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Die
vorliegende Erfindung betrifft spezifische Antikörper zur Verwendung bei der
Herstellung pharmazeutischer Zusammensetzungen, die für die Verhütung oder
Behandlung von Gastritis, Magenulzera und Duodenalulzera nützlich sind,
welche durch eine Infektion mit Helicobacter pylori (nachstehend
als H. pylori oder Hp bezeichnet) verursacht werden, und zur Verwendung
als Zusatz in Nahrungsmitteln, die für die Verhütung von Gastritis, Magenulzera
und Duodenalulzera nützlich
sind.
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Zur
Zeit wird angenommen, dass die Ausrottung von H. pylori im Magen
für eine
vollständige
Behandlung von peptischen Ulzera wesentlich ist. Die Kombination
von Antibiotika und Suppressoren der Magensäuresekretion ist allgemein
als Therapie für
eine wirksame Ausrottung von H. pylori vorgeschlagen worden, wie nachstehend
beschrieben.
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H.
pylori ist ein gram-negatives spiralförmiges, stäbchenförmiges Bakterium, das an einem
Ende einige Flagella aufweist und die menschliche Magenmukosa besiedelt.
Marshall, B. J., und Warren, J. R., in Australien berichteten 1983,
dass dieses Bakterium häufig
in Magenbiopsie-Proben von Patienten mit Magenulzera nachgewiesen
wurde. Zu diesem Zeitpunkt wurde dieses Bakterium Campylobacter
pylori genannt, da es Campylobacter in der Morphologie und den Wachstumsmerkmalen ähnelt. Später wurde
gefunden, dass sich das Bakterium von Campylobacter in der Fettsäure-Zusammensetzung
seiner äußeren Membran
und der Sequenz der Ribosom-16S-RNA unterscheidet. Deshalb wird
das Bakterium nun als Helicobacter pylori bezeichnet und gehört einer
neu aufgestellten Gattung Helicobacter an.
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Seit
damals sind viele Berichte auf der Grundlage von epidemiologischen
Studien veröffentlicht
worden, die anzeigen, dass dieses Bakterium Gastritis, Magenulzera
und Duodenalulzera verursacht und mit Krankheiten wie Magenkrebs
verbunden ist. Wenn H. pylori die Magenmukosa besiedelt, kann es
im Magen nicht ausgerottet werden und besiedelt weiterhin den Magen,
obwohl die Immunantwort auf eine Infektion mit demselben stark ist,
d. h. der Antikörper-Titer hoch ist. Das
heißt,
wenn H. pylori nicht vollständig
durch eine Antibiotika-Therapie
aus dem Magen eliminiert wird, kehrt der Infektionszustand innerhalb
etwa eines Monats, nachdem die Verabreichung von Antibiotika beendet
worden ist, zum gleichen Maß wie
vor der Behandlung zurück.
Zusätzlich
wird der pH des Magens durch HCl, die eine starke Säure ist,
sehr niedrig gehalten, und deshalb neigen die meisten Antibiotika
dazu, in aktiviert zu werden. Aus diesem Grund wird häufig die
Kombination eines Antibiotikums und eines Protonenpumpen-Inhibitors, der die
Magensäuresekretion
stark unterdrückt,
in einer größeren Dosis
als üblich
für die
Ausrottung von H. pylori verwendet. Kürzlich erwies sich, dass eine
neue Behandlung, die eine Kombination von Bismutsubsalicylat, Metronidazol
und Tetracyclin verwendet, die höchste
Eliminierungsrate von H. pylori aufweist, aber es ist bekannt, dass
Metronidazol in dieser Kombination das rasche Auftauchen eines Antibiotika-resistenten
Stamms verursacht, wenn es allein verwendet wird. In Entwicklungsländern wird
dieses Medikament in großem
Umfang zur Behandlung von Diarrhöe-Patienten
verwendet, und als Ergebnis tritt mit hoher Häufigkeit eine Infektion mit
Metronidazol-resistentem H. pylori auf. So weist die Verabreichung
von Antibiotika über
lange Zeit die ernsthaften Probleme der Vermehrung der Antibiotika-resistenten
Stämme
sowie der Verursachung von Nebenwirkungen auf.
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Gegenwärtig ist
ein immunologischer Therapieansatz unter Verwendung eines oralen
Impfstoffs vorgeschlagen worden, um Probleme wie Nebenwirkungen
und Vermehrung von Antibiotika-resistenten Stämmen durch die Behandlung mit
Antibiotika für
die Ausrottung der Bakterien zu lösen. Jedoch ist es für diesen Zweck
wesentlich, Tiermodelle für
eine Hp-Injektion zu entwickeln. Es wurde berichtet, dass Hp-Infektions-Tests
unter Verwendung von Ratten, Mäusen,
Kaninchen, Hunden, Schweinen und Affen durchgeführt worden sind, und Tests
unter Verwendung von Hunden, Schweinen und Affen waren erfolgreich.
Jedoch kann Hp kleine Tiere, wie Mäuse und Ratten, nicht leicht
infizieren, und die Infektionstests erfordern komplizierte Bedingungen.
Beispielsweise sind keimfreie Tiere für eine Infektion erforderlich
oder sind frische Isolate zur Aufrechterhaltung der Infektion über eine
lange Zeit erforderlich. Diese Anforderungen haben die Studien behindert,
die auf die Entwicklung von neuen Verfahren zur Verhütung und
Behandlung abzielen.
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Beispielsweise
wurde von Marchetti, M., et al. in Science, Bd. 267, S. 1655–1658 (1995)
berichtet, dass 80% einer Hp-Infektion durch orale Immunisierung
unter Verwendung eines Mausmodells zur Bewertung der Wirksamkeit
von oralem Hp-Impfstoff inhibiert wurden. Jedoch wies dieses orale
Impfstoffpräparat
ein wärmelabiles
Toxin (LT), das von E. coli abstammt, als Adjuvans auf. Im Allgemeinen
weist das Impfstoffpräparat in
derartigen Experimenten unter Verwendung eines oralen Impfstoffs
zusätzlich
zu LT, das von E. coli abstammt, ein Choleratoxin auf, und eine
Schleimhautimmunität
kann nicht ohne diese Adjuvantien erzielt werden. LT aus E. coli
und Choleratoxin weisen hohe Toxizitätsgrade auf, und dieses Impfverfahren
weist viele ungelöste
Probleme bezüglich
der Sicherheit bei seiner praktischen Anwendung beim Menschen auf.
Auch wird der Impfstoff überwiegend
für die
Verhütung
verwendet, und deshalb weist er keine Wirkung bei Patienten auf,
die bereits mit Hp infiziert worden sind.
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Als
neuen Versuch, Hp zu inhibieren, verwendeten Aiba et al. (The Meeting
of the 30th Japan Germ-free Animal Gnotobiology Society, Program
and Abstracts, S. 22, Requested Title 18, New Attempt for Inhibiting
Helicobacter pylori, Januar 1997) keimfreie Mäuse als Modell für eine Hp-Infektion
und untersuchten (i) die Wirkung von Lactobacillus salivarius als
Probiotikum bei der Inhibierung von Hp und (ii) die Wirkung einer oralen
Verabreichung von Anti-Hp-Antikörpern, die
aus dem Eigelb der Eier von Hennen erhalten wurden, welche mit durch
Formalin abgetöteten
ganzen Zellen von Hp immunisiert worden waren, auf die Inhibierung
von Hp. Im Fall (i) wurde die Zahl von Hp im Magen der Hp-infizierten Mäuse in einer
Gruppe mit Verabreichung 10–1000-mal
kleiner als die einer Kontrollgruppe. Im Fall (ii) wurde die Zahl
von Hp im Magen mit Verabreichung 10-mal kleiner als diejenige einer
Kontrollgruppe.
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Jedoch
wurden diese Ergebnisse unter Verwendung von Mäusen erhalten, die keine normale
Flora in der Mundhöhle,
dem Magen und dem Darm aufweisen, und es wird nicht erwartet, dass
derartige Ergebnisse bei herkömmlichen
Mäusen
mit normaler Flora erhalten werden können. Im Allgemeinen werden,
wenn Mäuse,
die eine inhärente
normale Flora aufweisen, mit menschlichen Milchsäure-Bakterien geimpft werden, die Bakterien
durch die normale Flora beseitigt und bilden keine Kolonien. Auch
waren die Antikörper,
die in den obigen Experimenten verwendet wurden, diejenigen gegen
ganze Zellen von Hp, und die Zahl von Hp im Magen wurde nur 10-mal
kleiner als diejenige der Kontrollgruppe, d. h., Hp wurde nicht
vollständig
eliminiert. Weiter gibt es keinen Hinweis auf die Beziehung zwischen
der Abnahme von Hp und der Verringerung von Gastritis.
