DE69900544T2 - Pharmazeutische zusammensetzungen in form von polymeren mikropartikeln erhalten durch extrusion und bildung von kügelchen - Google Patents
Pharmazeutische zusammensetzungen in form von polymeren mikropartikeln erhalten durch extrusion und bildung von kügelchenInfo
- Publication number
- DE69900544T2 DE69900544T2 DE69900544T DE69900544T DE69900544T2 DE 69900544 T2 DE69900544 T2 DE 69900544T2 DE 69900544 T DE69900544 T DE 69900544T DE 69900544 T DE69900544 T DE 69900544T DE 69900544 T2 DE69900544 T2 DE 69900544T2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- microparticles
- agents
- process according
- mixture
- substances
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K9/00—Medicinal preparations characterised by special physical form
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K9/00—Medicinal preparations characterised by special physical form
- A61K9/14—Particulate form, e.g. powders, Processes for size reducing of pure drugs or the resulting products, Pure drug nanoparticles
- A61K9/16—Agglomerates; Granulates; Microbeadlets ; Microspheres; Pellets; Solid products obtained by spray drying, spray freeze drying, spray congealing,(multiple) emulsion solvent evaporation or extraction
- A61K9/1682—Processes
- A61K9/1694—Processes resulting in granules or microspheres of the matrix type containing more than 5% of excipient
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K9/00—Medicinal preparations characterised by special physical form
- A61K9/14—Particulate form, e.g. powders, Processes for size reducing of pure drugs or the resulting products, Pure drug nanoparticles
- A61K9/16—Agglomerates; Granulates; Microbeadlets ; Microspheres; Pellets; Solid products obtained by spray drying, spray freeze drying, spray congealing,(multiple) emulsion solvent evaporation or extraction
- A61K9/1605—Excipients; Inactive ingredients
- A61K9/1611—Inorganic compounds
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K9/00—Medicinal preparations characterised by special physical form
- A61K9/14—Particulate form, e.g. powders, Processes for size reducing of pure drugs or the resulting products, Pure drug nanoparticles
- A61K9/16—Agglomerates; Granulates; Microbeadlets ; Microspheres; Pellets; Solid products obtained by spray drying, spray freeze drying, spray congealing,(multiple) emulsion solvent evaporation or extraction
- A61K9/1605—Excipients; Inactive ingredients
- A61K9/1629—Organic macromolecular compounds
- A61K9/1635—Organic macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds, e.g. polyvinyl pyrrolidone, poly(meth)acrylates
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K9/00—Medicinal preparations characterised by special physical form
- A61K9/14—Particulate form, e.g. powders, Processes for size reducing of pure drugs or the resulting products, Pure drug nanoparticles
- A61K9/16—Agglomerates; Granulates; Microbeadlets ; Microspheres; Pellets; Solid products obtained by spray drying, spray freeze drying, spray congealing,(multiple) emulsion solvent evaporation or extraction
- A61K9/1605—Excipients; Inactive ingredients
- A61K9/1629—Organic macromolecular compounds
- A61K9/1652—Polysaccharides, e.g. alginate, cellulose derivatives; Cyclodextrin
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
- Epidemiology (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Pharmacology & Pharmacy (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Medicinal Preparation (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
- Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von pharmazeutischen Zusammensetzungen, die Partikelform haben, das Vermischen einer Wirksubstanz mit geeigneten Arzneimittelträgerstoffen, das Extrudieren durch ein Sieb, um zylindrische Filamente zu bilden, und die anschließende Sphäronisierung umfassen, sind bekannt.
- Das fundamentale Problem der Technik dieser Verfahren besteht darin, daß das Gemisch, das extrudiert wird, ausreichend plastisch sein muß, um die Stabilität der zylindrischen Filamentform zu ermöglichen und ausreichend unter Druck formbar sein muß, um die zylindrischen Filamente durch Sphäronisierung in kugelförmige Partikel überzuführen. Es ist möglich, verschiedene Maschinen einzusetzen, um kugelförmige Mikropartikel zu erhalten: z. B. Hochleistungsgranulatoren, Front- oder Längs-Extruder, Bewegtbett- Rotationsgranulatoren, Radialextruder, koaxiale Doppelschneckenextruder, usw. Ungeachtet der Tatsache, daß die verwendeten Anlagen unterschiedlicher Art sind, basieren die Extrusions/Späronisierungs-Techniken auf der Verwendung von Gemischen, die mikrokristalline Cellulose (AVICELLTM) in Prozentgehalten von 10 bis 20% enthalten, deren Eigenschaften die Verleihung und die Aufrechterhaltung der notwendigen Plastizität und Formbarkeit während des gesamten Verfahrens erlauben (R. E. Connor und J. B. Schwarz, Drug Dev. Ind. Pharm. 2, 1837, 1985).
- Zur Überwindung dieses Problems wurden verschiedene Techniken, die allerdings deutliche Nachteile zeigen, vorgeschlagen.
- Das US-Patent Nr. 5 049 394 schlägt vor, den Prozentgehalt an mikrokristalliner Cellulose zu verringern, indem Lösungsmittelgemische (z. B. Wasser/Ethanol) anstatt Wasser allein verwendet werden, um die Staubmaterialien anzufeuchten.
- Das US-Patent Nr. 5 350 584 schlägt die Verwendung von ionischen Harzen vor, um dem Material die gewünschte Plastizität zum Extrudieren und zur Sphäronisierung zu verleihen. Beide Lösungen zeigen gewisse Anwendungsgrenzen, da es für einige Formulierungsarten oder im Fall von Inkompatibilität notwendig sein kann, die Verwendung von Lösungsmitteln oder ionisierten Materialien zu vermeiden.
- Eine Lösung, die zur Überwindung der Probleme, die mit der Plastizität des Gemisches beim Extrudieren zusammenhängen, vorgeschlagen wurde, zieht das Schmelzen bei einer geeigneten Temperatur des Gemisches selbst in Betracht (WO 96/25149 und WO 96/25151). Die Begrenzung dieser Lösung liegt in der Notwendigkeit, hitzebeständige Materialien und hitzebeständige Wirksubstanzen zu verwenden.
- Andere Lösungen ziehen die Verwendung hoher Mengen (bis 50%) weichmachender Substanzen (JP 2527107) in Betracht, die die Masse zum Extrudieren plastisch halten. Eine solche Technik begrenzt die Menge an Wirksubstanz, die in die zu extrudierende Masse eingeführt werden kann, und darüber hinaus kann sie Kompatibilitätsprobleme unter den Materialien verursachen.
