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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Linearitätskorrektur der Leistungsverstärker und
insbesondere der Leistungsverstärker,
die im Hochfrequenzbereich verwendet werden.
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Zur
Verstärkung
eines mit variabler Amplitude modulierten Signals ist es wichtig,
einen Linearverstärker
zu verwenden.
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Es
ist bekannt, einen Verstärker
mit Hilfe einer Rückkopplungsschleife, "feed back loop" in der englischen
Literatur, zu linearisieren, die die Amplitude des Eingangssignals
mit derjenigen des gedämpften
Ausgangssignals vergleicht, um ein Korrektursignal zu liefern; dieses
Signal wird zum Eingangssignal hinzugefügt, um die Linearitätsfehler
zu kompensieren. Diese Korrektur ist auf die im HF-Bereich verwendeten
Breitband-Leistungsverstärker
nicht anwendbar, da aufgrund der vielen reaktiven Elemente, die
sie enthalten, und der nicht vernachlässigbaren Leitungslängen bezüglich der
Wellenlänge
des zu verstärkenden
Signals der korrigierte Verstärker dann
schnell instabil wird.
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Es
ist bekannt, eine Linearitätskorrektur
mit Hilfe von zwei Gegenkopplungsschleifen durchzuführen, die
eine nach der Amplitude in Abhängigkeit
von der Hüllkurve
des Signals, und die andere nach der Phase, wobei diese Phasenschleife
den Gleichstrom nicht durchlässt,
um von der konstanten Phasenverschiebung unabhängig zu sein. Die Anwendung
ist komplex und somit sehr teuer, und die einzigen industriell gefertigten
Ausführungen
betreffen Schmalband-Verstärker.
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Es
ist bekannt, eine Korrektur des verstärkten Signals durchzuführen, indem
ihm in einem Ausgangs-Addierglied ein von einem Hilfsverstärker in Abhängigkeit
von der am verstärkten
Signal im Vergleich mit dem zu verstärkenden Signal festgestellten Verzerrung
erzeugtes Signal hinzugefügt
wird. Die industriellen Ausführungen
betreffen nur Verstärker
mit geringer Leistung und schmalem Band aufgrund eines sehr schlechten
Wirkungsgrads und von Problemen der Fehlanpassung am Ausgang des
Addierglieds.
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Es
ist auch bekannt, zu versuchen, die Linearitätsfehler eines Verstärkers zu
korrigieren, indem eine Vorverzerrung mittels vorerstellter Einstellungstabellen
durchgeführt
wird, die entweder von dem demodulierten Ausgangssignal, um eine
Vorverzerrung des Modulationssignals durchzuführen, oder von dem modulierten
Eingangssignal angesteuert werden, um eine Störmodulation des modulierten Eingangssignals
durchzuführen;
im ersten Fall ist die Qualität
des Ergebnisses mit der Qualität
der Demodulationskette verknüpft,
und letztere ist beim derzeitigen Stand der Technik unzureichend,
um die von den im Hochfrequenzbereich verwendeten Leistungsverstärkern geforderten
Leistungen zu erreichen; im zweiten Fall ist die Korrektur nicht
adaptiv, die Anwendung ist komplex und teuer.
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Aus
der
EP 0 731 556 ist
es ebenfalls bekannt, eine adaptive Vorverzerrung des modulierten Signals
mit Hilfe von Tabellen durchzuführen,
die in Abhängigkeit
vom modulierenden Signal angesteuert und ausgehend von einem Vergleich
zwischen den Modulationssignalen vor der Vorverzerrung und nach der
Verstärkung
wieder aktualisiert werden.
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Es
ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, die Nachteile der oben
erwähnten
Korrekturorgane zu vermeiden oder zumindest zu verringern.
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Dies
wird erreicht, indem eine adaptive Vorverzerrung des modulierten
Signals mit Hilfe von Tabellen durchgeführt wird, die in Abhängigkeit
vom modulierenden Signal angesteuert und ausgehend von einem Vergleich
zwischen den Modulationssignalen vor der Vorverzerrung und nach
der Verstärkung
wieder aktualisiert werden, die vor dem Vergleich in das Basisband
umgesetzt werden.
