DE69920220T2 - Verfahren zur herstellung transdermaler pflasters - Google Patents

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausbilden transdermaler Pflaster, bspw. so genannter Nikotinpflaster, welche an der Haut einer Person angebracht werden können, der etwas Nikotin verabreicht werden soll, während sie das Rauchen aufgibt.
  • Eine besonders zufriedenstellende Form von Pflaster ist in dem GB-Patent 2232892 offenbart. Darin ist das Pflaster breit als geschlossener Körper für die transdermale Verabreichung einer physiologisch aktiven Substanz definiert, wobei der Körper eine undurchlässige Verstärkung und eine mikroporöse oder permeable Membran aufweist, zwischen denen ein Hohlraum begrenzt ist, wobei die physiologisch aktive Substanz innerhalb des Hohlraums in flüssiger Form enthalten ist, wobei die mikroporöse oder permeable Membran für die physiologisch aktive Substanz permeabel ist und mit ihr in Kontakt steht und das flüssige Material, welches zwischen der undurchlässigen Verstärkung und der mikroporösen oder permeablen Membran innerhalb des Hohlraums eingeschlossen ist, im Wesentlichen durch ein viskoses fließfähiges Gel immobilisiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass entweder:
    • a) die Membran hydrophil und die Inhalte des Hohlraums hydrophob sind; oder
    • b) die Membran hydrophob ist und der Hohlraum ein hydrophiles Netzmittel enthält;
    wodurch bei der Verwendung der Durchtritt der physiologisch aktiven Substanz durch die mikroporöse Membran die Geschwindigkeit steuert und die physiologisch aktive Substanz aus der mikroporösen Membran mit einer Geschwindigkeit freigesetzt wird, die über einen Zeitraum von Stunden im Wesentlichen konstant ist.
  • Typischerweise weist der geschlossene Körper in Form des Pflasters von einer Seite zur anderen mehrere Schichten auf, die folgendes umfassen können:
    • (i) eine wegwerfbare, entfernbare Schutzschicht,
    • (ii) eine Klebstoffschicht,
    • (iii) die permeable Membran oder Membranen,
    • (iv) eine Gelschicht, welche die physiologisch aktive Substanz enthält (bspw. Nikotin), und
    • (v) die Schicht des undurchlässigen Verstärkungsmaterials.
  • In der Praxis können die ersten drei (oder mehr) Schichten als vorgeformte Laminate eingesetzt werden. Es ist dann notwendig, die aktive Substanz (Schicht (iv)) auf dem Laminat aufzubringen (auf der Kombination der Schichten (i) bis (iii)) und dann die aktive Substanz an der Stelle zu sichern, indem die Verstärkungsschicht (Schicht (v)) bereitgestellt wird.
  • Typischerweise werden beim Herstellen eines Produktes dieser Art die Materialien horizontal zugeführt, und eine diskrete Menge der aktiven Substanz wird bei einem festen Intervall oder einer Station entlang dem Laminat abgeschieden, wobei das Verstärkungsmaterial dann in Position gebracht wird, um die aktive Substanz zu bedecken, bevor das Verstärkungsmaterial, bspw. durch Verschweißen, am Laminat in Bereichen um die diskreten Mengen der aktiven Substanz befestigt wird. Der Prozess ist nicht kontinuierlich und als "Ausbilden, Befüllen, Abdichten" bekannt, wie es durch Blisterverpackungen bekannt ist. Der Werkzeugsatz muss wesentlich geändert werden, wenn Änderungen des Behälters bezüglich seines Volumens gewünscht werden.
  • Unter Berücksichtigung, dass die aktive Substanz normalerweise in Gelform vorhanden ist, ist anzumerken, dass beträchtliche Handhabungsprobleme beim Bereitstellen der geeigneten Mengen an Gel bei eng beabstandeten Intervallen entlang dem Laminat, ohne dass das Gel der Umgebung ausgesetzt ist, bestehen. Darüber hinaus kann es, wenn gewünscht wird, das Volumen des Gels zu variieren, um die Menge an aktiver Substanz im Pflaster zu variieren, oder den Hautkontaktbereich des Produktes zu variieren (unter der Annahme, dass die Konzentration der aktiven Substanz im Gel gleich bleibt), schwierig sein, die Maschine zu verändern, während sie in Betrieb ist, so dass der gewünschte Effekt erreicht wird.
