DE69920385T2 - Vorrichtung zur Neigungseinstellung von zwei mechanischen Teilen und Herstellungsverfahren der Vorrichtung - Google Patents
Vorrichtung zur Neigungseinstellung von zwei mechanischen Teilen und Herstellungsverfahren der Vorrichtung Download PDFInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Neigungseinstellung von zwei mechanischen Teilen und ein Verfahren für die Herstellung dieser Vorrichtung. Die Neigung besteht aus einer Winkeleinstellung eines mechanischen Teiles im Verhältnis zu einem anderen. Diese Einstellung kann in mehrere Richtungen durchgeführt werden. Die Erfindung findet ihre Anwendung beispielsweise in der Neigungseinstellung eines Spiegels im Verhältnis zu einem mechanischen Träger, wobei die Einstellung mit einer Genauigkeit von weniger als einer Winkelminute ausgeführt werden muss, wie in US-A-3 866 474 beschrieben.
- Es ist bekannt, die Neigungseinstellung mittels mechanischer Vorrichtungen auszuführen, bei denen eine große Anzahl von mechanischen Teilen, wie z.B. Nocken und Federn, eingesetzt werden. Diese Vorrichtungen verlangen einen komplizierten Einstellungsvorgang. Die große Anzahl von mechanischen Teilen führt außerdem zur Erhöhung der Masse und der Kosten der Vorrichtung.
- Die Erfindung hat zur Aufgabe, die bestehenden Vorrichtungen zu vereinfachen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Erfindung eine Vorrichtung zur Neigungseinstellung von zwei mechanischen Teilen zur Aufgabe, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine nachgiebige Dichtung umfasst, die zwischen den beiden Teilen angeordnet ist und mit den beiden Teilen in Kontakt gehalten wird, und Einstellmittel des Abstandes zwischen den beiden Teilen, die in einem gegebenen Abstand zu der Dichtung angeordnet sind.
- Vorteilhafterweise ist das Drehzentrum des Kugelgelenkes im Inneren der nachgiebigen Dichtung angeordnet, wodurch ermöglicht wird, einen großen Neigungseinstellungsbereich zu erhalten.
- Die Erfindung hat ebenfalls ein Verfahren zur Anordnung der nachgiebigen Dichtung zwischen den beiden mechanischen Teilen zur Aufgabe, das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Loch in eines der mechanischen Teile gebohrt wird und dass das Material der nachgiebigen Dichtung durch das Loch hindurch eingepresst wird.
- Bei der Lektüre der nachfolgenden Beschreibung und der beigefügten Zeichnung wird die Erfindung verständlicher und weitere Vorteile werden offensichtlich. Es zeigen:
-
1 eine erste Ausführungsform gemäß der Erfindung, bei welcher die nachgiebige Dichtung im Wesentlichen einer Zugbeanspruchung unterliegt; -
2 eine zweite Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, bei welcher die nachgiebige Dichtung im Wesentlichen einer Druckbeanspruchung unterliegt; -
3 ein Anordnungsbeispiel der Einstellmittel des Abstandes zwischen den beiden Teilen im Verhältnis zu der nachgiebigen Dichtung für die Neigungseinstellung in mehrere Richtungen. -
4 eine Spritzform im Schnitt, welche die Herstellung der nachgiebigen Dichtung ermöglicht; -
5 die in4 dargestellte Spritzform in einer Draufsicht; -
6 eine Spritzform, die im Verhältnis zu den beiden mechanischen Teilen positioniert ist. -
1 stellt zwei mechanische Teile1 und2 dar. Diese Teile sind im Wesentlichen eben. Das Teil1 dreht sich beispielsweise um eine Achse3 . Zwischen der Unterseite4 des Teiles1 und der Oberseite5 des Teiles2 ist eine nachgiebige Dichtung6 eingefügt. - Diese nachgiebige Dichtung ist beispielsweise zylinderförmig mit der Achse