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Erfindungsgemäß wird ein
Verfahren zur Linearitätskorrektur
für einen
Leistungsverstärker
vorgeschlagen, bei dem eine Vorverzerrung eines zu verstärkenden
modulierten Signals aufgrund von gespeicherten Koeffizienten durchgeführt wird,
wobei dieses Verfahren darin besteht, die Lieferung der Koeffizienten
in Abhängigkeit
von der Modulation des zu verstärkenden
Signals zu steuern, das zu verstärkende
und das verstärkte
Signal in das Basisband umzusetzen und ggf. die gespeicherten Koeffizienten
in Abhängigkeit
von einem Vergleich zwischen den beiden aus der Umsetzung stammenden
Signalen zu verändern,
dadurch gekennzeichnet, dass das zu verstärkende Signal und die in das
Basisband umgesetzten Signale je in zwei orthogonale Komponenten I
und Q aufgeteilt sind, dass die Vorverzerrung getrennt an jeder
der orthogonalen Komponenten I und Q des zu verstärkenden
Signals ausgehend von den Verhältnissen
einerseits der Komponenten I der umgesetzten Signale, die von dem
zu verstärkenden
Signal und von dem verstärkten
Signal kommen, und andererseits der Komponenten Q dieser gleichen umgesetzten
Signale durchgeführt
wird, und dass die beiden nach der Vorverzerrung erhaltenen Komponenten
kombiniert werden, um das Eingangssignal des Verstärkers zu
bilden.
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Erfindungsgemäß wird ein
Linearitätskorrekturorgan
für einen
Leistungsverstärker
mit einer Modulationsschaltung, die ein zu verstärkendes moduliertes Signal
empfangen und es vor der Verstärkung durch
den Leistungsverstärker
vorverzerren soll, und mit einer Speicherschaltung vorgeschlagen,
um die durch die Modulationsschaltung durchgeführte Modulation zu steuern,
dadurch gekennzeichnet, dass es eine Erfassungsschaltung, die in
Abhängigkeit von
der Modulation des zu verstärkenden
Signals eine Adresse der Speicherschaltung liefert, einen ersten
und einen zweiten Umsetzer in das Basisband, die das zu verstärkende bzw.
das verstärkte
Signal empfangen, und einen Prozessor aufweist, der die Adresse
empfängt
und die von den Umsetzern gelieferten Signale vergleicht, um ggf.
am Inhalt der Speicherschaltung durchzuführende Veränderungen zu berechnen.
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Anhand
der nachfolgenden Beschreibung und der sich darauf beziehenden beiliegenden
Figuren wird die vorliegende Erfindung besser verstanden werden
und es gehen weitere Merkmale aus ihr hervor. Es zeigen:
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1 ein
vereinfachtes Blockschaltbild eines Linearitätskorrekturorgans, das einem
Leistungsverstärker
zugeordnet ist,
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2 ein
Blockschaltbild, das dem der 1 entspricht,
aber detaillierter ist,
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3 eine
Ausführungsvariante
für einen Teil
des Blockschaltbilds der 2.
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In
den verschiedenen Blockschaltbildern wurden die Vorrichtungen zur
präzisen
Synchronisation, die zur üblichen
Technik gehören,
nicht dargestellt, um die Zeichnungen klarer zu gestalten und die Beschreibung
zu vereinfachen.
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1 zeigt
einen HF-Leistungsverstärker
A, der mit einem Linearitätskorrekturorgan 1 bis 7 ausgestattet
ist. Die Schaltung gemäß 1 ist
dazu bestimmt, ein analoges Eingangssignal E linear zu verstärken, das
aus einer von einem Informationssignal modulierten HF-Trägerwelle
besteht; die Schaltung liefert ein in der Figur mit S bezeichnetes
Ausgangssignal.
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Das
Signal E wird an den Eingang für
das Trägersignal
einer Modulationsschaltung 1, an den Eingang einer Erfassungsschaltung 2 und
an den Eingang eines Frequenzumsetzers 4 angelegt.
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Eine
Speicherschaltung 3, deren Inhalt vom Ausgangssignal der
Erfassungsschaltung 2 angesteuert wird, liefert an die
Schaltung 1 auf zwei Kanälen in Quadratur I, Q eine
Modulation für
das Signal E.
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Das
Ausgangssignal S wird über
ein Dämpfungsglied 6 an
den Eingang eines Frequenzumsetzers 7 angelegt.
