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BEREICH DER
ERFINDUNG
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Diese Erfindung bezieht sich auf
Pflanzengene, die nützlich
für die
für die
genetische Manipulation von Pflanzencharakteristika sind. Noch spezifischer
bezieht sich diese Erfindung auf die Identifizierung, Isolierung und
Einführung
von Genen, die nützlich
sind, z. B. zur Veränderung
des Samenölgehalts,
der Samengröße, der
Blüte-
und/oder Generationszeit oder des vegetativen Wachstums von kommerziellen
Pflanzen oder Nutzpflanzen.
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STAND DER TECHNIK
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Durch Koordinierung der Licht- und
Dunkelreaktionen der Photosynthese assimilieren Pflanzen CO2 bei der Bildung von Zuckern. Mittels der
katabolischen und anabolischen Reaktionen des Stoffwechsels bilden diese
Zucker die Grundlage des Pflanzenwachstums und letztendlich der
Pflanzenproduktivität.
Im Verlauf des Pflanzenwachstums spielt die Atmung, die den Verbrauch
von O2 und den Katabolismus von Zucker und
anderen Substraten unter Bildung von CO2 einschließt, eine
zentrale Rolle bei der Bereitstellung einer Energiequelle, von Reduktionsäquivalenten
und von einer Menge von Zwischenprodukten (Kohlenstoffskelette)
als Bausteine für
viele essenzielle biosynthetische Verfahren. Es ist bekannt, dass
jedwede zwei Pflanzen mit gleichen Photosyntheseraten sich oft sowohl
in der Gesamtbiomassenproduktion als auch in dem erntefähigen Produkt
unterscheiden. Daher ist die Beziehung zwischen der Atmungsrate
und der Nutzpflanzenproduktivität eines
der am intensivsten studierten Themen der Pflanzenphysiologie. Im
biochemischen Sinne kann die Atmung als aus Glykolyse, dem oxidativen
Pentosephosphatweg, dem Krebs (Trikarbonsäure, TCA)-Zyklus und dem Mitochondrienelektronentransportsystem
zusammengesetzt angesehen werden. Die Zwischenprodukte der Atmung
sind für
das Wachstum in Meristemgeweben, zur Aufrechterhaltung der existierenden
Phytomasse, zur Aufnahme von Nährstoffen
und für
den intrazellulären
Transport von organischen und anorganischen Materialien erforderlich.
Bei Sojabohnen liegen Beweise vor, dass eine Zunahme der Atmungsrate
der Hülse zu
einer Zunahme des Samenwachstums führen kann (Sinclair et al.,
1987), während
verminderte Atmung zu einem verminderten reproduktiven Wachstum
führen
kann (Gale, 1974). Die Atmung ist daher für sowohl für anabolische als auch für katabolische
Phasen des Stoffwechsels wichtig.
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Wenngleich die Kohlenstoffstoffwechselwege
von Pflanzenzellen wohlbekannt sind, wird der Kohlenstofffluss durch
diese Stoffwechsel-Wege in vivo gegenwärtig wenig verstanden. Der
Mitochondrien-Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex (mtPDC), der die oxidative
Decarboxylierung von Pyruvat unter Erzeugung von Acetyl-CoA katalysiert,
ist der Haupteinstiegspunkt der Kohlehydrate in den Krebszyklus.
Der mtPDC-Komplex verbindet den Glykolyse-Kohlenstoffstoffwechsel
mit dem Krebszyklus und auf Grund der irreversiblen Natur dieser
Reaktion ist der Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex (PDC) eine besonders
wichtige Stelle der Regulation.
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Mitochondrien-PDC wurde in Säugetier-Systemen
intensiv studiert und das verfügbare
Wissen über die
molekulare Struktur von Pflanzen-mtPDC beruht im Wesentlichen auf
Studien über
Säugetier-mtPDC.
Der mtPDC enthält
die Enzyme E1 (EC 1.2.4.1), E2 (EC 2.3.1.12) und E3 (EC 1.8.1.4)
und deren assoziierte prostethische Gruppen Thiamin PPi, Lipoinsäure bzw.
FAD. Die E1- und E3-Komponenten sind um einen E2-Kern angeordnet.
Die E2- und E3-Komponenten sind Einzelketten-Polypeptide. Im Gegensatz
dazu besteht das E1-Enzym aus zwei Untereinheiten, E1α und E1β. Ihre genauen
Rollen sind unklar. Von einer anderen Untereinheit, dem E3-Bindeprotein,
wird angenommen, dass es eine Rolle bei der Anlagerung von E3 an
den E2-Kern spielt. Die E1-Kinase und Phosphatase sind assoziierte
regulatorische Untereinheiten (Grof et al., 1995).
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Pflanzen sind einzigartig darin,
dass sie PDH-Komplexe in zwei Isoformen aufweisen; eine, die auch in
anderen eukaryotischen Zellen in der Mitochondrienmatrix lokalisiert
ist, und eine andere, die in den Chloroplasten oder in Plastidstroma
lokalisiert sind (Randall et al., 1989). Wenngleich sowohl Plastiden-
als auch Mitochondrien-PDH-Komplex-Isoformen
gegenüber
der Produkt-Rückkopplungsregulation
sensitiv sind, wird nur der Mitochondrien-PDH-Komplex durch Inaktivierung/Reaktivierung
mittels reversibler Phosphorylierung/Dephosphorylierung reguliert
(Miernyk and Randall, 1987; Gemel and Randall, 1992; Grof et al.,
1995). Noch spezifischer wird die Aktivität von Mitochondrien-PDC (mtPDC)
durch Produkt-Rückkopplungsinhibition reguliert
(NADH und Acetyl-CoA) und der Phosphorylierungszustand von mtPDC
wird durch die kombinierte Aktivität der reversiblen Phosphorylierung
der E1α-Untereinheit
durch PDC-Kinase (PDCK) und ihrer Dephosphorylierung durch PDC-Phosphatase
bestimmt. PDCK phosphoryliert und inaktiviert PDC während die PDC-Phosphatase
dephosphoryliert und den Komplex reaktiviert. Die maximale PDC-Aktivität scheint
entwicklungsbezogen zu variieren, wobei die höchste katalytische Aktivität während der
Samenkeimung und der frühen
Keimlingentwicklung beobachtet wird (z. B. in post-germinativen
Kotyledonen, Hill et al., 1992; Grof et al., 1995).
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Acetyl-CoA, das Produkt von PDC,
ist auch das Hauptsubstrat für
die Fettsäuresynthese.
Während
es bekannt ist, dass Pflanzenfettsäurebiosynthese in Plastiden
stattfindet, war die Herkunft des Acetyl-CoA, das für die Synthese
von Fettsäuren
in Plastiden verwendet wird, Thema von vielen Spekulationen. Es
bleibt eine Hauptfrage, die noch nicht gelöst wurde. Wegen der zentralen
Rolle von Acetyl-CoA bei vielen Stoffwechselwegen, ist es wahrscheinlich,
dass mehr als ein Weg zur Aufrechterhaltung des Acetyl-CoA-Pools
beitragen könnte
(Ohlrogge und Browse, 1995).
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Eine Denkschule ist der Ansicht,
dass der Kohlenstoff für
die Fettsäuresynthese
direkt von den Produkten der Photosynthese abstammt. In diesem Szenario
würde 3-Phosphoglycerat
(3-PGA) Pyruvat erzeugen, das dann mittels Pyruvat-Dehydrogenase
in Plastiden zu Acetyl-CoA umgewandelt werden würde (Liedvogel, 1986). Diese
Hypothese hat viele ansprechende Aspekte, aber es bleiben auch einige
unbeantwortete Fragen: (1) die Fettsäuresynthese findet in photosynthetischen
(Chloroplasten) und nicht-photosynthetischen Plastiden statt (in
der Wurzel, in sich entwickelnden Embryokotyledonen, in Endospermleukoplasten);
(2) einigen Plastiden könnte
es an 3-Phosphoglycerat-Mutase fehlen (Kleinig und Liedvogel, 1980),
einem essenziellen Enzym zur Umwandlung von 3-PGA, dem Zwischenprodukt
der CO2-Fixierung zu Pyruvat. (3) Acetat
ist das bevorzugte Substrat für
die Fettsäuresynthese
bei Verwendung isolierter intakter Plastiden und es gibt Beweise
dafür,
dass in Plastiden ein Acetyl- CoA-Syntheatase
und Acetyl-CoA-Carboxylase einschließendes Multi-Enzymsystem existiert,
welches Acetat in Lipide leitet (Roughan und Ohlrogge, 1996). Es
ist fast sicher, dass zumindest einige der Acetyl-CoAs durch Plastiden-
Pyruvat-Dehydrogenase in Plastiden gebildet wird, unter Verwendung
von Pyruvat, das aus dem Zytosol importiert wurde oder das lokal
durch Plastiden-Glykolyse erzeugt wurde.
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Eine weitere Möglichkeit ist, insbesondere
in nicht-photosynthetischen Geweben (z. B. Wurzeln und sich entwickelnden
Embryos), dass Acetyl-CoA, das in Mitochondrien erzeugt wurde, ein
alternatives Mittel zur Bereitstellung von Acetat-Resten für die Fettsäuresynthese
darstellt (Ohlrogge und Browse, 1995). Durch Mitochondrien erzeugtes
Acetyl-CoA könnte
hydrolysiert werden, um freies Acetat zu ergeben, das in die Plastiden
wandern könnte,
zur Umwandlung in Acetyl-CoA über
Plastiden-Acetyl-CoA-Synthetase, einem Enzym mit 5- bis 15-facher
höherer
Aktivität
als die in vivo Rate der Fettsäuresynthese
(Roughan und Ohlrogge, 1994). Alternativ könnte das Mitochondrien-Acetyl-CoA
zu Acetylcarnitin umgewandelt werden und direkt in die Plastide
transportiert werden. In der Theorie hat der Mitochondrien -Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex
daher bei der Fettsäurebiosynthese
eine wichtige Rolle zu spielen (siehe 1 der
beigefügten
Zeichnungen). Der Beweis dieser Hypothese wurde durch die Schwierigkeiten
des direkten Messens der Existenz von Acetat in dem Zytosol verhindert.
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Die Mitochondrien-PDC (mtPDC) ist
ein strikt regulierter Multi-Untereinheiten-Komplex. Wie vorher
erwähnt,
ist eine der regulatorischen Schlüsseleinheiten dieses Komplexes
die PDH-Kinase (PDHK). PDHK agiert über die Phosphorylierung als
ein negativer Regulator bei der Inaktivierung von PDH. Durch Modulierung der
PDCK kann die Aktivität
von PDC genetisch verändert
werden.
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Es wurden verschiedene Versuche unternommen,
zusätzlichen
Kohlenstoff in Richtung Fettsäure-Biosynthese
zu erhöhen
oder zu leiten. Die Ziele schlossen die genetische Modifikation
von Acetyl-CoA-Carboxylase und die Genexpression von Pyruvat-Kinase
mittels Überexpression
und Antisense-mRNA-Techniken ein, bei geringem oder keinem Erfolg.
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Allerdings gibt es viele Beispiele
von erfolgreichen Modifikationen des Pflanzenmetabolismus, die durch
Gentechniken in Pflanzen unter Transfer neuer Gene oder durch Veränderung
der Expression von existierenden Genen erreicht wurden. Es ist nun
routinemäßig möglich, in
viele Pflanzenarten von agroökonomischer
Bedeutung Gene einzufügen,
um das Nutzpflanzen-Leistungsverhalten zu verbessern (z. B. Samenöl oder Knollenstärkegehalt/Zusammensetzung;
Mehl-Verbesserung; Herbizid-, Krankheit- oder Insektenresistenz; Schwermetall-Toleranz
etc.) (Somerville, 1993; Kishore and Somerville, 1993; MacKenzie
und Jain, 1997).
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Zum Beispiel wurden durch Einfügen von
verschiedenen Fettsäurebiosynthese-
und Acetyl-Transferase-Genen bei Ölsamen-Nutzpflanzen Erhöhungen in
den Anteilen einiger strategischer Fettsäuren und in der Menge des Samenöls erreicht.
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Diese schließen die folgenden Beispiele
ein: die Expression eines Antisense-Konstrukts der Stearoyl-ACP-Δ9-Desaturase
in Brassicaceae führte
zu einer Zunahme des Stearinsäuregehalts
(Knutzon et al., 1992). Es wurde gezeigt, dass die Expression einer
mittleren Ketten-Fettsäure-ACP-Thioesterase
aus California Bay, bei Brassicaceae den Laurinsäure (12 : 0)-Gehalt erhöht (Voelker
et al., 1992; 1996). Die Expression von einer Jojoba-β-Ketoacyl-CoA-Synthase
in Nieder-Erucasäure
Brassicaceae führte
zu einer Zunahme des Erucasäurespiegels
(22 : 1); die Wirkung nach Expression in Hoch-Erucasäure-Kultivatoren
war vernachlässigbar
(Lassner et al., 1996). Zunehmende Anteile an Oleinsäure in Brassica
napus und in Sojabohnen wurden durch Abschalten der Mikrosomen-FAD2-(Δ12)-Desaturase
(Hitz et al., 1995; Kinney, 1995; 1997) erreicht. Die Transformation
von Arabidopsis thaliana und Rapssamen (B. napus) mit Hefe-sn-2-Acyl-Transferase
ergab Saatöl
mit erhöhten
Anteilen von 22 : 1 und andere sehr langkettige Fettsäuren und
signifikante Zunahmen des Samenölgehalts
(Zou et al., 1997).
