von unterschiedlichen Verknüpfungen.
Die Anzahl der beteiligten Verknüpfungen
schwankt und kann zum Beispiel zwischen 2 und 10 Verknüpfungen
betragen.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist das oben definierte Oligonukleotid dadurch gekennzeichnet,
daß es
mindestens eine Verknüpfung
umfaßt,
die für
ein Polypeptid der Formel (P – K)n codiert, in der die Sequenz der n Einheiten
(P – K)
durch einen oder mehrere Aminosäurereste,
die von den Resten P oder K verschieden sind, unterbrochen ist.
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Vorzugsweise
werden die zusätzlichen
Aminosäuren,
die in die von den Einheiten (P – K) gebildete Sequenz eingebaut
werden, so ausgewählt,
daß sie
den Aufbau des von dem Oligonukleotid codierten Polypeptids nicht
modifizieren oder zumindest so, daß sie unter den Bedingungen,
die die Struktur und/oder Funktion und/oder Lokalisierung dieses
Proteins beeinflussen würden,
keine Wechselwirkung zwischen den Aminosäuren eines Proteins, in das
dieses Polypeptid eingebaut werden soll, hervorrufen.
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Dies
kann insbesondere dann der Fall sein, wenn die Anzahl der Einheiten
(P – K)
hoch ist oder wenn mehrere Verkettungen, die aus Sequenzen, die
für Motive
(P – K)n codieren, gebildet werden, in Tandemanordnung
angeordnet sind und wenn die Herstellung des entsprechenden Oligonukleotids
es erforderlich macht, daß mehrere
Nukleotidsequenzen synthetisiert werden, die anschließend zum
Beispiel mittels Linker zusammengefügt werden.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung ist das Oligonukleotid dergestalt, daß die Verkettung,
die für
das Polypeptid mit den n Einheiten (P – K) codiert, an seinem 5'- und/oder 3'-Ende durch ein oder
mehrere Codons vervollständigt
ist, die zum Beispiel für
mindestens einen Lysinrest am N-terminalen Ende des Polypeptids
codieren.
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Beispielsweise
ist ein bevorzugtes erfindungsgemäßes Oligonukleotid dadurch
gekennzeichnet, daß es
für ein
Polypeptid der Formel (P – K)n, der Formel K(P – K)4 oder
der Formel 2K(P – K)4 entspricht.
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Gemäß einer
besonderen Ausführungsform
entspricht die Zusammensetzung dieses Oligonukleotids einer der
auf den folgenden Seiten beschriebenen Sequenzen mit der Bezeichnung
SEQ ID No:1 und SEQ ID No:2.
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Die
oben beschriebenen Oligonukleotide sind grundlegende Mittel für die Erzeugung
von rekombinanten Nukleotidsequenzen, die an Lysin angereicherte
pflanzliche Speicherproteine oder -polypeptide exprimieren können.
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Die
Erfindung betrifft daher auch eine rekombinante Nukleotidsequenz,
die eine Verkettung von Nukleotiden umfaßt, die für ein pflanzliches Speicherprotein
codiert, dadurch gekennzeichnet, daß sie weiterhin ein erfindungsgemäßes Oligonukleotid
umfaßt,
das so an einer Stelle der Nukleotidverknüpfung insertiert ist, daß
- – man
durch die Expression der Nukleotidsequenz in einer bestimmten Pflanzenzelle
ein modifiziertes Speicherprotein erhält, das gleich oder ähnlich wie
das normale Speicherprotein, das unter den gleichen Bedingungen
in der gleichen Zelle durch die entsprechende codierende Nukleotidverknüpfung exprimiert
würde, lokalisiert
ist, und/oder
- – das
modifizierte Speicherprotein, das von der Nukleotidsequenz codiert
wird, von gegen das entsprechende normale Speicherprotein erzeugten
Antikörpern
immunologisch erkannt wird.
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Insbesondere
bestehen die oben genannten Antikörper aus einem polyklonalen
Serum oder werden gegen Epitope des normalen Speicherproteins erzeugt,
die in dem modifizierten Speicherprotein konserviert sind.
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Die
oben genannten pflanzlichen Zellen umfassen jegliche pflanzliche
Zelle ungeachtet ihres Ursprungsgewebes oder ihrer Art. Insbesondere
ist man im Rahmen der Erfindung an Zellen von Speicherorganen, jedoch
auch an Zellen von Blättern,
Stengeln, Knollen usw. interessiert.
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Unter
dem Begriff pflanzliches "Speicherprotein" versteht man im
Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ein während der
Samenreifung synthetisiertes Protein, das während der Keimungsphase als wichtigste
Nährstoffreserve
verwendet wird.
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Allgemein
handelt es sich um ein Polypeptid, das in einem Speichergewebe unabhängig von
der Lage innerhalb der Pflanze synthetisiert werden kann; bei den
im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendeten Speicherproteinen
handelt es sich insbesondere um solche, die in den Körnern oder
Samen von Pflanzen der Familie Getreide, Kreuzblütler oder Leguminosen produziert
werden, zum Beispiel die Prolamine und die Zeine.
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Die
Wahl der Insertionsstelle(n) des Oligonukleotids in der Verknüpfung, die
für das
Speicherprotein der Pflanze codiert, wird aufgrund der oben genannten
Bedingungen bestimmt. Die Insertion kann gegebenenfalls in einer
wiederholten Domäne
(in bezug auf Aminosäuren)
des Proteins oder an einem C- oder N-terminalen Ende erfolgen.
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Der
oben genannte Fall, wo die Expression der erfindungsgemäßen rekombinanten
Nukleotidsequenz in einer pflanzlichen Zelle es ermöglicht,
ein modifiziertes Speicherprotein zu gewinnen, dessen Lokalisierung gleich
oder ähnlich
wie die des normalen Speicherproteins ist, das unter den gleichen
Bedingungen in der gleichen pflanzlichen Zelle exprimiert werden
würde,
umfaßt
zum Beispiel bei den synthetisierten γ-Zeinen die Möglichkeit
der Akkumulation im endoplasmatischen Reticulum der pflanzlichen
Zellen, die diese exprimieren, insbesondere in den vom endoplasmatischen
Reticulum gebildeten Proteinkörpern,
wenn das Protein in den Endospermzellen exprimiert wird.
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Um
dies mit Hilfe der erfindungsgemäßen rekombinanten
Nukleotidsequenzen zu erreichen, werden aufgrund ihrer Funktionsfähigkeit
in dem Gewebe, das die transformierten Zellen enthält, Expressionssysteme gewählt, die
an die Wirtszelle angepaßt
sind, in der die gewählte
Nukleotidsequenz exprimiert wird, insbesondere Regulationselemente,
zum Beispiel Promoter. Tests für
die Durchführung
dieser Auswahl können
aufgrund der verschiedenen in den Beispielen beschriebenen Konstrukte
durchgeführt
werden.
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Um
zu überprüfen, daß die immunologischen
Eigenschaften des von der erfindungsgemäßen Nukleotidsequenz exprimierten,
modifizierten Speicherproteins nicht wesentlich verändert worden
sind, hat man zum Beispiel Antiseren wie das Antiserum αG2, das im
Versuchsteil unten genau beschrieben wird, verwendet.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung ist die rekombinante Nukleotidsequenz dadurch gekennzeichnet,
daß sie
ausgehend von einer Verkettung, die für Nukleotide codiert und die
zur Expression eines normalerweise lysinarmen Speicherproteins führt, erhalten
wird.
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Allgemein
codiert diese rekombinante Nukleotidsequenz für ein modifiziertes Speicherprotein,
das von einem Speicherprotein abstammt, welches auf natürlichem
Weg von einer in der tierischen oder menschlichen Ernährung verwendbaren
Pflanze produziert wird.
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Es
handelt sich also bei den Speicherproteinen, deren Lysingehalt im
Rahmen der vorliegenden Erfindung modifiziert wird, vorteilhafterweise
um Speicherproteine von Pflanzen der Familie Getreide, Leguminosen oder
Kreuzblütler.
Besonders wichtige Speicherproteine sind diejenigen des Maises,
insbesondere die Zeine, ganz besonders das Mais-γ-Zein, dessen Lysingehalt man
zu erhöhen
wünscht.
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Eine
besondere erfindungsgemäße rekombinante
Nukleotidsequenz ist dadurch gekennzeichnet, daß die für das Mais-γ-Zein codierende codierende
Nukleotidverknüpfung,
die sie enthält,
der in 9 dargestellten Sequenz entspricht.
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Andere
erfindungsgemäße rekombinante
Nukleotidsequenzen sind dadurch gekennzeichnet, daß die codierende
Nukleotidverknüpfung,
die sie enthalten, für
ein Speicherprotein einer Pflanze der Gruppe Soja, Sonnenblume,
Tabak, Weizen, Hafer, Luzerne, Reis, Raps, Sorghum und Arabidopsis
codiert.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist in der rekombinanten Nukleotidsequenz, die eine
für das
Mais-γ-Zein
codierende Verknüpfung
umfaßt,
das erfindungsgemäße Oligonukleotid
anstelle der Verkettung, die für
die Pro-X-Domäne
codiert, die im Mais-γ-Zein
natürlich
vorkommt, oder nach dieser Stelle insertiert. Die Pro-X-Domäne der Aminosäuresequenz
des Mais-γ-Zeins
besteht aus den Aminosäuren die
zwischen den Positionen 70 und 91 der in 9 dargestellten
Aminosäuresequenz
liegen, was den Nukleotiden 265 bis 330 der in 9 dargestellten
Sequenz entspricht.
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Vorzugsweise
liegt in der erfindungsgemäßen Nukleotidsequenz
das Oligonukleotid anstelle oder nach der Pro-X-Domäne, die
zwischen den Nukleotiden 276 und 357 der in 9 dargestellten
Sequenz vor.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist in der rekombinanten Nukleotidsequenz, die eine
für das
Mais-γ-Zein
codierende Verknüpfung
umfaßt,
das erfindungsgemäße Oligonukleotid
nach der Pro-X-Domäne,
die in der Sequenz des Mais-γ-Zeins
konserviert ist, insertiert.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist in der rekombinanten Nukleotidsequenz, die eine für das Mais-γ-Zein codierende Verknüpfung umfaßt, das
erfindungsgemäße Oligonukleotid
in die Pro-X-Domäne,
die in der Sequenz des γ-Zeins
erhalten bleibt, insertiert.
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Die
Insertionen, um die es oben geht, können mit verfügbaren Techniken
erzeugt werden, zum Beispiel mittels Rekombination von Sequenzen,
mit denen zuvor ein oder mehrere enzymatische Verdauungsschritte durchgeführt wurden.
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In
einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung wird ein an einer bestimmten Aminosäure angereichertes,
ausgewähltes
Speicherprotein in heterologen Pflanzenzellen exprimiert. Anders
ausgedrückt
wird ein in einer gegebenen Pflanze natürlich vorliegendes Speicherprotein
in aminosäureangereicherter
Form in einer anderen Pflanze oder in einer anderen Zelle, als derjenigen,
die es natürlich
produziert, exprimiert.
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Außer der
Verknüpfung,
die für
ein pflanzliches Speicherprotein und das erfindungsgemäße Oligonukleotid
codiert, können
erfindungsgemäße rekombinante
Nukleotidsequenzen auch noch einen Expressionspromotor umfassen,
zum Beispiel einen Promotor, der aufgrund seiner spezifischen Eigenschaft
für die
Expression in gewissen Pflanzenteilen oder -geweben gewählt wurde,
oder auch einen Promotor, der aufgrund seiner konstitutiven Eigenschaft
gewählt
wurde. So können
die Promoter, wenn sie spezifisch sind, für Samen und/oder für bestimmte
pflanzliche Organe oder Gewebe spezifisch sein. Sie können jedoch
auch oder gleichzeitig für
eine Wachstumsphase, zum Beispiel für ein bestimmtes Keimungsstadium,
spezifisch sein.
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Im
Gegensatz dazu ermöglicht
die Verwendung von konstitutiven Promotor die gleichbleibende und allgemeine
Expression des Speicherproteins, was zu einem Wettbewerb zwischen
der Expression des nativen Speicherproteins, falls vorhanden, und
dem modifizierten Speicherprotein führt.
