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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Organopolysiloxan-Kautschuks, der gegebenenfalls einen geringen
Gehalt an Hydroxylgruppen in der endständigen Gruppen aufweist, wodurch
sich der Kautschuk für
verschiedene Siliconkautschukzusammensetzungen eignet.
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Wie
auf dem Gebiet der Erfindung allgemein bekannt, werden Organopolysiloxanpolymere
hergestellt, indem beispielsweise ein zyklisches Organosiloxan in
Gegenwart eines alkalischen Katalysators polymerisiert wird, wobei
der Katalysator zur Deaktivierung gegebenenfalls neutralisiert wird
(wie z.B. im US-Patent 5.130.399 beschrieben), und die flüchtigen
Stoffe aus dem Reaktionsprodukt abdestilliert werden. Der Polymerisationsgrad
eines solchen Polymers wird durch die Menge an niedermolekularem
Organopolysiloxan gesteuert, das als Endgruppenabstoppmittel dient.
Die Endgruppenstruktur des resultierenden Organopolysiloxans hängt zudem
von der Struktur des Endgruppenabstoppmittels ab. Es ist ebenfalls
bekannt, den Katalysator mittels thermischer Zersetzung vor der
Vakuumentfernung der flüchtigen
Stoffe zu deaktivieren: siehe z.B. EP-A-0.492.662.
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Das
oben beschriebene Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanen
hat jedoch den Nachteil, dass Spurenmengen an Wasser im Reaktanten
ebenfalls als Endgruppenabstoppmittel fungieren können. Dem
resultierenden Organopolysiloxan werden Hydroxylgruppen in die Endgruppe
eingeführt,
wodurch es zu einer Abwiechung von der gewünschten Endgruppe kommt. Wenn
ein solcher hochmolekularer Organopolysiloxan-Kautschuk mit endständigen Hydroxylgruppen
mit einem Verstärker,
wie z.B. Silica, zur Formulierung einer Siliconkautschukverbindung
vermischt wird, verursacht die Verbindung, dass es im Laufe der
Zeit aufgrund der Wechselwirkung zwischen endständigen Hydroxylgruppen des
Organopolysiloxan-Kautschuks und Hydroxylgruppen auf der Silicaoberfläche zu einem
Krepphärtungsphänomen kommt.
Die Siliconkautschukverbindung, die eine solche Krepphärtung unterlaufen
ist, muss vor der Anwendung in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt
werden, indem diese starken Scherkräften in einer Doppelwalzenmühle oder
in einem anderen Kneter ausgesetzt wird.
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In
einer Anwendung, bei der der Organopolysiloxan-Kautschuk als Basiskomponente
für eine
Siliconkautschukverbindung dient, ist der Organopolysiloxan-Kautschuk
vorzugsweise so ausgelegt, dass dessen Endgruppe aus einer Triorganosilylgruppe
besteht. Nichtsdestotrotz werden in die Endgruppen gegenwärtig verfügbarer Kautschuke
aufgrund oben erläuterter
Nebenfaktoren Hydroxylgruppen eingeführt. Die Herstellung des Organopolysiloxan-Kautschuks
erforderte eine Reduktion des Gehalts an Hydroxylgruppen.
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In
diesem Zusammenhang geht dem herkömmlichen Verfahren zur Herstellung
von Organopolysiloxan-Kautschuken im Allgemeinen eine Vorbehandlung
zur Entfernung von Spurenmengen an Wasser aus den Ausgangs Reaktanten,
wie z.B. zyklisches Organopolysiloxan und niedermolekulares lineares
Organopolysiloxan als Endgruppenabstoppmittel, voraus. Als typische
Vorbehandlungen gelten Blasen eines Inertgases wie Stickstoff in
die Reaktanten oder Trocknen der Reaktanten in Gegenwart eines Trockners,
wie z.B. Kieselgel oder Molekularsieb. Solche Vorbehandlungen erhöhen jedoch
die Anzahl der Schritte und verkomplizieren das Gesamtverfahren.
