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Die
Erfindung wurde mit Unterstützung
der Regierung unter Vertrag AI38185 der vom National Institutes
of Health verliehen wurde, gemacht. Die Regierung hat Rechte an
der Erfindung.
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Hintergrund
der Erfindung
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Gebiet der
Erfindung
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Die
Erfindung betrifft allgemein Verfahren und Zusammensetzungen, um
intrazelluläre
Infektionen zu behandeln, und Mikrokügelchenpräparate, die für eine solche
Behandlung verwendet werden.
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Stand der
Technik
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Krankheiten,
die mit intrazellulären
Infektionen verbunden sind, sprechen oft nicht adäquat auf übliche Wirkstoffbehandlungspläne an, was
verursacht, dass viele Patienten unter Rückfällen leiden, nachdem sie gegen
solche Krankheiten behandelt wurden. Eine Vielzahl von Wirkstoffen
werden verwendet, um Krankheiten zu behandeln, die mit intrazellulären Infektionen
verbunden sind. Außerdem
wird viel daran geforscht, neue Wirkstoffe zu finden, um solche
Krankheiten zu behandeln. Übliche
Wirkstoffe und Wirkstoffbehandlungen sind jedoch oft begrenzt durch
die Toxizität,
die für
viele Wirkstoffe sehr nahe der minimalen Hemmkonzentration des Wirkstoffs
liegt, was ein enges Fenster für
die Wirkstoffwirksamkeit ergibt. Behandlungspläne beinhalten typischerweise
auch Mehrfachdosen, was das Risiko des Versagens einer Behandlung
erhöht,
die durch Nichteinhaltung des Plans durch den Patienten verursacht
wird.
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Patentdokument
WO-A-98/24427 offenbart eine Behandlung von entzündlichen Krankheiten unter Verwendung
von bimodalen Populationen von mit Wirkstoff beladenen Mikroteilchen
(54 bis 57).
Die Methode ist geeignet zur Behandlung von Tuberkulose (S. 69).
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Die
vorliegende Erfindung liefert einen einzigartigen Plan von Zusammensetzungen
und Verfahren zur Behandlung aller intrazellulären Infektionen unter Verwendung
von Wirkstoff, der für
die jeweilige Krankheit geeignet ist. Die Maßnahmen der Erfindung bringen
Wirkstoffe gezielt zu infizierten Zellen und sind erfolgreicher bei
der Behandlung von intrazellulären
Infektionen, als übliche
Behandlungsmaßnahmen.
Der Behandlungsplan bzw. die Behandlungsmaßnahmen der Erfindung vermindern
intrazelluläre
Zahlen besser als äquivalente Dosen,
die bei üblichen
Behandlungsplänen
verabreicht werden. Das System von Zusammensetzungen und Methoden
erfordert auch weniger Verabreichungen, was somit das Risiko, dass
der Patient sich nicht daran hält,
minimiert.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Gemäß dem Zweck/den
Zwecken der Erfindung, wie sie hier ausgeführt und breit beschrieben werden,
betrifft die Erfindung in einem Aspekt die Verwendung einer Zusammensetzung,
wie in Anspruch 1 definiert.
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Die
Erfindung liefert einen Kit zur Behandlung einer intrazellulären Infektion
bei einem Patienten, der (a) eine wirksame Menge eines geeigneten
Wirkstoffs, der in ersten biokompatiblen Mikrokügelchen enthalten ist, die
den geeigneten Wirkstoff bei Verabreichung in einer ersten wirksamen
Rate freisetzen, und (b) eine wirksame Menge eines geeigneten Wirkstoffs,
der in zweiten biokompatiblen Mikrokügelchen enthalten ist, die den
geeigneten Wirkstoff bei Verabreichung in einer zweiten wirksamen
Rate freisetzen, enthält,
wobei die ersten Mikrokügelchen
einen Durchmesser von etwa 1 bis etwa 10 μm haben und die zweiten Mikrokügelchen einen
Durchmesser von mehr als etwa 10 μm
haben, und wobei der Wirkstoff für
die ersten und zweiten Mikrokügelchen
gleich oder verschieden sein kann.
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In
einer weiteren Ausführungsform
liefert die Erfindung eine Zusammensetzung, um die Toxizität eines geeigneten
Wirkstoffs zu vermindern, der verwendet wird, um intrazelluläre Infektionen
zu behandeln, bei der eine erste wirksame Menge des geeigneten Wirkstoffs
in ersten biokompatiblen Mikrokügelchen
verkapselt ist, die einen Durchmesser von etwa 1 bis etwa 10 μm haben und
die Mikrokügelchen
an ein Wesen bzw. Tier verabreicht werden, wobei die ersten Mikrokügelchen
den geeigneten Wirkstoff bei Verabreichung in einer ersten wirksamen
Rate freisetzen.
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In
einer weiteren Ausführungsform
liefert die Erfindung eine Wirkstoffformulierung mit verminderter
Toxizität,
die eine erste wirksame Menge des geeigneten Wirkstoffs in ersten
biokompatiblen Mikrokügelchen
verkapselt enthält,
die einen Durchmesser von etwa 1 bis etwa 10 μm haben.
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Weitere
Aspekte und Vorteile der Erfindung werden teilweise in der Beschreibung,
die folgt, angegeben und ergeben sich teilweise aus der Beschreibung
oder zeigen sich bei Durchführung
der Erfindung. Die Vorteile der Erfindung werden mithilfe der Elemente
und Kombinationen, die speziell in den beigefügten Ansprüchen ausgeführt sind, realisiert und erreicht.
Es versteht sich, dass sowohl die vorhergehende allgemeine Beschreibung
als auch die folgende detaillierte Beschreibung nur beispielhaft
und erklärend
sind und nicht die Erfindung, wie sie beansprucht wird, beschränken.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
beigefügten
Zeichnungen, die in dieser Schrift enthalten sind und einen Teil
davon bilden, zeigen verschiedene Ausführungsformen der Erfindung
und zusammen mit der Beschreibung dienen sie dazu, die Prinzipien
der Erfindung zu erklären.
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1 zeigt
die in-vitro-Freisetzungseigenschaften der mit Rifampicin beladenen
Mikrokügelchenformulierungen
4, 5 und 6 von Beispiel 1 über
einen Zeitraum von 6 Tagen in Aufnahmeflüssigkeit.
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2A und 2B zeigen
die Größenverteilung
der mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchenformulierungen 5 bzw.
6 aus Beispiel 1, mit einem Malvern-Teilchengrößenanalysegerät bestimmt.
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Die 3A und 3B zeigen
Rasterelektronenmikrografien der mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchenformulierung
5 von Beispiel 1. Die Querbalken zeigen 10 μm.
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4A und 4B zeigen
die Wirksamkeit der mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchenformulierung
5 von Beispiel 1, um intrazelluläres
Wachstum von M. tuberculosis H37Rv in monocytischen Maus-J774- bzw.
Human-MM6-Zelllinien zu reduzieren.
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5A bis 5C zeigen
einen Vergleich der antimykobakteriellen Wirksamkeit von freiem
Rifampicin verglichen mit äquivalenten
Dosen, die von mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchen abgegeben werden gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1.
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6 zeigt
die in-vitro-Freisetzungseigenschaften der mit Rifampicin beladenen
Mikrokügelchenformulierungen
2 bis 7 von Beispiel 2 über
einen Zeitraum von 15 Tagen in Aufnahmeflüssigkeit.
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7A, 7B und 7C sind
Rasterelektronenmikrografien der Formulierung 7 mit großen mit
Rifampicin beladenen Mikrokügelchen
aus Beispiel 2. 7C zeigt den Querschnitt eines
einzelnen Mikrokügelchens.
Die Querbalken zeigen 100, 1,0 bzw. 10,0 μm.
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8A und 8B zeigen
die Größenverteilung
der mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchenformulierungen 6 und
7 aus Beispiel 2, bestimmt mit einem Malvern-Teilchengrößenanalysegerät.
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9A und 9B zeigen
einen Vergleich von Mauskörpergewichten
nach Injektion von kleinen bzw. großen Mikrokügelchen.
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10 zeigt
Rifampicin-Freisetzungseigenschaften bei Mäusen, denen kleine und große mit Rifampicin
beladene Mikrokügelchen
injiziert wurden, verglichen mit Mäusen, die tägliche Verabreichungen von
freiem Rifampicin erhielten.
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11A bis
11C zeigen
die Wirksamkeit von mit Aconiazid beladenen Mikrokügelchen
bei der Verminderung des intrazellulären Wachstums von M. tuberculosis
H37Ra in einer Mäuse-3774-Makrophagenzelllinie.
Aconiazid (A) und Isoniazid (INH) (B)-Konzentrationen von freiem Wirkstoff
waren 0 (0), 0,03 μg/ml (∎),
0,1 μg/ml
und
0,3 μg/ml
(•). Die
Aconiazidkonzentrationen von mit Wirkstoff beladenen Mikrokügelchen (c)
entsprachen 0,03 μg/ml
(∎), 0,1 μg/ml
und
0,3 μg/ml
(•).
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Definition
und Verwendung von Ausdrücken
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In
dieser Beschreibung und in den Ansprüchen, die folgen, wird auf
einer Anzahl von Ausdrücken
Bezug genommen, die so definiert sein sollen, dass sie die folgenden
Bedeutungen haben:
Die Singularformen "ein", "eine", "einer" und "der", "die", "das" in der Beschreibung
und den beigefügten
Ansprüchen
schließen
Pluralformen mit ein, wenn nicht der Zusammenhang eindeutig dagegen
spricht. So schließt
z.B. die Bezugnahme auf "ein
Mikrokügelchen" Mischungen von Mikrokügelchen
ein, die Bezugnahme auf "eine
Dosierungsform" schließt Mischungen
von zwei oder mehr Dosierungsformen ein und dgl.
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Bereiche
werden oft ausgedrückt
als von "etwa" einem speziellen
Wert und/oder bis "etwa" einem weiteren speziellen
Wert. Wenn ein solcher Bereich ausgedrückt wird, schließt eine
weitere Ausführungsform
den Bereich von dem einen speziellen Wert und/oder bis zu dem anderen
speziellen Wert ein. In gleicher Weise werden Werte, wenn sie als
Annäherungen
ausgedrückt
sind, durch die Verwendung des vorgestellten Worts "etwa", so verstanden,
dass der spezielle Wert eine weitere Ausführungsform bildet.
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"Fakultativ" oder "gegebenenfalls" bedeutet, dass das
nachfolgend beschriebene Ereignis oder der nachfolgend beschriebene
Umstand auftreten kann oder nicht und dass die Beschreibung Fälle einschließt, bei
denen dieses Ereignis oder dieser Umstand auftritt und Fälle, wo
dies nicht so ist. Z.B. bedeutet der Ausdruck "gegebenenfalls modifiziertes Poly(lactid-co-glycolid)", dass das Polymer
mit weiteren sauren Resten modifiziert sein kann und dass die Beschreibung
sowohl modifiziertes als auch unmodifiziertes Poly(lactid-co-glycolid)polymer
einschließt.
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Unter
dem Ausdruck "wirksame
Menge" einer Verbindung
(z.B. Wirkstoff) oder einer Eigenschaft, wie hier angegeben, wird
eine solche Menge verstanden, die die Funktion der Verbindung oder
die Eigenschaft liefern kann, für
die eine wirksame Menge ausgedrückt
wird. Außerdem
bedeutet "wirksame
Rate", wie es hier verwendet
wird, die Verabreichungsrate der Verbindung (z.B. Wirkstoff) oder
Zusammensetzung der Erfindung, die dazu führt, dass die gewünschte Wirkung
(z.B. Behandlung oder Verhütung
einer Infektion) erreicht wird. Die genaue Menge, die erforderlich
ist, und die Verabreichungsrate variieren von Prozess zu Prozess
abhängig
von anerkannten Variablen, wie den angewendeten Verbindungen und
den beobachteten Verfahrensbedingungen, wie hier ausgeführt. So
ist es nicht möglich,
eine exakte wirksame Menge oder effektive oder wirksame Rate anzugeben.
Eine geeignete wirksame Menge und wirksame Rate kann jedoch von
einem Fachmann auf diesem Gebiet unter Verwendung von Routineversuchen
bestimmt werden.
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Unter "pharmazeutisch annehmbar" wird ein Material
verstanden, das nicht biologisch oder in sonstiger Weise unerwünscht ist,
d.h., das Material kann an einen einzelnen zusammen mit der ausgewählten Verbindung
oder dem Wirkstoff der Erfindung verabreicht werden, ohne irgendwelche
unannehmbaren biologischen Wirkungen zu verursachen oder in einer
unannehmbaren schädlichen
Art und Weise mit irgendeiner der anderen Komponenten der pharmazeutischen
Zusammensetzung, in der sie enthalten ist, eine Wechselwirkung zu
ergeben.
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Der
Ausdruck biokompatibel wird definiert als ein Material, das für den Körper nicht
toxisch ist, nicht karzinogen ist und in Körpergeweben keine Entzündung induzieren
sollte. Es ist bevorzugt, dass die erfindungsgemäßen Mikrokügelchen biologisch abbaubar
sind in dem Sinn, dass sie biokompatibel sind und dass sie durch
Körperprozesse
abgebaut werden sollten zu Produkten, die leicht vom Körper ausgetragen
werden können
und sich nicht im Körper
ansammeln.
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"Tuberkulose" oder "TB" bezieht sich auf
eine Infektion oder Krankheit, bei der das verursachende Prinzip
oder Mittel ein Mitglied des Tuberkulosekomplexes ist, wie Mycobacterium
tuberculosis, M. bovis und M. africanum. "Tuberkulose" bezieht sich bevorzugt auf eine Infektion
oder Krankheit, bei der das verursachende Prinzip oder Mittel Mycobacterium
tuberculosis ist.
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Der
Ausdruck "Mikrokügelchen" soll nicht beschränkend verstanden
werden und schließt
jedes eine Verbindung tragende (z.B. Wirkstoff tragende) teilchenförmige oder
körnige
Material innerhalb des angegebenen speziellen Größenbereichs ein. Mikrokügelchen
sind gewöhnlich
Pulver, die aus Teilchen mit einem Durchmesser von 2 mm oder weniger, üblicher
einem Durchmesser von 500 μm
oder weniger bestehen. Der Ausdruck "Mikrokügelchen" schließt auch Teilchen und Material
mit weniger als 1 μm
ein, obwohl diese Teilchen oft als Nanokügelchen bezeichnet werden.
