DE69812882T2 - Verfahren zur bewegungskompensierten Mehrhalbbildverbesserung von Videostandbildern - Google Patents

Verfahren zur bewegungskompensierten Mehrhalbbildverbesserung von Videostandbildern Download PDF

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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und ein System zum Kombinieren der Informationen aus mehreren Videofeldern in ein einzelnes, hochqualitatives Standbild.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Individuelle Felder aus Videoquellen weisen allgemein folgende Nachteile auf:
    Sensor-, Band- und Übertragungs-Rauschen;
    Luminanz-Aliasing aufgrund von nicht ausreichend dichter räumlicher Abtastung der optischen Szene;
    Chrominanz-Aliasing aufgrund von nicht ausreichend dichter räumlicher Abtastung bestimmter Farbkomponenten in der optischen Szene (tritt häufig bei einzelnen CCD-Videokameras auf, die nur eine Farbkomponente an jeder Pixelposition erfassen können);
    relativ schlechte Auflösung.
  • Videoquellen weisen jedoch den Vorteil auf, daß viele Bilder derselben Szene verfügbar sind, üblicherweise mit relativ geringen Verschiebungen der Szenenelemente zwischen aufeinanderfolgenden Feldern. Nach einer geeigneten Bewegungskompensation können diese mehreren Bilder kombiniert werden, um ein Standbild mit weniger Rauschen zu erzeugen. Vielleicht noch wichtiger jedoch ist, daß das Vorhandensein von Bewegung ermöglicht, daß eine effektiv dichtere Abtastung der Szene vorliegt als von einem einzelnen Feld verfügbar ist. Dies eröffnet die Möglichkeit einer Aliasing-Entfernung sowie einer Auflösungsverbesserung.
  • Während analoges Video betrachtet wird, treffen viele der nachfolgenden Beobachtungen ferner auf eine Vielzahl von digitalen Videoquellen zu. Eine Beobachtung ist, daß die Auflösung der Chrominanzkomponenten bedeutend geringer ist als die der Luminanzkomponenten. Genauer gesagt ist die horizontale Chrominanzauflösung einer NTSC-Rundsendevideoquelle (NTSC = National Television System Standard) ungefähr 1/7 der Luminanz. Ferner, obwohl der NTSC-Standard die vertikale Auflösung der Chrominanzkomponenten nicht unter die der Luminanzkomponenten einschränkt, halbieren die meisten bekannten Videokameras von Natur aus die vertikale Chrominanzauflösung aufgrund ihres einzelnen CCD-Entwurfs. Da die Chrominanzkomponenten sehr wenig räumliche Informationen im Vergleich zu der Luminanzkomponente tragen, könnte sich ein Verfahren auf Auflösungsverbesserungsversuche für den Luminanzkanal allein konzentrieren. Ferner kann der Rechenaufwand des Mehrfachfeld-Verbesserungssystems reduziert werden, durch Arbeiten mit einem groberen Satz von Chrominanzabtastwerten als jenen, die für die Luminanzkomponente verwendet werden.
  • Eine zweite Beobachtung, die analoges Video betrifft ist, daß die Luminanzkomponente häufig in der vertikalen Richtung schwer verfälscht ist, aber dies in der horizontalen Richtung weniger ist. Dies ist zu erwarten, da die optische Bandbreite sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Richtung ungefähr gleich ist, aber die vertikale Abtastdichte ist weniger als die Hälfte der horizontalen Abtastdichte. Ferner verwenden neuere Videokameras CCD-Sensoren mit einer ansteigenden Anzahl von Sensoren pro Zeile, wohingegen die Anzahl von Sensorzeilen durch den NTSC-Standard gesetzt ist. Empirische Untersuchungen bestätigen die Erwartung, daß hohe Horizontalfrequenzen ein vernachlässigbares Aliasing erfahren, wohingegen hohe Vertikalfrequenzen einem beträchtlichen Aliasing unterliegen. Somit ist es wahrscheinlich nicht möglich, die horizontale Auflösung des abschließenden Standbildes durch eine Mehrfachfeldverarbeitung zu verbessern. Es sollte jedoch möglich sein, Aliasingkomponenten zu „entpacken", um die vertikale Auflösung zu verbessern und die störenden Aliasing-Artefakte („Zacken") um nicht vertikale Kanten zu entfernen. Was benötigt wird ist somit ein Verfahren und ein System zum Kombinieren von Informationen aus mehreren Videofeldern in ein einzelnes Hochqualitätsstandbild.
  • Die US 5,341,174 umfaßt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erzeugen einer Hochauflösungskopie eines Zielvideorahmens, der aus einer Sequenz von Videorahmen ausgewählt ist. Der Prozeß beginnt mit dem Erzeugen eines Referenzzielrahmens aus jeder zweiten Zeile des Zielrahmens, wobei der Verschachtelungsmodus der meisten Videokameras berücksichtigt wird. Ein vergrößerter Zielrahmen wird ebenfalls erzeugt, wobei der vergrößerte Zielrahmen eine bestimmte Auflösung aufweist, die mit der einer Hochauflösungsdruckvorrichtung übereinstimmt. Der vergrößerte Zielrahmen wird durch Zuweisen von Pixeln des Zielrahmens oder Pixeln von früheren oder späteren Rahmen zu Pixelpositionen in dem vergrößerten Zielrahmen erzeugt. Die Zuweisung wird durch Erzeugen von Bewegungsvektoren durchgeführt, die die Verschiebung von Pixeln zwischen dem früheren und späteren Rahmen und dem Referenzzielrahmen anzeigen und durch Verwenden dieser Bewegungsvektoren, um zu bestimmen, welche Pixel des früheren und späteren Rahmens zu einer jeweiligen Pixelposition in dem Referenzzielrahmen gehören. Dadurch werden nicht zugewiesene Pixelpositionen des vergrößerten Zielrahmens zu jeweiligen Pixeln in dem Zielrahmen oder dem früheren oder späteren Rahmen zugewiesen. Somit wird der vergrößerte Zielrahmen durch die Zuweisung zu jeweiligen Pixeln erzeugt und nicht durch Bilden eines gewichteten Durchschnittsbildes aus den vor-interpolierten Videorahmen. Deshalb unterliegt der Prozeß aus der US 5,341,174 Artefakten und Rauschen.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erzeugen eines verbesserten Standbildes zu liefern, das Bilder höherer Qualität erzeugt.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 und eine Vorrichtung gemäß Anspruch 10 gelöst.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Diese Erfindungsoffenbarung beschreibt ein System zum Kombinieren der Informationen aus mehreren Videofeldern in ein einzelnes Hochqualitätsstandbild. Eines der Felder wird ausgewählt, um die Referenz zu sein, und die verbleibenden Felder werden als Hilfs-Felder identifiziert. Das System reduziert das Rauschen sowie die Luminanz- und Farb- Aliasingartefakte, die dem Referenzfeld zugeordnet sind, während dessen Auflösung verbessert wird, durch Verwenden von Informationen aus den Hilfsfeldern.
  • Eine Ausrichtungsabbildung wird für das Referenzfeld aufgebaut und wird verwendet, um dieses Feld mit bis zu vier Mal der vertikalen Feldauflösung direktional zu interpolieren.
  • Bewegungsabbildungen sind aufgebaut, um die lokale Verschiebung zwischen Merkmalen in dem Referenzfeld und entsprechenden Merkmalen in jedem der Hilfsfelder zu modellieren. Die Bewegung wird auf Ein-Viertel-Pixelgenauigkeit in der vertikalen Richtung und Ein-Halb-Pixel-Genauigkeit in der horizontalen Richtung berechnet, unter Verwendung des direktional interpolierten Referenzfeldes, um die Teilpixelsuche zu erreichen. Die Bewegungsabbildungen werden erstens verwendet, um eine Ausrichtungsabbildung für jedes der Hilfsfelder direkt von der Ausrichtungsabbildung des Referenzfeldes herzuleiten (es wird darauf hingewiesen, daß Ausrichtungsabbildungen für jedes Feld separat berechnet werden könnten, wenn der Rechenaufwand nicht als übermäßig betrachtet werden würde) und später, um die Einlagerung von Informationen aus den Hilfsfeldern in das Referenzfeld zu führen.
  • Die Hilfsfelder werden dann direktional auf dieselbe Auflösung interpoliert wie das interpolierte Referenzfeld, unter Verwendung ihrer hergeleiteten Ausrichtungsabbildungen.
  • Eine Misch-Maske wird für jedes Hilfsfeld bestimmt, um Pixel auszublenden, die in dem abschließenden verbesserten Standbild nicht verwendet werden sollten; die ausgeblendeten Pixel entsprechen allgemein Regionen, in denen Bewe gungsabbildungen die Beziehung zwischen dem Referenz- und den Hilfs-Feldern nicht korrekt modellieren. Solche Regionen können z. B. einen nicht abgedeckten Hintergrund umfassen.