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Die Stärkeablagerung wurde ebenfalls
gentechnisch verändert:
Durch Expression eines mutierten E. coli-glgC16-Gens, das für eine ADP-Glukosepyrophosphorylase
in Kartoffelknollen kodiert, wurde eine Zunahme der Stärkeakkumulation
erzielt (Stark et al., 1992).
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Da allerdings bisher kein PDHK-Gen
in irgendeiner Pflanze kloniert worden war, haben keine der genetischen
Veränderungen
die Möglichkeit
angegangen, den Kohlenstofffluss, die Zunahme der Fettsäuresynthese,
den Ölgehalt
oder die Samengröße, die
Veränderung
der Blüte
und/oder die Generationszeit, das vegetative Wachstum oder die Pflanzenrespiration/-produktivität durch
Verändern
der Pflanzenmitochondrien PDH-Aktivität zu verändern.
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OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
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Es ist eine Aufgabe der Erfindung,
eine Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase (PDHK) (Gen und cDNA)-Sequenz
aus Arabidopsis zu isolieren und zu charakterisieren und diese Sequenz
zur genetischen Veränderung von
Pflanzen einzusetzen.
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Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung,
einen Vektor bereitzustellen, der die Volllängen-PDHK-Sequenz oder einen
signifikanten Teil der PDHK-Sequenz aus Arabidopsis in einer Antisense-Orientierung
unter Kontrolle von entweder einem konstitutivem oder einem Samen-spezifischen
Promotor zur Wiedereinführung in
Arabidopsis oder zur Einführung
in andere Pflanzen enthält.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung
ist es, ein Verfahren zur Konstruktion eines Vektors bereitzustellen,
der die Gesamtlängen-PDHK-Sequenz
oder einen signifikanten Teil der PDHK-Sequenz aus Arabidopsis in
einer Sense-Orientierung unter Kontrolle von entweder einem konstitutivem
oder einem Samen-spezifischen Promotor zur Wiedereinführung in
Arabidopsis oder zur Einführung
in anderen Pflanzen enthält.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung
ist es, ein Verfahren zur Modifikation von Arabidopsis und anderen Pflanzen
bereitzustellen, um ihren Samenöl-Gehalt
zu verändern.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung
ist es, ein Verfahren zur Modifikation von Arabidopsis und anderen Pflanzen
bereitzustellen, um ihre) durchschnittliche Samengröße oder
ihr -gewicht zu verändern.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung
ist es, ein Verfahren zur Modifikation von Arabidopsis oder anderen
Pflanzen bereitzustellen, um ihre Atmungsrate während der Entwicklung zu verändern.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung
ist es, ein Verfahren zur Modifikation von Arabidopsis und anderen Pflanzen
bereitzustellen, um ihre vegetativen Wachstumscharakteristika zu
verändern.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung
ist es, ein Verfahren zur Modifikation von Arabidopsis und anderen Pflanzen
bereitzustellen, um ihre Blütezeit
oder ihr -muster generativen Wachstums zu verändern.
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Noch eine weitere Aufgabe der Erfindung
ist es, ein Verfahren zur Modifikation von Arabidopsis und anderen
Pflanzen bereitzustellen, um die Zeitdauer zu verändern, die
benötigt
wird, um Samenreife zu erreichen.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden
Erfindung wird eine isolierte und gereinigte Desoxyribonukleinsäure (DNA)
der SEQ ID NO: 1 (pYA5; ATCC No 209562) bereitgestellt.
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Gemäß einer weiteren Aufgabe der
Erfindung wird ein Vektor bereitgestellt, der die SEQ ID NO: 1 oder einen
Teil davon zum Einführen
des Gens in einer Antisense-Orientierung (z. B. pAsYA5; ATCC No
209561) in eine Pflanzenzelle enthält und ein Verfahren zur Herstellung
eines Vektors enthaltend SEQ ID NO: 1 oder eines Teils davon zur
Einführung
des Gens in Sense-Orientierung in eine Pflanzenzelle.
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Die Erfindung bezieht sich ferner
auf transgene Pflanzen und Pflanzensamen, die ein Genom haben, das
eine eingeführte
DNA-Sequenz der SEQ ID NO: 1 enthält und bezieht sich auf ein
Verfahren zur Herstellung solcher Pflanzen und Pflanzensamen.
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Die Erfindung bezieht sich weiterhin
auf im Wesentlichen homologe DNA-Sequenzen aus Pflanzen mit abgeleiteten
Aminosäuresequenzen
von 25% oder größerer Identität und 50%
oder größerer Ähnlichkeit,
die mittels bekannter Verfahren isoliert und/oder charakterisiert
wurden, unter Verwendung der Sequenzinformation von SEQ ID NO: 1,
wie es von den Fachleuten anerkannt sein wird, und auf Teile reduzierter
Länge,
die noch in der Lage sind, als Inhibitoren der Genexpression bei
Verwendung in einer Antisense- oder
Co-Suppression (Transwitch; Jorgensen und Napoli 1994)-Anwendung
zu fungieren. Es wird von den Fachleuten anerkannt werden, dass
kleine Veränderungen
der Identität
der Nukleotide in einer spezifischen Gensequenz zu reduzierter oder
verstärkter
Effektivität
der Gene führen
können
und dass in einigen Anwendungen (z. B. Antisens- oder Co-Suppression) Teilsequenzen
häufig
genauso effektiv arbeiten wie die Volllängen-Versionen. Die Wege, auf
denen die Gensequenz verändert
oder verkürzt
werden kann, sind den Fachmännern
allgemein bekannt, wie auch die Wege des Testens der Effektivität der veränderten
Gene. Alle diese Variationen der Gene werden daher als Teil der
vorliegenden Erfindung beansprucht.
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Noch allgemeiner ausgedrückt bezieht
sich die vorliegende Erfindung auf die Isolation, Reinigung und Charakterisierung
eines Mitochondrien-Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase (PDHK)-Gens aus
den Brassicaceae (insbesondere Arabidopsis thaliana) und zeigt ihre
Anwendung bei der Regulation der Fettsäuresynthese, des Samenölgehalts,
der Samengröße/-gewichts,
der Blütezeit,
des vegetativen Wachstums, der Atmungsrate und der Generationszeit.
Bisher waren keine konkreten Daten zur Genstruktur der regulatorischen
Untereinheiten der Pflanzen-PDC (PDCK und PDC-Phosphatase) erhältlich.
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Das PDHK-Gen wurde im Verlauf der
Experimente kloniert und charakterisiert, die so gestaltet waren, eine
E. coli Mutante JC201 (Coleman, 1990) mit einer Pflanzen (A. thaliana)-cDNA-Bibliothek
zu ergänzen. Durch
Expression der cDNA als ein
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Fusionsprotein in E. coli wurde ihre
Funktion als eine PDHK in einem Proteinkinase-Test etabliert, wo sie
spezifisch die Säugetier-PDH-E1α/E1β-Untereinheiten
(den spezifischen Substraten von PDHK) phosphorylierte. Die A. thaliana
PDHK-Struktur ist zu ihrem Säugetier-Gegenstück signifikant
homolog, insbesondere unter den funktionalen Domänen.
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Die PDHK der Erfindung ist zur Manipulation
der PDH-Aktivität
und der Atmungsrate in Pflanzen nützlich. Zum Beispiel kann durch
Transformieren von Pflanzen mit einem Konstrukt, welches das partielle PDHK-Gen
in einer Antisense- oder in einer Sense-Orientierung unter Kontrolle
von entweder konstitutiven oder Gewebs-spezifischen Promotoren enthält, die
Expression von Mitochondrien-PDHK bis zu einem gewissen Grad durch
das Antisense- bzw. Co-Supression (Transwitch)-Phänomen abgestellt
werden (De Lange et al., 1995; Mol et al., 1990; Jorgensen und Napoli,
1994; Kinney, 1995). Dies kann zu einer erhöhten Mitochondrien-PDH-Aktivität führen und
daher zu einer erhöhten
Produktion oder Erhältlichkeit
von von Mitochondrien erzeugtem Acetyl-CoA oder zu einer erhöhten Atmungsrate.
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Alternativ kann durch Überexpression
des Volllängen-PDHK-Gens
in Gewebs-spezifischer Weise selektiv die Aktivität von Mitochondrien-PDH
negativ reguliert werden, was zu verminderten Atmungsraten in Geweben
wie Blättern
oder Knollen führt,
um den Erhaltungsstoffwechsel zu vermindern und dadurch die Akkumulation
von Biomasse zu erhöhen.
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Einige der Manipulationen und Belieferungen
(engl. deliverables), die unter Verwendung des PDHK-Gens oder Teilen
davon möglich
sind, schließen,
aber sind nicht darauf beschränkt,
die folgenden ein: Samen mit erhöhtem
oder vermindertem Fettsäure-
und Ölgehalt;
Pflanzen, die frühe
oder verzögerte
Blütezeiten
zeigen (gemessen in Tagen nach dem Pflanzen oder der Samenaussaat);
Pflanzen mit erhöhtem
oder vermindertem vegetativen Wachstum (Biomasse); Pflanzen mit
Wurzelsystemen, die besser in der Lage sind, geringeren Bodentemperaturen
oder Frost zu widerstehen; Pflanzen mit Geweben, die entweder höhere oder niedrigere
Atmungsraten zeigen; Pflanzen, die eine erhöhte Kapazität zur Akkumulation von Speicherverbindungen
in anderen Speicherorganen (z. B. Knollen) zeigen; Pflanzen, die
eine erhöhte
Kapazität
zur Akkumulation von Biopolymeren zeigen, die auf Acetylresten als
Vorläufern
wie Polyalkylhydroxyalkanoidsäuren
oder Polyhydroxybutteräuren
beruhen (Padgette et al., 1997).
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
die zentrale Rolle, die von Acetyl-CoA bei der Mitochondrienrespiration
und bei der Plastiden-Fettsäurebiosynthese
gespielt wird. Der Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex (PDC) decarboxyliert
Pyruvat oxidativ, um Acetyl-CoA zu ergeben. Pflanzen sind einzigartig
darin, dass sie sowohl Mitochondrien als auch Plastiden-Isoformen
des PDCs besitzen. Der Mitochondrien-Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex
spielt eine Schlüsselrolle
bei der Regulation von Acetyl-CoA-Erzeugung und bei der Erhältlichkeit
von Acetylresten für vielerlei
katabolische und anabolische Reaktionen in Pflanzenzellen. Der Mitochondrien-PDC
wird durch Phosphorylierung der E1α-Untereinheit durch Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase
(PDCK = PDHK) negativ reguliert und wird durch Dephosphorylierung
des PDC durch Pyruvat-Dehydrogenase-Phosphatase (PDCP) positiv reguliert.
Von Mitochondrien erzeugte Acetylreste finden ihren Weg in den respiratorischen
Tricarbonsäure (TCA)-zyklus,
aber auch in das Plastidenkompartiment, wo schließlich Acetateinheiten
von Enzymen des Fettsäuresynthese
(FAS)-Wegs zur Synthese von Fettsäuren verwendet werden. Diese
werden schließlich
in die Membran inkorporiert und speichern auch Glycerinfipide. Andere
Abkürzungen:
PDC, Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex; OAA, Oxalacetat; ACS, Acetyl-CoA-Synthetase;
ACH, Acetyl-CoA-Hydrolase; DHAP, Dihydroxyacetonphosphat.
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2 zeigt
die Nukleotidsequenz [SEQ ID NO: 1] und die abgeleitete Aminosäuresequenz
[SEQ ID NO: 2] von der Arabidopsis thaliana PDH-Kinase (PDHK) cDNA
(Klon YA5).
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3 zeigt
das Aminosäuresequenzalignment
der Arabidopsis PDH-Kinase (Ya5p) [SEQ ID NO: 2] mit anderen Säugetiermitochondrien-Ketosäure-Dehydrogenase-Kinasen:
Pdhk 1, Schweine-PDH-Kinaseuntereinheit 1 [SEQ ID NO: 3]; PDHK II,
Schweine-PDH-Kinase-Untereinheit II [SEQ ID NO: 4]; und Bckdhk, Schweine-verzweigte
Ketten-α-Ketosäure-Dehydrogenase-Kinase
[SEQ ID NO: 5]. Punkte zeigen Lücken
an. Identische Aminosäurereste
sind in Fettgedruckten Großbuchstaben
hervorgehoben.
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4 zeigt
die vorher gesagte helikale Radstruktur (Winkel = 100°) der 24
Aminosäurereste
an dem N-Terminus des YA5 (Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase, PDHK)-Proteins.
