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Diese
Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Hydrolyse
von Organochlorsilan und genauer gesagt ein Verfahren zur kontinuierlichen Hydrolyse
von Organochlorsilan, das die Schritte der Zufuhr von Organochlorsilan
einer ersten Hydrolysestufe, wobei in jeder Stufe der Gehalt eines
Chlorwasserstoff-hältigen
wässrigen
Mediums konstant gehalten wird, und der Zufuhr einer Menge Wasser, die
der durch die Reaktion der letzten Stufe verbrauchten Menge entspricht,
umfasst.
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Verschiedene
Siliconprodukte, wie beispielsweise Siliconöl und Siliconkautschuk, werden
aus Diorganohydrolysat-Zwischenprodukten hergestellt, die durch
Hydrolyse und Polykondensation von Diorganodichlorsilan hergestellt
werden. Bei diesem Verfahren müssen,
da die Qualität
von Siliconprodukten direkt von der Hydrolysereaktion abhängt, Fachleute auf
dem Gebiet der Erfindung auf die physikalischen Eigenschaften und
das Stadium des Hydrolysats sowie auf die Stabilität des Ablaufs
achten. Wenn beispielsweise der Anteil eines linearen Polysiloxans
mit hohem Molekulargewicht zunimmt, steigt auch die Last für Phasentrennung
und Überführung. Daher
ist es, um einen stabilen Ablauf zu erreichen, wünschenswert, zyklische Polysiloxane
in relativ hoher Ausbeute herzustellen.
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Die
obige Reaktion erzeugt Chlorwasserstoff als Nebenprodukt. Da Chlorwasserstoff
ein wertvolles Rohmaterial für
die Synthese von Methylchlorid ist, ist es auch wichtig, eine gute
Gewinnungsrate an Chlorwasserstoff zu erreichen.
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In
Anbetracht dieser Probleme haben Fachleute auf dem Gebiet der Erfindung
an der Entwicklung industriell vorteilhafterer Verfahren gearbeitet.
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Die
USP 2.758.124 offenbart beispielsweise ein Verfahren zur kontinuierlichen
Zufuhr von Organochlorsilan und Salzsäure in einen Reaktor, wodurch
lineare und zyklische Polysiloxane und eine wässrige Chlorwasserstofflösung mit
einer Konzentration von 25 bis 36 Gew.-% gebildet werden. Die so gebildete
wässrige
Chlorwasserstofflösung
wird destilliert und in ein Chlorwasserstoff-Wasser-Azeotrop mit
einer Chlorwasserstoffkonzentration von 21 Gew.-% und wasserfreien
Chlorwasserstoff zur Wiederverwendung aufgetrennt. Gemäß diesem
Verfahren wird ein lineares oder zyklisches Polysiloxan mit einer
Hydroxygruppe an einem Ende als Produkt erhalten, wodurch die Mengen
an terminalen Cl–-Gruppen und restlichem
Chlorwasserstoff gleichzeitig mit dem Polysiloxanprodukt verringert
werden können. Dieses
Verfahren ist jedoch vom Standpunkt der Energie gesehen von Nachteil,
weil ein Destillationsvorgang zur Gewinnung des Chlorwasserstoffs
durchgeführt
wird. Da eine beträchtliche
Menge Organopolysiloxan in der gewonnenen wässrigen Chlorwasserstofflösung gelöst wird,
müssen
die darauf folgenden Schritte Waschschritte umfassen, wodurch das
Verfahren komplizierter wird. Ein kontinuierlicher Vorgang wird
manchmal aufgrund der Ablagerung von Kesselstein unterbrochen.
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Um
diese Nachteile zu überwinden,
offenbart die USP 4.382.145 ein Verfahren zur Hydrolyse von Organochlorsilan
unter Verwendung einer wässrigen Salzsäurelösung, die
zumindest 35 Gew.-% Chlorwasserstoff enthält, als Quelle von Wasser für die Organochlorsilan-Hydrolyse,
und zwar in einer Menge, die ausreicht, um ein Molverhältnis zwischen
Wasser und Organochlorsilan von etwa 10 bis etwa 30 bereitzustellen.
Dieses Verfahren ergibt ein Polysiloxangemisch, wasserfreien Chlorwasserstoff
und ein wässriges
Medium, das eine gesättigte
Menge an Chlorwasserstoff enthält,
wobei der Großteil
der Energie, der für
die Gewinnung von Chlorwasserstoff erforderlich ist, gespart wird.
Wenn jedoch das wässrige
Medium, das eine gesättigte
Menge Chlorwasserstoff enthält,
verwendet wird, verbleiben die terminalen Cl–-Gruppen
und der restliche Chlonwasserstof im Organopolysiloxangemisch, was
zu einem beträchtlichen
Reaktivitätsverlust
führt.