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Beispielsweise
sind Promotor, die für
die Durchführung
der Erfindung vorteilhaft sind, der Promotor des Mais-γ-Zeins, der in der 1,7 kb großen Sequenz
enthalten ist, die stromaufwärts
der in 7 dargestellten Codiersequenz vorliegt, der Promotor
des Blumenkohlmosaikvirus, nämlich
der CaMV35S-Promotor (EP-B-0131623), der konstitutive Promotor des
Actin-1-Gens von
Reis (PCT/US 9100073) oder der samenspezifische "high-molecular-weight Glutenin"-Promotor des Weizens (Colot, V. et al.,
1987, EMBO Journal, Band 6, S. 3559–3564).
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Gegebenenfalls
werden diese Promotor durch weitere Regulationssequenzen vervollständigt, insbesondere
durch Expressionsaktivatoren.
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Beispielsweise
sind weitere Promoter, die für
die Durchführung
der Erfindung verwendet werden können,
der Promotor des Gens, das für
das 2S-Speicherprotein von Arabidopsis thaliana-Samen codiert, oder der
Lectin-Promotor
der Bohne oder der β-Phaseolin-Promotor
der Bohne.
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Durch
die zusätzliche
Einführung
von Expressionsaktivatoren in die Regulationssequenzen der erfindungsgemäßen Nukleotidsequenzen
kann man auch die primäre
Transkriptionsrate der Nukleotidsequenz erhöhen sowie gegebenenfalls die
Menge der produzierten modifizierten Speicherproteine erhöhen. Aktivatoren sind
zum Beispiel Introns von einkeimblättrigen Pflanzen, wie das Intron
1 des Reis-Actingens.
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Die
Erfindung betrifft weiterhin einen Klonierungs- und/oder Expressionsvektor, dadurch
gekennzeichnet, daß er
an einer für
seine Replikation nicht unbedingt erforderlichen Stelle eine Nukleotidsequenz
gemäß einer
der oben angegebenen Definitionen umfaßt. Besonders interessante
Vektoren im Zusammenhang mit der Durchführung der Erfindung sind zum
Beispiel die Plasmide pP20γZ,
pH30γZ oder
pH45γZ.
Das Plasmid pP20γZ
wurde am 31. Oktober 1995 unter der Nummer I-1640 bei der CNCM (Paris,
Frankreich) hinterlegt. Das Plasmid pH45γZ wurde am 31. Oktober 1995
unter der Nummer I-1639
bei der CNCM hinterlegt.
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Die
Erfindung umfaßt
weiterhin ein Polypeptid, wie es von einer rekombinanten Nukleotidsequenz
gemäß einer
der oben angegebenen Definitionen exprimiert wird.
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In
Rahmen der vorliegenden Erfindung liegt bei dem Begriff "Polypeptid" keine bestimmte
Begrenzung in bezug auf die Anzahl der Aminosäuren, die das Polypeptid bilden,
vor. Es kann sich daher um Sequenzen, die nur einige Aminosäuren umfassen,
handeln, wie dies üblicherweise
unter dem Begriff "Peptide" verstanden wird,
oder auch um wesentlich längere
Sequenzen, wie Proteinsequenzen.
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Diesbezüglich betrifft
die Erfindung das modifizierte lysinreiche Mais-γ-Zein, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß es
von einer oben beschriebenen rekombinanten Nukleotidsequenz codiert
wird.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist das an Lysin angereicherte modifizierte Mais-γ-Zein dadurch gekennzeichnet,
daß seine
Aminosäuresequenz
mit mindestens einem Polypeptid der Formel (P – K)n,
in der
- – n
eine ganze Zahl 2 oder darüber
bedeutet,
- – P
einen Prolin-Aminosäurerest
darstellt,
- – K
einen Lysin-Aminosäurerest
darstellt,
- – das
Zeichen „–" eine Bindung zwischen
den beiden Aminosäureresten,
insbesondere eine peptidartige Bindung, symbolisiert, wobei die
n Einheiten (P – K)
durch Bindungen, insbesondere peptidartige Bindungen, gebunden sind,
modifiziert ist.
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Gemäß einer
Ausführungsvariante
der Erfindung entspricht das in die Aminosäuresequenz des γ-Zeins eingeführte Polypeptid
der Formel K – (P – K)n.
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Durch
die erfindungsgemäßen Polypeptide,
die einer der Formeln (P – K)n, K – (P – K)n oder Varianten entsprechen, wird eine in
normalem Mais-γ-Zein
natürlich
vorhandene Sequenz ersetzt, oder sie werden unter Deletion von einer
oder mehreren Aminosäuren
der Aminosäuresequenz
des normalen Mais-γ-Zeins
insertiert oder sie werden in die Aminosäuresequenz des normalen γ-Zeins hinzugefügt, wobei
die Insertionsstelle des Polypeptids so gewählt wird, daß,
- – wenn
das lysinreiche modifizierte γ-Zein
in einer Wirtszelle, insbesondere einer Pflanzenzelle produziert wird,
es auf gleiche oder ähnliche
Weise wie das normale Mais-γ-Zein,
das unter den gleichen Bedingungen in der gleichen Wirtszelle produziert
würde,
lokalisiert ist, und/oder
- – das
modifizierte Mais-γ-Zein
von gegen das normale Mais-γ-Zein
gerichteten Antikörpern
erkannt wird.
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Das
Protein P20γZ,
das in 11 dargestellt ist, oder die
Proteine H30γZ
oder H45γZ,
die in 10 dargestellt sind, sind bevorzugte
Beispiele für
die Durchführung
der Erfindung und stellen an Lysin angereicherte modifizierte Mais-γ-Zeine dar.
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Außerdem betrifft
die Erfindung eine rekombinante Wirtszelle, dadurch gekennzeichnet,
daß sie
eine oben beschriebene Nukleotidsequenz umfaßt.
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Interessierende
Wirtszellen sind zum Beispiel Bakterienzellen, wie Zellen von E.
coli oder Agrobacterium tumefaciens. Vorzugsweise wird man sich
im Rahmen der Erfindung für
die stabile Expression des gewünschten
modifizierten Speicherproteins Wirtszellen pflanzlichen Ursprungs
bedienen.
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Diese
Zellen pflanzlichen Ursprungs sind zum Beispiel Zellen von Samen,
von Pflanzen und zum Beispiel bevorzugt Endospermzellen von Maissamen.
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Die
erfindungsgemäße Nukleotidsequenz
wird vorzugsweise stabil und unter solchen Bedingungen, daß das an
Aminosäuren,
insbesondere an Lysin, angereicherte exprimierte Speicherprotein
dort lokalisiert ist, wo das entsprechende normale Protein in derselben
Wirtszelle lokalisiert wäre,
in das Genom der Wirtszelle eingeführt.
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Für die Transformation
von Wirtszellen sind verschiedene Techniken verfügbar. Um die Wirtszellen stabil
oder vorübergehend
zu transformieren, wird man zum Beispiel die Techniken Elektroporation,
Beschuß mit
DNA-haltigen Mikroprojektilen mit der Genkanone, über die
Kultur von Explantaten mit Agrobacterium tumefaciens sowie mittels
Eindringen mit Mikrofasern verwenden.
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Für die Expression
der erfindungsgemäßen Nukleotidsequenzen
können
außer
den Endospermzellen von Maissamen auch Zellen von Soja, Sonnenblume,
Tabak, Weizen, Hafer, Luzerne, Reis, Raps, Sorghum oder Arabidopsis
verwendet werden.
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Die
vorliegende Anmeldung betrifft auch die Samen, die ein wie oben
beschriebenes Polypeptid produzieren, sowie die Pflanzen, die dieses
Polypeptid produzieren. Vorzugsweise handelt es sich bei diesen Pflanzen
um Mais.
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Die
Erfindung betrifft auch die Samen, die von den transformierten Pflanzen,
die das erfindungsgemäße Polypeptid,
anders ausgedrückt
das an bestimmten Aminosäuren
angereicherte modifizierte Speicherpolypeptid, exprimieren, erhalten
werden.
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Gemäß einer
besonders interessanten Ausführungsform
der Erfindung werden die an Lysin angereicherten modifizierten γ-Zein-Proteine
in Opaque 2-Maismutanten exprimiert. Bei diesen o2-Mutanten, die
von Emerson, R.A. et al. (1935, Cornell Univ. Agric. Exp. Stn. Mem.
180) beschrieben und von Mertz, E.T. et al. (1964, Science 145:279–280) charakterisiert
wurden, ist der Lysingehalt stark erhöht, wodurch die ernährungsphysiologischen
Eigenschaften des Maises stark verbessert werden (weil sein niedriger
Gehalt an dieser essentiellen Aminosäure dadurch ausgeglichen wird).
Traditioneller Mais weist einen Lysingehalt von ungefähr 0,24%
des Rohprodukts (Korn-Gesamtgewicht) auf, während Opaque-2-Mais ungefähr 0,5%
Lysin aufweist. Sie weisen ungenügende
agronomische Eigenschaften auf, weil ihr Endosperm wesentlich weniger
glasig ist und sich als sehr brüchig
erweist ("starchy"-Phänotyp).
Aufgrund dessen sind sie äußerst anfällig für pathogene
Organismen und während
der Behandlungsschritte nach der Ernte sehr empfindlich. Dieser
Phänotyp
beruht nämlich
auf der starken Erniedrigung von gewissen Speicherproteinen, insbesondere
den Alpha-Zeinen. Opaque 2 codiert nämlich für einen Transkriptionsfaktor,
der für
die Expression von gewissen Zeingenen erforderlich ist (Schmidt,
R.J. et al., 1990, Proc. Natl. Acad. Sci. USA 87, 46–50).
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Mit
Hilfe der traditionellen genetischen Verbesserung wurden Opaque-2-Abkömmlinge
entwickelt, die die oben genannten Nachteile nicht mehr aufweisen;
es handelt sich um QPM-Mais (Quality Protein Maize). In einer in
jüngster
Zeit durchgeführten
genetischen Analyse dieses Maises (Lopes, M.A. et al., 1995, Theor.
Appl. Genet. 19, 274–281)
wurde gezeigt, daß nur
2 oder 3 Loci Schlüsselelemente
bei diesen günstigen
Modifikationen sind. Aufgrund genauerer biochemischer und genetischer
Analysen läßt sich
das Postulat aufstellen, daß nur
einer der 3 verantwortlichen Loci der γ-Zein-Locus ist. Alle Mais-Genotypen,
die eine Duplikation dieses Gens in der Centromer-Region von Chromosom
7 tragen, sind Modifikatoren von Opaque 2 (Lopes, M.A. et al., 1995,
Mol. Gen. Genet. 19:247:603–613).
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Mit
der vorliegenden Erfindung können
ausgehend von Mais, der nur ein γ-Zein-Gen
am Chromosom 7 enthält,
Opaque-2-Mais-Mutanten hergestellt werden, die durch Hinzufügung einer
rekombinanten Sequenz, die für
ein an Lysin angereichertes Mais-γ-Zein
codiert, vervollständigt
werden. Außer
der Tatsache, daß Härteeigenschaften ähnlich denen
eines nichtmutierten Opaque-2-Maises erworben werden, besteht der
Vorteil, daß der
Lysingehalt wesentlich erhöht
wird und denjenigen von QPM-Mais übertrifft.
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Mit
der vorliegenden Erfindung können
modifizierte Opaque-2-Maismutanten hergestellt werden, in die man
eine rekombinante Nukleotidsequenz, die für ein an Lysin angereichertes
Mais-γ-Zein
codiert, insertiert hat.
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Die
Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung von Pflanzen
oder Samen, die ein modifiziertes Speicherprotein exprimieren, dadurch
gekennzeichnet, daß es
die folgenden Schritte umfaßt:
- a) Transformation einer Pflanzenzelle mit einer
Nukleotidsequenz oder einem Vektor, wie nachstehend beschrieben,
unter Bedingungen, die die stabile und funktionelle Expression des
von der Nukleotidsequenz codierten modifizierten Speicherproteins
gestatten;
- b) Regeneration von Pflanzen aus der transformierten Pflanzenzelle
aus Schritt a) zur Gewinnung von Pflanzen, die das modifizierte
Speicherprotein exprimieren, sowie
- c) gegebenenfalls Gewinnung von Samen von in Schritt b) gewonnenen
modifizierten Pflanzen.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung handelt es sich bei der transformierten Pflanze um
Mais und bei dem angereicherten modifizierten Speicherprotein um
an Lysin angereichertes γ-Zein.
