DE69901228T2 - Kosmetische zusammensetzungen enthaltend einen anionischen tensid vom typ alkylpoyglykosidester und ein kationisches polymer sowie deren verwendungen - Google Patents
Kosmetische zusammensetzungen enthaltend einen anionischen tensid vom typ alkylpoyglykosidester und ein kationisches polymer sowie deren verwendungenInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft neue kosmetische Zusammensetzungen, die in einem kosmetisch akzeptablen Träger mindestens einen anionischen grenzflächenaktiven Stoff vom Typ Alkylpolyglykosid- carbonsäureester und mindestens ein kationisches Polymer enthalten, das eine kationische Ladungsdichte von mindestens 2 meq/g aufweist.
- Zur Reinigung und/oder Wäsche der Haare und/oder der Haut werden häufig reinigende Zusammensetzungen (Shampoos oder Duschgele) im wesentlichen auf der Basis von herkömmlichen grenzflächenaktiven Stoffen und insbesondere grenzflächenaktiven Stoffen vom anionischen, nichtionischen und/oder amphoteren Typ, jedoch ganz besonders vom anionischen Typ, eingesetzt. Die Zusammensetzungen werden auf die feuchten Haare oder die feuchte Haut aufgetragen und durch den durch Massieren oder Reiben mit den Händen erzeugten Schaum können nach Spülen mit Wasser die verschiedenen Verschmutzungen entfernt werden, die auf den Haaren oder der Haut vorhanden sind.
- Diese Basiszusammensetzungen weisen zwar ein gutes Waschvermögen auf, die mit ihnen verbundenen kosmetischen Eigenschaften sind jedoch sehr gering, insbesondere da eine solche relativ aggressive Reinigungsbehandlung an den Keratinsubstanzen mehr oder weniger ausgeprägte Schäden hervorrufen kann, die insbesondere damit zusammenhängen, daß die Lipide oder Proteine, die in oder an der Oberfläche der Keratinsubstanzen vorhanden sind, allmählich entfernt werden.
- Zur Verbesserung der kosmetischen Eigenschaften der obengenannten reinigenden Zusammensetzungen und insbesondere von Zusammensetzungen, die auf sensibilisiertes Haar (d. h. Haar, das insbesondere durch chemische Einwirkung von in der Atmosphäre vorhandenen Mitteln und/oder Haarbehandlungen, wie beispielsweise Dauerwellbehandlungen, Färbungen oder Entfärbungen, strapaziert wurde oder brüchig geworden ist) aufgetragen werden sollen, ist es heute üblich, in diese Zusammensetzungen zusätzliche kosmetische Mittel einzuarbeiten, die als Konditioniermittel bezeichnet werden und hauptsächlich dazu dienen sollen, die schädlichen oder unerwünschten Wirkungen auszugleichen oder zu begrenzen, die durch die verschiedenen Behandlungen oder Einwirkungen hervorgerufen werden, denen die Haarfasern mehr oder weniger häufig ausgesetzt sind. Diese Konditioniermittel können selbstverständlich auch die kosmetische Beschaffenheit von natürlichem Haar verbessern.
- Die Konditioniermittel, die derzeit in Haarwaschmitteln meistens verwendet werden, sind kationische Polymere, Silicone und/oder Siliconderivate; durch diese Konditioniermittel sind im Vergleich mit den entsprechenden reinigenden Zusammensetzungen, die diese nicht enthalten, die gewaschenen, trockenen oder feuchten Haare leichter kämmbar, weicher und glatter.
- Trotz der kürzlich auf dem Gebiet der Haarwaschmittel auf der Basis von kationischen Polymeren und/oder Siliconen erzielten Fortschritte sind diese jedoch nicht vollständig zufriedenstellend, so daß auch derzeit ein starkes Bedürfnis nach neuen Produkten besteht, die im Hinblick auf eine oder mehrere der oben genannten kosmetischen Eigenschaften leistungsfähiger sind.
- Herkömmliche Zusammensetzungen weisen jedoch ein wenig zufriedenstellendes Reinigungsvermögen und Schaumvermögen auf. Außerdem fühlen sich die mit diesen Zusammensetzungen behandelten Keratinsubstanzen häufig unangenehm schwer an.
- Anionische grenzflächenaktive Stoffe vom Typ der Alkylpolyglykosidcarbonsäureester wurden bereits in reinigenden kosmetischen Zusammensetzungen eingesetzt. Sie wurden beispielsweise in den Patenanmeldungen EP 510 565 und EP 510 564 beschrieben.
- Zusammensetzungen zum Waschen der Haare, die lediglich diese grenzflächenaktiven Stoffe enthalten, führen jedoch nicht zu guten kosmetischen Eigenschaften.
- Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, kosmetische Zusammensetzungen anzugeben, die zu besseren kosmetischen Eigenschaften führen, insbesondere einer besseren Kämmbarkeit und einer größeren Weichheit der Haare.
- Die Anmelderin hat festgestellt, daß durch die Kombination von speziellen kationischen Polymeren und einem anionischen grenzflächenaktiven Stoff vom Typ Alkylpolyglykosid-carbonsäureester diese Aufgaben gelöst werden können.
- Mit den neuen Zusammensetzungen können im Vergleich mit Zusammensetzungen, die herkömmlich anionische grenzflächenaktive Stoffe enthalten, beispielsweise Salze von Laurylethersulfaten, größere Mengen des kationischen Polymers auf den Keratinsubstanzen (und insbesondere den Haaren) abgeschieden werden, ohne daß sie sich fettig anfühlen oder fettig aussehen.
- Durch die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden die Keratinsubstanzen und insbesondere das Haar in bemerkenswerter Weise behandelt, was sich insbesondere durch eine leichte Kämmbarkeit sowie mehr Volumen, Leichtigkeit, Glätte, Weichheit, Geschmeidigkeit und Halt ausdrückt, ohne daß sie sich schwer anfühlen.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung werden daher kosmetische Zusammensetzungen angegeben, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie in einem kosmetisch akzeptablen Medium mindestens ein nichtcellulosehaltiges kationisches Polymer, dessen kationische Ladungsdichte mindestens 2 meq/g beträgt, und mindestens einen anionischen grenzflächenaktiven Stoff vom Typ Alkylpolyglykosid-carbonsäureester einschließlich seiner Salze enthalten.
- Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Behandlung von Keratinsubstanzen, wie dem Haar, das dadurch gekennzeichnet ist, daß auf die Keratinsubstanzen erfindungsgemäße kosmetische Zusammensetzungen aufgetragen werden.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung werden unter Keratinsubstanzen die Haare, die Wimpern, die Augenbrauen, die Haut, die Nägel, die Schleimhäute und insbesondere die Haare verstanden.
- Die verschiedenen Gegenstände der Erfindung werden im folgenden detailliert beschrieben. Alle nachstehend angegebenen Bedeutungen und Definitionen der in der vorliegenden Erfindung verwendeten Verbindungen gelten für alle Gegenstände der Erfindung.
- Die anionischen grenzflächenaktive Stoffe vom Typ Alkylpolyglykosidcarbonsäureester können die folgende Struktur aufweisen:
- R&sub1;-(O-R&sub2;)tO-(G)vX (I),
- wobei die Gruppe R&sub1; eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Kohlenwasserstoffgruppe mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit etwa 8 bis 24 Kohlenstoffatomen oder eine Alkylphenylgruppe bedeutet, wobei die geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe etwa 8 bis 24 Kohlenstoffatome aufweist, die Gruppe R&sub2; eine Alkylengruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen ist, die Gruppe G einen reduzierten Zucker mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet und t einen Wert im Bereich von 0 bis 10 und v einen Wert im Bereich von 1 bis 15 bezeichnet.
- X ist eine Gruppe, die mindestens eine Carbonsäuregruppe oder ihre Salze enthält. X bildet mit einer Hydrogruppe des Zuckers vorzugsweise in 4- oder 6-Stellung eine Esterbindung.
