DE69920644T2 - Flachdruckplatte mit durch elektrische Ladung reversibler Befeuchtbarkeit - Google Patents

Flachdruckplatte mit durch elektrische Ladung reversibler Befeuchtbarkeit Download PDF

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David K. Los Altos Fork
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/10Forme preparation for lithographic printing; Master sheets for transferring a lithographic image to the forme
    • B41C1/1041Forme preparation for lithographic printing; Master sheets for transferring a lithographic image to the forme by modification of the lithographic properties without removal or addition of material, e.g. by the mere generation of a lithographic pattern
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Description

  • Diese Erfindung betrifft Lithografie-Drucken. Insbesondere betrifft diese Erfindung eine überschreibbare Lithografie-Flachdruckplatte und Systeme und Verfahren zum Überschreiben der Platte durch Kontrollieren der reversiblen hydrophoben/hydrophilen Eigenschaften der Oberfläche der Platte.
  • Herkömmliche Lithografie-Flachdruckplatten werden mit bildweisen hydrophoben/hydrophilen Flächen vorbereitet. Danach wird Wasser mit den hydrophoben/hydrophilen Oberflächen der Platte in Kontakt gebracht. Das Wasser meidet alle hydrophoben Flächen, haftet aber an allen hydrophilen Flächen. Die Oberfläche der Platte wird dann mit einer Tinte auf Ölbasis in Kontakt gebracht. Da die Tinte auf Ölbasis und das Wasser nicht mischbar sind, meidet die Tinte auf Ölbasis die Flächen, die mit Wasser beschichtet sind und haftet an den restlichen Flächen. Die Tinte auf Ölbasis und das Wasser werden dann auf einen Gummizylinder übertragen und anschließend auf ein aufnehmendes Medium, wie beispielsweise Papier.
  • Herkömmliche Lithografie-Flachdruckplatten werden im Allgemeinen außerhalb der Druckerpressen vorbereitet. Daher muss eine Platte zuerst unter Verwendung einer zweckbestimmten Flachdruckplatten-Vorbereitungsmaschine vorbereitet und anschließend in einer Lithografie-Druckerpresse installiert werden. Diese Vorbereitung und Installation verschwenden wertvolle Zeit und müssen für jedes Bild durchgeführt werden, das gedruckt werden soll. Dieses Problem verschlimmert sich bei Farblithografie-Drucksystemen, bei denen für jede Farbe eines Bilds eine andere Platte vorbereitet und installiert werden muss. Außerdem können neu vorbereitete Platten nicht installiert werden, ohne vorher alle Platten zu entfernen und zu entsorgen, die sich bereits in der Presse befinden, und die ersetzt werden. Die ersetzten Platten können nicht überschrieben werden und stellen daher eine beträchtliche Verschwendung von Materialien, Energie und Zeit dar.
  • Die Vorbereitungszeit von herkömmlichen Lithografie-Flachdruckplatten ist also sehr langwierig. Jede Platte erfordert eine Vorbereitung von mehreren Minuten. Typischerweise besitzen leere Lithografie-Flachdruckplatten eine hydrophobe Oberfläche, die so aufbereitet wird, dass sie hydrophile Bereiche bereitstellt, die auf der Oberfläche in bildweiser Art verteilt sind. Ein Beispiel eines Vorbereitungsprozesses einer Lithografie-Flachdruckplatte umfasst eine leere Lithografie-Flachdruckplatte mit einer Oberfläche, die mit einem hydrophoben Fotopolymer-Film beschichtet ist. Dieser Film wird mit einem Laser belichtet. Das Polymer reagiert auf das Licht, und die belichteten Flächen des hydrophoben Fotopolymer-Films werden entfernt, indem die Oberfläche mit einem chemischen Lösungsmittel in Kontakt gebracht wird. Dieser Prozess ist verschwenderisch, weil der hydrophobe Fotopolymer-Film nicht wiederherstellbar ist, und das Lösungsmittel spezielle Handhabung und Kontrolle erfordert.
  • Ein weiteres Beispiel eines Vorbereitungsprozesses einer herkömmlichen Lithografie-Flachdruckplatte umfasst eine leere Lithografie-Flachdruckplatte mit einer Oberfläche, die mit einem hydrophilen Silikonkautschuk-Film beschichtet ist. Die leere Lithografie-Flachdruckplatte wird ebenfalls mit Licht von einem Laser bildweise belichtet. Allerdings entfernt der Laser den Silikonkautschuk-Film, und der Schritt, ihn mit chemischem Lösungsmittel in Kontakt zu bringen, wird vermieden.
  • Eine weitere herkömmliche Lithografie-Flachdruckplatte besitzt eine Oberfläche mit einem ölabweisenden Silikonkautschuk-Film, der bildweise verteilt ist. Diese Art von Platte kann in einem Lithografie-Druckprozess ohne Wasser verwendet werden, was insofern einen Vorteil aufweist, als die Tinte und das Wasser nicht sorgfältig im Gleichgewicht gehalten werden müssen. Die Lithografie-Flachdruckplatte ohne Wasser weist zwei verschiedene Flächen auf. Eine erste Fläche weist einen ölabweisenden Silikonkautschuk-Film auf, mit dem sich die Tinte nicht bindet, und eine zweite Fläche, von welcher der ölabweisende Silikonkautschuk-Film entfernt wurde, und die ein darunter liegendes Substrat freilegt, mit dem sich die Tinte bindet. Die Tinte wird dann mit der Oberfläche der Platte in Kontakt gebracht, und die Tinte bedeckt nur die Flächen, von denen der Silikonkautschuk entfernt worden ist. Danach wird die Tinte auf einen Gummizylinder übertragen und anschließend auf ein aufnehmendes Medium.