Der Ausdruck "Mikrokügelchen", wie er in dieser
Beschreibung verwendet wird, schließt übliche Mikrokügelchen
(in denen der Wirkstoff über
eine Trägermatrix
verteilt enthalten ist), Mikrokapseln (in denen der Arzneiträger eine
Haut oder Schale bildet, die den Wirkstoff umschließt und enthält) und
Mikroteilchen ein, das als allgemeiner Ausdruck für irgendwelche
Teilchen im angegebenen Größenbereich
verwendet wird, ob kugelförmig
oder nicht, da diese Ausdrücke
typischerweise im Stand der Technik verwendet werden.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Gemäß einem
Aspekt liefert die vorliegende Erfindung die Verwendung einer Zusammensetzung
zur Behandlung oder Verhütung
einer intrazellulären
Infektion bei einem Wesen, das eine solche Behandlung oder Verhütung benötigt, die
eine erste wirksame Menge eines ersten geeigneten Wirkstoffs, der
in ersten biokompatiblen Mikrokügelchen
enthalten ist, die einen Durchmesser von etwa 1 bis etwa 10 μm haben (manchmal "kleine Mikrokügelchen"), wobei die ersten
Mikrokügelchen
den geeigneten Wirkstoff bei Verabreichung in einer ersten wirksamen
Rate freisetzen, enthält.
Das Verfahren findet spezielle Anwendung, um intrazelluläre Infektionen
zu behandeln, die in Makrophagen und anderen phagozytischen Zellen,
wie Kupfferzellen, Monozyten und Neutrophilen auftreten. In einer
speziellen Ausführungsform
haben die ersten biokompatiblen Mikrokügelchen einen Durchmesser von
1 bis 5 μm.
In einer weiteren speziellen Ausführungsform haben die ersten biokompatiblen
Mikrokügelchen
einen Durchmesser von 5 bis 10 μm.
In einer weiteren Ausführungsform
haben die ersten biokompatiblen Mikrokügelchen einen Durchmesser von ≤ 10 μm. In weiteren
Ausführungsformen
haben die Mikrokügelchen
einen Durchmesser im Bereich von 1 bis 10 μm, aber insbesondere größer als 2,
3, 4, 5 oder 6 μm
und/oder kleiner als 9, 8, 7, 6, 5 oder 4 μm. Alle Mikrokügelchen
in einem Be reich von 1 bis 10 μm
sind in dem Ausdruck "kleine
Mikrokügelchen", so wie dieser Ausdruck
hier verwendet wird, enthalten.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
und Methoden können
verwendet werden, um eine Infektion durch ein fakultatives oder
obligates intrazelluläres
prokaryotisches Pathogen (z.B. pathogene Bakterien, Rickettsien
und Chlamydien) zu behandeln. Z.B. können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und
Methoden verwendet werden, um intrazelluläre Infektionen zu behandeln,
die durch Organismen verursacht werden, wie Rickettsien (z.B. Mitglieder
der Fleckfiebergruppe [Zeckentyphus], Rickettsia typhi), Coxiella burnetti
(z.B. verursachendes Prinzip von Q-Fieber), Chlamydia trachomatis,
Chlamydia psittaci, Chlamydia pneumoniae, Ehrlichia chaffeensis,
Legionella-Arten (z.B. verursachendes Prinzip von Legionellose),
Brucella-Arten (z.B. verursachendes Prinzip von Brucellose, Brucella
melitensis), Salmonella-Arten (z.B. Salmonella typhi, Salmonella
enteritis), Yersinia-Arten (z.B. verursachendes Prinzip von Yersiniosis
enteritis), Mycoplasma-Arten (z.B. Mycoplasma hominis, Ureaplasma
urealyticum, Mycoplasma pneumoniae), Bacillus-Arten (z.B. verursachende
Prinzipien von Bacillus angiomatosis), Anaplasma-Arten, Borrelia-Arten
(z.B. Borrelia burgdorferi), Treponema pallidum und Barfonella-Arten
(z.B. verursachendes Prinzip von Baronella endocarditis, Bartonella
bacilliformis), ohne darauf beschränkt zu sein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
verwendet, um fakultative mykobakterielle Infektionen zu behandeln,
was insbesondere z.B. Tuberkulose einschließt (insbesondere eine Infektion
mit Mycobacterium tuberculosis) und eine Infektion mit Mycobacterium
avium.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
verwendet werden, um irgendein Tier oder Wesen, bei dem intrazelluläre Infektionen
auftreten können,
einschließlich
Begleittiere bzw. Haustiere, wie Hunde-, Katzen- und Pferdearten,
und Lebensmittel erzeugende Tiere, wie Rinder-, Schaf-, Schweine-
und Vogelarten ebenso wie andere ökonomisch wichtige Tiere (z.B.
Nerz, Chinchilla, Fuchs), die für
eine intrazelluläre Infektion
empfänglich
sind, zu behandeln. Bevorzugt werden die Mikrokügelchen der Erfindung verwendet,
um Menschen zu behandeln. Die Methoden sind auch besonders geeignet,
um Patienten zu behandeln, bei denen das Immunsystem beeinträchtigt ist,
einschließlich
menschlicher Patienten, bei denen das erworbene Immunschwächesyndrom
(AIDS) aufgrund einer Infektion mit Humanimmunschwächevirus
(HIV) diagnostiziert wurde.
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Weiterhin
können
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
mit irgendeinem Wirkstoff, der zur Behandlung von intrazellulären Infektionen
verwendet wird, verwendet wer den. Beispiele für Wirkstoffe, die mit der erfindungsgemäßen Methode
verabreicht werden können,
schließen
Tetracycline (z.B. Doxycyclin), Roxithromycin, Clarithromycin, Ofloxacin,
Josamycin, Chloramphenicol, Rifampicin (Rifampin), Cotrimoxazol
(Trimethoprim/Sulfamethoxazol), Erythromycin, Azithromycin, Amoxicillin,
Streptomycin, Ciprofoxacin, Ceftriaxon, Gentamicin, Clindamycinclofazimin,
Amikacin, Sparfloxacin und Pristinamycin, ebenso wie andere Wirkstoffe oder
Immunmodulatoren, die jetzt bekannt sind oder von denen später festgestellt
wird, dass sie bei der Behandlung von intrazellulären Infektionen
wirksam sind, ein, ohne darauf beschränkt zu sein.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
ist besonders gut dafür
geeignet, Tuberkulose zu behandeln und jeder Wirkstoff, der Tuberkulose
behandeln kann, kann mit der erfindungsgemäßen Methode verabreicht werden.
Z.B. können
Wirkstoffe zur Behandlung von Tuberkulose mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
die Rifamycine (z.B. Rifampicin, Rifabutin), Macrolide, Chinoline
und jede Kombination davon einschließen, ohne darauf beschränkt zu sein,
wobei Rifamycine bevorzugter sind und Rifampicin oder Rifabutin
die am meisten bevorzugten Rifamycine sind.
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Bei
den meisten bekannten Behandlungsprinzipien wird Tuberkulose mit
zwei oder mehr Wirkstoffen behandelt. Die vorliegende Erfindung
kann auch verwendet werden, um mehrere Wirkstoffe zu verabreichen. Eine
Kombination von einem oder mehreren mikroverkapselten Wirkstoffen
und einem oder mehreren der gleichen oder verschiedenen nicht verkapselten
Wirkstoffen könnte
verabreicht werden. Weiterhin kann eine Kombination verschiedener
mikroverkapselter Wirkstoffe verabreicht werden, in den gleichen
oder in verschiedenen Mikrokügelchen
und in jeder Kombination von großen und/oder kleinen Mikrokügelchen.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
sind auch gut geeignet, um eine intrazelluläre Infektion zu behandeln,
die durch Mycobacterium avium verursacht wird, und jeder Wirkstoff,
der verwendet wird, um Mycobacterium-avium-Infektion zu behandeln,
kann Mycobacterium-avium-Infektion mit den Methoden und den Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung behandeln. Bevorzugte Wirkstoffe zur
Behandlung von Mycobacterium-avium-Infektion schließen die
Rifamycine (z.B. Rifampicin, Rifabutin), Clofazimin, Ciprofloxacin,
parenterales Amikacin, Sparfloxacin und jede Kombination davon,
ein, wobei Rifabutin am meisten bevorzugt ist.
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Die
Zusammensetzung enthält
weiterhin eine zweite wirksame Menge eines zweiten geeigneten Wirkstoffs,
der in zweiten biokompatiblen Mikrokügelchen enthalten ist, die
einen Durchmesser von mehr als etwa 10 μm haben (manchmal "große Mikrokügelchen"), wobei die zweiten
Mikrokügelchen
den geeigneten Wirkstoff in einer zweiten wirksamen Rate freisetzen.
Der zweite geeignete Wirkstoff kann, muss aber nicht notwendigerweise
der gleiche sein, wie der erste geeignete Wirkstoff. Außerdem können kleine
und/oder große Mikrokügelchen
ein zweites und weitere Male verabreicht werden. Die großen Mikrokügelchen überschreiten üblicherweise
nicht einen Durchmesser von 500 μm
und bevorzugter überschreiten
sie nicht einen Durchmesser von 150 μm.
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Die
ersten und zweiten Mikrokügelchen
können
zur gleichen Zeit oder zu verschiedenen Zeiten am gleichen Ort oder
an verschiedenen Orten im Körper
verabreicht werden. Außerdem
kann ein freier Wirkstoff gemäß einem
Behandlungsprotokoll für
die Verabreichung des freien Wirkstoffs verabreicht werden, wie
es im Stand der Technik wohl bekannt ist, zusammen mit den Mikrokügelchen,
um die Behandlung zu ergänzen.
So wird in einer weiteren Ausführungsform
nicht verkapselter Wirkstoff dem Wesen oder Tier zusätzlich zu
den kleinen Mikrokügelchen
verabreicht. In einer noch weiteren Ausführungsform wird nicht verkapselter
Wirkstoff dem Wesen oder Tier zusätzlich zu den großen und
den kleinen Mikrokügelchen
verabreicht.
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Die
kleinen Mikrokügelchen
können
mit jeder Methode verabreicht werden, die allgemein bekannt ist, um
Wirkstoff an eine Zelle abzugeben (z.B. Makrophagen). Die großen Mikrokügelchen
können
mit jeder Methode verabreicht werden, die bekannt ist, um Wirkstoff
aus den großen
Mikrokügelchen
in den Blutstrom abzugeben. Die kleinen Mikrokügelchen werden intravenös verabreicht
und die großen
Mikrokügelchen
werden subcutan oder intramuskulär
verabreicht. Nicht verkapselter Wirkstoff wird bevorzugt oral verabreicht.
Die Zusammensetzungen enthalten eine wirksame Menge des ausgewählten Wirkstoffs
und können
in Kombination mit einem pharmazeutisch annehmbaren Träger verabreicht
werden und zusätzlich
weitere medizinische Mittel, pharmazeutische Mittel, Träger, Hilfsstoffe,
Verdünnungsmittel
etc. enthalten. In einigen Fällen,
z.B. bei fortgeschrittenen Stadien intrazellulärer Infektionen kann es vorteilhaft
sein, einen oder mehrere Wirkstoffe in den Mikrokügelchen
zusammen zu verkapseln.
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In
den meisten Fällen
wird die Therapie gestartet unter Verwendung von zwei Injektionswegen,
intravenös
(kleine Mikrokügelchen)
und subcutan (große
Mikrokügelchen).
Als ein Beispiel können
kleine und große
Mikrokügelchen
am Tag 1 injiziert werden gefolgt von einer Injektion mit zweiten
kleinen Mikrokügelchen am
Tag 7. Konzentrationen eines Wirkstoffs in der Injektion hängen ab
von dem jeweiligen Wirkstoff und der Menge an Wirkstoff, die notwendig
ist, um die Blut- und Urinpegel zu erreichen, die der minimalen
Hemmkonzentration (MIC) entsprechen oder größer sind. Da dies unter pathogenen
Arten variiert, ist es nicht möglich, eine
genaue Konzentration anzugeben. Eine genaue Konzentration kann auch
nicht angegeben werden, da eine Injektion von mikroverkapsel tem
Wirkstoff zusammen mit anderen antibakteriellen Wirkstoffen gegeben werden
kann, entweder mikroverkapselt oder nicht verkapselt. Ein Fachmann
kann jedoch leicht jede übliche Behandlungstherapie
in eine auf Mikrokügelchen
basierende Therapie der vorliegenden Erfindung umwandeln, ohne übermäßige Versuche,
z.B. unter Verwendung der im Stand der Technik gegebenen Lehren,
wie solchen, die in Remington's
Pharmaceutical Sciences gegeben werden.
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Die
Menge an verabreichter aktiver Verbindung und die relativen Mengen,
die in großen
Mikrokügelchen,
kleinen Mikrokügelchen
und nicht verkapselten Formen verabreicht werden, hängen natürlich ab
von der jeweiligen zu behandelnden oder zu verhütenden Krankheit, der jeweils
verabreichten Verbindung oder dem jeweils verabreichten Wirkstoff,
der Verabreichungsart, der Art des zu behandelnden Patienten, der
Schwere der Krankheit, dem Gesamtzustand des Patienten, dem Gewicht
des Patienten und der Beurteilung des verschreibenden Arztes. Es
wird davon ausgegangen, dass die Gesamtdosis an verabreichter aktiver
Verbindung bei dem Behandlungsplan bzw. Behandlungssystem der Erfindung
nicht mehr als und im Allgemeinen erheblich weniger als die Menge
an aktiver Verbindung ist, die bei üblichen Behandlungen verabreicht
wird. Das Erfordernis von geringeren Dosen beruht auf der zielführenden
Wirkung bei der Abgabe der aktiven Verbindung direkt an die betroffenen
Zellen und als Weiteres der Fähigkeit
der Mikrokügelchen,
die aktive Verbindung über einen
längeren
Zeitraum freizusetzen, was die aktive Verbindung vor einem enzymatischen
Abbau schützt,
bis sie entweder innerhalb der Zelle oder im Blutstrom freigesetzt
wird. Die Kombination dieser Merkmale der Erfindung führt zu dem
Potenzial, äquivalente
oder bessere biologische Wirkungen mit geringeren Dosen aktiver Verbindungen
zu erreichen.
