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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Trennverfahren, welches beim
Reinigen biologischer Moleküle
eines Nahrungsmittelverarbeitungsstromes verwendbar ist.
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STAND DER TECHNIK
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Die
Nahrungsmittelindustrie, insbesondere die Milch und Zucker veredelnde
Industrie, erzeugt beträchtliche
Mengen wäßriger Nebenproduktlösungen und
-extrakte (Verfahrensströme),
welche ein ernsthaftes Abfallentsorgungsproblem darstellen können, welche
aber auch eine reiche Quelle an Nährstoffen wie beispielsweise
Zuckern, Proteinen, Peptiden, Mineralien, Vitaminen etc. darstellen.
Indem die wertvollen Nährstoffe
vor der Entsorgung aus den wäßrigen Verfahrensströmen extrahiert
werden, kann die Umweltbelastung derartiger Abfälle vermindert werden.
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Verfahren
zum Extrahieren von Zuckern aus wäßrigen Nahrungsmittelverarbeitungsströmen oder -extrakten,
basierend auf chromatographischen Trennverfahren, wurden für Rohrzuckermelassen, Gesamtmolke
(whole whey), Milch und Laktosemolassen etc. beschrieben. Die Verfahren,
die von chromatographischen Verfahren Gebrauch machen, insbesondere
von der Ionenausschlußchromatographie, haben
den Nachteil, daß sie
nicht in der Lage sind, in der Gegenwart von zweiwertigen Kationen
die Spitzen (peaks) von ionischen Materialien klar von nicht-ionischen
Materialien zu trennen. Das Verfahren umfaßt, zumindest zum Teil, ein
Unterwerfen des Verfahrenstroms einem Ionenausschlußchromatographieschnitt
unter Verwendung einer Chromatographiesäule mit einem starken Kationenharz
in der einwertigen Metallform. Wenn die in dem Verfahrensstrom enthaltenen
Magnesium- und/oder Kalziumionen mit den einwertigen Metallionen
auf dem Kationenharz austauschen, wird die Trennfähigkeit
des Kationenharzes stufenweise vermindert. Dieses bedingt eine periodische
Unterbrechung des Reinigungsverfahrens, um das Kationenaustauscherharz zu
regenerieren, was wiederum einen Verbrauch von Regenerationsmitteln
mit sich bringt, was zu der Erzeugung von weiterem, zu entsorgendem
Abfallmaterial und der Verminderung der Produktivität des Verfahrens
führt.
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Ein
Verfahren, welches für
die Verarbeitung von Molassen aus einer Zuckerfabrik entwickelt
wurde, umfaßt
eine mit Natrium- und/oder Kaliumionen beladene Ionentauscher-Vorsäule, welche
zum Entfernen von Kalzium- und/oder Magnesiumsalzen aus den Molassen
entwickelt wurde, bevor diese einer weiteren chromatographischen
Trennung zum Reinigen des gewünschten
Zukkers unterworfen werden. Bei diesem Verfahren wird die Vorsäule, welche
nach einer Zeit mit Kalzium- und Magnesiumionen gesättigt ist
und somit ihre Wirksamkeit verliert, mit einwertigen Metallionen „neu beladen" oder regeneriert,
indem die Vorsäule
mit der Fraktion einwertiger Ionen, welche von der Chromographiesäule erhalten
wurde, regeneriert wurde.
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Jedoch
können
die Reinigungsverfahren, welche auf einen bestimmten Verfahrensstrom
anwendbar sind, nicht einfach für
die Verwendung bei Verfahrensströmen
angepaßt
werden, die ihren Ursprung in einer anderen Industrie haben. Somit
kann ein Verfahren, welches für
die Reinigung von Zuckern aus beispielsweise Molassen einer Zuckerfabrik
entwickelt wurde, nicht zum Reinigen von Zuckern aus beispielsweise
Milchverarbeitungsströmen
angepaßt werden,
und zwar aufgrund der Unterschiede in der Natur und dem Gehalt der
in den Verfahrensströmen enthaltenen
anderen organischen und anorganischen Moleküle. Beispielsweise wurde gefunden, daß die Fraktion
einwertiger Ionen, die bei der chromatographischen Trennung von
Verfahrensströmen mit
einem hohen Gehalt an Phosphat erhalten wird, mit Kalzium in der
Vorsäule
reagiert und ausfällt
und somit die Säule
blockiert und ihre Effizienz vermindert, wenn diese Fraktion zum
Regenerieren der Vorsäule
verwendet wird. AU-B-64676/94 beschreibt ein Verfahren zum Enthärten von
zuckerhaltigen wäßrigen Lösungen.
