-
Technisches
Gebiet
-
Die
Erfindung betrifft allgemein einen Kohle-Segmentkommutator für einen
elektrischen Motor und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
-
Hintergrund
der Erfindung
-
Permanentmagnet-Gleichstrommotoren werden
manchmal für
Anwendungen mit Kraftstoff-Tauchpumpen verwendet. Diese Motoren
verwenden typischerweise entweder Stirnflächen-Kommutatoren oder Zylinder-
oder „tonnenartige" Kommutatoren. Stirnflächenkommutatoren
weisen ebene, kreisförmige
Kommutatoroberflächen
auf, die in einer Ebene senkrecht zu der Ankerrotationsachse angeordnet
sind. Tonnenartige Kommutatoren weisen bogenförmige, zylindrische Kommutatoroberflächen auf,
die an der äußeren Seitenoberfläche eines
Zylinders angeordnet sind, der koaxial um die Ankerrotationsachse
positioniert ist. Unabhängig
von ihrer Kommutatoroberflächengestaltung
müssen
bei Kraftstofftauchpumpen-Anwendungen elektrische Motoren klein
und kompakt sein, eine lange Lebensdauer aufweisen und fähig, in
einer korrosiven Umgebung betrieben zu werden, wirtschaftlich herstellbar
und betreibbar sowie im wesentlichen wartungsfrei sein.
-
Kraftstoff-Tauchpumpenmotoren
müssen manchmal
in einem fluiden Kraftstoffmedium betrieben werden, welches eine
Sauerstoffverbindung umfasst, wie Methylalkohol und Äthylalkohol.
Der Alkohol erhöht
die Leitfähigkeit
des Kraftstoffes und damit den Wirkungsgrad einer elektrochemischen
Reaktion, die irgendwelche dem Kraftstoff ausgesetzten Motorkomponenten
mit Kupfer entplattiert. Aus diesem Grund werden manchmal Kohle
und Kohlenstoffverbindungen verwendet um Kohlensegmente mit segmentierten
kommutierenden Oberflächen
für die
Motoren zu bilden. Dies liegt daran, da Kohlekommutatoren nicht
wie Kupferkommutatoren korrodieren oder entplattiert werden. Kommutatoren
mit Kohlesegmenten umfassen typischerweise metallische Kontaktabschnitte,
die elektrisch in Kontakt mit den Kohlesegmenten stehen und stellen
einen Anschluss bereit zum physischen Verbinden eines jeden elektrischen
Kontaktes mit einem Ankerwicklungsdraht.
-
Es
ist bekannt, Kohlekommutatoren durch Gießen und Erhitzen einer gießfähigen Kohleverbindung
zu bilden oder durch maschinelles Bearbeiten eines erhitzten Halbzeugs
aus Kohle oder Kohle/Graphit. Eine solche Gestaltung ist in der
deutschen Offenlegungsschrift 3150505.8 gezeigt. Eine isolierende
Kommutator-Verbindungseinrichtung
kann dann gebildet werden um das metallische Substrat zu tragen.
Die Verbindungseinrichtung kann direkt an das metallische Substrat
gegossen werden, entweder bevor oder nachdem die Kohle an das metallische
Substrat gebondet ist. Schlitze werden dann maschinell durch den
Kohleartikel und das metallische Substrat hergestellt um den Kohleartikel
und das Substrat in eine Anzahl von elektrisch isolierten Segmenten
zu separieren. Es kann notwendig sein, einen inneren Durchmesser,
einen äußeren Durchmesser
und die kommutierende Oberfläche
des Kommutators maschinell herzustellen.
-
Nachdem
der fertiggestellte Kommutator mit dem Anker zusammengesetzt ist,
kann eine zweischalige Gussform über
die neu zusammengesetzte Kommutator-Ankeranordnung für einen
letzten Überformprozess
positioniert werden. Bei Stirnflächenkommutatoren
ist ein offenes Ende der zweischaligen Gießform gebildet um den Kommutator
herum abzudichten in einer Art, dass die kommutierende Oberfläche freigelegt
ist. Isolatormaterial wird dann in die zweischalige Gießform eingespritzt.
Sobald das Isolatormaterial ausgehärtet ist, wird die zweischalige Gießform entfernt.
Dieser letzte Überformschritt schützt Kupferankerwicklungen
und andere zur Korrosion neigende Elemente vor chemischer Reaktion mit
umgebenden Fluiden wie oxidierenden Kraftstoffen. Das Überformen
sichert auch Drähte
um die Möglichkeit
von Beanspruchungsausfällen
zu vermindern und einen korrigierten Auswuchtpegel beizubehalten.
Das Überformen
wird auch Luftwiderstandsverluste in der Pumpe vermindern.
-
Wenn
beim Herstellen eines Kohlekommutators mit einem metallischen Substrat
Einschnitte in oder durch das metallische Substrat durchgeführt werden,
können
Metallspäne
erzeugt werden. Diese Metallspäne
können
sich in die Schlitze zwischen den Kohlesegmenten legen, was elektrische
Ausfälle verursacht.
Ferner kann das Einarbeiten in ein metallisches Substrat die Schnittabschnitte
des Substrates für
die korrosive Wirkungen der oxidierenden Kraftstoffe freilegen.
-
Dort
wo die Kohle- und Metallsubstratabschnitte des Kommutators maschinell
eingeschnitten sind um elektrisch isolierende Segmente zu bilden, muss
eine Art von Tragstruktur vorgesehen sein um den Kommutator zu stärken und
mechanisch die Kohlesegmente und die Leiterabschnitte zusammenzuhalten.
Solche Tragabschnitte erfordern manchmal wesentlichen zusätzlichen
axialen Raum für
den Kommutator, was die axiale Gesamtlänge der Anker-Kommutatorbaugruppe
erhöht
oder was die Größe und den
Umfang des um den Anker gewickelten Drahtes vermindert.
-
Bei
einigen Typen von elektrisch leitenden, harzgebundenen Kohleverbindungen
bildet eine isolierende Oberflächenhaut
bezeichnenderweise eine äußere Oberfläche der
Zusammensetzung, wenn diese aushärtet.
Diese Haut stellt ein Hindernis für den elektrischen Kontakt
zwischen der Kohleverbindung und den metallischen Leiterabschnitten
dar. Deshalb muss ein eine solche Zusammensetzung verwendender Kohlekommutatoren
einen elektrischen Pfad durch die isolierende Oberflächenhaut bereitstellen.
-
Ein
Ansatz zum Lösen
dieser Probleme ist in dem amerikanischen Patent 5,386,167, erteilt
am 31. Januar 1995 an Strobi (das Strobi-Patent) offenbart. Das
Strobi-Patent zeigt einen Stirnflächen-Kommutator mit acht Kohlesegmenten
die aus einer elektrisch leitenden harzgebundenen Kohlenstoffverbindung gebildet
sind. Um die mit dem maschinellen Einarbeiten in die Metallsubstrate
verbundenen Probleme zu vermeiden, sind die Kohlesegmente durch Überformen
einer Kohleplatte auf acht kuchenstückförmige Kupfersegmente gebildet,
dann radial zwischen den Segmenten geschnitten um die elektrisch
isolierenden Kohlesegmente zu bilden. Ein Kunststoffsubstrat hält die Kupfersegmente
beim Kohleüberformen
in Position und stellt eine mechanische Verbindung zwischen den
Kohlesegmenten bereit. Das Kunststoffsubstrat erhöht jedoch
die axiale Dicke des Kommutators. Zusätzlich stellt das Strobi-Patent
keine Strukturen bereit, die einen elektrischen Pfad durch die Haut
der Kohlenstoffzusammensetzung vorsehen oder Strukturen, die auf
andere Weise den elektrischen Widerstand vermindern.
-
Das
Yoshida et al am 9. November 1982 erteilte Patent
US 4,358,319 offenbart eine trommelartige
Kohlekommutatorbaugruppe, welche eine ringförmige zylindrische Anordnung
von Kohlesegmenten umfasst. Jedes Kohlesegment weist eine äußere teilumfängliche
Seitenoberfläche
auf zum Herstellen eines physischen und elektrischen Kontaktes mit
einer Bürste.
Eine Haltenut erstreckt sich um eine innere umfängliche Oberfläche der
Kohlesegmentanordnung. Die Kohlesegmente sind voneinander elektrisch
isoliert durch Längsschnitte.
Eine Verbindungseinrichtung, welche isolierendes Material umfasst,
ist innerhalb der ringförmigen
Kohlensegmentanordnung angeordnet und steht in Eingriff mit der
Haltenut an dem oberen Ende eines jeden Kohlesegmentes.
-
Um
diesen Kommutator herzustellen, offenbaren Yoshida et al ein Verfahren,
welches die Schritte umfasst des Bildens eines ringförmigen Kohlezylinders
mit einer Haltenut, dem Überformen
des Kohlezylinders mit einem Isolatormaterial um eine Verbindungs einrichtung
zu bilden und maschinelles Erzeugen von Schlitzen in die übergeformte
Tonne um elektrisch isolierte Tonnensegmente zu bilden. Die elektrischen
Verbindungen zwischen den Kohlesegmenten und den Wicklungsdrähten sind
durch Löten
oder Kleben der Drähte
direkt an die Kohlesegmente selbst hergestellt.
-
Eine
von Bosch an Mercedes Benz gelieferte Kraftstoffpumpe zeigt einen
tonnenartigen Kommutator, welcher eine zylindrische kommutierende
Oberfläche
umfasst, die durch eine zylindrische Anordnung von Kohlesegmenten
gebildet ist. Radiale innere Oberflächen der Kohlesegmente bilden
eine zusammengesetzte innere umfängliche
Oberfläche
der Kohlesegmentanordnung. Die Kohlesegmente sind elektrisch mit
entsprechenden Wicklungsdrähten
verbunden durch Kupfersubstratabschnitte, die an entsprechende radial
innere Oberflächen
der Kohlesegmente gelötet
sind. Jeder Kupfersubstratabschnitt umfasst einen Anschluss zum
Tragen des Endes eines Wicklungsdrahtes.
-
Der
Bosch-Kommutator scheint gebildet zu sein durch Anpassen und Löten eines
Röhrenabschnittes
aus einem Kupfersubstrat an die innere umfängliche Oberfläche des
Kohlezylinders. Radiale Einschnitte werden dann erzeugt um die Kohlesegmente
und die Kupfersubstratabschnitte zu bilden und voneinander elektrisch
zu isolieren. Ein übergeformter
Isolator hält
die Kohlesegmente und Kupfersubstratabschnitte zusammen. Dieses
Verfahren erfordert es, dass ein Kupfersubstrat hergestellt wird um
Drahtanschlüsse
aufzuweisen und dass ein Röhrenabschnitt
mit geringen Toleranzen hergestellt wird um innerhalb der inneren
umfänglichen
Oberfläche des
Kohlezylinders zu passen. Das Bosch-Verfahren erfordert es, dass eine schwierige
Lötoperation
ausgeführt
wird zwischen der inneren umfänglichen Oberfläche des
Kohlezylinders und dem äußeren Durchmesser
der Kupferröhre.