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Die
Quadratur-Ausgänge
I und Q der Frequenzumsetzer 4 und 7 sind mit
einem Prozessor 5 verbunden, der den Inhalt der Speicherschaltung 3 steuert.
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Das
Blockschaltbild gemäß 1 weist
zwei ineinander verschachtelte Bereiche auf, die gleichzeitig funktionieren
können:
- – einen
ersten Bereich mit der Modulationsschaltung 1, die eine
Modulation des modulierten HF-Signals E durchführt, nachdem sie es in zwei Quadraturkanäle zerlegt
hat. Die Modulation erfolgt getrennt in jedem der Quadraturkanäle mit Hilfe
von zwei von der Speicherschaltung 3 gelieferten Koeffizienten.
Die Speicherschaltung wird von dem Wert des Moduls des Signals E
angesteuert, wie er von der Erfassungsschaltung 2 geliefert
wird. Diese Speicherschaltung bildet also eine eindimensionale Tabelle,
aber es ist auch möglich,
eine zweidimensionale Tabelle zu verwenden, deren Inhalt nicht mehr
von dem Modul des Signals E, sondern von den beiden Komponenten
I und Q des Vektors angesteuert wird, der für die Modulation des Signals
E repräsentativ
ist. Der erste Bereich arbeitet permanent, sobald ein Signal E zu
verstärken
ist;
- – einen
zweiten Bereich mit den beiden Umsetzern 4 und 7,
die das Signal E bzw. das Signal S in das Basisband umsetzen, letzteres
nach Dämpfung
im Dämpfungsglied 6.
Diese Umsetzer sind strikt identisch, und sie liefern je das Ergebnis
ihrer Umsetzung in Form von zwei digitalen Quadratursignalen I und
Q. Der zweite Bereich enthält
den Prozessor 5, der die vom Umsetzer 4 gelieferten
Signale I und Q mit den vom Umsetzer 7 gelieferten Signalen
I und Q vergleicht, um unter Berücksichtigung
der Übertragungsfunktion
der Modulationsschaltung 1 den Wert der in der Speicherschaltung 3 enthaltenen
Koeffizienten zu bestimmen.
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Die
durch Modulation mit Hilfe der von der Speicherschaltung 3 gelieferten
Koeffizienten durchgeführte
Linearitätskorrektur
wäre ab
der Inbetriebnahme des Aufbaus einwandfrei, wenn die Übertragungsfunktion
der Modulationsschaltung 1 völlig bekannt wäre, was
nicht der Fall ist, aber die Tatsache, dass die beiden Bereiche
gleichzeitig arbeiten können,
ermöglicht
es, mehrere Iterationen durchzuführen.
So kann ein ausgezeichnetes Ergebnis erhalten werden, ohne strikte
Toleranzen bei den Komponenten der Modulationsschaltung zu benötigen; mit
einer globalen Toleranz von 10%, die leicht zu erhalten ist, erbringt
bereits die dritte Iteration eine Präzision von (0,1)3 =
10–3 bei
der Linearitätskorrektur,
was völlig ausreicht.
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Es
scheint, dass bei den Leistungsverstärkern die Amplituden- und Phasenverzerrung
hauptsächlich
von der Amplitude des Signals an ihrem Eingang abhängt. Dies
war bei allen Verstärkern
der Fall, die bei der Realisierung von Blockschaltbildern gemäß 1 untersucht
und linearitätskorrigiert
wurden; dies hat es ermöglicht,
in der Speicherschaltung 3 einen Speicher 30 mit
nur einem Ansteuereingang zu verwenden, wobei diese Ansteuerung
in Abhängigkeit
von der Amplitude des Signals E erfolgt.
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2 ist
eine detailliertere Ansicht des Blockschaltbilds gemäß 1.