- Wir haben nun unerwarteterweise gefunden, daß die Probleme des Standes der Technik gelöst werden, indem zur Herstellung von Mikropartikeln durch Extrudieren und Sphäronisierung Zusammensetzungen verwendet werden, die vernetzte amphiphile Polymere umfassen.
- Daher betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von pharmazeutischen Zusammensetzungen in Form von polymeren Mikropartikeln, umfassend:
- a) Herstellung eines homogenen Gemisches aus Substanzen in Pulverform, dem eine Flüssigkeit bis zur pastenförmigen Konsistenz zugesetzt wird;
- b) Extrudieren des Gemisches des Schrittes a) durch ein perforiertes Sieb, um zylindrische Filamente zu erhalten;
- c) Sphäronisierung der zylindrischen Filamente des Schrittes b), um Mikropartikel in Kugelform zu erhalten, und
- d) Trocknung der Mikropartikel des Schrittes c),
- e) gegebenenfalls wird Arzneimittel an der Oberfläche der Mikropartikel abgeschieden, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch aus Substanzen in Pulverform aus einem oder mehreren amphiphilen Polymeren und gegebenenfalls einem oder mehrere Arzneimitteln, Arzneimittelträgersubstanzen, einer bioadhäsiven Substanz und/oder einer Substanz mit hoher Dichte besteht.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zeigt gegenüber dem Stand der Technik verschiedene Vorzüge, da es kein Vorhandensein von weichmachenden, bindenden Substanzen, Lösungsmitteln oder linearen Polymeren erfordert und es die Einarbeitung hoher Prozentanteile an Arzneimitteln mit unterschiedlichen Löslichkeits- und Benetzbarkeits-Charakteristika zuläßt.
- Fig. 1 zeigt die nach dem Verfahren von Beispiel 6 erhaltenen Mikropartikel, die mit einem Rasterelektronenmikroskop betrachtet wurden.
- Das Verfahren, das in der vorliegenden Erfindung beschrieben wird, betrifft die Herstellung pharmazeutischer Zusammensetzungen in Form von Mikropartikeln oder kugelförmigen, aus mehreren Teilchen bestehenden Partikeln auf der Basis von vernetzten amphiphilen Polymeren durch die folgenden Schritte:
- a) Vermischen eines oder mehrerer vernetzter amphiphiler Polymere mit einer oder mehreren Wirksubstanzen, wenn benötigt, und gegebenenfalls anderen pharmazeutischen Arzneimittelträgerstoffen, um ein einheitliches Gemisch in Form von trockenem Pulver zu erhalten, dem eine geeignete Menge an Flüssigkeit zugesetzt wird, um eine pastenartige Konsistenz zu erhalten;
- b) Extrudieren des aus Schritt a) erhaltenen Gemisches durch ein perforiertes Sieb, um zylindrische Filamente mit gewünschter Länge und gewünschtem Durchmesser zu erhalten;
- c) Sphäronisierung der Filamente, um ein Produkt in Form von kugelförmigen, aus mehreren Teilchen bestehenden Partikeln zu erhalten;
- d) Trocknen des Produktes;
- e) fakultatives Abscheiden eines Arzneimittels an der Oberfläche der Mikropartikel.
- Mit dem Ausdruck "kugelförmige, aus mehreren Teilchen bestehende Partikel" meinen wir kugelförmige oder fast kugelförmige Mikropartikel, deren Durchmesser im Bereich von etwa 100 um bis etwa 3 mm liegen kann.
- Mit dem Ausdruck "vernetztes amphiphiles Polymer" meinen wir ein Polymer, das die Merkmale der Quellbarkeit im gesamten pH-Bereich von wäßrigen Lösungen und auch in Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen mit unterschiedlichen Polaritätsmerkmalen zeigt. Die Polymere können entweder physikalisch, durch die gegenseitige Durchdringung der Makromolekular-Netze oder chemisch vernetzt werden und zeigen so Verbindungspunkte zwischen den makromolekularen Ketten.
- Bedeutende, aber nicht limitierende Beispiele für solche Polymere umfassen vernetztes Polyvinylpyrrolidon, Natriumcarboxymethylcellulose, Natriumglycolatstärke und Dextrane. Fakultative Arzneimittelträgerstoffe bestehen aus dispergierenden, emulgierenden, benetzenden oder färbenden Mitteln.
- Mit dem Ausdruck "Wirksubstanz" meinen wir eine physiologisch oder pharmakologisch annehmbare Substanz, organischen oder anorganischen, natürlichen oder synthetischen Ursprungs, die in lebenden Individuen systemische oder lokale Wirkungen erzeugt. Die Wirksubstanzen, für die die Mikropartikel der vorliegenden Erfindung Vehikel sein können, umfassen Arzneimittel, die auf das Zentralnervensystem und auf das periphere Nervensystem wirken, Herzmittel, hypotone Mittel, Diuretika, antiinflammatorische Mittel, Analgetika, fiebersenkende Mittel, Antiasthmatika, Bronchodilatatoren, Antitussiva, mucolytische Mittel, Antibiotika, chemotherapeutische Mittel, antivirale Mittel, Hormone, antineoplastische Mittel, immunsupprimierende Substanzen, immunstimulierende Substanzen, Peptide, Polypeptide, Proteine, Vakzine usw.
- Unter den Arzneimitteln, die gemäß der Erfindung formuliert werden können, nennen wir z. B.:
- Ergotalkaloide und Derivate: Dihydroergotamin, Dihydroergotoxin, Bromocriptin.
- Analgetika und nicht-steroidale antiinflammatorische Mittel und ihre Salze: Diclofenac-Natrium, Diclofenac-Hydroxyethylpyrrolidin, Diclofenac- Diethylamin, Ibuprofen, Flurbiprofen, Ketoprofen, Indomethacin, Mefenaminsäure, Naproxen, Nimesulid, Piroxicam.
- Antiarrhythmika: Amiodaron, D üsopyramid, Propraholol, Verapamil.
- Antibakterielle Mittel: Amoxicillin, Flucloxacillin, Gentamicin, Rifampicin, Erythromycin, Cephalosphorine.
