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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Verfahren gemäß Anspruch
1 zur Herstellung von gefälltem
Calciumcarbonat (PCC).
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Gemäß einem solchen Verfahren wird
Calciumhydroxid unter Verwendung von gasförmigem Kohlendioxid karbonisiert.
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Die Erfindung bezieht sich ebenso
auf eine Vorrichtung gemäß Anspruch
11 zum Durchführen
der Karbonisierungsreaktion.
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Gefälltes Calciumcarbonat wird
als ein Papierfüll-
oder Beschichtungsmittel verwendet. Andere mögliche Gebiete zur Verwendung
schließen
Farben, Kunststoffe, die Lebensmittelverarbeitungsindustrie, die pharmazeutische
Industrie, etc. ein.
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PCC kann hergestellt werden durch
einen Kaustifizierungsprozeß und
durch eine Karbonisierungsreaktion. Im Kaustifizierungsprozeß wird Calciumoxid
gelöst,
wodurch Calciumhydroxid gebildet wird, welches dann mit Natriumcarbonat
in flüssiger
Phase umgesetzt wird. Als einem Ergebnis werden kaustisches Soda (NaOH)
und Calciumcarbonat erhalten, wobei Natriumhydroxid in gelöstem Zustand
verbleibt, während
Calciumcarbonat gefällt
wird. Beide Produkte werden wieder gewonnen und der weiteren Verarbeitung
zugeführt.
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Im Karbonisierungsprozeß wird die
aus der Löschung
von Kalk erhaltenen Calciumhydroxid-Aufschlämmung mit gasförmigem Kohlendioxid
umgesetzt. Dies wird normalerweise durchgeführt, in dem ein kohlendioxidhaltiges
Gas, das aus Rauchgas stammt und einen CO2-Gehalt
von etwa 20–40%
aufweist, in die Ca(OH)2-Mischung eingebracht
wird, dessen Feststoffgehalt etwa 20% beträgt. Das CO2-Gas
wird dabei in eine wässrige
Ca(OH)2-Lösung eingeblasen, wodurch das
Gas in Bläschen
aufgeteilt wird und der in diesen Bläschen enthaltene Kohlendioxid
im umgebenden Wasser aufgelöst
wird. Es werden Carbonat-Ionen gebildet, die mit den Ca2+-Ionen
reagieren, wodurch Calciumcarbonat erhalten wird, das aus der Lösung gefällt wird.
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Um einen erschöpfenden Beitrag zu bringen
mag erwähnt
werden, daß Calciumhydroxid
mit Kohlendioxid nicht nur bei der Herstellung von PCC umgesetzt
wird, sondern auch in anderen Zusammenhängen wie – unter anderem – der Entschwefelung
von Rauchgasen und beim Schrubben in einem Rauchgasschrubber.
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Mit den Prozessen zur Herstellung
von PCC gemäß dem Stand
der Technik sind eine Reihe von beträchtlichen Nachteilen verbunden.
So wird der herkömmliche
Kaustifizierungsprozeß durch
Restsalze im PCC gestört.
Wenn andererseits PCC durch herkömmliche
Kohlendioxid-Karbonisierungsprozesse hergestellt wird, besteht ein
Nachteil in der langen Karbonisierungszeit, typischerweise 1 bis
7 h, die für
die Reaktion erforderlich ist. Zusätzlich sind die hergestellten
PCC-Kristalle von unterschiedlicher Größe und ihre Teilchengröße variiert
in einem sehr weiten Bereich.
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Lösungen
des Stands der Technik sind ebenfalls durch die Schwierigkeit beeinträchtigt worden,
ausreichend wirksame Massetransportbedingungen zu erzielen, um eine
schnelle Kernbildung sowie die gleichzeitige Erzeugung einer riesigen
Anzahl von Kristallkeimen, die dann in einer riesigen Anzahl von
kleinen Kristallen wachsen würden,
zu ermöglichen.