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Ein
differentieller 90°-Phasenschieber 20 empfängt das
Signal E und liefert an seinen beiden Ausgängen leistungsgleiche, aber
in Phasenquadratur befindliche Signale I und Q; diese Signale werden je
an einen ersten Eingang von zwei analogen Multiplizierern 11, 12 angelegt,
und die Ausgänge
der Multiplizierer sind je mit einem Eingang eines linearen Addierglieds 13 vom
Typ Zwei-Kanal-Schalter verbunden, dessen Ausgang mit dem Eingang
eines Verstärkers
A verbunden ist. Die Schaltungen 10 bis 13 entsprechen
der Modulationsschaltung 1 der 1, während der
Verstärker
A den Leistungsverstärker
bildet, der in 1 das gleiche Bezugszeichen
hat. In der Ausführungsform,
die als Beispiel für die
vorliegende Erfindung dient, sind die Multiplizierer 11, 12 Multiplizierer
vom Typ AD 834 von ANALOG DEVICES.
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Ein
Analog/Digital-Wandler 20 empfängt das Signal E. Der Ausgang
dieses Wandlers vom Typ AD 9042 von ANALOG DEVICES ist mit dem Eingang
einer Schaltung zum Übergang
auf den Absolutwert 21 verbunden; die Schaltung 21 führt eine
Exklusiv-ODER-Funktion durch. Da der Wandler ein Ausgangsformat
der Daten vom Typ "Komplement
zu 2" hat, genügt es, eine
Exklusiv-ODER-Funktion
zwischen dem Vorzeichenbit und den anderen Bits auszuführen, um
den Absolutwert zu erhalten. Ein in verdrahteter digitaler Form
hergestelltes Tiefpassfilter 22, das auch nach dem Erkennungssymbol
seiner englischen Bezeichnung FIR, für "finite impulse response", genannt wird, empfängt das
Ausgangssignal der Schaltung 21; dieses Filter vom Typ
HSP 43168 von HARRIS liefert an seinem Ausgang ein gefiltertes digitales
Signal, das für
den Wert der Amplitude im Zeitpunkt t der Hüllkurve des Signals E repräsentativ
ist; dieses digitale Signal wird an einen Eingang eines Prozessors 5,
und über
eine vom Prozessor 5 gesteuerte Verzweigungsschaltung 23 an den
Ansteuereingang eines digitalen Speichers 30 angelegt,
der zwei getrennte Felder an jeder seiner Adressen aufweist. Die
Schaltungen 20 bis 23 entsprechen der Erfassungsschaltung 2 der 1,
während
der Prozessor 5 der Prozessor ist, der in 1 das
gleiche Bezugszeichen trägt.
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Das
Eingangssignal wird durch Addition der Ausgangssignale des Phasenschiebers
in einem Verstärker 40 vom
Typ MAX 4108 von MAXIM wiederherstellt. Diese Lösung wird verwendet, um außerhalb
der Schleife den absoluten Phasenfehler in Abhängigkeit von der Frequenz des
Phasenschiebers 10 zu lassen und nur seine Differentialverschiebung
beizubehalten, die konstant bleibt.
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Der
Eingang eines Analog/Digital-Wandlers 41 vom Typ AD 9042
von ANALOG DEVICES ist mit dem Ausgang des Addierglieds 40,
und sein Ausgang ist mit dem Eingang eines Frequenzwandlers 42 vom
Typ HSP 50016 von HARRIS verbunden; dieser Wandler 42 ist
ein Wandler in das Basisband I und Q, dessen beide Ausgangskanäle mit dem
Prozessor 5 verbunden sind.
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Ein
Teil des Ausgangssignals S des Verstärkers A wird über ein
Dämpfungsglied 6,
das aus einer Sonde besteht, an den Eingang eines Analog/Digital-Wandlers 70 angelegt,
dessen Ausgang mit dem Eingang eines Frequenzwandlers 71 verbunden
ist. Die Schaltungen 70, 71 sind identisch mit
den Schaltungen 41, 42, und die beiden Ausgangskanäle des Wandlers 71 sind
mit dem Prozessor 5 verbunden.
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Der
Speicher 30, dessen Inhalt vom Prozessor 5 geliefert
wird und dessen Ansteuerung durch die Schaltung 23 erfolgt,
liefert auf zwei Kanälen
I und Q Korrekturkoeffizienten, um eine Vorverzerrung des zu verstärkenden
Signals durchzuführen.
Diese Kanäle
sind mit den Eingängen
von zwei Digital/Analog-Wandlern 31, 32 vom Typ
AD 7945 von ANALOG DEVICES verbunden. Die Ausgänge der Wandler 31, 32 sind
mit den Eingängen
von zwei analogen Tiefpassfiltern 33, 34, und
die Ausgänge
dieser Filter sind mit den zweiten Eingängen der Multiplizierer 11, 12 verbunden.