WO-A-95/30482 beschreibt ein Verfahren für die Demineralisation einer
Flüssigkeit,
welche gelöste
organische Substanzen und Salze enthält.
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Daher
besteht ein Bedarf an einem chromatographischen Verfahren zum Isolieren
von wertvollen Nährstoffen
und Mineralien, welches allgemein auf Nahrungsmittelverarbeitungströme anwendbar ist
und welches nicht die oben genannten Nachteile aufweist.
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Daher
ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einige der Nachteile
des oben beschriebenen Standes der Technik zu überwinden oder zumindest zu
verbessern oder eine verwendbare Alternative zur Verfügung zu
stellen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Gemäß einem
ersten Aspekt wird ein Trennverfahren bereitgestellt, umfassend
die Schritte, daß:
- (a) eine einen Nährstoff und bivalente Ionen
enthaltende wäßrige Lösung mit
einem monovalente Ionen enthaltenden Ionenaustauscherharz in Kontakt
gebracht wird, bis die Konzentration von bivalenten Ionen in der
wäßrigen Lösung im
Vergleich zu der Anfangskonzentration der bivalenten Ionen in der
wäßrigen Lösung abgereichert
worden ist, und das Eluat gesammelt wird;
- (b) das Eluat aus dem Schritt (a) einer Nanofiltration unterzogen
wird, die in der Lage ist, monovalente Ionen abzutrennen, so daß eine Permeatfraktion
mit monovalenten Ionen und eine Retentatfraktion mit dem Nährstoff
gewonnen wird;
- (c) die Retentatfraktion aus dem Schritt (b) durch einen Ionenausschlußschritt
auf einem Ionenausschlußharz
in Fraktionen aufgetrennt wird, wobei wenigstens eine der Fraktionen
den Hauptanteil des Nährstoffs
enthält;
- (d) der Ionenaustauschharz im Schritt (a) regeneriert wird,
indem der Ionenaustauschharz mit einer die Permeatfraktion aus dem
Schritt (b) enthaltenden Lösung
in Kontakt gebracht wird, bis ein Hauptanteil von bivalenten Ionen
in dem Ionenaustauschharz durch monovalente Ionen ersetzt worden
ist.
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Die
divalenten Ionen können
primär
Kalzium- und oder Magnesium und die monovalenten Ionen können primär Natrium
und/oder Kalium sein.
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Es
ist ersichtlich, daß mehr
als eine Fraktion im Schritt (c) des Verfahrens interessierende
Nährstoffe
enthalten kann, welche durch das Verfahren isoliert und gereinigt
werden können.
Ferner ist eine der Fraktionen im Schritt (c) vorzugs weise ionisch und
kann ionische Nährstoffe
wie beispielsweise Mineralien enthalten, wohingegen die andere vorzugsweise
nicht ionisch ist und nicht-ionische Nährstoffe wie beispielsweise
Zucker enthalten kann.
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Es
ist ersichtlich, daß bei
anderen Ausführungsbeispielen
der Erfindung eine Nanofiltration der wäßrigen Lösung vor Schritt (a) durchgeführt werden kann
und das Nanofiltrationspermeat anschließend verwendet werden kann,
um das im Schritt (a) verwendete Ionenaustauschharz zu regenerieren.
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Wahlweise
kann eine Anzahl zusätzlicher Trenn-
und Reinigungsschritte bei dem Verfahren verwendet werden, wie es
beispielsweise in den 1 bis 4 dargestellt
ist.