  • Keine dieser Platten weist reversible hydrophobe/hydrophile Eigenschaften auf der Oberfläche der Platte auf. Daher können die Platten nicht überschrieben oder wiederverwendet werden. Außerdem müssen die herkömmlichen Lithografie-Flachdruckplatten außerhalb der Druckerpresse in einem langwierigen Vorbereitungsprozess vorbereitet und dann in der Druckerpresse installiert werden.
  • Diese Erfindung stellt Systeme und Verfahren bereit, die eine Lithografie-Flachdruckplatte rasch beschreiben und überschreiben, wobei ein Prozess verwendet wird, für den kein chemisches Lösungsmittel erforderlich ist.
  • Diese Erfindung stellt insbesondere Systeme und Verfahren zum Beschreiben, Löschen und Überschreiben einer Lithografie-Flachdruckplatte bereit.
  • Diese Erfindung stellt insbesondere eine beschreibbare, löschbare und überschreibbare Lithografie-Flachdruckplatte bereit.
  • Diese Erfindung stellt insbesondere eine beschreibbare, löschbare und überschreibbare Lithografie-Flachdruckplatte bereit, die unter Verwendung eines Fotoempfängers beschreibbar und löschbar ist, der ladungsabhängige hydrophile und hydrophobe Eigenschaften besitzt.
  • Diese Erfindung stellt insbesondere eine beschreibbare, löschbare und überschreibbare Lithografie-Flachdruckplatte unter Verwendung eines Fotoempfängers bereit, der ladungsabhängige ölanziehende und ölabweisende Eigenschaften besitzt.
  • In einer beispielhaften Ausführungsform der Systeme und Verfahren gemäß dieser Erfindung wird ein Bild auf die Platte geschrieben, während sie sich in einer Lithografie-Druckerpresse befindet und das Bild mit einer Geschwindigkeit auf die Platte schreibt, die annähernd der Druckgeschwindigkeit der Presse entspricht.
  • Die Systeme und Verfahren und die Lithografie-Flachdruckplatte dieser Erfindung stellen viele der wirtschaftlichen Vorzüge der herkömmlichen Lithografie-Druckverfahren bereit, wie beispielsweise kostengünstige Tinten, die mögliche Verwendung einer großen Bandbreite von Papiersorten und die mögliche Verwendung von anderen aufnehmenden Substraten.
  • Die Systeme und Verfahren und die Lithografie-Flachdruckplatte dieser Erfindung lassen sich auch mit digitalen Druckprozessen kombinieren, um kundenspezifische Anpassungen bei kleinen Auflagen bereitzustellen. In diesem Fall kann jede Seite kundenspezifisch angepasst werden, während sie mit der hohen Betriebsgeschwindigkeit der Druckerpresse gedruckt wird.
  • In einer anderen beispielhaften Ausführungsform der Systeme und Verfahren dieser Erfindung werden Fotoempfänger in Kombination mit anderen Schichten auf einer Lithografie-Flachdruckplatte verwendet, um eine bildweise Laserstrahl-Bemusterung von hydrophoben und hydrophilen Flächen auf der Oberfläche der Lithografie-Flachdruckplatte zu ermöglichen. Die hohe Lichtempfindlichkeit vom Fotoempfängern ermöglicht das Beschreiben und Überschreiben der Lithografie-Flachdruckplatten dieser Erfindung bei Geschwindigkeiten in Größenordnungen, die schneller sind als diejenigen, die bisher normalerweise zur Verfügung standen.
  • In einer beispielhaften Ausführungsform der Lithografie-Flachdruckplatte dieser Erfindung wird die lokale Oberflächenenergie der Lithografie-Flachdruckplatte kontrolliert, um die hydrophobe/hydrophile Natur der Oberfläche der Platte bildweise zu kontrollieren, indem auf der Oberfläche geladene und neutrale Bereiche für lithografisches Drucken geschaffen werden. In anderen beispielhaften Ausführungsformen der Lithografie-Flachdruckplatte dieser Erfindung werden Fotoempfänger oder geladene Empfängerschichten mit anderen Schichten kombiniert, um eine kontrollierbare und reversible Hydrophobie oder Hydrophilie der Oberfläche der Lithografie-Flachdruckplatte dieser Erfindung bereitzustellen.