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Die
beiden Analog/Digital-Wandler 41, 70 und die beiden
Frequenzwandler 42, 71 arbeiten mit dem gleichen
Synchronismus, und außerdem
haben die beiden Frequenzwandler genau die gleiche Konfiguration.
Die Durchgangszeiten der Signale in den Schaltungen 41, 42 und
in den Schaltungen 70, 71 sind also gleich. Außerdem ist
anzumerken, dass die Frequenzwandler die Phaseninformation beibehalten,
d.h., dass eine Phasendrehung um n Grad am Eingang n Grad am Ausgang
beträgt,
unabhängig von
der Frequenz, und dass sie die Amplitudeninformation beibehalten.
So sind die Ausgänge
der Wandler genaue Wiedergaben ihrer Eingänge.
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Die
Bestimmung der in den Speicher 30 einzugebenden Korrekturkoeffizienten
kann auf verschiedene Weisen erfolgen; nachfolgend wird gezeigt,
wie sie in dem Ausführungsbeispiel
durchgeführt
wird, das für
die vorliegende Beschreibung verwendet wurde.
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Die
Daten, über
die der Prozessor 5 verfügt, liegen in Form von digitalen
Werten vor, die ausgehend von Tastproben erhalten werden, die in
den Analog/Digital-Wandlern 20, 41, 70 ermittelt
wurden; es handelt sich um die Amplitude des Eingangssignals, um
die Eingangs-I und Q und um die Ausgangs-I und Q.
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Zu
Beginn sind die in den Speicher 30 eingegebenen Koeffizienten überall unitäre Koeffizienten; der
an den zweiten Eingang der Multiplizierer 11 und 12 angelegte
Multiplikationsfaktor ist dann 1, und das Eingangssignal erfährt keine
Korrektur.
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Die
Erfassung wird durchgeführt,
um zwei vollständige
Abtastungen der Amplitudenskala zu enthalten, die eine steigend
und die andere fallend; dies wird durch Modulation des Eingangssignals
mit einem symmetrischen Sägezahnsignal
erhalten. Fünf
gleichzeitige Erfassungen werden so durchgeführt: an den Signalen I und
Q der Wandler 42 und 71 und am Amplitudensignal,
das vom Filter 22 geliefert wird. Anschließend wird
eine Normalisierung der Spitzenamplitude und der mittleren Phase
der Ausgangssignale mit den Eingangssignalen durchgeführt; diese
Normalisierung wird weiter unten genauer erläutert.
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Die
Tastproben, deren Absolutwert unter einem gegebenen Schwellwert
liegt, werden eliminiert, um eine Ungenauigkeit der Berechnungen
zu vermeiden. Um die durchzuführenden
Berechnungen zu vereinfachen und zu reduzieren, werden nur die Tastprobenpaare
I, Q mit gleichem Vorzeichen berücksichtigt.
Immer noch mit dem Ziel einer guten Genauigkeit werden außerdem nur
die Tastprobenpaare I, Q berücksichtigt,
deren Verhältnis
zwischen 0,5 und 2 liegt.
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Für alle berücksichtigten
Tastproben Ie, Qe, die vom Wandler 42 geliefert werden,
und für
alle entsprechenden Tastproben Is, Qs, die vom Wandler 71 geliefert
werden, werden die Verhältnispaare
Ie/Is und Qe/Qs berechnet und an der gleichen Adresse, aber in unterschiedlichen
Feldern einer provisorischen Tabelle des internen Speichers des
Prozessors 5 gespeichert; die Speicheradresse wird von
der Amplitudentastprobe, d.h. vom Ausgangssignal des Filters 22 geliefert;
die Adresse enthält
zwei unterschiedliche Felder, eines für Ie/Is, das andere für Qe/Qs.
Da einerseits die Anzahl von Tastproben sehr viel größer ist
als die Anzahl von Adressen, und da andererseits manche Tastproben
eliminiert werden, kann jede Adresse eine Anzahl von Berechnungen zwischen
Null und "Anzahl
von Tastproben/Anzahl von Adressen" erben.