- X kann unter den folgenden Gruppen ausgewählt werden:
- Die Gruppen Z und Z', die identisch oder voneinander verschieden sind, bedeuten Wasserstoff oder ein anorganisches oder organisches Kation, wie: Alkalimetalle (beispielsweise Na&spplus;, K&spplus;), NH&sub4;&spplus;, Ammoniumgruppen, die von basischen Aminosäuren, wie Lysin, Arginin, Sarcosin, Ornithin oder Citrullin, oder Aminoalkoholen abgeleitet sind, wie Monoethanolamin. Diethanolamin, Triethanolamin, Glucamin, N-Methylglucamin oder 3-Amino-1,2-propandiol.
- Erfindungsgemäß bevorzugte Alkylpolyglykosidester sind die Verbindungen der Formel (I), worin die Gruppe R&sub1; insbesondere eine gesättigte oder ungesättigte, geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen ist, t einen Wert im Bereich von 0 bis 3 und insbesondere 0 bedeutet und G Glucose, Fructose oder Galactose und vorzugsweise Glucose bedeuten kann. Der Polymerisationsgrad des Saccharids, d. h. der Wert v in der Formel (I), kann im Bereich von 1 bis 15 liegen. Gemäß der Erfindung werden reduzierte Zucker bevorzugt, die 80% oder mehr Zucker enthalten, deren Polymerisationsgrad (S) im Bereich von 1 bis 4 liegt. Der mittlere Polymerisationsgrad liegt insbesondere im Bereich von 1 bis 2. Die glykosidischen Bindungen sind vom Typ 1-6 oder 1-4 und insbesondere von Typ 1-4.
- Die Gruppe R&sub1; bedeutet insbesondere eine Oleylgruppe oder ein Gemisch von C&sub8;&submin;&sub1;&sub8;-Gruppen, die von Talg oder Kopra abgeleitet sind, und t = 0.
- Diese grenzflächenaktiven Stoffe sind insbesondere in den Patentanmeldungen EP 510 564 und EP 510 565 beschrieben.
- Von den grenzilächenaktiven Stoffen der Formel (I) können die Handelsprodukte der Firme CESALPINA mit den Bezeichnungen EUCAROL® AEG-SS, EUCAROL® AEG-EC und EUCAROL® AEG-ET angegeben werden.
- Der anionische grenzflächenaktive Stoff vom Typ Alkylpolyglykosidcarbonsäureester kann erfindungsgemäß 0,5 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 25 Gew.-% und noch bevorzugter 2,5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der fertigen Zusammensetzung, ausmachen.
- Die erfindungsgemäß verwendbaren kationischen Polymere weisen eine kationischen Ladungsdichte von 2 meq/g oder darüber und vorzugsweise im Bereich von 2 bis 8 meq/g auf.
- Die Ladungsdichte kann nach der Methode von Kjeldahl ermittelt werden. Sie entspricht im allgemeinen einem pH-Wert in der Größenordnung von 3 bis 9.
- Die kationischen Polymere mit einer kationischen Ladungsdichte von mindestens 2 meq/g, die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, können unter den kationischen Polymeren ausgewählt werden, die bereits an sich dafür bekannt sind, daß sie die kosmetischen Eigenschaften von mit reinigenden Zusammensetzungen behandelten Haaren verbessern, d. h. insbesondere die Polymere, die in der Patentanmeldung EP-A-0 337 354 und den französischen Patentanmeldungen FR-A-2 270 846, 2 383 660, 2 598 611, 2 470 596 und 2 519 863 beschrieben sind.
- Noch allgemeiner bezeichnet im Sinne der vorliegenden Erfindung der Ausdruck "kationisches Polymer" beliebige Polymere, die kationische Gruppen und/oder zu kationischen Gruppen ionisierbare Gruppen enthalten.
- Bevorzugte kationische Polymere sind unter den Polymeren ausgewählt, die als Teil der Polymerhauptkette oder an einem direkt an die Hauptkette gebundenen seitlichen Substituenten primäre, sekundäre, tertiäre und/ oder quartäre Aminogruppen enthalten.
- Die verwendeten kationische Polymere weisen im allgemeinen ein Zahlenmittel des Molekulargewichts im Bereich von etwa 500 bis 5·10&sup6; und vorzugsweise etwa 10³ bis 3·10&sup6; auf.
- Von den kationischen Polymeren können insbesondere die Polymere vom Polyamintyp, Polyaminoamidtyp und vom Typ der quartären Polyammoniumverbindungen genannt werden. Es handelt sich um bekannte Produkte.
- Die Polymere vom Polyamintyp, Polyaminoamidtyp und vom Typ der quartären Polyammoniumverbindungen, die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, sind insbesondere in den französischen Patenten 2 505 348 oder 2 542 997 beschrieben. Von diesen Polymeren können angegeben werden:
- (1) Die Copolymere von Vinylpyrrolidon und Dialkylaminoalkylacrylat oder -methacrylat, die gegebenenfalls quaternisiert sind, beispielsweise die von ISP unter der Bezeichnung "GAFQUAT" vertriebenen Produkte, wie "GAFQUAT 734, 755 oder HS 100", oder das Produkt mit der Bezeichnung "COPOLYMER 937". Diese Polymere sind detailliert in den französischen Patenten 2 077 143 und 2 393 573 beschrieben.
- (2) Die Polymere, die aus Piperazinyleinheiten und zweiwertigen Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppen mit linearen oder verzweigten Ketten bestehen, die gegebenenfalls durch Sauerstoffatome, Schwefelatome oder Stickstoffatome oder aromatische oder heterocyclische Ringe unterbrochen sind, sowie die Oxidationsprodukte und/oder Quaternisierungsprodukte dieser Polymere. Diese Polymere sind insbesondere in den französischen Patenten 2 162 025 und 2 280 361 beschrieben.
- (6) Die wasserlöslichen Polyaminoamide, die insbesondere durch Polykondensation einer Säure mit einem Polyamin hergestellt werden; die Polyaminoamide können mit einem Epihalohydrin, Diepoxid, Dianhydrid, ungesättigtem Dianhydrid, zweifach ungesättigtem Derivat, Bishalohydrin, Bis-azetidinium, Bis-haloacyldiamin, Alkyl-bis-halogenid oder einem Oligomer vernetzt sein, das aus der Reaktion einer bifunktionellen Verbindung resultiert, die gegenüber einem Bis-halohydrin, Bis-azetidinium, Bis-haloacyldiamin, Alkyl-bis-halogenid, Epihalohydrin, Diepoxid oder zweifach ungesättigten Derivat reaktiv ist, wobei das Vernetzungsmittel in Mengenanteilen von 0,025 bis 0,35 mol pro Aminogruppe des Polyaminoamids verwendet wird. Diese Polyaminoamide können alkyliert sein und eine oder mehrere tertiäre oder quartäre Aminogruppen enthalten. Diese Polymere sind insbesondere in den französischen Patenten 2 252 840 und 2 368 508 beschrieben.
- (4) Die Polyaminoamidderivate, die bei der Kondensation von Polyalkylenpolyaminen mit Polycarbonsäuren und anschließender Alkylierung mit bifunktionellen Mitteln entstehen. Es können beispielsweise die Adipinsäure-Dialkylaminohydroxyalkyldialkylentriamin-Polymere genannt werden, deren Alkylgruppen 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen und vorzugsweise Methyl, Ethyl oder Propyl bedeuten. Diese Polymere sind insbesondere in dem französischen Patent 1 583 363 beschrieben.
- Von diesen Derivaten können insbesondere die Adipinsäure- Dimethylaminohydroxypropyldiethylentriamin-Polymere genannt werden, die unter der Bezeichnung "CARTARETINE F, F4 oder F8" von SANDOZ erhältlich sind.
