-
Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine Vorrichtung zur gelenkigen Befestigung eines Außenrückblickspiegels
an einer Kraftfahrzeugstruktur.
-
Vorrichtungen zur gelenkigen Befestigung von
Rückblickspiegeln
an einer Kraftfahrzeugstruktur sind bekannt. Diese Vorrichtungen
sind im allgemeinen vom modularen Typ, d. h. besitzen auswechselbare
Module und können
für Rückblickspiegel
unterschiedlicher Stile verwendet werden. Diese bekannten Vorrichtungen
umfassen herkömmlicherweise
ein festes Teil, welches mit der Struktur verbunden ist, und ein
bewegliches Teil, welches mit dem Spiegel verbunden ist und um eine
einzelne Rotationsachse in bezug auf das feste Teil gelenkig angebracht
ist.
-
Im allgemeinen sind sowohl das feste
Teil als auch das bewegliche Teil aus Druckgußmetall gebildet. Sie erfordern
darüber
hinaus weitere Komponenten wie elastische Elemente und Einstellelemente, die
ebenso aus Metall sind. Diese bekannten Vorrichtungen sind letztlich
relativ schwierig zusammenzubauen, und ihre Einstellung ist im allgemeinen
problematisch. Diese bekannten Vorrichtungen sind deshalb stets
ziemlich kompliziert und kostspielig.
-
Die
DE 296 211 53 U1 als dem nächstliegenden
Stand der Technik offenbart eine Verbindung, die ein Element, welches
an einem Fahrzeug befestigt ist, und ein bewegliches Element, welches einen
Außenrückblickspiegel
trägt,
umfaßt.
Die befestigten und beweglichen Elemente sind mittels eines Pins gelenkig
miteinander verbunden, welcher durch eine Getriebeübertragung
in bezug auf das befestigte Element rotiert werden kann, während das
bewegliche Element in einer Bezugsposition durch zwei elastische
Arme mit dem Pin verbunden ist.
-
Die Aufgabe der Erfindung ist es,
eine Vorrichtung zur gelenkigen Befestigung eines Rückblickspiegels
bereitzustellen, die es möglich
macht, die Anzahl der Komponenten und die relativen Herstellungskosten
zu vermindern.
-
Gemäß der Erfindung wird diese
Aufgabe erzielt durch eine Vorrichtung zur gelenkigen Befestigung
eines Außenrückblickspiegels
an eine Kraftfahrzeugstruktur gemäß Anspruch 1.
-
Die Erfindung wird unten detaillierter
ausgeführt
unter Bezugnahme auf eine Ausführungsform davon,
die als Beispiel herangezogen wird und unter Bezugnahme auf die
beigefügten
Zeichnungen erfolgt, wobei:
-
1 ist
eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur gelenkigen Befestigung
eines Rückblickspiegels
der Erfindung;
-
2 ist
eine Ansicht der Vorrichtung von 1 von
oben;
-
3 ist
ein Schnitt entlang der Linie III-III von 1;
-
4 ist
eine Seitenansicht, teilweise im Querschnitt, eines ersten Details
der Vorrichtung von 1;
-
5 ist
eine Ansicht des Details der 4 von
unten;
-
6 ist
ein Querschnitt der 3 durch
ein zweites Detail der Vorrichtung von 1 in einer anderen Betriebsposition;
-
7 ist
ein Querschnitt entlang der Linie VII-VII der 6.
-
In 1 ist
insgesamt mit 5 eine Vorrichtung zum gelenkigen Befestigen
eines Rückblickspiegels 4 an
einer Kraftfahrzeugstruktur, zum Beispiel einem Träger 6,
gezeigt. Der Spiegel 4 und der Träger 6 bilden kein
Teil der Befestigungsvorrichtung 5 und werden in 1 diagrammäßig in gestrichelter
Linie gezeigt. Die Befestigungsvorrichtung 5 umfaßt im wesentlichen
ein festes röhrenförmiges Element 7,
welches mit dem Träger 6 verbunden
ist, und ein bewegliches Element 8, welches mit einem Abschnitt 9 eines
Trägers
für den
Spiegel 4, der ebenso als gestrichelte Linie gezeigt ist,
verbunden ist. Das bewegliche Element 8 ist um eine einzelne
Rotationsachse 11 herum gelenkig mit dem festen Element 7 verbunden.
-
Gemäß der Erfindung sind die beiden
Elemente 7 und 8 (2)
jeweils in einem Stück
gefertigt durch Einspritzen eines thermoplastischen Materials in
eine entsprechende Form, wobei als einem Ergebnis davon ihr relatives
Gewicht und ihre Herstellungskosten wesentlich vermindert sind.