  • Die bevorzugten Ausführungsformen dieser Erfindung werden unter Bezugnahme auf die folgenden Figuren detailliert beschrieben:
  • 1 stellt schematisch eine erste beispielhafte Ausführungsform eines Lithografie-Drucksystems in Übereinstimmung mit der Erfindung dar;
  • 2 zeigt einen vergrößerten Querschnitt der beispielhaften Ausführungsform von einer ersten Oberfläche der Lithografie-Flachdruckplatte des Lithografie-Drucksystems von 1;
  • 3 zeigt einen vergrößerten Querschnitt einer zweiten beispielhaften Ausführungsform einer Oberfläche von einer Lithografie-Flachdruckplatte in Übereinstimmung mit der Erfindung mit einem Wassertropfen auf der Oberfläche;
  • 4 zeigt die zweite beispielhafte Ausführungsform der Oberfläche der Lithografie-Flachdruckplatte und den Wassertropfen von 3, nachdem der Tropfen einen Teil der Oberflächenladung aufgenommen hat;
  • 5 zeigt einen vergrößerten Querschnitt einer dritten beispielhaften Ausführungsform einer Oberfläche von einer Lithografie-Flachdruckplatte in Übereinstimmung mit der Erfindung;
  • 6 zeigt einen vergrößerten Querschnitt einer sechsten beispielhaften Ausführungsform einer Oberfläche von einer Lithografie-Flachdruckplatte, die in Übereinstimmung mit der Erfindung Polyelektrolyt-Bürsten aufweist;
  • 7 stellt schematisch eine zweite beispielhafte Ausführungsform eines Lithografie-Drucksystems in Übereinstimmung mit der Erfindung dar;
  • 8 zeigt einen vergrößerten Querschnitt einer beispielhaften Ausführungsform einer Oberfläche von einer Lithografie-Flachdruckplatte des Systems von 7;
  • 9 stellt schematisch eine dritte beispielhafte Ausführungsform eines Lithografie-Drucksystems in Übereinstimmung mit der Erfindung dar; und
  • 10 zeigt einen vergrößerten Querschnitt einer beispielhaften Ausführungsform einer Oberfläche von einer Lithografie-Flachdruckplatte des Systems von 9.
  • Die Verfahren und Systeme dieser Erfindung kontrollieren die Oberflächenenergie einer Lithografie-Flachdruckplatte, um die hydrophilen und hydrophoben Eigenschaften der Flachdruckplatte zu beeinflussen. Diese Eigenschafen ermöglichen es, dass die Tinte auf die Flachdruckplatte gemäß dieser Erfindung bildweise aufgetragen werden kann, und gewährleisten eine rasche Erzeugung von Bildern auf einem aufnehmenden Medi um. Die Lithografie-Flachdruckplatte gemäß dieser Erfindung kann zwischen Druckaufträgen wiederholt überschrieben werden oder kann sogar zwischen einzelnen aufnehmenden Medien überschrieben werden.
  • Diese hydrophoben/hydrophilen Eigenschaften stehen in Beziehung mit der Oberflächen-Leitungsenergie (surface free energy) der Lithografie-Flachdruckplatte gemäß dieser Erfindung. Die Oberflächen-Leitungsenergie ist die Energie, die erforderlich ist, um eine Einheitenfläche (unit area) der Oberfläche auszubilden. Die Oberflächen-Leitungsenergie misst die Selbst-Anziehungskraft, die durch vernetzte, nach innen gerichtete Kräfte (net inward forces) verursacht wird, die von Oberflächenmolekülen ausgeübt werden. Bei Flüssigkeiten ist die Oberflächen-Leitungsenergie äquivalent zur Oberflächenspannung. Ein dazugehöriger Mechanismus ist die Grenzflächen-Leitungsenergie (interfacial free energy), welche die Energie ist, die zum Ausbilden einer weiteren neuen Grenzfläche zwischen zwei Substanzen erforderlich ist. Die Grenzflächen-Leitungsenergie wird den chemischen Unterschiedlichkeiten zwischen zwei Materialien zugeschrieben, und ist eine Maßeinheit der Abstoßung zwischen diesen zwei Materialien. Die Grenzflächen-Leitungsenergie ist im Allgemeinen auch als Netzfähigkeit bekannt. Wenn die Grenzflächen-Leitungsenergie hoch ist, ist die Netzfähigkeit gering, und die Flüssigkeit haftet nicht an der Oberfläche. Wenn im Gegensatz dazu die Grenzflächen-Leitungsenergie niedrig ist, haftet die Flüssigkeit an der Oberfläche, und die Netzfähigkeit ist hoch. Die Verfahren und Systeme dieser Erfindung kontrollieren die Grenzflächen-Leitungsenergie zwischen der Oberfläche einer Lithografie-Flachdruckplatte und den Flüssigkeiten, um die Netzfähigkeit von Tinten auf Ölbasis zu kontrollieren.
