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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf eine Behandlung
von chronischem Schmerz und insbesondere von neuropathischem Schmerz.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung von
Agmatin zur Behandlung von neuropathischem Schmerz.
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Chronischer Schmerz:
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Eine
große
Zahl von Krankheitszuständen
(z.B. Krebs, AIDS), entzündliche
Zustände
(z.B. Arthritis), Stoffwechselkrankheiten (z.B. Diabetes) und Verletzungen
(z.B. Amputationen) können
zu chronischem Schmerz führen,
wobei der Schmerz länger
als ein paar Monate andauern kann; andere Formen chronischen Schmerzes
haben keine bekannte Ursache und werden als idiopathisch bezeichnet.
Neuropathischer Schmerz, Schmerz, der sich aus der Dysfunktion des
zentralen oder peripheralen Nervensystems ergibt, kann auch eine
Konsequenz der Beschädigung
peripheraler Nerven oder Regionen des zentralen Nervensystems sein,
wobei er aus Erkrankungen resultieren kann oder idiopathisch sein
kann. Das gemeinsame Merkmal jeder dieser Schmerzformen ist, dass
eine Person unverminderten Schmerz ertragen muss, der normalerweise resistent
zu den gebräuchlichen
Formen analgetischer Therapie ist.
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Symptome
neuropathischen Schmerzes beinhalten ungewöhnliche Empfindungen von Brennen,
nervösem
Zittern, Elektrizität,
Ameisenlaufen, Steifheit, Gefühllosigkeit
in den Extremitäten,
Gefühle
körperlicher Distorsion,
Allodynie (Schmerz, der durch harmlose Stimulation der Haut hervorgerufen
wird) und Hyperpathie (eine übertriebene
Schmerzreaktion, anhaltend, lange nachdem die Schmerzstimuli aufhören).
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Einige übliche Ursachen
von neuropathischem Schmerz sind Diabetes, Krebs-Chemotherapie, Herpes zoster-Infektion,
cervicale oder lumbale Wurzelkompression infolge degenerativer Wirbelsäulenerkrankung,
bösartige
Läsionen
von Nervengeflecht oder Wurzel, Nerven-Degeneration, beispielsweise
durch Amputation, HIV-Infektion und Läsionen zentraler Schmerz-Nervenbahnen,
einschliesslich Tractus spinothalamicus, Thalamus oder Thalamusstrahlungen.
(Max, 1991)
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Weitere
Ursachen von neuropathischem Schmerz schließen Arzneimittel-verursachte
oder toxische Neuropathien ein. Beispielsweise verursachen Antivirale
dd1 und ddC gewöhnlich
peripherale Neuropathien, ebenso Phenytoin (ein Anfallsmedikament),
Isoniazid (ein Tuberkulosemedikament), Vincristin (ein krebs-chemotherapeutisches
Mittel), hohe Vitamindosen und Folsäure-Antagonisten.
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Üblicherweise
verwendete Analgetika, wie z.B. Morphium, Kodein, Tramadol und Aspirin
haben sich bei neuropathischem Schmerz vorübergehend als effektiv lindernd
erwiesen. Jedoch sind die analgetischen Effekte dieser Verbindungen
fast immer vorübergehend.
Der Großteil
der Patienten, die mit diesen Mitteln behandelt werden, erfahren
weiterhin Schmerz, sofern das Analgetikum nicht wieder verabreicht
wird.
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Sowohl
wissenschaftliche als auch klinische Erfahrung deuten darauf hin,
dass Zustände
neuropathischen Schmerzes chronisch nur schwierig mit narkotisierenden
Analgetika (z.B. Morphium) zu behandeln sind. Darüber hinaus
rufen sowohl narkotisierende und einige nicht-narkotisierende (z.B.
Clonidin, ein alpha-2 adrenerger Rezeptor-Agonist) Analgetika kontraindizierende
Nebenwirkungen hervor, einschließlich Konstipation (Opioid),
Hypotension (Sympathomimetikum), Atemdepression (Opioid), pharmakologische
Toleranz (Opioid und Sympathomimetikum), physische Abhängigkeit/Entzug
(Opioid), Sedierung (Opioid und Sympathomimetikum) und trockener
Mund (Sympathomimetikum). Diese Nebenwirkungsprofile können auf
beides einwirken, physische Verteilung und Patienten- Toleranz/Akzeptanz
analgetischer Therapie, die diese Mittel verwendet. Eine Zahl andere
Substanzen mit unterschiedlichen Erfolgsgraden bei der Behandlung
neuropathischen Schmerzes wurde ebenso verwendet. Diese beinhalten
das Antidepressivum Amitriptilin, das Anticonvulsivum Carbamazepin,
das antiarrythmische Medikament Mexiletin und die lokalen Betäubungsmittel
Lidocain und Tocaimid; diesen Mitteln mangelt es auch an beschränkter Effektivität oder signifikanten
Nebenwirkungen. (Dray et al. 1994) Die Einschränkungen des gegenwärtigen Instrumentariums
von Analgetika verlangen nach einer Entwicklung nicht-toxischer
Therapeutika mit neuen oder unentdeckten Wirkmechanismen. Von diesen
Entwicklungen wurden mehrere Patente auf derartige Verbindungen
zuletzt erteilt.