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Der
Reaktivitätsrückgang macht
nicht nur die darauf folgenden Schritte schwierig, sondern führt auch
zu einem bedeutenden Rückgang
der Phasentrennung zwischen dem Polysiloxanprodukt und dem wässrigen
Medium, das Chlorwasserstoff enthält, wodurch die Menge der Phasentrennung
und der Überführung erhöht wird.
Außerdem
geht, da terminale Cl–-Gruppen oder Chlorwasserstoff,
die im Organopolysiloxan verblieben sind, im darauf folgenden Schritt
weggewaschen werden, eine beträchtliche Menge
Chlorwasserstoff zusammen mit der Waschflüssigkeit verloren.
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Die
USP 4.609.751 offenbart ein Verfahren zur Hydrolyse von Organochlorsilan
in im Wesentlichen stöchiometrischer Äquivalenz
von Wasser. Dieses Verfahren ist vom Standpunkt der Energie gesehen
von Vorteil, da wasserfreier Chlorwasserstoff leicht erhalten werden
kann. Dieses Verfahren ist jedoch bei der Phasentrennung und effektiven
Nutzung von Chlorwasserstoff wie in vorhergehenden Verfahren von
Nachteil.
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Die
USP 5.476.916 offenbart ein Verfahren zur Durchführung der Hydrolyse von Alkylchlorsilan in
zwei Stufen. In der ersten Stufe wird Alkylchlorsilan in einer wässrigen
Salzsäure
mit Wasser umgesetzt, um wasserfreien Chlorwasserstoff und Polysiloxane herzustellen.
In der zweiten Stufe wird Wasser als Dampf zugeführt, um den Chlorgehalt der
Polysiloxane zu verringern. Da eine große Menge Wasser als Dampf in
das Reaktionssystem zugeführt
werden muss, ist eine übermäßige große Menge
Energie notwendig, und das System wird komplex. Die Untersuchungen
zur kontinuierlichen Hydrolyse von Organochlorsilanen werden daher
weitergeführt,
in der Hoffnung, Verfahren zu finden, mit denen Energie gespart werden
kann und stabile Arbeitsabläufe
durchgeführt werden
können.
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Das
Chlorwasserstoff-hältige
wässrige
Medium, das aus dem Hydrolyseschritt von Diorganodichlorsilan resultiert,
enthält
Siloxan, das im wässrigen
Medium teilweise gelöst
und teilweise dispergiert vorhanden ist, und, je nach der Chlorwasserstoffkonzentration,
eine Konzentration von einigen Dutzend ppm bis etwa 10.000 ppm aufweist.
Das macht die Wiederverwendung des Chlorwasserstoff-hältigen wässrigen
Mediums schwieriger und führt
zu Siloxanverlust. Wenn das wässrige
Medium nach einer Abwasserbehandlung, einschließlich eines Neutralisationsschritts
mit einer Alkalilösung,
abgelassen wird, ist eine große
Menge Alkali notwendig, die Verhinderung des Abflusses von Siloxan
ist sehr schwierig, und auch die Auswirkungen auf die Umwelt sind schwerwiegend.
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Daher
besteht eine industriell wichtige Aufgabe in der Durchführung einer
Hydrolyse von Organochlorsilan auf energiesparende Weise, während die
physikalischen Eigenschaften des Hydrolysats und ein stabiler Ablauf
aufrechterhalten werden, sowie in der Gewinnung von soviel des im
Reaktionssystem als wasserfreier Chlorwasserstoff gebildeten Chlorwasserstoffs
wie möglich.
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Das
allgemeine Ziel hierin besteht in der Bereitstellung eines neuen
und nützlichen
mehrstufigen Verfahrens zur kontinuierlichen Hydrolyse von Organochlorsilan,
wobei Organochlorsilan zur ersten Hydrolysestufe zugeführt wird.
Die Erfinder haben herausgefunden, dass es durch die Aufrechterhaltung der
Menge des Chlorwasserstoff-hältigen wässrigen Mediums
in jeder Stufe und die Zufuhr einer Menge Wasser in das System,
die der durch die Reaktion verbrauchten Menge entspricht, möglich wird,
die physikalischen Eigenschaften eines Hydrolysats und einen stabilen
Ablauf aufrechtzuerhalten, um, falls gewünscht, viel oder im Wesentlichen
die gesamte Menge des im Reaktionssystem gebildeten Chlorwasserstoffs
als wasserfreien Chlorwasserstoff zu gewinnen und, falls gewünscht, im
Wesentlichen die gesamte Menge des in Phasentrennern abgetrennten
wässrigen
Mediums im Reaktionssystem zurückzubehalten.
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Die
Erfindung beschäftigt
sich mit einem kommerziell vorteilhaften Verfahren zur kontinuierlichen
Hydrolyse von Alkylchlorsilan und insbesondere mit einem Verfahren
zur kontinuierlichen Hydrolyse von Organochlorsilan, das vom Standpunkt
der Energie gesehen von Vorteil ist und ein Hydrolysat mit zufrieden
stellenden physikalischen Eigenschaften ergibt.