  • Es gibt bereits Werkzeuge für das Verpacken von Gegenständen, bspw. so genannte Telefonkarten, bei denen es sich um Karten für den Einschub in ein Telefongerät handelt, um es dem Benutzer zu ermöglichen, das Telefon während der Dauer der unbenutzten Einheiten, die elektromagnetisch auf der Telefonkarte festgehalten sind, zu benutzen. Bei einem solchen Werkzeug wird bewirkt, dass eine erste Materialschicht vertikal nach unten wandert, und zwar nahe an eine zweite Materialschicht und parallel zu dieser. Häufig ist eine Schicht transparent und die andere ist opak und enthält Anweisungen und andere Informationen. Die beiden Materialschichten werden zusammengebracht und werden miteinander durch gegenüberliegende Paare Klebvorrichtungen, bspw. erhitzte Räder, welche auf die gegenüberliegenden longditudinalen Kanten der beiden Materialstreifen, die zusammengebracht werden, einwirken, verklebt. Zusätzlich wirkt ein intermittierender Verschweißmechanismus transversal über den bereits verbundenen zwischen geschichteten Schichten an ihren gegenüberliegenden longditudinalen Kantenbereichen, so dass eine Tasche entsteht. Wenn die Tasche ausgebildet wird, wird eine Telefonkarte oder dergleichen in die Tasche eingeführt, welche entlang ihrer oberen (vierten) Kante noch offen bleibt. Sobald die Karte oder ein anderer Gegenstand korrekt in der Tasche positioniert ist, und während beide Schichten sich weiter nach unten bewegen, wird die vierte offene Kante der Tasche geschlossen, typischerweise durch den gleichen horizontalen Schweißmechanismus. Tatsächlich ist der effektivste Weg zum Erreichen dieses Zustands, die obere Kante einer unteren Tasche gleichzeitig mit der unteren Kante der unmittelbar darüberliegenden Tasche zu verschweißen. Beide Schweißtätigkeiten können gleichzeitig in derselben Schweißeinrichtung ausgeführt werden.
  • Wenn es gewünscht wird, gleichzeitig mit dem Ausführen der Verschweißung mindestens eine Transversalschweißnaht auszubilden, oder unmittelbar stromabwärts derselben oder auf einer viel späteren Stufe, können die Taschen durch Schneiden voneinander getrennt werden, oder es kann eine Sollbruchstelle im Bereich zwischen der oberen Schweißnaht der unteren Tasche und der unteren Schweißnaht der oberen Tasche ausgebildet werden, so dass die Taschen noch miteinander an den Enden verbunden sind, jedoch mit einer Sollbruchstelle, die leicht zerstört werden kann.
  • Ähnliche Werkzeuge können auch dazu verwendet werden, Taschen herzustellen, die andere Produkte enthalten, bspw. Zucker oder Soßen (zur Verwendung in Restaurants).
  • Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Ausbilden eines transdermalen Pflasters angegeben, das die folgenden Schritte aufweist:
    Zuführen eines Materialstreifens, der eine Wegwerfschicht, eine Klebstoffschicht und eine Schicht aus einer permeablen Membran umfasst, mit einer ersten Lineargeschwindigkeit;
    Zuführen mindestens eines zweiten Streifens, der aus einem undurchlässigen Verstärkungsmaterial oder undurchlässigen Verstärkungsmaterialien gebildet ist, mit derselben Lineargeschwindigkeit nahe an den ersten Streifen und zu diesem hin gerichtet;
    Leiten der ersten und zweiten Streifen zusammen durch eine erste Verschweißstation, bei der zumindest die gegenüberliegenden longditudinalen Kantenbereiche der Streifen aneinander befestigt werden, wobei optional dazwischenliegende Bereiche der Streifen entlang ihren Längen befestigt werden, um mindestens eine längliche Kammer auszubilden;
    Leiten der zumindest an ihren longditudinalen Kanten zusammengefügten ersten und zweiten Streifen durch eine zweite Verschweißstation, bei der die Streifen miteinander transversal in Intervallen entlang den Streifen verschweißt werden, wodurch die oder jede Kammer zu einer Tasche mit offener Oberseite wird;
    Einführen einer Flüssigkeit, die eine aktive Substanz enthält, in die Tasche oder Taschen nach deren Ausbildung; und
    Verschweißen der Taschen entlang ihren zuvor offenen Kanten, um vollständig verschlossene Tasche zu bilden.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein kontinuierliches Verfahren zum Ausbilden eines transdermalen Pflasters angegeben, das die folgenden Schritte aufweist:
    kontinuierliches Zuführen eines Materialstreifens, der eine Schicht aus einer permeablen Membran umfasst;
    kontinuierliches Zuführen eines zweiten Streifens, der ein undurchlässiges Verstärkungsmaterial enthält, nahe an den ersten Streifen und an diesen angrenzend;
    Leiten der ersten und zweiten Streifen zusammen durch eine oder mehrere Befüllungs- und Schweißstationen, in denen das Material, welches eine aktive Substanz enthält, zwischen die Streifen eingeführt wird und Taschen durch erste Schweißvorrichtungen, welche die Streifen miteinander in Longditudinalrichtung der Streifen verschweißen, und zweite Schweißvorrichtungen, welche die Streifen miteinander in Transversalrichtung der Streifen verschweißen, gebildet werden;
    wobei die Größe der Taschen durch Einstellen der Zahlenposition und/oder Frequenz des Betriebs der ersten Schweißvorrichtungen und/oder durch Einstellen der Zahlenposition und/oder Frequenz des Betriebs der zweiten Schweißvorrichtungen gesteuert wird.
  • Das Verfahren ist als Ergebnis davon, dass das Befüllen und Herstellen des Pflasters synchronisiert/simultan erfolgt, kontinuierlich. Hierdurch unterscheidet es sich von der Blister-Technik, die nacheinander in Stationen erfolgt und nicht kontinuierlich ist.
  • Zweckmäßigerweise wird an der zweiten Schweißstation der obere, zuvor offene Bereich einer Tasche oder mehrerer Taschen verschweißt, und das Verschweißen schließt gleichzeitig den Boden der Tasche(n) unmittelbar oberhalb der ersten genannten Tasche(n).
  • Das Verfahren kann auch einen Abtrennungs-Schneidschritt umfassen, bei dem ein transversales Abschneiden erfolgt, um eine versiegelte Tasche, welche die aktive Substanz enthält, von benachbarten Taschen stromaufwärts und stromabwärts zu separieren.
  • Wenn ein Abrissstreifen an einer Ecke des Pflasters erforderlich ist, kann eine geeignete "Kiss-Cut"-Funktion auf dieser Stufe vorhanden sein. Zusätzlich können andere Funktionen, bspw. Registrierung, Prägung und Rückprägung, in dieser Stufe oder unmittelbar danach ausgeführt werden.
  • Zusätzlich werden, wenn die beiden Streifen zunächst zusammengebracht und entlang ihren longditudinalen Kanten verschweißt werden und wenn es eine oder mehrere zusätzliche longditudinale Schweißnähte gibt, die zwischen den Kantenbereichschweißnähten geschaffen wurden, zwei oder mehr Taschen erzeugt, und es ist wünschenswert, jene seitlich benachbarten Taschen bei einer geeigneten stromabwärts gelegenen Station zu trennen. Dies kann bspw. durch Walzen erzielt werden, welche auf gegenüberliegende Seiten der verbundenen Bänder einwirken, wobei mindestens eine Walze eine Schneidkante aufweist, um die seitlich benachbarten Taschen zu trennen.
  • Vorzugsweise wird beim Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens ein Gasspülungssystem eingesetzt, welches realisiert werden kann, indem eine Röhre mit kleiner Bohrung benachbart der Flüssigkeitsabgaberöhre (Gelabgaberöhre) angeordnet wird, was gewährleistet, dass die Tasche nach dem Verschweißen effektiv nur das Gel selbst und das Spülgas enthält, bspw. Stickstoff. Alternativ dazu kann anstelle des Einsatzes eines interten Spülgases das Befüllen und Verscheißen unter "Vakuumbedingungen" ausgeführt werden.