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Als
ein Beispiel kann insgesamt eine monatliche Dosierung zwischen etwa
1 mg/kg und 2.000 mg/kg Körpergewicht
einer erfindungsgemäßen Verbindung,
bevorzugt 100 mg/kg bis 1.000 mg/kg verkapselt in den Mikrokügelchen
der Erfindung an einen Patienten verabreicht werden, für den die
Verabreichung der Verbindung indiziert ist, wie hier angegeben,
um eine intrazelluläre
Infektion der Erfindung zu behandeln oder zu verhüten. Die
Dosierung kann in jedem Anteil auf kleine Mikrokügelchen und große Mikrokügelchen
der Erfindung aufgeteilt werden und auf einer Kombination von Wegen
verabreicht werden (z.B. intravenöse Verabreichung einer ausreichenden
Menge kleiner Mikrokügelchen
bei einer oder mehreren Verabreichungen, um 500 mg/kg Verbindung
bereitzustellen, und subcutane Verabreichung bei einer oder mehreren
Verabreichungen einer ausreichenden Menge großer Mikrokügelchen, um 500 mg/kg der Verbindung
bereitzustellen). Die verbindungshaltigen Mikrokügelchen der Erfindung können einmal
täglich
oder mehr als einmal täglich
verabreicht werden. Die Mikrokügelchen
können
auch wöchentlich
oder monatlich verabreicht werden und können über eine unbegrenzte Anzahl
von Tagen, Wochen oder Monaten verabreicht werden, bis bestimmt
ist, dass eine weitere Verabreichung nicht notwendig ist. Eine solche
Bestimmung kann durch einen Fachmann auf diesem Gebiet erfolgen,
indem Zeichen und Symptome und andere klinische Parameter, die mit
der Diagnose einer intrazellulären
Infektion bei dem Patienten verbunden sind, bei dem Patienten überwacht
werden. Wenn bestimmt wird, dass die intrazelluläre Infektion nicht ausreichend
behandelt wurde, wiedergekehrt ist oder dass wahrscheinlich ist,
dass sie wiederkehrt, kann die Verabreichung der Mikrokügelchen
der Erfindung wieder aufgenommen werden. Dieser beispielhafte Behandlungsplan
ist insbesondere anwendbar für
die Behandlung von Tuberkulose mit Rifampin.
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Ein
weiterer Nutzen der Erfindung besteht darin, dass jegliche toxische
Nebenwirkungen aufgrund geringerer Dosiserfordernisse reduziert
werden können.
So liefert gemäß einem
weiteren Aspekt die Erfindung eine Methode, um die Toxizität eines
Wirkstoffs, der zur Behandlung von intrazellulären Infektionen verwendet wird,
zu reduzieren, was beinhaltet, dass eine erste wirksame Menge eines
geeigneten Wirkstoffs in ersten biokompatiblen Mikrokügelchen
verkapselt wird, die einen Durchmesser von etwa 1 bis etwa 10 μm haben,
wobei die ersten Mikrokügelchen
den geeigneten Wirkstoff bei Verabreichung in einer ersten wirksamen
Rate freisetzen.
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Die
Wirksamkeit der Verabreichung einer speziellen Dosis eines Wirkstoffs
bei der Behandlung von intrazellulären Infektionen bei einem Patienten,
bei dem diagnostiziert wurde, dass er eine Krankheit hat, die mit
einer intrazellulären
Infektion verbunden ist, kann mit Standardmethoden der Auswertung
bestimmter Zeichen, Symptome und objektiven Labortests für eine spezielle
Krankheit bestimmt werden, wie es im Stand der Technik bekannt ist.
Diese Zeichen, Symptome und objektiven Labortests variieren abhängig von
der jeweiligen zu behandelnden oder zu verhütenden Krankheit, wie es jedem
Kliniker auf diesem Gebiet bekannt ist. Wenn 1) gezeigt wird, dass
die Häufigkeit
oder Schwere der Rückfälle bei
einem Patienten verbessert wird, 2) gezeigt wird, dass das Fortschreiten
der Krankheit stabilisiert wird oder 3) der Bedarf zur Verwendung
weiterer Wirkstoffe reduziert wird, auf Basis eines Vergleichs mit
einer geeigneten Kontrollgruppe und der Kenntnis über das
normale Fortschreiten der Krankheit in der allgemeinen Bevölkerung
oder der jeweiligen Einzelperson, dann wird die jeweilige Behandlung
als wirksam angesehen.
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Außerdem kann
die Wirksamkeit der Verabreichung einer speziellen Dosis eines Wirkstoffs,
um eine intrazelluläre
Infektion bei einem Patienten zu verhüten, bei dem nicht bekannt
ist, dass er eine Krankheit hat, die mit einer intrazellulären Infektion
verbunden ist, von dem aber bekannt ist, dass er das Risiko hat,
eine Krankheit zu entwickeln, die mit einer intrazellulären Infektion
verbunden ist, bestimmt werden, indem über längere Zeit Standardzeichen,
Symptome und objektive Labortests ausgewertet werden, wie es dem
Fachmann auf diesem Gebiet bekannt ist. Dieses Zeitintervall kann
groß oder
klein sein abhängig
von der jeweils betroffenen Krankheit. Die Bestimmung, wer ein Risiko
zur Entwicklung einer Krankheit wie Tuberkulose hat, erfolgt basierend
auf dem derzeitigen Wissen der bekannten Risikofaktoren für eine spezielle
Krankheit, wie es dem Arzt auf diesem Gebiet bekannt ist, z.B. bei
Kontakt mit Personen, von denen bekannt ist, dass sie mit der Krankheit
infiziert sind.
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Sobald
festgestellt ist, dass die Krankheitsaktivität signifikant durch eine spezielle
Behandlung verbessert oder stabilisiert ist, werden spezifische
Zeichen, Symptome und Labortests verfolgt zusammen mit einem verminderten
oder abgesetzten Behandlungsverlauf. Wenn die Krankheitsaktivität wiederkehrt,
basierend auf Standardmethoden der Auswertung spezieller Zeichen,
Symptome und objektiver Labortests für eine spezielle Krankheit,
kann die Behandlung wieder aufgenommen werden.
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Die
vorliegende Erfindung ist besonders geeignet für die Behandlung von mit TB
infizierten Patienten, ob sie die Krankheit entwickelt haben oder
nicht. Die meisten Personen, die mit TB infiziert sind, entwickeln
die Krankheit nicht (~ 90 bis 95%). Infizierte Personen können durch
einen TB-Hauttest und eine Röntgenuntersuchung
diagnostiziert werden. Der Hauttest ist die definitive Feststellung,
wenn bestimmt wird, ob ein Patient infiziert ist, aber eine gute
Krankheitsgeschichte ist auch sehr hilfreich. Um zu bestimmen, ob
ein Patient die Krankheit hat, muss das Sputum des Patienten kultiviert
werden. Die definitive Diagnose der Krankheit ist die Kultur und
Identifizierung des Organismus. Dies kann 3 bis 5 Wochen dauern.
Allgemein entwickeln 5 bis 10% der infizierten Personen die Krankheit,
die sich, wenn sie unbehandelt bleibt, schließlich im ganzen Körper verteilen
kann. Der Zeitraum für
das Fortschreiten kann variieren. Faktoren, die dazu beitragen,
sind Gesundheitszustand, Ernährung
und Immunstatus des Einzelnen. Bei AIDS-Patienten wäre das Fortschreiten
bis zum Tod viel schneller, da ihr Immunstatus durch HIV stark eingeschränkt ist.
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Wenn
TB diagnostiziert wird, wird der Patient auf eine Wirkstofftherapie
gesetzt, die 6 bis 12 Monate dauern kann und typischerweise aus
zwei bis drei unterschiedlichen Wirkstoffen besteht. Wirkstofftherapien unter
Verwendung nicht verkapselter Wirkstoffe können variieren und werden typischerweise
von Jahr zu Jahr revidiert. Bei Therapien mit nicht verkapseltem
Wirkstoff wird eine Person mit einem aktiven Fall von TB allgemein
mit mehr als einem Wirkstoff behandelt, wie z.B. denen, die in den
Tabellen A, B und C gezeigt sind, die von Friedman, Tuberculosis:
Current Concepts and Treatment (1994, CRC Press) erhältlich sind.
Tuberkulosebehandlungspläne
unter Verwendung nicht verkapsel ter Wirkstoffe sind allgemein bei
Friedman, Tuberculosis: Current Concepts and Treatment (1994, CRC
Press) angegeben.
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Behandlungspläne für die Verabreichung
beim Menschen können
auch im Zusammenhang mit Tierstudien entwickelt werden. Diese Tierstudien
können
als Modelle verwendet werden, um die geeigneten Dosierungsraten
für Menschen
zu finden (z.B. in mg/kg Körpergewicht)
basierend auf dem Vergleichsgewicht von Menschen und Tieren, die
getestet werden. (B. Ji et al., 1993, Am. Rev. Respir. Dis. 148:1541-1546).
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Tabelle
A: Dosisempfehlung für
die Anfangsbehandlung von Tuberkulose bei Kindern
a und
Erwachsenen
b
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Tabelle
B: Zweitrangige Antituberkulosewirkstoffe
a,b
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Tabelle C: Derzeitige
Empfehlungen für
eine Therapie einer akuten oder wahrscheinlich wirkstoffsensitiven
Tuberkulose-6-Monatstherapie
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Option 1
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Acht
Wochen täglich
Isoniazid, Rifampin und Pyrazinamid, anschließend 16 Wochen Isoniazid und
Rifampin, täglich
oder zwei- bis dreimal pro Woche. In Gegenden, in denen nicht dokumentiert
ist, dass die Isoniazidresistenz kleiner als 4% ist, sollte Ethambutol
oder Streptomycin dem anfänglichen
Dosierungsschema zugefügt
werden, bis eine Empfindlichkeit gegenüber Isoniazid und Rifampin
gezeigt wird. Alle Dosierungsschemata, die zweimal oder dreimal
wöchentlich
verabreicht werden, sollten durch direkt beobachtete Therapie überwacht
werden. Ein medizinischer Experte für Tuberkulose sollte beigezogen
werden, wenn der Patient Symptome zeigt oder nach drei Monaten einen
positiven Abstrich oder eine positive Kultur hat.
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Option 2
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Zwei
Wochen täglich
Isoniazid, Rifampin, Pyrazinamid und Streptomycin oder Ethambutol
und anschließend
6 Wochen die gleichen Wirkstoffe, zweimal wöchentlich, verabreicht als
direkt beobachtete Therapie, gefolgt von 16 Wochen Isoniazid und
Rifampin, verabreicht zweimal wöchentlich,
bei direkt beobachteter Therapie in Fällen, in denen gezeigt wird,
dass der Organismus wirkstoffempfindlich ist. Ein medizinischer
Experte für
Tuberkulose sollte beigezogen werden, wenn der Patient Symptome
zeigt oder wenn nach 3 Monaten ein Abstrich oder eine Kultur positiv
ist.
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Option 3
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Dreimal
wöchentlich
Isoniazid, Rifampin, Pyrazinamid und Ethambutol oder Streptomycin über 6 Monate,
verabreicht als direkt beobachtete Therapie. (Der stärkste Nachweis
bei klinischen Versuchen zeigt die Wirksamkeit aller vier Wirkstoffe,
wenn sie volle 6 Monate verabreicht werden). Es gibt schwächere Hinweise, dass
Streptomycin nach 4 Monaten abgesetzt werden könnte, wenn das Isolat für alle Wirkstoffe
empfindlich ist. Der Hinweis, Pyrazinamid vor dem Ende von 6 Monaten
zu stoppen, ist gleich für
den Dreifachwöchentlich-Dosierungsplan
und es gibt keinen Hinweis für
die Wirksamkeit des Dosie rungsplans mit Ethambutol bei weniger als
vollen 6 Monaten. Ein medizinischer Experte für Tuberkulose sollte beigezogen
werden, wenn der Patient asymptomatisch ist oder Abstriche oder
Kulturen nach 3 Monaten positiv sind.
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Mit HIV in
Beziehung stehende Tuberkulose
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Option
1, 2 oder 3 unter einer 6-Monatstherapie kann verwendet werden,
aber die Patienten sollten viel enger überwacht werden. Wenn es ein
Problem gibt mit dem Ansprechen auf die Behandlung, sollte die übliche Bewertung
ausgeführt
werden und die Therapie verlängert
werden.
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9-Monatstherapie
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Neun
Monate täglich
Isoniazid und Rifampin oder 1 bis 2 Monate täglich Isoniazid und Rifampin
gefolgt von 7 bis 8 Monaten täglich
oder zweimal wöchentlich
Isoniazid und Rifampin für
eine Therapie von insgesamt 9 Monaten. Eine direkt beobachtete Therapie
sollte verwendet werden für
die zweimal wöchentlich
gegebene Verabreichung. Ethambutol oder Streptomycin sollten in
den ersten zwei Monaten zugefügt
werden in Gegenden, in denen nicht dokumentiert ist, dass die Isoniazidresistenz
kleiner als 4% ist.
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4-Monatstherapie
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Behandlung
wie bei den Optionen 1, 2 oder 3 unter der 6-Monatstherapie, abgekürzt auf
4 Monate bei Patienten, die kein hohes Risiko haben und Abstrich-negativ
und Kultur-negativ
auf Lungentuberkulose sind.
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Patienten,
die auf TB behandelt werden, werden im Allgemeinen jeden Monat überwacht,
um ihr Ansprechen auf die Behandlung zu beobachten. Sputumkulturen
werden genommen, bis sie negativ werden. Es wird empfohlen, dass
dies jede Woche erfolgt. Patienten werden auch dazu ermuntert, ihre
Therapie fortzusetzen, aber dies ist manchmal sehr schwierig, da
sich die Patienten tatsächlich
besser fühlen,
wenn sie die Wirkstoffeinnahme beenden. Dies beruht auf einigen
Nebenwirkungen, die von den Wirkstoffen erzeugt werden. Ärzte können auch
klinische Parameter, wie Leberfunktionstests (d.h. Enzyme), Blutkörperchenzählung, Blutharnstoffstickstoff,
Kreatinin etc. überwachen,
um sicherzustellen, dass sich keine Toxizität auf die Wirkstoffe entwickelt
hat. Wenn sich eine Toxizität
entwickelt, kann der Dosierungsplan modifiziert werden. Die Therapie wird
allgemein als erfolgreich angesehen, wenn beständig negative Sputumkulturen
beobachtet werden. TB kann sich jedoch zu dem entwickeln, was als "latenter Zustand" oder "Ruhezustand" bezeichnet wird.
Dies wird nicht vollständig
verstanden, betrifft aber die Fähigkeit
der Tuberkelbazillen, das Wachstum zu stoppen und über lange
Zeiträume
latent zu bleiben. In einigen Fällen
kann eine Person diesen Zustand mehrere Jahre haben, sogar wenn
sie oder er behandelt worden ist. Auch wenn die Kulturen des Patienten
negativ sind, bleibt der Patient immer noch infiziert. Wenn die
Person älter
wird und ihr oder sein Immunsystem weniger effizient wird, kann
er oder sie einen reaktivierten Fall von TB entwickeln.