  • Ein gewichteter Durchschnitt wird aus den Referenzfeldpixeln und den bewegungskompensierten Hilfsfeldpixeln erzeugt, die nicht ausgeblendet wurden. Die Gewichte, die dieser gewichteten Mittelungsoperation zugeordnet sind, sind räumlich variierend und abhängig von den Misch-Masken und den aufgezeichneten Verschiebungen in den Bewegungsabbildungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Feldmittelungstechniken zerstört dieser Lösungsansatz eine verfügbare Bildauflösung bei dem Prozeß des Entfernens von Aliasing-Artefakten nicht.
  • Das abschließende Standbild wird nach einer horizontalen Interpolation durch einen zusätzlichen Faktor von 2 erhalten (um das korrekte Aspektverhältnis nach der oben beschriebenen vierfachen vertikalen Interpolation zu erhalten), und nach einer optionalen Nachverarbeitungsoperation, die das Bild schärft, das aus dem oben beschriebenen gewichteten Mittelungsprozeß gebildet wird. Die oben beschriebenen Schritte werden gewissermaßen für die Chrominanzkomponenten modifiziert, um die Tatsache zu reflektieren, daß diese Komponenten viel weniger Raumfrequenzinhalt aufweisen als die Luminanzkomponente.
  • Eine wichtige Eigenschaft dieses Bildverbesserungssystems ist, daß dasselbe mit einer Anzahl von Videofeldern arbeiten kann. Wenn nur ein Feld geliefert wird, verwendet das System die oben erwähnte fortschrittliche Richtungsinterpolationstechnik. Wenn zusätzliche Felder verfügbar sind, werden dieselben direktional interpoliert und in das interpolierte Referenzfeld zusammengeführt, um den Raumfrequenzinhalt fortschreitend zu verbessern, während Rauschen und andere Artefakte verringert werden. In dem speziellen Fall, in dem zwei Felder verfügbar sind, kann das System ferner als ein „Entschachtelungs"-Werkzeug betrachtet werden.
  • Andere Vorteile dieser Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung in der Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen offensichtlich, die bestimmte Ausführungsbeispiele dieser Erfindung darstellend und beispielhaft zeigen. Die Zeichnungen bilden einen Teil dieser Erklärung und umfassen exemplarische Ausführungsbeispiele, Objekte und Merkmale der vorliegenden Erfindung.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 zeigt eine Blockstruktur, die für eine Bewegungsschätzung und eine Feldzusammenführung verwendet wird: a) nicht-überlappende Segmentierung des Referenzfeldes; b) überlappende Bewegungsblöcke umgeben jeden Segmentierungsblock.
  • 2 zeigt die acht Ausrichtungsklassen und ihre Beziehung zu dem Zielluminanzpixel, dem dieselben zugeordnet sind.
  • 3 zeigt eine Tabelle von orthogonalen Wahrscheinlichkeitswerten
    Figure 00070001
    für jede der gerichteten Ausrichtungsklassen, C.
  • 4 zeigt direktionale Tiefpaßfilter, die an die Luminanzkomponente des vorbereiteten Referenzfeldes angewendet werden, um für die Berechnung der Ausrichtungsklassen-Wahrscheinlichkeitswerte vorzubereiten: a) LV, LV– und LV+; b) D; c) D+; d) O; und e) O+.
  • 5 zeigt lineare Zwischenkombinationen, v1, v2, v3 und v4 von horizontal vorgefilterten Luminanzpixeln, die verwendet werden, um den vertikalen Unwahrscheinlichkeitswert UV zu bilden.
  • 6 zeigt horizontal vorgefilterte Luminanzpixel, die zum Bilden der annähernd vertikalen Unwahrscheinlichkeitswerte verwendet werden: a) UV– und b) UV+.
  • 7 zeigt lineare Zwischenkombinationen; d / i von diagonal vorgefilterten Luminanzpixeln, die verwendet werden, um die diagonalen Unwahrscheinlichkeitswerte zu bilden: a) UD– und b) UD+.
  • 8 zeigt lineare Zwischenverbindungen, o / i von annähernd vertikal vorgefilterten Luminanzpixeln, die verwendet werden, um die schrägen Unwahrscheinlichkeitswerte zu bilden: a) Uo– und b) Uo+.
  • 9 zeigt benachbarte Klassenwerte, die verwendet werden, um die geglättete Ausrichtungsklasse C m,n zu bilden, die dem Zielpixel bei Zeile m und Spalte n zugeordnet ist.
  • 10 zeigt ein Beispiel der linearen Richtungsinterpolationsstrategie, die verwendet wird, um die drei fehlenden Luminanzabtastwerte wiederzugewinnen, Y4m+1,n, Y4m+2,n und Y4m+3,n aus benachbarten Originalfeldzeilen. Bei diesem Beispiel ist die Ausrichtungsklasse Cm,n = V+.
  • Detaillierte Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
  • Es sollte darauf hingewiesen werden, daß während bestimmte Formen der Erfindung dargestellt sind, dieselben nicht auf die spezifischen Formen oder Anordnungen von Teilen beschränkt sein sollen, die hierin beschrieben und gezeigt sind. Für Fachleute auf dem Gebiet ist es offensichtlich, daß verschiedene Änderungen durchgeführt werden können, ohne von dem Schutzbereich der Erfindung abzuweichen, und daß die Erfindung nicht als darauf beschränkt betrachtet wird, was in den Zeichnungen und Beschreibungen gezeigt ist.
  • Um die nachfolgende Erörterung zu erleichtern, bezeichnen HF und WF die Anzahl von Zeilen (Höhe) und Spalten (Breite) jedes digitalisierten Videofeldes. Viele Videodigitalisierer erzeugen Felder mit WF = 640 Spalten und HF = 240 Zeilen, aber dies muß nicht der Fall sein. Das Mehrfachfeldverarbeitungssystem interpoliert das Referenzfeld direktional auf eine Auflösung von HI = 4HF mal WI = WF (d. h. vertikale Erweiterung um einen Faktor von 4) und verbessert dann den vertikalen Informationsgehalt durch adaptives Zusammenfügen der direktional interpolierten, bewegungskompensierten und angemessen gewichteten Hilfsfelder in dieses interpolierte Referenzfeld. Dieser adaptive Zusammenfüh rungsprozeß dient ferner zum Entfernen von Aliasing und zum Reduzieren von Rauschen.
  • Es sollte darauf hingewiesen werden, daß diese Abmessungen nur die Luminanzkomponente des Videosignals beschreiben. Die Chrominanzkomponenten werden unterschiedlich behandelt. Originalchrominanzfelder weisen jeweils HF Zeilen auf, aber nur WF/4 Spalten. Die Videodigitalisierungs- und Decodierungs-Operationen können Chrominanzkomponenten mit diesen Auflösungen erzeugen oder ansonsten kann der Prozeß die Chrominanzkomponenten auf eine Sammlung von Videofeldern dezimieren, die bereits codiert wurden. Auf diese Weise reduziert der Prozeß die Speicheranforderungen und den Rechenaufwand, der der Mehrfachfeldverbesserungsoperation zugeordnet ist, ohne ein Opfern tatsächlicher Informationen. Das Mehrfachfeldverarbeitungssystem interpoliert die Chrominanzkomponenten des Referenzfeldes direktional auf eine Auflösung von HI/2 = 2HF mal WI/4 = WF/4 (d. h. eine vertikale Erweiterung um einen Faktor von 2) und führt dann die direktional interpolierten und bewegungskompensierten Chrominanzkomponenten des Hilfsfeldes adaptiv zu Komponenten in dem Referenzfeld zusammen, um das Chrominanzrauschen und Artefakte zu reduzieren. Es wird darauf hingewiesen, daß die Chrominanzkomponenten aus den verschiedenen Feldern durch einfaches Mitteln zusammengeführt werden, nachdem ungültige Pixel aus Regionen, die dem geschätzten Zwischenfeldbewegungsmodell nicht entsprechen, ausgeblendet wurden. Dieses temporäre Mitteln ist in der Lage, Rausch- und Farb-Aliasingartefakte zu mitteln, ist aber nicht in der Lage, den räumlichen Frequenzinhalt des Bildes zu verbessern. Die Luminanzkomponenten aus den verschiedenen Feldern werden jedoch unter Verwendung eines räumlich variierenden gewichteten Mittels zusammengeführt, dessen Gewichte aus der ge schätzten Zwischenfeldbewegung berechnet werden, um ein Aliasing zu entfernen, während der räumliche Frequenzinhalt des Bildes verbessert wird.