3 . Die nachgiebige Dichtung wird beispielsweise durch Verkleben mit der Unterseite4 und der Oberseite5 in Kontakt gehalten. Einstellmittel des Abstandes zwischen den beiden Teilen1 und2 sind beispielsweise mittels zwei Schrauben7 ausgeführt. Das Teil2 umfasst zwei mit Innengewinde versehene Löcher8 . Die Achse der mit Innengewinde versehenen Löcher8 verläuft im Wesentlichen parallel zu der Achse3 . Die beiden mit Innengewinde versehenen Löcher8 sind auf beiden Seiten der Dichtung6 angeordnet. In jedes dieser mit Innengewinde versehenen Löcher8 ist eine Schraube7 eingeschraubt. Die Schrauben7 können Madenschrauben sein. Jede Schraube7 umfasst an einem ihrer Enden ein Drehantriebsmittel9 . Das Mittel9 kann aus einem Formhohlraum bestehen, mit welchem ein Schraubendreher zusammenarbeitet. Das Mittel9 ist auf der Seite der Unterseite10 des Teiles2 angeordnet. Das andere Ende11 jeder Schraube7 steht mit der Unterseite4 des Teiles1 in Kontakt. Die Neigungseinstellung der Vorrichtung wird erreicht, indem eine der Schrauben7 angezogen und die andere gelöst wird. Infolgedessen neigt das Ende11 von einer der Schrauben7 dazu, sich dem Teil2 anzunähern und das Ende11 der anderen Schraube7 neigt dazu, sich davon zu entfernen. Die nachgiebige Dichtung nimmt die Funktion eines Kugelgelenkes ein, um welches sich das Teil1 winkelförmig bewegen kann. Dadurch wird ermöglicht, die Neigungseinstellung des Teiles1 im Verhältnis zu dem Teil2 durchzuführen. -
2 stellt die Teile1 und2 als auch die Dichtung6 dar, die wie in1 angeordnet sind. Auf beiden Seiten der Dichtung6 umfasst das Teil1 zwei mit Innengewinde versehene Löcher20 , deren Achse im Wesentlichen parallel zu der Achse3 verläuft. Das Teil2 umfasst zwei glatte Löcher21 . Die beiden glatten Löcher21 verlaufen im Wesentlichen in der Verlängerung der mit Innengewinde versehenen Löcher20 . Die glatten Löcher21 ermöglichen den freien Durchgang der Außengewinde von zwei Schrauben22 . Jede Schraube22 umfasst einen Kopf23 . Das Außengewinde von jeder Schraube22 wird in eines der mit Innengewinde versehenen Löcher20 eingeschraubt. Der Kopf23 kommt dabei an der Unterseite10 des Teiles2 zur Anlage. Um die Neigung des Teiles1 im Verhältnis zu dem Teil2 einzustellen, wird eine der Schrauben22 angezogen und die andere gelöst. Auch hier wird die Dichtung6 als Kugelgelenk verwendet, die dem Teil1 ermöglicht, sich winkelförmig im Verhältnis zu dem Teil2 zu bewegen. - Wenn die Erfindung eingesetzt wird, um die Neigung eines Spiegels im Verhältnis zu einem mechanischen Träger einzustellen, kann der Spiegel an der Oberseite
12 des Teiles1 befestigt werden, wobei das Teil2 als mechanischer Träger dient. - Sollte die Vorrichtung Stößen oder Vibrationen ausgesetzt sein, ist es vorteilhaft, die nachgiebige Dichtung
6 vorzuspannen. Diese Vorspannung wird erhalten, indem die Gesamtheit der in1 dargestellten Schrauben7 oder die Gesamtheit der in2 dargestellten Schrauben22 angezogen wird. Genauer gesagt neigen die Schrauben7 dazu, das Teil1 von dem Teil2 zu entfernen. Infolgedessen unterliegt die in1 dargestellte nachgiebige Dichtung6 ständiger Zugbeanspruchungen, wodurch vermieden wird, dass die Enden11 der Schrauben7 den Kontakt zu der Unterseite4 des Teiles1 verlieren, auch nicht unter Einwirkung eines Stoßes oder einer Vibration. Gleichermaßen neigen die Schrauben22 in2 dazu, das Teil1 an das Teil2 anzunähern. Diese Vorspannung ermöglicht, die nachgiebige Dichtung6 unter Druck zu halten, wodurch vermieden wird, dass die Schraubenköpfe23 den Kontakt unter Einwirkung eines Stoßes oder einer Vibration im Verhältnis zu der Unterseite10 des Teiles2 verlieren. - Die Ausführungsform von
1 wird bevorzugt verwendet, wenn die Haftung der Dichtung6 an den beiden Teilen1 und2 bestimmt wird. Die mittels2 beschriebene Ausführungsform kann sogar eingesetzt werden, wenn die Haftung der Dichtung6 in Bezug auf die Teile1 und2 nicht richtig bestimmt wird. - Die beiden, mittels