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Die
mit dem Verfahren bis zu einem sehr hohen Reinheitsgrad extrahierbaren
Nährstoffe
sind Kohlenhydrate (einschließlich
Zuckern), Vitamine, Peptide, Proteine, Mineralien und ähnliches.
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Bevorzugte,
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendbare Zuführungsströme sind Milchverarbeitungsströme, welche
Laktose und Mineralien wie beispielsweise Süßkäsemolkepermeat, Sauermolkepermeat,
Milchpermeat und Mutterlauge von einem Laktosekristallisationsprozeß enthalten.
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Andere
Zucker und Mineralien enthaltende Zuführungsströme, welche ebenfalls verwendet
werden können,
sind Zuckerrüben- und Rohrzuckerextrakte,
Rüben-
und Zuckerrohrmolassen, hydrolisierte Stärke und ähnliches. Ferner können verschiedene
Extrakte von Pflanzen einschließlich
Frucht- und Gemüsesäfte, Extrakte
von Tierprodukten oder Extrakte mikrobiologischen Ursprungs einschließlich Fermentationsprodukte
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet werden.
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Geringfügige Variationen
und Anpassungen des Verfahrens, welche für die Reinigung eines gewünschten
Nährstoffes
aus verschiedenen Nahrungsmittelverarbeitungsströmen notwendig sein können, wären dem
Fachmann anhand der in der vorliegenden Beschreibung zur Verfügung gestellten Lehre
offensichtlich.
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Sofern
der Kontext nichts anderes erfordert, sind die Worte „aufweisen" und ähnliche
in der Beschreibung und den folgenden Ansprüchen in einem einschließenden Sinngehalt
verwendet, d.h. als „einschließlich aber
nicht begrenzt auf".
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KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
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Verschiedene
Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nun genauer lediglich beispielhaft unter Bezugnahme
auf die begleitenden Figuren beschrieben, wobei:
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1 ein
Reinigungsschema für
Molke zeigt, welches einen Ionenaustauscher-, einen Nanofiltrations-
und dann den Ionenchromatographieschritt verwendet.
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2 zeigt
ein Reinigungsschema, welches einen Niederschlags-, einen Ionenaustauscher-
und anschließend
einen Nanofiltrationsaustauscherschritt vor dem Ionenchromatographieschritt
verwendet.
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3 zeigt
ein Reinigungsschema, welches einen Nanofiltrations-, einen Niederschlags-
und anschließend
einen Ionenaustauscher- vor dem Ionenchromatographieschritt verwendet.
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4 zeigt
ein Reinigungsschema, welches einen Ionenaustauscher-, einen Nanofiltrations-
und anschließend
einen Niederschlags- vor dem Ionenchromatographieschritt verwendet.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Es
wird nun ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben, welches die Ionenchromatographie-Technologie
zum Separieren der Komponenten eines wäßrigen Nahrungsmittelverarbweitungsstromes
oder -extraktes verwendet. Dieses Verfahren verwendet Membranen,
einen Ionenaustauscher und einen Ionenausschluß, um wäßrige Nahrungsmittelextrakte
in Zucker, Mineralien und anderen Spurennährstoffe, wie beispielsweise Vitamine
und Peptide, zu fraktionieren. Der mit dem Verfahren erhaltene Zucker
kann zu hochreinem Zucker kristallisiert werden oder kann einer
weiteren Verarbeitung wie beispielsweise einer chemisch enzymatischen
und physikalischen Modifikation unterworfen werden, um beispielsweise
hydrolisierten Laktosesirup, Laktulose, Laktitol, Laktobionsäure, Oligosaccharide
oder andere Laktosederivate herzustellen, während die Mineral-, Peptid-
und Vitaminkomponenten als Nährstoff-
und Funk tionalnahrungsmittelbestandteile (nutritional and functional food
ungedients) verwendet werden können.
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Die
vorliegende Erfindung verbessert die Effizienz der Ionenausschlußtrennung
und verbessert somit die Ausbeute des gewünschten Nährstoffes, zum Beispiel hochreinen
Zucker.