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Das Ziel der vorliegenden Erfindung
ist es, die Nachteile des Stands der Technik zu beseitigen und eine
vollständig
neue Lösung
für die
Herstellung von gefälltem
Calciumcarbonat aus Löschkalk
und Kohlendioxidgas zu erhalten.
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Die Erfindung beruht auf dem Konzept
der Durchführung
der Karbonisierung durch Unterziehen einer starken Turbulenz in
einer Turbulenzzone, in dem das Kohlendioxidgas mit Calciumhydroxidteilchen
durch die Vermittlung von zufälligen
Flüssigkeitströpfchen reagiert
bzw. umgesetzt wird. Somit werden bei der Reaktion Gas, Flüssigkeit
und Feststoffteilchen gleichzeitig unter intensiver Turbulenz und
bei einer hohen Energieintensität
in Kontakt gebracht. Der Gasstrom absorbiert die Flüssigkeit
und die Teilchen und bildet eine Dreiphasen-Turbulenzmischung. Die
Lösung
gemäß der Erfindung
kann auch als ein Dreiphasenprozeß bezeichnet werden, da gleichzeitig
drei Phasen vorliegen, wobei die Gasphase das Reaktionsmedium aufbaut.
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Genau gesagt, ist das Verfahren gemäß der Erfindung
durch das gekennzeichnet, was im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 festgelegt ist.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung
umfaßt
mindestens zwei in Reihe angeordneten Stift- bzw. Bolzenmühlen, die
einen oder mehrere rotierbare(n) Schaufelkranz(-kränze) aufweisen,
durch die es möglich
ist, das in die Vorrichtung eingebrachte Material einer hohen Energieintensität zu unterziehen.
Die erste Stift- bzw. Bolzenmühle
ist mindestens mit einem Einlaß für Löschkalk
und Kohlendioxid und einem Ausgabeauslaß für das Reaktionsprodukt ausgestattet,
und die zweite Stift- bzw. Bolzenmühle ist mit einem Einlaß für das Produkt aus
der vorangehenden Stift- bzw. Bolzenmühle und einem Ausgabeauslaß für das Reaktionsprodukt
ausgestattet. Falls gewünscht
kann Gas oder eine Mischflüssigkeit
zwischen den rotierenden Schaufelkränzen oder Gruppen von Schaufelkränzen der
Stift- bzw. Bolzenmühlen zugeführt werden.
Die Stift- bzw. Bolzenmühlen sind
miteinander mittels Röhren
verbunden, die, falls gewünscht,
mit Einlässen
für Mischflüssigkeiten
ausgestattet sein können.
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Genauer gesagt ist die Vorrichtung
gemäß der Erfindung
durch das gekennzeichnet, was im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
11 festgelegt ist.
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Die Erfindung bietet beträchtliche
Vorteile. So ist die Karbonisierung von Calciumhydroxid extrem schnell.
Die Dauer des Ablaufs der Reaktion kann so kurz wie weniger als
1 Sekunde sein. Aufgrund der hohen Energieintensität kann die
Karbonisierung bei einem hohen Feststoffgehalt durchgeführt werden
(selbst bei 40 bis 60 Gew.-%).
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Das durch die Erfindung erhaltene
Calciumcarbonat ist von homogener Qualität; die Durchmesser des hergestellten
PCC können
z.B. 20 bis 30 nm, 30 bis 50 nm und 50 bis 100 nm, d.h. im allgemeinen
im Bereich von 20 bis 100 nm, gewöhnlich 30 bis 100 nm, sein.
Die hergestellten winzigen PCC-Teilchen können auf unterschiedliche Arten
verwertet werden: durch deren Kombination zum Bilden von größeren Pigmentteilchen mittels
van-der-Waals-Kräften
können
Teilchencluster erhalten werden, die 10 bis 30, normalerweise 15
bis 20 verbundene Teilchen enthalten. Die Bildung dieser Teilchencluster
kann durchgeführt
werden durch Einstellen des pH auf einen Wert im Bereich von 6,2
bis 10,8, wodurch das Z-Potential der Teilchen so klein wie möglich ist.