  • Das abschließende Bild, das durch das System erzeugt wird, weist H = HI = 4 HF Zeilen mal W = 2WI = 2WF Spalten auf. Es wird durch Verdoppeln der horizontalen Auflösung der Luminanzkomponente und Vervierfachen der horizontalen Auflösung und Verdoppeln der vertikalen Auflösung der Chrominanzkomponenten gebildet, die durch das oben beschriebene Verfahren erzeugt werden. Diese Operationen sind erforderlich, um die Luminanzkomponente auf das korrekte Aspektverhältnis wiederherzustellen und um einen vollen Satz von Chrominanzabtastwerten an jeder Pixelposition zu erhalten. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung kann ein horizontales Verdoppeln der Luminanzauflösung durch Anwenden des Interpolationsfilterkernels erreicht werden,
    Figure 00110001
  • Dieses Kernel bzw. Betriebssystemkern wurde ausgewählt, um das horizontale Frequenzansprechverhalten des Originalvideosignals zu bewahren, während eine multiplikationsfreie Implementierung ermöglicht wird. Derselbe Interpolationsbetriebssystemkern wird verwendet, um die horizontale Chromianzauflösung um einen Faktor von 2 zu erweitern, wonach die Chrominanzkomponenten um einen zusätzlichen Faktor von 2 in beiden Richtungen erweitert werden, unter Verwendung einer herkömmlichen bilinearen Interpolation.
  • Abschnitt 2 unten offenbart ein Verfahren zum Schätzen von lokalen Ausrichtungen innerhalb des Referenzfeldes zusammen mit einem Interpolationsverfahren, das verwendet wird, um die Referenz- und Hilfs-Felder gemäß der geschätzten Ausrichtungsabbildung direktional zu interpolieren. Abschnitt 1 offenbart ein Verfahren zum Erhalten der Bewegungsabbildungen zwischen den Referenz- und Hilfs-Feldern. Abschnitt 3 offenbart schließlich Verfahren zum Aufbauen von Zusammenführungsmasken und Zusammenführungsgewichtungsfaktoren zusammen mit dem schnellen Algorithmus, der verwendet wird, um die Referenz- und Hilfs-Felder tatsächlich in ein verbessertes Standbild zusammenzuführen.
  • 1 Bewegungsschätzung zwischen Referenz- und Hilfs-Feldern
  • Das Referenzfeld wird zuerst in nicht überlappende Blöcke segmentiert, die ungefähr 15 Feldzeilen und 23 Feldspalten bei der aktuellen Implementierung aufweisen. Diese Segmentierung ist in 1a gezeigt. Jeder dieser Segmentierblöcke 10 ist durch einen etwas größeren Bewegungsblock 12 umgeben, wie in 1b gezeigt ist. Benachbarte Bewegungsblöcke überlappen einander um zwei Feldzeilen 14 und vier Feldspalten 16 bei der aktuellen Implementierung. Das Bewegungsschätzungs-Teilsystem ist verantwortlich für das Berechnen eines einzelnen Bewegungsvektors für jeden Bewegungsblock für jedes Hilfsfeld. Der Bewegungsvektor soll die Verschiebung von Szeneobjekten innerhalb des Bewegungsblocks beschreiben, zwischen dem Referenz- und dem relevanten Hilfs-Feld. Diese Bewegungsvektoren werden verwendet, um den Prozeß zu leiten, der in Abschnitt 3 beschrieben ist, wodurch interpolierte Referenz- und Hilfs-Felder in ein einzelnes Bild zusammengeführt werden. Dieser Zusammenführungsprozeß wird unabhängig von jedem Bewegungsblock durchgeführt, wonach die zusammengeführten Bewegungsblöcke zusammengeflickt werden, um das abschließende Bild zu bil den. Eine geglättete Gewichtungsfunktion wird verwendet, um die überlappenden Regionen aus benachbarten Bewegungsblöcken zu mitteln. Der Zweck dieses Abschnittes ist nur das Beschreiben des Verfahrens, das verwendet wird, um die Bewegungsvektoren für einen gegebenen Bewegungsblock zu schätzen.
  • Für jedes der Hilfsfelder verarbeitet das System die Bewegungsblöcke auf lexikographische Weise. Eine Schätzung des Bewegungsvektors für jeden dieser Blöcke erfolgt in drei einzelnen Phasen. Die erste Phase versucht, den Bewegungsvektor basierend auf den Bewegungsvektoren vorherzusagen, die aus vorangehend verarbeiteten, benachbarten Bewegungsblöcken erhalten wurden. Die Vorhersagestrategie ist in Abschnitt 1.1 beschrieben. Dieser vorhergesagte Bewegungsvektor wird verwendet, um die effiziente und robuste Grobbewegungsschätzungstechnik vorzuspannen, die in Abschnitt 1.2 beschrieben ist, die eine Bewegung nur mit Genauigkeit ganzer Pixel schätzt. Die abschließende Verfeinerung auf Viertel-Pixel-Genauigkeit in der vertikalen Richtung und Halb-Pixel-Genauigkeit in der horizontalen Richtung wird unter Verwendung einer herkömmlichen MAD-Blockanpassungstechnik durchgeführt. Details werden nachfolgend in Abschnitt 1.3 gegeben.
  • 1.1 Bewegungsvorhersage
  • Um die Erörterung zu erleichtern, bezeichnet
    Figure 00130001
    den groben – d. h. Pixelauflösungs – Bewegungsvektor für den (m, n)ten Bewegungsblock, d. h. den n-ten Bewegungsblock in der m-ten Reihe der Bewegungsblöcke, die dem Referenzfeld zugeordnet sind. Da Bewegungsvektoren in lexikographischer Reihefolge geschätzt werden, wurden die benach barten Grobbewegungsvektoren
    Figure 00140001
    bereits
  • geschätzt und können verwendet werden, um eine anfängliche Vorhersage für
    Figure 00140002
    zu bilden. Genauer gesagt setzt das Bewegungsschätzungsteilsystem den vorhergesagten Vektor
    Figure 00140003
    um der arithmetische Mittelwert der drei am wenigsten unterschiedlichen dieser vier benachbarten Bewegungsvektoren zu sein. Zu dem Zweck dieser Berechnung ist die Disparität unter einer Sammlung von drei Bewegungsvektoren
    Figure 00140004
    und
    Figure 00140005
    wie folgt definiert
    Figure 00140006
    das heißt, die Summe der L1 Distanzen zwischen jedem der Vektoren und ihrem arithmetischen Mittelwert. Ein Grund zum Bilden dieser Vorhersage
    Figure 00140003
    ist nicht, um die volle Bewegungsvektorsuchzeit zu reduzieren, sondern die Entwicklung von glatten Bewegungsabbildungen zu unterstützen. In Regionen der Szene, die wenig Informationen enthalten, aus denen eine Bewegung geschätzt werden kann, wird bevorzugt, die vorhergesagten Vektoren anzunehmen, wann immer dies vernünftig erscheint. Anderweitig können die „willkürlichen" Bewegungsvektoren, die üblicherweise durch Blockbewegungsschätzungsalgorithmen in diesen Regionen erzeugt werden, störende visuelle Artefakte verursachen, wenn Versuche gemacht werden, die Referenz- und Hilfs-Felder in ein einzelnes Standbild zusammenzuführen.
  • 1.2 Grobe Bewegungsschätzung
  • Im allgemeinen erzeugt der Prozeß eine grobe – d. h. Ganzpixelgenauigkeit – Schätzung der Bewegung
    Figure 00150001
    zwischen dem Referenzfeld und einem gegebenen Hilfsfeld, für den (m, n)ten Bewegungsblock. Ferner ist es erwünscht, die Schätzung hin zu dem vorhergesagten Vektor
    Figure 00150002
    vorzuspannen, immer wenn dies konsistent mit den Merkmalen ist, die in den zwei Feldern angetroffen werden. Das Grobbewegungsschätzungsteilsystem führt eine umfassende Suche durch, die bei einem Ausführungsbeispiel des Systems einen Suchbereich von
    Figure 00150003
    Feldspalten und
    Figure 00150004
    Feldzeilen umfaßt. Für jeden Vektor v in diesem Bereich berechnet der Prozeß eine objektive Funktion,
    Figure 00150005
    die nachfolgend erörtert wird. Um die Erörterung zu erleichtern bezeichnet Omin den Minimalwert, der durch
    Figure 00150005
    über den Suchbereich erlangt wird, und V bezeichnet den Satz aller Bewegungsvektoren
    Figure 00150006
    derart, daß
    Figure 00150007
    wobei Tm eine vordefinierte Schwelle ist. Die abschließende Grobbewegungsschätzung
    Figure 00150008
    wird als der Vektor
    Figure 00150009
    genommen, der am nächsten zu dem vorhergesagten Vektor
    Figure 00150010
    ist. Hier wird die L1-Distanzmetrik verwendet, so daß die Distanz zwischen
    Figure 00150011
    und
    Figure 00150012
    Figure 00150013
    ist.