-
Das
am 26. Oktober 1993 Farago et al erteilte Patent
US 5,255,426 offenbart einen Stirnflächen-Kohlekommutator,
der hergestellt ist durch Bilden eines ringförmigen oder torroiden Kohlezylinders,
welcher eine feinkörnige
Kohle elektrischer Güte
umfasst. Als nächstes
wird eine Zylinderbasisendfläche
mit einer Nickelschicht plattiert. Eine Kupferschicht wird dann über die
Nickelschicht plattiert. Die plattierte Basisendoberfläche des
Zylinders wird dann an ein gestanztes und geformtes Kupfersubstrat
gelötet,
das auf einer vorgegossenen Verbindungseinrichtung montiert ist.
Laterale Schlitze werden dann maschinell axial nach unten in eine
der Basisoberfläche
des Kohlezylinders gegenüberliegende obere
kommutierende Oberfläche
gearbeitet. Die Schlitze werden axial durch das Kohle- und das Kupfersubstrat
geschnitten um die elektrisch isolierten Kohle/Kupfer-Kommutatorsektoren
zu bilden. Nachdem die Schlitze maschinell hergestellt sind, hält die vorgegossene
Verbindungseinrichtung weiter die elektrisch isolierten Kommutatorsektoren
zusammen.
-
Das
Patent
US 5,422,528 beschreibt
einen zylindrischen Kohlesegmentkommutator, bei welchem ein Kupferstreifen
zu einem Ring geformt ist. Dieser Ring weist zwei zirkulare Nuten
an seiner inneren Oberfläche
und eine Anzahl von durchgehenden Löchern auf, die zu den Nuten
ausgerichtet sind. Graphit wird an den Ringen gegossen um eine Kohlenstoffoberflächenbeschichtung
zu bilden. Das Graphit erstreckt sich durch die Löcher und
in die Nuten um die Oberflächenbeschichtung
zu verankern. Der Kupfer/Graphitring wird dann übergeformt mit einem isolierenden
Material um eine tragende Basis zu bilden und der Ring wird dann
in einzelne Kommutatorsegmente geschnitten, die durch die Basis
gehalten sind. Haken werden von dem Kupferring nach innen gebogen
und dann in die Basis eingebettet um eine zusätzliche Festigkeit für die Segment-Basis-Verbindung.
-
Die
US 5,677,588 beschreibt
einen Kohlesegmentkommutator des planaren Typs, bei welchem Kupferverbinder
oder Anschlussstücke
mit Kohlematerial überformt
sind um einen Kohlekommutatorring zu bilden. Der Ring wird entweder
in eine isolierende Basis gepresst unter Verwendung von Vorsprüngen der
Verbinder um den Ring zu verankern oder die Basis wird an die Ringe
gegossen unter Verwendung von Vorsprüngen von den Verbindern um
den Ring zu verankern. Sobald der Ring an die Basis angepasst ist,
wird der Ring in einzelne Kommutatorsegmente geschnitten.
-
Benötigt werden
sowohl Kohlesegment-Kommutatoren des Flächen- als auch des Tonnentyps, welche widerstandsfähig sind
und einen niedrigen elektrischen Widerstand bereitstellen durch einen
verbesserten elektrischen Kontakt zwischen den Kohlesegmenten und
den metallischen Substraten. Benötigt
werden auch Verfahren zum Herstellen solcher Kommutatoren, welche
schnell, einfach und kostengünstig
sind.
-
Hierzu
stellt die Erfindung eine Kohlesegmentkommutatorbaugruppe für einen
elektrischen Motor bereit, wobei die Kommutatorbaugruppe umfasst:
eine
ringförmige
Anordnung von wenigstens zwei umfänglich beabstandeten Leiterabschnitten,
welche um eine Rotationsachse angeordnet sind; eine ringförmige Anordnung
von wenigstens zwei umfänglich beabstandeten
Kohlesegmenten, die aus einer leitenden Kohlenstoffzusammensetzung
gebildet sind und welche eine segmentierte kommutierende Oberfläche festlegen,
wobei jedes Kohlesegment mit einem entsprechenden von den Leiterabschnitten
verbunden ist, um eine ringförmige
Anordnung von Kommutatorsektoren zu bilden, und eine übergeformte isolierende
Verbindungseinrichtung, die um die Kommutatorsektoren herum angeordnet
ist. Die Kommutatorbaugruppe zeichnet sich dadurch aus, dass die übergeformte
isolierende Verbindungseinrichtung zwischen den Kohlesegmenten angeordnet
ist und die Kohlesegmente mechanisch verzahnt.
-
Vorteilhaft
wird ein Verfahren zum Herstellen einer Kohlekommutatorbaugruppe
bereitgestellt, umfassend die Schritte:
Bereitstellen einer
ringförmigen
Anordnung von Leiterabschnitten; Bereitstellen eines kreisförmigen Rings
einer leitfähigen
Kohlenstoffzusammensetzung, Verbinden des Ringes mit der Lei teranordnung um
einen Kommutatorrohling zu bilden, Überformen des Kommutatorrohlings
mit Isolatormaterial um eine isolierende Verbindungseinrichtung
zu bilden, maschinelles Ausbilden von Schlitzen von einer kommutierenden
Oberfläche
des Kommutatorrohlings nach innen um eine ringförmige Anordnung von elektrisch isolierten
Kohlesegmenten zu bilden. Das Verfahren zeichnet sich aus durch
das Bilden von Nuten in einer Oberfläche des Rings gegenüberliegend
zu der kommutierenden Oberfläche
und das Einfließenlassen von
Isolationsmaterial der Verbindungseinrichtung in die Nuten um die
Nuten wenigstens teilweise zu füllen,
und Ausrichten der Schlitze mit den Nuten um Zwischenräume zwischen
den Kohlesegmenten zu bilden, welche eine mit Isolationsmaterial
gefüllten Abschnitt
und einen ungefüllten
Schlitzabschnitt aufweisen.
-
Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
-
Um
die Erfindung besser zu verstehen und zu würdigen, wird auf die folgende
ausführliche
Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen verwiesen:
-
1 ist
eine Aufsicht auf eine Kohlekommutatorbaugruppe der Stirnflächenart,
welche gemäß der Erfindung
konstruiert ist;
-
2 ist
eine Querschnittsansicht der Kommutatorbaugruppe von 1 entlang
der Linie 2-2;
-
2a ist
eine Querschnittsansicht einer alternativen Kommutatorbaugruppe
zu der in 2 gezeigten;
-
3 ist
eine Seitenansicht der Kommutatorbaugruppe von 1;
-
4 ist
eine Aufsicht einer Anordnung von Kupferleiter abschnitten, die aus
einem quadratischen Kupferrohling gestanzt sind zum Bilden eines Stirnflächenkommutators
gemäß der vorliegenden Erfindung;
-
5 ist
eine Seitenansicht des gestanzten Kupferrohlings von 4;
-
6 ist
eine Aufsicht auf einen Ring aus einer Kohlenstoffzusammensetzung,
welcher auf den gestanzten Kupferrohling von 5 gemäß der vorliegenden
Erfindung übergeformt
ist;
-
7 ist
eine Querschnittsseitenansicht des mit Kohlenstoff übergeformten
gestanzten Rohlings von 6 entlang der Linie 7-7;
-
8 ist
eine Bodenansicht des mit Kohlenstoff übergeformten gestanzten Rohlings
von 6;
-
9 ist
eine perspektivische Ansicht in einer Teilquerschnittsdarstellung
einer zweischaligen Gussform, die um einen Anker positioniert ist,
der zusammengesetzt ist zu einer Kommutatorbaugruppe gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
10 ist
eine perspektivische Ansicht eines alternativen Leiterabschnittes,
der gemäß der vorliegenden
Erfindung gestaltet ist;
-
11 ist
eine Aufsicht auf eine alternative Leiterabschnittsnase gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
12 ist
eine perspektivische Ansicht eines tonnenartigen Kommutators gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
13 ist
eine Vorderansicht-Schnittdarstellung des Kommu tators von 12 entlang
der Linie 13-13;
-
14 ist
eine Aufsicht in Querschnittsdarstellung des Kommutators von 12 entlang
der Linie 14-14;
-
15 ist
eine vergrößerte fragmentarische Darstellung
der plattierten Metallschichten auf einer Bodenendfläche eines
Kohlesegmentes des tonnenartigen Kommutators von 12 oder
des Stirnflächenkommutators
von 30;
-
16 ist
eine Aufsicht auf einen Substratabschnitt des Kommutators von 12;
-
17 ist
eine Vorderansicht in Querschnittsdarstellung des Substrates von 16;
-
18 ist
eine Vorderansicht in Querschnittsdarstellung des Kohlezylinderabschnittes
des Kommutators von 12, der mit dem Substratabschnitt
des Kommutators von 12 verbunden ist;
-
19 ist
eine Aufsicht des Zylinders und des Substrates von 18;
-
20 ist
eine Aufsicht auf eine alternative Ausführungsform des Zylinders und
des Substrates von 18;
-
21 ist
eine Aufsicht auf eine alternative tonnenartige Kohlekommutatorbaugruppe
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
22 ist
eine Vorderansicht einer alternativen tonnenartigen Kohlekommutatorbaugruppe
von 21;
-
23 ist
eine Schnittansicht der Kommutatorbaugruppe von 21 entlang
der Linie 23-23;
-
24 ist
eine Aufsicht auf eine Anordnung von Kupferleiterabschnitten, die
aus einem quadratischen Kupferrohling gestanzt sind zum Bilden eines tonnenartigen
Kommutators gemäß der vorliegenden Erfindung;
-
25 ist
eine Aufsicht auf einen Ring aus einer Kohlenstoffverbindung, der
auf den gestanzten Kupferrohling von 24 gemäß der vorliegenden Erfindung übergeformt
ist;
-
26 ist
eine Seitenansicht in Schnittdarstellung eines mit Kohle übergeformten
gestanzten Rohlings der 25 entlang
der Linie 26-26;
-
27 ist
eine Aufsicht auf den mit Kohle übergeformten
gestanzten Rohling der 25, welcher mit einer Verbindungseinrichtung
aus einem elektrisch isolierenden Material übergeformt ist;
-
28 ist
eine Seitenansicht in Schnittdarstellung des mit einem Isolator übergeformten,
und mit Kohlenstoff übergeformten
gestanzten Rohlings von 27 entlang
der Linie 28-28;
-
29 ist
eine Aufsicht auf eine alternative Kohlekommutatorbaugruppe des
Stirnflächentyps gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
30 ist
eine Schnittansicht der Kommutatorbaugruppe von 29 entlang
der Linie 30-30; und
-
31 ist
eine vergrößerte Ansicht
einer gelöteten
Verbindung zwischen einer metallisierten Kohleschicht und einem
in 13 und 30 gezeigten
Kupfersub strat.