- (5) Die Polymere, die durch Umsetzung eines Polyalkylenpolyamins, das zwei primäre Aminogruppen und mindestens eine sekundäre Aminogruppe aufweist, mit einer Dicarbonsäure hergestellt werden, welche unter Diglykolsäure und den gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen ausgewählt ist, wobei das Molverhältnis von Polyalkylenpolyamin und Dicarbonsäure im Bereich von 0,8 : 1 bis 1,4 : 1 liegt und wobei das resultierende Polyaminoamid mit Epichlorhydrin in einem Molverhältnis Epichlorhydrin / sekundäre Aminogruppe des Polyaminoamids im Bereich von 0,5 : 1 bis 1,8 : 1 umgesetzt wird. Diese Polymere sind insbesondere in den amerikanischen Patenten 3 227 615 und 2 961 347 beschrieben.
- Polymere dieses Typs sind insbesondere unter der Bezeichnung "HER- COSETT 57" von der Firma HERCULES Inc. oder der Bezeichnung "PD 170" oder "DELSETTE 101" von HERCULES im Handel, wobei es sich in diesem Fall um das Adipinsäure/Epoxypropyldiethylentriamin- Copolymer handelt.
- (6) Methyldiallylamin-Cyclopolymere oder Dimethyldiallylammonium- Cyclopolymere, beispielsweise die Homopolymere oder Copolymere, die Einheiten der Formel (VI) oder (VI') enthalten:
- worin k und t 0 oder 1 bedeuten, wobei die Summe k + t 1 ist; R&sub1;&sub2; Wasserstoff oder Methyl bedeutet; R&sub1;&sub0; und R&sub1;&sub1; unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxyalkylgruppe, deren Alkylgruppe vorzugsweise 1 bis 5 Kohlenstoffatome aufweist, oder eine niedere Amidoalkylgruppe bedeuten oder R&sub1;&sub0; und R&sub1;&sub1; gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, heterocyclische Gruppen bilden können, wie Piperidinyl oder Morpholinyl; und Y&supmin; ein Anion ist, beispielsweise Bromid, Chlorid, Acetat, Borat, Citrat, Tartrat, Bisulfat, Bisulfit, Sulfat oder Phosphat. Diese Polymere sind insbesondere in dem französischen Patent 2 080 759 und seinem Zusatzpatent 2 190 406 beschrieben.
- Es können beispielsweise das Diallyldimethylammoniumchlorid- Homopolymer, das unter der Bezeichnung "MERQUAT 100" von der Firma CALGON erhältlich ist und die Copolymere von Diallyldimethylammoniumchlorid und Acrylamid angegeben werden, die unter der Bezeichnung "MERQUAT 550" im Handel sind.
- (7) Die quartären Diammoniumpolymere mit wiederkehrenden Einheiten der folgenden Formel:
- wobei in der Formel (VII) bedeuten:
- - die Gruppen R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4;, R&sub1;&sub5; und R&sub1;&sub6;, die identisch oder voneinander verschieden sind, aliphatische, alicyclische oder arylaliphatische Gruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen oder niedere hydroxyalkylaliphatische Gruppen, oder R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4;, R&sub1;&sub5; und R&sub1;&sub6; bilden gemeinsam oder unabhängig voneinander mit den Stickstoffatomen, an die sie gebunden sind, Heterocylen, die gegebenenfalls ein weiteres Heteroatom, das von Stickstoff verschieden ist, enthalten, oder R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4;, R&sub1;&sub5; und R&sub1;&sub6; bedeuten eine geradkettige oder verzweigte C&sub1;-&sub6;-Alkylgruppe, die substituiert ist mit einer Gruppe Nitril, Ester, Acyl, Amid oder -CO-O-R&sub1;&sub7;-D oder -CO-NH-R&sub1;&sub7;D, worin R&sub1;&sub7; eine Alkylengruppe bedeutet und D eine quartäre Ammoniumgruppe ist;
- - A&sub1; und B&sub1; Polymethylengruppen mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen, die geradkettig oder verzweigt, gesättigt oder ungesättigt vorliegen können und an die Hauptkette gebunden oder in der Hauptkette einen oder mehrere aromatische Ringe oder ein oder mehrere Sauerstoffatome oder Schwefelatome oder die folgenden Gruppen enthalten können: Sulfoxid, Sulfon, Disulfid, Amino, Alkylamino, Hydroxy, quartäre Ammoniumgruppen, Ureido, Amid oder Ester und
- - X&supmin; ein Anion, das von einer anorganischen oder organischen Säure abgeleitet ist;
- - wobei A&sub1;, R&sub1;&sub3; und R&sub1;&sub5; gemeinsam mit den beiden Stickstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen Piperazinring bilden können;
- - wenn A&sub1; eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppe bedeutet, kann B&sub1; ferner eine (CH&sub2;)n-CO-D-OC-(CH&sub2;)n-Gruppe bedeuten, worin D bedeutet:
- a) einen Glykolrest der Formel: -O-Z-O-, wobei Z eine geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe oder eine Gruppe der folgenden beiden Formeln bedeutet:
- -(CH&sub2;-CH&sub2;-O)x-CH&sub2;CH&sub2;-
- -[CH&sub2;-CH(CH&sub3;)-O]y-CH&sub2;-CH(CH&sub3;)-
- worin x und y eine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeuten und einen definierten und einzigen Polymerisationsgrad darstellt oder eine beliebige Zahl von 1 bis 4 bedeuten und einen mittleren Polymerisationsgrad darstellen;
- b) einen bis-sekundären Diaminrest, beispielsweise ein Piperazinderivat;
- c) einen bis-primären Diaminrest der Formel: -NH-Y-NH, worin Y eine geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe oder die zweiwertige Gruppe -CH&sub2;-CH&sub2;-S-S-CH&sub2;-CH&sub2;- bedeutet; oder
- d) eine Ureylengruppe der Formel: -NH-CO-NH-;
- X&supmin; ist vorzugsweise ein Anion wie Chlorid oder Bromid.
- Diese Polymere weisen im allgemeinen ein Zahlenmittel des Molekulargewichts von 1000 bis 100 000 auf.
- Polymere dieses Typs sind insbesondere in den französischen Patenten 2 320 330, 2 270 846, 2 316 271, 2 336 434 und 2 413 907 und den Patenten US-2 273 780, 2 375 853, 2 388 614, 2 454 547, 3 206 462, 2 261 002, 2 271 378, 3 874 870, 4 001 432, 3 929 990, 3 966 904, 4 005 193, 4 025 617, 4 025 627, 4 025 653, 4 026 945 und 4 027 020 beschrieben.
- Es können insbesondere Polymere mit wiederkehrenden Einheiten der folgenden Formel verwendet werden:
- wobei die Gruppen R&sub1;, R&sub2;, R&sub3; und R&sub4;, die identisch oder voneinander verschieden sind, Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppen mit etwa 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, n und p ganze Zahlen im Bereich von 2 bis 20 sind und X&supmin; ein Anion bedeutet, das von einer anorganischen oder organischen Säure abgeleitet ist.
- Eine besonders bevorzugte Verbindung der Formel (a) ist die Verbindung, worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; Methyl bedeuten und n = 3, p = 6 und X = Cl, die nach INCI-Nomenklatur (CTFA) als Hexadimethrine chloride bezeichnet wird.
- (8) Quartäre Polyammoniumpolymere, die aus Einheiten der Formel (VIII) bestehen:
- worin bedeuten:
- - R&sub1;&sub8;, R&sub1;&sub9;, R&sub2;&sub0; und R&sub2;&sub1;, die identisch oder voneinander verschieden sind, Wasserstoff, Methyl, Ethyl, Propyl, β-Hydroxyethyl, β- Hydroxypropyl oder -CH&sub2;CH&sub2;(OCH&sub2;CH&sub2;)pOH, wobei p 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 6 bedeutet, mit der Maßgabe, daß R&sub1;&sub8;, R&sub1;&sub9;, R&sub2;&sub0; und R&sub2;&sub1; nicht gleichzeitig Wasserstoff bedeuten,
- - r und s, die identisch oder voneinander verschieden sind, ganze Zahlen von 1 bis 6,
- - q 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 34,
- - X ein Halogenatom,
- - A eine Dihalogenidgruppe oder vorzugsweise die Gruppe -CH&sub2;-CH&sub2;-O-CH&sub2;-CH&sub2;-.