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Mayer
et al., U.S. Patent Nr. 5,352,683 offenbart die Verabreichung von
nicht-toxischem N-Methyl-D-Aspartat
(NMDA)-Rezeptor-Antagonisten, wie Dextromethorphan, Dextrorphan
oder Ketamin für
die Behandlung von chronischem Schmerz.
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Pert
et al., U.S. Patent Nr. 5,534,495 beschreibt eine Behandlung für nicht-HIV
neuropathischen Schmerz durch Verabreichung einer wirksamen Menge
eines Peptids, dem es möglich
ist, den Verlust, die Zerstörung
oder Dysfunktion zellularer Teile zu blockieren, die zu nicht-HIV
neuropathischem Schmerz führen.
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Justice
et al., U.S. Patent No. 5,587,454 diskutiert die Verwendung von
Omega-Conopetiden, um Analgetika für bestimmte Arten von neuropathischem
Schmerz herzustellen, in welchen von Morphium nicht erwartet wurde,
dass es positive Resultate zeigt.
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Anders
als die Vermeidung durch Vorbehandlung oder akute Schwächung durch
Nachbehandlung mit dem NMDA-Rezeptor-Antagonisten (z.B. Dextromethorphan,
Ketamin), die in Patent Nr. 5,352,683 beschrieben wurden, beobachten
wir, dass die Nachbehandlung mit Agmatin einen chronischen und vielleicht
permanenten Umschwung von schmerzverwandtem Verhalten verursacht,
das durch chemische Behandlung oder spinale Nervenligatur hervorgerufen
wird, verursacht.
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Um
beim Studium von neuropathischem Schmerz zu unterstützen, wurden
Techniken entwickelt, um Allodynie bei Mäusen oder Ratten durch Injektion
von Dynorphin A chemisch hervorzurufen (Laughlin et al. 1997 und
Vanderah et. al. 1996) und mechanische Allodynie bei Mäusen oder
Ratten durch L5/(L6) spinale Nervenligatur hervorzurufen (Kim und
Chung 1992; Chung und Chung 1997.)
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Agmatin:
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Von
Agmatin wird angenommen, dass es ein endogener Ligand für den Imidazolin-Rezeptor
(Li. Et al. 1994) ist. Zusätzlich
schlagen veröffentlichte
Studien vor, dass Agmatin auch die Enzym-Neuronale-Salpetersäure-Synthase
(nNOS) (Galea, 1996), welche entsprechend in Neuronen gefunden wird,
als auch induzierbare Salpetersäure-Synthase
(iNOS) (Auguet et al. 1995 und Galea et al. 1996) blockiert, welche
in Immunzellen durch inflammatorische Stimuli verursacht wird. Andere
veröffentlichte
Studien haben ergeben, dass systemische Vor- oder Co-Behandlung
mit Agmatin den Excitotoxin-verursachten Verlust von Zellen in primären Cerebellar-Kulturen
und Tiermodellen von Ischemia verringert (Gilad et al. 1996) und
Gilad et al., wobei U.S. Patent Nr. 5,677,349 eine Behandlung für Schlaganfall
beschreibt. Obwohl Agmatin NMDA-Rezeptoren antagonisieren kann (Yang
und Reis, 1997), haben wir bestimmt, dass der für den anti-neuropathischen Schmerz
mindestens hier beanspruchte therapeutische Effekt, weit unter der
notwendigen Dosis zur Blockade dieser Rezeptoren liegt. Dieses Ergebnis
schlägt
vor, dass andere Mechanismen für
die therapeutischen Effekte von Agmatin, die wir hier beanspruchen,
verantwortlich sind.
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Zusätzlich beschreibt
US-A-5,574,059 Agmatin als I2 Imidazolin-Rezeptor-Agonist.
AT-B-393 079 beschreibt
die Verwendung von Agmatin zur Hemmung von Querverbindungs-(Cross-Linking)-Kollagen. EP-A-494
848 beschreibt Agmatin zur Medikamentenvorbereitung zur Behandlung
Endotoxin-verursachter Effekte. US-A-4,507,321 offenbart Agmatin in Zusammensetzungen
zur Regulierung epithelischen Zellwachstums. Kate J. Badley et al.
beschreibt in Eur. Jour. Pharmacol., 331 (2/3), 1997, pp. 133–138 Studien,
die den Effekt von Agmatin auf spinal nozizeptive Reflexe betrachten.
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-
KURZE ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNGEN
-
Die
vorliegende Erfindung liefert die Verwendung von Agmatin in der
Vorbereitung eines Medikaments in einem Verfahren zur Behandlung
neuropathischen Schmerzes, wobei das Verfahren die Verabreichung
einer effektiven Menge an Agmatin umfasst.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNG
-
1 ist
ein Graph, der zeigt, dass Agmatin eine dosis-abhängige Befreiung
von permanenter Dynorphin-verursachter Allodynie in Mäusen hervorruft.
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2 ist
ein Graph, der zeigt, dass Agmatin eine dosis-abhängige Befreiung
von permanenter L5 Ligatur-verursachter Allodynie in Mäusen hervorruft.
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3A ist
ein Graph verschiedener Behandlungsmodi zur Befreiung von permanenter
L5-Ligatur-verursachter
Allodynie in Mäusen
2 Stunden nach Agmatin-Behandlung.
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3B ist
ein Graph der Agmatin-Hemmung von NMDA-hervorgerufenem Verhalten.