Die Teilchen können
auch zum Beschichten anderer Pigmente wie Kaolin, Kreide, Talk oder
Titandioxid verwendet werden. Die Beschichtung kann durchgeführt werden,
indem die zu beschichtenden Pigmente z.B. in der Form einer wässrigen
Aufschlämmung
zusammen mit kaltem Hydroxid und Kohlendioxid in die Vorrichtung der
Erfindung eingeführt
wird und, falls erforderlich, der pH-Wert auf einen geeigneten Bereich
eingestellt wird, z.B. durch Einbringen von Säure in die Stiftmühlenapparatur
während
der Herstellung.
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Die Karbonisierung wird in mehrere
(z.B. 3 bis 7) unterschiedliche Prozeßstufen unterteilt. Die Umwandlung
des Calciumcarbonats erhöht
sich von Schritt zu Schritt; je nach Trockensubstanzgehalt des Calciumcarbonats
ist sie bereits nach 3 oder 4 Stufen gewöhnlich nahe bei 100.
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Durch Aufteilen des Prozesses in
Stufen können
Mischungskomponenten zu verschiedenen Schichten des CaCO3-Teilchens zugefügt werden, wobei die Komponenten
unter anderem die Opazität
und die Säurebeständigkeit
des Produkts beeinflussen. Als ein Beispiel kann ein Produkt erwähnt werden,
welches durch ein Mehrstufenverfahren hergestellt wurde, wobei die
erhaltenen Teilchen eine aus Calciumcarbonat bestehende Kernschicht
und einige Schalenschichten, die abwechselnd aus Calciumphosphat
und Calciumcarbonat bestehen, und eine Oberflächenschicht, die z.B. aus Calciumphosphat
besteht, aufweisen. Eine solche Struktur wird die Säurebeständigkeit
der Calciumcarbonatteilchen verbessern. Zusätzlich werden Veränderungen
im Brechungsindex zwischen den unterschiedlichen Schichten eine
verbesserte Opazität
im Vergleich zu einem reinen CaCO3-Teilchen liefern.
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Nachfolgend wird die Erfindung detaillierter
untersucht mittels einer detaillierten Beschreibung, den beigefügten Zeichnungen
sowie einer Reihe von Arbeitsbeispielen.
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1a und 1b liefern eine vereinfachte
Seitenansicht und entsprechend eine Sicht von oben der Hauptstruktur
einer Vorrichtung, die aus vier in Reihe angeordneten Stift- bzw.
Bolzenmühlen
besteht.
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2 ist
die seitliche Schnittprojektion einer Stift- bzw. Bolzenmühle, und
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3 und 4 sind Schnittansichten von
oben von Einzel- und entsprechenden Doppel-Rotormühlen.
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Gemäß der Erfindung ist gefunden
worden, daß die
Massetransportbedingungen in einer Karbonisierungsreaktion in gasförmiger Phase
hoch effizient gemacht werden können.
Weil die Dichte von Gas geringer ist als die von Flüssigkeit,
wird eine Mischintensität
in gasförmiger
Phase erzielt, die nur etwa 1/1000-tel der Energie erfordert, die
in flüssiger
Phase zum Erzielen einer äquivalenten
Intensität
benötigt
würde.
Durch die Turbulenz wird das Gas mit Feststoffteilchen umgesetzt,
die durch Vermittlung von Flüssigkeitströpfchen (d.h. meistens
Wassertröpfchen)
sich in dem gleichen Mischzustand befinden.
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Der Karbonisierungsprozeß der vorliegenden
Erfindung wird in einer Aerosolphase, d.h. einer gasförmigen Phase
ausgeführt,
in der Wassertröpfchen
dispergiert worden sind und die haupt sächlich Ca(OH)2 als Reagens
enthält.
