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Mit modulierten Lichtstrahlen, insbesondere mit Ultrarotstrahlen arbeitende
Lichtsignalanlage Bei den Anordnungen zum Senden und Empfangen von modulierten Lichtsignalen,
insbesondere den mit Infrarot arbeitenden Anordnungen, ist es sowohl für den einfachen
wie auch besonders für den Gegensignalverkehr wichtig, daß die von jeder der beiden
Stationen ausgesandten Signallichtstrahlen genau auf die andere Station auftreffen.
Dies wird aber dadurch erschwert, daß im Betrieb solcher Apparate, insbesondere
im Kriegsverwendungsfalle, sehr leicht Erschütterungen auftreten, die den gerichteten,
ausgesandten Strahl oftmals in eine ganz andere Richtung gelangen lassen, als es
der Stellung der Empfangsstation entspricht. Da man die aus anderen Gründen vielfach
verwendeten roten und infraroten Lichtstrahlen nur schwer oder gar nicht mit dem
Auge sehen kann, ist ein Einstellen der beiden Stationen aufeinander und ein Kontrollieren
dieser Einstellung auf visuellem Wege nicht möglich. Vor allem wird dies in den
Fällen unangenehm sein, in denen auf der Empfangsseite eine Beendigung der Sendung
oder eine Unterbrechung derselben beobachtet wird, ohne daß man aus dem Sinn des
gesendeten Textes z. B. bei chiffrierten Nachrichten entnehmen könnte, ob das Signal
fertig ist oder ob eine Störung der Übertragung vorliegt.
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Es ist daher schon vorgeschlagen worden, in den Sprechstromkreis einer
Lichtsendeanlage einen nach Belieben einschaltbaren Dauerzeichen- oder telegraphische
Signale erzeugenden Summer einzubauen, um das Richten auf die Empfangsstation zu
erleichtern. Hierzu ist aber jedesmal ein Umschalten von Hand notwendig, um das
Mikrophon des Sprechstromkreises ab- und den Summer einzuschalten, oder umgekehrt.
Das ist besonders dann lästig, wenn man, insbesondere im rauhen Betrieb, mit häufigerer
Kontrolle bzw. Nachstellung zu rechnen hat.
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Gemäß der Erfindung wird nunmehr eine verbesserte Einstell- und Kontrollmöglichkeit
für mit modulierten Lichtstrahlen, insbesondere Ultrarotstrahlen arbeitende Lichtsignalanlagen,
bei denen ein unmittelbares Beobachten der Sendelichtquelle mit den Sinnesorganen
durch den Empfangenden nicht möglich ist und bei denen senderseitig Schaltmittel
zum Aussenden von Dauerzeichen vorgesehen sind, vorgeschlagen, die dadurch-gekennzeichnet
ist, daß die von den zu übertragenden Nachrichtenströmen gesteuerten
Schaltmittel
des mit einer Dauerzeichenvorrichtung versehenen Senders das Dauerzeichen beim Aufhören
des normalen Nachrichtenstromes selbsttätig in Betrieb und bei Be-5 ginn des normalen
Nachrichtenstromes selbst= tätig außer Betrieb setzen.
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Selbsttätige, z. B. durch Mikrophonströme betätigte Umschaltvorrichtungen
sind auf dem Gebiet der Leitungsverstärker, Echosperren usw. bekannt, jedoch dienen
diese dort zur Lösung anderer Aufgaben. Durch die Erfindung soll in erster Linie
bezweckt werden, daß die Kontrolle über die Einhaltung der richtigen Richtung der
Sendeanlage bzw.
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i Empfangsanlage lückenlos und selbständig während der ganzen Betriebsdauer
erfolgt und das Bedienungspersonal bereits im Augenblick des Eintretens einer llißweisung
diese aufmerksam gemacht wird und nicht erst dann, wenn es einmal wieder eine gelegentliche,
willkürliche Nachkontrolle vornimmt bzw. wenn es nachträglich feststellt, daß die
übermittelte Nachricht lückenhaft oder unvollständig ist. Jede Mannschaft der beiden
miteinander verkehrenden Stationen weiß nunmehr, daß sie laufend und lückenlos dauernd
ein Signal zu empfangen hat, entweder das eigentliche Nachrichtenzeichen oder das
sofort bei Aufhören dieses Nachrichtenzeichens eingeschaltete Hilfszeichen (Dauerzeichen).