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Die
japanische Patentanmeldung Kokai No. 4-275232 offenbart ebenfalls
die Verwendung von spezifischen Antikörpern, aber sie offenbart lediglich
Antikörper,
die aus den Eiern von Hennen erhalten wurden, welche gegen ganze
Hp-Zellen als Antigen immunisiert worden waren. Sie beschreibt ein
Nahrungsmittel zur Verwendung bei der Verhütung von Gastritis, Magenulkus
und Duodenalulkus, das als aktiven Bestandteil Antikörper umfasst,
die aus den Eiern von Hennen erhalten wurden, welche mit ganzen
Hp-Zellen als Antigen immunisiert worden waren, wobei die Antikörper für das Antigen
spezifisch waren, aber die Wirkung der spezifischen Antikörper ist
nicht klar. Die Wirksamkeit der erhaltenen Antikörper gegen ganze Zellen wird
unter Verwendung der Tatsache bewertet, dass Hp in vitro an Mucin
in Schweinemagenmukosa haftet, und die Ergebnisse sind, dass Eiantikörper gegen
ganze Hp-Zellen die Haftung von Hp an der Magenmukosa inhibieren. Jedoch
wurden die In-vitro-Tests in einer milden Umgebung mit pH 7,4 durchgeführt, und
deshalb ist es fraglich, ob die erhaltenen Daten genau die Ergebnisse
anzeigen, die in einer stark sauren Umgebung mit pH 1–3 im Magen
erhalten würden.
Die Bestätigung
der Wirkung der Eliminierung von Hp in einem stark sauren Magen erfordert
Tiere als Hp-Infektionsmodell in Experimenten. Die oben beschriebene
Patentanmeldung bezieht sich nicht auf derartige Experimente, und
deshalb ist es nicht klar, ob die Verabreichung von Eiantikörpern gegen
ganze Hp-Zellen die Eliminierung von Hp fördern kann. Auch gibt es keinen
Hinweis, ob die Antikörper
das Auftreten von Gastritis unterdrücken können.
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Es
ist in Transactions of Japan Agricultural Chemistry Society, 71,
S. 52, 20p22 (1997) offenbart, dass die Eiantikörper gegen ganze Hp-Zellen
eine inhibierende Wirkung auf das Hp-Wachstum aufweisen. Jedoch können die
Antikörper
mit den gleichen Problemen behaftet sein, wie oben erklärt, da es
sich bei dem Antigen, das bei der Immunisierung von Hennen verwendet
wird, um ganze Hp-Zellen handelt.
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Es
ist bekannt, dass Antikörper
gegen ganze Hp-Zellen aus Milch oder Serum von Säugetieren, wie Kühen, erhalten
werden können.
Siehe die japanische Patentanmeldung Kokai Nr. 4-169539 und die
japanische Patentanmeldung Kokai Nr. 4-330099. Diese Verfahren können keine
Antikörper
in großen
Mengen und preiswert erzeugen. Zusätzlich handelt es sich bei
dem Antigen, das bei der Immunisierung von Säugetieren verwendet wird, um
ganze Zellen von Hp, und deshalb wird die vollständige Eliminierung von Hp nicht
erwartet, wie im obigen Stand der Technik von Aiba et al. erwähnt.
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Die
WO 94/21248 offenbart eine Zusammensetzung zur Behandlung oder Verhütung von
gastrointestinalen Krankheiten, z. B. einer Helicobacter pylori-Infektion, welche
Kolostrum-Antikörper
umfasst, die aus Kühen
erhalten wurden, die mit dem Pathogen immunisiert worden waren,
und gegebenenfalls mit probiotischen Organismen (Lactobacilli und/oder
Streptococci) gemischt sind. Die EP-A-0 752 473 lehrt ebenfalls
Verfahren, das H. pylori-Wachstum mittels Zusammensetzungen, die
Flagella von H. pylori oder Antikörper dagegen umfassen, oder
Zusammensetzungen, die Urease aus H. pylori und Antikörper dagegen
umfassen, und Zusammensetzungen, die beide Antigene oder beide Antikörper umfassen,
zu inhibieren. Blanchard et al. (1995), Infection and Immunity 63(4):
1394–1399,
offenbaren die Verwendung von monoklonalen Antikörpern gegen Urease aus H. felis,
um Mäuse
vor einer H. felis-Besiedelung zu schützen. Es wird auf ähnliche
Ergebnisse Bezug genommen, die mit Zusammensetzungen erhalten werden
können,
welche Antikörper
gegen die Urease aus H. pylori umfassen.
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Wie
oben erklärt,
hat die Langzeitverwendung von Antibiotika für die Eliminierung von Hp eine
Zunahme von Antibiotika-resistenten Bakterien sowie Nebenwirkungen
zur Folge, und es ist kein Impfstoff für die praktische Verwendung
entwickelt worden. Auch können
Versuche, Milchsäure-Bakterien
zu verabreichen oder Eiantikörper
gegen ganze Hp-Zellen zu verwenden, Hp nicht ausrotten, und deshalb
sind sie für
die Verhütung
oder Behandlung von Gastritis, Magenulzera und Duodenalulzera nicht
wirksam.
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine pharmazeutische Zusammensetzung
zur Verwendung bei der Verhütung
oder Behandlung von Gastritis, Magenulzera und Duodenalulzera bereitzustellen,
die durch eine H. pylori-Infektion verursacht werden, wobei die
Zusammensetzung wirksam und sicher ohne die Nachteile der Nebenwirkungen
und der Zunahme von Arzneistoffresistenten Stämmen ist, und ein Nahrungsmittel zur
Verhütung
dieser Krankheiten bereitzustellen.
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Es
ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, spezifische Antikörper zur
Verwendung bei der Herstellung der obigen pharmazeutischen Zusammensetzungen
bereitzustellen.
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Andere
Ziele und Vorteile sowie die Natur der vorliegenden Erfindung werden
aus der folgenden Beschreibung offensichtlich.
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Die
gegenwärtigen
Erfinder haben den Mechanismus der Besiedelung der Magenmukosa durch
Hp aufgedeckt, der nicht vollständig
geklärt
war, und die vorliegende Erfindung auf der Grundlage dieser Entdeckung
gemacht.
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H.
pylori kann nicht in einer atmosphärischen Bedingung wachsen,
wächst
suboptimal in einer anaeroben Bedingung und wächst optimal in einer mikroaeroben
Bedingung. Aufgrund dieser spezifischen Eigenschaft ist die Ökologie
des Bakteriums im Magen nicht aufgeklärt worden. Insbesondere konnte
der Grund für die
starke Wachstumsfähigkeit
im Magen nicht erklärt
werden, obwohl verschiedene Studien über die Kolonienbildung von
Hp in Magenmukosa durchgeführt
worden sind, welche der Schlüssel
des Wachstums im Magen mit starker Azidität ist. Die Kolonienbildung
von Hp in der Magenmukosa spielt eine wichtige Rolle beim Wachstum
von Hp im Magen, und deshalb ist die Aufklärung von Kolonienbildungsfaktoren
bei der Entwicklung eines Verfahrens zur Verhütung oder Behandlung von Gastritis,
Magenulzera und Duodenalulzera, die von Hp verursacht werden, von
großer
Bedeutung.
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Es
ist angenommen worden, dass die pathogenen Faktoren von Hp im Magen
Urease, die von Hp erzeugt wird, Flagella zur freien Bewegung in
der Schleimhaut-Mucinschicht, das äußere Membranprotein Cag A,
das an der Produktion von Interleukin 8 als entzündungsförderndem Cytokin beteiligt
ist, das vakuolenbildende Cytotoxin Vac A, das an der Vakuolenbildung
beteiligt ist, Erosion, Nekrose und Ulkusbildung der Magenmukosa-Epithelzellen
sind.