Wenn ein Nebel dieser Art dazu gebracht wird, wiederholt auf den
die kinetische Energie bereitstellenden Wirbler oder eine Gasturbulenz,
die durch den Wirbler in einem schnell rotierenden Strömungskanal
erzeugt wird, zu prallen, wird die Oberfläche fortlaufend erneuert, was
eine hohe Keimbildungsgeschwindigkeit und schließlich eine große Anzahl
von winzigen Teilchen liefert.
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Gemäß der Erfindung wird deshalb
das CO2-Gas einer starken Turbulenz mit
einer Energieintensität von > 1.000 kW/m3 unterworfen. In diesem Zustand wird die
Ca(OH)2-Aufschlämmung eingeführt, wobei
die Lösung
einen Feststoffgehalt von <70%,
vorzugsweise zwischen 5 und 50%, aufweist. Der Volumenanteil der Ca(OH)2-Lösung/Aufschlämmung des
Gasvolumens der Vorrichtung ist klein, normalerweise kleiner als
1%, vorzugsweise etwa 0,1 bis 5‰. Um ein Beispiel zu nennen
kann eine Vorrichtung mit einem Gasvolumen von etwa 40.000 cm3 mit ungefähr 10 bis 200 cm3,
vorteilhafterweise etwa 50 bis 150 cm3,
einer Calciumhydroxid-Aufschlämmung
beladen werden, und diesem Aerosol wird eine Energie von ungefähr 2.000
kW/m2 auferlegt.
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In der Turbulenz werden die Wassertröpfchen in
einen Nebel verwandelt und ihre Oberfläche steigt an, wodurch der
CO2 sich in Wasser schnell auflöst. Das
nebelartige Wasser und das Wasser in der Diffusionsschicht auf der
Teilchenoberfläche
stehen in effizienter Wechselwirkung. Deshalb erzeugt die kleine
Größe der Wassertröpfchen eine
große
Kontaktoberfläche
und beschleunigt die Auflösung.
Die Teilchen kollidieren mit einander, wodurch Temperaturspitzen
erzeugt werden, die ihrerseits die Reaktion beschleunigen. Somit
hat nach vier Turbulenzstufen eine 100%-ige Karbonisierung mit einer
20%-igen CaCO3-Lösung
stattgefunden.
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Die Reaktionen der in Wasser absorbierten
Reaktanden sind gegenläufig,
d.h. sie laufen in beide Richtungen ab, je nachdem, welche Formen
des Auftretens durch die Reaktion verbraucht werden.
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Zum Liefern von Turbulenz, d.h. für die Turbulenzzone,
wird irgendeine Vorrichtung verwendet, die zum Erzeugen einer hohen
Energieintensität
im Gasvolumen in der Lage ist. Die Vorrichtung ist vorteilhafterweise
eine sogenannte Stift- bzw.
Bolzenmühle
oder eine entsprechende Einrichtung (Schockmischer) oder eine Kugelmühle. Eine
vorteilhafte Vorrichtung wird z.B. in der WO-Veröffentlichung 96/23728 beschrieben.
Als Regel wird die in Frage kommende Vorrichtung mit Reagenzgas
gefüllt
und enthält
nur kleine Volumina an Materialien z.B. in der Flüssigkeits-
oder der Feststoffphase. Diese Bedingung kann ebenso z.B. in einem
Scheiben- oder Kegelraffinierer erfüllt werden, die für einen
vollkommen anderen Zweck konstruiert sind.
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Die Turbulenz kann in einer oder
mehreren Vorrichtung(en) erzeugt werden. Es ist von besonderem Vorteil,
die Reaktion in mehreren, in Reihe (aufeinanderfolgend) angeordneten
Mischern durchzuführen,
wodurch die selbe, kontinuierliche Erneuerung der Oberfläche des
Reagenzfilms wieder und wieder ausgeführt wird.