  • Die tatsächliche objektive Funktion
    Figure 00150014
    die für die Grobbewegungsschätzung verwendet wird, ist wie folgt offenbart. Anstelle des Verwendens von rechenintensiven Maximale-Absolute-Distanz-Objektiven (MAD-Objektive) erzeugt der Prozeß die objektive Funktion auf einer neuen Darstellung mit 2 Bit pro Pixel der Referenz- und Hilfs-Felder. Genauer gesagt werden die Luminanzkomponenten der Referenz- und Hilfs-Felder erst mit einem räumlichen Bandpaßfilter vorbereitet, wie in Unterabschnitt 1.2.1 beschrieben ist; eine 2-Bit-Darstellung jedes Bandpaß-gefilterten Luminanzabtastwerts wird durch eine einfache Schwellwertbildungstechnik gebildet, die in Abschnitt 1.2.2 beschrieben ist, und dann wird die objektive Funktion durch eine Kombination von „exklusiven Oder" (XOR) und Zähl-Operationen bewertet, die an die 2-Bit-Pixeldarstellungen angewendet werden, wie in Abschnitt 1.2.3 beschrieben ist.
  • 1.2.1 Bandpaßfiltern für eine Grobbewegungsschätzung
  • Ein einfaches Bandpaßfilter ist bei einem Ausführungsbeispiel durch Nehmen der Differenz von zwei Bewegungsfenster-Tiefpaßfiltern aufgebaut. Genauer gesagt sei y[i,j] der Luminanzabtastwert aus einem gegebenen Feld bei Zeile i und Spalte j. Das Bandpaß-gefilterte Pixel y[i,j] wird gemäß nachfolgender Formel berechnet:
    Figure 00160001
  • Hier sind Lx und Ly und die Breite und Höhe des „Lokalskala"-Bewegungsdurchschnittsfensters, während Wx und Wy die Breite und die Höhe des „Weitskala"-Bewegungsdurchschnittsfensters sind. Die Skalierungsoperationen können reduziert werden, um Operationen zu verschieben, durch Sicherstellen, daß jede diese vier Abmessungen eine Leistung von 2 ist, wobei in diesem Fall die gesamte Bandpaßfilterungsoperation mit vier Additionen, vier Subtraktionen und zwei Verschiebungen pro Pixel implementiert werden kann. Bei unserer bestimmten Implementierung hat sich herausgestellt, daß die Abmessungen LX = Ly = 4, Wx = 32 und Wy = 16 die Robustheit des Gesamtbewegungsschätzungsschemas optimieren. Es ist nichts wert, daß diese Bandpaßfilterungsoperation die Bewegungsschätzer- zu Zwischenfeld-Beleuchtungsabweichungen sowie zu Hochfrequenz-Aliasing-Artefakten in den individuellen Feldern desensibilisiert. Gleichzeitig erzeugt dieselbe Pixel, die einen Null- Mittelwert aufweisen – eine Schlüsselanforderung für die Erzeugung von nützlichen zwei Bit pro Pixeldarstellungen gemäß dem Verfahren, das in dem nachfolgenden Abschnitt beschrieben ist.
  • 1.2.2 2-Bit-Pixeldarstellung für Grobbewegungsschätzung
  • Nach dem Bandpaßfiltern wird jedem gefilterten Abtastwert y[i,j] eine 2-Bit-Darstellung bei dem bevorzugten Ausführungs beispiel der Erfindung zugewiesen, wobei diese Darstellung auf einem Parameter Tb basiert. Das erste Bit wird auf 1 gesetzt, wenn y[i,j]>Tb und ansonsten auf 0, während das zweite Bit auf 1 gesetzt wird, wenn y[i,j]<–Tb und ansonsten auf 0. Diese Zwei-Bit-Darstellung umfaßt eine bestimmte Redundanz, insofern, daß dieselbe y[i,j] in nur drei unterschiedlichen Betriebsverfahren quantisiert. Die Darstellung weist jedoch die nachfolgende wichtige Eigenschaft auf. Wenn
    Figure 00170001
    die Gesamtanzahl von einem Bit in dem Zwei-Bit-Ergebnis darstellt, das durch Nehmen des exklusiven Oder von entsprechenden Bits in den Zwei-Bit-Darstellungen erhalten wird, die y 1 und y 2 zugeordnet sind, dann ist es einfach zu verifizieren, daß
    Figure 00170001
    die nachfolgende Beziehung erfüllt.
    Figure 00180001
  • Somit kann
    Figure 00170001
    als ein Maß für die Distanz zwischen y 1 und y 2 interpretiert werden.
  • 1.2.3 Die Grobbewegungsschätzungs-Objektivfunktion
  • Unsere Objektivfunktion
    Figure 00150005
    ist aufgebaut durch Nehmen der Summe der 2-Bit-Distanzmetrik,
    Figure 00180002
    über alle Pixel (i,j) die innerhalb eines Grobanpassungsblocks liegen; dieser Grobanpassungsblock ist allgemein größer als der Bewegungsblock selbst. Hier ist y r[i,j] der Bandpaßgefilterte Abtastwert bei Zeile i und Spalte j des Referenzwerts, während y a[i,j] der Bandpaß-gefilterte Abtastwert bei Zeile i und Spalte j des Hilfsfeldes ist. Bei unserer Implementierung besteht der Grobanpassungsblock aus 20 Feldzeilen mal 32 Feldspalten, die den interessierenden Bewegungsblock umgeben.
  • 1.3 Verfeinerung auf Teilpixelgenauigkeit
  • Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird eine herkömmliche MAD-Suche (MAD = Mean Absolute Difference) durchgeführt, mit einem Suchbereich von einer Feldspalte und einer halben Feldzeile um den Vektor, zurückgesendet durch das Grobbewegungsschätzungsteilsystem, Suchen in Inkrementen von der Hälfte der Feldspaltenteilung und eines Viertels der Feldzeilenteilung. Nur das Referenzfeld muß auf die höhere Auflösung interpoliert werden (viermal die vertikale und zweimal die horizontale Auflösung), um diese Teilpixelgenauigkeitssuche zu erreichen. Die Hilfsfelder werden durch Anwenden eines 5-Abgriff-Vertikaltiefpaßfilters mit Betriebssystemkern angewendet,
    Figure 00190001
    vor dem Durchführen der Bewegungsverfeinerungssuche. Dieses Tiefpaßfiltern reduziert die Sensibilität gegenüber einem vertikalen Aliasing.
  • 2. Richtungsinterpolation jedes Feldes
  • 2.1 Ausrichtungsschätzung
  • Das Ziel der Ausrichtungsschätzung ist es, die Richtung der Bildkanten in der Nachbarschaft eines gegebenen Pixels zu identifizieren, so daß die vertikale Zwischenfeldinterpolationsoperation, die in Abschnitt 2.2 unten beschrieben wird, sorgfältig ausgeführt werden kann, um entlang und nicht über eine Kante zu interpolieren. Zusätzlich zu der korrekten Identifizierung der Kantenausrichtung ist es eine Schlüsselanforderung des Schätzers, daß die resultierende Ausrichtungsabbildung so glatt wie möglich ist. Es wird bevorzugt, daß die Ausrichtungsabbildung nicht wild in texturierten Regionen oder in glatten Regionen schwankt, die nahe an tatsächlichen Bildkanten liegen, da solche Fluktuationen sich nach der Interpolation als visuell störende Artefakte manifestieren könnten. Es ist daher wichtig die numerische Komplexität der Schätzungstechnik zu steuern.
  • Das Ausrichtungsschätzungs-Teilsystem arbeitet mit der Luminanzkomponente des Referenzfeldes. Für jedes „Ziel"-Luminanzpixel in diesem Feld wird eine Ausrichtungsklasse ausgewählt. Die Ausrichtungsklasse, die einer gegebenen Zielzeile und Zielspalte zugeordnet ist, wird als die dominante Merkmalsausrichtung interpretiert, die in einer Nachbarschaft beobachtet wird, deren Flächenschwerpunkt zwischen der Ziel- und den nächsten Feld-Zeilen und zwischen der Ziel- und den nächsten Feld-Spalten liegt. Dieser Flächenschwerpunkt ist mit einem Kreuzmuster 20 in 2 markiert. Die Figur stellt ferner den Satz von acht Ausrichtungsklassen dar, die jedem Zielluminanzpixel zugeordnet sein können. Dies sind:
    22 N: Keine bestimmte Ausrichtung.
    24 V: Bestimmtes Ausrichtungsmerkmal bei 90° (vertikal)
    26 V: Bestimmtes Ausrichtungsmerkmal bei 63° (annähernd vertikal) von oben links nach unten rechts.
    28 V+: Bestimmtes Ausrichtungsmerkmal bei 63° (annähernd vertikal) von oben rechts nach unten links.
    30 D: Bestimmtes Ausrichtungsmerkmal bei 45° (diagonal) von oben links nach unten rechts.
    32 D+: Bestimmtes Ausrichtungsmerkmal bei 45° (diagonal) von oben rechts nach unten links.
    34 O: Bestimmtes Ausrichtungsmerkmal bei 27° (schräg) von oben links nach unten rechts.
    36 O+: Bestimmtes Ausrichtungsmerkmal bei 27° (schräg) von oben rechts nach unten links.
  • Die Ausrichtungsklassenzuordnungen für jedes Luminanzpixel in dem Referenzfeld bilden die Ausrichtungsabbildung.