- Antimykotika und Mittel gegen Psoriasis: Amphotericin, Butoconazolnitrat, Ketoconazol, Econazol, Etretinat, Fluconazol, Flucytosin, Griseovulvin, Itraconazol, Miconazol, Nystatin, Sulconazol, Tioconazol.
- Antivirale Mittel: Acyclovir, Ganciclovir, AZT, Protease-Inhibitoren.
- Antihypertensiva: Amlodipin, Clodinin, Diltiazem, Felodipin, Guanabenzacetat, Isradipin, Minoxidil, Nicardipinhydrochlorid, Nimodipin, Nifedipin, Prazosinhydrochlorid, Papaverin.
- Antidepressiva: Carbamazepin.
- Antihistamine: Diphenhydramin, Chlorpheniramin, Pyrilamin, Chlorcyclizin, Promethazin, Acrivastin, Cinnarizin, Loratadin, Terfenadin.
- Antineoplastische Mittel und immunsupprimierende Substanzen: Cyclosporin, Dacarbazin, Etretinat, Etoposid, Lomustin, Melphalan, Mitomycin, Mitoxantron, Paclitaxel, Procarbazin, Tamoxifen, Taxol und Derivate, Taxoter.
- Anxiolytika, Sedativa, Hypnotika: Alprazolam, Bromazepam, Diazepam, Lorazepam, Oxazepam, Temazepam, Sulpirid, Triazolam.
- β-Blocker: Alprenolol, Oxprenolat, Bindolol, Propanolol.
- β-Agonisten: Salbutamol, Salmeterol.
- Herz- und Kreislauf-Inotrope: Amrinon, Digitoxin, Digoxin, Lanatosid C, Medigoxin, Ubidecarenon.
- Corticosteroide: Beclometason, Betamethason, Budesonid, Cortisonacetat, Desoximethason, Dexamethason, Fludrocortisonacetat, Flunisolid, Hydrocortison, Methylprednison, Triamcinolon.
- Gastrointestinale Mittel und Anti-H2-Histamine: Cimetidin, Cisaprid, Domperidon, Famotidin, Loperamid, Mesalazin, Omeprazol, Ondasteronhydrochlorid, Ranitidin.
- Hypolipidämische Mittel: Bezafibrat, Clofibrat, Gemifibrozil, Probucol, Lovastatin.
- Mittel gegen Angina: Amylnitrat, Glyceryltrinitrat, Isosorbiddinitrat und -mononitrat, Pentaerythrittetranitrat.
- Arzneimittel mit zentaler Wirkung: z. B. Nicotin.
- Vitamine und Nahrungsmittel: β-Carotin, Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin D und Derivate, Vitamin E und Derivate, Vitamin K.
- Opioid-Analgetika: Codein, Dextropropoxyphen, Diihydrocodein, Morphin, Pentazocin, Methadon.
- Sexualhormone: Danazol, Ethinylestradiol, Medroxyprogesteronacetat, Methyltestosteron, Norethisteron, Norgestrel, Östradiol, Östron, Progesteron, Stilbestrolo, Diethylstilböstrol.
- Peptid-, Protein- oder Polysaccharid-Moleküle mit unterschiedlicher Aktivität: Leuprolid und LH-RH-Analoge, Calcitonin, Glutathion, Somatotropin (GT), Somatostatin, Desmopressin (DDAVP), Interferon, Molgramostin, epidermaler Wachstumsfaktor (EGF), Nervenwachstumsfaktor (NGF), Insulin, Glucagon, Toxine oder Toxoide (z. B. Tetanustoxin), antigene Faktoren mit Protein- oder Polysaccharid-Natur, Heparin mit niedrigem Molekulargewicht, Heparinoide.
- Die Wirksubstanzen können gleichmäßig im Inneren der Mikropartikel verteilt werden oder an der Oberfläche der Mikropartikel durch Techniken, die normalerweise in pharmazeutischen Verfahren angewendet werden (z. B. Sprühtrocknung, Beschichtung in Becken usw.) abgeschieden werden.
- Wenn eine Wirksubstanz im Inneren der Mikropartikel verteilt ist, liegt sie im Bereich von etwa 0,1 Gew.-% bis etwa 95 Gew.-% der Mikropartikel.
- Eine besondere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft des Extrudieren/die Sphäronisierung der Wirksubstanzen, die in vernetzten amphiphilen Polymeren enthalten sind und/oder auf vernetzte amphiphile Polymere aufgeladen sind, entsprechend den Techniken, die in den Patenten EP 0 371 431, US 5 449 521, EP 0 364 944, US 5 569 469, PCT IB 96/00492 offenbart sind.
- In diesen Fällen werden Verbundmaterialien, die aus Wirksubstanz/vernetztes amphiphiles Polymer bestehen und durch Hochleistungs-Co- Vermahlen oder Lösungsmittelbeladungstechniken erhalten werden, extrudiert. Ein Vorteil dieser besonderen Anwendung besteht in der Kombination aus verbesserter Löslichkeit und Bioverfügbarkeit der Wirksubstanz, die durch die Techniken, die in den zitierten Patenten beschrieben werden, erreicht werden, und in den verbesserten technologischen Merkmalen der Mikropartikel, die ihre unmittelbare Anwendung ohne weitere Formulierung Arbeitsgänge zulassen.
- Mit dem Ausdruck "Arzneimittelträgersubstanzen" meinen wird Substanzen, die üblicherweise in der pharmazeutischen Technik eingesetzt werden, wie Bindungs-, Dispergier-, Emulgier-, Netz- oder Färbemittel. Nicht- erschöpfende Beispiele für solche Arzneimittelträgerstoffe können in "Handbook of Pharmaceutical Excipients", 2. Ausgabe, American Pharmaceutical Association, 1994 gefunden werden.
- Eine besondere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von kugelförmigen, aus mehreren Teilchen bestehenden Partikel, denen ausgewählte Arzneimittelträgerstoffe das Biohaftvermögen und/oder Merkmale hoher Dichte verleihen, wie dies im EP-Patent 0 526 862 offenbart ist.
- Unter den Substanzen, die geeignet sind, Biohaftvermögen zu verleihen, können wir beispielsweise nennen: Natriumalginat, Scleroglucan, Chitosan, Xanthan, Silicongel usw.
- Unter den Substanzen, die geeignet sind, hohe Dichte zu verleihen, können wir folgende erwähnen: Aluminiumoxid, Titandioxid, Eisenoxid, Calciumcarbonat, Bariumsulfat usw. wobei diese Aufzählung nicht erschöpfend ist.