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Wenn
eine Person nur Hauttest-positiv auf TB ist und keine Zeichen einer
aktiven Erkrankung zeigt (z.B. negatives Sputum), ist es möglich, ihn
oder sie nur mit einem Wirkstoff (Chemoprophylaxe) zu behandeln. In
diesem Fall kann Isoniazid verwendet werden. Wie in Tabelle D gezeigt,
ist dies auch kompliziert und variiert abhängig von einer Vielzahl von
Faktoren. Im Allgemeinen ist der Zeitrahmen 6 bis 12 Monate.
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Tabelle
D: Infektion und Behandlung
a
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(Fortsetzung
von Tabelle D)
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Pharmazeutisch
verabreichbare Zusammensetzungen können mit mehreren Methoden
hergestellt werden, was z.B. einschließt, dass aktive Mikrokügelchen,
wie hier beschrieben, und gegebenenfalls pharmazeutische Adjuvanzien
in einem Träger,
wie z.B. Wasser, Kochsalzlösung,
wässrige
Dextrose, Glycerin, Ethanol und dgl. dispergiert werden, um eine
Suspension zu bilden. Falls erwünscht,
kann die pharmazeutische Zusammensetzung, die verabreicht werden
soll, auch geringere Mengen nicht toxische Hilfssubstanzen enthalten,
wie Benetzungs- oder Emulgiermittel, pH-Puffermittel und dgl., z.B.
Natriumacetat, Sorbitanmonolaurat, Triethanolaminnatriumacetat,
Triethanolaminoleat etc. Aktuelle Methoden, um solche Dosierungsformen herzustellen,
sind bekannt oder ergeben sich für
den Fachmann auf diesem Gebiet, wie z.B. in Remington's Pharmaceutical
Sciences beschrieben.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
leicht synthetisiert werden unter Verwendung von Techniken, die
allgemein bekannt sind für
die Formulierung von Mikrokügelchen
und Mikroteilchen. Geeignete experimentelle Methoden, um Mikrokügelchen
oder Mikroteilchen herzustellen, werden z.B. in U.S.-Patent Nr.
5 407 609 von Tice et al. und 5 654 008 von Herbert et al. beschrieben.
Methoden zur Herstellung spezifischer und bevorzugter Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung werden im Detail in den Beispielen unten
beschrieben.
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Geeignete
Materialien, mit denen die Mikrokapseln hergestellt werden, schließen, ohne
darauf beschränkt
zu sein, ein: Poly(diene), wie Poly(butadien) und dgl.; Poly(alkene),
wie Polyethylen, Polypropylen und dgl.; Poly(acryl), wie Poly(acrylsäure) und
dgl.; Poly(methacryl), wie Poly(methylmethacrylat), Poly(hydroxyethylmethacrylat)
und dgl.; Poly(vinylether); Poly(vinylalkohole); Poly(vinylketone);
Poly(vinylhalogenide), wie Poly(vinylchlorid) und dgl.; Poly(vinylnitrile);
Poly(vinylester), wie Poly(vinylacetat) und dgl.; Poly(vinylpyridine),
wie Poly(2-vinylpyridin), Poly(5-methyl-2-vinylpyridin) und dgl.;
Poly(styrole); Poly(carbonate); Poly(ester); Poly(orthoester); Poly(esteramide);
Poly(anhydride); Poly(urethane); Poly(amide); Poly(lactid); Poly(glycolid);
Poly(caprolacton); Poly(hydroxybutyrat); Celluloseether, wie Methylcellulose,
Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose und dgl.; Celluloseester,
wie Celluloseacetat, Celluloseacetatphthalat, Celluloseacetatbutyrat
und dgl.; Poly(saccharide); Proteine, Gelatine, Stärke, Gummen, Harze
und dgl. Diese Materialien können
allein verwendet werden, als physikalische Mischungen oder als Copolymere.
Eine bevorzugte Gruppe von Materialien schließen biologisch abbaubare Polymere
ein, was Poly(lactid-coglycolid), Poly(lactid), Poly(lactid-co-caprolacton), Poly(caprolacton)
und Poly(anhydrid) einschließt,
ohne darauf beschränkt
zu sein.
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Die
Zusammensetzung ist gut geeignet zur Behandlung von Tuberkulose
und einer Infektion mit M. avium.
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Im
Fall von Zusammensetzungen zur Behandlung von Tuberkulose ist der
Wirkstoff bevorzugt Rifamycin, ein Macrolid, ein Chinolin oder eine
Kombination davon und bevorzugter ist es ein Rifamycin, das am meisten
bevorzugt Rifampicin oder Rifabutin ist. Die biokompatiblen Mikrokügelchen
können
auch einen pharmazeutischen Träger
aufweisen, was für
die intravenöse
Verabreichung bevorzugt ist.
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Die
Erfindung stellt zweite große
Mikrokügelchen,
wie vorher diskutiert, zusätzlich
zu den kleinen Mikrokügelchen
bereit. Somit liefert gemäß einer
weiteren Ausführungsform
die Erfindung einen Kit zur Behandlung einer intrazellulären Infektion
bei einem Patienten, der (a) eine wirksame Menge eines geeigneten
Wirkstoffs, der in ersten biokompatiblen Mikrokügelchen enthalten ist (a/k/a
kleine Mikrokügelchen),
die den geeigneten Wirkstoff bei Verabreichung in einer ersten wirksamen
Rate freisetzen und (b) eine wirksame Menge eines geeigneten Wirkstoffs,
der in zweiten biokompatiblen Mikrokügelchen enthalten ist (a/k/a
große
Mikrokügelchen),
die den geeigneten Wirkstoff bei Verabreichung in einer zweiten
wirksamen Rate freisetzen, enthält, wobei
die ersten Mikrokügelchen
einen Durchmesser von etwa 1 bis etwa 10 μm haben und die zweiten Mikrokügelchen
einen Durchmesser größer als
etwa 10 μm
haben und wobei der Wirkstoff für
die ersten und zweiten Mikrokügelchen
gleich oder verschieden sein kann.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung wird ein Kit bereitgestellt, um eine intrazelluläre Infektion
bei einem Wesen oder Tier zu behandeln, der (a) eine wirksame Menge
eines geeigneten Wirkstoffs enthalten in ersten biokompatiblen Mikrokügelchen,
die den geeigneten Wirkstoff bei Verabreichung in einer ersten wirksamen
Rate freisetzen, und (b) eine wirksame Menge eines geeigneten nicht
verkapselten Wirkstoffs enthält,
wobei die ersten Mikrokügelchen
einen Durchmesser von etwa 1 bis etwa 10 μm haben und wobei der Wirkstoff
für die
ersten Mikrokügelchen
und der verkapselte Wirkstoff gleich oder verschieden sein können.
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Die
großen
Mikrokügelchen
dieser Erfindung vermitteln bevorzugt eine kontinuierliche und verlängerte systemische
Freisetzung des Wirkstoffs an den Patienten. Im Gegensatz dazu sind
die kleinen Mikrokügelchen bevorzugt
so aufgebaut, dass sie die Freisetzung des Wirkstoffs bis zur Aufnahme
durch die Makrophagen verzögern.
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Beispiele
-
Die
folgenden Beispiele werden angegeben, um dem Fachmann eine vollständige Offenbarung
und Beschreibung davon zu liefern, wie die Methoden und Verbindungen,
die hier beansprucht werden, durchgeführt, hergestellt und ausgewertet
werden und sind nur beispielhaft für die Erfindung und sollen
den Schutzbereich dessen, was die Erfinder als ihre Erfindung ansehen,
nicht beschränken.
Es wurden Anstrengungen unternommen, um die Genauigkeit im Hinblick
auf Zahlen sicherzustellen (z.B. Mengen, Temperatur etc.), aber Fehler
und Abweichungen können
auftreten. Wenn nicht anders angegeben, sind Teile Gewichtsteile,
die Temperatur ist in Grad Celsius (°C) oder ist Raumtemperatur und
der Druck ist atmosphärischer
Druck oder in etwa atmosphärischer
Druck.
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Beispiel 1: In-vitro-Studien
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Herstellung von Rifampicin-Mikrokügelchen
in kleiner Größe (1 bis
10 um)
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Kleine
Mikrokügelchen
wurden wie folgt hergestellt: Zuerst wurde eine Trägerlösung hergestellt,
indem ungefähr
2,8 g Poly(DL-lactid-co-glycolid) (DL-PLG) entweder in 11,0 g Methylenchlorid
oder 11,0 g Ethylacetat gelöst
wurden. Zu dieser Trägerlösung wurden
ungefähr
150 mg Rifampicin zugegeben und durch sorgfältiges Vermischen wurde eine
homogene Lösung
erhalten. Die entstehende Mischung wurde dann in 300 ml eines wässrigen
Prozessmediums, das Poly(vinylalkohol) (PVA) (Air Products Inc.,
Allentown, PA) und Carboxymethylcellulose (CMC) (Air Products Inc.,
Allentown, PA) (2,0 Gew.-% PVA/0,5 Gew.-% CMC) enthielt, eingeleitet. Die
Lösung
wurde 20 ± 10
Sekunden mithilfe eines Silverson-Emulgators (Silverson Machines,
East Longmeadow, MA) gerührt,
was eine Emulsion lieferte, die aus Mikrotröpfchen geeigneter Größe bestand.
Die Emulsion wurde dann sofort in 5,0 l Wasser überführt. Die entstehenden Mikrokügelchen
wurden dann durch Zentrifugation eingeengt, gesammelt und lyophilisiert.
Der Rifampicingehalt jeder Charge von Mikrokügelchen wurde bestimmt, indem
das Rifampicin aus einer bekannten Menge von Mikrokügelchen
extrahiert wurde und die Menge an Rifampicin spektrofotometrisch
quantitativ bestimmt wurde.
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Analyse der
in-vitro-Freisetzung von Rifampicin-Mikrokügelchen
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Um
die Freisetzungskinetik von Rifampicin aus Mikrokügelchen
festzustellen, wurden mehrere Proben jeder Mikrokügelchencharge
in 16 × 100
mm-Glasteströhrchen,
die mit Serumtrennern ausgestattet waren, eingewogen (Fisher Scientific).
In jedes Röhrchen
wurden 3,0 ml Aufnahmeflüssigkeit,
die aus 0,05 M Natriumphosphatlösung
bestand, gegeben. Die Teströhrchen
wurden in einen Inkubator gestellt, der auf 37°C gehalten wurde. Die Aufnahmeflüssigkeit
wurde entfernt und nach 2, 6, 24 Stunden und alle 24 bis 48 Stunden danach
durch neue Flüssigkeit
ersetzt. Die Menge an Rifampicin, die freigesetzt wurde, wurde mit
einem Standard-HPLC-Assay bestimmt, wie in der US-Pharmakopöe beschrieben.
Ein Absorptionsmaximum von 254 nm wurde verwendet.
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Bestimmung der Größe der Mikrokügelchen
und Sterilisierung
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Die
Größenverteilung
für jede
Charge von Rifampicin-Mikrokügelchen
wurde bestimmt unter Verwendung eines Malvern Teilchengrößenanalysegeräts (Malvern
Instruments, Malvern, UK). Die Mikrokügelchenchargen wurden mit Gammastrahlung
(25 kGy Dosis) von Neutron Products Inc., Dickerson, MD, sterilisiert. Nach
der Sterilisierung wurden die Mikrokügelchenformulierungen getrocknet
bei –20°C bis zur
Verwendung aufbewahrt. Die Oberflächenmorphologie der Mikrokügelchenpräparate wurde
mit Rasterelektronenmikroskopie (SEM) untersucht.
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Mycobakterielle Stämme.
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Mycobacterium
tuberculosis H37Rv (ATCC 27294, SRI#1345) wurde auf Middlebrook
7H1O-Schrägagarkulturen
gehalten, die 0,5% Glycerin und 10% OADC (Difco) enthielten. Die
minimale Hemmkonzentration (MIC) für Rifampicin wurde von Etest
mit 0,06 bis 0,25 μg/ml
bestimmt.
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Monozytenzelllinien
-
Die
J774-Mausmakrophagenzelllinie wurde von der American Type Culture
Collection (ATCC TIB 67; Rockville, MD) erhalten und in RPMI 1640-Medium,
das mit 10% durch hitzeinaktiviertem fötalem Kälberserum und 2 mM L-Glutamin
ergänzt
war, gehalten. Die Mono-Mac-6-Zelllinie (MM6) wurde von der Deutschen Sammlung
für Mikroorganismen
und Zellkulturen, Braunschweig, Deutschland, erhalten. Die MM6-Zellen
wurden in RPMI-1640,
das 10% (V/V) fötales
Kälberserum,
2 mM L-Glutamin, nicht essenzielle Aminosäuren, 1 mM Natriumbrenztraubensäure und
9 mg Rinderinsulin (Sigma Chem. Co, St. Louis, MO) pro ml enthielt,
gehalten. Die Zelllinien wurden routinemäßig getestet, um die Abwesenheit
von Mycoplasmakontamination sicherzustellen unter Verwendung des
Gen-Probe Mycoplasma
Rapid Detection Systems (Gen-Probe, San Diego, CA).
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Behandlung von Monozyten
mit Mikrokügelchen
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Die
J774- und MM6-Monozytenzelllinien wurden entweder mit Placebos (d.h.
Mikrokügelchen
ohne Wirkstoff, nur polymerer Träger)
oder mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchenpräparaten behandelt unter Verwendung
des unten beschriebenen Verfahrens. Bei einer Reihe von Versuchen
wurden nicht infizierte Monozyten verwendet, um die Aufnahme von
Mikrokügelchen
und die Freisetzung von Rifampicin aus Mikrokügelchen zu erreichen. In einer
anderen Reihe von Versuchen wurden mit M. tuberculosis H37Rv-infizierte Monozyten
verwendet, um die intrazelluläre
Wirksamkeit von mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchenpräparaten zu untersuchen. In
weiteren Versuchen wurden J774-Makrophagen
mit Rifampicin beladene Mikrokügelchen
24 Stunden lang aufnehmen gelassen; die Menge an Wirkstoff, die
während
des Aufnahmezeitraums abgegeben wurde, wurde untersucht. Diese Information
wurde dann verwendet, um die Wirksamkeit von Rifampicin, das in
Mikrokügelchenpräparaten
gegeben wurde, mit äquivalenten
Konzentrationen des freien Wirkstoffs zu vergleichen, die verwendet
wurden, um mit M. tuberculosis infizierte Makrophagen zu behandeln.