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GENAUE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
vorliegende Erfindung liefert die Verwendung von Agmatin in der
Vorbereitung eines Medikaments in einem Verfahren zur Behandlung
neuropathischen Schmerzes.
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Agmatin
ist eine endogenes Amin, das durch die enzymatische Decarboxylation
der Aminosäure
Arginin hergestellt wird.
-
Es
wurde festgestellt, dass die Verabreichung von Agmatin mit NMDA-
(Yang und Reis 1997) Alpha-2-adrenergischen- (Pinthong) und Imidazolin-
(Li et al. 1994) -Rezeptoren wechselwirkt, zusätzlich zu verschiedenen Isoformen
von Salpetersäure-Synthase
(Auguet et. al., 1995 und Galea et. al., 1996). Es kann durch eine
oder eine Kombination dieser Interaktionen geschehen, dass Agmatin
plastische Ereignisse im zentralen oder peripheren Nervensystem
moderiert und/oder umkehrt, so wie das Rückenmark, was zu unerwünschter
klinischer Folgeerscheinung, so wie Toleranz zu Opioiden und neuropathischem
Schmerz führt.
-
Die
Verabreichung von Agmatin nach einem neuropathisch Schmerz-verursachenden
Ereignis bringt den Patienten dabei zu einem schmerzfreien Vorverletzungs-Zustand
zurück.
Es wird auch angenommen, dass die Verabreichung von Agmatin vor
dem neuropathischen Schmerz-verursachenden Ereignis den vom raschen
Ereignis erwarteten neuropathischen Schmerz verhindern oder im Wesentlichen
verringern wird.
-
Langanhaltende
Allodynie (100 Tage) wurde in Mäusen
durch eine einfache intrathekale Injektion von Dynorphin A hervorgerufen,
einem opioiden Peptid, von welchem angenommen wird, dass es neuropathische Wechsel
hervorruft. (Laughlin et al. 1997). Die Dynorphin-hervorgerufene
Allodynie erhöht
die Sensitivität
von nicht-noxischer mechanischer Stimulation der Haut durch Anwendung
von von Frey Filamenten, welche eine konstante Kraft liefern, wenn
sie auf ihre Biegestelle angewandt werden. Die Verwendung von von
Frey Filamenten zum Messen der Sensitivität zu mechanischen Stimuli oder
Punktdruck ist eine gut etablierte Technik in der Schmerzforschung.
(Siehe Beitel et al., 1976; Johansson et al., 1980; und LaMotte
et al. 1986). Tiere, die mit Dynorphin A behandelt wurden, reagieren
auf von Frei Filamente von geringer Kraft (0,4 mN); zum Vergleich,
Kontrollmäuse
reagieren mit einer Frequenz von 10% zu der gleichen Kraft (0,4
mN) und gleichen Stimulationszahl. Der Unterschied zwischen den
Dynorphin-behandelten und den Vergleichsmäusen stellt eine Hypersensitivität der Dynorphin-behandelte
Mäuse zu
dem Wert der mechanischen Kraft dar. Diese Hypersensitivität zeigt
eine erhöhte
Sensitivität
zu Stimuli dar, die normalerweise nicht noxisch sind und von dem
angenommen wird, ein Maß von
Allodynie zu sein und neurophathischen Schmerz darzustellen.
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Dynorphin
A-behandelte Mäuse,
denen Agmatin einen Tag nach der chemischen Verletzung verabreicht
wurde, reagieren nicht länger
auf von Frey-Filament-Stimulation beim gleichen Niveau wie Dynorphin A-behandelte
Mäuse,
die keine Agmatin-Nachbehandlung bekommen haben. Die Agmatin-behandelten
Mäusen
reagierten vergleichsweise wie Salzlösungsvorbehandelte Kontrollmäuse.
-
Spinale
Verabreichung von Agmatin innerhalb eines Tages von Dynorphin-verursachter
Spinalverletzung befreit das Rückenmark
von der Entwicklung von Dynorphin-verursachter Allodynie. Intrathekale
Verabreichung von Agmatin ergibt ähnliche Ergebnisse, wenn die
Injektion innerhalb 2–3
Tage nach der Dynorphin-verursachten Spinal-Verletzung verabreicht
wird.
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Agmatin,
das bei Dosen von bis zu 100 Nanomol verabreicht wird, ist ohne
analgetischen Effekt und im Gegensatz zu den Analgetika, erscheint
Agmatin Tiere von ihrem ständigen
Schmerzzustand ständig
zu befreien, da Agmatin die Sensitivität zu den Vergleichswerten während der
Studiendauer von 24 Tagen verringert.
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Ein
Vorteil der Verabreichung von Agmatin, verglichen zur Verwendung
anderer NOS-Inhibitoren
und NMDA-Rezeptor-Antagonisten, ist ein offensichtliches Fehlen
von Nebenwirkungen. Beispielsweise stellen andere NOS-Inhibitoren
und NMDA-Rezeptor-Antagonisten
spinale Toxizität
dar, die hintere Gliedmaßen-Paralyse
und/oder Hyper-Lokomotion
aufweisen, wenn sie bei Verwendung von Labortieren ausgewertet.