Darüber hinaus
ist eines der beiden Elemente 7, 8 mit mindestens
einem elastisch deformierbar gestalteten Element 12 versehen,
welches so angepaßt
ist, daß es in
wenigstens einen Sitz 13 eingreift, der mit dem anderen
der beiden Elemente 7, 8 zusammenhängt, um ei ne
winklige Bezugsposition des Spiegels in bezug auf das feste Element 7 festzulegen.
-
Das feste Element 7 umfaßt insbesondere
einen zylindrischen oberen Abschnitt 16 (4) und einen zylindrischen unteren Abschnitt 17,
zwischen denen ein Zwischenabschnitt 18 kleineren Durchmessers
angeordnet ist.
-
Der Abschnitt 18 trägt mindestens
ein Paar von diametral gegenüberliegenden
Sitzen 13 (3),
von denen jeder durch eine axiale Rille gebildet wird, die zwischen
zwei Rippen 19 (3)
des Abschnitts 18 angeordnet ist. Das befestigte Element 7 ist
ferner mit zwei Flanschen, jeweils einem oberen 20 und
einem unteren 22, neben den beiden zylindrischen Abschnitten 16 und 17 und
auf entgegengesetzten Seiten in bezug darauf versehen. Der obere Flansch 20 ist
mit einer gerundeten Kante 21 versehen, während der
untere Flansch 22 in bezug auf eine Verbindungsbasis 23 fest
ist.
-
Die Basis 23 (5) besitzt eine im wesentlichen
prismatische Form und ist im Querschnitt dreiecksförmig mit
gerundeten Ecken. In jeder Ecke ist die Basis 23 mit einer
relativen inneren radialen Vertiefung 26 und einem relativen
Loch 24, parallel zur Achse 11, versehen, zum
Verbinden mit dem Träger 6 auf
eine Weise, die bekannt ist und nicht im Detail beschrieben wird.
-
Das bewegliche Element 8 (3 und 6) wird durch ein Rohr 27 gebildet,
welches im Verlauf von dessen Generatrices offen ist, um einen Schlitz 28 zu
bilden. Ein Paar radialer Arme 29 beginnen an beiden Enden
des Schlitzes 28, um eine schließbare Klammer zu bilden. Das
Rohr 27 ist oben und unten durch zwei vorstehende Kanten 30 eingegrenzt.
-
Die Arme 29 (1) sind nach oben abgeknickt
und besitzen jeweils an ihrem Ende einen kastenförmigen Abschnitt 31.
Die beiden Abschnitte 31 sind so angepaßt, daß sie sich ineinander greifen
lassen, wenn die beiden Arme 29 aufeinander zu gezwungen
werden. Einer der beiden Arme 29 ist ferner mit einem Loch 32 (1 und 2) versehen, in welches eine Verbindungsschraube 33 eingreifen
kann, während
der andere Arm 29 mit einem Loch 35 versehen ist,
in welches die Schraube 33 eingeschraubt werden kann, um
die Arme 29 zu verbinden und das sich bewegende Element 8 zu
schließen.
-
Das bewegliche Element 8 der
Befestigungsvorrichtung 5 ist ferner mit geformten Elementen 12 versehen,
die ausgestattet sind, elastisch zu verbiegen, und werden fest mit
dem Rohr 27 gehalten. Jedes geformte Element 12 ist
insbesondere durch einen gebogenen, elastischen Arm 34 geformt,
in einem Vorsprung 36 endend, welcher zum Eingriff im Sitz 13 angepaßt ist.
Die beiden elastischen Arme 34 erstrecken sich peripher
von einem Längsabschnitt 37 aus,
dem Schlitz 28 gegenüberliegend,
und sind symmetrisch zueinander in bezug auf eine mittlere Ebene,
die durch die Achse 11 verläuft. Die beiden Vorsprünge 36 liegen
in bezug auf die Achse 11 diametral gegenüber.
-
Jeder Arm 29 des beweglichen
Elements 8 ist mit einer Vielzahl von Löchern zum Befestigen des Trägers 9 des
Spiegels 4 auf eine bekannte Weise, die nicht im einzelnen
beschrieben wird, versehen. Insbesondere ist jeder Arm 29 mit
zwei Paaren horizontalen Löchern 38 und 39 (l) ausgestattet, die durch die kastenförmigen Abschnitte 31 bereitgestellt werden.
-
Das bewegliche Element 8 ist
ebenso mit einem radialen Vorsprung 44 ausgestattet, angeordnet zwischen
den beiden elasti schen Armen 34 und in bezug auf den Längsabschnitt 37 fest.
Der Vorsprung 44 ist mit einem axialen Loch 46 versehen,
welches mit Loch 38 oder 39 zum Befestigen des
beweglichen Teils 8 am Körper des Rückblickspiegels verwendet wird.
