DE701177C - Melk- und Milchtransportkanne - Google Patents
Melk- und MilchtransportkanneInfo
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- DE701177C DE701177C DE1936G0093593 DEG0093593D DE701177C DE 701177 C DE701177 C DE 701177C DE 1936G0093593 DE1936G0093593 DE 1936G0093593 DE G0093593 D DEG0093593 D DE G0093593D DE 701177 C DE701177 C DE 701177C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J9/00—Milk receptacles
- A01J9/02—Milk receptacles with straining or filtering devices
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Environmental Sciences (AREA)
- External Artificial Organs (AREA)
Description
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Milch nicht nur beim Melken vor einer
Infektion zu schützen, sondern auch die frisch gemolkene Milch möglichst lange genußfähig zu 'halten. Diesem Zweck dient
eine Melk- und Milchtransportkanne mit einer Schutzgas füllung, bei der nach der Erfindung
in den mit einem Deckel gasdicht verschließbaren, eingeschnürten Kannenhals ein
konischer Einsatz dicht eingesetzt ist, der in der Durchtrittsöffnung ein auswechselbares
Filter trägt und anschließend daran einen konischen Ansatz mit einer unteren Mündung
von verhältnismäßig kleinem Durchmesser besitzt.
Durch diese Ausbildung ist es möglich, eine und dieselbe Kanne sowohl zum Melken
als auch zum Aufbewahren der frisch gemolkenen Milch zu benutzen. Das vorer-
ao wähnte Filter hat hierbei zwei verschiedene Funktionen zu erfüllen, indem es einerseits
dazu dient, Unreinigkeiten in der eingemolkenen Milch zurückzuhalten, und andererseits
dafür sorgt, daß beim Öffnen des Deckels das
«5 Schutzgas aus der Kanne nicht frei entweicht,
sondern vielmehr nur durch die eingemolkene Milch allmählich durch das Filter verdrängt
wird. Das bisher notwendige Umschütten der Milch von der Melkkanne in eine Transportkanne
ist also nicht mehr erforderlich.
Es hat sich nämlich herausgestellt, daß gerade durch dieses Umschütten der hohe, in der
frisch gemolkenen Milch vorhandene Kohlensäuregehalt, der einen natürlichen Schutz
gegen Bakterienbildung darstellt, fast vollständig verlorengeht.
Bei den bekannten Melkkannen oder Milchtransportkannen
ist es nicht möglich, in eine und dieselbe Kanne die Milch einzumelken und in dieser Kanne längere Zeit aufzubewahren
bzw. zu transportieren. Die bekannten Melkkannen waren entweder nur zum Melken eingerichtet und dementsprechend mit
einem beliebigen Filter, jedoch nicht mit einem gasdicht schließenden Deckel versehen;
die Milchtransportkannen andererseits sind zum Teil dicht verschließbar, haben jedoch
keinen Filtereinsatz.
Es ist zum Beispiel ein Melkeimer bekannt, bei dem in einem eimerförmigen Behälter ein
konischer Trichter eingesetzt ist, an dessen unterem Ende Siebböden vorgesehen sind,
zwischen denen ein Filtermaterial angeordnet sein kann. Dieser Melkeimer ist weder zum
Ferntransport, z. B. zur Molkerei auf Wagen, noch für die Anwendung einer Schutzgasatmosphäre
geeignet, da ein gasdichter Deckel nicht vorgesehen ist und außerdem das untere Sieb nicht ohne Herausnahme des konischen
Trichters abgenommen werden kann.
Bei einem anderen bekannten Melkeimer sind die Filter an einem haubenartigen Deckel
befestigt, dessen Öffnung zum Einmelken gegebenenfalls durch einen kleineren Deckel
verschlossen werden kann. Die Entfernung des Filters nach dem Melken ist auch hier
nur nach Abnahme des haubenartigen Deckels möglich, wodurch bei Anwendung einer
Schutzgasatmosphäre diese gestört und der ίο Luft freier Zutritt gegeben würde. Andererseits ist auch hier weder für den haubenartigen
Deckel noch für den zweiten kleineren Deckel ein gasdichter Verschluß vorgesehen.
Bei einer anderen bekannten Melkkanne mit eingeschnürtem Hals ist an diesem ein .Melkeinsatz, an dessen unterem Ende ein
Sieb befestigt ist. Es ist ferner ein haubenartiger Deckel vorgesehen, der das Hereinfallen
von Fremdkörpern verhindert, jedochdurch seitliche Öffnungen den Luftzutritt gestattet.
Auch diese Melkkanne ist für das Einmelken in eine Schutzgasatmosphäre und das längere Aufbewahren der Milch in derselben
Kanne ungeeignet. Das Sieb in dem Einsatz kann beim Einmelken das rasche Entweichen des Schutzgases nicht verhindern.
Außerdem kann diese Kanne auch nicht gasdicht verschlossen werden.
Xur mit der neuen oben gekennzeichneten Melk- und Milchtransportkanne ist es aber
möglich, die Milch ohne Gefahr der Infektion unmittelbar in die Kanne einzumelken und in
dieser längere Zeit, z. B. mehrere Tage, genußfähig aufzubewahren.
Die Einzelheiten der neuen Kanne und deren Wirkungsweise ist im folgenden an
Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch die neue Milchkanne,
Fig. 2 eine Aufsicht auf die Kanne nach Fig. i.