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Die
Erfindung betrifft auch die mit solch einem Verfahren erhaltenen
Pflanzen.
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Um
den Gehalt an einer bestimmten Aminosäure von erfindungsgemäßen Pflanzen
zu bestimmen, kann man eine quantitative Bestimmungsvorschrift wie
sie bei Zarkadas et al., 1995, J. Agri. Food. Chem., Band 43: Seiten
84–93
erwähnt
wird, verwenden.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus den Beispielen und
Abbildungen unten hervor.
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1 – Restriktionskarte
des Plasmids pP20γZ.
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2 – Restriktionskarte
des Plasmids PH45γZ.
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3 – Schematische
Darstellung von Proteinen, die von den modifizierten und nichtmodifizierten γ-Zein-Genen
codiert werden: Wildtyp-γ-Zein
(γZ), lysinreiche γ-Zeine (P20γZ, H30γZ, H45γZ und N13γZ) aufgrund
der Insertion von Oligonukleotiden, die für lysinreiche Sequenzen codieren.
Die Aminosäuresequenz
der insertierten Polypeptide ist mit dem Ein-Buchstaben-Code für die Darstellung
von Aminosäuren
angegeben. Es werden die folgenden Abkürzungen verwendet:
Term:
terminal;
ProX-DOMÄNE:
Prolin-Xaa-Linker zwischen Domänen.
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4 – In-vitro-Analyse
von lysinreichen γ-Zeinen. (A) In-vitro-Translation
sowie Translokation von Transkripten, die lysinreichen modifizierten γ-Zeinen entsprechen;
Bahn 1, 5, 9 und 13: vollständige
Translationsprodukte; Bahn 2, 6, 10 und 14: vollständige Translationsprodukte
nach Translokation in Hunde-Mikrosomen
(CM); Bahn 3, 7, 11 und 15: gegen Proteinase K (PK) resistente Translokationsprodukte;
Bahn 4, 8, 12 und 16: Gesamtheit der Translationsprodukte nach Behandlung
mit Proteinase K in Gegenwart von 0,5% Nonidet P40(NP40). (B) Immunfällung von
in-vitro-Translationsprodukten,
die den Proteinen γ-Zein
sowie lysinreiches modifizierte γ-Zein
entsprechen unter Verwendung von Antiserum αPL. Bahn 1: γ-Zein; Bahn 2: P20γZ; Bahn 3:
H30γZ; Bahn
4: H45γZ
und Bahn 5: N13γZ.
(C) Legende wie bei (B), jedoch mit Antiserum αG2. Die Molekulargewichtsmarker
(in Kilodalton) sind links angegeben.
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5 – Gewebespezifische
Aktivität
des Promoters von γ-Zein.
Es wurden Endosperme von Mais, Embryonen und Blätter von Mais durch Beschuß mit Partikeln
transformiert, wobei die in der Abbildung (rechts) dargestellten
Konstrukte verwendet wurden. Die relativen Aktivitäten der
Luciferase (LUC, graue Säulen)
und der β-Glucuronidase
(GUS, schraffierte Säulen)
wurden in Form eines Multiplikators der Werte, die mit den nackten
Projektielen ± Standardabweichung
der unterschiedlichen Verhältnisse
ausgedrückt.
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6 – Expression
von lysinreichen γ-Zeinen
im Endosperm unter der Aleuronschicht der Zellen. (A) Immunblot
mit αPL-Antiserum,
von Proteinen aus Endospermen, die mit pN13γZ (Linie 2), pH45γZ (Bahn 3), pH30γZ (Bahn 4)
und pP20γZ
(Bahn 5) transformiert worden waren. Die Kontrolle (Bahn 1) entspricht
nichttransformierten Endospermen. Die Molekulargewichtsmarker (in
Kilodalton) sind links angegeben. (B) Expression der Transkripte
H45γZ und
N13γZ in
vorübergehend
transformierten Endospermen. Die cDNAs, die aus mit pH45γZ (Bahn 2),
pN13γZ (Bahn
3) und der Kontrolle (Bahn 1) transformierten Geweben erhalten wurden, wurden
mittels PCR amplifiziert und mit Hilfe eines synthetischen Oligonukleotids,
das für
eine lysinreiche Sequenz codiert, als Sonde analysiert.
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7 – Anhäufung von
lysinreichen γ-Zeinen
in den Proteinkörpern
des Endosperms. (A) Immunblot-Analyse
mittels Antiserum αPL
von Proteinkörpern,
die aus mit pP20γZ
(Bahn 1), pH30γZ
(Bahn 2), pH45γZ
(Bahn 3), pN13γZ
(Bahn 4) und ohne DNA (Bahn 5) transformierten Endospermen isoliert
worden waren. (B) Immunblot-Analyse mittels Antiserum αPL von Proteinkörpern, die
aus mit pP20γZ,
pH30γZ und pH45γZ transformierten
Endospermen isoliert worden waren und mit Proteinase K in Gegenwart
eines isotonischen Puffers (Sacch., Bahn 1, 3 und 5) oder einem
hypotonischen Puffer (H2O, Bahn 2, 4 und
6) verdaut worden waren. Die Molekulargewichtsmarker (in Kilodalton)
sind links angegeben.
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8 – Gemeinsame
Lokalisierung der Proteine P20γZ
und der α-
und γ-Zeine
in den Proteinkörpern des Mais-Endosperms.
Es wurde eine immuncytochemische Analyse an Ultradünnschnitten
durchgeführt,
und zwar mit αPL-Antikörpern (die
mit Goldpartikeln mit einem Durchmesser von 15 nm markiert waren)
sowie mit αZ
und αG2-Antikörpern (die
mit 5-nm-Goldpartikeln markiert waren). (A) Mit pP20γZ transformierte
und mit dem Antikörper αPL immunmarkierte
Endosperm-Proteinkörper.
(B) Immunlokalisierung von P20γZ
(mit 15-nm-Goldpartikeln
markiert) und von α-Zein
(mit 5-nm-Goldpartikeln
markiert) in Proteinkörpern,
die aus mit pP20γZ
transformierten Endospermen isoliert wurden. (C) und (D) Immunlokalisierung
von P20γZ
(mit 15-nm-Goldpartikeln
markiert) und von α-Zein
(mit 5-nm-Goldpartikeln
markiert) in Proteinkörpern,
die aus mit pP20γZ
transformierten Endospermen isoliert wurden. Die Pfeile geben die
Tangentialschnitte der Proteinkörper
an.
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9 – Codiersequenz
für die
cDNA von Mais-γ-Zein und entsprechende
Aminosäuresequenz.
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10 – Codiersequenz
für die
cDNA von Mais-H45γZ-Zein und
entsprechende Aminosäuresequenz.
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Die
lysinreiche Sequenz (28 Aminosäuren)
wird zwischen die Aminosäurereste
92 und 119 der in 10 dargestellten Sequenz eingeführt.
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11 – Codiersequenz
für die
cDNA von Mais-P20γZ-Zein und
entsprechende Aminosäuresequenz.
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Die
lysinreiche Sequenz (14 Aminosäuren)
wird zwischen die Aminosäurereste
92 und 119 der in 11 dargestellten Sequenz eingeführt.
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12 – Restriktionskarten
der Plasmide pBin 19P20γZ
und pBin 19H30γZ.
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13 – Endospermen
von transgenen Maispflanzen, bei denen an Lysin angereichertes γ-Zein angehäuft wird.
A
und B: SDS-PAGE sowie Immunblot unter Verwendung von αPL Antiserum.
- A) 10 μg
Protein pro Spur (Transformanten mit dem Konstrukt H45γZ)
Spur
C: Proteinextrakt von Hybrid-Endospermen B73 × A188 (Kontrolle)
Spur
1: A1
Spur 2: B1
Spur 3: B2
Spur 4: C1
Spur
5: D1
Spur 6: D2
- B) 1 μg
Protein pro Spur (Transformanten mit dem Konstrukt P20γZ)
Spur
C: Kontrolle
Spur 1: A1
Spur 2: A2
Spur 3: B1
Spur
4: C1
Spur 5: D1
Spur 6: E1
- C) SDS-PAGE und Silberfärbung
(3 P20γZ-Transformanten
sowie 3 H45γZ-Transformanten)
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14 – Gehalt
an an Lysin angereichertem γ-Zein
pro Korn (Transformante 45γZ
B1 und C1).
A: Silberfärbung;
10 μg Protein
pro Spur
B: Immunblot mit Antiserum αPL; 1 μg Protein pro Spur
Spur
1 bis 5: Proteinextrakte von unterschiedlichen Endospermen der Transformante
45γZ B1.
Spur
6 bis 10: Proteinextrakte von unterschiedlichen Endospermen der
Transformante 45γZ
C1.
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15:
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- A) Gehalt an an Lysin angereichertem γ-Zein von
10 Körnern
(Transformante 45γZ
C1) mit Antiserum αPL; 1 μg Protein
pro Spur.
Spur 1 bis 10: Extrakt von Endospermen von 10 Nachkommen.
- B) Immunblot von Proteinextrakten der Endospermen 1 bis 5 aus
A), die mit Antiserum αG2
markiert waren; 2 μg
Protein pro Spur.
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BEISPIELE
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A) Herstellung von an
Lysin angereicherten modifizierten γ-Zeinen und Expression dieser
modifizierten Proteine nach deren Anhäufung in den Proteinkörpern der
Endospermzellen von Mais
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Bei
dem γ-Zein
handelt es sich um ein Speicherprotein des Maises mit einem Molekulargewicht
von 28 kD, das reich an Schwefel ist und das in den Endospermzellen
mit den α-
und β- Zeinen
in den Proteinkörpern
des granulären
endoplasmatischen Reticulums (ER) angehäuft wird (Ludevid et al., 1984,
Plant Mol. Biol. 3, 227–234;
Lending et al., 1984, Plant Cell 1, 1011–1023). Die von der Nukleotidsequenz
der cDNA (Prat et al., 1985, Nucl. Acids Res. 13, 1493–1504) und
den genomischen Klonen (Boronat et al., 1986, Plant Sci. 47, 95–102) abgeleitete
Aminosäuresequenz
zeigt, daß das γ-Zein keine
Homologie mit den Polypeptiden des α-Zein-Typs aufweist. Obwohl das γ-Zein von
ein bis zwei Genen pro haploidem Genom codiert wird (Boronat et
al., 1986, Plant Sci. 47, 95–102),
macht es 10–15%
der Gesamtproteine der Endospermen des Maises aus. Die Expression
des γ-Zein-Gens
in heterologen Systemen, wie Xenopus-Oocyten (Torrent et al., 1994,
Planta 192, 512–518)
sowie in Arabidopsis thaliana (Geli et al., 1994, Plant Cell 6,
1911–1922)
zeigt, daß die
Polypeptide des γ-Zeins
stabil sind und als solche fähig
sind, Proteinkörper
zu bilden, die vom endoplasmatischen Reticulum im inneren der Zelle
stammen. Weiterhin haben Deletionsanalysen von verschiedenen Strukturdomänen des γ-Zeins gezeigt,
daß die
N-terminale Sequenz, die die wiederholte prolinreiche Domäne beinhaltet, für die Retention
des γ-Zeins
im endoplasmatischen Reticulum verantwortlich ist und daß die cysteinreiche C-terminale Domäne für die Bildung
der Proteinkörper
verantwortlich ist. Die Pro-X-Domäne schien weder mit der Stabilität des Proteins
noch mit seiner zielgesteuerten Lokalisierung im Zusammenhang zu
stehen (Geli et al., 1994, Plant Cell 6, 1911–1922).