  • 1 zeigt eine erste beispielhafte Ausführungsform eines Lithografie-Drucksystems 10 in Übereinstimmung mit dieser Erfindung. Das Lithografie-Drucksystems 10 umfasst eine Flachdruckplatte 12, eine Offsetwalze 14 und eine Andruckrolle 16. Wie in 1 gezeigt, dreht sich jede der Flachdruckplatte 12, der Offsetwalze 14 und der Andruckrolle 16 in die Richtung der entsprechenden Pfeile A, B und C. Die Flachdruckplatte 12 weist eine Oberfläche 18 auf, die sich durch eine Reihe von Verarbeitungsstationen dreht, die um den Umfang der Flachdruckplatte 12 positioniert sind. Die Oberfläche 18 der Lithografie-Platte 12 dreht sich durch eine Ladestation 20, die geladene Ionen gleichförmig auf der Oberfläche 18 der Flachdruckplatte 12 verteilt. Die Ladestation 20 kann alle bekannten oder später entwickelten Ladevorrichtungen umfassen, wie bei spielsweise eine Koronarentladungsvorrichtung 22. Daher kann die Ladestation 20 jede Art von Ladevorrichtung umfassen, solange die Ladevorrichtung eine gleichförmige Verteilung von geladenen Ionen auf der Oberfläche 18 bereitstellt. Die Oberfläche 18 dreht sich von der Ladestation 20 zu einer Belichtungsstation 24. An der Belichtungsstation 24 wird die Oberfläche 18 Licht in einer bildweisen Art ausgesetzt. Die Belichtungsstation 24 kann alle bekannten oder später entwickelten Belichtungsvorrichtungs-Arten umfassen, wie beispielweise eine Laserrasterausgabe-Abtastvorrichtung (laser raster output scanner) (ROS), einen eine Seite breiten Leuchtdioden-Druckbalken oder Ähnliches. Die Belichtungsstation 24 belichtet die Fotoempfänger auf der Oberfläche 18, um ein latentes Ladungsbild bereitzustellen, das wiederum die Verteilung von hydrophoben und hydrophilen Flächen auf der Oberfläche 18 definiert. Die Oberfläche 18 dreht sich dann zu einer Wasserkontaktstation 26. An der Wasserkontaktstation 26 wird die Oberfläche 18 mit Wasser 28 in Kontakt gebracht. Insbesondere haftet Wasser 28 nur an den hydrophilen Flächen der Oberfläche 18. Daher haftet Wasser 28 an der Oberfläche 18 in einer bildweisen Art. Die Oberfläche 18 dreht sich danach zur Tintenkontaktstation 30. An der Tintenkontaktstation 30 berührt die hydrophobe Tinte 32 die Oberfläche der Flachdruckplatte 12. Die Tinte 32 haftet dann an den hydrophoben Flächen der Oberfläche 18, wird aber von den hydrophilen Flächen auf der Oberfläche 18, die mit Wasser beschichtet sind, abgestoßen und haftet nicht an ihnen an. An diesem Punkt wird die Oberfläche 18 mit Öl und Wasser in einer bildweisen Art bedeckt.
  • Die Oberfläche 18 dreht sich danach in Kontakt mit der Offsetwalze 14. Die Tinte von der Flachdruckplatte 12 haftet an der Offsetwalze 14 in einer bildweisen Art. Die Offsetwalze 14 dreht sich anschließend in Kontakt mit einem aufnehmendem Medium 34, das die Tinte aufnimmt.
  • Nachdem die Flachdruckplatte 12 die Oberfläche 18 mit der Offsetwalze 14 berührt hat, dreht sich die Oberfläche 18 zu einer Reinigungsstation 36. Die Reinigungsstation 36 entfernt alle Tinten- und Wasserreste von der Oberfläche 18 der Flachdruckplatte 12.
  • In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die unter Bezugnahme auf 8 detaillierter beschrieben wird, dreht sich die Oberfläche 18 zu einer Auffüllstation 38. Die Auffüllstation 38 füllt ein wässriges Medium an der Oberfläche 18 wieder auf.
  • Die Oberfläche 18 dreht sich anschließend von der Auffüllstation zu einer Löschstation 40. Die Löschstation 40 entlädt jede restliche Ladung von der Oberfläche 18. Alternativ dazu, wie im Folgenden beschrieben, kann die Löschstation 40 Teile der geladenen Flächen auf der Oberfläche 18 selektiv entladen. Alternativ braucht die Löschstation 40 keinen Teil der Oberfläche zu entladen, so dass die bildweise Ladung auf dem Fotoempfänger bleibt, um eine weitere identische Lithografie-Druckfarbenabgabe und Übertragung zu veranlassen.
  • Danach dreht sich die Oberfläche 18 zu der Ladestation 20 zurück und der Prozess wird wiederholt.
  • 2 zeigt einen vergrößerten Querschnitt der Oberfläche 18 der Flachdruckplatte 12. Die Oberfläche 18 umfasst ein elektrisch geerdetes Substrat 50, eine ladungserzeugende Schicht 52 und eine Elektronentransportschicht 54. Die Oberfläche 18 bewegt sich durch die in 1 dargestellten Verarbeitungsstationen in Übereinstimmung mit Pfeil A. Die Ladestation 20 verteilt geladene Ionen 56 gleichförmig auf der Oberfläche 18, wie dargestellt. In der in 2 gezeigten Ausführungsform hat die Ladestation 20 positive Ladungen 56 auf der Oberfläche 18 verteilt. Diese positiven Ladungen 56 ziehen negative Ladungen 51 in dem elektrisch geerdeten Substrat 50 an, so dass sie an die Oberfläche des elektrisch geerdeten Substrats 50 steigen. Allerdings werden die negativen Ladungen 51 unter der ladungserzeugenden Schicht 52 gefangen, da die ladungserzeugende Schicht 52 nichtleitend ist.