Mit ι ist der zylindrische Teil einer Milchkanne
bezeichnet, die oben einen Hals 2 besitzt. Dieser Kannenhals ist eingeschnürt, indem eine nach innen gedruckte Sicke 3 vorgesehen
ist, die zur dichten Lagerung eines konischen Einsatzes 4 dient. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist der obere Rand 5
des Einsatzes 4 so umgebördelt, daß er auf der Sicke aufliegt und sich zweckmäßig der
Form der Sicke anschmiegt, um einen möglichst dichten Abschluß zu gewährleisten. In
diesem Einsatz 4 ist ein auswechselbares Filter 9 bis 11 vorgesehen, wobei eine Filterscheibe
10 aus Baumwollstoff, Watte o. dgl. zwischen zwei Drahtsieben 9 bis 10 gelagert
ist. Zum Auflegen dieses Filters ist im Einsatz 4 ein Absatz 7 vorgesehen, an den sich ein konischer Ansatz mit einer
unteren Mündung 12 von verhältnismäßig kleinem Durchmesser anschließt. Durch die
dichte Lagerung des Einsatzes 4 bei 3 im Kannenhals, die Filterscheibe 10 und die verhältnismäßig
kleine Mündung 12 wird ein Entweichen der in dem Behälter 1 enthaltenen
Schutzgasfüllung, ζ. Β. Kohlendioxyd, weitgehend verhindert. So ist beim öffnen des
Deckels 16 ein freies Entweichen des Schutzgases wegen des Filters 10 nicht möglich.
Der Vorgang beim Einmelken ist dann folgender:
Der von dem Euter kommende Milchstrahl trifft zunächst auf ein Sieb 8 mit verhältnismäßig
hoher Geschwindigkeit und wird durch das Sieb entsprechend zerteilt, das grobe Verunreinigungen
der Milch zurückhält. Mit verminderter Geschwindigkeit gelangt dann die Milch in den Raum 8' und durchdringt verhältnismäßig
langsam das Filter 9 bis 11, um schließlich in das Tnnere der Kanne zu gelangen.
Das von der Milch verdrängte Schutzgas entweicht durch das Filter nach außen und hält so eine sterile Atmosphäre
in dem Kannenhals aufrecht, um den in den Hals eintretenden Milchstrahl zu schützen.
Die Kanne ist durch einen Deckel 16 gasdicht verschlossen, dessen Rand bei 17 umgebördelt
ist, um eine Gummidichtung 18 aufnehmen zu können. Auf dem Deckel ist ein
Flacheisen 19 befestigt, dessen eines Ende bei 21 als Lagerstelle eingerollt und dessen
anderes Ende als Nase 25 für einen Exzenterverschluß ausgebildet ist. An dem Flacheisen
19 ist ein Bügel 20 als Handgriff angenietet.
Die vorbeschriebene Melk- und Milchtrans- ·'■
portkanne wird wie folgt benutzt:
Die Kanne wird sorgfältig gereinigt und sterilisiert, und zwar zweckmäßig in der
Molkerei, in der die in dieser Kanne gelieferte Milch verarbeitet wird. Die leere gereinigte ■··■
Kanne wird dann mit einem Schutzgas, z. B. Kohlendioxyd, gefüllt und die Sieb- und
Filtereinrichtung 8 bis 11 in den Einsatz 4 eingelegt, worauf der ebenfalls gereinigte
Deckel dicht aufgepreßt wird. Vor dem Schließen des Deckels wird noch das Schutzblatt
36 aus Papier o. dgl. so eingelegt, daß es beim Verschließen von der Gummi- no
dichtung 18 auf den Hals 2 gepreßt wird.
Die Kanne ist nun zur Benutzung fertig, und sie kann in beliebiger Zeit zu dem Melker
befördert werden. Unmittelbar vor dem Melken wird der Deckel geöffnet, wobei das
Schutzblatt 36 an dem Deckel verbleibt, da das Schutzblatt an der Gummidichtung 18 .·
haftet. Dieses Schutzblatt dient dazu, den aufgeklappten Deckel gegen Staub und andere
Verunreinigungen zu schützen.
Wenn beim Einmelken der Ansatz 15 eines
Milchstandsanzeigers die gefüllte Kanne an-
Claims (1)
- zeigt, kann dann das Filter entfernt und die Filterscheibe zerstört werden, um eine Wiederbenutzung zu verhindern. Vor dem Schließen des Deckels wird das Schutzblatt 36 S entfernt und ebenfalls vernichtet. Die gefüllte geschlossene Kanne enthält über der Milch einen mit Kohlensäure o. dgl. gefüllten Raum.Wie aus der Zeichnung hervorgeht, taucht hierbei der konische Ansatz mit der Mündung 12 in die Milch ein. Bei gelegentlichem öffnen des Deckels 16 kommt die Luft also kaum mit der Milch in Berührung. Außerdem wird ein Entweichen der über der Milch befindlichen Kohlensäure durch dieses Eintauchen der Mündung 12 verhindert.Da die Milch beim Einmelken unmittelbar in die neue Milchkanne gelangt und dadurch nur ganz kurze Zeit mit der Außenluft in Berührung kommt, ist sie ausreichend gegen 20* Infektion geschützt und behält vor allem ihren natürlichen Gehalt von Kohlendioxyd. Die Milch kann somit in der geschlossenen neuen Kanne über eine beträchtliche Zeit frisch gehalten werden. asL-1ATIaNTANSI1HUCH :Melk- und Milchtransportkanne mit einer Schutzgasfüllung, dadurch gekennzeichnet, daß in den mit einem Deckel gasdicht verschließbaren, eingeschnürten Kannenhals ein konischer Einsatz dicht eingesetzt ist, der in der Durchtrittsöffnung ein auswechselbares Filter trägt und anschließend daran einen konischen 3^ Ansatz mit einer unteren Mündung von verhältnismäßig kleinem Durchmesser, besitzt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen8EKUN. GEDRÜCKT IN 1ΪΕΚ
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DK701177X | 1935-10-23 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1936G0093593 Expired DE701177C (de) | 1935-10-23 | 1936-08-23 | Melk- und Milchtransportkanne |
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