  • Das Verschweißen der benachbarten Streifen kann durch gegenüberliegende Schweißvorrichtungspaare (bspw. erhitzte Walzen) ausgeführt werden, und das Mittel, durch welches die Flüssigkeit (das Gel), welches die aktive Substanz enthält, eingeführt wird, kann in Form einer Röhre vorliegen, deren unteres offenes Ende auf einem Niveau liegen kann, das beträchtlich niedriger ist als die Rotationsachsen dieser Schweißvorrichtungen, und kann auf einem Niveau genau oberhalb des Einsatzortes der Transversalschweißvorrichtungen, die mit Unterbrechungen zusammenkommen, um die transversalen Schweißnähte über den Streifen bei dem gewünschten Abstandsintervallen zu erzeugen, positioniert werden. Es ist anzumerken, dass eine sorgfältige Synchronisierung der verschiedenen Ausrüstungsgegenstände, welche die Schweiß- und Schneidschritte ausführen, erforderlich ist, wobei jedoch bereits existierende Technologie hierfür verfügbar ist.
  • Wenn es gewünscht wird, die Menge der aktiven Substanz zu erhöhen, während die Konzentration der aktiven Substanz im Gel konstant gehalten wird, ist es natürlich notwendig, ein größeres Volumen des Gels bereitszustellen. Um das größere Volumen aufzunehmen, muss die Tasche größer werden, und dies kann auf mehrere Arten erreicht werden. Wenn bspw. während der Taschenherstellung drei Taschen nebeneinander erzeugt werden, ist es möglich, die Anzahl an Taschen auf zwei zu reduzieren, was die verfügbare Breite jeder Tasche erhöht. Dies erfolgt, indem eines der Schweißvorrichtungspaare (bspw. Heißwalzen) entfernt wird und die Lage des verbleibenden mittleren Schweißvorrichtungspaares eingestellt wird. Darüber hinaus wird eine der Dosierungsdüsen entfernt.
  • Alternativ oder zusätzlich dazu wird die Taktung des Transversalverschweißens so eingestellt, dass es bei längeren Intervallen erfolgt, mit dem Ergebnis, dass längere Taschen ausgebildet werden.
  • Offensichtlich ist es, wenn die Transversalverschweißung während der Ausbildung der längeren Taschen weniger häufig ist, notwendig, dass eine entsprechende Einstellung am transversalen Schneidwerkzeug erfolgt, so dass der Schneidvorgang, welcher eine verschweißte Tasche oder eine Reihe verschweißter Taschen von der benachbarten Tasche oder Taschenreihe trennt, weiterhin entlang der Schweißnaht erfolgt.
  • Es ist anzumerken, dass, selbst wenn das Volumen der Tasche verändert wird, es möglich ist, den ersten und den zweiten Streifen mit der gleichen linearen Zuführgeschwindigkeit weiterhin zuzuführen. Darüber hinaus müssen die zwei oder mehr Einbringungs walzen für das Material nicht als Bestandteil der Werkzeugerneuerung, die bei anderen Herstellungsverfahren üblich ist, ausgewechselt werden. Mit anderen Worten können dieselben Materialien und einige Walzen ohne Einstellung verwendet werden, um eine andere Taschengröße zu erhalten. Tatsächlich ist es ein großer Vorteil der Erfindung, dass eine gewünschte Variation des Volumens der Tasche keinerlei Veränderung der Komponenten notwendig macht, die für das Zuführen der beiden Materialausgangsstreifen verantwortlich sind. Die Handhabung derartiger Streifen ist eine empfindliche Angelegenheit, und es ist deshalb von beträchtlichem Vorteil, die Zufuhrgeschwindigkeiten konstant zu halten. Dies liegt daran, dass kontinuierliche Prozesse einen konstanten Druck/eine konstante Belastung auf die Materialien ausüben, was zu weniger Schäden und/oder Störungen des Endprodukts führt, und zu einer "flacheren", ästhetisch ansprechenderen Tasche als bei unterbrochenen Prozessen. In der Tat haben unterbrochene oder nicht kontinuierliche Verfahren, wie bspw. Blister-Verpackungseinrichtungen, eine Stopp-Start-Bewegung, welche Beschädigungen durch Strecken des Materials hervorrufen können.