-
Zusätzlich,
wird von anderen nicht-konkunierenden NMDA-Rezeptor-Antagonisten,
wie Ketamin, die für
therapeutische Anwendung erforscht werden, angenommen, dass sie
Missbrauchs-Potential besitzen. (Bratzke et al. 1988, Corbett, 1989
und Dillman, 1995) Agmatin kann oral, sub-lingual, intranasal, bukkal,
parenteral, intrathekal, epidural, topikal oder rektal verabreicht
werden. Abhängig
von der gewünschten
Verabreichungstechnik, kann Agmatin in einer Suspension, einer Lösung oder
einer Emulsion in einem wässrigen
oder öligen
Träger
gebildet sein, um die Verabreichung des Agmatins zu unterstützen. Agmatin
kann auch mit Suspensions-Mitteln, Stabilisierungsmittels oder Dispersionsmitteln
gemischt sein.
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Effektive
Verabreichungswerte von Agmatin variieren von Zustand und Umständen des
Patienten, der behandelt wird. Wie Fachleute erkennen, werden viele
Faktoren, wie Alter, Körpergewicht,
Geschlecht, Diät und
Zustand des Patienten, die Zeitspanne zwischen der Verletzung und
der Verabreichung von Agmatin und die Verabreichungstechnik, die
die Wirkung eines aktiven Bestandteils verändern, durch einen behandelnden Arzt
in Betracht gezogen. Eine Person mit normalen technischen Fähigkeiten
wird fähig
sein, die optimale Dosierung einer gegebenen Anzahl von Zuständen mit
Sicht auf die hier enthaltenen experimentellen Daten zu gewährleisten.
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Wir
beobachten NMDA-Antagonismusverhalten mit einer Effektivität bei Mäusen mit
einem ED50 von ungefähr
6.8 ug (30 nmol) von Agmatin pro Maus. Dalo und Larson (1990) beobachteten
NMDA-Antagonismus-Verhalten bei Mäusen für Ketamin mit einem ED60 von
ungefähr
78 ng (0,3 nmol) Ketamin (einen NMDA-Rezeptor-Antagonist in klinischer
Entwicklung) pro Maus. Wir schätzen
den ED50-Wert für
Agmatin:Ketamin in Mäusen
auf ungefähr
100:1 (Agmatin ist 100 mal schwächer)
in diesem besonderen Test von NMDA-hervorgerufenen Nozizeption, wenn sie
intrathekal verabreicht wird. Der intrathekale Dosisbereich, wo Ketamin
beim Menschen aktiv ist, beträgt
ungefähr
1 mg (3,6 uMol) (Yang et. Al., 1996). Wenn die Maus-intrathekale
Agmatin:Ketamin-Stärkeverhältnis verwendet
wird, schätzen
wir die NMDA-Antagonismus-Dosen für Agmatin für intrathekale Verabreichung
auf ungefähr
82 mg (360 uMol) beim Menschen.
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Die
benötigten
Dosen, um die Agmatin-verursachte Allodynie umzukehren, ist ungefähr 100 mal
geringer als jene verwendete, um das NMDA-verursachte Verhalten
zu antagonisieren. Deshalb schätzen
wir, dass die Anti-allodynischen Dosen für Agmatin ungefähr 0,82
mg (3,6 uMol) beim Menschen betragen. Wir sagen vorher, dass die
effektive intrathekale Dosis von ungefähr 0.03–10 mg beim Menschen ausreicht.
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BEISPIELE 1–3
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Die
folgenden Beispiele werden vorgestellt, um die Aspekte der vorliegenden
Erfindung weiter zu beschreiben. Die in den Beispielen dargestellten
Daten, beschreiben die Effektivität von Agmatin in der Erleichterung/Linderung
von nozizeptivem (allodynischem) Verhalten bei Mäusen, die entweder chemisch
(durch Aussetzung zu endogenem Dynorphin, Beispiel 1, Vanderah et.
al., 1996; Laughlin, et. al. 1997) oder mechanisch leiden (durch
Ligatur des L5 Spinalnervs, Kim und Chung 1992; Chung und Chung
1997). Es ist wichtig anzumerken, dass dieses Ligaturmodell von
vielen Schmerzforschern als das Standard-Modell schlechthin von
neuropathischem Schmerz bei Nagern betrachtet wird. Beispiel 3 stellt
einen Vergleich zwischen den Fähigkeiten
höherer
Dosen Agmatins zu 1) Hemmen akut mechanischer Allodynie, die durch
L5 Ligatur hervorgerufen wird, und zu 2) Hemmen akut nozizeptiven
Verhaltens (Beißen),
das durch intrathekale Verabreichung von 0,3 nmol von exzitatorischer
Aminosäure
analog zu N-Methyl-D-Aspartat (NMDA) verursacht wird. Diese Beispiele
sind nicht beabsichtigt, den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung
zu beschränken.
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AUSLÖSUNG VON ALLODYNIE.