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Es
ist angenommen worden, dass einer der pathogenen Faktoren, Urease,
die von Hp erzeugt wird, in der Lage ist, eine Umgebung bereitzustellen,
die für
das Wachstum von Hp im Magen nützlich
ist, indem sie Harnstoff im Magen in Ammoniak überführt und eine stark saure Umgebung
um die Bakterienzellen herum neutralisiert. Andererseits wurde bezüglich der
Kolonienbildung von Hp in der Magenmukosa in Experimenten unter
Verwendung von gnotobiotischen Schweinen gezeigt, dass ein Urease-negativer
Stamm von Hp sowie ein Urease-positiver
Stamm den Magen besiedeln können
(Eaton, K. A., und Krakowka, S., 1995, Scand. J. Gastroenterol.,
30: 434–437).
In einem kürzlichen
Bericht wurde die Bindung eines Urease-negativen Stamms von Hp an
menschliche Magenmukosa-Epithelzellen und an Zellen aus einer Magen-Adenokarzinom-Zelllinie (Kato III-Zellen)
mit dem Binden eines Urease-positiven Stamms verglichen, und es
wurde geschlossen, dass es keinen Unterschied zwischen der Haftung
der zwei Arten von Stämmen
an diesen Zellen gibt, und dass die Urease von Hp nicht als Adhäsin wirkt.
(Clyne, M., und Drumm, B., 1996, Infect. Immun. 64: 2817–2820).
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Die
gegenwärtigen
Erfinder haben die Entdeckung gemacht, die aus den Ergebnissen der
Studien des Standes der Technik über
die Kolonienbildung von Hp nicht erwartet wurde, dass Urease selbst
an der Kolonienbildung von Hp in der Magenmukosa teilnimmt. Das
heißt,
die Erfinder haben gefunden, dass Urease, die von Hp produziert
wird, als ein Haupt-Adhäsin
zusätzlich
zu ihrer Wirkung als Enzym wirkt, das Harnstoff in Ammoniak überführen kann,
und dass das Binden von Urease selbst an Magenmukosa-Mucin das Wachstum von
Hp ermöglicht.
Die Erfinder erhielten auch Informationen, die nahe legen, dass
Flagella von Hp ebenfalls an der Kolonienbildung von Hp in der Magenmukosa
teilnehmen.
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Die
vorliegende Erfindung wurde auf der Grundlage der obigen Entdeckung
gemacht, welche nahe legt, dass Antikörper gegen ganze Zellen von
Hp nicht ausreichend sind und Antikörper gegen Urease von Hp und/oder
Flagella von Hp für
eine vollständige
Inhibierung der Kolonienbildung von Hp in der Magenmukosa wirksam
sind, um das Wachstum von Hp im Magen zu inhibieren. Es wurde weiter
gefunden, dass die Kombination von jedem oder beiden dieser Antikörper und
mindestens einem Organismus, der aus Milchsäure-Bakterien, Enterokokken,
Hefen und Bacillus ausgewählt
ist, eine synergistische Wirkung aufweist.
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In
einem Aspekt stellt die vorliegende Erfindung spezifische Antikörper bereit,
die aus Eiern erhalten wurden, die von Hennen gelegt wurden, die
gegen Urease A und Urease B von Helicobacter pylori als Antigen immunisiert
worden sind, wobei die spezifischen Antikörper gegen das Antigen wirksam
sind. Die vorliegende Erfindung stellt auch spezifische Antikörper bereit,
die aus Eiern erhalten wurden, die von Hennen gelegt wurden, die
gegen Flagella A und Flagella B von Helicobacter pylori als Antigen
immunisiert worden sind, wobei die spezifischen Antikörper gegen
das Antigen wirksam sind.
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Die
obigen Anti-Urease-A und -Urease B-Antikörper sind gegen Urease wirksam,
und die obigen Anti-Flagella A- und -Flagella B-Antikörper sind
gegen Flagella wirksam. Deshalb sind Anti-Urease-Antikörper und/oder
Anti-Flagella-Antikörper für die Inhibierung
des Wachstums von H. pylori im Magen wirksam. Die Anti-Urease-Antikörper können bei
der Inhibierung des H. pylori-Wachstums im Magen zusammen mit mindestens
einem Organismus verwendet werden, der aus Milchsäure-Bakterien,
Enterokokken, Hefen und Bacillus ausgewählt ist. Die Anti-Urease A-
und -Urease B-Antikörper
können
bei der Inhibierung des H. pylori-Wachstums im Magen zusammen mit den
Anti-Flagella-Antikörpern
und mindestens einem Organismus verwendet werden, der aus Milchsäure-Bakterien,
Enterokokken, Hefen und Bacillus ausgewählt ist.
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In
einem weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine pharmazeutische
Zusammensetzung bereit, die als aktiven Bestandteil die oben beschriebenen
Anti-Urease A- und -Urease B-Antikörper und/oder die oben beschriebenen
Anti-Flagella A- und -Flagella B-Antikörper zur Verwendung bei der
Verhütung
oder Behandlung von Gastritis, Magenulkus und Duodenalulkus enthält. Die
Anti-Urease A- und
-Urease B-Antikörper
können
bei der Verhütung
oder Behandlung von Gastritis, Magenulzera und Duodenalulzera zusammen mit
mindestens einem Organismus verwendet werden, der aus Milchsäure-Bakterien,
Enterokokken, Hefen und Bacillus ausgewählt ist. Die Anti-Urease A-
und -Urease B-Antikörper
können
bei der Verhütung
oder Behandlung von Gastritis, Magenulzera und Duodenalulzera zusammen
mit den Anti-Flagella-A und -Flagella-B-Antikörpern und mindestens einem
Organismus verwendet werden, der aus Milchsäure-Bakterien, Enterokokken, Hefen und Bacillus
ausgewählt
ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch ein Nahrungsmittel zur Verwendung
bei der Verhütung
von Gastritis, Magenulzera und Duodenalulzera bereit, das als Zusatz
die oben beschriebenen Anti-Urease-Antikörper und/oder die oben beschriebenen
Anti-Flagella-Antikörper
enthält.
Einem Nahrungsmittel, das die Anti-Urease-Antikörper enthält, oder einem Nahrungsmittel,
das die Anti-Urease-Antikörper und
die Anti-Flagella-Antikörper
enthält,
kann mindestens ein Organismus zugesetzt werden, der aus Milchsäure-Bakterien,
Enterokokken, Hefen und Bacillus ausgewählt ist.
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1 ist eine graphische Darstellung,
die anzeigt, dass Hp-Urease auf Konzentrations-abhängige Weise
an Rattenmagen-Mucin bindet;
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2 ist eine graphische Darstellung,
die das Binden von Urease an Rattenmagen-Mucin zeigt, das durch
Heparin voradsorbiert ist.
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3 ist eine graphische Darstellung,
die eine Inhibierungswirkung von verschiedenen Antikörpern aus
Eiern auf die Haftung von Hp an menschlichen NKM45-Magenkrebszellen
zeigt.
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Um
die spezifischen Antikörper
der vorliegenden Erfindung zu produzieren, werden Hennen gegen ein Antigen
immunisiert. Als Antigen zur Immunisierung von Hennen werden Urease
A und Urasse B und Flagella A und Flagella B von Helicobacter pylori
hergestellt. Helicobacter pylori-Stämme, die für die Herstellung von Antigenen
zu verwenden sind, schließen
menschliche klinische Isolate ein, wie #130 (Cag A+) (Vac A+), NSP#305
(Cag A+) (Vac A+), NSP#335 (Cag A+) (Vac A+), NSP#355 (Cag A–) (Vac
A–). Nach
Kultivierung eines gewählten
Stamms werden die Urease A- und Urease B-Komponente und die Flagella
A- und Flagella B-Komponente auf geeignete Weise hergestellt.
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Die
Immunisierung von Hennen gegen ein Antigen kann durch Einimpfen
des Antigens auf einem geeigneten Weg, wie subkutane oder intramuskuläre Injektion,
durchgeführt
werden. Vorzugsweise wird ein geeignetes Adjuvans in Verbindung
mit dem Antigen verabreicht, um die Immunisierung zu verstärken. Adjuvantien,
die für
diesen Zweck nützlich
sind, sind komplettes (inkomplettes) Freund-Adjuvans (Difco), Choleratoxin BB
(Sigma), Titer Max (CytRx Corp.) usw.