-
Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
-
Eine
ebene, übergeformte
Kohlesegmentkommutatorbaugruppe des Stirnflächentyps für einen elektrischen Motor
ist im allgemeinen mit 12 in den 1 bis 3 und 9 gezeigt.
Eine tonnenartige Ausführung
einer übergeformten
Kohlesegmentkommutatorbaugruppe ist mit 12c in den 21 bis 23 gezeigt.
Soweit nicht anders angezeigt, sind die Abschnitte der folgenden
Beschreibung der Merkmale der in den 1 bis 8 gezeigten
Stirnflächen-Kommutatorbaugruppe
gleich zu den mit denselben Bezugszeichen versehenen Merkmalen der
in den 21 bis 28 gezeigten
tonnenartigen Ausführungsform.
Merkmale der in den 21 bis 28 gezeigten
tonnenartigen Ausführungsform weisen
den Anhang „c" auf bei entsprechenden Merkmalen
des in den 1 bis 8 gezeigten Stirnflächen-Kommutators.
-
Die
Stirnflächen-Kommutatorbaugruppe 12 umfasst
eine ringförmige
Anordnung von acht umfänglich
beabstandeten Leiterabschnitten, die in den 1 bis 11 mit 14 bezeichnet
sind. Jeder Leiterabschnitt ist ein dünnes, flaches, ungefähr dreieckförmiges Stück Kupfer.
Die Leiterabschnitte 14 sind um eine Kommutatordrehachse 16 angeordnet wie
in den 1 bis 9 gezeigt. Jeder Leiterabschnitt 14 weist
im wesentlichen die gleiche allgemeine Abschnittsgestaltung wie
alle anderen Leiterabschnitte 14 auf. Mit anderen Worten
und wie am besten in 4 gezeigt, weist jeder Leiterabschnitt 14 die
Form eines Kuchenstückes
auf, das aus einem kreisförmigen
Kuchen radial herausgeschnitten ist.
-
Wie
in den 1, 2, 8 und 9 allgemein
gezeigt, weist die Kommutatorbaugruppe 12 auch eine ringförmige Anordnung
von acht umfänglich
beabstandeten Kohlesegmente 18 auf. Jedes Kohlesegment 18 weist
generell die gleiche Abschnittsgestaltung wie die anderen Kohlesegmente auf.
Die Segmente 18 sind anfänglich als einzelne ringförmige Kohlescheibe
wie mit 20 in 6 gezeigt gebildet. Die Kohlescheibe 20 ist
aus einer elektrisch leitfähigen
harzgebundenen, gießbaren
Kohlenstoffverbindung hergestellt, bevor sie in acht gleiche Segmente 18 geteilt
wird. Die Kohlenscheibe 20 oder die „Überformung" ist auf die Leiterabschnittanordnung 14 übergeformt,
sodass jedes Kohlesegment 18 auf einer oberen Oberfläche eines
jeweiligen der Leiterabschnitte 14 zurückbleibt, wenn die Scheibe 20 geschnitten
wird. Die ringförmige
Anordnung von Kohlesegmenten 18 weist eine segmentierte,
kreisförmige
obere Oberfläche 22 auf,
welche als segmentierte kommutierende Oberfläche des Kommutators dient.
-
Eine übergeformte
isolierende Verbindungseinrichtung, im allgemeinen in den 1 bis 3 mit 24 gekennzeichnet,
ist umfänglich
um, unter und zwischen den Kohlesegmenten 18 und den Leiterabschnitten 14 angeordnet.
Wenn die isolierende Verbindungseinrichtung 24 ausgehärtet ist,
sind die Kohlesegmente 18 mechanisch verzahnt. Die isolierende Verbindungseinrichtung 24 weist
eine im allgemeinen zylindrische Form auf mit einer zylindrischen
Ankerwellenöffnung 26,
die koaxial entlang der Kommutatordrehachse 16 angeordnet
ist. Wie in 9 gezeigt, ist die zylinderförmige Ankerwellenöffnung 26 geformt
um die Ankerwelle 28 zu empfangen.
-
Jeder
Leiterabschnitt 14 weist zwei integral nach oben gerichtete
Leitervorsprünge
auf, die mit 30 in den 4 und 5 gezeigt
sind. Die Leitervorsprünge 30 erstrecken
sich von diagonal gegenüberliegenden
Kanten der oberen Oberfläche 32 des
Leiterabschnittes 14. Wenn die Kohlenstoffverbindung auf
die Anordnung der Leiterabschnitte 14 übergeformt wird, werden die
nach oben gerichteten Vorsprünge 30 in
der übergeformten
Masse 20 eingebettet. Nachdem die Kohlescheibe 20 in
Segmente 18 geschnitten ist, verbleibt jeder nach oben
gedrehte Vorsprung 30 eines jeden Leiterabschnittes 14 eingebettet
in einem jeweiligen der übergeformten
Kohlesegmente 18. Aufgrund ihrer Form und ihrer Lage innerhalb
der Kohlesegmente 18 vermindern die einge betteten Vorsprünge 30 den
elektrischen Widerstand durch das Erhöhen des Oberflächenkontaktes
zwischen jedem Leiterabschnitt 14 und seinen jeweiligen
Kohlensegment 18. Dies wird untenstehend näher erläutert.
-
Jeder
Leiterabschnitt 14 in der Anordnung der Leiterabschnitte 14 umfasst
eine kreisförmige Leiterabschnittöffnung,
wie mit 34 in den 2 und 4 gezeigt.
Eine Leiterabschnittöffnung
ist ungefähr
mittig zwischen einer inneren Spitze 36 und einem äußeren halbumfänglichen
Rand 38 eines jeden Leiterabschnittes 14 angeordnet.
Wie in den 4 und 6 bis 8 gezeigt,
ist die innere Spitze 36 eines jeden Leiterabschnittes 14 eine
rechteckige Spitzenlasche 40. Wie am besten in den 1 bis 3 gezeigt,
erstreckt sich eine Nase integral und radial nach außen von
dem äußeren halb
umfänglichen
Rand 38 eines jeden Leiterabschnittes 14.
-
Wie
in den 4 und 5 gezeigt, sind die Leitervorsprünge 30 nach
oben gebogene Abschnitte, die sich integral nach oben von den Leiterabschnitten 14 erstrecken.
Jeder Leiterabschnitt 14 umfasst zwei solcher nach oben
gebogene Vorsprünge 30.
Jeder nach oben gebogene Vorsprung 30 ist langgestreckt
und rechteckförmig
und entlang einem unteren länglichen
Rand von seinem jeweiligen Leiterabschnitt 14 nach oben
gebogen (d.h. axial nach außen
gebogen).
-
Jeder
Leiterabschnitt 14 ist zwischen der isolierenden Verbindungseinrichtung 24 und
einem der übergeformten
Kohlesegmente 18 eingebettet. Die Nase 42 eines
jeden Leiterabschnittes 14 ragt von der isolierenden Verbindungseinrichtung 24 radial nach
außen.
-
Wie
am besten in den 1 und 8 gezeigt,
besitzt jedes Kohlesegment 18 die allgemeine Form eines
Stückes
von einem kreisförmigen
radial geschnittenen Kuchens, d.h. die gleiche allgemeine Form wie
jeder Leiterabschnitt 14. Jedes Kohleseg ment 18 ist
jedoch länger,
breiter und dicker als jeder Leiterabschnitt 14. Jedes
Kohlesegment 18 weist eine innere Wand 44 der
Spitze und eine äußere halbumfängliche
periphere Wand 46 auf. Sowohl die innere Wand 44 der
Spitze als auch die äußere halbumfängliche
Wand 46 eines jeden Kohlesegmentes 18 besitzen
abgestufte Profile, welche eine innere Selbstrastung 48 beziehungsweise
eine äußere Selbstrastung 50 festlegen.
-
Die
Kohlesegmente 18 sind aus einer spritzgegossenen und gehärteten Zusammensetzung
aus Graphitpulver und einem Trägermaterial
hergestellt, wobei das Graphitpulver bis zu 50 bis 80% des Gesamtgewichtes
ausmacht. Das Trägermaterial
ist vorzugsweise ein Polyphenylsulfid (PPS)-Harz. Während diese
Zusammensetzung geeignet ist zur Umsetzung der Erfindung, sind auch
andere auf dem Gebiet bekannte Kohlenstoffzusammensetzungen zum
Verwenden für
die vorliegenden Erfindung geeignet abhängig von der Anwendung, bei
welcher der Anker verwendet wird.
-
In
anderen Ausführungsformen
können
Metallpartikel in die Zusammensetzung des Kohlenstoffpulvers und
des Trägermaterials
eingebettet sein um den elektrischen Widerstand zwischen jedem Leiterabschnitt
und seinem jeweiligen Kohlesegment zu vermindern durch das Verbessern
der Oberflächenleitfähigkeit
des Kohlesegmentes. Der gesamte Metallgehalt der Zusammensetzung
bei solchen Ausführungsformen
wird bei weniger als 25% liegen. Die Metallpartikel können eine
oder mehrere von einer Anzahl von unterschiedlichen Strukturen besitzen
um Pulverteilchen einzuschließen.
Die Metallpartikel sind bevorzugt aus Silber oder Kupfer hergestellt.
-
Im
allgemeinen mit 52 in den 1, 2, 3, 7 und 8 angegebene
radiale Zwischenräume
trennen die Kohlesegmente 18. Jedes der Zwischenräume 52 weist
einen inneren Nutabschnitt 54 und einen äußeren Nutabschnitt 56 auf. Die
inneren Abschnitte 54 werden während der Überformung mit Kohle gebildet.
Die äußeren Schlitzabschnitte 56 werden
durch maschinelles Erzeugen der kommutierenden Oberfläche 22 gebildet.
-
Die
isolierende Verbindungseinrichtung 24 weist eine flache
obere und eine flache untere Oberfläche auf, die benachbart zu
der oberen und der unteren Kante der umfänglichen Seitenwand angeordnet
sind. Die umfängliche
Seitenwand der Verbindungseinrichtung ist senkrecht zu der oberen
und der unteren Oberfläche
der Verbindungseinrichtung 29 angeordnet. Wie am besten
in 2 gezeigt, umfasst die Ankerwellenöffnung 26 einen
oberen 58 und unteren 60 kegelstumpfförmigen Abschnitt,
welche sich nach innen von einem größeren oberen bzw. unteren äußeren Durchmesser
zu einem schmaleren inneren Durchmesser verjüngen. Ein innerer Abschnitt 62 der
Ankerwellenöffnung 26 weist
einen konstanten Durchmesser auf, d.h. den kleineren inneren Durchmesser
entlang seiner axialen Länge.