Hört eines dieser Zeichen auf, so weiß das Personal auf der Empfangsseite sofort,
daß die Sendeseite bzw. der Sendeweg irgendeine Störung hat und kann dies unverzüglich
zurückmelden.
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Das Dauerzeichen wirkt empfangsseitig entweder akustisch oder optisch.
Im Falle der akustischen Wirkung wird es durch einen Stromerzeuger, zweckmäßig .einen
Wechselstromgenerätor, gebildet, der die 1\=Iodulationseinrichtung für den gesendeten
Lichtstrahl steuert. Wenn die Frequenz dieses Generators z. B. innerhalb des Hörbereichs
liegt, so kann jeweils auf der Empfangsseite durch Hören dieses Tones festgestellt
werden, ob beide Stationen noch genau aufeinander ,gerichtet sind. Wird mit einem
unhörbaren Kontroll-Weehselstrom gearbeitet, so erfolgt das-?£nzeigen empfangsseitig
zweckmäßig mittels eines elektrischen Anzeigegerätes, z. B. einer Glimmröhre. Bei
der optischen Wirkungsweise wird beispielsweise vor Beginn einer Sendung bzw. in
den Modulationspausen eine Lichtquelle von möglichst hoher Intensität eingeschaltet,
deren Strahl hilfsweise zur sichtbaren gegenseitigen Einstellung der beiden Stationen
dient, in ähnlicher Weise also, wie es z. B. bei Blinkgeräten der Fall ist. Bei
dieser Maßnahme kann zwar die Stellung der Sendestation von Umbefugten festgestellt
werden, eine Entzifferung der Zeichen ist ' aber nicht möglich, weil ja ,die sichtbaren
Zeichen keine Nachrichten zum Inhalt haben, sondern lediglich zum Kontrollieren
der ,. Strahlrichtung vorgesehen sind.
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:;In Ausführung der Erfindung wird vorzugsweise eine Relaisschaltung
benutzt. Z. B. wird ein solches Relais an dem zwischen Mikrophon und Lichtmodulator
.befindlichen Verstärker derart angebracht, daß ein im Sekundärkreis dieses Relais
liegender Schalter das Einschalten des Dauerstromes bzw. Dauerzeichens vornimmt,
wenn der im Verstärker fließende Wechselstrom nicht mehr wirksam ist. Es wird dann
durch diesen Schalter zweckmäßig ein einfacher Suanmer oder ein sonstiger, etwa
auf dem Röhrenprinzip beruhender Wechselstromgenerator eingeschaltet, dessen Strom
entweder direkt auf den Modulator gegeben wird oder ebenfalls zwecks Verstärkung
noch durch den Verstärker fließt; im letzteren Fall muß dafür gesorgt werden, daß
durch diesen Summerstrom selbst das Relais nicht in dem Sinne beeinträchtigt werden
kann, daß es wieder eine selbsttätige Abschaltung des Summers vornimmt. Man muß
daher die Stelle, an der die Summerströme in den Verstärker gelangen, in der Verstärkungsrichtung
betrachtet, hinter der Stelle anbringen, an die das Relais angeschlossen ist. Man
kann durch das Relais auch eine Umschaltung in :dem Sinn vornehmen lassen, daß die
eine Stufe des Verstärkers, z. B. die Endstufe selbst, in einen Röhrensuinmer verwandelt
wird.