- Diese Verbindungen sind insbesondere in der Patentanmeldung EP-A-122 324 beschrieben.
- Von diesen können beispielsweise die Produkte "MIRAPOL® A 15", "MIRAPOL 10 AD1", "MIRAPOL AZ1" und "MIRAPOL 175" der Firma MIRANOL angegeben werden.
- (9) Homopolymere oder Copolymere, die von Acryl- oder Methacrylsäure abgeleitet sind und die folgenden Einheiten enthalten:
- worin:
- - die Gruppen R&sub2;&sub2; unabhängig voneinander H oder CH&sub3; bedeuten,
- - die Gruppen A&sub2; unabhängig eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxyalkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten,
- - die Gruppen R&sub2;&sub3;, R&sub2;&sub4; und R&sub2;&sub5;, die identisch oder voneinander verschieden sind, unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Benzylgruppe bedeuten,
- - die Gruppen R&sub2;&sub6; und R&sub2;&sub7; ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten,
- - X&sub2;&supmin; ein Anion bedeutet, beispielsweise Methosulfat oder ein Halogenid, wie Chlorid oder Bromid.
- Das Comonomer oder die Comonomere, die bei der Herstellung der entsprechenden Copolymere verwendbar sind, stammen aus der Gruppe der Acrylamide, Methacrylamide, Diacetonacrylmide, Acrylamide und Methacrylamide, die am Stickstoff mit niederen Alkylgruppen substituiert sind, Alkylester, Acrylsäure oder Methacrylsäure, Vinylpyrrolidon oder Vinylester.
- (10) Die quartären Polymere von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol, beispielsweise die Handelsprodukte "LUVIQUAT® FC 905, FC 550 und FC 370" von der Firma BASF.
- (11) Die Polyamine, wie "POLYQUART® H" von HENKEL, das nach CTFA-Nomenklatur als «POLYETHYLENGLYCOL (15) TALLOW POLYAMINE» bezeichnet wird.
- (12) Die Polymere, die mit Methacryloyloxy(C&sub1;&submin;&sub4;)alkyl-tri(C&sub1;&submin;&sub4;)alkylammoniumsalzen vernetzt sind, beispielsweise die Polymere, die durch Homopolymerisation von mit Methylchlorid quaternisiertem Dimethylaminoethylmethacrylat oder durch Copolymerisation von Acrylamid und mit Methylchlorid quaternisiertem Dimethylaminoethylmethacrylat hergestellt sind, wobei nach der Homo- oder Copolymerisation mit einer Verbindung mit olefinischer Doppelbindung vernetzt wird, insbesondere Methylen-bis-acrylamid. Es kann insbesondere ein vernetztes Acrylamid/Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid-Copolymer (20/80 Gew.-%) in Form einer Dispersion mit 50 Gew.-% des Polymers in Mineralöl verwendet werden. Diese Dispersion ist unter der Bezeichnung "SALCARE® SC 92" von er Firma ALLIED COLLOIDS erhältlich. Es kann auch ein vernetztes Homopolymer von Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid mit etwa 50 Gew.-% Homopolymer in Mineralöl oder einem flüssigen Ester eingesetzt werden. Diese Dispersion ist unter der Bezeichnung "SALCARE® SC 95" von ALLIED COLLOIDS erhältlich.
- Weitere kationische Polymere, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, sind Polyalkylenimine und insbesondere Polyethylenimine, Polymere, die Vinylpyridin- oder Vinylpyridinium- Einheiten enthalten, Kondensate von Polyaminen und Epichlorhydrin; quartäre Polyureylene und Chitinderivate.
- Von den kationischen Polymeren, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, werden die folgenden Produkte bevorzugt verwendet:
- - die Cyclopolymere und insbesondere die Polymere von Dimethyldiallylammoniumchlorid oder die Copolymere von Dimethyldiallylammoniumchlorid und Acrylamid, die unter den Bezeichnungen < < MERQUAT 100> > und < < MERQUAT 550> > von der Firma CALGON im Handel erhältlich sind.
- Die kationischen Polymere können erfindungsgemäß 0,001 bis 10 Gew.- %, vorzugsweise 0,005 bis 5 Gew.-% und noch bevorzugter 0,01 bis 3 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der fertigen Zusammensetzung, ausmachen.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten ferner vorteilhaft mindestens einen weiteren grenzflächenaktiven Stoff, der im allgemeinen in einer Menge von ungefähr 0,1 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 40% und noch bevorzugter 5 bis 30%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.
- Dieser grenzflächenaktive Stoff kann unter den anionischen, amphoteren, nichtionischen oder kationischen grenzflächenaktiven Stoffen oder deren Gemischen ausgewählt werden.
- Für die Durchführung der vorliegenden Erfindung sind insbesondere die folgenden zusätzlichen grenzflächenaktiven Stoffe geeignet:
- Im Rahmen der vorliegenden Erfindung stellt die Art der anionischen grenzflächenaktiven Stoffe keinen kritischen Parameter dar.
- Als Beispiele für anionische grenzflächenaktive Stoffe, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung alleine oder im Gemisch verwendbar sind, können insbesondere die Salze (und insbesondere die Alkalisalze, besonders die Natriumsalze, Ammoniumsalze, Aminsalze, Aminoalkoholsalze oder Magnesiumsalze) der folgenden Verbindungen genannt werden (nicht einschränkende Aufzählung): Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkylamidoethersulfate, Alkylarylpolyethersulfate, Monoglyceridsulfate; Alkylsulfonate, Alkylphosphate, Alkylamidsulfonate, Alkylarylsulfonate, α-Olefinsulfonate, Paraffinsulfonate; Alkylsulfosuccinate, Alkylethersulfosuccinate, Alkylamidsulfosuccinate; Alkylsulfosuccinamate; Alkylsulfoacetate; Alkyletherphosphate; Acylsarcosinate; Acylisethionate und N- Acyltaurate, wobei die Alkyl- oder Acylgruppen der verschiedenen Verbindungen vorzugsweise 8 bis 24 Kohlenstoffatome enthalten und die Arylgruppe vorzugsweise Phenyl oder Benzyl bedeutet. Von den anionischen grenzflächenaktiven Stoffen, die ebenfalls verwendbar sind, können auch die Salze von Fettsäuren, beispielsweise die Salze von Ölsäure, Ricinolsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure und Säuren von Kopraöl oder hydriertem Kopraöl; und die Acyllactylate, deren Acylgruppe 8 bis 20 Kohlenstoffatome aufweist, genannt werden. Es können auch schwach anionische grenzflächenaktive Stoffe verwendet werden, wie Alkyl-D-galactosid-uronsäuren und deren Salze und die polyalkoxylierten C&sub6;&submin;&sub2;&sub4;-Alkylcarbonsäureether, polyalkoxylierten C&sub6;&submin;&sub2;&sub4;- Alkylarylcarbonsäureether und polyalkoxylierten C&sub6;&submin;&sub2;&sub4;-Alkylamidocarbonsäureether und ihre Salze, insbesondere die Verbindungen, die 2 bis 50 Ethylenoxidgruppen aufweisen, sowie deren Gemische.
- Von den anionischen grenzflächenaktiven Stoffen werden erfindungsgemäß vorzugsweise die Salze von Alkylsulfaten und Alkylethersulfaten und deren Gemische verwendet.