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Material und Methoden
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Pflanzenmaterial
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Körner von
Mais der Selektion W64A im Stadium 17 TNB ("Tage nach der Befruchtung") wurden erst oberflächensterilisiert
(1) und anschließend
von Hand seziert und die Pericarp- und Aleuronschicht wurde von den
Endospermen getrennt. Es wurden tangentiale Schnitte so durchgeführt, daß ein großer Teil
der Oberfläche
unter der Aleuronschicht freigelegt wurde. Falls erforderlich wurden
die Embryonen isoliert und Blätter
von Pflanzen im Alter von 7 Tagen wurden seziert, um das Epidermisgewebe
zu entnehmen. Nach dem Sezieren wurden die Proben in Petrischalen
auf mit MS-Medium (Murashige und Skoog, 1962, Physiol. Plant. 15, 473–497) befeuchtete
Papierfilter gelegt.
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Plasmidkonstrukte
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Es
wurde eine erste Gruppe von Plasmiden, nämlich pKSG2, pHbP2, pPbP4 und
pNaN1, erzeugt, um die Einführung
von Restriktionsstellen in das für
das γ-Zein codierende Gen
zu ermöglichen.
pKSG2 und pHbP2 wurden gemäß der Beschreibung
in der Veröffentlichung
von Torrent, M. et al. (Planta (1994) 192:512–518) beschrieben. Das Plasmid
pKSG2 enthält
die Codiersequenz für
das γ-Zein.
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Das
Plasmid pHbP2 wird ausgehend von pKSG2 erhalten und enthält eine
Codiersequenz für
ein mutiertes γ-Zein,
in der die Pro-X-Domäne
des Proteins deletiert worden ist.
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Das
Plasmid pPbP4 wurde anschließend
in zwei Klonierungsschritten erhalten: (i) das 350 Bp große SaII-PvuII-Restriktionsfragment
von pKSG2 wurde in ein mit SalI und EcoRV restringiertes Bluescript-Plasmid (pBSKS,
Stratagene, La Jolla, Kalifornien, USA) (pKSC4) kloniert, und (ii)
das 600 Bp große
PvuII-XbaI-Restriktionsfragment
von pKSG2 wurde in die SmaI- und die XbaI-Restriktionsstelle von
pKSC4 kloniert. Das neue Konstrukt pPbP4 enthält knapp vor der P-X-Domäne der γ-Zein-Codiersequenz
eine nützliche
EcoRI-Restriktionsstelle.
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Das
Plasmid pNaN1 wurde ebenfalls mit Hilfe von zwei Klonierungsschritten
erhalten: (i) das 250 Bp große
NaeI-XbaI-Fragment von pKSG2 wurde in das mit EcoRV-XbaI restringierte
Plasmid pBSKS (pKSC8) kloniert und (ii) das 700 Bp große NaeI-HindIII-Restriktionsfragment
(mit glatten Enden) von pKSG2 wurde in die HindIII-Restriktionsstelle
von pKSC8 kloniert. Das neue Konstrukt, pNaN1, enthält ClaI-
sowie HindIII- Restriktionsstellen
an einem Ort 15 Nukleotide vor dem Stop-Codon des γ-Zeins.
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Es
wurden zwei synthetische Oligonukleotide, die den folgenden Sequenzen
entsprechen: SEQ ID No: 1:
5'CGATGAATTCAAACCAAAGCCAAAGCCGAAGCCAAAAGAATTCA3', und deren umgekehrte
Sequenz, die SEQ ID No: 2 genannt wird, und deren Sequenz:
5'AGCTTGAATTCTTTTGGCTTCGGCTTTGGCTTTGGTTTGAATTCAT3' lautet, die für lysinreiche
Sequenzen mit der Bezeichnung K(P – K)4 codieren,
hybridisiert, mit EcoRI verdaut und in eine EcoRI-Schnittstelle
von pHbP2 und pPbP4 kloniert. Es wurden drei Klone ausgewählt, nämlich pPo2
und pHo3, die die Codiersequenz für K(P – K)4 enthalten,
sowie pHo4, das die verkürzte
Form der Codiersequenz für
das γ-Zein
mit 2K(P – K)4 in Tandemanordnung (in Form einer Sequenz
K(P – K)4 EF K(P – K)4)
der lysinreichen Codiersequenz. Die gleichen hybridisierten Oligonukleotide
wurden mit den Enzymen ClaI-HindIII verdaut und in das mit Hilfe
der gleichen Enzyme gespaltene Plasmid pNaN1 kloniert. Der ausgewählte Klon
pNo1 enthielt die Codiersequenz für die lysinreiche Sequenz K(P – K)4 am N-terminalen Ende des entsprechenden
modifizierten γ-Zeins.
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Für die vorübergehende
Transformation des Endosperms werden die für das modifizierte γ-Zein codierenden
Sequenzen von pPo2 und pHo3 in Form von HincII-NheI-Fragmenten in die
SmaI- und die XbaI-Stelle von pDH51 (Pietrzah et al., 1986, Nucl.
Acid Res. 14, 5857–5868),
das den 35S-Promotor des Blumenkohlmosaikvirus (CaMV) enthält, insertiert.
Das Konstrukt pP20γZ,
das durch die oben beschriebene Insertion von HincII-NheI-Fragmenten in das
Plasmid pDH51 erhalten wurde, enthält die Codiersequenz des an Lysin
angereicherten γ-Zeins
(8) sowie die Signale für die 35S Sequenz des CaMV-Virus
zur Bildung des 3'-Endes
und der Polyadenylierung. Die chimäre Codiersequenz P20γZ wurde ausgehend
von der Codierregion des γ-Zeins,
die in dem Plasmid pKSG2 nach verschiedenen Klonierungsschritten
enthalten ist, konstruiert. Der 1,7 kB große Promotor des γ-Zeins (Reina
et al., 1990, Nucl. Acids Res. 18, 6426) wurde in die stumpfen Enden
eines HindII-PvuI-Fragments
in pHo4 und pNo1, die mit Xho1 restringiert worden waren und mit glatten
Enden erhalten wurden, insertiert. Die Konstrukte pH45γZ und pN13γZ wurden
analog erhalten.
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Die
neuen Konstrukte mit der Bezeichnung pP20γZ, pH30γZ, pH45γZ und pN13γZ wurden in biolistischen Beschußversuchen
verwendet.
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Um
die Spezifität
von unterschiedlichen Promotor für
Pflanzengewebe zu untersuchen verwendete man zwei Konstrukte, nämlich p1,7γZGUS und
pCaMV35SLUC. p1,7γZGUS
wurde durch Insertion des 1,7 kB großen Promotors des γ-Zeins (HindIII-PvuI)
in ein von pPuC18 abgeleitetes Plasmid, das das GUS-Gen und die
NOS-Signale für die 3'-Polyadenylierung
von pBI 101.1 enthielt, erhalten (Jefferson et al., 1987, Embo.
J. 6, 3901–3907).
pCaMV35SLUC wurde durch Insertion des Luciferase (LUC)-Codiergens
von pAHC18 (Bruce et al., 1989, P. H. 86, 9692–9696) in den Polylinker von
pDH51 (Pietrzak et al., 1986, Nucl. Acids Res. 18, 6426) erhalten.
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In-vitro Analyse
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Die
von pBSKS abgeleiteten Plasmide, die die Codiersequenzen für γ-Zein (pKSG2)
und für
das lysinreiche γ-Zein
(pPo2, pHo3, pHo4 und pNo1) enthalten, wurden in-vitro nach Standard-Vorschriften
transkribiert (Sambrook et al., 1989, Molecular Cloning: A laboratory
manual, 2. Ausg., Cold Spring Harbor Laboratory Hrsg., Cold Spring
Harbor, New York). Eine in-vitro-Translation und eine Translokation
der synthetischen Transkripte wurden nach der Methode von Torrent
et al. (1994, Panta 192, 512–518)
durchgeführt, nur
daß Hunde-Mikrosomen
(CM) verwendet wurden, die von Promega (Madison, Wis., USA) stammten.
Die Immunfällung der
translatierten Produkte wurde im wesentlichen nach dem Verfahren
von Borgese und Gaetani (1980) mit einem Kaninchen-Anti-γ-Zeinα-G2-Serum,
(Ludevid et al., 1985, Plant Sci. 41, 41–48) und einem αPL-Antiserum
durchgeführt.
Bei αPL
handelt es sich um ein polyklonales Kaninchen-Antiserum gegen das
synthetische Peptid EFK(P – K)8EF. Dieses Peptid wurde mit der von Celma
et al., 1992 beschriebenen Festphasen-Synthesemethode dargestellt.
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Beschuß mit Mikroprojektilen
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Die
Plasmid-DNA wurde nach einer von Kikkert (Plant Cell, 33:221–226, 1993)
beschriebenen Vorschrift auf Goldpartikel (1,0 μm, Biod-Rad, Lab., Richmond,
CA, USA) absorbiert. Alle Ziele wurden zweimal beschossen, wobei
man das BioRad-Gerät
Biolistic PDS-1000/He verwendete. Die Ziele befanden sich 8 cm hinter
einem Schirm, der die Makroträger
stoppte, die sich 1 cm unterhalb der "Rupture-Disk" mit 900 PSI befanden. Nach dem Beschuß wurden
die Proben 24 Stunden bei 26°C
im Dunkeln inkubiert. Kontrollen bestanden aus den Zielen, die mit
DNA-freien Mikroprojektilen beschossen wurden.
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Enzymtests
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Die
mit den Plasmiden p1,7γZGUS
und pCaMV35SLUC beschossenen Gewebe wurden auf Eis in einem Puffer,
der 25mM Tris, pH 7,8, 2mM DTT, 10% Glyzerin und 1% Triton X-100
enthält,
homogenisiert. Nach 5-minütigem
Zentrifugieren bei 12.000 xg wurden die Überstände abdekantiert und das lösliche Gesamtprotein in
den Extrakten wurde mit dem Bradford-Test (Bio-Rad) quantitativ
bestimmt. Die GUS-Aktivität
wurde durch fluorimetrische Analyse gemäß Jefferson (1987) mit 4-Methylumbelliferyl-β-D-glucuronid
(MUG) als Substrat getestet. Die LUC-Aktivität wurde mit dem Luciferase- Testsystem (Luciferase
Assay System Kit), das von Promega vertrieben wird, gemäß den Anweisungen
des Herstellers bestimmt.
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Extraktion der Speicherproteine
und Analyse der Proteine auf Gel
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Endosperme,
die mit pP20γZ,
pH20γZ,
pH45γZ und
pN13γZ transformiert
worden waren, wurden zu Mehl zermahlen und die α-Zeine wurden mit drei Reihen
von Lösungsmitteln,
die 70% Ethanol enthielten, extrahiert. Das verbleibende Mehl wurde
an der Luft getrocknet und die Gesamtproteine wurden eine Stunde
lang bei Raumtemperatur mit einem Puffer, der 0,25 M Tris-HCl, pH
6,8, 4% Natriumdodecylsulfat (SDS) und 5% 2-Mercaptoethanol enthielt, extrahiert.
Die Proteinextrakte wurden mittels SDS-PAGE und Immunblot gemäß Ludevid
et al., 1985, analysiert. Nitrozelluloseblätter wurden mit dem αPL-Antiserum
(Verdünnung
1:500) inkubiert, und ein ein Konjugat aus Raifort-Peroxidase mit
einem zweiten Antikörper
(ECL Western Blotting System, Amersham, Buckinghamshire, Großbritannien)
wurde für
den Nachweis des Proteins eingesetzt.
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Analyse der
RNA-Expression
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Die
Gesamt-RNA wurde gemäß Logemas
et al., 1987, extrahiert. Die komplementäre DNA (cDNA) wurde mit der
reversen Transkriptase und Oligo-dT von Gibco BRL (Gaithersburg,
MD, USA) gemäß den Anweisungen
des Herstellers hergestellt, und diese RNA wurde mit einer PCR-Reaktion
amplifiziert. Für
die PCR verwendete Primer-Oligonukleotide waren 20 mer-Sequenzen,
die dem 5'- und
dem 3'-Ende des γ-Zein-Strukturgens
entsprachen. Für
die Herstellung von mit 32P markierten Sonden
und für
die Analyse der DNA auf Gel (Sambrook et al., Molecular Cloning:
A laboratory manual, 2. Ausg., Cold Spring Harbor Laboratory Hrsg.,
Cold Spring Harbor, New York) mit einem synthetischen Oligonukleotid,
das für
eine lysinreiche Sequenz (siehe oben) codiert als Sonde wurden Standard-Protokolle
verwendet.