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Eine
bekannte Möglichkeit
zur Reduktion der Wirkung von Wasser in den Reaktanten ist in JP-A-58-69228
offenbart, das dem US-Patent 4.439.592 entspricht, worin ein Anteil
des zyklischen Organopolysiloxans in Gegenwart eines Polymerisationskatalysators
bei einer Temperatur abdestilliert wird, die zumindest 10°C unter der
Temperatur des Polymerisationsstarts liegt. Dieses Verfahren ist
aufgrund der erforderlichen komplexen Vorbehandlung des Reaktanten
ebenfalls beschwerlich.
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Ein
weiteres Verfahren zur Reduzierung von Hydroxylgruppen in den Organopolysiloxanendgruppen umfasst
die Zugabe eines Triorganohalogensilans und eines Hexaorganodisilazans,
wie in JP-A-60-49033 offenbart, die dem US-Patent 4.563.513 entspricht,
zur Neutralisierung des alkalischen Katalysators. Bei diesem Verfahren
werden die Hydroxylgruppen erfolgreich reduziert, wobei jedoch aufgrund
der Verwendung von Halogensilanen das Problem der Metallgerätekorrosion
entsteht.
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Deshalb
wird zur Herstellung von Organopolysiloxan-Kautschuken (oder Organopolysiloxanen
mit hohem Polymerisationsgrad) ein Verfahren bevorzugt, das eine
effektive Reduzierung des Gehalts an Hydroxylgruppen in den Endgruppen
ermöglicht.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung stellt gegebenenfalls ein neuartiges und verbessertes Verfahren
zur Herstellung eines Organopolysiloxan-Kautschuks mit einem geringen
Gehalt an Hydroxylgruppen in der Endgruppe und von beständiger Qualität in einfacher
und wirksamer Weise bereit.
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Die
Erfindung ist wie in Anspruch 1 dargelegt. Ein Organopolysiloxan-Kautschuk,
dessen Endgruppe im Wesentlichen frei von Hydroxylgruppen ist, kann überraschenderweise
auf einfache Weise ohne Vorbehandlung und auf gewerblich vorteilhafte
Weise ohne Bedenken bezüglich
Korrosion von Geräten
hergestellt werden, indem der Erhitzungsschritt bei subatmosphärischem
Druck, nämlich
bei 67 kPa (500 mmHg) oder geringer, stattfindet. Bei einem auf
diese Weise erhaltenen Organopolysiloxan-Kautschuk kommt es zu keinem Krepphärtungsphänomen, wenn
dieser zu einem Verstärker,
wie z.B. Silica, eingemischt wird, um eine Siliconkautschukzusammensetzung
zu formulieren. Der Kautschuk eignet sich als Basiskomponente für eine Vielzahl verschiedener
Siliconkautschukzusammensetzungen.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Gemäß dieser
Erfindung wird ein zyklisches Organopolysiloxan zusammen mit einem
linearen Organopolysiloxan, das mit einer Triorganosilylgruppe endständig blockiert
ist, in Gegenwart eines bestimmten thermisch zersetzbaren Polymerisationskatalysators
polymerisiert, um einen hochmolekularen Organopolysiloxan-Kautschuk
herzustellen.
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Als
Reaktanten kommen alle allgemein bekannten Verbindungen in Frage.
Das hierin bevorzugt verwendete zyklische Organopolysiloxan weist
nachstehende Formel (1) auf.
worin
R
1 und R
2 substituierte
oder unsubstituierte einwertige Kohlenwasserstoffgruppen und gegebenenfalls identisch
oder verschieden voneinander sind und m eine ganze Zahl von zumindest
3 ist.