  • Die Schätzungsstrategie besteht aus einer Anzahl von Elementen, deren Details nachfolgend separat erörtert werden. Im wesentlichen ist ein numerischer Wert, LC, jeder der einzeln ausgerichteten Klassen C ∈ {V, V, V+, D, D+, O , O} zugeordnet, was als Wahrscheinlichkeit interpretiert wird, daß ein lokales Ausrichtungsmerkmal mit entsprechender Ausrichtung existiert. Die geschätzte Ausrichtungsklasse wird vorläufig auf die bestimmte Ausrichtungsklasse C gesetzt, die den Maximalwert LC aufweist. Der Wahrscheinlichkeitswert LC für die ausgewählte Klasse wird dann mit einem orthogonalen Wahrscheinlichkeitswert L1/2 verglichen, der die Wahrscheinlichkeit darstellt, die der orthogonalen Richtung zugeordnet ist. Wenn der Unterschied zwischen LC und L1/2 geringer ist als eine vorbestimmte Schwelle, dann wird die Ausrichtungsklasse auf N gesetzt, d. h. keine bestimmte Ausrichtung. Der orthogonale Wahrscheinlichkeitswert wird aus der Tabelle von 3 erhalten. Die Ausrich tungsabbildung, die auf die oben beschriebene Weise erhalten wird, wird einer abschließenden morphologischen Glättungsoperation unterzogen, um die Anzahl von störenden Artefakten zu minimieren, die während einer Richtungsinterpolation erzeugt werden. Diese Glättungsoperation ist in Abschnitt 2.1.3 beschrieben.
  • Um die Wahrscheinlichkeitswerte, LC, für jede gerichtete Ausrichtungsklasse C zu berechnen, werden die Luminanzpixel zuerst verarbeitet, unter Verwendung eines direktionalen Tiefpaßfilters, der in einer Richtung glättet, die ungefähr senkrecht zu der von C ist. LC basiert dann auf einer Gesamtabweichungsmetrik (TV-Metrik; TV = Total Variation), die entlang einer Bahn berechnet wird, die parallel zu der Ausrichtung von C ist; je größer die Abweichung, desto kleiner der Wahrscheinlichkeitswert. Die sieben direktionalen Filterungsoperationen werden in Abschnitt 2.1.1 beschrieben, während die TV-Metrik in Abschnitt 2.1.2 unten beschrieben wird.
  • 2.1.1 Ausgerichtetes Vorfiltern des Luminanzfeldes
  • Die Luminanzkomponente des Referenzfeldes wird zuerst vorbereitet durch Anwenden eines vertikalen Tiefpaßfilters mit dem Drei-Abgriff-Kern,
    Figure 00220001
  • Ein Zweck dieses Vorkonditionierungsfilters ist es, den Einfluß von vertikalen Aliasingartefakten zu reduzieren, die das Schätzungsteilsystem nachteilig beeinflussen können.
  • Um das vorkonditionierte Luminanzfeld für eine Berechnung von vertikalen Wahrscheinlichkeitswerten, LV, und annähernd vertikalen Wahrscheinlichkeitswerten Lv– und Lv+ vorzubehandeln, wird das horizontale Tiefpaßfilter angewendet, dessen fünf Abgriffe in 4a dargestellt sind.
  • Um das vorkonditionierte Luminanzfeld für eine Berechnung der diagonalen Wahrscheinlichkeitswerte LD– vorzubereiten, wird das diagonale Tiefpaßfilter angewendet, dessen drei Abgriffe 42 in 4b dargestellt sind. Das komplementäre Filter, dessen drei Abgriffe 44 in 4c dargestellt sind, wird verwendet, um für eine Berechnung der komplementären diagonalen Wahrscheinlichkeitswerte LC+ vorzubereiten.
  • Schließlich, um das vorkonditionierte Luminanzfeld für eine Berechnung der schrägen Wahrscheinlichkeitswerte Lo– und Lo+ vorzubereiten, werden annähernd vertikale Tiefpaßfilter 46, 48 angewendet, die in den 4d bzw. 4e dargestellt sind.
  • 2.1.2 Die Direktionale TV-Metrik
  • Für jede gerichtete Ausrichtungsklasse, C, werden die Wahrscheinlichkeitswerte, LC, durch Negieren eines Satzes von entsprechenden „Unwahrscheinlichkeits"-Werten, UC, gefunden. Die Unwahrscheinlichkeitswerte für jede gerichtete Ausrichtungsklasse werden durch Anwenden eines angemessenen „Gesamtabweichungs"-Maßes an die Luminanzkomponente des Referenzfeldes berechnet, nach dem Vorkonditionieren und dem angemessenen direktionalen Vorfiltern, wie oben in Abschnitt 2.1.1 beschrieben wurde.
  • Der vertikale Unwahrscheinlichkeitswert wird berechnet aus
    Figure 00240001
    wobei v1, v2, v3 und v4 lineare Kombinationen von Pixeln aus dem vorkonditionierten und horizontal vorgefilterten Luminanzfeld sind; diese lineare Kombinationen sind in 5 gezeigt. Der Mittelwert dieser Berechnung liegt auf halbem Weg zwischen der Ziel- 50 und der nächsten Feld-Zeile 52 und auf halbem Weg zwischen der Ziel- 54 und der nächsten Feld-Spalte 56, die 2 entspricht. Die annähernd vertikalen Unwahrscheinlichkeitswerte werden berechnet aus
    Figure 00240002

    und
    Figure 00240003

    wobei der Ausdruck v / i Pixelwerte aus dem vorkonditionierten und horizontal vorgefilterten Luminanzfeld darstellt; die relevanten Pixel sind in 6a und 6b gezeigt. Der Mittelwert dieser Berechnungen liegt wiederum eine halbe Feldzeile unter und eine halbe Feldspalte rechts von der Zielfeld-Zeile 60 und der -Spalte 62, wie für eine Konsistenz mit der Definition der Ausrichtungsklassen erforderlich ist.
  • Die diagonalen Unwahrscheinlichkeitswerte werden berechnet aus
    Figure 00250001

    und
    Figure 00250002
    wobei die Ausdrücke d / i jeweils eine lineare Kombination aus zwei Pixelwerten aus dem vorkonditionierten und diagonal vorgefilterten Luminanzfeld darstellen. Die Ausdrücke d; werden nach dem Anwenden des diagonalen Vorfilters gebildet, der in 4b gezeigt ist, während die Ausdrücke d; nach dem Anwenden des diagonalen Vorfilters gebildet werden, der in 4c gezeigt ist. Die Pixel und Gewichte, die verwendet werden, um die Ausdrücke d / i und d + / i zu bilden sind in 7a bzw. 7b dargestellt. Es wird darauf hingewiesen, daß der Mittelwert dieser Berechnungen wiederum eine halbe Feldzeile unter und eine halbe Feldspalte rechts von der Zielfeld-Zeile 70 und der -Spalte 72 liegt, wie für eine Konsistenz mit der Definition der Ausrichtungsklassen erforderlich ist.
  • Schließlich werden die schrägen Unwahrscheinlichkeitswerte berechnet aus
    Figure 00250003

    und
    Figure 00260001
    wobei die Ausdrücke o / i jeweils eine lineare Kombination aus zwei Pixelwerten aus dem vorkonditionierten und annähernd vertikal vorgefilterten Luminanzfeld darstellen. Die Ausdrücke o / i werden nach dem Anwenden des annähernd vertikalen Vorfilters gebildet, der in 4d gezeigt ist, während die Ausdrücke o + / i nach dem Anwenden des annähernd vertikalen Vorfilters gebildet werden, der in 4e gezeigt ist. Die Pixel und Gewichte, die verwendet werden, um die Ausdrücke o / i und o + / i zu bilden, sind in 8a bzw. 8b dargestellt. Es wird darauf hingewiesen, daß der Mittelwert dieser Berechnungen wiederum eine halbe Feldzeile unter und eine halbe Feldspalte rechts von der Zielfeld-Zeile 80 und der -Spalte 82 liegt, wie für eine Konsistenz mit der Definition der Ausrichtungsklassen erforderlich ist.