-
Isolation der Proteinkörper und
Behandlung mit Protease
-
Diese
Protokolle sind bereits beschrieben worden (Torrent et al., Planta,
180:90–95,
1989).
-
Elektronenmikroskopie
-
Die
Proteinkörper
von Endospermen des Wildtyps und von mit pP20γZ transformierten Endospermen wurden
1 Stunde bei Raumtemperatur mit 2,5% Paraformaldehyd in 20 mM Phosphatpuffer
pH 7,2 fixiert und gemäß Geli et
al. (1994, Plant Cell 6, 1911–1922)
transformiert, wobei jeweils ein α-PL-Antiserum
und ein Colloid aus Gold und Protein A mit einem Durchmesser von
15 nm verwendet wurde. Für
die Doppelmarkierung wurden Ultadünnschnitte zuerst mit α-PL inkubiert
und das Colloid aus Gold und Protein A (15 nm Durchmesser) wurde
für den
Nachweis der Antikörper
eingesetzt. Nach dem Waschen wurden die Schnitte 20 Minuten mit
0,15 mg/ml Protein A inkubiert, um die Immunglobuline abzusättigen,
und schließlich
wurden die Gitter mit α-G2-
oder α-Z1-Seren
inkubiert und für
den Nachweis der Antikörper
wurde das Gold/Protein-A-Colloid (Durchmesser 5 nm) eingesetzt. α-Z1 ist ein
polyklonales Kaninchenantiserum gegen α-Zein, das gemäß Ludevid et al. (1985, Plant
Sci. 41, 41–48)
erhalten wird.
-
Ergebnisse
-
Konstruktion von lysinreichen γ-Zeinen
-
Die
Erfinder haben die Wichtigkeit der wiederholten prolinreichen Domäne ("proline-rich repeat") und der cysteinreichen
C-terminalen Domäne
für die
Zurückbehaltung
des γ-Zeins
im endoplasmatischen Reticulum und die Bildung von Proteinkörpern, die
diese Proteine enthalten, in den Zellen von Arabidopsis-Blättern (Geli
et al., 1994, Plant Cell 6, 1911–1922) nachgewiesen. Aufgrund
dieser vorigen Ergebnisse wurde zwecks Verbesserung der ernährungsphysiologischen
Eigenschaften von Mais die Möglichkeit,
lysinreiche Sequenzen in verschiedene γ-Zein-Domänen zu insertieren, um ein
modifiziertes, korrekt zielgesteuertes γ-Zein, das in den Endospermzellen
angehäuft
wird, zu erzeugen, untersucht.
-
Die
Erfinder haben nun modifizierte γ-Zein-Gene
konstruiert, und zwar durch Einführung
von synthetischen Oligonukleotiden, die für lysinreiche Sequenzen codieren,
an unterschiedliche Stellen der γ-Zein-Codiersequenz. Es
wurden Konstrukte von modifiziertem γ-Zein so erzeugt, daß eine Plazierung
von lysinreichen Codiersequenzen in den Domänen, die aus der tandemartig
wiederholten Domäne
und der cysteinreichen Domäne
bestanden, vermieden wurden. In der Sequenz, die der Pro-X-Domäne entsprach,
wurden Modifikationen der Codiersequenz des γ-Zeins durchgeführt. Weiterhin
wurden, um eine Veränderung
der Proteinfaltung so gering wie möglich zu halten, die lysinreichen
Sequenzen (P – K)n so definiert, daß sie die Sequenz der Pro-X-Domäne nachahmten.
Wie aus 3 ersichtlich, wurde in das
Protein P20γZ
eine Sequenz K(P – K)4 nach der Pro-X-Region eingeführt und
in dem Protein H30γZ
und in dem Protein H45γZ
ersetzen Aminosäuresequenzen,
die K(P – K)4 bzw. 2K(P – K)4 enthalten,
die Pro-X-Domäne
des γ-Zeins
(γZ, 3).
Um herauszufinden, ob es sich beim C-terminalen Ende um eine "permissive site" für die Einführung von
lysinreichen Sequenzen handelte, wurde ein zusätzliches Protein, nämlich N13γZ, erzeugt,
und zwar durch Insertion einer K(P – K)4-haltigen
Sequenz fünf
Aminosäuren
stromaufwärts
des C-terminalen Endes (3).
-
Aktivität des γ-Zein-Promotors
im Endosperm von transformiertem Mais
-
Um
herauszufinden, ob lysinreiche γ-Zeine
in den Endospermzellen exprimiert werden können, hat man zuerst nach einem
wirksamen Promotor und einem Transformationssystem gesucht. Es wurden
ein γ-Zein-Promotor, der eine
1,7 kB große
stromaufwärtsgelegene
Sequenz enthielt (Reina et al., 1990, Nucleic Acid Research, Bd.
18, S. 6426) und der CaMV-Promotor, der 625 Bp der Sequenz stromaufwärts des
35S-Proteins des Blumenkohlmosaikvirus CaMV enthält, geprüft. Bis jetzt gab es keinerlei
Informationen über
die Funktionsanalyse von Genfusionen mit dem γ-Zein-Promotor in transgenen einkeimblättrigen
Pflanzen. Um die Aktivität und
die Gewebespezifität
des γ-Zein-Promotors zu analysieren,
wurden zwei chimäre
Gene konstruiert (siehe 5). Als Verfahren für die Transformation
von Mais für
die Analyse des Promotors sowie für Expressionsversuche von lysinreichen γ-Zeinen wurde
die vorübergehende
Expression durch Beschuß mit
der Genkanone (Klein et al., 1988 PNAS 85:4305) verwendet. Es wurden
Mais-Endospermen im Stadium 17 TMB (17 Tage nach der Befruchtung)
(Pericarp und Zellen der Aleuronschicht waren erhöht), Embryonen
(17 TMB) sowie junge Blätter
(im Alter von 10 Tagen) beschossen, und zwar mit Goldprojektilen,
die mit Plasmid-DNA, die die beiden Konstrukte enthielt, beschichtet
waren. 5 zeigt die Aktivität der β-Glucuronidase (GUS) und der
Luciferase (LUC) die in den drei Testgeweben, nämlich Endosperm, Embryo und
Blatt, auftraten im Vergleich zum Kontrollversuch. Es ist anzumerken,
daß die
Ergebnisse dem Mittel von mindestens 3 unabhängig durchgeführten Versuchen
entsprechen. Jegliche GUS-Aktivtät
unter der Kontrolle des γ-Zein-Promotors
war auf das Endosperm beschränkt,
weil keinerlei GUS-Expression im Embryo und in den Blättern. nachgewiesen
wurde. Außerdem
wurden die beschossenen Endosperme histochemisch gefärbt, um
die Anzahl der Zellverbände, die
das GUS-Protein exprimierten, zu bestimmen. Das Färbemuster
bestätigte
die zuvor erhaltenen Ergebnisse, die GUS wurde in den Endospermen
stark exprimiert (die durchschnittliche Anzahl Zellverbände mit GUS-Färbung betrug
150 pro Endosperm) und im Embryo und in den Blättern wurden keine blauen Flecken nachgewiesen.
Im Gegensatz dazu vermittelte der CaMV-35S-Promotor eine LUC-Aktivität in allen
geprüften Geweben
(5), wobei trotzdem quantitative Unterschiede zwischen
der relativen Aktivität
des Enzyms in den Blättern
und in den Embryonen im Vergleich zum Endosperm bestanden. Diese
Unterschiede konnten auf eine intrinsische Variabilität der konstitutiven
Aktivität
des CaMV-Promotors zwischen den verschiedenen Maisgeweben oder auf
ein schwaches Eindringen der mit der DNA beschichteten Partikel
in die Mesophyllzellen, die ein großes Vakuolensystem enthalten,
zurückgeführt werden.
Im Stand der Technik gibt es Beweise dafür, daß der CaMV-Promotor üblicherweise
eine schwache Aktivität
in Zellen von einkeimblättrigen
Pflanzen aufweist (Fromm et al., 1985, Proc. Natl. Acad. Sci. USA
82, 5824–5828);
trotzdem haben die Erfinder hier eine starke Aktivität des CaMV-Promoter
in Endospermzellen gezeigt. Hieraus konnte geschlossen werden, daß die Aktivität des γ-Zein-Promotors und
des CaMV-35S-Promotors in den Mais-Endospermen sehr stark war und daß sich daher
diese beiden Promotor für
die Kontrolle der Expression des Proteins in diesem Gewebe nützlich erweisen
könnten.
-
Um
zu bestimmen, ob die von den Konstrukten codierten Proteinmutanten
für die
Funktion des Transmembrantransports kompetent waren, wurden in-vitro-Transkriptions-Translations-Versuche
in Gegenwart von Hunde-Pankreasmikrosomen durchgeführt. Die
synthetischen Transkripte von jedem Konstrukt wurden translatiert
und der Transport durch die Mikrosomenmembranen hindurch wurde durch
Untersuchung des Schutzes gegen Verdauung durch Proteinase K getestet.
-
Diese
Ergebnisse, die in 4A dargestellt
sind, zeigen, daß die
scheinbaren Molekulargewichte der in-vitro synthetisierten Polypeptide die
eingeführten
Mutationen widerspiegeln (4A, Bahn
1, 5, 9 und 13). In Gegenwart von Mikrosomen und von Proteinase
K wurden keine Peptide mit niedrigem Molekulargewicht beobachtet,
was zeigt, daß die
vollständigen
Polypeptidketten der modifizierten γ-Zeine durch die Mikrosomenmembranen
hindurch transportiert worden waren (4A,
Bahn 3, 7, 11 und 15). Vergleicht man das Ergebnis der Translokation
der vier modifizierten γ-Zeine, so wurde beobachtet,
daß das
Protein H45γZ (4A, Bahn 11) das die Insertion von 10
Aminosäuren
des Lysintyps enthielt, weniger stark transportiert wurde als die
anderen Proteine. Es scheint, daß die negativ geladenen Reste
in gewissem Ausmaß eine
negative Auswirkung auf die Transportfähigkeit ausüben. Da der polyklonale Antikörper αG2, der gegen
das γ-Zein
gerichtet ist (Ludevid et al., 1985, Plant Sci. 41, 41–48) für die Unterscheidung
zwischen dem γ-Zein
des Wildtyps und den modifizierten γ-Zeinen nicht verwendet werden
konnte, wurde ein Antikörper αPL gegen
ein synthetisches Peptid, das die lysinreiche Aminosäuresequenz
enthält,
hergestellt. Anschließend
wurde getestet, ob in-vitro synthetisierte modifizierte Proteine
sowohl von den αG2-Antikörpern als
auch von den als αPL-Antikörpern erkannt
wurden. Dieser Versuch ist in 4B und
in 4C dargestellt, wo die synthetischen
Transkripte des γ-Zeins,
nämlich
P20γZ, H30γZ, H45γZ und N13γZ, in-vitro
translatiert worden waren und in denen die Translationsprodukte
mit αPL
(4B) und mit αG2 (4C)
immungefällt
wurden. Diese Ergebnisse zeigen, daß die lysinreichen γ-Zeine von
den beiden Antikörpern
erkannt wurden (siehe 4B und C, Bahn
2 bis 5) und daß das γ-Zein nur
vom αG2-Serum
erkannt wurde (4B und C, Bahn 1).
So ermöglicht
die Spezifität
der αPL-Antikörper für die modifizierten
Proteine, zwischen dem lysinreichen γ-Zein und dem endogenen γ-Zein zu
unterscheiden, wenn die modifizierten Gene in Endospermzellen exprimiert werden.
Gemeinsam haben diese Versuche gezeigt, daß das Vorhandensein von lysinreichen
Sequenzen die Funktion des Transmembrantransports oder das immunologische
Verhalten des γ-Zeins
nicht störte.