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Gemäß vorliegender
Erfindung wird ein Verfahren zur kontinuierlichen Hydrolyse von
Organochlorsilan zur Herstellung von Organopolysiloxan in einer
Reaktion, die Wasser verbraucht und wasserfreies HCl erzeugt, bereitgestellt,
und zwar unter Verwendung eines mehrstufigen Reaktionssystems mit drei
oder mehr Stufen (a, b, ..., n) für einen Hydrolysereaktor (1)
und einen Phasentrenner (2) zum Trennen des Hydroly segemischs
des jeweiligen Hydrolysereaktors (1) in eine Hydrolysatphase
und eine wässrige
HCl-Phase, worin:
Organochlorsilan in der ersten Stufe (a)
als Ausgangsmaterial verwendet wird;
die in den einzelnen Stufen
abgetrennten Hydrolysatphasen außer der letzten (n) zur weiteren
Hydrolyse in die nächste
Stufe weitergeleitet werden und die Hydrolysatphase der letzten
Stufe (n) als Produkt gewonnen wird;
die in den einzelnen Stufen
abgetrennten wässrigen HCl-Phasen
in den Kreislauf zurückgeführt werden, damit
sie erneut durch den Hydrolysereaktor (3) dieser Stufe
strömen,
wobei die rezirkulierenden wässrigen
HCl-Phasen der darauf folgenden Stufen zunehmend geringere HCl-Konzentrationen
aufweisen, und
der Wasserverbrauch in den Stufen des Reaktionssystems
bei fortschreitender Hydrolysereaktion zunehmend kompensiert wird,
und zwar durch
- – die Überführung der abgetrennten wässrigen HCl-Phasen
von jeder späteren
Stufe zu den jeweiligen früheren
Stufen, um das Wasser zu kompensieren, das in den jeweiligen früheren Stufen durch
Hydrolyse verbraucht wird, so dass sich HCl zunehmend im stromauf
liegenden Teil des Reaktionssystems ansammelt, wo es aus der ersten
Stufe (a) in im Wesentlichen wasserfreier Form gewonnen wird,
- – die
Zufuhr von Wasser zum Reaktionssystem als Ganzes in einer Menge,
die der Menge entspricht, die im gesamten Reaktionssystem verbraucht
wird, wobei dieses Wasser in der letzten Stufe (n) zugeführt wird;
wobei im Wesentlichen die gesamte Menge an HCl, die im mehrstufigen Reaktionssystem
gebildet wird, bei fortschreitendem Verfahren in im Wesentlichen
wasserfreier Form gewonnen wird und wobei im Wesentlichen die gesamte
Menge der wässrigen
Phase, die in den Trennern (2) abgetrennt wird, im Reaktionssystem
zurückbehalten
wird.
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In
ihren Versuchen haben die Erfinder herausgefunden, dass ein neutrales
Polysiloxangemisch, das typischerweise eine Viskosität von 5
bis 15 mPa·s,
eine Restchloridkonzentration von bis zu 100 ppm und einen Gehalt
an zyklischem Siloxan von 55 bis 70% aufweist, unter Verwendung
dieser Verfahren auf einheitliche Weise hergestellt werden kann.
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Beim
obigen Verfahren wird, wenn das in der ersten Stufe abgetrennte
wässrige
Medium eine bevorzugte Chlorwasserstoffkonzentration von 35 bis 45
Gew.-% aufweist, eine hohe Hydrolysegeschwindigkeit erreicht, und
die physikalischen Eigenschaften des Siloxans sind stabil. Beträgt der Reaktionsdruck
der ersten Stufe mehr als 0 bis 490 kPa (5,0 kp/cm2)
und/oder die Reaktionstemperatur der ersten Stufe mehr als 35°C bis 90°C, kann die
Chlorwasserstoffkonzentration des wässrigen Mediums leichter aufrechterhalten
werden. Wenn das Reaktionssystem zumindest drei Stufen einer Hydrolysereaktion umfasst,
wird die Chloridkonzentration im Produkt merkbar verringert, so
dass das Organopolysiloxan bessere Qualität aufweist.
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Der
aus dem Reaktionssystem gewonnene wasserfreie Chlorwasserstoff kann
direkt für
die Synthese von Alkylchlorid verwendet werden.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ABBILDUNGEN
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Die
einzige Figur, 1, zeigt
ein Arbeitsschema eines Hydrolyseverfahrens und eines Geräts gemäß vorliegender
Erfindung.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG
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Beim
Verfahren zur kontinuierlichen Hydrolyse von Organochlorsilan gemäß vorliegender
Erfindung wird ein Reaktionssystem verwendet, das mehrere Stufen
einer Hydrolysereaktion umfasst. Jede Stufe umfasst einen Hydrolysereaktor
zur Hydrolyse des Organochlorsilans in Wasser, um ein Hydrolysegemisch
zu bilden, und einen Phasentrenner, um eine Phasentrennung des Hydrolysegemischs
in ein Hydrolysat und ein Chlorwasserstoff-hältiges wässriges Medium durchzuführen. Das
im Phasentrenner aufgetrennte wässrige
Medium wird in den Hydrolysereaktor zurückgeführt. Das in einer Stufe erhaltene Hydrolysat
wird zum Hydrolysereaktor der darauf folgenden Stufe weitergeleitet,
um eine weitere Hydrolyse durchzuführen.