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R1 und R2 sind vorzugsweise
substituierte oder unsubstituierte einwertige Kohlenwasserstoffgruppen mit
1 bis 12 Kohlenstoffatomen, insbesondere mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen,
z.B. Alkylgruppen, wie etwa Methyl, Ethyl und Propyl, Alkenylgruppen,
wie etwa Vinyl und Allyl, Arylgruppen, wie etwa Phenyl und Tolyl,
Aralkylgruppen, wie etwa Phenylethyl, Alkarylgruppen, und substituierte
Vertreter dieser Gruppen, worin einige oder alle Wasserstoffatome
durch Halogenatome, Cyanogruppen und andere Gruppen ersetzt sind,
wie etwa Chlormethyl, Trifluorpropyl, Cyanoethyl und α-Cyanophenylethyl.
Vorzugsweise sind R1 und R2 Methyl-,
Phenyl-, Vinyl- oder Trifluorpropylgruppen; m ist eine ganze Zahl
von zumindest 3, vorzugsweise von 3 bis 8, insbesondere 4.
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Veranschaulichende
Beispiele für
das zyklische Organopolysiloxan der Formel (1) umfassen zyklisierte
Dimethylsiloxane, wie z.B. Hexamethylcyclotrisiloxan und Octamethylcyclotetrasiloxan,
zyklisierte Methylvinylsiloxane, wie z.B. Tetramethyltetravinylcyclotetrasiloxan,
zyklisierte Diphenylsiloxane, wie z.B. Octaphenylcyclotetrasiloxan,
und zyklisierte Methyltrifluorpropylsiloxane, wie z.B. Trimethyltrifluorpropylcyclotrisiloxan. Davon
werden zyklisierte Dimethylsiloxane, wie z.B. Octamethylcyclotetrasiloxan,
aufgrund der Verfügbarkeit von
Ausgangsreaktanten, aus denen sie hergestellt werden, bevorzugt.
Die Verwendung von zyklisierten Dimethylsiloxanen in Kombination
mit zyklisierten Methylvinylsiloxanen wird bezüglich der Einführung von
Alkenylgruppen, die als Vernetzungsstelle dienen, ebenfalls bevorzugt.
Diese zyklischen Siloxane können
allein oder in Gemischen von zwei oder mehr verwendet werden; bevorzugt
wird ein Gemisch von zyklischen Siloxanen, das zumindest 40%, insbesondere
zumindest 60%, einer zyklischen Verbindung enthält, worin m = 4 ist.
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Diese
zyklischen Organosiloxane können
mittels allgemein bekannter Verfahren hergestellt werden. Dimethyldichlorsilan
wird beispielsweise hydrolysiert, um ein Gemisch von zyklisierten
Dimethylsiloxanen zu ergeben. Mittels optionaler Destillation kann
eine einfache Substanz isoliert werden.
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Das
niedermolekulare lineare Organopolysiloxan dient als Endgruppenabstoppmittel
zum Stoppen einer Polymerisationsreaktion, um das gewichtsmittlere
Molekulargewicht des resultierenden Organopolysiloxan-Kautschuks
einzustellen. Als geeignete allgemein bekannte Kettenabstoppmittel
dienen Vinylkettenabstoppmittel und Trialkylsiloxykettenabstoppmittel,
wie etwa Methylkettenabstoppmittel. Veranschaulichende Beispiele
für Endgruppenabstoppmittel
weisen die nachstehende Formel (2) auf.
worin R
3 bis
R
8 substituierte oder unsubstituierte einwertige
Kohlenwasserstoffgruppen und gegebenenfalls identisch oder verschieden
sind. Die von R
3 bis R
8 dargestellten
einwertigen Kohlenwasserstoffgruppen sind vorzugsweise jene mit
der gleichen Anzahl an Kohlenstoffatomen wie R
1 und
R
2 der Formel (1), wobei veranschaulichende
Beispiele davon die gleichen wie die zuvor angeführten sind. R
7 und
R
8 sind vorzugsweise Methyl oder Vinyl und
n eine ganze Zahl von 1 bis 200, vorzugsweise 10 bis 100, insbesondere
20 bis 80.