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Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung. Gemäß
Abb. i a und ib wird -das zur Kontrolle der gegenseitigen Einstellung beider Stationen
dienende Dauerzeichen akustisch zur Wirkung gebracht: Die Abb. ia, die .die Schaltanordnung
zeigt, enthält bei i eine Lichtquelle, deren ausgesandte Lichtstrahlen zunächst
durch eine Optik o auf einen Punkt konientriert werden, an dem sich der Modulator
m
befindet. Hinter diesem liegt ein größerer Hohlspiegel h, der die auf ihn
geworfenen Lichtstrahlen annähernd parallel gebündelt nach der Empfängerstation
sendet. Der Modulator arbeitet in an sich bekannter Weise etwa nach dem Prinzip
einer bewegbaren Blende, die auf magnetischem, dynamischem oder statischem Wege
durch die Modulationsströme, z. B. Sprechströme, gesteuert wird. Die Lichtquelle
i bestehe aus einer, sichtbares oder auch infrarotes Licht ausstrahlenden Vakuumlampe
mit einem Leuchtfaden f, der von einer Batterie b gespeist wird.
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Der elektrische Teil der Anordnung nach Abb. i besteht aus einem Mikrophon
c, an das sich zwei Verstärkerstufen v1 und v2 anschließen.
Um eine
selbsttätige Einschaltung eines den Modulator steuernden Wechselstromes während
der Modulationspausen zu schaffen, ist an den Anodenkreis der Vers stärkerstufe
v1 über einen Transformator il ein mit einem Gleichrichter versehener Stromkreis
g vorgesehen, in welchem eine Relaisspule r liegt. Der Sekundärkreis dieses Relais
enthält einen Anker a und einen Kontakt k, die zur Ein- bzw. Ausschaltung eines
Su.mmers s dienen, der den Dauerwechselstrom für die Kontrolle erzeugt. Dieser Summer
ist über einen Transformator t2 an den Eingangskreis der Verstärkerstufe v2 geführt,
so daß seine Ströme verstärkt auf den Modulator m gelangen. .
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Die Gleichrichtung,der.dem Transformator t1 entnommenen Ströme durch
den Stromkreis g erfolgt zu dem Zweck, das Relais r während der ganzen Zeit, in
der im Verstärker ein Wechselstrom fließt, zu erregen. Solange- dies der Fall ist,
ist der Stromkreis zwischen dem Anker cs und dem Kontakt k geöffnet. Tritt nun eine
Modulationspause ein, so fällt der Anker a ab und bewirkt durch Anlegen an den Kontakt
k ein Einschalten des Summers s, dessen Strom dann nach Verstärkung durch die Verstärkerstufe
v2 in den Modulator gelangt. Es ist darauf zu achten, daß die Stelle, an der die
Summerströme in die Verstärkereinrichtung gelangen, hinter der Stelle liegt, an
der das Relais r abgezweigt ist, da sonst die Summerströme, wenn sie etwa an die
Verstärkerstufe v1 geführt würden, über .den Transformator t1 das Relais r wieder
erregen und den Summer abschalten würden. Die Gleichrichtung in dem Gleichrichterkreis
g ist im vorliegenden Beispiel schematisch durch einen mechanischen Detektor dargestellt.
Statt dessen kann auch eine Gleichrichtung anderer Art, z. B. mittels Röhren, erfolgen.
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Es empfiehlt sich, das Relais r als Verzögerungsrelais auszubilden,
welches eine Verzögerungszeit von 1/2 bis z, evtl. auch von mehreren Sekunden hat.
Dadurch 'wird vermieden, daß der Summer bereits während einer ganz kurzen Mo@dulations-,
also beispielsweise Gesprächspause, eingeschaltet wird. Gemäß Abb. zb ist der Verstärkerteil
gegenüber Abb. za derart geändert, daß die Verstärkerstufe v2 während der Modulationspausen
selbst als Röhrensummer wirkt. Zu diesem Zweck ist von .dem Kontakt k über die Wicklung
w3 des Transformators t3 und die Wicklung w4 des Transformators t4 zurück zum Anker
a ein Stromkreis gebildet, der beim Schließen zwischen a und k als Rückkopplungskreis
in der Stufe v2 wirkt und diese zum Schwingen bringt. Die so erzeugte Schwingung
kann hörbar sein oder auch außerhalb des Hörbereiches liegen. Die zweite Sekundärspule
des Transformators t4 führt zum Modulator.