1 und2 dargestellten Ausführungsformen ermöglichen, die Neigung des Teiles1 im Verhältnis zu dem Teil2 in eine Richtung einzustellen. In3 ist in einer Draufsicht ein Anordnungsbeispiel von Schrauben7 oder22 im Verhältnis zu der nachgiebigen Dichtung6 dargestellt. Diese Anordnung ermöglicht, die Neigungseinstellung in zwei Richtungen sicherzustellen. Das Teil1 ist in der Draufsicht durch einen fett gedruckten Kreis dargestellt. In der Mitte dieses Kreises und konzentrisch mit ihm ist die nachgiebige Dichtung6 , ebenfalls fett gedruckt, dargestellt, aber mit viel kleinerem Durchmesser als demjenigen von dem Teil1 . Die Position von vier Schrauben7 oder22 ist ebenfalls dargestellt. Die Achse jeder Schraube verläuft im Wesentlichen senkrecht zu der Ebene der3 . Die Position von zwei dieser Schrauben ist auf einer X-Achse des Teiles1 dargestellt. Die Position der beiden anderen Schrauben7 oder22 ist auf einer Y-Achse des Teiles1 dargestellt. Die beiden Achsen X und Y verlaufen im Wesentlichen senkrecht zueinander. Die vier Schrauben7 oder22 sind im Wesentlichen auf einem Kreis mit dem Durchmesser D angeordnet. Der Durchmesser D ist größer als der Durchmesser der nachgiebigen Dichtung6 und kleiner als der Durchmesser des Teiles1 . Die Position der beiden Schrauben7 oder22 , die auf der X-Achse angeordnet sind, ermöglicht die Neigung des Teiles1 im Verhältnis zu dem Teil2 in einer Ebene einzustellen, die senkrecht zu der Ebene der3 verläuft und die X-Achse einschließt. Gleichermaßen ermöglichen die beiden Schrauben7 und22 , die auf der Y-Achse angeordnet sind, die Neigung des Teiles1 in einer Ebene ein zustellen, die senkrecht zu der3 verläuft und die Y-Achse einschließt. - Die Genauigkeit der Neigungseinstellung ist eine Funktion von zwei Parametern: dem Durchmesser D und der Gewindesteigung der Schrauben
7 und22 . Diese Vorrichtung ermöglicht, eine Genauigkeit in der Größenordnung von 30 Winkelsekunden zu erreichen. -
4 stellt das Teil1 , das Teil2 als auch die nachgiebige Dichtung6 dar. Im Mittelpunkt von Teil1 ist ein Loch40 mit im Wesentlichen der Achse3 ausgeführt worden. Das Loch40 ermöglicht, das Material der nachgiebigen Dichtung zwischen die Teile1 und2 einzupressen. Zur genauen Bestimmung der Länge der Dichtung6 entsprechend der Achse3 können vorteilhafterweise Unterlegplatten zwischen das Teil1 und das Teil2 eingefügt werden, damit der Abstand des Teiles1 von dem Teil2 während der Einpressung der nachgiebigen Dichtung6 beibehalten wird. Vorteilhafterweise dienen die Unterlegplatten als Spritzform41 . Diese Spritzform41 ermöglicht die Gestalt und die Abmessungen der nachgiebigen Dichtung6 zu bestimmen. Die Spritzform41 ist in einer Draufsicht in5 dargestellt. Um die nachgiebige Dichtung6 entformen zu können, muss vorgesehen sein, dass die Spritzform41 mindestens aus zwei Teilstücken42 und43 besteht, die zwei Winkelabschnitte von 180 Grad um die Achse3 ausbilden. Die Teile42 und43 werden vor der Einpressung des Materiales der nachgiebigen Dichtung6 eingesetzt und werden nach der Stabilisierung der nachgiebigen Dichtung entfernt. Vorteilhafterweise besteht die nachgiebige Dichtung aus Klebstoff. Es wird ein Klebstoff ausgewählt, dessen Elastizitätsmodul beispielsweise zwischen 1 und 10 MPa liegt. -
6 stellt eine Ausführungsform der Mittel dar, um das Teil1 im Verhältnis zu dem Teil2 mittels der Spritzform41 anzuordnen. Die Spritzform41 umfasst also eine erste Plansenkung60 , in welcher das Teil1 angeordnet wird. Die Spritzform41 umfasst außerdem eine zweite Plansenkung61 , in welcher das Teil2 angeordnet wird. - Diese Abwandlung weist einen Vorteil auf, wenn die nachgiebige Dichtung
6 an den Teilen1 und2 anhaftet. Tatsächlich hält die nachgiebige Dichtung6 nach dem Entformen die relative Stellung der Teile1 und2 zueinander aufrecht und die Neigungseinstellung kann entsprechend einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen durchgeführt werden. - Die Mittel, um das Teil
1 im Verhältnis zu dem Teil2 anzuordnen, können ebenfalls eingesetzt werden, wenn Unterlegplatten zwischen die Teile1 und2 eingefügt werden, ohne dass diese Platten als Spritzform dienen.