Die N-terminate Leader-Sequenz des YA5-Proteins entspricht den meisten
Mitochondrienzielsequenzen gut (Rosie und Schatz, 1988), die aus
einer Strecke von Aminosäuren
besteht, die mit hydrophoben Resten und gegenüberliegenden positiv geladenen Resten
angereichert ist. Die hydrophoben (V3, F10, L14, V16 und W21) und positiv
geladenen (K5, K12 und
H19) Schlüsselreste finden sich auf gegenüberliegenden
Seiten des helikalen Radmotivs in dieser Mitochondrienzielsequenz
und werden durch einen • auf
dem Rest selbst und durch ein ? neben der Restzahl hervorgehoben.
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5 zeigt
die Ergebnisse einer DNA-Gel-Blotanalyse (Southern, 1975) des Arabidopsis
thaliana YA5 (PDHK)-Gens. Die genomische DNA wurde mit PstI + XbbaI
(Bahn 1), XbaI (Bahn 2), PstI (Bahn 3), Pvull + SpeI (Bahn 4), SpeI
(Bahn 5) und Pvull (Bahn 6) verdaut. Keines dieser Enzyme hat eine
interne Restriktionsschnittstelle auf der YA5 (PDHK) cDNA. Die verdaute
DNA wurde mit 32P-markierter YA5 cDNA (≈ 1,5 Kb) unter hoch
stringenten Bedingungen hybridisiert. Alle Verdaus zeigen nur ein
Hybridisierungsfragment, was belegt, dass das PDHK-Gen mit größter Wahrscheinlichkeit
ein Einzelkopie-Gen von Arabidopsis thaliana darstellt.
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6 zeigt
eine RNA (Northern) Gel-Blot-Analyse von YA5 (PDHK) mRNA-Häufigkeits-/Gewebsverteilung
in A. thaliana. Die RNA wurde aus Blüten (F), vegetativem Gewebe
(Keimlingblätter
(L)), jungen, sich entwickelnden Schoten (YS) und reifenden Schoten
(MS) extrahiert. Die Analyse zeigt, dass in allen Geweben eine RNA-Hybridisierungsbande
von ungefährt
1,5 Kb beobachtet wurde, aber die Häufigkeit der YA5 mRNA variierte
beträchtlich
von Gewebe zu Gewebe. Junge Keimlingsblätter (L) zeigten die höchsten Spiegel
von YA5-Expression, während
signifikant, aber geringere Spiegel der Expression in sich entwickelnden
Schoten (Samen) beobachtet wurden.
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7a, 7b, 7c und 7d zeigt
die Ergebnisse der Experimente, in denen die YA5 PDHK cDNA als ein Fusionsprotein
in E. coli exprimiert wurde und Tests durchgeführt wurden, um ihre Funktion
als eine PDH-Kinase zu bestätigen.
Die YA5 cDNA wurde als ein Fusionsprotein in E. coli wie in 7a gezeigt, exprimiert. Die
Analyse mittels SDS-Polyacrylamid Gel-Elektrophorese (SDS-PAGE)
zeigte, dass Lysate von E. coli, die mit A. thaliana PDHK (YA5)
transformiert wurden, ein stark reduziertes Fusionsprotein von Mr ≈ 45
kDa (?) haben, was die vorhergesagte Masse des A. thaliana PDHK-Genfusionsprodukts
(42 kD + 3 kD His TAG) darstellt. 7b zeigt
den Säugetier
E1α/E1β PDH-Untereinheiten-Komplex
(freundlicherweise erhalten von Dr. M. Patel von der University
of Buffalo). Die Proteine wurden in E. coli co-exprimiert, um ein
Substrat zum Testen der Kapazität
von PDHK, die E1-Untereinheit des PDH-Komplexes zu phosphorylieren,
bereitzustellen. 7c und 7d sind Autoradiogramme der
radioaktiven Inkorporation von 32P (aus γ-32P-ATP) in die E1-Untereinheit des E1α/E1β PDH-Komplexes.
Die Tafeln 7c und 7d auf der linken Seite zeigen die zeitabhängige (Inkubationszeit
von 2, 5, 10, 15 oder 20 min) in vitro Phosphorylierung des E1α/E1β PDH-Komplexes
auf Grund der Wirkung der Pflanzen PDHK (Produkt von Klon YA5 exprimiert
in E. coli), was ihre Funktion als Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase,
die als erstes in Pflanzen kloniert wurde, bestätigt. In 7c enthält die Kontrollreaktion (Tafeln
auf der rechten Seite) YA5-Lysat + Kontroll E. coli-Lysat ohne E1α/E1β-Substrat.
Es gibt keine Hinweise auf Phosphorylierung des E1α/E1β-Komplexes.
In 7d enthält die Kontrollreaktion
(Tafeln der rechten Seite) Kontroll E. coli-Lysat (ohne YA5 Insert)
+ das E1α/E1β-Substrat.
Erneut gibt es keinen Hinweis auf Phosphorylierung des E1α/E1β-Komplexes.
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8 zeigt
die Mitochondrien-Pyruvat-Dehydrogenase (PDC)-Aktivität in Blättern aus
A. thaliana nicht-transformierten Wildtyp (n-WT)-Pflanzen und T2-transgenen Pflanzen, die konstitutiv exprimierte
Antisense-Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase (PDHK) enthielt, die als
YA5-Linien bezeichnet werden. Mitochondrien, die aus Blättern von
A. thaliana YA5-transgenen Linien, die konstitutiv exprimiertes
Antisense-PDHK-Konstrukt enthalten, isoliert wurden, zeigen erhöhte PDC-Aktivität verglichen
mit Mitochondrien, die aus Blättern
von nicht-transformierten Kontrollpflanzen isoliert wurden.
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9 zeigt
die Mitochondrien-Citrat-Synthaseaktivität in Blättern von A. thaliana von nicht-transformierten
Wildtyp (n-WT)-Pflanzen und von T2-transgenen
Pflanzen, die konstitutiv exprimierte Antisense-Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase
(PDHK) enthielten und als YA5-Linien bezeichnet werden. Mitochondrien,
die aus Blättern
von A. thaliana transgenen Linien, die mit einem konstitutiv exprimierten
Antisense-PDHK-Konstrukt transformiert wurden, haben zusätzlich zu
erhöhter
PDC auch erhöhte
Aktivitäten
an Citrat-Synthase, verglichen mit Mitochondrien, die aus Blättern von
nicht-transformierten Kontrollpflanzen isoliert wurden.
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10 zeigt
den Ölgehalt
(ausgedrückt
als μg Gesamt-Fettsäuren pro
100 Samen) in Samen, die aus A. thaliana nicht-transformierten Kontrollen
(nt-WT Con) isoliert wurden und in T2-Samen
von pBI121-Plasmid Nur-Kontroll (pBI121 Con)-Transgenen und Antisense-Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase
(PDHK)-Transgenen, die als YA5-Linien bezeichnet werden. Die A.
thaliana YA5-Samenlinien, die mit einem konstitutiv exprimierten Antisense-PDHK-Konstrukt
transformiert wurden, haben erhöhten
Fettsäure-
und Ölgehalt,
verglichen mit Samen von nicht-transformierten Kontrollpflanzen
oder Transformanden, die nur ein selektierbares Markierungsgen (transformiert
mit pBI121) enthalten, aber ohne Antisense-PDHK.
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11 zeigt
die Zeit (ausgedrückt
in Tagen nach dem Pflanzen) bis zum Erreichen der Blüteninitiations
(generative) -phase in A. thaliana nicht-transformierten Kontrollen
(nt-WT) und in T2-Generation von pBI121-Plasmid
Nur-Kontroll (pBI121)-Transgenen und in Antisense-Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase (PDHK)-Transgenen,
die als YA5-Linien bezeichnet werden. Die Zeit zum Erreichen des
generativen (Blüteninitiations-)
Stadiums ist in A. thaliana-YA5-Linien, die mit einem konstitutiv
exprimierten Antisense-PDHK-Konstrukt transformiert wurden, vermindert,
verglichen mit nicht-transformierten Kontrollen oder Transformanden,
die nur ein selektierbares Markierungsgen (transformiert mit pBI121)
enthielten, aber ohne Antisense PDHK.
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12 zeigt
vegetative Schößlingsgewebe-Trockengewichte
bei 31 Tagen nach dem Pflanzen in A. thaliana nicht-transformierten
Kontrollen (WT) und die T2-Generation von pBI121-Plasmid-Nur-Kontroll (pBI121)-Transgenen
und in Antisense-Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase
(PDHK)-Transgenen, die als YA5-Linien bezeichnet werden. Schößlingsgewebewachstum
ist in A. thaliana YA5-Linien, die mit einem konstitutiv exprimierten
Antisense-PDHK-Konstrukt transformiert wurden, vermindert, verglichen
mit nicht-transformierten Kontrollen oder Transformanden, die nur
ein selektierbares Markierungsgen (transformiert mit pBI121) enthalten,
aber ohne Antisense PDHK.
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13 zeigt
die durchschnittliche Anzahl von Rosettenblättern, die beim Eintritt in
die generative Phase bei A. thaliana nicht-transformierten Kontroll-(WT)-Pflanzen
vorhanden sind und bei T2-Generation von pBI121-Plasmid-Nur-Kontroll
(pBI121)-Transgenen und bei Antisense-Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase (PDHK)-Transgenen,
die als YA5-Linien bezeichnet werden, vorhanden sind. Die durchschnittliche
Anzahl von Rosettenblättern
pro Pflanze ist in A. thaliana YA5-Linien, die mit einem konstitutiv
exprimierten Antisense-PDHK-Konstrukt transformiert wurden, reduziert
verglichen mit nicht-transformierten Kontrollen oder Transformanden,
die nur ein selektierbares Markierungsgen (transformiert mit pBI121)
enthielten, aber ohne Antisense-PDHK. Die gestörte vegetative Wachstumsphase
in den Antisense-PDHK-Transgenen (siehe auch 12) korreliert gut mit den früher blühenden Phänotypen
(siehe auch 11).
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BESTE MODI ZUM
AUSFÜHREN
DER ERFINDUNG
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Die besten Modi zum Ausführen der
Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung und den Ergebnissen
der Tests und Experimente, die von den Erfindern durchgeführt wurden,
ersichtlich.
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Die Erfinder wählten das wohl akzeptierte
Modellpflanzensystem Arabidopsis thaliana zum Klonieren von PDHK
als ein Wirtssystem für
die Gentechnik zum Verändern
der PDHK-Expression und zum Studium der Wirkungen der Veränderung
der PDHK-Expression auf verschiedene Pflanzenentwicklungs- und Stoffwechselprozesse
aus.
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Dies beruht darauf, dass über mehrere
vergangene Jahre Arabidopsis thaliana, eine typische blühende Pflanze,
an zunehmender Popularität
als Modellsystem zum Studium der Pflanzenbiologie gewonnen hat. Als
Ergebnis der Einfachheit, mit der sich diese Pflanze für Arbeiten
in sowohl klassischer als auch molekularer Genetik anbietet, entwickelte
sich Arabidopsis zum vielfach eingesetzten Modellorganismus der
Pflanzenmolkulargenetik, der Entwicklung, der Physiologie und der
Biochemie (Meyerowitz und Chang, 1985; Meyerowitz, 1987; Goodman
et al., 1995). Diese zweikeimblättrige
Modellpflanze ist nah verwandt mit den Brassica-Nutzpflanzenspezies
und es wird zunehmend klar, dass die Information bezüglich der
genetischen Kontrolle von grundlegenden biologischen Prozessen in
Arabidopsis auf andere Spezies übertragbar
sein wird (Lagercrantz et al., 1996).
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In der Tat gibt es eine Vielzahl
von Beispielen, bei denen Studien der Molekularbiologie und der
Biochemie eines bestimmten Stoffwechselwegs oder Entwicklungsprozesses
und der Möglichkeit,
eine Pflanze gentechnisch zu verändern,
um Änderungen
der genannten Stoffwechselwege oder -prozesse hervorzubringen, zuerst
in der Modellpflanze Arabidopsis getestet wurden und es dann gezeigt
wurde, dass ähnliche
Phänotypen
in anderen Pflanzen, insbesondere Nutzpflanzen, erzielt werden.
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Zum Beispiel wurde das Extraplastidenmembran-assoziierte
Oleat (18 : 1) Δ12(ω – 6) Desaturase-Gen,
FAD2, ursprünglich
in Arabidopsis thaliana studiert und schließlich kloniert, indem in einer
A. thaliana-Mutante eine Läsion
gefunden wurde, die defekt war beim Desaturieren von Oleat zur Produktion
von Linoleat (18 : 2) auf dem Phosphatidylcholin-Rückgrat.
Dies führte
bei dem A. thaliana-Samenöl
zu einem Hoch-Oleinsäure-Phänotyp (Okuley
et al., 1994). Gentechnische Veränderung
des Abschaltens der indigenen FAD2-Gene) in einer Samenspezifischen
Weise mittels Antisense- oder Co-Suppresions-Ansätzen sowohl von der Sojabohne
(Glycine max.) als auch von der Rapsart Canola B. napus führte zu ähnlich hohen
Oleinsäure-Samenöl-Phänotypen
(Kinney, 1995; 1997).