  • Es ist eine relativ einfache Angelegenheit, durch die geeignete Steuereinrichtung zu bewirken, dass die Transversalschweißkomponenten bei längeren oder kürzeren Intervallen arbeiten, um längere oder kürzere Taschen zu erzeugen, und es ist gleichermaßen relativ einfach für die gleiche Steuerausrüstung, die für das transversale Schneiden verantwortlichen Komponenten zu koordinieren, ohne die Maschine mit neuen Werkzeugen zu versehen.
  • Es wurde experimentell herausgefunden, dass das erfindungsgemäße Verfahren dazu verwendet werden kann, Taschen einer so geringen Größe wie 2cm2 herzustellen. Dies steht im Gegensatz zu den Verfahren des Standes der Technik, gemäß denen eine minimale Taschengröße von nicht weniger als 5cm2 möglich war.
  • Die Röhre oder Röhren oder dergleichen, die für das Injizieren des Gels, welches die aktive Substanz enhält, in die Taschen verantwortlich ist, verbleibt in derselben Position und injiziert das geeignete Gelvolumen in die Tasche, wenn die Transversalschweißnaht ausgebildet wird, oder unmittelbar nach deren Ausbildung. Genaue Dosierungseinrichtungen sind erhältlich, um zu gewährleisten, dass genau die gewünschte Menge an Gel in jeder Tasche abgeschieden wird, und können so eingestellt werden, dass eine Zunahme oder Abnahme der volumetrischen Erfordernisse der Tasche auf ähnliche Weise wie die Takteinstellung der Schweißvorrichtungen kompensiert werden kann.
  • Vorzugsweise werden die Materialien durch die Stationen in im Wesentlichen vertikaler Richtung zugeführt, und die Flüssigkeit, welche einen aktiven Bestandteil enthält, wird im Wesentlichen in Vertikalrichtung in die Tasche oder Taschen eingeleitet. Jedoch können alternativ dazu die Materialien über die Stationen im Wesentlichen in Horizontalrichtung zugeführt werden, während die Flüssigkeit weiterhin im Wesentlichen vertikal eingebracht wird.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung und um zu zeigen, wie sie ausgeführt werden kann, wird nun beispielhaft auf die beigefügte Zeichnung Bezug genommen, welche eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Verfahrens zeigt, welches mit Werkzeug ausgeführt wird, welches die geeigneten Einrichtungen aufweist, um das Verfahren auszuführen.
  • In der Zeichnung ist eine Walze 1 für Verstärkungsmaterial in Form eines Streifens 2 gezeigt, welcher von der Walze 1 abgezogen und um eine Spannungswalze 3 gelenkt wird, dann über eine Führungswalze 4 und eine andere Führungswalze 5 und stromabwärts weiter befördert wird. Auf ähnliche Weise, aber von der gegenüberlienden Seite der Einrichtung beginnend, befindet sich eine Walze 6 mit Mehrschichtmaterial (des vorstehend genannten Typs), wobei der Streifen 7 aus jenem Material (bspw. in Form eines Laminats) von der Walze 6 abgezogen und um seine eigene Spannungswalze 8 gelenkt und dann um drei Führungswalzen 9, 10 und 11 geführt wird, und anschließend stromabwärts in den Bereich eines "Spalts" 12, wo er auf den Streifen 2 trifft. Die beiden Streifen 2 und 7 verlaufen zwischen drei Schweißvorrichtungspaaren in Form von erhitzten Walzenpaaren 13, 14 und 15, welche den Effekt haben, die Streifen 2 und 7 an ihren longditudinal gegenüberliegenden Kantenbereichen 16 und 17 zu verschweißen, und auch an einer zentralen Stelle 18, so dass der Bereich zwischen den beiden Streifen 2 und 7 in zwei Taschen 19 und 20 aufgeteilt ist, welche an ihren oberen und unteren Enden