  • Wenn die Oberfläche 18 von der Belichtungsvorrichtung 24 belichtet wird, erzeugt das Volumen der ladungserzeugenden Schicht, die dem Licht 58 ausgesetzt wird, Ladungspaare, welche die positiven Ladungen 56 auf der Oberfläche und die negativen Ladungen 51 in dem elektrisch geerdeten Substrat 50 in einer bildweisen Art aufteilen. Auf diese Weise werden bildweise geladene und entladene Bereiche auf der Oberfläche 18 gebildet. Die geladenen und entladenen Bereiche auf der Oberfläche wirken sich auf die hydrophobe/hydrophile Natur der Oberfläche aus. Die Oberfläche 18 bewegt sich danach weiter zur Tintenkontaktstation 30, wo die Oberfläche 18 einer polarisierten Flüssigkeit ausgesetzt wird, die an den hydrophilen Bereichen der Oberfläche 18 anhaftet, wie unter 60 gezeigt. Die polarisierte Flüssigkeit benetzt die entladenen Bereiche nicht. In einer beispielhaften Ausführungsform ist die polarisierte Flüssigkeit eine polarisierte Tinte. Alternativ dazu ist die polare Flüssigkeit transparent und wird dazu verwendet, eine anschließend aufgetragene Tinte auf Öl-Basis abzustoßen.
  • 3 zeigt den Anfangszustand einer polarisierten Flüssigkeit, wie beispielsweise Wasser 28, unmittelbar nachdem sie mit den geladenen Bereichen 42 der Oberfläche 18 in Kontakt gebracht wurde. Wie in 3 gezeigt, sind Ionen mit einer Ladung, die derjenigen des Fotoempfängers entgegengesetzt ist, an der Grenzfläche angelagert, wodurch die Grenzflächenenergie ausreichend reduziert wird, um eine Flüssigkeitsbindung zu ermöglichen. Die Verteilung von Wasser 28 stimmt genau mit der Verteilung der geladenen Flächen 42 der Oberfläche 18 der Flachdruckplatte 12 überein. Außerdem zeigt 3, dass Wasser in dem geladenen Bereich 42 gut an der Oberfläche 18 anhaftet. 4 zeigt allerdings ein potenzielles Problem, das auftritt, wenn Ladungen 56 vom Wasser 28 aufgenommen werden. Wenn die Ladungen 56 vom Wasser 28 aufgenommen werden, erhöht sich die Grenzflächenenergie an der Oberfläche 18, und Wasser 28 haftet nicht mehr gut an der Oberfläche 18 der Flachdruckplatte 12. Daher kann Wasser 28 an der Oberfläche 18 entlang wandern. Eine thermodynamische Analyse zeigt, dass es energiebezogen für die Ladungen 56 von Vorteil sein kann, in das Innere des Wassertropfens 28 einzudringen und sich dort auszubreiten. Wenn die Ladungen 56 die Oberfläche 18 verlassen, wird die Oberfläche 18 wieder hydrophob. Allerdings kann die Kinetik jeder Ladungsaufnahme durch Wasser 28 und das sich daraus ergebende Nicht-Benetzen der Oberfläche 18 langsam genug sein, um die Ausführung eines Druckvorgangs zu ermöglichen.
  • 5 zeigt eine zweite beispielhafte Ausführungsform der Struktur der Oberfläche 18. Die in 5 gezeigte Struktur der Oberfläche 18 spricht das potenzielle Problem der Ladungsaufnahme durch Wasser 28 an. Wie in 5 gezeigt, enthält die Oberfläche 18 das elektrisch geerdete Substrat 50, die ladungserzeugende Schicht 52 und die Elektronentransportschicht 54, die vorher unter Bezugnahme auf 2 beschrieben wurden. Allerdings weist die Oberfläche 18 in 5 auch eine Schicht 62 auf, die doppelte untergeordnete Gemischtstruktur-Schichten (double heterostructure sublayers) oder Ladungsfangstellen sowie eine obere Lochtransportschicht 64 (hole transport layer) enthält. Die in 5 gezeigte Oberfläche 18 durchläuft die gleichen Verarbeitungsstationen, die vorher unter Bezugnahme auf die 1 und 2 beschrieben wurden. Wie in 5 gezeigt, werden die Ladungen 56, die durch die Ladestation 20 aufgebracht werden, allerdings durch die obere Transportschicht 64 gezogen und in den Ladungsfangstellen 62 gesammelt. Die Ladungsfangstellen-Schicht 62 ist ebenfalls als eine Bindeschicht bekannt. Die Bindeschicht verhindert die Ladungsaufnahme durch Wasser 28 und dient auch dazu, eine seitliche Leitfähigkeit der Ladungen 56 durch die Oberfläche 18 zu verhindern, um eine Unschärfe des Bilds zu verhindern.
  • 6 zeigt eine weitere beispielhafte Ausführungsform der Oberfläche 18, wobei die hydrophoben und hydrophilen Merkmale der Oberfläche einer Flachdruckplatte unter Verwendung einer Polyelektrolyt-Bürste 74 geändert werden. Die Polyelektrolyt-Bürste 74 ist auf die Lochtransportschicht 64 aufgepfropft. Während des Druckens ist die Polyelektrolyt-Bürste mit einer wässrigen Lösung 76 aufgequollen. Jede Borste (strand) der Polyelektrolyt-Bürste 74 weist einen hydrophoben Kopf 78 auf, der an der Oberfläche der wässrigen Lösung 76 gehalten wird. Der Stachel (spine) jeder Borste der Polyelektrolyt-Bürste 74 enthält negative Ionen, die dazu neigen, einander abzustoßen. Diese Abstoßungskraft hält die Stachel relativ steif und dient auch dazu, die hydrophoben Köpfe 78 zu stützen.