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Bei
diesem Ausführungsbeispiel
wird das Ionenausschlußharz
in der monovalenten Form verwendet, beispielsweise K+ und/oder
Na+, und zwar wie es von dem Nanofiltrationspermeat
erhalten wird. Dies gewährleistet
eine deutlich bessere Trennung als sie erhalten werden kann, wenn
das Harz mit Mineralmischungen ausgeglichen wird, die divalente Kationen
wie beispielsweise Ca2+ und Mg2+ enthalten.
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Eine
mit einem Ionenaustauscherharz gepackte Vorsäule wird zum Absorbieren der
bivalenten Kationen aus dem wäßrigen Nahrungsmittelverarbeitungsstrom
vor der Aufbringung auf die Ionenausschlußsäule verwendet. Die Vorsäule wird
anschließend
mit einer Lösung
regeneriert, welche die von dem Permeat von dem Nanofilter gesammelten
monovalenten Ionen enthält.
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Die 1 bis 4 zeigen
Variationen des Reinigungsschemas für Molke, welche bei einigen Ausführungsbeispielen
eine optionale Abscheidungsvorbehandlung verwenden. Die Abfolge
der Vorbehandlungsschritte Abscheidung, Ionenaustausch und Nanofiltration
kann in Abhängigkeit
von der Zusammensetzung der Zuführung
zu den Ionenchromatographieverfahren umgestaltet werden, wie es
in den Beispielen gezeigt ist.
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BEISPIELE
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Beispiel 1: Reinigungsschema
für Käsemolkepermeat
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Vorbehandlung von ultrafiltriertem
Käsemolkepermeat
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Es
wird Bezug genommen auf 1. Das ultrafiltrierte Käsemolkepermeat
wird einer mit einem Kationenaustauscherharz gepackten Vorsäule zugeführt, welche
zum Absorbieren der divalenten Kationen aus dem Molkepermeat mit
monovalenten Kationen balanciert ist. Das Produkt dieser Behandlung wird
dann durch Nanofiltration auf eine Konzentration zwischen 5 und
30°Brix,
vorzugsweise aber in dem Bereich von 15 bis 25°Brix, gebracht. Das monovalente
Ionen enthaltende Nanofilterpermeat wird für eine Wiederverwendung bei
einer anderen Stufe des Verfahrens gesammelt. Diese Option soll
als Vorbehandlung 1 bezeichnet sein.
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Abhängig von
der Zusammensetzung des Molkepermeats kann es notwendig sein, einen
Ausfällungsschritt
durchzuführen,
wie es in 2 gezeigt ist. Das ultrafiltrierte
Käsemolkepermeat
wird unter Verwendung von Alkali oder einem Alkalisalz eines monovalenten
Metalls, wie beispielsweise Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumcarbonat
oder Natriumcarbonat etc., auf einen pH-Wert von 5,8 oder größer eingestellt,
und anschließend
mit einer Halteperiode (von oder mehr als 15 Sekunden) zum Fördern einer
Bildung eines Ausfalls auf 50 bis 80°C erhitzt. Die Molkepermeatsuspension
wird zum Entfernen des Niederschlages gereinigt, welcher unter anderem
Kalzium und Phosphat enthält.
Das gereinigte Molkepermeat wird anschließend einer mit einem Kationenaustauscherharz
gefüllten
Säule zugeführt, welche
zum Absorbieren der bivalenten Kationen von dem Molkepermeat mit
monovalenten Kationen balanciert ist. Das Produkt dieser Behandlung
wird anschließend
durch Nanofiltration auf eine Konzentration zwischen 5 und 30°Brix, aber
vorzugsweise in dem Bereich von 15 bis 25°Brix, gebracht. Das monovalente
Ionen enthaltende Nanofilterpermeat wird für eine Wiederverwendung bei
einer anderen Stufe des Verfahrens gesammelt. Diese Option soll
als Vorbehandlung 2 bezeichnet sein.
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Die
Abfolge der Vorbehandlungsschritte Ausfällen, Nanofiltration und Ionenaustausch
kann zum Erzeugen ähnlicher
Resultate umgeordnet werden, und kann gewählt werden, um der Zusammensetzung
der Molkepermeatzuführung
zu genügen. Der
Ausfällungsschritt
kann beispielsweise ausgeführt
werden bei: dem Molkepermeat (siehe 2), dem
Retentat des nanofiltrierten Molkepermeats vor dem Ionenaustauscher
(siehe 3) oder dem Retentat des ionenausgetauschten nanofiltrierten
Molkepermeats (siehe 4).