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Die
Dosis des Antigens wird abhängig
von der Art des Antigens und des Adjuvans und dem Verabreichungsweg
auf solche Weise festgelegt, dass ein Immunstatus in der Henne ohne
Erzeugung übermäßiger Toxizität des Antigens
in ihr induziert wird. Gewöhnlich
wird die Henne innerhalb weniger Wochen nach der Impfung (anfänglichen
Immunisierung) für
das Gen empfindlich, d. h. gegen das Antigen immunisiert. Spezifische
Antikörper
gegen das Antigen werden im Körper
der Henne produziert, und Eier, die von der Henne gelegt werden,
insbesondere das Eigelb der Eier, enthalten die spezifischen Antikörper.
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Nach
der anfänglichen
Immunisierung der Henne gegen das Antigen können eine oder mehrer Auffrischimpfungen
mit einer geeigneten Dosismenge verabreicht werden, um einen hohen
Antikörpertiter
in der Henne aufrechtzuerhalten.
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Die
Anwesenheit und das Titerniveau der spezifischen Antikörper gegen
das Antigen in der Henne und in Eiern der Henne können durch
jedes bekannte Verfahren bestätigt
werden, das dem Fachmann auf dem Gebiet der immunologischen Assays
bekannt ist, wie ELISA oder ein Verfahren, das eine Agglutinationsreaktion
verwendet.
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Nachdem
bestätigt
ist, dass ein ausreichender Titer der spezifischen Antikörper in
den Eiern vorliegt, die von der immunisierten Henne gelegt wurden,
werden von der Henne gelegte Eier gesammelt, und die gewünschten
Antikörper
werden gewonnen.
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Die
spezifischen Antikörper
der vorliegenden Erfindung können
aus dem Gesamt-Ovum oder dem Eigelb der Eier hergestellt werden.
Die meisten Antikörper
sind im Eigelb eines Eis enthalten, und gewöhnlich wird das Eigelb von
dem Ei zur Verwendung bei der Produktion der Antikörper abgetrennt.
In einigen Fällen kann
das Gesamt-Ovum des Eis verwendet werden.
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Das
Gesamt-Ovum oder das Eigelb des Eis kann ohne Fraktionierung verwendet
werden. Alternativ kann das Gesamt-Ovum oder das Eigelb des Eis
einer Fraktionierung oder Reinigung unterzogen werden. Beispielsweise
kann ein Delipidisierungsverfahren durch geeignete Methoden, wie
Methoden, die Hydroxypropylmethylcellulosephthalat, Polyethylenglycol
usw. verwenden, um Lipid-Komponenten aus dem Eigelb zu entfernen,
durchgeführt
werden. Falls gewünscht,
kann eine weitere Reinigung durch jedes bekannte Verfahren, einschließlich bekannter
Reinigungsverfahren von Proteinen, wie Aussalzen mit Ammoniumsulfat
oder Natriumsulfat oder kalte Ethanol-Fällung usw., durchgeführt werden.
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Das
Gesamt-Ovum oder das Eigelb des Eis kann ohne Fraktionierung oder
mit Fraktionierung oder Reinigung direkt verwendet werden, oder
es kann verarbeitet werden. In einer bevorzugten Ausführungsform kann
das Gesamt-Ovum
oder das Eigelb zu einer Emulsion gerührt oder homogenisiert und
durch herkömmliche
Techniken, wie Sprühtrocknung
oder Lyophilisierung, getrocknet werden, um ein Pulver zu bilden.
So können
verschiedene Formen von Antikörpern
verwendet werden, abhängig
vom Zweck.
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Die
so erhaltenen Antikörper,
die für
Urease oder Flagella von Hp spezifisch sind, sind für die Ausrottung
von Hp, der an der Magenmukosa haftet, und für die Unterdrückung des
Auftretens von Gastritis in Tieren bei einem Hp-Infektionsmodell wirksam, wie in den
folgenden Beispielen demonstriert. Das heißt, diese Antikörper können die
Haftung von Hp an Magenmukosa verhindern und das Wachstum von Hp
im Magen inhibieren. Diese bemerkenswerten Wirkungen sind niemals
mit den Antikörpern
des Standes der Technik gegen ganze Zellen von Hp erhalten worden.
Zusätzlich
zeigen die Antikörper
aus den Eiern von Hennen eine Antikörpern aus Säugern überlegene Fähigkeit, Hp zu eliminieren,
wie in dem folgenden Experiment gezeigt, was ein unerwartetes Ergebnis
ist.
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Auch
zeigen, wenn Anti-Urease-Antikörper
und Anti-Flagella-Antikörper
zusammen verwendet werden, Antikörper,
die sogar einen etwas niedrigen Titer aufweisen, aufgrund von synergistischen
Wirkungen eine ausreichende Wirkung bei der Eliminierung von Hp
aus dem Magen und der Unterdrückung
von Gastritis. Die gleichen Wirkungen werden auch gezeigt, wenn
mindestens ein Organismus, der aus Milchsäure-Bakterien, Enterokokken,
Hefen und Bacillus ausgewählt
ist, zusammen mit den Anti-Urease-Antikörpern oder den Anti-Urease-Antikörpern und
Anti-Flagella-Antikörpern
verwendet wird.
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Deshalb
sind Anti-Urease-Antikörper
und/oder Anti-Flagella-Antikörper
bei der Inhibierung von Hp im Magen wirksam und können zur
Verhütung
oder Behandlung von Gastritis, Magenulzera und Duodenalulzera verwendet
werden oder können
einem Nahrungsmittel zur Verhütung
von Gastritis, Magenulzera und Duodenalulzera zugesetzt werden.
Diese Antikörper
können
bei der Verhütung
oder Behandlung dieser Krankheiten in Kombination mit mindestens
einem Organismus verwendet werden, der aus Milchsäure-Bakterien,
Enterokokken, Hefen und Bacillus ausgewählt ist, oder können einem
Nahrungsmittel zur Verhütung
dieser Krankheiten zugesetzt werden. Bei den Antikörpern kann
es sich um eine Antikörper-haltige
Substanz handeln, die direkt aus dem Gesamt-Ovum oder dem Eigelb
des Eis von immunisierten Hennen gewonnen wurde und als Lösung oder
Emulsion oder durch Trocknen als Festkörper, wie ein Pulver oder Granulat,
verwendet wird. Eine weitere Fraktionierung oder Reinigung der Antikörper-haltigen
Substanz kann durchgeführt
werden, um gereinigte Antikörper
zu erhalten, falls gewünscht.
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Beispiele
für Milchsäure-Bakterien,
die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, schließen Lactobacillus
acidophilus, Lactobacillus gaceri, Lactobacillus cryspatus usw.
ein. Beispiele für
Enterokokken sind Enterococcus faecalis, Enterococcus faecium usw.,
Beispiele für
Hefen sind Candida-Spezies, und Beispiele für Bacillus-Spezies sind Bacillus
subtilis usw.
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Wenn
die spezifischen Antikörper
der vorliegenden Erfindung bei der Verhütung oder Behandlung der oben
erwähnten
Krankheiten verwendet werden, können
die Antikörper
in Form einer pharmazeutischen Zusammensetzung verabreicht werden,
welche die Antikörper
und einen pharmazeutisch annehmbaren Träger dafür enthält. Weiter können Antazida
(beispielsweise Natriumhydrogencarbonat, Magnesiumcarbonat, gefälltes Calciumcarbonat,
synthetischer Hydrotalkit usw.), Mittel zum Schutz der Magenmukosa
(z. B. Aluminiumsilicat, Sucralfat und Natriumkupferchlorophyllin)
und Verdauungsenzyme (Biodistase, Lipase usw.) der pharmazeutischen
Zusammensetzung zugesetzt werden, falls erforderlich oder gewünscht. Die
Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung kann auf herkömmliche
Weise durchgeführt
werden. Die Verabreichung der pharmazeutischen Zusammensetzung zur
Verwendung bei der Verhütung
oder Behandlung dieser Krankheiten kann auf dem oralen Weg geschehen.
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Die
Dosierung der Antikörper
der vorliegenden Erfindung wird gemäß der Verwendung, dem Zweck und
den Zuständen
der Symptome ausgewählt.