offen sind. Wenn jedoch jene Taschen 19 und 20 nach unten wandern, treffen sie auf das transversale intermittierende Schweißsystem, welches zwei Heizstangen 21 und 22 umfasst, die im Wesentlichen voneinander getrennt sind, jedoch mit Unterbrechungen zusammengebracht werden, um eine horizontale Schweißnaht über den nach unten wan dernden Streifen 2 und 7 auszubilden, wodurch die Taschen 19 und 20 dann entlang ihren unteren Kanten sowie an ihren Vertikalkanten verschweißt werden. Zwei Röhren (die aus Gründen der Deutlichkeit nicht gezeigt sind) stehen in die Taschen 19 und 20 hinein vor, wobei die unteren Endbereiche der Röhren sich gerade oberhalb der Heizstäbe 21 und 22 befinden. Jenen beiden Röhren benachbart befinden sich zwei kleinere Röhren (ebenfalls nicht gezeigt), durch die ein Inertgas (speziell Stickstoff) unter Druck in die Taschen 19 und 20 eingeleitet wird, um eine inerte Atmosphäre während des Befüllens der Taschen durch die Einleitung diskreter Gelmengen durch die Hauptröhren in die Taschen 19 und 20 zu erzeugen. Wenn die Heizstäbe 21 und 22 getrennt werden, können sich die gefüllten Taschen 19 und 20 weiter nach unten zu der Position bewegen, welche durch die Taschen 23 und 24 eingenommen wird. Es ist leicht ersichtlich, dass die Heiz- und Verschweißtätigkeit der Stäbe 21 und 22 gleichzeitig die unteren Kanten der Taschen 19 und 20 und die oberen Kanten der Taschen 23 und 24 verschweißt. Es ist auch anzumerken, dass sich die Streifen 2 und 7, wenn sie getrennt sind und wenn sie zusammen wandern, mit der gleichen Lineargeschwindigkeit durchgehend kontinuierlich bewegen. Aus diesen Gründen bewegen sich die Stäbe 21 und 22, wenn sie auf die Streifen 2 und 7 einwirken, mit derselben Geschwindigkeit wie jene Streifen, so dass das sanfte Fortschreiten jener Streifen nicht behindert wird.
  • Unterhalb der Taschen 23 und 24 sind zwei weitere Taschen 25 und 26 gezeigt, die unmittelbar vor der Herstellung der Taschen 23 und 24 erzeugt werden. Wie in der Zeichnung gezeigt, wird auf die untere Kante der Taschen 25 und 26 durch Schneidvorrichtungen 27 und 28 eingewirkt, welche transversal über die kombinierten Streifen 2 und 7 schneiden, um das Taschenpaar 25 und 26 vom Paar 29 zu trennen, das nachstehend als Taschen 30 und 31 gezeigt ist.
  • Es ist leicht zu erkennen, dass eine umfassende Ausrüstung, bspw. ein Bandolierenmechanismus, eingesetzt werden kann, um die Streifen 2 und 7 mit einheitlicher Geschwindigkeit abzuziehen und um sie in das Speisesystem einzuführen, das aus den Heißwalzen 13, 14 und 15 besteht, und zwar mit der gleichen Geschwindigkeit, und um die vereinigten Streifen 2 und 7 durch das Schweißsystem 21, 22 und durch das Schneidsystem 27, 28 mit der gleichen einheitlichen Geschwindigkeit zu führen.
  • Wenn längere Taschen erforderlich sind, ist es lediglich notwendig, dafür zu sorgen, dass das Schweißsystem 21, 22 über die gleiche Zeitdauer arbeitet, aber in größeren Intervallen, und dass das Schneidsystem 27, 28 ebenfalls in entsprechend größeren Intervallen arbeitet. Es ist auch leicht zu erkennen, dass das Vorsehen der drei Heißwalzenpaare 13, 14 und 15 des Schweißsystems die Erzeugung zweier Taschen 19 und 20 bewirkt, und dass durch Erhöhen oder Verringern der Anzahl an Heizwalzenpaare und anderen Schweißvorrichtungen eine entsprechende Zunahme oder Abnahme der Anzahl an Taschen erfolgt, die nebeneinander erzeugt werden.