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Die
Endgruppenabstoppmittel können
allein oder in Gemischen von zwei oder mehr verwendet und gemäß dem Einsatzzweck
des Endprodukts ausgewählt
werden. Von den zuvor beschriebenen Abstoppmitteln werden Trialkylsiloxykettenabstoppmittel,
wie etwa Methylkettenabstoppmittel und Alkenylgruppen enthaltende
Alkylsiloxykettenabstoppmittel, wie etwa Vinylkettenabstoppmittel,
vorzugsweise verwendet.
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Die
verwendete Menge an niedermolekularem linearem Organopolysiloxan
oder Endgruppenabstoppmittel beträgt vorzugsweise etwa 0,0001
bis 10 Gewichtsteile, noch bevorzugter etwa 0,0001 bis 5 Gewichtsteile,
pro 100 Gewichtsteile des zyklischen Organopolysiloxans der Formel
(1).
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Die
in der Erfindung verwendeten Polymerisationskatalysatoren vom thermischen
Zersetzungstyp (d.h. thermisch zersetzbare Polymerisationskatalysatoren)
sind phosphoniumhältige
Organopolysiloxane. Die phosphoniumhältigen Organopolysiloxane können durch
Umsetzen von quaternären
Phosphoniumhydroxiden, wie z.B. n-Tetrabutylphosphoniumhydroxid,
Tetraphenylphosphoniumhydroxid und Tetramethylphosphoniumhydroxid,
mit Hexamethylcyclotrisiloxan hergestellt werden. Insbesondere werden
n-Tetrabutylphosphoniumhydroxid und Hexamethylcyclotrisiloxan in
einem Gewichtsverhältnis
von 1:10 vermischt und bei einer Temperatur von 40 bis 45°C unter einem
Druck von 4 kPa (30 mmHg) etwa 10 bis 20 Stunden lang umgesetzt. Das
Reaktionsgemisch wird vollständig
entwässert,
bis es durchsichtig wird. Die Umsetzung findet weiter unter einem
Druck von 2,7 kPa (20 mmHg) etwa 2 Stunden lang statt.
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Der
thermisch zersetzbare Polymerisationskatalysator wird vorzugsweise
in einer Menge von 1 bis 1.000 Gewichtsteilen, insbesondere 10 bis
500 Gewichtsteilen, pro 1 Million Gewichtsteile des zyklischen Organopolysiloxans
und niedermolekularen linearen Triorganosilyl-endständigen Organopolysiloxans
zusammen eingesetzt. Weniger als 1 ppm Katalysator reicht gegebenenfalls
nicht aus, um die Polymerisation voranzutreiben. Mehr als 1.000
ppm Katalysator kann wahrscheinlich dazu führen, dass sich die Entfernung
der verbleibenden Verbindungen als schwierig erweist oder kann das
Erscheinungsbild, den Geruch, die Hitzebeständigkeit und die Vernetzungseigenschaften
des resultierenden Siloxankautschuks negativ beeinflussen.
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Zur
Polymerisation oder Äquilibrierungsreaktion
unter Verwendung der oben beschriebenen Reaktanten kann eine herkömmliche
Temperatur- und Zeiteinstellung von beispielsweise etwa 80 bis 130°C und etwa ½ bis 2
Stunden herangezogen werden.
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Nach
Beendigung der Polymerisationsreaktion wird der verbleibende, thermisch
zersetzbare Polymerisationskatalysator im Reaktionsgemisch mittels
Wärmezersetzung
deaktiviert. Als Beispiele für
Deaktivierungsbedingungen dienen eine Temperatur von 130 bis 200°C, vorzugsweise
140 bis 180°C,
und eine Zeitdauer von ½ bis
2 Stunden. Gemäß der Erfindung
findet die Erhitzung des Polymerisationskatalysators zur Deaktivierung
unter subatmosphärischem
Druck statt.