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Der
Hydrolyseschritt der einzelnen Stufen weist einen unabhängigen Kreislauf
zur Rückführung des
Chlorwasserstoff-hältigen
wässrigen
Mediums, das im Phasentrenner abgetrennt wird, in den Hydrolysereaktor
derselben Stufe auf. Das Organochlorsilan wird zur ersten Stufe
zugeführt.
Das Polysiloxangemisch, das aus der Hydrolysereaktion resultiert, wird
zur nachfolgenden Stufe zugeführt.
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Das
als Ausgangsreaktand verwendete Organochlorsilan kann das gleiche
sein, das in herkömmlichen
Organochlorsilan-Hydrolyseverfahren verwendet wird, und ist typischerweise
ein Diorganodichlorsilan, wie z. B. Dimethyldichlorsilan. Die organischen
Gruppen im Organochlorsilan sind nicht entscheidend, und einwertige
Kohlenwasserstoffgruppen, wie z. B. Alkyl-, Alkenyl-, Aryl- und
Aralkylgruppen, können
verwendet werden. Ein Gemisch kann eingesetzt werden.
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Wenn
das in den einzelnen Stufen zirkulierende Chlorwasserstoff-hältige wässrige Medium verbraucht
ist, wird das wässrige
Medium einer darauf folgenden Stufe zu dieser Stufe zugeführt, wodurch
die Menge des wässrigen
Mediums in dieser Stufe vorzugsweise im Wesentlichen konstant gehalten
wird und sich ein HCl-Nebenprodukt im stromauf liegenden Teil des
Systems ansammelt. Außerdem wird
durch die Zufuhr (im letzten Schritt) von Wasser in einer Menge,
die der im gesamten Reaktionssystem verbrauchen Menge entspricht,
die Menge des Wassers, die zum gesamten, mehrere Stufen umfassenden
Reaktionssystem zugeführt
wird, geregelt. Es gilt anzumerken, dass der Verbrauch des wässrigen
Mediums sowohl den Verbrauch durch die Reaktion als auch den Verbrauch
durch die Mitführung
im Hydrolysat und gebildeten Gas umfasst. Der Verbrauch des wässrigen
Mediums, wie er hierin verwendet wird, bezeichnet die Summe dieser
Verbräuche.
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1 zeigt ein Beispiel für ein Verfahren
gemäß vorliegender
Erfindung. Das in 1 dargestellte
Organochlorsilan-Hydrolyseverfahren ist ein Gegenstrom-Kontakthydrolyseverfahren,
das aus n Stufen besteht. Die einzelnen Stufen umfassen einen Hydrolysereaktor 1a, 1b,
..., 1n und einen Phasentrenner 2a, 2b,
..., 2n. Diese Hydrolysereaktoren 1a, 1b,
..., 1n und Phasentrenner 2a, 2b, ..., 2n sind durch
Zufuhrrohre 3a, 3b, ..., 3n für die Zufuhr
von Hydrolysegemischen von den Hydrolysereaktoren 1a, 1b,
..., 1n zu den Phasentrennern 2a, 2b,
..., 2n sowie durch Rückführrohre 4a, 4b,
..., 4n für
die Zirkulation und Rückführung des
Chlorwasserstoff-hältigen
wässrigen
Mediums, das von den in die Phasentrenner 2a, 2b,
..., 2n zugeführten
Hydrolysegemischen abgetrennt wird, zu den Reaktoren 1a, 1b,
..., 1n verbunden. Dann werden die in den Phasentrennern 2a, 2b,
..., 2n bestimmter Stufen abgetrennten wässrigen
Medien in die Reaktoren 1a, 1b, ..., 1n der relevanten
Stufen zurückgeführt.
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Außerdem ist
ein Organochlorsilan-Zufuhrrohr 5a mit dem Reaktor 1a der
ersten Stufe verbunden, um ein Organochlorsilan zuzuführen. Die Phasentrenner 2a, 2b,
..., 2(n – 1) der
jeweiligen Stufen mit Ausnahme der letzten Stufe sind durch Überführungsrohre 5b, 5c,
..., 5n mit den Reaktoren 1b, 1c, ..., 1n der
darauf folgenden Stufen verbunden, um die in den Phasentrennern 2a, 2b,
..., 2(n – 1) abgetrennten
Hydrolysate in die Reaktoren 1b, 1c, ..., 1n zuzuführen und
zu überführen. Es
ist anzumerken, dass diese Komponenten, der Phasentrenner 2(n – 1) und
der Reaktor 1c nicht in der 1 dargestellt
sind. Dann wird das Hydrolysat einer bestimmte Stufe in den Reaktor
der darauf folgenden Stufe übergeführt. Ein
Gewinnungsrohr 6 ist mit dem Phasentrenner 2n der
letzten Stufe verbunden, um das vom wässrigen Medium in diesem Phasentrenner 2n abgetrennte
Hydrolysat oder Polysiloxan zu gewinnen.