  • 2.1.3 Morphologisches Glätten der Ausrichtungsabbildung
  • Der Morphologisches-Glätten-Operator nimmt als Eingabe die Anfangsklassifizierung jedes Pixels in dem Referenzfeld in eine der Ausrichtungsklassen V, V, V+, D , D+, O oder O+, und erzeugt eine neue Klassifizierung, die allgemein weniger Zwischenklassenübergänge aufweist. Um die Erörterung zu vereinfachen sei Cm,n die Anfangsausrichtungsklassifizierung, die der Zielfeldzeile m 90 und der Zielfeldspalte n 92 zugeordnet ist. Der Glättungsoperator erzeugt eine potentiell unterschiedliche Klassifizierung C m,n, durch Berücksichtigen von Cm,n zusammen mit den 14 Nachbarn 94, die in 9 dargestellt sind. Die Glättungstaktik ist, daß der Wert C m,n identisch zu Cm,n sein sollte, außer entweder eine Mehrzahl der sechs Nachbarn 96, die links von dem Zielpixel liegen, und eine Mehrzahl der sechs Nachbarn 98, die rechts von dem Zielpixel liegen, weisen dieselbe Klassifizierung C auf, oder eine Mehrzahl der fünf Nachbarn 100, die über dem Zielpixel liegen, und eine Mehrzahl der fünf Nachbarn 102, die unter dem Zielpixel liegen, weisen dieselbe Klassifizierung C auf. In jedem dieser Fälle ist der Wert von Cm,n auf C gesetzt.
  • 2.2 Interpolation
  • Dieser Abschnitt beschreibt die direktionale Interpolationsstrategie, die verwendet wird, um die Anzahl von Luminanzzeilen zu vervierfachen und die Anzahl von Chrominanzzeilen zu verdoppeln. Um die nachfolgende Erörterung zu erleichtern sei Y4m,n in 10 das Luminanzpixel bei Feldzeile m und Feldspalte n. Der Zweck der Luminanzinterpolation ist es, drei neue Luminanzzeilen Y4m+1,n; Y4m+2,n und Y4m+3,n herzuleiten, zwischen jedem Paar von Originalluminanzzeilen Y4m,n 120 und Y4m+4,n 122. Auf ähnliche Weise ist es der Zweck der Chrominanzinterpolation, eine neue Chrominanzzeile, C2m+i,k zwischen jedem Paar von Originalchrominanzzeilen, C2m,k und C2m+2,k herzuleiten. Nur auf eine der Chrominanzkomponenten wird ausdrücklich Bezug genommen, mit dem Verständnis, daß beide Chrominanzkomponenten identisch verarbeitet werden sollten. Ferner sollte der Index k und nicht n verwendet werden, um die Chrominanzspalten zu bezeichnen, da die horizontale Chrominanzauflösung nur ein Viertel der horizontalen Luminanzauflösung ist.
  • Wie oben beschrieben ist, bezieht sich Cm,n auf die lokale Ausrichtungsklasse, die einer Region zugeordnet ist, deren Flächenschwerpunkt zwischen den Feldzeilen m und m+1 liegt. Die fehlenden Luminanzabtastwerte Y4m+1,n, Y4m+2,n und Y4m+3,n werden linear basierend auf einer Linie 124 interpoliert, die durch die fehlende Abtastwertposition 126 mit der Ausrichtung Cn,m gezeichnet ist. 10 stellt diesen Prozeß für eine annähernd vertikale Ausrichtungsklasse von Cm,n = V+ dar. Es wird darauf hingewiesen, daß die Originalfeldzeilen Y4m,n 120 und Y4m+4,n 122 häufig horizontal interpoliert werden müssen, um Abtastwerte an den Endpunkten 120 der ausgerichteten Interpolationslinien zu finden. Bei einem Ausführungsbeispiel wird das Interpolationsfilter von Gleichung (1) verwendet, um einen Verlust eines räumlichen Frequenzinhalts während dieses Interpolationsprozesses zu minimieren. Die nicht-gerichtete Ausrichtungsklasse, N, wird auf dieselbe vertikale Interpolationsstrategie voreingestellt wie die V-Klasse.
  • Chrominanzkomponenten werden auf ähnliche Weise behandelt. Genauer gesagt wird der fehlende Chrominanzabtastwert, C2m+1,k, linear basierend auf einer Linie interpoliert, die durch die fehlende Abtastwertposition mit der Ausrichtung, Cm,2k, gezogen ist. Die Chrominanzabtastwerte aus den Originalfeldzeilen, C2m,k und C2m+2,k, müssen wiederum häufig horizontal interpoliert werden, um Abtastwerte auf den Endpunkten der ausgerichteten Interpolationslinien zu finden.
  • 3 Adaptives, nicht-stationäres Zusammenführen von interpolierten Feldern
  • In diesem Abschnitt wird das Verfahren beschrieben, das zum Zusammenführen räumlich interpolierter Pixel aus den Hilfsfeldern in das Referenzfeld verwendet wird, um ein Hochqualitäts-Standbild zu erzeugen. Wie in Abschnitt 1 erwähnt wurde, wird die Zusammenführungsoperation unabhängig an jedem der überlappenden Bewegungsblöcke durchgeführt, die in 1 dargestellt sind. Das Bild wird aus diesen überlappenden Blöcken unter Verwendung einer Glättungsübergangsfunktion innerhalb der überlappenden Regionen zusammengestückelt. Die nachfolgende Erörterung betrachtet die Operationen, die verwendet werden, um einen einzelnen Bewegungsblock zusammenzuführen. Der Einfachheit halber werden diese Operationen beschrieben, als ob dieser Bewegungsblock das gesamte Referenzfeld einnehmen würde.
  • Der Zusammenführungsprozeß wird durch einen einzelnen Teilpixel-genauen Bewegungsvektor für jedes der Hilfsfelder geführt. Der erste Schritt umfaßt die Erzeugung einer Zusammenführungsmaske für jedes Hilfsfeld, um die Regionen zu identifizieren, in denen dieser Bewegungsvektor berücksichtigt werden kann, um eine Szenenbewegung zwischen dem Referenzfeld und dem relevanten Hilfsfeld zu beschreiben. Eine Zusammenführungsmaskenerzeugung wird in Abschnitt 3.1 unten erörtert. Der nächste Schritt ist es, Gewichte zu jedem räumlich interpolierten Pixel in den Referenz- und Hilfs-Feldern zuzuweisen, die den Beitrag identifizieren, den jedes derselben zu dem zusammengeführten Bild machen wird. Der Schritt wird in Abschnitt 3.2 unten erörtert. Schließlich wird der gewichtete Mittelwert aus Pixeln aus den verschiedenen Feldern unter Verwendung der schnellen Technik gebildet, die nachfolgend in Abschnitt 3.3 beschrieben ist.
  • 3.1 Erzeugung von Zusammenführungsmasken
  • Für ein gegebenes Hilfsfeld ist es das allgemeine Ziel des Zusammenführungsmaskenerzeugungs-Teilsystems, einen Binärmaskenwert für jedes Pixel in dem Originalreferenzfeld zu bestimmen, nicht dem interpolierten Referenzfeld. Der Maskenwert für ein bestimmtes Pixel identifiziert, ob der Bewegungsvektor, der dem gegebenen Hilfsfeld zugeordnet ist, eine Szenenbewegung zwischen den Referenz- und Hilfs-Feldern in der Nähe dieses Pixels richtig beschreibt oder nicht. Unser grundlegender Lösungsansatz zum Erzeugen dieser Masken umfaßt ein Berechnen eines direktional empfindlichen, gewichteten Mittelwerts von benachbarten Pixeln in dem Referenzfeld und entsprechender bewegungskompensierter Pixel in dem Hilfsfeld und ein Vergleichen dieser Mittelwerte. Ein Schlüssel zu dem Erfolg dieses Verfahrens ist die direktionale Empfindlichkeit der Lokalpixelmittelwerte.
  • Um die nachfolgende Erörterung zu erleichtern sei yr[i,j] der Luminanzabtastwert bei Zeile i und Spalte j in dem Referenzfeld. Der Einfachheit halber sei ya[i,j] das entsprechende Pixel in dem Hilfsfeld, nach dem Kompensieren des geschätzten Bewegungsvektors. Es wird darauf hingewiesen, daß die Bewegungskompensation eine Teilpixelinterpolation umfassen kann, da die Bewegungsvektoren auf Teilpixelgenauigkeit geschätzt werden. Wenn der Bewegungsvektor eine Bewegung in der Nähe des Pixels (i,j) korrekt beschreibt, kann erwartet werden, daß Nachbarschaftsmittelwerte um yr[i,j] und ya[i,j] ähnliche Ergebnisse ergeben würden. Ein Problem sind Bildkanten, wo der Erfolg von folgenden Feldzusammenführungen bedeutend von der Bewegungsvektorgenauigkeit in der Richtung senkrecht zu der Kantenausrichtung abhängt. Um diesen Problempunkt zu adressieren wird die Aus richtungsabbildung verwendet, die in Abschnitt 2.1 erörtert wurde. Nur in dem speziellen Fall, in dem die Ausrichtungsklasse für das Pixel (i,j) N ist, d. h. keine bestimmte Richtung, verwendet der Prozeß einen nicht-direktionalen gewichteten Mittelwert, dessen Gewichte aus dem Tensorprodukt der sieben horizontalen Abgriffbetriebssystemkerne,
    Figure 00310001

    und den fünf vertikalen Abgriffbetriebssystemkernen,
    Figure 00310002
    bei einem bestimmten Ausführungsbeispiel der Erfindung gebildet werden. In diesem Fall, wenn die gewichteten Mittelwerte, die um yr[i,j] und ya[i,j] gebildet sind, um mehr als eine vorbestimmte Schwelle abweichen, ist die Zusammenführungsmaske, mi,j, auf 0 gesetzt, was anzeigt, daß das Bewegungsmodell in dieser Region nicht als gültig betrachtet werden sollte.