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Agmatin
wurde untersucht für
die mögliche
Umkehrung von Allodynie, die durch eines von zwei Verfahren hervorgerufen
wird: Dynorphin-verursachte Allodynie und L5 Spinalnerv Ligatur-verursachte
Allodynie. Alle experimentellen Versuchstiere waren 15–25 g männliche
ICR Mäuse
(Harlan, Madison, WI). Alle Mäuse wurden
in Zehnergruppen in Temperatur- und
Luftfeuchtigkeit-gesteuerten Umgebungen für vier bis fünf Tage vor
der Versuchsreihe untergebracht. Alle Tiere wurden in einem 12 Stunden
hell/dunkel Zyklus aufbewahrt und hatten freien Zugang zu Nahrung
und Wasser. Jedes Tier wurde nur einmal verwendet. Basis-Messungen (Tag 0)
wurden bei allen Versuchstieren vor der Dynorphin-Injektion oder
L5 Spinalnerv-Ligatur durchgeführt. Um
Allodynie durch chemische Manipulation hervorzurufen, wurde Dynorphin
intrathekal (3 nmol, i. t., Laughlin et. al., 1997) injiziert. Um
Allodynie durch mechanische Manipulation hervorzurufen, wurde die
L5 Spinalnerven gemäß dem Verfahren
von Kim und Chung, 1992, abgebunden, wie es für Mäuse durch Chung und Chung, 1997,
modifiziert wurde. Kurz beschrieben, unter tiefer Halothan- (2–3%) Anästhesie,
wurde der linke Paraspinal-Muskel einer Maus von den spinösen Prozessen
bei den L4-S2 Niveaus getrennt und entfernt. Bei dieser Stufe war
der L6 transverse Prozess und die rostrale Spitze des Sakrums sichtbar.
Der L6 transverse Prozess wurde dann entfernt, um die L4–L6 Spinalnerven
visuell zu erkennen. Die L5 Spinalnerven wurden mit einem 6-0 Seidenfaden
eng abgebunden (ligiert). Nachdem die Hämostase bestätigt wurde,
wurde die Wunde mit 3-0 Seidenfaden vernäht und die Haut wurde mit sterilen
Wundverschlüssen
geschlossen. Das Tier wurde dann in eine moderne, geheizte, mit
Sauerstoff angereicherte Kunststoff-Einschließung gebracht, um die Heilung
zu erleichtern. Die Tiere waren innerhalb von dreißig Minuten
nach Aufhören
des Anästhesiakums
vollständig
beweglich. Zum Vergleich wurde in einer separaten Gruppe von Tieren
eine Schein-Operation durchgeführt,
die gleich zu der vorherstehenden war. Der einzige Unterschied mit
den schein-operierten Tieren war, dass ihre L5 Spinalnerven nicht
ligiert wurden.
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Experimenteller
Plan (1, 2). Allodynie zu mechanischer
Stimulation durch von Frey (vF) Monofilamentanwendung (zu dem Biegepunkt)
wurde in den Dynorphin-verursachten Allodynie-Experimenten gemäß dem Verfahren,
das durch Laughlin et. al, 1997 beschrieben wird, durchgeführt. Während jeder
Testperiode wurde Kraft (0,4 mN) durch Anwendung des vF-Filaments
zu dem Biegepunkt 3 Mal zu der Dorsalseite jeder Hinterpfote verabreicht.
Die Daten wurden für
einen Gesamtwert von 6 Stimulationen pro Tier pro Zeitpunkt verteilt.
Die Daten wurden als eine Reaktion der 6 Stimulationen ausgedrückt ((#
der Fußentnahmen oder
des Fußzitterns/6)·100).
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Allodynie
zu mechanischer Stimulation durch vF-Monofilament wurde in den L5
Ligatur-verursachten Allodynie-Versuchsmäusen separat
für jede
Hinterpfote ausgewertet. Während
jeder Testperiode wurde Kraft (0,4 mN) 5 Mal zu der Ventralseite
von jeder Hinterpfote in zwei separaten Versuchen für einen
Gesamtbetrag von 10 Stimulationen pro Testperiode verabreicht. Basismessungen
zeigten keinen Unterschied zwischen linken (L) und rechten (R) Pfoten
(n = 111 Mäuse;
L: 15% (s.e.m.: 1,3) R: 17 % (s.e.m.: 1,3) p > 0,05). Folgend einer unilateralen Nervenligatur,
wurde ein signifikanter Unterschied zwischen linken und rechten
Hinterpfote (n = 75, L: 55 % (s.e.m. 2,1) R: 33 % (s.e.m.: 2,6)
p<0,05) beobachtet.
Die linke Pfote stellt die Pfote ipsilateral zu dem verletzten Nerv
dar und zeigt verstärkte
Sensitivität
relativ zu der rechten Pfote, welche kontralateral zu der Seite
der Verletzung ist. Die Daten sind als die Delta-Prozent-Reaktion
von 10 Stimulationen ausgedrückt
(%-Reaktion bei jedem spezifizierten Zeitpunkt D %-Reaktion der
Basis). Der Schein-Operation folgend, wurde kein signifikanter Unterschied
zwischen linken und rechten Hinterpfoten festgestellt (n = 23, L:
27% (s.e.m. 4,8); R: 20 % (s.e.m.: 3,1) p>0,05). Einfache Tiere (Erhalten des selben
Betrags von Stimulation zu gleichen Zeitpunkten) zeigen vergleichbare
Reaktionen zwischen linken und rechten Pfoten (n=13, L:5,4 % (s.e.m. 2,4);
R: 12 % (s.e.m.: 3,2) p > 0,05).
Gemeinsam zeigen diese Ergebnisse an, dass die erhöhte Sensitivität der ipsilateralen
Pfote zu der Ligatur entsprechend auf den speziellen mechanischen
Schmerz zurückzuführen ist, der
durch die Nervligatur entsteht. Am Tag, der der Dynorphininjektion
oder L5-Ligatur folgte, wurde die Allodynie wie oben beschrieben
eingeschätzt.