  • Das Dosieren des Gels, das die aktive Substanz (bspw. Nikotin) enthält, durch die (nicht gezeigten) Röhren kann durch spezialisierte Dosierungseinrichtungen ausgeführt werden, die auf dem Markt erhältlich sind, bspw. durch die Firma Hibar Systems Limited.
  • Obwohl das Dosieren des Gels durch die Röhre oder Röhren in die Tasche oder Taschen intermittierend erfolgt, kann die Zufuhr des Inertgases durch die benachbarte Röhre oder Röhren, um eine Inertatmosphäre in der auszubildenden Tasche bzw. den Taschen zu schaffen, kontinuierlich erfolgen.
  • Mit geeigneter Steuerausrüstung wird es ermöglicht, die Lage der Heißwalzen 13, 14 und 15 auf Knopfdruck zu ändern, wodurch die Breite der Taschen variiert wird, und auch die Frequenz des Schweißvorgangs der Heizkomponenten 21, 22 und der Schneidkomponenten 27, 28 zu verändern, um die Länge der Taschen zu variieren. Es ist kein Auswechseln des Werkzeugs erforderlich. Somit kann eine Variation der Größe der Taschen bewirkt werden, ohne dass eine der Komponenten der Ausrüstung durch Ersatzkomponenten ausgetauscht werden muss. Es muss lediglich die Lage der Heißwalzen 13, 14 und 15 und/oder die Frequenz der Tätigkeit des transersalen Schweißsystems 21, 22 und des Schneidsystems 27, 28 variiert werden. Falls gewünscht, kann das Verstärkungsmaterial fleischfarbig oder durchsichtig auf derjenigen Seite sein, die nach außen gerichtet ist, wenn das Pflaster auf eine Person aufgebracht wird. Auf weiter stromabwärts gelegenen Stufen können die individuellen Taschen kurz geschnitten werden, um ein "Kiss-Cut" oder einen "Abrisslappen" zu schaffen, und separat in ihre eigenen individuellen Schutzhüllen verpackt werden, wobei Stapel der Schutzhüllen in Packungen oder anderen geeigneten Behältern gesammelt werden.

Claims (18)

  1. Kontinuierliches Verfahren zum Ausbilden eines transdermalen Pflasters, aufweisend die folgenden Schritte: kontinuierliches Zuführen eines Materialstreifens, der eine Wegwerfschicht, eine Klebstoffschicht und eine Schicht aus einer permeable Membran umfasst, mit einer ersten Lineargeschwindigkeit; kontinuierliches Zuführen mindestens eines zweiten Streifens, der aus einem undurchlässigen Verstärkungsmaterial oder undurchlässigen Verstärkungsmaterialien gebildet ist, mit derselben ersten Lineargeschwindigkeit nahe an den ersten Streifen und an diesen angrenzend; Leiten der ersten und zweiten Streifen zusammen durch eine erste Verschweißstation, bei der zumindest die gegenüberliegenden longitudinalen Kantenbereiche der Streifen aneinander befestigt werden, wobei optional dazwischenliegende Bereiche der Streifen entlang ihren Längen befestigt werden, um mindestens eine längliche Kammer auszubilden; Leiten der zumindest an ihren longitudinalen Kanten zusammengefügten ersten und zweiten Streifen durch eine zweite Verschweißstation, bei der die Streifen miteinander transversal in Intervallen entlang der Streifen verschweißt werden, wodurch die oder jede Kammer zu einer Tasche mit offener Oberseite wird; Einführen einer Flüssigkeit, die eine aktive Substanz enthält, in die Tasche oder Taschen nach deren Ausbildung; und Verschweißen der Taschen entlang ihren zuvor offenen Kanten, um vollständig verschlossene Taschen zu bilden.
  2. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 1, wobei an der zweiten Verschweißstation der zuvor offene Bereich einer Tasche oder von Taschen verschweißt wird und das Verschweißen gleichzeitig den benachbarten Bereich der Tasche oder Taschen unmittelbar stromaufwärts der zuerst erwähnten Tasche oder Taschen schließt.
  3. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, weiter umfassend einen Abtrennungs-Schneidschritt, bei dem ein transversaler Schnitt erfolgt, um eine abgeschlossene Tasche, welche die aktive Substanz enthält, von den benachbarten Taschen stromaufwärts und stromabwärts zu trennen.