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Die
Rückführrohre 4a, 4b,
..., 4n sind durch Verbindungsrohre 8a, 8b,
..., 8n mit darin enthaltenen Ventilen 7a, 7b,
... verbunden. Wenn Wasser durch Hydrolysereaktionen in den einzelnen
Reaktoren 1a, 1b, ..., 1n verbraucht
wird, d. h. wenn die Menge der Chlonwasserstoff-hältigen Flüssigkeit
in den einzelnen Stufen abnimmt, wird das entsprechende der Ventile 7a, 7b,
... geöffnet,
so dass bei jeder Stufe mit Ausnahme der letzten ein wässriges
Medium, dass eine Menge Wasser enthält, die der in einer gegebenen
Stufe verbrauchten Menge Wasser entspricht, von einer darauf folgenden
Stufe zu dieser Stufe geleitet wird. Dieser Verlust wird so kompensiert,
dass die Menge des wässrigen
Mediums in den einzelnen Stufen mit Ausnahme der letzten Stufe konstant
gehalten wird. Ein Wasserzufuhrrohr 9 ist mit dem Reaktor 1n der
letzten Stufe verbunden, um die Menge Wasser zu kompensieren, die
der im gesamten Reaktionssystem verbrauchten Menge Wasser entspricht.
Da die Menge des Chlorwasserstoff-hältigen wässrigen Mediums in den einzelnen
Stufen konstant gehalten wird, wird nur die Menge Wasser, die der durch
die Reaktion verbrauchten Menge Wasser entspricht, in das Reaktionssystem
zugeführt,
so dass die Menge des wässrigen
Mediums im Reaktionssystem konstant gehalten wird.
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Außerdem ist
ein Chlorwasserstoff-Gewinnungsrohr 10 mit dem Reaktor 1a der
ersten Stufe verbunden, wodurch im Wesentlichen die gesamte Menge
des durch eine mehrere Stufen umfassende Hydrolysereaktion gebildeten
Chlorwasserstoff in der ersten Reaktionsstufe als im Wesentlichen
wasserfreier Chlorwasserstoff gewonnen wird. Es ist anzumerken,
dass dieser wasserfreie Chlorwasserstoff zu einem Alkylchlorid-Syntheseschritt
zugeführt
und als Reaktand für
die Synthese von Alkylchlorid verwendet werden kann.
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Daher
wird gemäß dem oben
beschriebenen Verfahren im Wesentlichen die gesamte Menge des Chlorwasserstoff-hältigen wässrigen
Mediums, das durch die Hydrolysereaktion gebildet wird, im Reaktionssystem
zurückbehalten,
das Hydrolysat und im Wesentlichen wasserfreier Chlorwasserstoff
werden gebildet, und im Wesentlichen kein wässriges Medium wird vom Reaktionssystem
abgelassen.
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Das
in der ersten Stufe zirkulierte wässrige Medium sollte vorzugsweise
eine Chlorwasserstoffkonzentration von 35 bis 45 Gew.-% aufweisen.
Tendenziellerweise nimmt die Viskosität von Polysiloxanen bei einer
Chlorwasserstoffkonzentration von weniger als 35 Gew.-% zu, während die
Konzentration des Restchlorids bei einer Konzentration von mehr als
45 Gew.-% ansteigt. Nach der ersten Stufe kann die Chlorwasserstoffkonzentration
im zirkulierenden wässrigen
Medium nach und nach verringert werden. In der zweiten Stufe kann
die Chlorwasserstoffkonzentration im zirkulierenden wässrigen
Medium auf 10 bis 25 Gew.-% eingestellt werden, in der dritten Stufe
auf 0,5 bis 5 Gew.-%, und in der vierten und weiteren Stufen auf
noch niedrigere Werte, obwohl diese Werte nicht als Einschränkung zu
verstehen sind.
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Die
Reaktionstemperaturen in den einzelnen Stufen wirken sich auf die
Geschwindigkeit der Hydrolysereaktion und die Geschwindigkeit der
Polykondensation aus und beeinflussen die physikalischen Eigenschaften
und die Qualität
von gebildeten Polysiloxane. Daher beträgt die Temperatur in der ersten
Stufe insbesondere mehr als 35°C
bis 90°C und
in der zweiten Stufe mehr als 10°C
bis 60°C. Wenn
die Reaktionstemperaturen außerhalb
dieser Bereiche liegen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass in
der ersten Stufe die Chlorwasserstoffkonzentration im wässrigen
Medium nicht im oben spezifizierten Bereich gehalten werden kann,
was sich nachteilig auf die Viskosität, die Konzentration des gelösten Chlorids
und den Gehalt an zyklischem Siloxan sowie andere Faktoren auswirkt;
und in der zweiten Stufe steigt die Viskosität auf einen Wert, der aufgrund
der Zersetzung und der Polykondensation von zyklischen Polysiloxanen
für den
Ablauf ungünstig ist.