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Im
Gegensatz zur herkömmlichen
thermischen Deaktivierung des Polymerisationskatalysators unter Atmosphärendruck
oder leicht höherem
Druck findet die thermische Deaktivierung in dieser Erfindung unter reduziertem
Druck unter Atmosphärendruck
statt, wodurch es zu einer effektiven Deaktivierung des Polymerisationskatalysators
und zur gleichzeitigen Entfernung des Wassergehalts aus dem Reaktionssystem
kommt. Der subatmosphärische
Druck liegt unter dem Atmosphärendruck,
vorzugsweise bei 67 kPa (500 mmHg) oder darunter, noch bevorzugter
bei 73 kPa (100 mmHg) oder darunter. Wenn der Druck während des
Erhitzens bei oder über
Atmosphärendruck
liegt, kann der Wassergehalt nicht vollständig entfernt werden, wodurch
es zur Bildung von Hydroxylgruppen in den Endgruppen kommt, womit
die Ziele der Erfindung verfehlt werden. Wenn das Polymerisieren
unter subatmosphärischem
Druck stattfindet, darauf jedoch kein Erhitzungsschritt folgt, ist es
unmöglich,
die Hydroxylgruppen zu entfernen, die als Ergebnis der Deaktivierung
des thermisch zersetzbaren Polymerisationskatalysators in die Endgruppen
eingeführt
werden können,
wodurch die Ziele der vorliegenden Erfindung verfehlt werden.
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Der
so erhaltene Organopolysiloxan-Kautschuk ist nun einsatzbereit.
Vor der Verwendung des Kautschuks ist es jedoch allgemein üblich, die
im Organopolysiloxan-Kautschuk
verbliebenen schwerflüchtigen Stoffe
(einschließlich
niedermolekulare Siloxane und Katalysatorzersetzungsprodukte) zu
entfernen. Dies bedeutet, dass empfohlen wird, nach der Deaktivierung
des thermisch zersetzbaren Polymerisationskatalysators die im Polymerisationsreaktionsprodukt
als Polymerisationsreste verbliebenen Cyclopolysiloxane und flüchtigen
Komponenten zu entfernen.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird ein Organopolysiloxan-Kautschuk mit einem mittleren Polymerisationsgrad
von zumindest 3.000, insbesondere zumindest 4.000, erhalten. Die
Obergrenze des mittleren Polymerisationsgrads ist nicht entscheidend,
wobei dieser üblicherweise
30.000 oder weniger beträgt.
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Der
so erhaltene Organopolysiloxan-Kautschuk verfügt über Endgruppen, von denen im
Wesentlichen alle mit Triorganosilylgruppen blockiert sind, die
von Triorganosilylgruppen an den Enden des niedermolekularen linearen
Organopolysiloxans stammen. Dies bedeutet, dass der Kautschuk in
den Endgruppen einen minimierten Gehalt an Hydroxylgruppen aufweist.
Der Kautschuk verfügt
auch über
ein relatives Viskositätsverhältnis von
bis zu 1,10, insbesondere von bis zu 1,05, das später definiert
wird.
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BEISPIELE
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Die
folgenden Beispiele dienen zur Veranschaulichung und nicht als Einschränkung der
Erfindung.