- Mit dem Ausdruck "einheitliches Gemisch" meinen wir, daß die Komponenten des Gemischs durch ein Mischverfahren, das die gleichmäßige Verteilung jeder Komponente gewährleistet, gleichmäßig in der Formulierung dispergiert sind.
- Eine vernünftige Mischzeit kann im Bereich von 1 bis 60 min liegen, wobei eine der Mischvorrichtungen verwendet wird, die üblicherweise für ein trockenes Vermischen der Pulver verwendet werden (z. B. "V", Festkörper-, Roationskörper-, Sigma-Mischer usw.).
- Mit dem Ausdruck "Flüssigkeit" meinen wir eine flüssige Substanz oder Mischung (Lösung oder Emulsion) von Flüssigkeiten für eine normale pharmazeutische Verwendung, die fähig ist, die Pulvermischung anzufeuchten, z. B. Wasser, wäßrige Lösungen mit unterschiedlichem pH, organische Lösungsmittel zur normalen pharmazeutischen Verwendung (z. B. Alkohole, chlorierte Lösungsmittel usw.), Öle. Unter den Ölen, die verwendet werden können, nennen wir z. B. natürliche Öle, entweder gesättigte oder ungesättigte (Olivenöl, Erdnußöl, Sojaöl, Maiskeimöl, Kokosnußöl, Palmkernöl, Sesamöl und ähnliche Öle); halbsynthetische und synthetische Mono-, Di- und Triglyceride, die gesättigte und/oder ungesättigte Fettsäuren enthalten, und ihre polyhydroxyethylierten Derivate (Capronsäure-Caprylsäure- Triglyceride [MygliolTM, CaptexTM, LabrafacTM], Lipol gesättigte oder ungesättigte polyhydroxylierte Triglyceride verschiedener Sorten [LabrafilTM, LabrafacTM, Hydro, GelucireTM]); flüssige Wachse (Isopropylmyristat, Isopropyl-caprinat, -caprylat, -laurat, -palmitat, -stearat); Fettsäureester (Ethyloleat, Oleyloleat); Siliconöle: Polyethylenglycole (PEG 200, PEG 400, PEG 600, PEG 1000 usw.); Polyglycolglyceride (z. B. LabrasolTM); Polyglycole (Polypropylenglycol, Tetraglycol, Ethoxydiglycol (TranscutolTM).
- Alle nichtionischen oberflächenaktiven Mittel können unter den oberflächenaktiven Mitteln als Beispiele genannt werden: Sorbitanester von Fettsäuren (z. B. Span®, Arlacel®, Brij®), Polyoxyethylensorbitanester von Fettsäuren (z. B. Tween®, Capmul®, Liposorb®, Polypropylenoxid- Polyethylenoxid (Poloxamer)-Copolymere, Polyethylenglycolester (PEG)- glycerin (Labrasol®, Labrafil®), PEG-Ester und langkettige aliphatische Säuren oder Alkohole (z. B. Cremophor®), Polyglyceridester (Plurol®), Saccharid- und Fettsäureester (Sucro-ester). Darüber hinaus können anionische oberflächenaktive Mittel (z. B. Natriumlaurylsulfat, Natriumstearat, Natriumoleat) oder kationische oberflächenaktive Mittel (z. B. Tricetol) wie auch Lecithine, Phospholipide und ihre halbsynthetischen oder synthetischen Derivate verwendet werden.
- Wirksubstanzen und/oder Arzneimittelträgerstoffe können in solchen Flüssigkeiten gelöst, dispergiert und/oder emulgiert werden.
- In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung besteht die befeuchtende Flüssigkeit aus einem Öl/oberflächenaktives Mittel-System, in dem die Wirksubstanz, die gegebenenfalls mit einer wäßrigen Phase emulgiert ist, gelöst oder dispergiert wird. Die Menge an Flüssigkeit, die bezogen auf den Feststoff, bei der Herstellung des Gemisches von Schritt (a) verwendet wird, liegt im Bereich von 1 bis 80 Gew.-%.
- Die befeuchtete Masse wird durch ein perforiertes Sieb extrudiert, um zylindrische Filamente herzustellen. Die Öffnung der Siebe bestimmt den Durchmesser der Filamente. Eine Öffnung im Bereich von etwa 0,2 mm bis 3 mm kann in diesem Verfahren verwendet werden. In diesem Verfahren liegt die Öffnung vorzugsweise im Bereich von etwa 0,4 mm bis 2 mm. Das Extrudieren kann unter Verwendung eines Schneckenextruders, Doppelschneckenextruders, eines Extruders vom "Sieb- und Korb"-Typ, eines "Walzenextruders", einer Kolbenstrangpresse oder anderer beliebiger pharmazeutisch annehmbarer Mittel zur Herstellung zylindrischer Filamente durchgeführt werden. In einigen besonderen Ausführungsformen der Erfindung kann ein coaxialer Doppelschneckenextruder eingesetzt werden. Die durch Extrudieren erhaltenen Filamente können direkt gelagert oder sphäronisiert werden. Die Sphäronisierungsvorrichtung besteht aus einem Hohlzylinder mit einer horizontalen rotierenden Platte. Die Filamente werden in kurze Segmente gebrochen, die dann in kugelförmige oder quasi-kugelförmige Partikel an der oberen Oberfläche der rotierenden Platte bei einer Geschwindigkeit im Bereich von etwa 200 Upm bis etwa 2000 Upm übergeführt.
- Die Partikel können dann auf einem pharmazeutisch annehmbaren Weg, wie z. B. durch Lufttrocknung oder in statischem Zustand oder in einer Kombination getrocknet werden. Die Partikel werden, so wie sie sind, verwendet oder sie werden beschichtet, wobei Granulat zur Verwendung in Tabletten, Kapseln, Päckchen und anderen pharmazeutischen Formulierungen erhalten wird.