  • Nachdem die Polyelektrolyt-Bürste 74 mit der wässrigen Lösung 76 aufgequollen ist, werden die hydrophoben Köpfe 78 an der Ladestation 20 gleichförmig mit negativen Ladungen 57 beschichtet. Die negativen Ladungen 57 auf dem hydrophoben Kopf ziehen positive Ladungen 56 an die Oberfläche des elektrisch geerdeten Substrats 50. Danach wird die Oberfläche 18 durch die Belichtungsstation 24 gedreht. Die ladungserzeugende Schicht 52 erzeugt geladene Paare, welche die positiven Ladungen 56 von der Oberfläche des elektrisch geerdeten Substrats 50 abbauen, baut die negativen Ladungen 57 auf der Oberfläche der hydrophoben Köpfe 78 ab und wirkt ebenfalls der Abstoßungskraft der negativen Ionen in jeder Borste der Polyelektrolyt-Bürste 74 entgegen, indem positive Ladungen mit diesen negativen Ionen gepaart werden. Infolgedessen neigt der Stachel jeder Borste der Polyelektrolyt-Bürste 74 in den belichteten Flächen dazu, zusammenzufallen und damit die hydrophoben Köpfe 78 unter die Oberfläche des wässrigen Mediums 76 zu ziehen. Daher stellt die bildweise Belichtung der Polyelektrolyt-Bürste 74 ein bildweises Untertauchen der hydrophoben Köpfe 78 der Polyelektrolyt-Bürste 74 bereit. Daher ist die Oberfläche 18 bildweise mit hydrophoben und hydrophilen Flächen versehen, und der Lithografie-Druck auf Öl-Basis kann ausgeführt werden.
  • Um die ursprüngliche hydrophobe Oberfläche wiederzugewinnen, werden negative Ionen auf die Bürste-Luft-Grenzfläche aufgebracht, wodurch verursacht wird, dass positive Ladungen von dem negativen Kern (backbone) jeder Borste der Polyelektrolyt-Bürste 74 abgezogen werden, und die ursprüngliche Kettensteifigkeit (chain stiffness) wieder hergestellt wird, und es dem hydrophoben Kopf 78 ermöglicht wird, sich zur Bürsten-Luft-Grenzfläche zu erheben.
  • Wenn in einer anderen beispielhaften Ausführungsform der Oberfläche 18 das wässrige Medium 76 fotoionisierbare kleine Moleküle enthält, können die Gegenionen, die erforderlich sind, um die Entspannung der Bürste zu ermöglichen, im Allgemeinen durch Licht direkt in der aufgequollenen Bürste erzeugt werden.
  • Vorzugsweise ist die Polyelektrolyt-Bürste 74 nicht dicker als ein paar zig Nanometer. Eine so dünne Schicht mit aufgepfropften Polymermolekülen ist sehr widerstandsfähig dagegen, von der Trommel abgequetscht oder abgewischt zu werden. Eine aufgepfropfte Polymer-Bürste 74 wie diese ist zum Schutz von Plattenlaufwerk-Köpfen verwendet worden. Der isolierende Film des Fotoempfängers muss eine nadelstichfreie (pinhole free) hydrophile Oberfläche sein.
  • Nach dem Ausführen des Lithografie-Drucks unter Verwendung der in 6 gezeigten Oberfläche 18, kann die hydrophobe Natur der Oberfläche 19 wieder hergestellt werden, indem der Oberfläche des wässrigen Mediums negative Ladungen 57 zugeführt werden. Die negativen Ladungen 57 ziehen die positiven Ladungen 56 von dem negativen Kern jeder Borste der Polyelektrolyt-Bürste 74 ab, wodurch die Steifigkeit jeder der Borsten der Polyelektrolyt-Bürste 74 wieder hergestellt wird und dem hydrophoben Kopf 78 gestattet wird, sich an die Oberfläche des wässrigen Mediums 76 zu erheben. Folglich wird die bildweise Verteilung von hydrophoben und hydrophilen Bereichen "gelöscht".
  • In einer anderen Ausführungsform der Oberfläche 18 kann das wässrige Medium 76 mit fotoionisierbaren Molekülen versehen werden, die positive Ladungen 56 für die Entspannung der Bürste bereitstellen.
  • In einer anderen beispielhaften Ausführungsform der Oberfläche 18 wird die hydrophile Natur einer Oberfläche durch Azoverbindungen kontrolliert. Diese Azoverbindungen be finden sich in einer Wasserlösung und werden einem abgestimmten Laser zum Entfernen von Ionen ausgesetzt, um ihre hydrophilen Eigenschaften in hydrophobe zu ändern. Die hydrophobe Azoverbindung steigt dann an die Oberfläche der Wasserlösung und verbindet sich mit einer Tinte auf Öl-Basis und unterstützt sie. Danach kann die Tinte in Kombination mit der modifizierten Azoverbindung mit der Wasserlösung auf eine Lithografie-Gummiwalze übertragen werden und wird anschließend auf ein aufnehmendes Medium übertragen. Die Azoverbindungen, die auf diese Weise entfernt werden, können wieder aufgefüllt werden, indem zusätzliche Wasserlösung mit nichtmodifizierten Azoverbindungen bereitgestellt wird. Eine Beschreibung von Azoverbindungen, die für diese Ausführungsform der Oberfläche 19 nützlich sein können, ist in Water-Soluble Photoresins Based On Polymeric AZO Compounds, P. Matusche und andere, Reactive Polymers 24 (1995), S. 271–278 zu finden.