  • Für alle anderen Ausrichtungsklassen werden die Referenzund Hilfs-Felder zuerst mit den drei horizontalen Abgriff-Niedrigpaßbetriebssystemkernen,
    Figure 00310003
    gefiltert, und dann werden vier eindimensionale gewichtete Mittelwerte, p[i,j], α1[i,j], α2[i,j] und α3[i,j] berechnet. Jeder dieser gewichteten Mittelwerte wird entlang einer Li nie ausgerichtet in der Richtung genommen, die durch die Ausrichtungsklasse für das Pixel (i,j) identifiziert wird, unter Verwendung der Gewichte
    Figure 00320001
    Die ausgerichtete Linie, die verwendet wird, um p[i,j] zu bilden, ist um das Pixel (i,j) in dem Referenzfeld zentriert. Auf ähnliche Weise ist die Linie, die verwendet wird, um α2[i,j] zu bilden um das Pixel (i,j) in dem Hilfsfeld zentriert. Die Linien für α1[i,j] und α2[i,j] weisen Mittelpunkte auf, die auf jede Seite des Pixels (i,j) in dem Hilfsfeld fallen, versetzt um ungefähr die Hälfte einer Feldzeile oder einer Feldspalte, wie angemessen, in der orthogonalen Richtung zu der, die durch die Ausrichtungsklasse identifiziert ist. Somit wäre in einer Region, deren Ausrichtungsklasse einheitlich vertikal ist, das Ergebnis α1[i,j] = α2[i,j–1] = α3[i,j–2]. Andererseits, in einer Region deren Ausrichtungsklasse einheitlich schräg ist, O-oder O+, sollte der horizontale Mittelwert, α1[i,j], ungefähr gleich zu dem arithmetischen Mittel von α2[i,j] und α2[i,j–1] sein. Aus diesen direktionalen Mittelwerten werden drei absolute Differenzen gebildet,
    Figure 00320002
  • Wenn δ2[i,j] eine vorbestimmte Schwelle überschreitet, wird gefolgert, daß der Bewegungsvektor keine Szenenbewegung in der Nähe des Pixels (i,j) beschreibt und mi,j wird entsprechend auf 0 gesetzt. Anderweitig wird gefolgert, daß der Bewegungsvektor ungefähr genau ist, aber der Prozeß muß trotzdem prüfen, um zu sehen, ob er ausreichend genau für eine Feldzusammenführung ist, um die Qualität eines Kantenmerkmals zu verbessern. Unter der Annahme, daß ein kleiner Bewegungsvektor allgemein verursachen würde, daß eines von δ1[i,j] und δ2[i,j] kleiner ist als δ2[i,j] und nicht beide, testet der Prozeß nach diesem Zustand, wobei mi,j auf 0 gesetzt wird, immer wenn sich dasselbe als wahr herausstellt.
  • 3.2 Erzeugung von räumlichen Gewichtungsfaktoren
  • Das Zusammenführungs-Teilsystem bildet einen gewichteten Mittelwert zwischen den direktional interpolierten Pixeln aus jedem Feld. Dieser Abschnitt beschreibt die Methodik, die verwendet wird, um relevante Gewichte zu bestimmen. Die Chrominanz- und Luminanz-Komponenten werden auf fundamental unterschiedliche Weise behandelt, da ein Großteil der räumlichen Informationen nur in dem Luminanzkanal getragen wird. Allen Chrominanz-Abtastwerten in dem Referenzfeld ist ein Gewicht von 1 zugewiesen, während den Chrominanz-Abtastwerten aus den Hilfsfeldern Gewichte von entweder 1 oder 0 zugewiesen sind, ausschließlich abhängig von dem Wert der Zusammenführungsmaske für das relevante Hilfsfeld. Auf diese Weise werden die Chrominanzkomponenten einfach über alle Felder gemittelt, außer in Regionen, in denen die Bewegungsvektoren die zugrundeliegende Szenenbewegung nicht reflektieren. Dies hat den Effekt des wesentlichen Reduzierens von Chrominanzrauschen. Ferner bedeutet die Tatsache, daß die meisten Szenen zumindest eine bestimmte Zwischenfeldbewegung enthalten, daß die Feldmittelwertbildung der Chrominanzkomponenten dazu neigt, Farbaliasingartefakte zu löschen, die aus dem harmonischen Takten von Szenenmerkmalen mit dem Farbmosaik entstehen, das bei Einzel-CCD-Videokameras verwendet wird.
  • Derselbe Lösungsansatz könnte für ein Zusammenführen der Chrominanzkomponenten ebenfalls angenommen werden; aber es könnten Einschränkungen im Hinblick auf das Verbessern des räumlichen Frequenzinhalts bestehen. Trotzdem ist die direktionale räumliche Interpolationstechnik in der Lage, den räumlichen Frequenzinhalt von ausgerichteten Kantenmerkmalen zu verbessern, wobei texturierte Regionen vollkommen abhängig von den Informationen aus mehreren Feldern für eine Auflösungsverbesserung sind. In Anbetracht der Einschränkung daß die Anzahl von verfügbaren Feldern sehr groß wird, hat ein einfaches Mittelwertbilden der interpolierten Felder den Effekt, daß die räumlichen Originalfrequenzen in der Szene einem Tiefpaßfilter unterzogen werden, dessen Impulsansprechverhalten identisch zu dem räumlichen Interpolationsbetriebssystemkern ist. Wenn ein „idealer" Sink-Interpolierer verwendet wird, um die fehlenden Zeilen in jedem Feld vertikal zu interpolieren, ist das Ergebnis ein Bild, das keinen vertikalen Frequenzinhalt über die Nyquist-Grenze aufweist, die einem einzelnen Feld zugeordnet ist. Bei dem Beispielsausführungsbeispiel der Erfindung wird eine linerare Interpolation verwendet, um die fehlenden Feldzeilen vor dem Zusammenführen zu interpolieren; und der Mittelwertbildungsprozeß neigt dazu, Aliasingartefakte zu beseitigen. Um hohe räumliche Frequenzen zu bewahren, während weiterhin Aliasing entfernt und Rauschen in den Luminanzkomponenten reduziert wird, kann eine räumlich variierende Gewichtungsfunktion angenommen werden. Genauer gesagt ist jedem Luminanzabtastwert in einem gegebenen Hilfswert ein Gewicht von 2 zugeordnet, wenn derselbe einem Originalpixel aus diesem Feld entspricht, 1 wenn derselbe innerhalb einer interpolierten Zeile (d. h. ein Viertel einer Feldzeile) aus einem Originalpixel positioniert ist und an sonsten 0. Wenn die relevante Zusammenführungsmaske 0 ist, dann setzt der Prozeß das Gewicht auf 0, unabhängig von der Distanz zwischen dem Abtastwert und einem Originalfeldabtastwert. Die Referenzfeld-Luminanzabtastwerte werden auf dieselbe Weise gewichtet, außer daß allen Abtastwerten ein Gewicht von zumindest 1 zugewiesen wird, um vorzusehen, daß zumindest ein Gewicht ungleich Null für jeden Abtastwert in dem zusammengeführten Bild verfügbar ist. Diese Gewichtungstaktik hat den Effekt, daß vertikale Frequenzen einem bedeutend weniger starken Tiefpaßfilter unterzogen werden als ein einfaches Mittelwertbilden mit einheitlichen Gewichten.