-
Expressionsanalyse
von an Lysin angereicherten γ-Zeinen
in Mais-Endospermen
-
Um
zu untersuchen, ob das an Lysin angereicherte modifizierte γ-Zein in
den Endospermzellen exprimiert und angehäuft wird, wurden Körner im
Stadium 17 TNB mit DNA, die die Codiersequenzen für das Protein
der vier Konstrukte (3) unter der Kontrolle des CaMV-Promotors (P20γZ und H20γZ) und des γ-Zein-Promotors
(H45γZ und
N13γZ) enthält, beschossen.
Als Kontrollen wurden Konstrukte mit Antisense-Promotor oder ohne
Promotor verwendet. 24 Stunden nach der Transformation der Endosperme
wurden die Gesamtproteine extrahiert und die Expression der modifizierten γ-Zeine wurde
mittels Immunblotting mit dem Antikörper αPL geprüft. 6A zeigt,
daß die
chimären γ-Zein-Gene,
die die Insertion (Pro-Lys)n nach der Domäne Pro-X
(P20γZ)
enthalten oder diese ersetzen (H45γZ und H30γZ) stark exprimiert wurden und
daß die Translationsprodukte
wirksam in den Endospermzellen angereichert wurden (6A,
Bahnen 3, 4 und 5). Für jede
Bahn entsprachen die Proteinextrakte ungefähr 1/3 eines beschossenen Endosperms,
wodurch man abschätzen
konnte, daß die
Menge der modifizierten Proteine P20γZ, H30γZ und H45γZ pro Endosperm im Nanogrammbereich
lag. Weiterhin wurde keinerlei quantitativer Unterschied zwischen
dem Expressionsniveau der chimären
Gene unter der Kontrolle des CaMV-Promotors und des γ-Zein-Promotors
beobachtet, was die oben beschriebenen Ergebnisse, die mit den Markerproteinen
GUS und LUC (5) erhalten wurden, bestätigt. Es
wurde beobachtet, daß der
Antikörper αPL ein ungefähr 30 kD
großes
Protein, das in den Gesamtproteinextrakten, auch in den nichttransformierten
Endospermen, vorlag (siehe die schwache Bande in den vier Bahnen
der 6A) erkannte. Mit einem sequentiellen
Proteinextraktionsverfahren konnte man feststellen, daß es sich
bei diesem Protein nicht um ein im Wäßrigen lösliches Speicherprotein handelte.
-
Wie
aus 6A (Bahn 2) hervorgeht, wurde
das Protein N13γZ
nicht einmal in Spuren nachgewiesen, was anzeigt, daß das entsprechende
chimäre
Gen in den Endospermzellen nicht exprimiert wurde bzw. daß das Protein
N13γZ abgebaut
worden war. Es wurden die RNAs von Endospermen, die mit DNAs, die
für die
Proteine H45γZ
und N13γZ
codieren, transformiert worden waren, sowie die RNAs von nichttransformierten
Endospermen analysiert. Ausgehend von den Gesamt-RNAs wurden die
cDNAs hergestellt und mittels PCR mit Hilfe von spezifischen Primern
amplifiziert. 6B ist eine Darstellung
der Southern-Blot-Analyse von drei cDNA-Proben, die mit einem Oligonukleotid
hybridisiert worden waren, das für
eine als Sonde verwendete Sequenz K(Pro – Lys)4 codiert.
Die Ergebnisse zeigen, daß das
Gen N13γZ
korrekt exprimiert worden war (6B,
Bahn 3). Das Vorliegen von Banden in den Proben H45γZ- und N13γZ bzw. das
Fehlen dieser Banden in den nichttransformierten Endospermen hat
nahegelegt, daß das
Protein N13γZ
während
der 24-stündigen
Inkubation abgebaut worden war. Aufgrund dieser Beobachtungen haben
die Erfinder geschlossen, daß die
Insertionsstelle der lysinreichen Sequenzen für die Stabilität des modifizierten γ-Zeins kritisch
ist.
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Das an Lysin
angereicherte γ-Zein
wird in den Proteinkörpern
angehäuft
-
Außer dem
Lysingehalt ihrer Pro-X-Sequenzen wiesen die Proteine P20γZ, H30γZ und H45γZ Eigenschaften
auf, die auch beim γ-Zein
des Wildtyps auftraten, es waren nämlich das Signalpeptid, die
N-terminale in Tandemanordnung wiederholte Domäne und die C-Terminale cysteinreiche
Region verwandt. Es schien wichtig, zu bestimmen, ob diese Domänen, die
die Zielsteuerung und die Bildung der Proteinkörper aufrechterhalten, völlig funktionell
bleiben oder ob die lysinreichen Sequenzen eine spezielle Umwelt
erzeugten, in der diese Eigenschaften gestört werden könnten. Um diese zu prüfen hat
man untersucht, ob sich die modifizierten γ-Zeine in den Proteinkörpern anhäufen konnten.
Es wurde mit den transformierten Endospermen eine Fraktionierung
in Zellfraktionen durchgeführt.
Die Homogenate von beschossenen Endospermen wurden auf diskontinuierliche
Saccharosegradienten aufgetragen (20%, 50% und 70% Saccharose),
und alle gewonnenen Fraktionen wurden mittels Immunblotting analysiert.
P20γZ, H30γZ und H45γZ wurden
auf die Proteinkörperfraktion
sedimentiert, und es wurde weder im Überstand noch in der Mikrosomenfraktion
eine wesentliche Menge dieser Proteine nachgewiesen (7A, Bahnen 2, 2 und 3). Obwohl aus den
vorab durchgeführten in-vitro-Versuchen
(4A) hervorging, daß die neu
synthetisierten modifizierten γ-Zeine
in die Hunde-Mikrosomen transportiert worden waren, wurde hier geprüft, ob die
in-vivo in Endospermzellen exprimierten modifizierten Proteine in
die Membran des endoplasmatischen Reticulums transportiert wurden
und im Inneren der vom endoplasmatischen Reticulum stammenden Proteinkörper verblieben.
Aus diesem Grund wurden die isolierten Proteinkörper in isotonischen Puffern
(mit 20% Saccharose) oder nach osmotischem Schock in Wasser mit
Proteinase K verdaut (7B). Die gegen
proteolytischen Abbau durch Enzyme geschützten Proteine können von
einer Membran umgeben sein und eine Behandlung mit Detergens-Lösungen oder
hypotonischen Lösungen
hat zum Abbau der Proteine geführt
(Walter und Blobel, 1983, Method Enzymol. 96, 84–93). Mit Hilfe eines Vergleichs
der Intensität
der Banden nach Abbau durch Proteinase K in saccharosehaltigen Medien
oder Wasser konnte gezeigt werden, daß die Proteine P20γZ, H30γZ und H45γZ in isotonischen
Puffern gegen Abbau geschützt
waren, (Bahnen 1, 3 und 5), jedoch in Wasser teilweise abgebaut
wurden (Bahnen 2, 4 und 6).
-
Aufgrund
der Expression von modifizierten γ-Zein-Genen
in den Zellen unter der Aleuronschicht des Endosperms mittels Beschuß mit der
Genkanone konnte beobachtet werden, daß die lysinreichen γ-Zeine großteils angehäuft wurden,
außer,
wenn die lysinreichen Sequenzen 5 Reste stromaufwärts vom
C-terminalen Ende des γ-Zein-Polypeptids
lagen. Ausgehend von dieser Expression und von immuncytochemischen
Untersuchungen an isolierten Proteinkörpern haben die Erfinder nachgewiesen,
daß die
lysinreichen γ-Zeine
korrekt in diesen Organellen angehäuft werden und an der gleichen
Stelle wie die endogenen γ-Zein-
und α-Zein-Proteine
lokalisiert sind.
-
Es
wurden aus P20γZ-Endospermen
isolierte Proteinkörper
mittels Immungoldmarkierung und Elektronenmikroskopie untersucht.
Bei mit dem Antikörper αP-L inkubierten
Ultradünnschnitten
(8A) wurde die Goldmarkierung im Inneren
der Proteinkörper
nachgewiesen, was anzeigt, daß das
lysinreiche Protein P20γZ
im Inneren dieser Organellen angehäuft wurde. In Schnitten, die
nur mit dem Antikörper αP-L inkubiert wurden,
erfolgte eine Immunmarkierung nur an manchen Proteinkörpern (die
das lysinreiche γ-Zein
enthalten), während
der Großteil
der isolierten Proteinkörper
nicht mit dem Antikörper αP-L immunmarkiert
wurde, da diese nichttransformierten Endospermzellen entsprachen.
Um zu bestimmen ob das lysinreiche γ-Zein an der gleichen Stelle
wie die α-Zein- und γ-Zein-Polypeptide
lokalisiert war, wurde an isolierten Proteinkörpern eine immun-elektromikroskopische
Doppelmarkierung mit den Antikörpern αZ und αP-L (8B) bzw. αG2 und αP-L (Abb. 8C und D) durchgeführt. 8B zeigt eine Mikrographie des Querschnitts
von zwei Proteinkörpern
die, mit dem Antikörper αP-L (15 nm-Goldpartikel)
und dem Antikörper αZ (5 nm-Goldpartikel)
markiert worden waren. Aus dem Ergebnis der Immunfärbung geht
hervor, daß das
Protein P20γZ
im Proteinkörper
angehäuft
wird und an der gleichen Stelle wie α-Zein lokalisiert wird (siehe,
wie sich die α-Zein-Markierung über die
gesamte Oberfläche
der Proteinkörper
erstreckt). Außerdem
wurden Tangentialschnitte (8B, siehe Pfeile)
und Querschnitte (8D) von Proteinkörpern mit
dem Antikörper αP-L (15 nm-Goldpartikel)
und dem Antikörper αG2 (5 nm-Goldpartikel)
inkubiert. In beiden Fällen
war das Protein P20γZ
an der gleichen Stelle wie die γ-Zein-Polypeptide
lokalisiert. Es konnte beobachtet werden, daß die Tangentialschnitte des
Proteinkörpers
(8A, C, siehe Pfeile) insofern leicht
von den Querschnitten des Proteinkörpers unterschieden werden
konnten, als bei den ersteren eine stärkere Elektronendichte auftrat
und sich die Markierung des γ-Zeins über den
gesamten Schnitt erstreckte. Im Gegensatz dazu war die Dichte bei
den Querschnitten schwächer und
die Markierung des γ-Zeins
war auf der Membran, die den Proteinkörper umgibt, lokalisiert. In
beiden Fällen
folgte die Lokalisierung der Markierung des lysinreichen γ-Zeins derjenigen
des endogenen γ-Zeins.
-
B) Herstellung von genetisch
modifizierten Pflanzen, die lysinreiche γ-Zeine exprimieren
-
1) Gewinnung und Verwendung
von Maiskallus als Target für
die genetische Transformation
-
Bei
der genetischen Transformation des Maises ist im allgemeinen unabhängig von
der verwendeten Methode (Elektroporation; Agrobacterium, Mikrofasern,
Genkanone) die Verwendung von undifferenzierten Zellen mit aktiver
Zellteilung, bei denen die Fähigkeit
zur Regeneration von intakten Pflanzen erhalten ist, erforderlich.
Aus dieser Art von Zellen setzt sich der lockere embryogene Maiskallus
(auch Typ-IIKallus genannt) zusammen.
-
Diese
Kalli erhält
man ausgehend von unreifen Embryonen des Genotyps Hi II oder (A188 × B73) nach der
von Armstrong (Maize Handbook; (1994) M. Freeling, V. Walbot Hrsg.;
S. 665–671)
beschriebenen Methode auf den in dieser Arbeit beschriebenen Medien.
Die so erhaltenen Kalli werden durch wiederholtes Umsetzen alle
15 Tage auf dem Initiationsmedium vermehrt und erhalten.
-
Ausgehend
von diesen Kalli werden anschließend Pflänzchen regeneriert, und zwar
dadurch, daß man
das hormonale und osmotische Gleichgewicht der Zellen nach der von
Vain et al. (Plant Cell Tissue and Organ Culture (1989) 18:143–151) beschriebenen
Methode modifiziert. Diese Pflanzen werden anschließend im
Gewächshaus
abgehärtet,
wo sie gekreuzt oder geselbstet werden können.