Vorzugsweise können
0,25–25,0
mg/kg der gereinigten Antikörper
pro Tag bei einem Erwachsenen bei der Verhütung von Gastritis, Magenulzera
oder Duodenalulzera verabreicht werden, und 1,25–125 mg/kg der gereinigten
Antikörper
können
pro Tag bei einem Erwachsenen bei der Behandlung dieser Krankheiten
verabreicht werden.
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Wenn
die Antikörper
der vorliegenden Erfindung als Zusatz zu Nahrungsmitteln zur Verhütung der oben
erwähnten
Krankheiten verwendet werden, können
0,01 bis 0,1 Gew.-% und bevorzugt etwa 0,05 Gew.-% gereinigte Antikörper in
dem Nahrungsmittel enthalten sein.
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Die
folgenden Beispiele werden angegeben, um die vorliegende Erfindung
weiter zu erläutern.
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Beispiel 1
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(1) Herstellung von Hp-Antigenen
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(i) Herstellung von Hp-Antigen
gegen ganze Zellen
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Der
Hp#130-Stamm aus einem Gastritis-Patienten (erhalten vom medizinischen
College der Tohkai University) wurde in Gehirn-Herz-Infusionsagarmedium
eingeimpft, das mit 5% Pferdeblut ergänzt war, und dann 72 Stunden
bei einer Temperatur von 37°C
in einem anaeroben Gaspackungsglas kultiviert. Nach der Kultivierung
wurde eine glatte Kolonie, die einen klaren Glanz aufwies und eine
schwache α-Hämolyse zeigte, gesammelt
und in Brucella-Nährbrühe suspendiert,
die mit 1–10%
fetalem Rinderserum ergänzt
war, und 24–48
Stunden unter Schütteln
bei einer Temperatur von 37°C
kultiviert, während
die Gasphase durch ein Gasgemisch aus 10% CO2,
10% H2 und 80% N2 ersetzt
wurde. Es wurde dreimal eine Subkultivierung durchgeführt, um
eine vierte Subkultur zu erhalten, wobei die Menge der Kultur bei
jeder Subkultur erhöht
wurde. Jedes Mal, wenn eine Subkultur vorgenommen wurde, wurde die
Kultur bezüglich
Gram-Färbbarkeit
und Motilität
getestet, und ein Urease-Test, Katalase- Test und Oxidase-Test wurden durchgeführt. Eine
vierte Subkultur, die durch Subkultivierung erhalten wurde (5,2 × 108 CFU/ml), wurde 20 Minuten bei 12 000 × g zentrifugiert.
Die durch Zentrifugation gesammelten Zellen wurden in sterilisiertem
destilliertem Wasser so suspendiert, dass die Menge des Kulturmediums
hundertfach geringer war als diejenige des Anfangs-Kulturmediums, und
dann wurde die resultierende Suspension mit einem Super-Hochgeschwindigkeitshomogenisierer
(Cinematica) 60 Sekunden bei 15 000 U/min behandelt, um die Zellen
zu lysieren. Es wurde durch Plattieren des Lysats auf einem Agarmedium,
das mit 10% Pferdeblut ergänzt
war, und Beobachten des Wachstums der Zelle bestätigt, dass die Zellen lysiert
waren.
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(ii) Herstellung von Flagella-Antigen
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Eine
Kultur des HP#130-Stamms in Brucella-Nährbrühe (4,0 × 108 CFU/ml),
die durch das gleiche Kultivierungsverfahren erhalten wurde, wie
oben erwähnt,
wurde 20 Minuten bei 12 000 × g
zentrifugiert. Die gesammelten Zellen wurden in destilliertem Wasser
suspendiert und mit einem Wirbelmischer gerührt, um die Urease-Komponente
zu entfernen. Dann wurden die Zellen in Tris-HCl-Puffer (pH 7,2)
suspendiert, mit einem Super-Hochgeschwindigkeitshomogenisierer
(Cinematica) 60 Sekunden bei 15 000 U/min behandelt und 6 Minuten
bei 6 700 × g
zentrifugiert, um die Zellen in Flagella und verbleibende Teile
aufzutrennen. Zu dem Überstand,
der Flagella enthielt, wurde Trypsin gegeben (1 mg/ml), und er wurde
20 Minuten bei einer Temperatur von 37°C behandelt, um kontaminierende
Protein-Komponenten, wie Urease, zu beseitigen. Die Flagella-haltige
Fraktion wurde auf einen 25–65%
Saccharose-Dichtegradienten gegeben, und es wurde 22 Stunden lang eine
Zentrifugation bei 90 000 × g
(+4°C) durchgeführt. Dann
wurde unter Verwendung einer Fraktionssammlungsvorrichtung eine
Fraktionierung durchgeführt,
und die Protein-Konzentration jeder Fraktion wurde unter Verwendung
eines Densitometers überwacht,
und die Anwesenheit von Flagella wurde unter Verwendung von SDS-PAGE
nachgewiesen. Fraktionen, die auf der Grundlage dieser Daten Protein
von etwa 50 kDa enthielten, wurden vereinigt, und die vereinigten
Fraktionen wurden 3–10-fach
mit destilliertem Wasser verdünnt
und dann 60 Minuten bei 180 000 × g zentrifugiert, um Pellets
zu erhalten. Die Pellets wurden in destilliertem Wasser gelöst und dann
2 Minuten bei 6 700 × g
zentrifugiert. Der erhaltene Überstand
wurde SDS-PAGE unterzogen, und es wurde bestätigt, dass er Flagella A (53
kDa) und Flagella B (54 kDa) enthielt.
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(iii) Herstellung von
Urease-Antigen
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Eine
Kultur von Hp#130 in Brucella-Nährbrühe (3,5 × 108 CFU/ml), die durch das gleiche Kultivierungsverfahren
erhalten wurde, wie es oben in (i) erwähnt ist, wurde 20 Minuten bei
12 000 × g
zentrifugiert. Die gesammelten Zellen wurden in destilliertem Wasser
suspendiert, durch einen Wirbelmischer 60 Sekunden gerührt und
zentrifugiert, um einen Überstand
zu erhalten, der Urease enthielt. Die Reinigung wurde anhand des folgenden
Verfahrens durchgeführt.
Der Überstand
wurde auf eine DEAE-Sephacel-Säule
aufgebracht, die mit einem Puffer (20 mM Phosphat, pH 6,8, 1 mM
EDTA, 1 mM 2-Mercaptoethanol und 10% PEG 300) äquilibriert war, und mit einem
Durchsatz von 0,5 ml/min so durch ein Gel geleitet, dass das Gel
Urease adsorbierte. Die Elution wurde mit einem 0–0,5 M KCl-Konzentrationsgradienten
durchgeführt.
Jede Fraktion wurde bezüglich der
Urease-Aktivität überwacht.
Die Fraktion mit einem Peak der Urease-Aktivität wurde zusammengegeben und
konzentriert.
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Dann
wurde das Konzentrat auf eine Sephacryl S-300-Säule aufgebracht, die mit einem
Puffer (20 mM Phosphat, pH 6,8, 150 mM NaCl) äquilibriert war, und eine Elution
wurde durchgeführt.
Die Urease-Aktivität jeder
Fraktion wurde gemessen. Die Fraktion mit einem Peak der Urease-Aktivität wurde
zusammengegeben und unter Verwendung von SDS-PAGE analysiert, um
zu bestätigen,
dass sie Urease A (32 kDa) und Urease B (60 kDa) enthielt.
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(2) Immunisierung von
Hennen
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Die
Immunisierung wurde unter Verwendung von weißen Leghorn, High Line W77-Hennen
durchgeführt,
die etwa 18 Wochen alt waren. Jedes der drei in Beispiel 1 erhaltenen
Antigene (auf einen Gehalt von 0,5–1,0 mg/ml Protein eingestellt)
wurde mit einem öligen
Adjuvans gemischt und in den rechten und linken Brustmuskel mit
einer Dosis von 0,5 ml pro Injektion injiziert (anfängliche
Immunisierung). Sechs Wochen nach der anfänglichen Immunisierung wurde
das gleiche Antigen als Auffrisch-Verabreichung auf die gleiche
Weise und mit der gleichen Dosis injiziert. Etwa zwei Wochen nach
der Auffrisch-Injektion nahm der Antikörper-Titer des Eigelbs von
Eiern, die von diesen immunisierten Hennen gelegt wurden, signifikant
zu und wurde stabil, und dann begann man mit dem Sammeln der Eier
und setzte es vier Wochen fort. Bezüglich der Stabilität der Antikörper-Produktionsfähigkeit
war der Antikörper-Titer
der Eier über
4–6 Monate
stabil. Danach nahm der Antikörper-Titer
ab, und dann wurde die Injektion unter Verwendung des gleichen Verfahrens
wie oben wiederholt, um den Titer wiederherzustellen.