  • 7 zeigt eine zweite beispielhafte Ausführungsform eines Lithografie-Drucksystems 100 in Übereinstimmung mit der Erfindung. Wie in 7 gezeigt, ist für das Lithografie-Drucksystem 100 die Ladestation 20 oder die Auffüllstation 38 des Lithografie-Drucksystems 10 nicht erforderlich. Statt dessen besitzt das Lithografie-Drucksystem 100 von 13 eine Belichtungsstation 124, welche die Oberfläche 118 der Lithografie-Flachdruckplatte 112 in einem elektrischen Hochintensitätsfeld 182 belichtet. Die Belichtungsstation ist detaillierter in 8 dargestellt.
  • 8 zeigt einen Querschnitt der Oberfläche 118 der Flachdruckplatte 112, wenn sie die Verarbeitungsstationen des Lithografie-Drucksystems 100 durchläuft. Die Oberfläche 118 der Flachdruckplatte 112 umfasst ein elektrisch geerdetes Substrat 150, eine ladungserzeugende Schicht 152, eine Elektronentransportschicht 154 und eine isolierende Schicht 170. Wenn die Oberfläche 118 die Belichtungsstation 124 durchläuft, erzeugt die Belichtungsstation 124 in einer bildweisen Art Licht 158. Das Licht 158 gelangt durch die isolierende Schicht 170 und die Elektronentransportschicht 154 und verursacht, dass die ladungserzeugende Schicht 152 Ladungspaare erzeugt. Das Hochintensitätsfeld 182 verursacht, dass die Ladungspaare getrennt werden und die positiven Ladungen 156 dazu gebracht werden, durch die Elektronentransportschicht 154 zu migrieren, während die negativen Ladungen an der Grenzfläche zwischen der ladungserzeugenden Schicht 152 und dem elektrisch geerdeten Substrat 150 bleiben.
  • Nachdem die Oberfläche 118 die Belichtungsstation 124 verlassen hat, weist die Oberfläche 118 hydrophobe und hydrophile Flächen auf, die bildweise angeordnet sind. Wenn die Oberfläche 118 die Wasserkontaktstation 126 durchläuft, wird Wasser 128 auf die hydrophilen Flächen in der bildweisen Art angezogen. Die Oberfläche 118 durchläuft die Farbauftragsstation 130, wo Tinte auf Öl-Basis 132 von den wasserbedeckten Flächen abgestoßen wird und an den hydrophoben Flächen haftet. Wenn sich die Oberfläche 118 danach weiter zum Kontakt mit der Offset-Walze 114 bewegt, wird die Tinte von der Oberfläche 118 auf die Offsetwalze 114 übertragen.
  • Danach durchläuft die Oberfläche 118 eine Löschstation 140, die entweder die Oberfläche 118 mit Licht selektiv löschen oder vollkommen löschen kann, um die Ladungspaare abzubauen und die Oberfläche 118 für weitere Arbeitsgänge vorzubereiten. Die Löschstation 140 kann einen Abtast-Laser umfassen, der nur die Teile des Bildes ändert, an denen Daten geändert wurden, um das Überschreiben des gleichen Bilds oder das Modifizieren und Schreiben eines neuen Bilds zu ermöglichen. Alternativ braucht die Löschstation 140 keinen Teil der Oberfläche zu löschen, so dass die bildweise Ladung auf dem Fotoempfänger bleibt, um eine weitere identische Lithografie-Druckfarbenabgabe und Übertragung zu veranlassen. In ähnlicher Weise kann das Hochintensitätsfeld 182 bildweise moduliert werden, damit Daten nur nach Bedarf gelöscht und geschrieben werden können.
  • 9 zeigt eine dritte beispielhafte Ausführungsform eines Lithografie-Drucksystems 200 in Übereinstimmung mit der Erfindung. Das Lithografie-Drucksystem 200 ist dem in 1 beschriebenen Lithografie-Drucksystem ähnlich. Allerdings enthält das Lithografie-Drucksystem 200 von 9 eine vorgeschaltete Gummiwalzen-Ladestation 284 (blanket precharging station), auf die eine Belichtungsstation 224 folgt, die für eine bildweise Entladung sorgt.
  • 10 zeigt einen Querschnitt der Oberfläche 218 der Flachdruckplatte 212 von 9 beim Durchlaufen der Verarbeitungsstationen des Lithografie-Drucksystems 200. Die Oberfläche 218 umfasst ein elektrisch geerdetes Substrat 250, eine ladungserzeugende Schicht 252, eine Elektronentransportschicht 254 und eine isolierende Schicht 270. Die Oberfläche 218 trifft zunächst auf die vorgeschaltete Gummiwalzen-Ladestation 284, die ein Flutbeleuchtungs-Licht 286 (flood illumination light) und ein Hochintensitätsfeld 282 umfasst. Das Flutbeleuchtungs-Licht 286 erzeugt Ladungspaare in der ladungserzeugenden Schicht 252. Das Hochintensitätsfeld 282 trennt die Ladungspaare und bringt die positive Ladung 256 von jedem der Ladungspaare an die Oberfläche unter der isolierenden Schicht 270. Die Oberfläche 218 bewegt sich dann weiter zu der Belichtungsstation 224, wo das Licht 258 die Oberfläche 218 bildweise belichtet und die geladenen Paare an den Stellen abbaut, an denen das Licht auf die Oberfläche 219 auftrifft. Die Oberfläche 218 umfasst an diesem Punkt geladene und ungeladene Flächen, die sich auf die hydrophobe und hydrophile Natur der Oberfläche in einer bildweisen Art auswirken.