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Die transgene Expression eines Hefe-sn-2-Acetyl-Transferase
(SLC1-1)-Gens zum Erzielen verbesserten Samenöls und sehr langkettigem Fettsäuregehalt
wurde zuerst in Arabidopsis durchgeführt und später wurde gezeigt, dass es
zu ähnlichen
Phänotypen
in transgenen Rapssamen (B. napus)-Experimenten (Zou et al., 1997)
führte.
Arabidopsis thaliana erwies sich wiederholt als nützliches
Modellsystem für
Stoffwechsel-Engineering der Stoffwechselwege (z. B. Lipidbiosynthese,
Photosynthese) oder für
Prozesse (Organogenese, reproduktive Entwicklung etc.), die allen
höheren
Pflanzen gemein sind.
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Auf dem Gebiet des sekundären Metabolismus/der
Signaltransduktion wurde ein Anthocyanin-Weg-spezifischer transkriptionaler
Aktivator des als R bezeichneten Monokotolye Mais (der myc-Transkriptionsfaktor,
der in die Aktivierung von biosynthetischen Genen für die Anthocyanin-Produktion
in den Aleuronzellen von Maiskörnern
involviert ist) in der Dikotyle Arabidopsis exprimiert und verursachte
vermehrte Anthocyanin-Pigmentierung in den Infloreszenzen. Darauf
folgende Expression in einer weiteren Dikotyle, Tabak (Nicotiana
tabacum) führte
zu ähnlichen
Pigmentierungsänderungen
der Blüten
(Lloyd et al., 1992). Dieses Experimente zeigen, dass vollständige Stoffwechselwege,
die allen blühenden
Pflanzen gemein sind, durch das Einfügen von Transkriptionsregulatoren
koordiniert kontrolliert werden kann und dass die Mechanismen diversen
Pflanzenspezies gemein sind.
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Im Zusammenhang mit der aktuellen
Endung durchlaufen alle Pflanzenzellen Mitochondrienrespiration
und dieser ubiquitäre
Prozess wird von der Aktivität
des PDCs und seiner Regulatoren PDCK und PDCP, wie vorher erklärt, beeinflusst.
Es kann daher erwartet werden, dass viele der Wirkungen, die in
Folge der gentechnischen Veränderung
zur Veränderung
der PDCK-Expression in Arabidopsis beobachtet wurden, zu ähnlichen
Phänotypen
führen,
wenn sie in allen anderen Pflanzen ausgeführt werden.
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Es gibt eine Vielzahl von Wegen,
durch die Gene und Genkonstrukte in Pflanzen eingefügt werden können und
eine Kombination von Pflanzentransformation und Gewebekultur-Techniken
wurden erfolgreich zu wirksamen Strategien zur Erzeugung transgener
Nutzpflanzen integriert. Diese Verfahren, die in der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können,
wurden anderswo ausführlichst
zusammengefasst (Potrykus, 1991; Vasil, 1994; Walden und Wingender,
1995; Songstad et al., 1995) und sind den Fachleuten allgemein bekannt. Zum
Beispiel wird ein Fachmann sicherlich wissen, dass zusätzlich zu
Agrobacterium-vermittelter Transformation von Arabidopsis mittels
Vakuum-Filtration (Bechtold et al., 1993) oder Wunden-Inokulation
(Katavic et al., 1994) es ebenfalls möglich ist, andere Pflanzen
und Nutzpflanzenspezies unter Verwendung von Agrobacterium Ti-Plasmid-vermitteltem
Transformationsverfahren (z. B. Hypocotyle (DeBlock et al., 1989)
oder von Kotyledonarblattstiel-Verfahren (Moloney et al., 1989)
Wundeninfektion), von Teilchenbombardierungsverfahren/biolistischen
Verfahren (Sanford et al., 1987; Nehra et al., 1994; Becker et al.,
1994) oder von Polyethylenglykol-unterstützten Protoplasten-Transformationsverfahren
(Rhodes et al., 1988; Shimamoto et al., 1989) zu transformieren.
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Wie es den Fachleuten auch bekannt
sein wird, und wie es ausführlich
anderswo zusammengefasst wurde (Meyer, 1995; Datla et al., 1997),
ist es möglich,
Pflanzenpromotoren einzusetzen, um irgendeine beabsichtigte Hoch-
oder Herunterregulation der transgenen Expression unter Verwendung
von konstitutiven Promotoren (z. B. jene, die auf CaMV35S basieren)
oder durch Verwendung von Promotoren, die die Gen-Expression auf
bestimmte Zellen, Gewebe anzielen können (z. B. Napin-Promotor
zur Expression von Transgenen in sich entwickelnden Samen-Cotyledonen),
Organe (z. B. Wurzeln) anzielen können, auf ein spezielles Entwicklungsstadium
anzielen können
oder als Antwort auf einen speziellen externen Stimulus (z. B. Hitzeschock)
zu steuern.
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Besonders bevorzugte Pflanzen zur
Modifikation gemäß der vorliegenden
Erfindung schließen
Borage (Borago spp.), Rapsart Canola, Rizinen (Ricinus communis),
Kakaobohne (Theobroma cacao), Mais (Zea mays), Baumwolle (Gossypium
spp.), Crambe spp., Cuphea spp., Flachs (Linum spp.), Lesquerella
und Limnanthes spp., Linola, Kapuzinerkresse (Tropaeolum spp.),
Oenothera spp., Olive (Olea spp.), Palme (Elaeis spp.), Erdnuss
(Arachis spp.), Rapssamen, Öldistel
(Carfhamus spp.), Sojabohne (Glycine und Soja spp.), Sonnenblume
(Helianthus spp.), Tabak (Nicotiana spp.), Vemonia spp., Weizen
(Triticum spp.), Gerste (Hordeum spp.), Reis (Oryza spp.), Hafer
(Avena spp.), Hirse (Sorghum spp.), Roggen (Secale spp.) oder andere Mitglieder
der Gramineae ein.
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ERGEBNISSE
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cDNA-Klonierung und Sequenz-Analyse
des Klons YA5 (Pflanzen-PDHK).
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Eine als YA5 bezeichnete Pflanzen-PDHK-cDNA-Sequenz
wurde während
der Experimente identifiziert und kloniert und gestaltet, um eine
E. coli-Mutante JC201 (Coleman, 1990) mit einer Arabidopsis thaliana-cDNA-Bibliothek
zu ergänzen.
Die E. coli-Mutante JC201 ist Berichten zufolge eine Mutante, der
Lysophosphatidsäureacyltransferase
(LPAT; EC 2.3.1.51)-Aktivität
fehlt und die einen Temperatur-sensitiven Wachstums-Phänotyp besitzt
(Coleman, 1990). Plasmide, die aus einer A. thaliana λ-YES-Expressionsbibliothek
erzeugt wurden (Elledge et al., 1991) wurden zum Transformieren
von E. coli-Mutante JC201 verwendet. Eine Einschränkungstemperaturbedingung
(44°C) wurde
angewandt, um die überlebenden
Kolonien auszuwählen. Die
cDNAs wurden von den Temperatur-insensitiven Transformanden isoliert.
Der Klon YA5 erwies sich als in der Lage, die Temperatur-Sensitivität von JC201
zu ergänzen
oder zu retten, aber es konnte keine erhöhte LPAT-Aktivität in den
Lysaten des Transformanden detektiert werden. Daher bleibt der Mechanismus,
der der Fähigkeit
zur Ergänzung
der Temperatur-Sensitivität
von JC201 unterliegt, unklar. Es wurden allerdings eine Reihe anderer
Ergänzungsklone
gefunden, die den Temperatur-sensitiven Phänotyp von JC201 retten, was anzeigt,
dass die Temperatur-Ergänzung
nach Transformation mit cDNA auftreten kann, die Funktionen haben, die
nicht zu LPAT in Beziehung stehen (Taylor et al., 1992a; Zou and
Taylor, 1994).
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Die YA5-cDNA wurde von beiden Strängen mittels
eines Applied-Biosystems-Modell 373A DNA-Sequenzierungssystems unter
Verwendung des Taq DyeDeoxyTM Terminator
Cycle Sequencing Kit (Applied Biosystems, Inc.) sequenziert. Die
Nukleotidsequenz der 1.457 kb YA5-cDNA (pYA5; ATCC 209562) [SEQ
ID NO: 1] und ihre abgeleitete Aminosäuresequenz [SEQ ID NO: 2] sind
in 2 gezeigt. Eine Probe
der YA5-cDNA (pYA5) wurde am 18. Dezember 1997 bei der American
Type Culture Collection (ATCC) 12301 Parklawn Drive, Rockville,
Maryland 20852, USA unter der Zugangsnummer ATCC 209562 hinterlegt.
Die Sequenz zeigte eine 103 Nukleotid 5' untranslatierte Region und eine 235
Nukleotid 3' untranslatierte
Region, gefolgt von einem Poly-A-Schwanz. YA5 hat einen offenen
Leserahmen von 1098 Basenpaaren, die ein Polypeptid von 366 Aminosäuren kodieren,
mit einem berechneten Molekulargewicht von 41,37 kDa. Die Sequenzen
um das Initiationskodon AUG stehen in guter Übereinstimmung zu den Konsensus-Sequenzen,
die von anderen Pflanzenspezies abgeleitet wurden (Lutcke et al.,
1987). Es gibt ein In-Frame-Stopkodon, das stromaufwärts von
dem Startkodon liegt, was darauf hinweist, dass YA5 eine Volllängen-cDNA
ist. Der berechnete isoelektrische Punkt des YA5-Proteins beträgt 6,68
und seine Nettoladung bei pH 7,0 ist auf –1,48 berechnet.
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Aminosäuresequenz-Alignment
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Wie in 3 gezeigt,
zeigen die Vergleiche der abgeleiteten Aminosäuresequenz [SEQ ID NO: 1] des YA5-Proteins
(Ya5p) der NCBI-Datenbank einen hohen Homologiegrad mit Säugetiermitochondrien-Kinasen, die
für die
Phosphorylierung und Inaktivierung von α-Ketosäure-Dehydrogenase-Komplexen
verantwortlich sind (Harris et al., 1992), einschließlich des
Pyruvat-Dehydrogenase-Komplexes (PDC) des α-Ketoglutarat-Dehydrogenase-Komplexes
(KGDC) und der verzweigten Kette des α-Ketosäure-Dehydrogenase-Komplexes
(BCKDHC). Diese Säugetier-Komplexe
sind in dem Mitochondrienmatrixraum lokalisiert (Damuni et al., 1984)
und sind sowohl in Struktur als auch in der Funktion ähnlich (Nobukuni
et al., 1990). Die cDNAs, die für die
Säugetier-Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase
(PDHK) und die verzweigte Kette α-Ketosäure-Dehydrogenase-Kinase
(BCKDHK) kodieren, sind kloniert worden und die Aminosäuresequenzen
dieser Proteinkinasen sind zueinander hoch homolog (Popov et al.,
1992; 1993; 1994).
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Das YA5-Protein (Ya5p) ist mit PDKI
28,6% identisch und 83,7% ähnlich
(Popov et al., 1993) und mit PDKII 32,3% identisch und 88,4% ähnlich (Popov
et al., 1994), beides Untereinheiten der Schweine-PDH-Kinase. Ya5p
ist ebenfalls mit BCKDHK 28,8% identisch und 84,1% ähnlich (Popov
et al., 1992). Die Sequenz-Ähnlichkeit
erstreckt sich über
die gesamte Sequenz, aber es kommen Sequenzunterschiede und Alignment-Lücken überall,
insbesondere in Richtung des Amino- und Carboxylterminus vor.
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Die SEQ ID NO: 1 der vorliegenden
Erfindung und die Säugetier-PDHK
und die BCKDHK zeigen keine signifikante Homologie mit bekannten
Serin/Threonin-Protein-Kinasen. Schon eher wurde ein viel höherer Grad
der Sequenzhomologie mit Mitgliedern der prokaryotischen Protein-Histidin-Kinasefamilie
gefunden. Wie in 3 gezeigt
fallen die meisten homologen Regionen auf konservierte Motive, die
funktionalen Domänen der
Histidin-Kinase definieren. Die Mitglieder der Protein-Histidin-Kinase-Familie
haben fünf
Regionen, die hoch konserviert sind (Parkinson und Kofoid, 1992).