Agmatin (0,1, 0,3, 1, 3, 4, 10, 30, 40, 60, 100 nmol, i. t.) oder
Salzlösung
wurde ständig
als eine einfache i. t. Injektion verabreicht. Die folgenden experimentellen
und Vergleichs-Gruppen waren in den meisten Experimenten enthalten:
Einfach
(keine Injektion), notwendig, um die Basisreaktion über wiederholte
Stimulationen zu bestimmen.
Einfach + Agmatin, notwendig als
eine Kontrolle für Änderungen,
die durch Agmatin auf normale Versuchstiere hervorgerufen wurden.
Salzlösung oder
vorgetäuscht
+ Salzlösung,
notwendig als eine Kontrolle für
Veränderungen,
die durch Stress der intrathekalen Injektion hervorgerufen wurden.
Salzlösung oder
vorgetäuscht
+ Agmatin, notwendig als eine Kontrolle für Veränderungen, die durch Agmatin in
Salzlösung-injizierten
Versuchstieren hervorgerufen wurden.
Dynorphin oder L5 + Salzlösung, notwendig
um zu sehen, ob die chemische oder mechanische Manipulation effektiv
im Hervorrufen von mechanischer Allodynie war.
Dynorphin oder
L5 + Agmatin. Die experimentelle Gruppe zeigt, ob die Zusammensetzung
effektiv war, um das Versuchstier vor Dynorphin-verursachter Allodynie
zu befreien.
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Nach
der Injektion von Agmatin oder Salzlösung, wurden mehrere Messungen
120 Minuten nach Agmatin-Injektion vorgenommen, und dann an den
Tagen 2, 3, 5, 7, 10, 14, 21, 24 und 28 nach Agmatin (Dynorphin-verursachtes
Allodynie-Modell) oder nach Operation (L5 Ligatur-verursachtes Allodynie-Modell).
Jedes Experiment wurde wiederholt und wurde mindestens einmal blind
ausgeführt.
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Agmatin-Hemmung
von mechanischer Nozizeption in Neuropathischen (L5-ligierten)-Mäusen (
3A,
3B).
Intrathekale Verabreichung von Agmatin erzeugte eine Dosisbezogene
Hemmung von mechanischer Allodynie, die 120 Minuten nach Injektion
(
2) gemessen wurde. Diese Daten wurden für die Dosen-Abhängigkeit
analysiert und als eine Prozent-Hemmung der allodynischen Spitze
(Prozent-Reaktion 1 Tag nach Operation) ausgedrückt. Jede Maus diente als ihr
eigener Vergleich und die %-Hemmung wurde durch Verwendung der folgenden
Gleichung bestimmt:
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Der
ED50-Wert und Vernauensbereiche wurden gemäß dem Verfahren von Talarida
und Murray (1987) berechnet. Gruppen von 6 bis 8 Tieren wurden für jede Dosis
und/oder jeder Vorbehandlung verwendet.
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EXPERIMENTELLE AUSFÜHRUNG für die NMDA
Nozizeptive Analyse (3B).
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Intrathekale
Verabreichung von N-Methyl-D-Aspartat (NMDA) ruft dosis-abhängiges Beiß- und Kratz-Verhalten
bei Mäusen
(Aanonsen und Wilcox, 1987) hervor. Eine konstante Dosis von NMDA
(0,3 nmol) wurde intrathekal injiziert und die Anzahl von NMDA-verursachtem
Verhalten wurde für
1 Minute gezählt.
Diese Dosis von NMDA ruft typischerweise ungefähr 40–60 Verhalten (Kratzen und
Beißen,
das zu den hinteren Gliedmaßen
und zum Schwanz gerichtet ist) während
dieser Minute nach der Injektion hervor. Um die Fähigkeit
und Stärke
von Agmatin, um die NMDA-Rezeptoren zu blockieren, zu bestimmen,
wurde Agmatin gemeinsam verabreicht (0,3, 4, 10, 40, 70 und 100
nmol, i.t.) mit NMDA und der Grad von Agmatin-verursachter Hemmung
von NMDA-verursachten Verhalten untersucht. Prozent-Hemmung wurde als
ein Prozentwechsel in der Haupt-Reaktion der Vergleichsgruppe (n=12,
Mittel = 56 Verhalten, s.e.m = 5,1) gemäß der folgenden Gleichung:
% Hemmung = 100 (56 D experimenteller Wert)/56 ausgedrückt; 56
war die Anzahl der Verhalten, die in der Vergleichsgruppe von Mäusen beobachtet
wurde, denen 0,3 nmol NMDA i.t. verabreicht wurden. Der ED50-Wert
und der Vertrauensbereich wurden gemäß dem Verfahren von Tallarida
und Murray (1987) berechnet. Gruppen von 6 bis 8 Tieren wurden für jede Dosies
und/oder jede Vorbehandlung verwendet.
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ERGEBNISSE
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AGMATIN DOSIS-ABHÄNGIGE HEMMUNG
VON DYNORPHIN-VERURSACHTER ALLODYNIE. 1.