  4. Kontinuierliches Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei in dem Abtrennungs-Schneidschritt eine „Kiss-cut"-Funktion vorhanden ist.
  5. Kontinuierliches Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die beiden Streifen zunächst zusammengebracht und entlang ihren longitudinalen Kanten verschweißt werden und getrennt oder gleichzeitig ein oder mehrere zusätzliche longitudinale Verschlüsse zwischen den Kantenbereichverschlüssen erzeugt werden, wodurch zwei oder mehr seitlich benachbarte Taschen über der Breite der Streifen entstehen.
  6. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 5, wobei die seitlich benachbarten Taschen in einem longitudinalen Schneidschritt getrennt werden, bei dem Walzen, von denen zumindest eine eine Schneidkante aufweist, auf gegenüberliegende Seiten der verbundenen Streifen einwirken, um die seitlich aneinandergrenzenden Taschen zu trennen.
  7. Kontinuierliches Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, aufweisend einen Gasspülungsschritt, bei dem die oder jede Tasche mit Gas gespült wird, und zwar vor und/oder während des Schritts, bei dem Flüssigkeit eingeleitet wird.
  8. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 7, wobei im Gasspülungsschritt eine Röhre mit kleiner Bohrung benachbart der Flüssigkeitsabgaberöhre angeordnet wird und das Spülgas von der Röhre direkt in die Tasche ausgestoßen wird.
  9. Kontinuierliches Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Befüllungs- und Verschweißschritte bei einem Druck unterhalb des Atmosphärendrucks ausgeführt werden.
  10. Kontinuierliches Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Verschweißen benachbarter Streifen durch gegenüberliegende Paare Longitudinal- oder Transversalverschweißvorrichtungen ausgeführt wird.
  11. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 10, wobei das Mittel, durch welches die Flüssigkeit, die die aktive Substanz enthält, eingeleitet wird, die Form einer Füllröhre aufweist, welche in die oder jede Tasche eingeführt wird.
  12. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 11, wobei sich das untere Ende der Füllröhre auf einem Niveau befindet, das beträchtlich niedriger liegt als die Rotationsachse der Verschweißvorrichtungen.
  13. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Füllröhre auf einer Ebene positioniert ist, welche sich gerade oberhalb des Ortes der Transversalverschweißvorrichtungen befindet.
  14. Kontinuierliches Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, weiter aufweisend den Schritt des Einstellens der Anzahl der Seite an Seite erzeugten Taschen, wobei der Schritt das Hinzufügen oder Entfernen eines oder mehrerer Paare Longitudinalverschweißvorrichtungen und das Anpassen der Lage der mittleren Verschweißvorrichtungen umfasst.
  15. Kontinuierliches Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, weiter aufweisend den Schritt des Einstellens der Größe der Taschen, wobei der Schritt das zeitliche Einstellen der Transversalverschweißvorrichtungen umfasst, wodurch die Länge der Taschen geändert wird.
  16. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Größe der Taschen nicht weniger als zwei Quadratzentimeter beträgt.
  17. Kontinuierliches Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Streifen in im Wesentlichen vertikaler Richtung zugeführt werden und die Flüssigkeit, welche einen aktiven Bestandteil enthält, in die Tasche oder Taschen im Wesentlichen vertikal eingeführt wird.
  18. Kontinuierliches Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei die Streifen im Wesentlichen horizontal zugeführt werden und die Flüssigkeit, welche einen aktiven Bestandteil enthält, im Wesentlichen vertikal in die Tasche oder Taschen eingeleitet wird.
DE69920220T 1998-04-14 1999-04-14 Verfahren zur herstellung transdermaler pflasters Expired - Fee Related DE69920220T2 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB9807917A GB2336310B (en) 1998-04-14 1998-04-14 Method of manufacturing transdermal patches
GB9807917 1998-04-14
PCT/GB1999/001138 WO1999052513A1 (en) 1998-04-14 1999-04-14 Method of manufacturing transdermal patches

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Publication Number Publication Date
DE69920220D1 DE69920220D1 (de) 2004-10-21
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