DE702995C - Verbesserung der Bestaendigkeit von Erdalkalisulfid-Leuchtstoffen - Google Patents

Verbesserung der Bestaendigkeit von Erdalkalisulfid-Leuchtstoffen

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DE702995C
DE702995C DE1937I0058619 DEI0058619D DE702995C DE 702995 C DE702995 C DE 702995C DE 1937I0058619 DE1937I0058619 DE 1937I0058619 DE I0058619 D DEI0058619 D DE I0058619D DE 702995 C DE702995 C DE 702995C
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Germany
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alkaline earth
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sulfide phosphors
earth sulfide
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Expired
Application number
DE1937I0058619
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English (en)
Inventor
Dr Konrad Schad
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/22Luminous paints

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verbesserung der Beständigkeit von Erdalkalisulfid-Leuchtstoffen Erdalkalisult-idphosphore.sind bekannte, sehr empfindliche Stoffe. Schon der pulverförmige Leuchtstoff wird beim Liegen an der Luft angegriffen, wobei sich das Sulfid unter Schwefelwasserstoffentwicklung gelb bis braun färbt und die Lumineszenzfähigkeit allmählich verlorengeht. Neben dem Feuchtigkeits- und dem Kohlensäuregehalt der atmosphärischen Luft ist dabei auch das Licht. namentlich dessen kurzwellige Strahlen, von Einfluß. Besonders empfindlich sind die Strontiumsulfidphosphore. die wegen ihrer verhältnismäßig starken Lumineszenzkraft für die Praxis die wichtigsten sind. Pulverförmige Erdalkalisulfid-Leuchtstoffe müssen deshalb in luftdichten Behältern gegen ultraviolette Strahlen geschützt aufbewahrt werden.
  • Praktisch angewandt werden Leuchtstoffe in der weitaus überwiegenden Mehrzahl der Fälle in Form von Anstrichen. Es ist aber bisher trotz aller Bemühungen nicht gelungen, geeignete Bindemittel für die empfindlichen Erdalkalisulfid-Leuchtfarben zu fir:den, die diese Leuchtfarben für längere Zeit vor der gemeinsamen Einwirkung der Feuchtigkeit und des Kohlensäuregehaltes der Luft und der kurzwelligen Strahlen des Lichtes schützen.
  • Es wurde nun die Beobachtung gemacht, daß überraschenderweise durch Zusatz von feinpulverigem, reinem Borsäureanhydrid (Bortrioxyd) zum pulverförmigen, auf dem üblichen Wege hergestellten Erdalkalisulfid-Leuchtstofdie Zerstörung der Luznineszen-r_-fähigkeit durch die Einwirkung von Luft und Licht weitgehend verhindert wird. Dabei genügt ein Zusatz von etwa ioo'o Borsäureanhvdrid, so daß die Stärke der Lumineszen.: durch die Zumischung des nicht luminezierenden Borsäureanh_vdrids nicht merklich verringert wird. Wenn man z. B. einen mit geringen Mengen Wismut aktivierten, pulverförmigen Strontiumsulfid-Leuchtstoft, der besonders empfindlich ist, mit Wasser anfeuchtet, so beginnt in. wenigen Minuten unter Erwärmung eine Ent= Wicklung von Schwefelwasserstoff, und unter' Braunfärbung geht die Lumineszenzfähigkeit in kurzer Zeit verloren. Mischt man dagegen den gleichen fertigen Strontiumsulfid-Leuchtstoff mit too;% wasserfreiem, feinpulverigem Borsäureanhydrid. so tritt beim Anfeuchten mit Wasser keine Braunfärbung auf, und selbst nach 24 Stunden Einwirkung ist die Lumineszenzfähigkeit nahezu vollkommen erhalten.
  • Eine Erklärung für die spezifische Wirkung des Borsäureanhydridzusatzes steht zur Zeit noch völlig aus. Diese Wirkung ist sogar deshalb besonders überraschend. weil die Sulfidphosphore ja gerade von Säuren besonders leicht zersetzt werden.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden. bei der Darstellung von Erdalkalisulfid-Leuchtfarben durch thermische Einwirkung von Schwefel auf Erdalkalioxvde Borax oder Borsäureverbindungen als §illtermittel (sog. Schmelzzusatz) zti verwenden. Damit hat das neue Verfahren zur Verbessertmg der Haltbarkeit der 1"rd:Llkallsülfid-LftIClitStolfe. das den Gegenstand dieses Patents bildet, nichts zu tun, da hei diesem neuen `'erfahren das Borsäureanhydrid der bereits fertigen Leuchtfarbe zugemischt wird.
  • Beispiel ioo g eines Strontiumsulfid-Leuchtstoffs werden mit I o g fein gepulvertem Borsäureanhydrid gut vermischt; diese Mischung wird mit Polystyrollack als Bindemittel auf einen geeigneten Träger aufgestrichen. Wird dieser Anstrich im Freien aufgestellt, so daß er der Luft und dem Licht ausgesetzt ist, so wird der Beginn der Verfärbung des Anstrichs gegenüber einem Vergleichsanstrich, der, auf gleiche Weise, aber ohne den Zusatz von Borsäureanhydrid zum Leuchtstoffpulver hergestellt worden ist, um Monate verzögert.
  • An Stelle von Polystyrollack können natürlich auch andere Bindemittel verwendet werden, sofern diese nur gegen den Leuchtstoff und das Borsäureanhydrid beständig sind und einen `hinreichend dichten und feuchtigkeitsbeständigen Film ergeben, um den Leuchtstoff einzubinden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPIZUCII: Verfahren zur Verbesserung der Beständigkeit von Erdalkalisulfid-Leuchtstoffen und damit hergestellten Anstrichen, dadurch gekennzeichnet, daß dem pulverförmigen Leuchtstoff pulverförmiges Borsäureanhydrid zugemischt wird.
DE1937I0058619 1937-07-23 1937-07-23 Verbesserung der Bestaendigkeit von Erdalkalisulfid-Leuchtstoffen Expired DE702995C (de)

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