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Eine
einfache Spinal-Nachbehandlung mit Agmatin ergab wieder abnormale
(sensitivierte) nozizepitive Reaktionen von allodynischen Mäusen (Mäusen in
einem chronischen Schmerzzustand) zu normalen Werten. Es ist wichtig
anzumerken, dass von diesem hypersensitiven Zustand berichtet wurde,
dass er bis zu 63 Tage andauern kann (Laughlin et. al., 1997) und
es wurde beobachtet, dass er bis zu 100 Tagen nach der Behandlung
andauern kann (Laughlin, unveröffentlichte
Beobachtungen). 1 stellt die Auslösung bei
Mäusen eines
offensichtlich ständigen
allodynischen Zustands dar (hyperreaktiv zu nicht-noxischen, kutanen
Stimuli) nach einer intrathekalen Injektion einer hohen Dosis von
dem Peptid Dynorphin A (1–17)
(offene aufwärtsgerichtete
Dreiecke). Eine einfache intrathekale Injektion von Agmatin einen
Tag nach der Injektion von Dynorphin führt das Tierverhalten zu normalen
Werten (geschlossene Kreise: Salzlösung + Salzlösungsinjektion)
voll (abwärtsgerichtete
geschlossene Dreiecke: 0,3 nmol) oder teilweise (abwärtsgerichtete
offene Dreiecke: 1 nmol) zurück.
Eine einfache intrathekale Injektion von Agmatin alleine, einen
Tag nach der Injektion von Salzlösung,
hatte keinen Effekt (offene Kreise: Salzlösung + 0,3 nmol Agmatin) relativ
zu der Salzlösung
alleine. Injektion hoher (offene Quadrate: 60 nmol) oder geringer
(offene Diamanten: 0,01 nmol) Dosen von Agmatin sind ineffektiv
zur Rückführung Dynorphin-verursachter
Allodynie. Dieses Ergebnis schlägt
vor, dass Agmatin das normale Empfinden Versuchstieren, die neuropathischen
Schmerz erfahren, wieder zurückgibt,
falls es in einer passenden Dosis zu einer passenden Zeit nach dem
schmerzauslösenden
Ereignis oder Ereignissen verabreicht wird.
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AGMATIN DOSIS-ABHÄNGIGE HEMMUNG
VON L5 LIGATUR-VERURSACHTER ALLODYNIE.
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2. Übereinstimmend
mit den beobachteten Ergebnissen in 1, führt eine
einfache Spinal-Nachbehandlung mit Agmatin in einem anderen neuropathischen
Schmerzmodell zu sensitivierten nozizeptiven Reaktionen von allodynischen
Mäusen
zu normalen Werten zurück.
Der Graph stellt die Herbeiführung
in Mäusen
in einem ständigen
allodynischen Zustand nach L5-Spinalnerv-Ligatur dar (Ligiert +
Salzlösung:
offene aufrechte Dreiecke; ligiert (keine Injektion): geschlossene
aufrechte Dreiecke). Der Agmatinverabreichung (0,3, 1, 3, 10, 30,
60, 100 nmol, i. t.) folgend, nahm die Reaktion der affektierten
Hinterpfote der ligierten Tiere dosis-abhängig 2 Stunden nach Agmatin-Verabreichung (ED50:
36 nmol 3A, B) ab. Durch Nachoperation
am Tag 2, zeigten jene Versuchstiere, die Dosen von Agmatin (3,
10, 30, 60, 100 nmol) erhielten, die effektiv die Reaktionsfähigkeit
2 Stunden nach Medikamentenbehandlung verringerten, eine Rückkehr zu
allodynischen Reaktionswerten. Zum größten Teil, blieb die Reaktionsfähigkeit
in jenen Gruppen vergleichbar zu den allodynischen Vergleichsgruppen
(Ligiert + Salzlösung:
offene aufrechte Dreiecke; Ligiert (keine Injektion): geschlossene
aufrechte Dreiecke) durch den Rest der Testperiode (Tage 3–14). Mit
anderen Worten, 3 oder mehr nmol Agmatin erzeugten akute aber nicht
chronische Remission des hyperreaktiven Zustands. Ab Tag 2, zeigten
bestimmte Gruppen der Versuchstiere, die Dosen von Agmatin erhielten
(aufwärtsgerichtete
geschlossene Dreiecke: 0,3 nmol; abwärtsgerichtete offene Dreiecke:
1 nmol), die nicht signifikant die Reaktionsfähigkeit zwei Stunden nach Medikamentbehandlung
beeinflussten, eine Rückkehr
zu normalen Reaktionswerten ab Tag 3. Die Reaktionsfähigkeit
in jenen Gruppen blieb großteils
vergleichbar zu den normalen Vergleichsgruppen (einfache oder vorgetäuschte +
Salzlösung,
Daten nicht dargestellt) während
der Testperiode. Mit anderen Worten, 0,3 und 1 nmol Agmatin erzeugte
chronische aber nicht akute Remission des hyperreaktiven Zustands.
Einfache oder Schein-Vergleiche (Agmatin-behandelt oder Salzlösungs-behandelt)
zeigten keine wesentliche Zunahme in der Reaktionsfähigkeit
auf jeder Pfote während
der Testperiode (Tage 1–14,
Daten nicht dargestellt). Injektion hoher Dosen (offene Quadrate:
60 nmol; offener Diamant: 100 nmol) von Agmatin war weniger effektiv
als die mehr gemäßigten Dosen
im Umkehren von L5-Spinalnerv-Ligatur-hervorgerufener Allodynie.
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3A und 3B.