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Mono-Mac-6-Zellen
wurden auf 12-Napf-Gewebekulturplatten (Corning) mit einer Konzentration
von 4 × 105 Zellen/ml/Napf in MM6-Medium, das 1 % FBS
enthielt, ausplattiert. Drei Platten für jedes Präparat wurden eingesetzt, um
nach 2, 4 und 7 Tagen zu ernten. In neun Näpfe pro Platte wurden 40 μg rifampicinhaltige Mikrokügelchen
gegeben; drei Näpfe
pro Platte waren Kontrollen. Zur Zeit der Ernte wurde der Inhalt
jedes Napfs in sterile Makrophagenröhrchen überführt und mit 10.000 g 4 Minuten
bei 4°C
zentrifugiert. Die Überstände aus
jeweils drei Näpfen
wurden entnommen und in ein steriles 12 × 100 mm Pyrexröhrchen überführt, eingefroren
und lyophilisiert. Die mikroskopische Untersuchung von Überständen zeigte
die Abwesenheit von Makrophagen oder Mikrokügelchen.
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Die
J774-Makrophagen wurden in Falcon-12-Napf-Gewebekulturplatten in
einer Konzentration von 2 × 105 Zellen/Napf/ml plattiert. Nach 24 Stunden
wurde das Medium durch 1,0 ml Medium/Napf ersetzt, das nur 1 % FBS
enthielt. Versuchsnäpfen
wurden 40 μg
Mikrokügelchen
zugegeben. Die Proben wurden nach 2, 4 und 7 Tagen auf gleiche Weise,
wie die MM6-Proben, geerntet. Für
den biologischen Assay wurden lyophilisierte Proben wieder in 240 μl sterilem
Wasser (Sigma) suspendiert und auf Eis gehalten. 80-μl-Proben
aus jedem Pyrexröhrchen,
die äquivalent
dem Inhalt eines Napfs eines dreifachen Ansatzes waren, wurden auf Scheiben
absorbiert und bezüglich
der Wirkstoffaktivität
ausgewertet unter Verwendung des unten beschriebenen biologischen
Assays bzw. Tests.
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Test der Lebensfähigkeit
der Makrophagen
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Die
Zelllebensfähigkeit
wurde untersucht mithilfe eines modifizierten MTT-(3-[4,5-Dimethylthiazol-2-yl]-2,5-diphenyltetrazoliumbromid
[Thiazolylblau])-Cytotoxizitätstests
(Sigma).
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Biologischer Assay
-
Ein
biologischer Assay bzw. biologischer Test unter Verwendung von Staphylococcus
aureus (ATCC 29213) wurde entwickelt, um Rifampicinkonzentrationen
in Makrophagenkulturüberständen zu
bestimmen. Vorratslösungen
von Rifampicin in Methanol (Fisher) mit HPLC-Qualität wurden
hergestellt, Aliquots gebildet und bei –70°C eingefroren. Für den Test
wurden Standardlösungen
von Rifampicin in dem geeigneten Gewebekulturmedium der Makrophagenzelllinie
in doppeltem Ansatz hergestellt und untersucht mit Testproben, um eine
Standardkonzentrationskurve zu erstellen.
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Sterile
Filterpapierscheiben (13 mm Durchmesser, Schleicher & Schüll) wurden
aseptisch in einzeln bezeichnete Näpfe von 12-Napf-Gewebekulturplatten
gelegt und jeweils 80 μl
der Probe wurden auf der Scheibe absorbiert. Während der Herstellung wurden
die Platten auf kalte Tabletts gelegt. Die Gewebekulturplatten, die
imprägnierte
Scheiben enthielten, wurden auf 4°C
gekühlt,
bis zu ihrer Anwendung auf Agarplatten. Unter Verwendung der direkten
Koloniesuspensionsmethode (NCCLS, Dokument M2-A5, Bd. 13, #24, 1993)
wurde eine Suspension von Staphylococcus aureus (ATCC 29213) hergestellt
und so eingestellt, dass sie dem 0,5-McFarland-Trübheitsstandard
entsprach. Innerhalb von 15 Minuten nach Herstellung der Suspension
wurden 150 mm Mueller-Hinton-Agarplatten für das Wachstum des Rasens vorbereitet.
Die vorher beladenen Scheiben mit Makrophagenkulturüberständen ebenso
wie Standardwirkstoffkonzentrationen wurden aseptisch auf die geimpften
Platten aufgelegt unter Verwendung von sterilen Pinzetten und vorsichtig
gedrückt,
um einen gleichmäßigen Kontakt
mit dem Medium herzustellen. Die Platten wurden mit Parafilm versiegelt,
umgedreht und 18 bis 20 Stunden lang in einen Inkubator mit 37°C (ohne CO2) gestellt. Am Ende der Inkubationszeit
wurden die Zonen für
Wirkstoffstandards gemessen und eine Standardkurve erstellt. Die
Zonendurchmesser für Testproben
wurden gemessen und die Werte in den Computer eingegeben für eine Regressionsanalyse,
um die Menge an Wirkstoff in 80 μl
Makrophagenkulturüberstand
zu bestimmen. Der Wert wurde in μg
Wirkstoff/ml Makrophagenkulturüberstand
umgewandelt.
-
Bestimmung des Rifampicingehalts
in phagozytosierten Mikrokügelchen
-
J774-Makrophagen
wurden in einer Konzentration von 2 × 105 Zellen/ml/Napf
plattiert und in einen CO2-Inkubator bei
37°C gestellt.
Die Zellen wurden über
Nacht inkubiert, wonach das Medium durch Medium ersetzt wurde, das
1% Serum enthielt. Nach einer weiteren 24-stündigen Inkubation wurden zu
einem Satz Makrophagen (eine 12-Napfplatte) 150 μg Mikrokügelchen mit 1,4 Gew.-% Rifampicin
dosiert, zu einem zweiten Satz (eine 12-Napfplatte) wurden 150 μg Placebomikrokügelchen
dosiert und ein dritter Satz (eine 12-Napfplatte) wurde als Reagenzkontrolle
behalten. Nach 24-stündiger
Inkubation bei 37°C
wurden die anhaftenden Makrophagen dreimal gewaschen, um nicht phagozytosierte
Mikrokügelchen
zu entfernen (was durch mikroskopische Beobachtung gezeigt wird).
300 μl steriles
0,125% SDS in Wasser (Sigma) wurde jedem Napf zugegeben und die
Platten kurz mit der Hand geschüttelt.
Nach 20-minütiger
Inkubation bei 37°C
wurden die Inhalte von 4 Näpfen
in sterilen PYREX-Schraubverschlussröhrchen zusammengefasst. Die
Näpfe wurden
dreimal mit sterilem Wasser (Sigma) gewaschen, das in die Röhrchen gegeben
wurde. Dies führte
zu drei gepoolten Proben pro Platte. Die Proben wurden eingefroren
und lyophilisiert.
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Nach
der Lyophilisierung wurden 400 μl
Ethylacetat (zertifiziert, A.C.S., Fisher) in jedes Röhrchen gegeben
und die Röhrchen über Nacht
geschüttelt.
Ethylacetat löst
das Mikrokügelchenpolymer
und setzt Rifampicin frei. Die Röhrchen
wurden dann in einen Exsikkator gestellt und die Atmosphäre mit einer
Vakuumpumpe 6 Stunden lang evakuiert. Die Proben wurden dann mit
320 μl J774-Medium,
das 1 % Serum enthielt, rekonstituiert und der Rifampicin-Bioassay
durchgeführt,
wie oben beschrieben.
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Herstellung von Mycobakterien
zur Infektion
-
Vor
der Infektion von Monozytenzelllinie wurde Mycobacterium tuberculosis
H37Rv anfangs in Middlebrook 7H9 (Difco Laboratories, Detroit, Mich.),
das 0,5% Tween 80 (Sigma) und 10% Albumin-Dextrose-Katalase (ADC)
(Difco) enthielt, gezüchtet.
Nachdem die Mycobakterien die exponentielle Phase erreicht hatten, wurden
sie durch Verwirbeln mit Glaskügelchen
dispergiert und die Klumpen wurden 30 Minuten lang absetzen gelassen.
Der Überstand
wurde entfernt, Aliquots gebildet, bei –70°C eingefroren und dann aufgetaut
und zur Infektion verwendet durch Resuspension in einem geeigneten
Zellkulturmedium. Die tatsächlichen
CFUs/ml wurden bestimmt durch Erstellung von Reihenverdünnungen
in Dulbecco's PBS
(DPBS, Mediatech, Inc., Hemdon, VA) und Plattieren auf 7H 10-Agar.
-
Infektion von Monozyten
-
Vor
der Infektion wurden J774-Zellen auf eine Konzentration von 2 × 105 Zellen pro ml pro Napf in 12-Napf-Gewebekulturschalen
(Falcon) plattiert. Nachdem die Zellen über Nacht anhaften gelassen
wurden, wurde das Medium durch frisches Medium, das 1 Serum enthielt,
ersetzt, um die Zellvermehrung zu reduzieren. Nach 48 Stunden wurden
die anhängenden
Zellen mithilfe eines Okulargitters gezählt, um die Anzahl der Makrophagen
zu bestimmen. Mycobakterien wurden in RPMI-1640, das 1 % fötales Rinderserum
enthielt, suspendiert und die Suspension wurde in einzelne Näpfe mit
einer Dichte von 5 Mycobakterien pro Makrophage abgegeben. Infizierte
J774-Zellen wurden dann bei 37°C
in einer Atmosphäre,
die 5% Kohlendioxid enthielt, 4 Stunden lang inkubiert. Nach der
Inkubation wurde der Überstand
abgesaugt und die Zellen zweimal mit DPBS (Mediatech) gewaschen,
um nicht phagozytosierte Mycobakterien zu entfernen. Frisches Medium
(1,0 ml) mit oder ohne Mikrokügelchenpräparate oder
freies Rifampicin wurden dann jedem Napf zugegeben und die Versuche
bis zum Abschluss fortgesetzt. 1 ml frisches Medium wurde am Tag
4 zugefügt.
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Vor
der Infektion wurden die MM6-Zellen auf 8 × 105 Zellen
pro ml eingestellt und 0,5 ml pro Napf wurden in 12-Napf-Gewebekulturschalen
(Corning Costar Corp., Cambridge, Mass.) abgegeben. Die Mycobakterien
wurden dann den MM6-Zellen zugefügt,
um ein endgültiges
Verhältnis
von 20 Mycobakterien pro Makrophage zu erzielen mit einer Dichte
von 4 × 105 MM6 pro 1,0 ml pro Napf. Nach 4-stündiger Infektion
wurden die infizierten MM6-Zellen durch Zentrifugation (200 × g) gesammelt
und zweimal mit Dulbecco's
phosphatgepufferter Kochsalzlösung
(DPBS, Mediatech) gewaschen, um jegliche nicht phagozytosierten
Mycobakterien zu entfernen. Die Zellen wurden dann mit einer Dichte
von 4 × 105 Zellen pro 1,0 ml pro Napf wieder plattiert, wobei
geeignete Näpfe
Mikrokügelchenpräparate enthielten
und die Platten wurden bei 37°C
mit 5% Kohlendioxid inkubiert. 1 ml frisches Medium wurde am Tag
4 zugefügt
und die Infektion fortgesetzt bis zum CFU-Assay.
-
Bestimmung der CFU
-
Die
Bestimmung der CFU zur Stunde 0 wurde durchgeführt, indem zuerst die Monozyten
mit 0,25% (G/V) Natriumdodecylsulfat (SDS) in DPBS lysiert wurden,
dann Reihenverdünnungen
auf 7H10-Agarplatten plattiert wurden. Als Mittel, um die Viskosität zu verringern,
wurden 5 μl
(5 U Aktivität)
RQ DNase (Promega Corp., Madison, Wis.) mit MgSO4 (5
mM) in jeden Napf gegeben gefolgt von der Zugabe von SDS und die
Platten wurden bei 37°C
20 Minuten lang inkubiert. Das Plattierungsverfahren wurde nach
7 Tagen wiederholt und die CFU nach 10 bis 14 Tagen Inkubation der
Kulturen gezählt.
-
Ergebnisse von Beispiel
1
-
Eigenschaften von Mikrokügelchenpräparaten
-
Repräsentative
mit Rifampicin beladene Mikrokügelchen
werden in Tabelle 1 beschrieben. Die Präparate 5 und 6 wurden für weitere
Untersuchungen ausgewählt.
-
Tabelle
1: Repräsentative
Präparate
von mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchen
-
In-vitro-Freisetzung von
Mikrokügelchenpräparaten
-
Anfangs
wurden mit Rifampicin beladene Mikrokügelchenpräparate bezüglich der in-vitro-Freisetzung nach
2 Tagen ausgewertet. Bezogen auf diese Information und andere Eigenschaften,
einschließlich
Rifampicingehalt und Mikrokügelchengröße, wurden
dann Präparate
ausgewählt
für die
Auswertung einer längeren in-vitro-Freisetzung
(Tabelle 1). Um zu den 7-tägigen
Makrophagenversuchen zu passen, wurde die längere Freisetzung 6 Tage lang
ausgewertet. Die Präparate
4, 5 und 6 wurden für
diese verlängerten
Untersuchungen ausgewählt,
die in 1 angegeben sind. Die Präparate 5 und 6 erzeugten die
besten in-vitro-Freisetzungsmuster, was nach 6 Tagen zu 21 bzw.
12% kumulativer in-vitro-Wirkstofffreisetzung führte (1).
-
Mikrokügelchengrößenverteilung und Oberflächenmorphologie
-
Bei
jedem Mikrokügelchenpräparat wurden
die Größenverteilung
und Oberflächenmorphologie
ausgewertet, um optimale Abgabeeigenschaften an Makrophagen sicherzustellen.
Die Größenverteilung
für die
Präparate
5 und 6 ist in den 2A und 2B angegeben.
Die Oberflächenmorphologie
des Mikrokügelchenpräparats 5
ist in den 3A und 3B gezeigt.
-
Freisetzung von Rifampicin
aus Makrophagen, die mit verschiedenen Mikrokügelchenpräparaten behandelt wurden
-
Bevor
die Versuche durchgeführt
wurden, um die Wirksamkeit von mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchen
auf intrazellulär
replizierende Mycobakterien festzustellen, war es notwendig, die
Freisetzungseigenschaften von Mikrokügelchenpräparaten innerhalb der Makrophagen
zu bestimmen. Drei Präparate
wurden für diesen
Zweck ausgewählt,
die Präparate
5, 6 und 7 (Tabelle 2). Jedes dieser Präparate wird in Tabelle 1 beschrieben.