  • Nachdem die Oberfläche 218 die Belichtungsstation 224 verlassen hat, weist die Oberfläche 218 hydrophobe und hydrophile Flächen auf, die bildweise angeordnet sind. Wenn die Oberfläche 218 die Wasserkontaktstation 226 durchläuft, wird Wasser 228 auf die hydrophilen Flächen in der bildweisen Art angezogen. Die Oberfläche 218 bewegt sich weiter zur Farbauftragsstation 230, wo Tinte auf Öl-Basis 232 von den wasserbedeckten Flächen abgestoßen wird und an den hydrophoben Flächen haftet. Wenn sich die Oberfläche 218 danach weiter zum Kontakt mit der Offset-Walze 214 bewegt, wird die Tinte von der Oberfläche 218 auf die Offsetwalze 214 übertragen.
  • Wie in 9 gezeigt, kann sich die Oberfläche 219 danach durch eine Löschstation 240 drehen, die eine Flutbeleuchtungsquelle oder Ähnliches enthalten kann, und danach durch eine Reinigungsstraße 236, die ein Abstreifmesser oder Ähnliches enthalten. Der Zyklus kann danach wiederholt werden.
  • Es sollte verstanden werden, dass, obwohl die vorher beschriebenen Ausführungsformen alle Lithografie-Drucksysteme sind, die Lithografie-Flachdruckplatte mit jedem Typ von Lithografie-Druckerpresse und/oder -Technik verwendet werden kann.

Claims (10)

  1. Lithografie-Flachdruckplatte (12), umfassend einen Fotoempfänger, die von elektrischer Ladung abhängige reversible Befeuchtungs-Eigenschaften aufweist, umfassend: ein elektrisch geerdetes Substrat (50); eine ladungserzeugende Schicht (52) auf dem elektrisch geerdeten Substrat (50), wobei Ladungsänderungen als Reaktion auf Licht erzeugt werden; und eine Ladungstransportschicht (54) auf der ladungserzeugenden Schicht (52) zum Transportieren der in der ladungserzeugenden Schicht (52) erzeugten Ladungen zu der Oberfläche der Platte; wobei die Oberfläche (18) der Lithografie-Flachdruckplatte (12) reversible hydrophile und hydrophobe Bereiche enthält, die durch bildweise Verteilung von Ladungen bereitgestellt werden, die in der ladungserzeugenden Schicht (52) erzeugt werden.
  2. Lithografie-Flachdruckplatte nach Anspruch 1, des Weiteren umfassend eine isolierende Schicht (70) auf der Ladungstransportschicht (54).
  3. Lithografie-Flachdruckplatte nach Anspruch 1 oder 2, des Weiteren umfassend eine Ladungsfangstellen-Schicht (62) (charge trap site layer) auf der Ladungstransportschicht (54); und eine obere Ladungstransportschicht (64) auf der Ladungsfangstellen-Schicht (62).
  4. Lithografie-Flachdruckplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, des Weiteren umfassend eine Polyelektrolyt-Bürste (74), die auf die Ladungstransportschicht (54) aufgepfropft ist.
  5. Lithografie-Druckverfahren, umfassend: das Verteilen von Ladungen auf einer Flachdruckplatte (12) in Übereinstimmung mit einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, die von elektrischer Ladung kontrollierte reversible Befeuchtungs-Eigenschaften aufweist, um reversible hydrophile und hydrophobe Bereiche auf ihrer Oberfläche (18) bereitzustellen; das Belichten der Flachdruckplatte (12); und das die Flachdruckplatte (12) einer polarisierten Tinte (polar ink) Aussetzen.
  6. Lithografie-Druckverfahren nach Anspruch 5, wobei die Ladungen gleichförmig auf der Flachdruckplatte (12) verteilt werden.
  7. Lithografie-Druckverfahren nach Anspruch 5, wobei die Ladungen in einer bildweisen Art verteilt werden.
  8. Lithografie-Druckverfahren nach Anspruch 5, 6 oder 7, des Weiteren umfassend: das Berühren der Flachdruckplatte (12) mit einer anderen Oberfläche; und das Wiederholen der Schritte zur Ladungsverteilung, Belichtung und des der Tinte Aussetzens.
  9. Lithografie-Druckverfahren nach Anspruch 8, wobei wenigstens einer der Ladungsverteilungs- und Belichtungsschritte in einer bildweisen Art erfolgt.
  10. Lithografie-Druckverfahren nach Anspruch 9, wobei die bildweise Ausführung von wenigstens einem der Ladungsverteilungsschritte und der Belichtungsschritte kundenspezifisch ist.
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