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Es
wird Bezug genommen auf 3. Das Molkepermeat wird durch
Nanofiltration auf eine Konzentration zwischen 5 und 30°Brix, aber
vorzugsweise in dem Bereich von 15 bis 25°Brix, gebracht. Das monovalente
Ionen enthaltende Nanofilterpermeat wird für eine Wiederverwendung bei
einer anderen Stufe in dem Verfahren gesammelt. Das Retentat des nanofiltrierten
Molkepermeats (5 bis 30°Brix)
wird unter Verwendung von Alkali oder einem Alkalisalz eines monovalenten
Metalls, wie beispielsweise Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumcarbonat
oder Natriumcarbonat etc., auf einen pH-Wert von 5,8 oder mehr eingestellt
und anschließend
mit einer Halteperiode (gleich oder mehr 15 Sekunden) zum Fördern einer
Bildung eines Niederschlages auf 50–80°C erhitzt. Die Molkepermeatsuspension
wird zum Entfernen des Niederschlages gereinigt, welcher unter anderem
Kalzium und Phosphat enthält. Das
resultierende gereinigte Retentat des nanofiltrierten Molkepermeats
wird dann einer mit einem geeigneten Kationenaustauscherharz gepackten
Vorsäule
zugeführt,
welche mit monovalenten Kationen balanciert ist, um die verbleibenden
bivalenten Kationen aus dem Retentat zu absorbieren. Nachfolgend soll
diese Option als Vorbehandlung 3 bezeichnet sein.
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Es
wird Bezug genommen auf 4. Das ultrafiltrierte Käsemolkepermeat
wird einer mit einem Kationenaustauscherharz gepackten Vorsäule zugeführt, welche
mit monovalenten Kationen balanciert ist, um die bivalenten Kationen
aus dem Molkepermeat zu absorbieren. Das Produkt dieser Behandlung
wird anschließend
durch Nanofiltration auf eine Konzentration zwischen 5 und 30°Brix, aber
vorzugsweise in dem Bereich von 15 bis 25°Brix, gebracht. Das monovalente
Ionen enthaltende Nanofilterpermeat wird für eine Wiederverwendung bei
einer andern Stufe des Verfahrens gesammelt. Das Retentat von dem
nanofiltrierten Mokepermeat (5–30°Brix) wird
unter Verwendung von Alkali oder einem Alkalisalz eines monovalenten
Metalls, wie beispielsweise Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumcarbonat oder
Natriumcarbonat etc., auf einen pH-Wertvon 5,8 oder größer eingestellt,
und anschließend
mit einer Halteperiode (gleich oder mehr 15 Sekunden) zum Fördern einer
Bildung eines Niederschlages auf 50 bis 80°C erhitzt. Die Molkepermeatsuspension
wird zum Entfernen eines Niederschlags gereinigt, welcher unter
anderem Phosphat enthält.
Hiernach soll diese Option als Vorbehandlung 4 bezeichnet sein.
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Regeneration des Ionentauscherharzes
und Reinigung von Laktose
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Das
Nanofiltrationspermeat mit bei einer der Vorbehandlungen gesammelten
monovalenten Ionen wird auf 3 bis 30°Brix konzentriert. Diese monovalente
Lauge wird zum Regenerieren der Ionentauscher-Vorsäule verwendet,
indem die zweiwertigen Ionen desorbiert werden, die sich auf dem
Harz durch Ionenaustausch der Molkepermeate (1), (2), (3) oder (4)
angesammelt haben. Die verbrauchte Regenerationslauge kann, abhängig von
den Erfordernissen des Verfahrens, recycelt, angereichert und recycelt oder
für eine
Verwendung als ein Nahrungsmittelzusatz gesammelt werden. Das Recycling
der Lauge kann mit einer Anzahl von Verfahren durchgeführt werden,
welche alle bekannt sind und welche beispielsweise in „Ionenaustauscher" (Editor Konrad Dorfner,
Walter de Gruyter, New York, 1991) beschrieben sind.