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(3) Assay des Antikörper-Titers
von Eigelb
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Das
Eigelb wurde vom Eiweiß jedes
Eis abgetrennt und gewogen. Zu diesem Eigelb wurde ein gleiches
Volumen an Kochsalzlösung
gegeben, um die Eigelbkomponente zu lösen. Zu dieser Mischung wurde ein
gleiches Volumen an Chloroform gegeben, und dann wurde die Mischung
heftig unter Schütteln
gerührt und
zentrifugiert. Der erhaltene Überstand
wurde als Probe zur Bestimmung des Antikörper-Titers verwendet. Der
Antikörper-Titer
des Überstands
wurde durch ELISA bestimmt. Das ELISA-Verfahren war wie folgt. Die
optimale Konzentration an immobilisiertem Antigen und einem Konjugat
von Meerrettichperoxidase-Geflügel-IgG wurde
durch Schachbrett-Titration bestimmt. Eine Mikroverdünnungsplatte
(Immulon 2, Dynex) wurde als Platte verwendet, und ein Antigen,
das durch Lyse von ganzen Hp-Zellen erhalten wurde, wurde für die Immobilisierung
verwendet. Ein Antigen wurde mit Carbonatpuffer (pH 9,6) so verdünnt, dass
es 5 μg/ml
Protein enthielt, und 100 μl
des verdünnten
Antigens wurden in jede Vertiefung gegeben und 18 Stunden bei 4°C stehen gelassen.
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Die
Testverfahren waren wie folgt: Nachdem jede Vertiefung dreimal mit
PBS-Tween gewaschen worden war, wurden 200 μl 2%-ige Magermilch-Lösung zum
Blockieren dazugegeben, und man ließ jede Vertiefung 60 Minuten
bei 37°C
stehen. Dann wurde jede Vertiefung dreimal mit PBS-Tween gewaschen,
und 100 μl
jeder Probe wurde zu jeder Vertiefung gegeben, um sie 60 Minuten
bei 37°C
reagieren zu lassen. Nach der Reaktion wurde die Vertiefung mit
PBS-Tween gewaschen, und 12 000-fach verdünntes Konjugat wurde in einer
Menge von 100 μl/Vertiefung
für eine
60-minütige
Reaktion bei 37°C
dazugegeben. Nachdem jede Vertiefung fünfmal gewaschen worden war,
wurde Substrat (o-Phenylendiaminhydrochlorid, das H2O2 enthielt) zu der Vertiefung gegeben, um
bei Raumtemperatur eine Farbe zu erzeugen. Nach 20 Minuten wurden
50 μl/Vertiefung
3 N H2SO4 dazugegeben,
um die Reaktion zu stoppen. Dann wurde in jeder Vertiefung die Extinktion bei
490 nm durch ein ELISA-Autoablesegerät gemessen. Der Antikörper-Titer
der Probe wurde schließlich durch
Korrektur des gemessenen Werts auf der Grundlage der Extinktion
einer positiven und einer negativen Kontrolle berechnet.
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(4) Herstellung von Antikörpern aus
Eigelb
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Nachdem
die immunisierten Eier gewaschen und desinfiziert worden waren,
wurde das Eigelb vom Eiweiß jedes
Eis abgetrennt, und das vereinigte Eigelb von einer Mehrzahl von
Eiern wurde in Gruppen von 8 kg aufgeteilt und bis zur Verwendung
unterhalb von –20°C aufbewahrt.
Die Reinigungsverfahren waren wie folgt: Zu 7,5 kg des Eigelbs als
Ausgangsmaterial wurde eine zehnfache Menge (bezüglich Gewicht) an destilliertem Wasser
zur Delipidisierung gegeben. Zu dem Überstand wurde Ammoniumsulfat
gegeben, so dass eine 40%-ige Sättigung
erzeugt wurde. Die Mischung wurde gerührt und zentrifugiert, um Pellets
zu erhalten. Die Pellets wurden in Kochsalzlösung gelöst, und eine Aussalzung bei
30% Sättigung
wurde durch geführt,
um Pellets zu erhalten. Die erhaltenen Pellets wurden in einer geringen
Wassermenge gelöst,
und zu dieser Mischung wurde unter Rühren bei –20°C Ethanol gegeben, so dass sich
eine Endkonzentration von 50% ergab. Nach Zentrifugation wurden
die Pellets in Kochsalzlösung
gelöst
und lyophilisiert. Als Ergebnis wurden 11 g hellgelblich-weißes Pulver
erhalten. Die Gewinnungsrate der Antikörper betrug etwa 47%, die Reinheit
von IgG war nicht weniger als 95%, und der Wassergehalt war nicht
mehr als 2%.
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Experiment 1
-
Wirksamkeit verschiedener
Antikörper
aus Eiern bei Mäusen,
die mit Hp infiziert waren
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Dieses
Experiment wurde durchgeführt,
um zu beobachten, ob Hp, der an Magenmukosa haftet, aus dem Magen
eliminiert werden kann, wodurch das Auftreten von Gastritis signifikant
unterdrückt
wird, indem man einer Maus oral Eiantikörper gegen ganze Hp-Zellen
(Vergleichsexperiment) Antikörper
gegen Urease (die vorliegende Erfindung) und Antikörper gegen
Flagella (die vorliegende Erfindung) verabreichte. Die Maus war
ein Infektionsmodell einer herkömmlichen
haarlosen Maus (NS : Hr/ICR) (Research Institute for Human and Animal
Propagation, Zugangsnummer IRA-NHI-9701) mit einer hohen Empfindlichkeit
für eine
Hp-Infektion.
-
Jede
der haarlosen Mäuse
(männlich)
wurde mit 1 × 109 CFU NSP 335, das aus klinischem Material isoliert
worden war, an 3 aufeinander folgenden Tagen durch orale Verabreichung
infiziert. Wie in Tabelle 1 gezeigt, wurden 8 Wochen nach der Infektion
verschiedene Antikörper,
wie in Beispiel 1 aus Eier von Hennen hergestellt, die gegen ganze
Zellen, Urease A und Urease B von Hp oder Flagella A oder Flagella
B von Hp als Antigen immunisiert worden waren, oral einmal täglich über 14 Tage
zwangsverabreicht. Nach Verabreichung über 14 Tage wurden die Mäuse in jeder
Gruppe geopfert, Blut wurde gesammelt, und die Antikörper-Titer
gegen Hp wurden mittels ELISA getestet. Bei der Autopsie wurden
die Mägen
von Mäusen
jeder Gruppe gesammelt und verwendet, um die Zahl von Hp-Zellen
in dem Magen zu zählen
und pathologische Gewebeproben zu präparieren. Die Zahl der Hp-Zellen,
die an der Magenmukosa hafteten, wurden wie folgt gezählt. Nach
vollständiger
Entfernung des Inhalts des Magens wurde das Magengewebe 8-mal mit
PBS (pH 7,2) gewaschen und homogenisiert. Das homogenisierte Gewebe
wurde auf ein selektives Medium zum Nachweis von Hp (Poremedia Hp
Isolationsmedium, Eiken Kagaku) gegeben und 5 Tage durch das Gaspackungsverfahren
bei 37°C
inkubiert. Dann wurde die Zählung
von lebensfähigem
Hp durchgeführt.
Die Anwesenheit von Gastritis wurde durch Fixieren des Magengewebes
mit Formalin und Durchführen
von Hämatoxylin-Eosin-Färbung in
einem herkömmlichen
Verfahren überprüft.
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Wie
aus den in Tabelle 1 gezeigten Ergebnissen ersichtlich ist, zeigten
alle Gruppen, denen Eiantikörper
verabreicht worden waren, die Tendenz, dass Hp im Magen auf Dosis-abhängige Weise
verringert war. Jedoch konnte die Verabreichung von Antikörpern gegen
ganze Zellen die Zahl von Hp im Magen nur um einen Faktor von etwa
10 verringern und konnte Hp nicht vollständig aus dem Magen eliminieren.