- Die nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffe sind an sich bekannte Verbindungen (siehe hierzu insbesondere "Handbook of Surfactants" von M. R. PORTER, Edition Blackie & Son (Glasgow and London), 1991, S. 116-178) und ihre Art ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht kritisch. Sie können daher insbesondere unter den folgenden Verbindungen ausgewählt werden, wobei diese Aufzählung nicht einschränkend zu verstehen ist: Alkoholen, α-Diolen, Alkylphenolen oder Fettsäuren, die polyethoxyliert, polypropoxyliert oder mehrfach mit Glycerin verethert sind, wobei sie eine Fettkette aufweisen, die beispielsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatome enthält, und wobei die Anzahl der Ethylenoxidgruppen oder Propylenoxidgruppen insbesondere im Bereich von 2 bis 50 und die Anzahl der Glyceringruppen insbesondere im Bereich von 2 bis 30 liegen kann. Es können ferner die Copolymere von Ethylenoxid und Propylenoxid, die Kondensate von Ethylenoxid und Propylenoxid mit Fettalkoholen; die polyethoxylierten Fettamide, die vorzugsweise 2 bis 30 mol Ethylenoxid aufweisen, die mehrfach mit Glycerin veretherten Fettamide, die im Mittel 1 bis 5 Glyceringruppen und insbesondere 1,5 bis 4 Glyceringruppen aufweisen; die polyethoxylierten Fettamine, die vorzugsweise 2 bis 30 mol Ethylenoxid aufweisen; die ethoxylierten Sorbitanfettsäureester mit 2 bis 30 mol Ethylenoxid; die Saccharosefettsäureester, die Polyethylenglykolfettsäureester, die Alkylpolyglykoside, N-Alkylglucaminderivate und Aminoxide, wie beispielsweise C&sub1;&sub0;&submin;&sub1;&sub4;-Alkylaminoxide oder N-Acylaminopropyl-morpholinoxide, angegeben werden. Es wird darauf hingewiesen, daß die Alkylpolyglykoside nichtionische grenzflächenaktive Stoffe sind, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders gut geeignet sind.
- Die zusätzlichen amphoteren grenzflächenaktiven Stoffe, deren Art im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht kritisch ist, können insbesondere aliphatische, sekundäre oder tertiäre Aminderivate sein, worin die aliphatische Gruppe eine lineare oder verzweigte Kette mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen ist, die mindestens eine wasserlösliche anionische Gruppe aufweisen (beispielsweise Carboxylat, Sulfonat, Sulfat, Phosphat oder Phosphonat), wobei diese Aufzählung nicht einschränkend zu verstehen ist; es können auch die C&sub8;&submin;&sub2;&sub0;-Alkylbetaine, Sulfobetaine, C&sub8;&submin;&sub2;&sub0;- Alkyl-C&sub1;&submin;&sub6;-Amidoalkylbetaine oder die C&sub8;&submin;&sub2;&sub0;-Alkyl-C&sub1;&submin;&sub6;-Amidoalkylsulfobetaine genannt werden.
- Von den Aminderivaten können die Produkte, die unter der Bezeichnung MIRANOL im Handel erhältlich sind und die in den Patenten US-2 528 378 und US-2 781 354 beschrieben sind, mit den folgenden Strukturen genannt werden:
- R&sub2;-CONHCH&sub2;CH&sub2;-N(R&sub3;)(R&sub4;)(CH&sub2;COO&supmin;) (2),
- worin bedeuten: R&sub2; eine Alkylgruppe, die von einer Säure R&sub2;-COOH abgeleitet ist, die in hydrolysiertem Kopraöl vorliegt, Heptyl, Nonyl oder Undecyl; R&sub3; eine β-Hydroxyethylgruppe und R&sub4; eine Carboxymethylgruppe; und
- R&sub5;-CONHCH&sub2;CH&sub2;-N(B)(C) (3),
- worin bedeuten:
- B eine Gruppe -CH&sub2;CH&sub2;OX';
- C eine Gruppe -(CH&sub2;)z-Y' mit z = 1 oder 2;
- X' die Gruppe -CH&sub2;CH&sub2;-COOH oder Wasserstoff;
- Y' die Gruppe -COOH oder -CH&sub2;-CHOH-SO&sub3;H; und
- R&sub5; eine Alkylgruppe einer Carbonsäure, die in hydrolysiertem Kopraöl oder Leinöl vorliegt, eine Alkylgruppe insbesondere mit 7, 9, 11 oder 13 Kohlenstoffatomen, eine C&sub1;&sub7;-Alkylgruppe in Isoform oder eine ungesättigte C&sub1;&sub7;-Gruppe.
- Diese Verbindungen werden nach CTFA-Nomenklatur (5. Ausgabe, 1993) als Dinatrium-cocoamphodiacetat, Dinatrium-lauroamphodiacetat, Dinatrium-caprylamphodiacetat, Dinatrium-capryloamphodiacetat, Dinatrium-cocoamphodipropionat, Dinatrium-lauroamphodipropionat, Dinatrium-caprylamphodipropionat, Dinatrium-capryloamphodipropionat, Lauroamphodipropionsäure und Cocoamphodipropionsäure bezeichnet.
- Es ist beispielsweise das Cocoamphodiacetat zu nennen, das unter der Handelsbezeichnung MIRANOL® C2M Konzentrat von der Firma RHODIA CHIMIE erhältlich ist.
- In den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden vorzugsweise Gemische von grenzilächenaktiven Stoffen und insbesondere Gemische von anionischen grenzflächenaktiven Stoffen oder Gemische von anionischen grenzflächenaktiven Stoffen und amphoteren oder nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffen eingesetzt. Ein besonders bevorzugtes Gemisch ist ein Gemisch, das aus mindestens einem anionischen grenzflächenaktiven Stoff und mindestens einem amphoteren grenzflächenaktiven Stoff besteht.
- Vorzugsweise wird ein anionischer grenzflächenaktiver Stoff verwendet, der unter den Natrium-, Triethanolamin- oder Ammonium-C&sub1;&sub2;&submin;&sub1;&sub4;-alkylethersulfaten, den Natrium-, Triethanolamin- oder Ammonium- C&sub1;&sub2;&submin;&sub1;&sub4;- alkylethersulfaten, die mit etwa 2,2 mol Ethylenoxid ethoxyliert sind, Natriumcocoylisethionat und Natrium-alpha-olefin(C&sub1;&sub4;&submin;&sub1;&sub6;)sulfonat und deren Gemischen mit folgenden Verbindungen ausgewählt ist:
- - entweder einem amphoteren grenzflächenaktiven Stoff, wie beispielsweise den Aminderivaten, die als Dinatriumcocoamphodipropionat oder Natriumcocoamphopropionat bezeichnet werden und insbesondere von der Firma RHODIA CHIMIE unter der Handelsbezeichnung "MIRANOL® C2M CONC" in wäßriger Lösung mit 38% Wirkstoff oder unter der Bezeichnung MIRANOL® C32 im Handel sind;
- - oder einem amphoteren grenzflächenaktiven Stoff, wie beispielsweise Alkylbetainen und insbesondere dem Cocoylbetain; das unter der Bezeichnung "DEHYTON® AB 30" in wäßriger Lösung mit 32% WS von der Firma HENKEL im Handel ist, oder C&sub8;&submin;&sub2;&sub0;-Alkyl-C&sub1;&submin;&sub6;-Amidoalkylbetainen und insbesondere TEGOBETAINE® F 50 von der Firma GOLDSCHMIDT.
- Es können auch kationische grenzflächenaktive Stoffe verwendet werden; von diesen können insbesondere genannt werden (nicht einschränkende Aufzählung): Salze von primären, sekundären oder tertiären Fettaminen, die gegebenenfalls polyalkoxyliert sind; quartäre Ammoniumsalze, wie die Chloride oder Bromide von Tetraalkylammonium, Alkylamidoalkyltrialkylammonium, Trialkylbenzylammonium, Trialkylhydroxyalkylammonium oder Alkylpyridinium; Imidazolinderivate; oder Aminoxide mit kationischen Eigenschaften.
- Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann auch mindestens einen Zusatzstoff enthalten, der unter den Verdickungsmitteln, grenzflächenaktiven Stoffen, Parfums, Perlglanzpigmenten, Konservierungsmitteln, Sonnenschutzfiltern, kationischen grenzflächenaktiven Stoffen, anionischen, nichtionischen oder amphoteren Polymeren, Proteinen, Proteinhydrolysaten, Ceramiden, Pseudoceramiden, Fettsäuren mit geraden oder verzweigten C&sub1;&sub6;&submin;&sub4;&sub0;-Ketten, beispielsweise 18-Methyleicosansäure, Hydroxysäuren, Vitaminen, Panthenol, Siliconen, pflanzlichen Ölen, Mineralölen und synthetischen Ölen oder beliebigen Zusatzstoffen ausgewählt ist, die herkömmlich in der Kosmetik verwendet werden und die die Stabilität und die Eigenschaften der erfindungsgemäßen kosmetischen Zusammensetzungen nicht beeinträchtigen.
- Diese Zusatzstoffe liegen in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in Mengenanteilen vor, die im Bereich von 0 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegen können. Die genaue Menge jedes Zusatzstoffes kann vom Fachmann in Abhängigkeit von seiner Art und Funktion in einfacher Weise bestimmt werden.
- Das kosmetisch akzeptable wäßrige Medium kann ausschließlich aus Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und einem kosmetisch akzeptablen Lösungsmittel bestehen, beispielsweise einem niederen C&sub1;&submin;&sub4;- Alkohol, wie Ethanol, Isopropanol, t-Butanol und n-Butanol, und Alkylenglykolen wie Propylenglykol und Glykolethern. Die Zusammensetzung enthält vorzugsweise 50 bis 95 Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
- Die erfindungsgemäßen reinigenden Zusammensetzungen weisen einen pH-Wert auf, der im allgemeinen im Bereich von 3 bis 10 liegt. Der pH- Wert liegt vorzugsweise im Bereich von 4 bis 8. Der pH-Wert kann in herkömmlicher Weise auf den gewünschten Wert eingestellt werden, indem zu der Zusammensetzung eine (organische oder anorganische) Base, beispielsweise Ammoniak oder ein primäres, sekundäres oder tertiäres (Poly)amin, wie Monoethanolamin, Diethanolamin; Triethanolamin, Isopropanolamin oder 1,3-Diaminopropan, oder auch eine Säure und vorzugsweise eine Carbonsäure, wie beispielsweise Citronensäure, gegeben wird.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können neben der oben definierten Kombination Mittel zur Einstellung der Viskosität wie Elektrolyte oder Verdickungsmittel enthalten. Es können insbesondere Natriumchlorid, Natriumxylolsulfonat, Skleroglucane, Xanthangummen, Alkanolamide von Fettsäuren, Alkanolamide von Alkylethercarbonsäuren, die gegebenenfalls mit bis zu 5 mol Ethylenoxid ethoxyliert sind, beispielsweise das unter der Bezeichnung "AMINSOL A15" von der Firma CHEM Y im Handel befindliche Produkt, vernetzte Polyacrylsäuren und vernetzte Copolymere von Acrylsäure und C&sub1;&sub0;&submin;&sub3;&sub0;-Alkylacrylaten genannt werden. Diese Mittel zur Einstellung der Viskosität werden in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in Mengenanteilen verwendet, die bis zu 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, betragen können.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch bis zu 5% Perlglanzpigmente oder Trübungsmittel enthalten, die im Stand der Technik wohlbekannt sind, beispielsweise Natrium- oder Magnesiumpalmitat, Natrium- oder Magnesiumstearat und Natrium- oder Magnesiumhydroxystearat, Acylderivate mit Fettkette, wie Mono- oder Distearate von Ethylenglykol oder Polyethylenglykol, Ether mit Fettkette, wie der Distearylether oder 1-Hexadecyloxy-2-octadodecanol.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch Verbindungen enthalten, die in Bezug auf die Schaumbildung synergistisch sind, beispielsweise C&sub1;&sub0;&submin;&sub1;&sub8;-Alkandiole oder Alkanolamide mit Fettkette, die von Mono- oder Diethanolamin abgeleitet sind.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können zum Waschen oder zur Behandlung von Keratinsubstanzen, wie der Haare, der Haut, der Wimpern, der Augenbrauen, der Nägel, der Lippen, der Kopfhaut und insbesondere der Haare verwendet werden.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen stellen insbesondere reinigende Zusammensetzungen, wie Haarwaschmittel, Duschgele und Schaumbäder, dar.
- Gemäß dieser Ausführungsform der Erfindung enthalten die Zusammensetzungen eine reinigende Basisformulierung, die im allgemeinen wäßrig ist. Die reinigende Basisformulierung kann nur den anionischen grenzflächenaktiven Stoff vom Typ Alkylpolyglykosid-carbonsäureester oder auch weitere zusätzliche grenzflächenaktive Stoffe enthalten.
- Der (die) zusätzliche(n) grenzflächenaktive(n) Stoff(e) können unabhängig voneinander einzeln oder im Gemisch unter den oben definierten anionischen, amphoteren, nichtionischen und kationischen grenzflächenaktiven Stoffen ausgewählt werden.
- Die Menge und die Qualität der reinigenden Basisformulierung sind so gewählt, daß die fertige Zusammensetzung ein zufriedenstellendes Schaum- und/oder Reinigungsvermögen besitzt.
- Diese reinigenden Zusammensetzungen schäumen vorzugsweise; das durch die Schaumhöhe gekennzeichnetes Schaumvermögen der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen liegt im allgemeinen über 75 mm und vorzugsweise über 100 mm, wobei das Schaumvermögen nach dem modifizierten Ross-Miles-Test (NF T 73-404/ISO696) ermittelt wird. Der Test wurde folgendermaßen abgewandelt:
- Die Messung wird bei 22ºC mit mittels Osmose geklärtem Wasser durchgeführt. Die Konzentration der Lösung betragt 2 g/l. Die Fallhöhe ist Im. Die Menge der fallenden Zusammensetzung ist 200 ml. Diese 200 ml fallen in einen Meßzylinder mit einem Durchmesser von 50 mm, der 50 ml der zu untersuchenden Lösung enthält. Die Bestimmung wird 5 min nach dem Ausgießen der Zusammensetzung durchgeführt.
- Die reinigende Basisformulierung kann gemäß der Erfindung 4 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 6 bis 35 Gew.-% und noch bevorzugter 8 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der fertigen. Zusammensetzung, ausmachen.
- Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Behandlung von Keratinsubstanzen, die der Haut oder der Haare, das dadurch gekennzeichnet ist, daß auf die Keratinsubstanzen eine oben definierte kosmetische Zusammensetzung aufgetragen und anschließend gegebenenfalls mit Wasser gespült wird.
- Das erfindungsgemäß Verfahren ermöglicht somit den Halt der Frisur, die Behandlung, die Pflege, das Waschen oder das Abschminken der Haut, der Haare und beliebiger weiterer Keratinsubstanzen.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch in Form von Pflegeprodukten, die ausgespült werden oder im Haar verbleiben, Zusammensetzungen für Dauerwellen, Entkräuselungen, Färbungen oder Entfärbungen oder in Form von Zusammensetzungen vorliegen, die ausgespült werden und vor oder nach einer Färbung oder Entfärbung, Dauerwelle oder Entkräuselung oder auch zwischen den beiden Schritten einer Dauerwelle oder Entkräuselung aufgetragen werden.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch in Form von reinigen Zusammensetzungen für die Haut und insbesondere in Form von Lösungen oder Gelen zum Baden oder für die Dusche oder Produkten zum Abschminken vorliegen.
- Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch als wäßrige oder wäßrig-alkoholische Lotionen, Gele, Milche, Cremes, Emulsionen, dickflüssige Lotionen oder Schäume vorliegen und für die Haut die Nägel, die Wimpern, die Lippen und insbesondere die Haare verwendet werden.
- Im gesamten Text sind die angegebenen Mengen als Gewichtsprozent ausgedrückt.