  • 3.3 Schnelles Verfahren zum Implementieren der gewichteten Mittelwerte
  • Dieser Abschnitt beschreibt ein effizientes Verfahren, das verwendet wird, um das gewichtete Mittelwertbilden von interpolierten Abtastwerten aus den Referenz- und Hilfs-Feldern zu implementieren. Dieselbe Technik kann sowohl für Luminanz- als auch Chrominanz-Abtastwerte verwendet werden. Um diese Erörterung zu erleichtern seien v1, v2,..., vF die Abtastwerte, die aus jedem der F Felder zusammengeführt werden sollen, um einen einzelnen Luminanz- oder Chrominanz-Abtastwert in dem abschließenden Bild zu bilden. Ferner seien w1, w2,..., wF die entsprechenden Gewichtungswerte, die Werte von 0, 1 oder 2 annehmen, gemäß der Erörterung in Abschnitt 3.2. Der gewünschte gewichtete Mittelwert kann wie folgt berechnet werden
    Figure 00350001
  • Dieser Ausdruck umfaßt eine kostenbehaftete Divisionsoperation. Um diese Schwierigkeit zu lösen, bildet der Prozeß bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ein einzelnes 16-Bit-Wort, v ^ f, für jeden Abtastwert. Die niedrigstwertigen neun Bits von v ^ f halten den gewichteten Abtastwert, vf·wf; die nächsten drei Bits sind auf 0 gesetzt; und die höchstwertigen vier Bits von v ^ f halten das Gewicht, wf. Der gewichtete Mittelwert wird dann implementiert durch Bilden der Summe
    Figure 00360001
    und Verwenden von v ^ als den Index für eine Nachschlagetabelle mit 216 Einträgen. Diese Technik ist so lange effektiv, wie die Anzahl von Feldern, F, 8 nicht überschreitet. Gemäß diesem Zustand halten die niedrigstwertigen 12 Bits von v ^ die Summe der gewichteten Abtastwerte und die höchstwertigen vier Bits halten die Summe der Gewichte, so daß eine Tabellennachschlageoperation ausreichend ist, um den gewichteten Mittelwert wiederzugewinnen.
  • 4 Verhalten
  • Obwohl das Mehrfachfeld-Verbesserungssystem, das in diesem Dokument offenbart ist, erscheinen kann, um zahlreiche Operationen zu umfassen, sollte darauf hingewiesen werden, daß eine effiziente Implementierung keine übermäßigen Ansprüche an das Berechnen von Speicherressourcen eines Allzweckcomputers stellen muß. Dies liegt daran, daß die zahlreichen Zwischenergebnisse, die erforderlich sind, um die verschie denen Teilsysteme zu implementieren, die vorangehend beschrieben wurden, inkrementell auf einer Zeile-Für-Zeile-Basis erzeugt und verworfen werden können. Ferner können Zwischenergebnisse häufig zwischen den unterschiedlichen Teilsystemen gemeinschaftlich verwendet werden. Viele Parameter, wie z. B. Filterkoeffizienten und Abmessungen wurden im Hinblick auf die Implementierungseffizienz ausgewählt. Als ein Beispiel, um vier Voll-Farb-Videofelder zu verarbeiten, jedes mit 240 Zeilen und 640 Spalten, erfordert das System eine Gesamtspeicherungskapazität von nur 1,1 MB, wobei fast die gesamte derselben (0,92 MB) verwendet wird, um die Quellfelder selbst zu speichern. Das Verarbeiten dieser vier Felder erfordert ungefähr 8 Sekunden CPU-Zeit z. B. an einer Arbeitsstation der HP-Serie 735, die mit 99 MHz arbeitet. An einem PC mit einem 200 MHz Pentium Pro Prozessor benötigt dieselbe Operation weniger als 4 Sekunden CPU-Zeit. Empirische Beobachtungen zeigen an, daß dieses Mehrfachfeld-Verarbeitungssystem eine bedeutend höhere Standbildqualität erreicht als herkömmliche Einzelfeld-Verbesserungs- oder -Entschachtelungs-Techiken. Ferner erscheint das System über einen breiten Bereich von Zwischenfeldbewegung robust zu sein, von einer einfachen Kameraerschütterung bis hin zu einer komplexen Bewegung von Szenenobjekten.

Claims (10)

  1. Ein Verfahren zum Erzeugen eines verbesserten Standbildes aus mehreren Videofeldern, die Pixel aufweisen, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist: (a) Auswählen von zumindest einem Feld, um als ein Referenzfeld zu dienen; (b) Verwenden von verbleibenden Feldern, um als Hilfsfelder zu dienen; (c) Aufbauen einer Abbildung einer Ausrichtungklasse für das Referenzfeld, die verwendet wird, um das Referenzfeld sowohl horizontal als auch vertikal zu interpolieren, zum Erzeugen einer verbesserten Ruflösung des Referenzfeldes, wobei die Abbildung der Ausrichtungsklasse abhängig von der Richtung von Bildkanten in der Nachbarschaft jedes Pixels in dem Referenzfeld aufgebaut ist; (d) Aufbauen einer Bewegungsvektorabbildung, um eine lokale Versetzung zwischen Pixeln in dem Referenzfeld und entsprechenden Pixeln in den Hilfsfeldern zu modellieren; (e) Verwenden der Bewegungsvektorabbildung, um eine Hilfsfeldabbildung einer Ausrichtungsklasse für jedes der Hilfsfelder direkt von der Abbildung der Ausrichtungsklasse des Referenzfeldes abzuleiten; (f) Verwenden der Hilfsfeldabbildungen der Ausrichtungsklasse, um die Hilfsfelder auf dieselbe verbesserte Auflösung wie das interpolierte Referenzfeld sowohl horizontal als auch vertikal zu interpolieren; (g) Bestimmen einer Zusammenführungsmaske für jedes Hilfsfeld, um bestimmte Pixel auszumaskieren; (h) Bilden eines Gewichts-Mittel-Bildes aus den Referenzfeldpixeln und den Hilfsfeldpixeln, die nicht ausmaskiert wurden; und (i) horizontales Interpolieren des gewichteten Mittel-Bildes, um das verbesserte Standbild zu bilden.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem die Schritte auf Luminanzkomponenten der Videofelder angewendet werden.
  3. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem die Schritte auf Chrominanzkomponenten der Videofelder angewendet werden.
  4. Das Verfahren gemäß Anspruch 3, bei dem die Schritte an den Chrominanzkomponenten mit einem relativ kleineren Raum-Frequenz-Gehalt als entsprechende Luminanzkomponenten durchgeführt werden.
  5. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem der Bewegungsvektor unter Verwendung von dem sowohl horizontal als auch vertikal interpolierten Referenzfeld auf eine Subpixel-Viertelpixel-Genauigkeit in der vertikalen Richtung und Halbpixelgenauigkeit in der horizontalen Richtung berechnet wird.
  6. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem eine Hilfsfeldabbildung der Ausrichtungsklasse für jedes der Hilfsfelder durch Berechnen einer Abbildung einer Ausrichtungsklasse für jedes Hilfsfeld separat erzeugt wird.
  7. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem die bestimmten Pixel bei Schritt (g) Regionen entsprechen, in denen der Bewegungsvektor nicht in der Lage ist, die Beziehung zwischen den Referenz- und Hilfs-Feldern korrekt zu modellieren.
  8. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das eine zusätzliche Nachverarbeitungsoperation umfaßt, die das Bild schärft, das aus dem Schritt des gewichteten Mittelns (h) gebildet wird.
  9. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem die horizontale Interpolation von Schritt (i) einen Horizontalinterpolationsfaktor von zwei umfaßt.
  10. Ein System zum Erzeugen eines verbesserten Standbildes aus mehreren Videofeldern, die Pixel aufweisen, wobei das System folgende Merkmale aufweist: (a) eine Auswahleinrichtung zum Auswählen von zumindest einem Feld, um als ein Referenzfeld zu dienen, und zum Verwenden von verbleibenden Feldern, um als Hilfsfelder zu dienen; (b) eine Abbildungseinrichtung zum (i) Konstruieren einer Abbildung einer Ausrichtungsklasse für das Referenzfeld, die verwendet wird, um das Referenzfeld sowohl horizontal als auch vertikal zu interpolieren, zum Erzeugen einer verbesserten Auflösung des Referenzfeldes, wobei die Abbildung der Ausrichtungsklasse abhängig von der Richtung von Bildkanten in der Nachbarschaft jedes Pixels in dem Referenzfeld aufgebaut wird; (ii) Aufbauen einer Bewegungsvektorabbildung, um eine lokale Versetzung zwischen Pixeln in dem Referenzfeld und entsprechenden Pixeln in den Hilfsfeldern zu modellieren; (iii) Verwenden der Bewegungsvektorabbildung, um eine Hilfsfeldabbildung einer Ausrichtungsklasse für jedes der Hilfsfelder direkt von der Abbildung der Ausrichtungsklasse des Referenzfeldes abzuleiten; (c) eine Interpolationseinrichtung, die die Hilfsfeldabbildungen der Ausrichtungsklasse verwendet, um die Hilfsfelder auf dieselbe verbesserte Auflösung wie das interpolierte Referenzfeld sowohl horizontal als auch vertikal zu interpolieren; (d) eine Maskierungseinrichtung, die eine Zusammenführungsmaske für jedes Hilfsfeld bestimmt, um bestimmte Pixel auszumaskieren; (e) eine Mittelungseinrichtung, die ein Gewichtetes-Mittel-Bild aus den Referenzfeldpixeln und den Hilfsfeldpixeln, die nicht ausmaskiert wurden, erzeugt; und (f) eine Interpolationseinrichtung, die das Gewichtete-Mittel-Bild horizontal interpoliert, um das verbesserte Standbild zu bilden.
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