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Am
Ende des Erfassungsvorgangs enthält die
provisorische Tabelle unter manchen Adressen die Summe von eins
bis "Anzahl von
Tastproben/Anzahl von Adressen" Paaren
von Verhältnissen
Ie/Is und Qe/Qs; daraus wird der Mittelwert berechnet. Andere Adressen
enthalten gar keinen Wert; durch lineare Interpolationen berechnete
Werte werden in sie eingegeben. An den beiden Enden der Tabelle
werden die dort einzugebenden Werte durch Extrapolation berechnet.
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Vor
der Durchführung
der Berechnungen, die dazu bestimmt sind, alle Felder der provisorischen Tabelle
zu füllen,
wird eine Normalisierung nach Amplitude und mittlerer Phase der
Signale Ie, Qe und Is, Qs durchgeführt.
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Die
Amplitudennormalisierung besteht einfach darin, die maximalen Absolutwerte
zu berechnen, d.h. die Quadratwurzel von I2 +
Q2 für
die Ie, Qe und die Is, Qs, daraus das Verhältnis zu bilden, und alle Is,
Qs mit diesem Verhältnis
zu multiplizieren.
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Um
die Anwendung zu vereinfachen, und insbesondere Anschlussfehler
und eine Verringerung der Dynamik zu vermeiden, wird die Modulationsschaltung 1 nur
in einem einzigen Quadranten verwendet. Da der dynamische Phasenfehler
des Verstärkers
A kaum ± 15° übersteigt,
ist ein einziger Quadrant völlig
ausreichend, da er es theoretisch ermöglicht, ± 45° auszugleichen. Dagegen muss
das Ausgangssignal in der mittleren Phase mit dem Eingangssignal
kompensiert werden. Die im beschriebenen Beispiel verwendete Lösung ist
es, die das Vorzeichen wechselnden Tastproben in den Signale Ie und
Is zu nummerieren, ihren mittleren Abstand nach der Anzahl von Takten
zu bestimmen, und dann alle Signale Is, Qs um den Wert dieses Abstands
zu verschieben, um sie mit den Ie, Qe zusammenfallen zu lassen.
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Die
durch Normalisierung und Berechnung erhaltenen und in einer provisorischen
Tabelle im internen Speicher des Prozessors 5 gespeicherten Korrekturkoeffizienten
werden mit der Transferfunktion der Modulationsschaltung 1 multipliziert.
Die erhaltenen Ergebnisse werden in den Speicher 30 übertragen,
wo ein Glättungsvorgang
durch Berechnung eines gleitenden Mittelwerts in einem Fenster mit
einstellbarer Breite vorgesehen werden kann; dieser übliche Vorgang
stellt eine Tiefpassfilterung der ersten Ordnung her, die die Eigenschaft
hat, eine Grenzfrequenz proportional zur Frequenz des Adressiersignals,
also der Hüllkurve,
zu haben.
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Der
Vorgang der Berechnung der Korrekturkoeffizienten kann anschließend wieder
aufgenommen werden, aber jetzt nicht mehr ausgehend von unitären Koeffizienten
im Speicher 30, sondern von Koeffizienten, die bereits
in diesem Speicher enthalten sind, und die neuen Koeffizienten werden
durch Multiplikation der alten mit den entsprechenden Werten in
der provisorischen Tabelle erhalten.
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Da
die Veränderung
der Verstärkung
der Verstärkungskette
eine zeitlich sehr langsame Funktion ist, erfordert sie keine großen Ressourcen
des Prozessors 5, um bei Normalbetrieb eine "Auffrischung" der Korrekturkoeffizienten
mit Hilfe des verstärkten Signals
durchzuführen,
d.h. mit Hilfe eines beliebigen und nicht eines spezifischen Signals,
wie es für
die Erfassung ausgewählt
wird, von der oben die Rede war.
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Im
beschriebenen Beispiel erfolgt die Auffrischung folgendermaßen:
- – Eine
Erfassung wird im Normalbetrieb durchgeführt, also mit Hilfe eines beliebigen
Signals,
- – es
wird eine schnelle Fouriertransformierte der Hüllkurve über eine Anzahl von Punkten
berechnet, die ausreicht, um eine gute Auflösung zu erzielen, d.h. mit
etwa 4 000 Punkten. Wenn die schnelle Fouriertransformierte eine
amplitudenmäßig deutlich
abgesetzte Hauptlinie mit relativ niedriger Frequenz (< 20Hz) aufweist,
wird die Gruppe von Tastproben für
einen Eingang/Ausgang-Vergleich
als gültig
erklärt,
- – es
wird eine Koeffizientenberechnung nach der Normalisierung mit den
im Speicher befindlichen Werten durchgeführt,
- – wenn
die Anzahl von berechneten Punkten eine gewisse Dichte überschreitet,
werden die Korrekturtabellen aktualisiert.