-
Von
den drei Präparaten
lieferte Präparat
5 das beste Freisetzungsmuster sowohl bei der MM6- als auch der
J774-Monozytenzelllinie (Tabelle 2). Am Ende der 7 Tage lieferte
die Freisetzung aus diesem Präparat
eine um 2,6- bzw. 8,1-fach größere Konzentration
an Rifampicin in MM6, als die Präparate
6 bzw. 7 (Tabelle 2). In J774 war die Freisetzung aus Präparat 5
am Ende der 7 Tage um das 2,7- bzw. 1,5-fache größer als aus den Präparaten
6 bzw. 7 (Tabelle 2). Aus diesem Grund wurde Präparat 5 für intensivere Untersuchungen
an Makrophagen ausgewählt.
-
Tabelle
2 Freisetzungseigenschaften
von mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchenpräparaten in MM6- und J774-Monozytenzelllinien.
Die Versuche wurden 7 Tage lang durchgeführt. Die Rifampicinkonzentration
in Zellüberständen wurde
mithilfe eines biologischen Assays quantitativ ausgewertet. Jeder
Versuch wurde dreifach durchgeführt
und ist als Mittelwert ± Standardabweichung
des Mittelwertes (SEM) angegeben
-
Tests zur Makrophagenlebensfähigkeit
-
Um
die Wirkungen von Mikrokügelchenpräparaten
auf Makrophagen zu untersuchen, wurden Lebensfähigkeitstests mit der MM6-Humanmonozytenzelllinie
durchgeführt.
Die Wirkung von freiem Wirkstoff und äquivalentem Wirkstoff, der über Mikrokügelchen
abgegeben wird, auf die Makrophagenlebensfähigkeit ist in Tabelle 3 angegeben.
Die MIC für
den M. tuberculosis H37Rv-Stamm, der bei dieser Untersuchung verwendet wurde,
ist 0,06 bis 0,25 μg/ml.
Drei Dosen wurden getestet aufgrund des höheren MIC-Werts und es waren 0,25,
0,75 und 2,0 μg/ml.
Zur Behandlung mit Mikrokügelchenpräparaten
wurden äquivalente
Dosen verwendet bezogen auf den Beladungsprozentanteil für das spezielle
Präparat.
In diesem Fall enthielt das Präparat 1,4
Gew.-% Rifampicin (Präparat
5, siehe oben), daher waren 18, 54 bzw. 143 μg Mikrokügelchenpräparat notwendig, um ausreichend
Rifampicin für
MIC-, Dreifach-MIC- (3 × MIC)
und Achtfach-MIC- (8 × MIC)-Konzentrationen abzugeben
(Tabelle 3).
-
Tabelle
3 Wirkung
von mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchen auf die Lebensfähigkeit
von Makrophagen am Ende einer 7-tägigen Dosierung. Mikrokügelchenpräparat 5
(1,4 Gew.-% Rifampicin) wurde in diesen Versuchen verwendet
-
In
vorherigen Versuchen (Daten nicht gezeigt) wurde das untere Ende
des MIC-Bereichs (0,06 μg/ml) für mit Rifampicin
beladene Mikrokügelchen
verwendet. Es wurde jedoch aufgrund des Prozentanteils der Freisetzung
aus Mikrokügelchen
während
des Versuchszeitraums eine Reduktion des mycobakteriellen intrazellulären Wachstums
beobachtet, aber diese war nicht signifikant. Bei höheren MIC-Äquivalenten,
die in Tabelle 3 dargestellt sind, war es möglich, signifikante Reduktionen
im mycobakteriellen Wachstum mit den Mikrokügelchenpräparaten zu erhalten (siehe 4). Bei diesen Konzentrationen wurde beobachtet,
dass Rifampicin, das von Mikrokügelchen
abgegeben wird, eine reduzierte Toxizität hatte, im Vergleich zu Rifampicin,
das in äquivalenten
Konzentrationen extrazellulär
abgegeben wurde (Tabelle 3).
-
Wirksamkeit von mit Rifampicin
beladenen Mikrokügelchen
auf das intrazelluläre
Wachstum von M. tuberculosis
-
Die
antimycobakterielle Wirksamkeit von mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchen
wurde sowohl in Maus-J774- als auch Human-MM6-Monozytenzelllinien
untersucht. Nach Infektionen der monozytischen Zelllinie mit M.
tuberculosis H37Rv wurden Zellen entweder mit Rifampicin, das direkt
dem Kulturmedium zugegeben wurde, oder mithilfe von wirkstoffbeladenen
Mikrokügelchen
behandelt. Infizierte Zellen wurden mit Rifampicinkonzentrationen
behandelt, die der MIC (d.h. 0,25 μg Rifampicin/ml) und der 3-
und 8-fachen MIC-Konzentration
(d.h. 0,75 bzw. 2,0 μg
Rifampicin/ml) (4) entsprachen.
-
In
der J774-Mauszelllinie wurde eine signifikante Reduktion der CFUs
(P < 0,001) für alle drei
Konzentrationen von Rifampicin, die als freier Wirkstoff gegeben
wurden, beobachtet (4A). Für Rifampicin, das in Mikrokügelchenpräparat 5
(1,4 Gew.-%) abgegeben wurde, führten
die 3 × MIC-
und 8 × MIC-Konzentrationen beide
zu signifikanten Reduktionen der CFUs (P < 0,001) nach 7 Tagen (4A).
Die mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchen, die in einer Konzentration äquivalent
der MIC (d.h. 0,25 μg/ml)
gegeben wurden, verursachten keine signifikante Reduktion der CFUs
nach 7 Tagen (4A). Extrapoliert aus Daten,
die in Tabelle 2 dargestellt sind, wurde jedoch nur 8% des Rifampicins
aus den Mikrokügelchenpräparaten
am Tag 7 freigesetzt. Trotzdem wurde eine signifikante Reduktion
der CFUs beobachtet bei Mikrokügelchen,
die mit 3 × MIC entsprechendem
und 8 × MIC
entsprechendem Rifampicin beladen waren. Bei der MM6-Zelllinie wurde
eine signifikante Reduktion der CFUs bei allen Konzentrationen an
freiem Rifampicin (P < 0,001)
ebenso wie bei äquivalenten
Konzentrationen von mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchen
(P < 0,05, < 0,001 bzw. < 0,001 für MIC, 3 × MIC bzw.
8 × MIC)
beobachtet (4B).
-
Wirksamkeit der Wirkstoffabgabe
durch Mikrokügelchen
im Vergleich zu freiem Wirkstoff
-
Mehrere
Versuche wurden durchgeführt,
um (1) die Menge an Rifampicin, die an Makrophagen abgegeben wurde
mit Mikrokügelchen
nach 24 Stunden Füttern
vor der Infektion zu bestimmen und (2) die Wirksamkeit dieser Dosis
mit einer äquivalenten
Dosis an freiem Wirkstoff zu vergleichen. Zuerst ließ man die J774-Mausmakrophagenzelllinie
mit Rifampicin beladene Mikrokügelchen
(Präparat
5, 1,4 Gew.-% Rifampicin) 24 Stunden lang phagozytosieren. Unter
Verwendung des biologischen Assays wurde die mittlere Konzentration
an Rifampicin, die von den Mikrokügelchen abgegeben wurde, als
0,094 ± 0,003 μg/Napf (n
= 9) bestimmt. Diese Information wurde dann verwendet, um drei aufeinander
folgende Versuche in dreifachem Ansatz durchzuführen, um die Wirksamkeit äquivalenter
Dosen von Rifampicin, die extrazellulär gegeben wurden, zu vergleichen.
In jeder Gruppe wurden J774-Zellen mit M. tuberculosis H37Rv infiziert
und entweder nicht behandelt, mit freiem Rifampicin behandelt oder
mit mit Rifampicin beladenem Mikrokügelchenpräparat 5 behandelt. Die experimentellen
Daten für
alle drei Versuche sind in den 5A bis
C angegeben. Die mittlere freie Wirkstoffkonzentration, die verwendet
wurde, um infizierte Makrophagen zu behandeln, war 0,09 ± 0,002 μg Rifampicin/Napf
(n = 9) und die mittlere Konzentration von Rifampicin, die durch
Gesamtfreisetzung aus Mikrokügelchen
abgegeben wurde, war 0,097 ± 0,008
mg/Napf (n = 9). In jedem Versuch konnten Dosen von Rifampicin,
die mithilfe von Mikrokügelchenpräparaten
abgegeben wurden, die CFUs signifikant reduzieren verglichen mit
nicht behandelten Kontrollen (P wurde bestimmt als ≤ 0,001 für jeden
Versuch) (5A–C). Dosen von Rifampicin,
die von Mikrokügelchen
abgegeben wurden, konnten CFUs signifikant vermindern im Ver gleich
zu äquivalenten
Dosen, die als freier Wirkstoff gegeben wurden (P wurde bestimmt
als ≤ 0,001
für jeden
Versuch) (5A–C).
-
Beispiel 2: In-vivo-Mausstudien
-
Herstellung von großen (> 10 um) Mikrokügelchen
für eine
verlängerte
Freisetzung von Rifampicin
-
Das
Verfahren, das verwendet wurde, um große Mikrokügelchen herzustellen, die vorgesehen
waren, um Rifampicin über
längere
Zeit freizusetzen, war ähnlich
dem Verfahren, das verwendet wurde, um die kleinen Mikrokügelchen
herzustellen, die in Beispiel 1 beschrieben wurden. Eine Trägerlösung wurde
hergestellt, indem 4,0 g DL-PLG in 16,0 g organischem Lösungsmittel,
in diesem Fall Methylenchlorid oder Ethylacetat, gelöst wurden.
Ungefähr
1 g Rifampicin wurde in die Trägerlösung eingeleitet
und wiederum wurde nach sorgfältigem
20 ± 10
Sekunden langen Vermischen eine homogene Lösung erhalten. Die Rifampicin/DL-PLG-Lösung wurde
in ein wässriges
Prozessmedium eingeleitet, das aus 2,0 Gew.-% PVA bestand. Eine
Emulsion wurde gebildet unter Verwendung eines Standardlabormischers
und wiederum in 5,0 l Wasser überführt. Die entstehenden
Mikrokügelchen
wurden über
Standard-ASTM-Mesh-Sieben (Fisher Scientific) gesammelt.
-
Mikrokügelchen
wurden durch Gammabestrahlung (25 kGy) vor der Verwendung in Mäusen sterilisiert.
Jede Mikrokügelchencharge
wurde auf Wirkstoffgehalt durch spektrofotometrische und HPLC-Assays, auf
Größe, mit
Standardverfahren unter Verwendung eines Malvern Teilchengrößenanalysegeräts und Abgabeeigenschaften
vor der Verwendung in Mäusen
analysiert. Passende Placebopräparate
wurden für
jedes mit Wirkstoff beladene Präparat
hergestellt. Beispielhafte Formulierungen, einschließlich des
beobachteten Wirkstoffgehalts (Gew.-%), Größe und in-vitro-Freisetzungseigenschaften
sind in Tabelle 4 und 6 angegeben.
-
Tabelle
4: Repräsentative
Präparate
von mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchen
-
Die
Mikrokügelchenpräparate wurden
auch bezüglich
der Oberflächenmorphologie
und Größenverteilung
ausgewertet, um optimale Abgabe- und Freisetzungsparameter sicherzustellen.
Die typische Morphologie der großen Mikrokügelchen ist in den 7A und 7B dargestellt,
die einen Querschnitt eines beispielhaften großen Mikrokügelchens zeigen. Die Größenverteilungen,
bestimmt unter Verwendung eines Malvern-Teilchengrößenanalysegeräts sind
für die
Formulierungen 6 und 7 in den 8A und 8B angegeben.
-
Freies Rifampicinpräparat
-
Rifampicin
(Sigma Chemical Company, St. Louis) wurde auch als Suspension für eine tägliche orale Gabe
in einer Lösung
von 10% Dimethylsulfoxid (DMSO, Gewebekultur qualität, Sigma)
in steriler 0,9%iger Natriumchlorid-(zur Injektion, Baxter)-Lösung hergestellt.
-
Herstellung von kleinen
(1 bis 10 um) Rifamgicinmikrokügelchen
-
Kleine
Mikrokügelchen
wurden hergestellt, wie in den Chargen 5 und 6 von Beispiel 1.
-
Mycobakterielle Stämme
-
Mycobacterium
tuberculosis H37Rv (ATCC 27294, SRI #1345) wurden erhalten, wie
in Beispiel 1.
-
Biologischer Assay
-
Ein
biologischer Assay unter Verwendung von Staphylococcus aureus (ATCC
29213), im Wesentlichen wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde verwendet,
um Rifampicinkonzentrationen in Mausplasma zu bestimmen. Der biologische
Assay wurde leicht modifiziert, indem die Standardkurve für Rifampicin
in steril filtriertem Kontrollmausplasma anstelle von Kulturmedium
erstellt wurde.
-
Mäuse
-
Weibliche
CD-1-Mäuse
(14 bis 16 g) wurden von Charles River Laboratories erhalten und
auf einer Diät
von Teklad sterilisierbarem Laborfutter (Harlan) und Wasser in einer
Einrichtung mit biologischer Sicherheit Grad III während der
Studien gehalten.
-
Infektion und Behandlung
der Mäuse
-
Mäuse wurden über die
laterale Schwanzvene am Tag 0 mit ungefähr 105 lebensfähigen Bacilli
von Mycobacterium tuberculosis, Stamm H37Rv in einem Volumen von
0,1 ml 0,9% steriler Natriumchloridlösung geimpft. Wirkstoffbehandlungen
wurden ungefähr
2 bis 4 Stunden nach der Impfung gestartet. Jede Behandlungsgruppe
wies 10 Mäuse
auf. Präparate
aus kleinen Mikrokügelchen,
Placebo und mit Rifampicin beladen, wurden intraperitoneal an den
Tagen 0 und 7 in einer 32- bis 50-mg-Dosis, die in einem Volumen
von 0,25 ml steriler Kochsalzlösung
suspendiert war, unter Verwendung einer sterilen Tuberkulinspritze
mit einer 23-Gauge-Nadel injiziert. Präparate von großen Mikrokügelchen
aus den Chargen 6 und 7, Placebo und mit Rifampicin beladen, wurden
in einer 100-mg-Dosis, die in einem 0,5-ml-Volumen des Vehikels,
das aus 0,5 Gew.-% Carboxymethylcellulose mit 0,1 Gew.-% Tween 80
und 5 Gew.-% Mannit bestand, suspendiert war, nur am Tag 0 über den
dorsalen Thoracolumbarbereich unter Verwendung einer 18-Gauge-Nadel, die
an einer sterilen Tuberkulinspritze befestigt war, subcutan verabreicht.