-
Eine
alternative Gestaltung einer Kohlesegmentkommutatorbaugruppe ist
in 2a mit 12a gekennzeichnet. Bezugsziffern
mit dem Anhang „a" in 2a zeigen
alternative Gestaltungen von Elementen auf, die auch in der Ausführung von 2 auftreten.
Wo ein Teil dieser Beschreibung eine Bezugsziffer mit Bezug auf 2 verwendet,
wird dieser Teil der Beschreibung auch auf Elemente angewendet, die
in 2a mit den Bezugsziffern mit dem Anhang „a" bezeichnet sind.
Wie in 2a gezeigt, schließt jedes
Kohlesegment 18a eines der Leitersegmente 14a ein.
Diese Anordnung maximiert sowohl die Festigkeit als auch den elektrischen
Kontaktbereich zwischen jedem Kohlesegment 18a und seinem
jeweiligen Leiterabschnitt 14a.
-
Die
inneren Nutabschnitte 24 der Zwischenräume 52 sind mit dem
Isolatormaterial der Verbindungseinrichtung 24 gefüllt. Das
Isolatormaterial der Verbindungseinrichtung ist auch um den Umfang
der Anordnung der Kohlesegmente 18 angeordnet und ummantelt
die äußere Selbstrastung 50 eines
jeden Kohlesegmentes 18. Das Isolatormaterial der Verbindungseinrichtung,
welches die Ankerwellenöffnung 26 bildet,
ummantelt auch die innere Selbst rastung 48 eines jeden
Kohlesegmentes 18.
-
Wie
am besten in 3 gezeigt, umfasst die isolierende
Verbindungseinrichtung 24 eine umfängliche Anschlussfläche 64,
welche sich vollständig
um eine umfängliche
Seitenwand der isolierenden Verbindungseinrichtung 24 erstreckt.
Die Anschlussfläche 64 weist
eine axiale Breite auf, die sich von den vorstehenden Leiterabschnittsnasen 42 erstrecken bis
zu den ungefüllten äußeren Schlitzen 56 der
Zwischenräume 52.
Wie in 9 gezeigt, stellt die umfängliche Anschlussfläche 64 eine
umfängliche
Dichtungsoberfläche
bereit um mit einer entsprechenden Oberfläche 65 einer zweischaligen
Gussform 67 zusammenzuarbeiten. Die zweischalige Gussform 67 wird
in einem letzten Isolationsüberformungsprozess verwendet,
welcher ausführlich
untenstehend erläutert
wird.
-
Das
Isolatormaterial der Verbindungseinrichtung umfasst ein von der
Rogers Corporation aus Manchester Cennecticut unter der Markenbezeichnung „Rogers
660" verfügbares Glasfaser-Phenolharz. Andere
Materialien sind statt des „Rogers
660" geeignet umfassend
Qualitätsthermoplaste,
d.h. Thermoplaste, welche einen hohen Stabilitätsgrad aufweisen bei Temperaturänderungen.
-
Bei
anderen Ausführungsformen
kann die kreisförmige
Anordnung von Leiterabschnitten 14 und Kohlesegmenten 18 entweder
mehr oder auch weniger als acht Schnitte umfassen. Ferner kann das Trägermaterial
der Kohlenstoffzusammensetzung ein Phenolharz mit bis zu 80% Graphitbelastung
aufweisen, ein wärmehärtendes
Harz oder ein anderer im Vergleich zu PPS wärmeaushärtender Harz wie ein Flüssigkristallpolymer
(LCP: Liquid-Crystal Polymer). Sowohl PPS als auch phenolartige
Harze widerstehen Langzeitaussetzungen von Kraftstoff und Alkohole.
Andere Ausführungsformen
können
auch eine Kommutatorbaugruppe 12 eines zylindrischen oder tonnenartigen
Typs statt des in den Figuren gezeigten Stirnflächentyps verwenden.
-
In
anderen Ausführungsformen
können
die Projektionen 30 der Leiterabschnitte eine oder mehrere
einer großen
Anzahl von möglichen
Gestaltungen aufweisen um den Kohle-Kupferoberflächenkontakt zu erhöhen. Beispielsweise
können
die Vorsprünge
anders als einzelne nach oben gebogene Abschnitte der Leiterabschnitte
mit 14 in den 4 und 5 gezeigt,
stattdessen getrennte Elemente umfassen, die am Ort unter einem übergebogenen Finger 66 gequetscht
sind, welche sich von den Leiterabschnitten 14' erstrecken
wie in 10 gezeigt. Wie auch in 10 gezeigt,
können
die getrennten Elemente 30' die
Form einer Mehrzahl von schmalen, langgestreckten metallischen Leitern
besitzen. In 10 ist ein drahtbürstenartiges
Bündel
von metallischen Einzeldrähten
gezeigt, das an einem Leiterabschnitt 14' durch Biegen eines Metallfingers
weg von dem Leiterabschnitt 14 gepresst ist und gequetscht
durch den Finger 66 über
die Drähte.
-
Wie
in 11 gezeigt, können
andere Ausführungsformen
Nasen 42'' aufweisen,
die mit Anschlüssen 68 gebildet
sind, welche jeder ein Paar von Schlitzen aufweisen zum Empfangen
isolierter elektrischer Drähte,
d.h. „Anschlüsse des
Isolationsverlagerungstyps".
Wenn ein isolierter Draht lateral in eine dieser Schlitze gezwungen
wird, schneiden die Metallkanten, welche die Seiten des Schlitzes
festlegen, durch die Drahtisolation und legen diese frei und erzeugen
einen elektrischen Kontakt mit dem Draht.
-
Bei
Ausführungsformen,
welche Anschlussnasen 68 des Isolationsversetzungstyps
verwenden können
sich von den Ankerwicklungen 69 erstreckende Drähte in die
jeweiligen Anschlüsse 42' gezwungen werden,
entweder während
oder nach dem Ankerwicklungsprozess. Dies eliminiert die Notwendigkeit,
die Drähte
an die Nasenanschlüsse 68 zu schweißen oder
heiß zu
binden.
-
Wie
die Stirnflächenkommutatorbaugruppe 12 der 1 bis 10 umfasst
die tonnenartige Kommutatorbaugruppe 12c mit übergeformtem
Kohlesegment, wie in den 21 bis 32 gezeigt, eine kreisförmige Anordnung von 12 umfänglich beabstandeten
Kupferleiterabschnitten 14c, welche um eine Rotationsachse
und eine kreisförmige
Anordnung von 12 umfänglich
beabstandeten Kohlesegmente 18c angeordnet sind. Die ringförmige Anordnung
von Kohlesegmenten 18c der tonnenartigen Kommutatorbaugruppe 12c legt
nicht wie die stirnflächenartige
Kommutatorbaugruppe 12 eine flache, kreisförmige kommutierende
Oberfläche
sondern eine segmentierte zusammengesetzte äußere umfänglich oder zylindrische kommutierende
Oberfläche 22c fest.
-
Jedes
Kohlesegment 18c wird an der oberen und unteren Oberfläche 32c, 33 eines
jeweiligen der Leiterabschnitte 14c übergeformt, die eine ringförmige Anordnung
von Kommutatorsektoren 168 bilden wie in den 22 bis 26 gezeigt.
Jeder Leiterabschnitt 14c ist in eine der Kohlesegmente 18c eingebettet
und umfasst eine Leiternase 42c, welche sich radial nach
außen
von dem Kohlesegment erstreckt. Wie am besten in den 22 und 23 gezeigt,
ist jede Leiternase 42c axial nach unten um 90° gebogen
an einem Punkt wo sie von seinem jeweiligen Kohlesegment 18c hervorsteht
und ist dann diagonal nach oben und nach außen gebogen.
-
Wie
in 26 gezeigt, umfasst die ringförmige Anordnung von Kommutatorabschnitten 168 eine axiale
obere Endoberfläche 170,
eine axiale Basisendfläche 172 und
eine innere umfängliche
Oberfläche 76c.
Eine übergeformte
isolierende Verbindungseinrichtung 24c ist an der axialen
oberen Endoberfläche 170,
der Basisendfläche 172 und
der inneren umfänglichen
Oberfläche 76c der
ringförmigen Anordnung
von Kommutatorabschnitten 168 angeordnet um die Kommutatorabschnitte 168 mechanisch
zu verzahnen. Wie am besten in den 23 und 28 gezeigt,
ist die isolierende Verbindungseinrichtung 24c im allgemeinen
bogenförmig
und umfasst einen oberen, ring- und scheibenförmigen Abschnitt 174,
einen unteren ring- und scheibenförmigen Abschnitt 176 und
ei nen Wellenabschnitt 178, der die beiden scheibenförmigen Abschnitte 174, 176 verbindet
und einen zylinderförmigen
Raum einnimmt, der durch die innere umfängliche Oberfläche 76c der
Kommutatorsektoren 168 festgelegt ist. Eine zentrale, axiale
Ankerwellenöffnung 26c verläuft durch
die Wellenabschnitte 178 der isolierenden Verbindungseinrichtung 24c und
ist zentrisch innerhalb der inneren umfänglichen Oberfläche 76c der
Kommutatorsektoren 168 angeordnet.
-
Wie
in den 23, 25, 26 und 28 gezeigt,
ist eine im allgemeinen kreisförmige, koaxiale
Haltenut 180 in der oberen Endoberfläche 170 der ringförmigen Anordnung
von Kommutatorabschnitten 168 gegenüberliegend zu der Basisendfläche 172 angeordnet.
Ein ringförmiger
Vorsprung erstreckt sich axial und konzentrisch nach unten von dem
oberen scheibenförmigen
Abschnitt 174 der isolierenden Verbindungseinrichtung und
nimmt die Haltenut 180 ein.
-
In
der Praxis ist jede der oben beschriebenen stirnflächenartigen
und tonnenartigen Kohlekommutatorbaugruppen 12, 12c zuerst
gestaltet durch die ringförmige
Anordnung von Leiterabschnitten 14, 14c. Diese
sind gebildet durch Stanzen der ringförmigen Anordnung aus einem
einzelnen Kupferrohling 70, 70c, wie in den 4, 5 für die Verwendung in
der stirnflächenartigen
Kommutatorbaugruppe 12 und in den 24, 25 und 27 für die Verwendung
in der tonnenartigen Kommutatorbaugruppe 12c gezeigt. In
jedem Fall verbleibt beim Stanzprozess bei jedem Leiterabschnitt 14, 14c ein
dünner, radial
sich erstreckender Metallstreifen 72, 72c, mit welchem
der Abschnitt an eine äußere ungestanzte Peripherie 74, 74c des
Kupferrohlings 70, 70c verbunden ist. Die dünnen Kupferstreifen 72, 72c erlauben
es der äußeren Peripherie 74, 74c als
ein Tragring zu wirken, welcher die Leiterabschnitte 14, 14c in Position
hält für die nach
dem Stanzen folgenden Schritte bei den Kommutatorgestaltungsverfahren.