- Die Erfindung wird nun anhand der folgenden Beispiele näher erläutert, wobei sie natürlich nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen beschränkt ist.
- In den Beispielen bedeutet Ws Wirkstoff.
- Es wird ein erfindungsgemäßes Haarwaschmittel hergestellt: EUCAROL AEG/SS von CESALPINA:
- wobei eine der Gruppen X Wasserstoff und die andere Gruppe X die folgende Gruppe bedeutet:
- R ist eine von Kopraalkohol abgeleitete Gruppe.
- Diallyldimethylammoniumchlorid-Homopolymer, von der Firma CALGON im Handel (kationische Ladungsdichte etwa 6 meq/g)
- Es wird eine Haarwäsche durchgeführt, wobei etwa 12 g Zusammensetzung A oder Zusammensetzung B auf die zuvor befeuchteten, entfärbten Haare aufgetragen werden. Das Haarwaschmittel wird zum Schäumen gebracht, worauf ausgiebig mit Wasser gespült wird.
- Die mit der Zusammensetzung A gewaschenen Haare sind im Vergleich mit der Zusammensetzung B weicher und leichter kämmbar.
Claims (19)
1. Kosmetische Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, daß sie
in einem kosmetisch akzeptablen Medium mindestens ein
kationisches Polymer, das keine Cellulose umfaßt und eine kationische
Ladungsdichte von 2 meq/g oder darüber aufweist, und mindestens
einen anionischen grenzflächenaktiven Stoff vom Typ der
Alkylpolyglykosid-carbonsäureester und ihrer Salze enthält.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der anionische grenzflächenaktive Stoff vom Typ der
Alkylpolyglykosid-carbonsäureester der folgenden Formel (I) entspricht:
R&sub1;-(O-R&sub2;)tO-(G)vX (I)
wobei die Gruppe R&sub1; eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte
oder ungesättigte Kohlenwasserstoffgruppe mit 6 bis 30
Kohlenstoffatomen bedeutet, die Gruppe R&sub2; eine Alkylengruppe mit 2 bis 4
Kohlenstoffatomen ist, die Gruppe G einen reduzierten Zucker mit
5 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, t einen Wert im Bereich von 0
bis 10 und v einen Wert im Bereich von 1 bis 15 bezeichnet und X
eine Gruppe ist, die mindestens eine Carbonsäuregruppe oder ihre
Salze enthält, wobei X mit einer Hydroxygruppe des Zuckers eine
Esterbindung ausbildet.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gruppe X unter den folgenden Gruppen ausgewählt ist:
wobei Z und Z', die identisch oder voneinander verschieden sind,
Wasserstoff oder ein organisches oder anorganisches Kation
bedeuten.
4. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gruppe R&sub1; eine geradkettige oder
verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 8 bis 24
Kohlenstoffatomen oder eine Alkylphenylgruppe bedeutet, deren
geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe 8 bis 24 Kohlenstoffatome
aufweist.
5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gruppe R&sub1; eine Oleylgruppe oder eine von
Kopra abgeleitete Gruppe ist.
6. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß t eine Zahl von 0 bis 3 und insbesondere 0
bedeutet.
7. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß G Glucose, Fructose oder Galactose und
vorzugsweise Glucose bedeutet.
8. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß v im Bereich von 1 bis 15 und vorzugsweise 1
bis 4 liegt.
9. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die kationischen Polymere eine kationische
Ladungsdichte von 2 bis 8 meq/g aufweisen.
10. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die kationischen Polymere ausgewählt sind
unter:
(1) Copolymeren von Vinylpyrrolidon und Dialkylaminoalkylacrylat
oder -methacrylat, die gegebenenfalls quaternisiert sind;
(2) Polymeren, die aus Piperazinyleinheiten und zweiwertigen
Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppen mit linearen oder verzweigten
Ketten bestehen, die gegebenenfalls durch Sauerstoffatome,
Schwefelatome oder Stickstoffatome oder aromatische oder
heterocyclische Ringe unterbrochen sind, sowie den
Oxidationsprodukten und/oder Quaternisierungsprodukten dieser Polymere;
(3) Wasserlöslichen Polyaminoamiden, die insbesondere durch
Polykondensation einer Säure mit einem Polyamin hergestellt werden;
die Polyaminoamide können mit einem Epihalohydrin, Diepoxid,
Dianhydrid, ungesättigten Dianhydrid, zweifach ungesättigten
Derivat, Bis-halohydrin, Bis-azetidinium, Bis-haloacyldiamin, Alkyl-bis-
halogenid oder einem Oligomer vernetzt sein, das aus der Reaktion
einer bifunktionellen Verbindung resultiert, die gegenüber einem
Bis-halohydrin, Bis-azetidinium, Bis-haloacyldiamin,
Alkyl-bishalogenid, Epihalohydrin, Diepoxid oder zweifach ungesättigten
Derivat reaktiv ist, wobei das Vernetzungsmittel in Mengenanteilen
von 0,025 bis 0,35 mol pro Aminogruppe des Polyaminoamids
verwendet wird; diese Polyaminoamide können alkyliert sein und eine
oder mehrere tertiäre oder quartäre Aminogruppen enthalten;
(4) Polyaminoamidderivaten, die bei der Kondensation von
Polyalkylenpolyaminen mit Polycarbonsäuren und anschließender
Alkylierung mit bifunktionellen Mitteln resultieren;
(5) Polymeren, die durch Umsetzung eines Polyalkylenpolyamins,
das zwei primäre Aminogruppen und mindestens eine sekundäre
Aminogruppe aufweist, mit einer Dicarbonsäure hergestellt werden,
welche unter Diglykolsäure und den gesättigten aliphatischen
Dicarbonsäuren mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen ausgewählt ist, wobei
das Molverhältnis von Polyalkylenpolyamin und Dicarbonsäure im
Bereich von 0,8 : 1 bis 1,4 : 1 liegt und wobei das resultierende
Polyaminoamid
mit Epichlorhydrin in einem Molverhältnis
Epichlorhydrin / sekundäre Aminogruppe des Polyaminoamids im Bereich
von 0,5 : 1 bis 1,8 : 1 umgesetzt wird;
(6) Homopolymeren oder Copolymeren mit Einheiten der Formel (VI)
oder (VI'):
worin k und t 0 oder 1 bedeuten, wobei die Summe k + t 1 ist; R&sub1;&sub2;
Wasserstoff oder Methyl bedeutet; R&sub1;&sub0; und R&sub1;&sub1; unabhängig
voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine
Hydroxyalkylgruppe, deren Alkylgruppe vorzugsweise 1 bis 5
Kohlenstoffatome aufweist, oder eine niedere Amidoalkylgruppe bedeuten
oder R&sub1;&sub0; und R&sub1;&sub1; gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie
gebunden sind, heterocyclische Gruppen bilden können, wie
Piperidinyl oder Morpholinyl; und Y&supmin; ein Anion ist, beispielsweise Bromid,
Chlorid, Acetat, Borat, Citrat, Tartrat, Bisulfat, Bisulfit, Sulfat oder
Phosphat;
(7) Quartären Diammoniumpolymeren mit wiederkehrenden
Einheiten der folgenden Formel:
wobei in der Formel (VII) bedeuten:
- die Gruppen R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4;, R&sub1;&sub5; und R&sub1;&sub6;, die identisch oder voneinander
verschieden sind, aliphatische, alicyclische oder arylaliphatische
Gruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen oder niedere
hydroxyalkylaliphatische Gruppen, oder R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4;, R&sub1;&sub5; und R&sub1;&sub6; bilden
gemeinsam oder unabhängig voneinander mit den
Stickstoffatomen, an die sie gebunden sind, Heterocylen, die gegebenenfalls
ein weiteres Heteroatom, das von Stickstoff verschieden ist,
enthalten, oder R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4;, R&sub1;&sub5; und R&sub1;&sub6; bedeuten eine geradkettige oder
verzweigte C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylgruppe, die substituiert ist mit einer Gruppe