Hohe Dosen von Agmatin (10–100
nmol, i.t.) wirken der NMDA-Rezeptor-Aktivierung
entgegen. Figur A.
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3A ist
eine ausgedehnte Darstellung des Zeitpunktes 120 Minuten nach Agmatin
in 2; abwärtsgerichtete
Krümmungen
stellen Agmatin-verursachte, dosis-abhängige Hemmung von Allodynie
dar. Höhere
Dosen von Agmatin sind im Allgemeinen effektiver als geringere Dosen.
Figur B. Agmatin-verursachte Dosis-abhängige Hemmung der Allodynie,
die in Teil A dargestellt ist, erreicht eine Dosis-Hemmungskurve
(geschlossene Kreise, ED50-Wert: 36 nmol).
Diese Dosis-Hemmungskurve wird mit Agmatin-verursachter Hemmung
des Verhaltens, das durch eine konstante Dosis von intrathekal verabreichtem
NMDA (offene Kreise, ED50-Wert: 30 nmol)
hervorgerufen wird, verglichen. Diese Daten zeigen, dass die intrathekalen
Dosen von Agmatin (10–100
nmol, i.t.) die akut (aber nicht chronisch Mäuse von (1, 2)
befreien) Allodynie abschwächen,
die gleichen Dosen sind die NMDA-verursachtes Verhalten hemmen.
Wir interpretieren dieses Ergebnis, um zu zeigen, dass Agmatin-verursachter
Antagonismus von NMDA-Rezeptoren in Maus-Rückenmark
akute und gegenwärtige
Erleichterung von allodynischer Hyperreaktionsfähigkeit vermittelt. Im Gegensatz
dazu, zeigte die Dosis von Agmatin, die sich als effektiv in chronischer
Erleichterung von Allodynie in beiden neuropathischen Schmerzmodellen
(1, 2: 0,3 nmol) herausgestellt
hat, minimale akute Erleichterung von Allodynie und keine Hemmung
von NMDA-verursachten Verhaltens. Wir interpretieren diese Ergebnisse
derart, dass Agmatin nicht als NMDA-Antagonist wirken kann, um seinen
anti-allodynischen Effekt zu übertreffen und
stattdessen bei anderen, jetzt noch zu bestimmenden Bindungsseiten
wirkt, um diese therapeutische Wirkung zu übertreffen.
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Agmatin Modulation Nozizeption
in anderen Tests.
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Wir
haben beobachtet, dass spinal verabreichtes Agmatin (0,3–100 nmol,
i.t.) keine Antinozizeption (Analgetika) in Schwanzzucken, mechanischer
Nozizeption (vF-Stimulierung
in einfachen Mäusen)
oder den Substanz P-Test (Daten nicht gezeigt) erzeugt. Andere zeigten,
dass systematisch verabreichtes Agmatin keine Antinozizeption im
Schwanzzuck-Test erzeugt (Kolesnikov und Pasternak, 1996). Systematisch
verabreichtes Agmatin wurde auch für seinen potentiellen Effekt
auf spinal-nozizeptive Reflexe getestet, die durch mechanische oder
elektrische Stimuli verursacht wird. (Bradley KJ und Headley PM,
1997). Agmatin hat keine Reflexe bis sehr hohen Dosen (200 mg/kg
i.v.) im Bereich verursacht, wo es ungünstige kardiovaskuläre Störungen erzeugte.
Diese elektrophysiologischen Ergebnisse stimmen mit den vorherstehenden
Verhaltensergebnissen überein
und unterstützen
die allgemeine Beobachtung, dass Agmatin nicht in und aus ihm selbst
analgetisch ist. Ergebnisse aus diesem Labor (Fairbanks und Wilcox,
1997) unterscheiden weiter Agmatin von NMDA-Rezeptor-Antagonisten:
Co-Verabreichung von Agmatin mit Morphium i.t. scheitert bei verstärkter Morphium-Analgesia;
Bei NMDA-Antagonisten
wurde beobachtet, dass sie Morphium verstärken (Yamamoto T und Yaksh
TL, 1992).
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Schlussfolgerung:
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Der
Effekt von Agmatin, um die Sensitivität in allodynischen Mäusen zu
verringern, erscheint deshalb spezifisch zu der Indikation zu sein,
und diese Selektivität
unterscheidet Agmatin von gegenwärtig
verwendeten Analgetika. Bei Dosen, die größer als 10 nmol sind, ermöglicht es
Agmatin jedoch Kratz-Verhalten, das durch intrathekale Injektion
von NMDA verursacht wurde, zu hemmen. Dosen, die geringer als 1
nmol sind, hemmen dieses Verhalten nicht. Deshalb wirkt Agmatin
bei höheren
Dosen als ein Antagonist beim NMDA-Rezeptor. Diese Dosen sind ineffektiv
für Langzeitunterstützung von
Dynorphin oder L5-Ligatur
verursachter Allodynie. Geringere Dosen, die ineffektiv für Antagonisierung
des NMDA-verursachten Verhaltens sind, sind effektiv für die Umkehrung
der Allodynie, die durch L5-Ligatur oder intrathekale Verabreichung
von Dynorphin verursacht wurde.
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Insgesamt
zeigen diese Ergebnisse, dass Agmatin seinen anti-allodynischen
Effekt durch verschiedene (wie noch undefinierte) Mechanismen von
NMDA-Rezeptor-Antagonismus anwendet.