-
Die
Kohleüberformung 20, 20c wird
dann wie in den 6 und 8 für die stirnflächenartige
Baugruppe 12 und in den 25, 26 und 28 für die tonnenartige
Kommutatorbaugruppe 12c gezeigt, durch Überformen der Kohlenstoffverbindung
auf eine obere Oberfläche 32, 32c der
Anordnung der ringförmigen
Leiterabschnitte 14, 14c gebildet. Die Kohlenstoffverbindung
wird dann in einer solchen Art und Weise übergeformt um die Leiterabschnitte 14, 14c vollständig zu
bedecken und mechanisch zu verzahnen. Bei der Gestaltung der tonnenartigen
Kommutatorbaugruppe 12c wird die Kohlenstoffzusammensetzung
auch an die Unterseitenfläche 33 der Anordnung
von Leiterabschnitten 14c gegossen. Dies bettet wirksam
die Leiterabschnitte 14c in die Kohleüberformung 20c.
-
Bei
dem Kohleüberformungsprozess
fließt die
Kohlenstoffzusammensetzung in jede Leiterabschnittsöffnung 34, 34c und über jede
periphere Kante eines jeden Leiterabschnittes. Bei der Gestaltung der
stirnflächenartigen
Kommutatorbaugruppe und wie am besten in den 4, 6 und 8 gezeigt,
verbleibt jedoch die Spitzenlasche 40 eines jeden Leiterabschnittes 14 durch
die Kohleüberformung 20 freigelegt.
Die Spitzenlasche 40 erstreckt sich radial nach innen in
die Ankeröffnung 26.
-
Bei
der Gestaltung der stirnflächenartigen Kommutatorbaugruppe 12 füllt die
Kohlenstoffverbindung auch die integral nach oben gedrehten Leitervorsprünge 30.
Dies erlaubt es, dass sich die Vorsprünge 30 durch die Dicke
der Isolationsoberflächenhaut
hindurch erstrecken, welche äußere Oberflächen der
Kohleüberformung 20 bilden,
wenn die Kohlenstoffverbindung aushärtet. Durch das Erstrecken
durch die isolierende Haut dienen die Vorsprünge 30 dazu, den elektrischen
Widerstand des Kontaktes zu vermindern durch das Erhöhen des
Oberflächenkontaktgebiets
zwischen der Kohle und dem Kupfer.
-
Bei
dem Kohleüberformungsprozess
sowohl für
die stirnflächenartige
als auch für
die tonnenartige Kommutatorbaugruppen 12, 12c werden
die radialen Nutabschnitte 54, 54c der Zwischenräume 52, 52c in eine
innere Oberfläche 76, 76c der
Kohleüberformung 20, 20c gegenüberliegend
zu kommutierenden Oberflächen 22, 22c gegossen
und zwischen die Leiterabschnitte 14, 14c. Im
Falle der stirnflächenartigen Kommutatorbaugruppe 12 ist
die innere Oberfläche 76 die
flache Basisoberfläche
der Kohleüberformung 20,
welche axial gegenüberliegend
zu der flachen kommutierenden Oberfläche 22 liegt. Im Falle
der tonnenartigen Kommutatorbaugruppe 12c ist die inner
Oberfläche 76c die
innere umfängliche
Oberfläche,
welche radial gegenüberliegend
zu der äußeren umfänglichen
kommutierenden Oberfläche 22c liegt. In
jedem Fall können
die Nuten 54, 54c alternativ durch andere bekannte
Mittel als das maschinelle Erzeugen hergestellt werden.
-
Wie
in den 1–3 und 27 und 28 gezeigt,
werden die Verbindungseinrichtungen 24, 24c dann
durch eine zweite Überformungsoperation
gebildet, mit dem die Kohleüberformung 20, 20c und
die Anordnung von Leiterabschnitten 14, 14c mit
dem Isolatormaterial der Verbindungseinrichtung überdeckt werden. Während diesem Überformungsprozess
der Verbindungseinrichtung umgibt das Isolatormaterial der Verbindungseinrichtung
einen Teil der Kohleüberformung 20, 20c und
der Leiterabschnitte 14, 14c. Das Isolatormaterial
der Verbindungseinrichtung füllt
auch vollständig
die radialen Nuten 54, 54c, welche in der inneren
Oberfläche 76, 76c der
Kohleüberformung 20, 20c während des Kohleüberformungsprozesses
gebildet wurde, d.h. der inneren Nutabschnitte 54, 54c der
Zwischenräume 52, 52c.
Nur der Abschnitt der Kommutierungsoberfläche 22, 22c der
Kohleüberformung 20, 20c verbleibt
freigelegt nachdem die Überformungsoperation
der Verbindungseinrichtung abgeschlossen ist.
-
Im
Falle der stirnflächenartigen
Kommutatorbaugruppe 12 fließt das um den Umfang der Anordnung
der Kohlesegmente 18 gebildete Isolatormaterial auch über die äußere Selbstrastung 50 eines
jeden Kohlesegments 18, wenn die isolierende Verbindungseinrichtung 24 übergeformt
wird, wie am besten in 2 gezeigt ist. Das um die Ankerwellenöffnung 26 gebildete
Isolatormaterial fließt über die
innere Selbstrastung 48 eines jeden Kohlesegmentes 18.
Nachdem das Isolatormaterial der Verbindungseinrichtung über der
inneren Selbstrastung 48 und der äußeren Selbstrastung 50 eines
jeden Kohlesegments 18 ausgehärtet ist, und nachdem der Isolator unter
den Kohlesegmenten 18 und den Leiterabschnitten 14 ausgehärtet ist,
dient das ausgehärtete Isolatormaterial
der Verbindungseinrichtung dazu, die Kohlesegmente 18 im
Verhältnis
zueinander mechanisch zu bewahren. Zusätzlich bewahrt das ausgehärtete Isolatormaterial
der Verbindungseinrichtung zweitens die Kohlesegmente 18 relativ
zu ihren jeweiligen Leiterabschnitten 14.
-
Im
Falle der tonnenartigen Kommutatorbaugruppe 12c fließt das über die
obere axiale Oberfläche
der Kohleüberformung 20c gebildete
Isolatormaterial auch in die kreisförmige Haltenut, wenn die isolierende
Verbindungseinrichtung 24c übergeformt wird, wie am besten
in 28 gezeigt ist. Nachdem das Isolatormaterial der
Verbindungseinrichtung in der Haltenut ausgehärtet ist und nachdem der Isolator
ausgehärtet
ist, dient das ausgehärtete
Isolatormaterial der Verbindungseinrichtung dazu, die Kohlesegmente 18, 18c im
Verhältnis
zueinander in deren kreisförmigen
Anordnung zu halten.
-
Bei
der Gestaltung sowohl der stirnflächenartigen und tonnenartigen
Kommutatorbaugruppen 12, 12c wird ein Abschnitt
der äußeren Peripherie 74, 74c des
ungestanzten Kupferrohlings 70 um die übergeformte isolierende Verbindungseinrichtung 24, 24c gestutzt,
wenn die Verbindungseinrichtung 24, 24c auf die
Kohleumformung 20, 20c und die Leiterabschnittanordnung übergeformt
wurde. Sobald die Peripherie 74, 74c weggeschnitten
wurde, wird jeder Leiterstreifen 72, 72c gebogen
um eine kurze Nase 42, 42c eines jeden verbindenden
Streifens 72, 72c zu bilden, welcher radial nach
außen
ragend verbleibt von einer äußeren umfänglichen
Oberfläche
der Verbindungseinrichtung 24, 24c. Die Nasen 42, 42c sind somit
positioniert und gestaltet zum Verwenden beim Verbinden jedes Leiterabschnittes 14, 14c mit
einem Ankerdraht, der sich von einer Ankerwindung erstreckt.
-
Wie
am besten in den 1 bis 3 und 21 und 23 gezeigt,
wird dann die Ringanordnung von elektrisch isolierten Kohlesegmenten 18, 18c durch
maschinelles Herstellen der schmalen radialen Schlitze 56, 56c nach
innen von der freigelegten kommutierenden Oberfläche 22, 22c der
Kohleüberformung 20, 20c bis
zu den darunterliegenden radialen Nuten 54, 54c gebildet.
Die Schlitze 56, 56c können durch berührende und
nichtberührende
maschinelle Verfahren gebildet werden umfassend, aber nicht darauf
beschränkt,
das Verwenden von Sägen mit
Sägezähnen.
-
Da
die radialen Schlitze 56, 56c in einer direkt überlagernden,
d.h. axiale "oder
radiale" Ausrichtung
mit den radialen Nuten 54, 54c angeordnet sind,
können
die radialen Schlitze 56, 56c vollständig durch
die Kohleüberformung 20, 20c geschnitten werden
und leicht in das Isolationsmaterial, welches die radialen Nuten 54, 54c einnimmt.
Dies stellt sicher, dass die Kohleüberformung 20, 20c durchgeschnitten
ist und die Kohlesegmente 18, 18c vollständig getrennt
und zueinander elektrisch isoliert sind. Die mit Isolatormaterial
gefüllten
radialen Nuten 54, 54c und die radialen Schlitze 56, 56c treffen
innerhalb des Kommutators zusammen und bilden wie oben beschrieben
die Zwischenräume 52, 52c zwischen
den Kohlesegmenten 18, 18c.
-
Im
Falle der stirnflächenartigen
Kommutatorbaugruppe 12 bildet der mit Isolatormaterial
gefüllte radiale
Nutenabschnitt 54 eines jeden Zwischenraumes 52 ungefähr die Hälfte der
axialen Tiefe eines jeden Zwischenraums 52. Im Falle der
tonnenartigen Kommutatorbaugruppe 12c bildet der mit Isolationsmaterial
gefüllte
radiale Nutenabschnitt 54c eines jeden Zwischenraumes 52c ungefähr zwei
Drittel der radialen Tiefe eines jeden Zwischenraumes 52c.
Um den verbleibenden Abschnitt eines jeden Zwischenraums 52 zu
schneiden erfordert es in jedem Fall folglich nur eines verhältnismäßig flachen
Schlitzes 56, 56c.
-
Wie
beispielhaft in der 9 für eine stirnflächenartige
Kommutatorbaugruppe 12 gezeigt, wird die vervollständigte Kommutatorbaugruppe 12 an eine
Ankerbaugruppe 80 angebracht. Die zweischalige Gussform 67 wird
dann über
die neu zusammengesetzte Kommutator-Ankerbaugruppe positioniert, welche
in 9 allgemein mit 81 bezeichnet ist. Während des
Positionierens der zweischaligen Gussform 67 über die
Kommutator-Ankerbaugruppe 81 dichtet die Dichtungsfläche 65 der
zweischaligen Gussform 67 um die umfängliche Anschlussfläche 64.
Isolatormaterial wird dann in die zweischalige Gussform 67 eingespritzt.