Die Mäuse
wurden mit Ketamin-Xylazin (10 mg/100 g Körpergewicht bzw. 1,5 mg/100
g Körpergewicht,
intramuskulär
gegeben) während
der subcutanen Injektion unter allge meiner Anästhesie gehalten. Eine orale
Gabe von Rifampicin wurde täglich
von Tag 0 bis Tag 25 durchgeführt.
Eine Dosierungsrate von 0,1 ml pro 100 g Körpergewicht wurde täglich an
jede Maus je nach individuellem Gewicht mit einer Lösung von
Rifampicin verabreicht, was die folgenden Dosen lieferte: 36, 20,
10, 5, 1,25 und 0,42 mg/kg. Die Mäuse wurden genommen und erhielten
die Gabe unter Verwendung einer rostfreien Fütterungsnadel, die mit der
Tuberkulinspritze verbunden war. Alle Mäuse wurden täglich gewogen
und auf klinische Zeichen von Toxizität untersucht. Am Tag 26 wurden
die Mäuse
durch Kohlendioxidinhalation für
das aseptische Sammeln von Lungen und Milz getötet. Die Organe wurden einzeln
in sterilen Tekmarsäcken
eingefroren, aufgetaut, manuell homogenisiert mit einem Bayer-Roller,
verdünnt
mit steriler Kochsalzlösung,
die 0,05% Tween 80 enthielt, und auf mit OACD ergänztem 7HII-Middlebrook
Mycobacterium-Festagar
plattiert. Die Kolonien wurden nach 14 bis 21 Tagen Inkubation bei
37°C, 5%
CO2 in einem Inkubator gezählt.
-
Zur
Entnahme von Plasmaproben, die mit dem biologischen Assay untersucht
werden sollten, wurde das folgende Verfahren verwendet. Kurz gesagt,
wurden Mäuse
mit Ketamin-Xylazin-Anästhesie
anästhesiert für eine aseptische
Blutentnahme unter Verwendung einer sterilen Tuberkulinspritze mit
heparinisierter Nadel, um Volumina von 0,5 bis 1,0 ml Blut aus dem
Herzen abzuziehen. Die Mäuse
wurden sofort nach der Blutentnahme mit CO2 getötet. Das
Blut wurde kurz zentrifugiert und Plasma gesammelt und bis zum Test
bei –70°C eingefroren.
-
Wirkungen von Mikrokügelchenpräparaten
auf Mäuse
-
Allgemein
wurden alle Mikrokügelchenpräparate von
den Mäusen
gut toleriert. Bei kleinen Mikrokügelchen wurde eine leichte
Reduktion des mittleren Körpergewichts
aufgezeichnet für
Gruppen, die kleine Placebo am Tag 3 erhielten (9A).
Einige dieser Tiere zeigten ein leicht belegtes Aussehen an den
Tagen 1 und 2. Am Tag 6 erschienen die Mäuse klinisch normal und hatten
ihr Gewicht wiedergewonnen. Mäuse,
die mit Placebo oder mit Rifampicin beladenen großen Mikrokügelchen
behandelt wurden, tolerierten die Präparate sehr gut (9B).
Alle Mäuse
zeigten normales klinisches Verhalten, nahmen weiterhin Futter und
Wasser auf und zeigten kein anomales Verhalten, das auf die Injektionsstellen
gerichtet war (z.B. Kauen, Beißen).
Nach der Tötung
zeigten die Untersuchungen nach dem Tod subcutane Ablagerungen von
Mikrokügelchen
bei Mäusen,
die die großen
Präparate
erhalten hatten. Mit Rifampicin beladene Präparate waren noch deutlich
orange, während
Placebopräparate
weiß waren.
Ebenso wurden intraperitoneale Mikrokügelchen in Mäusen beobachtet,
die kleine Präparate
erhalten hatten. Wiederum waren die mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchen
deutlich orange, während
Placebopräparate
weiß waren.
Intraperitoneal verabreichte Mikrokügelchen hafteten an verschie denen
Abdominalorganen, einschließlich
Milz, Leber und Darm. Die Gegenwart von Mikrokügelchen schien keine Adhäsionen oder
andere negative Zustände
zu verursachen.
-
Freisetzungseigenschaften
in Mäusen
-
Bevor
Versuche, die infizierte Mäuse
betrafen, durchgeführt
wurden, wurde die Freisetzung von mit Rifampicin beladenen Mikrokügelchen
in vivo quantitativ ausgewertet, um die Verwendung von Mikrokügelchen
in einem infizierten Tiermodell zu rationalisieren. Dies wurde erreicht,
indem Mäusen
entweder kleine oder große
Mikrokügelchenpräparate injiziert
wurden und freies Rifampicin oral verabreicht wurde und anschließend während eines
Versuchszeitraums, der das Doppelte des infizierten Tiermodells
von 26 Tagen war, die Plasmapegel kontrolliert wurden. 10 zeigt
die Ergebnisse dieses Versuchs.
-
Behandlung von mit M.
tuberculosis infizierten Mäusen
mit oralen und Mikrokügelchenpräparaten
von Rifampicin
-
Mäuse wurden
mit M. tuberculosis H37Rv infiziert und entweder mit oralen Dosen
von Rifampicin oder mit Mikrokügelchenpräparaten
von Rifampicin behandelt. Orale Dosen von Rifampicin wurden täglich bis
zu 25 Tage nach der Infektion in Mengen gegeben, die von 0,42 mg
Rifampicin/kg bis 10 mg Rifampicin/kg/Tag variierten. Für Mäuse, die
Rifampicin in Form von großen
Mikrokügelchen
erhielten, wurde nur eine Behandlung zum Zeitpunkt der Infektion
verabreicht. Für
Mäuse,
die Rifampicin durch kleine Mikrokügelchenpräparate erhielten, wurden zwei
Behandlungen gegeben. Eine wurde zum Zeitpunkt der Infektion gegeben
und eine wurde 7 Tage nach der Infektion gegeben. Keine andere Wirkstofftherapie
wurde den Mäusen,
die Mikrokügelchenpräparate erhielten,
gegeben. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 angegeben.
-
Ergebnisse von Beispiel
2
-
Bei
oraler Verabreichung von Rifampicin mit Konzentrationen von 0,42,
1,25 und 2,5 mg/kg wurde keine signifikante Reduktion von lebensfähigen M.
tuberculosis H37Rv 26 Tage nach Infektion beobachtet (Tabelle 5).
Bei Mäusen,
die orale Konzentrationen von 5,0 und 10 mg Rifampicin/kg erhielten,
wurden signifikante Reduktionen der lebensfähigen M. tuberculosis H37Rv
26 Tage nach Infektion beobachtet (Tabelle 5).
-
Tabelle
5 Mäuse, die
mit M. tuberculosis H37Rv infiziert sind und mit Rifampicin oral
behandelt wurden. Die Daten sind angegeben in log
10 CFU
-
Die
Behandlung von mit M. tuberculosis H37Rv-infizierten Mäusen mit
kleinem Mikrokügelchenpräparat alleine
führte
nicht zu einer signifikanten Reduktion der lebensfähigen Mycobakterien
nach 26 Tagen (Tabelle 6). Die Behandlung entweder mit dem großen Präparat oder
einer Kombination von kleinen und großen Formulierungen führte jedoch
zu einer signifikanten Reduktion von lebensfähigen M. tuberculosis H37Rv
26 Tage nach Infektion (Tabelle 6). Außerdem zeigten von 10 Mäusen, die
mit dem großen
Präparat
behandelt worden waren, zwei keine nachweisbaren CFUs am Tag 26
bei der geringsten Verdünnung
ausplattiert (10–3) (Tabelle 6). Ebenso
wurden bei 4 von 10 Mäusen,
die mit einer Kombination aus kleinen und großen Mikrokügelchen behandelt wurden, keine
nachweisbaren CFUs am Tag 26 nach 10–3-Verdünnung gezeigt
(Tabelle 6). Drei weitere Gruppen, die jeweils aus 10 infizierten
Mäusen
bestanden, erhielten Placebopräparate
von kleinen, großen
bzw. kleinen plus großen
Mikrokügelchen.
Es wurde keine signifikante Reduktion der CFUs in diesen Gruppen
26 Tage nach Infektion beobachtet (Daten nicht gezeigt).
-
Tabelle
6 Mäuse, die
mit M. tuberculosis H37Rv infiziert waren und mit kleinen (Präparat S6,
1,8 Gew.-%), großen
(Präparat
7, 25,7 Gew.-%) bzw. kleinen und großen Mikrokügelchen (Präparate S6 bzw. 7) behandelt
wurden. Die Daten sind angegeben in log
10 CFU
in Lungen
-
Plasmapegel
an Rifampicin in mit Mikrokügelchen
behandelten Mäusen
nach der Thera-Nach
dem oben beschriebenen Versuch mit einer M. tuberculosis-H37Rv-Infektion
wurden Plasmaproben von Mäusen direkt
nach dem Ende des Experiments verarbeitet. Plasmapegel von Rifampicin
wurden dann mit dem Bioassayverfahren quantitativ ausgewertet. 4
von 9 Mäusen
(44%), die nur mit dem Präparat
mit kleinen Rifampicinmikrokügelchen
behandelt worden waren, hatten nachweisbare Pegel von Rifampicin
im Plasma, in einem Bereich von 0,11 bis 0,20 μg/ml (Tabelle 7). 5 von 9 Mäusen, die
das kleine Präparat
erhalten hatten, hatten keine nachweisbaren Pegel von Rifampicin
(Tabelle 7). Plasma von Mäusen,
die nur mit dem Präparat
mit großen Rifampicinmikrokügelchen
behandelt worden waren, zeigte nachweisbare Pegel von Rifampicin
bei 6 von 9 (67%), in einem Bereich von 0,15 bis 2,69 μg/ml (Tabelle
7). In der Gruppe der Mäuse,
die eine Kombination aus kleinen und großen mit Rifampicin beladenen
Mikrokügelchen
erhielten, hatten 9 von 9 Mäusen
(100%) nachweisbare Pegel von Rifampicin in ihrem Plasma im Bereich
von 0,15 bis 2,69 μg/ml
(Tabelle 7).
-
Tabelle
7 Plasmapegel
in infizierten Mäusen
26 Tage nach Infektion (μg
Rifampicin/ml Plasma). Die kleinen bzw. großen Präparate waren S6 (1,8 Gew.-%)
bzw. 7 (25,7 Gew.-%).
-
Beispiel 3: In-vivo-Primatenstudien
-
Im
Fall von Tuberkulose bei Primaten liegt die MIC für Rifampicin
in einem Bereich von 0,06 bis –0,25 μg Rifampicin/ml.
Diese Konzentration kann bei Primaten, die mit Mycobacterium tuberculosis
H37Rv infiziert sind, erreicht werden unter Verwendung des folgenden
Injektionsplans:
| Tag
0: | 2.000
mg kleine Mikrokügelchen
(5,8 Gew.-% Rifampicin) intravenös
injizieren
Gesamtrifampicin = 116 mg |
| |
2.000
mg große
Mikrokügelchen
(23 Gew.-% Rifampicin) subcutan an mehreren Stellen injizieren
Gesamtrifampicin
= 460 mg |
| Tag
7: | 2.000
mg kleine Mikrokügelchen
(5,8 Gew.-% Rifampicin) intravenös
injizieren
Gesamtrifampicin = 116 mg
Gesamtrifampicin
abgegeben mit dieser Methode = 692 mg. |
-
Unter
Verwendung dieses Dosierungsplans wird Rifampicin bis zu 30 Tage
lang freigesetzt.
-
Diese
Dosierung erzeugt keine toxischen oder negativen Wirkungen bei nicht
infizierten Primaten. Eine fortgesetzte Behandlung bei Primaten
beinhaltet die folgenden Schritte:
- 1. Injektionsdosierungsplan
nach 30 Tagen wiederholen, unter der Annahme, dass die Primaten
keine negativen Reaktionen auf den Wirkstoff zeigten. Leberfunktion
etc. wird überwacht
und Sputumkulturen werden für
Tuberkelbazillen abgenommen.
- 2. Injektion wird alle 30 Tage wiederholt und die Primaten überwacht.
- 3. Dies wird mindestens 6 Monate lang fortgesetzt.
- 4. Primaten werden auf Zeichen von Tuberkulose überwacht.
-
Beispiel 4: Ergebnisse
für die
intrazelluläre
Wirksamkeit von mit Aconiazid beladenen Mikrokügelchen gegen M. tuberculosis
(Referenz)
-
Kleine
Mikrokügelchen
wurden mit 4 Gew.-% Aconiazid beladen unter Verwendung eines ähnlichen Präparats,
wie vorher für
Rifampicin beschrieben. Das Präparat
war 60:40 DL-PLG
mit Ethylacetat als Trägerlösungsmittel.
Die J774-Mausmonozytenzelllinie wurde mit M. tuberculosis H37Ra
infiziert unter Verwendung der vorher beschriebenen Verfahren. Kolonie
bildende Einheiten (CFUs) wurden sofort nach Infektion (Zeitpunkt
0) und 7 Tage nach Infektion bestimmt. Versuchsgruppen bestanden
aus (1) infizierten Makrophagen, die mit freiem Aconiazid in Konzentrationen
von 0,03 μg/ml,
0,1 μg/ml
und 0,3 μg/ml
behandelt worden waren, (2) infizierten Makrophagen, die mit freiem
Isoniazid in Konzentrationen von 0,03 μg/ml, 0,1 μg/ml und 0,3 μg/ml behandelt
worden waren und (3) infizierten Makrophagen, die mit äquivalenten
Konzentrationen von Aconiazid behandelt worden waren, mit dem kleine
Mikrokügelchen
(1 bis 10 μm)
beladenen worden waren. MIC für
M. tuberculosis H37Ra für
Isoniazid ist 0,03 μg/ml
und für
Aconiazid 0,1 μg/ml.
Die Ergebnisse sind in den 11A bis 11C gezeigt.