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Der
Reaktionsüberdruck
der ersten Stufe beträgt
vorzugsweise mehr als 0 bis 490 kPa (5,0 kp/cm2).
Indem der Druck in diesem Bereich gehalten wird, kann die Chlorwasserstoffkonzentration
im wässrigen
Medium leicht beibehalten werden. Wenn die Hydrolyse der ersten
Stufe unter einem höheren Druck
durchgeführt
wird als in einem Alkylchlorid-Syntheseschritt, kann der resultierende
wasserfreie Chlorwasserstoff leicht zum Alkylchlorid-Syntheseschritt
transferiert werden. Daher kann der gewonnene wasserfreie Chlorwasserstoff
in dieser bevorzugten Ausführungsform
im gasförmigen
Zustand einer Alkylchlorid-Synthese unterzogen werden.
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Damit
die Erfindung ihre volle Wirksamkeit entfalten kann, sind zumindest
drei Hydrolysestufen, vorzugsweise zumindest vier Hydrolysestufen,
wünschenswert.
Um ei ne geringe Menge Chlorid zu entfernen, die in den Polysiloxanen
verbleibt, ist es möglich,
Wasser als Dampf zur letzten Hydrolysestufe zuzuführen und
eine Reaktionstemperatur von zumindest 110°C einzustellen.
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Während das
in der Erfindung verwendete wässrige
Medium ein wässriges
Medium mit Chlorwasserstoff ist, dessen Konzentration in den oben spezifizierten
Bereichen gehalten werden kann, bringt der Zusatz von Methanol oder
eines Tensids zum wässrigen
Medium auf allgemein bekannte Weise weitere Vorteile mit sich, weil
der enge Kontakt zwischen Chlorsilan und dem wässrigen Medium verbessert wird,
um die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen und die physikalischen
Eigenschaften von Polysiloxanen zu stabilisieren.
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BEISPIELE
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Nachstehend
sind zur Veranschaulichung, und nicht zu Einschränkung, Beispiele der Erfindung sowie
Vergleichsbeispiele angeführt.
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Beispiel 1: Hydrolyse
in drei Stufen
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Eine
Hydrolysereaktion mit Dimethyldichlorsilan wurde unter Verwendung
des in 1 dargestellten
Reaktionssystems durchgeführt,
wobei die Anzahl an Hydrolysestufen drei betrug.
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Jede
Stufe umfasste einen Reaktor aus Glas mit einem Innenvolumen von
7 l, der mit einem Rührer
und einem Phasentrenner aus Glas mit einem Innenvolumen von 8 l
ausgestattet war. Ein Überlaufrohr
wurde oben am Phasentrenner angeschlossen. Eine Ablassöffnung befand
sich unten am Phasentrenner, damit die wässrige Chlorwasserstofflösung zum
Reaktor zirkuliert werden konnte. Der Reaktor der ersten Stufe war
mit einer Zufuhröffnung
für die Zufuhr
des Reaktanden, Dimethyldichlorsilan, ausgestattet. Der Reaktor
der dritten Stufe war mit einer Zufuhröffnung für die Zufuhr von Wasser ausgestattet. Der
Phasentrenner der einzelnen Reaktionsstufen war mit einem Füllstandsmesser
zur Überwachung des
Flüssigkeitsstandes
darin ausgestattet.
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In
diesem Reaktionssystem wurde Dimethyldichlorsilan mit einer Geschwindigkeit
von 24 kg/h zum Reaktor der ersten Stufe zugeführt, um die Reaktion zu starten.
Nach 2 h wurde die Reaktion stabil, und der Flüssigkeitsstand wurde in den
einzelnen Reaktionsstufen konstant gehalten. An diesem Punkt wurde
Wasser mit einer Geschwindigkeit von 3,3 kg/h zum Reaktor der dritten
Stufe zugeführt.