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Beispiel 1
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Ein
4-Liter-Reaktionsgefäß aus Edelstahl,
das mit einem Rührwerk,
einschließlich
Flügelblatt
und Motor, mit genügend
Drehmoment ausgestattet war, um eine hochviskose Flüssigkeit
zu rühren,
wurde mit 1.800 g Octamethylcyclotetrasiloxan und 9,6 g Vinyldimethylsilyl-endständigem Polydimethylsiloxan
mit einer Viskosität
bei 25°C
von 60 Centistokes befüllt
und über
einen Zeitraum von 1 Stunde auf 110°C erhitzt. Der Wassergehalt
in den Reaktanten betrug etwa 120 ppm. Nachdem die Temperatur 110°C erreicht
hatte, wurden 3 g Dimethylpolysiloxanat, das 10% Tetra-n-butylphosphoniumhydroxid
enthielt, zugesetzt. Die Polymerisationsreaktion fand statt, während das
Innere des Reaktionsgefäßes bei
Atmosphärendruck
und einer Temperatur von 110°C
gehalten wurde. Nach 30 Minuten wurden die Inhalte zur Analyse entnommen,
wonach sich herausstellte, dass das Produkt ein vollständig hohes
Molekulargewicht aufwies. Nachdem der Druck innerhalb des Reaktionsgefäßes auf
27 kPa (200 mmHg) reduziert worden war, wurde das Reaktionsgefäß auf eine
höhere
Temperatur von 150 bis 180°C
erhitzt und zur thermischen Zersetzung des Tetra-n-butylphosphoniumhydroxids
2 Stunden lang bei dieser Temperatur gehalten. Danach wurde der
Druck innerhalb des Reaktionsgefäßes langsam
auf 0,7 kPa (5 mmHg) oder darunter gesenkt, um die schwerflüchtigen
Stoffe über
einen Zeitraum von etwa 2 Stunden abzudestillieren. Das so erhaltene
Organopolysiloxan war ein farbloser klarer Kautschuk mit einem zahlenmittleren
Molekulargewicht von 500.000 und einem mittleren Polymerisationsgrad
von 6.500.
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Als
Nächstes
wurden 10 g Organopolysiloxan-Kautschuk in 90 g Toluol gelöst. Zu dieser
Toluollösung wurden
0,5 g Tetramethoxysilan und mehrere Tropfen Tetrapropyltitanat zugesetzt.
Die Viskosität
dieser Lösung
wurde zu Beginn und nach 1 Stunde gemessen, wobei die Viskosität nach 1
Stunde durch die Viskosität zu
Beginn geteilt wurde, um ein relatives Viskositätsverhältnis von 1,02 zu ergeben.
Das relative Viskositätsverhältnis von
annähernd
1 bedeutet, dass es aufgrund der fast vollständigen Abwesenheit von Hydroxylgruppen
im Organopolysiloxan-Kautschuk zu geringen Kondensationsreaktionen
zwischen den Methoxygruppen im Tetramethoxysilan und den Hydroxylgruppen
kam, was zu geringen Viskositätsänderungen
führte.
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Vergleichsbeispiel 1
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Ein
Reaktionsgefäß wurde
mit den gleichen wie in Beispiel 1 verwendeten Mengen Octamethylcyclotetrasiloxan
und Vinyldimethylsilyl-endständigem
Polydimethylsiloxan befüllt.
Das Reaktionsgefäß wurde
in einem Stickstoffstrom auf eine Temperatur von 110°C erhitzt.
Die Reaktanten wurden in einem kontinuierlichen Stickstoffstrom
1 Stunde lang getrocknet. Der Wassergehalt in den Reaktanten betrug
etwa 20 ppm. Danach wurde die gleiche wie in Beispiel 1 verwendete
Menge Dimethylpolysiloxanat, das 10% Tetra-n-butylphosphoniumhydroxid
enthielt, zugesetzt. Es wurde eine Reihe von Schritten von der Polymerisationsreaktion
bis zur thermischen Zersetzung des Tetra-n-butylphosphoniumhydroxids
wie in Beispiel 1 durchgeführt,
mit der Ausnahme, dass diese unter Atmosphärendruck stattfanden. Auf diese
Weise wurde ein Organopolysiloxan-Kautschuk hergestellt.
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Der
Organopolysiloxan-Kautschuk wies ein zahlenmittleres Molekulargewicht
von 320.000 und einen mittleren Polymerisationsgrad von 4.500 auf.
Die Viskositätsmessung
erfolgte auf gleiche Weise wie in Beispiel 1, was ein relatives
Viskositätsverhältnis von
1,27 ergab. Das relative Viskositätsverhältnis von 1,27 lässt darauf
schließen,
dass, obwohl die Reaktanten zuvor getrocknet worden sind, der Wassergehalt
in den Reaktanten noch nicht an den Enden des Organopolysiloxans
eingeführt
worden war, um Hydroxylgruppen zu bilden.