- Unerwarteterweise hat das extrudierte Gemisch beim Arbeiten gemäß der vorliegenden Erfindung physikalische Charakteristika, die es erlauben, die zylindrische Form der Extrudierfilamente aufrecht zu erhalten und die Filamente in kugelförmige Mikropartikel zu überführen, und zwar ohne Zusatz von Weichmachern, Bindemitteln, Lösungsmitteln oder linearen Polymeren weder zum Gemisch noch zur Befeuchtungsflüssigkeit, wie es in den obigen Techniken beschrieben wird. Dies macht es darüber hinaus möglich, mögliche Kompatibilitätsprobleme zwischen der möglicherweise eingearbeiteten Wirksubstanz und den Arzneimittelträgersubstanzen zu begrenzen. Außerdem erlauben die amphiphilen Merkmale der vernetzten Polymeren und ihre Kapazität, in Gegenwart von physiologischen Flüssigkeiten zu quellen, eine verbesserte Auflösungsgeschwindigkeit der Wirksubstanz. Ferner zeigen die erhaltenen Mikropartikel gute physikalische Eigenschaften (z. B. Härte, Dichte, Porosität im Partikel usw.), die sie für eine direkte Verwendung geeignet machen (z. B. direktes Verpressen, Einkapseln oder Verteilung in Päckchen).
- Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung erläutern.
- Zur Herstellung dieses Beispiels wird ein Doppelschneckenextruder verwendet, der die folgenden Abmessungsmerkmale besitzt: Schneckendurchmesser = 30 mm, Kopflänge 10 Durchmesser, wobei der Kopf mit einer Düse mit einem Lochdurchmesser von 1 mm ausgestattet ist.
- Der Extruder wird mit ExplotabTM (Natriumglycolat-Stärke, Mendell) in Form von Pulver mit einer Korngröße von kleiner als 140 mesh beschickt; demineralisiertes Wasser wird zusammen mit ExplotabTM zugeführt.
- Das Extrudieren wird mit den folgenden Arbeitsparametern durchgeführt:
- - Explotab-Strömungsgeschwindigkeit: 60 kg/h
- - Demineralisiertes Wasser-Strömungsgeschwindigkeit: 2,1 kg/h
- - Torsionsspannung: 17%
- - Extruderkopftemperatur: 13ºC
- - Schneckenrotationsgeschwindigkeit: 60 Upm.
- Es wurden Extrusionsfilamente mit ausgezeichneter Formstabilität erhalten. Dann wurden die Filamente in einem Sphäronisator mit einer Geschwindigkeit von 800 Upm 3 min behandelt, wobei ein Produkt in Form von Mikropartikeln erhalten wurde, welche in einem Ofen 12 h lang bei 70ºC getrocknet wurden.
- Die erhaltenen Mikropartikel zeigen die folgenden Charakteristika:
- - scheinbare Dichte: 0,710 g/cm³
- - Fraktion mit Durchmessern im Bereich von 0,8 mm bis 1,4 mm: 87%.
- Beispiel 1 wird mit dem Unterschied wiederholt, daß Kollidon ClTM (vernetztes Polyvinylpyrrolidon, BASF) bzw. Ac Di SolTM (vernetzte Natriumcarboxymethylcellulose, FMC) verwendet wird und daß man mit einer Schneckenrotationsgeschwindigkeit von 140 Upm bzw. 100 Upm, mit einer Torsionsspannung von 30% bzw. 15% und mit einer Extruderkopftemperatur von 35ºC bzw. 20ºC arbeitet.
- Die erhaltenen Mikropartikel zeigen die folgenden Charakteristika:
- - Mikropartikel, die aus Kollidon-Cl bestehen: scheinbare Dichte: 0,496 g/cm³
- Fraktion mit Durchmessern im Bereich von 0,8 mm bis 1,4 mm: 96%
- - Mikropartikel, die aus Ac Di Sol bestehen: scheinbare Dichte: 0,538 g/cm³
- Fraktion mit Durchmessern im Bereich von 0,8 mm bis 1,4 mm: 92%
- Ein Gemisch, das aus 50 Gew.-% ExplotabTM und 50 Gew.-% Kollidon ClTM besteht, wird unter Verwendung eines Planetenmischers mit einer Mischzeit von 20 min hergestellt. Das Extrudieren, die Sphäronisierung und die Trocknung werden entsprechend Beispiel 1 durchgeführt, wobei mit einer Torsionsspannung von 18 %, mit einer Extruderkopftemperatur von 24ºC und einer Schneckenrotationsgeschwindigkeit von 140 Upm gearbeitet wurde. Die erhaltenen Mikropartikel hatten die folgenden Charakteristika:
- Scheinbare Dichte: 0,598 g/cm³
- Fraktion mit Durchmessern im Bereich von 0,8 mm bis 1,4 mm: 91,6%.
- Das Beispiel 4 wird mit dem Unterschied, daß die Gemische aus ExplotabTM und Ac Di SolTM bzw. Kollidon CITM und Ac Di SolTM bestehen (diese Produkte wurden in den obigen Beispielen definiert), wiederholt.
- Das Extrudieren, die Sphäronisierung und die Trocknung werden wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei mit einer Torsionsspannung von 15% bzw. 25%, mit einer Extruderkopftemperatur von 22ºC bzw. 35ºC und mit einer Rotationsgeschwindigkeit der Schnecken von 80 Upm bzw. 140 Upm gearbeitet wurden. Darüber hinaus wurde das Gemisch Explotab/Ac Di Sol unter Verwendung einer 0,4 mm Düse extrudiert und unter Verwendung eines Elektronenrastermikroskops (SEM) charakterisiert (Fig. 1).
- Die erhaltenen Mikropartikel haben die folgenden Charakteristika:
- - Mikropartikel, die aus Expoltab und Ac Di Sol bestehen: scheinbare Dichte: 0,596 g/cm³ Fraktion mit Durchmessern im Bereich von 0,8 mm bis 1,4 mm: 87% (siehe Photo);
- - Mikropartikel, die aus Kollidon Cl und Ac Di Sol: scheinbare Dichte: 0,521 g/cm³,
- Fraktion mit Durchmessern im Bereich von 0,8 mm bis 1,4 mm: 95,6%.
- Beispiel 1 wird wiederholt, wobei das Kollidon ClMTM als Polymer und eine 50/50-W/Ö-Emulsion als Benetzungsflüssigkeit, worin der ölige Teil aus 95% Labrafac Hydro 9TM (polyhydroxyliertes Triglycerid) und 5% Tween 80TM (Polysorbat 80, Sigam) besteht, zugeführt werden.
- Das Gemisch wird durch eine Düse mit einem Lochdurchmesser von 0,75 mm extrudiert, wobei mit den folgenden Parametern gearbeitet wird:
- - Kollidon ClMTN-Strömungsgeschwindigkeit: 3,9 kg/h
- - Benetzungsflüssigkeits-Strömungsgeschwindigkeit: 38,8 kg/h
- - Torsionsspannung: 22%
- - Extruderkopftemperatur: 35ºC
- - Schneckenrotationsgeschwindigkeit: 140 Upm.