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Gemäß der Erfindung wurde gefunden,
daß besonders
gute Ergebnisse erzielt werden, wenn Kohlendioxidgas maximaler Reinheit
in die Reaktion eingeführt
wird. Die Reinheit des CO2-Gases sollte
vorzugsweise 90% übersteigen.
Entsprechend vorteilhafte Ergebnisse werden mit Ca(OH)2-Teilchen
erzielt, die eine Größe aufweisen,
die < 1 μm ∅ beträgt. Das
verwendete Wasser sollte wenig oder kein Fe, Mn oder andere Metalle enthalten.
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1a und 1b veranschaulichen eine
Vorrichtung gemäß der Erfindung,
wobei vier Bolzenmühlen 2–5 auf
einem festen Rahmen 1 in Reihe angeordnet sind. Die Bolzenmühlen können z.B.
Einzel- und/oder Doppel-Rotormischer umfassen. Somit umfaßt die Vorrichtung
Schaufelkränze,
die in unterschiedlichen Richtungen rotieren, oder einen rotierenden
Schaufelkranz und einen nicht-rotierenden Schaufelkranz. Ein Paar
Rotoren oder ein Paar eines Rotors und eines Stators können mit
z.B. fünf
Schaufelkränzen
ausgestattet sein. Das Ausgaberohr 10–13 aus jeder Bolzenmühle 2–4 ist
mit dem Einlaß 7–9 der
nächsten
Bolzenmühle
verbunden. Die Rohstoffzufuhr, d.h. die Zufuhr von Löschkalk
und Kohlendioxidgas, läuft
durch den Einlaß 6 der
ersten Bolzenmühle
ab. Das erhaltene Fluid wird von der äußeren Peripherie zum nächsten Mischer 3 aufgrund von
Zentrifugalkräften
und Unterdruck übertragen,
und von dort wird es weiter zu den nachfolgenden Mischern 4, 5 übertragen.
Die Bolzenmühlen
werden durch Wirbler 14–17 angetrieben.
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Das Ausgaberohr 13 aus der
letzten Bolzenmühle 5 ist
im Inneren eines Gastrenntanks oder eines Pumptanks 18 eingepaßt. Im Pumptank 18 wird
das Fluid in eine CaCO3-Mischung und ein
Gas, welches hauptsächlich
CO2 sowie Wasserdampf umfaßt, getrennt.
Das CO2-Gas kehrt zum ersten Mischer 6 der
Anordnung über
die Pumpe 18 und die Zirkulationsleitung 20 zurück, um im
Prozeß erneut
genützt
zu werden. Das Produkt wird durch Verwendung der Pumpe 22 durch
den Ausgabeauslaß 21 entfernt.
Die CaCO3-Mischung kann entweder als solches oder
nach einer Abschlußbehandlung
als Pigment verwendet werden.
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Der Vorteil der Anordnung besteht
darin, daß Mischkomponenten
bei unterschiedlichen Zwischenstufen des Karbonisierungsprozesses
in die Turbulenz eingeführt
werden können.
Somit kön nen
mehr CO2-Gas und Mischkomponenten in die
Verbindungsrohre zwischen den Mischern (d.h. den Ausgaberohren 10–13 der Bolzenmühlen) eingeführt werden.
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Die Vorrichtung kann auch so als
eine Einrichtung angeordnet werden, daß ein Mehrfach-Peripherie-Rotor
so konstruiert ist, daß ein
Durchmesser gemäß dem Beispiel
vorliegt, und Mischkomponenten in die Mischkammer bei den Statoren
zugeführt
werden.
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2 bis 4 liefern Seitenschnitt-
und entsprechende Ansichten von oben der in der Erfindung verwendeten
Bolzenmühle.