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Beispiel 2
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Ein
Reaktionsgefäß wurde
mit den gleichen wie in Beispiel 1 verwendeten Mengen Octamethylcyclotetrasiloxan
und Vinyldimethylsilyl-endständigem
Polydimethylsiloxan befüllt.
Das Reaktionsgefäß wurde
etwa 1 Stunde lang auf eine Temperatur von 110°C erhitzt. Der Wassergehalt
in den Reaktanten betrug etwa 130 ppm. Nachdem die Temperatur 110°C erreicht
hatte, wurden 3 g Dimethylpolysiloxanat, das 10% Tetra-n-butylphosphoniumhydroxid
enthielt, zugesetzt. Die Polymerisationsreaktion fand statt, während das
Innere des Reaktionsgefäßes bei
Atmosphärendruck
und einer Temperatur von 110°C
gehalten wurde. Die anschließenden
Schritte erfolgten wie in Beispiel 1 mit der Ausnahme, dass das
Innere des Reaktionsgefäßes bei
reduziertem Druck von 6,7 kPa (50 mmHg) und einer Temperatur von
150 bis 180°C
gehalten wurde. Auf diese Weise wurde ein Organopolysiloxan-Kautschuk
hergestellt.
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Der
Organopolysiloxan-Kautschuk wies ein zahlenmittleres Molekulargewicht
von 520.000 und einen mittleren Polymerisationsgrad von 6.700 auf.
Die Viskositätsmessung
erfolgte auf gleiche Weise wie in Beispiel 1 und ergab ein relatives
Viskositätsverhältnis von
1,00.
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Die
Ergebnisse der Beispiele 1 und 2 sowie des Vergleichsbeispiels 1
sind in Tabelle 1 angeführt.
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Wie
aus Tabelle 1 hervorgeht, weisen die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Organopolysiloxan-Kautschuke der Beispiele 1 und 2
ein geringeres relatives Viskositätsverhältnis als jenes des Vergleichsbeispiels
1 auf, insbesondere ein relatives Viskositätsverhältnis von annähernd 1.
Es wurde bestätigt,
dass ein Organopolysiloxan-Kautschuk, der über eine Endgruppe mit einem
minimierten Gehalt an Hydroxylgruppen verfügt, in effizienter Weise ohne
eine erforderliche Vorbehandlung der Reaktanten erhalten wird.
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Es
ist ein Verfahren zur Herstellung eines Organopolysiloxan-Kautschuks
beschrieben worden, worin die Bildung von Hydroxylgruppen in den
Endgruppen des Organopolysiloxan-Kautschuks beachtlich besser gesteuert
werden kann, indem einfach eine Katalysatordeaktivierung unter reduziertem
Druck durchgeführt wird,
ohne dabei einer komplizierten Vorbehandlung, wie etwa Trocknen
der Reaktanten, zu bedürfen
und ohne Bedenken bezüglich
der Korrosion von Geräten.
Wenn der Organopolysiloxan-Kautschuk zu einem Verstärker wie
Silica eingemischt wird, um eine Siliconkautschukzusammensetzung
zu formulieren, kommt es bei der Zusammensetzung zu keinem Krepphärtungsphänomen. Das
Verfahren eignet sich auf gewerblich vorteilhafte Weise erfolgreich
zur Herstellung eines Qualitätsorganopolysiloxan-Kautschuks.
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Obwohl
einige bevorzugte Ausführungsformen
beschrieben wurden, können
viele Modifizierungen und Variationen im Lichte der obigen Lehren
durchgeführt
werden. Es versteht sich daher, dass die Erfindung auch anders als
spezifisch in den Beispielen beschrieben in die Praxis umgesetzt
werden kann.
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Es
ist anzumerken, dass bezüglich
der hierin verwendeten Druckwerte die in mmHg angegebenen Werte
die ursprünglichen
Werte und die in kPa angegebenen Werte nachträgliche formale Umrechnungen
darstellen.