- Die Sphäronisierung und die Trocknung werden wie in Beispiel 1 durchgeführt.
- Es wird ein Produkt erhalten, das aus Mikropartikeln mit den folgenden Charakteristika besteht:
- Scheinbare Dichte: 0,488 g/cm³
- Fraktion mit Durchmessern im Bereich von 0,5 bis 0,9 mm: 88,2%.
- Ein Gemisch aus Nifedipin und Kollidon CLMTM (in den obigen Beispielen definiert) im Gewichtsverhältnis 1/3 wird zusammen vermahlen, wobei das Gemisch in Form von Pulver mit einer 100% Korngröße von kleiner als 50 um erhalten wird.
- Das Gemisch wird unter Verwendung von demineralisiertem Wasser, das Kollidon 25TM (Polyvinylpyrrolidon, BASF) in 3 Gew.-%iger Lösung enthält, befeuchtet. Das Extrudieren wird durchgeführt, indem die befeuchtete Masse durch eine Düse mit Lochdurchmessern von 1 mm gepreßt wird.
- Die Arbeitsparameter sind die folgenden:
- - Pulver-Strömungsgeschwindigkeit: 4,5 kg/h
- - Flüssigkeits-Strömungsgeschwindigkeit: 4,1 kg/h
- - Torsionsspannung: 27%
- - Extruderkopftemperatur: 46ºC
- - Schneckenrotationsgeschwindigkeit: 140 Upm.
- Die Extrusionsfilamente werden dann in einem Sphäronisator, der auf eine Geschwindigkeit von 1 000 Upm eingestellt ist, 2 min bearbeitet. Die erhaltenen Mikropartikel werden dann 2 h in einem Bewegtbett bei einer maximalen Temperatur von 59ºC getrocknet. Am Ende der Trocknung wird das Produkt entnommen und mechanisch gesiebt, wobei die Fraktion mit 0,7 mm bis 1,2 mm, die 91 Gew.-% des Produktes ausmacht, abgetrennt wird.
- Die Mikropartikel haben eine scheinbare Dichte von 0,556 g/cm³.
- Im folgenden wird die Auflösungsgeschwindigkeit des so erhaltenen Stranggranulats, bestimmt unter Anwendung des USP-Paddel-Verfahrens (Apparatur 2) bei Sinkbedingungen in Puffer von pH 7,5, angegeben.
- 2 34,9
- 5 56,0
- 10 77,7
- 20 89,3
- 30 98,6
- Beispiel 8 wird mit Unterschied wiederholt, daß das Gemisch aus Nifedipin und ExpoltabTM (in den obigen Beispielen definiert) im Gewichtsverhältnis 1/5 besteht, wiederholt.
- Die erhaltenen Mikropartikel haben die folgenden Charakteristika:
- scheinbare Dichte: 0,544 g/cm³
- Fraktion mit Durchmessern im Bereich von 0,8 mm bis 1,4 mm: 87,5%.
- Ein aktiviertes System, das durch Aufbringen von Nifedipin mittels Lösungsmittel erhalten wurde, und Kollidon CLMTM (in den obigen Beispielen definiert) werden im Gewichtsverhältnis 1/5 in Form von Pulver mit 100% Korngröße von unter 50 um vermischt.
- Das Gemisch wird unter Verwendung von demineralisiertem Wasser, das Kollidon 25TM (Polyvinylpyrrolidon) in 2%iger Lösung enthält, als Benetzungsflüssigkeit angefeuchtet. Das Extrudieren wird durchgeführt, indem die feuchte Masse durch eine Düse mit einem Durchmesser der Löcher von 1 mm gepreßt wurde. Die Arbeitsparameter sind die folgenden:
- - Pulverströmungsgeschwindigkeit: 3,3 g/h
- - Flüssigkeitsströmungsgeschwindigkeit: 2,2 kg/h
- - Torsionsspannung: 39%
- - Kopftemperatur: 55ºC
- - Schneckenrotationsgeschwindigkeit: 140 Upm.
- Die Extrusionsfilamente werden dann in einem Sphäronisator, der auf eine Geschwindigkeit von 1000 Upm eingestellt ist, 2 min bearbeitet. Die erhaltenen Mikropartikel werden dann in einem Bewegtbett für 2 h bei einer maximalen Temperatur von 59ºC getrocknet. Am Ende der Trocknung wird das Produkt mechanisch gesiebt, um die Fraktion im Bereich von 0,7 mm bis 1,2 mm, die zwar 94,2 Gew.-% des Produktes ausmacht, abzutrennen. Die Mikropartikel haben eine scheinbare Dichte von 0,511 g/cm³.
- Im folgenden ist die Auflösungsgeschwindigkeit des so erhaltenen Stranggranulats, bestimmt unter Anwendung des USP-Paddelverfahrens (Apparatur 2) bei Sinkbedingungen in einem Puffer, pH 7,5, angegeben.
- 3 52,2
- 5 69,5
- 15 81,6
- 30 88,8
- 60 90,6
- Beispiel 8 wird mit dem Gemisch in Pulverform, das aus Bariumsulfat, Nicardipin und Kollidon CLMTM (Verhältnis 1/3) besteht, wiederholt.
- Das Extrudieren wird mit den folgenden Arbeitsparametern durchgeführt:
- Pulverströmungsgeschwindigkeit: 4, 1 kg/h
- Flüssigkeitsströmungsgeschwindigkeit: 3,05 kg/h
- Torsionsspannung: 35%
- Kopftemperatur: 38ºC
- Schneckenroationsgeschwindigkeit: 140 Upm.
- Die Extrusionsfilamente werden dann in einem Sphäronisator, der auf eine Geschwindigkeit von 1000 Upm eingestellt ist, 4 min behandelt. Die erhaltenen Mikropartikel werden dann in einem Bewegtbett bei einer Temperatur von 75ºC 2 h getrocknet. Am Ende der Trocknung wird das Produkt mechanisch gesiebt, wobei die Fraktion im Bereich von 0,5 mm bis 1,2 mm, die 92,15 Gew.-% des Produktes ausmacht, abgetrennt wird.