Alle fünf
Motive sind in der YA5-abgeleiteten Aminosäuresequenz leicht zu identifizieren,
mit der gleichen Ordnung und dem gleichen Abstand, die (der) in
Bakterien-Proteinen konserviert ist. An dem C-Terminus, der katalytischen
Domäne
(Block V) mit einer Glycin-reichen Loop von Gly320-X-Gly322-X-Gly324 [SEQ
ID NO: 7] als auch in der sie umgebenden Sequenz befindet sich die längste Strecke
von Aminosäuren,
die hohe Identität
zeigen. Block III mit der Konsensus-Sequenz Asp278-X-Gly280-X-Gly282 [SEQ
ID NO: 8], die für
Adenosintriphosphat (ATP)-bindende Proteine charakteristisch ist
und Block IV mit einem nicht-variierendem Phe292 sind
an Positionen lokalisiert, die als zentraler Kern der katalytischen
Domäne
definiert sind. Eine als Block II definierte Region (Glu238-Leu-X-Lys-Asn242-X-X-Arg-Ala246) [SEQ ID NO: 9] der katalytischen Domäne wird
auch in angemessener Nähe
zu dem N-Terminus gefunden. Der Histidin-Rest (His121),
der unter YA5, PDKI und PDKII konserviert ist, würde vermutlich Block 1 darstellen,
für den
vorgeschlagen wurde, dass er in die Autophosphorylierung involviert
ist.
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Die N-terminate Leader-Sequenz des
YA5-Proteins korrespondiert gut mit den meisten Mitochondrien-Zielsequenzen
(Rosie und Schatz, 1988), die aus einer Strecke von Aminosäuren bestehen,
die angereichert sind mit hydrophoben und positiv geladenen Resten
mit einer vorhergesagten helikalen Radstruktur (Winkel = 100°) (4). Die hydrophoben (V3, F10, L14, V18 und W21) und die positiv geladenen (K5,
K12 und N19) Schlüssel-Reste
finden sich an gegenüberliegenden
Seiten des Helix-Radmotivs in dieser Mitochondrien-Zielsequenz.
Dem YA5-Protein fehlen offensichtliche Zielmotive, die typischerweise
in Proteinen gefunden werden, die für die Peroxisomen bestimmt
sind (z. B. extremes C-Terminus nicht-gespaltenes Ser-Lys-Leu (SKL) Peroxisomen-Zielsequenzmotiv;
Mullen et al., 1997).
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Genomische Organisation
und Expression des YA5-Gens in A. thaliana
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Die genomische DNA wurde mit [XbaI
+ PstI], XbaI, PstI, [Pvull + SpeI], SpeI, und Pvull verdaut (auf der
YA5-cDNA gibt es für
diese Enzyme keine internen Restriktionsschnittstellen). Die verdaute
DNA wurde dann einem DNA-Gelblot (Southern, 1975) unterzogen und
mit der 32P-markierten YA5-cDNA unter hoch-stringenten
Hybridisierungsbedingungen hybridisiert. Wie in 5 gezeigt, ergaben alle Verdauungsreaktionen
lediglich ein Hybridisierungsfragment (Gelband), womit angezeigt
wird, dass das YA5-Gen mit größter Wahrscheinlichkeit
nur als Einzelkopie in dem Arabidopsis-Genom vorhanden ist.
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Zur Bestimmung der relativen Häufigkeit
und der Gewebeverteilung des YA5-Gentranskripts wurde eine RNA-Gelblot
(Northern Blot)-Hybridisierungsanalyse, die in 6 gezeigt wird, mit RNA durchgeführt, die aus
A. thaliana-Keimlingen in Fluoreszenzen (Blüten), jungen Schoten und reifenden
Schoten extrahiert wurde. In allen Geweben wurde ein RNA-Hybridisierungsband
von ungefähr
1,5 kb beobachtet; allerdings schwankte die Menge der YA5-mRNA von
Gewebe zu Gewebe beträchtlich.
Junge Keimlinge zeigten die höchsten
YA5-Expressionsspiegel, während
signifikante, aber niedrigere Expressionsspiegel in sich entwickelnden
Schoten (Samen) beobachtet wurden.
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Die Expression von YA5
in E. coli und Bestätigung
seiner Funktion als eine PDH-Kinase
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Die YA5-Volllängen-cDNA (YASF) wurde in pBluescript
SK in 5'- nach 3'-Orientierung von
T7-T3 kloniert. Ein Primer, der die mutmaßliche translationale Initiationsstelle
OMpdk einschließt
(AGGAGAGACTCGAGGCTTATGGCAGTGAAG) [SEQ ID NO: 6] wurde synthetisiert,
um eine Xhol-Restriktionsschnittstelle einzuschließen. Die
Primer OMpdk und T3-Primer wurden in einer PCR-Reaktion eingesetzt,
um die YA5-kodierende Region von YASF zu amplifizieren. Das resultierende
PCR-Fragment wurde mit HindIII (HindIII-Restriktionsschnittstelle
ist 3' von dem Stopkodon
vorhanden) und XhoI verdaut und in pTrcHisB-Vektor (Clontech) kloniert,
um das Konstrukt pZTa5 zu erzeugen. Eine SDS-PAGE-Analyse mit Lysaten
von IPTG-induziertem E. coli-enhaltenden pZTa5 und pTrcHisB-Kontrollvektor
(7a), Bahnen 1 („YA5") bzw. 2 („Kontrolle") zeigten, dass der
pZTa5-Transformand (7a,
Bahn 1 „YA5") ein sehr stark
induziertes Fusionsprotein von Mr ≈ 45 kD zeigte,
was die vorhergesagte Masse des A. thaliana-PDHK-Genfusionsproduktes
ist (≈ 42
kD + 3 kD His TAG).
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Die Proteinkinaseaktivität des E.
coli-exprimierten YA5-Proteins wurde getestet, wie im Wesentlichen von
Liu et al., (1995) beschrieben. Die Proteinphosphorylierungssubstrate,
humanes E1α und
E1β, die
in E. coli M15 koexprimiert und gereinigt wurden, wurden von Dr.
M. S. Patel der Fakultät
für Biochemie,
School of Medicines and Biomedical Sciences, State University of
New York at Buffalo, Buffalo, New York (7b) erhalten. Dieses koexprimierte E1α und E1β-System wurde
extensiv in der Studie zur Regulation von PDC E1-Phosphorylierung
in Säugetier-Systemen
verwendet (Korotchkina und Patel, 1995). Für Phosphorylierungsexperimente
(gezeigt in 7c und 7d) wurden 20–25 μg E1α/E1β mit ungefähr 10 μg YA5-akkumuliertem
E. coli-Zytosol-Protein in einem Gesamtvolumen von 100 μl, enthaltend
20 mM Kaliumphosphat, pH 7,0, 1 mM Magnesiumchlorid, 2 mM Dithiothreitol,
0,1 mM EDTA und 200 μM
kaltes ATP kombiniert. Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 5 min
präinkubiert
und dann wurden 5 μCi-32P-γ-ATP
zum Starten des Tests hinzugefügt.
Nach 2, 5, 10, 15 und 20 Minuten wurden 20-μl Aliquots abgezogen und die
Reaktion wurde mit 20 μl
SDS-denaturierendem Gemisch gestoppt. Die Proben wurden auf 10%
SDS-PAGE aufgetrennt und autoradiographiert.
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Die 7c und 7d stellen Autoradiogramme
der radioaktiven Inkorporation von 32P (aus γ-32P-ATP) in die E1-Untereinheit des E1α/E1β-Komplexes
dar. Die Tafeln der linken Seite der 6(c) und 6(d) zeigen die Zeit-abhängige (Inkubationszeiten
von 2, 5, 10, 15 oder 20 min) in vitro Phosphorylierung des E1α/E1β-Komplexsubstrats
durch die Wirkung des Pflanzen-PDHK (Klon YA5)-Fusionsproteins,
wodurch dessen Funktion als der ersten in Pflanzen klonierten Pyruvat-Dehydrogenase-Kinase
bestätigt
wird, In 7c enthält die Kontrollreaktion
(Tafeln der rechten Seite) YA5-Lysat + Kontroll E. coli-Lysat ohne
PDH-E1α/E1β-Substrat.
Es gibt keinen Beweis der Phosphorylierung des E1α/E1β-Substrats.
In 7d enthält die Kontrollreaktion
(Tafel der rechten Seite) Kontroll-E. coli-Lysat (ohne YA5-Insert)
+ das E1α/E1β-PDH-Komplexsubstrat.
Es gibt auch keinen Hinweis auf die Phosphorylierung des E1α/E1β-Komplexes
in dieser Kontrolle.
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Synthese von YA5-Pflanzen-Transformations-Konstrukten:
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Antisense YA5 (Antisense-PDHK)-Konstrukt
für die
konstitutive Expression:
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Die YA5-cDNA enthält interne BamHI (nt 628) und
Ncol (nt 1176) Restriktionsschnittstellen. Das BamHI- und NcoI-Fragment
wurde von YASF befreit und in die entsprechende Schnittstelle in
pBI524 (Datla et al., 1993) in Antisense-Orientierung kloniert und
lokalisierte zwischen dem Tandem-Blumenkohl-Mosaik-Virus 35S-Promotor
und den Nopalin-Synthase-Terminator. Die YA5-Antisense-Kassette
wurde dann aus pBI524 mittels HindIII und EcoRI ausgeschnitten und
in die entsprechenden Stellen des Vektors pRD400 (Datla et al., 1992)
kloniert. Der abschließende
binäre
Antisense-Vektor pAsYA5/pRD400 (von dem eine Probe am 18. Dezember
1997 unter den Bedingungen des Budapester Vertrags bei der American
Type Culture Collection (ATCC) in 12301 Parklawn Drive, Rockville,
Maryland, 20852, USA unter der Zugangsnummer ATCC 209561 hinterlegt
wurde) wurde in das Agrobacterium tumefasciens Stamm GV3101 (der
das Helferplasmid pMP90 trägt;
Koncz und Schell, 1986) mittels Elektroporation eingeführt.
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Antisense und partielle
Sense YA5(PDHK)-Konstrukte für
Samen-spezifische Expression:
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Ein 875bp Fragment der YA5-cDNA wurde
mittels eines BamHI (Pharmacia)-Verdaus ausgeschnitten und das Fragment
wurde in den Vektor pdH1 ligiert, welcher den Samen-spezifischen
Napin-Promotor (pDH1 wurde freundlicherweise von Dr. P. S. Covello,
NRC/PBI bereitgestellt) enthält.
Die Kassette und das Insert (in entweder Sense- oder Antisense-Orientierung) wurden
durch partiellen Verdau mit HindIII und EcoRI ausgeschnitten und
die DNA-Fragmente wurde auf Agarose-Gelen getrennt und unter Verwendung
des Geneclean-II-Kit (Bio 101 Inc.) gereinigt. Die Fragmente wurden
dann in HindIII/EcoRI-verdautem pRD400 ligiert. Die endgültigen binären Vektoren
pNAsYAS/pRD400 (Antisense-Konstrukt) oder pNSYAS/pRD400 (partielles Sense-Konstrukt)
wurden in Agrobacterium tumefasciens Stamm GV3101 (der das Helfer-Plasmid
pMP90 trägt;
Koncz und Schell, 1986) mittels Elektroporation eingeführt.
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Konstitutive Expression
von Antisense YA5 (Antisense-PDHK)-Gen in Arabidopsis thaliana:
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Agrobacterium enthaltend das pAsYA5/pRD400
wurde zum Transformieren von Arabidopsis mittels Vakuum-Infiltration
eingesetzt (Bechtold et al., 1993). Zusätzlich wird es den Fachleuten
bewusst sein, dass die Transformation von Arabidopsis auch durch
Wundeninokulation (Katavic et al., 1994) erreicht werden kann. In ähnlicher
Weise wird ein Fachmann sich sicherlich bewusst sein, dass die Transformation
von anderen Pflanzenspezies durch Einsatz von Agrobacterium Ti-Plasmid-vermittelter
Transformation (z. B. Hypokotylen (DeBlock et al., 1989) oder von
Kotyledonenblattstiel-Verfahren (Moloney et al., 1989) Wundinfektion),
von Teilchenbombardementverfahren/biolistische Verfahren (Sanford
et al., 1987; Nehra et al., 1994; Becker et al., 1994) oder von
Polyethylenglykol-unterstützten
Protoplasten-Transformations-Verfahren (Rhodes et al., 1988; Shimamoto
et al., 1989) möglich
ist. Die Konstrukte können
durch konstitutive oder Gewebs-spezifische (z. B. Samen, Wurzel
etc.) Promotoren gesteuert sein, wie es den Fachleuten auch bewusst
sein wird.
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Als Kontrollen waren die Pflanzen
entweder nicht transformiert (nt), oder mit pBI121-Vektor allein transformiert
(Jefferson et al., 1987; ohne Antisense-PDHK-Insert, aber enthaltend
den Kanamycin-Selektionsmarker und das β-Glucuronidase-Reportergen). Die
Kontroll- und transgenen Pflanzen wurden bei gleicher Zeit und unter
identischen Bedingungen in Aufzuchtkammern, wie von Katavic et al.,
1995, beschrieben, aufgezogen.
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Die Ergebnisse der DNA-Gel-Blot (Southern,
1975)-Analysen bestätigten,
dass alle Antisense-PDHK-transgenen Linien (bezeichnet als YA5-Linien
23, 31, 32, 52, 95, 104) mindestens ein Insert pro Genom des PDHK-Gens
in Antisense-Orientierung enthalten. Die nicht-transformierte Wildtyp-Kontrolle
und die pBI121 (Nur-Plasmid)-transgenen Kontrollen haben wie erwartet
nur ein Insert pro Genom, was mit der ursprünglichen Southern-Analyse (siehe 5) übereinstimmt.