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Im
Reaktor der ersten Stufe wurden Dimethyldichlorsilan und die wässrige Chlorwasserstofflösung, die
durch den ersten Hydrolysekreislauf zirkulierte, zur Umsetzung in
Kontakt gebracht, während eine
Reaktionstemperatur von 45°C
aufrechterhalten wurde. In der ersten Stufe wurde ein Reaktionsdruck von
98 kPa (1,0 kp/cm2) aufrechterhalten. Wasserfreier
Chlorwasserstoff, der aus der Reaktion resultierte, wurde einer
Gas-Flüssigkeits-Trennung
unterzogen, aufgearbeitet, gewonnen und durch ein Messgerät geschickt,
um die gewonnene Menge zu messen. Nach der Phasentrennung zwischen
einer gesättigten
wässrigen
Chlorwasserstofflösung
und einem Dimethylpolysiloxanhydrolysat im ersten Phasentrenner
wurde das Hydrolysat zum zweiten Reaktor zugeführt und die gesättigte wässrige Chlorwasserstofflösung wieder
zum ersten Reaktor zurückgeführt. Das
an diesem Punkt erhaltene Dimethylpolysiloxan wies eine Viskosität von 4,5
mPa·s und
eine Restchloridkonzentration von 4,3% auf, und die zirkulierte
wässrige
Lösung
wies eine Chlorwasserstoffkonzentration von 39,8 Gew.-% auf.
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Das
zum zweiten Reaktor zugeführte
Dimethylpolysiloxanhydrolysat wurde mit der wässrigen Chlorwasserstofflösung in
Kontakt gebracht, die wie in der ersten Hydrolysestufe durch den
Kreislauf zirkulierte, während
eine Reaktionstemperatur von 30,7°C
aufrechterhalten wurde. Nach einer Phasentrennung im zweiten Phasentrenner
wurde das Hydrolysat zum dritten Reaktor zugeführt. Wie in der ersten Stufe
wurde die in dieser Stufe gebildete wässrige Chlorwasserstofflösung wieder
zum zweiten Reaktor zurückgeführt. Das
an diesem Punkt erhaltene Hydrolysat wies eine Viskosität von 8,0 mPa·s und
eine Restchloridkonzentration von 210 ppm auf, und die zirkulierte
wässrige
Lösung
wies eine Chlorwasserstoffkonzentration von 19,5 Gew.-% auf.
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Das
zum dritten Reaktor zugeführte
Hydrolysat wurde mit der wässrigen
Chlorwasserstofflösung in
Kontakt gebracht, die wie in der ersten und zweiten Stufe durch
den Kreislauf zirkulierte, während
eine Reaktionstemperatur von 70,4°C
aufrechterhalten wurde. Nach einer Phasentrennung im dritten Phasentrenner
wurde das Dimethylhydrolysat gewonnen. Wie in der ersten und zweiten
Stufe wurde die in dieser Stufe gebildete wässrige Chlorwasserstofflösung wieder
zum dritten Reaktor zurückgeführt. Das
Dimethylhydrolysat wies eine Viskosität von 8,1 mPa·s, eine
Restchloridkonzentration von 50 ppm und einen Gehalt an zyklischem
Polysiloxan von 63,8% auf. Die durch den Kreislauf zirkulierte wässrige Lösung wies
eine Chlorwasserstoffkonzentration von 1,49 Gew.-% auf.
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Während des
obigen Reaktionsvorgangs wurde der Flüssigkeitsstand in den einzelnen Phasentrennern überwacht.
Der Flüssigkeitsstand
in den einzelnen Phasentrennern wurde konstant gehalten, indem die
wässrige
Chlorwasserstofflösung der
darauf folgenden Stufe, die eine Menge Wasser enthielt, welche der
durch die Reaktion verbrauchten Menge Wasser entsprach, und zur
dritten Stufe eine Menge Wasser, die der reduzierten Menge Wasser entsprach,
zugeführt
wurde. Keine wässrige
Lösung wurde
vom Reaktionssystem abgelassen. Die Menge des gewonnenen wässrigen
Chlorwasserstoffs betrug 99,9% der theoretisch aus dem Dimethyldichlorsilan
gebildeten Menge.
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Beispiel 2: Hydrolyse
in vier Stufen
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Eine
Hydrolysereaktion mit Dimethyldichlorsilan wurde unter Verwendung
des in 1 dargestellten
Reaktionssystems durchgeführt,
wobei die Anzahl n an Hydrolysestufe vier betrug. Jede umfasste
wie in Beispiel 1 einen Reaktor und einen Phasentrenner. Der Stand
der Lösung
im Phasentrenner der einzelnen Stufen wurde wie in Beispiel 1 überwacht.
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In
diesem Reaktionssystem wurde Dimethyldichlorsilan mit einer Geschwindigkeit
von 24 kg/h zum Reaktor der ersten Stufe zugeführt, der auf einem Druck von
294 kPa (3,0 kp/cm2) gehalten wurde, wodurch
die Hydrolysereaktion gestartet wurde. Nachdem die Reaktion stabil
geworden war, wurde die Reaktionstemperatur in der ersten Stufe
bei 71°C,
in der zweiten Stufe bei 30,7°C,
in der dritten Stufe bei 53,0°C
und in der vierten Stufe bei 68,5°C gehalten.