- Die Mikropartikel haben die folgende quantitative Zusammensetzung:
- Bariumsulfat 10,0 Gew.-%
- Nicardipin 22,50 Gew.-%
- Kollidon CLM 67,50 Gew.-%
- Die Mikropartikel haben beim Schütten Dichtecharakteristika von 0,756 g/cm³.
Claims (12)
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT98MI000233A IT1298574B1 (it) | 1998-02-06 | 1998-02-06 | Composizioni farmaceutiche in forma di microparticelle a base polimerica ottenute mediante estrusione e sferonizzazione |
| PCT/EP1999/000781 WO1999039692A2 (en) | 1998-02-06 | 1999-02-05 | Pharmaceutical compositions in form of polymeric microparticles obtained by extrusion and spheronization |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69900544D1 DE69900544D1 (de) | 2002-01-17 |
| DE69900544T2 true DE69900544T2 (de) | 2002-08-22 |
Family
ID=11378855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE69900544T Expired - Lifetime DE69900544T2 (de) | 1998-02-06 | 1999-02-05 | Pharmazeutische zusammensetzungen in form von polymeren mikropartikeln erhalten durch extrusion und bildung von kügelchen |
Country Status (15)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US6355273B1 (de) |
| EP (1) | EP1051158B1 (de) |
| JP (1) | JP2002502809A (de) |
| KR (1) | KR20010040727A (de) |
| AT (1) | ATE209905T1 (de) |
| AU (1) | AU738029B2 (de) |
| BR (1) | BR9907682A (de) |
| CA (1) | CA2319463A1 (de) |
| DE (1) | DE69900544T2 (de) |
| DK (1) | DK1051158T3 (de) |
| ES (1) | ES2168855T3 (de) |
| IT (1) | IT1298574B1 (de) |
| NZ (1) | NZ506639A (de) |
| PT (1) | PT1051158E (de) |
| WO (1) | WO1999039692A2 (de) |
Families Citing this family (19)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CA2348452A1 (en) * | 1998-10-27 | 2000-05-04 | Biovail Technologies Ltd. | Microparticles containing peg and/or peg glyceryl esters |
| ITRN20000051A1 (it) | 2000-12-22 | 2002-06-22 | Ascor Chimici Srl | Metodo e apparecchiatura per formare sferule composite contenenti principi attivi del tipo farmaceutico e/o integratori alimentari o cosmeti |
| DE60223382T2 (de) * | 2001-06-29 | 2008-09-11 | Eurand Pharmaceuticals Ltd., Bray | Verfahren für die thermodynamische aktivierung von wasserlöslichen arzneimitteln, die in vernetzten polymeren geladen sind |
| DE60239952D1 (de) * | 2001-11-14 | 2011-06-16 | Durect Corp | Injizierbare depotzusammensetzungen und deren verwendung |
| US20070196415A1 (en) * | 2002-11-14 | 2007-08-23 | Guohua Chen | Depot compositions with multiple drug release rate controls and uses thereof |
| EP1446101B1 (de) * | 2001-11-14 | 2011-03-23 | Durect Corporation | Katheterinjizierbare depotzusammensetzungen und deren verwendung |
| US6572889B1 (en) * | 2002-03-07 | 2003-06-03 | Noveon Ip Holdings Corp. | Controlled release solid dosage carbamazepine formulations |
| WO2003077886A1 (en) * | 2002-03-20 | 2003-09-25 | Hosokawa Micron Corporation | Method of manufacturing chemical-containing composite particles |
| US20040001889A1 (en) | 2002-06-25 | 2004-01-01 | Guohua Chen | Short duration depot formulations |
| CN1684663A (zh) * | 2002-07-31 | 2005-10-19 | 阿尔萨公司 | 可注射的多模式聚合物储库组合物以及其用途 |
| AU2002359397B2 (en) * | 2002-07-31 | 2009-01-29 | Durect Corporation | Injectable depot compositions and uses thereof |
| EP1696888B1 (de) * | 2003-12-23 | 2015-04-08 | Temrel Limited | Verfahren zur herstellung von pellets für pharmazeutische zusammensetzungen |
| US20060142234A1 (en) * | 2004-12-23 | 2006-06-29 | Guohua Chen | Injectable non-aqueous suspension |
| US8318230B2 (en) * | 2005-05-02 | 2012-11-27 | Henkel Ag & Co. Kgaa | Use of debranched starch in extrusion-spheronization pharmaceutical pellets |
| JP5860284B2 (ja) * | 2008-12-05 | 2016-02-16 | バイエル・インテレクチュアル・プロパティ・ゲゼルシャフト・ミット・ベシュレンクテル・ハフツングBayer Intellectual Property GmbH | 針状の活性物質を含む押出物 |
| EP3079668A1 (de) | 2013-12-09 | 2016-10-19 | Durect Corporation | Pharmazeutisch aktive wirkstoffkomplexe, polymerkomplexe und zusammensetzungen und verfahren damit |
| ES2882639T3 (es) * | 2017-12-28 | 2021-12-02 | Imerys Usa Inc | Copolímeros anfifílicos como modificadores de superficie para la producción de polvos de carbonato de calcio mejorados |
| CN115666621A (zh) | 2020-01-13 | 2023-01-31 | 度勒科特公司 | 具有减少的杂质的持续释放药物递送系统及相关方法 |
| CA3203561A1 (en) | 2021-01-12 | 2022-07-21 | Adrian Neil Verity | Sustained release drug delivery systems and related methods |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4086346A (en) * | 1974-04-06 | 1978-04-25 | Bayer Aktiengesellschaft | Preparation of melt-sprayed spherical phenacetin granules |
| IT1241417B (it) * | 1990-03-06 | 1994-01-14 | Vectorpharma Int | Composizioni terapeutiche a rilascio controllato di farmaci supportatisu polimeri reticolati e rivestiti con film polimerici,e loro processodi preparazione |
| IT1243390B (it) * | 1990-11-22 | 1994-06-10 | Vectorpharma Int | Composizioni farmaceutiche in forma di particelle atte al rilascio controllato di sostanze farmacologicamente attive e procedimento per la loro preparazione. |
| US5350584A (en) * | 1992-06-26 | 1994-09-27 | Merck & Co., Inc. | Spheronization process using charged resins |
| MX9603480A (es) * | 1994-02-16 | 1997-12-31 | Abbott Lab | Procedimiento para preparar formulaciones farmaceuticas en particulas finas. |