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Analyse der Pyruvat-Dehydrogenase
(PDH)-Aktivität
in Mitochondrien, die aus A. thaliana
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Antisense PDHK-transgenen
Pflanzen isoliert wurden
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Schotengewebe wurde aus A. thaliana-transgenen
Pflanzen, die das Antisense-PDHK-Konstrukt enthielten, und aus nicht-transformierten
Kontrollpflanzen gesammelt, und es wurden intakte Mitochondrien
isoliert. Die Pyruvat-Dehydrogenase (PDH)-Aktivität wurde
mittels des Verfahrens von Reid et al., (1997) bestimmt. Wie in 8 gezeigt, war die PDH-Aktivität in Mitochondrien,
die aus Blättern
von Antisense-PDHK-transgenen Pflanzen isoliert wurden, verglichen
mit der PDH-Aktivität
in Mitochondrien, die aus nicht-transformierten Kontrollen isoliert
wurden, um 20 bis 350% erhöht.
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Analyse der Krebszyklus-Enzymaktivitäten in Mitochondrien,
die aus A. thaliana Antisense-PDHK-transgenen Pflanzen isoliert
wurden
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Die Aktivitäten der Krebszyklus-Enzyme
Citrat-Synthase, Fumarase und Succinat-Dehydrogenase fielen in Mitochondrien,
die aus Blättern
von Antisense-PDHK-transgenen Pflanzen isoliert wurden, signifkant
erhöht
aus, verglichen mit den entsprechenden Aktivitäten in Mitochondrien, die aus
nicht-transformierten Wildtyp (n-WT)-Kontrollen isoliert wurden.
Die Citrat-Synthase-Aktivitäten
waren ungefährt
160–240%
höher (9), während Fumarase-Aktivitäten ungefähr 65–120 % höher und
Succinase-Dehydrogenase-Aktivitäten ungefähr 10–65% höher in den
Antisense-PDHK-Transgenen ausfielen, verglichen mit den entsprechenden n-WT-Aktivitätssätzen bei
100%. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Mitochondrienrespiration
in den Antisense-PDHK-Taansgenen aufgrund einer erhöhten Verfügbarkeit
von Acetyl-CoA, das durch verstärkte
PDC-Aktivität
erzeugt wird (aufgrund der Herunterregulation der Expression von
PDHK, einem negativen Regulator von PDC), erhöht ist.
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Analyse der Fettsäurezusammensetzung
aufgrund des Ölgehalts
und der durchschnittlichen Samengewichte in T2-Samen
aus A. thaliana Antisense-PDHK und pBI121-Kontroll-transgenen Pflanzen
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Gereifte Schoten und Samen wurden
aus Antisense-PDHK-Transformanden und anderen Kontrollen, entweder
nicht-transformierte oder pBI121-Transformanden (ohne Antisense-PDHK,
aber mit einem Kanamycin-Resistenz-Gen) isoliert und es wurden die entsprechenden Ölgehalte,
Fettsäurezusammensetzungen
des Samenöls,
durchschnittliche Samengewichte und Anzahl von Schoten pro 15 cm
Segment des Stamms bestimmt.
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Wie in 10 gezeigt,
war der Gesamt-Ölgehalt
in den Antisense-PDHK-Transformanden, ausgedrückt als μg Gesamt-Fettsäuren/100
Samen, um 8,5–26,5%
und um 15,4–34,6%
signifikant erhöht,
verglichen mit pBI121-Transformanden bzw. nicht-transformierten
Kontrollen. Dies wies darauf hin, dass der Gesamtfluss von Acetylresten
zu den Samenspeicher-Lipiden durch einen größeren Beitrag von Mitochondrien-erzeugtem Acetat
verstärkt
war. Letzterer wurde durch erhöhte
Mitochondrien-PDH-Aktivität
aufgrund der Herunterregulation des negativen Regulators PDHK in
den Antisense-PDHK-Transformanden ermöglicht.
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Tabelle 1 zeigt den Ölgehalt
und das durchschnittliche Gewicht der Samen, die aus A. thaliana-Linien isoliert
wurden und die mit einem konstitutiv exprimierten Antisense-PDHK-Konstrukt
transformiert wurden, verglichen mit Samen von Nur-Plasmid (pBI121)-Transformanden
und nicht-transformierten Kontrollen. Sowohl die Ölmenge als
auch das durchschnittliche Samengewicht sind in den Antisense-PDHK-Transformanden
höher.
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Tabelle 1
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Durchschnittlicher Samenölgehalt
und Samengewicht in nicht-transformierten Kontrollen und T2-Samen von pBI121-Kontrolle und Antisense
YA5 (A/S PDHK)-transgenen Pflanzen.
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Die durchschnittliche Zahl der Schoten
pro 15 cm Segment des geschossenen Stamms (engl. bolted stem) war
in den A. thaliana-Linien, die mit einem konstitutiv exprimierten
Antisense-PDHK-Konstrukt transformiert waren (bezeichnet als YA5-Linien),
im Vergleich zu Nur-Plasmid (pBI121)-Transformanden und nicht-transformierten
Kontrollpflanzen nicht signifikant beeinträchtigt. Im Anschluss an die
Vermehrung der T2-Generation der Samen,
produzierten nicht-transformierte Wildtyp und pBI121-Kontrolltransgene
A. thaliana-Pflanzen 30 ± 3
Schoten bzw. 31 ± 4
Schoten pro 15 cm Segment des geschossenen Stamms. Die Antisense-PDHK-transgenen
YA5-Linien 31, 32, 52, 95 und 104 produzierten 26 ± 3, 27 ± 3, 27 ± 3, 26 ± 3 bzw. 24 ± 3 Schoten
pro 15 cm Segment des geschossenen Stamms. Die durchschnittliche
Zahl der T3-Samen pro Schote war auch nicht
signifikant beeinträchtigt.
Zum Beispiel produzierten pBI121-Kontrolltransformanden 49,4 ± 6,6 T3-Samen pro Schote und die Antisense-PDHK-Linie
YA5 95 Produzierte 50,1 ± 8,5
T3 Samen pro Schote (n = 5 – 6 reife
Schoten gesammelt von vier einzelnen transgenen Pflanzen pro Linie).
Dies zeigte, dass der Samenertrag (Ernteindex) in den Antisense-PDHK-Transformanden
nicht negativ beeinträchtigt
war.
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Tabelle 2 zeigt die Fettsäurezusammensetzung
der Samenöle,
die aus A. thaliana-Linien, die mit einem konstitutiv exprimierten
Antisense-PDHK-Konstrukt transformiert wurden, im Vergleich zu Öl aus Samen mit
Nur-Plasmid (pBI121)-Transformanden und nicht-transformierten Kontrollen.
Die Antisense-PDHK-Konstrukte beeinträchtigen einen Zeitpunkt, der
sehr früh
in dem Fettsäure-Biosynthese-/Lipid-Biozusammensetzungsweg
(engt. lipid bioassembly pathway) liegt, d. h., es ermöglicht eine
größere Verfügbarkeit
von Acetylresten zur Plastiden-Fettsäurebiosynthese. Während der
Gesamt-Kohlenstofffluss über
den Lipidweg zu Speicherlipiden in Samen der Antisense-PDHK-transgenen
Pflanzen verstärkt
war, war die Fettacyl-Zusammensetzung der Öle, die sich akkumulierten,
nicht merkbar verändert
(Tabelle 2).
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Analyse der Blütezeiten
von A. thaliana Antisense-PDHK und p8I121-Kontroll-transgenen Pflanzen
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Die Antisense-PDHK-transgenen Pflanzen
zeigten einen signifikanten früheren Übergang
von der vegetativen in die generative Phase des Wachstums, d. h.
frühere
Einleitung der generativen (Blütenentfaltungs-) Phase
(aufgezeichnet durch Überwachen
der Zeit als Tage nach dem Pflanzen: d.a.p.) verglichen mit nicht-transformierten
Wildtyp und pBI121-Nur-Plasmid-Kontrollen. Wie in 11 gezeigt, blühten 30–50% der Antisense-PDHK-Transgenen
schon 31 d.a.p. verglichen mit nur 1–4% der Kontrollen. Dieser
frühe Blütenentfaltungsphänotyp fiel
noch dramatischer aus bei 34 d.a.p., bei dem 50–75% der Antisense-PDHK-Pflanzen
in der generativen Phase waren , verglichen mit nur 4–8% der
Kontrollpflanzen. Die meisten der Antisense-PDHK-Pflanzen blühten vollständig (90%
oder mehr der Blüteninitiation)
bei 39 d.a.p., aber die nicht-transformierten Kontrollpflanzen und
die pBI121-Nur-Plasmid-Kontrollpflanzen erreichten dieses Stadium
nicht vor 46 d.a.p.
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Die Zeit zum Erreichen der Reife
fiel in den Antisense-PDHK-A. thaliana-Transgenen ebenfalls kürzer aus.
Zum Beispiel hatten bei 68 Tagen nach dem Pflanzen alle Antisense-PDHK-transgenen
Linien vollständig entwickelte
Schoten, mehr als die Hälfte
davon waren braun gefärbt
und reif. Die wenigen Blüten,
die übrig blieben,
alterten zu dieser Zeit. Im Gegensatz dazu zeigten die nicht-transformierten
Wildtyp-Kontrollpflanzen und die pBI121-Kontroll-Transformanden
immer noch signifikante Blütenentwicklung,
vorwiegend grüne
unreife Schoten und nur einige wenige Schoten, die zu dieser Zeit
braun und reif waren. Unter den Aufzuchtbedingungen, die von den
Erfindern eingesetzt wurden, betrug der Unterschied der Reifezeit
ungefähr
68–70
Tage für
die Antisense-PDHK-transgenen Linien, verglichen mit ungefähr 57–77 Tagen
für die
Kontrollpflanzen. Angesichts der Tatsache, dass die Generationszeit
in Arabidopsis-Kontrollpflanzen den von den Erfindern eingesetzten
Aufzuchtbedingungen bei ungefähr
75 Tagen unter liegt, stellt ein 5–8 Tage früherer Blütenentfaltungs- und früherer Reifungs-Phänotyp bei
den Antisense-PDHK-Pflanzen eine Verkürzung der Generationszeit um ungefähr 10 dar. Ähnliche
Veränderungen
der Blütezeit
zum Ausdehnen der geographischen Reichweite der Kultivierung sind
ein wichtiges Ziel für
Brassica-Nutzpflanzen (Lagercrantz et al., 1996). In verwandten
Brassicaceae (z. B. Canola) würde
dieser Vorteil eine frühere
Ernte erlauben (z. B. in den kanadischen Prärien) und würde eine noch nördlichere
Kultivierung erlauben (Murphy und Scarth, 1994). Frostschäden zu später Saison in
gemäßigten Klimata
könnten
durch frühere
Reifung vermieden werden, und dies könnte ferner die mit dem Abbau
von Chlorophyll aus dem reifen Samen in der Spätsaison assoziierten Probleme
signifikant mildern (welche zu „grünem Öl" während
der Verarbeitung führen
können
und teure Bleichungsschritte erforderlich machen).
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Die Daten der Erfinder zeigen, dass
erhöhte
Atmung den Übergang
von der vegetativen in die generative Phase des Pflanzenwachstums
beschleunigen kann. Es ist interessant festzustellen, dass der gegenteilige
Effekt, d. h. eine Verzögerung
der Blütezeit,
in transgenen Pflanzen beobachtet wurde, bei denen die Citrat-Synthase
durch Antisense-Technologien herunterreguliert wurde, was zu einer
verminderten Atmungsrate im vegetativen Gewebe führte (Landschütze et al.,
1995). Daher kann die Blütezeit
durch erhöhte
Atmung beschleunigt werden und durch verminderte Atmung verzögert werden.
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Analyse des vegetativen
Wachstums von A. thaliana Antisense-PDHK und pBI121-Kontroll-transgenen
Pflanzen
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Der früh blühende Phänotyp der Antisense-PDHK-Transgenen
wurde mit einem veränderten
Muster vegetativen Wachstums korreliert. Eine verminderte Akkumulation
vegetativer Sprossgewebemasse (12) korrelierte
mit einer verminderten Anzahl von Rosettenblättern, die in den Antisense-PDHK-Transgenen
zu der Zeit produziert wurden, bei der die Pflanzen zu der generativen
(Blüteninitiations-)
Phase des Wachstums wechselten (13).
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Zusammenfassend zeigen A. thaliana-Linien,
die mit einem konstituv exprimierenden Antisense-PDHK-Konstrukt
(als YA5-Linien bezeichnet) transformiert wurden sowohl verändertes
vegetatives Wachstum als auch frühe
Blütenentfaltungs-Phänotypen,
verglichen mit nicht-transformierten Kontrollen oder Transformanden,
die nur das selektierbare Markierungsgen (transformiert mit pBI121)
enthielten, aber ohne Antisense-PDHK. Der Unterschied bezüglich des
veränderten
vegetativen Wachstumsmuster-Phänotyps
der Antisense-PDHK (YA5)-Transgenen (kleinere Pflänzchen mit
weniger Rosettenblättern,
verglichen mit n-WT und pBI121-Kontrollen) war ungefährt 3,5
Wochen nach dem Pflanzen klar ersichtlich und ungefähr eine
Woche später
noch offensichtlicher (30–31
Tage nach dem Pflanzen). Ungefähr
31 Tage nach dem Pflanzen war der Frühblütenentfaltungs-Phänotyp auch
in YA5-Antisense-PDHK-transgenen Linien ersichtlich.