-
Beispiel 5: Kombinationstherapie
unter Verwendung von mit Rifampin beladenen Mikrokügelchen
und einem oralen Schema für
Isoniazid (Referenz)
-
M.
tuberculosis H34Rv wurde verwendet, um Mäuse zu infizieren und die statistische
Signifikanz wurde mit dem Mann-Whitney-U-Test bestimmt. Der Hauptzweck
dieses Versuchs war dreifach. Zuerst sollte ein Bereich an Dosen
für Isoniazid
etabliert werden, der sowohl wirksame als auch nicht wirksame Ergebnisse
enthielt. Dies würde
eine bessere statistische Auswertung der kombinierten Therapie mit
mit Wirkstoff beladenen Mikrokügelchen
zulassen. Zweitens die Auswertung kleiner Präparate von Rifampin, die 5,8
Gew.-% Rifampin enthielten. Drittens, um eine kombinierte Therapie
auszuwerten unter Verwendung eines oralen Dosierungsplans von freiem
Isoniazid plus mit Rifampin beladenen Mikrokügelchen. Das Versuchsprotokoll
ist unten angegeben (Tabelle 8) und die Ergebnisse sind in den Tabellen
9 bis 12 gezeigt.
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Tabelle
8 Versuchsprotokoll
für die
kombinierte Therapie unter Verwendung von Rifamin(RIF)-beladenen
kleinen Mikrokügelchen
und oraler Dosierungsplan für
freies Isoniazid (INH)
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Ergebnis der oralen Isoniazidtherapie
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Sowohl
bei Lungen als auch Milzen wurde ein Bereich an Wirksamkeit für die orale
Isoniazidtherapie erreicht (Tabellen 9 und 10). Im Hinblick auf
die Daten für
die Lunge (Tabelle 10) waren bei den meisten Platten die Zahlen
für Dosen
von 15, 12,5 und 6,25 mg/kg 0. Weil zwei oder drei Platten von zehn
CFUs zeigten, geben die Zahlen dies jedoch nicht tatsächlich wieder.
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Tabelle 9
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Mäuse (10/Gruppe)
wurden mit M. tuberculosis H37Rv infiziert und mit Isoniazid (INH)
behandelt. INH wurde täglich
25 Tage lang in sterilem Wasser oral gegeben. Die Lungen wurden
aufgearbeitet und die CFUs 26 Tage nach Infektion bestimmt. Die
Daten sind angegeben als log10. Die Ergebnisse
sind als Mittelwert und Standardabweichung (SD) und Wahrscheinlichkeit
(P) angegeben, bestimmt mit dem Mann-Whitney-U-Test. Kontrollmäuse erhielten
keine Behandlung. Die Dosierungen von INH sind angegeben als mg/kg.
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Tabelle 10
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Mäuse wurden
mit M. tuberculosis H37Rv infiziert und mit Isoniazid (INH) behandelt.
INH wurde täglich 25
Tage lang in sterilem Wasser oral gegeben. Die Milzen wurden verarbeitet
und die CFUs 26 Tage nach Infektion bestimmt. Die Daten sind angegeben
als log10. Die Ergebnisse sind als Mittelwert
und Standardabweichung (SD) und Wahrscheinlichkeit (P), bestimmt
mit dem Mann-Whitney-U-Test, angegeben. Kontrollmäuse erhielten
keine Behandlung. Die Dosierungen von INH sind als mg/kg angegeben.
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Die
Ergebnisse der Therapie mit kleinen Mikrokügelchen und der kombinierten
Therapie aus kleinen Mikrokügelchen
und oralem Isoniazid sind in den Tabellen 11 und 12 angegeben. Die
Ergebnisse zeigen, dass die Behandlung mit Mikrokügelchen,
die mit 50 mg Rifampin beladen sind (am Tag 0 und 7 gegeben) nicht
zu einer signifikanten Reduktion von CFUs in der Lunge (Tabelle
11) oder Milz (Tabelle 12) in dem Zeitraum von 26 Tagen der Untersuchung
führte.
Die Behandlung mit mit 100 mg Rifampin beladenen Mikrokügelchen
(am Tag 0 und 7 gegeben) führte
jedoch zu einer signifikanten Reduktion der CFUs am Ende des Versuchszeitraums
von 26 Tagen. Obwohl eine signifikante Reduktion von CFUs mit den
kombinierten Therapien (Tabelle 11 und 12) erreicht wurde, war es
nicht möglich,
signifikante Unterschiede zu dem oralen Dosierungsplan mit Isoniazid
(Tabellen 9 und 10) zu zeigen, weil signifikante Ergebnisse bereits
mit oralem Isoniazid allein erreicht wurden. Es ist jedoch wichtig
anzumerken, dass mit der kombinierten Therapie aus Mikrokügelchen
+ oralem Isoniazid (Tabellen 11 und 12) eine vollständige Eliminierung
von CFUs beobachtet wurde (außer
für 12,5
bei Lungen, Tabelle 11), wohingegen dies nicht der Fall war, wenn
nur der orale Isoniaziddosierungsplan verwendet wurde (Tabellen
9 und 10).
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Tabelle 11
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Mäuse wurden
mit M. tuberculosis H34Rv infiziert, wie oben beschrieben und mit
mit Rifampin beladenen Mikrokügelchen
allein oder in Kombination mit Isoniazid (INH) behandelt. Eine Gruppe
wurde mit 50 mg 5,8 Gew.-% kleinen Mikrokügelchen behandelt, das i.p.
am Tag 0 und 7 gegeben wurde (angegeben als 50 mg). Eine weitere
Gruppe wurde mit 100 mg 5,8 Gew.-% kleinen Mikrokügelchen
behandelt, gegeben i.p. am Tag 0 und 7 (angegeben als 100 mg). INH
wurde täglich
25 Tage lang in sterilem Wasser in den folgenden Konzentrationen
oral gegeben: 12,5, 6,25 und 3,125 mg/kg. Die Lungen wurden verarbeitet
und die CFUs 26 Tage nach Infektion bestimmt. Die Daten sind angegeben
als log10. Die Ergebnisse sind als Mittelwert
und Standardabweichung (SD) und Wahrscheinlichkeit (P) bestimmt
mit Mann-Whitney-U-Test angegeben. Die Kontrollmäuse erhielten keine Behandlung.
Die Dosierungen von INHs sind angegeben als mg/kg.
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Tabelle 12
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Die
Parameter sind die gleichen, wie in Tabelle 11, außer dass
die Daten CFUs zeigen, die aus der Milz erhalten wurden.
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Für die Isoniaziddosis,
die nicht zu einer signifikanten Reduktion der CFUs führte (3,125
mg/kg in der Milz, Tabelle 10), war es möglich, diese Ergebnisse statistisch
mit der kombinierten Therapie unter Verwendung der kleinen Mikrokügelchen
zu vergleichen. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass sowohl die
50-mg- als auch 100-mg-Dosis der kleinen Mikrokügelchen (gegeben am Tag 0 und
7) zu einer signifikanten Verbesserung der CFU-Reduktion führte im
Vergleich zu einer Therapie nur mit oralem Isoniazid (P = 0,0021
sowohl für 50
als auch 100 mg). Für
die orale Isoniazidtherapie (3,125 mg/kg, Tabelle 10) wurden 1,96
log10 CFUs beobachtet, wohingegen, wenn
sie mit 50- oder 100- mg-Mikrokügelchentherapie
kombiniert wurde, eine vollständige
Eliminierung der CFUs beobachtet wurde. Diese Ergebnisse belegen
deutlich den Nutzen der Mikrokügelchen
in einer kombinierten Therapie mit anderen antimycobakteriellen
Wirkstoffen.
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Schließlich zeigte
der Bioassay, dass Rifampinplasmapegel, die durch Rifampinmikrokügelchen
entstehen, MIC-Pegel um das 2- bis 4-fache während des Versuchs überschritten
und die Empfindlichkeitstests zeigten keine Veränderung der Wirkstoffempfindlichkeit
für M.
tuberculosis H34Rv.
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Beispiel 6: Ratten (Referenz)
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Versuche
mit Ratten wurden durchgeführt,
um zu bestimmen, ob die kleinen Mikrokügelchenpräparate sicher intravenös injiziert
werden können
(i.v.). Durch Trial-and-Error mit verschiedenen Präparaten
mit kleinen Mikrokügelchen
(8 Präparate
im Bereich von 1,76 bis 5,8 Gew.-% Beladung und Injektionen im Bereich
von 1,0 bis 320 mg) wurde festgestellt, dass bis zu 250 mg kleine
Mikrokügelchen
in 1,0 ml Fluid intravenös
injiziert werden können
ohne negative Nebenwirkungen. Außerdem lernten wir, dass die
Mikrokügelchenpräparate sicherer
gemacht werden können,
indem vor der Injektion gesiebt wird. Subcutane Injektionen der
großen
Mikrokügelchen
brachten keine Probleme bei den Ratten. Gewebeproben wurden 14 Tage
nach Injektion aus Lungen, Milz, Leber, Herz und Nieren von 6 verschiedenen
Ratten entnommen, nach i.v.-Injektion der maximalen Dosis (250 mg
der kleinen Mikrokügelchen
mit 5,8 Gew.-% Rifampin) und aufgearbeitet und mit histopathologischen
Standardtechniken und Anfärbungstechniken
gefärbt
(d.h. H&E). Die
Ergebnisse zeigen die Gegenwart von Mikrokügelchen in den Alveolarkapillarbetten
der Lungen, der Leber, Milz, von Herz und Niere. Milde bis mäßige Histiocytose
wurde in Leber und Milz bei einer von sechs Ratten beobachtet und
bei keiner Ratte wurden Läsionen
in den Lungen, Herzen oder Nieren beobachtet.
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Beispiel 7: Primaten
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Nach
Standardquarantäne
wurden drei männliche
und drei weibliche Cynomolgusprimaten (Macaca fascicularis) statistisch
in drei Gruppen von zwei (ein männliches
und ein weibliches pro Gruppe) Tieren vor der Untersuchung aufgeteilt.
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Aufbau
der Studie: 1) Kleine, mit 5,8 Gew.-% Rifampin beladene Mikrokügelchen
wurden auf dem intravenösen
Weg (i.v.) verabreicht und 2) große mit 23 Gew.-% Rifampin beladene
Mikrokügelchen
wurden auf dem subcutanen Weg (s.c.) verabreicht. Ein männliches
und ein weibliches Tier erhielten mikroverkapseltes Rifampin auf
dem i.v.-Weg nur an den Tagen 0 und 7. Ein männliches und ein weibliches
Tier erhielten mikroverkapseltes Rifampin auf dem s.c.-Weg nur am
Tag 0. Ein männliches
und ein weibliches Tier erhielten mikroverkapseltes Rifampin auf
dem i.v.-Weg an den Tagen 0 und 7 und auch auf dem s.c.-Weg am Tag
0. Urinproben wurden täglich
nach Behandlung gesammelt und Blutproben wurden alle 48 Stunden
genommen. Die Körpergewichte
wurden mindestens alle 48 Stunden ausgewertet und die klinische
Chemie für
Leberenzymanalyse wurde vor der Behandlung, ungefähr zur Halbzeit
während
des Versuchszeitraums und am Schluss der Studie durchgeführt. Gewebeproben
von der Gruppe, die s.c. und i.v. mikroverkapseltes Rifampin erhalten
hatte, wurden am Tag 31 für
43 Organe gesammelt. Das Injektionsprotokoll ist in Tabelle 13 aufgeführt.
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Tabelle 13
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Protokoll
für die
Injektion von mit Rifampin (RIF) beladenen Mikrokügelchenpräparaten
bei Primaten. Große
RIF-beladene Mikrokügelchenpräparate wurden
s.c. nur am Tag 0 injiziert. Kleine mit RIF beladene Mikrokügelchen
wurden i.v. an den Tagen 0 und 7 injiziert.
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Probennahmen
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Körpergewichte
wurden nach jeder Blutentnahme erhalten. Das Serum wurde aseptisch
entnommen und in Kryogläschen
bei –70°C gefroren
aufbewahrt. Die Gerinnsel wurden aufbewahrt. Urin wurde täglich bei allen
Tieren gesammelt. 1 ml Urinprobe wurde durch ein 0,2 μm Filter
filtriert vor der Aufbewahrung in Kryogläschen bei –70°C. Urinvolumen, Farbe und klinische
Beobachtungen der Tiere wurden jeden Morgen aufgezeichnet.
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Bioassay
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Serum
und Urinproben wurden auf biologisch aktives Rifampin untersucht.
Geeignete Kontrollen wurden verwendet, um die Abwesenheit jeglicher
hemmenden Substanz in Serum und Urinproben sicherzustellen.
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Klinische Beobachtungen
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Keine
signifikanten Veränderungen
im Körpergewicht
wurden während
des Versuchs festgestellt. Die klinische Chemie wurde durchgeführt an Blutproben,
die vor der Behandlung und an den Tagen 15 und 31 nach Behandlung
entnommen wurden. Die Blutchemie, die Alaninaminotransferase, Aspartataminotransferase
und alkalische Phosphatase einschloss, blieb während der Untersuchung im normalen
Bereich.
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Histopathologie
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Im
Großen
und Ganzen wurde bei allen Geweben beobachtet, dass sie normal waren.
Kleine Mikrokügelchen
wurden in mit H&E
gefärbten
Bereichen von Lunge, Milz, Leber, Niere beobachtet und große Mikrokügelchen
wurden in der Haut (von der Injektionsstelle) von beiden Tieren
beobachtet. Gewebereaktionen waren mild bis mäßig an der Haut an der Injektionsstelle
und schlossen Kapselbildung aus Fasergewebe mit einigen Histiozyten
und Fremdkörperriesenzellen
ein.
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Histiozytose
war mäßig in der
Milz mit merklichem Auftreten von Mikrokügelchen in der roten Pulpa. Die
gesamte andere Pathologie war normal.
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Die
Erfindung ist nicht auf spezifische synthetische Methoden, spezifische
pharmazeutische Träger oder
spezielle pharmazeutische Formulierungen oder Verabreichungspläne beschränkt, da
diese natürlich
variieren können.
In gleicher Weise dient die hier verwendete Terminologie nur dem
Zweck, spezielle Ausführungsformen
zu beschreiben und soll nicht beschränkend sein. Es ist für den Fachmann
auf diesem Gebiet selbstverständlich,
dass verschiedene Modifikationen und Variationen der vorliegenden
Erfindung gemacht werden können.
Andere Ausführungsformen
der Erfindung ergeben sich für
den Fachmann auf diesem Gebiet, wenn die Beschreibung und hier offenbarte
Durchführung
der Erfindung in Betracht gezogen werden. Die Beschreibung und die
Beispiele sind nur erläuternd.