-
2) Verwendung der Genkanone
für die
genetische Transformation von Mais
-
Im
Absatz oben wird die Gewinnung und Regeneration der für die Transformation
erforderlichen Zelllinien beschrieben; hier beschreibt man ein Verfahren
für die
genetische Transformation, die zur stabilen Integration der modifizierten
Gene in das Genom der Pflanze führt.
Diese Methode beruht auf der Verwendung einer Genkanone, die der
von J. Finer (Plant Cell Report (1992) 11:323–328) beschriebenen Genkanone gleicht;
bei den Target-Zellen handelt es sich um Stücke von Kalli, wie sie in Absatz
1 beschrieben wurden. Diese Stücke,
die eine Oberfläche
von 10 bis 20 mm2 aufweisen, wurden 4 Stunden
vor dem Beschiessen in einer Anzahl von 16 Stücken pro Schale in die Mitte
einer Petrischale gelegt, welche ein Kulturmedium enthält, das
mit dem Initiationsmedium identisch ist, jedoch zusätzlich 0,2
M Mannit + 0, 2 M Sorbit enthält.
Die Plasmide, die die einzuführenden
Gene enthalten, werden auf einer Qiagen®-Säule nach
den Anweisungen des Herstellers gereinigt. Anschließend werden
sie auf Wolframpartikel (M10) niedergeschlagen, wobei man wie bei
Klein (Nature (1987) 327:70–73)
beschrieben vorgeht. Die so beschichteten Partikel werden mit Hilfe
der Kanone und der Vorschrift, wie sie bei J. Finer (Plant Cell
Report (1992) 11:323–329)
beschrieben sind, auf die Target-Zellen
geschossen.
-
Die
so beschossenen Kallusschalen werden anschließend mit Scellofrais® dicht
verschlossen und dann bei 27°C
im Dunkeln kultiviert. Ein erstes Umsetzen erfolgt 24 Stunden nachher
und anschließend
wird 3 Monate lang alle 15 Tage auf ein Medium umgesetzt, das mit
dem Initiationsmedium identisch ist, jedoch zusätzlich ein Selektionsmittel
enthält,
dessen Art und Konzentration von dem verwendeten Gen abhängt (siehe Absatz
3). Die Selektionsmittel, die verwendet werden können, bestehen im allgemeinen
aus Wirkstoffen von gewissen Herbiziden (Basta®, Round
up®)
oder gewissen Antibiotika (Hygromycin, Kanamycin usw. ...).
-
Nach
3 Monaten oder manchmal auch früher
erhält
man Kalli, deren Wachstum nicht von dem Selektionsmittel gehemmt
wird und die üblicherweise
und hauptsächlich
aus Zellen bestehen, die aus der Teilung einer Zelle hervorgehen,
die in ihr genetisches Material eine oder mehrere Kopien des Selektionsgens
integriert hat. Die Häufigkeit,
mit der solche Kalli erhalten werden, beträgt ungefähr 0,8 Kalli pro beschossener Schale.
-
Diese
Kalli werden identifiziert, vereinzelt, vermehrt und anschließend so
kultiviert, daß Pflänzchen regeneriert
werden (vgl. Absatz 1). Um jegliche Wechselwirkung mit nichttransformierten
Zellen zu vermeiden, werden alle diese Arbeitsschritte auf Kulturmedien
durchgeführt,
die das Selektionsmittel enthalten.
-
Die
so regenerierten Pflanzen werden abgehärtetet und anschließend im
Gewächshaus
herangezogen, wo sie gekreuzt oder geselbstet werden können.
-
3) Verwendung des Bar-Gens
für die
Herstellung von genetisch modifizierten Maispflanzen, die das Gen H45γZ integriert
haben und dieses exprimieren
-
Das
Bar-Gen von Streptomyces hygroscopicus codiert für eine Phosphinothricin-Acyltransferase (PAT),
die durch Acetylierung des Phosphinothricin-Moleküls, das
den Wirkstoff des Herbizids Basta® darstellt, inaktiviert
ist. Die Zellen, die dieses Gen tragen, werden dadurch resistent
gegen dieses Herbizid gemacht und können auf diesem Weg selektiert
werden. Für
die Transformation von Getreiden steht die Codiersequenz des Bar-Gens
unter der Kontrolle einer Regulationsregion, die eine starke konstitutive
Expression in den Pflanzenzellen ermöglicht. Solch eine Region stellt
vorteilhafte Promotor und das erste Intron des Actin-Gens aus Reis dar,
wie sie von Mc Elroy (Mol. Gen. Genet. (1991) 231:150–160) beschrieben
werden.
-
Dieses
chimäre
Gen wird in ein Plasmid kloniert, das seine Amplifikation durch
Escherichia coli ermöglicht.
Dieses Plasmid (pDM 302 Cao (Plant Cell Report (1992) 11:586–591) kann
nach seiner Amplifikation und anschließender Reinigung auf einer
Qiagen®-Säule für die genetische
Transformation von Mais verwendet werden, wobei man zum Beispiel
wie in der oben beschriebenen Methode vorgeht. Hier werden die Kulturmedien
für die
Selektion der transformierten Zellen mit 2 mg/l Phosphinothricin
versetzt.
-
Für die Einführung des
Gens H45γZ
verwendet man vorteilhaft die sogenannte Cotransformationstechnik:
das
Selektionsgen (Bar) und das interessierende Gen (H45γZ) befinden
sich auf unabhängigen
Plasmiden. Hier geht man bei der Verwendung der Genkanone so vor,
daß man
die Plasmide gemeinsam auf die Wolframpartikel fällt, wobei die Gesamtmenge
der auf die Partikel gefällten
DNA gleich wie in der Standardvorschrift ist (5 μg DNA pro 2,5 mg Partikel) und
jedes Plasmid ungefähr
die Hälfte
des verwendeten DNA-Gesamtgewichts ausmacht.
-
Die
Erfahrung hat gezeigt, daß das
(mit einer Größenordnung
von 90%) häufigste
Ereignis bei dieser Methode die Cointegration der Plasmide in die
Pflanzenzellen ist, das heißt,
daß praktisch
jede Pflanze, die das Bar-Gen integriert hat und auf diesem Weg
selektiert wurde, auch das H45γZ-Gen
trägt.
Das Coexpressionsniveau (Prozentsatz der selektierten Pflanzen),
die das Gen H45γZ
exprimieren) liegt üblicherweise
in einer Größenordnung
von 70%.
-
Die
so eingeführten
Gene sind im allgemeinen genetisch gekoppelt; das Gen H45γZ kann daher
vorteilhaft aufgrund der Resistenz gegen das Herbizid, mit der es
eng gekoppelt ist, in den Nachkommenschaften verfolgt werden.
-
Die
Menge des modifizierten Proteins wird nach den in Beispiel A beschriebenen
Methoden bestimmt, insbesondere durch Immunblotting anhand von Proteinextrakten
von unreifen oder reifen Maiskörnern,
die in gepoolter Form von Basta-resistenten Pflanzen entnommen werden.
-
4) Beispiel für den Schritt
der Einführung
von Transgenen, insbesondere des Gens, das für H45γZ codiert, für die Modifikation des Opaque-2-Phänotyps von
Mais
-
Züchterische
Verbesserung von Opaque-2-Mais durch Introgression des Gens für an Lysin
angereichertes γ-Zein.
-
Es
werden die in dem obigen Beispiel beschriebenen transformierten
Pflanzen, die gleichzeitig eine Resistenz gegen Basta und die Expression
eines an Lysin angereicherten γ-Zeins
aufweisen, verwendet. Mit ihrem Pollen werden Opaque-2-Maispflanzen
der Bahn W64Ao2, die nur ein einziges γ-Zein-Gen enthält, befruchtet.
Diese Bahn wurde vom Maize Stock Center erhalten. Die Pflanzen dieser
F1-Nachkommenschaften werden auf ihre Resistenz gegen Basta selektiert
und anschließend
geselbstet. Die so produzierten F2-Körner werden auf einem Leuchttisch
auf ihren "Opaque"-Phänotyp untersucht,
und die "Opaque"-Körner oder
die glasigen Körner
werden ausgesät
und auf ihre Resistenz gegen Basta ausgewertet. Dort, wo die "Opaque"-Körner nicht
gegenüber
Basta empfindlich sind, ist der Beweis erbracht, daß die Einführung des
Gens für
an Lysin angereichertes γ-Zein
in die jeweiligen Pflanze den "Opaque-2"-Phänotyp vervollständigt.
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Anschließend werden
bei diesen basta-resistenten Pflanzen Einzelpflanzen mit dem Genotyp
o2/o2, die nur eine einziges γ-Zein-Gen
auf dem Chromosom 7 aufweisen, mit Hilfe von Molekularsonden, die
für das Gen
Opaque 2 und für
das γ-Zein
codieren, selektiert. Mit diesen molekularen Sonden werden polymorphe
Restriktionsfragmente identifiziert, und nur diejenigen Einzelpflanzen,
die das Muster der Bahn W64o2 aufweisen, werden ausgewählt. (Lopes,
M.A. et al., 1995, Mol. Gen. Genet. 19:247, 603–613).
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Diese
Einzelpflanzen weisen einen Lysingehalt auf, der im Mittel dem des
o2-Maises entspricht oder auch höher
ist. Ausgehend von diesen Einzelpflanzen wird jegliche Introgression
des Merkmals "hoher
Lysingehalt" in
Elite-Sorten mittels der Bestimmung der Basta-Resistenz und des
Vorhandenseins des Allels o2, das mittels RFLP nachgewiesen wird,
beobachtet.
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5) Expression von an Lysin
angereicherten γ-Zeinen
in Arabidopsis thaliana
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Um
zu einer stabilen Transformation zu gelangen wurden die Plasmidkonstrukte
P20γZ und
pH30γZ, die
in das Plasmid Bluescript KS (–)
kloniert worden waren, in Form von HincII/XbaI-Fragmenten in den
binären Vektor
pBin19 (Bevan, M. Nucl. Acids Res. 12:8711–8721 (1984)), der den 35S-Promotor
des Blumenkohlmosaikvirus (CaMV) und die Signale für die Bildung
des 3'-Endes und
für die
Polyadenylierung aus dem Octopin-Synthetasegen (ocs) enthält, insertiert.
Die neuen Plasmide wurden p19P20γZ
und p19H30γZ
genannt (12).
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Die
binären
Vektoren, die die Codiersequenzen für die Proteine P20γZ und H30γZ enthalten (p19P20γZ und p19H30γZ) wurden
in den Agrobacterium tumefaciens-Stamm LBA4404 eingefügt. Arabidopsis-Pflanzen
des Ökotyps
RLD wurden mit der von Valvekens, D., Van Montagu, M. et Van Lijsebettens,
M. ((1988) Proc. Natl. Acad. Sci. USA 85:5536–5540) beschriebenen Methode
transformiert. Für
jedes Konstrukt wurden 10 transgene Pflanzen mittels Immunblot-Analyse
unter Verwendung eines gegen γ-Zein
erhaltenen Antiserums (αG2,
Ludevid et al. 1985) durchmustert. Zur Gewinnung der F2-Generation
wurden die Pflanzen, die den höchsten
Gehalt an transgenen Produkten der F1-Generation enthielten, ausgewählt (dieser
Gehalt entsprach ungefähr
0,1% der Gesamtmenge der in den Blättern von Arabidopsis vorhandenen
Proteine). Diese Pflanzen wurden auch für die Expression des gewünschten
Proteins selektiert.
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Intakte
transgene Pflanzen, die auf einem kanamycinhaltigen Medium selektiert
worden waren, wurden in flüssigem
Stickstoff homogenisiert. Die transgenen Proteine wurden selektiv
mit einer Lösung, die
Ethanol/Salzsäure
HCl 0,125 N im Verhältnis
3:1 (v/v) mit 5% Mercaptoethanol und Proteasehemmern enthielt, extrahiert.