Nitril, Ester, Acyl, Amid oder -CO-O-R&sub1;&sub7;-D oder -CO-NH-R&sub1;&sub7;D,
worin R&sub1;&sub7; eine Alkylengruppe bedeutet und D eine quartäre
Ammoniumgruppe ist;
- A&sub1; und B&sub1; Polymethylengruppen mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen,
die geradkettig oder verzweigt, gesättigt oder ungesättigt vorliegen
können und an die Hauptkette gebunden oder in der Hauptkette
einen oder mehrere aromatische Ringe oder ein oder mehrere
Sauerstoffatome oder Schwefelatome oder die folgenden Gruppen
enthalten können: Sulfoxid, Sulfon, Disulfid, Amino, Alkylamino,
Hydroxy, quartäre Ammoniumgruppen, Ureido, Amid oder Ester
und
- X&supmin; ein Anion, das von einer anorganischen oder organischen Säure
abgeleitet ist;
- wobei A&sub1;, R&sub1;&sub3; und R&sub1;&sub5; gemeinsam mit den beiden
Stickstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen Piperazinring bilden
können;
- wenn A&sub1; eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder
ungesättigte Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppe bedeutet, kann B&sub1;
ferner eine (CH&sub2;)n-CO-D-OC-(CH&sub4;)n-Gruppe bedeuten, worin D
bedeutet:
a) einen Glykolrest der Formel: -O-Z-O-, worin Z eine
geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe oder eine Gruppe
der folgenden beiden Formeln bedeutet:
-(CH&sub2;-CH&sub2;-O)x-CH&sub2;CH&sub2;-
-[CH&sub2;-CH(CH&sub3;)-O]y-CH&sub2;-CH(CH&sub3;)-
worin x und y eine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeuten und einen
definierten und einzigen Polymerisationsgrad darstellen oder
eine beliebige Zahl von 1 bis 4 bedeuten und einen mittleren
Polymerisationsgrad darstellen;
b) einen bis-sekundären Diaminrest, beispielsweise ein
Piperazinderivat;
c) einen bis-primären Diaminrest der Formell: -NH-Y-NH, worin Y
eine geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe
oder die zweiwertige Gruppe -CH&sub2;-CH&sub2;-S-S-CH&sub2;-CH&sub2;-
bedeutet; oder
d) eine Ureylengruppe der Formel: -NH-CO-NH-;
(8) Quartären Polyammoniumpolymeren, die aus Einheiten der
Formel (VIII) bestehen:
worin bedeuten:
- R&sub1;&sub8;, R&sub1;&sub9;, R&sub2;&sub0; und R&sub2;&sub1;, die identisch oder voneinander verschieden
sind, Wasserstoff, Methyl, Ethyl, Propyl, β-Hydroxyethyl, β-
Hydroxypropyl oder -CH&sub2;CH&sub2;(OCH&sub2;CH&sub2;)pOH, wobei p 0 oder eine i
ganze Zahl von 1 bis 6 bedeutet, mit der Maßgabe, daß R&sub1;&sub8;, R&sub1;&sub9;,
R&sub2;&sub0; und R&sub2;&sub1; nicht gleichzeitig Wasserstoff bedeuten,
- r und s, die identisch oder voneinander verschieden sind, ganze
Zahlen von 1 bis 6,
- q 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 34,
- X ein Halogenatom,
- A eine Dihalogenidgruppe oder vorzugsweise die Gruppe
-CH&sub2;-CH&sub2;-O-CH&sub2;-CH&sub2;-.
(9) Homopolymeren oder Copolymeren, die von Acryl- oder
Methacrylsäure abgeleitet sind und die folgenden Einheiten
enthalten:
worin:
- die Gruppen R&sub2;&sub2; unabhängig voneinander H oder CH&sub3; bedeuten,
- die Gruppen A&sub2; unabhängig eine geradkettige oder verzweigte
Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine
Hydroxyalkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten,
- die Gruppen R&sub2;&sub3;, R&sub2;&sub4; und R&sub2;&sub5;, die identisch oder voneinander
verschieden sind, unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit
1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Benzylgruppe bedeuten,
- die Gruppen R&sub2;&sub6; und R&sub2;&sub7; ein Wasserstoffatom oder eine
Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten,
- X&sub2;&supmin; ein Anion bedeutet, beispielsweise Methosulfat oder ein
Halogenid, wie Chlorid oder Bromid;
(10) quartären Polymeren von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol;
(11) Vernetzten Polymeren von Methacryloyloxy(C&sub1;&submin;&sub4;)
alkyltri(C&sub1;&submin;&sub4;)alkylammoniumsalzen; und
(12) Polyalkyleniminen, Polymeren, die Vinylpyridin- oder
Vinylpyridinium-Einheiten enthalten, Kondensaten von Polyaminen und
Epichlorhydrin, quartären Polyureylenen und Chitinderivaten.
11. Zusammensetzung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die kationischen Polymere ausgewählt sind unter:
- Homopolymeren von Dimethyldiallylammoniumchlorid oder
Copolymeren von Dimethyldiallylammoniumchlorid und Acrylamid;
- Polymeren, die aus wiederkehrenden Einheiten der folgenden
Formel bestehen:
worin die Gruppen R&sub1;, R&sub2;, R&sub5; und R&sub4;, die identisch oder
voneinander verschieden sind, eine Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit etwa
1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind, n und p ganze Zahlen im Bereich
von etwa 2 bis 20 bedeuten und X&supmin; ein Anion ist, das von einer
anorganischen oder organischen Säure abgeleitet ist.
12. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der anionische grenzflächenaktive Stoff vom
Typ Alkylpolyglykosid-carbonsäureester in den
Zusammensetzungen in einer Konzentration von 0,5 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 1
bis 25 Gew.-% und insbesondere 2,5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.
13. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß das kationische Polymer in einer
Konzentration von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, vorzugsweise 0,005 bis 5 Gew.-% und
insbesondere 0,01 bis 3 Gew.-% vorliegt.
14. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß sie ferner mindestens einen zusätzlichen
grenzflächenaktiven Stoff enthält, der unter den anionischen,
kationischen, nichtionischen oder amphoteren grenzflächenaktiven
Stoffen und deren Gemischen ausgewählt ist.
15. Zusammensetzung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der oder die zusätzlichen grenzflächenaktiven Stoffe in einer
Konzentration von 0,5 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 40 Gew.-
% und noch bevorzugter 5 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.
16. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß sie ferner mindestens einen Zusatzstoff
enthält, der unter den Verdickungsmitteln, Parfums,
Perlglanzpigmenten, Konservierungsmitteln, Sonnenschutzfiltern, kationischen
grenzflächenaktiven Stoffen, anionischen oder nichtionischen
Polymeren, Proteinen, Proteinhydrolysaten, Ceramiden,
Pseudoceramiden, Fettsäuren mit geraden oder verzweigten C&sub1;&sub6;&submin;&sub4;&sub0;-Ketten,
beispielsweise 18-Methyleicosansäure, Hydroxysäuren, Vitaminen,
Panthenol, Siliconen, pflanzlichen Ölen, Mineralölen und
synthetischen Ölen ausgewählt ist.
17. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß sie als Haarwaschmittel, Haarpflegemittel,
Zusammensetzung für Dauerwellen, Entkräuselungen, Färbungen
oder Entfärbungen der Haare, Zusammensetzung, die ausgespült
wird und zwischen den beiden Schritten einer Dauerwelle oder
Entkräuselung aufgetragen wird, oder reinige Zusammensetzung
für die Haut vorliegt.
18. Verwendung einer Zusammensetzung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche zum Waschen von Keratinsubstanzen, wie dem
Haar.
19. Verfahren zur Behandlung von Keratinsubstanzen, wie dem Haar,
dadurch gekennzeichnet, daß auf die Keratinsubstanzen eine
kosmetische Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 17
aufgetragen und gegebenenfalls anschließend mit Wasser gespült
wird.
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