Sobald das Isolatormaterial ausgehärtet ist, wird die zweischalige
Gussform 67 entfernt. Dieser letzte Überformungsschritt schützt die
Kupferwindungen 69 des Ankers und andere korrosionsempfindliche
Elemente gegen chemische Reaktionen mit umgebenden Fluiden wie Benzin.
-
Ein
Kommutatorherstellungsprozess gemäß der Erfindung beinhaltet
keine Bearbeitung von Kupfer und erzeugt damit keine Kupferabschabungen und
Späne,
welche sich zwischen die Kohlesegmente 18, 18c setzen.
Zusätzlich
verbleibt kein Kupfer freigesetzt um mit umgebenden Fluiden wie
Benzin zu reagieren.
-
Da
eine gemäß der Erfindung
gestaltete Kommutatorbaugruppe 12 nur flache Schlitze 56, 56c in
ihrer kommutierenden Oberfläche 22, 22c zur elektrischen
Isolierung ihrer Kohlesegmente 18, 18c erfordert,
ist die vervollständigte
Kommutatorbaugruppe 12, 12c widerstandsfähiger und
resistenter gegen Bruch. Im Falle der Stirnflächenkommutatorbaugruppe 12 kann
die Verbindungseinrichtung 24 der Kommutatorbaugruppe 12 als
Alternative für
eine widerstandsfähigere
Kommutatorbaugruppe axial kürzer
gestaltet sein, was es erlaubt, dass die Kommutator-Ankerbaugruppe
entweder axial kürzer
ist oder weniger Ankerwicklungen 69 trägt. Mit anderen Worten, Gestalter
können
die kürzere
Länge der
Verbindungseinrichtung entweder nutzen zum Kürzen der gesamten Kommutator-Ankerbaugruppe
oder dazu, mehr Ankerwicklungen 69 vorzu sehen.
-
Ein
weiterer Vorteil der flachen Schlitze 56 bei der Stirnflächenkommutatorbaugruppe
ist der, dass sie die umfängliche
Anschlussfläche 64 zwischen
den Nasen 42 und den Schlitzen 56 erlaubt. Durch
die Bereitstellung einer geeigneten Dichtungsfläche für eine zweischalige Gussform
eliminiert die umfängliche
Anschlussfläche 64 den
Bedarf für
eine kompliziertere Operation, die das Maskieren der Schlitze 56 beinhaltet
um den Ausfluss von Überformungsmaterial
in und durch die Schlitze 56 zu verhindern.
-
Eine
erste Ausführungsform
einer Gestaltung einer gelöteten
(statt Kohle-Übergeformt)
tonnenartigen Kohlesegmentkommutatorbaugruppe für einen elektrischen Motor
ist allgemein mit 100 in den 12 bis 14 bezeichnet.
Eine zweite Ausführungsform
einer gelöteten
tonnenartigen Kommutatorbaugruppe ist allgemein mit 100' in 20 angegeben.
Bezugsziffern mit dem Strichzeichen (') in 20 zeigen
alternative Gestaltungen von Elementen, die auch in der ersten Ausführungsform
auftreten. Solange nicht anders angegeben, gelten die Teile der
Beschreibung in gleicher Weise auch für Elemente, die mit dem gestrichenen
Ziffern in 20 gekennzeichnet sind, wenn
ein Teil der folgenden Beschreibung eine Bezugsziffer für die Figuren
verwendet.
-
Die
erste Ausführungsform
der tonnenartigen Kohlesegment-Kommutatorbaugruppe 100 umfasst
eine zylindrische, ringförmige
Anordnung von zwölf
umfänglich
beabstandeten Kupfersubstratabschnitten, die allgemein mit 102 in
den 12 bis 14 bezeichnet
sind. Die Substratabschnitte 102 sind um eine in den 13 und 14 mit 104 angegebene
Rotationsachse angeordnet. Eine zylindrische, ringförmige Anordnung
von zwölf
umfänglich beabstandeten,
in den 12 und 13 mit 106 gezeigten
Kohlesegmenten ist aus einer leitfähigen Kohlenstoffzusammensetzung
gebildet. Jede der zwölf
Kohlesegmente 106 ist mit einer entsprechenden der zwölf metallischen
Substratabschnitte 102 verbunden um zwölf Kommutatorsektoren 102, 106 zu
bilden. Eine kreisförmige
Anordnung von zwölf
radialen, in den 12 und 14 mit 108 gezeigte Zwischenräume trennen
physisch und isolieren elektrisch die zusammengesetzten Kommutatorsektoren 102, 106 voneinander.
Eine zusammengesetzte äußere zylindrische
Oberfläche
der Anordnung von ringförmigen
Kohlesegmenten legt eine segmentierte zylindrische kommutierende
Oberfläche,
die in 12 mit 110 bezeichnet
ist fest zur Herstellung eines physischen und elektrischen Kontaktes
mit einer Bürste
(nicht gezeigt).
-
Eine
im allgemeinen mit 112 in den 12 bis 14 bezeichnete
isolierende Verbindungseinrichtung wird innerhalb der Anordnung
von ringförmigen
Kohlesegmenten angeordnet und verzahnt mechanisch die Kohlesegmente 106.
Wie am besten in den 13 und 14 gezeigt,
sind die Kohlesegmente 106 elektrisch voneinander durch
radiale Schnitte 108 isoliert und mechanisch durch die
isolierende Verbindungseinrichtung 112 miteinander verbunden.
-
Wie
in 15 gezeigt, werden eine Nickel- und eine Kupferschicht 114, 116 auf
eine innere Oberfläche
plattiert, d.h. auf die Basisendfläche 118 eines jeden
Kohlesegmentes 106, wobei die Kupferschicht 114 über die
Nickelschicht 116 plattiert wird. Die Kupfersubstratabschnitte 102 werden
an jeweilige plattierte Basisendoberflächen 118 der Kohlesegmente 106 gelötet um eine
starke mechanische und elektrische Verbindung zwischen den Kohlesegmenten 106 und
ihren jeweiligen Substratabschnitten 102 bereitzustellen.
-
Wie
am besten in 14 gezeigt, besitzt jeder Kupfersubstratabschnitt 102 einen
flachen, sich verjüngenden,
im allgemeinen trapezförmigen Hauptkörper 120 mit
einer bogenförmigen äußeren Kante 122.
Wie in den 12 bis 14 gezeigt,
erstreckt sich ein U-förmiger
Anschluss 124 radial und integral nach außen von
der bogenförmigen äußeren Kante 122 eines
jeden Hauptkörpers 120.
Eine am besten in 13 zu sehende Nase 126 erstreckt
sich diagonal nach unten und von dem Hauptkörper 120 eines jeden
Kupfersubstratabschnittes 102 nach außen. Jede Nase 126 ist
in der Verbindungseinrichtung 112 eingebettet um die Festigkeit
der mechanischen Verwicklung zwischen den Substratabschnitten 102 und
der Verbindungseinrichtung 112 zu erhöhen.
-
Wie
untenstehend noch näher
erläutert
wird, werden die Substratabschnitte 102 aus einem einzelnen
im allgemeinen kreisringförmigen
Kupfersubstrat 128 geschnitten, das gestanzt und aus einem
Kupferblech geformt wurde. Jeder U-förmige Anschluss 124 ist
geformt um die Anbringung von Wicklungsdrähten (nicht gezeigt) durch
Löten,
das Anwenden von elektrisch leitfähigen Kleber und/oder das physische
Wickeln solcher Spulendrähte
um die Anschlüsse 124 zu
erleichtern.
-
Die
Zusammensetzung der Kohlesegmente 106 umfasst ein oder
mehrere Materialien die aus der Gruppe bestehend aus isostatischen
Elektrographiten, Kohlenstoffgraphit und feinkörniges extrudiertes Graphit
ausgewählt
ist beziehungsweise sind. Die isostatischen Elektrographite weisen
die besten Eigenschaften auf, sind jedoch auch die teuersten. Das Kohlenstoffgraphit
ist das billigste der drei.
-
Jedes
Kohlesegment 106 weist eine horizontale Querschnittsform
auf, die im allgemeinen trapezförmig
ist und im allgemeinen zu der Form eines jeden Hauptkörperabschnittes 120 der
Kupfersubstratabschnitte 102 passt. Die Kohlesegmente 106 weisen
jeweils, wie mit 130 in 13 gezeigt,
eine Haltenut auf, die in ein oberes Ende 132 eines jeden Kohlesegmentes 106 gebildet
ist, gegenüberliegend zu
der Basisendfläche 118.
-
Die
Nickel- und Kupferschichten 114, 116 umhüllen die
Basisendfläche 118 eines
jeden Kohlesegmentes 106 vollständig und eben. Wie untenstehend
näher erläutert wird,
wird ein ausgewähltes
Verfahren zur Elektroplattierung verwendet um die Nickel- und die
Kupferschicht 114, 116 auf die Basisendfläche 118 der
Kohlesegmente 116 aufzutragen. Bei diesem Verfahren werden
Nickelionen tief in Poren (nicht gezeigt) in der Basisendoberfläche 114 der Kohlesegmente 116 abgeschieden.
Die Poren in den Basisendoberflächen 114 sind
charakteristisch für die
Kohlenstoffzusammensetzungen, welche verwendet werden um die Kohlesegmente 106 zu
bilden.
-
Eine
in 15 mit 132 gezeigte Lötschicht, welche zum Kontaktieren
verwendet wird und die zwischen den Kupfersubstratabschnitten 102 und den
Kohlesegmenten 106 angeordnet ist, behaltet ein Flussmittel.
Das Flussmittel wird mit der bei dem Lötprozess verwendeten Lötpaste vermischt
um eine gleichförmige
Flussverteilung sicherzustellen und einen mechanischen und elektrischen
Kontakt zwischen den Kohlesegmenten 106 und den Kupfersubstratabschnitten 102 zu
verbessern.
-
Die
Verbindungseinrichtung 112 umfasst eine Phenol-Verbindung
wie „Rogers
660" und wird in eine
einstückige
Gestalt übergeformt,
welche einen in den 12 bis 14 mit 134 gezeigten
ringförmigen
Wellenabschnitt umfasst. Der ringförmige Wellenabschnitt 134 erstreckt
sich zwischen einem ringförmigen,
mit 136 in den 12 und 13 gezeigten
Kappenabschnitt und einem mit 138 in den 12 bis 14 gezeigten
ringförmigen
Basisabschnitt. Der Schaft 134, die Kappe 136 und
die Basis 138 sind koaxial zueinander ausgerichtet und
besitzen eine gemeinsame innere umfängliche Oberfläche, die
eine Röhre 140 mit
konstantem Durchmesser bildet, die bemaßt ist um über die Ankerwelle (nicht gezeigt)
eines elektrischen Motors zu passen.
-
Der
Kappenabschnitt 136 der Verbindungseinrichtung 112 erstreckt
sich radial nach außen
von dem Schaftabschnitt 134 in eine ringförmige Form, welche
einen Hauptteil der oberen Enden 132 der Kohlesegmente 106 abdeckt.