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Es
ist aber anzumerken, dass dieses Vorgehen nicht auf ein Signal E
anwendbar ist, das eine digitale Modulation mit kontinuierlichem
Spektrum aufweist. In diesem Fall kann die Auffrischung nur erfolgen,
indem ein spezielles Ablaufmuster, in der englischen Literatur "pattern", hinzugefügt wird,
das die erforderlichen spektralen Bedingungen erzeugt, die notwendig
sind, um sowohl die Bitsynchronisation als auch die Korrekturberechnung
durchzuführen.
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Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf das beschriebene Beispiel beschränkt. So
kann die Bestimmung des Absolutwerts des Eingangssignals E, die
von den Schaltungen 20, 21, 22 gemäß 2 durchgeführt wird,
von einem analogen Detektor gefolgt von einem Tiefpassfilter und
einem Analog/Digital-Wandler
durchgeführt
werden.
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Die
Bestimmung des Eingangs-Absolutwerts kann sogar durch Berechnung
der Quadratwurzel von I2 + Q2 durchgeführt werden,
wobei I und Q die Signale der beiden Ausgangskanäle des Wandlers 42 sind;
in diesem Fall sind die Schaltungen 20 bis 23 nicht
mehr vorhanden, aber es wird eine schnelle Verarbeitung durch das
Rechenorgan und eine geringe Verzögerung im Wandler 42 benötigt.
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Die
von den Wandlern 42 und 70 durchgeführten Frequenzumwandlungen
können
ihrerseits auch durch Berechnung erhalten werden, indem ein Speicher
für das
Rechenprogramm und die Speicherung der Daten verwendet wird.
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Für Frequenzen
im höheren
HF-Bereich und unter Berücksichtigung
der Leistungen der derzeit verfügbaren
Komponenten ist es notwendig, die Arbeitsfrequenzen durch Mischen
vor den beiden Frequenzumwandlungen zu reduzieren. 3 zeigt
eine Möglichkeit,
die Umsetzung unter diesen Bedingungen durchzuführen. Im Schaltbild der 2 müssen die
Schaltungen der 3 zwischen die Schaltungen 40, 41 einerseits
und 6, 70 andererseits eingefügt werden.
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Der
Ausgang des Addierglieds 40 wird ggf. durch ein Filter 43 an
den HF-Eingang einer Mischstufe 44 gekoppelt, deren ZF-Ausgang über ein
Tiefpassfilter 45 mit dem Eingang des Analog/Digital-Wandlers 41 gekoppelt
wird. In gleicher Weise und mit identischen Bauteilen wird der Ausgang
des Dämpfungsglieds 6 ggf. über ein
Filter 72 mit dem HF-Eingang einer Mischstufe 73 gekoppelt,
deren ZF-Ausgang über
ein Tiefpassfilter 74 mit dem Eingang des Analog/Digital-Wandler 70 gekoppelt
wird. Für
alle Fälle
wird daran erinnert, dass die Abkürzungen HF, ZF und LO, die
in dieser Druckschrift verwendet werden, Hochfrequenz bzw. Zwischenfrequenz bzw.
lokaler Oszillator bedeuten.
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Ein
Oszillator mit fester Frequenz 80, der mit der gleichen
Taktfrequenz gesteuert wird wie der ganze Rest der Schaltung, liefert
ein Signal, das über einen
Leistungsteiler 81 an die Eingänge LO der Mischstufen 44 und 73 angelegt
wird.
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Die
Notwendigkeit, die Filter 43, 72 einzusetzen,
hängt vom
Verhältnis
zwischen einerseits dem am Eingang des Abtasters des Analog/Digital-Wandlers
abgedeckten Frequenzbands und andererseits dem vom zu linearisierenden
Verstärker
abgedeckten Frequenzband ab; dies wird Aliasing-Filterung genannt.