Die mit dieser Lösung
extrahierten Proteine wurden in 5 Volumina Aceton gefällt und
mittels SDS-PAGE und Immunblotting analysiert. Als Kontrollen wurden
die Proteinextrakte von nicht-transgenen Pflanzen verwendet. Die
Proteine, die aufgrund der Insertion der K(P – K) 4-Sequenzen
in das γ-Zein
auftraten, wurden dadurch, daß man
den konstitutiven CaMV-35S-Promotor verwendete, korrekt in den Arabidopsis
thaliana-Pflanzen exprimiert. Auf den Immunblots erkannten die Antikörper αG2 und αPL die Elektrophoresebanden,
die den Proteinen P20γZ
und H30γZ
entsprachen. Diese Banden wanderten mit scheinbaren Molekulargewichten,
die denjenigen entsprachen, die man zuvor in den in-vitro-Translations/Translokationsversuchen beobachtet
hatte (30 kD bzw. 26 kD). Wie dies bei den transgenen Arabidopsis-Pflanzen,
die das γ-Zein
exprimieren, beobachtet wurde (Geli et al. Plant Cell 6:1911–1922 (1994))
wanderten die Proteine P20γZ
und H30γZ
in Form von zwei Elektrophoresebanden, nämlich bei P20γZ den Banden,
die 36 und 30 kD entsprachen und bei H30γZ den Banden, die 32 und 26
kD entsprachen. Die höheren
Banden könnten
Produkten entsprechen, die aufgrund von posttranslationellen Modifikationen
entstanden sind. Keine solche posttranslationelle Modifikation wurde
in den transformierten Maisendospermen nachgewiesen. Dieses Ergebnis
legt nahe, daß die
Modifikation dann erscheinen dürfte,
wenn diese Proteine in einem heterologen System wie Arabidopsis
thaliana exprimiert werden.
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6) Expression von rekombinanten
an Lysin angereicherten γ-Zeinen
in Mais
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Methode:
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Nach
der Gewinnung der transgenen Pflanzen werden diese mit einer nichttransformierten
männlichen
Linie gekreuzt. Bei einer Ein-Locus-Insertion werden also 50% der
geernteten Körner
transgen sein. Um die an Lysin angereicherten α-Zeine in den transgenen Pflanzen
zu analysieren werden die Proteine aus 6 Körnern pro Transformante extrahiert.
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Die
Endosperme werden dadurch herauspräpariert, daß man die Embryonen und Pericarpe
von den Körnern
entfernt. Die Endosperme werden gemahlen und 50 mg Mehl werden für die selektive
Extraktion eingesetzt. Zuvor werden die α-Zeine dreimal mit 70%igem Ethanol
extrahiert. Nach dem Zentrifugieren wird das Ethanol im Vakuum abgedampft.
Die in Ethanol unlöslichen
Proteine (hauptsächlich
die γ-Zeine
und die an Lysin angereicherten γ-Zeine)
werden von dem Pellet mit einem Laemmli-Puffer, der 10% Mercaptoethanol
enthält,
extrahiert (100 μl
Puffer pro 10 mg Mehl). Anschließend werden die Gesamtproteine
mittels Silberfärbung analysiert
(Morrissey, J.H., 1981, Ann. Biochem. Band 117, S. 307–310). Die γ-Zeine und
die an Lysin angereicherten γ-Zeine
werden mittels Immunblotting mit den Antikörpern αG2 (Verdünnung 1/2000) bzw. αPL (Verdünnung 1/500)
analysiert. Als Sekundärantikörper im
Immunblot wird ein mit alkalischer Phosphatase gekoppelter Antikörper gegen
Antikörper
aus dem Kaninchen verwendet. Die Extrakte werden verdünnt, um
auf die SDS-PAGE nach dem verwendeten Analyseverfahren aufgetragen
werden zu können.
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Ergebnisse:
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Anhäufung von an Lysin angereicherten γ-Zeinen in
den transgenen Maispflanzen 20γZ
und 45γZ:
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13 zeigt
den Immunblot der Proteinextrakte nach Nachweis mit Antiserum αPL (A, B)
und die Gesamtproteine nach Silberfärbung (C). Wie aus 13A ersichtlich, wurden 6 transgene 20γZ-Pflanzen
mit dem Antiserum αPL
geprüft,
und an Lysin angereichertes γ- Zein wird in den
transgenen Pflanzen A1 und D2 exprimiert (Bahn 1 bzw. 6). Bei der
Pflanze C1 (Bahn 4) werden nur Spuren von an Lysin angereichertem γ-Zein beobachtet.
Wenn die Extrakte der 6 transgenen Pflanzen 45γZ auf das Gel aufgetragen werden
und mit dem Antiserum αPL
markiert werden (13B), so beobachtet
man bei den Transformanten B1 und C1 eine starke Reaktion mit dem
Antikörper
(Bahn 3 bzw. 4).
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Es
ist anzumerken, daß die
Antikörperreaktion
bei den Extrakten von Endospermen der Pflanzen 45γZ B1 und
C1 stärker
ist als bei den Extrakten der Pflanzen 20γZ A1 und D2. Dieses Ergebnis
wird nach Anfärbung
der Gele mit Silber bestätigt
(13C), wo die beiden γ-Zein-Typen, nämlich endogenes
und an Lysin angereichertes Zein, angefärbt werden. Das an Lysin angereicherte γ-Zein weist ein scheinbares
Molekulargewicht von 30 kDa und das endogene γ-Zein ein scheinbares Molekulargewicht
von 28 kDa auf. Die Expression des an Lysin angereicherten γ-Zeins ist
in der Pflanze 45γZ
B1 schwächer
als bei C1 (Bahn 2 bzw. 3). Bei den Bahnen 1 bis 6 in 13C wurde eine identische Verdünnung der
Proteine von Extrakten der Endosperme der Pflanzen 45γZ und 20γZ auf das
Gel aufgetragen. Bei dieser Verdünnung
wird die Expression des an Lysin angereicherten γ-Zeins nur bei den Endospermen
der Pflanzen 45γZ
B1 und C1 nachgewiesen. Wird jedoch ein höher konzentrierter Extrakt
der 20γZ-Proteine
auf das Gel aufgetragen (40μg
Protein pro Bahn), so wird bei den Endospermen 20γZ A1 und
D2 eine schwache Bande (siehe Pfeil), die dem an Lysin angereicherten γ-Zein entspricht,
nachgewiesen. Aus diesem Ergebnis geht hervor, daß die 45γZ-Pflanzen
wesentlich mehr erfindungsgemäße Proteine
anhäufen
als die 20γZ-Pflanzen.
Dies beruht vermutlich auf den unterschiedlichen Promotoraktivitäten. Die
45γZ-Pflanzen waren mit
einem Konstrukt transformiert worden, das das erfindungsgemäße γ-Zein unter
der Kontrolle des γ-Zein-Promotors
(1,7 kb) enthält,
während
die 20γZ-Pflanzen
mit der gleichen Codiersequenz, jedoch unter der Kontrolle des CaMV-35S-Promotors, transformiert
worden waren. Die Silberfärbung
ist eine allgemeine Proteinfärbetechnik,
die dunkelbraune Farbe wird jedoch in erster Linie beim Vorhandensein
von basischen Proteinen beobachtet. Da die α-Zeine wie oben beschrieben aus
Mehl extrahiert worden waren, fehlen sie in der SDS-PAGE-Analyse
von 13C.
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Aufspaltung
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Da
im Fall eines einzigen Locus bei allen transgenen Pflanzen 50% Aufspaltung
auftritt, wurde eine Einzelkornanalyse durchgeführt, um den Gehalt an an Lysin
angereichertem γ-Zein
für jede
Transformante quantitativ zu bestimmen. Die Analyse wurde nur mit
den 45γZ-Transformanten,
die das höchste
Expressionsniveau aufwiesen, durchgeführt. In 14 sind
die Silberfärbung
(A) und der Immunblot mit αPL
(B) von 5 unterschiedlichen Endospermen von 45γZ B1 und C1 dargestellt. Die
in allen Bahnen vorhandene schwache elektrophoretische Bande (siehe
A, Bahn 1 bis 10) entspricht dem endogenen γ-Zein. Wie aus 14A ersichtlich
wird bei 2 der 5 Endosperme an Lysin angereichertes γ-Zein angehäuft siehe
Bahn 3, 4 und 6, 7). Es werden also bei ungefähr der Hälfte der Körner beträchtliche Mengen an an Lysin
angereicherten Proteinen angehäuft.
Angesichts der Tatsache, daß gleiche
Proteinmengen auf das Gel aufgetragen wurden, wird beobachtet, daß die Transformante
45γZ C1
mehr an Lysin angereichertem γ-Zein
angehäuft
hat als B1. Dieses Ergebnis stimmt also mit den Beobachtungen bei
der Silberfärbung
der Endosperm-Mischextrakte überein (13C, Bahn 3). Der Beweis dafür, daß an Lysin
angereichertes γ-Zein
in diesen Endospermen vorliegt, wird in 14B verdeutlicht.
Der Immunblot mit dem Antiserum αPL
zeigt, daß 2
Endospermextrakte von 45γZ
B1 (Bahn 3 und 4) sowie von 45γZ
C1 (Bahn 4 und 6) an Lysin angereichertes γ-Zein anhäufen. Um diesen Prozentsatz
der transgenen Körner
zu bestätigen
wurden 10 weitere Körner
der Transformante 45γZ
C1 mittels Immunblot unter Verwendung des Antiserums αPL analysiert
(15A). Wie erwartet werden ungefähr die Hälfte der
Körner
als transgen nachgewiesen. In den Endospermextrakten wurde eine
immunreaktive Bande nachgewiesen (Bahn 1, 2, 9 und 10).
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Quantitative Schätzung der
an Lysin angereicherten γ-Zeine in den Endospermen
der 45γZ-Transformanten:
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Bei αG2 handelt
es sich um ein polyklonales Antiserum, das die endogenen γ-Zeine und
die an Lysin angereicherten γ-Zeine
erkennt. Die Reaktionsfähigkeit
dieses Antiserums mit den Extrakten der Endosperme 45γZ C1 wurde
für die
quantitative Bestimmung der erfindungsgemäßen an Lysin angereicherten γ-Zeine in den
Endospermen der transformierten Pflanzen eingesetzt.
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15B ist eine Darstellung des Immunblots
von 5 Proteinextrakten, die 5 45γZ-C1-Endospermen entsprechen
(Bahn 1 bis 5). Wie erwartet wiesen nur 2 Endosperme ein für die transgenen
Körner
charakteristisches Immunreaktionsprofil auf. Die obere Bande mit
30 kDa entspricht dem an Lysin angereicherten γ-Zein (Pfeil in Bahn 1 und 2)
und die untere Bande entspricht dem endogenen γ-Zein. Es ist festzustellen,
daß bei den
Endospermen von nichttransgenen Pflanzen die obere Bande fehlt (Bahn
3, 4 und 5). Überraschenderweise
scheint es, daß der
endogene γ-Zein-Gehalt in den
Extrakten von transgenen Pflanzen niedriger ist als bei den nichttransgenen
Pflanzen (siehe Pfeile in Bahn 1 und 5).
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Auf
den ersten Blick wurde also folgendes beobachtet:
- i)
in den transgenen Endospermen 45γZ
C1 beträgt
das Verhältnis
zwischen an Lysin angereichertem γ-Zein und
endogenem Zein 7/3. Die Menge an erfindungsgemäßem modifiziertem Protein ist
daher mindestens zweimal höher
als die Menge an endogenem Protein.
- ii) die Menge an endogenem γ-Zein
in den nichttransgenen Endospermen (siehe Bahn 3, 4 und 5) entsprach
derjenigen des an Lysin angereicherten γ-Zeins in den transgenen Endospermen
(siehe Bahn 1 und 2).
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7) Expression von rekombinanten
an Lysin angereicherten γ-Zeinen
in Weizen
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Wie
in Beispiel 6) kann das Vorliegen von erfindungsgemäßen an Lysin
angereicherten γ-Zeinen
in Weizen gezeigt werden.
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Die
Transformation von Weizen kann insbesondere nach der bei Weeks et
al., 1993, Plant Physiol., Band 102:
Seiten 1077–1085 beschriebenen
Methode oder nach der in EP-709462 beschriebenen Methode durchgeführt werden.
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