Der Kappenabschnitt 136 der Verbindungseinrichtung 112 nimmt
auch die Kohlesegmenthaltenuten 130 ein, wodurch die Kohlesegmente 106 mechanisch
miteinan der verbunden sind.
-
Ähnlich wie
der Kappenabschnitt 136 der Verbindungseinrichtung 112 erstreckt
sich die Basis 138 der Verbindungseinrichtung radial nach
außen von
dem Schaftabschnitt 134 in eine ringförmige Gestalt, die alles außer den
U-förmigen
Kontaktabschnitten 124 der Kupfersubstratabschnitte 102 ummantelt.
-
Eine
gelötete
Stirnflächen-Kohlesegment-Kommutatorbaugruppe
für einen
elektrischen Motor ist in den 29 und 30 mit 200 bezeichnet.
Die Stirnflächenkommutatorbaugruppe 200 umfasst
eine im allgemeinen kreisringförmige
Anordnung von acht umfänglich
beabstandeten, mit 202 in den 29 und 30 bezeichneten
Kupfersubstratabschnitten. Die Substratabschnitte 202 sind
um eine mit 202 in den 29 und 30 angegebene Rotationsachse
angeordnet. Eine zylindrische ringförmige Anordnung von acht umfänglich beabstandeten,
in den 29 und 30 mit 206 gezeigten Kohlesegmenten
wird durch eine geeignete leitfähige Kohlenstoffverbindung
gebildet wie eine solche, die obenstehend mit Bezug auf die tonnenartige
Kohlekommutatorbaugruppe 100 beschrieben wurde. Jedes der
acht Kohlesegmente 206 ist mit einem jeweiligen der acht
metallischen Substratabschnitte 202 verbunden um acht Kommutatorsektoren 202, 206 zu bilden.
Eine kreisförmige
Anordnung von acht in den 29 und 30 mit 208 gezeigten
radialen Zwischenräumen
trennen physisch und isolieren elektrisch die zusammengesetzten
Kommutatorsektoren 202, 206 voneinander. Eine
zusammengesetzte kreisförmige
Oberfläche,
die durch die ringförmige Kohlesegmentanordnung
gebildet ist, legt eine segmentierte zylinderförmige mit 210 in den 29 und 30 gezeigte
kommutierende Oberfläche
fest zum Herstellen eines physischen und elektrischen Kontaktes
mit einer Bürste
(nicht gezeigt).
-
Eine
in den 29 und 30 mit 212 bezeichnete
isolierende Verbindungseinrichtung wird unterhalb der ringförmigen Kohlesegmentanordnung angeordnet
und verzahnt mechanisch die Kohle segmente 206. Die Kohlesegmente 206 sind
elektrisch voneinander durch radiale Schnitte 208 isoliert
und mechanisch durch die isolierende Verbindungseinrichtung 212 verbunden.
-
Wie
in 15 gezeigt, sind eine Nickel- und eine Kupferschicht 214, 216 auf
die innere, d.h. die Basisendfläche 218 eines
jeden Kohlesegments 206 plattiert, wobei die Kupferschicht 214 über die
Nickelschicht 216 plattiert ist. Die Kupfersubstratabschnitte 202 werden
an jeweilige plattierte Basisendflächen 218 der Kohlesegmente 206 gelötet um starke
mechanische und elektrische Verbindungen zwischen den Kohlesegmenten 206 und
ihren jeweiligen Substratabschnitten 202 bereitzustellen.
-
Jeder
Kupfersubstratabschnitt 202 ist ähnlich wie die Substratabschnitte 102 der
tonnenartigen Kommutatorbaugruppe 100 gestaltet, welche
in 14 gezeigt und oben beschrieben sind. Jeder Substratabschnitt 202 umfasst
einen Hauptkörperabschnitt 220,
einen Anschluss 224 und eine Nase 226.
-
Jedes
Kohlesegment 206 weist eine horizontale Querschnittsgestalt
auf, welche im allgemeinen trapezförmig ist und allgemein zu der
Gestalt eines jeden Körperabschnittes 220 der
Kupfersubstratabschnitte 202 angepasst ist.
-
Die
Nickel- und die Kupferschicht 214, 216 bedecken
die Basisendoberfläche 218 eines
jeden Kohlesegmentes 206 vollständig und eben. Wie obenstehend
mit Bezug auf den tonnenartigen Kommutator 100 erwähnt und
ausführlicher
untenstehend beschrieben wird, wird ein ausgewähltes Verfahren zum Elektroplattieren
verwendet um die Nickel- und die Kupferschicht 214, 216 auf
die Basisendflächen 118 der
Kohlesegmente 106 zu plattieren.
-
Eine
in 15 mit 232 gezeigte Lötschicht umfasst ein Flussmittel
und kontaktiert und ist zwischen den Kupfersubstratabschnitten 102 und
den Kohlesegmenten 106 angeordnet. Das Fluss mittel wird
mit der bei dem Lötprozess
verwendeten Lötpaste
vermischt um eine gleichmäßige Fließverteilung
und einen verbesserten mechanischen und elektrischen Kontakt zwischen
den Kohlesegmenten 106 und den Kupfersubstratabschnitten 102 sicherzustellen.
-
Wie
bei dem tonnenartigen Kommutator 100 weist die Verbindungseinrichtung 212 der
Stirnflächenkommutatorbaugruppe 200 eine
Phenol-Verbindung wie „Rogers
660" auf und ist
in eine einzelne Gestalt gegossen, welche einen ringförmigen Schaftabschnitt
aufweist, wie mit 234 in 30 gezeigt.
Der ringförmige
Schaftabschnitt 234 erstreckt sich integral und axial nach
unten von einem ringförmigen
Basisabschnitt, der in 30 mit 238 gezeigt
ist. Der Schaft 234 und die Basis 238 sind koaxial
ausgerichtet und besitzen eine gemeinsame innere umfängliche
Oberfläche,
die eine Röhre 240 mit
konstantem Durchmesser bildet, welche bemessen ist um über eine
Ankerwelle (nicht gezeigt) eines elektrischen Motors zu passen.
-
Die
Basis 238 der Verbindungseinrichtung erstreckt sich radial
nach außen
von dem Schaftabschnitt 234 in eine ringförmige Gestalt,
die alles außer
den U-förmigen
Kontaktabschnitten 124 der Kupfersubstratabschnitte 102 einschließt.
-
In
der Praxis wird eine gelötete
tonnenartige oder stirnflächenartige
Kohlekommutatorbaugruppe 100, 200 gemäß der Erfindung
gestaltet, zuerst durch Stanzen des oben beschriebenen Kupfersubstrates 128, 228 aus
einem in den 16 und 17 gezeigten
Kupferblech für
eine tonnenartige Kommutatorbaugruppe 100. Ein Kohlezylinder 142, 242 wird dann
entweder maschinell gestaltet oder wie für eine tonnenartige Kommutatorbaugruppe 100 in 8 gezeigt,
aus einer leitfähigen
Kohlenstoffzusammensetzung gegossen.
-
Bei
der Gestaltung einer tonnenartigen Kommutatorbaugruppe 100 wird
eine kreisförmige
Haltenut 144 gegossen oder maschinell in ein äußeres oder
oberes Ende 146 des Kohlezylinders 142 gearbeitet.
Die Nut ist konzentrisch zu dem inneren und dem äußeren Durchmesser des Zylinders 142 und
ist ungefähr
mittig zwischen diesen angeordnet.
-
Bei
der Gestaltung einer tonnenartigen oder stirnflächenartigen Kommutatorbaugruppe 100, 200 wird
ein inneres, d.h. ein Basisende 148, 248 des Kohlezylinders 142, 242 durch
Elektroplattieren mit einer Nickelschicht wie mit 114, 214 in 15 gezeigt,
und mit einer mit 116, 216 in 15 gezeigten Kupferschicht
metallisiert. Das Metallsubstrat 128, 228 wird
dann an das metallisierte Basisende 148, 248 des
Kohlezylinders 142, 242 gelötet.
-
Bei
der Gestaltung des Tonnenkommutators 100 wird die Verbindungseinrichtung 112 dann
innerhalb des Kohlezylinders 142 gebildet. Bei der Gestaltung
des Stirnflächenkommutators 200 kann
die Verbindungseinrichtung 212 an der Unterseitenoberfläche des
Metallsubstrats 228 entweder vor oder nach dem Löten des
Substrates 228 an die metallisierte Basisendfläche 248 des
Kohlezylinders 242 gebildet werden.
-
Bei
der Tonnenkommutatorbaugruppe 100 werden dann die Zwischenräume 108 maschinell
radial nach innen durch den Kohlezylinder 142 und das metallische
Substrat 128 gearbeitet um elektrisch isolierte Kohle/Metallkommutatorsektoren 102, 106 zu
bilden. Die übergeformte
Verbindungseinrichtung 112 hält die Kommutatorsektoren 102, 106 physisch zusammen
nachdem die Zwischenräume 108 gebildet
sind.
-
Bei
der Stirnflächenkommutatorbaugruppe 200 werden
die Zwischenräume 208 maschinell
axial nach innen durch den Kohlezylinder 242 und das metallische
Substrat 248 gearbeitet um die elektrisch isolierten Kohle/Metallkommutatorsektoren 202, 206 zu
bilden. Die Verbindungseinrichtung 212 hält die Kommutatorsektoren 202, 206 physisch
zusammen, nachdem die Zwischenräume 208 gebildet
sind.
-
Sowohl
für die
Tonnen- als auch die Stirnflächenkommutatorbaugruppen 100, 200 wird
ein Schablonendruckverfahren verwendet um Lötmittel wie in 15 mit 132, 232 gezeigt,
auf die Basisendfläche 148, 248 des
Kohlezylinders 142, 242 aufzubringen. Gemäß diesem
Verfahren wird der Kohlezylinder 142, 242 in einer
Zuführspanneinrichtung
einer Schablonendruckmaschine (nicht gezeigt) platziert. Die Schablonendruckmaschine
wird dann getaktet um eine Schablone (nicht gezeigt) über die
Basisendoberfläche 148, 248 des
Kohlezylinders 142, 242 zu platzieren. Die Schablone
maskiert ein zentrisches Loch, das durch die ringförmig Gestalt
der Basisendfläche 148, 248 festgelegt
ist. Die Maschine bringt dann eine Schicht von Lötpaste über die Schablone und freigelegte
Teile der metallisierten Kohlezylinderbasisendfläche 148, 248 mit
einer Gummiwalze auf. Die Maschine entfernt dann die Schablone und überflüssige Lötpaste von
dem Kohlezylinder 142, 242. Die in diesem Verfahren
verwendete Schablonendruckmaschine ist eine De Hocurt-Model EL-20.