Die wässrigen
Chlorwasserstofflösungen wiesen
eine Chlorwasserstoffkonzentration von 39,8%, 24,4%, 3,0% und 0,5%
in der ersten, zweiten, dritten bzw. vierten Stufe auf. Die wässrige Chlorwasserstofflösung wurde
unabhängig
in jeder Stufe zirkuliert. Danach wurde das Volumsverhältnis zwischen dem
Dimethylhydrolysat und der wässrigen
Chlorwasserstofflösung
im Phasentrenner der einzelnen Phasen bestimmt. Der Flüssigkeitsstand
in den einzelnen Phasentrennern wurde konstant gehalten, indem die
wässrige
Chlorwasserstofflösung
zugeführt wurde,
die der reduzierten Menge Wasser der darauf folgenden Stufe entsprach.
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Das
obige Verfahren ergab wasserfreien Chlorwasserstoff und das Dimethylhydrolysat,
das eine Viskosität
von 3,5 mPa·s
und eine Restchloridkonzentration von 5,6% im ersten Reaktionsschritt, eine
Viskosität
von 9,0 mPa·s
und eine Restchloridkonzentration von 530 ppm im zweiten Reaktionsschritt,
eine Viskosität
von 9,5 mPa·s
und eine Restchloridkonzentration von 150 ppm im dritten Reaktionsschritt
und eine Viskosität
von 9,7 mPa·s,
eine Restchloridkonzentration von weniger als 1 ppm und einen Gehalt
an zyklischem Polysiloxan von 64,7% im vierten Reaktionsschritt
aufwies. Keine wässrige Lösung wurde
vom Reaktionssystem abgelassen. Wasserfreier Chlorwasserstoff wurde
in einer Menge von 99,9% der theoretisch aus dem Dimethyldichlorsilan
gebildeten Menge gewonnen.
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Vergleichsbeispiel
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Eine
Hydrolysereaktion von Dimethyldichlorsilan wurde in einem zweistufigen
Hydrolyseverfahren und einem einstufigen Neutralisationsverfahren durchgeführt.
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Die
Reaktion wurde in einem ersten Hydrolysereaktor gestartet, indem
Dimethyldichlorsilan mit einer Geschwindigkeit von 24 kg/h und eine
39,8 Gew.-% wässrige
Chlorwasserstofflösung
mit einer Geschwindigkeit von 5,0 kg/h zugeführt wurden. Eine Hydrolyse
wurde im ersten Reaktor bei einer Temperatur von 40°C durchgeführt. Nachdem
der gebildete wasserfreie Chlorwasserstoff abgetrennt worden war,
wurden das Dimethylhydrolysat und die wässrige Chlorwasserstofflösung im
Phasentrenner voneinander getrennt. Das Dimethylhydrolysat wurde
zu einem zweiten Hydrolysereaktor zugeführt. Die wässrige Chlorwasserstofflösung wurde
zu einer Abtreibkolonne zugeführt,
wo Chlorwasserstoff gewonnen wurde. Wasser wurde mit einer Geschwindigkeit
von 7,2 kg/h zum zweiten Reaktor zugeführt, wo das im vorhergehenden
Schritt zugeführte
Dimethylhydrolysat bei einer Reaktionstemperatur von 30°C einer Hydrolyse
unterzogen wurde. Nach der Trennung im Phasentrenner wurde das Dimethylhydrolysat
einem Neutralisationsschritt zugeführt, und die wässrige Chlorwasserstofflösung wurde
aus dem Reaktionssystem abgelassen und entsorgt. Im Neutralisationsschritt
wurde eine wässrige
Lösung
von 2,1 Gew.-% Natriumcarbonat zum Dimethylhydrolysat zugesetzt, und
bei 70°C
wurde eins Umsetzung durchgeführt, wodurch
das im Dimethylhydrolysat verbliebene Chlorid entfernt wurde. Nach
der Neutralisation wurde die wässrige
Lösung
aus dem Reaktionssystem abgelassen und entsorgt.
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Das
obige Verfahren ergab ein Dimethylhydrolysat mit einer Viskosität von 9,6
mPa·s,
einer Restchloridkonzentration von weniger als 1 ppm und einem Gehalt
an zyklischem Polysiloxan von 68,4%. Wasserfreier Chlorwasserstoff
wurde in einer Menge von 95,4% der theoretisch aus dem Dimethyldichlorsilan
gebildeten Menge gewonnen.
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Diese
Ausführungsformen
zeigen, wie qualitativ hochwertiges Organopolysiloxan erhalten werden
kann, wie im Wesentlichen die gesamte Menge eines wässrigen
Mediums im Reaktionssystem zurückbehalten
werden kann und wie im Wesentlichen die gesamte Menge des durch
das gesamte Reaktionssystem gebildeten Chlorwasserstoffs als im
Wesentlichen wasserfreier Chlorwasserstoff gewonnen werden kann.
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Obwohl
einige bevorzugte Ausführungsformen
beschrieben wurden, sind im Lichte der obigen Lehren zahlreiche
Modifikationen und Variationen möglich.
Daher versteht sich, dass die Erfindung auch anders in die Praxis
umgesetzt werden kann als in den Beispielen spezifiziert ist.