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Ionenausschlußreinigung
von vorbehandelter Molke
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Die
Laktose, monovalente Kationen, Anionen, Peptide und Vitamine enthaltenden
vorbehandelten Molkepermeate mit 5–30°Brix aus (1), (2), (3) oder
(4) können
durch Eindampfen auf einen beliebigen Feststoffgehalt von bis zu
60°Brix
aufkonzentriert werden.
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Das
vorbehandelte Molkepermeat mit 5–60°Brix wird einer Säule bzw.
Säulen
zugeführt, welche
mit einem für
einen Ionenanschluß geeigneten
Kationenaustauscherharz beladen ist bzw. sind. Das Harz wurde mit
einer Mischung von monovalenten Ionen, welche üblicherweise in dem Nanofiltrationspermeat
von Molke vorliegen, equilibriert. Die injizierten Aliquote von
konzentriertem vorbehandeltem Molkepermeat werden mit Wasser über die
Säule bzw.
Säulen
eluiert, um die ionischen (Mineralien und Peptide) von den nicht-ionischen
(Laktose) Komponenten zu trennen.
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Das
Verfahrenswasser für
das Ionenausschlußverfahren
kann von dem RO-Permeat erhalten werden oder kann Verdampferkondensat
sein.
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Sollte
eine Zwischenfraktion mit einer Mischung aus ionischen und nicht-ionischen
Komponenten vorliegen, wird diese zu dem vorbehandelten Molkepermeat
zum Aufkonzentrieren und Recyceln mit dem Ionenausschlußverfahren
zurückgeführt.
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Gereinigte
Molkekomponenten
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Die
ionischen Komponenten werden von dem ersten Elutionspeak gesammelt.
Die ionischen Komponenten weisen gelöste Salze des Kaliums und des
Natriums, Phosphate, Citrate und Laktate und kleine ionische Peptide
auf. Diese Mischung wäre
für eine
Verwendung als natürliche
Salzalternative geeignet, mit Anwendungen bei Fleisch- und Milchprodukten
und Nährstoffzubereitungen.
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Die
gereinigte Laktose wird von dem zweiten Elutionspeak gesammelt.
Die gereinigte Laktose kann konzentriert, kristallisiert oder sprühgetrocknet werden,
um α- und/oder β-Laktose
zu erhalten. Wahlweise kann die gereinigte Laktoselösung einer
weiteren Verarbeitung, wie beispielsweise chemischen, enzymatischen
und physikalischen Modifikationen, unterzogen werden, um beispielsweise
hydrolisierten Laktosesirup, Laktulose, Laktitol, Laktobionsäure, Oligosaccharide
oder andere Laktosederivate zu erhalten.
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Die
Herstellung einer reinen Laktoselösung aus Molke mit dem vorliegenden
Prozeß ermöglicht:
- • Laktose
mit pharmazeutischer Reinheit (weniger als 0,1% Rückstand)
durch eine einzige Kristallisation
- • Bessere
Kontrolle über
Kristallisationsprozesse, infolgedessen Kontrolle über eine
Kristallgrößenverteilungs-
und Schüttdichte-Charakteristika
- • Daß gereinigte
Laktose von der Ionenausschlußsäule zum
Herstellen von zerkleinerbarer und tablettierbarer Laktose vorkristallisiert
und sprühgetrocknet
werden kann
- • Daß gereinigte
Laktoselösungen
zum Herstellen von reinen süßenden Sirups
hydrolisiert werden können.
- • Daß gereinigte
Laktoselösungen
in Laktosederivate wie beispielsweise Laktulose, Laktitol, Laktobionsäure oder
Oligosaccharide umgewandelt werden können.
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Beispiel 2: Verfahrensvariation
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Die
Vorsäule
kann auch in das Ionenausschlußverfahren
integriert werden, wenn die Vorbehandlungsoption 3 verwendet wird.