-
Schließlich ist der längliche
Abschnitt 37 mit zwei radialen Stiften 47 versehen,
zum Positionieren einer möglichen
Hilfsfeder 48 für
die gebogenen elastischen Arme 34. Die Feder 48 – in 3 diagrammäßig und
teilweise gezeigt - ist vorzugsweise aus Metall und vom Sternchen-Typ
und besitzt ein Paar von aufeinanderzeigenden Abschnitten 49,
von denen jeder als ein relativer, nach außen konisch erweiterter Hohlraum 51 des
Vorsprungs 36 des jeweiligen elastischen Arms 34 wirkt.
-
Die Befestigungsvorrichtung 5 funktioniert wie
folgt.
-
Um das bewegliche Element 8 der
Vorrichtung 5 auf das befestigte Element 7 aufzubringen, wird
das Rohr 27 weggenommen und mit seinen Kanten 30 (1) zwischen den beiden Flanschen 20 und 22 des
befestigten Elements 7 eingeführt. Wenn die Arme 29 mittels
der Schraube 33 geschlossen werden, wird das Rohr 27 zwischen
den beiden Flanschen 20 und 22 axial angeschlossen,
welche verhindern, daß es
axial in bezug auf das befestigte Element 7 gleitet. Auf
diese Weise greift das Rohr 27 in die beiden zylindrischen
Abschnitte 16 und 17 ein, während die elastischen Arme 34 in
den Zwischenabschnitt 18 eingreifen.
-
Das sich bewegende Element 8 wird
auf dem festen Element 7 rotiert, bis die Vorsprünge 36 der elastischen
Arme 34 des sich bewegenden Teils 8 auf den Sitzen 13 des
festen Elements 7 schnappverschlossen werden. Die Biegefestigkeit
der Arme 34 macht es möglich,
eine winklige Bezugsposition des beweglichen Elements 8 und
deshalb des Rückblickspiegels 4 in
bezug auf das feste Element 7 der Gelenkrotationsachse 11 herum
festzulegen.
-
Wenn der Spiegel 4 einen
Stoß erleidet,
der über
die Widerstandskopplung der elastischen Arme 34 hinausgeht,
treten die Vorsprünge 36 aus
den Sitzen 13 hervor. Der Fahrer kann, indem er auf den Körper des
Rückblickspiegels
einwirkt, der mit dem Vorsprung 46 verbunden ist, das sich
bewegende Element 8 auf dem festen Element 7 bewegen,
bis die Vorsprünge 36 wieder
in die Sitze 13 einschnappen.
-
Wenn die Festigkeit der Arme 34 nicht
ausreicht, eine erwünschte
Kopplung zu erhalten, die der Rotation des beweglichen Elements 8 widersteht, insbesondere
nach einer gewissen Gebrauchsdauer, kann die Sternchen-förmige Feder 48 (3) zwischen den Stiften 47 des
Längsabschnitts 37 gekoppelt
werden. Die Feder 48 erhöht die Widerstandskopplung
der Arme 34, indem ihre aufeinanderzeigenden Abschnitte 49 in
den Hohräumen 51 der
Vorsprünge 36 ineinander
greifen.
-
Die Vorteile der Befestigungsvorrichtung 5 der
Erfindung im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen werden aus der
obigen Beschreibung deutlich. An erster Stelle sind ihre Komponenten
viel einfacher herzustellen und zusammenzubauen. Darüber hinaus
können
das feste Element 7 und das sich bewegende Element 8 mittels
Formgebung eines thermoplastischen Materials jeweils als eine einzelne
Komponente erhalten werden, wobei als einem Ergebnis davon die Vorrichtung 5 von
geringerem Gewicht und geringeren Kosten ist. Dieses Material kann
auch ohne weiteres im Fall der Entsorgung recycelt werden. Schließlich macht
es die Befestigungsvorrichtung 5 möglich, zusätzliche elastische Elemente
hinzuzufügen,
um die gegenüber
der Rotation des sich bewegenden Elements 8 resistente
Kopplung zu steuern.
-
Es wird einleuchten, daß Modifikationen
und Verbesserungen an der wie beschriebenen Befestigungsvorrichtung 5 gemacht
werden können,
ohne daß vom
Umfang der Ansprüche
abgewichen wird. Zum Beispiel könnten
die Form der Arme 29 und die Position der verschiedenen
Verbindungslöcher
variiert werden. Darüber
hinaus könnten
zur Positionierung ein oder mehrere geformte Elemente 34, 36 bereitgestellt
werden. Schließlich
könnte
für jedes
geformte Element 34, 36 mehr als ein Sitz 13 bereitgestellt
werden.