| DE19504831A1 (de) * | 1995-02-14 | 1996-09-05 | Basf Ag | Feste Wirkstoffzubereitungen enthaltend Hydroxypropylcellulose |
-
1998
- 1998-02-06 IT IT98MI000233A patent/IT1298574B1/it active IP Right Grant
-
1999
- 1999-02-05 JP JP2000530192A patent/JP2002502809A/ja active Pending
- 1999-02-05 AT AT99910199T patent/ATE209905T1/de active
- 1999-02-05 BR BR9907682-9A patent/BR9907682A/pt not_active Application Discontinuation
- 1999-02-05 DK DK99910199T patent/DK1051158T3/da active
- 1999-02-05 AU AU29251/99A patent/AU738029B2/en not_active Ceased
- 1999-02-05 PT PT99910199T patent/PT1051158E/pt unknown
- 1999-02-05 CA CA002319463A patent/CA2319463A1/en not_active Abandoned
- 1999-02-05 NZ NZ506639A patent/NZ506639A/en not_active IP Right Cessation
- 1999-02-05 DE DE69900544T patent/DE69900544T2/de not_active Expired - Lifetime
- 1999-02-05 WO PCT/EP1999/000781 patent/WO1999039692A2/en not_active Ceased
- 1999-02-05 EP EP99910199A patent/EP1051158B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1999-02-05 ES ES99910199T patent/ES2168855T3/es not_active Expired - Lifetime
- 1999-02-05 KR KR1020007008611A patent/KR20010040727A/ko not_active Withdrawn
-
2000
- 2000-08-04 US US09/601,642 patent/US6355273B1/en not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| KR20010040727A (ko) | 2001-05-15 |
| AU2925199A (en) | 1999-08-23 |
| AU738029B2 (en) | 2001-09-06 |
| ES2168855T3 (es) | 2002-06-16 |
| WO1999039692A3 (en) | 1999-09-23 |
| ITMI980233A1 (it) | 1999-08-06 |
| DK1051158T3 (da) | 2002-04-02 |
| NZ506639A (en) | 2003-05-30 |
| JP2002502809A (ja) | 2002-01-29 |
| PT1051158E (pt) | 2002-05-31 |
| CA2319463A1 (en) | 1999-08-12 |
| US6355273B1 (en) | 2002-03-12 |
| BR9907682A (pt) | 2000-11-14 |
| ATE209905T1 (de) | 2001-12-15 |
| DE69900544D1 (de) | 2002-01-17 |
| EP1051158A2 (de) | 2000-11-15 |
| EP1051158B1 (de) | 2001-12-05 |
| IT1298574B1 (it) | 2000-01-12 |
| WO1999039692A2 (en) | 1999-08-12 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69900544T2 (de) | Pharmazeutische zusammensetzungen in form von polymeren mikropartikeln erhalten durch extrusion und bildung von kügelchen | |
| DE3586600T2 (de) | Dosierungsform eine vielzahl mit einer diffusionshuelle ueberzogener einheiten enthaltend. | |
| DE3587274T2 (de) | Dosierungsform eine vielzahl mit einer diffusionshuelle ueberzogener einheiten enthaltend. | |
| DE69820973T2 (de) | Biphasige arzneimitteldosierungsform aus vielen komponenten, die stoffe enthält, die die verteilung der arzneimittel beeinflussen können | |
| DE69212710T2 (de) | Pharmazeutische Zusammensetzung mit kontrollierter Freigabe und bioadhäsiven Eigenschaften | |
| DE60027272T2 (de) | Stabile, nichtwässrige, einphasige, biokompatible, viskose Träger und Formulierungen, die diese Träger verwenden | |
| AU747129B2 (en) | Pharmaceutical compositions in form of nanoparticles comprising lipidic substances and amphiphilic substances and related preparation process | |
| DE69805443T2 (de) | Sachet-formulierungen | |
| DE69429820T3 (de) | Herstellung biologisch abbaubarer, einen biologisch aktiven stoff enthaltender, mikropartikel | |
| EP1166776B1 (de) | Verfahren zur Herstellung fester oraler Darreichungsformen mit retardierender Wirkstofffreisetzung | |
| DE69510190T2 (de) | Verwendung von fettsäureester als bioklebstoffe | |
| DE69031950T2 (de) | Kleine partikeln enthaltende arzneistoffzusammensetzung | |
| DE69812690T2 (de) | Arzneistoffverabreichungssystem auf basis von flüssigkristall-strukturen | |
| DE69815316T2 (de) | Tabletten mit einem kern, der mit einem pilzbekämpfungsmittel und einem polymeren beschichtet ist | |
| EP1137404A2 (de) | Nanopartikuläre kern-schale systeme sowie deren verwendung in pharmazeutischen und kosmetischen zubereitungen | |
| DE60113509T2 (de) | Herstellungsverfahren für wirkstoffträgerteilchen | |
| DE60202794T2 (de) | Orodispersible tablette mit hoher homogenität und herstellungsverfahren dafür | |
| DE60211130T2 (de) | Neue formulierung mit modifizierter freisetzung | |
| DE69403463T2 (de) | Verfahren zur herstellung von wirkstoff enthaltenden teilchen durch extrusion und lyophilisation | |
| DE602005003343T2 (de) | Arzneiimittel mit verdecktem geschmack in aufbrechenden multipartikeln | |
| EP1317254A2 (de) | Retardpartikeldispersion | |
| EP0621777A1 (de) | Wirkstoff-enthaltende festkörper mit einem gerüst aus hydrophilen makromolekülen und verfahren zu ihrer herstellung. | |
| DE69508580T2 (de) | Pellets | |
| DE68903536T2 (de) | Pharmazeutische granula und daraus hergestellte tabletten. | |
| EP1414407B1 (de) | Trägermatrix mit wirkstoffbeladenen partikeln zur anwendung auf der haut oder schleimhaut |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R081 | Change of applicant/patentee |
Ref document number: 1051158 Country of ref document: EP Owner name: APTALIS PHARMA S.R.L., IT Free format text: FORMER OWNER: EURAND INTERNATIONAL S.P.A., MAILAND/MILANO, IT Effective date: 20110824 |
|
| R082 | Change of representative |
Ref document number: 1051158 Country of ref document: EP Representative=s name: HOFFMANN - EITLE, 81925 MUENCHEN, DE |
|
| R082 | Change of representative |
Ref document number: 1051158 Country of ref document: EP Representative=s name: HOFFMANN - EITLE, 81925 MUENCHEN, DE |