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Viele der Pflanzen begannen zu schießen oder
sichtbare Blütenmeristeme
(Blütenknospen)-Initiation zu
zeigen, während
es keinen Beleg solcher Entwicklung in den n-WT und pBI121-Kontrollen
gab. 40 bis 42 Tage nach dem Pflanzen war der Frühblütenentfaltungs-Phänotyp der
YA5-Antisense-PDHK-transgenen Linien sehr offensichtlich, wobei
die meisten oder alle Transgenen vollständig geschossen waren mit offenen
Blüten,
während
die n-WT und pBI121-Kontrollen eine sehr viel geringere Frequenz
des Schießens
zeigen.
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Während
die Blütenentfaltungs-
und Generationszeit in den YA5-Linien verkürzt ausfiel, war die durchschnittliche
Anzahl der Schoten, das Samengewicht und der Ölgehalt nicht negativ beeinträchtigt.
Vielmehr waren sowohl das durchschnittliche Samengewicht als auch
der Fettsäure-/Ölgehalt
pro Samen in den YA5-Linien verstärkt, wie in Tabelle 1 und 10 gezeigt.
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EXPERIMENTELLE
VERFAHREN
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Allgemeine molekularbiologische
Techniken:
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Die Isolation von Plasmid-DNA, Restriktionsverdaus,
Modifikation und Ligation von DNA, PCR, Agarose und Polyacrylgelelektrophorese,
Transformation und Kultur von E. coli-Stämmen, DNA-Gel-Blot-Analysen (Southern,
1975) und RNA-Gel-Blot-Analysen wurden nach Standardverfahren, wie
von Sambrook et al., (1989) beschrieben durchgeführt.
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Das Klonieren von YA5:
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Eine Arabidopsis thaliana (Ökotyp Columbia) λ YES cDNA-Expressions-Bibliothek
(Elledge et al., 1991) wurde von Dr. Ronald Davis (Fakultät für Biochemie,
Stanford University School of Medicine, Stanford CA 94305) erhalten.
Plasmide wurden mittels automatischer Subklonierungsverfahren, wie
von Elledge et al. (1991) beschrieben, erzeugt. Eine mutmaßliche Escherichia
coli-Lyso-Phosphatidinsäureacyltransferase (LPAT,
EC 2.3.1.51)-Mutante, JC201 (Coleman 1990) wurde von Dr. Jack Coleman
(Fakultät
für Biochemie
und Molekularbiologie, Louisiana State University Medical Center,
New Orleans, LA 70112) erhalten. JC201 wurde mit den Plasmiden transformiert,
die aus der λ YES-Bibliothek
erzeugt wurden und bei der nicht-permissiven Temperatur von 44°C (Coleman,
1992) selektiert wurden. Die YA5-cDNA aus den Temperatur-insensitiven Transformanden
wurde mit einem Applied Biosystems Model 373A DNA Sequencing System
unter Verwendung des Taq DyeDeoxyTM Terminator
Cycle Sequencing Kit (Applied Biosystems, Inc.) sequenziert. Die
Nukleotid- und die abgeleiteten Aminosäure-Sequenzen des Klons YA5
wurden unter Verwendung des FASTA-Programms (Pearson und Lipman,
1988) mit Sequenzen verglichen, die in Datenbanken erhältlich waren.
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Die Expression des YA5-Proteins
in E. coli:
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Die YA5-Volllängen-cDNA (YA5F) wurde in pBluescript
SK (+/-) in 5'-
nach 3'-Orientierung
von T7-T3 kloniert. Es wurde ein Primer synthetisiert, der die mutmaßliche translationale
Initiationsstelle OMpdk (AGGAGAGACTCGAGGCTTATGGCAGTGAAG) [SEQ ID
NO: 6] einschließt,
um eine XhoI-Restriktionsschnittstelle einzuschließen. Der
Primer OMpdk und ein T3-Primer wurden in einer PCR-Reaktion zur
Amplifikation der YA5-kodierenden Region aus YA5F verwendet. Das
resultierende PCR-Fragment wurde mit HindIII (HindIII-Schnittstelle
ist 3' von dem Stopkodon
vorhanden) und XhoI verdaut und in einen pTrcHisB-Vektor (Clontech) zur
Erzeugung des Konstruktes pZTa5 kloniert. Die SDS-PAGE-Analyse mit
Lysaten von IPTG-induzierten E. coli-enthaltendendem pZTa5- und
der pTrcHisB-Kontrollvektor bestätigte,
dass ein neues Protein von ungefähr 45
kDa synthetisiert worden war.
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Protein-Kinase-Test mit
YA5-exprimierendem E. coli-Lysat:
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Die Proteinkinase-Aktivität des von
E. coli exprimierten YA5-Proteins wurde im Wesentlichen bestimmt wie
beschrieben (Liu et al., 1995). Die Proteinphosphorylierungs-Substrate,
Humane E1α-
und E1β-Untereinheiten,
die in E. coli M15 koexprimiert und daraus gereinigt wurden, wurden
von Dr. Mulchand S. Patel der Fakultät für Biochemie, School of Medicine
and Biomedical Sciences, State University of New York at Buffalo, Buffalo,
New York, erhalten. Dieses koexprimierte E1α- und E1β-System
wurde vielfach in der Studie zur Regulation von PDC E1-Phosphorylierung
in Säugetier-Systemen
verwendet (Korotchkina und Patel, 1995). Für Phosphorylierungsexperimente
wurden 20–25 μg E1α/β mit ungefähr 10 μg YA5-akkumulierenden
E. coli-Zytosolprotein in einem Gesamtvolulmen von 100 μl enthaltend
20 μM Kaliumphosphat,
pH 7,0, 1 mM Magnesiumchlorid, 2 mM Dithiothreitol, 0. MM EDTA und
200 μM kaltes
ATP kombiniert. Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur für 5 Minuten
präinkubiert
und dann wurden 5 μCi 32P-γ-ATP
zum Starten des Tests zugesetzt. Bei 2, 5, 10, 15 und 20 Minuten
nach Starten des Tests wurden 20 μl
Aliquots von dem Reaktionsgemisch abgezogen und die Reaktion wurde
mit 20 μl
SDS-denaturierendem Gemisch gestoppt. Die Proben wurden auf 10% SDS-PAGE
aufgetrennt und autoradiographiert, um 32P-markierte
Proteine zu zeigen.
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Die Konstruktion des YA5-Antisense-Pflanzentransformationsvektors
zurkonstitutiven Expression:
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Die YA5-cDNA enthält interne BamHI (nt628) und
NcoI (nt1176) Restriktionsschnittstellen. Das BamHI- und NcoI-Fragment
wurde von YA5 befreit und in die entsprechenden Schnittstellen in
pBI524 (Datla et al., 1993) in Antisense-Orientierung unter Kontrolle
des Tandem 35S-Promotors kloniert. Die YA5-Antisense-Kassette wurde
dann aus pBI524 mittels HindIII und EcoRI ausgeschnitten und in
den Pflanzentransformations-Vektor pRD400 kloniert (Datla et al.,
1992).
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Die Konstruktion von YA5-Antisense-
und partiellen Sense-Pflanzentransformations-Vektoren für Samen-spezifische
Expression
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Die YA5-Volllängen cDNA (YASF; 1,5 kb) wurde
in pBluescript SK (+/-)-Plasmid (Stratagene) in 5'- nach 3'-Orientierung des
T7-T3 kloniert. Ein 875 bp-Fragment wurde mittels BamHI (Pharmacia)-Verdau
ausgeschnitten und in das Plasmid pDH1, das vorher mit BamHI geschnitten
und dephosphoryliert worden war (behandelt mit 1/10 Einheit Kälberieingeweide-Alkalische
Phosphatase für
1 Stunde bei 37°C),
ligiert. Das Plasmid pDH1 (von Dr. P. Covello PBI/NRC bereitgestellt)
ist das Plasmid PE35SNT, das so manipuliert wurde, dass der konstitutive
Tandem-35S-Promotor ausgeschnitten war und durch den Samen-spezifischen
Napin-Promotor, der aus dem Plasmid pUC19 erhalten wurde, ersetzt
wurde. Die Ligationen wurden bei 4–12°C über Nacht in einem Wasserbad
gemäß den Instruktionen,
die von dem Hersteller bereitgestellt wurden, durchgeführt. Kompetente
E. coli-Zellen (DH5α,
Gibco BRL) wurden mittels des Heat-Shock-Verfahrens mit 50–100 ng
der transformierenden DNA transformiert, auf einem selektiven Medium
ausplattiert (LB mit 50 μg/ml
Ampicillin) und über
Nacht bei 37°C
inkubiert. Die Bluescript-Plasmid-DNA (10 ng) wurde als positive
Kontrolle für die
Transformation verwendet. Einzelne transformierte Zellen wurden über Nacht
(37°C, 225
U.p.m.) in 5 ml LB mit 50 μg/ml
Ampicillin kultiviert. DNA-Extraktion und -reinigung wurden mit
einem Qiaprep Spin Miniprep Kit (Qiagen) durchgeführt. Die
Restriktionsverdaue wurden mit HindIII durchgeführt, um das Vorhandensein und
die Orientierung der Inserts in dem Plasmid zu überprüfen. Im Falle, dass das YA5-Insert
in Antisense-Orientierung vorlag, wurden zwei Fragmente von ungefähr 1,0 und
1,4 Kb erhalten, während
ein YA5-Insert, das in Sense-Orientierung vorlag, zwei Fragmente
von ungefähr
1,8 und 0,6 Kb ergab. Die Kassette und das Insert (entweder in Sense-
oder in Antisense-Orientierung) wurden mittels eines partiellen
Doppelverdaus mit HindIII und EcoRI ausgeschnitten (1 Einheit/20 μl Reaktion
für 10
min bei 37°C).
Die DNA-Fragmente, die der Kassette entweder mit dem Sense- oder
dem Antisense-Insert entsprachen, wurden auf einem Agarosegel unter Verwendung
eines Geneclean-II-Kits (Bio 101, Inc.) gereinigt und an ein HindIII/EcoRI-verdautes pRD400-Plasmid
ligiert. Die besten Ligationsergebnisse wurden mit einem 1 : 10
Plasmid zu Insertverhältnis in
einem 10 μl
Reaktionsvolumen unter Verwendung von 1 μl T4-Ligase und Puffer (New
England Biolabs) bei 4°C über Nacht
erhalten. Das Reaktionsgemisch wurde auf 45 °C für 5 min erhitzt und vor Zugabe
der Ligase eisgekühlt.
Am folgenden Tag wurden 1 μl
T4-Ligase zugesetzt und das Gemisch wurde bei Raumtemperatur für weitere
3 –4 Stunden
stehen gelassen. Die Identität
eines jeden Konstrukts wurde durch DNA-Sequenzierung vor der Pflanzentransformation
erneut überprüft.
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Transformation von Arabidopsis
thaliana:
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Das Transformationsprotokoll, das
von Bechtold et al., (1993) beschrieben wurde, wurde angepasst. Pflanzen
des Arabidopsis thaliana Ökotyp
Columbia wurden in feuchter Erde bei einer Dichte von 10–12 Pflanzen
pro Topf aufgezogen, in 4-Quadrat-Inch-Töpfen, und mit einem Nylonschirm
bedeckt und mit einem elastischen Band am Platz fixiert. Sobald
die Pflanzen das Stadium erreicht hatten, bei dem die Sprossen gerade erschienen,
wurden die Pflanzen gegossen, die Sprossen und einige der Blätter abgeschnitten
und die Agrobacterium-Suspension wurde, wie weiter oben beschrieben,
auf den Pflanzen einsickern gelassen.
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Um das Agrobacterium zu züchten, wurde
ein 25 ml-Suspension in LB-Medium, enthaltend Kanamycin, bei einer
Konzentration von 50 μg/ml
für 2 bis
3 Tage vor der Zeit kultiviert. Am Tag vor der Einsickerung (engl.
infiltration) wurde diese „Impf-Kultur" zu 400 ml LB-Medium,
enthaltend 50 μg/ml
Kanamycin, zugesetzt. Sobald die Absorption bei 600 nm > 2,0 war, wurden die
Zellen mittels Zentrifugation geerntet (5.000 × g, 10 min in einem GSA-Rotor
bei Raumtemperatur) und in 3 Volumina des Einsickerungsmediums (1/2 × Murashige und
Skoog-Salzen, 1 × B5
Vitamine, 5,0% Saccharose, 0,044 μM
Benzylaminpurin) zu einer optischen Dichte bei 600 nm von 0,8 suspendiert.