Im Gegensatz dazu nahm in der Gruppe, der Anti-Flagella-Antikörper oder
Anti-Urease-Antikörper
verabreicht worden war, Hp im Magen auf Dosis-abhängige Weise
bemerkenswert ab und war bei einer Dosis bei 0,5 ml nahezu vollständig eliminiert.
Dies wurde durch den Antikörper-Titer
im Blut gestützt,
der mittels ELISA durchgeführt
wurde. So waren die Titer im Blut von Gruppen mit Verabreichung
auf Dosis-abhängige
Weise verringert, und die Titer im Blut der Gruppe, der Anti-Flagella-Antikörper verabreicht
worden waren, und der Gruppe, der Anti-Urease-Antikörper verabreicht
worden waren, waren bemerkenswert niedrig im Vergleich zu der Gruppe,
der Antikörper gegen
ganze Zellen verabreicht worden waren.
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Weiter
ist es bemerkenswert, dass, obwohl die Verabreichung von Antikörpern gegen
ganze Zellen von Hp im Magen bis zu einem gewissen Ausmaß verringern
konnte, die Auswirkung auf die Unterdrückung des Auftretens von Gastritis
gering war, und bei einer Dosis von 0,5 ml war nur eine Maus ohne
Gastritis, und die restlichen hatten alle Gastritis. Im Gegensatz
dazu konnte die Verabreichung von Anti-Flagella-Antikörpern oder
Anti-Urease-Antikörpern
das Auftreten von Gastritis in allen Mäusen bei einer Dosis von 0,5
ml unterdrücken.
-
So
wurde bestätigt,
dass die Verabreichung von Antikörpern
der vorliegenden Erfindung aus Eiern eine überlegene Auswirkung auf die
Ausrottung oder Beseitigung von Hp aus dem Magen und die Unterdrückung von
Gastritis in mit Hp infizierten Mäusen aufwies.
-
In
den oben erwähnten
Experimenten von Aiba et al. wurde Hp#130 aus klinischem Material
4 Wochen alten keimfreien BALB/c-Mäusen (männlich) oral mit einer Dosis
von 1 × 109 CFU über
3 Tage verabreicht. 4 bis 7 Wochen nach der Infektion wurden Antikörper aus
Eiern gegen mit Formalin abgetötete
ganze Hp-Zellen oral einmal täglich über 14 Tage
verabreicht, und die Zahl von Hp im Magen wurde mit derjenigen der
Kontrolle verglichen. Als Ergebnis wurde gezeigt, dass die Verabreichung
der Antikörper
gegen ganze Hp-Zellen die Zahl von Hp im Magen um einen Faktor von
etwa 10 verringern konnte, verglichen mit derjenigen der Kontrollgruppe.
Jedoch ist dies keine vollständige
Eliminierung. Auch gibt es keine Bezugnahme auf die Inhibierungswirkung
gegen das Auftreten von Gastritis.
-
Tabelle
1
Auswirkungen von verschiedenen Eiantikörpern (Ab), die mit Hp infizierten
Mäusen
verabreicht wurden
-
Experiment 2
-
Wirkungen
einer Kombination von Anti-Urease-Antikörpern und Anti-Flagella-Antikörpern aus
Eiern bei mit Hp infizierten Mäusen
-
Dieses
Experiment demonstriert synergistische Wirkungen, die durch die
Verabreichung von Anti-Urease-Antikörpern und Anti-Flagella-Antikörpern erhalten
werden, bei der Eliminierung von Hp aus dem Magen
-
Das
Verfahren von Experiment 1 wurde wiederholt, außer dass Anti-Urease-Antikörper und
Anti-Flagella-Antikörper
in Kombination verabreicht wurden und die Menge der Verabreichung
0,1 ml einmal täglich über 14 Tage
betrug. Jede Maus in einer Kontrollgruppe erhielt 0,1 ml sterilisierte
Kochsalzlösung.
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Wie
in Tabelle 2 angezeigt, waren Antikörper, die allein zu verabreichen
waren, diejenigen mit einem Antikörper-Titer von 2560, und die
Menge betrug 0,1 ml. Bei dieser Dosis konnten Anti-Urease-Antikörper zu einem
gewissen Ausmaß Hp
inhibieren und Gastritis unterdrücken,
und Mäuse,
denen Anti-Flagella-Antikörper verabreicht
wurden, zeigten keinen signifikanten Unterschied zu denjenigen in
der Kontrollgruppe bezüglich der
Zahl von Hp, und die Anti-Flagella-Antikörper wiesen keine Wirkung bei
der Unterdrückung
von Gastritis auf. Jedoch konnte die Kombination von Anti-Flagella-Antikörpern und
Anti-Urease-Antikörpern
Hp vollständig aus
dem Magen eliminieren und das Auftreten von Gastritis in allen Mäusen unterdrücken, selbst
wenn die verwendeten Antikörper
einen niedrigeren Antikörper-Titer
von 640 aufwiesen.
-
So
zeigt die Kombination dieser Antikörper synergistische Wirkungen.
-
Tabelle
2
Synergistische Wirkungen, als Anti-Urease-Antikörper und
Anti-Flagella-Antikörper
aus Eiern in Kombination oral mit Hp infizierten Mäuse verabreicht
wurden
-
Experiment 3
-
Synergistische Wirkungen
durch die Kombination von Anti-Urease-Antikörpern und einem Milchsäure-Bakterium
bei mit Hp infizierten Mäusen
-
Bhatia,
S. J., et al. (J. Clin. Microbiol., 27: 2328–2330, 1989) führten an,
dass Lactobacillus acidophilus das Wachstum von Hp in vitro inhibieren
konnte und dass diese Inhibierungswirkung auf Milchsäure beruhte. Midolo,
P. D., et al., (J. Appl. Bacteriol., 79: 475–479, 1995) teilten mit, dass
Lactobacillus casei, Lactobacillus bulgaricus, Lactobacillus bulgaricus,
Pediococcus pentosaceus und Bifidobacterium bifidus das Wachstum von
Hp in vitro inhibieren konnten und dass diese Aktivität auf den
organischen Säuren
beruhte, die durch diese Bakterien erzeugt werden. Jedoch wurden
diese Experimente in vitro durchgeführt, und deshalb können tatsächliche
Ergebnisse im Magen nicht erwartet werden.
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Auch
verabreichten Aiba et al., wie oben erwähnt, Hp#130, der aus klinischem
Material isoliert worden war, vier Wochen alten keimfreien BALB/c-Mäusen (männlich) auf oralem Weg mit
einer Dosis von 1 × 109 CFU über
drei Tage, und 4–7
Wochen nach der Infektion wurde 1 × 108 CFU
menschliches Lactobacillus salivarius oral über drei Tage verabreicht.
Vier Wochen danach wurden die Mäuse
geopfert, und die Zahl von Hp im Magen wurde mit derjenigen der
Kontrollgruppe verglichen. Die Zahl von Hp im Magen betrug 1 × 105 CFU/g in der Kontrollgruppe, 102–103 CFU/g in der Gruppe, die 4 Wochen nach
der Infektion eine Verabreichung erhielten, und 104 CFU/g
in der Gruppe, die 6 Wochen nach der Infektion eine Verabreichung
erhielten.
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Da
die Daten von Aiba et al. unter Verwendung von keimfreien Mäusen erhalten
wurden, die keine normale Flora in der Mundhöhle, im Magen und im Darm aufweisen,
ist es fraglich, ob die gleichen Ergebnisse in herkömmlichen
Mäusen
mit normaler Flora erhalten werden würden. So können, wenn menschliche Milchsäure-Bakterien
herkömmlichen
Mäuse mit
einer inhärenten
normalen Bakterienflora verabreicht werden, diese den Magen aufgrund
der Barriere der inhärenten
Maus-Bakterienflora nicht besiedeln.