-
Nachdem
die Schablonendruckmaschine die Lötpaste aufgebracht hat, wird
das Substrat 128, 228 konzentrisch zu der Basisendfläche 148, 248 des Kohlezylinders 142, 242 ausgerichtet
und plan gegen die mit Lötmittel
beschichtete Basisendfläche 148, 248 des
Kohlezylinders 142 platziert. Die Baugruppe 100 wird
dann in einem Aufschmelzofen (nicht gezeigt) platziert um sicherzustellen,
dass das Lötmittel 132, 232 den
Zylinder und die Substratflächen 142, 242, 128, 228 korrekt
miteinander verbindet.
-
Wie
obenstehend erwähnt,
werden die Nickel- und Kupferschichten
114,
214,
116,
216 durch Elektrolyse
aufgebracht. Im speziellen wird ein Bürstentyp abhängiges Plattierungsverfahren
verwendet um das Nickel und das Kupfer auf die Kohlezylinderbasisendfläche
118,
218 durch
Elektroplattierung aufzubringen. Die bürstentypselektive Plattierung umfasst
das Verwenden eines Ver teilers einer Elektrolyt-Ionenlösung in
Form eines tragbaren Stabes mit einem aufsaugenden Bürstenapplikator
an einem Ende. Eine im allgemeinen aus dem zu elektroplattierenden
Metall bestehende Anode verbleibt innerhalb einem in dem Stab gebildeten
Hohlraum. Der Kohlezylinder
142,
242 wird als
Kathode geladen. Dieser Prozess hat eine sehr hohe elektrolytische
Stromdichte zur Folge, welche die Metallionen tief in die Poren
der Kohlezylinderkathode
142,
242 „schleudert", wenn der Applikator
mit der Ionenlösung
gesättigt
ist und über
die Basisendoberfläche
148,
248 des Zylinders
142,
242 gezogen
wird. Dies führt
zu einem ausgezeichneten mechanischen und elektrischen Kontakt.
Ein geeigneter bürstenselektiver
Plattierungsprozess ist ausführlich
im amerikanischen Patent
US 5,409,593 beschrieben.
Das Patent ist Sifco Industries, Inc. erteilt und dessen Offenbarungsgehalt
wird hier durch Bezugnahme eingebunden.
-
Ein
alternativer Prozess zum Metallisieren der Basisendfläche 148, 248 des
Kohlezylinders 142, 242 umfasst das Bilden einer
dünnen,
auf Zinn basierende, chemische Reaktionszone an der inneren oder
Basisendfläche 148, 248 des
Kohlezylinders 142, 242 zuerst durch Bereitstellen
einer metallischen Pulvermischung von Zinn mit bestimmten Übergangsmetallen
(typischerweise Cr), die bis typischerweise ungefähr 5 wt%
hinzugefügt
sind in einem geeigneten organischen Träger oder Binder um eine Metallisierungspaste
zu bilden, welche gestrichen oder über ein Siebdruckverfahren
auf die Basisendfläche 148, 248 aufgebracht
wird. Die Paste wird dann getrocknet und allgemein bis 800–900 Grad
für 10
bis 15 Minuten gebrannt. Kohlenmonoxydgas (CO) ist in die Heizatmosphäre eingeschlossen
um die Verbindungs-/Trocknungsreaktion
zu erleichtern. Das Brennen der Paste in einer Stickstoffatmosphäre erzeugt
lokal ausreichend CO aufgrund des Ausbrennens des Binders. Dieses
Verfahren führt
zu einer direkten metallurgischen Verbindung der zinnreichen Zusammensetzung
an die Basisendfläche 148, 248 zum
Bilden der auf Zinn basierten chemischen Reaktionszone. Die metallisierte
Oberfläche
kann sicher bei 232 Grad Celsius (dem Schmelzpunkt von Zinn) aufgeschmolzen
werden ohne Endnetzung der Basisendfläche 148, 248.
Durch das Aufschmelzen herkömmlicher
Lötzusammensetzungen
in die Metallisierungsschicht kann die Basisendfläche 148, 248 in eine
Lotschicht umgewandelt werden, wie mit 250 in 31 gezeigt,
die gut auf der Basisendfläche 148, 248 haftet.
Ein geeigneter Metallisierungsprozess, welcher die obigen Schritte
umfasst, ist von Oryx Technology Corporation unter dem Markennamen
IntrageneTM verfügbar.
-
Um
die Verbindungseinrichtung 112 der tonnenartigen Kommutatorbaugruppe 100 zu
bilden, wird ein Einfügegießprozess
verwendet, um die Phenol-Verbindung über, unter und innerhalb des
ringförmigen
Kohlezylinders 142 und des metallischen Substrates 128 zu
gießen.
Bei diesem Prozess fließt
die Phenol-Verbindung in die Haltenut 144 und füllt diese aus.
-
Sowohl
bei der tonnenartigen als auch bei der stirnflächenartigen Kommutatorbaugruppe 100, 200 werden
die einzelnen Kupfersubstratabschnitte 102, 202 durch
Stanzen des kreisringförmigen
Kupfersubstrates 128, 228 aus einem Kupferblech
gebildet. Wie oben beschrieben, umfasst jeder der Kupfersubstratabschnitte 102, 202 einen
im allgemeinen trapezförmigen,
in 16 für
tonnenartige Kommutatorbaugruppe 100 mit 120 bezeichneten
Hauptkörperabschnitt.
Die Anschlüsse 124, 225 erstrecken sich
radial nach außen
und eine Nase 126, 226 erstreckt sich diagonal
nach unten und radial nach außen
von dem Hauptkörperabschnitt
eines jeden Substratabschnittes 102, 202. Die
Anschlüsse 124, 222 und
die Nasen 126, 226 sind am besten in 13 für die tonnenartige
Kommutatorbaugruppe und in 30 für die stirnflächenartige
Kommutatorbaugruppe 200 gezeigt.
-
Bevor
die Kupfersubstrathauptkörperabschnitte 120 aus
dem Substrat 128, 228 geschnitten werden, werden
diese teilweise voneinander durch radial nach außen sich erstreckende Schlitze
getrennt, wie mit 150 in 16 für die tonnenartige Kommutatorbaugruppe
gezeigt ist. Die Schlitze 150 erstrecken sich radial nach
außen
von einem inneren Durchmesser 152 des ringförmigen Kupfersubstrats 128, 228.
Die Substratabschnitte 102, 202 sind durch umfänglich sich
erstreckende Verbindungslaschen miteinander verbunden, wie mit 154 in 16 gezeigt,
welche radial äußere Enden
der sich nach außen
erstreckenden Schlitze 150 überbrücken.
-
Nachdem
das kreisringförmige
Kupfersubstrat 128, 228 aus einem Kupferblech
gestanzt ist, werden die Nasen 126, 226 durch
Biegen einer radialen inneren Spitze 156 eines jeden Hauptkörperabschnittes 120, 220 nach
unten und radial nach außen
von seiner ursprünglichen
Position in einer Ebene mit dem Rest des Hauptkörperabschnittes 120, 220 gebogen.
Zusätzlich
wird jeder Anschluss 124, 224 in seine nach oben
gerichtete U-förmige
Gestalt gebogen. Bei der Gestaltung der tonnenartigen Kommutatorbaugruppe 100 werden
die mit 108 in 12 und 14 gezeigten
radialen Zwischenräume
radial nach innen von der äußeren umfänglichen
Oberfläche 110 des
Kohlezylinders 142 durch den Schaftabschnitt 134 der
Verbindungseinrichtung 112 gearbeitet. Sobald die radialen
Zwischenräume 108 maschinell
hergestellt sind, werden die sich umfänglich erstreckenden Substratabschnittsverbindungslaschen 154 durch
die sich nach außen
erstreckenden radialen Schlitze 150 geschnitten, wodurch
die metallischen Substratabschnitte 102 getrennt und elektrisch isoliert
sind.
-
Gemäß einer
zweiten Ausführungsform
des gelöteten
tonnenartigen Kommutators werden die inneren Nutabschnitte 158 eines
jeden radialen Zwischenraums entweder maschinell hergestellt oder
radial nach außen
gegossen in eine innere umfängliche Oberfläche 160' des Kohlezylinders 142'. Wie in 20 gezeigt,
wird dann die Basisendfläche 148' des Kohlezylinders
elektroplattiert und wird mit einer Lötpaste in der Schablonendruckmaschine
beschichtet. Während
des Schablonendruckens werden die inneren Nutabschnitte 158 durch
die Schablone maskiert, welche die Schablonendruckmaschine über die umgewandelte
Basisendfläche 148' des Kohlezylinders 142'' vor der Aufbringung der Lötpaste platziert. Die
Schablone verhindert, dass Lot 132 in die inneren Nutabschnitte 158 hineingerät.
-
Sobald
der Kohlezylinder 142' an
das Substrat 128' gelötet ist,
wird die Verbindungseinrichtung (nicht gezeigt in 20) übergeformt.
Während
der Überformung
ist es der Phenol-Zusammensetzung gestattet,
in die inneren Nutabschnitte 158 hineinzufließen und
diese zu füllen. Äußere Schlitzabschnitte der
Zwischenräume 108 werden
dann radial nach innen von einer äußeren umfänglichen Oberfläche 110' des Kohlezylinders 142' bis zu den
mit dem Isolator gefüllten
inneren Nutabschnitten 158 maschinell hergestellt. Die äußeren Schlitzabschnitte
der Zwischenräume 108 werden
maschinell so hergestellt, dass sie mit den mit dem Isolator gefüllten inneren
Nutenabschnitten 158 ausgerichtet sind und mit diesen verbunden
um die radialen Zwischenräume 108 zu
vervollständigen.
Somit weist jeder radiale Zwischenraum 108 einen inneren
Nutabschnitt 158 auf, welcher mit der isolierenden Phenol-Zusammensetzung gefüllt ist
und einen ungefüllten äußeren Schlitzabschnitt.
-
Andere
Ausführungsformen
der tonnenartigen Kommutatorbaugruppe 100 können eine
andere Anzahl von Polen als 12 umfassen. In ähnlicher Weise können andere
Ausführungsformen
der Stirnflächenkommutatorbaugruppe 200 eine
andere Polzahl als acht aufweisen. Zusätzlich können andere leitende Metalle
als Kupfer und Nickel verwendet werden um die innere, d.h. die Basisendfläche 108 des
Kohlesegments 106 zu elektroplattieren. Andere Ausführungsformen
können
auch Isolationsversetzungsanschlüsse ähnlich wie
die in 11 gezeigten Anschlüsse 14'' verwenden. In anderen Ausführungsformen
kann die Verbindungseinrichtung 112 eine andere geeignete
Isolatorzusammensetzung als eine Phenol-Zusammensetzung umfassen.
-
Dies
ist eine veranschaulichende Beschreibung der Erfindung, welche nicht
hierauf beschränkt ist.
Es ist verständlich,
dass viele Änderungen
und Variationen der Erfindung im Lichte der obigen Lehre möglich sind.
Innerhalb des Schutzbereichs der Ansprüche kann die Erfindung auch
anders als beschrieben ausgeführt
werden.