Die Agrobacterium-Suspension wurde dann in ein Becherglas geschüttet und die
eingetopften Pflanzen wurden umgedreht in das Becherglas gesetzt,
so dass die Sprossen und die ganzen Rosetten untergetaucht waren.
Das Becherglas wurde dann in ein großes glockenförmiges Gefäß (engt.
Bell jar) platziert und es wurde unter Verwendung einer Vakuumpumpe
ein Vakuum angelegt, bis sich auf den Blättern und auf den Stammoberflächen Blasen
bildeten und die Lösung
ein bisschen Blasen zu bilden begann und dann wurde das Vakuum schnell
abgelassen [Anmerkung: Die notwendige Zeit und der Druck wird von einem
Labor-Aufbau zum nächsten
variieren, doch ist gutes Einsickern offensichtlich erkennbar anhand
des einheitlich verdunkelten Wasser-aufgesaugt habenden Gewebes.]
Die Töpfe
wurden aus dem Becherglas entfernt in einem Plastiktablett auf ihre
Seiten gelegt und mit einer Plastikglocke zur Erhaltung der Feuchtigkeit bedeckt.
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Am folgenden Tag wurden die Pflanzen
aufgedeckt, aufrecht hingestellt und sie wurden für ungefähr 4 Wochen
in einer Aufzuchtkammer unter kontinuierlichen Lichtbedingungen,
wie von Katavic et al., (1995) beschrieben, wachsen gelassen. Als
die Schoten reif und trocken waren, wurden die Samen geerntet und
auf positive Transformanden hin selektiert.
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Die Selektion von mutmaßlichen
Transformanden (Transgene Pflanzen) und Aufzucht und Analyse der
transgenen Pflanzen:
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Die aus den Vakuum-Einsickerungs-Transformations-Experimenten
geernteten Samen wurden durch Behandlung für 1 Minute in Ethanol und darauf
folgenden 5 Minuten in 50% Bleiche/0,05% Tween 20TM in
sterilem destilliertem Wasser sterilisiert. Dann wurden die Samen
einige Male mit sterilem destilliertem Wasser gespült. Die
Samen wurden plattiert, indem sie in steriler 0,1% Agarose bei Raumtemperatur
(ungefähr
1 ml Agarose für
je 500–1.000
Samen) resuspendiert wurden und dann ein ungefähr 2.000–4.000 Samen entsprechendes
Volumen auf 150 × 15
mm Selektionsplatten aufgebracht wurde (1/2 × Murashige und Skoog-Salze, 0,8%
Agar, Autoklavieren, Kühlen
und Zusetzen von 1 × B5-Vitaminen
und Kanamycin zu einer Endkonzentration von 50 μg/ml). Die Platten wurden in
einer Laminarfluss-Haube getrocknet, bis die Samen nicht mehr trieben,
wenn die Platten angetippt werden. Die Platten wurden dann für 2 Nächte bei
4°C im Dunkeln
vernalisiert und dann in eine Aufzuchtkammer umgesetzt (Bedingungen
wie von Katavic et al., 1995, beschrieben). Nach 7–10 Tagen
waren die Transformanden als dunkelgrüne Pflanzen mit gesunden grünen Sekundärblättern und
Wurzeln, die sich über
und in das Selektionsmedium erstreckten, identifizierbar.
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Die Keimlinge wurden in Erde transplantiert
und die Pflanzen wurden bis zur Reife wachsen gelassen (T2-Generation, wie in Katavic et al., 1994,
definiert) und reife Samen gesammelt und analysiert. T2-Samen wurden
fortgepflanzt. Die vegetativen Wachstumsmuster wurden durch Messen
der Sprossgewebe-Trockengewichte und/oder durch Zählen der
Zahl der Rosettenblätter,
die zum Zeitpunkt, an dem die Pflanzen begannen in das generative
(Blütenentfaltungs-)
Stadium einzutreten, überprüft. Die
Blütenentfaltung
(Beginn der generativen Phase des Wachstums) wurde analysiert durch
tägliche
Aufnahme der Prozentzahl der Pflanzen, bei denen eine Blütenknospe
erstmals erschien und/oder der Prozentzahl der Pflanzen, die schossen
(wie von Zhang et al. 1997 beschrieben). Die Daten wurden als Prozentzahl
der blühenden
Pflanzen/schießenden Pflanzen
an einem gegebenen Tag nach dem Pflanzen (d.a.p.) ausgedrückt.
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Zubereitung von Mitochondrien
aus A. thaliana nicht-transformierten Kontroll- und Anti-YA5-transgenen
Pflanzen
-
Alle Extraktionen wurden bei 4°C durchgeführt. Eine
angereicherte Mitochondrien-Fraktion wurde nach einem Verfahren
zubereitet, das von dem von Ap Rees et al., (1993) abgewandelt wurde.
Ungefähr
30 g frisch geerntete Sprossen wurden unter Verwendung eines gekühlten Waring
Bleder in 4 Volumina Extraktionspuffer homogenisiert (50 mM Tris-HCl,
pH 8,0, enthaltend 300 mM Mannitol, 5 mM EDTA, 0,1% Rinderserumalbumin,
1% PVPP (Polyvinylpolypyrrolidon) und 9 mM 2-Mercaptoethanol. Das
Homogenisat wurde durch vier Schichten Käsestoff (engt. cheesecloth)
und eine Schicht Miracloth gefiltert und bei 2.000 × g für 10 min zentrifugiert.
Das Sediment wurde verworfen und der Überstand bei 10.000 × g für 30 min
zentrifugiert. Das Sediment wurde in Extraktionspuffer minus PVPP
resuspendiert und als „angereicherte" Mitochondrien-Präparation
eingesetzt. Für
die Succinat-Dehydrogenase-Aktivitätsmessungen wurde diese Präparation
direkt eingesetzt. Für
Messungen der PDC, Fumarase und Citrat-Synthase wurden die frisch
zubereiteten Mitochondrien zuerst in Gegenwart von 0,1% (v/v) Triton
X-100 zur Freisetzung der Mitochondrien-Enzyme lysiert. Das Triton-Lysat
wurde durch Zentrifugation bei 27.000 × g aufgeklart und der Überstand
enthaltend die gelösten Enzyme
wurde mit einem Centricon-30-Filterkonzentrator (Amicon) konzentriert.
Das resultierende Konzentrat wurde als Enzymquelle in einem PDC-Test
eingesetzt. Die Proteinkonzentrationen wurden mittels des Verfahrens
von Bradford (1976) unter Verwendung von Rinderserumalbumin als
Standard und nach Normalisierung vor dem Test bestimmt.
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Der Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex-Test:
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Zur Bestimmung der Pyruvat-Dehydrogenase
(PDH)-Komplex-Aktivität,
die in Mitochondrien-Proteinpräparationen
vorhanden ist, wurde das Verfahren von Reid et al., (1977) angepasst.
Das Test-Gemisch bestand aus 0,1 mM TPP, 5 mM MgCl2,
1,5 mM NAD+, 0,1 mM Coenzym A, 3,0 mM Cystein-HC
und 1,5 mM Pyruvat in 100 mM Tricin pH 8,0 in einem Endvolumen von
2 ml. Die Reaktionen wurden durch Zusetzen von Mitochondrienlysatkonzentrat
eingeleitet. Kontrollreaktionen enthielten alle Komponenten außer Pyruvat.
Das Reaktionsgemisch wurde bei 30°C
inkubiert und die Bildung von NADH wurde bei einer Wellenlänge von
340 nm in 15-Sekunden-Intervallen für 3 Minuten unter Verwendung
eines Beckman DU74-Spektrophotometers überwacht.
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Der Citrat-Synthase-Test:
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Zur Messung der Citrat-Synthase-Aktivität, die in
Mitochondrien-Proteinpräparationen
vorhanden ist, wurde das Verfahren von Srere (1969) angepasst. Das
Reaktionsgemisch enthielt 0,2 mM 5',5'-Dithiobis-2-nitrobenzolsäure (DTNB),
0,1 mM Acetyl-CoA, und Mitochondrien-Lysat-Protein, in 50 mM Tris-HCl,
pH 7,8, in einem Endreaktionsvolumen von 2 ml, inkubiert bei 30°C. Die Absorption
bei 412 nm wurde für
3 min verfolgt, um mögliche
Acetyl-CoA-Deacylase-Aktivität
zu messen. Die Citrat-Synthase-Reaktion wurde dann durch Zusetzen
von 0,5 mM Oxalacetat (OAA) eingeleitet und die Freisetzung des
Coenzyms A (CoASH), der SH-Gruppe, die mit dem DTNB (Ellman's Reagens) reagiert,
wurde bei 412 nm überwacht.
Das resultierende Mercaptid-Ion hat eine starke Absorption (E =
13.600) bei 412 nm. Die Kontrollreaktionen enthielten alle Komponenten außer OAA.
-
Der Fumarase-Test:
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Die Fumarase-Aktivität, die in
Mitochondrien-Proteinpräparationen
vorhanden ist, wurde nach dem Verfahren von Hill und Bradshaw (1969)
bestimmt. Das Reaktionsgemisch enthielt 25 mM Natriummalat und Mitochondrien-Lysat-Protein
in 50 mM Natriumphosphatpuffer, pH 7,5, bei einem Reaktions-Endvolumen
von 1 ml. Die Reaktionen wurden bei 28°C inkubiert. Die Fumarase-Aktivität, die aus
der Bildung von Fumarat gemessen wurde, wurde spektrophotometrisch
durch Überwachen
der Zunahme der Absorption bei 250 nm in 15-Sekunden-Intervallen
für 2 Minuten überwacht.
-
Der Succinct-Dehydrogenase-Test:
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Die Mitochondrien-Succinat-Dehydrogenase-Aktivität wurde
unter Verwendung des Verfahrens von Veeger et al., (1969) gemessen.
Das Reaktionsgemisch enthielt ein 1 mM KCN, 40 mM Succinat, 1 mM
EDTA, 0,1% BSA, 3 mM K3Fe(CN)6,
0,1% Triton X-100 und unlysierte Mitochondrien in 100 mM Natriumphosphatpuffer
bei pH 7,5 in einem Reaktions-Endvolumen von 1 ml. Die Reaktionsgemische
wurden bei 28°C
inkubiert. Die Reaktion wurde durch Zusetzen von Mitochondrien in
Sauerstoff-freiem Phosphatpuffer eingeleitet. Die Änderung
der Absorption bei 455 nm wurde spektrophotometrisch in 20-Sekunden-Intervallen
für 2 Minuten überwacht.
Die Kontrollreaktionen enthielten alle Komponenten außer Succinat.
-
Die Samen-Lipid-Analysen
der Samen aus A. thaliana-nicht-transformierten Kontroll- und Antisense-PDHK (AsYA5)-Transgenen:
-
Reife Schoten und T2-
oder T3-Samen wurden aus Antisense-PDHK-Transformanden
(bezeichnet als YA5-Linien) isoliert oder es wurden auch pBI121-Kontroll-Transformanden
(ohne Antisense-PDHK aber mit einem Kanamycin-Resistenzgen) und
Schoten und Samen aus nicht-transformierten Wildtyp-Kontrollpflanzen isoliert
und ihre entsprechenden Samenöl-Gehalte,
Fettsäurezusammensetzungen
der Samenöle,
durchschnittliche Samengewichte, Zahl der Schoten pro 15 cm Segment
des schießenden
Stamms und Zahl der Samen pro Schote wurden wie von Zou et al.,
(1997) beschrieben bestimmt. Alle Pflanzen wurden in der gleichen
Aufzuchtkammer zur gleichen Zeit und unter identischen Licht- und Temperaturbedingungen,
wie bereits beschrieben (Katavic et al., 1995; Zou et al., 1997),
gezogen. Wegen der (des) extrem kleinen Samengröße und -gewichts wurden die
Analysen mit 100–400
Samenreplikaten (engl. seed replicates), die unter einem Präpariermikroskop
vorsichtig ausgezählt
wurden, durchgeführt.
Die Samenproben wurden unter Verwendung eines Polytrons in Chloroform
: Isopropanol (2 : 1, [v/v]), enthaltend 0,2% w/v butyliertes Hydroxytoluen
und Tripentadecanoin als internen Standard gemahlen. Alle weiteren
Bedingungen der Isolation und Analyse des Samen-Gesamtfettsäuregehalts
und der Fettsäurezusammensetzung
(ausgedrückt
in Gew.-% der Gesamt-Fettsäuren)
wurden mittels Gaschromatographie, wie vorher detailliert ausgeführt, durchgeführt (Taylor
et al., 1992b; Taylor et al., 1995; Katavic et al., 1995; Zou et
al., 1997). Der Ölgehalt
wurde entweder ausgedrückt
als μg der
Gesamtfettsäuren
pro Probengröße (siehe 10) oder als mg Öl pro Probengröße (siehe
Tabelle 1) und berechnet unter der Annahme, dass 3 Mol Fettsäuren auf
1 Mol Triacylglycerin (Öl)
kommen, wie von Zou et al., (1997) beschrieben.
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