-
Das
Experiment 3 wurde durchgeführt,
um die Beziehung zwischen der Wirkung der Eliminierung von Hp aus
dem Magen und dem Auftreten von Gastritis zu untersuchen, wenn menschlicher
L. acidophilus (JCM 1028) haarlosen Mäusen mit normaler Bakterienflora
allein verabreicht und zusammen mit Anti-Urease-Antikörpern aus Eiern verabreicht
wird. Es wurden die gleichen experimentellen Verfahren wie in Beispiel
2 verwendet. L. acidophilus wurde unter Verwendung von Briggs-Lebernährbrühe kultiviert,
und die Zellzählung wurde
anhand des Verfahrens von Mitsuoka (1979) durchgeführt. 1 × 108 CFU der Zellen wurden einmal täglich über 14 Tage
verabreicht. Als Ergebnis war die Zahl von Hp im Magen jeder Maus
in der Gruppe, der L. acidophilus allein verabreicht worden war,
nahezu die gleiche wie diejenige der Kontrollgruppe, und es gab
keinen signifikanten Unterschied zwischen den zwei Gruppen, wie
in Tabelle 3 gezeigt. Die Gastritis-Bedingungen wurden ebenfalls
beobachtet, und L. acidophilus wies keine Wirksamkeit bei der Unterdrückung von
Gastritis auf. In dieser Hinsicht waren die Daten in diesem Experiment
ziemlich unterschiedlich von den Daten, die von Aiba et al. unter
Verwendung keimfreier Mäuse
erhalten wurden. So wurden Wirkungen von L. acidophilus bei der
Eliminierung von Hp aus dem Magen und der Unterdrückung von
Gastritis in Mäusen
mit normaler Bakterienflora nicht beobachtet. Im Gegensatz dazu
war in der Gruppe, der 14 Tage lang L. acidophilus und Anti-Urease-Antikörper verabreicht
worden waren, der größte Teil
von Hp aus dem Magen eliminiert, und gastritische Bedingungen wurden
nicht beobachtet. Die verwendeten Antikörper wiesen einen Antikörper-Titer
von 640 auf.
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Tabelle
3
Synergistische Wirkungen, als Anti-Urease-Antikörper und
L. acidophilus (JCM 1028) in Kombination oral mit Hp infizierten
Mäusen
verabreicht wurden
-
Experiment 4
-
Vergleich der Wirkungen
von Anti-Urease-Antikörpern
aus Eiern und der Wirkungen von Anti-Urease-Antikörpern aus
Serum von Kaninchen
-
Dieses
Experiment demonstriert, dass die Antikörper aus den Eiern von Hühnern bei
der Beseitigung von Hp aus dem Magen wirksamer sind als Antikörper aus
Säugetieren.
-
Die
Wirkungen bei der Eliminierung von Hp wurden verglichen, als Anti-Urease-Antikörper aus
den Eiern von Hühnern
bzw. solche aus Serum von Kaninchen verwendet wurden. Die verwendeten
Verfahren waren allgemein die gleichen wie in Experiment 2. Die
Antikörper
wurden einmal täglich
14 Tage lang mit einer Dosis von 0,5 ml verabreicht.
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Wie
in Tabelle 4 gezeigt, waren die Antikörper-Titer in jeder Maus in
den zwei Gruppen nahezu die gleichen, aber nur in der Gruppe, der
Antikörper
aus den Eiern von Hühnern
verabreicht worden waren, war Hp vollständig aus dem Magen eliminiert
und war das Auftreten von Gastritis unterdrück. Im Gegensatz dazu nahm
bei der Gruppe, der Antikörper
aus Kaninchen verabreicht wurden, die Zahl von Hp im Magen nur leicht ab,
und Gastritis wurde nicht unterdrückt. So wurde bezüglich der
Wirkungen bei der Eliminierung von Hp durch eine passive Immunisierungstherapie
unerwartet offensichtlich, dass Eiantikörper, die heterolog zu Säugern sind, überlegene
Wirkungen im Vergleich zu Antikörpern
aus Säugern
aufweisen.
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Antikörper aus
Serum von Kaninchen sowie Antikörper
aus den Eiern von Hennen neutralisierten die Enzymaktivität von gereinigter
Urease nicht vollständig,
obwohl diese Antikörper
durch Immunisierung mit Urease als Antigen erhalten wurden.
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Tabelle
4
Vergleich der Wirkungen, als Anti-Urease-Antikörper aus
Eiern von Hennen und Anti-Urease-Antikörper aus Serum von Kaninchen
oral mit Hp infizierten Mäusen
verabreicht wurden
-
Experiment 5
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Spezifische
Bindung von gereinigter Urease von Hp an Magen-Mucin von Ratten
-
Wie
oben erwähnt,
haben die Ergebnisse aus den früheren
Studien nahegelegt, dass Urease, die von Hp produziert wird, eine
Umgebung für
das Wachstum von Hp-Zellen im Magen durch Umwandlung von Harnstoff
in Ammoniak im Magen und Einstellen des pH auf neutral in dem Bereich,
den die Zellen besiedeln, bereitstellen kann. Auch haben die Studien
von Eaton, K. A., et al. und Clyne, M. et al. zu dem Schluss geführt, dass
Urease, die von Hp produziert wird, nicht als Adhäsin für die Kolonienbildung
von Hp an der Magenmukosa wirkt.
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Jedoch
konnten in dem obigen Experiment 1 Anti-Urease-Antikörper aus
Eiern angesiedelten Hp aus dem Magen wirksamer als Antikörper gegen
andere Antigene (Antigen gegen ganze Zellen und Flagella-Antigen)
eliminieren und das Auftreten von Gastritis bemerkenswert unterdrücken. Zusätzlich wurde
die Erhöhung des
Antikörper-Titers
gegen eine Infektion mit Hp durch Verabreichung von Anti-Urease-Antikörpern unterdrückt. Dieses
Experiment legt nahe, dass Urease von Hp der stärkste Virulenzfaktor ist.
-
Die
gegenwärtigen
Erfinder testeten unter Verwendung von gereinigter Urease weiter
in vitro, ob Urease von Hp als ein Adhäsin an Magenmukosa wirkt. Als
Ergebnis haftete Urease an Rattenmagen-Mucin in Dosis-abhängiger Weise,
wie in 1 gezeigt. Dann
wurden die in 2 angezeigten
Experimente durchgeführt,
um die Bindungsstelle im Glycoprotein von Mucin zu bestimmen, an
welche Urease bindet, und die erhaltenen Ergebnisse legen nahe,
dass die Bindungsstelle Sulfatid im Mucin ist.
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Weiter
wurde die Inhibierungswirkung von Antikörpern aus Eiern auf die Haftung
von Hp an menschlichen NKN 45-Magenkrebszellen untersucht, und es
wurde gefunden, dass die Anti-Urease-Antikörper die höchste Inhibierungswirkung auf
die Haftung von Hp zeigten und dass Anti-Flagella-Antikörper die
zweithöchste
Wirkung zeigten (3).
Obwohl es nicht bestätigt
wurde, dass gereinigte Flagella in der Tat spezifisch an Rattenmagen-Mucin
haften, besteht aus den Ergebnisse von Experiment 1 eine beträchtliche
Möglichkeit, dass
Flagella von Hp an der Haftung beteiligt sind.
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Aus
dem obigen wird angenommen, dass, da Anti-Urease-Antikörper aus
Eiern spezifisch an Urease in der Oberflächenschicht von Hp-Zellen binden
und die Haftung von Hp an Magen-Mucin inhibieren, die Antikörper die
höchste
Wirkung bei der Eliminierung von Hp in mit Hp infizierten Mäusen zeigen.
Das heißt,
Urease von Hp wirkt als Adhäsin
an Magen-Mucin.
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Wie
aus dem obigen ersichtlich ist, stellt die vorliegende Erfindung
sichere und wirksame pharmazeutische Zusammensetzungen zur Verwendung
bei der Verhütung
oder Behandlung von Gastritis, Magenulzera und Duodenalulzera, die
durch eine Hp-Infektion verursacht werden, bereit und stellt auch
ein Nahrungsmittel bereit, das zur Verhütung dieser Krankheiten nützlich ist.
Die Antikörper
der vorliegenden Erfindung wurden auf der Grundlage der Entdeckung
von Faktoren erhalten, welche zur Kolonienbildung von Hp im Magen
beitragen, und deshalb können
die Antikörper
Hp des Magens ausrotten und wirksam Gastritis, Magenulzera und Duodenalulzera
unterdrücken.
Weiter werden die Antikörper
gemäß der vorliegenden
Erfindung aus den Eiern von Hennen erhalten, und deshalb können die
gewünschten
spezifischen Antikörper
in großen
Mengen und preiswert durch einfache Verfahren produziert werden.