Die erste Säule der
Serie kann zum Absorbieren der zweiwertigen Ionen verwendet werden,
anschließend
kann die Zuführung
direkt auf die Serien von Ionenausschlußsäulen zum Trennen der Mineralien
und Laktose geführt
werden. Die zweiwertigen Ionen auf der ersten Säule der Serien werden mit den
konzentrierten Mineralien von dem Nanofilter desorbiert, und während die
erste Säule
desorbiert/regeneriert wird, wird die nächste Säule in der Serie als die erste
Säule für zweiwertige(n)
Absorption/Ionenausschluß verwendet.
Auf diese Weise wird jede der Säulen
abwechselnd regeneriert, wodurch eine gute Trennung während verlängerter
Läufe aufrechterhalten
wird.
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Verfahrenseinspeisungen
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Übliche Einspeisungsströme, welche
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendet werden können,
sind Milchverarbeitungsströme
mit Laktose und Mineralien, wie beispielsweise Süßkäsemolkepermeat, Sauermolkepermeat,
Milchpermeat und Mutterlauge von einem Laktosekristallisationsprozeß.
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Andere
Einspeisungsströme
enthalten Zucker und Mineralien einschließlich Zuckerrüben- und Rohrzuckersaft,
Rüben-
und Rohrzuckermelassen, hydrolisierter Stärke.
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Verschiedene
Extrakte von Pflanzen einschließlich
Frucht- und Gemüsesäfte, Extrakte
von Tierprodukten oder Extrakte mikrobiologischen Ursprungs einschließlich Fermentationsprodukte.
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Vorteile der vorliegenden
Erfindung
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Ein
Vorteil des vorliegenden Verfahrens ist, wenn dieses beispielsweise
auf die Reinigung von Zucker wie beispielsweise Laktose aus Käsereiströmen angewendet
wird, daß es
die Produktion von Mutterlauge, dem größten Abfallsnebenprodukt der Laktoseherstellung,
minimiert. Das Verfahren verwendet einen Vorbehandlungsprozeß bzw. -prozesse der
bzw. die eine Ionen ausschlußreinigung
des gesamten Molkepermeates der Käseproduktion ermöglicht,
und nicht nur der nach der Laktosekristallisation zurückbleibenden
Mutterlauge.
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Ein
weiterer Vorteil des vorliegenden Verfahrens ist es, daß es in
sich geschlossen ist. Beispielsweise verwendet die Regeneration
des Harzes die mit dem Nanofilter abgetrennten Mineralien und vermindert
den Bedarf, Salz zu kaufen oder überschüssiges Salz
in der Umwelt zu entsorgen. Das Verfahrenswasser für die Ionenausschlußsäule wird
durch Recyceln von Umkehrosmosepermeatkondensat aus den Molkekonzentrationsschritten
erhalten. Das Recycling der Mineralien und des Wassers in dem Verfahren
minimiert Kosten und den Einfluß des
Verfahrens auf die Umwelt.
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Für jeden
der Nebenproduktströme,
wie beispielsweise gereinigte Laktose, verbrauchte Regenerationslauge
und Mineral-Peptid-Mischungen, können
Anwendungen entwickelt werden. Eine Verwendung der Nebenproduktströme erhöht die ökonomische
Rentabilität
und vermindert den Einfluß des
Verfahrens auf die Umwelt. Im Falle der Laktosereinigung beispielsweise
kann die gereinigte Laktose zu lösbarer
und tablettierbarer Laktose kristallisiert oder sprühgetrocknet
werden oder zu Laktosederivaten, wie beispielsweise Laktulose oder
hydrolisiertem Laktosesirup, weiterverarbeitet werden. Das aus der verbrauchten
Regenerationslauge isolierte fraktionierte Mineral und Mineral-Peptid-Vitaminmischungen
von dem Mineralschnitt der Ionenausschlußsäule können als Nährstoff- und Funktionalnahrungsmittelingredenzien
verwendet werden.
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Obwohl
die Erfindung unter Bezugnahme auf spezielle Ausführungsbeispiele
beschrieben wurde, sind Modifikationen, die im Wissensbereich des Fachmanns
liegen, von dem Schutzumfang der vorliegenden Erfindung umfaßt.