Claims (12)
- Vorrichtung zur Neigungseinstellung von zwei mechanischen Teilen (
1 ,2 ), die eine nachgiebige Dichtung (6 ) umfasst, die zwischen den beiden Teilen (1 ,2 ) angeordnet ist und zwischen den beiden Teilen (1 ,2 ) die Funktion eines Kugelgelenkes einnimmt, und Abstandseinstellmittel (7 ,22 ) zwischen den beiden Teilen (1 ,2 ), wobei die Mittel (7 ,22 ) in einem gegebenen Abstand zu der nachgiebigen Dichtung (6 ) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (6 ) Klebstoff umfasst. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel (
7 ) dazu neigen, die beiden Teile (1 ,2 ) voneinander zu entfernen, und dass die nachgiebige Dichtung (6 ) im Wesentlichen einer Zugbeanspruchung unterliegt. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel (
22 ) dazu neigen, die beiden Teile (1 ,2 ) einander anzunähern, und dass die nachgiebige Dichtung (6 ) im Wesentlichen einer Druckbeanspruchung unterliegt. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehpunkt des Kugelgelenkes im Inneren der nachgiebigen Dichtung (
6 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff ein Elastizitätsmodul aufweist, das zwischen 1 und 10 MPa liegt.
- Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmit tel mehrere Schrauben (
7 ;22 ) umfassen. - Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Schrauben (
7 ;22 ) vier beträgt, dass ihre Achse im Wesentlichen einen Kreis schneidet, in dessen Mitte die nachgiebige Dichtung (6 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittpunkte der Achsen der Schrauben (
7 ;22 ) derart zu dem Kreis angeordnet sind, dass eine Neigungseinstellung in zwei im Wesentlichen senkrecht verlaufenden Richtungen ermöglicht wird. - Verfahren zur Anordnung einer nachgiebigen Dichtung (
6 ) zwischen zwei mechanischen Teilen (1 ,2 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Loch (40 ) in eines der mechanischen Teile (1 ) gebohrt wird, und dass das Material der nachgiebigen Dichtung (6 ) durch das Loch (40 ) hindurch eingepresst wird. - Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass, während der Einpressung des Materiales, Mittel (
41 ,42 ,43 ) zwischen die Teile (1 ,2 ) eingefügt werden, um den Abstand zwischen den beiden Teilen (1 ,2 ) aufrechtzuerhalten. - Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel, um den Abstand zwischen den beiden Teilen (
1 ,2 ) aufrechtzuerhalten, eine Spritzform (41 ,42 ,43 ) ausbilden, die es ermöglicht, die Gestalt und die Abmessungen der nachgiebigen Dichtung (6 ) zu bestimmen, und dass die Spritzform (41 ,42 ,43 ) nach der Stabilisierung der Gestalt der nachgiebigen Dichtung (6 ) entfernt wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (
41 ,42 ,43 ), um den Abstand zwischen den beiden Teilen (1 ,2 ) aufrecht zu erhalten, Mittel (60 ,61 ) umfassen, um die Teile (1 ,2 ) untereinander anzuordnen.
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