Die Bolzenmühle
hat eine Trommel 31 von ziemlich niedriger Höhe, und
beim oberen Teil davon ist eine Zufuhröffnung (Einlaß) 32 bereitgestellt.
Ein oder mehrere Schaufelkranz(kränze) oder Schleifperipherien 33, 34 sind
im Inneren der Trommel so angeordnet, daß mindestens einer der Ringe
auf Trägern rotierbar
montiert ist. Die zweite schleifende Peripherie ist statisch oder
rotierbar montiert. Die planaren Umfangsscheiben der schleifenden
Ringe sind mit senkrechten Stiften bzw. Bolzen 35 ausgerüstet. In 3 ist eine Doppelring-Bolzenmühle gezeigt,
wobei beide schleifenden Ringe rotierbar sind, und 4 veranschaulicht eine Ausführungsform,
in der Statoren mit senkrechten schleifenden Stiften bzw. Bolzen
zwischen den rotierbaren Bolzenringen bereitgestellt sind.
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Wie aus 2 ersichtlich kann die Lücke zwischen
den Schleifring-Sätzen
so angeordnet werden, daß diese
in der Radialrichtung größer wird.
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Zusätzlich ist ein Tangentialausgaberohr 36 an
der schleifenden Trommel befestigt.
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Die dichtgepunkteten Linien zeigen
den Weg von Feststoff/-Flüssigkeit
an, was durch die Bolzenmühle prozessiert
wird.
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Wie oben erwähnt werden besondere Vorteile
erzielt durch eine Reihenanordnung von mehreren Turbulenzzonen.
Diese können
aber auch durch eine einzelne Bolzenmühle ersetzt werden. So kann
eine Anordnung, die einer Dreifachmischerkombination entspricht,
erreicht werden durch eine 1.400 ∅-Rotor/Stator-Kombination mit 11–15 rotierenden
Schaufelkränzen.
Alternativ kann ein Zweifach-Rotormischer mit 5 Ringen mit einem
Einfach-Rotormischer mit 10 Ringen kombiniert werden. Bei einer
solchen Kombination ist es der Zweifach-Rotormischer, der das Fluid
herstellt, und der Einfach-Mischer prozessiert das Fluid weiter.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung
kann zur Herstellung von Calciumcarbonat sowie zur Modifikation
von Calciumcarbonat und anderen Pigmenten verwendet werden. Im letzteren
Fall können
Pigmente z.B. von PCC-Teilchen beschichtet werden, die zum Verbessern
der optischen Eigenschaften der Pigmente verwendet werden. Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
werden Mischkomponenten in die Karbonisierungsreaktion oder die
Modifikation von Pigmenten eingebracht. Beispiele geeigneter Mischkomponenten schließen (NaPO3)6, Phosphorsäure, Hexameta-,
Pyro-, Tripoly-, Poly- oder Ultraphosphorsäure, Aluminium T, Aluminium-Kieselsäurechlorid
oder -fluorid und Aluminiumsulfat ein. Die Mischkomponenten können in
gasförmiger
Form in den Reaktor eingebracht werden.
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Als ein Beispiel kann eine Ausführungsform
genannt werden, bei der das Ziel darin besteht, die Säurebeständigkeit
des Calciumcarbonats zu verbessern. Dabei wird Phosphorsäure H3PO4 (oder ein Phosphorsäurederivat)
in die Vorrichtung zusätzlich zum
Kohlendioxid eingeführt,
und die Phosphorsäure
wird vergast. Als Feststoff können
Calciumhydroxid, welches gleichzeitig karbonisiert wird, oder Calciumcarbonat,
welches zuvor mit der Vorrichtung hergestellt wurde, verwendet werden,
wobei das Calciumcarbonat in der Vorrichtung beschichtet wird durch
erneutes Durchleiten desselben durch die Vorrichtung zusammen mit
den Mischkomponenten. Beide Wege sind auch auf die Behandlung anderer
Pigmente anwendbar.
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Erste Alternative: HP3O4 Gas
H2O Wasser
CaCO3 Teilchen.
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Zweite Alternative: CO2 Gas
Ca
(OH)2 + H2O-Mischung
Pulver
oder Mischung aus Pulver + Wasser
- – Kaolin
- – Titaniumdioxid
- – Kalk
(CaCO3)
- – gemahlener
Kalkstein
- –CaCO3 (gefälltes
CaCO3 (PCC)).
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Zu dem Obigen wird während einer
Zwischenstufe im Prozeß ein
Zusatzstoff hinzugefügt,
wodurch Produkte erhalten werden, die sich von CaCO3 im
Hinblick auf ihre Opazität
und Säurebeständigkeit
unterscheiden.
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Die erhaltenen Teilchen enthalten
z.B. folgendes:
Kern CaCO3
Schicht
Ca3(PO4)2
Schicht CaCO3
Oberfläche Ca3(PO4)2
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Veränderungen im Brechungsindex
zwischen den unterschiedlichen Schichten liefern eine verbesserte
Opazität
im Vergleich zu einem reinen CaCO3-Teilchen.
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Die nachfolgenden Beispiele werden
zur Veranschaulichung der Erfindung geliefert, ohne ihren Schutzumfang
einzuschränken.
Die Beispiele wurden in der Vorrichtung von
1 ausgeführt mit den nachfolgenden,
sich gewöhnlich
im Turbulenzvolumen befindlichen Komponenten:
| Gas | 40.000
cm3 |
| Flüssigkeit | 80
cm3 |
| Teilchen | 20
cm3 |
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Beispiel
1
Reaktion: Ca(OH)
2 + CO
2 → CaCO
3 + H
2O
| Testvorrichtung | Einfach-Rotor-Mischer, Energieintensität 2.000 kW/m3 |
| Gas | das
Doppelte der Äquivalenzmenge
von CO2 – 100% |
| Ca(OH)2-Mischung | Feststoffgehalt
5% Wasser 95% |
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Beispiel
2
Reaktion: Ca (OH)
2 + CO
2 → CaCO
3 + H
2O
| Testvorrichtung | Einfach-Rotor-Mischer, Energieintensität 2.000 kW/m3 |
| Gas | CO2 –100%;
Zufuhr 2 × die Äquivalenzmenge |
| Ca(OH)2-Mischung | Feststoffgehalt
10% Wasser 90% |
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Beispiel
3
Reaktion: Ca (OH)
2 + CO
2 → CaCO
3 + H
2O
| Testvorrichtung | Zweifach-Rotor-Mischer,
Energieintensität
3.700 kW/m3 |
| Gas | CO2 –100%;
Zufuhr 2 × die Äquivalenzmenge |
| Ca(OH)2-Mischung | Feststoffgehalt
20% Wasser 80% |
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Beispiel
4
Reaktion: Ca (OH)
2 + CO
2 → CaCO
3 + H
2O
| Testvorrichtung | Zweifach-Rotor-Mischer,
Energieintensität
5.500 kW/m3 |
| Gas | CO2 –100%;
Zufuhr 2 × die Äquivalenzmenge |
| Ca(OH)2-Mischung | Feststoffgehalt
50% Wasser 50% |
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Beispiel
5
Reaktion: Ca (OH)
2 + CO
2 → CaCO
3 + H
2O
| Testvorrichtung | Zweifach-Rotor-Mischer,
Energieintensität
3.700 kW/m3 |
| Gas | CO2 – 25%;
Zufuhr 2 × die Äquivalenzmenge; Luft – 75% |
| Ca(OH)2-Mischung | Feststoffgehalt
10% Wasser 90% |
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Wie aus den obigen Tabellen ersichtlich
stört Luft,
die mit CO2 vermischt ist, die Reaktion
von CO2 mit dem Ca(OH)2-Teilchen.